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#1001707 - 02.01.14 15:14 Oman
uwee
Gewerblicher Teilnehmer Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 1056
Unterwegs in Peru

Dauer:18 Tage
Zeitraum:7.11.2013 bis 24.11.2013
Entfernung:1250 Kilometer
Bereiste Länder:omOman







Im letzten Radurlaub mussten wir leiden.
Island erlebte den kältesten und nassesten Sommer seit mit der Aufzeichnung des Wetters begonnen wurde. Und wir mittendrin!
An 20 von 21 Tagen regnete es so stark, dass wir zumindest kurzzeitig Regenklamotten anlegten. Mitunter aber mussten wir auch für mehr als die Hälfte der Zeit derart vermummt rumfahren.
Zudem kam die ersten zwei Wochen der Wind nur von vorn- egal wohin wie fuhren.
Außerdem war es lausig kalt! Mit Schnee im Juli!

Island im Sommer







Übrigens gefiel uns Island ausgesprochen gut und wir werden es sicher noch mal besuchen!



Aber jetzt sollte es mal ein richtig angenehmer Radlurlaub werden.
Oman besteht fast nur aus Wüste und Steppe. Es regnet nur an wenigen Tagen im Jahr.
Von Novemeber bis März sind die Temperaturen auch für uns Europäer meist angenehm.
Zudem gilt der Oman als eines der sichersten Reiseländer weltweit.
Kriminalität ist fast unbekannt.
Die Straßen und die Versorgungslage sind gut bis hervorragend.
Wir hatten uns eine schöne Route ausgewählt von Salalah im äußersten Süden entlang der Küste des Indischen Ozeans Richtung Norden.
Nach drei Monaten verletzungsbedingtem Sportverbot- und entsprechender Kondition- allerdings eine ziemlich anspruchsvolle Distanz für 2 1/2 Wochen.


geplante Route Salalah- Muscat















Raus aus der Novembertristesse erwarteten uns bei der Zwischenlandung in Qatar nachmittags 29°C. Abends in Muscat ebenfalls 29°C und die gleiche Temperatur auch morgens um 4:00 Uhr in Salalah. Ganz schön warm!








































Salalah in der Provinz Dhofar gelegen ist eine richtig angenehme Stadt mit etwa 160.000 Einwohnern. Die Stadt zieht sich viele Kilometer entlang der Küste des Indischen Ozeans, war früher eine der wichtigsten Städte des Weihrauchhandels und ist eine grüne Stadt mit vielen Dattelpalmen, Obst- und Gemüseanbau- auch mitten in der Stadt. Die Ausläufer des Monsuns machen es möglich. Von Juni bis August beschert er der Stadt Nebel und Nieselregen bei Temperaturen um die 35°C. Was uns hoch erscheint ist im Sommer für die hitzegeplagten Bewohner der arabischen Halbinsel ein wunderschön kühler Ort. Zu dieser Zeit sind die Hotelpreise doppelt so hoch wie in den anderen Monaten. Aber Zimmer sind dann kaum zu bekommen.
Im November könnte man hier durchaus einen Strandurlaub verbringen.
Mit interessanten Tagestouren. Als erster deutscher Reiseveranstalter bietet FTI mittlerweile solche Pauschalurlaube an.



























Alkohol gibt es nur in den großen Touristenhotels! Zu happigen Preisen!
Allerdings war er in Island doppelt so teuer.

Als Information für nicht Antialkoholiker:
Jeder Tourist darf zwei Flaschen alkoholische Getränke einführen. Wie groß diese Flaschen sind und ob es sich dabei um Bier, Wein oder gar Hochprozentiges handelt, spielt dabei keine Rolle!


















Übrigens braucht man nichts von daheim mitbringen. Die Supermärkte der großen Städte sind größer als die in Deutschland, bestens sortiert, und viele Preise sind selbst für europäische Produkte günstiger als daheim.










Bereits vor Sonnenaufgang verlassen wir Salalah um die kühlsten Stunden des Tages auszunutzen.


















Obiges brauchte uns gar nicht ausdrücklich gesagt werden.
Schon um neun Uhr war die 30°- Grenze übersprungen. Die Beine wurden schnell schwer und allmählich kam Wind auf.- Man glaubt es kaum von vorne!!!







Das Schild zeigt eine (natürlich 364 Tage im Jahr trockene) Furt an.














Das erste Kamel!
Es werden noch hunderte folgen!
Autofahrer sind angehalten sofort die Warnblinkanlage einzuschalten sobald sie ein Kamel in der Nähe der Straße erblicken.
Es gibt viele tödliche Unfälle durch Kollisionen zwischen Autos und den Wüstenschiffen!
Bald merken wir, dass die Fahrer auch dann die Warnblinkanlage betätigen wenn sie uns Radler erblicken.
Uns müssen wohl einige ähnliche Eigenschaften verbinden:
- mitunter schwer bepackt in der Wüste unterwegs
- genügsam
- gelten als störrisch
- für Autofahrer schwer einschätzbar
- zuweilen andere Verkehrsteilnehmer arrogant musternd

















Der Wind wird heftiger!
Im Vorfeld interessierten uns:
-zu erwartende Tmperauren (24-28°C)
-Regentage in unserem Reisezeitraum (0-1)
-Versorgungslage (gut)
-Sicherheitslage- so dicht am Jemen (gut)
-Vegetation (spärlich)
-Bevölkerung (2 Millionen Omanis und etwa 700.000 Asiaten Haupts. aus Indien).

