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#959886 - 26.07.13 18:03 Island- der Westen und der Süden
uwee
Gewerblicher Teilnehmer Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 1147
Dauer:20 Tage
Zeitraum:27.6.2013 bis 16.7.2013
Entfernung:1200 Kilometer
Bereiste Länder:isIsland










Schon seit vielen Jahren wollten wir mit dem Rad Island zu erkunden.
"013 war es dann so weit.
Als es bis Ende Juni in Deutschland weder ein schönes Frühjahr noch einen Hauch von Sommer gab zweifelten wir schon, ob es denn wohl die richtige Entscheidung war.
Aber viel schlimmer als daheim kann es doch- witterungsmäßig- gar nicht mehr kommen.....
Dachten wir!
Aber es kam deutlich schlimmer.
Schön war es trotzdem!






Die Icelandair ist ist sehr entspannt was die Fahrradmitnahme angeht.
Wir verpacken die Räder stets mit einer Rolle Frischhaltefolie und brauchten diesmal noch nicht einmal die Luft aus den Reifen lassen.
Kosten: pro Fahrad pro Strecke € 25,-.
Die Fahrräder werden sehr ordentlich behandelt.
Geldwechsel kann man sich in Island eigentlich eigentlich schenken. Es wird auch der kleinste Betrag mit der Kreditkarte bezahlt.
Wir landen am Nachmittag und fahren über die Straßen 41, 420 und 43- direkt an der berühmten "Blue Lagoon" vorbei- nach Gramvik, wo wir unmittelbar am Meer unser Zelt aufschlagen und schon mal testen können, ob unser Salewa- Zelt auch Stürme übersteht. Es tut`s.





Die blaue Lagune ist eigentlich nur das "Abfallprodukt" eines Geothermiekraftwerkes.
Ganz nett gemacht in allerdings nicht sehr malerischer Umgebung und mit 40 Euro pro Person nicht ganz günstig.
Wir sparen uns den Besuch und werden in der Folge die kleineren Bäder mit Hot Pots, die jedes Dorf aufweist, besuchen. Eintritt dort meist 3 Euro mit blitzeblanken Duschen- und niemand hat etwas dagegen wenn man in unmittelbarer Nachbarschaft sein Zelt aufstellt.



































Viele Radler fahren auf einer großen, vierspurigen und ziemlich langweiligen Hauptstraße vom Flughafen die 40 Kilometer nach Reykjavik.
Hübscher ist es allerdings noch die Halbinsel Reykjanes zu erkunden.












Durch einen Nationalpark führt die Straße 42- zumeist asphaltiert- vorbei an unseren ersten heißen Quellen.


















Man sollte sich nicht durch die Bilder täuschen lassen........
Es regnet täglich mehrmals!
Und stürmt häufig!
Und der Sturm kommt meist von vorn.
In diesen Phasen entstehen keine Fotos!
Man kämpft nur gegen die Unbillen der Witterung.
Hier weht uns ein Orkan fast von der Straße.
















Reykjavik ist eine nette, allerdings ziemlich teure Stadt.
Eine Empfehlung: Das frisch eröffnete BUSHOSTEL.


Bushostel Reykjavik
















Reykjavik ist eine extrem radlerfreundliche Stadt mit einer Unzahl an Radwegen.
Nur die Beschilderung lässt zu wünschen übrig.
Und noch nirgendwo in der Welt haben wir so rüchsichtsvolle Autofahrer erlebt wie hier.
Das Radfahren wird von der Politik und den Medien propagiert.
Zumindest in Reykjavik findet man dadurch mittlerweile viele Zweiradfahrer.






































Es gibt einen Tunnel unter dem "Walfjord" nach Akranes. Dieser ist für Radfahrer gesperrt. Es ist aber eh toll um den Fjord zu fahren.
































Den in der Nähe brütenden Küstenseeschwalben gefällt unser Platz fürs Zelt gar nicht.
Sobald wir uns bewegen greifen sie uns an. Meist drehen sie 10cm vor dem Kopf ab.
Manchmal auch nicht!
Wir wissen jetzt, wo Hitchcock die Idee für "Die Vögel" herbekam.
Die arktische Seeschwalbe und ihre Angriffe begleiten uns über die gesamte Strecke und Zeit.





















