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#1172533 - 20.11.15 21:40 (Kurz-)Tour de Baden-Württemberg
natash
Moderator Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 7267
Dauer:7 Tage
Zeitraum:25.7.2015 bis 31.7.2015
Entfernung:650 Kilometer
Bereiste Länder:deDeutschland

Eine Rundtour durchs Ländle

oder

Reisen um die eigene Haustür

6,5 Tage, ca 650km Höhenmeter ca 10 000

Start und Ziel: Karlsruhe

Reisende: mgabri und natash

Übernachtung: Zelt , 2x Gasthof // Räder: reisetaugliche Mountainbikes älteren Baujahrs mit sehr abgespecktem Camping - Gepäck



Schön hier, aber waren sie schon einmal in Baden-Württemberg?

Dieser Spruch prangte vor etlichen Jahren auf zahlreichen deutschen Fernverkehrzügen. Zweifellos sollte er dazu dienen das ein wenig angestaubte Image des Ländles aufzupolieren, hatte aber eher zu Folge, dass manch einer eher peinlich berührt war, wegen der betont großkotzigen Art mit der ein salopp gemeinter Spruch dann doch eher halb verklemmt daherkam.

Jetzt weiß ich zwar aus eigener Anschauung, immerhin lebe ich in diesem Bundesland, dass es hier ganz nette Ecken gibt, aber expliziert geurlaubt habe ich hier noch nie, zumindest nicht, wenn man keine Wochenendtouren berücksichtigt.
Und weil 2016 unser Jahr der Einwochentouren wird, hegen wir die Absicht in dieser Woche verschiedene Regionen Baden-Württembergs abzuradeln und das auf möglichst verkehrsarmen Wegen.

Vorweg mag zudem gesagt sein, dass das sogar in einem Bundesland möglich ist, dessen Bevölkerung überwiegend von der Automobilindustrie lebt und die ihrem eigenen Blechhaufen mit großer Hingabe die bestmögliche Verehrung zukommen läßt.
Allerdings muß man gelegentlich asphaltierte Routen verlassen.



Der Start ist wie so oft vor der eigenen Haustür, was unschätzbare Vorteile mit sich bringt. Man muß auf keinen Zug hetzen, sich in kein überfülltes Mehrzweckabteil quetschen, was ohne unfreundliche Drohgebärden ja nur selten in zufriedenstellendem Ausmaß klappt- kurzum: Man spart sich diesen ganzen Vorurlaubsstreß, der das Reisen oftmals eher unerfreulich macht.


Pfinztal-Ittersbach-Schwann-Dobel-Hohloh-Besenfeld-Freudenstadt-Schiltach




Zu Tourbeginn geht es dann direkt in den (Nord-) Schwarzwald. Der liegt praktischerweise quasi vor der Haustür und die Strecke hügelt sich, wenn man, wie wir von Norden kommt, allmählich nach oben. Natürlich fahren wir hier häufig herum, jedoch ist es einmal ein ganz neues Gefühl als Tourist mit beladenen Rädern das ganze mal als “Fremder” zu begutachten.



Nachdem das Wetter wochenlang mit Hitzerekorden geprotzt hat, verkündet der Wetterbericht nun einen Wetterumschwung, der mit starken Sturmböen einhergehen soll. Das gilt vor allem für den Schwarzwald.

Wir halten dennoch unbeirrt an unserer Route fest und nähern uns der Schwannner Warte bei starkem Seitenwind, der mich fast absteigen läßt. Hier geht es dann in den Wald und den Schutz der Bäume. Die Äste sitzen gottlob noch an Ort und Stelle.
Am Dobel, fängt es leise an zu nieseln. Als wir kurz darauf den Weithäusleplatz, eine Art Kreuzung verschiedener Waldwege auf der Höhe, erreicht haben, nimmt der angekündigte Sturm ordentlich Anlauf, was die umliegende Vegetation zu einer Schieflage veranlasst. Schon vom Zusehen werde ich seekrank.
Wir verziehen uns in die dortige Schutzhütte und verzehren unser Vesper, während sich um uns herum Bäume biegen und Äste umherpoltern. Die Temperatur fällt um etliche Grad und macht das Anlegen einer Jacke erforderlich. Wer hätte das vor einigen Tagen noch gedacht, als jeder noch vor Hitze stöhnte?


Das Unwetter zieht ohne größere Zwischenfälle weiter und wir schwingen uns wieder auf unsere Räder und weiter nach oben, auf bekannten Wegen zum Hohlohmoor.




Hier ist der höchste Punkt des Tages mit knapp unter 1000 m erreicht und wir fahren nach Besenfeld ab,verlieren hier irgendwann den Radweg nach Freudenstatdt und landen auf der Bundesstraße.

Ein versuchter Abstecher endet im Schlammm



aber wir werden nach wenigen Kilometern auf der stark befahrenen Straße von dem rechts auftauchenden Radweg erlöst, der zwar lediglich ein schottriger Waldweg ist, aber dafür sind unsere Räder ja ausgelegt.


Kurz vor Freudenstadt bekomme ich tatsächlich wackelige Knie - ich habe zu wenig gegessen und die ganze Steigungen auf Schotterwegen sind mit Gepäck eben doch anstrengender als ohne.
Ein auf dem Weg liegendes Café schafft jedoch schnell Abhilfe und wir verlassen Freudenstadt frisch gestärkt bergauffahrend.



Statt des Radwegs, den ich bei anderer Gelegenheit wenig attraktiv empfand, wählen wir eine Route durch den Wald und kommen im Kleinen Kinzigtal heraus, das ich sehr beschaulich finde.




