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#1485958 - 10.12.21 20:11 Rhein – Emscher – Ruhr
max saikels
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 1467
Dauer:5 Tage
Zeitraum:20.9.2021 bis 24.9.2021
Entfernung:360 Kilometer
Bereiste Länder:deDeutschland
Externe URL:http://hutmachergass.de/hmg/steffsblog/?page_id=5580



Zuerst sollte es die Fortsetzung der letztjährigen Tour werden, aber mit dem oberen Ruhrtal war ich immernoch nicht zufrieden, so dass ich für den ersten Teil eher eine Fortsetzung der Tour vor zwei Jahren geplant habe und mehr eine Kanaltour daraus wurde.

(Disclaimer: wg. Chrome und Konsorten s. hier)

Düsseldorf – Duisburg

Züge pünktlich, halbzwölf in Düsseldorf bei sonnig bewölkt und frühherbstlich kühlem Nordostwind gestartet. Vom Bahnhof direkt zum Rhein und kurzer Rundumblick. Am Rhein entlang und an der Messe vorbei, z.t. schöne Platanenalleen, stadtauswärts. Wassergebundene Radwege staubig trocken, was auch die nächsten drei Tage so blieb. Der Radweg ab dem Düsseldorfer Wasserwerk ist doch schöner als erwartet, brauchbar asfaltiert, schöne hohe alte Bäume, abschnittsweise auf dem Winterdeich.

Kaiserswerth schnuckeliges Städtchen, touristisch der Marktplatz, ansonsten für die reichen Düsseldorfer mit ihren Villen am Rhein. Dahinter ein Stück nagelneuer glatt asfaltierter Radweg. Wenig später schon die Stadtgrenze von Duisburg.

Ab dem Hüttenwerk Krupp Mannesmann HKM, die man von der Halde Tiger & Turtle südwestlich sieht, der Ortsteil heißt auch noch Hüttenheim, Radwegführung an der Straße mit viel Verkehr, meist schmale Hochbordradwege in sauschlechtem Zustand, holpriger Asfalt, Wurzeln. Allerdings ist keiner dieser Radfahrer-von-der-Straße-räumen-Radwege aus den 60ern als benutzungspflichtig ausgewiesen. Das ist im ganzen Ruhrgebiet meist so. Aber viele Straßen sind auch nicht besser, hundertmal huckelig ausgebessert. Immerhin bin ich in den fünf Tagen kein einziges Mal angehupt worden, egal ob ich auf der Straße statt Radweg oder gegen die Einbahnstraße oder durch einen für Radfahrer verbotenen Tunnel gefahren bin. Insgesamt wird im Ruhrgebiet (und im Saarland) nach meinem Eindruck weniger Rad gefahren als anderswo; ist mir ja vor zwei Jahren auch schon aufgefallen.

Zum Tiger & Turtle hoch, aber nicht die Treppen hoch. In der Jh wg. check-in angerufen, geht ab 15 uhr. Es war dann doch viertel nach bis ich da war. Zimmer mit einem Studi aus Libyen, der im Oktober anfängt und einem anderen jungen Menschen.




Trinkwasserbrunnen am Rhein in Düsseldorf




Hüttenwerke Krupp Mannesmann




 




tiger & turtle

Mit leichtem Gepäck durch Wanheimerort zur Duisburg-Hochfelder Eisenbahnbrücke und aufs Deichvorland gegenüber der Industrieanlage am Außenhafen in Hochfeld. Durch Essenberg und am Rhein an Homberg vorbei (gute sicht aufs Rheinorange) zur Friedrich-Ebert-Brücke nach Ruhrort.

