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#834808 - 08.06.12 23:14 Zentralasien 2011 Teil 2 - Kirgistan
estate
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Zeitraum:
Entfernung:0 Kilometer
Bereiste Länder:kgKirgisien





Übersicht:

Ich bin von Tadschikistan südlich von Sary Tash eingereist und habe die Hauptstraße nach Osh genommen, wo ich aber bei Gulcha über einen netten Pass abgebogen bin. Durch das Ferganabecken bin ich dann bis Jalal Abad und über den Pass nach Kazarman. Über die nördliche Route und vielen Pässen gelangte ich zum Hochgebirgsee Song Kol. Nach der spektakulären Abfahrt ging es dann nach Kochkur und dem rießigen Issuk Kul See. Nach Biskek habe ich dann die Hauptstraße genommen, und das Land Richtung Kasachstan verlassen.

Eigentlich hatte ich eine längere Route geplant, doch Taschikistan dauerte fast 8 Tage länger als gedacht, deshalb habe hier eine schnellere Route wählen müssen.


Karte:



Video

Videos und Fotos von Kirgistan


Los geht's

Nachdem ich mit der Grenzabfertigung fertig war, ging gerade die Sonne unter.
Schon in der nächsten Kurve nach dem Grenzposten komme ich am ersten Jurtendorf vorbei.
Ich fahre zügig durch, als die ersten von bestimmt über 100 Hirtenhunde auf mich zustürmt. Allerdings fehlt mir die Angst, bzw. der Respekt von den Hunden und ich ignoriere sie. Erst daheim lese ich in ein paar Berichten, dass Radler duraus schon von den Hunden in Zentralasien gebissen wurden.
Ich fahre noch einige Kilometer in den Abend, bellende Hunde um mein Zelt mag ich einfach nicht. Die Straße verläuft jetzt quer durch das riesige Tal, auf dessen anderen Seite Sary Tash liegt.



Mein einsamer Zeltplatz im Flussbett ist eigentlich nicht so einsam wie gedacht, kurz nach Sonnenaufgang werde ich von einem Autofahrer geweckt, der mich aus der Entfernung grüßt. Als ich nicht aus dem Zelt komme fährt er weiter. Beim Frühstück kommt ein Lastwagen, der ebenfalls in der Nähe meines Zeltes den Fluss überquert.






Nach einer Stunde bin ich in Sary Tash, einem Ort mit einem Cafe, einem Lebensmittelgeschäft und keiner Bank. Viele Reisende haben hier schon versucht Geld zu wechseln. So auch vier Radler die gerade aus China kommen. Sie haben sich nur zufällig an der Grenze getroffen und gehen jetzt verschiedene Wege. Sie sind von dem Angebot im Laden nicht so überascht wie ich. Hier gibt es schon mehr als praktisch in den meisten Taschikischen Läden, sogar ein Eis am Stiel. Ich bekomme noch Chinesische Ramen Nudeln geschenkt, von denen die Radler wohl in China genug gegessen haben. Ich beschließe mit Daniel, einem Südkoreaner auf Fahrradweltreise, Richtung Osh zu fahren. Daniel ist nicht sein richtiger Name, er nennt sich so, sein richtiger Name ist nicht aussprech, bzw. merkbar.
Obwohl wir schon auf 3000 Meter höhe sind, müssen wir erst noch auf 3500 um dann ins Ferganabecken abfahren zu können.





Einige kirgisische Bauarbeiter mit Daniel


Nach einigen Gegensteigungen erreiche ich den Pass, während Daniel schon länger wartet.








Die Passstraße ist noch immer im Bau, die Chinesen treiben hier eine richtig breite Straße in den Berg. In Europa würde man soetwas nicht machen, sondern die Straße und den Hang mit Bewehrungsanlagen schützen. Hier übernimmt einfach die Breite diese Aufgaben.

Nur durch die Serpentinen werden nicht so viele Höhenmeter vernichtet. Als wir unten zwei Amerikaner treffen, sind wir nur 400 Meter niedriger. Die Amerikaner sind auch auf den Rädern auf Weltreise, allerdings nehmen sie ab Duschanbe den Flieger, da sie ja nicht durch den Iran können.

Wenige Kilometer später können wir es kaum fassen: Es gibt frischen Asfalt! Die weitere Abfahrt ist denkbar lustig.







In den Orten kommen die Kinder aus allen Richtungen angerannt, obwohl hier wirklich sehr viele Radler durchkommen. Normalerweise wird fröhlich gewinkt, nur bei einem Melonenstand an dem wir nicht halten, werden uns ein paar Steine nachgeworfen, allerdings sehr schlecht gezielt.
Als die Sonne anfängt aus dem Tal zu verschwinden, und ich schon ziemlich erschöpft von Daniels Tempo bin, meint er "Let's push it for 100 Kilometer" Ich bin mir nicht sicher wie viel er heute schon gefahren ist, aber ich klemme mich in den Windschatten seines Surly Long Haul Truckers und halte brav durch. Das Nachtlager schlagen wir in aller Öffentlichkeit bei einem verlassenen Haus auf. Gegenüber ist ein Dorf 300m entfernt. Natürlich bekommen wir noch Besuch von der Dorfjugend, die uns sehr neugierig begutachtet. Die Burschen haben einen Anführer, einen 12 jährigern der als Einziger auf einem Esel reitet. Er unterhält sich mit uns und weist die anderen Kinder zurecht, als sie zu neugierig werden.

Ich werde am nächsten Tag von 10 Eseln geweckt, die zwischen den Zelten herummaschieren. Schließlich gehen sie in die Grundmauern des verlassenen Hauses, wo sie dann einfach eine Stunde lang grundlos herumstehen.
Den Vormittag geht es weiter durch das Tal immer leicht bergab. In Gulcha verabschiede ich mich von Daniel und probiere Geld zu wechseln. Die einzige Bank hat Mittagspause, und ich kaufe mir in einer Bäckerei ein paar Weckerln. Soetwas hat es in Taschikistan nicht gegeben. Da musste man schon froh sein, wenn die Läden überhaupt Brot hatten. In der gut bewachten Bank wird mir wird der Weg zur "Kassa" gezeigt, wo man Geld wechseln kann. Offenbar gibt es nur dort in der Bank Geld, denn der Schalter ist sehr gut gegen Überfälle gesichert.

