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#604854 - 22.03.10 22:05 14 Tage Autark Essen
commi2k
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 816
Hallo,

in Vorbereitung auf weitere Touren möchte ich gerne mal 14 Tage Unterwegs sein, ohne weitere Nahrung einkaufen zu müssen.

Die Nahrung sollte dennoch leicht sein und in einen Frontroller passen und nicht zu schwer sein. Es sollten keine Trekkingmahlzeiten sein, da die echt zu teuer sind. Und es sollte einfach (auch kalt) zuzubereiten sein und die Lebensmittel ohne Kühlung natürlich haltbar sein.

Bin schon gespannt auf eure Beiträge
Mathias
http://picasaweb.google.de/commi2k
viele Fotos von verschiedenen Reisen
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#604864 - 22.03.10 22:25 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: commi2k]
Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! JoMo
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 5458
Müsli (sehr nahrhaft das GREIF-Müsli, siehe Greif.de)
Haltbarer Camenbert
Hartwurst
Beef Jerky (getrocknetes Rindfleisch, teuer)
Fischkonserven in allen Variationen
Corned Beef und andere Wurst- bzw. Fleischkonserven
Zwiebel,Knoblauch
Kidneybohnen
Vollkornbrot einzeln verschweißt
Trockenobst
Erdnüsse
Studentenfutter
Schokolade


Einen Guten

Gruß
jomo
when life gives you lemons make lemonade
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#604867 - 22.03.10 22:29 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: commi2k]
BeBor
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 7535
Knäckebrot
Schinkenspeck
E-Pack (Bundeswehr-Fresspakete)

Bernd
Mit Fahrrädern? So mit selber treten? Wo ist denn da der Sinn? (Heinz Erhardt im Film “Immer diese Radler”)
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#604881 - 22.03.10 22:58 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: commi2k]
macrusher
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 3011
In Antwort auf: commi2k
Hallo,

in Vorbereitung auf weitere Touren möchte ich gerne mal 14 Tage Unterwegs sein, ohne weitere Nahrung einkaufen zu müssen.

Die Nahrung sollte dennoch leicht sein und in einen Frontroller passen und nicht zu schwer sein. Es sollten keine Trekkingmahlzeiten sein, da die echt zu teuer sind. Und es sollte einfach (auch kalt) zuzubereiten sein und die Lebensmittel ohne Kühlung natürlich haltbar sein.

Bin schon gespannt auf eure Beiträge





Kannst du mal genauer beschreiben was du genau machen willst? Wohin, Warum nicht einkaufen, was sind deine Ansprüche/Prioritäten? Nimmst du nen Kocher mit?

Ansonsten: Rosinen, Trockenobst, Nüsse, Haferflocken, Zucker, Milchpulver, Instantkaffee, Asianudeln (kann man auch so, also ohne Wasserzugabe als Snack essen...), Geräuchertes und Luftgetrocknetes, Müsliriegel, Kekse, Gummibärchen,

Oder: Fettreserve anfressen, davon zehren und die externe Nahrungszufuhr reduzieren.

Oder: Fastenradeln.

Geht alles, allerdings sollte man dann aber keine Alpenüberquerung oder sonstige Kraftzehrende Aktionen machen.
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#604905 - 23.03.10 00:29 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: JoMo]
Andreas
Moderator Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 14254
Hallo Jomo,

ich empfehle das Seitenbacher-Müsli "Knackige Mischung" (ohne Früchte, ohne Rosinen). Das sind sehr viele Nüsse drin, man wird schon von einer kleinen Menge satt.

Du musst halt täglich eine Kuh melken, wenn Du nichts kaufen willst schmunzel Oder Wasser aus einem Bach und Milchpulver; die Diskussion gibt es ja auch hier im Forum.

Oder ein Kilo-Glas Nutella und Dosenbrot, sollte auch lange reichen.

Gruß
Andreas
Radreiseberichte aus vier Kontinenten: Liegerad-Fernweh

Geändert von Andreas R (23.03.10 00:30)
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#604910 - 23.03.10 00:42 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: commi2k]
sauercity
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 903
Hallo,

warum eigentlich alles mitnehmen? Siehe HIER (Buch "Essbare Wildpflanzen").

Grüße, Bernd
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#604917 - 23.03.10 02:21 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: commi2k]
faltblitz
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 796
Haltbar und leicht ist alles, was getrocknet (dehydriert) ist. Wasser ist der Hauptanteil in den meisten frischen Lebensmitteln. Das entzogene Wasser muss dann einfach wieder zugesetzt oder zum Verzehr der Trockennahrung getrunken werden. Voraussetzung ist, Du kommst überall an Wasser ran, sonst macht Trockennahrung weniger Sinn.

Ich käme nie auf die Idee, teure Trekkingmalzeiten zu kaufen. Getrocknete Lebensmittel gibt es in Hülle und Fülle in normalen Lebensmitteläden. Einiges wurde schon genannt. Anderes kannst Du leicht selbst herstellen. Hier sind Beispiele:

Polenta, Kartoffel- oder Erbsenpürree (sogen. "Erbswurst") z.B. lässt sich einfach mit heißem Wasser aufgießen - fertsch.
Tomatensoße u.a. gibt es auch in Pulverform in großer Auswahl.

Auch die eingeschweißten trockenen Fertiggerichte aus dem Supermarkt wie "Nudeln mit Käse- oder Pilzsoße", "Reis mit Huhn" etc. sind sehr praktisch.

Weitere Beispeile für getrocknete Lebensmittel:
Getreideproduckte wie: Mehl, Grieß, Gräupchen, Getreidefocken, Fadennudeln, Couscous...
Quinoa, Hirse, Buchweizen (Kascha), Reis
Hülsenfrüchte wie Erbsen, die verschiedenen Linsensorten in allen möglichen Farben, Bohnen...

Harte, geräucherte Wurst (Knacker, Salamie, Blutwurst u.a.)oder Speck lassen sich in einem kühlen Raum selbst trocknen, ebenso Schinken und z.B. Schnittkäse (nicht zu große Stücke, kann dann z.B. gerieben werden - oder man trocknet vorher geriebenen Käse).

Quark lässt sich - auf einem Backbleck auf Alufolie ausgestrichen - bei leichter Wärme (z.B. auf dem Ofen) trocknen - ebenso Obst oder Gemüse (schmale Streifen auf einem Gitterrost oder Papier legen).

Auch jede Art Brot lässt sich (in Stücken geschnitten) gut trocknen und schmeckt so auch. Bei sehr dünnem Fladenbrot ist das eh üblich. Geht auch mit Kuchen, z.B. Zuckerkuchen..oder mit Eierkuchen (ist ja auch eine Art Fladen)...

Kekse sind eine sehr nahrhafte Trockennahrung! Egal, ob mit oder ohne Schokofüllung... zwinker
...apropo: Schokolade ebenso.

Zucker, Öl, Margarine sind energiereiche Konzentrate, Ei- und Milchpulver liefern Eiweiß plus Energie...
Verschiedenen Arten von Pesto sind eine sehr nahrhafte Zubereitungsform - und sehr vielseitig einsetzbar (z.B. zu Nudeln, Reis, Quinoa...oder als Aufstrich).

All das kannst Du mit Wildkräutern, Pilzen, Beeren oder essbaren Wurzeln (z.B. den Rübenwurzel mancher Disteln) aus der Natur ergänzen. Ein Salat aus Gänseblümchen, Löwenzahn, Girsch, Knoblauchrauke, wildem Lauch und Klee und anderem mit den Spitzen ganz junger Fichtentriebe gewürzt (plus Salz, Öl und wenig Pfeffer) muss man probiert haben ... zwinker
Girsch, Brennesseln und andere Wildpflanzen lassen sich auch zu Gemüse oder Spinat verkochen.

Wir haben auch schon unterwegs geangelt und Fische gefangen.

Usw., usw. Das ist nur ein Teil der Beispiele, die mir spontan einfallen.

Was Du aus diesen und vielen anderen Zutaten für Gerichte und Menüs zauberst, liegt an Deiner Phantasie. Gehungert habe ich auch auf Expeditionen, wie im russischen Norden, nie...und eintönig wurde es auch nicht! schmunzel

Christoph

Geändert von faltblitz (23.03.10 02:22)
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#604921 - 23.03.10 06:34 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: commi2k]
rolf7977
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1414
Der Klassiker: Pemmikan. Das kannst Du sogar selbst aus den einzelnen Zutaten vorab zubereiten. Das hat die Pfadigruppe meiner Tochter gemacht, bevor sie eine Woche über die Hardangervidda gelaufen sind.
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#604939 - 23.03.10 08:51 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: commi2k]
jutta
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 6135
Couscous, mit etwas Wasser oder Brühe einweichen. Gibts in Drogeriemärkten als Bio, ist geschmacksneutral, also dann süß oder herzhaft zuzubereiten.
Gruß Jutta
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#604940 - 23.03.10 08:52 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: sauercity]
11111
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 735
In Antwort auf: sauercity
Hallo,

warum eigentlich alles mitnehmen? Siehe HIER (Buch "Essbare Wildpflanzen").

Grüße, Bernd

... und dann Into the wild! unschuldig
Er muss mindestens 7-12 kg Lebensmittel für 14 Tage mitnehmen, ohne Wasser. Es muss gehaltvolle Nahrung sein ohne schwere Verpackungen und ohne zu viel Platz wegzunehmen.
Ich sehe den Sinn darin nicht soviel mitzuschleppen ausser man hat keine andere Wahl und ist die ganze Zeit in einer Gegend ohne Nahrung!
Olivier
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#604956 - 23.03.10 09:29 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: commi2k]
JohnyW
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 7335
Hi,

einfach auf Grundnahrungsmittel zurückgreifen, d.h. Brot selbst backen. Reis ist auch sehr kompakt. Konserven bedarfen keine Kühlung. Dauerwurst wäre was für die kalte Variante.

14 Tage und leicht schließen sich eigentlich aus - mit Variantionen wird man auf 15-25 kg kommen, vor allem wenn Wasser eingeschränkt verfügbar ist.

Gruß
Thomas
Homepage: http://thomasontour.de
Neu 21.10.2009: 2. Bericht Projekt Hessen aus dem Jahr 2007
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#604966 - 23.03.10 09:44 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: commi2k]
nöffö
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1365
Fällt Wasser und andere Getränke auch unter "Nahrung"? Wenn man das nicht mitschleppen muss, spart man natürlich ´ne Menge Gewicht. In Lappland, falls Du da unterwegs sein solltest, kannst Du fliessendes Wasser direkt ohne Abkochen trinken. In Deutschland muss man wohl abkochen (?). Im Falle der Emscher würde ich´s allerdings auch nach Abkochen nicht geniessen bäh Wie sieht´s übrigens mit der Qualität von Quellwasser in Deutschland aus? Kann man das direkt trinken und sind Quellen in der Karte verzeichnet?

vG
nöffö
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#604999 - 23.03.10 11:03 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: commi2k]
georg123
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 814
Die meisten Kalorien pro Gewichtseinheit kriegst Du mit den schon genannten Nüssen hin. Das sind je nach Nussorte 600 - 700KCal pro 100g. Deutlich mehr gibt es nur bei fast reinem Öl/Fett.

Gruss georg123
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#605008 - 23.03.10 11:24 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: 11111]
11111
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 735

Was ich oft auf Tour mitnehme sind Vollkorn-Nudeln, Tomaten-,Pilz- usw Tütensuppe (Bio) und Soja Flocken . Die Sojaflocken sind leicht und gut! Probier mal!

