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#1272056 - 20.03.17 13:40 02-2017: Vom Münsterland nach Osthessen
19matthias75
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 2337
Dauer:6 Tage
Zeitraum:23.2.2017 bis 28.2.2017
Entfernung:354 Kilometer
Bereiste Länder:deDeutschland

Ursprüngliche Planung der Wintertour war, von Fulda aus durch Osthessen bis nach Göttingen zu fahren. Aufgrund eines aktuellen traurigen Ereignisses plante ich um und startete ab Freitag 24. Februar 2017 ab Hamm (Westfalen).

Donnerstag, 23.02.2017
Gegen Mitternacht machte ich mich mit dem vollbepacktem Rad auf zum Hauptbahnhof Darmstadt um mit dem letzten Zug Richtung Frankfurt zu fahren. Mein gebuchter IC (Frankfurt/Main Hbf - Dortmund (und weiter nach Hamm per RE) fuhr um 3.20 Uhr am frühen Freitagmorgen. Die nächtliche Wartezeit am Hbf Frankfurt/Main ist sehr bescheiden. Zunächst verbrachte ich ca. eine halbe Stunde in einer ruhigeren Ecke vom Hbf. Dann entschied ich mich, den warmen Vorraum eine Bank für ca. 1,5 Stunden zu nutzen.

Freitag, 24.02.2017
Der IC kommt gegen 3 Uhr an und ich habe genug Zeit, das Rad hineinzutragen und mir einen Platz zu suchen. Die Nachtruhe auf dem IC-Sitz war ganz in Ordnung, klar, es ist keine Liege, aber doch vom Platzangebot ganz ok. Doch ganz gut ausgeruht erreichte ich Dortmund mit etwas Verspätung zum Umsteigen. Dann noch 30 Minuten Fahrt im Regionalexpress und ich bin im Hamm (Westfalen) um kurz nach 8 Uhr angekommen. Der Weg aus dem Bahnhof Hamm Westf war wegen Bauarbeiten etwas umständlich. Aber von draußen betrachtet, zeigte sich ein schönes Empfangsgebäude. Ich fuhr durch die City und dann nach Norden. An einer Ausfallstraße nutzte ich eine kleine Bäckerei für ein Frühstück. Danach gings auf der Kohlentrasse nach Osten und ich stellte einen Widerstand im HR fest, konnte aber zunächst noch keine Ursache dafür sehen. Ich fuhr auf die Halde Radbod, was etwas anstrengend wegen dem doch recht weichem Schotter-Kies-Untergrund war. An diesem kalten sonnigen Freitag hatte man zumindest von oben eine ganz gut Sicht in die Umgebung. Im Anschluss daran machte ich mich auf den Weg zum Kommunalen Zentralfriedhof Bockum-Hövel. Jedoch kurz davor ging plötzlich im HR fast gar nichts mehr. Die Achse stand irgendwie schräg in den Ausfallenden und dadurch blockierte der Reifen an den Kettenstreben. Ich schob das Rad noch 200 Meter irgendwie zum Friedhof und suchte eine Bank in der Sonne um das Problem näher zu betrachten. Gegen 11.30 Uhr traf ich andere Personen aus dem Forum und wir gingen gemeinsam zur Trauerfeier für Jochen. Im Anschluss saßen wir in einem Gasthof bei Kuchen zusammen. Dank Hilfe von Andreas, Natalie und Michael konnte ich mit einem Ersatz-Hinterrad meine Tour danach fortsetzen. In den Abend hinein bin ich von Hamm aus in östlicher Richtung gestartet (Hamm - Heesen - Dolberg - Beckum - Sünninghausen - Diestedde - Wadersloh. An einem Friedhof fand ich schließlich einen Unterstand, der mir für ein Biwak reichte. Vorher hatte ich leider nix geeignetes gefunden. Die Temperaturen sanken in der Nacht bis auf ca. -2°C.
65,67km | 4:55 | 13,33 Dkmh | Vmax 36,27