Manchmal scheint hier auch die Zeit in den 70ger Jahren stehen geblieben zu sein schmunzel



Etwas später erreichen wir dann über das Kinzigtal Schiltach, wo wir uns auf dem Campingplatz einquartieren.

Schiltach-Wolfach-Moosenmättle-Hornberg-Silberberg-Schonach-Furtwangen-Hochberg-Schwärzenbach




Am nächsten Morgen geht es weiter nach Wolfach und von dort auf sehr beschaulicher Strecke




aufwärts zum Moosenmättle, wo wir lediglich einen ambitioniert fahrenden Milchtransporter treffen, der so um die Kurve prescht, dass ich kurz überlege lieber in die Wiese auszuweichen.




Die Strecke ist langalthaltend eher steil und mit einem beladenen Tourenrad für mich gerade so eben noch ganz gut fahrbar. Sie gefällt mir aber ausgesprochen gut - hier lohnt sich jeder Schweißtropfen.



In Hornberg nehmen wir ein Frühstück mit Bärenblick ein



und kommen noch an einer luxeriösen Wasserentnahmestelle entlang: Neben der Brauerei Ketterer ,die ich zunächst unberechtigterweise mit ihrer weniger schmackhaften Namensschwester in Pforzheim verwechsele, befindet sich eine Quelle inmitten eines kleinen Parks.



Bier sprudelt uns hier leider keines entgegen, aber auch das Wasser ist uns gerade sehr willkommen. Während des Wasserzapfens wird man von beruhigenden Musikmeldodien eingelullt und kann so gestärkt, dem nächsten Anstieg ins Auge sehen, der dem vorhergehenden in Nichts nachsteht.



Das Schild verkündet 16% über mehrere Kilometer und da trifft es sich günstig, dass wir vorher gut gegessen haben, zumal wir die letzten Kilometer wieder auf unbefestigte Waldwege abbiegen.
Das ist sehr hübsch, aber auch relativ zeitraubend, Geschwindigkeitsrekorde brechen wir heute sicherlich keine.



Später rollen wir durch Furtwangen, dass wir jedoch eine Schwarzwälder Kirschtorte später wieder verlassen, um am Abend, wie geplant am Titisee unser Zelt aufstellen zu können.
Es geht ausnahmsweise einmal wieder bergauf, durch Wald und Wiesen zu einer Anhöhe, auf der wir einen schönen Rundumblick haben.



Hochberg steht auf dem Schild und weil das Wetter stark eintrübt, versuchen wir uns schnellstmöglich an die Abfahrt zu machen.



In einer Serpentine passiert es dann: Mit einem leisen “Pling” fegt ein Metallteil an meinem Gesicht vorbei und kurz darauf gibt es einen lauten Knall, der meinem geplatzten Hinterreifen zu verdanken ist. Die Kuh, die neben mir auf der Weide grast gibt Fersengeld und trabt entrüstet davon.
“Wer hat geschossn” wollen vier muntere Buben wissen, die eiligst angerannt kommen und mich empört mit schönstem allemannischen Zungenschlag darauf hinweisen, dass ich die Kühe erschrecke.
Beim genaueren Beäugen der Hinterradfelge, entlarvt sich der Übeltäter- ein Stück meiner Felge ist abgesplittert. Nun fehlt ein viertel Rund in der Felge deren scharfe Abrisskante meinen Schlauch zur Aufgabe gebracht hat.
Eine Weiterfahrt ist so nicht möglich.
Während einer der Jungen auf seinem elterlichen Hof nachfragt, ob wir da zelten dürfen, begutachten die anderen unter fachmännischen Kommentaren mein Hinterrad.
Die elterliche Hofwiese entpuppt sich als Steilhang und weil es anfängt zu regnen, erinnernern wir uns an einen Gasthof ein paar Kurven höher, der sich als Tourenfahrerstandort für Motoradfahrer empfahl. Vielleicht nimmt der auch Radfahrer auf.
Wir laufen also nach oben, erhalten eine positive Nachricht und während der Himmel seine Schleusen öffnet, sitzen wir bei einem schmackhaften Abendmahl.




Neustadt-Rötenbach-Göschweiler-Ewattingen-Uttenhofen-Tengen-Mühlhausen-Orsingen-Ludwigshafen-Überlingen



Die Nacht und der nächste Morgen bringen einen satten Sommersturm, der hier in den Höhenlagen in beängstigendem Umfang bläst. Während wir in geselliger Motoradfahrerrunde ein vorzügliches Frühstück einnehmen, befindet sich die aus dem Fenster sichtbare Pflanzenwelt in der Horizontalen und wir sind recht froh kein Zelt festhalten zu müssen.
Der Wirt kann übrigens nicht nur gut kochen, sondern ist auch sonst ein zuvorkommender Mensch. Nachdem wir unsere Misere geschildert haben, bietet er an, uns samt den Rädern zum nächsten Fahradladen nach Neustadt zu kutschieren. Bei der Fahrt erfahren wir außerdem, dass es sich bei dem hilfsbereiten Jungen um seinen Neffen gehandelt hat, der schon jetzt in zarten Alter von 10 Jahren ein großartiger Traktorlenker ist. Wir können uns das zweifelsfrei vorstellen und äußern lobende Worte, während wir in Neustadt einfahren. Ein passendes Hinterrad ist schnell gekauft, was den Wert meines Fahrrads in Minutenschnelle verdoppelt und eine halbe Stunde später können wir unseren Weg in Richtung Bodensee fortsetzen. Das haben wir allein der Hilfsbereitschaft unseres Wirts zu verdanken und wir sind froh, dass unser kleines Malheur so schnell aus der Welt geräumt ist und einer genußvollen Weiterfahrt nichts mehr im Wege steht.