Informationen über die zu erwartende Windrichtung entlang unserer gewählten Strecke hatten wir allerdings nicht eingeholt- gingen davon aus in der Nähe des Meeres wird es wohl tagsüber Seewind geben- also von rechts- und nachts Landwind von links.
Dem war nicht so!
Wo der Wind die Nordostspitze der Arabischen Halbinsel erreicht- dort kommen wir noch hin- teilt er sich. Der eine Ast folgt dem Verluf der Küste des Arabisch- Iranischen Golfes nach Nordwest, der andere Arm - ebenfalls immer der Küste des Indischen Ozeans folgendnach Südsüdwest. Uns somit genau entgegen.
Konditionslos und überanstrengt in der Hitze von 35°C plagen mich schon nach einem halben Tag Krämpfe.
Das kann ja noch lustig werden!










Immer wieder tauchen die schönsten Buchten auf. Campieren kann und darf man im Oman, wo bis vor wenigen Jahrzehnten ein Großteil der Bevölkerung ein nomadisches Leben führte, überall.







Alle paar Kilometer kommen solche Wassertanks für Mensch und Vieh. Leider keinem uns erkennbaren Plan folgend- mal nach bereits nach einem Kilometer, mal aber auch erst nach fünfzig.





Der lange Küstenstreifen vor Mirbat





Der Wind wird jetzt so heftig, dass wir nur noch im Schritttempo fahren können. Dann gar nicht mehr. Er wächst sich zu einem Sandsturm aus!












Wir machen Autostop.
Der erste LKW nimmt uns mit.
Wir übernachten im Hotel!
Der Sturm legt sich erst gegen Abend.

















Da der Wind nach Angaben der Einheimischen erst gegen 11:00 Uhr auffrischen soll, haben wir bei Sonnenaufgang bereits 30km hinter uns.
Leider bei Gegenwind!




















Es gibt zwar direkt an der Küste keine hohen Berge, aber es ist ein ewiges Auf und Ab!
Wir sammeln reichlich Höhenmeter.
Das ist aber nichts gegen den heftigen Wind. Er nimmt weiterhin an Stärke zu.









Hinter dem hübschen Ort Zadr beenden wir den Tag.
Heute konnten wir praktisch kein Geld ausgeben.
Erst zahlte ein Wildfremder unser Essen, die Getränke und sogar das Benzin für den Kocher.
In Zadr waren wir schon wieder eingeladen.
Unsere beiden Gastgeber stritten, wer jetzt für uns zahlen dürfe.
Der Unterlegene brachte daraufhin gleich einen riesigen Beutel an Getränkebüchsen, Chips, Datteln und Süßigkeiten.
Hier am Strande wurden wir entdeckt, und es wurde ein großes BBQ für uns bereitet.
Wir konnten den Gastgeber gerade noch davon abhalten zu seiner Mutter zu fahren um selbst geernteten Weihrauch für uns zu besorgen.





Das holte er aber am nächsten Morgen nach!




















Als uns am nächsten Tag zwischen Zadr und Hasik der Wind mit gleicher Stärke ins Gesicht bläst sehen wir ein, dass wir unsere Planung vergessen können. Wir hätten jeden Tag etwa 130km fahren müssen um unseren Plan zu erfüllen.
Davon sind wir weit entfernt.
Pläne sind dazu da geändert zu werden.
Mit kräftigem Rückwind eilen wir retour nach Salalah.
Haben sogar noch die Zeit ein Weltkulturerbe neben der Staße anzuschauen.






























Diese "Starenkästen" stehen zu hunderten entlang der Straße im ganzen Land.
Es hält sich die Geschichte, Joschka Fischer hätte sie bei seinen häufigen Besuchen dem Sultan immer wieder angeboten.
Man hätte Joschka nicht vor den Kopf stoßen wollen und sie gekauft. Aber keine Filme dafür!
Also eher eine nette Attrappe!















..... wieder zurück am Flughafen.
Für 65 Euro p.P. fliegen wir mit den Rädern und reichlich Gepäck in 1 1/2 Stunden die 1000km nach Muscat und werden da unser Glück versuchen...

Davon später mehr...


Uwe




.






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Geändert von uwee (02.01.14 15:16)
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#1001737 - 02.01.14 17:28 Re: Oman [Re: uwee]
Fricka
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2038
Au ja. Bitte zügig weiter berichten. Ich scharre schon mit den Hufen.
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#1001750 - 02.01.14 17:54 Re: Oman [Re: uwee]
Radlpeter
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 63
Hallo Uwe,
wieder mal sehr interessante und anregende Bilder!
Wir haben erst an Weihnachten von Freunden Bilder aus dem Oman gezeigt bekommen (freilich Mietwagenfahrer...). Sie machten uns schon mal Lust. Euere konkreten Radlerbilder machen natürlich noch sehr viel mehr Lust. Der Oman ist jetzt definitiv auf meiner Wunschliste gelandet!
Gruß,
Peter
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#1001752 - 02.01.14 17:58 Re: Oman [Re: uwee]
wattkopfradler
Mitglied
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Oman interessiert mich auch.
Also weiter .........
Viele Grüße
Armin
__________________________________________________
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#1001803 - 02.01.14 21:26 Re: Oman [Re: uwee]
bikekiller39
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 490
Hallo Uwe,

das ist ja Vorfreude pur, die Du mir mit Deinem Bericht zur rechten Zeit bereitest.

Ich hoffe, dass bis zu meinem Abflug am 20. Januar noch ein paar tolle Bilder und weitere Informationen dazukommen.

65 € für den Flug von Salalah nach Muscat, incl. Fahrrad? Das ist wohl ein akzeptabler Preis. Mein bisheriger Plan ist, von Muscat aus mit dem Bus nach Salalah und später wieder retour zu fahren. Fliegen würde auf jeden Fall die zeitlich bessere Variante sein.
Habt ihr euch mal erkundigt, was die Tour mit dem Bus kostet? Nun, spätestens in Muscat werde ich es erfahren, dann kann ich immer noch entscheiden.

