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#1258030 - 04.01.17 17:40 Kette periodisch durchwechseln
witzfigur_01
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 49
Hallo,

ich habe in diesem Forum immer wieder ansatzweise von einer Technik gehört um Ritzel und Kettenblatt zu schonen. Und zwar soll dabei in periodischen Abständen die Fahrradkette durch eine andere ersetzt werden. Das soll Ritzel und Kettenblatt länger frisch halten.

Kann jemand genau erklären, wie das gemeint ist, was da gemeint ist, was dabei technisch vor sich geht? Ich kann es mir nicht wirklich vorstellen. Es würde mir auch genügen, wenn jemand einen guten Link hat wo diese Technik beschrieben wird.

Wünsche einen guten Abend!
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#1258042 - 04.01.17 18:10 Re: Kette periodisch durchwechseln [Re: witzfigur_01]
cterres
Mitglied
anwesend und fröhlich anwesend
Beiträge: 1902
Vorweg, ich machs nicht und halte das für Esotherik.

Es geht darum, Kassette und Kette zyklisch abzunutzen.
Also statt eine Kette bei erreichen der Verschleißgrenze zu entsorgen, tauscht man schon früher gegen eine Neue und hebt die erste Kette auf. Das kann man dann mit mehreren Ketten, meist Drei, im Wechsel vollziehen, wobei etwa 1000km Laufleistung je Wechsel anfallen. Den Intervall kann man auch verkürzen.

Die Kassette verschleißt so natürlich ganz normal weiter, das Schaltverhalten wird aber über die Nutzdauer hinweg verbessert. Zum Wechsel der Ketten benötigt man Kettenschlösser, denn ein zu häufiges Vernieten sorgt eher für erhöhtes Risiko für einen Kettenriss, da die so verbundenen Glieder nicht immer gleich haltbar sind wie die maschinell venieteten Glieder.

Positiver Nebeneffekt ist die bessere Pflege der Kette, denn man würde die ausgewechselte Kette hoffentlich auch reinigen und das geht vom Fahrrad demontiert gründlicher. Eine solche, gründliche Reinigung verlängert ebenfalls die Haltbarkeit der Kette und da ist für mich persönlich dann der Ansatzpunkt für Kritik.

Ich habe meine aktuelle Kassette mit bislang vier Ketten und etwa 20.000 km gefahren. Gewechselt wurde die Kette, sobald die Verschleißgrenze für Alu, also 0,75mm, erreicht wurde. Das war im Schnitt nach 5000km der Fall. Das ist eine Haltbarkeit, die bei regelmäßiger Reinigung und Schmierung der Kette gut erreichbar ist.
Einen Kassettenwechsel werde ich dann nach der fünften Kette und geschätzt 25.000 km Laufleistung vornehmen.

Putzen sollte man die Kette sowieso, aber ob man sich auch noch eine Gebrauchtkettensammlung ins Regal stellen möchte, will ich für mich mal verneinen.
Es geht auch ganz gut ohne.
Viele Grüsse aus Bremen
Christoph
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#1258043 - 04.01.17 18:10 Re: Kette periodisch durchwechseln [Re: witzfigur_01]
derSammy
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 14823
Du kaufst dir z.B. zwei identische Ketten, Kette A und Kette B. Kette A wird sagen wir 1000km gefahren, dann montierst du Kette B. Nach weiteren 1000km kommt wieder Kette A drauf usw.

Geht natürlich auch mit mehr Ketten oder anderen Wechselintervallfestlegungen (z.B. Bestimmung der Kettenlängung mittels Messschieber).

Hintergrund ist der: Die Kette längt sich im Betrieb. Die nun größeren Abstände der Kettenglieder verschleißen die Zähne von Ritzel und Kettenblättern. Fährst du nur eine Kette, dann rutscht die irgendwann durch und Ritzel/Kettenblätter sind bereits so verschlissen, dass du eine neue Kette nicht mehr montiert bekommst. Die ist dann zu kurz für die angeschlissenen Kettenblätter und rutscht ebenfalls durch. Eine mittelmäßig gelängte Kette würde allerdings noch funktionieren. Den Effekt umgehst du mit dem zyklischen Tauschen von zwei oder drei Ketten. Wenn dann aber die drei Ketten alle durchrutschen, dann sind Ritzel und Kettenblatt in der Regel so am Ende, dass die auch neu müssen.
Komm wir grillen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
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#1258046 - 04.01.17 18:40 Re: Kette periodisch durchwechseln [Re: witzfigur_01]
Sickgirl
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 3756
Fürs Reiserad halte ich es generell für unpraktisch wenn man länger wie zwei Wochen unterwegs ist. Das längste in einem Urlaub was ich gefahren bin waren 3500 km, da hätte ich zwei Ketten zusätzlich mit schleifen müssen und dreimal zwischen durch wechslen.