Über schottrige Waldwege, Feldwege und kleine Straßen geht es nun weiter Richtung Osten, in die uns ein immer noch stürmischer Westwind nun oft im Rücken voranschiebend begleitet.

Wir queren die Wutach



in deren Schlucht einer der berühmteren örtlichen Wanderrouten verläuft und pausieren später in hügeligem Geläuf bei einer Grenzsteinsammlung, die unauffällig am Waldrand ein abgeschiedenes Dasein fristet.

.

Später verlassen wir den Schwarzwald und können kurz in die Schweiz herüberspähen.

Wir kommen durch schmucke Orte



und eine liebliche Landschaft



die, je näher wir dem Bodensee kommen mehr und mehr ausgedehnten Obstanbaugebieten Platz macht.



Den Bodensee erreichen wir bereits am frühen Nachmittag, was wir mit einem erfrischendem Bier auf einer schönen, warmen Sonnenterasse sitzend, gebührend feiern.



Kurz darauf sind wir schon in Überlingen, bummeln durch die Stadt und beschließen, statt wie geplant direkt ins Hinterland abzubiegen, uns einen Zeltplatz direkt am See zu suchen und noch in Ruhe schwimmen zu gehen.
Das ist gar nicht so einfach, weil, auch wenn die Ferienzeit in Baden-Württemberg noch nicht begonnen hat, die Campingplätze gut gefüllt sind.
Beim zweiten Platz haben wir jedoch Erfolg, obwohl es sich um eine sehr kleine Einrichtung handelt.
Wir quetschen uns also auf den letzten freien Zipfel der Zeltwiese und springen ins Wasser, wo man schöne Ausblicke genießen kann



und genießen später unser schnell gekochtes Abendessen auf den bereitgestellten Sitzgelegenheiten, die für meinen Geschmack viel zu selten auf Campingpätzen angeboten werden.
Das haben wir uns nach der Aufregung des gestrigen Tages auch redlich verdient schmunzel



Überlingen-Markdorf-Oberteuringen-Ravensburg-Weingarten-Wolfegg-Hauerz-Rot an der Rot-Bonlanden-Kircherg an der Iller



Am nächsten Morgen verlassen wir gut ausgeruht den Bodensee zugunsten des leicht hügeligen Hinterlands.
Wir kommen durch hübsche Orte und ausgedehnte Obstanbaugebiete. Und weil das Obst auch an Ort und Stelle angeboten wird, können wir uns manch charmanter Werbung am Straßenrand nur schlecht entziehen,





so dass einem zweiten, eher fruchtigen, Frühstück nichts im Wege steht.

Eigentlich wollten wir einen Schlenker in Richtung Wangen /Allgäu machen, aber in dieser Richtung ziehen schwarze, unheilverkündende Gewitterwolken auf , weshalb wir uns an das hilfsbereite Hinterrad eines einheimischen Radlers klemmen, der uns den Weg nach Ravensburg weist.
Von hier aus geht es dann weiter in den geschichtsträchtigen Ort Weingarten, wo wir Klosteranlage und Basilika einen Besuch abstatten.



Auch die kleine Altstadt ist ganz hübsch.




Wieder einheimischen Empfehlungen folgend, begeben wir uns bergan und kommen an interessant beschilderten Wegen vorbei schmunzel



in ein Waldstück, dessen aufgeweichte Wege nur ein sehr schwerfälliges Fortkommen möglich machen, bis wir in den grünen Hügeln des Allgäu wieder auf kleinen Straßen herauskommen.



In der Ferne locken die Berge, was sich jedoch von dem dort hängenden Wetter weniger ausgeprägt sagen läßt, weil hier eine Schlechtwetterfront im Anmarsch ist



Wir bleiben also im trockeneren Hüggelland, wo wir durch eine beschauliche Kulturlandschaft kommen. Auch der hier herrschende Verkehr ist sehr übersichtlich




Und weil diese Region für eines meiner liebsten Nahrungsmittel berühmt ist, sind wir hocherfreut an einer kleinen Käserei vorbeizufahren







wo wir uns nach ausgiebiger Einkehr noch mit kleinen Köstlichkeiten für unterwegs eindecken




Später gelangen wir dann in das weit auslaufende Illertal




wo wir zum Abend in einem Campingplatz unterkommen, der eine freizeitähnliche Entsprechung zu einer zubetonierten Wohnsiedlung am Stadtrand ist.
Wir werden jedoch freundlich aufgenommen und einen bierausschenkenden Kiosk gibt es auch. Mit Blick auf einen Wohnwagen, der von einer großen russischen Fahne sowie in Reih und Glied stehenden Vorgartenzwergen geziert wird, fallen wir alsbald in den Schlaf.



Kirchberg/Iller- Oberkirchberg-Neu-Ulm-Unterelchingen-Langenau-Lonetal-Giengen an der Brenz-Nattheim-Neresheim-Bopfingen/Ipf

In der Nacht hat es kräftig geregnet und der Morgen empfängt uns eher trüb und kühl.
Wir folgen dem (teils unbefestigten) Illerradweg mit Blick auf den Fluß



würgen uns durch den Großraum Ulm und dabei durch bayrisches Hoheitsgebiet, um dann später hinter Langenau auf die von Süden her sanft ansteigende Albhochfläche zu gelangen.
Gelegentlich gibt es ländlich inspirierte Kunstwerke am Straßenrand.