Hoffe jedenfalls, dass Du den Bericht schnell fortsetzt.

Danke schonmal

Theo

PS: Ist Dir aufgefallen, dass das vorletzte Foto zwei Mal vorkommt?
Ab 50 ist man zu alt, um es immer Allen recht machen zu wollen!
Gudereit LCR, RR Cannondale, Stevens Cyclocrosser
2015: 6178 Kilometer 2016: 4315 Kilometer
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Off-topic #1001827 - 02.01.14 22:50 Re: Oman [Re: bikekiller39]
wattkopfradler
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Beiträge: 1624
Hallo Theo,
willst du deine Fahrtrichtung nach Uwes Bericht nicht nochmals überdenken?
Viele Grüße
Armin
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Off-topic #1001865 - 03.01.14 08:03 Re: Oman [Re: wattkopfradler]
bikekiller39
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 490
Hi Armin,

welche Fahrtrichtung meinst Du? Ich habe nicht vor, mit dem Rad von Salalah wieder zurück nach Muscat zu fahren.
Ich will die Gegend um Salalah erkunden und dann auch mit dem Bus wieder zurück nach Muscat oder Nizwa fahren.
Ich habe mich vielleicht etwas mißverständlich ausgedrückt mit der Formulierung "dann wieder retour".

Oder wie hast Du es verstanden?

Ob ich aber tatsächlich diese Variante wähle, steht bislang noch in den Sternen und werde ich dort entscheiden. Ich will Urlaub und mir keinen Streß machen.

LG Theo
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#1001909 - 03.01.14 11:41 Re: Oman [Re: bikekiller39]
uwee
Gewerblicher Teilnehmer Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 1056
Unterwegs in Peru

Hallo Theo,

es gibt jeweils vier Flüge am Tag von Muscat nach Salalah und retour.
Plätze gibt es wohl fast immer. Preis 35 RO. Incl. Rad und Gepäck (30kg + Handgepäck).
Busse- so weit ich weiß- je drei pro Tag. Für 15 RO. Wie es mit der Fahrradmitnahme aussieht weiß ich nicht genau. Ebenso der Preis für das Bike. In Ruwi (der Hauptbusstation von Muscat) wurden wir einmal abgewiesen, weil der Bus voll war und die Räder auch beim besten Willen nicht reinpassten.
In einem anderen nur zu einem Viertel gefüllten Bus kamen sie auf den Rücksitz. Kostete aber auch etwa so viel wie ein Ticket pro Person.
Flugdauer: 1,5 Stunden
Bus: etwa 10 Stunden glaube ich....
Liebe Grüße
Uwe
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Geändert von uwee (03.01.14 11:42)
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Off-topic #1001914 - 03.01.14 12:00 Re: Oman [Re: bikekiller39]
wattkopfradler
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Beiträge: 1624
Hallo Theo,
ja, ich hatte es in der Tat mit "wieder retour" so verstanden, daß du diese Strecke dann wieder zurückfahren willst. Und das wäre dann genau gegen den Wind gewesen, falls der nicht nur geweht hat nur um Uwe zu ärgern grins
Viele Grüße
Armin
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#1002073 - 03.01.14 21:14 Re: Oman [Re: uwee]
panta-rhei
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Unterwegs in Britisches Territorium im Indischen Ozean

Salut Uwe


Vielen Dank fuer die hybschen Bilder und den Bericht.

Ich würde mich auch v.a. für eine Strecke die Küste lang interessieren, am Besten so, dass man das mit einem Gabelfleug verbinden kann. Muscat Salalah die Küste lang sind wieviel km?

In Antwort auf: uwee

-Versorgungslage (gut)


Im Sinne von Wasser/LM an der Küstenstr. alle 30km?

In Antwort auf: uwee

Wo der Wind die Nordostspitze der Arabischen Halbinsel erreicht- dort kommen wir noch hin- teilt er sich. Der eine Ast folgt dem Verluf der Küste des Arabisch- Iranischen Golfes nach Nordwest, der andere Arm - ebenfalls immer der Küste des Indischen Ozeans folgendnach Südsüdwest. Uns somit genau entgegen.


Allerwichtigstes THema: Kann man sich da einigermassen auf eine Hauptwindrichtung verlassen gibts ja in manchen Gegenden)? Also eher von Muscat nach Salalah?!
Hätte vor wochenlangem Gegenwind die meisten Manschetten bei der Geschichte.

In Antwort auf: uwee

Immer wieder tauchen die schönsten Buchten auf. Campieren kann und darf man im Oman, wo bis vor wenigen Jahrzehnten ein Großteil der Bevölkerung ein nomadisches Leben führte, überall.


Hoert sich super an, verstehe ich das richtig, dass man so alle 20-30km unkompliziert ins Wasser kann?

Dann scheint mir das schon eine verlockende Kombo von "meet-the-people"-"radfahren"-"baden"!

Jetzt fehlt mir nur noch ein kinderfreundlicher Reisepartner (oder am Besten einer mit Kids) <seufz>
Liebe Grüsse - Panta Rhei
"Leben wie ein Baum, einzeln und frei doch brüderlich wie ein Wald, das ist unsere Sehnsucht." Nâzim Hikmet, Dâvet
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Off-topic #1002117 - 04.01.14 05:09 Re: Oman [Re: uwee]
iassu
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Danke für die Bilder.

