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#859059 - 30.08.12 11:54 Yunnan, China
uwee
Gewerblicher Teilnehmer Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 1147
Dauer:23 Tage
Zeitraum:16.10.2011 bis 7.11.2011
Entfernung:900 Kilometer
Bereiste Länder:cnChina







Szechuan liegt hinter uns!
Der letzte 4000er ist gemeistert. Allmählich rollen wir abwärts und erreichen Yunnan.
Der Lonely Planet meint: "Solltet Ihr nur für eine chinesische Provinz Zeit haben- wählt Yunnan!"
In Yunnan findet man alle Klimazonen. Von den Gletschern des tibetischen Hochlandes mit Bergen, die fast noch die 7000er Marke erreichen, über Seen, Hügelland den großen asiatischen Strömen Salween, Mekong und Jangtse bis hin zu den Tropen und fast noch unberührtem Regenwald hat Yunnan alles zu bieten.
Das wissen allerdings auch inzwischen viele Leute. Der Tourismaus boomt- besonders der chinesische.
Gegen Shangri La , Litang und Dali sind Neuschwanstein, Heidelberg und Rothenburg ob der Tauber ruhige, verschlafene Orte!
Nach acht Wochen Einsamkeit und Kargheit weiss man zwar die leiblichen Genüsse durchaus zu schätzen- die Massen an Touristen können einen dann aber schon erschrecken.
Immer wieder versuchen wir dieser Flut auf kleinen Straßen zu entgehen. Oft gelingt uns das. Dann holt der Pulk uns aber wieder ein. Oder wir ihn!


























Wir haben Shangri La erreicht. Die Chinesen haben den Ort Zhongdian zwecks besserer Vermarktung auf diesen populären Namen nach James Hiltons Roman "Lost Horizon" umgetauft.
Zwar kommen sehr viele- hauptsächlich chinesische- Touristen hierhin um Tibet kennen zu lernen. Auch Chinesen dürfen nämlich nicht so ohne weiteres ins autonome Tibet reisen. In Shangri La wird ihnen oft eine Art tibetisches Disneyland geboten. Mit Verkleidung und vielen Fotos. Also ich bin gegen einen "normalen" Chinesen ein Waisenknabe was das Fotografieren angeht.....
Trotz allem gefällt uns der Ort.
Tibetische Freunde haben uns avisiert, und wir haben bald auch hier gute Freunde.

Übrigens:die Visaverlängerung dauerte bei uns hier nur eine Stunde.
Momentan wohl einer der besten Orte in China für diesen Zweck!




















Nur eine Tagesetappe von Shangri La haben wir das südliche Ende von Osttibet erreicht.
Auf die Tibeter folgen die Yi.
In Yunnan leben mehr als 50 Minoritäten, mehr als in jeder anderen chinesischen Provinz.






In China- wie überall- aber hier wie man sieht besonders, sollte man nachts nicht ohne Licht radeln.
In diesem Schlagloch verstarb die beste und teuerste Weinflasche, die wir uns in China leisteten als ich über den Lenker abstieg......



























Landwirtschaft wird groß geschrieben in Yunnan.
Mitunter wachsen am Straßenrand durchaus auch in unseren hiesigen Breiten bekannte Pflanzen!





















In der Tiger Leaping Gorge hat sich der Jangtse eine tiefe Schlucht gegraben.
Links und rechts stehen schneebedeckte 5000er.
Täglich besuchen Tausende diese Schlucht. Die allermeisten allerdings von Westen von der autobahnähnlichen G214 her kommend. Östlich von der 214 gibt es eine hübsche kleine Straße, die parallel zu ihr verläuft. Diese ist für Radler sehr zu empfehlen. Und auch der östliche Teil der Tiger Leaping Gorge ist noch angenehm ruhig.
Erstmals seit Wochen brauchen wir nicht mehr zu frieren. Ab jetzt wird es heiss.





An dieser Stelle soll der von Jägern gehetzte Tiger sich durch Sprünge über den Jangtse gerettet haben, wodurch diese Schlucht zu ihrem Namen kam.





