Olivier
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Off-topic #605016 - 23.03.10 11:35 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: 11111]
PMB
Nicht registriert
Ich finde die Menge von Artikeln, in denen hervorgehoben wird, dass BIO Produkte gekauft werden, höchst interessant.

Geändert von Bike Mike (23.03.10 11:35)
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Off-topic #605028 - 23.03.10 11:58 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: ]
11111
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 735
Positiv, negativ oder wie? verwirrt

Für alle die Französisch verstehen Klick!

Olivier
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Off-topic #605029 - 23.03.10 12:02 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: 11111]
PMB
Nicht registriert
Weder positif, noch negatif, nur interessant. Ich will keine Grundsatzdiskussion auslösen, dazu weiss ich zu wenig darüber. grins
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#605032 - 23.03.10 12:14 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: commi2k]
nöffö
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1365
Ja, und dann natürlich eine fertige Trockenmischung für Pfannekuchen. Zumindest in Finnland gibt´s so ´ne Mischung in jedem Supermarkt. Muss man nur Wasser dazugeben. Sehr lecker, hab ich auf jeder Wanderung am Mann.

vG
nöffö

Geändert von nöffö (23.03.10 12:14)
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#605035 - 23.03.10 12:30 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: nöffö]
nöffö
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1365
Für die Pfannekuchen solltest Du dann aber auch ´ne gusseisener Bratpfanne mitnehmen...
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#605112 - 23.03.10 18:45 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: nöffö]
trike-biker
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 3649
In Antwort auf: nöffö
Für die Pfannekuchen solltest Du dann aber auch ´ne gusseisener Bratpfanne mitnehmen...

Aber nur in der UL Version grins


klaus
jetzt wieder Stadtbewohner ;-) .Wenn du unten bist, geht`s nur noch bergauf.

Liegst du schon, oder buckelst du noch !
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Off-topic #605123 - 23.03.10 19:12 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: ]
veloträumer
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 16486
In Antwort auf: Bike Mike
Ich finde die Menge von Artikeln, in denen hervorgehoben wird, dass BIO Produkte gekauft werden, höchst interessant.

Ich finde die vielen Tüten um das BIO drumrum noch interessanter. verwirrt Wäre sehr effizient, wenn die auch essbar wären. grins Vielleicht sollte ich Banause aber bei solchen Gourmet-Reisen einfach meinen Schnabel halten... unsicher
Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings!
Matthias
Pedalgeist - Panorama für Radreisen, Landeskunde, Wegepoesie, offene Ohren & Begegnungen
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#605132 - 23.03.10 19:41 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: nöffö]
faltblitz
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 796
In Antwort auf: nöffö
Für die Pfannekuchen solltest Du dann aber auch ´ne gusseisener Bratpfanne mitnehmen...


Nö. Ich nehm immer 'ne kleine, sehr leichte, beschichte Pfanne mit (bei MecGeiz oder so für 3,- €, evtl. Griff entfernen). Pfann-/Eierkuchen/Fladen gelingen darin mit und ohne Fett/Öl. Sowohl im Lagerfeuer als auch auf dem Kocher (nicht zu starke Hitze, kleine Flamme oder etwas Glut reicht!).
Diese Fladen/Kuchen lassen sich zusammengelegt oder -gerollt leicht ransportieren, schmecken auch kalt vorzüglich und sind auch im Sommer 1-2 Tage haltbar. Sehr dünne Fladen lassen sich auch leicht trocknen und damit konservieren.

Mehl ist daher eines der vielseitigsten (außerdem kompaktesten und nahrhaftesten) Lebensmittel für unterwegs.

Mit Wasser und Salz verrührt, sehr dünn in die Pfanne gegossen und beidseitig goldbraun gebacken entstehen einfache Fladen. Mit Zusätzen von Backpulver oder gar als Hefeteig (Trockenhefe) werden sie brotähnlicher.
Zusätze von Zucker, Milch- und Eipulver, Trockenobst oder -gemüse, Getreideschrot und -flocken, Nüssen, Schinken, Käse, Gewürzen und Kräutern lassen unendlich viele süße und herzhafte Varianten zu. Der Phantasie und dem Geschmack sind keine Grenzen gesetzt.

Brötchen, Brot und Kuchen aus selbst angerührtem Hefe- oder (notfalls) Backpulverteig lassen sich z.B. mit dr Topf-In-Topf-Methode mit Kocher oder Lagerfeuer backen. Dazu braucht man keine zwei Töpfe, einer reicht - einfach eine feuerfeste Unterlage (Steinplatte, Konservenbüchse/-deckel etc.) hohl in einem Topf platzieren und das Teigbällchen darauflegen. Dann nicht zu starke Hitze, ca. 45 bis 60 min.

Mehlsuppe mit Wasser, Milchpulver und Zucker gekocht, ist eine wohlschmeckende, sehr sättigende und gehaltvolle Mahlzeit. Erkaltet erstarrt die Masse und wird puddigähnlich, schmeckt auch so ähnlich (Puddigpulver = Stärke). Lässt sich mit Trockenobst, Zimt, Kakao, Nüssen, Schoko- und Getreideflocken, Vanille und anderen Gewürzen und Zusätzen vielfältig varieren.

Mehl kann allen möglichen Gerichten beigefügt werden, eignet sich zum Andicken und Aufwerten von Soßen und Suppen.

(Übrigens kann man statt Mehl in vielen Fällen auch Stärke zum Andicken und Aufwerten verwenden --> sehr energiereich, da langkettiger Zucker. Man kann also auch Puddingpulver oder Kartoffel- oder Maisstärke mitnehmen.)

Usw., usf. Das sind nur Varianten rund ums Mehl. Andere Lebensmittel lassen sich ähnlich vielseitig verwenden. Wer etwas Phantasie hat, ein Gespür für Nahrungsmittel, Kochen und Zubereitung, wir unterwegs nicht darben. Outdoorküche ist bei mir/uns weder geschmacksarm, noch eintönig, noch ärmlich, sondern eine schöne Bereicherung des sowieso schon schönen Unterwegs- und Draußenseins. Es ist weit mehr als Nahrungsaufnahme.

Fertiggerichte mögen ihre Berechtigung haben, bei uns sind sie die Ausnahme. Die völlig überzogen teuren "Trekkingmahlzeiten" kommen mir definitiv nicht in die Tüte... grins

Christoph

Geändert von faltblitz (23.03.10 19:43)
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#605145 - 23.03.10 20:06 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: JohnyW]
macrusher
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 3011
In Antwort auf: JohnyW
Hi,

einfach auf Grundnahrungsmittel zurückgreifen, d.h. Brot selbst backen. Reis ist auch sehr kompakt. Konserven bedarfen keine Kühlung. Dauerwurst wäre was für die kalte Variante.

14 Tage und leicht schließen sich eigentlich aus - mit Variantionen wird man auf 15-25 kg kommen, vor allem wenn Wasser eingeschränkt verfügbar ist.

Gruß
Thomas



Sorry Thomas und alle anderen Vorredner, da muss ich widersprechen...

Brotbacken geht vielleicht noch (Buschbrot usw.), aber Reiskochen z.B. ist m.E. viel zu aufwändig.

Wenn's dem Threadersteller primär darum geht, Proviant für 14 Tage mit zu nehmen, Geld zu sparen und möglichst wenig Zubereitungsstress zu haben, dann ist die beste Strategie sich ne Fettreserve anzufressen, denn dann kann man weniger Energie in Form von Nahrumg mitnehmen als man verbraucht. Mitgenommen werden dann möglichst dehydrierte Grundnahrungsmittel wie Milchpulver, Haferflocken, Trockenfrüchte, Gries, Nudeln etc.

Es macht doch keinen Sinn für solch ein Projekt einen auf Luxus zu machen und nen halben Haushalt mitzunehmen - dann kann ich auch gleich erstmal vorausfahren und mir Nahrungs- und Brennstoffdepots anlegen.

Und wenn das ganze eine Testtour für eine geplante Expedition werden soll, wo es tatsächlich keinerlei Versorgungsmöglichkeiten gibt, dann ist die Luxusschiene auch fehl am Platz...

Geändert von macrusher (23.03.10 20:09)
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#605147 - 23.03.10 20:07 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: faltblitz]
nöffö
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1365
In Antwort auf: faltblitz
In Antwort auf: nöffö
Für die Pfannekuchen solltest Du dann aber auch ´ne gusseisener Bratpfanne mitnehmen...


Nö. Ich nehm immer 'ne kleine, sehr leichte, beschichte Pfanne mit (


Ja, sicher - das mit der gusseisernen Bratpfanne war natürlich nur´n Spruch. Tatsächlich habe ich bei (Rad)wanderung meist nur ein reduziertes Trangia-Set mit, also ein Topf, Bratpfanne und die Trangia-Unterlage/Winschutz mit dem Gefäss für den Spiritus. Ja, und dann natürlich den Spiritus selbst - wohl das Schwerste an der ganzen Geschichte.

Ja, aber eins ist ja wohl klar: Am letzten Tourabend macht Onkel nöffö seine Geheimschublade an der Ortlieb-Tasche auf und fördert eine fette, sauschwere Konservendose mit Fleischklöpsen an´s Tages...äh..Mondlicht. Eine Wohltat nach all dem Wurzel- und Mehlmümmeln! Wer´s konditionsmässig drauf hat, sollte noch ´ne Flasche Wein mitnehmen. Du glaubst garnicht, wie Dich Deine Reisebegleitung dafür lieben wird - der beste Augenblick der ganzen Tour!

vG
nöffö
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#605150 - 23.03.10 20:17 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: macrusher]
natash
Moderator Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 7267
In Antwort auf: macrusher

Und wenn das ganze eine Testtour für eine geplante Expedition werden soll, wo es tatsächlich keinerlei Versorgungsmöglichkeiten gibt, dann ist die Luxusschiene auch fehl am Platz...

dann ist es eh egal wie´s schmeckt, Hauptsache die Kalorien + ein paar Nährstoffe kommen rein. Am einfachsten: Getreideflocken (oder Grütze, Focken gehen aber schneller), Milch oder Sojapulver, Zucker oder Trockenobst, Öl. Wasserzugangsmöglichkeiten vorausgesetzt. Möglicher Gewichtsverlust sollte auch eingeplant werden.
LG nat
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#605188 - 23.03.10 21:49 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: natash]
Andreas
Moderator Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 14254
Hallo,

bei Expeditionen ist Schokolade als Notvorrat üblich. Das ist kein Scherz.

Gruß
Andreas
Radreiseberichte aus vier Kontinenten: Liegerad-Fernweh
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#605190 - 23.03.10 21:52 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: Andreas]
Andreas
Moderator Übernachtungsnetzwerk
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#605207 - 23.03.10 22:28 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: macrusher]
commi2k
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 816
In Antwort auf: macrusher
In Antwort auf: commi2k
Hallo,

in Vorbereitung auf weitere Touren möchte ich gerne mal 14 Tage Unterwegs sein, ohne weitere Nahrung einkaufen zu müssen.

Die Nahrung sollte dennoch leicht sein und in einen Frontroller passen und nicht zu schwer sein. Es sollten keine Trekkingmahlzeiten sein, da die echt zu teuer sind. Und es sollte einfach (auch kalt) zuzubereiten sein und die Lebensmittel ohne Kühlung natürlich haltbar sein.