So am Rande: daß deine Kamera massive Verschmutzungen auf dem Sensor aufweist, weißt du? Nach dem 4:3 Format zu urteilen, handelt es sich um eine Kompakte, welche richtig aufgemacht werden muß, um an den Sensor zu kommen. Dennoch: willst du wirklich auch alle weiteren Bilder so aufnehmen?
------------------------------------------
Gruß Andreas
Highlights 2016
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#1002124 - 04.01.14 08:36 Re: Oman [Re: panta-rhei]
Fricka
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abwesend abwesend
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1700 km. Komplett die Küste entlang wohl mehr. Alle 30 km ans Meer? Wohl eher nicht. Jedenfalls nicht von einer befestigten Straße aus.
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Off-topic #1002237 - 04.01.14 17:29 Re: Oman [Re: Fricka]
panta-rhei
Mitglied
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Beiträge: 4172
Unterwegs in Britisches Territorium im Indischen Ozean

Salut Fricka

In Antwort auf: Fricka
1700 km. Komplett die Küste entlang wohl mehr. Alle 30 km ans Meer?


Habs mir jetzt näher angeschaut. Vielleicht erbarmt sich ja auch ein Omani hier nochmal?
Ab Salalah gibts ja wohl eine kleine Strasse direkt am Meer, ob sie schon asphaltiert ist, wissen die Oman-Spezis. Dann gehts bis ca. 500-600km ab S schon meist nah dran. Ab da bis Muscat wirds wohl schwieriger, auch gebirgiger. Was blöd ist, denn wenn der Wind wirklich von Norden nach Suedwesten weht, ist es ja schlauer, in Muscat zu beginnen. Hm, muss das wohl besser mal Solo testen...
Sonst noch eine Idee für "flach Rad fahren und warm (!) baden"?
Liebe Grüsse - Panta Rhei
"Leben wie ein Baum, einzeln und frei doch brüderlich wie ein Wald, das ist unsere Sehnsucht." Nâzim Hikmet, Dâvet
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Off-topic #1002267 - 04.01.14 18:16 Re: Oman [Re: iassu]
uwee
Gewerblicher Teilnehmer Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 1056
Unterwegs in Peru


Servus Andreas!
Das hast Du ganz richtig erkannt!
Ist ärgerlich, aber leider nicht rückgängig zu machen- außer noch mal die gleiche Tour zu unternehmen! Würde uns gar nichts ausmachen!
Auf dem kleinen Display der Kamera fiel es mir erst spät auf.
Polierte dann den UV Filter und die Linse stundenlang- leider vergebens!
Werde sie wohl wirklich aufmachen lassen müssen.
Muss ich- und Ihr- jetzt einfach mit leben!
Wird wohl kein Bild für den Radkalender dabei rauskommen.
Es sind schon sehr viele "Flecken" auf den Aufnahmen.
Viele bekommt man beim Zuschneiden noch weg, oder verbirgt sie irgendwo z.B. im Gestein.
Ich gebe zu: Bei mir haben Kameras einen schweren Stand, und ich verbrauche auf unseren Touren leider einige!
Liegen immer in der Lenkertasche, meist relativ gut gepolstert, aber Sonne, Staub, Erschütterungen und Wetter ausgestzt.
Auf unserer Jahrestour starben zwei! Erste durch Staub und Erschütterungen, die zweite bei einer Flussdurchquerung.
Diese (Panasonic Lumix FZ 47) wurde in Singapur gekauft und hat mittlerweile schon einige Einsätze in Europa, Island, Asien und Afrika hinter sich. Panasonic lehnte auch stets jede Anfrage nach Reparatur in der Garantiezeit ab- auch auf Kulanz.
"Wir bauen keine Kameras für Survival Trips!"
Also, es geht auch in den nächsten Folgen erst mal so weiter.
Liebe Grüße
Uwe
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Off-topic #1002335 - 04.01.14 21:21 Re: Oman [Re: uwee]
Radlpeter
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Beiträge: 63
Hallo Uwe,
die allermeisten Flecken im Himmel lassen sich mit etwas Arbeitsaufwand per Bereichsreparaturpinsel in Photoshop (auch in der einfachen Version "Elements" vorhanden) problemlos beseitigen! Würde sich lohnen und Deinen Ärger (und den eines Betrachters) beseitigen.
Gruß,
Peter
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Off-topic #1002376 - 04.01.14 23:54 Re: Oman [Re: Radlpeter]
iassu
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 15475
Mich "ärgert" das keineswegs. Es würde mich als Autor frustrieren. Denn selbstverständlich kann man das wegstempeln, aber das ist bei vielen Bildern eben auch viel zu tun.

@Uwe: Selberöffnen halte ich nur in sehr gepflegten Umgebungen für ratsam. Erstens wegen des Vorgangs als solchem. Du wirst die Kamera kaum je wieder so perfekt. zukriegen, wie sie war. Zweitens wegen der Gefahr, nur noch mehr Staub reinzukriegen und drittens, weil es sich um wirklich mikroskopisch kleine Flecken oder Staubkörnchen handelt, der Sensor ist schließlich nur Fingernagelgroß.

Wundersam finde ich in einer Kamera mir Festobjektiv solche massiven Verschmutzungen allemal.

Ich fürchte, entweder du begegnest einer kompetenten Werkstatt, oder du kaufst eine neue Kamera oder du mußt damit leben.
------------------------------------------
Gruß Andreas
Highlights 2016
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Off-topic #1002436 - 05.01.14 10:24 Re: Oman [Re: iassu]
Radlpeter
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 63
Andreas, ich meinte mit "eines Betrachters" nicht dich - der Artikel ist unbestimmt gehalten, keine Zahl -, sondern einfach jeden, der sich vielleicht ärgert...
Gruß,
Peter
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#1002444 - 05.01.14 10:48 Re: Oman [Re: panta-rhei]
panta-rhei
Mitglied
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Unterwegs in Britisches Territorium im Indischen Ozean

Lieber Uwe


Kann Dir leider mit Deiner Kamera nicht weiterhelfen schmunzel - aber vielleicht könntest Du noch ein bisschen was zum Verlauf der Strasse, insbesondere inwiefern man zwischendurch rasch ans Meer kommt sagen?

