Radreise & Fernradler Forum
Radreise & Fernradler Forum
Wer ist online?
8 Mitglieder (yellowmug, KaRPe, EpiKlix, Pedaltiger, Tom72, 3 unsichtbar), 44 Gäste und 315 Suchmaschinen sind im Forum unterwegs.
Details
Erweitert
Rund ums Forum
Regeln
Die Regeln für dieses Forum
Nutzungsbedingungen
Vereinbarungen für die Benutzung
Das Team
Wer steht hinter dem Forum?
Verifizierung
Offenlegung deiner Identität
Beteiligte Homepages
Radreise-Seiten, die das Forum eingebunden haben
Mach mit!
Dieses Forum für deine Homepage
RSS Feeds RSS
Eine Übersicht öffentlicher RSS Feeds
Plauderecke
Zum Unterhalten und Plauschen
Die Geschichte
Die Geschichte des Forums
Spende
Unterstütze das Forum
Radreise-Wiki
Partnerseiten
Statistik
26932 Mitglieder
90591 Themen
1391742 Beiträge

In den letzten 12 Monaten waren 3319 Mitglieder aktiv. Die bislang meiste Aktivität war am 01.03.11 11:21 mit 1172 Besuchern gleichzeitig.
mehr...
Themenoptionen
#1370985 - 20.01.19 17:37 Alpen, Haute-Provence, Okzitanien, Katalonien
Tom72
Mitglied
Themenersteller
anwesend und zufrieden anwesend
Beiträge: 496
Dauer:23 Tage
Zeitraum:7.7.2018 bis 29.7.2018
Entfernung:1500 Kilometer
Bereiste Länder:frFrankreich
esSpanien



Prolog

Diesmal (2018) war ich bis kurz vor Beginn meiner alljährlichen Radreise noch recht unentschlossen hinsichtlich der Route, und auch noch beim Start in Grenoble stand der Plan nur für etwa die erste Hälfte der Tour einigermaßen fest. Was die zu bereisenden Länder betrifft, fiel die Wahl wieder, wie schon so oft, auf Frankreich oder Spanien, am besten, wie schon mehrfach praktiziert, in Kombination. Möglichst sowohl mit Hochgebirgspässen als auch Meeresküste. Aber weiter konnte ich mich diesmal lange nicht entscheiden, wohl, weil ich mittlerweile in Frankreich und Nordspanien bereits so viele sehenswerte Regionen kennengelernt hatte.

Ich entschied schließlich, den Schwerpunkt auf Frankreich zu legen, da die Radreise des Vorjahres fast ausschließlich durch Spanien und Portugal führte, und es erstmal offen zu lassen, ob und wie ich gegen Ende noch nach Spanien kommen würde. Der Plan kristallisierte sich dann langsam um die Idee, zunächst ein paar Alpenpässe zu fahren, da meine letzte Tour, auf der ich mir einen Pass der Route des Grandes Alpes gegönnt hatte (den Col de la Cayolle), schon wieder vier Jahre zurück lag. Ich suchte mir schließlich den Col du Lautaret und den Col d’Izoard als vielversprechend heraus, um meine bescheidene Liste von bisher gefahrenen Zweitausendern von drei auf fünf zu erhöhen. Als Startort bot sich dann Grenoble an, das ich noch nicht kannte. Anreise mit dem TGV und verpacktem Rad über Lyon (die praktische TGV-Verbindung Frankfurt–Lyon(–Marseille) hatte ich zuvor schon mehrfach für meine Radreisen genutzt) und dann weiter mit Regionalzug nach Grenoble. Nach dem Col d’Izoard sollte es dann durch die Haute-Provence gehen, wo ich Sisteron und Banon als lohnenswerte Orientierungsmarken herausgesucht hatte. Dann, wie bereits vor sechs Jahren schon einmal, von Sault aus über den Mont Ventoux. Der nächste Gedanke war dann, dass ich das spektakuläre Gebirgsmassiv des Vercors, dem mein Startort Grenoble direkt zu Füßen liegt, obwohl oder gerade weil ich es bereits kannte, unmöglich auslassen konnte. Das bereitete mir einiges Kopfzerbrechen, da es für die Anfahrt zum Lautaret genau in der falschen Richtung liegt. So kam ich schließlich auf die Idee, als Auftakt eine zweitägige Schleife durchs Vercors und wieder nach Grenoble zurück zu fahren und dann Richtung Osten die geplanten Alpenpässe anzusteuern.

Soweit der Plan zu Beginn der Reise für die ersten Tage. Von den drei Wochen, die ich Zeit hatte, würde dann noch etwa die Hälfte übrig sein. Wie es nach dem Mont Ventoux weitergehen soll, war somit der spontanen Planung unterwegs vorbehalten. Möglichkeiten gab es genug, zum Beispiel über die Rhone und ins Zentralmassiv oder nach Süden Richtung Mittelmeer oder wieder in die Alpen oder… Es gab lediglich die Notwendigkeit, die Tour an einem Ort zu beenden, von wo aus die Heimreise mit der Bahn in maximal zwei Tagen möglich ist. Das bereitete mir jedoch keine allzu großen Sorgen, da ich ja mit meiner Praxis „Rad teilweise demontiert und verpackt“ auch TGVs und ICEs nutzen kann.