Bin schon gespannt auf eure Beiträge





Kannst du mal genauer beschreiben was du genau machen willst? Wohin, Warum nicht einkaufen, was sind deine Ansprüche/Prioritäten? Nimmst du nen Kocher mit?


Hallo,

danke für eure Beiträge.

Ich will mal 14 Tage einfach Unterwegs sein, ohne ständig Lebensmittel nachkaufen zu müssen. Für mich hat das den Vorteil, zu wissen, was man bei weiteren Touren auf langen "durststrecken" einkaufen tut um gut über die runden zu kommen und es macht einen auch selbstsicherer :-) Also vorwiegend als Vorbereitung für Radwandertouren und auch als Vorbereitung für meinen Traum, den Appalachian Trail in einigen Jahren :-)

Von den genannten Dingen werde ich mal einiges am Wochenende testen. Ich will sowieso auf dem Balkon Zelten und die neue Aurüstung testen (Yeti VIP 250 + ThermARest NeoAir), da passt es gut.

Einen Kocher werde ich mitnehmen, weis aber noch nicht was für ein System.

Bisher war ich mit dem Trangia (Kleines Set) sehr zufrieden, allerdings sehr schwer. Mit dem MSR XGK Benzinkocher war ich absolut nicht zufrieden (Benzingestank).

Da ich auch meine Ultraleicht Linie verfolge, will ich mal einen Gaskocher (Optimus Crux) mit einem Titantopf ausprobieren. Alternativ einen Trangia Mini Untersatz mit Titantopf und selbstgebastelten Windschutz.
Mathias
http://picasaweb.google.de/commi2k
viele Fotos von verschiedenen Reisen

Geändert von commi2k (23.03.10 22:31)
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#605209 - 23.03.10 22:32 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: Andreas]
macrusher
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 3011
In Antwort auf: Andreas R
Hallo,

bei Expeditionen ist Schokolade als Notvorrat üblich. Das ist kein Scherz.

Gruß
Andreas



Im Prinzip ist nix dagegen zu sagen 1-2 Tafeln Schokolade mitzunehmen, das Verhältnis Gewicht zu Energie und Packmass ist ja nicht so schlecht. Sofern es nicht zu heiss wird und die Schoki schmilzt.

Die Links sind ganz brauchbar für einen übervorsichtigen Normalbürgerhaushalt - wobei es sich nach meinem Verständnis bei der angepeilten Situation des Threaderstellers nicht handelt.

Im Ernstfall kann jeder normale, gesunde Mensch locker mindestens 2 Wochen ganz ohne Nahrung auskommen. Nennt sich fasten. Hab ich selber schon mehrfach praktiziert. Etwas Kohlenhydrate in Form von Zucker, besser Honig sind gut gegen Schwindel und für's Denkvermögen. Ab 2 Wochen würde ich mir so langsam Gedanken um Vitamine und MIneralstoffe machen. Das gilt natürlich nur für normale Belastung. Auf einer Extremtour muss man ja nicht unbedingt Nulldiät machen, was man beim fasten üblicherweise auch nicht macht. Aber in Extremsituationen geht jedenfalls Einiges!

Ich empfehle zum Anfang mal Literatur von Nehberg, gibt aber auch noch anderes.
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#605214 - 23.03.10 22:42 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: commi2k]
macrusher
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 3011
In Antwort auf: commi2k

Bisher war ich mit dem Trangia (Kleines Set) sehr zufrieden, allerdings sehr schwer. Mit dem MSR XGK Benzinkocher war ich absolut nicht zufrieden (Benzingestank).

Da ich auch meine Ultraleicht Linie verfolge, will ich mal einen Gaskocher (Optimus Crux) mit einem Titantopf ausprobieren. Alternativ einen Trangia Mini Untersatz mit Titantopf und selbstgebastelten Windschutz.


Spiritus stinkt auch ganz schön und Gaskartuschen gibt's nicht überall. Benzinkocher braucht man vor allem da wo es keine Alternativen gibt - Extreme Kälte, Muslimische Länder usw. Für dich wär vielleicht ein Pennystove oder sowas gut. Einer der leichtesten und billigsten Kocher für UL besteht aus einer abgeschnittenen Redbull Dose mit einer Blume die man sich aus ner Weißblechdose herstellt. Als Brennstoff dient Spiritus. Es gibt da ein Buch aus dem Conrad Stein Verlag "Trekking Ultraleicht" oder so ähnlich. Das solltest du mal lesen wenn du unter die Ultra- oder Uberlight-Trekker gehen willst.
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#605226 - 23.03.10 23:08 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: macrusher]
iassu
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 24193
In Antwort auf: macrusher
Brotbacken geht vielleicht noch (Buschbrot usw.), aber Reiskochen z.B. ist m.E. viel zu aufwändig.

Aufwendig? Aufkochen, Warmstellen (Isolation in der Klamottentasche), fertig. Braucht halt ein geeignetes Gefäß, dicht und hitzebeständig (100°). Ansonsten: wosdat Problem? geht noch viel ergiebiger mit Gerstengrütze o.Ä. Das hält nämlich wesentlich länger vor als Weißreis.

[Offtopic: ich kenne die Rechtschreibung. Aber Aufwand kommt von aufwenden, daher aufwendig. Das Verb ist der Ursprung, nicht das Hauptwort.]
Gruß Andreas
Onkel Ju 2
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#605233 - 23.03.10 23:26 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: macrusher]
HyS
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 14163
In Antwort auf: macrusher

Im Ernstfall kann jeder normale, gesunde Mensch locker mindestens 2 Wochen ganz ohne Nahrung auskommen.

Mit "locker" meinst du sicher mögliche gesundheitliche Folgen, da stimme ich zu, das hält man wohl gut aus. Ansonsten ist hungern und radeln keineswegs locker. Ich hatte mich bei meiner letzten Reise im indischen Himalaja nur um einen Tag verkalkuliert mit dem Essen. Der Tag war dann aber alles andere als "locker". 4000m, Regen, 5°C, Gegenwind, Holperpiste und dann hat man nichts mehr zu essen. schockiert
Man schafft das, aber man friert viel schneller und kann nur langsam auf Sparflamme fahren. Zudem entstehen permanent Essfantasien. grins
*****************
Freundliche Grüße
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#605240 - 24.03.10 01:13 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: iassu]
faltblitz
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In Antwort auf: iassu
[zitat=macrusher] Aufwendig? Aufkochen, Warmstellen (Isolation in der Klamottentasche), fertig.


Genau. Kurz aufgekochten Reis in den Schlafsack oder eine speziell angefertigte Isohülle (ist gleichzeitig Verpackung für den Topf)und gar ziehen lassen. Sind alles Tipps aus der Ultraleicht-Weitwanderszene. Hat mir mal einer der Freaks demonstriert - ich war beeindruckt, wie leicht und klein seine Ausrüstung war. Natürlich war sein Spirituskocher selbstgebaut aus einer Coladose... zwinker

Mit der richtigen Technik lassen sich sehr viele Lebensmittel ohne langes Kochen zubereiten. Beim Einkauf auf die angegebenen Kochzeiten achten, da gibt es große Unterschiede, z.B. bei Reis und Hülsenfrüchten. Manche kleine, rote Linsen z.B. sind sehr schnell gar.

Bei sehr langen Touren ohne Brennstoff-Nachschub empfielt sich ein Hobo-Kocher. Preiswerter als der Künzi ist der russische Nachbau, der machts genauso (den habe ich). Ich habe auch schon unterwegs mit dem Leatherman aus einer Konservendose einen Hobo gemacht - damit konnte ich gleich den Inhalt (Linsensuppe) erwärmen. zwinker Ein Konservendosen-Hobo ist viel leichter als der Künzi oder dessen Nachbau und hält sicher auch zwei Wochen durch, bis er mal durchbrennt (meiner existiert immer noch).

Außerdem teile ich nicht die Auffassung, dass abwechslungsreiche und wohlschmeckende Ernährung schwer und aufwändig ist. Sie erfordert nur ein bisschen Grips, Kenntnisse und Phantasie. Jedenfalls sind meine Erfahrungen da anders, Ultraleicht-Freaks treibe's da noch weiter und bereiten auch leckeres Essen. Wichtig für lange Touren und leichte Ausrüstung ist, konzentrierte und möglichst leichte (also dehydrierte) Nahrung mitzunehmen und die Menge insgesamt zu begrenzen. Im Zweifelsfall begrenze ich eher die Menge, aber nicht die Vielfalt.

Natürlich kommt ein gesunder Mensch 14 Tage problemlos mit weniger Nahrung zurecht, auch ohne (und das ohne gesundheitliche Schäden), solange er Wasser findet. Ich habe das auch schon einige Male gemacht (wenn auch i.d.R. nur 10 Tage). Einmal habe ich es unterwegs auf Tour probiert...ging auch, nur etwas "Treibstoff" fehlte, so dass der "Motor" etwas langsamer lief. zwinker Das verlorenen Gewicht futtere ich mir anschließend in wenigen Wochen wieder drauf. Mir hat diese Erfahrung die Angst vorm "Verhungern" genommen...und eimmal hat es sich bewährt, als wir mit dem Kajaks auf einer Insel im Meer wegen Sturm festhingen und die Nahrung zur Neige ging. Süßwasser war in Regenpfützen überall zu finden (ist nach mind. 10-minütigem Kochen keimfrei), so dass keine Lebensgefahr bestand. Wir haben die Fasten-Zeit mit Lesen, Unterhalten und Wandern auf der Insel verbracht...und uns wunderbar erholt.
(Tipp: Mooriges oder schlecht schmeckendes Wasses lässt sich mit zerstoßener Holzkohle (aus dem Lagerfeuer) oder Lehm/Ton reinigen und genießbar machen - einfach mit dem Wasser aufrühren und dann einen Tag oder so absetzen lassen. Dann das Wasser abgießen und 10 min abkochen. (Aktiv-)Kohle und Tone binden viele unerwünschte Stoffe.)

Wer eine Fasten-Tour macht, spart natürlich eine Menge Gepäck! zwinker Kocher habe ich aber trotzdem dabei gehabt, zum Tee- und Kaffeekochen (Kaffee hilft gegen niedrigen Blutdruck durch das Fasten). Bei einer Fasten-Tour baucht man übrigens mehr Flüssigkeit als normal, daran sollte man denken. Gelegentlich ein Gläschen Obst oder Gemüsesaft oder -Sud beugt außerdem Mineral- und Vitaminmangel beim Fasten vor. Auf Tour habe ich das aber zum großen Teil durch Tees aus frischen, selbstgepflückten Kräuter (z.B. Brennessel, Wasserminze) ersetzt.
Aber das ist ja ein anderes Thema... zwinker

Christoph

Edit: Henning, ob man fasten "locker" nimmt, hat was damit zu tun, ob man es gewohnt ist und immer mal macht. Der Körper ist dann nämlich auf Fettstoffwechsel trainiert und kann seine Energieversorgung recht problemlos umstellen. Also 1-3 x pro Jahr eine Woche fasten - und man merkt nicht mehr viel und lebt ganz normal weiter (Arbeit, Sport, Tour...).

Geändert von faltblitz (24.03.10 01:18)
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#605280 - 24.03.10 09:16 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: macrusher]
JohnyW
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In Antwort auf: macrusher

Sorry Thomas und alle anderen Vorredner, da muss ich widersprechen...

