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#1453992 - 28.12.20 09:16 Bodensee - Schweizer Alpen - Lago Maggiore
m.indurain
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1135
Dauer: 6 Tage
Zeitraum: 6.7.2020 bis 11.7.2020
Entfernung: 429 Kilometer
Bereiste Länder:Schweiz
Externe URL: https://bodensee.lago.maggiore.alpen.europaradtouren.de


Hallo,

unsere Radtour 2020 mit Rennrad und leichtem Gepäck ging von Lindau (Bodensee) durch die Schweizer Alpen (Ruppenpass, Appenzellerland, Rickenpass, Klausenpass, Sustenpass, Grimselpass, Nufenenpass) nach Locarno am Lago Maggiore.

Übersichtskarte der Tour:


Eingebundene Landkarte in Link gewandelt.
Siehe auch: Fremde Texte und Bilder werden entfernt (Forum)

Keine Landkarten als Bild einbinden. Das gilt auch für Satellitenbilder! Die Copyrightrechte bei Kartenmaterial sind sehr heikel. Wir können und wollen sie nicht im Einzelnen prüfen. Auf eine Landkarte zu verlinken ist erlaubt.



Anreise:
Trier - Lörrach mit eigenem Pkw
Lörrach - Basel Bad Bf mit dem Rad (ca. 8 km)
Basel Bad Bf - Lindau mit dem Zug
Lindau - Alstätten mit dem Rad (ca. 35 km)

Heimreise:
Locarno - Basel SBB mit dem Zug
Basel SBB - Lörrach mit dem Rad (ca. 10 km)
Lörrach - Trier mit dem eigenen Pkw

Tagesetappen wie folgt:

1: Altstätten - Linthal, 114 km, 1.867 Hm

2: Linthal - Wassen, 70 km, 1.820 Hm

3: Wassen - Obergesteln, 87 km, 2.848 Hm

4: Obergesteln - Locarno, 123 km, 1.303 Hm


Einen umfassenden Bericht mit Bildern, Höhenprofilen und GPS-Daten gibt es auf meiner Homepage unter diesem Link:

Radtour vom Bodensee durch die Schweizer Alpen zum Lago Maggiore

Ein paar ausgewählte Bilder im Klein-Format (auf der Homepage wesentlich größer):















Grüße
Peter

Geändert von Juergen (28.12.20 09:37)
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#1454037 - 28.12.20 14:34 Re: Bodensee - Schweizer Alpen - Lago Maggiore [Re: m.indurain]
veloträumer
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 15953
Alle großen Berge und vier Tage am Stück nahezu wolkenlos - wie machst du das? verwirrt

Schöne Alpenpasstour mit Postkartenbilder. Danke für das Teilen. Statt Rickenpass hätte ich dir Vorderhöhi mit Walenseeblick geraten, das wäre z.B. mit Abzweig in Hemberg etwa gleiche Streckenlänge gewesen, allerdings anspruchsvoller.
Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings!
Matthias
Pedalgeist - Panorama für Radreisen, Landeskunde, Wegepoesie, offene Ohren & Begegnungen
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#1454077 - 28.12.20 21:27 Re: Bodensee - Schweizer Alpen - Lago Maggiore [Re: veloträumer]
m.indurain
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1135
In Antwort auf: veloträumer
Alle großen Berge und vier Tage am Stück nahezu wolkenlos - wie machst du das? verwirrt

Schöne Alpenpasstour mit Postkartenbilder. Danke für das Teilen. Statt Rickenpass hätte ich dir Vorderhöhi mit Walenseeblick geraten, das wäre z.B. mit Abzweig in Hemberg etwa gleiche Streckenlänge gewesen, allerdings anspruchsvoller.


Hallo Matthias,

Danke für die Rückmeldung.

Vorderhöhi hab ich mir gerade auf quaeldich angesehen. Wäre tatsächlich eine Alternative gewesen, leider nie vorher von gehört. Wie sieht es mit dem Verkehr auf der B16 im Thur-Tal zwischen Neu Sankt Johann und Starkenbach aus? Erträglich?

Mit dem Wetter hatten wir wirklich Glück (bei der Tour vor 2 Jahren sah es ja ein wenig anders aus). Zumindest Gewitter am Nachmittag sind zu der Jahreszeit eher normal. Wir hatten aber 3 Touren in unterschiedlichen Regionen geplant. Eigentlich wollten wir Gießen - Rhön - Thüringer Wald - Erzgebirge - Dresden fahren, haben uns dann aber wegen des Wetters ganz kurzfristig (2 Tage vorher) für die Schweiz-Tour entschieden. Ich denke das war auch nur wegen "Corona" so möglich.

Grüße
Peter
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Off-topic #1454127 - 29.12.20 11:30 Re: Bodensee - Schweizer Alpen - Lago Maggiore [Re: m.indurain]
veloeler
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 561
In Antwort auf: m.indurain
Wie sieht es mit dem Verkehr auf der B16 im Thur-Tal zwischen Neu Sankt Johann und Starkenbach aus?

Weniger als auf den drei Strassen auf dem Ricken (du bist bergauf hoffentlich der Veloroute gefolgt und erst oben darauf gefahren!).
Rush-Hour im Toggenburg* sind Samstag- und Sonntagabend nach schönen Wintertagen**.
*Hauptstrasse 16 ist eine offizielle Bezeichnung, die nutzt aber niemand. B16???
**da ist die Vorder Höhi etwas für mit Schneeschuhen oder Tourenskis zwinker
Reiseblog: 2019 und 2017 Frankreich, 2016 Nordamerika, 2015 Neuseeland & Australien, 2014 Dubai->Schweiz, 2013 Schweiz->Nordkap->Schweiz

Geändert von veloeler (29.12.20 11:31)
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#1454245 - 29.12.20 23:08 Re: Bodensee - Schweizer Alpen - Lago Maggiore [Re: m.indurain]
veloträumer
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 15953
Wie veloeler schon schrieb. Je östlicher auf der Wildhaus-Straße, desto weniger Besiedlung und Verkehr. Starkenbach ist tiefste Provinz. Bei Wattwil ist ja recht viel los, aber da wärest du mit Abzweig in Hemberg nicht hergfahren. Eher musst du aufpassen, den Abzweig nach Vorderhöhi zu finden, ich glaub es gibt kein Schild an der Straße, erst hinter den Häusern, wenn du schon abgebogen bist. Meine Tour dort war erst letztes Jahr, ich hatte dann noch mit Spätschnee auf der Straße zu kämpfen. Bericht habe ich hier im Forum, ausführlicher auf der Website: Panoramatour zwischen Säntis, Glarner Alpen und Tösstalbergland.