Meine Unentschlossenheit bezüglich Reiseroute und Ziel (das Ziel ist ja sowieso der Weg) führte so letztlich zu der spannenden Situation, dass ich zu Beginn der Reise überhaupt keine Ahnung hatte, wo ich am Ende ankommen würde. Gerade während der zweiten Hälfte und vor allem in den letzten Tagen der Tour habe ich fast täglich neu- und umgeplant.

Gelandet bin ich dann am letzten zur Verfügung stehenden Fahrtag an der Costa Brava in Katalonien. Rückfahrt mit Regionalzug von Girona, Übernachtung in Avignon und dann weiter mit TGV und ICE.

Die Route hatte auf ihrer gesamten Länge zahlreiche Berührungspunkte mit früheren Radreisen, und mehrfach bin ich auch Abschnitte bereits gefahrener Strecken ein weiteres Mal gefahren. Insgesamt war die Reise daher eine gelungene Kombination aus Vertrautem und Neuem.

Zum Übernachten hatte ich, wie üblich, Campingplätze vorgesehen. Das hat auch sehr gut geklappt. Nur fünfmal habe ich mir ein Hotel genommen.

Nach wie vor verwende ich für die Planung im Vorfeld und die Navigation unterwegs Papierkarten, daher kann ich leider keinen GPS-Track oder eine sonstige elektronische Darstellung der Route anbieten. Wie immer haben sich die Michelin-Karten 1:200 000 und 1:150 000 bewährt. Ich versuche die Reiseroute jeweils so zu beschreiben, dass sie trotzdem nachvollziehbar sein dürfte. Auch bei der Auswahl landschaftlich reizvoller Strecken bietet die entsprechende grüne Markierung in den Michelin-Karten fast immer eine zuverlässige Entscheidungsgrundlage. Da die Route insbesondere im späteren Verlauf zu Beginn noch nicht feststand, habe ich prophylaktisch aus meinem inzwischen ansehnlichen Fundus eine Auswahl an Karten eingepackt, die die südlichen Regionen Frankreichs sowie Katalonien weitgehend abdeckt.

Was Literatur betrifft, habe ich mich, gerade auch wegen der teilweise noch unklaren Reiseroute, darauf beschränkt, einen Reiseführer für die Haute-Provence einzupacken (Ralf Nestmeyer, Haute-Provence, Michael-Müller-Verlag; die Reiseführer aus diesem Verlag sind nach meiner Erfahrung generell sehr empfehlenswert, so auch in diesem Fall.)

Für die Anfahrt habe ich, wie gesagt, wie inzwischen bereits etliche Male, die TGV-Verbindung Frankfurt-Marseille bis Lyon genutzt (mit verpacktem Rad); weiter nach Grenoble sollte es dann mit dem Regionalzug (TER) gehen. Die zweitägige Rückfahrt von Girona mit Übernachtung in Avignon habe ich dann mit TER, TGV und ICE bewerkstelligt.

Wie immer hat mir die Beherrschung des Französischen und Spanischen unterwegs gute Dienste geleistet und die Möglichkeit für die eine oder andere interessante Unterhaltung eröffnet.

Und: in die Reisezeit fielen die Endspiele der Fußball-WM. Während die deutsche Mannschaft zu Reisebeginn ja bereits in der Vorrunde ausgeschieden war, waren die Franzosen noch im Rennen. Ich dachte mir also: „Allez les Bleus!“ und freute mich darauf, die Stimmung beim Halbfinalspiel der Équipe Tricolore in Frankreich in irgendeiner Dorfkneipe oder auf irgendeinem Dorfplatz beim Public Viewing zu erleben, und vielleicht auch ein Finale mit französischer Beteiligung oder, wer weiß, mit etwas Glück auch den Jubel im Falle eines französischen WM-Titels…

Leider hat nach einer Woche meine Kamera (Lumix LX5) unerklärlicherweise ihren Geist aufgegeben, so dass ich die restlichen zwei Wochen zum Fotografieren nur das Smartphone nutzen konnte. Ich bitte daher um Nachsicht wegen der teilweise etwas bescheidenen Qualität der Bilder ab Tag 9.