Dazu kommen ja noch die Kettenschlösser, nicht alle sind wiederverwendbar, teilweise kriegt man sie ohne Zange sehr schwer auf.

dazu wenn man noch einen größeren Fuhrpark hat, Überblick behalten, alles verwalten, mir persönlich ist das ein zu großer Aufwand, ich bin mit meinen Standzeiten von Kassetten und Kettenblättern auch so zufrieden.
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#1258047 - 04.01.17 18:46 Re: Kette periodisch durchwechseln [Re: cterres]
Peter Lpz
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2092
Meine Erfahrungen sind die:

Um den Kettenverschleiß zu messen, gibt es eine Messlehre. Und wenn ich nach einer Messung mit so einer Lehre eine frisch verschlissene Kette habe, bin ich kaum mehr als 500km gefahren. Soll heißen, diese Verschleißgrenze ist mir viel zu schnell erreicht, um mich darum zu scheren.

Es gibt die unglaublichsten Gegensätze bei der Kettenhaltbarkeit. Deshalb rate ich dazu, auf irgendwelche km - Angaben zur Kettenhaltbarkeit garnichts zu geben. Ich kann ungefähr mit einem Antrieb 5.000 km fahren, bis die Kette so hoffnungslos fertig ist, dass sie übers Ritzel rutscht und damit den Dienst verweigert. Ich tausche nach diesen ca. 5.000km den kompletten Antrieb, Du nur die Kette. Wir müssen deswegen keine Diskussion vom Zaum brechen, warum das so ist, auch nicht darüber, ob das denn wirklich so ist. Es ist so. Einflüsse sind Gewicht des Fahrers, Fahrstil, Gelände, Berge oder plattes Land, die Pflege, ist es ein Schönwetter- oder Allwetterfahrer?......
Und es gibt Beispiele da passt das einfach alles zusammen und trotzdem hält die Kette bei dem einen sehr lange und beim anderen ist sie beizeiten fertig. Vielleicht könnte ich bei häufigerem Kettenwechsel ein paar Euro sparen. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ich jemals so sorgfältig bin und tatsächlich zum richtigen Zeitpunkt die Kette wechsle. Hier lasse ich dem inneren Schweinehund gerne seinen Sieg.

Gruß Peter
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#1258049 - 04.01.17 18:47 Re: Kette periodisch durchwechseln [Re: derSammy]
redfalo
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1508
Mich nervert der Kettenverschleiß schon sehr. Ich wechsel bislang eine Kette beim 0.75mm Verschleiß (rund 1500km bei 10fach, mit hochwertiger KMC-Kette, weniger als 1000 bei Connex) Leider ist trotzdem zumindest bei 10-fach nach der 3. Kette das Ritzelpaket trotzdem hinüber.

In Antwort auf: derSammy


Hintergrund ist der: Die Kette längt sich im Betrieb. Die nun größeren Abstände der Kettenglieder verschleißen die Zähne von Ritzel und Kettenblättern. Fährst du nur eine Kette, dann rutscht die irgendwann durch


Dass eine in Benutzung befindliche Kette durchrutscht, ist mir in 30 Jahren Kettenschaltung noch nicht passiert. Ich kenne nur das Problem, dass das Ritzelpaket durch zu langes Fahren einer sich längenden Kette vorzeitig verschlissen wird, und dann eine neue Kette durchrutscht.

Zwei Punkte sind mir bei dem Durchwechsel-Konzept nicht klar:

1) Ein Argument zum rechtzeitigen/frühzeitigem Wechsel der Austausch der Kette gegen eine Neue ist für mich: Wenn ich auf einer Tour oder einem Brevet unterwegs ein Kettenproblem habe, kann ich eine neue Kette draufziehen (oder eine gerissene Kette mit einem zusätzlichem Kettenschloss provisorisch reparieren), ohne dass ich danach Probleme mit dem Antrieb befürchten muss. Das Argument dürfte ja beim systematischen Ketten-Durchwechseln wegfallen, weil ich nach einiger Zeit systematisch mit "zu langen" Ketten unterwegs bin und das Ritzelpaket so systematisch verschleiße, oder nicht?

2) Zweites Argument für rechtzeitiges Austausch ist für mich ist die Angst vor einem Kettenriss bei stark benutzten Ketten. Oder ist das irrational?