Brotbacken geht vielleicht noch (Buschbrot usw.), aber Reiskochen z.B. ist m.E. viel zu aufwändig.


Ich weiß ja nicht was daran aufwendig ist. Für mich macht es keinen Unterschied, ob ich Reis, Nudeln, Kartoffeln oder ne Suppe koche.

Gruß
Thomas
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Neu 21.10.2009: 2. Bericht Projekt Hessen aus dem Jahr 2007
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#605293 - 24.03.10 09:52 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: JohnyW]
Martina
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In Antwort auf: JohnyW

Ich weiß ja nicht was daran aufwendig ist.


Vielleicht war 'energieaufwändig' gemeint. Um Reis weichzukriegen, braucht man schon mehr Brennstoff als für Nudeln.

Martina
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#605295 - 24.03.10 09:57 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: Martina]
nöffö
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Oder war das Sammeln des Reises auf dem Reisfeld gemeint? Dauert bestimmt ´ne Weile bis man da ´n Kilo beisammen hat grins

vG
nöffö
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Off-topic #605298 - 24.03.10 10:09 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: macrusher]
PMB
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Diese Pennystovekocher kann ich wirklich sehr empfehlen. Ich habe meinen seid einem halben Jahr(Künzikocher).

Der verbindet für mich irgendwie die Qualitäten eines Gas-Benzin Kochers mit der Gemütlichkeit eines Lagerfeuers. Ich benutze Ihn nur mit Holz. Er kann aber auch mit Gas, Paste, Öl und anderen Brennstoffen verbunden werden.

Jedoch muss man unterstreichen, dass das Ding nicht der praktischste Kocher ist den es gibt. Obwohl man wegen der Trichterform sehr hohe Temperaturen erreicht, ist er von der Handhabung nicht so schnell wie ein Gas oder Benzinkocher (auspacken, Feuer an, warten bis es brennt, löschen, und dann saubermachen).

Mike.-
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#605299 - 24.03.10 10:10 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: faltblitz]
Martina
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In Antwort auf: faltblitz
Edit: Henning, ob man fasten "locker" nimmt, hat was damit zu tun, ob man es gewohnt ist und immer mal macht.


Ich glaube´, dass auch eine starke Rolle spielt, ob man es freiwillig ('fasten) oder gezwungenermaßen ('hungern') macht. Wer mit essen rechnet und keines bekommt, hat zumindest ein psychologisches Problem.

Martina
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#605307 - 24.03.10 10:29 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: Martina]
iassu
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Stimmt allerdings!
Gruß Andreas
Onkel Ju 2
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#605314 - 24.03.10 11:24 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: HyS]
macrusher
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In Antwort auf: HvS

Man schafft das, aber man friert viel schneller und kann nur langsam auf Sparflamme fahren. Zudem entstehen permanent Essfantasien. grins


Naja, es ist eben alles eine Frage der Einstellung. Ich persönlich würde natürlich auch schauen, daß ich immer eine Essensreserve dabei hätte. Aber im Notfall geht's auch ohne. Angenehm ist es natürlich nicht unbedingt, vor allem nicht die ersten paar Tage bis der Körper sich umgestellt hat, aber es geht wenn es gehen muss.

Bedenke auch wie das erst ist, wenn man Gewichts- und Energieoptimierte Nahrung dabei hat und 2 Wochen lang an Supermärkten und Tankstellen mit den tollsten Leckerereien vorbeifährt und nichts kaufen darf - stell ich mir auch schwierig vor grins zwinker


Bzgl. des Reis und andere Hülsenfrüchte kochens:
da muss ich zugeben daß ich unterwegs noch nie Reis gekocht hab. Kann mich nur gut an Chinesische Radler erinnern, die in Tibet Druckkochtöpfe rumgeschleppt haben... Allerdings ist Reis auch nicht der super Energiespender, wenn ich die Möglichkeit hätte Spaghetti oder eine andere Form von kompakten Nudeln (klar, in D. bekommt man natürlich alles) zu bekommen würde ich die mitnehmen.
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#605317 - 24.03.10 11:27 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: Martina]
macrusher
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In Antwort auf: Martina
In Antwort auf: faltblitz
Edit: Henning, ob man fasten "locker" nimmt, hat was damit zu tun, ob man es gewohnt ist und immer mal macht.


Ich glaube´, dass auch eine starke Rolle spielt, ob man es freiwillig ('fasten) oder gezwungenermaßen ('hungern') macht. Wer mit essen rechnet und keines bekommt, hat zumindest ein psychologisches Problem.

Martina



Ist natürlich ganz klar, daß es besser ist wenn man es freiwillig und nicht gezwungenermaßen macht. Bevor ich eine Extremtour machen würde, würde ich zumindest mal 2 Wochen fasten(-wandern), um die Erfahrung gemacht zu haben daß es geht und wie es ist. Wenn man dann nämlich unerwarteterweise in solch eine Situation kommt kann man besser damit umgehen, bzw. hat eben dieses psychologische Problem nicht.
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#605323 - 24.03.10 11:43 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: Martina]
faltblitz
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In Antwort auf: Martina
Vielleicht war 'energieaufwändig' gemeint. Um Reis weichzukriegen, braucht man schon mehr Brennstoff als für Nudeln.


Nö. In beiden Fällen aufkochen, in die Isohülle, das Ganze in den Schlafsack und dann warten, bis es gar ist. zwinker
Pürrees gehen natürlich noch schneller, da reicht Aufgießen mit heißem Wasser.


Zitat:
Wer mit essen rechnet und keines bekommt, hat zumindest ein psychologisches Problem.


Nur wenn man es nicht kennt und als Problem ansieht. Für mich war es in den Fällen, wo es passierte, kein "psychologisfches Problem". Ich kannte das und wusste, was auf mich zukommt- und das das keine Problem machen wird (genug trinkbares Wasser vorausgesetzt).

Wer Maratons läuft, sollte auch im Training immer mal Strecken laufen, wo die Glykogenreserven der Leber aufgebraucht sind und es an den Fettstoffwechsel geht (so ab 30 km?). Dann "lernt" das der Körper und baut nicht nach der kritischen Strecke ab. Beim Fasten ist es genauso. Also immer mal im Alltag "üben", dann sind die "Nebenwirkungen" immer weniger spürbar, der Körper stellt sich dann leicht um. Das Ergebnis ist für mich Gelassenheit im "Ernstfall" (s. Begebenheit auf der Insel im Posting oben).

Christoph
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#605324 - 24.03.10 11:49 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: faltblitz]
Martina
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In Antwort auf: faltblitz

Nur wenn man es nicht kennt und als Problem ansieht. Für mich war es in den Fällen, wo es passierte, kein "psychologisfches Problem". Ich kannte das und wusste, was auf mich zukommt- und das das keine Problem machen wird (genug trinkbares Wasser vorausgesetzt).


Dann sei froh. Ich habe (in den Zeiten, in denen man alles probiert um ein paar Kilo loszuwerden) auch schon gefastet. Körperliche Nebenwirkungen hatte ich nie, mein Stoffwechsel scheint extrem elastisch zu sein. D.h. ich weiß sehr gut, dass ich das abkann. Psychisch wäre es trotzdem ein Problem für mich und ich bin mir auch sehr sicher, dass ich nicht mehr freiwillig auf essen verzichten werde.


Zitat:

Wer Maratons läuft, sollte auch im Training immer mal Strecken laufen, wo die Glykogenreserven der Leber aufgebraucht sind und es an den Fettstoffwechsel geht (so ab 30 km?).


Wie gesagt, mein Körper kann das.

Martina
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#605514 - 25.03.10 00:40 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: Martina]
faltblitz
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Der Unterschied bei mir war wohl, dass ich nie gefastet habe, um abzunehmen, sondern weil ich neugierig war und interessantes darüber gehört und gelesen hatte. Und die Fasten-Erfahrung war bei mir dann auch positiv. Es ist eigentlich jedesmal wieder eine interessante und auch schöne Erfahrung (Sensibilisierung, Wahrnehmungsveränderung...).
Auch das mehrtägige, freiwillige Fasten bei einer Tour war eine ähnlich positive Sache...u.a. ein "Aha - es geht!"

Mein Verhältnis zum (zeitlich begrenzten) Fasten ist daher eher positiv. Es macht mir einfach "keinen Stress", auch wenn es sich mal ungeplant oder unerwartet ergibt.
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Off-topic #605515 - 25.03.10 01:37 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: ]
mimesn
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In Antwort auf: Bike Mike
Diese Pennystovekocher kann ich wirklich sehr empfehlen. Ich habe meinen seid einem halben Jahr(Künzikocher).

Der verbindet für mich irgendwie die Qualitäten eines Gas-Benzin Kochers mit der Gemütlichkeit eines Lagerfeuers. Ich benutze Ihn nur mit Holz. Er kann aber auch mit Gas, Paste, Öl und anderen Brennstoffen verbunden werden.


Sowas ist der Kocher schlechthin, wenn spezieller Brennstoffnachschub ungesichert ist.

In Antwort auf: Bike Mike
Jedoch muss man unterstreichen, dass das Ding nicht der praktischste Kocher ist den es gibt. Obwohl man wegen der Trichterform sehr hohe Temperaturen erreicht, ist er von der Handhabung nicht so schnell wie ein Gas oder Benzinkocher (auspacken, Feuer an, warten bis es brennt, löschen, und dann saubermachen).

Mike.-


Brennstoffsammeln sollte (zumindest bei Holzfeuerung) eingeplant bzw. unterwegs "miterledigt" werden.
Das Anzünden geht dann mit etwas Übung recht gut.
Löschen? - Das Ding geht doch von alleine aus. (Maximal bei Verlassen des Lagerplatzes - da tuts dann Auspink...! - Natürlich nicht den Kocher, sondern evtl. Glutrückstände. zwinker )
Saubermachen? - Mal kurz durch feuchtes Gras oder feuchten Sand. Rußig wird das Teil doch ohnehin wieder.

Also dort, wo offenes Feuer nicht so das Reizthema ist, absolut zu empfehlen.

Gruß
Micha
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#605522 - 25.03.10 07:41 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: faltblitz]
nöffö
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In Antwort auf: faltblitz


All das kannst Du mit Wildkräutern, Pilzen, Beeren oder essbaren Wurzeln (z.B. den Rübenwurzel mancher Disteln) aus der Natur ergänzen. Ein Salat aus Gänseblümchen, Löwenzahn, Girsch, Knoblauchrauke, wildem Lauch und Klee und anderem mit den Spitzen ganz junger Fichtentriebe gewürzt (plus Salz, Öl und wenig Pfeffer) muss man probiert haben ... zwinker
Girsch, Brennesseln und andere Wildpflanzen lassen sich auch zu Gemüse oder Spinat verkochen.

Wir haben auch schon unterwegs geangelt und Fische gefangen.