Meist campen wir "wild", nur einmal auf einem Campingplatz, der einem Bad angschlossen ist.
Und ab und an müssen wir all unsere Habe in einem netten Guest House trocknen.
Kosten pro Zimmer pro Nacht 40-80 Euro.
Da man die Küche nutzen kann gibt es an diesen Tagen auch richtig gutes Essen.
Restaurants sind sündhaft teuer. Alkohol auch- außer das 2,25%ige Leichtbier.
Lebensmittelpreise kaum höher als daheim.





Die Bäder haben in der Woche oft bis 22:00 Uhr geöffnet und in den bis zu 42°C warmen Hot Pots kann man mal wieder richtig auftauen.
Das Wetter ist meist grausig. Selten steigen die Temperaturen in den zweistelligen Bereich.




Richtig schön!
Aber den Sturm sieht man nicht.
Er kommt natürlich von vorne!











Vogelstimmen begleiten uns den ganzen Tag- und der dauert hier am Polarkreis 24 Stunden.

















Isabel- wie es sich gehört- mit Heiligenschein!





















Blick auf Borgames










Hier haben wir ein schönes Zimmer gefunden.











Fortsetzung folgt



Gruß
Uwe












.
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#960105 - 27.07.13 15:04 Re: Island- der Westen und der Süden [Re: uwee]
:-)
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1759
Hallo Uwe,

"Du willst dich über das Wetter beschweren?.... Warte noch eine halbe Stunde, dann ist es noch schlechter!" zwinker

Auf der einen Seite schade, dass Island euch mit solchem Wetter empfangen hat. Andererseits gehört ein ordentlicher Wind zu dem Land und eine Radtour ohne mal richtig kräftigen Wind um die Ohren zu haben wäre auch irgendwie unvollständig. Ich wünsche euch, dass ihr auch noch ein paar schöne Tage hattet.

(ich fürchte ich habe das ganze schöne Wetter in 2012 auf Jahre hin verbraucht grins)

Die Küstenseeschwalben greifen immer den höchsten Punkt an, teilweise auch mit Zielgerichtetem Abwurf von verdauter Nahrung.... Sehr Treffsicher!

Wenn ihr einen Stock hochhaltet wird die Stockspitze angegriffen und das ganze wird damit arg entschärft (wenn man zu Fuß unterwegs ist, auf dem Rad ist das natürlich unpraktisch) Stock nur hochhalten nicht wedeln oder gar nach den Vögeln schlagen. Das ganze Spektakel ist die Verteidigung der Brut.

Auch die 42 ist jetzt also asphaltiert. Da bin ich 2007 noch derart in weichem Untergrund versunken, dass ich umgedreht habe.

Danke für Fotos und Bericht (die Schafe im Wasser find ich Klasse!) Bin gespannt wo ihr noch langgefahren seid.

Gruß
Jörg
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#960333 - 28.07.13 17:27 Re: Island- der Westen und der Süden [Re: :-)]
uwee
Gewerblicher Teilnehmer Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 1147
Hallo Jörg,
natürlich hast Du recht.
Schon im Reiseführer steht, wie man sich benehmen sollte.
Nie über die Preise schimpfen.
Kaffee nur ein weiteres mal nachfüllen.
Und sich keinesfalls über das Wetter beklagen.

Aber dann beklagte sich jeder Isländer bei uns.
"Der schlechteste Sommer seit Menschengedenken!"
"Selbst die Pferde bekommen Grippe!"
Und eine Botanikerin- Spezialgebiet Blaubeeren- klärte uns auf:
"Zu dieser Jahreszeit sollten die Beeren bereits in der Phase zwei sein. (kleine grüne Beere). Aber sie sind jetzt erst in der Blüte. Das gab es noch nie Anfang Juli!"
Also mussten wir die Isländer trösten.
"Wird schon noch!"

Eine andere interessante Theorie. Auf einen guten Sommer folgt ein schlechter.
Deiner im letzten Jahr war wohl zu gut!

Bei den Seeschschwalben: Erst einen Stock haben und dann über den Kopf halten.
Isabel nahm statt dessen den Arm und sie wurde in die Hand gepickt. Das blutete.
O.k.- war nur ein Tropfen!
Später fuhr sie in den gefährdeten Gebieten nur noch mit Helm.
Und es stimmt schon. Nach ihren Angriffen fühlte man sich regelmäßig beschissen. Im wahrstem Sinne des Wortes!