Nach Gulcha möchte ich noch möglichst weit auf einen 2500m Pass rauf, der mir die Stadt Osh und noch einiges an langweiliger Strecke ersparen soll. Da ich kein GPS und keine guten digitalen Karten mehr habe, frage ich mich nach dem Pass durch, was eigentlich gut funktioniert. Ein Bursche am Fahrrad zeigt mir den falschen Weg an, weil er mich seinen Freunden vorstellen will und mich einlädt mit ihnen am Fluss zu Baden. Seine Freunde zeigen mir dann den exakten Weg, können aber kaum glauben, dass ich mit dem Rad dort drüber will.
In den Dörfern nach Gulcha treffe ich einige Betrunkene Usbeken, die in dieser Gegend eine große Bevölkerungsgruppe darstellen. Nach den Unruhen im Jahr zuvor sind sehr viele von ihnen geflüchtet.
In dem Seitental, das ich jetzt Richtung Pass hinauffahre herrscht irgendwie eine eigenartige Stimmung. Man wird nicht mehr so freudig begrüßt und ein Auto schneidet mich absichtlich. Allerdings kann es auch Einbildung sein, da mir andere Reisende erzählt haben, dass die Kirgisen hier nicht so freundlich sind wie im Norden. Der Eindruck wird aber schnell zerstört, als mich ein Kühlwagen anhält der Fahrer etwas mit mir redet und ich dann zwei Eis am Stiel geschenkt bekomme. In diesem Tal sind nach der Reihe langgezogene Dörfer, und alle Einwohner scheinen an den zahlreichen Berghängen Gras zu ernten. Erst später komme ich drauf, dass das Gras für den Winter ist, und die andere Hälfte der Einwohner gerade mit dem Vieh in Jurten auf den Bergen ist. Wieder einmal muss ich noch einige extra Kilometer leisten, bis ich einen Zeltplatz abseits der Häuser finde.


Am nächsten Tag geht es die restlichen Höhenmeter auf den Pass hinauf. Die Grasernter sind schon überall auf den Hängen. Einer davon lädt mich zu einer Wassermelone ein, was ich aber freundlich ablehne, ich will auf den Pass, bevor es warm wird, und ihm nicht die Jause wegessen. Nach viel weniger Kehren als gedacht bin ich am Pass, wo einige Jurten aufgeschlagen sind. Neben den Ziegen gibt es hier auch Truthäne und Hühner.






Die Abfahrt führt durch einige Dörfer und eine Schlucht und endet schließlich im Ferganabecken.
Hier gibt es wenig zu sagen, höchstens dass die Menschen viel freundlicher sind als beschrieben. So bekomme ich Melonen und eine Mitfahrgelegenheit nach Bishkek angeboten. Als ich Tomaten kaufen will, schenkt mir der Verkäufer gleich die besten seiner Exemplare.







Kriegerdenkmal für den Afghanistankrieg





Hier ist es garnicht so leicht einen Platz zum Zelten zu finden. In einem Flussbett werde ich dann doch fündig. Sehen kann mich allerdings jeder.

Am nächsten Tag kaufe ich mir das erste Mal seit Jahren eine Flasche Coca Cola - noch bin ich nicht so weit, dass ich einfach aus den Flüssen und Bewässerungsanlagen das Wasser entnehme.

Nach einigen Kilometern kann ich nach Usbekistan schauen denn die Straße verläuft knapp der Grenze entlang.
Interessant auf wie viele Länder ich während der Tour blicken kann: Afganistan, Pakistan, Usbekistan, China, sowie fast in die Mongolei und Russland.



Das Ferghana Becken


In Jalal Abad brauche ich das Internet, ich möchte neue Lieder für meinen MP3 Player - die alten hat ein Virus zuvor gelöscht - sowie Google Maps Karten abfotografieren.
Überall sehe ich das Grafiti "Kyrgisk" oder so ähnlich. Ich denke nicht darüber nach, allerdings sehe ich es so oft, dass ich mich noch genau daran erinnern kann.
Nach der Reise erfahre ich dass damit Eigentum von Kirgisen markiert wurde, damit es bei den Unruhen vor einem Jahr verschont bleibt.




Endlich Fleisch!

Was mir an Jalal Abad sonst so auffällt, sind sehr viele gehobene Hausbauprojekte, die im Rohbau stehen geblieben sind.
Gegen den Abend hin, fahre ich noch aus der Stadt raus und nehme die unscheinbare Straße nach Kasarman.
Erstaunlich wie unspektaklär diese Straße aus der Stadt verläuft, immerhin verbindet sie Jalal Abad zumindest flächenmäßig mit einem Drittel von Kirgistan.
Einen Zeltplatz zu finden ist schwer, überall sind noch Hirten und Bauern am Arbeiten. Sie nutzen offenbar den kühlen Abend aus.

Natürlich werde ich eingeladen, als ich frage, ob ich auf dem Acker übernachen darf. Allerdings war es heute zu anstrengend, und ich lehne dankend ab.
Außerdem soll man ja 3x aus Höflichkeit ablehen. Die Bauern meinen etwas von Wölfen, was ich mir in dieser Gegend nur schwer vorstellen kann. Vielleicht meinen sie wilde Hunde.


Der nächste Tag dient der Passanfahrt und stellt den Übergang des Beckens ins Gebirge dar. Als ich raste hält ein Audi, und ich bekomme eine frische Sonnenblume vom Durchmesser einer Pizza. Sonnenblumenkerne sind offenbar sehr beliebt, an allen Rastplätzen sieht man ihre Schalen.


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#834809 - 08.06.12 23:22 Re: Zentralasien 2011 Teil 2 - Kirgistan [Re: estate]
estate
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Auf dem Weg zum Pass treffe ich die einzigen Österreicher auf der Reise, zwei Tiroler mit Pickup. Durch ihr Autokennzeichen fange ich gleich auf Deutsch mit ihnen zu reden an, was sie ziemlich überrascht.








Der Pass ist in Sicht




Vor dem Pass zelte ich gleich neben der Straße, und werde noch vo vielen Hirten und Fahrzeugen gegrüßt. In diesem Tal gibt es schon wieder Jurten, aber auch Baustellenwagons und ein alter Buss dient als Sommerwohngelegenheit. Es gibt außerdem sehr viele Bienenstöcke.

Der nächste Tag beginnt mit dem Passaufstieg. Der Pass ist 3000m hoch, also etwa 1000hm hinauf. Das Geniale ist, dass der an einem Berggrad hinaufgeht, neben den Serpentinen hat man auch noch einen 130 Grad Knick drinnen, was für abwechslungsreiche Aussichten sorgt.





Außerdem kann man hier den Grund für die breiten Sovietstraßen sehen. Auf der Talseite der Straße bröckelt das Material ab, und auf der anderen Seite wird die Straße vom Hang verschüttet. Manchmal ist deshalb die Straße nur noch für ein Fahrzeug breit.
Es gibt auf der Hälfte der Strecke eine kleine Quelle, die aber sicher nicht immer Wasser hat. Ich treffe zwei Australier auf Rädern die mir entgegenkommen. Sie erzählen mir vom Australier in Almaty, der via Warmshowers schon zig Reiseradler heuer bei sich aufgenommen hat. Schon das zweite Mal, dass ich von ihm höre.