Der Weg zur Fähre über den Jangtse ist nicht sehr leicht zu finden.
Die Räder und das Gepäck müssen erst runter getragen werden und auf der gegenüberliegenden Seite 200HM wieder hoch.
Gegen ein kleines Trinkgeld helfen uns die Fährleute!











Das heisst bestimmt Fähre auf Chinesisch!




































Es war heiss!











Ein gemütliches Restaurant mit Nutzpflanzen.

































Wie überall in China muss für den Zugang zu kulturellen oder landschaftlichen Sehenswürdigkeiten ein- gar nicht so knappes- Eintrittsgeld entrichtet werden. So war es sowohl in der Tiger Leaping Gorge, wie auch hier in den Jade Dragon Mountains. Die höchste Erhebung ist mit 5596m Höhe der Shanzidou.
Wie bei unseren amerikanischen Freunden muss auch bei den Chinesen Alles das größte, höchste, tiefste oder zumindest großartigste und berühmteste .... der ganzen Welt sein- und Umgebung.
Also die Tiger Leaping Gorge ist die tiefste und berühmteste Schlucht der Welt. (Vergesst den Great Canyon und ein paar Schluchten im Himalaya!)
Und die Jade Dragon Mountains haben den südlichsten Gletscher der Welt oder zumindest der nördlichen Hemisphere (was aber auch beides ebenso wenig zutrifft).
Zumindest ist dort oben das höchste Ski Resort Chinas- aber wahrscheinlich der ganzen Welt!

























Eine schöne ewig lange Abfahrt bringt uns nach Lijiang- dem Heidelberg Chinas!






Fortsetzung folgt....
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#859527 - 01.09.12 10:43 Re: Yunnan, China [Re: uwee]
zulukurt
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 165
Hallo Uwe,

schade um den Wein! Ich war positiv überrascht von den Tropfen aus Yunnan. Warum die dann allerdings nach der weit entfernten Great Wall heißen müssen, verstehe wer will.

Gruß
Jörg
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#859552 - 01.09.12 13:00 Re: Yunnan, China [Re: uwee]
grüner fleck
Nicht registriert
Das macht Lust!
Mir gefallen auch immer wieder sehr Eure Portraits. Schöne Begegnungen.
Wie hoch sind denn die Lebenshaltungskosten in diesem Teil Chinas?
Die Wasserkraft des Yang Tse ist ja bereits in seinen oberen Abschnitten beeindruckend. Weisst du, ob das Flussbett dort sehr tief ist? Die Hänge sind ja sehr steil.

Änderung weil: Noch ne Frage: woher weisst du soviel über die Regionen in denen ihr wart? Nur aus einem banalen Reiseführer?

Geändert von grüner fleck (01.09.12 13:04)
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#859736 - 02.09.12 13:00 Re: Yunnan, China [Re: uwee]
DerZugvogel
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 88
Sehr cooler Bericht und beeindruckende Bilder auch die von deiner Seite ;-)
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#859925 - 02.09.12 22:00 Re: Yunnan, China [Re: zulukurt]
uwee
Gewerblicher Teilnehmer Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 1147
Hallo Jörg,
ein guter Freund von mir ist der Weinexperte des Bayerischen Rundfunks.
Er meinte alle paar Jahre verdoppelt China seine Rebflächen.
Mitunter gäbe es schon so richtig gute chinesische Weine.
The "Great Wall"" verkauft sich über den Namen und das Bildchen.
Übrigens ist mittlerweile China der größte Abnehmer der teuersten Bordeaux`s und der teuerster Champagner!
Der "gefallene" Wein war ein Südafrikaner!
In den Shops bekommst Du meist nur die chinesische Massenware; eher süß als gut!
Und mit dem Bild der "Great Wall" deutlich teurer als schmeckt!
Liebe Grüße
Uwe
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#860154 - 03.09.12 18:06 Re: Yunnan, China [Re: ]
uwee
Gewerblicher Teilnehmer Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
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Beiträge: 1147
Hallo Anna,
schön mal wieder von Dir zu hören ..... oder zumindest zu lesen.