Wir durchfahren, den schön verlaufenden Radweg nehmend, das Lonetal




das nicht nur landschaftlich, sondern auch seiner frühgeschichtlichen Bedeutung wegen eine Reise wert ist.

Wir pausieren, einen kleinen Regenschauer abwartend, just vor der Höhle,



in der eines der ältesten menschlichen Kunstwerke gefunden wurde, der Löwenmensch.




Wer will, kann in der Gegend noch weitere interessante Ausgrabungsstätten besuchen, was, auch für Kinder, zu einem spannenden Ausflug werden kann.

Weil das Wetter jedoch langanhaltend schwächelt, zieht es uns weiter, durch schöne Landschaft



die oft von kleinen Felsen und gelegentlich auch ausladenden Wacholderbüschen geziert wird.

In Giengen besuchen wir nicht etwa das Steiff-Museum, dem Plüschtiertalter sind wir zumindest vorübergehend entwachsen, sondern ein Kaffeee, um uns aufzuwärmen und trocken zu legen, weil der Regen hier noch einmal an Intensität zunimmt.

Feuchte, aber schöne Routen nehmend, erreichen wir am späten Nachmittag den Riesort Bopfingen, wo wir uns im nächsten Gasthaus einquartieren. Hier lässt sich auch das immer noch nasse Zelt bis zum nächsten Einsatz vorzüglich trocknen.
Den Abend verbringen wir in der Gasttube mit den Herren des Stammtischs plaudernd, in kurzweiliger Runde.
Ein aus dem Hessischen stammender Monteur, der mit am Tisch sitzt, rühmt den Lammbraten des Wirts und will wissen, warum er für diesen Leckerbissen keine Werbung mache, es sei hier nun nicht gerade viel Betrieb.
“Weil ich doch gar nicht soviele Lämmer habe”, grummelt der Wirt und welche zuzukaufen, käme nun wirklich nicht in Frage lach



Bopfingen-Baldern-Halheim-Wört-Lautenbach-Fichtenau-Crailsheim-Kirchberg/Jagst-Braunsbach


Das Frühstück kann mit dem Abendessen nicht mithalten und wir hätten vielleicht besser darauf verzichtet. Immerhin gibt es reichlich Kaffee.
Bopfingen liegt am Rande des Nördlinger Ries, einer von oben fast künstlich erscheinenden kreisrunden Ebene, die wie eine Vertiefung starke 100 Meter tiefer als die umliegende Hügelandschaft liegt. Verantwortlich für diese interssante Landschaftsform ist ein Meteoriteneinschlag vor schätzungsweise ca 14 Millionen Jahren. Bei der Abfahrt am gestrigen Abend ins Ries war der eigentümlich erscheinende Übergang von Alb zum Ries selbst im Nieselregen auch im Jahr 2015 noch gut sichtbar.
Heute morgen jedoch zieht es uns auf den Ipf



ein kegelförmiger Berg am Riesrand, der von einer kargen Heidelandschaft bewachsen ist und einst frühkeltischer Fürstensitz, wie Ausgrabungen nachweisen. Weil hier nur Wander- und Feldwege hochgehen, wird es etwas holpriger, bevor es uns weiter in das Hügelland der Ostalb zieht.



In Halheim besichtigen wir die Spuren eines Römerkastells. Hier ist jedoch außer einer viereckigen Grasnarbe und einem Kastellminiaturnachbau nicht viel zu sehen, ebenso wie an vielen anderen Stellen des Obergermanisch-Rätischen Limes, einer Befestigungsanlage, die das römische Herrschaftsgebiet vor selbstständig einfallenden Völkern schützen sollte.
Am Limesmuseum in Aalen kommen wir diesmal leider nicht vorbei, da ließe sich das Thema etwas genauer begutachten.
Wir fahren stattdessen weiter Richtung Norden und treffen bei Walxheim auf die Jagstquelle



die man sicherlich nicht unbedingt besuchen muss, es sei denn man möchte sein Grillgut bei den benachbarten Feuerstellen in die Glut legen.

Wir bewegen uns weiter durch eine ruhige, einsame Hügellandschaft, in der das Verkehrsaufkommen sehr bescheiden ist, was vermutlich auch daran liegt, dass Fahrzeuge aus dem Ostalbkreises überall sonst anzutreffen sind, sogar in der Tatra trafen wir schon welche. grins




Unsere Mittagspause halten wir in einem Waldstück ab, das schon im Übergang von der Alb zur Hohenlohe liegt.
Hier findet sich vor allem eine üppiges Heidelbeervorkommen, so dass für einen nahrhaften Nachtisch direkt vor Ort gesorgt ist



und wir bald darauf wohl gesättigt in Crailsheim einfahren



Von hier verfransen wir uns ein wenig auf der Suche nach dem Jagst-Radweg, der für einen der beliebtesten Radwege Baden -Württembergs ein paar vollkommen unnötige Schlenker im Programm hat, die vermutlich zu jedem echten Prädikatsradweg dazugehören. Immerhin kommen wir an keiner Kläranlage vorbei. Dafür kommen wir durch eine schöne Landschaft mit vielen grünen bewaldeten Hügeln hübschen Orten.



Wir treffen hier erstmals am Tag andere Radfahrer, die jedoch allesamt auf Pedelecs unterwegs sind und einige Altersstufen über uns liegen.
In Kirchberg klären wir unseren weiteren Wegverlauf und beschließen von der Jagst zum Kocher zu wechseln, weil hier in wenigen Kilometern ein Campingplatz lockt, der sehr hübsch gelegen ist.