Die Betonung liegt hier wohl auf "ergänzen". Ich habe auch schon Brennesseln im Brötchenteig verbraten und Fichtennadeln in Sirup verwandelt. Fazit: Viel zu viel Arbeit und schmeckt nicht! Und Wurzeln ausgraben und säubern und zubereiten fällt wohl auch in die Sparte (auch wenn´s natürlich Spass macht, sowas auszuprobieren!). Fische fangen? Naja, wenn man´s kann... Ich selbst hole mit der Wurmangel meist nur kleine Barsche aus dem Teich und Netze/Reusen wird man wohl nicht mitschleppen wollen. Für Wurfangeln braucht man, zumindest in Nordeuropa, ne Genehmigung, was kostet. Brennholz sammeln und irgendwo Feuerchen machen ohne den Besitzer des Stück Landes gefragt zu haben, ist auch nicht drin. Pilze sammeln ist gut und schön, mache ich auch jeden Herbst. Aber: Pilze sind äusserst schlecht verdaulich und würde ich nicht häufiger als einmal in der Woche essen wollen - sind da eigentlich überhaupt Kalorien drin? Reichern übrigens stark Schwermetalle an - aufpassen neben grossen Strassen! Was ich in der Natur am meisten nutze und was wirklich auch Energie spendet sind verschiedene Waldbeeren, hier vor allem Blau- und Preiselbeeren. Fazit: In der Natur sammeln gehen ist ´ne tolle Sache aber nur, wenn man dafür nicht mehr Energie aufbringen muss als einem die "Gaben der Natur" zurück geben. Ja, und schmecken soll dat Zeuch ja auch irgendwie... Was mich weiterhin interessieren würde, wäre das Thema "Wasser", also, wo kann man welches Wasser bedenkenlos trinken.

vG
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#605530 - 25.03.10 08:18 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: commi2k]
jutta
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Keimsprossen. Getreidekörner, Sonnenblumenkerne, Rettichsamen, ... einweichen und dann einige Tage keimen lassen. Wenn die ersten Lebensmittel weg sind, spielt das größere Gewicht (durchs Wasser) keine Rolle.
Obs unterwegs geht, hab ich noch nicht probiert. Also mal ausprobieren.
Gruß Jutta
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#605554 - 25.03.10 10:02 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: faltblitz]
macrusher
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In Antwort auf: faltblitz
Der Unterschied bei mir war wohl, dass ich nie gefastet habe, um abzunehmen, sondern weil ich neugierig war und interessantes darüber gehört und gelesen hatte. Und die Fasten-Erfahrung war bei mir dann auch positiv. Es ist eigentlich jedesmal wieder eine interessante und auch schöne Erfahrung (Sensibilisierung, Wahrnehmungsveränderung...).
Auch das mehrtägige, freiwillige Fasten bei einer Tour war eine ähnlich positive Sache...u.a. ein "Aha - es geht!"

Mein Verhältnis zum (zeitlich begrenzten) Fasten ist daher eher positiv. Es macht mir einfach "keinen Stress", auch wenn es sich mal ungeplant oder unerwartet ergibt.



Wie schon erwähnt, muss man unterscheiden ob man grundsätzlich offen dafür ist bzw. entsprechende Erfahrungen hat, oder ob man durch Mangel plötzlichen Nahrungsentzug hat. Ich schrieb ja schon, daß ich es für sinnvoll halte sowas auszuprobieren bevor man sich auf eine Extremtour begibt. Als ich das erste Mal gefastet habe war es neben Interesse darauf wie es ist und was wohl mit einem körperlich und vor allem psychisch passiert, vor allem das Bedürfnis nach Wohlbefinden. Ich kann es jedem empfehlen, aber man muss grundsätzlich aufgeschlossen für diese Erfahrung sein, sonst bringt's nix. Eine Konsumeinstellung (ein neues Erlebnis konsumieren) ist da grundlegend falsch.
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#605560 - 25.03.10 10:16 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: nöffö]
macrusher
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In Antwort auf: nöffö
Was ich in der Natur am meisten nutze und was wirklich auch Energie spendet sind verschiedene Waldbeeren, hier vor allem Blau- und Preiselbeeren. Fazit: In der Natur sammeln gehen ist ´ne tolle Sache aber nur, wenn man dafür nicht mehr Energie aufbringen muss als einem die "Gaben der Natur" zurück geben. Ja, und schmecken soll dat Zeuch ja auch irgendwie... Was mich weiterhin interessieren würde, wäre das Thema "Wasser", also, wo kann man welches Wasser bedenkenlos trinken.


Aber auch Beeren sind nicht unkritisch, wenn man's so sehen will - Stichwort: Fuchsbandwurm.

Thema Wasser:
zunächst mal musst du "wo" genauer definieren. Ich denke in Deutschland kann man zur Not so ziemlich jedes Wasser trinken, dass aus einer Leitung oder einem Brunnen kommt (selbst wenn drauf steht, daß es kein Trinkwasser sei).

In der Natur kann man z.B. Wasser trinken, daß aus einem Felsen austritt, oder nachdem man gräbt. Wenn man sich bei Flüssen nicht sicher ist, kann man in Ufernähe ein Loch graben. Auf das Wasser das man dort stößt ist durch das Erdreich gefiltert. Zweifelhaftes Wasser kann man behandeln - abkochen oder chemisch. Problematisch ist m.E. nur mit Schwerrmetallen, Pestiziden usw. verunreinigtes Wasser.
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#605609 - 25.03.10 12:24 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: macrusher]
alpinista
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In Antwort auf: macrusher

Aber auch Beeren sind nicht unkritisch, wenn man's so sehen will - Stichwort: Fuchsbandwurm.

Die Geschichte mit der Fuchsbandwurminfektion durch den Verzehr wilder Beeren ist weitgehend widerlegt. In der Regel wird der Parasit beim Kontakt mit Haus-/Nutztieren auf den Menschen übertragen. Auch Menschen die Mähdrescher bedienen sind durch den Staub gefährdet. Ich will nicht behaupten, daß noch nie ein Mensch durch den Verzehr wilder Beeren infiziert wurde, doch ich schätze das als äußerst unwahrscheinlich ein.
Gruß
Paul
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#605613 - 25.03.10 12:45 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: nöffö]
faltblitz
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In Antwort auf: nöffö
Die Betonung liegt hier wohl auf "ergänzen". Ich habe auch schon Brennesseln im Brötchenteig verbraten und Fichtennadeln in Sirup verwandelt. Fazit: Viel zu viel Arbeit und schmeckt nicht!


Natürlich "ergänzen" - eben, um die ganzen getrockneten und konservierten mitgeführten Lebensmittel mit frischen Zutaten zu bereichern. Wenn die Kreationen nicht geschmeckt haben, hast Du wohl was falsch gemacht. Kannst ja mal die Mitreisenden unserer Touren fragen - die waren immer überrascht, was man so alles zaubern und wie lecker das sein kann... zwinker

Und wenn man in Gebieten unterwegs ist, wo man 14 Tage keine Lebnsmittel nachkaufen kann (und darum ging es ja hier, also weniger um Nordeuropa)), kann man da gewöhnlich auch Feuer machen oder angeln, zumindst wird es selten jemanden interessieren. Auf Angelerfolg würde ich mich natürlich nicht verlassen, aber wenn es klappt, ist es eine nette Ergänzung des Speiseplanes. Sushi aus rohen Forellen ist z.B. superlecker...hm...

Auch Pilze sind natürlich nur eine Ergänzung - also mir macht Pilzesammeln auf Tour großen Spaß...und in Nord- und Osteuropa wachsen diese oft in Massen in Sichtweite rechts und Links des Weges, da braucht man nur zu "ernten"...oder ich erkunde abends etwas die Umgebung ums Lager und finde zufällig Pilze... Ich mache das nicht, weil ich die Pilze unbedingt zur Ernährung benötige, sondern weil sie eben an viele Orten wachsen und nicht zu übersehen sind, wenn an mit offenben Augen duchs Land streift. Und weil sie mir schmecken und ich sie auch verdauen kann. zwinker Dass Pilze Schwermetalle sammeln ist bekannt, ich würde sie auch nicht als Hauptnahrungsmittel verwenden - aber das nicht nur aus diesem Grund.
Wenn Ihr da immer von "zusätzlicher Ernergie" redet, die Ihr dafür nicht habt, dann frage ich mich, warum und wie Ihr reist - und was Eure Beweggründe sind. Für mich ist es ein Teil des Naturerlebnisses.

Zum Thema Trinkwasser empfehle ich u.a. diese Links d (auch die folgenen Postings in diesem Thread).
Oder hier: http://www.faltboot.de/wiki/index.php/Wasser

Christoph

Edit: Link korrigiert

Geändert von faltblitz (25.03.10 12:49)
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#605618 - 25.03.10 13:08 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: macrusher]
faltblitz
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Wenn man sich mal die Statistiken anschaut, wieviel Infektionen mit Fuchsbandwurm überhaupt gibt und bei wem...und wie die Übertragungswege sind, relativiert sich dieses "Problem". Wer Beerenessen als "Gefahr" betrachtet, sollte nicht auf Radtour gehen - die Gefahr, beim Radfahren zu schaden zu kommen, ist ungleicht größer.

Ich finde es immer wieder interessant, wie sich Wahrnehmungen hier verzerren...also äußerst unwahrscheinliche Ereignisse ins Bewusstsein rücken und das Verhalten beeinflussen oder sogar belastend wirken, wären andere, wahrscheinlichere Möglichkeiten, als Selbstvertändlichkeiten angesehen werden, aus dem alltägsbezogenen Bewusstwein verschwinden...

Übrigens ist im Notfall auch in Deutschland das Wassere aus den meisten Gewässern trinkbar, selbst das aus Pfützen etc., wenn es nur entkeimt wurde, z.B. durch genügend langes Abkochen. Durch einmaligen oder kurzzeiten "Genuss" wird man sich nicht gleich vergiften. Vergiftungsgefahr durch Kummulatin im Körper besteht dagegen bei regelmäßigem bzw. länger anhaltendem Genuss von solchem, mit Schadstoffen belasteten Wasser, besonders wenn es immer aus dem selben Gewässer stammt. Man kann selbst Wasser aus Moos drücken und dann entkeimen.

Die Gefahr, zu verdursten, ist also bei den meisten Touren recht unwahrscheinlich und besteht wohl vorwiegend in wüstenähnlich Gegenden.

Christoph

Edit: Deisen Link ergänzt, mit wesentlichen Infos zum Thema rinkwasser.

Geändert von faltblitz (25.03.10 13:12)
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#605624 - 25.03.10 13:16 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: faltblitz]
Martina
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In Antwort auf: faltblitz

Ich finde es immer wieder interessant, wie sich Wahrnehmungen hier verzerren...also äußerst unwahrscheinliche Ereignisse ins Bewusstsein rücken und das Verhalten beeinflussen oder sogar belastend wirken, wären andere, wahrscheinlichere Möglichkeiten, als Selbstvertändlichkeiten angesehen werden, aus dem alltägsbezogenen Bewusstwein verschwinden...


Im Prinzip geb ich dir recht, allerdings spielt nicht allein die Eintrittswahrscheinlichkeit eine Rolle, sondern das Produkt aus Eintrittswahrscheinlichkeit und möglichen Folgen. Gegen Fuchsbandwurmbefall gibt es soweit ich weiß noch kein wirksames Mittel.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit für einen Radunfall ist natürlich weit größer, nur gehen halt auch viele Radunfälle glimpflich aus.