"There are loads of reasons why you can't do it but you just have to ignore them and get on with it." (Martin Brice)

RRtY *** Brevet-Selbsthilfegruppe *** Mein Blog "Cycling Intelligence"





Geändert von redfalo (04.01.17 18:48)
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Off-topic #1258055 - 04.01.17 18:58 Re: Kette periodisch durchwechseln [Re: Peter Lpz]
cterres
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anwesend und fröhlich anwesend
Beiträge: 1902
Ich nutze ausschließlich eine Kettenverschleißlehre (Park Tool CC-3) und vorwiegend Ketten von Shimano, der restliche Antrieb ist von Sram. Das Systemgewicht schwankt im Alltag zwischen 130 und 150kg. Regen, Schnee und Staub kommen auf die Kette. Nach Fahrten über Streusalz wird das Rad mit einem Eimer klarem Leitungswasser übergossen. Reinigung je nach Erfordernis alle 2-3 Wochen.

Unter diesen Voraussetzungen läuft die CN7901 bereits 6500km und hält noch (nach Prüflehre), eine Sram PC1051 war nach 3500km zu lang. Kassette ist eine Sram 1030.
Alles glänzt wie am ersten Tag, nur die Kassette hat nach zwei Wintern ein paar braune Flecken auf der Innenseite.
Viele Grüsse aus Bremen
Christoph
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Off-topic #1258084 - 04.01.17 20:46 Re: Kette periodisch durchwechseln [Re: cterres]
redfalo
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1508
wow, solch eine Lebensdauer kriege ich nicht ansatzweise hin. Es gibt ja hier auch den Mega-Kettenverschleiß-Test Re: Kettenverschleißtest reloaded (Ausrüstung Reiserad) , allerdings ist es mir im Moment zu mühsam, mich durch 27 Seiten zu ackern. Weiß jemand, ob es die Ergebnisse irgendwo im Überblick gibt?
Wie säuberst du denn die Ketten? Ich öle alle paar Wochen, und reibe dann sehr gründlich das überflüssige Öl ab, so dass die Kette schön sauber bleibt und nicht zum Schmutzfänger wird. Trotzdem ist, bei KMC wie bei Connex, laut Kettenlehre so bei 1500km Schluss. Muss vielleicht doch mal die Shimano-Ketten probieren, plus Kettenschloss von KMC oder Wippermann.
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Off-topic #1258101 - 04.01.17 22:04 Re: Kette periodisch durchwechseln [Re: redfalo]
cterres
Mitglied
anwesend und fröhlich anwesend
Beiträge: 1902
Für mich ist das Alltag, aber selbst wenn Du nicht so penibel putzt, sollte mehr Laufleistung drin sein.

Zunächst einmal sollte sich am Antrieb kein grober Dreck befinden. Es bringt wenig, die Kette anzuwischen, wenn auf den Ritzeln dicke Schmutzkrusten haften.
Gegen solchen Dreck hilft entweder ein Hochdruckreiniger mit Warmwasser und Reinigungsmittelzusatz, wie man ihn an Selbstbedienungs-Waschplätzen findet, oder ein spezieller Entfetter der gründlich einwirken kann und warmes Wasser zum abspülen.

Früher in der Kleinstadt hab ich mehr experimentiert und fand Teppichreinigungsschaum aus der Sprühdose recht effektiv. Der löst auch recht viel Dreck am Rad und schädigt die Oberflächen nicht. Kaufte ich aber nur, weil es in der Provinz nix besseres gab bzw. war das Mittel sowieso im Haushalt vorhanden.
Besser funktioniert ein Entfetter auf Zitrusbasis. Gibts auch in größeren Flaschen und man kann ihn immer brauchen. Doch auch kleine Sprühflaschen von so einem Zeug kosten nur ein paar Euro und sind sparsam einzusetzen.

Damit sprüht man dann zur Vorbehandlung den Antrieb und die komplette Kette ein und lässt es ein paar Minuten einwirken. Bei groben Schmutz kann man anschließend mit Bürsten arbeiten, sonst genügt ein nasser Schwamm oder ein Lappen (Golfsocken heb ich dafür immer auf, die mit den 18 Löchern).

Mit klarem Wasser müssen dann die Reste abgespült werden. Ich habe mir dazu mal einen 5L Drucksprüher gekauft, mit dem geht das hervorragend. Ansonsten geht das mit dem Gartenschlauch oder direkt aus dem Eimer oder besser einer Gießkanne. Was man so da hat.
Nun sollte man die Kette erst trocknen lassen. Man kann auch trocken nachwischen, um das zu beschleunigen.
Und auf den so gereinigten und entfetteten Antrieb kommt nun Schmiermittel.
Nur auf die Kette, nur auf die Röllchen und gleichmäßig verteilt.
Ich nehme ein Kettenöl von Atlantik, aber bin jetzt gerade auf ein Keramik-Kettenschmiermittel umgestiegen, das weniger Schmutz anhaften lässt.
Einmal durch einen trockenen Lappen ziehen, fertig.