Eine Zeltwiese direkt mit Flußzugang gibt es auch und sie ist mit 3 Zelten keineswegs überbelegt.
Ein Schwäbisch-Haller Löwenbräu und das leise Gluckern des Kocher wiegen uns sanft in den Schlaf.




HIER GEHTS WEITER


Braunsbach-Künzelsau-Neuenstadt/Kocher-Neckarsulm-Leingarten-Nordheim-Hausen an der Zaber-Bönnigheim-Löchgau-Bietigheim



Heute abend werden wir in Bietigheim im unteren Enztal zu einer Familienfeier erwartet, ansonsten hätten wir uns nun dem Odenwald zugewendet.
Ursprünglich wollten wir auch nicht dem Kocher-Radweg folgen, weil aber die von uns anvisierte, bergwärts führende Straße gesperrt ist, überlegen wir es uns anders und weil es dann auf dem Radweg so gut rollt, bleiben wir auch dort.
Wir kommen durch eine schöne, ruhige Landschaft und altehrwürdige Orte




was die Beliebtheit dieses Radwegs nun durchaus verständlich macht. Allerdings begegnet uns an diesem Freitagmorgen kaum ein Mensch.
Zum Frühstück sind wir bereits in Künzelsau auf dem Marktplatz und genießen in einem örtlichen Café vorzügliche Backwaren.



So gestärkt geht es weiter durch hübsche Ortschaften






und fahren dann just zur Mittagszeit in ´Neckarsulm ein, was ein sehr zweifelhaftes Vergnügen ist, weil unsere Route direkt am Audi-Werk vorbeiführt.
Hier scheint gerade Schichtwechsel zu sein und die Straßen sind vollgestopfter als die Cannstatter Mercedesstraße zu einem VfB-Spiel.
Wir würgen uns mühsam an den Blechlawinen vorbei und müssen kurz hinter der Stadt eine Bundesstraße queren. Ein aussichtsloses Unterfangen, ist doch niemand bereit in seinem mühsam erkämpften Platz in der Autoschlange eine Lücke zuzulassen.
Die Rettung naht in Form eines portugisischen LKW-Fahrers, der uns generös über die Straße winkt, während hinter ihm das Hupkonzert brüllt.
Wir haben es geschafft und streifen kurz den Neckerradweg mit seinen lieblichen Ausblicken




bevor wir uns angenehmeren Ansichten zuwenden. Wir radeln nun nämlich durch das größte Weinanbaugebiet Württembergs, die Stromberg-Heuchelberg-Region und geradewegs auf den Heuchelberg zu


was auf den bestens ansphaltierten Weinbergwegen sehr komfortabel vor sich geht. Nur die Beschilderung ist etwas anders als beispielsweise auf der Ostalb




In Hausen an der Zaber bewundern wir die Jupitersäule , eine der Spuren, die die Römer in der Region hinterlassen haben. Nebenan kann direkt ähnlich benannter Wein verkostet werden



was darüber hinwegtrösten kann, dass am späten Mittag in den schmucken Fachwerkorten



nur schwer ein geöffneter Biergarten zu finden ist. Wir wollen uns nämlich bei einem solchen kurz die Zeit vertreiben , weil wir sonst viel früher als angekündigt am Zielort eingetroffen wären.
In Bönnigheim werden wir fündig und erreichen gut erfrischt kurz darauf Bietigheim um uns dort für die späteren Festivitäten in Schale zu werfen. Es bleibt noch Zeit für einen kleinen Rundgang durch die Gassen.



Die Abreise erfolgt dann am Folgetag unspektakulär auf uns bereits sattsam bekannten Wegen quer durch den Kraichgau über die Route


Bietigheim-Sachsenheim-Horrheim-Gündelbach-Zaisersweiher-Maulbronn-Bauschlott-Stein-Remchingen-Pfinztal

wieder nach Hause, wobei man den Stromberg-Rücken in voller Pracht passiert.



Insgesamt haben wir da eine sehr hübsche Tour hinter uns gebracht, bei der wir wir versucht haben vor allem Ecken zu erradeln, die wir weniger gut kennen, wie beispielsweisedie östliche Ostalb, Teile des südlichen Schwarzwalds und die Bodenseeregion. Das haben wir nicht bereut und werden, die nicht mehr “geschafften” Strecken im Odenwald und Tauberfranken (wo ich noch nie gewesen bin)ein andermal unter die Räder nehmen, ebenso das Allgäu, das wir ja nur gestreift haben, gleichwohl dort ein Abstecher ins bayrische Ausland fällig werden wird. Möglichkeiten gibt es noch viele und wir werden sie sicherlich noch wahrnehmen, wenn einmal wieder ein paar seltene freie Tage auf dem Programm stehen.
Baden-Württemberg-Neulingen würde ich außerdem die uns bereits gut bekannten Regionen Kraichgau (hügelig-lieblich), Schwäbisch-Fränkischer Wald (steil und einsam)und den westlichen Albtrauf (Höhlen, Burgen, Wacholderheiden)ans Herz legen.
Selbst in relativ großer Nähe zu den Ballungsräumen an Rhein und Neckar finden sich ruhige und einsame Ecken sofern man sich nicht auf vorgegebene Radrouten festnageln und sich von gelegentlichen Abstechern in unbefestige Untergründe nicht schrecken läßt.
Auch die Bevölkerung ist deutlich offener als ihr Ruf erahnen läßt und gelegentlich spricht auch jemand Hochdeutsch schmunzel




Geändert von natash (28.12.15 20:57)
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#1172544 - 20.11.15 23:28 Re: (Kurz-)Tour de Baden-Württemberg [Re: natash]
Gerhard O
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Beiträge: 465
In Antwort auf: natash

In einer Serpentine passiert es dann: Mit einem leisen “Pling” fegt ein Metallteil an meinem Gesicht vorbei und kurz darauf gibt es einen lauten Knall, der meinem geplatzten Hinterreifen zu verdanken ist. Die Kuh, die neben mir auf der Weide grast gibt Fersengeld und trabt entrüstet davon.