Wir waren ja kurz nach dem Monsun in den Gegenden.
Da sind die Flüsse extrem voll und oft auch braun.
Einige Monate später sollen sie einen deutlich niedrigeren Wasserstand und oft türkisgrünes klares Wasser aufweisen.
Der Pegel des Mekongs schwankt in Laos z.B. um etwa 10 Meter im Laufe eines Jahres!
Dies wird sich in Zukunft ändern. Überall werden Staudämme gebaut, und das Wasser soll sogar in den trockenen Norden Chinas umgeleitet werden.
Wer es kann sollte sich diese Gegenden jetzt noch anschauen.
Schöner werden sie in der Zukunft sicher nicht!

Ja ich lese schon gerne Reiseführer. Da fängt bei mir schon der Urlaub in der Bücherei an.
Nur ist das Zeug sehr schwer, gerade wenn mehrere Länder vor Dir liegen.
Dann fallen einem aber auch Artikel und Reportagen über solche Gegenden, die man bereisen will oder gerade hatte besonders auf, die man sonst überblättert hättes.
Und das meiste und oft auch interessanteste erfährst Du Im Lande selbst.

Die Strecke von Xining bis Laos gehörte zu den allerbilligsten des ganzen Jahres. Meist gibt es keine Hotels oder Restaurants. Die wenigen Geschäfte haben nur das Nötigste. Wie gerne hätten wir manchmal mehr ausgegeben- hatten aber gar keine Chancen.
Dann gab es tagelang mehrmals Chinasuppen!
Wir nahmen eigentlich- wo möglich- immer das beste Hotel im Orte. Die Preise dafür lagen bei etwa 5-8 Euro fürs Zimmer.
In den rummligen Touristenorten kannst Du aber auch locker viel Geld lassen.
Es gibt durchaus auch Hotels über 1000 USD- und das nicht zu knapp.
Aber auch dort gibt es hübsche Zimmer für 10 Euro. Wer sparen muss kommt auch noch günstiger durch!
Liebe Grüße
Uwe
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#860174 - 03.09.12 18:54 Re: Yunnan, China [Re: uwee]
jutta
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 3671
Und wie habt ihr euch verständigt?
Wenn man kein Chinesisch kann, dürfte es doch schon schwer sein, irgendwelche Beschriftungeh zu identifizieren.
Gruß Jutta
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#860323 - 04.09.12 10:40 Re: Yunnan, China [Re: jutta]
uwee
Gewerblicher Teilnehmer Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 1147
Hallo Jutta,
daran gewöhnt man sich schon, obwohl China zu den schwersten Ländern gehört.
Kaum jemand spricht Englisch.
Warum sollten sie auch? Ich denke es sprechen mehr Menschen Chinesisch als Englisch, und die Chinesen treffen in Amerika auch relativ wenige Leute mit Chinesischkenntnissen.
Ein paar Höflichkeitsfloskeln und Zahlen lernt man.
Nur ob ein Chinese das versteht ist die nächste Frage.
Wichtig war- besonders im Restaurant- das "Point It". Da zeigst Du auf Eier, Tomaten und Reis und bekommst das dann oft auch.
Oder man schaut, was die anderen so essen und sagt man wolle das gleiche.
Manchmal schmeckts.
Die besten Straßenatlanten sind nur in Chinesisch.
Da weisst Du zwar nicht wie die Stradt heisst wo Du hinfährst, das Schriftzeichen kann man sich aber einprägen und erkennt es auf Straßenschildern auch wieder.
Oder man hält seine Karte jemanden unter die Nase und zeigt, wo man hin will.
Das klappt.
Dumm ist, dass die internationale Zeichsprache hier auch nicht verstanden wird und die Zahlen werden auch anders gezeigt. Von 1-9 mit einer Hand! Da bekommt man schon mal 8 Bier anstatt 2.
Da muss man dann halt durch!!!
Insgesamt mögen uns die Han Chinesen nicht sonderlich und bemühen sich auch kaum uns zu verstehen.
Da waren die Uiguren, Tibeter und die meisten anderen Minoritäten deutlich freundlicher zu uns.
Liebe Grüße
Uwe
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#860483 - 04.09.12 17:25 Re: Yunnan, China [Re: uwee]
uwee
Gewerblicher Teilnehmer Übernachtungsnetzwerk
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abwesend abwesend
Beiträge: 1147