 




Duisburg-Hochfelder Eisenbahnbrücke




Hochfeld




 




Brücke der Solidarität




Rheinorange




Friedrich-Ebert-Brücke




Trajekt Ruhrort–Homberg




 

Keine Lust nach dem Biorestaurant in der Innenstadt zu suchen, zumal die dort damals nur 2 oder 3 Tische draußen hatten. Zum Innenhafen gefahren und beim Vapiano innen (wg. des kalten Windes) mit Blick aufs Wasser Pesto alla genovese und einen Pinot Grigio konsumiert. Zum Hbf und durch Neudorf den Sternbuschweg runter zur Jh und im Sportpark eine Runde um die Regattastrecke gedreht.
Es war den ganzen Tag so kühl, dass duschen nicht nötig war.

 




Innenhafen Duisburg




Sportpark_Duisburg

Oruxmaps
Strecke: 67,2 km (4:21) – Maximale Höhe: 49 m



Duisburg – Castrop

Kurz nach sieben beim Frühstück, selbiges recht reichhaltig mit Müsli und Obst, aber übliche Billig-Wurst und -Käse. Vielleicht hätte ich mir doch ein Einzelzimmer für knapp 60 Oios leisten sollen, wäre entspannter gewesen; andererseits 25 Oios Mehrpreis sind schon heftig und mit den zwei jungen Leuten wars auch ok.

Halbneun gestartet, sonnig und kühl. Weitgehend auf Radweg neben der Bahn zum Hbf gefahren, an der Gedenkstätte des Love Parade - Unglücks 2010 vorbei gekommen und am Hbf zur Gedenkstätte für die deportierten jüdischen Kinder. Natürlich müsst es heißen "Kinder von Deutschen jüdischen Glaubens". Weiter durch Kaßlerfeld, das alte Duisburg, nach Ruhrort. Museumsschiff im Hafenmund, über die alte Brücke über den Eisenbahnhafen (Hätte ich mich informieren und gucken sollen. Auf der Homberger Seite hatte ich das Bassin gesehen und bin auch über die dortige gleiche Brücke gefahren).

 




Loveparade 2010




Deportations-Mahnmal Duisburg Hauptbahnhof




Tausendfensterhaus




Museum der Deutschen Binnenschifffahrt




 




Duisburg-Ruhrorter Häfen


Auf dem Rheindeich den großen Rheinbogen um das riesige Werksgelände von Thyssenkrupp Steel Europe in Hamborn/Bruckhausen. Beeindruckend: die Haus-Knipp-Eisenbahnbrücke. Das Klärwerk Emschermündung ist auf diesem Gelände, vom geschätzt 10 m hohen Rheindeich aus sehr gut zu sehen. Hab idiotischerweise kein Bild gemacht, obwohl ich mir dachte, dass es diese Kläranlage ist. Beeindruckend die dicken Heberleitungen über den Rheindeich, womit die geklärte Emscher in den Rhein gemündet wird.

Die Route führt auf der Straße bzw Hochbordradweg durchs Werksgelände nach Süden und ist dann irgendwann auch zum Landschaftspark Duisburg-Nord ausgeschildert.

 




Haus-Knipp-Eisenbahnbrücke




 




 




ThyssenKrupp Steel Europe




 




Klärwerk Emschermündung




Hochofenwerk Hamborn

Im Landschaftspark Nord im Erzbunker Mittags- und Schminkpause und dann weiter zum Emscherradweg. Zuerst gehts 4 km auf dem Grünen Pfad, das ist die HOAG-Trasse, in Buschhausen zum Rhein-Herne-Kanal. Ich hatte einen Schlenker durch Oberhausen-Osterfeld geplant, weiß nicht mehr warum, vielleicht wegen der Landesgartenschau 1999, der ältesten Arbeitersiedlung oder des Rangierbahnhofs; hab den Abzweig verpasst und bin erst hinterm Bahnhof nach Bottrop zum Tetraeder abgebogen.

 




Landschaftspark Duisburg-Nord




 




 




Grüner_Pfad




 




Gasometer Oberhausen




 




 

Zum Tetraeder gehts auf asfaltiertem Weg gut hoch zu kurbeln. Oben haldenüblich staubige Steinwüste, schöne aussicht, aber diesiges Wetter. Aufs tetraeder bin ich nicht. Pause auf ner Bank gemacht und angefangen zu telefonieren. Schließlich im Hotel Daun in Castrop ein Zimmer gekriegt.