Vielen Dank!
In Antwort auf: panta-rhei
Salut Uwe


Vielen Dank fuer die hybschen Bilder und den Bericht.

Ich würde mich auch v.a. für eine Strecke die Küste lang interessieren, am Besten so, dass man das mit einem Gabelfleug verbinden kann. Muscat Salalah die Küste lang sind wieviel km?

In Antwort auf: uwee

-Versorgungslage (gut)


Im Sinne von Wasser/LM an der Küstenstr. alle 30km?

In Antwort auf: uwee

Wo der Wind die Nordostspitze der Arabischen Halbinsel erreicht- dort kommen wir noch hin- teilt er sich. Der eine Ast folgt dem Verluf der Küste des Arabisch- Iranischen Golfes nach Nordwest, der andere Arm - ebenfalls immer der Küste des Indischen Ozeans folgendnach Südsüdwest. Uns somit genau entgegen.


Allerwichtigstes THema: Kann man sich da einigermassen auf eine Hauptwindrichtung verlassen gibts ja in manchen Gegenden)? Also eher von Muscat nach Salalah?!
Hätte vor wochenlangem Gegenwind die meisten Manschetten bei der Geschichte.

In Antwort auf: uwee

Immer wieder tauchen die schönsten Buchten auf. Campieren kann und darf man im Oman, wo bis vor wenigen Jahrzehnten ein Großteil der Bevölkerung ein nomadisches Leben führte, überall.


Hoert sich super an, verstehe ich das richtig, dass man so alle 20-30km unkompliziert ins Wasser kann?

Dann scheint mir das schon eine verlockende Kombo von "meet-the-people"-"radfahren"-"baden"!

Jetzt fehlt mir nur noch ein kinderfreundlicher Reisepartner (oder am Besten einer mit Kids) <seufz>
Liebe Grüsse - Panta Rhei
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#1002502 - 05.01.14 12:41 Re: Oman [Re: panta-rhei]
Fricka
Mitglied
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Wenn du google maps entsprechend hochzoomst, siehst du, dass es fast überall am Meer direkt Straßen eingezeichnet gibt. Und wenn du dir die zugehörigen panoramio-Fotos anguckst, findest du perfekt ausgeschilderte Asphaltstraßen.

Ob das überall auch durchgängig ist, kannst du wahrscheinlich nur herausfinden, wenn du sie abfährst. Ich bezweifle, dass sich hier jemand findet, der das gemacht hat. Uwe jedenfalls anscheinend nicht.

Vermutlich bist du dann aber sehr, sehr lange unterwegs. Zumal, wenn du alle 30 km baden willst. Warum also nicht einen geeigneten Abschnitt aussuchen?
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#1002543 - 05.01.14 14:20 Re: Oman [Re: Fricka]
panta-rhei
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 4172
Unterwegs in Britisches Territorium im Indischen Ozean

Salut Fricka


In Antwort auf: Fricka
Wenn du google maps entsprechend hochzoomst, siehst du, dass es fast überall am Meer direkt Straßen eingezeichnet gibt. Und wenn du dir die zugehörigen panoramio-Fotos anguckst, findest du perfekt ausgeschilderte Asphaltstraßen.
...

Zumal, wenn du alle 30 km baden willst. Warum also nicht einen geeigneten Abschnitt aussuchen?


Da hast Du sicher Recht, sowas dachte ich ja auch. So die ersten 300-500km ab Salalah. Wenn denn asphaltiert. Und - und dass kompliziert alles ein bisschen - am liebsten natuerlich (wg. Hauptwinddrichtung) in Richtung Salalah. Bedeutet, in Salalah einen Bus suchen, der die Küste nach Osten langfährt und uns mitsamt Geraffel 3-500km weiter wieder raussetzt. Und dann gemütlich nach S zurückdödeln.

Naja, als erstes brauche ich zu dieser Geschichte aber eh erstmal einen potentiellen Radelpartner <seufz>.
Liebe Grüsse - Panta Rhei
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#1002555 - 05.01.14 14:53 Re: Oman [Re: panta-rhei]
Fricka
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2038
Das ist doch wahrscheinlich einfacher, als in the middle of nowhere einen Bus zu finden, der dich nach Salalah zurückbringt. Du sprichst doch arabisch. Hörst dich halt um. Und der Bus setzt dich garantiert auch irgendwo auf freier Strecke ab.

Ich würde mir, speziell mit Kindern, eher Gedanken machen, wo es Wasser gibt. Und hätte nicht so rasend Vertrauen in die Kanister am Wegesrand.
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#1003161 - 07.01.14 11:47 Re: Oman [Re: panta-rhei]
uwee
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Unterwegs in Peru

Grüß Dich,
leider kann ich Dir nicht zu allen Deinen Fragen eine erschöpfende Antwort geben, da wir die geplante Tour ja recht bald abbrachen.

Windrichtung
Wenn ich die befragten Omanis recht verstanden habe- zwar sprechen fast alle Omanis etwas Englisch, aber meist bei weitem nicht genug um eine Diskussion zu führen- ist die Windrichtung, die wir antrafen in dieser Jahreszeit wohl zu erwarten.
Genaueres können Dir irgendwelche meteorologischen Seiten bestimmt beantworten.
In umgekehrter Richtung aslso von Muscat nach Salalah hätten wir es Mitte November wohl gut geschafft.

Gabelflug
Bietet sich an. Für uns war es am günstigsten mit Qatar nach Muscat und von dort einen Inlandsflug mit Oman Air nach Salalah zu buchen.