Wenn der Antrieb relativ sauber ist, gehts schneller.
Etwas Entfetter auf einen Lappen, die Kette mehrmals durch ziehen, mit Wasser abspülen, trocknen und normal neu schmieren.

Die Briten vom Global Cycling Network haben dazu kürzlich auch ein passendes Video gedreht. Den Teil mit den Laufrädern kannst Du da aber mal ignorieren.
Viele Grüsse aus Bremen
Christoph
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#1258105 - 04.01.17 22:20 Re: Kette periodisch durchwechseln [Re: witzfigur_01]
Nordisch
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2484
3-5 Ketten kaufen.
Alle 500 bis 1500 km tauschen.
Funktioniert am besten mit 9x und darunter.
(Weil man die Ketten bedenkenloser übers Verschleißmaß hinaus fahren kann und die Kettenschlösser günstig sind.)

Bitte auch die entsprechende Anzahl Kettenschlösser nutzen.

Beispiel:

Bei 3 Ketten und ca. 500 km Intervallen:

1. Durchgang:

Kette 1 bis 500 km, Kette 2 bis 1000 km, Kette 3 bis 1500 km,

2. Durchgang:

Kette 1 bis 2000 km, Kette 2 bis 2500 km, Kette 3 bis 3000 km

3. Durchgang:

Kette 1 bis 3500 km, .......


4. Durchgang

.

.

.


.
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#1258106 - 04.01.17 22:20 Re: Kette periodisch durchwechseln [Re: redfalo]
derSammy
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 14823
Oh doch, dass eine alte Kette durchrutscht, ist mir durchaus schon untergekommen. Dazu muss meist ein Ritzel recht abgenutzt sein. Besonders die kleinen Ritzel sind dafür anfällig. Das tritt aber erst bei signifikanter Kettenlängung deutlich über der Stahlritzelverschleißgrenze von 1,0mm auf.

Wie man sich für Brevets oder Radreisen rüstet, ist ein eigenes Thema. Im Prinzip hast du das schon richtig erkannt, beim zyklischen Tauschen fährt man irgendwann mit systemisch verschlissenem Material. Gerade deshalb hält das Zeug ja länger, aber der Aufwand ist höher. Vor einem Brevet oder einen langen Radreise mag es sinnvoll sein neue Komponenten aufzulegen. Aber gerade bei einer Weltreise kann es z.B. sinnvoll sein zwei, drei Ketten zyklisch tauschend bei einem Rohloffantrieb mitzunehmen. Bei der Nabenschaltung kann man theoretisch auch mit einem frischen Satz sehr weit kommen, aber mit dem zyklischen Tauschen kommt man vielleicht die entscheidenden paar tausend km weiter (und hat Prinzipbedingt immer Ersatzmaterial dabei). Ich hab mal einen solchen Rohloffantrieb nach einer Europa-Afrika-Asien-Tour gesehen - Haifischzähne ist gar kein Ausdruck mehr für das Ritzel. Da hätte man unterwegs auch nie eine andere neue Kette drauf bekommen. Auch bei den sündhaft teuren Kassetten z.B. bei 11fach-Antrieben mag das zyklische Tauschen sinnvoll sein. Dort, wo die Kassette nur 20€ kostet, muss man sich natürlich gut überlegen, ob man die Lagerhaltung der Ketten betreiben will. Fürs Rohlofftandem mache ich das zur Zeit, bei den anderen Rädern mit günstigen Verschleißteilen nicht.

Ach ja, Kettenriss bei verschlissenen Ketten habe ich erst einmal bei jemandem miterlebt. Da war die Kette dann dermaßen gelängt, dass das Herausnehmen eines Doppelgliedes unproblematisch möglich war. Eine andere Kette hätte auf diesen Ritzeln auch garantiert nicht mehr funktioniert.

