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#1396394 - 13.08.19 19:40 Re: Pinion Rohloff oder Kettenschaltung pro contra [Re: Toxxi]
Sickgirl
Mitglied
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Beiträge: 4546
Zumindest die XTR ab 10fach kann jetzt Multi Release, also in beiden Richtungen mehrere Gänge. Bin mir gerade nicht sicher ob zwei oder drei und bin zu faul in den Keller zu gehen.

Ja, der Daumenhebel bei Campa ist schon geil. Ich bin mal eine Weile den Hebel mit einem Shimano Invers Schaltwerk gefahren, kurzer Daumendruck vor der Ampel und ein gut passender leichter Gang war drin.
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#1396399 - 13.08.19 20:13 Re: Pinion Rohloff oder Kettenschaltung pro contra [Re: Lenkerzerrer]
AndreMQ
Mitglied
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Beiträge: 3231
Ja, etwas ungewöhnlicher Punkt. Habe mal nachgedacht, wie das bei mir läuft: Also ich rolle irgendwie an eine Kreuzung, Ampel, Engstelle oder was auch immer aus. Gang und Anzeige egal. Beim Losfahren wird dann mal auf den Griff geschaut, was die Zahlen so sagen. Meist drehe ich dann auf 8 (sowohl bei der Pinion, wie auch bei der Speedhub). Dann geht es weiter, die weitere Schalterei nach Geschwindigkeit und Pedalkraft ohne auf Nummern zu blicken.
In der Dunkelheit kann man die Zahlen meist nicht lesen. Vor dem Anfahren drehe ich einfach blind den Griff eine Viertel Umdrehung runter. Wird schon was passendes sein. Wenn man in der Dunkelheit steht und überhaupt nicht mehr weiß, welcher Gang eingelegt ist, dann wird entweder auf den kleinsten oder den größten Gang gedreht und passend vor- oder zurückgezählt. Es bewegen sich ja keine Ketten, Schaltwerke und Zahnräder, sondern nur ein paar kleine Schaltklauen.
Die Kettenschalter müssen halt vorausschauend schalten und wenn das nicht geklappt hat, beginnt halt das typische Rumgewürge.
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#1396415 - 13.08.19 22:22 Re: Pinion Rohloff oder Kettenschaltung pro contra [Re: Toxxi]
Cruising
Mitglied
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Beiträge: 1170
In Antwort auf: Toxxi
In Antwort auf: Cruising
Das ist nämlich dasselbe Problem, das ich mit meinen geliebten Kettenschaltungen auch schon hatte grins An meinem Winterbock habe ich zur schnellen Bekämpfung von Streusalz-Korrosion schon einiges WD 40 in den Umwerfer geschossen zwinker

Hilft das? verwirrt

Also, bei mir hat das schon mehrfach geholfen, wenn in Streusalz- und Matsch-reichen Wintern (und einmal in einem regnerischen Sommer nach ein paar Dreckwegen) der Umwerfer immer schwerer zu schalten war und ich irgendwann nicht mehr auf das große Kettenblatt kam schmunzel Jedenfalls als schnelle Notfall-Maßnahme - daheim habe ich nach der Tour oder beim Winterrad vor der "Übersommerung" dann natürlich schon alles nochmal sorgfältig gereinigt und gewartet.

Wenn es mal so weit ist wie in meinem Link beim dritten Bild (hier nochmal ), dann langt m.E. Spülen mit Wasser nicht mehr - und zwar weder bei einer Kettenschaltung noch bei der Ansteuerung einer R-Dose.

Gruß Thomas
www.bikeamerica.de
Cycle. Recycle. For a better world...
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#1396416 - 13.08.19 22:28 Re: Pinion Rohloff oder Kettenschaltung pro contra [Re: AndreMQ]
RollenderRalf
Mitglied
Themenersteller
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Beiträge: 4
Besten Dank. Das war kenntnis- und detailreich!
Beste Grüße
RRalf
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#1396422 - 13.08.19 22:42 Re: Pinion Rohloff oder Kettenschaltung pro contra [Re: Toxxi]
RollenderRalf
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 4
Die Winter-Überlegung ist nicht schlecht. Besten Dank
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#1396425 - 13.08.19 23:02 Re: Pinion Rohloff oder Kettenschaltung pro contra [Re: Keine Ahnung]
Landradler
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 1767
In Antwort auf: Keine Ahnung
Die schlechte Griffigkeit bei feuchten Händen (Schweiß, Regen) nervt mich manchmal.

