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#18785 - 03.09.02 14:30 Zustand Elberadweg in Sachsen
matti
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 400
Hallo allerseits,
bei uns in der Zeitung gab's jetzt einen Bericht zu einer ersten Testfahrt auf dem Elberadweg von Dresden nach Riesa.
Vielleicht können wir ja hier die Neuigkeiten (und hoffentlich schnelle Verbesserungen) in der nächsten Zeit zusammentragen.

2. September 2002:
An vielen Stellen versperren noch Sperrmüll und angeschwemmtes Material den Radweg, an einigen Stellen stand auch noch Wasser (Meißen, Merschwitz). Die meisten nahegelegenen Restaurants waren vom Hochwasser betroffen und haben daher nicht geöffnet. Die Rastplätze am Radweg sind teilweise kaputt.
Zerstört ist der Radweg an folgenden Stellen:
- Unterführung Eisenbahnbrücke Niederwartha
- Damm bei Moritz kurz vor Riesa
An diesen und auch den durch Sperrmüll versperrten Stellen hilft nur ein Ausweichen zu Fuß bzw. auf die Straße.
Zwischen der tschechischen Grenze und Riesa sind alle Elbfähren ausser Betrieb, mit folgenden Ausnahmen:
- Schmilka, Königstein, Rathen, Heidenau, Laubegast: eingeschränkt von 6-20 Uhr
- Pillnitz: rund um die Uhr in Betrieb.

So, dies als Info für alle, die trotzdem in nächster Zeit diese Gegend besuchen und hier radeln wollen.

Gruss, Matthias
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#18792 - 03.09.02 16:35 Re: Zustand Elberadweg in Sachsen [Re: matti]
Ringo
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 672
Hallo Matti, vielen Dank für den Anstoß. Zwinki, ein passionierter RR'ler aus DD ist hats am vergangenen WE mal bis Decin versucht, hier sein Bericht:

Am Laubegaster Ufer, das schwer betroffen war, allerhand Schilder: Wir
machen trotzdem weiter. Sehr fein.

Hier also die Infos zur Tour:

1. Man kommt auf dem Radweg wirklich bis Decin, nur die Müglitzbrücke hinter der Birkwitz-Fähre ist seit heute ganz weg. Man muss durch Heidenau bis zur Straße. Ist aber belastend, nicht nur wegen des Pflasters - es sieht teilweise schlimm aus.

2. Die Tour ist was für starke Nerven, auch Geruchsnerven. Bis wenigstens Pillnitz (ich glaube, Heidenau) auch viel Glas, ich wartete schon auf den Platten (trotz Kevlareinlage, die gegen normale Splitter sehr gut schützt). Ab Pirna macht es Spaß, größtenteils jedenfalls.

Erschreckend die vielen Seen, die weit über der Elbe liegen (z.B. Wiesen vor Klärwerk Wehlen, Kleingartensiedlung Wostra): Das Grundwasser steht und steht ...

An der Pillnitzer Elbinsel eine zerstörte Fähre, sieht aus wie nach einem Bombenangriff.

3. Der Radweg von Obervogelgesang nach Wehlen an der Elbe sieht aus, als wäre er erst gestern fertiggeworden - nur eine kleine abgebrochene Stelle erinnert an das Hochwasser. Wenn man vom Lenker hochblickt, sieht man allerdings linkerhand die Lampen, die sämtlich in ca. 3m Höhe weggeknickt sind und mit der Birne auf dem Boden liegen. Alle in gleicher Höhe und gleicher Richtung, als hätte da ein Künstler wieder mal eine Installation verzapft (das sollte man wirklich besser den Klempnern überlassen).
Die Häuser haben natürlich auch einiges abbekommen, aber diesen Anblick ist man zu diesem Zeitpunkt schon gewohnt.

4. Wer in Rathen nicht aufpasst, bekommt gar nichts vom Hochwasser mit: Ettrich am Bahnhof hat auf, wohl sogar das Cafe Stöhn (Namensverbiegung mit Absicht!), und dass der wertvolle Klanggarten nicht klingt, sieht man auch nicht. Alles schon geputzt. Kann sogar sein, die Fähre fährt, habe nicht aufgepasst.

5. Radfahrer schon wieder zahlreich unterwegs.

6. Eindruck von Königstein? Starker Geruch nasser Ziegelwände in einer
toten Stadt.
Aber: Die Fähre fährt!! Sah jedenfalls ganz danach aus, angeblich ein Notbetrieb. Die RTF wird sie wohl mitnutzen.