1. Tag (07.07.2018), Bahnanreise Erfurt-Grenoble

Wie schon mehrfach in den vergangenen Jahren, nutze ich für die Anreise zunächst bis Lyon die durchgehende TGV-Verbindung Frankfurt-Lyon-Avignon-Marseille (Abfahrt täglich um 14.00 Uhr in Frankfurt und somit auch von Erfurt mit dem ICE für mich gut erreichbar). Das erfordert zwar, mangels regulärer Fahrradmitnahmemöglichkeit, das Rad teildemontiert und in einem Fahrradtransportsack mitzuführen, aber das bin ich seit Jahren gewöhnt. Im ICE T, der auf der Linie Dresden–Frankfurt eingesetzt wird, und im Obergeschoss des TGV Duplex gibt es ausreichend geräumige Gepäckregale (das folgende Foto ist allerdings von einer früheren Reise).

ZU großes Bild in Link gewandelt
Gepäckregal im TGV Duplex

Kurz vor acht Uhr abends komme ich planmäßig am Bahnhof Lyon Part-Dieu an.



Ich habe hier bereits zwei Radreisen begonnen. Diesmal jedoch geht es mit dem Zug gleich weiter. Dachte ich jedenfalls. Ich mache mein Rad fahrbereit, denn der Regionalzug (TER) nach Grenoble hat ja Fahrradmitnahme.



Ärgerlicherweise erfahre ich nun, dass es derzeit in der Region aus irgendeinem Grund im Regionalverkehr vermehrt Zugausfälle gibt, und das betrifft auch ausgerechnet meinen TER. Stattdessen Schienenersatzverkehr, der Bus fährt hinterm Bahnhof. Das hatte die ansonsten (auch für Frankreich) recht zuverlässige Fahrplanauskunft auf bahn.de nicht angezeigt. Mein Rad wird zum Glück problemlos mitgenommen, aber die Fahrt zur mittlerweile recht späten Stunde bei nicht funktionierender Klimaanlage im fast vollen Bus dauert fast doppelt so lange wie die knapp anderthalb Stunden, die der Zug gebraucht hätte. Für jeden der vier oder fünf Unterwegsbahnhöfe muss der Bus von der Autobahn abfahren und zeitaufwändig das Ortszentrum ansteuern. Ich bin froh, dass ich bei dem Hotel, das ich bereits von zu Hause aus gebucht habe, darauf geachtet habe, dass die Rezeption rund um die Uhr besetzt ist. Schließlich erreicht der Bus den Bahnhof von Grenoble, und da ich mir die Anfahrt zu meinem Hotel am Boulevard Gambetta bei Google Maps gut eingeprägt habe, erreiche ich es mit dem Rad problemlos nach etwa 20 Minuten kurz nach Mitternacht. Trotz der späten Ankunft lasse ich es mir nicht nehmen, nach dem Einchecken den Samstagabend bei sommerlichen Temperaturen mit einem Bier auf der Terrasse eines Straßencafés ausklingen und die ersten Eindrücke der Stadt auf mich wirken zu lassen.

2. Tag (08.07.2018), Grenoble – Die
Strecke: ca. 100 km
Höhenmeter: 1613


Heute und morgen werde ich die Tour mit einer Schleife durchs Vercors einleiten und morgen Abend wieder zurück in Grenoble sein, bevor es dann übermorgen Richtung Osten zum Col du Lautaret geht.

Das Vercors ist ein den eigentlichen Alpen vorgelagertes, landschaftlich spektakuläres, sehr schroffes und unwegsames Gebirgsmassiv, bekannt durch seine tiefen Schluchten und teils abenteuerlich in die Felswände gesprengten Straßen. Grenoble liegt an der Mündung des Drac in die Isère; die Stadt ist ringsum von hohen Gebirgsmassiven umgeben – im Osten erheben sich die Alpen, im Westen das Vercors (das wohl streng genommen auch noch zu den Alpen zählt). Ich habe es bereits vor vier Jahren auf einer Radreise von Lyon nach Nizza (und dann weiter nach Korsika) durchquert und war sehr angetan. Damals habe ich das Vercors von Westen, von der Rhone aus, über Romans-sur-Isère und Pont-en-Royans, erreicht, über eine der typischen Schluchten, die Goulets (Petits Goulets und Grands Goulets, wobei freilich bei letzteren der spektakulärste Abschnitt seit einigen Jahren gesperrt und die Straße in einen Tunnel verlegt ist). Heute werde ich auf der Ostseite hinauffahren, schließlich auf meine Route von vor vier Jahren treffen und dann die Überquerung des Col de Rousset (1254 m) und die Abfahrt hinunter nach Die wiederholen.

Zunächst aber sehe ich mich ein wenig in Grenoble um und suche mir in der Innenstadt ein nettes Café zum Frühstücken. Die Stadt gefällt mir; charakteristisch ist zum einen der Blick auf die umgebenden Gebirgszüge und zum anderen die Straßenbahn, bei deren Wiedereinführung in Frankreich ab den 1980er Jahren Grenoble nach Nantes Vorreiter war.