Walensee: Die Nordseite Vorderhöhi hat noch recht wenig Aussicht (manchmal Richtung Säntis), zur Südseite aber tolles Panorama auf den Walensee. Du fährst allerdings nicht am See entlang, weil wenn unten, ist quasi Seeende in Weesen. Ich war dies Jahr nochmal am Walensee, deswegen: Es lohnt unbedingt eine Stichtour zu den Seerenbachfällen bei Betlis. Die Nordseite lässt sich dann nicht mehr weiterfahren.

Theoretisch hättest du auch aus dem Rheintal (ohne Appenzellerland) ganz einfach Richtung Glarus oder Zürichsee fahren können. Der Übergang von Sargans zum Walensee ist nahezu flach. Zur Südseite kann man auch ein alternative Hangroute zu einem Höhenstausee fahren (Chafpensee). Das kennt fast keiner. Dann fährt man nicht flach nach Walensee-Ort, nur noch von Flums. Der Seeradweg (Südufer) ist zwar weitgehend flach (im Westen auch mit eigenem Velotunnel), zur Mitte hat es aber eine kleine Zwischensteigung mit gemeiner Rampe. Da dürften die wenigsten Radler mit rechnen. Als ich vom Klausenpass zum Alpenrhein auf einer früheren Herbsttour mal gefahren bin, habe ich ferner die Kerenzerbergstraße genutzt. Da bleibt man zunächst im Westen auf einer Halbhöhe mit viel Aussicht auf den See, bedingt aber weitere Steigungen. Am östliche Walensee gehts dann runter zum Ufer.

Rickenpass: Auch wie veloeler schrieb, Radroute fahren, Straße ist sehr betriebig (kenne beides). Man kann den Pass noch pimpen, wenn du auf der Passhöhe Richtung Westen über den Oberrickenpass fährst. Ist eine tolle Panoramastrecke, fast kein Verkehr. Um Nach Gommiswald zu gelangen, ist es natürlich eine Umwegschleife. Das ist aber auch im o.a. Bericht beschrieben.
Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings!
Matthias
Pedalgeist - Panorama für Radreisen, Landeskunde, Wegepoesie, offene Ohren & Begegnungen
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#1454248 - 29.12.20 23:24 Re: Bodensee - Schweizer Alpen - Lago Maggiore [Re: veloträumer]
veloträumer
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 15953
Auf der Basis mehrerer meiner Alpenradreisen, insbesondere aber meiner Tour durch die Rätischen Alpen im letzten Sommer im Engadin und in Nebentälern habe ich ein Feature zum "Engadinerhaus" auf meiner Website veröffentlicht. Wer gerne mal einen bunten Bilderbogen der besonderen Häuser betrachten möchte, Hintergründe über deren Grundelemente, Bautechnik und Geschichte sucht oder generell die Kultur Graubündens schätzt, der kann ja mal in mein persönlich gefärbtes Reise-Special schauen.

Sgraffito, Chalandamarz oder Hans Ardüser - schon gehört? Rätselhaft oder Rätoromanisch? Was hat Kratzen mit Schönheit zu tun? Warum spielt ein eher modernes Kinderbuch in jahrundertealten Häusern? Was hat eine Kuhglocke mit Sex zu tun? Was ist Schweiz-Klischee, was ist Kunst? Wohnkultur auf der Straße - ist das trendy oder uralt? Schönste Dörfer der Welt - wo gibts denn sowas? Wohin auf der nächsten Tour? Vielleicht Engadin, Bergelltal, Val Müstair oder Albulatal? Die Museen sind die Dörfer daselbst, umgeben von großartiger alpiner Bergwelt. Zum Feature gehts per Bildklick:

Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings!
Matthias
Pedalgeist - Panorama für Radreisen, Landeskunde, Wegepoesie, offene Ohren & Begegnungen
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#1454619 - 01.01.21 18:32 Re: Sammelfaden Kurzreiseberichte - Links auf Bericht [Re: 2blattfahrer]
Juergen
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 11410

Neues Jahr, neues Glück party party party

Die alten Beiträge sind wieder da!

Danke nach Berlin wein
° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° °
Reisen +
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#1454636 - 01.01.21 20:19 Re: Sammelfaden Kurzreiseberichte - Links auf Bericht [Re: Juergen]
max saikels
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1202
In Antwort auf: Juergen

Neues Jahr, neues Glück party party party

Die alten Beiträge sind wieder da!

Danke nach Berlin wein

Jouh, habs gerade gemerkt, als ich die alten Links aufgerufen hab und die nicht ins Nirvana gingen. Hast du gut gemacht. schmunzel (Wurd ja auch Zeit)
Jetzt sind halt paar Berichte doppelt. träller
Grüße, Stephan
Frühlingstouren

Geändert von max saikels (01.01.21 20:21)
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#1454652 - 02.01.21 00:19 Re: Sammelfaden Kurzreiseberichte - Links auf Bericht [Re: Juergen]
veloträumer
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 15953
bravo
Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings!
Matthias
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#1454677 - 02.01.21 10:33 Sud Tirol von Tarvisio 2019 [Re: veloträumer]
amati111
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 290
Hallo Zusammen,

ich hab wieder geschafft noch ein Video von mein Alpentour aus 2019.
Alpen Sud Tirol 2019

LG Michael
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#1455920 - 13.01.21 20:46 2 Tagestour Rovereto [Re: amati111]
kaspress
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 143
Hi,

Zuerst geht es zum Rifugio Alpe Pozze bevor wir die Bocchetta Foxi bezwingen. Am zweiten Tag geht es über dem Friedensweg zum Monte Zugna.

https://www.kaspressknoedel.com/roverto-bocchetta-foxi-monte-zugna-roverto







Mtb- und Wanderblog mit kulinarische Tipps:

www.kaspressknoedel.com
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#1455921 - 13.01.21 20:51 Re: 2 Tagestour Rovereto [Re: kaspress]
natash
Moderator Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 6649
Schee. Schon lange her, dass ich da einmal herumgestreift bin und das auch noch zu Fuß.
Aber das läßt sich ja ändern, sofern wir wieder dürfen.

Gruß
Nat
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#1455970 - 14.01.21 10:28 Re: 2 Tagestour Rovereto [Re: natash]
kaspress
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 143
Ja, hoffentlich geht es im Frühling wieder
Mtb- und Wanderblog mit kulinarische Tipps:

www.kaspressknoedel.com
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#1456405 - 17.01.21 19:56 Eifel und Ruhr [Re: natash]
max saikels
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1202
Hat nix miteinander zu tun. Nur der Hinweis auf zwei meiner letztjährigen Mehr-als-Tagestouren.

Süd- und Westeifel – von der Nahe in großem Bogen zum Rhein

Die erste etwas größere Mehrtagestour dieses Jahr. Der Plan: von Türkismühle entlang der und über die Hochwaldbahntrasse nach Hentern und übern Berg via Pluwig und Pellingen nach Konz, auf der linken Moselseite zur Sauer und diese hoch, ab Minden das Prümtal hoch und ab Peffingen den Enztalradweg, ab Neuerburg ist das die Enztalbahntrasse bis Pronsfeld. Von dort die Westeifelbahntrasse nach St. Vith, Vennbahntrasse nach Weywertz, auf die Trasse der Vennquerbahn, Eifel-Ardennen-Radweg zur Nürburg und weiter nach Mayen. Zum Schluss nach Neuwied des einfachen Bahnanschlusses halber.