Ja und die 42 ist wirklich bis auf zwei kurze Abschnitte durchgehend asphaltiert.
Wie übrigens auch die gesamten- und zum großen Teil auch neuen- Straßen um die Halbinsel Reykjanes- ausser ein paar km zwischen Hafnir und Sandgerthi.

Unser Klagen nicht zu ernst nehmen.

Wir werden wohl noch mal wiederkommen!

Grüße
Uwe
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#960342 - 28.07.13 17:51 Re: Island- der Westen und der Süden [Re: uwee]
Jakob
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 612
Hallo

trotz des WEtters habt ihr ja trotzdem tolle Eindrücke festgehalten.

Jeden Tag Regen ist natürlich auch für isländische Verhältnisse echt ungewöhlich schlechtes Wetter. Bei der letzten Islandtour hatten wir aber auch welche getroffen die das Wetter genauso erlebt hatten und wir gleichzeitig im Osten und Hochland nur selten Regen hatten.

Mit der fortschreitenden Asphaltierung geht auch etwas vom Reiz auf Island mit dem Rad zu fahren verloren....hoffentlich werden die Hochlandstrecken niemals zu "normalen" Asphaltstraßen. Bei der Kjölur wäre ich mir da nie so sicher.

Jakob
www.bike-nord.de ...Reisen in die Arktis, Antarktis, nach Island, Skandinavien, Iran und den Oman
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#961785 - 01.08.13 18:26 Re: Island- der Westen und der Süden [Re: uwee]
uwee
Gewerblicher Teilnehmer Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 1147







Wir hatten gar nicht gedacht, dass es in Island so viele landwirtschaftlich genutzte Flächen gibt. Aber es werden- zumindest im Westen und Süden- viele Rinder, Schafe und natürlich Pferde gehalten. Für den langen Winter benötigt das Vieh einen Vorrat, und so wird viel Heu und Silo gemacht.










Von Borgarnes aus werden wir die Halbinsel Snäfellsnes umrunden. Der Reiseführer empfiehlt den Leuten mit wenig Zeit sich zumindest diese Halbinsel anzuschauen. Dies sei wie Island im Kleinen. Mit ein paar Bergen, schönen Meeresabschnitten, Gletschern, Seen und auch ein paar Pisten und Treckingrouten.
Der höchste Berg, natürlich ein (schlafender) Vulkan- ist der Snäfellsjökull mit immerhin 1446m Höhe und bedeckt von einem Gletscher, der in den vergangenen Jahrzehnten aber viel Substanz verloren hat.
Auf dem Weg raus aus Borgarnes ist tatsächlich einmal kurzzeitig der Wind eingeschlafen und die Temperaturen schaffen es sogar kurzfristig in den (untersten) zweistelligen Bereich.
Ein paar Stunden lang kann man aber in kurzen Hosen fahren. Dann normalisiert sich das Wetter wieder. Sturm kommt von vorne, und noch mehrmals können wir die Qualität unserer Regenkleidung testen.













































































Irgendwann wird der Sturm so stark, dass wir nicht mehr gegen ihn ankommen.
Finden aber eine einigermaßen windgeschützte Senke für unser Zelt und machen uns einen gemütlichen Nachmittag!






















Am nächsten Tag haben wir die Hoffnung, dass die schlimmsten Tage des Gegenwindes vorbei sein könnten. Seit Tagen fuhren wir in westliche Richtungen. Von da kam der Wind. Jetzt würden wir um die Spitze der Halbinsel herumfahren und danach weiter in östliche Richtung.
An den folgenden Tagen kam der Wind aus dem Osten!
















Auch mit unseren Seeschwalben pflegten wir nach wie vor enge Kontakte.













......, aber auch mit den anderen Vögeln, wie hier mit einem Austernfischer.








und den Möwen.








Hübsche kleine Orte mit Guest Houses und Versorgungsmöglichkeiten gibt es auch immer mal wieder.






.....und mitunter regnete es ganze halbe Tage überhaupt nicht.
Natürlich verharrten die Temperaturen bei unter 10°C und der Wind blies weiterhin aus dem Osten!
















Rif ist bekannt für- und stolz auf- seine große Seeschwalbenkolonie.







Wir verabschieden uns vom Gletscher und fahren auf Stykkisholmur zu.












































Den Schafen wurde es zu kalt.
Sie stellten sich lieber unter!