Auf der Passhöhe gibt es Wind und eine tolle Aussicht. Genial wäre es halt, wenn es nicht so staubig wäre. Dann könnte man ewig weit in das Narntal hinausschauen.








Bei der Abfahrt vollziehe ich einen Paradigmenwechsel: Zuvor habe ich darauf geachtet, immer schön brav und vorsichtig zu fahren, um mein Rad zu schonen. Jetzt fahre ich so schnell wie es mir Spass macht. Hefige Notbremsungen sind öfters nötig, wenn der Straßenbelag abrupt endet und Schotter anfängt.
Von Weitem sieht man schon die Gegensteigung, sowie ein Zwischenplateu mit vielen Jurten.
Durch die Hügel fahre ich weiter ab, bis zum Fluss, um dort zu übernachten.



Flinker Kerl, schwer zu fotografieren.


In Kasarman decke ich mich für viele Tage ein, es gibt aber in 3 Tagen doch nocheinmal Geschäfte.
Beim zweiten Laden am hinteren Dorfrand gibt es sogar Wurst. Eine Kirgisin spricht mich draußen an.
Sie studiert in Bishkek Englisch und macht mir bewusst, dass die Kirgisen nicht wissen, ob ihre Landesgenossen zu Fremden überhaupt freundlich sind.
Das könnte auch ein Grund sein, warum alle immmer so besorgt um einen sind. Zu mir ist jedenfalls jeder freundlich, auch wenn man es in Bishkek manchmal auf mein Geld absehen wird.
Mit dem Jeep braucht man nach Bishkek von hier aus 2 Tage. Sie meint auch, dass man von hier aus am besten ein Taxi nehmen soll, da die Straße so schlecht ist. Einige Radler haben das auch gemacht, oder auf die tolle Route verzichtet und einen Umweg gefahren.
Aber ich bin leidensfähig. Zu Hause bin ich ja auch mehr Mountainbiker als Rennradfahrer.

Zugegeben nach Kasarman gibt es einige Kilometer Waschbrett, aber dann sind es einfach normale Schotterstraßen.
Die Straße ist ziemlich paradox: Ich muss das Narntal entlang, die Straße verläuft jedoch in den Bergen, um einige Dörfer zu verbinden. Im Tal selbst ist es zu trocken für einen Lebensbasis. Der Umstand führt jedenfalls zu einer der abwechslungsreichsten und schönsten Strecken meines Lebens.


Es gibt einige Pässe durchs Hügelland, während man immer an einer hohen Bergfront entlangfährt.
Auch Hund gibt es hier. Einer wird von einer jungen Kirgisin zurückgepfiffen, bzw. so lange mit Steinen beworfen, bis er von mir ablässt. Der Hund heist Laika, genau wie der erste Weltraumhund. Für so eine abgelegene Gegend kann das Mädchen überraschend gut Englisch, fast gleich gut wie der Englischlehrer in Tadschikistan. Sie ist auch erstaunt, dass man auf der Straße mit dem Rad fahren kann, und verspricht mir Asfalt auf meiner Strecke. Komisch was sie wohl gemeint hat, in den nächsten 5 Tagen gibt es davon nichts.




Die Würste quellen ganz schön auf.



Auch mit 3x so großen Würsten schmeckt es

Weitere Bilder:












So abwechslungsreich, auf einmal ist man in einem Canyon



Rückblick



Am Pass / bzw Hochfläche









Freundliche Jurtenbewohner, bieten mir an mein Handy zu laden. - Sie haben eine Solarzelle an der Jurte.







Zwei Tage später erreiche ich den letzen Pass bevor es wieder in das Narntal geht. Die Aussicht ist eine besten überhaupt. Man ist selbst von Jurten und grünen Wiesen umgeben, und kann durch das trockene Narntal fast bis nach China sehen.


Vielleicht die beeindruckenste Aussicht meines Lebens, auf den Bilder allerdings nicht so spektakulär.
Rechts geht es so weiter, aber durch das Gegenlicht diese Richtung nicht fotografierbar.






Am Fluss ist die Strecke für einige Kilometer wieder Waschbrett, bis man vom Tal wieder in die Berge zum Song Kul abzweigt.




Am Abend begegne ich noch zwei Franzosen, die auf einem Reisetandem unterwegs sind.







Die Gräber schauen überall toll aus.



Übernachtung in den Feldern
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#834860 - 09.06.12 09:14 Re: Zentralasien 2011 Teil 2 - Kirgistan [Re: estate]
dcjf
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Beiträge: 2.181
Hallo Hannes

schöne Bilder, die ich glaube ich grossteils schon mal im Original gesehen habe schmunzel
Ist der Prüfungsstress vorbei und muss vor der nächsten Ausfahrt noch die letzte Reise abgeschlossen werden? (geht mir zumindest ähnlich)

Grüsse

Christian
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#834862 - 09.06.12 09:16 Re: Zentralasien 2011 Teil 2 - Kirgistan [Re: estate]
uwee
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Hallo Hannes,
schön, dass Du den Bericht noch rechtzeitig (für uns) fertig bekommen hast.
In drei Wochen landen wir in Bishkek.
Einen großer Teil unserer geplanten Strecke wird in Deinen Reifenspuren verlaufen.
Schöne Bilder!
Werde den Bericht und das Video abends mit Isabel und einer einer Flasche Wein geniessen.
-Vielleicht nicht heute, da schauen wir wohl doch Fussball!!!-
Wurdet Ihr irgendwo- besonders an der Grenze zu Usbekistan- mal nach einem Permit befragt?
Liebe Grüße aus München
Uwe
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#834880 - 09.06.12 09:48 Re: Zentralasien 2011 Teil 2 - Kirgistan [Re: uwee]
dcjf
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Hallo Uwe

was für ein Permit könnte das sein?
Als ich vor 3 Jahren durch bin, hatte ich einen Borderpermit (bzw. den Scan davon), der war allerdings eher für die Tien-Shan-Gegenden gedacht, dort habe ich ihn auch dringend gebraucht, bei Usbekistan wäre mir keine entsprechende Regelung bekannt.

Grüsse

Christian
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#834881 - 09.06.12 10:03 Re: Zentralasien 2011 Teil 2 - Kirgistan [Re: dcjf]
uwee
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Ja, genau das frage ich mich gerade.
Für welche Gebiete benötigt man das "Borderpermit"?
Ich hörte für die Grenzregionen?
Aber welche?
Letztes Jahr als wir von Tadjikistan nach China gefahren sind wusste ich nix davon wurde aber auch nicht danach gefragt.
Jetzt hieß es erst man bekommt dieses Permit für 10 USD an einem Tag.
Bernd (BaB), der gerade in Kirgisistan radelt schreibt mir jetzt, dass es 2 Wochen dauere.
Von daher wäre es für uns von Interesse welche Gebiete wir dann nicht bereisen können.
Grüße
Uwe
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#834882 - 09.06.12 10:05 Re: Zentralasien 2011 Teil 2 - Kirgistan [Re: uwee]
estate
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In Antwort auf: uwee

Wurdet Ihr irgendwo- besonders an der Grenze zu Usbekistan- mal nach einem Permit befragt?