Das Isère-Ufer mit dem Vercors im Hintergrund



Blick auf das östliche Ufer der Isère, über dem sich die Ausläufer der Alpen erheben



Nun mache ich mich auf Richtung Vercors; die Straße, die ich mir für die Auffahrt herausgesucht habe (D 531), beginnt in Sassenage ein paar Kilometer nordwestlich von Grenoble; dorthin gelange ich über einen Radweg entlang des Ufers des Drac.



In Sassenage beginnt der Anstieg; zunächst habe ich noch einen herrlichen Blick hinunter auf Grenoble, dann erreiche ich durch die Gorges d‘Engins auf einer Höhe von etwa 1000 m eine Art Hochebene oder Hochtal und knapp 30 km nach Sassenage schließlich den hübschen, touristisch geprägten Ort Villard-de-Lans.











Direkt unterhalb des Ortes Villard-de-Lans beginnt eine der bekanntesten Schluchten des Vercors, die Gorges de la Bourne. Durch sie fließt das Flüsschen Bourne Richtung Westen nach Le-Pont-en-Royans. Das meiste der spektakulären Straße durch die Gorges werde ich leider verpassen, da ich die Schlucht nach ein paar Kilometern wieder südwärts verlassen werde; eine schmerzhafte Entscheidung, aber anders schaffe ich es heute nicht mehr bis Die.

Aber auch die kurze Fahrt durch den engen oberen Abschnitt der Gorges de la Bourne bis zum Abzweig der D 103 ist landschaftlich ein Genuss.













Aber, wie gesagt, leider führt mich mein Weg bereits bei der ersten Gelegenheit wieder aus der Schlucht heraus. Die D 103 erklimmt den südlichen Hang der Gorges





und führt mich wieder hinauf in ein weites, sanft ansteigendes Hochtal.



Ich komme durch die kleinen Orte Saint-Julien und Saint-Martin und treffe schließlich in Saint-Agnan auf meine Reiseroute von vor vier Jahren, als ich von Le-Pont-en-Royans (über die D 518) hierher gelangt bin.

Die restliche heutige Strecke weiter Richtung Süden über den Col de Rousset kenne ich daher schon. Die verbleibenden Höhenmeter bis zum Pass verlaufen nicht besonders steil und recht unspektakulär über wenige langgezogene Serpentinen. Auf dem Pass befindet sich eine um diese Jahreszeit verlassenen Wintersportstation. Die Passhöhe (1254 m) liegt direkt vor dem Portal eines Tunnels, durch den es nun wieder abwärts geht. Hier der Blick zurück nach Durchquerung des Passtunnels:



Im Gegensatz zur eher wenig aufregenden Auffahrt von Norden her ist die Abfahrt auf der Südseite des Col des Rousset ein landschaftliches Highlight. Wie bereits vor vier Jahren erschwert es die schon recht tief stehende Sonne aufgrund des starken Helligkeitskontrastes, von der sich in zahlreichen Serpentinen hinunter nach Die schlängelnden Straße einigermaßen gelungene Fotos zu schießen.



Nun erwartet mich also die lange Abfahrt mit herrlichen Ausblicken ins Tal und auf die steilen Hänge des Vercors, aus dem ich nun erst einmal wieder herausrolle. Die Abfahrt habe ich mir auch redlich verdient, immerhin habe ich bei dem mehrfachen Auf und Ab im Vercors heute etwa 1600 Höhenmeter gesammelt; das sollte für den Rest der Reise der Spitzenwert bleiben.









Weiter unten führt die Straße durch Lavendelfelder, deren Duft auch die Luft erfüllt. Nicht allzu weit südlich von hier beginnt schließlich bereits die Provence. Bevor ich dorthin gelangen und noch viel mehr Lavendel sehen und riechen werde, geht es morgen aber erstmal wieder zurück nach Norden, nach Grenoble.



In Die, direkt am Fuß des Vercors gelegen, finde ich schnell aus der Erinnerung den mir von „damals“ bereits bekannten, etwas unterhalb des Ortes gelegenen Campingplatz. Auf der Terrasse vor der Rezeption mit kleiner Bar kann ich mir ein wohlverdientes Bier servieren lassen, dann baue ich mein Zelt auf.



Zum Abendessen steuere ich eine einfache Pizzeria in der Altstadt an, die ich noch vom letzten Mal in guter Erinnerung habe.

3. Tag (09.07.2018), Die – Grenoble
Strecke: 108 km
Höhenmeter: 1237


Heute werde ich ein weiteres Mal das Vercors überqueren, diesmal in seinem südlichen Bereich über den Col de Menée (1402 m). Um es dann heute noch bis Grenoble zu schaffen, werde ich anschließend, trotz zu befürchtenden hohen Verkehrsaufkommens und geringer Erwartungen an den landschaftlichen Reiz, für gut 40 km die Hauptverkehrsachse D 1075 nordwärts nehmen.

Vom Campingplatz gelingt mir ein einigermaßen zeitiger Aufbruch.