Linjiang ist eine der wenigen chinesischen Städte, die noch eine intakte Altsadt besitzt.
Eigentlich ist sie sehr schön!
Allerdings befinden sich mittlerweile in jedem der alten Häuser ein Hotel oder Restaurant oder Cafe oder Andenkenladen oder eine besonders abends lärmende Karaokebar.
Es empfielt sich ein wenig ausserhalb der historischen Altstadt zu wohnen.
Es kann sonst bis Mitternacht sehr laut werden.




















































Hier ist mal Zeit für Wartungsarbeiten an den Rädern.
An Isabels Rad ist die Schelle der rechten Bremse gebrochen.
So etwas gibts hier natürlich nicht.
Chinesische Mechaniker sind- entgegen allen sonstigen asiatischen Erfahrungen- weder einfallsreich noch hilfsbereich.
Gibts nicht! Kennen wir nicht! Haben wir noch nie gemacht!
Mit zwei Kabelbindern können wir die Bremse aber soweit befestigen, dass sie noch weitere 7000km (bis nach Hause)halten wird.



Eine Odyssee endet hier auch glücklich.
Wir durften für Schwalbe Testfahrer für die neuen Mondial spielen.
Dort sollten sie gewechselt werden.
Laut UPS soll der Transport von Deutschland nach Shangri La 4-5 Arbeitstage dauern.
Nach 3 Tagen haben unsere neuen Mäntel- wie wir im Internet verfolgen können- China auch tatsächlich schon erreicht. Dann verliert sich ihre Spur in den Weiten des Riesenreiches.
Kein Mensch weiss wo sie sind.
Schließlich gelten sie im Internet gar schon als zugestellt.
Sind nur nicht da!
Gefrustet verlassen wir 2 1/2 Wochen nach Versand Shangri La. Eine Woche später kommen sie dort doch noch an und werden uns nach Lijiang hinterher geschickt.
Ein Einzelfall? Das am gleichen Tag mit DHL von Deutschland sündhaft teuer expressversandte Paket trifft nach 7 Wochen in Shangri La ein.
Da sind wir bereits in Kambodscha!





Wir finden ruhige Straßen für die Weiterfahrt an den Erhai Lake und nach Dali.
Vor Lijiang kamen noch Pässe bis 3200m, jetzt bis 2800m. Dann hat es sich aber erst einmal mit den richtig hohen Pässen.




Hunde sind hier nett und nicht mehr furchteinflößende Bestien wie teilweise in Tibet.







































































Der wenig bekannte und noch weniger besuchte Chenghai Lake liegt in 1700m Höhe, ist 80qkm groß und weist kristallklares Wasser und viele Fische auf.
Die Straßen sind sehr verkehrsarm und angenehm zu fahren.
































































Wir haben mal wieder der den Jangtse erreicht! Wir haben nicht gezählt wie oft wir ihn überquerten.

















Der Er Hai ist mit 250qkm einer der größten Seen Chinas.
Er liegt in 2000m Höhe.
Wir erreichen ihn von Osten her kommend und haben die freie Auswahl ob wir links oder rechts rum fahren um ins hübsche aber auch ziemlich überlaufene Dali zu gelangen.
Beide Strecken sind etwa 80km lang.


































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#860669 - 05.09.12 01:05 Re: Yunnan, China [Re: uwee]
grüner fleck
Nicht registriert
In Antwort auf: uwee
Wichtig war- besonders im Restaurant- das "Point It". Da zeigst Du auf Eier, Tomaten und Reis und bekommst das dann oft auch.
Oder man schaut, was die anderen so essen und sagt man wolle das gleiche.
Manchmal schmeckts.
...
Dumm ist, dass die internationale Zeichsprache hier auch nicht verstanden wird und die Zahlen werden auch anders gezeigt. Von 1-9 mit einer Hand! Da bekommt man schon mal 8 Bier anstatt 2.
gröhl grins
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#862243 - 11.09.12 12:28 Re: Yunnan, China [Re: uwee]
uwee
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Wir sind in Dali. Dies war eine der ersten Städte, die von ausländischen Touristen und Rucksackreisenden entdeckt wurde. Das subtropische Klima und die Lage zwischen der Kangshan Range mit mehr als 4000m hohen Gipfeln im Rücken und dem Erhai See vor sich ist schon wirklich etwas Besonderes. Auch wenn sich hier ähnlich große Touristenströme wie in Linjiang durch die schön renovierten Gassen der Altstadt ergießen mochten wir Dali lieber als Linjiang.















