Ich nehme zum Wechseln immer einen Kettennietdrücker. Wenn man das Verfahren halbwegs raus hat, dann hab ich mit theoretisch geschwächten Kettengliedern noch nie Probleme gehabt. Meine Erfahrungen beziehen sich dabei auf 8fach- und 9fach-Ketten. Bei 10fach-Ketten schert es beim Herausdrücken der Bolzen einen Vernietring ab. Kann mir vorstellen, dass dies langfristig Probleme bereiten kann. Hier könnte das Zusammenfügen mit den zugehörigen Vernietstiften sinnvoll sein.
Komm wir grillen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
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Off-topic #1258108 - 04.01.17 22:28 Re: Kette periodisch durchwechseln [Re: redfalo]
Nordisch
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2484
Zwischen meinen Connex Ketten und Shimano 10x Ketten (5600, 5701, 6600, 6701 und 7801) gab es keine relevanten Unterschiede.

Die KMC Ketten am Rad eines Freundes halten auch nicht länger oder kürzer als die Shimano Ketten.


Ich öle sehr sparsam. Sprich 20 Tröpfchen über die Länge der Kette verteilt.
Habe damit die Laufleistung der 10x Ketten verdoppelt im Vergleich dazu als wenn jedes Röllchen ein Tröpfchen bekommt und die Kette abgewischt wird.

Einzig stellt man zwischen KMC, Shimano 5701 6701 gegenübet Connex, Shimano 5600 6600
fest, dass die KMC und Shimano 5701 und 6701 Ketten früher Öl brauchen um ruhig zu laufen und nicht hakelig zu schalten.

EDIT



Bei 10X:

Zum Durchwecheln würde ich bei Connex und KMC mit mitgelieferten Kettenschlösser bleiben.
Shimano plus Kettenschlößer kaufen wird bei 10x teurer.

Geändert von Nordisch (04.01.17 22:38)
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#1258111 - 04.01.17 22:36 Re: Kette periodisch durchwechseln [Re: derSammy]
Nordisch
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2484
Kettenrisse sind in meiner Erlebniswelt seit 10X und traten teils schon bei 70 bis 90 % Verschleiß auf.

Es betraf bei 2 Freunden einige Ultegra 6600 und 6701 Ketten und bei mir eine Dura Ace 7801 Kette.

In Netz fand man auch Abbildungen defekter XT 10X Ketten.

Das gab es bei 8x und 9x auch, aber nie in meinem Umfeld.

Ich sehe die dünnen Kettenlaschen der aktuellen Kettengenerationen als ursächlich an.
Daher rate ich auch ab, Ketten ab 10x aufwärts wesentlich über das Verschleißmaß hinaus zu fahren.
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#1258121 - 04.01.17 22:59 Re: Kette periodisch durchwechseln [Re: Sickgirl]
Nordisch
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2484
In Antwort auf: Sickgirl
Das längste in einem Urlaub was ich gefahren bin waren 3500 km, da hätte ich zwei Ketten zusätzlich mit schleifen müssen und dreimal zwischen durch wechslen.



Bei 9x und Fahrt durch Großbritannien auf 3700 km haben 2 Ketten gereicht.
Eine Campa C9 und eine Shimano 9x.


Beide Ketten waren Zuhause gemessen/gelehrt quasi wie im Neuzustand.

Dabei habe ich um 140 kg durch die Highlands geschleppt.


Vielleicht ist unter anderem auch die Kurbelgarnitur "schuld".
Mit 3fach Rennkurbeln (24,39,50) ist man tendenziell auf mehr Zähnen unterwegs.
Das schont alle beteiligten Komponenten, wenn die Last auf mehr Zähnen verteilt wird.

Hauptfaktor wird aber im Vergleich zur Ostseeküste sein, dass im betreffenden Reiseland weniger Sand herummarodiert.


Geändert von Nordisch (04.01.17 23:00)
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#1258122 - 04.01.17 22:59 Re: Kette periodisch durchwechseln [Re: witzfigur_01]
Machinist
Gewerblicher Teilnehmer Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 2147
Ich fahre seit 20 Jahren fast immer an allen Rädern zwei oder drei Ketten im Wechsel. Grund ist der hohe Antriebsverschleiss welchen ich scheinbar auch bei bester Pfege nicht vermeiden kann. So war auch die einzige Rohloff-Kette (welche als angeblich besonders verschleissfest galt) am Randonneur zu 7-fach Zeiten nach um die 2000 km an der "Verschleissgrenze".

Am Fern-Reiserad fuhr ich mit 8-fach stets zwei Ketten (Sram) und eine XT-Kassette, nach 14'000 bis 15'000 war das dann Alles sehr stark runtergefahren. Gewechselt wurde immer auch das meistbenutzte mittlere Kettenblatt an der 3-fach-Kurbel.
Am Rennrad schaffe ich mit 2 x 10-fach (Ultegra-Kassette) und drei Ketten (Campa oder Shimano) etwa 18'000 km, gewechselt werden die Ketten jeweils alle 2000 km. Es sind dann auch zwei neue Kettenblätter fällig.
Am MTB mit 2 x 9-Antrieb (XT) ist mit ebenfalls drei Ketten bei spätestens etwa 9000 km Ende.