Die ist ein wirklich hübsches Städtchen. Auf dem Marktplatz frühstücke ich. Ich bedauere, dass im Gegensatz zu meinem letzten Besuch heute kein Markttag ist und der Ort generell weniger belebt wirkt, als ich ihn in Erinnerung habe.



Zunächst entspricht die heutige Route, ein paar Kilometer auf der D 93 südwärts entlang der Drôme und dann über die D 539 wieder ins Vercors hinein, weiterhin meiner bereits vor vier Jahren gefahrenen Tour.



In Châtillon-en-Diois trennen sich die Wege. War ich seinerzeit über den südlicher gelegenen Col de Grimone (1318 m) gefahren, geht es nun über den nördlicheren Col de Menée (1402 m).



Die Straße über den Col de Grimone trifft südlich des Col de la Croix Haute auf die Grenoble mit Sisteron verbindende Hauptverkehrsachse D 1075, während die Route über den Col de Menée selbige nördlich davon erreicht. Das passt zu meinem heutigen Ziel Grenoble, während „damals“ die südlichere Route über den Grimone besser zur Fahrt Richtung Gap, Nizza und Korsika passte.



Kleiner Wermutstropfen: Für das Vercors eigentlich untypisch, verläuft die Strecke über den Col de Menée nicht durch eine Schlucht. Bei der Auffahrt zum Col de Grimone hatte mich die Fahrt durch die spektakulären Gorges des Gats (im verlinkten Bericht Tag 5) begeistert. Und als ich auf dem Wegweiser Richtung Col de Grimone den Ortsnamen Lus la Croix Haute lese, erinnere ich mich gerne an meine dortige Übernachtung im Hotel „Les trois Marmottes“ und die zum Hotel gehörige lebhafte Hundedame, die mir mein Croissant vom Frühstückstisch geschnappt hatte…



Auch ohne Schlucht vermag die Auffahrt zum Col de Menée landschaftlich zu überzeugen. Die Ausblicke auf die schroffen Gipfel des Vercors sind wieder fantastisch.







Wie auch beim gestrigen Col de Rousset, verläuft die Straße auf der Passhöhe durch einen Tunnel.



Ärgerlicherweise kann ich die Abfahrt nicht so recht genießen, da die Fahrbahn im Zuge irgendwelcher nicht nachvollziehbarer Baumaßnahmen über weite Abschnitte großzügig mit Split bestreut ist, so dass ich aus Sicherheitsgründen sehr langsam und konzentriert fahren muss und teilweise sogar schiebe.



Wieder am Fuß des Vercors, auf dessen Ostseite, angekommen, bieten sich aus neuer Perspektive weitere Ausblicke auf dessen spektakuläre Felsformationen und einen der markantesten Berge, den Mont Aiguille.







Die in Süd-Nord-Richtung verlaufende Hauptverkehrsachse D 1075, die, um heute noch Grenoble zu erreichen, leider alternativlos ist, ist tatsächlich recht stark befahren, ich gewöhne mich jedoch schnell an den Verkehr. Zunächst sind noch ein paar Höhenmeter bis zum Col du Fau (898 m) zu bewältigen,



dann geht es stetig abwärts nach Grenoble (aber meist zu flach, um es rollen zu lassen). Im weiteren Verlauf wird die Straße dann verkehrlich durch eine parallel verlaufende, offenbar recht neue Autobahn entlastet.



Linkerhand bieten sich im Gegenlicht der Nachmittagssonne immer wieder Blicke auf das Vercors. Ich fahre nun parallel zur und in nur gut 10 km Entfernung von der gestrigen Route, allerdings anders als gestern am Fuß des Gebirges entlang anstatt über dessen Höhen und in nördlicher statt südlicher Richtung.





Schließlich erblicke ich in der Ferne Grenoble.







Ich habe im Vorfeld keine Unterkunft gebucht; das Hotel von vorletzter Nacht am Boulevard Gambetta hat kein Zimmer mehr frei, ich finde aber recht schnell ein ebenso zentral gelegenes, aber preiswerteres Hotel. Nun kann ich mich zum Ausklang des Tages noch ausgiebig in der abendlichen Stadt umsehen.



4. Tag (10.07.2018), Grenoble – Le Freney-d‘Oisans
Strecke: 64 km
Höhenmeter: 826


Nach dem zweitägigen Auftakt im Vercors geht es heute Richtung Osten in die Alpen. Da mir die Strecke über den gut 2000 m hohen Col du Lautaret bis Briançon mit ca. 120 km und zu erwartenden ca. 2000 Höhenmetern für einen Tag entschieden zu viel ist, habe ich beschlossen, auf etwa halber Strecke und halber Höhe nochmal zu übernachten, und um sicherzustellen, dass ich im mir hierzu am besten geeignet erscheinenden Ort Le Freney-d’Oisans auch eine Unterkunft finde, habe ich entgegen meiner Gewohnheit im Vorfeld dort ein Pensionszimmer gebucht.