Ich genieße den Luxus die Rohloff im Liegetrike zu fahren, dies ist seitens des Herstellers HPV mit dem langen Schaltgriff ausgestattet. D.h. ich kann den Griff mit der ganzen Hand umfassen, Schaltprobleme sind ein Fremdwort. zwinker
Gruß, Michael

- Buckelst du noch oder liegst du schon? -
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#1396445 - 14.08.19 08:00 Re: Pinion Rohloff oder Kettenschaltung pro contra [Re: RollenderRalf]
AndreMQ
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 3231
Hier noch was @Sickgirl mit Übersetzungen gemeint hat. Den deutlichsten Unterschied zwischen Getriebe und Kettenschaltung ist zu sehen, wenn man mal ein Rennrad mit aktueller Ausstattung nimmt (Canyon mit der 2x12-SRAM-AXS und 48/35 Kettenblättern auf 25-622-Rädern) und ein (fiktives) P1.18-Rennrad mit gleicher Entfaltung im höchsten Gang von etwa 10,2m vergleicht.
Es gibt eigentlich nur 3 Getriebe nämlich Pinion, Speedhub und Kindernay, die aber alle dem Prinzip der geometrischen Abstufung folgen (also jeder Gangsprung prozentmäßig etwa gleich). Das Bild zeigt es mMn optimal.
Die Getriebe versammeln die meisten Gänge unten und werden nach oben gröber, die Kettenschaltung für Rennräder gerade umgekehrt. Unten ist wenig und oben sehr viele, enge Stufen. Mit MTB-Kassetten und Kettenblattbestückung gleichen sich die Systeme aber an. Und Reiseräder sind keine Rennräder.
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#1396449 - 14.08.19 08:53 Re: Pinion Rohloff oder Kettenschaltung pro contra [Re: AndreMQ]
AndreMQ
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 3231
.... und das kommt heraus, wenn man ein Reiserad mit 60-559-Reifen bestückt und eine Pinion-Auslegung mit einer klassischen 3x9-Schaltung vergleicht, wobei ich nicht sagen kann, welches Schaltwerk diese Kombination bedienen kann.
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#1396464 - 14.08.19 09:55 Re: Pinion Rohloff oder Kettenschaltung pro contra [Re: AndreMQ]
Sickgirl
Mitglied
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Beiträge: 4546
Genauso eine Abstufung will ich ja nicht haben.

Im Normalen Fahrbetrieb habe ich das große Kettenblatt und hinten die vier oder fünf kleinsten Ritzel. Ich möchte da mit möglichst gleicher Trittfrequenz fahren und da eben deswegen nur kleine Gangsprünge habe. Nervt mich einfach wenn man das Gefühl das gerne noch einen Gang dazwischen hätte weil ich nicht die richtige Wohlfühlfrequenz einhalten können.

Am Berg finde ich die Gangsprünge ok, da geht man ja auch zwischendurch mal aus dem Sattel
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#1396465 - 14.08.19 10:13 Re: Pinion Rohloff oder Kettenschaltung pro contra [Re: Sickgirl]
Keine Ahnung
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 9104
Genau daran sieht man aber, dass unterschiedliche Radfahrer auch unterschiedliche Empfindung/Interessen haben.

Auf meinem Reiserad habe ich nie das Gefühl, dass ich meine Trittfrequenz mit den vorhandenen Rohloff-Abstufungen nicht halten könnte, und am Berg gehe ich nie aus dem Sattel. Dort habe ich eine Entfaltung, die es mir erlaubt, auch sitzend noch sehr große Steigungen zu bewältigen. Natürlich geht bei 15% oder mehr die Trittfrequenz nach unten, das würde sie aber erst recht, wenn ich aus dem Sattel ginge.

Genau diese Unterschiede machen es eigentlich unmöglich, eine Lösung für alle zu empfehlen. Man kann Empfehlungen bekommen, Vor- und Nachteile zusammenstellen, aber am Ende wird man - am besten durch Ausprobieren - selber die für einen selber beste Lösung finden müssen.
Gruß, Arnulf

"Ein Leben ohne Radfahren ist möglich, aber sinnlos" (frei nach Loriot)
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#1396467 - 14.08.19 10:20 Re: Pinion Rohloff oder Kettenschaltung pro contra [Re: Keine Ahnung]
Sickgirl
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 4546
Am Berg gehe aus dem Sattel wenn es eine kurze Welle ist, also mal schnell wegdrücken und eben bei episch langen Anstiegen durch eine andere Körperhaltung kurz entspannen