Martina, die unterwegs weiterhin Beeren isst
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#605626 - 25.03.10 13:17 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: faltblitz]
nöffö
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Hallo Christoph,
danke für die Links und Kommentare zum Thema "Trinkwasser"! Finde ich sehr interessant! Auch find ich´s toll, dass Du auf Deinen (Rad)wanderung so naturverbunden lebst. Ich für meinen Teil muss zugeben, dass ich auf Radtouren und Wanderungen zwar Beeren sammel, aber die Hauptenergie dann trotzdem aus mitgebrachtem Essen stammt. Für Beeren und Pilze mache ich separate Touren, d.h., zwei Ortliebs hinten dran, 10 - 20 km strampeln, sammeln wie bekloppt, die Eimer in die Ortliebs packen (passen so eben rein), nach Hause um Beeren zu säubern und dann am Abend sehr glücklich schlafen gehen. Macht einfach Spass!!

vG
nöffö
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#605632 - 25.03.10 13:28 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: macrusher]
nöffö
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In Antwort auf: macrusher
Ich denke in Deutschland kann man zur Not so ziemlich jedes Wasser trinken, dass aus einer Leitung oder einem Brunnen kommt (selbst wenn drauf steht, daß es kein Trinkwasser sei).


Ich habe, allerdings in Finnland, mal versehentlich Wasser aus einem Wasserhahn getrunken, wo, wie ich NACH dem Trinken verstellen durfte, ´nicht zum Trinken geeignet´ drüberstand. Okay, ich bin nicht krank geworden, hatte aber noch stundenlang einen ekelhaften Geschmack im Mund - ob da wohl der Wasserhahn mit der Klospülung irgendwie im Kontakt stand bäh ? Nee, aber im Ernst, ich frage mich wirklich, wo dieses eklige Wasser herkam. Vielleicht aus einem Wasserfass, das Wasser aus der Dachrinne erhält?? Egal, jedenfalls trinke ich nichts mehr, wo dran steht, dass es kein Trinkwasser ist - wird schon seine Berechtigung haben, auch wenn man nicht direkt dran krepieren wird...

vG
nöffö
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#605633 - 25.03.10 13:34 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: nöffö]
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Die ultimative Lösung des Trinkwasserproblems : Hier! grins unschuldig

Olivier
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#605634 - 25.03.10 13:34 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: Martina]
faltblitz
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Da hast Du recht, Martina, eine Finne eines Fuchsbandwurmes kann max. operativ entfern werden, was aber schwer ist, weil diese nicht abgegrenzt wachsen, sondern infiltrativ - und sich noch dazu bevorzug in gut durchbluteten, lebenswichtigen Organen ansiedeln, wie z.B. der Leber. Viele Infektinsfälle gehen deshalb mit schweren Schäden einher oder tödlich aus.
Aber nochmal: Sich beim Beerenessen damit zu infizieren ist extrem unwahrscheinlich, ähnlich einem Flugzeugabsturz oder Zugunglück mit dem ICE. Auch letzteres ist mit hoher Wahrscheinlichkeit tödlich, trotzdem machen wir es - ohne größere Ängste, z.T. alltäglich (Zug- und Autofahren etc.).

In Antwort auf: nöffö
Ich für meinen Teil muss zugeben, dass ich auf Radtouren und Wanderungen zwar Beeren sammel, aber die Hauptenergie dann trotzdem aus mitgebrachtem Essen stammt.


Das ist bei mir genauso. zwinker
Mit "Nahrung aus der Natur" fest zu rechnen, wäre ein großer Fehler, dazu muss man schon sibirischer Taigajäger sein...oder so... grins

Christoph

Edit: ich schrieb im letzten Posting versehentlich: "Vergiftungsgefahr durch Kummulatin im Körper" Es muss richtig "Kummulation" heißen und nicht "Kummulatin". Sorry, für den Tippfehler.

Geändert von faltblitz (25.03.10 13:40)
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#605657 - 25.03.10 15:01 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: macrusher]
Faltradl
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In Antwort auf: macrusher
Thema Wasser:
zunächst mal musst du "wo" genauer definieren. Ich denke in Deutschland kann man zur Not so ziemlich jedes Wasser trinken, dass aus einer Leitung oder einem Brunnen kommt (selbst wenn drauf steht, daß es kein Trinkwasser sei).

Vorsicht bei Brunnen. Denen sieht man nicht unbedingt an ob da Frischwasser läuft, oder ob es nur per Pumpe umgewälzt wird. Auch alte Brunnen, die einst der Wasserversorgung dienten, können längst umgerüstet worden sein. Gerade in Deutschland zählen die Brunnen oft nur noch als Straßenmöblierung, d.h. es reicht das es nett aussieht und plätschert.
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#605659 - 25.03.10 15:23 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: Faltradl]
macrusher
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In Antwort auf: Faltradl
In Antwort auf: macrusher
Thema Wasser:
zunächst mal musst du "wo" genauer definieren. Ich denke in Deutschland kann man zur Not so ziemlich jedes Wasser trinken, dass aus einer Leitung oder einem Brunnen kommt (selbst wenn drauf steht, daß es kein Trinkwasser sei).

Vorsicht bei Brunnen. Denen sieht man nicht unbedingt an ob da Frischwasser läuft, oder ob es nur per Pumpe umgewälzt wird. Auch alte Brunnen, die einst der Wasserversorgung dienten, können längst umgerüstet worden sein. Gerade in Deutschland zählen die Brunnen oft nur noch als Straßenmöblierung, d.h. es reicht das es nett aussieht und plätschert.



Schon klar - man muss halt bissle seinen Verstand benutzen...
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#605674 - 25.03.10 16:26 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: nöffö]
Sattelnase
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In Antwort auf: nöffö
Egal, jedenfalls trinke ich nichts mehr, wo dran steht, dass es kein Trinkwasser ist ...

Dann sag uns wenigstens, was "Kein Trinkwasser" auf finnisch heist, damit wir Deinem Schicksal entgehen können zwinker
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Off-topic #605689 - 25.03.10 17:12 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: Sattelnase]
JohnyW
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shmäkt äklig
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Neu 21.10.2009: 2. Bericht Projekt Hessen aus dem Jahr 2007
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Off-topic #605691 - 25.03.10 17:38 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: JohnyW]
GeraldausBerlin
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In Antwort auf: JohnyW
shmäkt äklig


das ist der name einer ikea küche grins
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Off-topic #605696 - 25.03.10 18:11 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: JohnyW]
Sattelnase
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In Antwort auf: JohnyW
shmäkt äklig

Gebe hat recht: Das ist nicht finnisch.
Finnisch beginnt erst bei Wörtern mit mindestens zwei ö, drei ä und sieben y grins

Geändert von Sattelnase (25.03.10 18:12)
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#605781 - 25.03.10 22:44 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: JoMo]
StephanBehrendt
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In Antwort auf: JoMo
Müsli (sehr nahrhaft das GREIF-Müsli, siehe Greif.de)
Haltbarer Camenbert
Hartwurst
Beef Jerky (getrocknetes Rindfleisch, teuer)
Fischkonserven in allen Variationen
Corned Beef und andere Wurst- bzw. Fleischkonserven
Zwiebel,Knoblauch
Kidneybohnen
Vollkornbrot einzeln verschweißt
Trockenobst
Erdnüsse
Studentenfutter
Schokolade

Das ist ja schon mal eine gute Übersicht. Einige Produkte sind aber vom Verhältnis Gewicht/Brennwert und Abfall suboptimal.

- Gereifter Bergkäse (enthält wenig Wasser) ist besser als dein Camembert.
- Fischkonserven sind zu schwer und mit zu viel Abfall.
- Dieses spezielle Knäckebrot hat ein wesentlich besseres Verhältnis von Kalorien zu Gewicht als dein wasserhaltiges Vollkornbrot.
- Schokolade sollte nur als Brotbelag mitgenommen werden.
- Bei Fleischigem ist nur Dauerwurst sinnvoll (enthält wenig Wasser).
- Zwiebel und Knoblauch schimmeln unter Umständen. Hier sind Trockensuppen sinnvoller.
- Parboiles Reis hast du vergessen.
- Instantpulver für Getränke fehlt
- Instantkaffe (Cappucino) mit integrierter Milch oder Tee fehlt.

Ich bin mit meiner Frau einstzwei Wochen den GR20 so gewandert, als die Fouragiermöglichkeiten noch fast Null waren. Wir hatten Kartoffelpüree statt Reis, das war suboptimal. Und wir haben nicht die Süßigkeiten sondern Obst vermisst. Ich glaube es waren so 8kg Zusatzgewicht am Beginn der Wanderung.
------------------------
Grüsse
Stephan
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#605801 - 25.03.10 23:15 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: macrusher]
faltblitz
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In Antwort auf: Faltradl
Vorsicht bei Brunnen.


Das ist richtig. Ich trinke nie irgendwelches Brunnenwasser, ohne es zu entkeimen, also z.B. abzukochen. Ist es entkeimt, macht auch abgestandenes und dadurch ursprünglich verkeimtes Wasser nix, außer dass es vielleicht nicht gut schmeckt.

Je nach Gegend bzw. Land bin ich auch bei Leitungswasser vorsichtig. Weiß ich nichts über die Qualität, koche ich ab oder desinfiziere mit Certisil combina. Certicil combina eignet sich auch, um Wasser in der Sommerhitze im Transportbehälter über mehrere Tage haltbar zu machen (in der Hitze verkeimt auch abgekochtes oder gefiltertes Wasser odere keimarmes Quellwasser schnell wieder). Außerdem kann man damit Trinkflaschen und Transportbehälter innen desinfizieren, da sich an der Innenwand schnell ein Bakterienrasen bildet, der frisches Wasser schnell verderben lässt.

Christoph
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#605811 - 26.03.10 00:05 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: faltblitz]
weasel
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Ausreichende Sonnenstrahlung vorausgesetzt kann Wasser wohl auch ganz einfach in einer durchsichtigen PET-Flasche entkeimt werden nach der SODIS-Methode.
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#605820 - 26.03.10 02:46 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: faltblitz]
slowbeat
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In Antwort auf: faltblitz
Getrocknete Lebensmittel gibt es in Hülle und Fülle in normalen Lebensmitteläden.
...
Auch die eingeschweißten trockenen Fertiggerichte aus dem Supermarkt wie "Nudeln mit Käse- oder Pilzsoße", "Reis mit Huhn" etc. sind sehr praktisch.
...
genau davon hat sich ne bekannte mit ihrer freundin vor etlichen jahren auf ner vierzehntägigen trampreise nach und durch italien ernährt und beide waren daraufhin ordentlich krank - bettlägrig für mehrere tage.
die zusammensetzung scheint nicht optimal für den stoffwechsel zu sein. (glutamat&co?)

sie und ihr freund kaufen für die touren wo nix nachkaufbar ist (campingmobil, wohnwagen, hundeschlitten oder der wagen und ne horde hunde in skandinavien mitten in der pampa) die teuren trekkingmalzeiten weil da wenigstens das drin ist was der körper braucht.

von fertigsachen aus dem supermarkt haben die mir dringendst abgeraten.
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#605825 - 26.03.10 06:44 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: Sattelnase]
nöffö
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ei juomavettä = kein Trinkwasser
ei kelpaa juotavaksi = nicht zum Trinken geeignet

Was genau drauf stand, weiss ich auch nicht mehr - es war jedenfalls sehr klein geschrieben grins


Schönen Tach noch,
nöffö, der auch heute sein Becherchen nicht in der Dachrinne füllen wird
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#605830 - 26.03.10 07:42 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: weasel]
black_flag
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Habe ich auch schon mal gehört, Afrika, Savanne, 55 Grad Bodentemperatur und so. Flasche in den Sand legen, die UV-Strahlung hilft zusätzlich mit zu entkeimen. Ob das allerdings auch in Mitteleuropa funktioniert glaube ich icht, in warmer Umgebung wird aus der Wasserflasche mit dem verkeimten Inhalt möglicherweise ein Bioreaktor...