Ein kleiner Reisebericht.


Ruhr – die Zweite - nicht nur Flussradweg

Die erste Planung vor dreieinhalb Jahren war von Duisburg den Ruhrradweg aufwärts und zum Mathetreffen nach Kassel. Aus bestimmten Gründen wurde daraus nichts und für 2018 oder später hab ich die Tour umgeplant für ab Winterberg nach Marburg. Bei genauerer Überlegung wollte ich auch was vom Ruhrgebiet sehen, Industriereste und so, weshalb daraus die Ruhrgebiet-Tour 2019 geworden ist; Ruhrradweg nur von Duisburg bis Kettwig und Rellinghausen bis Dahlhausen.

Der Plan für dieses Jahr dann als Rest von der vorigen Tour das Angertal mit Wülfrather See und den Ruhrradweg von Kettwig bis Winterberg, von dort nach Siegen und über Netphen nach Marburg, Möhnesee auch noch eingebaut. Oberhalb Arnsberg war ich nicht überzeugt von meiner Planung, da es dort landschaftlich und industriell wohl nichts interessantes gibt. Deshalb fühlte ich mich wohler, als ich umgeplant und eine Stauseentour daraus gemacht hab und über Freudenberg und Dirlenbach nach Siegen fahren wollte.



Auch davon ein kleiner Reisebericht.
Grüße, Stephan
Frühlingstouren
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#1458015 - 01.02.21 17:38 Ostasien in 2019
radlhase
Mitglied
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Beiträge: 6
Dauer: 4 Monate, 2 Tage
Zeitraum: 1.9.2019 bis 31.12.2019
Entfernung: 4500 Kilometer
Bereiste Länder: China, Laos, Taiwan, Thailand
Externe URL: http://www.crazyguyonabike.com/doc/?o=1mr&doc_id=22797&v=UO


Hallo an alle Interessierte,

ich hatte bereits Anfang letzten Jahres meine Ostasienreise bei crazyguyonabike eingestellt und dachte, ich gebe hier mal den Link weiter.

Bereist wurden China, Taiwan, Laos und Thailand in 4 Monaten.

http://www.crazyguyonabike.com/doc/?o=1mr&doc_id=22797&v=UO

Der Reisebericht ist in Englisch und wurde größtenteils aus dem WhatsApp-Reisebericht übertragen. Allerdings habe ich die meisten Bilder von Personen rausgenommen (außer mich selbst zwinker und auch manche Dinge, die ich nicht veröffentlichen wollte.

Für Fragen bin ich gerne zu haben.

Viel Spass beim Lesen
Katja

Geändert von Juergen (01.02.21 18:32)
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#1458033 - 01.02.21 19:51 Jakobsweg Spanien - Camino Norte und Frances
Rainer Juengling
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 7
Liebe Tourenradler,

war 2015 mit dem Reiserad auf dem Jakobsweg in Spanien unterwegs.
Hinfahrt auf dem Camino Norte entlang der Nordküste bis Santiago. Von
da zum westlichsten Festlands-Punkt und wieder zurück über Santiago
auf dem Camino Frances nach St. Jean Lied du Port. Meinen ausführlichen bebilderten
Reisebericht stelle ich Euch gerne zur Verfügung. Über Feedback würde ich mich freuen.

viele Grüsse,

Rainer.

Link

Geändert von natash (01.02.21 20:10)
Änderungsgrund: in Sammelberichte verschoben, link korrigiert
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#1458040 - 01.02.21 22:06 Re: Jakobsweg Spanien - Camino Norte und Frances [Re: Rainer Juengling]
veloträumer
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 15953
Hallo Rainer,
ein durchaus spannender Vergleich der wohl beiden bekanntesten Jakobswegabschnitte. Für viele vielleicht ein gute Entscheidungshilfe, welchen Weg zu wählen. Danke für diesen Bericht!

Ich selbst bin aber nie eine der Wege so gefahren, obwohl ich mich sehr viel in der Region bewegt haben. Die Schwächen werden auch offensichtlich: Wenn man sich hin und wieder in das Kantabrische Gebirge hineinbegibt, erwartet dich noch weit mehr Abwechslung. Vor allem den Camino francés halte ich aus rein landschaftlicher Sicht für überbewertet und verstehe den Hype so nicht ganz. Aber wohl müssen es ja auch die Pilgerstätten für den Stempelpass und Kathedralen sein, das liegt mir halt ziemlich fern.

Dass du nicht mehr Gebirge gefahren bist, kann ich wiederum auch nachempfinden, offenbar hattest du ja schon mit der gegeben Route u.a. an der Küste deine Probleme. Für Bergradler ist das allerdings nur begrenzt anstrengend, im Gebirge musst du da noch eine Zacke drauflegen wie auch Alpenanstiege übrigens deutlich länger sind als eine Küstenberg dort (der Vergleich also etwas weit hergeholt). Ich vermute auch, dass du deswegen am Anfang der Tour auch die lohnenswerte Route über den Jaizkibel ausgeschlagen hast. Mit Wanderexkursionen zu dort besonderen Gesteinsformen wärest du aber auch am ersten Tag nicht bis San Sebsatián gekommen (war übrigens auf selbigem Camping).

Nach Bilbao bist du offenbar bereits ab der südlichen Mundaka-Bucht nicht mehr am Meer gefahren. War das wirklich der Camino del norte? Es gibt eine da eine Meerroute, nicht immer direkt an der Küste, auch mal darüber oder dahinter, aber durchgehend bis Getxo mit der Schwebefähre. Da ist auch dünner besiedelt und die Bilbo-Agglomeration spürt man deutlich später, bei Sopelana kann man sogar über der Felsküste bis in die Bilbo-Bucht auf einer Betonpiste für Wanderer und Radler reinfahren. Die Stadtgrenze Bilbao erreicht man dabei überhaupt nicht. Das wunderte mich eben auch, weil bei dir Städte wie Gernika und Bermeo nicht auftauchen, auch den bunten Wald von Oma hast du offenbar nicht entdeckt.

Noch ein kleine Namens-Anmerkung: Iruña ist nicht die Region Irún, sondern der baskische Name der Stadt Pamplona.
Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings!
Matthias
Pedalgeist - Panorama für Radreisen, Landeskunde, Wegepoesie, offene Ohren & Begegnungen
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#1458042 - 01.02.21 22:28 Re: Jakobsweg Spanien - Camino Norte und Frances [Re: Rainer Juengling]
M4TL0
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 10
Danke. Es ist ein sehr schöner Bericht und ich habe ihn gerne gelesen.