Ich liebe diese Situation!



Wie habt ihr Euch gerettet? Ich bin gespannt auf die Fortsetzung!
Gruß
Gerhard
___
lieber ein gemeiner Berg als ein hinterhältiger Wind
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#1172547 - 21.11.15 02:20 Re: (Kurz-)Tour de Baden-Württemberg [Re: natash]
Keine Ahnung
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 12168
Ich bin schon gespannt auf die Fortsetzung. Gut, dass bei dem Reifenplatzer nichts ernsthafteres passiert ist.
Gruß, Arnulf

"Ein Leben ohne Radfahren ist möglich, aber sinnlos" (frei nach Loriot)
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#1172549 - 21.11.15 06:39 Re: (Kurz-)Tour de Baden-Württemberg [Re: natash]
cyclerps
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 4139
Schöner Bericht. Mal gespannt wie es weiter geht.
Gruss
Markus
Forza Victoria !

When nothing goes right -> go left!
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#1172550 - 21.11.15 08:25 Re: (Kurz-)Tour de Baden-Württemberg [Re: natash]
Uwe Radholz
Mitglied
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Beiträge: 6798
...... mit großer Hingabe die bestmögliche Verehrung zukommen läßt.

grins


Schöner Bericht. In (fast) zwanzig Jahren, die ich da lebte, habe ich so was auch nie gemacht. Frage mich jetzt, warum.


Gruß in den Wilden Süden!



Uwe
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#1172607 - 21.11.15 18:28 Re: (Kurz-)Tour de Baden-Württemberg [Re: natash]
kettenraucher
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 1541
Umwerfend. Großartig. Ausrufezeichen.
Allen gute Fahrt und schöne Reise.
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#1172613 - 21.11.15 18:39 Re: (Kurz-)Tour de Baden-Württemberg [Re: Gerhard O]
natash
Moderator Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 7267
es war ja, alles in allem nur halb so wild, wie ihr ja nun bei der Fortsetzung feststellen könnt.
Es finden sich auch mitten im Schwarzwald oft hilfsbereite Menschen und gar nicht mal so selten, wie man denkt.
Auf jeden Fall empfehle ich Euch Felgen, die längere Zeit bei salzbelasteten Winterrädern im Einsatz waren, nicht an Reiserädern weiterzuverwenden, auch wenn sie noch gut ausschauen, ist da manchmal der Felgenwurm drin zwinker

Bilder habe ich von der Felge übrigens keine gemacht, ich hatte dazu in diesem Augenblick einfach so gar keine Lust.
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#1172622 - 21.11.15 19:36 Re: (Kurz-)Tour de Baden-Württemberg [Re: Uwe Radholz]
StefanS
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 3637
In Antwort auf: Uwe Radholz
In (fast) zwanzig Jahren, die ich da lebte, habe ich so was auch nie gemacht. Frage mich jetzt, warum.

Ich kenn das Phänomen. Was vor der Haustür ist, rennt ja nicht weg.

Angefangen zu reisen habe ich erst, als ich aus meiner Heimatstadt weggezogen bin. Deswegen kenne ich Süddeutschland jetzt besser als meine Heimatregion und Frankreich bald besser als Deutschland. Gerade Baden-Württemberg habe ich als sehr vielfältige Region kennengelernt, mit liebenswerten Städtlein und interessanter Geschichte. Wirklich eine lohnende Reiseregion!

Viele Grüße,
Stefan
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#1172642 - 21.11.15 23:22 Re: (Kurz-)Tour de Baden-Württemberg [Re: Uwe Radholz]
trike-biker
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 3649
In Antwort auf: Uwe Radholz
...... mit großer Hingabe die bestmögliche Verehrung zukommen läßt.

grins


Schöner Bericht. In (fast) zwanzig Jahren, die ich da lebte, habe ich so was auch nie gemacht. Frage mich jetzt, warum.


Gruß in den Wilden Süden!

tja Uwe,
jetzt biste Rentner und kannst das ganze Nachholen grins

Klaus



Uwe
jetzt wieder Stadtbewohner ;-) .Wenn du unten bist, geht`s nur noch bergauf.

Liegst du schon, oder buckelst du noch !
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#1172650 - 22.11.15 06:41 Re: (Kurz-)Tour de Baden-Württemberg [Re: natash]
cyclerps
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 4139
Das im Schwarzwald Menschen wohnen war mir völlig neu und bereichert extrem mein Wissen. grins
Gruss
Markus
Forza Victoria !