Weiter am RHK entlang, an Gelsenkirchen und Herne vorbei und das Umspannwerk Recklinghausen verpasst, weil ich die Route nicht direkt da her geführt hatte. Als ichs merkte, wollte ich die knapp 3 km nicht mehr zurück, sondern hab mir einen Weg zum Hotel entlang der in Oruxmaps angezeigten Radrouten gesucht. War ein Fehler, denn einige dieser routen gehen über schlecht zu fahrende, ausgewaschene Wege mit Schiebepassagen und mit zu viel Zickzack. Und außerdem ist da im nordöstlichen Ruhrgebiet die Gegend schon deutlich hügeliger, weshalb es nochmal beschwerlicher ist, schlechte Waldwege zu fahren. Lieber einen Kilometer mehr und nur Straße.

 




Tetraeder




 




 




Kokerei Prosper




Bergwerk Prosper-Haniel




Halde Hoheward




Schleuse Wanne-Eickel




 




 




Siedlung Teutoburgia

Viertel vor sechs am Hotel in Obercastrop, genauer, außerhalb an der Bochumer Straße. Kleines Zimmer, aber ok. Rad draußen auf dem Hof an ein Rohr angeschlossen. Da das Ruhrgebiet nicht touristisch ist, gibts außer in den Großstädten nur kleine Hotels, die via preiswert-uebernachten.de explizit Monteurszimmer anbieten, Üf mittlerweile kaum noch unter 60,- zu kriegen.

Nach duschen runter nach Castrop gelaufen, gibt nicht viel an Gastronomie. Am Marktplatz die Brasserie 1910 gefunden. So eine Art Kaiserslautern, das Ruhrgebiet, alle fünf Minuten kommen die Poser mit ihren Audis und fahren durch den Verkehrsberuhigten Bereich, zwar nicht laut oder schnell, aber unnötig.

Oruxmaps
Strecke: 81,2 km (5:27) – Maximale Höhe: 123 m – Aufstieg: 660 m – Abstieg: 570 m



Castrop – Witten-Annen

Frühstück wie üblich, O-Saft, Rührei, Müsli, aber dafür nur 4,- berechnet, das wären normalerweise die zwei großen Espresso schon wert gewesen. Der Inhaber hat das Teil wohl vor vier Jahren übernommen, unter der Woche wohl nur Monteure, am Wochenende vielleicht Brunch und Events, sah der Einrichtung nach so aus.

Kurz nach acht, so früh wie noch nie losgekommen. Die Landstraße runter nach Castrop und weiter nach Norden, nach dem Hbf eine Runde durchs Gewerbegebiet gedreht der Aussicht auf die Teerdistillationstürme der Rütgerswerke wegen; die haben sogar einen eigenen Hafen am RHK. In Castrop deutlich mehr benutzungspflichtige Hochbordradwege; aber gehupt hat keiner wenn ich sie nicht benutzt habe.

Den neuen Emscher-Durchlass in Henrichenburg hätte ich mir gerne aus der Nähe angesehen, aber kein näherkommen zur Baustelle möglich; Radweg am RHK in dem Bereich auch gesperrt. Bei einer Billigbäckerei in Henrichenburg etwas Proviant gekauft und weiter zum Schleusenpark Waltrop. Die Speicherbecken der alten Sparschleuse lassen sich nicht gut fotografieren, kein passender Aussichtspunkt. Die auf der Nordseite sind zu Parkplätzen umgebaut worden. Auch an das neuere Schiffshebewerk kommt man nicht ran.

 




Rütgerswerke




Emscher-Durchlass




Emscher




 




Rhein-Herne-Kanal




Schleusenpark Waltrop




 




 




 


In einem größeren Bogen und am Streitobjekt Kraftwerk Datteln 4 vorbei zum Kanalkreuz Datteln und dort erstmal Pause mit schminken gemacht. Weiter um die Schleuse des Wesel-Datteln-Kanals zur Alten Fahrt und diese bis zur Kanalbrücke über die Lippe. Letztere schöne Kanalallee.