7. Krippen: Allgemeines Aufräumen, die Ziegelscheune hat's auch böse
erwischt. Nach Postelwitz habe ich leider vergessen zu schauen. Die
Straße soll gesperrt sein. Bei genauem Hinsehen entdeckt man, dass
weiter elbaufwärts mal ein Campingplatz war ...
Der Radweg war nach Sturm schon in schlechterem Zustand.

8. Schmilka: Fähre fährt, Fährmann wartete auf Gäste (aber es war der bitterböse, deswegen riskierte ich keinen Plausch).

9. Grenzübergang: Welche Grenze? Die schwarzen Tafeln mit dem nur durch Rückübersetzung ins Tschechische zu verstehenden Deutsch stehen noch da. Also, man darf. Viele andere sind auch durch.

10. Hrensko scheint eine Geisterstadt zu sein (evakuiert?). Nur Einsatz-
kräfte und Arbeitsgeräusche. Die Straße nach Decin ist angeblich
unterspült (www.sz-online.de, Pirna) und gesperrt.

Gleich danach ein gekenterter und zerstörter Frachtkahn. Unglaubliche
Kräfte müssen hier gewirkt haben. Ist immerhin ein großer Schubpramen, keine übliche Zille.

Aber Rio Relax steht noch. Das war der erste Puff an der Strecke.
Auch das Mephisto (oder wie es jetzt heißt) scheint überlebt zu
haben. Junge Damen erkannte ich keine. Gesperrt für jede Art Verkehr.

11. Vor Dolny Zleb ein kleiner Erdrutsch am Bahndamm, Rennfahrer müssen mal 5m tragen. Das war der einzige für mich sichtbare Schaden an der Bahnstrecke seit Pirna.
Die Fähre ist komplett verschwunden. Hoffentlich vorsorglich abgebaut.

12. Überraschung! Die Deciner Innenstadt ist komplett verschont geblieben, alles im grünen Bereich (und nicht im graubraunen). Nur häßliche Uferhäuser (inklusive Zigeunerhäuser zwischen alter Brücke und Eisenbahnbrücke) hat's erwischt. Wieder mal die Ärmsten.

Bin dann hoch nach Maxicky (eigentlich der Anfang des Erzgebirges, diese Straße) - 3.5km mit 8-10% ohne Flachstück (7% Durchschnitts-steigung).
War schwül und dunstig, aber seit einer Woche erstmals nicht mehr dieser krankmachende Elbdunst. Sneznik - Tisa - Petrovice, alles ohne Fernblick.

Markersbach - Bahratal - Gottleubatal problemlos! Interessant die Bahra
ab Markersbach: Anfangs gar nichts zu sehen, weiter unten vielleicht
1m brauner Streifen an den Ufern (völlig unkritisch), auch die Gottleuba
offenbar "OK", aber ab Neundorf nehmen die Schäden rapide zu. Musste
durch Pirna: Es gibt noch blühende Schrebergärten, ebenso ganz schlimme Ecken, wie in Heidenau.

14km vor dem Ziel Regen, und nach 2km sah ich aus wie Paris-Roubaix im Regen (oder Crosser im Schlamm). Die Kette knirschte und sang, es war verheerend. 4km vor dem Ziel endlich der erwartete Platten, den ich mit zweimaligem Aufpumpen und 500m Schieben am Ende austrickste. Waren so 144km *gefahrene* km.

Summa summarum: Bis auf weiteres ist das DIE Variante, nach Decin zu kommen. Empfehlenswert ist allerdings eine Bahnfahrt bis Pirna (immer um umUhr und 6 ab Hbf).
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#18882 - 04.09.02 23:32 Re: Zustand Elberadweg in Sachsen [Re: matti]
matti
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 400
Zm Gebiet zwischen Meißen und Riesa:
Ab morgen hat die "Elbklause" in Niederlommatzsch wieder offen.
Die Fähre Niederlommatzsch - Diesbar-Seußlitz fährt ab sofort wieder.
Alle anderen Fähren zwischen Riesa und Dresden (Kleinzadel, Scharfenberg, Gauernitz) sind aber weiterhin außer Betrieb.
Gruss, Matthias
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#19768 - 13.09.02 00:19 Re: Zustand Elberadweg in Sachsen [Re: matti]
matti
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 400
11.September 2002:
Die beiden Coswiger Fährschiffe sind wieder in Betrieb, für das Fährhaus gibt's eine Ersatzunterkunft im Container. Allerdings kann die Anlegestelle Scharfenberg noch nicht wieder angefahren werden.