When nothing goes right -> go left!
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#1172768 - 22.11.15 21:15 Re: (Kurz-)Tour de Baden-Württemberg [Re: natash]
veloträumer
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 16488
Hallo Nat,
Vor-der-Haustür-Touren sind mir ja recht geläufig, neu ist aber mal für mich, die verschiedenen Regionen Baden-Württembergs zu verbinden. Mal sehen, was bei euch da rauskommt - Start war ja schon recht pfiffig. zwinker Zum Fahrradmaterial: Wie wäre es mal, einen professionellen Entrümpler durch euren Radkeller zu schicken? omm

P.S.: Theoretisch hätte ja einer Urlaub machen können, während der andere mit der Bahn ein Ersatzrad aus eurem Keller besorgen würde - auch ein Vorteil einer Heimattour. Müsste man allerdings vorher knobeln, wer im Schwarzwald im Liegestuhl bleiben darf und wer ins Bähnle muss.
Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings!
Matthias
Pedalgeist - Panorama für Radreisen, Landeskunde, Wegepoesie, offene Ohren & Begegnungen
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#1172775 - 22.11.15 21:35 Re: (Kurz-)Tour de Baden-Württemberg [Re: veloträumer]
natash
Moderator Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 7267
tja, was der der eine entrümpeln würde, fährt beim anderen noch viele tausend Kilometer ohne Probleme zwinker .
Da eine Baden-Württemberg-Tour wenig Ähnlichkeit mit beispielsweise einer Durchquerung der Wüste Gobi hat, ist hier kein besonderes Material notwendig, es gibt auch in kleineren Orten relativ oft Ersatz. Das Risiko ist also kalkulierbar.
Das Bahn- und Busfahren überlassen wir gerne lieber anderen, ich möchte meine äußerst rare Freizeit vor allem auf meinem gerade bevorzugtem Lieblingsrad verbringen, das im Augenblick nun einmal gerade das gefahrene ist.
Pannen passieren eben und ohne Zwischenfälle angenehme, wie unangenehme, wäre das Leben nicht halb so bunt.
Das mögen Menschen, die jeden Meter ihrer Tour akribisch vorplanen, anders sehen, aber dazu sind wir ja verschieden.


Gruß

Nat
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#1174036 - 29.11.15 14:20 Re: (Kurz-)Tour de Baden-Württemberg [Re: veloträumer]
natash
Moderator Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 7267
Hallodri zusammen,

ich bin immerhin einen ganzen Tag weitergekommen. Das Radeln ging irgendwie schneller grins
Interessanterweise ist mir aufgefallen, dass man bei einer derart kurzen Tour dazu neigt mehr ins Detail zu gehen.
Auf diese Weise vermag ich aus einer winzigen Woche, den Eindruck einer umfangreichen Reise entstehen zu lassen lach
Wie immer gilt: Wer meine unzeitgemäßen langen Textpaasagen nicht lesen mag, der beschränkt sich aufs Bildle-Schauen.

Gruß

Nat

Geändert von natash (29.11.15 14:20)
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#1174396 - 30.11.15 20:28 Re: (Kurz-)Tour de Baden-Württemberg [Re: natash]
Tauchervater
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Unterwegs in Deutschland

Nee, das Lesen lasse ich mir nicht entgehen.

Schöner Bericht, macht Lust auf mehr.

Gruß aus Hamburg

Lutz
A bientôt et bon voyage!
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#1174463 - 01.12.15 07:39 Re: (Kurz-)Tour de Baden-Württemberg [Re: natash]
cyclerps
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Mache genau so weiter wie bisher Natash. Das ist prima so!
Gruss
Markus
Forza Victoria !

When nothing goes right -> go left!
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#1174506 - 01.12.15 11:10 Re: (Kurz-)Tour de Baden-Württemberg [Re: natash]
Helm
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Hallo Nat,

macht Spaß zu lesen, freue mich auf die Fortsetzung.

Gruß
Helmut
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#1174593 - 01.12.15 20:21 Re: (Kurz-)Tour de Baden-Württemberg [Re: Helm]
natash
Moderator Übernachtungsnetzwerk
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Bei soviel Lob habe ich doch glatt einen weiteren Tag fertig bekommen, der hängt nun auch dran.
Gruß
Nat
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#1174635 - 02.12.15 07:12 Re: (Kurz-)Tour de Baden-Württemberg [Re: natash]
cyclerps
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Man munkelt das die Packtaschen nach der Käserei schwer beladen waren. cool
Gruss
Markus
Forza Victoria !

When nothing goes right -> go left!
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#1174651 - 02.12.15 09:07 Re: (Kurz-)Tour de Baden-Württemberg [Re: natash]
Juergen
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In Antwort auf: natash
Bei soviel Lob habe ich doch glatt einen weiteren Tag fertig bekommen..........
Bekommst von mir auch noch Lobeshymnen bravo bravo bravo
Nachdem die BRD ja auf der EXPO kläglich gescheitert ist, dem interessierten Besucher auf dem Gruselstand das Ländle schmackhaft zu machen und dabei Klischees übelster Sorte verbreitet hat, freut mich dein Bericht umso mehr. Scheinbar sind nur Reiseradler in der Lage, Begehrlichkeiten zu wecken. wein
° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° °
Reisen +
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#1175175 - 04.12.15 21:48 Re: (Kurz-)Tour de Baden-Württemberg [Re: Juergen]
natash
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ich habe wieder einen Tag geschafft und wir sind immerhin schon zur Hohenlohe vorgedrungen

Gruß

Nat
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#1175183 - 04.12.15 22:29 Re: (Kurz-)Tour de Baden-Württemberg [Re: natash]
Friedrich
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In Antwort auf: Natash
Überlingen-Markdorf-Oberteuringen-Ravensburg-Weingarten-Wolfegg- …

Das und noch einiges mehr aus der Ecke war mir über Jahre recht vertraut und fast eine zweite Heimat. Selbstverständlich hatte ich auch ein Fahrrad dort stehen welches auch recht viel gefahren wurde.