Wasser
Wir fanden meist spätestens nach 30km Wasser. Manchmal aber auch erst nach 50km. Sehr häufig an kleinen Gebetsstuben, die an der Staße liegen. Manchmal eisgekühlt! Ich denke je weiter man der Küstenstraße nach Norden folgt um so größer wird der Abstand zwischen den Orten.
Wo es Orte gibt gibt es auch Coffee Shops, die haben eisgekühlte Getränke und bieten Speisen an: Sandwiches, Burgers, indische, chinesische und arabische Gerichte.
Sollte einem wirklich Wasser ausgehen helfen zur Not sicher vorbeikommende Autofahrer.
Aber durch die Wüste zu reisen ist schon ein anderes Radeln als auf einer Deutschlandtour. Braucht schon Planung und Reserven an Speis und Trank.


Baden
Auch wenn Du der Straße folgst kommst Du nicht andauernd ans Meer. Teilweise liegen etliche Kilometer zwischen Straße und Meer. Oder es ist sogar eine Tagestour.

Die meisten Fragen kannst Du Dir übrigens selbst beantworten wenn Du Dir unsere geplante Tour Salalah- Muscat bei GPSies anschaust.
Link findest Du oben.
Es gibt auch gute Reiseführer.
Staßenverhältnisse sind meist gut bis sehr gut.
Zwischen Hasik und Shelim angeblich teilweise noch etwas holprige Piste. Soll aber demnächst auch geteert sein.
Und hinter Shelim etwa 60km (?) wohl gute Piste.
Hoffe ich konnte Dir helfen
Uwe
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#1003345 - 07.01.14 21:52 Re: Oman [Re: uwee]
panta-rhei
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Salut Uwe

In Antwort auf: uwee

Wasser
Wir fanden meist spätestens nach 30km Wasser. Manchmal aber auch erst nach 50km. Sehr häufig an kleinen Gebetsstuben, die an der Staße liegen. Manchmal eisgekühlt! Ich denke je weiter man der Küstenstraße nach Norden folgt um so größer wird der Abstand zwischen den Orten.
...
Aber durch die Wüste zu reisen ist schon ein anderes Radeln als auf einer Deutschlandtour. Braucht schon Planung und Reserven an Speis und Trank.

Sicher. Ist nicht mein erstes Mal ...

Baden
Auch wenn Du der Straße folgst kommst Du nicht andauernd ans Meer. Teilweise liegen etliche Kilometer zwischen Straße und Meer. Oder es ist sogar eine Tagestour.
[/zitat]

Hm. Einmal am Tag sollte es schon drin sein. Ist anscheinend nicht so einfach erreichbar wie in Südägypten ... ist eine wichtiger Aspekt mit Kids ...
am Ehesten käme Hasik -> Salalah in Frage...

Naja, ich überlegs mir nochmal. Ganz alleine würde ichs sicher machen ...
Liebe Grüsse - Panta Rhei
"Leben wie ein Baum, einzeln und frei doch brüderlich wie ein Wald, das ist unsere Sehnsucht." Nâzim Hikmet, Dâvet
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#1003422 - 08.01.14 09:29 Re: Oman [Re: panta-rhei]
JohnyW
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Hi,

Dir empfehle eher die Strecke runter Muscat nach Sur. Zum Meer sind es meist 5 Km, aber viel schöner ist es in dem Wadi zu baden (die sind direkt an der alten Straße)

alternativ kannst von der Küste an der Küste entlang nach Norden radeln.

Im Vergleich zu Hurghada - Safaga ist im Oman (s.o.) ähnlich

Im Inland gibt es auch wasserführende Wadis und in den größeren Städten (Nizwa) findest Du Hotels mit Pools.

Gruß
Thomas
Homepage: http://thomasontour.de
Neu 21.10.2009: 2. Bericht Projekt Hessen aus dem Jahr 2007
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#1003555 - 08.01.14 17:56 Re: Oman [Re: uwee]
uwee
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Unterwegs in Peru











Wir sind jetzt auf dem Flughafen Muscat gut gelandet.
Dieser heißt zwar Airport Muscat liegt aber 40km von der "Hauptstadt" Muscat entfernt in Seeb- allerdings auch etwa 20km vom Stadtzentrum von Seeb entfernt.
Wir führen- wie immer- zu viele Sachen mit uns.
Außerdem bringen wir von Salalah Reisemitbringsel mit, hauptsächlich Weihrauch, wie uns versichert wird der beste der Welt.
Leider ist die Gepäckaufbewahrung im Airport geschlossen.
In einer Tankstelle wird das überflüssige Gepäck eingeschlossen
Zahlen dürfen wir dafür nicht- zum Glück nehmen sie am Ende wenigstens einige Naturalien an!


Es ist nicht ganz leicht die Autobahnen und Schnellstraßen zu vermeiden. Immer wieder sind wir zu deren Nutzung gezwungen. Meist wird relativ ordentlich gefahren und meist ist auch ein Randstreifen vorhanden, aber natürlich hält sich der Spaß dennoch in Grenzen.




(übrigens sieht man hier auf diesem Bild gut die Flecken durch die Verschmutzung des Sensors. Entstand im Sandsturm, obwohl die Kamera ordentlich in eine Plastiktüte eingewickelt wurde...)






Muscat selbst ist eigentlich nur eine relativ kleine Bucht, in der sich der Sultanspalast und etliche Ministerien befinden. Die sogenannte Capital Area erstreckt sich dagegen etwa 50 Kilometer entlang der Küste und beherbergt etwa 800.000 der 2.700.000 Einwohner des Oman.






Wichtigster Ort ist Mutrah einige Kilometer westlich von Muscat.