Ich spiel auch mit dem Gedanken den Jakobsweg mal zu fahren und oder zu laufen.
Wobei ich aber vor habe, von zu Hause aus loszuradeln.

PS: Zu dem Zitat: „Es ist nicht wichtig die Dinge richtig zu tun, sondern die richtigen Dinge zu tun.“ fand ich hier eine Erklärung zur Quelle.



Geändert von M4TL0 (01.02.21 22:32)
Änderungsgrund: Noch was ergänzt.
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#1458049 - 02.02.21 07:10 Re: Jakobsweg Spanien - Camino Norte und Frances [Re: Rainer Juengling]
mr.bicycle
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 65
Hallöchen

Danke für den Bericht von „Deinem Weg“ nach „A Coruna“
.... na da hattest Du ja abenteuerliche Bahnbrückenüberquerungen.... ups!

Wer auf Campingplatz-Ruinen in Autobahnnähe keine Lust hat, kann die Nordroute übrigens im November/Dezember radeln, die fast immer leeren Herbergen nutzen und in den Klöstern abends auch mal heißen Eintopf genießen. Die Tage sind zwar nicht mehr solange, aber das Wetter nach meiner Erfahrung selten unangenehm.

Und wie der Veloträumer schon bemerkt hat, ist die Route über Jaizkibel und Guernika sehr fahrenswert, mit weiten Blicken ins Blaue ....

... also immer der Muschel nach

Ultreia

[img]https://www.directupload.net/file/d/6082/5wrcrt4i_jpg.htm[/img]
[img]https://www.directupload.net/file/d/6082/crw724i8_jpg.htm[/img]
[img]https://www.directupload.net/file/d/6082/lzncdwid_jpg.htm[/img]
[img]https://www.directupload.net/file/d/6082/j86bcyx6_jpg.htm[/img]






Geändert von mr.bicycle (02.02.21 07:16)
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#1464875 - 04.04.21 20:34 Braunschweig - Potsdam
enri
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1
Entfernung: 237 Kilometer

Hallo in die Runde!
Ich heiße Henning, bin aus Braunschweig und habe hier schon mehrere spannende und auch gut geschriebene Reiseberichte gelesen. Was ich dazu als Gegenangebot vorweisen kann, ist fast nichts, aber vielleicht interessiert sich ja jemand.
So ist hier nun als Einstiegsfahrt meine Tour von BS nach Potsdam Ende August 2019 nachzulesen. Ob ich die in dieser Kategorie richtig einsortiert habe oder ob es irgendwie anders sinnvoller wäre, möchtet Ihr mich gerne wissen lassen, auch wegen eventuell in Frage kommender Teiletappen.
Denn die Strecke ist nichts. Ich hatte mir mühselig einen möglichst zügigen Verlauf heraus gesucht, in der Hoffnung, Kilometer sparen zu können, doch das hat nicht funktioniert. Dennoch sind manche Abschnitte durchaus gut zu fahren, und unter Umständen können die in die eine oder andere noch zu planende Tour integriert werden. Also:
Fuhr ich Freitag morgens um ein oder zwei Minuten nach sechs auf die Straße und quer durch die noch verpennte Stadt. Es stipperte etwas und mir war schon bange, aber das war am Steintor vorbei. Das Weitere werden viele kennen, es ging durch Riddagshausen, über die alte Schapener Bahn und nach Weddel. Dort kurz vorm Bahnhof in den Bleekenweg, auf Feldwegen über die Bahnbrücke und die L635 in den Wald vor Schandelah. Mehrere Radler, die zur Arbeit wollten, kamen entgegen, in Riddagshausen auch schon. Die waren eher hektisch unterwegs, mit Gegenverkehr rechnet man dort um die Uhr wohl nicht.
Die Straße, auf der man in Schandelah ankommt, heißt Eschernhai. Alle Radroutenplaner, die ich ausprobiert habe, verweigern die Linie durch den Wald dort hin, aber es geht tatsächlich. Ich bin südlich auf die Bahn zu und dann Richtung Ortsmitte. Es gibt einen Durchgang neben einem Mietshaus direkt zum Bahnhof, dort fuhr ich zu dem ersten Bahnübergang und dann an der Gärtnerei entlang nach Gardessen. Um das Kirchlein herum den Roten Berg hinauf und der heißt deshalb so, weil manche vor Anstrengung rot werden, es ist echt steil.
Aber nur so 200 Meter, und so früh am Tag ist ja noch Puste da. Über einen Versatz nach rechts kommt man nach Bornum. Ich fahre seitdem nicht mehr durch bis zur Landstraße, sondern einen Weg vorher rechts und dann in den Ort. Die Landstraße ist bucklig, voller Verkehr und steigt schleichend an, das hat man auf den Feldwegen nicht. Punkt sieben war ich da.
Am Eichberg führt ein Weg unter der Bahn nach Lauingen. Dort muss man nach den Schildern sehen, aber die sind da und weisen nach Königslutter. Man kann aus Lauingen heraus gerade auf die Bahn zu fahren, aber das mache ich auch nicht mehr. Der Weg, eine Art Allee, sieht hübsch aus, ist aber elend. Schotterig, voller Splitt, bergan und der wenige Asphalt ist geborsten. Man kommt dort auf einen Weg neben der Bahn, wo Hunde ihre Halter ausführen und wenn man Taschen mit hat, kann es knapp werden. Kommt hinzu, dass so ein Güterzug einen fast wegblasen kann. Zwei Übergänge folgen und eine Ampel, also nein.
Statt dessen fuhr ich lieber ab Lauingen schräg links auf festem Boden in die Stadt. Auf der Hauptstraße Richtung Ortsmitte und vor der Bahn links in den Gartenweg. Ich bin noch vor Rottorf rechts rüber, weil ich einen kurzen Blick auf diesen Einmannbunker dort werfen wollte. Durch Rottorf wird man nach Groß Steinum geführt; ob es je ein Klein Steinum gegeben hat und wenn, wo, weiß kein Mensch. Ich bin südlich um das Dorf herum nach Süpplingenburg, ganze zwei Autos fuhren dort.
Ab Süpplingenburg habe ich die L644 nach Emmerstedt genommen. Der Schulbus war gerade weg und die drei Autos und drei Lieferwagen waren zu ertragen. An sich war an eine Route leicht nördlicher gedacht, aber es gibt ab Steinum keine direkte Linie nach Emmerstedt und mich hat dieser Zacken über Süpplingenburg gestört. Ich erwäge, beim nächsten Mal ab Lutter die L644 direkt bis Emmerstedt zu nehmen, so schlimm scheint das um die Uhrzeit dort nicht zu sein.
Und zack war ich in Helmstedt, womit der mir bekannte Teil der Tour zu Ende war. Ab hier ging’s auf Neuland weiter, und das hatte ich nicht sehr weise gewählt.