Habe das jetzt beim letzten Brevet echt gemerkt. Da ging es fast 400 km nonstop total flach und durch das statistische immer gleiche sitzen war ich hinterher total verspannt und fand das anstrengender wie mit ein paar Höhenmeter zwischendrin
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#1396484 - 14.08.19 13:04 Re: Pinion Rohloff oder Kettenschaltung pro contra [Re: Sickgirl]
AndreMQ
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 3231
In Antwort auf: Sickgirl
Genauso eine Abstufung will ich ja nicht haben. ...
Es sind ja 4 Bilder und welche sind ok/nicht ok? Bzw. wenn alle nicht ok sind, dann nenne doch Kettenblatt/Ritzel-Bestückung/Reifengröße, welche gefällt?
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#1396486 - 14.08.19 13:17 Re: Pinion Rohloff oder Kettenschaltung pro contra [Re: Keine Ahnung]
iassu
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 20413
In Antwort auf: Keine Ahnung
Genau diese Unterschiede machen es eigentlich unmöglich, eine Lösung für alle zu empfehlen. Man kann Empfehlungen bekommen, Vor- und Nachteile zusammenstellen, aber am Ende wird man - am besten durch Ausprobieren - selber die für einen selber beste Lösung finden müssen.

Genau das ist mein Fazit auch aus diesem Faden. Es ist ehren- und lobenswert, wenn und daß hier manche berufenen Geister die Besonderheiten und Vorteile der verschiedenen Schaltungen auf quasi wissenschaftlichem Niveau darzustellen sich befleißigen: eine daraus abzuleitende, sachlich zwingende Schlußfolgerung und Entscheidung folgt daraus trotzdem nicht.
Gruß Andreas
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#1396489 - 14.08.19 13:25 Re: Pinion Rohloff oder Kettenschaltung pro contra [Re: AndreMQ]
Sickgirl
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abwesend abwesend
Beiträge: 4546
Na diese Pinion Übersetzung mit den konstanten Stufen.

Am Randonneur sieht es so Aus

Und da gefällt mir der Sprung von 14 auf 16 schon nicht. Ich würde lieber auf das 11er verzichten und dafür noch ein 15er

Am Reiserad das Hier
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#1396490 - 14.08.19 13:26 Re: Pinion Rohloff oder Kettenschaltung pro contra [Re: Keine Ahnung]
Martina
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 14944
In Antwort auf: Keine Ahnung
aber am Ende wird man - am besten durch Ausprobieren - selber die für einen selber beste Lösung finden müssen.


Das sehe ich auch so, wobei Ausprobieren halt schwierig ist. Räder in allen möglichen Varianten für eine Probefahrt zu bekommen ist nicht leicht und das eigene Rad so oft umzubauen, bis man die optimale Lösung gefunden hat dürfte nur für die allerwenigsten eine Option sein. Sofern der Umbau überhaupt möglich ist.
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#1396491 - 14.08.19 13:49 Re: Pinion Rohloff oder Kettenschaltung pro contra [Re: Sickgirl]
AndreMQ
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 3231
In Antwort auf: Sickgirl
Na diese Pinion Übersetzung mit den konstanten Stufen.

Am Randonneur sieht es so Aus

Und da gefällt mir der Sprung von 14 auf 16 schon nicht. Ich würde lieber auf das 11er verzichten und dafür noch ein 15er

Am Reiserad das Hier
Im Gegensatz zu anderen Beiträgen bin ich schon der Meinung, dass man das haarklein auseinanderfiseln soll, weil sonst nicht klar wird, wo und warum die Unterschiede liegen. Nun ist es klarer, Du versammelst möglichst viele Gänge zwischen Entfaltung 2,7m und 4,4m, also etwa in der Mitte des gesamten Bereiches, was bei einer hohen Trittfrequenz 90 ungefähr 15 - 25km/h ist. Die Sprünge sind dann zwischen 5 und 9%. Wenn man in diesem Bereich gegen die Uhr fährt, ist das vielleicht praktisch. Bei gemächlicherer Trittfrequenz 70 ist es etwa 11 - 19km/h. Die aktuell verfügbaren Getriebe machen das bewusst nicht, allerdings sind 11% nicht weit von 9% entfernt. Mich würde diese Gangversammlung in der Mitte eher stören.
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#1396519 - 14.08.19 17:38 Re: Pinion Rohloff oder Kettenschaltung pro contra [Re: AndreMQ]
Sickgirl
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 4546
ich dachte das wäre inzwischen Standard das man eher höhere Trittfrequenzen anstreben sollte.