Auf der anderen Seite zurück und am Dortmund-Ems-Kanal und Datteln-Hamm-Kanal entlang nach Waltrop. Dort nochmal kurze Pause zum nachschminken und weiter zum DEK und diesen entlang bis zum nördlichen dortmunder Hafen. Der Weg entlang des Kanals ist sehr regelmäßig auf der Westseite mit noch jungen Bäumen bepflanzt, so dass man weitgehend im Schatten fährt.

Es gab zwar auch in der Gegend oder etwas südlich das Unwetter im Juli, aber im September bisher keinen Regen und entsprechend staubig waren die Kanalradwege; das Rad und die Packtaschen ziemlich eingesaut.

 




Kraftwerk Datteln 4




Dortmund-Ems-Kanal




Schleuse Datteln




 




Wesel-Datteln-Kanal




Alte Fahrt




 




Lippebrücke Alte Fahrt




Lippebrücke des DEK




Datteln-Hamm-Kanal




DEK vor Dortmund

Bei der deusener Brücke vom DEK zur Kokerei Hansa abgebogen. Da man wegen Bauarbeiten das Rad nicht mit rein (Eintritt frei) nehmen darf, sonst schon, hab ich auf einen Besuch verzichtet. Könnte ich bei einer Städtetour Dortmund mal nachholen, samstags gibts auch Führungen. Stattdessen entschieden die heutige Etappe bis Witten zu machen und wg. Übernachtung telefoniert und das Hotel "Hoppe's lecker essen" gebucht. Da ja erst halbdrei war bin ich dann zur Halde Deusenberg hoch gefahren, staubiger, schottriger Weg, aber oben schönen rundumblick und Blick auf Dortmund.

Weiter den Emscher-Radweg an Dortmund vorbei, der Radweg wie die Bahntrassen ziemlich mit Bäumen und Büschen zugewachsen, direkt gegenüber der Kläranlage Dortmund von selbiger deswegen nix zu sehen. Als Verkehrsverbindung ohne Straße ganz ok, aber nicht für Radtour. An der Kreuzung von der Ruine der Dortmunder Union, wo ich vor zwei Jahren rechts nach Dorstfeld zum Eis essen abgebogen bin, dann doch nach links richtung Dortmund-Mitte gefahren in der Hoffnung, eine Eisdiele zu finden. Keine gefunden. Nach Süden durch die Messe und am Westfalenstadion vorbei durch einen schönen Buchenpark mit total heruntergekommenen Wegen, ehemals asfaltiert, jetzt kaputt, Richtung Löttringhausen und dort auf den Rheinischen Esel nach Witten-Annen.

 




Dortmund vom Deusenberg aus




 




Dortmunder Union




 




Rheinischer Esel




 


Nach duschen direkt zum Bahnhof gegenüber (wg. Küchenumbau war nix mit lecker essen bei Hoppe) und nach Witten gefahren, eine Station, ca 5 km, 2,80 Oios. Schon mehr los, auf der Bahnhofstraße gibts nen Alnatura und es gab wohl mal nen Kaufhof oder sowas, hat jetzt in den Schaufenstern Reklame, u.a. Vom Weichenwerk mit Modellen und Bildern. Bahnhofstraße hoch gelaufen und auf dem Marktplatz Abendessen.

 




Das war mal Horten, zuletzt Kaufhof, in der oberen Bahnhofstraße in Witten




Rathaus Witten




Witten Hauptbahnhof

Oruxmaps
Strecke: 82,5 km (5:27) – Maximale Höhe: 124 m – Aufstieg: 590 m – Abstieg: 600 m



Witten-Annen – Schwerte

Frühstück wie üblich, aber mit 9,50 Oios etwas zu teuer. Kurz nach halbneun bei sonnigem Herbstanfang los. Für heute war eigentlich bedeckt und Regen angesagt, der Wind hat auch gedreht und kommt jetzt, nicht mehr so kalt, aus Südwesten. Auf den Rheinischen Esel nach Witten. Wo vor zwei Jahren noch Baustelle war ist immernoch Baustelle, aber die Radwegbrücke in Verlängerung der Bahntrasse bald fertig. Der Rheinische Esel ist sehr stark frequentiert von Fußgängern und Radfahrern, ideale Verkehrsverbindung und ganz schön.