Schon ab Helmstedt ging es recht steil unter der A2 hindurch, wurde danach kaum flacher und das wiederholte sich später vor Beendorf noch mal. Das hat viel Energie gekostet und die folgenden Gefällstrecken haben nicht recht dafür entschädigt. Dann war es so làlà, und hinter Klein Bartensleben wurde es schlimm. Eine miese, ja niederträchtige Steigung über drei km wollte erklommen werden- ich habe es nicht geschafft, ich musste kurz pausen. Über Bregenstedt bin ich nach Altenhausen gekommen. Dort gibt es in der Ortsmitte ein Plätzchen mit Tisch und Bank, da habe ich dann die erste richtige Rast eingelegt. Kurz nach neun war es, glaube ich.
Über die Lichtenberger Straße bin ich östlich aus Altenhausen raus bis zu einer Landstraße, und das war richtig übel. Loser Schotter, Kies, Sand und zertöpperte Dachschindeln. Also, dieser Weg war der schlimmste Teil der ganzen Fahrt und gehört für Radfahrer gesperrt, nichts Geringeres. Auch die Straße ist schadhaft, aber immer noch besser und eh nur für 200 Meter nach Süden.
Der Feldweg links sah zwar auch mau aus, war aber ebener und fester und ging nach kurzer Zeit in eine dieser Betonpisten über. Glatt, gerade und leicht abschüssig, also ideal zum Rasen. Eine Bundesstraße quert, dann kommen zwei Bebertäler. Ab der Betonpiste gibt es an der Fahrbahn für den Rest der Fahrt bis auf kleine Ausnahmen nichts mehr zu meckern.
Von Bebertal ging’s weiter nach Hundisburg, der Verkehr war sehr rege. Den Schlosspark sieht man von der Straße (mit Kopfstein) leider nicht, er liegt etwas erhöht. Kein Radweg über Alt-Haldensleben bis Wedringen, es war geschäftig und laut. Aus Wedringen führt der Blütensteg heraus, und ab hier wurde die Route für eine ganze Weile sehr ruhig und entspannt.
Vor Hillersleben gibt es ein kleines Wäldchen neben der Ohre, da musste ich kurz rein, dort sieht einen keiner. In Meseberg etwas nach Norden, dann wieder östlich und es war kein Auto und kein Mensch zu sehen. Das ging glatt durch bis Mose, wo vorm Ortseingang die Büsche in die Spuren wuchsen. Da musste ich oft in die bucklige Mitte, aber für 300 Meter ging das. Hinter Mose kommt denn auch bald Farsleben an der Straße nach Rogätz.
Die ist ätzend. Nicht in Farsleben, das ist niedlich, aber dahinter lauter Lastwagen, Motorräder und überhaupt jede Menge Betrieb. Ich hätte über den Schricker Weg nach Zielitz fahren sollen, das sei hier sehr angeraten. Durch Loitsche ließ sich abkürzen, eine letzte deutliche Steigung und ab da auf dem neuen Radweg nach Rogätz. Um 11.50 Uhr war die Ortstafel passiert. In Wedringen hatte ich mich ganz kurz verfahren, so war ich insgesamt mit der Zeit zufrieden.
Im Ort habe ich gerastet, bin zur Fähre und habe während des Wartens gespeist. Hier lässt sich nun sagen, dass die Strecke BS-Helmstedt gut ist, die von HE bis hinter Altenhausen untauglich und von dort bis Rogätz völlig ok. Fährgebühr 0,00€.

Der Rest der Reise auf der anderen Elbseite ist schneller erzählt. Am Elbdeich wurde gebaut und deswegen war der Radweg für die Baufahrzeuge reserviert. Ich war vorher guter Hoffnung, trotzdem dort fahren zu können, aber es ging nicht. Über eine wenig geschickte Umfahrung kam ich nach Parey, wo sich endlich eine Apotheke fand. Weiter bis Genthin ging es nach Plan. Der Eindruck, den die Stadt an der B1 vermittelt, wird ihr nicht gerecht. Man besuche die zentraler gelegenen Bereiche.
Von dort ließ es sich glatt und gerade am Elbe-Havel-Kanal bis zur Straße nach Wusterwitz durch rollen, ich bin dort nach Norden über den Kanal. Dort hat es diagonal durch den Wald zur Plauer Schleuse gehen sollen, aber auch dieser Weg war von Lastwagen so zerfurcht, dass ich weiter geradeaus zum Woltersdorfer Kanal gefahren bin. Daran entlang bis zur Schleuse fährt man durch eine sehr niedliche Allee, die für die Eintönigkeit auf der schnurgeraden Strecke etwas entschädigt hat. Über die Schleuse fuhr ich zur B1 und nach Plaue, man muss sich vor dem Ort rechts halten. Ich nehme an, die B1 führte früher direkt hindurch.
In Plaue selbst konnte man als Radler über die alte Plauer Brücke fahren. Derzeit ist sie gesperrt und wird saniert. Aus Plaue heraus war ich wieder auf der B1 und schon in Brandenburg/Havel. Es ging auf gerader Linie hinein bis in die Altstadt, dort rechts über die Niederhavel und in die Neustadt. Der gesamte Rest der Fahrt spielte sich dann über Geltow nach Potsdam an der B1 entlang ab. Das war zwar öde, allerdings war ich zu dem Zeitpunkt schon recht müde und hatte kaum noch Interesse an der Umgebung. Damit hatte ich bei der Planung bereits gerechnet. Ankunft Potsdam-Stadt war um neun, 20 Minuten später war ich am Ziel. 237km zeigte das Konto.

Das macht einen Tagschnitt von ca. 15,5km/h und einen Echtschnitt von etwa 18km/h, ich habe die Pausen nur geschätzt. Die Strecke war zu lang und manchen Teils schlecht ausgesucht, aber ich träumte seit der Wende von dieser Tour und wollte es dann endlich mal wissen. Das Rad ist übrigens ein recht alter GT Zaskar, alles starr, mit 2x9 und Fat Franks. Gewogen habe ich es nicht- und mich selbst gleich gar nicht, ich hatte das Jahr zuvor erst mit Rauchen aufgehört.

Die Planung für ein nächstes Mal führt ab Helmstedt lose an der A2 entlang, bei Hohenwarthe mit dem Mittellandkanal über die Elbe und nach Burg. Dann etwa über Tucheim, Ziesar, Wollin und Lehnin nach Geltow. Ob es überhaupt durchführbar ist, wird sich an der gesundheitlichen Gesamtlage zeigen…

Danke für’s Lesen!

Gruß von Henning

Geändert von Juergen (05.04.21 07:11)
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#1465453 - 08.04.21 20:27 Radreise ins Glück - München - Kathmandu
Helios
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Externe URL: http://marianberanek.com

Jetzt bin ich also unterwegs. Gerade schläft Kuku auf meinem Arm und die laute Musik unten fängt wieder an zu dudeln.
Ich liege im riesigen Haus von Zoran, der mich vor 3 Stunden aufgegabelt hat. Gestern ist mir Kuku - eine Husky-Mischlingshündin zugelaufen und die Pläne ändern sich komplett - wo kriege ich nur in Serbien einen Hundeanhänger her?
Seit 13 Tagen unterwegs und soviel bereits passiert...
Der Plan war bis nach Nepal in 4 Monaten, doch jetzt... ohne Anhänger werden das nur noch 30km am Tag.