Aber wie schon festgestellt wurde jeder hat sein eigenen Fahrstil, und darum fahre ich Kettenschaltung da ich da einfach viel mehr auf mich anpassen kann.

Diese extreme Bandbreite der Pinion brauche ich auch gar nicht.
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#1396528 - 14.08.19 19:38 Re: Pinion Rohloff oder Kettenschaltung pro contra [Re: Sickgirl]
Keine Ahnung
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 9104
Du musst Dich nicht rechtfertigen. Für Dich ist eben eine Kettenschaltung vorteilhafter oder angenehmer. Es soll ja niemand zu einer der Varianten überredet werden (zumindest nicht von mir), sondern es soll lediglich eine "Sammlung" von Argumenten zusammengestellt werden, die bei einer Entscheidung helfen sollen. Ich bin ziemlich sicher, dass Du eher eine sportliche Fahrerin bist. Das mag bei Deiner Wahl sicher auch eine Rolle spielen. Ich empfinde meine Kettenschaltung bei meinem Crossbike ja auch für eine gute Wahl zwinker .
Gruß, Arnulf

"Ein Leben ohne Radfahren ist möglich, aber sinnlos" (frei nach Loriot)
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#1396539 - 14.08.19 21:13 Re: Pinion Rohloff oder Kettenschaltung pro contra [Re: Keine Ahnung]
iassu
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Noch ein Aspekt: was ich an der Kettenschaltung auch als sicher nicht "sportlicher" Fahrer schätze, ist zB gerade das, was für die meisten Freunde der Ro oder Pi Schaltung am nachteiligsten ist: die Offenheit des Systems. So eine gekapselte Blackbox ist nix für mich. So verschieden kann man den Begriff "einfach" sehen.
Gruß Andreas

Geändert von iassu (14.08.19 21:13)
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#1396541 - 14.08.19 21:45 Re: Pinion Rohloff oder Kettenschaltung pro contra [Re: iassu]
Keine Ahnung
Moderator
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Das ist sicherlich richtig. An einer Kettenschaltung kann ich sehr viel selber reparieren und durch ihre "Offenheit" können Schäden leichter "verstanden" und evtl. auch behoben werden. Allerdings wird man bei größeren Schäden unterwegs auch "feststecken". Ich sehe einfach eine geringere Wahrscheinlichkeit für einen Defekt bei der Rohloff-Schaltung. Den Ritzelabzieher habe ich dabei und ein "Schaltseil easy-set" ebenfalls, so dass ich die mir möglich erscheinenden Defekte ebenso gut beheben könnte, wie einfache Defekte einer Kettenschaltung. Aber dennoch hast Du recht. Tritt doch ein ernster Schaden an der Rohloff-Schaltung auf, so kann dieser kaum noch selber behoben werden, da man in der "Blackbox" nicht so viel selber bewerkstelligen kann, und die Hilfe der Firma wird wohl notwendig sein. Das Risiko nehme ich aber in Kauf, da ich es als sehr klein erachte. Außerdem sollen die Japaner doch auch noch Schaltungen verkaufen können zwinker .
Gruß, Arnulf

"Ein Leben ohne Radfahren ist möglich, aber sinnlos" (frei nach Loriot)
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#1396542 - 14.08.19 21:57 Re: Pinion Rohloff oder Kettenschaltung pro contra [Re: Keine Ahnung]
Sickgirl
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 4546
Kettenschaltungen, wenn sie entsprechend gewartet werden gehen aber auch nicht so einfach kaputt.

Ich habe mir jetzt in gut 40 Radjahren erst ein Schaltwerk beim MTB Fahren durch einen Ast zerstört
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#1396543 - 14.08.19 22:00 Re: Pinion Rohloff oder Kettenschaltung pro contra [Re: RollenderRalf]
Machinist
Gewerblicher Teilnehmer Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 2206
In Antwort auf: RollenderRalf

Zur Anwendung: Meist werde ich in Europa unterwegs sein. Das Rad sollte aber vor allem für die nächste geplante große Tour durch Südostasien, China, Mongolei und Russland taugen.


Die Speedhub und das Pinion-Getriebe sind zweifelsohne hervorragende Produkte mit welchen man (wie mit den meisten Schaltungen) um die Welt fahren könnte.
Für ein Reiserad für die erwähnte Tour ins ferne Asien würde ich dennoch eine einfache Kettenschaltung bevorzugen.