Damit käme ich ja in Gauernitz wieder rüber zum Elberadweg ! Muss ich die nächsten Tage gleich probieren ...
Gruss, Matthias
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#20238 - 18.09.02 14:30 Re: Zustand Elberadweg in Sachsen [Re: matti]
matti
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 400
18. September 2002:
Ab kommenden Wochenende sollen die ersten S-Bahnen wieder von Pirna nach Bad Schandau fahren (zwar eingeschränkt und eingleisig, aber immerhin ...)
Matthias
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#20504 - 19.09.02 23:56 Re: Zustand Elberadweg in Sachsen [Re: matti]
matti
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 400
... und dieser Hinweis erreichte mich gerade:

www.elberadweg.de ist mit neuem Gesicht (und auch aktuellen Infos zum Zustand des Elberadweges in Sachsen und Sachsen-Anhalt) online. Hier gibt's u.a. eine Liste der Fähren, die in Betrieb sind, Infos zu Schäden und Umleitungen am Elberadweg in Sachsen-Anhalt, ...

Der Radweg ist in Sachsen prinzipiell befahrbar, Umleitungen gibt es nur in Heidenau (Müglitz-Mündung), an der Bahnbrücke Niederwartha, unter den Meissener Brücken und in Moritz bei Riesa.
Etwas schlimmer sieht es im weiteren Verlauf ab Dessau Richtung Wittenberge aus - hier sind viele Teilstrecken weggespült worden.

Im Oktober wird der neue linkselbische Abschnitt zwischen Meißen und Riesa eröffnet ! Angeblich soll er aber schon jetzt nutzbar sein.
27.-29. September ist Weinfest in Meißen - diesmal ohne Eintritt und mit dem offiziellen Motto "Lieber Wein im Becher als Wasser im Keller" schockiert ... es geht übrigens nichts über einen Meißner Rotwein !
Naja, vielleicht sieht man sich ...
Gruss, Matthias


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#20553 - 20.09.02 13:22 Re: Zustand Elberadweg in Sachsen [Re: matti]
Martina
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 17452
Hallo Matthias,

mal ne Frage an dich als Ortskundiger: der ADFC ruft in der neuesten Radwelt zum Solidaritätsurlaub in Sachsen auf. Nun werden wir wohl dieses Jahr keine grössere Radreise mehr machen (und für ein langes Wochenende ist es zu weit weg), aber eine Autotour (duck) ist durchaus noch drin. Wie siehst du das? Wird es wirklich als Solidaritätsurlaub gesehn oder wirkt es eher wie Katastrophentourismus? Wir waren letztes Jahr im November in der Ecke unterwegs und es hat uns so gut gefallen, dass wir es gerne wiederholen würden.

Gruss Martina
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#20561 - 20.09.02 13:36 Re: Zustand Elberadweg in Sachsen [Re: Martina]
bikebiene
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1704
Hi Martina,

da kann ich auch antworten obwohl nicht ganz so nah dran wie Matti.
Bei Grimma in der Nähe, da wo Luthers spätere Frau im Kloster war, Kloster Nimbschen, da gibt es unter anderem auch mehrere ausflugslokale, Hotel, Minigolfanlage und weiteres.
In der Zeitung hab ich gelesen, daß die Eigentümerin der Minigolfanlage mit Hilfe von freunden und den letzen Geldreserven wieder flott gemacht hat teilweise wurden die Bahnen auch noch im letzten Moment aus der Mulde gefischt. (hat auch noch einige Kredite abzuzahlen) Und nun sitzt sie da und muß wahrscheinlich aufgeben, weil sie keinen Umsatz hat.
Ich denke in den ganzen Gebieten wird es vielen ähnlich gehen. Gerade die Tourismusbranche, die meist auch mit Krediten ihre Häuser auf Weststandard gebracht haben, brauchen den Umsatz dringend, vorallem da sie eben auch mit letzten Reserven alles so schnell wie möglich wieder flott gemacht haben.

Außerdem denke ich, daß Katastrophentouris sehr unsensible Leute sind, so schätze ich dich nicht ein. Ist sicher wichtig, wie man auftritt.