Vom Weichenwerk in Witten ist wie zu erwarten nicht viel zu sehen, aufs Gelände kommt man natürlich nicht. In der unteren Bahnhofstraße bei Alnatura Proviant gekauft, dann runter zum Ruhrradweg und diesen aufwärts bis zum Aussichtspunkt auf das Naturschutzgebiet Ruhraue. Mit Aussicht ist nix, da mal wieder ziemlich zugewachsen.

 




Untere Bahnhofstraße Witten


Nächstes Ziel Haus Harkorten. Auf die Trasse der Elbschetalbahn, neu angelegter Radweg, glatter Asfalt schön zu fahren. Im Schatten noch ziemlich frisch. Leider hört der Weg anderthalb km vor dem Bahnhof Albringhausen auf, soll aber wohl irgendwann weiter gebaut werden. Obwohl auch ehemaliges Zechengebiet ist es landschaftlich schön und eine Abwechselung zur Ruhr. In Albringhausen abgebogen, um zur Silscheder Kohlenbahn zu kommen. Dabei auf der Landstraße nach Gevelsberg mal wieder nicht aufgepasst und anderthalb km und 70 hm zuviel gefahren. Die Trasse der Kohlenbahn ist als solche ja schon lange nicht mehr existent, entsprechend zugewachsen und nur noch ein nicht sehr breiter Weg auf z.t. Recht hohem Bahndamm. Unten in Westerbauer auch nix mehr gesehen, dafür hätte ich aber auch etwas mehr forschen müssen. Haus Harkorten die Fensterläden zu.

Wieder den berg hoch nach Volmarstein, die Abfahrt ins Ruhrtal auf der anderen Seite sehr beschwerlich nur mit dauerbremsung in Schrittgeschwindigkeit zu fahren wegen der durch das Juli-Unwetter heftigst ausgewaschenen Wege, aber immerhin nicht gesperrt. Ein Stück Ruhraufwärts nach Wetter zum Bahnhof, Gedenktafel gefunden und wie vor zwei Jahren zum Eiscafe, der gleiche Kellner; Eisschokolade inhaliert. Wie vor zwei Jahren zur Burgruine bei der Kirche, wo mal die Harkortsche Fabrik stand, von der nix mehr zu sehen ist.

 




elbscheradweg




 




Schlebusch-Harkorter Kohlenbahn




Haus Harkorten




 




Bahnhof Wetter




Burg Wetter / Harkortsche Fabrik




Friedrich Harkort


Runter zum Harkortsee und zum Ruhrviadukt, um Herdecke herum sehr viel Betrieb, der sich aber am Westufer des Hengsteysees schnell wieder gibt, da der Ruhrtalradweg über die ehemalige Eisenbahnbrücke am Stauwehr geht. Köpchenwerk müsste man mal besichtigen. Für in Herdecke zu übernachten wars mir noch zu früh, deshalb auf einer Bank am Hengsteysee längere Pause gemacht und telefoniert. Via buchung.kommerz in der katholischen Akademie in Schwerte ein Zimmer gebucht (die machen das wohl der besseren Kostendeckung halber); das im Reichshof wäre mir mit 74 Oios ohne Frühstück zu teuer gewesen.