Hallo,

ich denke kaum, dass es an der Grenze irgendwas zu beachten gibt. Die Hauptstraße geht ja genau entlang der Grenz, andere Routen gibt es garnicht, und dann ist da auch noch Fluss.
Ich denke die Grenzsperrgebiete in Kirgistan sind eher entlang der grünen Grenzen zu China und Kasachstan.

mfg, Hannes
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#834884 - 09.06.12 10:06 Re: Zentralasien 2011 Teil 2 - Kirgistan [Re: uwee]
dcjf
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Der Pamir-Highway scheint frei zu sein.
Ansonsten ist es meist die 50 km Grenzzone, v.a. zu China, u.a. Region Inylcheck aber auch die Strasse zum Torugart. Du hast in Kirgistan aber genügend schöne Strecken, welche ohne Permit gehen. Letztes Jahr in Russland im Altai war die internationale Strasse zur Grenze vom Permit ausgenommen.
Dass der Antrag für den Permit lange dauern kann und der Ausgang ungewiss ist macht es nicht einfacher.
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#834887 - 09.06.12 10:15 Re: Zentralasien 2011 Teil 2 - Kirgistan [Re: dcjf]
estate
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In Antwort auf: dcjf
Hallo Hannes
schöne Bilder, die ich glaube ich grossteils schon mal im Original gesehen habe schmunzel

Hallo,

ich hatte übrigens einen Teil deines Bericht teilweise als eine Art Roadguide auf der Digicam mit. In Korogh hab ich ein paar Reisende im Internetcafe auch dein Blog lesen sehen.

In Antwort auf: dcjf

Ist der Prüfungsstress vorbei und muss vor der nächsten Ausfahrt noch die letzte Reise abgeschlossen werden? (geht mir zumindest ähnlich)

Der fängt gerade leider an und 3 Tage nach der letzten Prüfung gehts für zwei Monate nach Nordindien. Aber über die 45 Tage Kasachstan werde ich auf jedenfall berichten, immerhin gibt es von den meisten Gegenden noch praktiksch keine Berichte im Internet.

Was machst du denn heuer?
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#834890 - 09.06.12 10:40 Re: Zentralasien 2011 Teil 2 - Kirgistan [Re: estate]
estate
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Der nächste Tag führt mich zunächst in ein Tal hinein. Das erste Mal auf der Reise treffe ich auf kleine Wälder, oder zumindest kleine Gruppen von Fichten.










Später geht es dann in Serpentinen den Pass zum Song Kul hinauf. Die Aussicht ist herrlich, und der Kontrast zur Wüste in Richtug China und den grünen Wiesen mit den spitzen Fichten ist enorm. Von Weitem höre ich Motorengeräusche und erkenne zwei Motorradfahrer.
Es sind Schweizer auf dem Weg nach Sibirien. Ich erfahre, dass sie auch in der Softwarebranche tätig sind. Schon interessant, dass etwa 70% der mänlichen Reisenden die ich treffe auf diesem Gebiet tätig sind. Im Gegensatz zu mir haben sie es geschafft Openstreetmap für ihr Navi zu konvertieren, und ich erfahre wie hoch der Song Kul liegt - etwa 3000 Meter. Leider schaffen sie es nicht nach Sibirien, in der Mongolei machen ihre Motorräder schlapp, und sie müssen abbrechen.







Nach ein paar tollen Kurven bin ich am Pass. Aber Pass ist das ja eigenlich keiner. Nachdem ich eine Passstraße im Stil der Alpen erklummen habe, geht es auf der anderen Seite kaum bergab, sondern es ist ist fast eben!
Einige hundert Meter weiter fühlt man sich nicht mehr in hochalpinen Gelände sondern mehr in einer lieblichen Hügellandschaft. Das Gras ist grün, überall stehen Jurten, und der Song Kul taucht im Hintergrund auf. So ein Landschaftwechsel ist ein tolles Erlebnis. Kaum zu glauben, dass man auf 3000m Höhe ist.















Zwar sind die Jurten eine alte Tradition, aber in der Sovietunion gab es sie nur selten. Damals lebten die Menschen per Verordnung in festen Siedlungen. Die Menschen in den heutigen Jurten haben durchaus Häuser und Verwandte in den niedrigergelegenen Dörfern. Es zahlt sich jedoch für sie aus, im Sommer die Herden auf die hohen Lagen zu treiben und dort zu leben. Man muss aber jedoch bedenken, dass gleichzeitig viele Kirgisen in den Tälern viel Zeit verbringen, um händisch Gras für den Winter zu schneiden.
Mich würde interessieren, wie das funktioniert. Ob da ein Teil der Familie für das Gras sorgt, oder ob das einfach anderen abgekauft wird. Natürlich beschäftigen einen noch mehr Fragen: Wie einigen sich die Kirgisen wo jeder seine Jurte aufstellt, und wie werden in den Jurten die vielen Kinder gezeugt?
Das Zelt baue ich diesmal so auf, dass ich genau zum Ufer blicken kann. Ich beobachte die Hirten die auf schnellen Pferden die Herden zurück zu den Jurten treiben. Die Tiere werden dann über Nacht in einem runden Zaun eingesperrt. Ein kaum 10 jähriger Hirtenjunge treibt seine Herde knapp an meinem Zelt vorbei, und bleibt einfach so lange vor meinem Zelt, bis ich ihm ein paar Kekse gebe. Hier haben die Touristen die Kinder halt schon ein wenig verdorben.
Ich nehme mir vor früh aufzustehen, und den Sonnenaufgang zu fotografieren. Über Nacht hat es gefroren, und ich wische eine beachtliche Schicht Reif vom Zelt ab. Ich beginne in der Früh viele Fotos von der Szenarie zu machen, einfach herrlich das Licht am Morgen.

















Einige Kilometer weiter probiere ich am Ufer etwas Wasser zu holen, was aber misslingt da der Pegel so hoch ist, dass das Ufer deshalb sumpfig ist.
Den restlichen Tag geht es eher gemütlich um den See herum, um auf der anderen Seite einen kleinen Pass hochzufahren.



Ein Touristendorf







Die Kinder posieren und verlangen anschließen Süßigkeiten






Seine Übernachtungseinladung muss ich leider ablehnen, es ist einfach noch zu früh.