Damit ist die heutige Etappe von eher bescheidener Länge, so dass ich mir den Vormittag noch einmal Zeit nehmen kann für ein wenig Sightseeing in Grenoble.

Typisch für die Stadt, fällt mein morgendlicher Blick aus dem Hotelzimmer auf die umgebende Bergwelt.



Ich lasse mein Gepäck zunächst im Hotel und sehe mich bei herrlichem Sommerwetter in der Stadt um, von der ich ja gestern und vorgestern schon viele Eindrücke sammeln konnte.







Das Ufer der Isère mit Blick auf das Vercors



Hauptprogrammpunkt meiner Stadtbesichtigung ist die Fahrt mit der Seilbahn auf die hoch über dem rechten Isère-Ufer gelegene Festung (Bastille), von wo aus sich ein herrlicher Panoramablick bietet.

Blick von der Bastille nach Nordwesten auf die nördlich des Zentrums gelegenen Stadtteile; man erkennt im Vordergrund den Verlauf der Isère und weiter hinten den parallel verlaufenden Drac, der etwa in der Bildmitte in die Isère mündet. Dort, wo oberhalb dieser Stelle eine helle Felswand zu sehen ist, bin ich vorgestern ins Vercors hinaufgefahren.



Blick nach Süden über das Stadtzentrum; auch hier im Hintergrund das Vercors. Der von der Isère-Brücke im Vordergrund schnurgerade vom Betrachter wegführende, begrünte Boulevard ist die Straße, auf der ich gestern nach Grenoble hereingekommen bin und auf der mich mein Weg nachher auch wieder aus der Stadt hinausführen wird.



Die Seilbahn, die vom gegenüberliegenden Ufer der Isère zur Festung hinaufführt





Die diesjährige Ausgabe der Tour de France (2018) wird in 10 Tagen durch Grenoble kommen, weshalb überall in der Stadt Schilder auf die damit einhergehenden Straßensperrungen hinweisen.



Die Route der 13. Etappe der Tour de France wird nämlich von Bourg d’Oisans über Grenoble nach Valence führen. In umgekehrter Richtung werde ich den Abschnitt Grenoble – Bourg d’Oisans, wo die eigentliche Auffahrt zum Lautaret beginnt, heute fahren.

Ich hole mein Gepäck aus dem Hotel, und nach einem Snack zum Mittagessen breche ich auf und verlasse also die Stadt Richtung Süden so, wie ich gestern hineingeradelt bin. In Le Pont-de-Claix zweigt die N 1091 von der D 1075, auf der ich gestern hierher gekommen bin, in östlicher Richtung ab. Im Hintergrund präsentiert sich noch einmal das Vercors,



und ein paar Kilometer weiter fällt ein letzter Blick auf dieses wirklich einzigartige Gebirgsmassiv, in dem es auf alle Fälle auch für künftige Radtouren noch einiges Neue zu entdecken gibt…



Die Nationalstraße 1091 über den Col du Lautaret nach Briançon ist leider eine Hauptverkehrsachse, aber der Verkehr hält sich in erträglichen Grenzen, und sie hat zudem markierte Radstreifen. Sie wird, wie ich feststelle, auch gerade von Rennradlern stark genutzt, wohl vor allem deshalb, weil es die Zufahrt aus dem Großraum Grenoble zu verschiedenen bei Radsportlern beliebten Alpenpässen ist, nicht nur zum Lautaret und generell zur Route des Grandes Alpes, sondern auch z. B. zum Col de la Croix de Fer usw.



Mäßig ansteigend, führt mich die N 1091 durch das Tal der Romanche, eines Nebenflusses des Drac, in die Hochgebirgslandschaft hinein.







In Bourg d’Oisans, wo in wenigen Tagen die Tour de France-Etappe Richtung Grenoble startet, ist man bereits auf das Ereignis vorbereitet.



Auch unabhängig davon ist der Ort bei Radsportlern wegen der zahlreichen von hier aus anfahrbaren Pässe beliebt. Das fällt mir sofort bei einer kurzen Einkehr im Ortszentrum anhand der vielen Rennräder auf, deren Fahrer jetzt, am späten Nachmittag, zahlreich die Cafés bevölkern. So beginnt hier die berühmte Auffahrt nach Alpe-d’Huez. Diese mythische Bergankunft steht auch diesmal, am Vortag der Etappe von Bourg d‘Oisans Richtung Grenoble in neun Tagen, wieder auf dem Programm der Tour de France. Und für mich hat die Auffahrt zum Col du Lautaret hier ihren Anfang. Nachdem es bis hierher seit Grenoble überwiegend relativ mäßig aufwärts ging, habe ich nun bis zu meinem heutigen Etappenziel Le Freney auf etwa 10 km noch ein paar hundert Höhenmeter zu bewältigen.