Ein Freund von mir hatte auch mal ein Reiserad mit Speedhub. Eines Tages liess sich das Getriebe (mit externer Ansteuerung) nicht mehr schalten. Nur eine Revision im Werk ermöglichte den erneuten Betrieb der Nabe. Solche Fälle sind soviel ich weiss sehr selten, aber passiert es am anderen Ende der Welt hat man ein echtes Problem.
Ein Schaltwerk ist zwar zugebenermassen ein etwas exponiertes und unter Umständen verletzungsgefährdetes Bauteil am Rad, aber weltweit dürfte es in fast allen Ländern ohne grosse Probleme möglich sein funktionierenden und im besten Fall passenden Ersatz zu finden. Schaltet man mit altmodischen Rasterschalthebeln welche auf Reibungsschalten umgestellt werden können ist dies besonders einfach, man kann im Grunde fast jedes Schaltwerk verwenden.
Hat man am Rad ebenso altmodische horizontale Ausfallenden lässt sich die gekürzte Kette notfalls bei demontiertem Schaltwerk einfach spannen und man fährt mit einem Gang vorübergehend weiter.
Das Schaltauge an einem Stahlrahmen lässt sich in der Regel sehr gut auch mehrmals richten, eine Notwendigkeit zur Auswechselbarkeit besteht nicht.

Weitere womöglich noch nicht erwähnte Gründe warum für mich persönlich die Kettenschaltung auch am Fernreiserad bevorzugt wird:

- Ich fahre viel und gerne bergauf, die ewige "Mahlerei" (und teilweise Vibrationen) im Speedhub-Getriebe in den unteren Gängen würde ich an langen Anstiegen nur sehr schwer ertragen können. Das ist vermutlich (nebst dem üppigen Zusatzgewicht) auch ein Grund warum die Nabe an sportlich orientierten Fahrrädern nur selten verwendet wird.

- Die zumindest theoretische Notwendigkeit des Oelwechsels im Getriebe: Alle 5000 km, das ist für manche Langzeitreisen (welche ja unter Umständen auch mal 10'000, 20'000 km oder noch länger dauern können) ein Wartungs- und Materialaufwand mehr den ich mir gerne ersparen wollen würde.

- Den Rohloff-Drehgriff mag ich nicht besonders, zudem ist er für MTB-Lenker mit 22.2 mm Durchmesser ausgelegt. Um am Renn- oder Zeitfahrlenker schalten zu können muss man auf Bastellösungen oder Fremdprodukte zurückgreifen.
Für die Pinion gibt's meines Wissens gar keine Alternative (ohne Drehgriff) welche an die gewünschten Lenker passt.
Ich schalte am Reiserad mit simplen Daumenschaltern (bzw. umfunktionierten Unterrohrhebeln) und kann so ebenso wie mit dem Drehgriff beliebig viele Gänge auf einmal durchschalten.
Der Mensch ist umso reicher je mehr Dinge er liegen lassen kann.
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#1396544 - 14.08.19 22:01 Re: Pinion Rohloff oder Kettenschaltung pro contra [Re: iassu]
Cruising
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1170
In Antwort auf: iassu
Noch ein Aspekt: was ich an der Kettenschaltung auch als sicher nicht "sportlicher" Fahrer schätze, ist zB gerade das, was für die meisten Freunde der Ro oder Pi Schaltung am nachteiligsten ist: die Offenheit des Systems. So eine gekapselte Blackbox ist nix für mich.

+1 dafür Genau - das ist sogar der wichtigste Grund für mich. Und nebenbei auch einer der wesentlichen Gründe dafür, warum ich überhaupt so gerne Fahrrad fahre: Ein einfaches und von der Technik her auch für "Nicht-Ingenieure" beherrschbares Verkehrsmittel. Den Nachteil von mehr Wartungsaufwand nehme ich für die Einfachheit gerne in Kauf.

Gruß Thomas
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Cycle. Recycle. For a better world...