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#834894 - 09.06.12 10:59 Re: Zentralasien 2011 Teil 2 - Kirgistan [Re: estate]
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Nach dem Pass ist man auf einmal wieder in den Bergen. Auf der anderen Seite geht eine langgezogene Passstraße hinunter, diesmal mit wenig Serpentininen, so dass sich die Landschaft bei der Abfahrt ständig ändert.






Nach einer Übernachtung in einem Seitental geht es zunächst bergab, dann macht das breite Tal eine Kurve, und die Straße folgt jetzt einem anderen Tal kurz bergauf. Das ist für Zentralasien sehr typisch, dass die Straße nicht den Tälern folgt, da die Täler kurzerhand zu Schluchten werden, dass es nicht einmal mehr einen Pfad hindurch gibt. Nach einer kurzen bizarren Mondlandschaft, aus errodierten Schotterablagerungen gibt es ein Dorf und somit seit langem ein Geschäft. Hier finde ich Mayonaise, Schokolade und Brot. Brot mit Mayonaise als Aufstrich ist so ziemlich das Highlight auf der ganzen Zentralasientour. Mir wird bewusst, dass ich außer den Schokoriegeln eigentlich schon seit Wochen kein Fett mehr in irgendeiner Form zu mir genommen habe.
Vielleicht schmeckt die Mayonaise deshalb so gut.
Auf der Straße drückt mir dann ein betrunkener Kirgise mein Fahrrad in die Hand, dass er aufgestellt hatte, und zuvor herumgeschoben hatte.
Einen winzigen Pass gibt es noch, dann bin ich auf der asfaltierten Hauptstraße. Der Chinesische Asfalt lässt darauf schließen, dass hier eine derHauptrouten nach China verläuft. Tatsächlich kommen kurz darauf schon die ersten Monsterlkws daher. Hier gibt es keine Eu oder sonst irgendwelche Vorschriften die sich durchgesetzt werden. Da verwundert es nicht, wenn man einen ewig langen Sattelschlepper sieht, der sich in der Mitte erstreckend weit durchbiegt, oder einen Lastwagen, mit permanenter Schräglage.
Ich komme an einem Rastplatz für LKWs vorbei, und bekomme in Fett rausgebackene Teigstücke sowie Fisch zu essen.










Der Hauptstraße wird diesen Tag gefolgt, mit einem Abstecher nach Kochkor, einfach nur deshalb weil die Route dort mit sehr alten Alleebäumen ausgestattet ist. Teilweise sollen diese Alleen älter als die Sovietunion sein. Aber auch die Soviets haben dankbarer Weise versucht fast sämliche Straßen mit solchen Alleen auszustatten. Die Strecke zum Issuk Kul ist jetzt etwas langweilig, immer gerade aus. Ich klemme mich daher in den Windschatten eines überladenen LKWs, der selbst nur 30 fahren kann. Ein VW Bus mit Schweizer Kennzeichen überholt mich. In einer Kurve beginnt es sich auf einmal zu stauen. Schnell sehe ich die Ursache - ein Checkpoint. Schade, ich dachte der Blödsinn hätte sich schon in Tadschikstan erledigt. Immerhin ist Kirgistan seit kurzem keine Diktatur mehr. Aber der Checkpoint hält die Autos nicht auf, sondern lässt sie nur kurz anhalten, damit die Nummer erfasst werden kann. Der Schweizer VW Bus, der mich vor einer halben Stunde überholt hat, steht aber noch immer dort vor der Barrake. Während ich duchfahre, sehe ich die Schweizer relativ gestresst wieder in den Bus einsteigen. Für mich interessiert sich jedoch niemand, und ich fahre Blickkontakt vermeidend durch die Barrikade durch.



Song Kul in der Ferne



Ich biege in eine kleine Seitenstraße ein, die mich ans Ufer des Song Kuls führen soll. Mein Wasser ist aufgebraucht, allerdings schaut die Landschaft vor so aus, als würde bald ein Bach aus den Bergen kommen. Leider Fehlanzeige. Wasser gibt es hier sicher, immerhin liegen überall Rückstände von Sovietischen Bewässerungsleitungen herum. Aber jedes Flussbett ist ausgetrocknet, höchstens etwas Gras wächst hier. Offenbar gibt es ein neues unterirdisches Kanalsystem. Langsam sehe ich den Issuk Kul auftauchen. Er ist zwar ein Salzsee der im Winter nicht zufriert, aber ich weis, dass die Tiere das Wasser trinken können, also kann ich notfalls dort was trinken.
Ich brauche jedoch nicht davon Gebrauch machen, denn wieder auf der Hauptstraße gibt es einen Wasserfontäne mit kleinem Teich.







Der Abend ist doch noch gerettet, und an einem kleinen Seitenweg schlage ich das Zelt auf. In der Früh schlendert noch ein Viehhirte vorbei, der sofort mit mir ein Gespräch anfängt, als er sieht, dass ich schon wach bin. Viel erfahre ich aber nicht von ihm, außer dass er einen Kilometer weiter sein Haus hat, und seine Herde am Issuk Kul ist.

Der vorige Tag war der letzte schöne Tag in Kirgistan, jetzt muss ich zwei Tage Lang nach Bishkek fahren, was nicht sehr lustig ist.






Zuerst durch ein enges Tal mit sehr vielen Autos und sehr enger Straße, aber immerhin bergab. Ich treffe zwei Schotten die vor ein paar Tagen in Kirgistan angekommen sind. Ob Welt oder Sommertour weis ich nicht mehr, allerdings wirken sie recht paranoid was das Zelten anbelangt. Ein Einheimischer hat ihnen gesagt, dass das Campieren gefährlich ist, und sie haben deshalb letzte Nacht keinen Platz gefunden. Außerdem sei die Grenzstraße entlang der Grenze Kasachstans voll mit Militär und Polizei. Naja, Zeltplatz habe ich natürlich einen gefunden, sogar gut versteckt. Entlang der Straße verläuft nämlich ein 1 Meter hoher Wall aus Erde, vermutlich von den Straßenbauarbeiten. Dahinter kann man gut Zelten, und hat eine Aussicht über den Fluss auf Kasachstan. Auf der Kasachischen Seite sehe ich noch im Laufe des Abends einige Patrollien. Immerhin kann man hier ja einfach durch den Fluss maschieren.






Man merkt den Tourismus



Der Zug hupt mir zu



Die Bushaltestellen der Sovietunion sind wirklich kreativ.




Ich muss unbedingt von und mit jedem im Laden ein Foto machen.