Im auf gut 900 m Höhe etwas unterhalb des Stausees Lac du Chambon gelegenen Le Freney-d’Oisans quartiere ich mich in der bereits vorab gebuchten Pension ein. Ich bin gerade rechtzeitig angekommen für das um 20 Uhr beginnende WM-Halbfinale Frankreich–Belgien. Wo gibt es einen geeigneten Ort für Public Viewing? Kneipen scheint es in dem bescheidenen Örtchen nicht zu geben, aber der Betreiber der Tankstelle hat vor seinem kleinen Laden Bierbänke und einen Fernseher aufgestellt, und ein mobiler Pizzabäcker hat für das leibliche Wohl der Zuschauer dort seinen Wagen aufgestellt. Ein bis zwei Dutzend Einheimische (Touristen scheint es hier wenige zu geben) warten auf den Anpfiff.

Da mir nicht nach Pizza zumute ist, opfere ich den Beginn der ersten Halbzeit für ein leckeres Menü auf der Terrasse des offenbar (abgesehen von meiner kleinen Pension mit nur zwei Zimmern) einzigen Hotels am Ort. Hier gibt es zwar keinen Fernseher, aber ich speise ausgezeichnet.



Die zweite Halbzeit verfolge ich dann mit den Dorfbewohnern auf dem Tankstellengelände.



Ich fiebere mit den Franzosen mit, und Frankreich gewinnt 1:0 – ich darf also in fünf Tagen ein WM-Finale in Frankreich mit französischer Beteiligung (und vielleicht sogar einen französischen WM-Sieg) erleben! Ich werde also die entsprechende Etappe so planen müssen, dass ich rechtzeitig (wo auch immer das genau sein wird) ankomme, um mir das Spiel ansehen zu können (es fängt bereits um 17 Uhr an)…

5. Tag (11.07.2018), Le Freney-d’Oisans – Briançon
Strecke: 60 km
Höhenmeter: 1145


Ich frühstücke gemütlich auf der Terrasse des Hotels, wo ich gestern bereits zu Abend gegessen habe.



Weiter geht es, wie schon gestern, auf der D 1091 aufwärts (und auch weiter dem Tal der Romanche folgend). Nach wenigen Kilometern erreiche ich die Staumauer des Lac du Chambon, zu dem die Romanche hier aufgestaut ist.





Am Nordufer verläuft die Straße in einem Tunnel im Hang oberhalb des Stausees. Der Tunnel ist erst Ende des Vorjahres (2017) wieder für den Verkehr freigegeben worden, nachdem er durch einen Erdrutsch beschädigt wurde, was zur Folge hatte, dass die D 1091 an dieser Stelle mehr als zwei Jahre lang gesperrt war. Hätte ich die Tour ein Jahr vorher gemacht, hätte ich den Col du Lautaret und Briançon von Grenoble aus auf dieser Route nicht erreichen können. Beim Blick zurück erkennt man, dass der links zu sehende ursprüngliche Tunnel aus den 1930er-Jahren (eigentlich zwei aufeinanderfolgende Tunnel) im Zuge der Wiederherstellung durch einen neuen, tiefer in den Hang verlegten Tunnel ersetzt wurde, um den durch den Erdrutsch destabilisierten Bereich des Hangs zu umgehen.



Kurz darauf verkündet ein Schild, dass ich nun die Region Provence Alpes Côte d’Azur (gerne auch PACA abgekürzt) erreicht habe.



Weiter folgt die N 1091, nur sanft ansteigend, dem Tal der Romanche aufwärts.



In La Grave gönne ich mir vor dem endgültigen Anstieg zum Lautaret noch eine Verschnaufpause und ein kühles Bier mit Blick auf das schneebedeckte Massif des Écrins, dessen höchste Gipfel 4000 m erreichen.





Nun wird die Steigung etwas stärker und die Straße windet sich in zahlreichen Serpentinen Richtung Pass. Nach meiner Erinnerung ist die Neigung aber nie größer als 8%. Wie auf vielen Passstraßen in Frankreich üblich, gibt es eine Beschilderung speziell für Radfahrer. Im Abstand von einem Kilometer wird die aktuelle Höhe, die verbleibende Strecke bis zur Passhöhe und die durchschnittliche Steigung des nächsten Kilometers angegeben.



Ein Rastplatz am Straßenrand lädt zum Picknick ein.



Ich genieße die grandiose Hochgebirgslandschaft.









Zum ersten Mal auf der Tour zeigt der Radcomputer eine Höhe von 2000 m an. Es ist erst das vierte Mal überhaupt, dass ich mit dem Rad die 2000-Meter-Marke überschreite.



Noch ein Kilometer, dann ist der Pass erreicht.



Auf dem Col du Lautaret mit seinen 2058 m gibt es mehrere Restaurants und Hotels, und der kleine Ort auf der Passhöhe ist recht belebt. Die Einkehrmöglichkeiten werden rege von den zahlreichen Reisenden genutzt, die den Pass mit dem PKW, dem Motorrad oder dem (überwiegend Renn-)Rad überqueren. Auch ich lege hier eine wohlverdiente Rast ein.