Der typische lautstark rumprotzende Besserwessi würde sicher nicht auf Gegenliebe der Bevölkerung stoßen ( Ekelprotze dieser Art gibt es auch im Osten)

Bikebiene
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#20565 - 20.09.02 13:54 Re: Zustand Elberadweg in Sachsen [Re: Martina]
matti
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 400
Hallo Martina,
die Leute hier leben zu grossen Teilen vom Tourismus (z.B. Sächsische Schweiz, Elbtal um Meißen). Nach dem Hochwasser gab es von fast allen angemeldeten Urlaubern (ich habe von 90% gelesen) Stornierungen ihrer Reisen bis ins nächste Jahr hinein. Dies, obwohl die Urlaubsgegend gar nicht direkt betroffen war und obwohl meistens noch ein bisschen Zeit ist.
Noch streitet die Politik darüber, ob diese Folgeschäden überhaupt irgendwie ausgeglichen werden können. Wenn es denn tatsächlich dazu kommt, dann sicherlich für viele zu spät.
Inzwischen sind die Hochwasser-Auswirkungen kaum noch direkt sichtbar, es wird saniert und neu gebaut. In Meißen z.B. sind nur 10% der Gästebetten überhaupt betroffen. Sicherlich gibt es an einigen Stellen mehr Einschränkungen als üblich (Bahnverkehr, Strassenumleitungen, Kultureinrichtungen).
Nein, als Katastrophentourismus wird es nicht gesehen, sondern als wichtigen Schritt zur Normalität. Die Gegend wartet dringend auf Touristen.
Gruss, Matthias
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#20566 - 20.09.02 14:00 Re: Zustand Elberadweg in Sachsen [Re: bikebiene]
Martina
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 17452
Hi bikebiene,

nein ich hoffe, dass ich kein Besserwessi bin. Mir ist die ganze Geschichte sehr nahe gegangen und ich hatte ein richtig schlechtes Gewissen, dass ich mich jetzt im Urlaub vergnüge, während andere um ihre Existenz kämpfen. traurig Einige der in Österreich überschwemmten Gebiete (Kamp-/Donautal) hatten wir im Mai noch beradelt.

Aber einige Leute sind schon verd... unsensibel. Letzte Woche wurde bei uns in der Firma dazu aufgerufen, Überstunden zu spenden. Ich mache das zwar nicht, meine Freizeit ist mir heilig, aber ich habe selbstverständlich schon Geld gespendet und eigentlich fand ich die Idee nicht so schlecht. Kommentar von zwei Kollegen: 'wir haben schon genug gespendet, nämlich unsere ganze Steuersenkung 2003 und im übrigen würde lange kein solches Theater gemacht, wenn das Ganze im Westen gewesen wäre. Dafür hätte keiner die Steuerreform verschoben, das hätten die Betroffenen selber bezahlt' schockiert Meine Erklärungsversuche, dass die ausgesetzte Steuerreform wohl weniger für die betroffenen Privatleute gedacht ist, als vielmehr für die Kosten, die den Staat selber treffen (Strassen, Infrastruktur) haben leider gar nichts geholfen. Allerdings würde von denen wohl auch niemand in Sachsen Urlaub machen.

Martina
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#20574 - 20.09.02 14:44 Re: Zustand Elberadweg in Sachsen [Re: Martina]
bikebiene
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1704
Hi Martina,

das ist schon ein leidiges Thema. Neid gibt es eben massenweise. Klar kann ich verstehen, daß jetzt viele meinen, der Osten würde hilfemäßig bevorzugt. Und wenn man Berichte über einige vergangene Hochwasserkatastrophen liest oder sieht, wo die Leute fast bis gar nichts bekommen haben, finde ich das auch nicht schön. Andererseits war das eben ein Hochwasser, was ein bischen extremer war als sonst alles, vielleicht könnte man sich ja man vorstellen, was passiert, wenn das Rheinwasser in Köln einen Pegel von 13m erreichen würde (die Wände zum abhalten gehen glaub ich bis 10m?)
Aber wie das eben immer so ist, wenn man selber etwas von seinen Vorteilen abgeben muß, dann wirds schwer für einige. Gerade für die, die den Wohlstand schon "mit dem Aletefläschlein" oder mit der Muttermilch eingesogen haben. Ist oft so, je mehr der Mensch hat, um so schwerer wird das Abgeben, Teilen.