 




Harkortsee




 




Ruhr-Viadukt Herdecke




Laufwasserkraftwerk Hengstey




Koepchenwerk




 




Hengsteysee





Es bewölkte zunehmend, weiter mehr oder weniger an der Ruhr entlang nach Schwerte, kurzer Blick auf die Rohrmeisterei. Der Weg zum ehemaligen Ausbesserungswerk zieht sich etwas, den Zugang hab ich an der falschen Stelle vermutet. Bei richtigem hinsehen ist er aber auf der Karte zu erkennen. Nach etwas hinundherfahren in der Kreinberg-Siedlung gelandet und von dort über die Höhen zur Unterkunft.

 




Rohrmeisterei Schwerte




Ehem. Eisenbahnausbesserungswerk Schwerte


Das Zimmer klein, aber nicht kleiner als in einfachen Hotels, ist ja auch nicht eigentlich als Hotelzimmer gedacht, deswegen kein Fernseher, aber ein Kreuz an der Wand, das Bad recht neu. Nach duschen runter in die Stadt gelaufen. Für Fußgänger sind die Ampeln noch heftiger als in Marburg. Gastronomisch nicht viel los, das Restaurant am Rathaus Schnitzelbude. Am Marktplatz in einer Tapasbar draußen einen Ensalada con Queso, gebackener Schafskäse, und ein Glas Rioja tinto (peinlicherweise rioja rojo bestellt). Die 4 Scheiben Brot und der Käse haben für Sättigung gesorgt. Zum Sonnenuntergang klarte es wieder etwas auf.

Oruxmaps
Strecke: 69,1 km (5:13) – Maximale Höhe: 260 m – Aufstieg: 950 m – Abstieg: 900 m



Schwerte – Plettenberg

Frühstück reichhaltig, natürlich kein bio, Cappuccino, das beste Frühstück bisher.

Ich hatte ja nur bis Schwerte konkret geplant und da ich keine Lust auf die Elektrorentnerbaggage auf dem Ruhrtalradweg hatte, hab ich entschieden, heute nachhause zu fahren, nur noch nicht woher. Mit der Bahn weiter Ruhraufwärts wäre wg zuviel umsteigen oder SEV zu umständlich geworden, weshalb ich entschieden habe, das Lennetal hoch zu fahren. Zwischen Hagen und Werdohl sollte es auch wegen des Juli-Unwetters SEV geben, aber ich dachte mit dem Rad da durch zu kommen.

Bei bedecktem Himmel und neblig-feuchtem Wetter erst nochmal zur Kreinberg-Siedlung und zum EAW, die Einfahrt nun gefunden. Viele Gebäude stehen noch und unter Denkmalschutz, aber das ganze ist jetzt ein Gewerbegebiet. Ich hatte von der Gedenkstätte für die dort eingesetzten Zwangsarbeiter gelesen; man muss schon suchen, um die zu finden.

 




Kreinberg-Siedlung




 




 




 




 

Runter zur Ruhr und der Landstraße nach übern Berg nach Lethmate im Lennetal. Die Bahnstrecke ist tatsächlich ab da gesperrt, Signale dunkel. Ob wegen Unwetterschäden ist unklar, jedenfalls gibts paar Baustellen. Ab Altena bis Werdohl ist die B236 wegen einer Baustelle (Unwetter) gesperrt, aber mit Rad kommt man durch, und so ist es ein gemütliches fahren auf der breiten, gut ausgebauten BundesStraße. Ab Altena kam auch allmählich die Sonne raus und blieb es bis Plettenberg. Obwohl die Züge nach Siegen ab Werdohl wieder fahren, bin ich bis Plettenberg gefahren. Lennetalradweg, naja, halt ein lautes Industrietal, ähnlich wie das Murgtal.

RE nach Siegen gerade verpasst, mit RB aber guter Anschluss in Siegen zum RE98 nach Frankfurt und um sieben zuhause.

Oruxmaps
Strecke: 59,6 km (3:40) – Maximale Höhe: 256 m – Aufstieg: 710 m – Abstieg: 660 m


Fazit
Es gibt da immernoch paar Sachen zu besuchen.

Summen: 360 km, 3300 hm, mehr oder weniger


Die Karte
Grüße, Stephan
Alpen 2022
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