Hier im Hafen liegt auch die Jacht des ungemein beliebten Sultan Qaboos bin Said. Wir hören kein schlechtes Wort über ihn. Weder von den Omanis, noch von den hier wohnenden Ausländern.
Anscheinend macht er alles richtig.
Er kam 1970 in einem fast unblutigen Staatsstreich an die Macht, als er seinen Vater und Vorgänger absetzte. (Das einzige Blut floss, als sich der Vater selbst in den Fuß schoss.)
Zu diesem Zeitpunkt gab es im Oman nur 10km asphaltierte Straßen. Diese lagen rund um den Palast in Salalah. Im ganzen Land gab es drei Schulen und eine Klinik.
Das Land war abgeschottet.
Ausländer waren nicht gerne gesehen.
Der neue Sultan versprach umgehend sich für sein Volk mit aller Kraft einzusetzen und den Lebensstandard anzuheben, was er tatsächlich in beeindruckender Art und Weise tat.
Er setzte sich für den Schutz der Natur, den Ausbau der Landwirtschft, die Bildung des Volkes- auch der Frauen-, das Gesundheitswesen, die Förderung des ländlichen Raumes etc. ein.
Er holte die besten Experten in sein Land und hörte dann meist auch auf deren Rat.
Durch die Förderung von Öl und Gas kam genug Geld in den Staatshaushalt, was aber nicht nur in die Taschen weniger reicher Familien floss, sondern gut angelegt wurde. Den Omanis geht es gut, und im Gegensatz zu z. B. Qatar werden hier auch die Gastarbeiter relativ gut behandelt und bekommen ihren Lohn auch wirklich ausgezahlt.



































Die Hafeneinfahrt von Muscat






Vor dem Sultanspalast in Muscat. Einer von vielen im ganzen Land verteilten.
Dieser hier dient für die offiziellen Empfänge.

Hier erklärten die Taxifahrer, es gebe keine Möglichkeit entlang des Meeres weiter über
Quriyat nach Sur zu gelangen. Auch nicht per Fahrrad. (In einer unserer vielen Karten war dort ein Pfad eingezeichnet.)
Wir müssten die Schnellstraße/ Autobahn benutzen. Diese sei auch sehr schön.
Wir hatten trotzdem keine Lust drauf.










Statt dessen verbrachten wir etwa 10km östlich von Muscat die heißesten Stunden des Tages im Capital Area Yacht Club, wo man für wenige Euro den ganzen Tag auf Liegen unter Sonnenschirmen den Tag am Strand verbringen kann. Dort gibt es auch ein nettes Restaurant, wo sogar auch Bier verkauft wird. Das war uns aber zu früh am Tage und die Temperaturen einfach zu hoch.
Statt dessen fuhren wir zurück nach Muscat und von dort weiter nach Ruwi, wo sich der zentrale Busbahnhof befindet.
Der Bus, der die kurze Strecke entlang der Küste über den Highway nach Sur nahm, war so voll, dass wir die Räder nicht mitnemen konnten- also nahmen wir den zweiten Bus Richtung Sur, der allerdings die wesentlich längere Strecke über die Nationalstraße 23 nahm und schön leer war.








Räder auf dem Rücksitz!





Auf der Fahrt erwischte uns der erste Wolkenbruch. Etwa 100km lang schüttete es aus Kübeln. Die Fahrweise der Omanis und auch die Reifen sind solchen Unbillen der Natur nicht angepasst. Wir sahen viele Unfälle...





Wir entschlossen uns dann unterwegs doch nicht bis Sur zu fahren, sondern in Al Kamil aus dem Bus zu steigen und der Straße 35 nach Asilah zu folgen. Immer entlang dem Rand der Sandwüste Al Wahiba.





In solchen Coffee Shops kann man sich sehr gut versorgen darf nur keine Delikassen erwarten. Dafür zahlten wir für Essen und mehrere Softdrinks aber auch nur 3-4 Euro- zusammen!
Alle diese Coffee Shops werden von Indern geführt.
Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Art, wie die Omanis dort ihre Take Away Gerichte bestellen und abholen.
Man fährt vor, hupt laut, lässt den Motor natürlich laufen, damit die AC auch voll arbeitet.
Ist der Wirt oder sein Angstellter nicht nach 5-10 Sekunden beim Auto wird dauergehupt bis man seine Bestellung aufgeben kann.
Danach dreht man eine Runde durch den Ort und holt, in gleicher Art sich bemerkbar machend, sein Essen nach wenigen Minuten ab.















Es war deutlich mehr Verkehr als wir im Vorfeld erwartet hätten. Nicht nur an Kamelen. Selbst auf kleinen Straßen war man nie länger alleine.


























In der Richtung, in die wir jetzt fahren kommt der Wind- natürlich- kräftig von vorne!


























Dieses Hotel gehörte uns allein. Und sie machten uns dort einen so guten Preis, dass wir gar nicht unser Zelt aufstellen wollten, was wir durchaus auch hätten machen können.

































































Auf dem Wege zum Kamelrennen am Nationalfeiertag...






Gewitterwolken ziehen auf.






Die ersten Tropfen







Suchen einen Platz für unser Zelt...
















Sieht gut aus!






Viel Regen






Mussten dann in der Nacht Dämme und Kanäle bauen. Ging dann aber alles gut. Und macht noch genauso viel Spaß wie in Kindertagen.














Es geht noch weiter....



Uwe



.
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#1003838 - 09.01.14 15:10 Re: Oman [Re: uwee]
Tourero
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Schöner Bericht Uwe, vieles erkenne ich wieder. Nach 2600 geradelten KM in ca. 7 Wochen beginnt die wohl schönste Strecke bis Al Shuweimah auf einer nagelneuen und soeben erst eröffneten Straße durchs Gebirge. Traumhaft!
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#1003939 - 09.01.14 19:03 Re: Oman [Re: uwee]
Just me
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Moin, moin,

wieder ein toller Bericht und und schöne Fotos aus einer mir sehr unbekannten Ecke. Radeln im Oman ist ja auch mal eine spannende Idee, hätte ich ohne Euren bericht gar nicht dran gedacht. Das Thema mit dem Wind ist ärgerlich....ich weiß das ich wohne auf einer Insel in der Nordsee :-).
Erwarte mit Spannung Euren nächsten Strecken Bericht.
herzlichen dank
Gruß Christiane
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Off-topic #1004446 - 11.01.14 08:37 Re: Oman [Re: uwee]
lutz_
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Hallo Uwe!