Samstag, 25.02.2017
Ich hatte mir auf 6 Uhr einen Wecker gestellt. Ich packte meine Sachen ein, so dass ich um 7 Uhr den Platz verlassen konnte. Zunächst fuhr ich einige Kilometer auf der B58, dann verließ ich diese wieder folgte kleinen Nebenstraßen mit regionaler Radwegweisung. Ich durchfuhr Benteler und machte schließlich in Mastholde eine Frühstückspause in einer Bäckerei. Danach zeigte sich die Sonne und ich fuhr in Richtung Rietberg weiter. Auf kleinen Nebenstraßen fuhr ich in nordöstlicher Richtung in Richtung Stukenbrock. Schließlich kam ich am Jagdschloss Holte Stukenbrock vorbei. Das gelbe Gebäude spiegelte sich sehr schön in der umgebenden Wasserfläche. In Stukenbrock selbst besuchte ich ein Forumsmitglied bevor es dann in Richtung Augustdorf in den Teutoburger Wald hineinging. Auf dem Weg zum Hermannsdenkmal führte die Straße durch einen Truppenübungsplatz. Der Anstieg zum Hermannsdenkmal (auf der Straße) ist auch für vollgepackte Räder gut fahrbar. Am Denkmal selbst verweilte ich nur ein paar Minuten, denn es wehte ein kalter Wind. Danach ging es flott und steil bergab, um dann nach wenigen Kilometern beim Vogelpark Heiligenkirchen nach rechts auf einen Waldweg abzubiegen und langsam wieder hochzufahren. In Berlebeck gings steil hinunter und anschließend auf anderer Talseite wieder hinauf und im Wald nach Holzhausen Externsteine. Nach einem kurzen Waldstück kam ich dann an die Externsteine. Beieindruckende Felsstruktur. Schade, dass das viel zu kommerzialisiert ist. Beim Verlassen der Externsteine über den Parkplatz war ich froh, im Winter hier gewesen zu sein. Im Sommer, wenn der große Parkplatz voll ist, möchte ich nicht hier sein! Nun hinunter nach Horn Bad Meinberg. Ich fragte in der JH nach einem Bett für eine Nacht. Später bin ich nochmals ins Ortszentrum hinunter, habe noch etwas eingekauft und dann eine Runde durch den Ortskern geradelt. Es sollte eine angenehme Nacht in der JH werden.
83,96 km | 5:38:59 | 14,86 Dkmh | 63,71 Vmax | 822 Hm

















Sonntag, 26.02.2017
Trotz Wecker habe ich den Beginn vom Frühstück fast verschlafen. Flott fertig gemacht und ausgiebig gefrühstückt. Um 10 Uhr von der JH losgefahren. Sanft bergauf nach Feldrom und bei Kempen ins Durbeketal. Bei bewölktem Himmel geht es leicht bergab hinunter nach Altenbeken. Wegen der unebenen Wegstrecke nur maximal 10-12 kmh gefahren. Ich kam westlich von Altenbeken ins Tal und durchfuhr das Viadukt beim hineinfahren in die Stadt. Mein Weg aus Altenbeken führte an der Max- und Moritzquelle vorbei, im Wald gemächlich hinauf. Etwa gegen 12 Uhr war ich an der Knochenhütte mit Blick nach Osten aufs Weserbergland und Bad Driburg. Ich packte den Kocher aus und machte Wasser für einen warmen Mittagsimbiss heiß. Nach dieser Stärkung ging es flott nach Bad Driburg hinunter. Etwas eine Stunde vor dem dortigen Faschingsumzug konnte ich noch durch Bad Driburg fahren. Dann dem Nethetal über Brakel und Ottbergen zur Weser gefahren. Die ganze Zeit sonnig. An der Weser stromauf bis Beverungen, dort die Seite gewechselt und die letzten Kilometer bis zum CP nach Bad Karlshafen. Ausgiebige heiße Dusche und danach Abendessen. CP 7,- Euro.
78,31 km | 4:28:26 | 17,5 Dkmh | 60,70 Vmax | 522 Hm
Strecke


















Montag, 27.02.2017
Morgens trocken, bewölkt bei ca. 10°C. Kleines Frühstück bereitet: Tee, Schoko, Salami, Käse. Zelt abgebaut und gegen 9.30 Uhr vom CP losgefahren. Der Uferweg (Wesernordufer) ist sehr holprig (und eigentlich ein Fußweg). Dann auf Radweg ein auf und ab zwischen Waldrand und Bahnlinie. Bei Wahnbeck übern Hügel und dann an Weser nach Bodenfelde. Ins Schwülmetal über Offensen nach Adelebsen. Übern Hügel nach Ebsen, oben eine Teepause in der Sonne (aber bei starkem Wind)! Über Lenglern nach Göttingen. Ausgiebig durch die Stadt. Später mit einem Forumsmitglied getroffen und zwei Felgen übernommen. Danach nach Süden raus aus Göttingen und zum Wendebachstausee. Meine Trackplanung war nicht gut - die letzten paar Kilometer waren auf den schlechten Feldwegen wegen zu weichem Untergrund nicht fahrbar und somit eine anstrengende Schiebepassage. Wäre ich nur an der Bundesstraße geblieben... Die Grillhütte am See ist rundum offen und der derzeit starke Wind zieht da durch. Im dunklen habe ich dann doch noch das Zelt auf der Wiese nebenan aufgestellt und darin besser, weil windgeschützter, geschlafen.
73,94 km | 5:20:21 | 13,85 Dkmh | 41,38 Vmax | 647 Hm
Strecke

