Joachim
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#605844 - 26.03.10 09:00 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: StephanBehrendt]
Ula
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In Antwort auf: StephanBehrendt

- Dieses spezielle Knäckebrot hat ein wesentlich besseres Verhältnis von Kalorien zu Gewicht als dein wasserhaltiges Vollkornbrot.


Nimmt aber viel zu viel Platz weg wei zu viel Luft drin ist. Ich empfehle Flachcräcker .
Platzsparend, lecker, preiswert und aus Vollkorn.

Viele Grüße,
Katja
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#605876 - 26.03.10 10:44 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: ]
faltblitz
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In Antwort auf: slowbeat
genau davon hat sich ne bekannte mit ihrer freundin vor etlichen jahren auf ner vierzehntägigen trampreise nach und durch italien ernährt und beide waren daraufhin ordentlich krank - bettlägrig für mehrere tage.
die zusammensetzung scheint nicht optimal für den stoffwechsel zu sein. (glutamat&co?)


Genau das kommt davon, wenn man ohne Wissen und Gespür rangeht und den Bezug zur Ernährung verloren hat. Wenn man sich 14 Tage ausschließlich von "Glutamat- und E-Produkten" ernährt, darf sich über sowas nicht wundern...wobei auch noch die Frage im Raum steht, ob die Erkrankung nur davon verursacht wurde oder Infektionen (Trinkwasser?) und Überlastung etc. auch eine Rolle spielten (hab ich nämlich schon erlebt...).

Ich bezog mich in erster Linie auf "normale Trockenprodukte" wie Reis, Mehl, Nudeln, Polenta, Hülsenfrüchte, Trockenobst und Gemüse, Knäckebrot und Kekse etc. sowie selbstgetrocknete Fleischprodukte und Käse, auch Sojaschnitzel/-granulat, Milch- und Eipulver, Zucker, Kakao, Öl...ergänzt durch das, was man unterwegs zufällig findet oder bekommt.

...das ist alles "Trockennahrung", die man ohne Zusatzstoffe kaufen kann (wenn man will auch "Bio") und von der man sich im Alltag sowieso zum großen Teil ernährt (übrigens wird sogar das Brot, das Du von Bäcker kaufst, aus trockenem Mehl gebackten und Ei bzw. Milch auch häufig in Form von Pulver zugesetzt).

Wer meint, sich nur von "Fertignahrung" vollwertig ernähren zu können, ist der irreführenden Werbung der Industrie aufgesessen und soll den Preis für die "Trekkingmahlzeiten" oder anderm, was er meint zum Glücklichsein zu brauchen, gern zahlen. Das ist m.E. die Einstellung des von seinem Körper, seinen Bedürfnissen und dem Bezug zu seiner Umwelt entfremdeten Zivilisationsmenschen. Man, wie weit haben sich manche von den normalsten Sachen des Lebens, wie Essenszubereitung entfernt...ich frage mich, wie doch die Naturvölker über viele Jahrtausende überhaupt überlegen konnten...

Also bei unseren Touren spielt heute weder Mangel- noch Fehlernährung mehr eine Rolle - ud das Essen ist abwechslungsreich, nahrhaft, schmackhaft und bekömmlich. Die o.g. Fertigprodukte sind als "Notreserve" immer dabei und werden verwendet, wenn es mal schnell gehen muss...und so, also sehr selten genossen, haben sie uns bisher nicht geschadet...

...wie bei vielen Dingen kommt es auch hier auf die Verhältnissmäßigkeit und das Maß an - und einen Bezug zu grundlegenden Dingen unseres Körpers und unserer Lebensweise...und das ist, wenn ich diesen Thread verfolge, einigen Zivilisationsmenschen wohl abhanden gekommen...

Christoph
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#605884 - 26.03.10 11:01 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: faltblitz]
Martina
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In Antwort auf: faltblitz
Genau das kommt davon, wenn man ohne Wissen und Gespür rangeht und den Bezug zur Ernährung verloren hat. Wenn man sich 14 Tage ausschließlich von "Glutamat- und E-Produkten" ernährt, darf sich über sowas nicht wundern...wobei auch noch die Frage im Raum steht, ob die Erkrankung nur davon verursacht wurde oder Infektionen (Trinkwasser?) und Überlastung etc. auch eine Rolle spielten (hab ich nämlich schon erlebt...).


Ganz ehrlich: ich glaube nicht daran, dass man von 14 Tage Fertigprodukten ernsthaft krank wird. Zumindest nicht in dem Sinne, dass sie eine Erkrankung *verursachen* können. Dass sie in Kombination mit den von dir genannten Dingen zu einer erhöhten Anfälligkeit beitragen können mag sein. Aber da traue ich den teuren Trekkingmahlzeiten nicht zu, dass sie besser sind.

Martina, die sich im Urlaub in aller Regel nicht gerade gesund ernährt

Geändert von Martina (26.03.10 11:02)
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#605886 - 26.03.10 11:07 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: ]
weasel
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In Antwort auf: black_flag
Habe ich auch schon mal gehört, Afrika, Savanne, 55 Grad Bodentemperatur und so. Flasche in den Sand legen, die UV-Strahlung hilft zusätzlich mit zu entkeimen. Ob das allerdings auch in Mitteleuropa funktioniert glaube ich icht, in warmer Umgebung wird aus der Wasserflasche mit dem verkeimten Inhalt möglicherweise ein Bioreaktor...

Joachim

Ne, hierzulande wird die Sonnenintensität sicher zu gering sein. Die Sodis-Methode richtet sich ja explizit an südliche Länder, die Probleme mit der Trinkwasserqualität haben. Am besten legt man unter die Flasche auch noch eine reflektierende Folie.

Mir kommt gerade eine Idee für eine leicht selbst herzustellende Pemmikan-Variante mit garantiert hoher Kaloriendichte ein:
Ein großer Topf Schweineschmalz, ein Packet Mehl und ein Packet Zucker rein, gut vermischen und es sich schmecken lassen krank.

Geändert von weasel (26.03.10 11:12)
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#605891 - 26.03.10 11:32 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: StephanBehrendt]
Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! JoMo
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Servus,

den GR20 bin ich mit ca. 18kg Gepäck gegangen. Ich habe dabei 5kg abgenommen.
Knäckebrot hat zwar einen Gewichtsvorteil, aber einen gravierenden anderen Nachteil.
Wir hatten damals Sesamknäckebrot dabei. Ich dachte daß evtl. der Sesam irgendeine appetitanregende Wirkung haben muß. Ich bekam auf das Knäcke jedenfalls immer einen Riesenhunger zusätzlich.
Inzwischen weiß ich natürlich warum (ist schon 25 Jahre her). Knäckebrot hat einen extrem hohen glykämischen Index. D.h. es schießt relativ schnell und viel Insulin ins Blut, nachdem man es gegessen hat. Ich hatte da richtig gelitten und meine tägliche Ration Knäcke nur noch "mikroportionsweise" geknappert.
Dann lieber neutrales Müsli mitnehmen und dieses trocken essen. Da muß man zumindest lang drauf rumkauen.

Gruß
jomo
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#605904 - 26.03.10 11:56 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: Martina]
faltblitz
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In Antwort auf: Martina
Ganz ehrlich: ich glaube nicht daran, dass man von 14 Tage Fertigprodukten ernsthaft krank wird.


Kommt drauf an, wie empfindlich man ist. Ist kenne mehrere Leute in meinem privaten Umfeld, die unter bestimmten Lebnsmittelunverträglichkeiten leiden und besonders auf diverse Zusatzstoffe in Konserven und Fertigprodukten, eben z.B. Glutamat, reagieren - und diese daher konsequent meiden. Die Empfindlichkeit ist individuell verschieden...und somit auch die Dosis, die zu körperlichen Reaktionen führt. Wievil "man" verträgt, lässt sich also nicht verallgemeinern.

Eine Kombination mit anderen Auslösern halte ich aber für wahrscheinlicher, zumal im oben genannten Fall beide gleichzeitig erkrankten.

Für "gesünder" halte ich teuere "Trekkingmalzeiten" auch nicht, wenn auch nicht als mehr "krankmachend" als andere vergleichbare Lebensmittel. Der Konsum ist meiner Meinung nach ein Erfolg einer verführenden Werbung und Irreführung: Quasi die Ansicht, da ist nur "Gutes" drin, andere Lebnsmittel sind "schlecht". Diese Einteilung ist völliger Quatsch. Das Maß, die Mischung, die Verhältnismäßigkeit macht's - verbunden mit differenzierten Kennissen und einem Bezug zum eigenen Körper und dessen Bedürfnissen und Wohlbefinden.

Christoph
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#605928 - 26.03.10 13:10 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: JoMo]
JohnyW
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Hi,

In Antwort auf: JoMo
Müsli mitnehmen und dieses trocken essen. Da muß man zumindest lang drauf rumkauen


Na dann doch lieber Kelb. Das Kau-Volumenverhältnis ist klasse. Ein Streifen von 10 cm hält gut 2 h. Dazu kommt - schmeckt besser als Müsli...

Gruß
Thomas
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Neu 21.10.2009: 2. Bericht Projekt Hessen aus dem Jahr 2007
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#605948 - 26.03.10 14:59 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: JohnyW]
adolar
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In Antwort auf: JohnyW
...
Na dann doch lieber Kelb. ...


Hallo Thomas!

Was ist denn bitte "Kelb"?

Herr Google gab mir so etwas wie Algenprodukte oder große Tangarten mit auf den Weg. Geht das in die richtige Richtung?
Grüße

Stephan
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#605968 - 26.03.10 16:06 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: adolar]
JohnyW
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Hi,

da hat Herr Google recht. Wird in Japan in Massen geerntet und entlang der Straße getrocknet.

Gruß
Thomas
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#605976 - 26.03.10 16:22 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: faltblitz]
ranunkel
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In Antwort auf: faltblitz
In Antwort auf: Martina
Ganz ehrlich: ich glaube nicht daran, dass man von 14 Tage Fertigprodukten ernsthaft krank wird.


Kommt drauf an, wie empfindlich man ist. Ist kenne mehrere Leute in meinem privaten Umfeld, die unter bestimmten Lebnsmittelunverträglichkeiten leiden und besonders auf diverse Zusatzstoffe in Konserven und Fertigprodukten, eben z.B. Glutamat, reagieren - und diese daher konsequent meiden. Die Empfindlichkeit ist individuell verschieden...und somit auch die Dosis, die zu körperlichen Reaktionen führt. Wievil "man" verträgt, lässt sich also nicht verallgemeinern.

Eine Kombination mit anderen Auslösern halte ich aber für wahrscheinlicher, zumal im oben genannten Fall beide gleichzeitig erkrankten.


Ja, aber auch die teuren 'Trekkingprodukte' enthalten z.T. Glutamat, mengenweise E, Aromen, usw... hilft also im Zweifel auch nicht. Und es gibt auch Fertiggerichte aus dem Supermarkt, die ohne Glutamat usw auskommen - muss man halt beim Einkaufen ein bißchen lesen.

Gruß,
Rana
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#605982 - 26.03.10 17:03 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: JohnyW]
adolar
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Danke für die Info!