Ab Stykkisholmur nahmen wir die Fähre Richtung Brjansläkur in den Westfjorden, legten aber einen Tag einen Stop auf der Insel Flatey ein, kauften den Bestseller "Das Rätsel von Flatey" und mieteten uns eine kleine Hütte- mit Ofen!



































































Dummerweise verletze ich mich gerade hier in dieser idyllischen Umgebung.
Noch nicht mal etwas mit dem man prahlen kann.
Nicht in einen Geysir gefallen.......
Auch nicht vom Orkan vom Rad geblasen.......

Beim Spaghettiabgießen schütte ich mir kochendes Wasser über den Fuß.
Der Fußrücken weist danach keine Haut mehr auf.
Ob es das dann war mit unserem Islandtrip?
Zum Glück ist meine Hausärztin bei mir......





Fortsetzung folgt.....







.
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#964447 - 09.08.13 15:26 Re: Island- der Westen und der Süden [Re: uwee]
uwee
Gewerblicher Teilnehmer Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 1147
Am nächsten Morgen geht es mir gar nicht so schlecht.
Kaum Schmerzen.
Versuchen wir einfach weiter zu machen.
Die Fähre bringt uns jetzt in den Ort Brajanslaekur- wobei der "Ort" wohl 20 Einwohner aufweisen dürfte.
Eigentlich wollen wir nach Osten fahren.
Doch als die Fähre anlegt bläst ein Sturm mit 23m/s (in Meter pro Sekunde wird die Windgeschwindigkeit in Island angegeben) von Osten. Das entspricht 83 km/h- wenn ich richtig gerechnet habe.
Wir überdenken unsere Strecke und fahren dann nach Westen.
Mit heftigem Rückenwind. Es ist eiskalt. Wir sind durchgefroren. Da grüßt im Ort Kross (40 Einwohner) ein Schwimmbad mit Hot Pool unmittelbar am Meer.




Es regnet in Strömen als wir das Zelt aufstellen. Da fällt uns gar nicht auf, dass der Untergrund auch noch sumpfig ist. Aber später!
Das Bad ist toll und hat bis 22:00 Uhr geöffnet.
Es regnet weiter ununterbrochen bis in den frühen Morgen.





Schwimmbad mit Hot Pot











Eine halbe Stunde später dann dieses Wetter und windstill.














Wir haben beschlossen zum westlichsten Punkt Europas zu radeln.
Das ist auch noch einer der interessantesten Vogelfelsen in Island Latrabjarg.
Schade, dass gerade heute nach knapp einer Woche der Wind wieder seine Richtung gewechselt hat und nun mit 19m/s (68km/h) von Westen- also wieder von vorne- bläst.
Alles andere hätte uns aber auch gewundert.







Natürlich erwischt uns der Schauer da vorne, wie noch mehrere an diesem Tag.
Als der Wind noch heftiger wird und auch weil die Wege zum Latrabjarg zum großen Teil nicht asphaltiert und dadurch noch anstrengender sind ändern wir mal wieder die Route (es gibt ja noch so viele andere Vogelfelsen, und ausserdem standen wir schon an Cabo de la Roca in Portugal, dem westlichsten Punkt von Festlandeuropa).
Wir quälen uns nach Patreksfjörthur, biegen dort aber ab und fahren- jetzt in nordwestliche Richtung- nach Bildudalur.
In den Westfjorden, wo wir grad sind folgt die Straße im Norden dem Verlauf der Fjorde.
In den anderen Gegenden liegt zwischen dem einen und dem nächsten Fjord ein Pass- meist so um die 500m Höhe. In Höhen über 300m wächst nichts mehr und es liegt zum Teil noch Schnee an den Banketten.




Erstaunlicherweise hat es diesmal der Wind nicht geschnallt, dass wir die Richtung gewechselt hat und drückt uns mit gleicher Stärke nach oben. Schön in einem mittleren Gang eine 10%ige Steigung hochzufahren. So muss sich wohl auch ein E- Biker fühlen.






























wieder mal ein schönes warmes Freibad mit natürlichem Hot Pot und dazu noch umsonst. Durchgefroren kochen wir unser Mittagessen in den Umkleideräumen. Wir sind auch alleine!

