Breit und Glatt, soetwas ungewohntes


Der nächste Tag bringt Rückenwind, und trägt mich die 88 Kilometer so schnell nach Bishkek, dass ich schon um 3 Uhr nachmittags dort ankomme. Zuvor kaufe ich noch die billigste Wassermelone der Reise, etwa 45 Dollarcent für eine 6 Kilo Melone.




ohne Worte

In der Stadt suche ich eine Unterkunft, treffe aber zwei Franzosen, die mir das Nomads Inn empfehlen. Hätte ich doch nur gewartet, bis die Franzosen mit dem Einkaufen fertig sind. Nur mit der Wegbeschreibung ist es der Horror die Unterkunft zu finden. Zwar bin ich schnell dort, aber ich sehe die Straße nicht, in die man einbiegen muss. Nach den Weg fragen bringt auch nichts, diese Unterkünfte sind in der Regel relativ geheim wahrscheinlich um Staat, Mafia und Steuern fernzuhalten. Der Typ den ich frage, will mir zuerst einreden bei um für 10 Dollar zu übernachten, später will er einfach so einen Dollar von mir. Ich kann mich aber dann doch losreissen, und fahre weiter so um den Block. Schließlich sehe ich die "Straße", ein Fussweg zwischen zwei Häusern und einen Strommasten, dort gibt es dann die richtige Türfarbe und richtige Nummer. Ich läute und bin doch beruhigt, dass es auch wirklich das Quartier ist.
Die Nomads Inn schaut so aus: Eine Familie vermietet Nebenhaus und Garten an Gäste. Ich schlage im Garten mein Zelt auf, und nehme die erste Dusche seit, naja, 5 Wochen. Der Grund warum in Bishkek so viele Touristen sind liegt nicht etwa an der lieblichen Stadt, oder weil es hier so viel zu sehen gibt. - Nein Bishkek ist eher so etwas wie eine Zwangsraststation für Weltreisende, die hier allerhand Visa besorgen müssen.
Etwas frustriert sind die Menschen hier schon, ein Niederländer wartet schon zwei Wochen hier auf seine Visa (China, Pakistan, Indien) Ich erkenne, dass meine kürzeren Sommertouren schon gewissen Vorteile bringen.




Wie im Paradies. Die Preise sind aber recht nah am EU Niveau. Die Hälfte der Produkte stammt auch von dort.








Stadt der fehlenden Kanaldeckel - Die werden als Schrott nach China verkauft.




Nomads Inn, hier stehen durchaus auch mal 12 Zelte


Ich lege das erste Mal in meinem Leben ein paar freiwillige Ruhetage ein, und mache etwas Urlaub vom Radfahren. Da meine Karten und GPS Infos weg sind, muss ich die Kasachstan Tour im Internetcafe recherchieren und abfotografieren. Sonst gibt es in Bishkek wenig zu erleben. Ich probiere allerhand Lebensmittel aus, trinke das geniale Kvas und andere Getränke in den Parks. Darunter aufgeschäumter Trinkjogurt - Lecker. Ich sehe mir die Schauplätze der Revolution im letzten Jahr an. Es ist beeindruckend, dass eine so friedliche Stadt mit so netten Menschen so heftig demonstiert hat, dass die Regierung sich absetzen musste und es dadurch zur Einführung einer parlamentarischen Republik gekommen ist.

Nach 3 Tagen verlasse ich die Stadt, um nach Kasachstan aufzubrechen. Ich fahre um 6 Uhr in der Früh los, um bei der Grenze nicht zu lange warten zu müssen. Der Streckenabschnitt ist kritisch, viele Radler wurden hier noch von korrupten Polizisten ums letzte Kirgistangeld gebracht. Ich kaufe mir davon jedoch Brötchen und ein asiatisches Cornetto. An einer Kreuzung höre ich Polizeisirenen, zwei Polizeiautos rasen in die Kreuzung, gefolgt von einem wuchtigen, vollbesetzten Schützenpanzer. Sie sind auch Richtung Grenze unterwegs, hoffentlich kein Zwischenfall immerhin darf ich nur noch einen Tag hier bleiben. Aber nichts da, der Weg zur Grenze ist frei, jedenfalls bis zum Grenzstau. Die Menschen aus den Bussen sitzen hier überall am Straßenrand und in der Wiese. Sie haben es sich so gemütlich gemacht, dass ich aufs schlimmste gefasst bin. Souverän überhole ich sämliche Autos, an der ersten Schranke steige ich ab, schiebe das Rad vorbei, und ordne mich wieder zu den Autos ein. Gut dass ich nicht als Fussgänger behandelt werde, diese Schlange ist sehr lang.
Ich gebe jedoch prompt meinen Pass ab und bekomme ihn kurz darauf kommentarlos wieder. Bin ich jetzt ausgereist? Keine Ahnung immerhin hat es in Tadschikistan eine halbe Stunde gedauert, bis ich den Ausreisestempel habe. Egal, ich fahre einfach los und erreiche den Kasachischen Posten ebenfalls ohne Wartezeit. Es gibt zwei Schalter, bei einem bekomme ich das Formular, beim zweiten gebe ich es ab.
Ein Soldat erklärt mir was ich wo eintragen muss. Nicht so einfach, obwohl das Formular auch auf Englisch ist. Ganz groß steht drauf, das das Formular nichts kostet, und dass man niemanden Geld zahlen muss. Am zweiten Schalter gebe ich es mit dem Pass ab, und bekomme prompt den Stempel. Das ging ja viel schneller als gedacht.
Ich fahre weiter, der Soldat, der eigentlich meinen Stempel kontrollieren sollte ignoriert mich und so fahre ich seitlich am geschlossenen Schranken vorbei und bin in Kasachstan, dem spannendsten Land auf dieser Reise. Kaum zu glauben, die Hälfte der Tour liegt noch vor mir.
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#834969 - 09.06.12 16:48 Re: Zentralasien 2011 Teil 2 - Kirgistan [Re: estate]
dcjf
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Hallo

dann viel Erfolg bei den Prüfungen und viel Spass auf Tour.
Wir fahren wie letztes Jahr wieder in den Altai, dieses Mal aber nicht weiter in die Mongolei.

Grüsse

Christian
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#842996 - 08.07.12 09:46 Re: Zentralasien 2011 Teil 2 - Kirgistan [Re: dcjf]
hiker11
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Wirklich toller Bericht estate! Du hast mich für diesen Sommer inspiriert ... schmunzel

Wir (3 Stück) wollen mitunter von Jergalan über Inylcheck nach Ak Shyyrak radeln. Dazu hab ich ebent eure Permit-Diskussion aufgeschnappt

In Antwort auf: dcjf
Der Pamir-Highway scheint frei zu sein.
Ansonsten ist es meist die 50 km Grenzzone, v.a. zu China, u.a. Region Inylcheck aber auch die Strasse zum Torugart. Du hast in Kirgistan aber genügend schöne Strecken, welche ohne Permit gehen. Letztes Jahr in Russland im Altai war die internationale Strasse zur Grenze vom Permit ausgenommen.
Dass der Antrag für den Permit lange dauern kann und der Ausgang ungewiss ist macht es nicht einfacher.