Geändert von Cruising (14.08.19 22:02)
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#1396549 - 14.08.19 23:14 Re: Pinion Rohloff oder Kettenschaltung pro contra [Re: Machinist]
panta-rhei
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Beiträge: 6104
Unterwegs in Britisches Territorium im Indischen Ozean

@ Rollender Ralf

Kleiner Tip, falls Du noch mitliest ... grins:
Bei Fragen, die sich auf Radreisen in exotischere Weltregionen beziehen, kann ich Dir nur empfehlen, die Beiträge nach der PERSÖNLICHEN Erfahrung der Insassen in ebendiesen exotischen Reiseländern zu triagieren! Dazu einfach auf den Namen klicken, dann auf "Profil anzeigen" und dann zu "Details zu den Radreisen"
Eine Reihe von Rohloff/Riemen etc. - Priestern hat von solchen Reisen schlicht keinen Schimmer und empfiehlt dann munter "schöne Reiseräder mit Pinion" usw. usf. ...

In Antwort auf: Machinist
In Antwort auf: RollenderRalf

Zur Anwendung: Meist werde ich in Europa unterwegs sein. Das Rad sollte aber vor allem für die nächste geplante große Tour durch Südostasien, China, Mongolei und Russland taugen.

aber weltweit dürfte es in fast allen Ländern ohne grosse Probleme möglich sein funktionierenden und im besten Fall passenden Ersatz zu finden. Schaltet man mit altmodischen Rasterschalthebeln welche auf Reibungsschalten umgestellt werden können ist dies besonders einfach, man kann im Grunde fast jedes Schaltwerk verwenden.
Hat man am Rad ebenso altmodische horizontale Ausfallenden lässt sich die gekürzte Kette notfalls bei demontiertem Schaltwerk einfach spannen und man fährt mit einem Gang vorübergehend weiter.
Das Schaltauge an einem Stahlrahmen lässt sich in der Regel sehr gut auch mehrmals richten, eine Notwendigkeit zur Auswechselbarkeit besteht nicht.


Tja, das oben Geschriebene sollte man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, bevor man verzweifelt Schaltaugen in den Backtaschen bunkert oder über unzeitgemässe waagerechte Ausfaller oder sackschwere Stahlrahmen schwadroniert ... oder über den Dorfschmied witzelt teuflisch ... falls man denn ernsthaft Langszeitreisen in exotische Weltgegenden vorhat ... cool
Liebe Grüsse - Panta Rhei
"Leben wie ein Baum, einzeln und frei doch brüderlich wie ein Wald, das ist unsere Sehnsucht." Nâzim Hikmet, Dâvet

Geändert von panta-rhei (14.08.19 23:16)
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#1396560 - 15.08.19 08:46 Re: Pinion Rohloff oder Kettenschaltung pro contra [Re: Sickgirl]
AndreMQ
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 3231
Ok, jetzt wird Deine Philosophie immer klarer, sich einen großen Teil der Kassette in Einzelzahnabstufung auszulegen und diesen mit einem Kettenblatt in seinen bevorzugten Geschwindigkeitsbereich/Trittfrequenz zu legen Also einen Ausschnitt aus den Ritzel-Möglichkeiten:
20->19->18->17->16->15->14->13->12->11->10 also mit den Schritte 5,3% / 5,6% / 5,9% / 6,3% / 6,7% / 7,1% / 7,7% / 8,3% / 9,1% / 10%

Jetzt fällt mir auch auf, dass dies das bereits oben verlinkte Canyon-Rennrad mit der SRAM 2x12 AXS auch so ausführt und von 10 bis 17 acht Ritzel im Paket in Einzelzahnstufung hat. Diese aber schon beim kleinen Kettenblatt auf über 20km/h legt und beim großen jenseits der 30km/h. Also für Fahrer, die offensichtlich Profileistung auf die Kurbel treten können, sinnlos für Normalos (bzw. die stellen auf Trittfrequenz 60 um grins ).
Nun kann ja der TE sehen, ob er eine solche, feine Stufung möchte, sich die passend in seinen Geschwindigkeitsbereich eines Reiserades legt und so eine Kettenschaltung dann bestücken muss. Bei mir definitiv nicht, die gleichmäßigen 11% der P1.18 und die ca. 13,5% der Speedhub reichen mir zwischen den Gängen, sowohl zu kleinen Entfaltungen am Berg als auch beim Strecke machen in der Ebene.
Sehr gut, so muss das sein, die Unterschiede und Gründe wirklich nachvollziehbar herauszutzeln.
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#1396619 - 15.08.19 16:39 Re: Pinion Rohloff oder Kettenschaltung pro contra [Re: panta-rhei]
Falk
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 32389
Steck sie nur immer alle in einen Topf. Aber gut, ich bin ja noch nichtmal den Donauradweg …

Wenn ich achtzig bin, denke ich mal über letzteren nach.
Falk, SchwLAbt
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