Der verbrühte Fuß schmerzt jetzt doch und sieht eklig aus. Wir sind uns nicht sicher ob das Verbandszeug reicht und ob ich nicht besser in eine Klinik gehen sollte. Oder gar den Urlaub abbrechen!
Geplant war von Isafjördur die Nordküste nach Osten zu fahren und dann über den Kjölur durch das Hochland.
Das trauen wir uns nicht.
Zu schlecht wären in einem Notfall die Busverbindungen in diesem abgelegenen Teil des Landes.
So fahren wir also wieder von Brjanslaekur über Flatey nach Stykkisholmur und nehmen von dort den Bus mit einmal umsteigen in Borgarnes nach Reykjavik (20,- Euro p.P. mit Fahrrad).


Unser lieber Andi aus dem Radforum bringt frisches Verbandsmaterial mit aus Deutschland. Wir treffen ihn in Selfoss um 13:00 Uhr auf einen Kaffee. Er hat da schon 130km von Keflavik kommend hinter sich. Wir kommen die gesamte Reise nie über 100km am Tag.
Wir machen jetzt das "Touristenprogramm Golden Circle". Ist nicht leicht nach den wilden und fast unbewohnten Westfjorden. Andersrum wäre es wohl besser gewesen. Aber so war es ja auch nicht geplant.
Mit dem neuen Gel und den Verbänden beruhigt sich der Fuß wieder.
Zumindest die abgespeckte Version können wir noch fahren.
Danke Andi!!!







So schön kann es in dieser Jahreszeit in Island um Mitternacht aussehen.







.......und so am nächsten Tag. Der Sturm bläst uns von der Straße. Bis er gegen Abend abflaut suchen wir Schutz im Zelt!

























So schauts am Thingvellir aus, wo über Jahrhunderte die Isländer alljährlich ihren Rat abhielten.
Ein paar Touristen gibt es dort auch- wie überall hier!









.... eine der tausend Spalten, die verdeutlichen wie sich doch Amerika und Europa voneinander entfernen....






Angeln kann man natürlich auch in Island!






und tauchen auch!









grün und flach ist es auf dem Weg nach Gulfoss.
Und Island möchte sich die letzten Tage mit uns versöhnen.
Der Wind kommt fast den Rest der Reise von hinten!!! Egal wohin wir fahren!














Wir sind auf dem Weg zum Gulfoss, einem der, oder dem größten Wasserfall Islands.
Natürlich ein Touristenmagnet. Viele Busse. Viele Menschen- zumindest für isländische Verhältnisse. Die stehen aber alle am westlichen Ufer des Hvita.
Wir kommen von Fluthir und biegen kurz vor der Brücke über den Hvita in die nicht asphaltierte 349 ein.
Nach 8km kommt man an einen Parkplatz- von dort ist es dann noch ein Kilometer zu Fuß.
































Und schönste Plätze fürs Zelt gibt es hier auch!















Gut, ganz alleine waren wir zum Schluss nicht. Es kamen noch ein paar nette Wanderer.









Letztendlich schauten wir uns noch die Geysire und heissen Quellen bei Geysir und- auch sehr schön- kurz vor dem Flughafen auf Reykjanes an.




















































Von den 20 Tagen hat es an 19 geregnet. Meist war es windig bis stürmisch. Sechs mal übernachteten wir in Guest Houses. Die waren eigentlich alle schön, einmal auf einem Campingplatz mit angeschlossenem Bad als eines von zwei Zelten, sonst immer irgendwo, wo es uns gefiel- oder das Zelt windgeschützt war.
Nach Angaben der Isländer wäre es bisher der schlechteste Sommer seit Menschengedenken gewesen......
Und es hat uns trotzdem sehr viel Spaß gemacht.
Wir kommen sicher wieder und erkunden dann auch das Hochland.



Uwe







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#964457 - 09.08.13 15:52 Re: Island- der Westen und der Süden [Re: uwee]
HyS
Mitglied
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Beiträge: 13944
Da bin ich im Nachhinein noch mal doppelt froh um das Wetter 2012, da gab es in drei Wochen nur 3 Regentage davon einer als ich schon am Zeltplatz Alex war und nur noch in der blauen Lagune lag.

Ich vermisse in dem Reisebericht noch ein Bild vom verbrühten Fuß.
*****************
Freundliche Grüße
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#964475 - 09.08.13 17:39 Re: Island- der Westen und der Süden [Re: uwee]
:-)
Mitglied
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Beiträge: 1759
Hallo,

Also, dass ihr die Reise trotz des Wetters noch mit Spaß gefahren seid. Chapeau!