Und genausoschlimm find ich Leute, die ganz genau wissen, wie es wo ist, die aber nie dahinfahren würden, um sich ein realistisches eigenes Bild zu machen.
Außerdem ist es ja nicht up to date im Osten Urlaub zu machen. Muß schon mindestens die Karibik sein wirr
Bikebiene
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#20580 - 20.09.02 15:05 Re: Zustand Elberadweg in Sachsen [Re: bikebiene]
Tourenradler
Nicht registriert
Zitat:
Außerdem ist es ja nicht up to date im Osten Urlaub zu machen. Muß schon mindestens die Karibik sein


Karibik vielleicht nicht gerade.
Aber wenn Du fuer 14 Tage Urlaub in Deutschland schon mehr zahlen musst als auf Mallorca und die Flugpreise nach anderen Orten noch weiter sinken, ergibt sich zwangslaeufig die Situation sich zu fragen, warum man ausgerechnet in D urlauben sollte.
Ein anderer Punkt ist der Konkurrenzdruck. Bayern gegen Baden-Wuerttemberg, Niedersachsen gegen SH, SH gegen MV usw. Die einen goennen den andern nichts.
Ist nun mal Tatsache.
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#20583 - 20.09.02 15:18 Re: Zustand Elberadweg in Sachsen [Re: ]
bikebiene
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1704
kann deine Argumente nachvollziehen, ist aber traurig, wohin der ungebremste Konkurenzdruck so führt traurig ,
eigentlich schade, daß Deutsche so ein gestörtes Nationalverhältnis haben und so wenig Gemeinsamkeiten zwischen Bayern, Sachsen, Holsteinern, Friesen usw. gibt
(gilt natürlich nicht im Forum schmunzel )
sonst gäbe es vielleicht diesen Neid und Konkurenzdruck nicht so extrem

hoffnungslos idealistisch grüßt
Biekebiene, die jetzt Geburtstag feiern geht (Schwiegervater wird 65 lach )
Bikebiene
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#20593 - 20.09.02 16:33 Re: Zustand Elberadweg in Sachsen [Re: ]
Martina
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 17452
Hallo,

Also soo extrem seh ich das nicht: Deutschland ist nach wie vor das beliebteste Reiseziel. Und ich denke, dass sich Deutschland eher schlecht mit Mallorca (wo ich allerdings noch nie war) vergleichen lässt. Sprich, ich kann mir kaum vorstellen, dass jemand vor der Alternahtive 'Sachsen oder Mallorca' steht. Und besagter Kollege geht garantiert nicht in die Karibik, sondern an die Nordsee und das schon seit Jahren.

Ob es stimmt, dass die Leute bei anderen Hochwasserkatastrophen weniger gekriegt haben, kann ich nicht beurteilen. Es gibt ja wohl Orte, bei denen so gut wie jedes Frühjahr Teile unter Wasser stehen. (unsere Nachbargemeinde hat ihren Sportplatz auch schon x mal neu machen müssen). Neu war denke ich diesmal das Ausmass und der Wasserstand. Wenn das Wasser erstmal im Kölner Dom oder im Ulmer Münster steht (beides wohl ähnlich unvorstellbar wie bis vor kurzem der Zwinger) bzw. wenn es den Ulmer Hauptbahnhof wegschwemmt, dann wäre das sicher genauso eine 'nationale Angelegenheit'.

Martina
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#20625 - 20.09.02 21:32 Re: Zustand Elberadweg in Sachsen [Re: Martina]
bikebiene
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1704
Hej Martina,

was sehen meine biergetrübten Augen? Du hast dir ja ein Bild zugelegt.
Klasse lach
Bin schon zurück vom Geburtstag, um unsere Jüngsten ins Bett zu bringen,
aber in zwei Wochen sind eh fast alle bei uns, da bin ich dran schmunzel

das hoffe ich, das solche Katastrophen nicht vorkommen, bzw wenn doch, daß sie genauso als Chefsache behandelt werden, wie die Flut, die an Elbe und Mulde gewesen ist.
Schließlich möchte mn doch gleichberechtigt sein und nicht bevorzugt oder benachteiligt. Dazu gehören natürlich auch Pflichten und nicht nur Rechte, obwohl das manche lieber vergessen und nur die Rechte einvordern würden, wenns nach ihnen ginge
Bikebiene
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#20653 - 21.09.02 13:44 Re: Zustand Elberadweg in Sachsen [Re: bikebiene]
Wolfrad
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 5687
Zitat:
Ekelprotze
Hallo Bine,

das trifft's! Das finde ich gut. Hier gibt's auch genug davon.

Und der Radbezug dieser Erwiderung: Als Radler kann man das oft pur und mitunter fast hautnah beim Überholtwerden erleben ...

Grüße aus Essen an der Ruhr

Wolfrad
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