Ein Gefühlsgemenge:
Uns wirds dann doch zu rummelig. Uns fällt keine schöne Strecke in den Süden ein. Wir trauern noch ein wenig unserem geliebten Tibet hinterher und möchten auch mal wieder nach drei Monaten China etwas anderes sehen.
Wir fliegen die 400km von Dali nach Xishuangbanna.
Der autonome Bezirk Xishuangbanna, oder auch einfach nur Banna genannt, liegt im äussersten Süden von Yunnan. Der Wendekreis des Krebses verläuft hierdurch. Nachdem wir ihn überquert haben befinden wir uns in den Tropen. Wir merken das aber auch am Klima. Nachdem wir in Tibet oft bitterlich gefroren haben ist es jetzt richtig schwül- heiss.
Wir treffen hier auch den Mekong wieder, an dessen Quellen wir in Qinghai noch vorbeigeradelt sind. Na ja, so genau ist die Quelle noch gar nicht bezeichnet worden. Und wenn wir auch durch die Gemeinde Yushu geradelt sind, in der auch die Quelle liegt so waren wir doch etwa 3-400km von ihr entfernt. Der Mekong ist hier schon ein richtig mächtiger Fluss. Wir werden ihn bis zu seiner Mündung im Mekong Delta in Vietnam begleiten.




















Unsere erste Brücke über den Mekong!








Und so lang sind hier in China die Straßen.....





Anfangs regnete es viel und anfangs waren die Straßen nicht sonderlich gut.
Beides besserte sich.











Ach ja, hier gibt es auch schon Schiffsverkehr auf dem Mekong.
Fast täglich besteht die Möglichkeit mit einem regulären Schiff (2X wöchentlich) oder gar täglich mit Lastkähnen nach Chiangsen in Thailand zu fahren.
Manchmal durchschneidet eines der Länder (China, Myanmar- das man ohne Stop durchquert- oder Thailand diese Verbindung für Tage, Wochen oder Monate.
Die besten Informationen zu diesen Trips, mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch China oder in die Nachbarländer zu reisen und vieles mehr sowie das beste Essen in der Hauptstadt Jinghong gibt es im dortigen legendären Mekong Cafe:


Homepage Mekong Cafe






reichlich Früchte gibts jetzt am Straßenrand

































Es gibt drei Möglichkeiten von Jinghong nach Laos zu gelangen.
Dies ist die schlechteste. Eine absolut langweilige Autobahn, allerdings mit deutlich weniger Steigungen. Für Radfahrer verboten, aber das interessiert nicht wirklich jemanden.
Dann sind in einigen Karten Straßen mal auf der einen mal auf der anderen Seite des Mekongs eingezeichnet. Diese sind auch mit Rädern nicht befahrbar.
Die alte G213 hat man als Fahrradfahrer praktisch für sich alleine.
im Internet lasen wir Berichte, wie schrecklich und furchtbar anstrengend diese Strecke doch zu befahren sei.
Kommt wohl auf die Jahreszeit an. Anfang November ist das einer der schönsten Abschnitte unserer Reise. Und locker zu bewältigen!
Ein großer Teil der Strecke führt duch einen großen Nationalprk mit noch fast intaktem Regenwald.
Direkt an der Strecke liegt zufälligerweise auch noch der größte und artenreichste Botanische Garten Chinas.
Eine Traumroute!








































































Auffahrt zur Autobahn.
Wie gesagt interessieren tun die Schilder niemanden.
Nur ist die Schnellstraße wirklich langweilig und hat dazu noch viele Tunnel!
















mal beide Straßen nebeneinander











Das nennt man Barfuß(Zahn-)medizin!












Das war Yunnan!
Das war`s für uns auch mit China!
Wir freuen uns auf Laos.
Davon später.......





GPS- Daten Shangri La bis Er Hai





GPS Daten Er Hai bis Laos



Liebe Grüße
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