Da ich an einem neuen Rennrad voraussichtlich auf 11-fach umsteigen werde beschäftigt mich die Thematik wieder. Fährt jemand mehrere Ketten am 11-fach Antrieb im Wechsel und kann darüber berichten? Kann man ein wiederverwendbares 11-fach Kettenschloss empfehlen?
Bei 10-fach nutze ich die KMC-Kettenschlösser und komme gut damit zurecht (mal von einem kürzlich gerissenen fast neuen Kettenschloss abgesehen).

Mein Systemgewicht ist nie sehr hoch, und das Körpergewicht liegt bei nur ca. 72 kg, aber ich fahre meist hauptsächlich Berge und oft auch bei schlechtem Wetter.
Der Mensch ist umso reicher je mehr Dinge er liegen lassen kann.
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#1258124 - 04.01.17 23:14 Re: Kette periodisch durchwechseln [Re: Machinist]
Nordisch
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2484
Was die Kettenblätter und Ritzel betrifft, kann ich zwischen 9x und 10x tatsächlich auch keine Unterschiede erkennen.

Meine Ultegra 2x10 Kurbel und die 105er 10x Kassette am Renner läuft/lief extrem lang, was aber auch daran liegt, dass im Winter überwiegend andere Räder ran müssen.
Auch liegt es daran, dass ich in den letzten Jahren bedeutend mehr auf dem 52er statt dem 39er Kettenblatt gefahren bin.

Die Ultegra Kurbel 10x hat inzwischen über 40.000 km runter. Die Kettenblätter sehen fast neu aus.
Hier habe ich übrigens die Kette nicht durchwechselt, sondern laut Caliber2 bei 75 bis 90 Prozent Verschleiß die Kette runter geschmissen (Laufleistung 1500 - 2800 km).

Man sagt zwar, dass der Caliber 2 nicht genau mißt, aber der Vergleich der alten zu neuen Kette zeigt (nebeneinander legen), dass die alte deutlich gelängt ist.

Ein paar der alten Ketten und ein Kassette habe ich aufgehoben. Sollte ein neue Kette nicht mehr auf der Kurbel laufen (großes Kettenblatt), kommen diese alten Ketten und Kassetten noch mal in Einsatz.

Da sich bei 10x mit den kürzeren Wechselintervallen so einge Ketten anhäuften, habe ich inzwischen die am längsten gelängten 10x Ketten entsorgt.

EDIT

Ich wog/wiege zwischen 78 und 92 kg, meist um 85 kg.



Geändert von Nordisch (04.01.17 23:18)
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#1258180 - 05.01.17 11:08 Re: Kette periodisch durchwechseln [Re: Nordisch]
toddio
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2123
Ich fahre den gesamten Antrieb konsequent runter (Fahrleistung ca. 11.000 jährlich, auch auf dem abschnittsweise üblen Weg direkt an der Elbe), bis die alte Kette, neben eine neue gelegt, einige Zentimeter länger ist. Die Kettenblätter vorn werden dann weggeschmissen, die größeren UNIGLIDE-Ritzel gewendet, die kleineren kommen in den Schrott. Das mache ich im Mai/Juni, wenn das Wetter besser/trockener wird. Von periodischem Kettenwechsel halte ich nix, da Kosten durch neue Shimano-Nietstifte, kostbare Zeit wird vergeudet etc. Durch die hohe Zahnform der Ritzel rutscht die Kette erst sehr spät durch. Geschmiert wird der Antrieb mit 80/90 Hypoidöl für Hinterachsen, von dem ich noch Bestände bis zu meinem Lebensende habe schmunzel

Geändert von toddio (05.01.17 11:11)
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#1258187 - 05.01.17 11:30 Re: Kette periodisch durchwechseln [Re: derSammy]
StephanBehrendt
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 12057
In Antwort auf: derSammy
Oh doch, dass eine alte Kette durchrutscht, ist mir durchaus schon untergekommen. Dazu muss meist ein Ritzel recht abgenutzt sein. Besonders die kleinen Ritzel sind dafür anfällig. Das tritt aber erst bei signifikanter Kettenlängung deutlich über der Stahlritzelverschleißgrenze von 1,0mm auf.
Die Ursachen vom Verschleiß und damit die Haltbarkeit von Ritzeln und Kette sind doch vielfältig und vor Allem nutzerabhängig und damit schlecht vergleichbar.