Auf dem Col du Lautaret stößt die vom noch einmal etwa 600 m höheren Col du Galibier kommende Straße und somit auch die Route des Grandes Alpes auf die D 1091. Ab hier entspricht auch meine Tour für anderthalb Tage (die Abfahrt nach Briançon und die morgige Überquerung des Col d’Izoard) der Route des Grands Alpes, der touristischen Strecke vom Genfer See bis zum Mittelmeer bei Menton, die über ein gutes Dutzend bekannter Alpenpässe führt.



Etwa 30 km geht es nun abwärts entlang des Tals der Guisane, die hier oben entspringt und bei Briançon in die Durance mündet. Viel mehr als etwa 800 m ist der Höhenunterschied hinunter nach Briançon allerdings nicht. Ich sehe mich kurz in der Stadt um, dann steuere ich den sehr schönen, ein paar Kilometer südlich gelegenen Camping des 5 Vallées an. Auf dem Campingplatz gibt es auch eine Pizzabude, so dass ich zum Abendessen gar nicht mehr nach Briançon zurück muss. Perfekt. Die Stadt werde ich mir morgen ausgiebig ansehen, bevor ich von dort den Col d’Izoard in Angriff nehme.





Fortsetzung folgt...
Gruß
Tom

Geändert von Juergen (12.02.19 09:40)
Nach oben   Versenden Drucken


Alle Beiträge zum Thema
Betreff von verfasst am
Alpen, Haute-Provence, Okzitanien, Katalonien Tom72 20.01.19 17:37
Re: Alpen, Haute-Provence, Okzitanien, Katalonien Keine Ahnung 20.01.19 17:59
Re: Alpen, Haute-Provence, Okzitanien, Katalonien veloträumer 20.01.19 19:55
Re: Alpen, Haute-Provence, Okzitanien, Katalonien Tom72 20.01.19 23:39
Re: Alpen, Haute-Provence, Okzitanien, Katalonien  Off-topic martinbp 21.01.19 09:48
Re: Alpen, Haute-Provence, Okzitanien, Katalonien martinbp 20.01.19 21:47
Re: Alpen, Haute-Provence, Okzitanien, Katalonien kettenraucher 21.01.19 13:52
Re: Alpen, Haute-Provence, Okzitanien, Katalonien bluesaturn 21.01.19 23:40
Re: Alpen, Haute-Provence, Okzitanien, Katalonien Tom72 22.01.19 01:00
Re: Alpen, Haute-Provence, Okzitanien, Katalonien cyclerps 22.01.19 13:21
Re: Alpen, Haute-Provence, Okzitanien, Katalonien Keine Ahnung 22.01.19 13:29
Re: Alpen, Haute-Provence, Okzitanien, Katalonien Holger 22.01.19 16:34
Re: Alpen, Haute-Provence, Okzitanien, Katalonien Tom72 22.01.19 17:49
Re: Alpen, Haute-Provence, Okzitanien, Katalonien Keine Ahnung 22.01.19 18:17
Re: Alpen, Haute-Provence, Okzitanien, Katalonien  Off-topic veloträumer 22.01.19 21:22
Re: Alpen, Haute-Provence, Okzitanien, Katalonien veloträumer 22.01.19 20:52
Re: Alpen, Haute-Provence, Okzitanien, Katalonien Tom72 28.01.19 01:23
Re: Alpen, Haute-Provence, Okzitanien, Katalonien Tom72 03.02.19 18:12
Re: Alpen, Haute-Provence, Okzitanien, Katalonien Tom72 10.02.19 23:20
Re: Alpen, Haute-Provence, Okzitanien, Katalonien indomex 11.02.19 05:48
Re: Alpen, Haute-Provence, Okzitanien, Katalonien Keine Ahnung 11.02.19 10:29
Re: Alpen, Haute-Provence, Okzitanien, Katalonien Tom72 21.02.19 23:47
Re: Alpen, Haute-Provence, Okzitanien, Katalonien kettenraucher 22.02.19 14:06
Re: Alpen, Haute-Provence, Okzitanien, Katalonien cyclerps 24.02.19 02:08
Re: Alpen, Haute-Provence, Okzitanien, Katalonien Tom72 27.02.19 23:16
Re: Alpen, Haute-Provence, Okzitanien, Katalonien Tom72 28.03.19 22:31
Re: Alpen, Haute-Provence, Okzitanien, Katalonien veloträumer 28.03.19 23:11
Re: Alpen, Haute-Provence, Okzitanien, Katalonien Mooney 29.03.19 14:17
Re: Alpen, Haute-Provence, Okzitanien, Katalonien Juergen 29.03.19 15:03
Re: Alpen, Haute-Provence, Okzitanien, Katalonien amati111 31.03.19 12:43

www.bikefreaks.de