Bekommt man Kelb hier irgendwo zu kaufen?
Grüße

Stephan
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#606062 - 26.03.10 22:10 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: Ula]
mimesn
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In Antwort auf: Ula
In Antwort auf: StephanBehrendt

- Dieses spezielle Knäckebrot hat ein wesentlich besseres Verhältnis von Kalorien zu Gewicht als dein wasserhaltiges Vollkornbrot.


Nimmt aber viel zu viel Platz weg wei zu viel Luft drin ist. Ich empfehle Flachcräcker .
Platzsparend, lecker, preiswert und aus Vollkorn.

Viele Grüße,
Katja


Schön massives Schwarzbrot in Scheiben schneiden - trocknen - luftdicht verpacken.
Verbrauch:
- trockene Scheiben knabbern,
- kleinbröseln - mit Trockenei und Wasser vermengen - in Pfanne (oder wie Knüppelbrot über offenem Feuer) zubereiten,
- Brotscheiben leicht wässern, mit angerührtem Trockenei "ummanteln" - braten

(Notfalls läßt sich Brot auch unterwegs trocknen.)

Gruß
Micha

PS. Ein paar Kräuter, Zwiebeln trocknen und ebenfalls luftdicht verpacken - schon läßt sich eine Mahlzeit recht einfach würzen.
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#606647 - 29.03.10 08:54 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: adolar]
JohnyW
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Hi,

keine Ahnung - vielleicht im gutsortierten Asiashop nachfragen.

Gruß
Thomas
Homepage: http://thomasontour.de
Neu 21.10.2009: 2. Bericht Projekt Hessen aus dem Jahr 2007
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#606693 - 29.03.10 11:59 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: Ula]
StephanBehrendt
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In Antwort auf: Ula
In Antwort auf: StephanBehrendt

- Dieses spezielle Knäckebrot hat ein wesentlich besseres Verhältnis von Kalorien zu Gewicht als dein wasserhaltiges Vollkornbrot.


Nimmt aber viel zu viel Platz weg wei zu viel Luft drin ist. Ich empfehle Flachcräcker .
Platzsparend, lecker, preiswert und aus Vollkorn.Katja

Nö,
meine verlinkten recht harten Platten sind wesentlich platzsparender als deine krümeligen, gelochten Cräcker.
------------------------
Grüsse
Stephan
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#606705 - 29.03.10 12:37 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: StephanBehrendt]
11111
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Platzsparend und energiereich sind auch die berühmten Panzerplatten ! Sie sind nicht schwer auch wenn das der Name vermuten lässt. grins

Olivier
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#606719 - 29.03.10 13:17 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: 11111]
macrusher
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In Antwort auf: 11111


Platzsparend und energiereich sind auch die berühmten Panzerplatten ! Sie sind nicht schwer auch wenn das der Name vermuten lässt. grins

Olivier



Dann werf ich mal noch die Chinesischen Armee-Kekse ein - dürften hier etwas schwerr zu bekommen sein, sind aber sehr kompakt und dabei noch relativ schmackhaft und leicht zu verzehren (nicht zu hart).
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#606747 - 29.03.10 14:09 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: 11111]
black_flag
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Und jetzt schalten wir live an den Küchentisch:

Panzerplatten? MREs statt EPA-Nahrung

Ich habe sie im Dutzend für etwa 7.- EUR inkl. Versand pro Stück bei einem Ebay-Händler erstanden. Erster Eindruck: Man fragt sich, wie die Nahrung ihren Weg zu diversen Händlern findet... eigentlich nur illegal... Aufdruck: "Government property. Commercial resale is unlawful." Bin ich einem Hehler in die Fänge gelaufen...? Nun ja.

Die Nahrung ist eigentlich nicht schlecht, z.B. war Hähnchenbrust mit gerösteten Kartoffelschnipseln und Soße richtig lecker. Einige Bestandteile sind typisch amerikanisch süß und gewöhnungsbedürftig (Gummikirschkrümel mit Gummibärchen/Lakritz/Marzipangeschmack), einige außerordentlich scharf gewürzt, etwa Streichkäse mit Jalapenos (=Chili?) für Weizencracker. Wer's mag.
Ansonsten aber ist's okay. Mit dabei sind Streichhölzer, Toliettenpapier(!) Getränkepulver, Kaffee, ein Fläschchen Tabasco und... Trommelwirbel...: ein Heizer, der durch etwas Wasser aktiviert wird (Redox von Magnesiumspänen?). Faszinierend das Ding, das Essen wird in eine Tüte geschoben, etwas H2O dazu gegeben und zehn Minuten blubbern gelassen. Anschließend ist das Essen so heiß, daß man es kaum noch anfassen kann und die Umgebung um etwa 1l H2 reicher (Vorsicht, Knallgasbildung). Insgesamt hat ein komplettes Essen um die 1200 kcal und ist sättigend. Zwei MREs plus Frühstück sollten den Energiebedarf eines Reiseradlers schon decken können.

Gesamteindruck: Spaßig, Outdoorer sollten es mal ausprobiert haben, gemessen am Preis günstiger als zivile Outdoornahrung und im Geschmack eher besser; ich habe den Kauf nicht bereut.

Negativ: Eine elende Umweltsauerei weil viel Verpackungsmüll aus metallbeschichteter PE-Folie, typisch militärisch-amerikanischer rücksichtsloser Planetenverbrauch halt... aber wir sind ja auch kaum besser. Grummel.




Joachim
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#606780 - 29.03.10 15:55 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: ]
StephanBehrendt
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In Antwort auf: black_flag
Und jetzt schalten wir live an den Küchentisch:

Panzerplatten? MREs statt EPA-Nahrung

Ich habe sie im Dutzend für etwa 7.- EUR inkl. Versand pro Stück bei einem Ebay-Händler erstanden. Erster Eindruck: Man fragt sich, wie die Nahrung ihren Weg zu diversen Händlern findet... eigentlich nur illegal... Aufdruck: "Government property. Commercial resale is unlawful." Bin ich einem Hehler in die Fänge gelaufen...? Nun ja.

Vielleicht werden sie kurz vor Ende des Mindesthaltbarkeitsdatums vertickt?
------------------------
Grüsse
Stephan
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#606782 - 29.03.10 16:00 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: ]
natash
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In Antwort auf: black_flag


Panzerplatten? MREs statt EPA-Nahrung


entsetzt also, bevor ich dieses Zeug erwerbe, mitschleppe und auch noch esse, ernähre ich mich lieber 6 Wochen von Buchweizengrütze ggf. mit anreichernden Zutaten. Auch wenn selbige mir schon nach 1er Woche zu den Ohren raushängt, so weiß ich da immerhin dass ich weder mir noch meiner Umwelt allzu viel zumute.
Aum Augenblick könnte man Bärlauchsalat dazu reichen grins
LG Nat

Geändert von natash (29.03.10 16:01)
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#606792 - 29.03.10 16:42 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: natash]
macrusher
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In Antwort auf: natash
In Antwort auf: black_flag


Panzerplatten? MREs statt EPA-Nahrung


entsetzt also, bevor ich dieses Zeug erwerbe, mitschleppe und auch noch esse, ernähre ich mich lieber 6 Wochen von Buchweizengrütze ggf. mit anreichernden Zutaten. Auch wenn selbige mir schon nach 1er Woche zu den Ohren raushängt, so weiß ich da immerhin dass ich weder mir noch meiner Umwelt allzu viel zumute.
Aum Augenblick könnte man Bärlauchsalat dazu reichen grins
LG Nat



Aber aufpassen - sonst war's der Letzte... schmunzel
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#606861 - 29.03.10 20:36 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: StephanBehrendt]
black_flag
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Die MREs haben eine Regallebensdauer von nominal drei Jahren (übrigens sind auch zivil erhältliche M&M Schokoklicker dabei), der Herstellcode deutet auf 2008. Müsste also passen.


Bärlauch ist weniger lange haltbar.



Joachim
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#606992 - 30.03.10 11:48 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: ]
Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! JoMo
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Militärische Verpflegung muß ja auch nur den Zweck erfüllen, den Soldaten bis zur Erfüllung seines Auftrags am Leben zu halten. Danach hat noch niemanden ernsthaft interessiert.
Anders bei unserer Reiseverpflegung.

jomo
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Off-topic #607012 - 30.03.10 13:13 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: JoMo]
veloträumer
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Auch da sieht die Sache nicht eindeutig aus. Der Auftrag ist erst beendet, wenn der Soldat den Befehl erhält, dass der Krieg beendet ist. Zumindest von dem japanischen Oberstleutnant Hiroo Onada ist belegt, dass er 1974 nicht an das Ende des 2. Weltkriegs glaubte und von seinem ehemaligen Vorgesetzten über die Realität belehrt werden musste, bevor er sein Versteck verlassen wollte. 33 Jahre hat wohl noch kein Reiseradler durchgehalten? grins
Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings!
Matthias
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Off-topic #607016 - 30.03.10 13:23 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: veloträumer]
Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! JoMo
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Der war aber vom Nachschub abgeschnitten. Ob er mit militärischer Verpflegung so lange ausgehalten hätte, ist fraglich. Offensichtlich hat er besseres gefunden.

Diese ganzen EPAs und co. haben natürlich irgendwas schnuckeliges. Zumindest am Anfang. Irgendwie ein kleines Überraschungspaket, das den Spieltrieb befriedigt und ein paarmal gar nicht so schlecht schmeckt.
Da meine Reiserouten überwiegend entlang der klassischen Weinanbaugebiete liegen, komme ich aber kaum in Versuchung so was im Urlaub zu essen. Bekannterweise wird in solchen Regiionen auch gut gegessen.

Grüße
jomo
when life gives you lemons make lemonade
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Off-topic #607022 - 30.03.10 13:46 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: JoMo]
sstelter
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In Antwort auf: JoMo
Da meine Reiserouten überwiegend entlang der klassischen Weinanbaugebiete liegen, komme ich aber kaum in Versuchung so was im Urlaub zu essen. Bekannterweise wird in solchen Regiionen auch gut gegessen.

Das ist doch mal ein vernünfiger Ansatz. Diese ganzen "Über"lebensmittel-Surrogate kannst Du doch in die Tonne treten. An die Verwendung dergleichen verschwende ich nicht eine Sekunde meiner Zeit.
MfG
Stephan
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Off-topic #607181 - 31.03.10 10:46 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: JoMo]
StephanBehrendt
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In Antwort auf: JoMo
Da meine Reiserouten überwiegend entlang der klassischen Weinanbaugebiete liegen, komme ich aber kaum in Versuchung so was im Urlaub zu essen. Bekannterweise wird in solchen Regiionen auch gut gegessen.

Du warst aber auch in einigen Ländern, wo erst nach weiterer Klimaerwärmung mit einer folgenden Erstanlage von Rebflächen mit einer önologischen Infrastruktur zu rechnen ist.
------------------------
Grüsse
Stephan
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Off-topic #607222 - 31.03.10 13:23 Re: 14 Tage Autark Essen [Re: StephanBehrendt]
Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! JoMo
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Zitat:
Du warst aber auch in einigen Ländern, wo erst nach weiterer Klimaerwärmung mit einer folgenden Erstanlage von Rebflächen mit einer önologischen Infrastruktur zu rechnen ist.


Da hast du richtig gesehen. Und ich denke in Bezug auf Kulinarisches und Klimatisches eher mit Grauen daran zurück zwinker

jomo
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