Seit einiger Zeit schaue ich bei sich bietender Gelegenheit im einschlägigen Handel nach einer neuen Fleecejacke. Jedesmal fällt mir auf, dass es die früher üblichen Jacken mit der „pelzigen“ Oberfläche so gut wie gar nicht mehr gibt. Lediglich ein ziemlich teures Exemplar von Fjällräven habe ich noch entdeckt. Stattdessen hängen überall Fleecejacken mit glatter Gewebe- oder Strickoptik, meistens mit allerhand dekorativem Schnickschnack wie farblich abgesetzten Reißverschlüssen und Taschen an Stellen, wo ich sie nicht benötige. Zwei solcher Jacken habe ich in den letzten beiden Jahren bereits erworben, beide neigen nach kurzem Gebrauch zu sehr starkem Pilling und sahen nach kurzer Zeit schäbiger aus als meine älteren Exemplare, die zum Teil fünf Jahre oder älter sind.

Ist die Zeit der kuscheligen Hasenfelle vorbei, ist die „neue“ Optik nur eine Modeerscheinung oder möchte man gar den Teilen eine möglichst kurze Verfallszeit mitgeben, damit sie am Ende der kühlen Saison im Altkleiderkübel landen?

Bernd