Erzähl nur weiter zwinker
Fritz
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#1175480 - 06.12.15 18:28 Re: (Kurz-)Tour de Baden-Württemberg [Re: natash]
Radreisender
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Beiträge: 794
Unterwegs in Guatemala

Hallo Nat, danke für den schönen Bericht. Mit Ipf und Jagstquelle ward ihr ja praktisch vor meiner Haustür gewesen. LG, Thomas
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#1175503 - 06.12.15 19:38 Re: (Kurz-)Tour de Baden-Württemberg [Re: Radreisender]
natash
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ja, wir hätten Dich auch heimgesucht, wenn Du nicht gerade in der Weltgeschichte herumtingeln würdest zwinker, das müssen wir dann aber zu dem Zeitpunkt verschieben, an dem es Dich mal wieder heimzieht.

Die Geschichte ist noch nicht ganz zu Ende, aber fast, es fehlt nur noch ein Tag- und der wäre eigentlich auch in einem halben abgehandelt, wenn es pressieren würde.
Das tits aber nicht - also: Kommt Zeit, kommt Tag.

Gruß

Nat
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#1179505 - 28.12.15 21:05 Re: (Kurz-)Tour de Baden-Württemberg [Re: natash]
natash
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Hallo zusammen,

tatsächlich habe ich es nun geschafft diesen kleiner Bericht einer sehr bescheidenen Mini-Reise endlich zu Ende zu bringen.
Vielleicht dient er ja dem einen oder der anderen als Anregung.
Dank Euch für Eure Geduld. Das Ende hat ja wirklich auf sich warten lassen.
Außerdem: Habe ich erstmals probiert mein gesamtes Gepäck incl Schlafsack, Isomatte und Kochuntensilien in zwei statt vier Ortliebtaschen unterzubringen, um so Gewicht zu sparen. Das Ergebnis war eine fürchterliche Kruschtelei bei jedem Versuch ein benötigtes Utensil auszupacken, weil die Taschen bis obenhin vollgestopft waren. Das hat mich dermaßen genervt, weshalb ich, zumindest bei Touren mit Campinggepäck auch bei Minitouren demnächst lieber wieder Lowridertaschen montieren werde.
Allerdings gebe ich zu, dass sich bergauf das geringere Gepäck durchaus gelegentlich positiv bemerkbar gemacht hat.

Gruß

Nat


Geändert von natash (28.12.15 21:06)
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#1179526 - 28.12.15 22:40 Re: (Kurz-)Tour de Baden-Württemberg [Re: natash]
veloträumer
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Schönen Dank für den Abschluss, Natalie. Deine BaWü-Empfehlungen kann ich nur (und erweitert: z.B. Hochrhein, Westalb, Kaiserstuhl-Region, manches kommt auch sehr kurz weg: Hegau, Ostalb) unterstützen - da ich ja selber zigfach auf Kurzreisen im Ländle mit oder ohne "Ausland" unterwegs war, Kraichgau war nunmehr auch schon häufiger Zwischenstop. Die Nordostecke BaWü kommt bei mir allerdings auch schlecht weg. Reines Regionalinteresse: Wo/Wie habt ihr in Bietigheim übernachtet/zufrieden gewesen?

Die Sache mit den Taschen erlebe ich ähnlich. Es kommt drauf an, ob man wenig Klamotten einpacken kann oder nicht. Ersatzsocken oder Handschuhe verschwinden leicht in vollgepackten Hinterradtasche. (Einfache ist es zuweilen im Winter, wenn man alles am Mann trägt. Dann ist aber Zelten etwas weniger sexy.) Will man eine Banane verpacken, wird sie matsch, ein Souvenir bleibt meist im Geschäft zurück (wie z.B. ein Jupiter-Wein... zwinker).
Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings!
Matthias
Pedalgeist - Panorama für Radreisen, Landeskunde, Wegepoesie, offene Ohren & Begegnungen
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#1179989 - 30.12.15 22:19 Re: (Kurz-)Tour de Baden-Württemberg [Re: veloträumer]
natash
Moderator Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 7267
Klar gibts noch mehr schöne Ecken in Baden-Württemberg, ich mag auch die Ortenau gerne- und den Schwarzwald auch im Norden, aber das sind ja alles eher "berühmte" Ecken, während andere eben kaum jemand kennt.
Klar gibt eine einwöchige Rundtour nur ein kleiner Einblick in verschiedene Regionen, aber ich selbst finde gerade diese Vielfältigkeit innerhalb kurzer Zeit sehr schön, ich mag das auch bei Touren die weiter weg führen. gerade das macht für mich das typische "Reisegefühl" aus und deshalb mag ich Pausentage auch nicht so sehr.
In Bietigheim wohnt ein nicht unerheblicher Teil meiner Verwandschaft und ich steige gemeinhin bei einer meiner Tanten ab, weshalb ich zu sonstigen Unterkünften wenig erhellendes beitragen kann. Es ist ja auch nicht so weit von meinem Wohnort weg, dass man normalerweise nicht auch ganz einfach heimradeln oder in ein öffentliches Verkehrsmittel steigen könnte.

Gruß

Nat
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#1179990 - 30.12.15 22:32 Re: (Kurz-)Tour de Baden-Württemberg [Re: natash]
Martina
Mitglied
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Beiträge: 17452
Huh, ich seh gerade erst das Foto vom Bullinger-Eck. Ist das aber rot geworden...

In meiner Kindheit gehörte die Kneipe noch wirklich dem Herrn Bullinger und der buk die beste Käsesahnetorte weit und breit. Allerdings war die Straße damals noch B14 und der Verkehr entsprechend d.h. nix mit Biergarten.

Martina
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