Ich werde diesen Faden benutzen um sporadisch meine Berichte einzustellen. Habe nur ein Handy dabei, damit ist das kopieren der Texte nicht so einfach. Ich werde allerdings mein bestes versuchen, um euch auf dem laufenden zu halten.

Tag 13: Jagodina - Paracin, 27km, 1.344 Gesamt.
Es trägt nicht immer faulende Früchte, wenn man einem zweifelnden Rebellenbaum Sonnenstrahlen schenkt.

Geändert von Juergen (09.04.21 09:03)
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#1465455 - 08.04.21 20:54 Re: Radreise ins Glück - München - Kathmandu [Re: Helios]
indomex
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Dann drück ich dir - nein: euch - die Daumen und schon mal sehr gespannt, was du hier zu berichten haben wirst.
Viel Erfolg bei allem und bleib(t) vor allem gesund!
Leben und leben lassen
Liebe Grüße, Peter
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#1465477 - 09.04.21 07:46 Re: Radreise ins Glück - München - Kathmandu [Re: Helios]
irg
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Auch wenn deine Reise eine ganz andere wird, als du gedacht hast (das ist in manchen Bereichen auch ein Sinn von Reisen), wünsche ich dir eine schöne Weiterreise, egal, wie weit und wohin!

Wenn du mit Kuku über Grenzen willst, wirst du um diverse Impfungen nicht herum kommen. Ich würde mich möglichst bald darum kümmern!

lg!
georg
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#1465598 - 09.04.21 22:40 Re: Radreise ins Glück - München - Kathmandu [Re: irg]
Helios
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Jagodina – Para&#263;in

Tag 13: Der richtige Weg

Distanz: 27 km

Eine kühle Nacht im unbeheizten Raum bei Vojislav und eine aufgedrehte Pfote am Morgen.
Vojislav ist ein Sammler und Verkäufer von unendlich vielen Sachen. Die Toilette dieses Nebenhauses hat er selber, aut eigener Aussage schon einen Monat nicht mehr betreten. Als ich diese morgens betrete, ekelt es mich ein wenig. Zudem denke ich, dass es eine gute Vorbereitung für spätere Gegenden ist, in der Sauberkeit noch eine viel weniger grosse Rolle spielt.
Was aber ist Ekel? Für mich eine Art Angst vor Infektionen, merke ich, als ich nachspüre. D.h. ich habe wohl eine Art Messlatte in mir, ab der sich ein Unbehagen zu Ekel wandelt, bzw. Zur Angst sich am Schmutz anzustecken. Ich denke, hierbei liegt meine Messlatte schon sehr hoch:
Beim Eintreten ins Klo rieselt Staub vom Türsturz, es hängen ein wenig Spinnweben herum und hinter der Toilette liegen undefinierbare (ha, Wertung!) Lappen. Es riecht nach… Verschiedenartigem. Und alles ist nicht nur mit einem Stsubfilm bedeckt, sondern zudem noch mit einer Art braunem Staub.
Als ich zurückkomme ist Pfote ganz aufgewühlt, springt Wasserschlabbern, legt sich wieder aufs Bett, knabbert an meiner Hand ubd pinkelt schliesslich, als ich es immer noch nicht verstehe, auf den Boden. Ok, ok, morgens als allererstes raus mit dir. Schon verstanden.
Vojislav schläft bis um 12, hat er gesagt. Was mache ich? Ich druckse um die Entscheidung und setze mich erst ans Handy.
Dann ein Spaziergang durch Jagodina. Der Fahrradladen hat noch zu. Dafür finde ich Miau&Wau und darin ein Halsband, eine Zugleine.
Ich – oder Pfote? – werde zu diesem Einkauf mit Leckerlies belohnt.
Zurück bei Vajislav suche ich mir aus den Haufen mehrere kisten aus. Festpannen kllappt, doch ÖgP…. bin eingeschlafen… Kuku humpelt, wir sind in einem riesigen Haus… schuss Nacht.