Das Fahren nur bei trockenem Wetter und fester Fahrbahn verlängert die Nutzung; Sand, Schlamm, Nässe und Salz verkürzen sie.
Das Fahren auf jeweils möglichst größten Zahnrädern vorne und hinten mit dann auch gegenläufigem Schalten verlängert die mögliche Nutzung der Ritzel (die wenigsten Nutzer beherrschen und beherzigen das).
Ein langer Spritzschutz am Vorderrad verringert die Verschmutzung der Kett signifikant.

Porentiefes Reinigen der Kette wird meist in der Wirkung überschätzt. Der den Verschleiß fördernde Schmutz zwischen Hülsen und Bolzen ist auch per Ultraschall nicht zu entfernen. Ich fahre mittelpreisige Standardware und benötige neue Ritzel zum Staunen der Fahrradhändler immer erst bei jedem zweiten Kettenwechsel.
------------------------
Grüsse
Stephan
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#1258236 - 05.01.17 14:23 Re: Kette periodisch durchwechseln [Re: StephanBehrendt]
derSammy
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 14823
Zu welchen Radhändler fährst du denn? Also drei Ketten kann ich auf einer Kassette gut fahren, bevor getauscht werden muss. Aber warhscheinlich kennt dein Radhändler hauptsächlich Kunden, die so lange fahren, bis der Antrieb völlig verschlissen ist.

Ob groß-groß immer so clever ist? Ich schätze dass der Kreuzgang eher zu einer Längung der Kette führt, die dann perspektivisch schneller die Kettenblätter/Ritzel verschleißt. Sehr unklug ist aber sicher klein-klein, das verschleißt noch mal deutlich mehr.
Komm wir grillen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
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#1258239 - 05.01.17 14:41 Re: Kette periodisch durchwechseln [Re: derSammy]
StephanBehrendt
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 12057
In Antwort auf: derSammy
Ob groß-groß immer so clever ist? Ich schätze dass der Kreuzgang eher zu einer Längung der Kette führt, die dann perspektivisch schneller die Kettenblätter/Ritzel verschleißt. Sehr unklug ist aber sicher klein-klein, das verschleißt noch mal deutlich mehr.
Bitte zitiere mich vollständig, Sammy.

Ich schrieb möglichst groß und gegenläufig schalten. Wie ich aber neulich schon ausführte, ist intelligentes materialschonendes Schalten bei der Mehrheit der Fahrer (die befinden sich weiterhin außerhalb der Käseglocke Radforum!) unbekannt. Da sind dann die kleinen Ritzel schnell verschlissen und vielleicht das mittlere Kettenblatt auch.
------------------------
Grüsse
Stephan
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#1258250 - 05.01.17 15:10 Re: Kette periodisch durchwechseln [Re: derSammy]
toddio
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2123
Dazu auch noch etwas. Die Kette wird durch häufiges Schalten seitlich immer beweglicher, bekommt mehr Spiel, bis zu dem Punkt, der einen zügigen Gangwechsel erschwert und irgendwann fast unmöglich macht. Ein dauerhafter extremer Schräglauf beschleunigt diese Schlabbrigkeit möglicherweise.
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#1258257 - 05.01.17 15:31 Re: Kette periodisch durchwechseln [Re: toddio]
derSammy
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 14823
Ernsthaft? Die "Schlabberigkeit" abgefahrener Ketten kenne ich. Die rührt meines Erachtens aber vom normalen Verschleiß her und hat mit der Schalthäufigkeit wenig zu tun. Solange man während des Schaltvorgangs nicht gerade wie ein Tier rein tritt, wirken beim Schaltvorgang doch deutlich geringere Kräfte als im normalen Fahrbetrieb.

@Stephan: Dass man beim Kettenblattwechsel gegenschaltet, hielt ich für allgemein üblich. Sonst ist der Gangsprung ja zu heftig (es sei denn, das ist dezidiert gewünscht).

Wichtiger als der Kettenschräglauf und die größe der involvierten Zahnräder scheint mir die Beobachtung, dass in erster Linie die verschlissensten Zahnräder die Kettenlängung beeinflussen. Wenn man vorzugsweise auf dem Lieblingsritzel unterwegs ist, muss man sich nicht wundern wenn dieses verschleißt und die Ketten sich darauf entsprechend schnell längen.
Komm wir grillen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
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#1258265 - 05.01.17 16:11 Re: Kette periodisch durchwechseln [Re: derSammy]
toddio
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Hm, du meinst, ich sollte drei 15er Ritzel hinten nebeneinander montieren? schmunzel

Ernsthaft: Es gibt nun mal zwei, max. drei "Arbeitsritzel", die man (zumindest ich im Flachland), 95% der Zeit fährt, dass die eher den Geist aufgeben, ist doch klar.