Dienstag, 28.02.2017
In der Nacht gab es für einen kurzen Moment mal ganz kurz leichten Regen.Mein Zelt habe ich bereits in der Morgendämmerung schnell wieder abgebaut und mir dann in der Grillhütte Frühstück gemacht. Wind bläßt immer noch ordentlich. Und es ist spürbar kälter geworden als am Vortag. Bei der Abfahrt scheint dann die Sonne (das sollte sich auch den Tag über nicht ändern). Vom Wendebachstausee entlang der B27 über Groß Schneen nach Friedland. Über den Bahnknoten Eichenberg über B27/80 und Radweg nach Witzenhausen. Hier schöne Fachwerkaltstadt. In der Steinkirche von Witzenhausen war eine Gedenkecke und ich zündete die mitgebrachte Kerze für Jochen an. Danach auf ehemaliger Bahntrasse aus Witzenhausen hinaus in Richtung Hundelshausen. Dann wieder eine schlechte Vorplanung: Der Anstieg von Hundelshausen hoch durch den Wald verlief zunächst noch auf festen Wegen, dann wurde ein eher weicherer Pfad daraus, auf dem ich dann das Rad weiterschieben musste. Irgendwann oberhalb des Steinbruchs kam ich wieder auf einen befestigten Waldweg und konnte weiterfahren. Oben eine Schutzhütte "Am alten Gericht". Dann weiter auf der Straße nach Hilgershausen und nach Bad Sooden-Allendorf. Zunächst noch weiter hinauf dann steile Abfahrt (13%) hinunter in die Stadt im Werratal. Durch die Stadt und dann dem Werratal mit ein paar Flussschleifen bis nach Eschwege gefolgt. Kurz vor Eschwege zieht dann mehr Bewölkung auf. Eschwege, schönes osthessisches Städtchen. Nach einer Runde durch die Stadt und ein Stück am Werrasee vorbei zum Bahnhof und Zugverbindung zurück nach Darmstadt gesucht. Kurz nach Abfahrt des Zuges regnet es. In Bebra dann längerer Aufenthalt, weil Anschlusszug verspätet ist. Dann Umstieg in Fulda und Frankfurt/Main und ich bin gegen 21.30 Uhr zurück in Darmstadt. In Darmsadt-Arheilgen aus der S-Bahn und mit dem Fahrrad nach Hause.
76,20 km | 5:50:32 | 13,04 Dkmh | 63,71 Vmax | 902 Hm
Strecke





















Gesamt-Tour-Km: 354,55
Grüße,
Matthias

Geändert von 19matthias75 (20.04.17 22:35)
Änderungsgrund: +Bilder
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#1273585 - 27.03.17 22:00 Re: 02-2017: Vom Münsterland nach Osthessen [Re: 19matthias75]
Kettensalat
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 49
Danke für den schönen Bericht deiner Tour, freue mich schon auf die Bilder.
Gruß
Robert
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#1278370 - 20.04.17 23:06 Re: 02-2017: Vom Münsterland nach Osthessen [Re: Kettensalat]
19matthias75
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 2337
So, endlich mal Bilder zum Text ergänzt schmunzel
Grüße,
Matthias
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#1278570 - 22.04.17 09:52 Re: 02-2017: Vom Münsterland nach Osthessen [Re: 19matthias75]
Bafomed
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1483
Wenngleich eine Tour aus traurigem Anlass, so hast Du Dir doch eine schöne Strecke durch meinen erweiterten Wahlheimatbereich ausgesucht.Die Piste zwischen Kempen und Altenbeken ist in der Tat wohl eher etwas für breite Bereifung, damit aber auch bei höherem Abfahrtstempo gut fahrbar und landschaftlich top. Der Weg führt in der Tat etwas westlich an Altenbeken vorbei. Alternativ hättest Du die parallel verlaufende Asphaltstraße benutzen können, die werktags kaum befahren ist. Es ist dann auch einfacher, die Abzweigung Richtung Max-und-Moritz-Quelle bzw. Knochenhütte zu erwischen, zumal man dann nicht mehr durch Altenbeken fahren muss. Ich hoffe, dass Dich die Abfahrt von der Knochenhütte nach Bad Driburg nicht ins Schwitzen gebracht hat - man muss im unteren Bereich wirklich rechtzeitig anbremsen, da dort die Straße in den Ort kreuzt.

Viele Grüße,
Martin
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