… festspannen klappt, doch Pfote (der Name ist schön, doch wenn ich ihr „pfote geben“ beibringen will, etwas doof) springt immer wieder raus. Mit viel Übung schaffen wir es, dass sie sich zumindest in eine der Boxen setzt. Doch hinlegen schaffen wir kein einziges Mal. Somit fällt die Option Gepäckträger wieder flach.
Pfote spielt mittlerweile mit dem kleinen Kläffer.
Der dicke Dackel hinten an der Kette bellt manchmal.
Ich packe gerade die Sachen zusammen, als der dicke Dackel plötzlich angelaufen kommt. Zuerst gemächlich wandernd, dann schiesst er auf einmal auf Pfote zu und greift sie geradezu an. Pfote jault. Ich renne dem dicken Dackel hinterher, alle drei Hunde rennen von mir weg. Der kleine Kläffer fängt wieder an, Pfote anzubellen, wie wenn er den grossen als Erlaubnis gebraucht hätte.
Da erwische ich den grossen, packe ihn und werfe ihn über den Zaun, in das Gehege, in dem Pfote gestern zunächst war.
Der Dackel fällt mit dem Bauch voraus – pflatsch – voll auf einen Stein. Autsch. Gedemütigt, langsam humpelnd (mit Schmerzen?) rappelt er sich auf.
Das hatte ich nicht erwartet. Von Katzen bin ich es gewohnt, dass sie immer weich landen… ich fühle mit dem Dackel, bin traurig, wütend und merke, dass es eine Kurzschlussreaktion war. Ich hoffe, dass er sich nichts getan hat.
Ich beschliesse, diesen einzigen Fahrradladen zu aufzusuchen. Im vorigen Spaziergang hatte ich ins Schaufenster geschaut – es war noch zu. Durch das Fenster sah es nicht so vielversprechend aus.
Pfote also in den Schlafraum und alleine hin?
Sie dort einzusperren behagt mir nicht.
Also packe ich all meine Sachen, wir fahren, ohne uns vom noch schlafenden Vojislav zu verabschieden. Vielleicht kommen wir gleich nochmal zurück…(?)
Im Radladen sitzen zwei rauchende Männer, die sprachliche Hürde erwirkt kurze Distanz. Ich stelle einen Stuhl hinter ein Fahrrad zeige mit den Händen ein Gestell und zeige auf Pfote. Beide machen sie „aah“ und sagen direkt „nema“ als Verneinung.
Ich erkläre ihnen, dass ich nicht weiss, was ich tun soll. Der eine Mann raucht weiter, während der andere im Keller verschwindet und ein paar Sachen auf serbisch ruft.
Der Raucher gibt Pfote was zu fressen und überreicht mir eine Tüte Hundefutter.
Dann kommen Rufe von unten. Der hagere Mann sitzt an einem Computer und zeigt mit der in der Hand qualmenden Zigarette auf den Bildschirm.
Sasomange.rs – wohl das serbische ebay kleinanzeigen – dort hat er mehrere Hundeanhänger zur Auswahl. Für 50-90€, in Serbien verteilt. Zwei davon seien in Nis. Den einen ruft der Händler an, während ich stark daran zweifle, dass ich an meiner Steckachse oder überhaupt links an der Kettenstrebe irgendwas montieren kann.
„Its sold.“ Erklärt mir der hagere Raucher. Wir schreiben es ab. In meinem Hinterkopf speichere ich dieses Anzeigenportal und die Info, dass dort noch ein zweiter Anhänger war.
Ich kaufe noch ein Schloss. Als 2. Gegenstand auf der Tour habe ich gestern nämlich meinen Schlüssel verloren. Daraufhin habe ich das Schloss gleich in die Tonne geworfen.
Das neue Schloss dann mit Zahlenschloss und, da ich mit Pfote eine hohe Gewichtszunahmd habe, lieber ein leichtes Schloss.
Währenddessen flirren fragen durch meinen Kopf: wie soll ich so weitermachen? Will ich das wirklich? In dieser Unklarheit überlege ich, die Drohne zurückzuschicken, damit das Gewicht wieder etwas ausgeglichen wird.
Wir fahren weiter. Den Versuch, mit Leine Fahrrad zu fahren, habe ich sofort wieder aufgegeben.
Die Fahrt wird auch so zu einer psychischen Gewaltaktion: Pfote läuft hinter mir, vor mir, auf der anderen Strassenseite, aber am allerseltensten einfach rechts von mir. Hunde bellen, Autos rauschen vorbei. Nicht so ein ruhiger Verkehr wie gestern, als du mich auserwählt hast…
Tja, das hast du nun davon – suchst dir ein Herrchen aus, das jeden Tag mehrere Stunden auf der Strasse verbringt.
Ich merke, dass das nichts bringt: ich fühle Wut, weil Unklarheit in mir. Das Eintreten Pfotes in meine Radlaktion ist ein Grenzübertritt, der die Tour im gesamten verändert. Und ich weiss nicht, wie ich damit umgehen soll. Und dieses Nichtwissen macht mich wütend und das versuche auf Pfote abzuwälzen.
Also entscheide ich: wir probieren es heute einfach so weit zu kommen, wie möglich. Dumm nur, dass ich durch das basteln und den Fahrradladen erst um 13.30 das Stadtgebiet von Jagodina verlasse.
Serbien scheint mir an dieser Strssse recht dicht besiedelt. Und in jedem zweiten Haus in den Vororten und Dörfern sitzt ein unzufriedenes Kläfferchen. In den meisten Fällen hinterm Zaun. Doch auf 10km habe ich so häufig die Situation, dass von rechts zwei aggressive Hunde angerast kommen und Pfote entweder ängstlich zu mir springt und so fast in oder unter die Räder kommt oder gleich mitten auf die Strasse, auf der das überholende Auto Pfote zum Glück im letzten Moment noch sieht.
Wir machen Pause. Nach 11km, an einem Fluss. Pfote trinkt, bekommt was zu fressen. Aus dem Gras schlabbert sie es nicht auf. Springt mir stattdessen an den Käse in meiner Hand. Ja, ich esse ein pures Stück Käse, weil ich vor lauter Hund vergessen habe, mir was dazu zu besorgen. Und das versuchst du mir jetzt auch noch wegzuschnappen.
Währenddessen kommt ein hellbrauner Hund ganz vorsichtig dazu und schnappt sich das Hundefutter aus dem Gras. Nein… ich kann nicht 2 Hunde aufnehmen.
Weiter. Irgendwie weiter. Wir rollen mit 8-12 km/h am Gehweg entlang, bis es mir zu bunt wird und ich beschliesse, an die Autobahnauffahrt zu fahren und zu versuchen, zu trampen.
Dort stehen wir. Warten. Nach 10 min sind nur 3 Autos rauf gefahren. So geht das nicht.
Auf der Karte entdecke ich einen schmalen Pfad an der Autobahn entlang. Vielleicht ist das ja was. Etwas feucht-schlammig hier, dafür keine Autos und keine Tölen… die dann doch wieder kommen, da ich mit diesem Weg an der Rückseite des nächsten Ortes rauskomme. Und hier sind noch ganz viele weitere Kläffer.
25km. Yes!
Wir sind wieder an der Strasse und rollen am Gehweg. Ein Reifenladen, dort steht ein angelehntes Mountainbike mit farbig leuchtender Federgabel. Kein normales Fahrrad, wahrscheinlich gibt es das nirgends in Serbien zu kaufen.
Ich denke mir nichts weiter, rolle vorbei. Ich denke mir auch nichts, als jemand ruft.
Wir gehen wieder auf die rechte Strassenseite und häufigen Lieferwägen verleiten mich dazu, erneut den Daumen rauszustrecken. Währenddessen lese ich Astrids und Miris Namensvorschläge und bin sofort einverstanden. Pfote heisdt ab jetzt Kuku. Abgekürzt vom nepalesichden Feiertag "kukur tihar", an dem die Strassenhunde ein Fress-Fest erhalten.
Es kommen erneut Rufe.
Ein älterer Mann auf dem neuartigen Mountainbike.
Es ist Zoran, ein Serbian-Aussie… und dann ist plötzlich alles gut. Essen. Warm. Raki und ein Bett für mich und … Kuku schmunzel.
Der Hundeanhänger in Nis wird noch vorgemerkt. Irgendwie besorge ich den.
Zoran bietet mir an, in seinem riesigen Haus „1 day, 2 days, 1 week, 5 months – feel at home, you can stay as long you want..." zu bleiben.
Es trägt nicht immer faulende Früchte, wenn man einem zweifelnden Rebellenbaum Sonnenstrahlen schenkt.
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#1465603 - gestern um 05:38 Re: Radreise ins Glück - München - Kathmandu [Re: Helios]
Sharima003
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Hallo,
da du ja jetzt daran denkst, den Hund (Kuku) mitzunehmen, kann ich dir nur den dringenden Rat geben, als erstes einen Tierarzt aufzusuchen.
Der Hund muss geschippt und geimpft werden. Selbst wenn du ihn heute gegen Tollwut impft, muss man 21 Tage abwarten, bis man über die Grenze damit kann. Das heißt für dich, du bist mindestens noch 3 Wochen in Serbien.
Die meisten (billigen) Hundeanhänger sind für so eine Tortour nicht geeignet. Wenn du jetzt sowieso 3 Wochen in Serbien festsitzt, würde ich mir an deiner Stelle einen "vernünftigen" Hundeanhänger aus Deutschland schicken lassen.
Mein Hund fährt z.B gut im BOB YAK mit. Das klappt aber nicht mit jeden Hund.
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#1465604 - gestern um 06:58 Re: Radreise ins Glück - München - Kathmandu [Re: Sharima003]
Helios
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Unterwegs in Serbien