Zum Schräglaufverschleiß: Ich stelle mir das in meiner laienhaften Art so vor, dass beim Schräglauf und Vielschalten der Dreck die Innenseiten der Laschen stärker abträgt und so die Kette seitlich überbeweglich schmirgelt. Leg mal eine abgefahrene Kette auf dem Tisch in einen Kreis (hochkant natürlich), und daneben die neue. Der Unterschied ist enorm.

Geändert von toddio (05.01.17 16:13)
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#1258267 - 05.01.17 16:18 Re: Kette periodisch durchwechseln [Re: toddio]
derSammy
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Hier mal ein Bild zum Aufbau einer Fahrradkette. Was im Betrieb verschleißt, ist die Kontaktfläche zwischen Bolzen und den Lagerkragen der Innenfläche. Die Laschen selbst reiben meines Erachtens nicht wirklich wesentich aneinander. Die gleiten zwar aneinander vorbei, aber über diese Fläche wird keine Kraft übertragen.
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#1258281 - 05.01.17 17:18 Re: Kette periodisch durchwechseln [Re: derSammy]
toddio
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Nach dem Betrachten dieses Bildes änderst du möglicherweise deine Meinung:

sideplate wear

Geändert von toddio (05.01.17 17:22)
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#1258289 - 05.01.17 17:30 Re: Kette periodisch durchwechseln [Re: toddio]
derSammy
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Hilf mir auf die Sprünge, ich sehe es nicht. Ich sehe nur auf der linken Seite Verschleiß, und zwar an zwei Stellen:
1) Wie gesagt an den Bolzen. Und der ist erheblich.
2) am Lagerkragen der Innenlaschen, an den Kontaktflächen zu den Rollen. Diesen Bereich hatte ich in meiner Aufzählung vergessen. Aber auch der wird durch die Zugrichtung der Kette selbst hervorgerufen. Zwischen Innen- und Außenlaschen sehe ich keinen Verschleiß.
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Geändert von derSammy (05.01.17 17:31)
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#1258294 - 05.01.17 17:55 Re: Kette periodisch durchwechseln [Re: derSammy]
toddio
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Hm, für mich ist das offensichtlich, der Kommentar auf der Seite sagt dasselbe:

kettenverschleiß
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#1258298 - 05.01.17 18:10 Re: Kette periodisch durchwechseln [Re: toddio]
Nordisch
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In Antwort auf: toddio
Ich fahre den gesamten Antrieb konsequent runter (Fahrleistung ca. 11.000 jährlich, auch auf dem abschnittsweise üblen Weg direkt an der Elbe), bis die alte Kette, neben eine neue gelegt, einige Zentimeter länger ist. Die Kettenblätter vorn werden dann weggeschmissen, die größeren UNIGLIDE-Ritzel gewendet, die kleineren kommen in den Schrott. Das mache ich im Mai/Juni, wenn das Wetter besser/trockener wird. Von periodischem Kettenwechsel halte ich nix, da Kosten durch neue Shimano-Nietstifte, kostbare Zeit wird vergeudet etc. Durch die hohe Zahnform der Ritzel rutscht die Kette erst sehr spät durch. Geschmiert wird der Antrieb mit 80/90 Hypoidöl für Hinterachsen, von dem ich noch Bestände bis zu meinem Lebensende habe schmunzel


Für Shimano 9x gibt es günstige SRAM Kettenschlösser, die sich einfach öffnen und schließen lassen.
Wer 10x und KMC oder Connex fährt, ist auch mit wiederwendbaren Kettenschlössern gerüstet.
Nieten muss man daher gar nicht

Schön auch, wenn die Kette runter ist:

Man kann die Kettenblätter unkompliziert säubern.
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#1258301 - 05.01.17 18:19 Re: Kette periodisch durchwechseln [Re: Nordisch]
toddio
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Danke dir für die Antwort!

An meinen Blättern ist das Säubern verschwendet, die sind so runter, und gehen gleich ins Altmetall, obwohl sie periodisch um 60 Grad (5-Loch-Kurbeln) versetzt montiert werden, um den Verschleiß auszugleichen.
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#1258305 - 05.01.17 18:28 Re: Kette periodisch durchwechseln [Re: toddio]
derSammy
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Also entweder reden wir aneinander vorbei, oder ich verstehe nicht, was "offensichtlich" sein soll. Der Kommentar zu dem Bild sagt zumindest nichts zum Verschleiß zwischen den Laschen... verwirrt
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