In Antwort auf: uwee
Als uns am nächsten Tag zwischen Zadr und Hasik der Wind mit gleicher Stärke ins Gesicht bläst sehen wir ein, dass wir unsere Planung vergessen können. [...]
Mit kräftigem Rückwind eilen wir retour nach Salalah.


Ich erlaube mir auf diesen Beitrag zu verlinken, wo ich einen Link zur aktuellen Windsituation für jeden Ort der Welt genannt habe. Da mich eure Reise im Oman sehr interessiert, habe ich in den letzten Wochen immer mal wieder nach der Windsituation an der Westküste des Oman geschaut und festgestellt, dass im Beobachtungszeitraum dort tatsächlich oft starker Wind aus Nord-Ost vorherrscht.

Vielleicht hilft der Link ja für zukünftige Planungen...


Gruß LUTZ

Geändert von lutz_ (11.01.14 08:38)
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#1004964 - 13.01.14 10:32 Re: Oman [Re: lutz_]
uwee
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Hallo Lutz,
habe die Beiträge auch verfolgt.

Auch sehr schön finde ich diese Seite, die aber auch nur die aktuelle Windsituation wiedergibt.

aktuelle Windsituation im Oman/ Wind Map

Hätte ich früher reingeschaut wären wir sicher von Muscat nach Salalah gefahren!
Aber vielleicht wäre das ja langweilig geworden- nur mit Rückenwind...

Liebe Grüße
Uwe
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#1017588 - 21.02.14 17:26 Re: Oman [Re: uwee]
uwee
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Wir sind in Ras Al Hadd.
Hier treffen sich an einer Landzunge der Indische Ozean mit dem Golf von Oman.







In dieser Gegend kommen nachts viele Meeresschildkröten zur Eiablage.
Aus diesem Grund dürfen die Strände nachts nur in Begleitung von Rangern betreten werden.
Tagsüber sieht man die Spuren der Schilkröten wie Panzerspuren im Sand.

















Leider werden viele Schildkröteneier von den Strandhunden ausgegraben und gefressen.






















Von Ras Al Hadd an fahren wir mit Rückenwind (!!!) gen Westen nach Sur, der wunderschönen Küstenstadt, seit Jahrhunderten bekannt für seine Werften, wo noch immer die stolzen Dhaus gebaut werden.









Sindbads Luxusyachten- aus Spiegel Online
























Weiterhin mit kräftigem Rückenwind fahren wir durch die Wüste nach Al Kamil, wo wir vor ein paar Tagen aus dem Bus gestiegen sind.
Eine der Lieblingsbeschäftigung der Omanis sind anscheinend Bremsversuche bis die Reifen platzen.







Von der Straße 23 fahren wir in das Wadi Badi Khalid.

































































Wir folgen der Straße 23 bis nach Al Dreez. Von dort geht es erst einmal auf relativ kleinen Straßen bis zur Autobahn von Nizwa nach Seeb.





































Ein paar Autofahrer warnen uns. Es werde ein Unwetter erwartet. Man gab den Angestellten frei um sich um Haus und Familie zu kümmern.
Wir sollten am besten in ein Hotel gehen.
Es ist fast schon Abend und das nächste Hotel etwa 60km entfernt- in die falsche Richtung.










Die Wolken werden dunkler, aber noch ist es windstill.















Heute suchen wir uns einen besonders guten Platz für das Zelt aus und achten darauf, dass alle Heringe auch wirklich gut sitzen.






Die Nacht wird dann wie angekündigt. Anfangs denken wir in Muscat gäbe es ein großes Feuerwerk. Kurze Zeit später liegen wir dann mitten im Feuerwerk. Die Nacht bleibt hell. Stundenlang folgt Blitz auf Blitz. Zwischen Blitz und ohrenbetäubendem Donner liegt oft nur eine halbe Sekunde. An Schlaf ist nicht zu denken....

Habe noch nie solch ein Gewitter erlebt. Heringe und Zelt halten!







Die Autofahrer sagen am Morgen, wir kämen heute garantiert nicht durch, aber es gäbe auch keine Alternative.
Dann können wir es auch versuchen.




Den Fluss gab es gestern noch nicht!
































Die Omanis als Gentlemen konnten es nicht zulassen, dass Isabel die reißenden Fluten durchquert und zwangen uns fast auf den Pick-Up- bis dieser es auch der nicht mehr schaffte...










Wir mussten Richtung Flughafen und durchwateten das reissende hüfthohe Wasser. Nicht ganz ungefährlich...















Hier versöhnte ich mich endgültig mit den Kamelen, die ich bei meinen tierärztlichen Arbeiten in Australien so richtig gehasst hatte.
(Die spucken, beißen, treten mit allen vier Beinen und schlagen auch noch mit dem Kopf! Wirklich unangenehme Patienten!)





Nette Kamele!








Für die 30 Kilometer bis zur Autobahn brauchten wir sieben Stunden.
Für die 120 km bis ans Meer bei Seeb dafür nur 4 1/2 Stunden.
Starker Rückenwind und ein gleichmäßiges 1%iges Gefälle machen es möglich.




































Eigentlich hätten man bei den Spritpreisen auch mit dem Auto fahren können, bei Preisen um die 25 Cent pro Liter!


Tolles und sicheres Reiseland für Radler- der Oman!


Grüße
Uwe




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