Unabhängig von alldem: wie bringe ich ihr bei, im Hänger zu sitzen und auch sitzen zu bleiben. Habe jetzt einen Anhänger und sie setzt sich nach einiger Übung auch selbstständig rein. Sobald ich aber schiebe, springt sie heraus...
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#1465607 - gestern um 07:32 Re: Radreise ins Glück - München - Kathmandu [Re: Helios]
Hartmut.L
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Anhänger fahren ist für viele Hunde nicht einfach. Man kann nur immer wieder üben indem man positiv verstärkt wenn sie einsteigt und sitzten bleibt, sodass sie den Hänger auf jeden fall mit guten Gefühlen verbindet! Falls Kuku Leckerlis zugänglich ist immer dann eines geben wenn sie einsteigt. Du kannst das auch mit der "Klicker-Methode" verbinden: jedesmal wenn sie es richtig macht sofort ein Schnalzen mit der Zunge (einen Knackfrosch wirst Du nicht haben) irgendwann kannst du dann auf die Leckerli verzichten und nur noch schnalzen...
Also immer wieder Wiederholen und Geduld...
Hartmut
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#1465701 - heute um 00:15 Re: Radreise ins Glück - München - Kathmandu [Re: Helios]
Helios
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Unterwegs in Serbien

Tag 15: 15km nach Osten und wieder zurück nach Niš, 30km, 1370 gesamt

Motto des Tages: Wenn du nicht weisst wohin, geh irgendwohin und das Leben entscheidet für dich

Bratislav, der Fahrraddoktor und herzenslieber Hundeliebhaber hat mir gestern den Anhänger organisiert. Zudem hat er eine Konstruktion installiert, die jedem Ingenieur Haarausfall besorgen würde. (Zum Glück für mich ;))
Statt der eigentlichen Eckplatte, die lit einer grossen, mittigen Schraube an der Kettenstrebe sowie an Achs-Oberrohrstrebe befestigt wird, gab es nur eine zugesägte Unterlagscheibe, die in das freie Dreieck an meinem Gepäckträger gepresst wurde.
Bratislav hat mich ebenfalls beibdich übernachten lassen. Und er hat einen 5 Monate alten Sony, ein Rottweiler-Mischling, der liebend gerne mit Kuku spielt. Kuku hat dagegen erst einmal einen Fladen über Nacht hinterlassen. Also ab jetzt nur noch lit offener Tür, Kuku!
Bratislav zeigt lir voller Stolz seinen Garten. Ein Gewächshaus mit fertigen Salaten, Birnen, Kirschen, Feigen und Aronia-Bäumchen.
Wiedermal begann ein Morgen, an dem ich nicht weiss, was ich tun soll.
Die ersten Versuche gestern, Kuku in den Anhänger zu setzen, sind gescheitert.
- Komme ich überhaupt voran? Von Miri kam der Plan mit ihr solange zu laufen, bis sie erschöpft im Hänger bleibt. (... jetzt schlafe ich beim Schreiben des Blogs wieder ein...)

[...]

Megaaaa kompliziert. Ergebnis: ich sitze nach 13km an einem Imbiss, an dem ein Rennradfahrer sitzt, der sagt:
"Hey, this was my carrier (anhänger)..."
Und genau demieser Marko hat einen Freund, der Hunde züchtet und aus Griechenland einen europäischen Hundepass organisiert. 4-10 tage wartezeit. Dann meinte ich: okay dann geh ich vielleicht auf den Berg da (trem, 1.810m) im hintergrund. Dazu antwortet er: "you can come with me tomorrow. I was planning to hike up there with my girlfriend anyway."

Marko telefoniert. Und schliesslich machen wir aus, dass wir uns in Nis wieder treffen. Er fährt jetzt nach Hause mit dem Rennrad und ich bin später zum nachmittaglichen Lunch eingeladen. Ich kann über Nacht bei ihm bleiben.
Also: weiter Kuku trainieren. Reinsitzen. Festschnüren. Sie liegt und kuckt. Ich schiebe. Sie springt hinten durch das Loch hinaus. Ein lautes Nein von mir. Sie krabbelt rückwärts zurück- das ergibt ein Leckerli. Und disch und zack und hin und her. Ich gebe auf. Und sie läuft wieder auf der Strasse. Links und rechts. 52 Fastkraschs (geile Deutschvariante des Wortes Crash, was?) später reicht es mir. Ab in den Hänger mit ihr. Doppelt festgebunden.
Dann sitzt sie. Ganz plötzlich. Und bleibt sogar. Nach 5 std. Training haben wir ganze 30km, davon ist Kuku 21 neben dem Hänger hergelaufen, aber ganze 7,5km am Stück im Hänger sitzen geblieben. Als ich die Schnüre schliesslich abmache vor Markos Tür, kommt sie gar nicht erst heraus.
Ich werde mit Kuku in Markos wunderlich warmen Atmosphäre empfangen: Sonja, schwarzhaarige Englischlehrerin mit einwandfreiem, akkuraten amerikanischem englisch, sowie Tochter Lara und Dira.
Es gibt richtiges Gemüse für mich! Eine Tomatensupper, gebratene Kartoffeln, gebackene Zwiebeln und ein Krautsalat. Wow! Ich bin so erschlagen von der Gastfreundschaft Serbiens.
Kuku kriegt 2 Knochen zum kauen und Sonja erklärt mir, wie es zum Bürgerkrieg, bzw. Zum Zerfall Jugoslawiens in Einzelstaaten kam.
Währenddessen läuft die baskische Radrundfahrt am Fernseher und wir verfolgen, wie Roglic das Ding in einem Höllenritt nach Hause fährt und sogat in einer Sportsgeist zeigenden Aktion für den Etappensieger 10 sekunden opfert.

Markos Telefon klingelt mehrmals. Mehrmals hebt er ab, schliesslich hat sein Freund bereits einen Pass bestellt. Wir machen ein Foto von Kukus Zähnen, um ihr Alter abzuschätzen und ich gehe mit der 8-jähigen Lara 2mal mit Kuku Gassi. Ich muss mitkommen. Kuku geht ohne mich nirgendwo hin.
Kuku ist allerdings ordentlich fertig und verbringt den Rest des Tages dösend.
Evtl sind ihre jungen Pfoten doch etwas ramponiert worden. Ich weiss einfach nicht, wie weit ein Hund läuft, ohne zu jaulen.

So. Jetzt ist 12. Länger als das zu schreiben ist ungesund.
Es trägt nicht immer faulende Früchte, wenn man einem zweifelnden Rebellenbaum Sonnenstrahlen schenkt.
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