Wir haben NICHT geplant, einen Sidetrip von Inylcheck nach Osten Richtung Khan Tengri/Pik Pobedy zu machen, was der Kollege hier wohl getan hat:

http://www.globoride.ch/off-the-map/kgz1-inylcheck.html

Wir kommen also aus nördlicher Richtung und fahren geradewegs nach Süden durch Inylcheck durch. Aus obiger Beschreibung geht nicht wirklich hervor, ob man dafür auch einen Permit benötigt. In diesem 8 Jahre alten Bericht jedoch liest man, dass wir wahrscheinlich einen brauchen werden (siehe (e) Grenzgebiete, besondere Permits):

http://www.radventure.de/index.htm?/touren/kirgistan/index.htm

Weiß jemand dazu etwas aktuelles? Wo/wie kann man sich den Permit zeitökonomisch am Besten besorgen? Wir habehn fast eine Woche Zeit in Bishkek - kann man das nicht flott vor Ort erledigen?

Außerdem ist geplant, den Chatyr Kol südlich von Naryn (direkt vorm Torugart) anzuradeln. Ich schätze dafür ist auch ein Permit fällig ... ?

Danke Für die Hilfe!

Liebe Grüße aus Wien
Christian

Geändert von hiker11 (08.07.12 09:48)
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#843007 - 08.07.12 10:52 Re: Zentralasien 2011 Teil 2 - Kirgistan [Re: estate]
mobil
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Unterwegs in Schweiz

eine traumreise, ich habe stunden damit verbracht deine eindrücke zu geniessen gruss aus der schweiz
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#843045 - 08.07.12 13:46 Re: Zentralasien 2011 Teil 2 - Kirgistan [Re: hiker11]
dcjf
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hoi
2009, vgl meinen reisebericht dazu, habe ich fuer beide bereiche einen permit gebracht, dh chatyr kol und auch eine kleine inylcheckrunde, ak shiraak habe ich wegen hoher fluesse nicht gemacht. such am besten ne agentur. hatte bei mir 4 wochen gedauert und am abflugtag hatte ich einen scan den ich ausdruckte - zum glueck, die uebergabe ging schief. hat gereicht aber gab trotzdem diskussionen. border permits sind manchmal muehsam zu besorgen, umso besser unsere aktuellen erlebnisse im altai und tuva. wuerde jedenfalls versuchen die regelungen zu respektieren.
gruss aus kyzyl
christian

ps per kindle getippt daher ohne grossbuchstaben
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#843386 - 09.07.12 13:42 Re: Zentralasien 2011 Teil 2 - Kirgistan [Re: dcjf]
hiker11
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Vielen Dank für die Infos Christian!

Zu der Fahrt von Inylchek nach Ak Shiraak: Heißt "hohe Flüsse" einfach damalig hoher Wasserstand oder glaubst du, dass es selbst bei normalem bis niedrigem Level eher unwahrscheinlich ist zu crossen?
Ich dachte, da werden schon ein paar Hängebrücken rumbaumeln ... schmunzel
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#844811 - 13.07.12 08:02 Re: Zentralasien 2011 Teil 2 - Kirgistan [Re: hiker11]
dcjf
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Hallo

Bruecken wuerde ich nicht zu viele erwarten, es ist mindestens eine Flussquerung dabei, bei der die Schneeschmelze durch sein sollte. August duerfte also gut sein.

Gruss aus Abakan

Christian
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#845615 - 16.07.12 06:05 Re: Zentralasien 2011 Teil 2 - Kirgistan [Re: hiker11]
BaB
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Für das Permit musst du mindestens 10-15 Werktage einplanen.

Geändert von BaB (16.07.12 06:11)
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#847068 - 21.07.12 09:12 Re: Zentralasien 2011 Teil 2 - Kirgistan [Re: hiker11]
estate
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Hallo,

ich habe aehnliches vor, wenn ich wieder nach Kirgistan komme.
Letzten Sommer haette die Zeit fuer so etwas leider nicht gereicht, geplant hatte ich es trotzdem. Permit ist noetig, aber schon irgendwie im Vorhinein ueber Agenturen zu bekommen.
Die Agentur die ich angeschrieben habe, wollte mit mir ohne Satelitentelefon nichts zu tun haben.

In Kirgistan selbst habe ich von jemanden gehoert der aehnliche Route schon gemacht hatte, und schwierige Flussdurchquerungen absolvieren musste.
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#847113 - 21.07.12 13:48 Re: Zentralasien 2011 Teil 2 - Kirgistan [Re: estate]
BaB
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In Antwort auf: estate
Hallo,

ich habe aehnliches vor, wenn ich wieder nach Kirgistan komme.
Letzten Sommer haette die Zeit fuer so etwas leider nicht gereicht, geplant hatte ich es trotzdem. Permit ist noetig, aber schon irgendwie im Vorhinein ueber Agenturen zu bekommen.
Die Agentur die ich angeschrieben habe, wollte mit mir ohne Satelitentelefon nichts zu tun haben.
Seltsame Agentur... Letztlich scheint ja doch alles nur über eine große Agentur dort zu laufen. Du kannst dir das Permit auch anliefern lassen, sprich selber in Bishkek beantragen und dann z.B. nach Naryn per Boten bringen lassen und so die Wartezeit in Bishkek ersparen.

In Antwort auf: estate
In Kirgistan selbst habe ich von jemanden gehoert der aehnliche Route schon gemacht hatte, und schwierige Flussdurchquerungen absolvieren musste.
Wann hat er das gemacht? Laut unseren Informationen ist die Strecke absolut unpassierbar durch einen Erdrutsch, selbst zu Fuß soll kein Durchkommen mehr sein. In den meisten Reiseführern ist die Strecke noch als offen beschrieben, in den ersten englischsprachigen Reiseführern wird jetzt aber auch darauf hingewiesen, dass die Brücken fehlen. Laut unseren Infos ist es auch nicht geplant, die Piste wieder befahrbar zu machen.

Geändert von BaB (21.07.12 13:59)
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#847141 - 21.07.12 16:03 Re: Zentralasien 2011 Teil 2 - Kirgistan [Re: BaB]
estate
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In Antwort auf: BaB
Seltsame Agentur... Letztlich scheint ja doch alles nur über eine große Agentur dort zu laufen. Du kannst dir das Permit auch anliefern lassen, sprich selber in Bishkek beantragen und dann z.B. nach Naryn per Boten bringen lassen und so die Wartezeit in Bishkek ersparen.

Ich denke du meinst Tien Shan travel, bei denen hatte ich es vergeblich versucht.
Aber einfach mal anschreiben, vlt. geht es ja so.