19 m/s und mehr sind wirklich keine angenehmen Radreisebedingungen. Die Hot Pots in den Westfjorden werdet ihr sicher sehr genossen haben. Ich denke die Hot Pots entfalten bei solchem Sauwetter erst richtig ihre Wirkung. Regen und Wind gehören auf Island dazu, aber durchgängig für drei Wochen ist schon arg brutal.

Die Strecke nach Latrabjarg sieht reizvoll aus und scheint ja mit schönen Hot-Pots gesegnet zu sein. Die Kjölur bei den Wetterbedingungen und noch dazu mit dem verbrühten Fuß nich zu fahren war die einzig richtige Entscheidung.


Ich wünsche euch beim nächsten Besuch deutlich mehr Sonne und weniger Wind.

Gruß
Jörg

[EDIT]2012 war ich kurz nach Henning dort und hatte in fünf Wochen gerade mal drei Regentage und davon waren auch nur zwei empfindlich kalt und windig wie ihr das beinahe die ganze Zeit hattet. 2012 war allerdings auch ein Jahrhundertsommer, sowas haben die Isländer nach eigener Aussage noch nicht erlebt.[/EDIT]

Geändert von :-) (09.08.13 17:44)
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#964516 - 09.08.13 20:19 Re: Island- der Westen und der Süden [Re: :-)]
uwee
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Beiträge: 1147
Liebste Freunde,
gerade war ein guter Bekannter von mir hier, der morgen nach Grönland fliegt und danach auch noch Island besucht.
Er war schockiert von Euren Antworten.
Er will Sturm und Regen.
Das sei Island!
Er bedauert Euch!!!

Ich Weichei hätte aber auch Euer Klima akzeptiert!

Und lieber Henning: sollte ich das Bild von dem verbrühten Hax- was es gleich 3- fach gibt- hier reinstellen, so meldet sich sicher ein Drittel der Nutzer ab.
Schaut gräuslich aus!
Schick das Bild aber gerne an jeden Interessierten als PN!
Schönen Abend
Uwe
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#964538 - 09.08.13 23:52 Re: Island- der Westen und der Süden [Re: uwee]
The_Morrigan
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Unglaubliche Aufnahmen

Da habt ihr euch einen meiner größten Träume erfüllt, macht euch auf PNs au mas gefasst!

Welches Zelt ist das? Ein Sierra Leone II? Hat das Dicht gehalten? Gewicht? Mit Ground Sheet, oder was hattet ihr drunter?

Hut ab,
Morgan
long live Stoner!
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#964539 - 10.08.13 00:02 Re: Island- der Westen und der Süden [Re: uwee]
:-)
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Beiträge: 1759
In Antwort auf: uwee

Er bedauert Euch!!!


Weil wir gutes Wetter auf Island hatten?


Ist schon OK! Also ich konnte es ertragen zwinker
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#964564 - 10.08.13 09:48 Re: Island- der Westen und der Süden [Re: The_Morrigan]
uwee
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Beiträge: 1147
Hallo Morgan,
Du hast recht. Es ist das Sierra Leone II von Salewa.
Die Firma hat ihren Deutschlandsitz ganz in der Nähe von München, da ist es für uns praktisch direkt dort einzukaufen.
Ich hatte das Zelt vor einer einjährigen Reise gekauft und mich bei Salewa beraten lassen.
Meine Frau war anfangs entsetzt über das Gewicht von 3400g.
Aber in diversen Sturmnächten und manchmal mit gewaltiger Schneelast auf dem Dach hat es sich bewährt und brav durchgehalten.
Bin froh nicht die ca. 1 kg leichtere Lightversion gekauft zu haben.
Haben uns für das Zelt eine Folie als Ground Sheet zugeschnitten.
Beide dürften mittlerweile ca. 300 Übernachtungen hinter sich haben.
Liebe Grüße
Uwe
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Geändert von uwee (10.08.13 09:51)
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#964574 - 10.08.13 10:50 Re: Island- der Westen und der Süden [Re: uwee]
gibbi_affe
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 117
Wow!! Ganz tolle Bilder, toller Bericht!
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#965392 - 13.08.13 10:07 Re: Island- der Westen und der Süden [Re: uwee]
gerold
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2263
Wirklich tolle Bilder - trotz des schlechten Wetters kriege ich Lust dorthin zu fahren...
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