Zitat:

Wann hat er das gemacht? Laut unseren Informationen ist die Strecke absolut unpassierbar durch einen Erdrutsch, selbst zu Fuß soll kein Durchkommen mehr sein. In den meisten Reiseführern ist die Strecke noch als offen beschrieben, in den ersten englischsprachigen Reiseführern wird jetzt aber auch darauf hingewiesen, dass die Brücken fehlen. Laut unseren Infos ist es auch nicht geplant, die Piste wieder befahrbar zu machen.


Ich denke da sind meine Infos veraltet, da ich ja letztes Jahr recherchiert habe.
Von dem Typen habe ich nur aus zweiter Hand unterwegs gehoert.
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#847230 - 22.07.12 06:20 Re: Zentralasien 2011 Teil 2 - Kirgistan [Re: estate]
BaB
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In Antwort auf: estate
In Antwort auf: BaB
Seltsame Agentur... Letztlich scheint ja doch alles nur über eine große Agentur dort zu laufen. Du kannst dir das Permit auch anliefern lassen, sprich selber in Bishkek beantragen und dann z.B. nach Naryn per Boten bringen lassen und so die Wartezeit in Bishkek ersparen.

Ich denke du meinst Tien Shan travel, bei denen hatte ich es vergeblich versucht.
Aber einfach mal anschreiben, vlt. geht es ja so.

Zitat:

Wann hat er das gemacht? Laut unseren Informationen ist die Strecke absolut unpassierbar durch einen Erdrutsch, selbst zu Fuß soll kein Durchkommen mehr sein. In den meisten Reiseführern ist die Strecke noch als offen beschrieben, in den ersten englischsprachigen Reiseführern wird jetzt aber auch darauf hingewiesen, dass die Brücken fehlen. Laut unseren Infos ist es auch nicht geplant, die Piste wieder befahrbar zu machen.


Ich denke da sind meine Infos veraltet, da ich ja letztes Jahr recherchiert habe.
Von dem Typen habe ich nur aus zweiter Hand unterwegs gehoert.

Nein, angeblich läuft dort alles über Kyrgyz Concept. Konkrete Adressen per PN.

Wir haben die Info von einem Tourguide, der in der Gegend viel unterwegs ist, die Strecke ist aber schon länger nicht mehr passierbar. Uwee ist gerade in Kirgistan und wollte ursprünglich auch die Strecke fahren, vllt. kontaktierst du ihn mal, wenn er wieder in D. ist.
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#847427 - 22.07.12 20:45 Re: Zentralasien 2011 Teil 2 - Kirgistan [Re: BaB]
hiker11
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Ich habe letzte Woche bei "Fantastic Asia" die Permits für Inylchek und Chatyr Kol beantragt. 40$ pro Person pro Permit. 10-15 Werktage Bearbeitungszeit. Nach anfangs schneller Kontaktaufnahme und Mailwechsel hab ich aber seit dem Versenden der Passport-Scans nichts mehr gehört. Hab heute nochmal nachgefragt. Komisch.

@BaB: Das mit dem Boten nach Naryn hört sich gut an. Weißt du vielleicht auch mit welchen Kosten man da rechnen kann, und ob die Variante halbwegs verlässlich sein soll?

Wir werden (falls wir die Permits rechtzeitig bekommen), die Strecke Inylchek - Ak Shiraak auf jeden Fall mal versuchen. Wir haben genug Zeit, auch wenn wir umkehren müssen. Ich kann euch dann hoffentlich ein paar Infos dazu liefern.

Vielleicht ist aber auch ein Workaround möglich. Hier unsere geplante Route (in rot, Alternativen in grün):
http://h12.abload.de/img/kyrgyzstan_1mgquk3.jpg

Hat jemand Erfahrung mit der südlichen der eingezeichneten grünen Varianten gemacht (also zweites Tal rechts wenn man von Inylchek nach Süden fährt, dh. ein Tal nördlich von Ak Shiraak)?

Danke für eure Hilfe!
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#847473 - 23.07.12 06:49 Re: Zentralasien 2011 Teil 2 - Kirgistan [Re: hiker11]
BaB
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Hi!

Berichte mal, ob es mit die Vorabbuchung der Permits geklappt hat.
Die Firma kenne ich nicht.
Die Zuverlässigkeit der Boten hängt von den Boten ab. zwinker Wir hatten in Kirgistan eigentlich keine Probleme mit Unzuverlässigkeit, ich schicke dir aber mal per PN die Adresse eines deutschsprachigen Tourorganistors, dessen Familie uns bei Problemen sehr gut geholfen hat und die wir als äußerst zuverlässig kennengelernt haben. Die können dir auch sagen, wie viel es kosten wird.
Eure Route ist sehr schön, viele Teile sind wir auch davon gefahren (ein paar Anmerkungen dazu schicke ich dir später noch), zu der grün eingezeichneten Alternative kann ich dir leider nichts sagen. Von wann ist die Karte? Viele eingezeichnete Wege (auch in unseren Karten von 2005?) waren nicht (mehr) existent.
Wann wollt ihr los?
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#847513 - 23.07.12 08:26 Re: Zentralasien 2011 Teil 2 - Kirgistan [Re: BaB]
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In Antwort auf: BaB
Hi!
Berichte mal, ob es mit die Vorabbuchung der Permits geklappt hat.
Die Firma kenne ich nicht.
Die Zuverlässigkeit der Boten hängt von den Boten ab. zwinker Wir hatten in Kirgistan eigentlich keine Probleme mit Unzuverlässigkeit, ich schicke dir aber mal per PN die Adresse eines deutschsprachigen Tourorganistors, dessen Familie uns bei Problemen sehr gut geholfen hat und die wir als äußerst zuverlässig kennengelernt haben. Die können dir auch sagen, wie viel es kosten wird.


Danke für die Infos Bernd!

Fantastic Asia kann ich diesmal leider nicht empfehlen. Unser Kontakt hat (keine Ahnung wie) mich anscheinend so verstanden (so die Email von heute Vormittag), dass wir auf die Permits verzichten (nachdem ich ihm die Passport-scans und eine Abschätzung der genauen Zeiten für die Permits gemailed hatte). ?? Enttäuschend. Ich versuchs mal mit deinem Vorschlag.

Wir wollen schon am 6. August von Bishkek aus losfahren - wär auch zeitlich alles glatt gegangen, wenn nicht ... grrr. Werden uns dann wohl auf den Boten verlassen müssen. Im schlimmsten Fall setzen wir 80$/Kopf + Botengebühr in den kirgisischen Sand.

Die Karte hab ich von http://loadmap.net/en gezogen (1:1.000.000). Am GPS-Gerät benutze ich 1:500k tiles. Die Seite bietet die russischen Militärkarten gratis zum Download die vormals auch auf poehali.org/maps frei zugänglich waren. Sind wohl ein älteres Semester. Hab sie aber voriges Jahr beim Trekking in Kasachstan, China und Pakistan als recht zuverlässig empfunden.

Welche Karten hast du?
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www.bikefreaks.de