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#1508082 - 25.08.22 14:45 Von München an die Adria und zurück (1/2)
buche
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Dauer:10 Tage
Zeitraum:10.8.2022 bis 19.8.2022
Entfernung:1120 Kilometer
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Externe URL:http://dps.informatik.uni-leipzig.de/buchmann/22-alpen/index.html

Von München zum Baden an die Adria und zurück, 2022

Reisevorbereitungen

Das Wetter in den Alpen soll in der nächsten Zeit ganz gut sein, und ich kann mir gerade ein paar freie Tage erlauben.
Nichts wie ab in die Berge! Es gibt noch einen freien Fahrradstellplatz einen durchgehenden ICE nach München, und ich möchte gern wieder nach Italien.
Darum beschließe ich, an die Adria zum Baden zu fahren, und suche mir eine Strecke von München ans Mittelmeer und zurück zusammen, die ich noch nicht kenne. Das wird zunehmend schwieriger, da es nicht viele Alpenpässe in Nord-Süd-Richung gibt, und ich schon etliche kenne. Entsprechend fällt die Strecke diesmal ein bisschen härter aus, was Steigungsprozente oder Autoverkehr betrifft.
Einen richtig festen Plan habe ich nicht. Auf jeden Fall möchte ich gern über die Großglockner-Hochalpenstraße, mir Udine anschauen und an sonsten ein Stück Italien sehen, das hoffentlich nicht so von deutschen Touris überlaufen ist. Und die leckere Küche genießen!
Ein Zelt nehme ich nicht mit, sondern will lieber wieder unterwegs nach Hotels suchen. Das hat sich bereits ein paarmal bewährt. Was mir bei der Abfahrt noch nicht klar ist: Dass in Österreich und Italien gerade die letzte Ferienwoche und ein Feiertag zusammenkommen, wodurch die Hotelsuche ein bisschen weniger flexibel wird als gedacht.
Am liebsten übernachte ich in hübschen kleinen Städten, wo man sich nach dem Abendessen noch etwas umschauen kann. Da findet man eigentlich immer ein Hotel, wenn auch nicht immer in der gewünschten Preisklasse.


Meine ungefähre Idee: Von München aus über den Tegernsee ins Inn-, Ziller- und Salzachtal, dann die Großglockner-Hochalpenstraße, irgendwie ins Tagliamento-Tal hinein und nach Udine, ans Meer und über die Turracherhöhe und Salzburg zurück nach München.


10.08.2022: München - Fügen im Zillertal


Ich bin am Vortag kurz vor Mitternacht in München angekommen und habe ein Hotel in Bahnhofsnähe bezogen. Irgendwie macht München rund um den Bahnhof einen eher schmuddeligen, unschönen Eindruck. Egal, für eine Übernachtung auf der Durchreise hat es gereicht. Jetzt will ich aber los Richtung Alpen.


Die ersten 40km sind eher langweilig, schnurgerade durch den Wald. Hinter Holzkirchen kommen aber die ersten Berge in Sicht!


Beim letzten Mal bin ich von München aus die Isar aufwärts Richtung Bad Tölz gefahren. Diesmal geht es über den Tegernsee. Am Tegernsee in Tegernsee ein Tegernsee trinken, Prost!


Ich möchte vom Tegernsee Richtung Achensee. Dafür gibt es einen schönen Radweg, der auf der deutschen Seite naturbelassen daherkommt und sich durch eine parkartig gepflegte Landschaft schlängelt.


Über den Achen-Pass drüber, und schon bin ich in Österreich! Ein bisschen klein, aber Pass ist Pass, und das schon kurz nach Mittag am ersten Tag ;-)


Irgendwo bei Achenkirch stehen diese beiden Kameraden im Schatten am Straßenrand. Ein warmer Tag.


Österreich-Idyll wie auf der Postkarte.


Der Achensee gefällt mir gut. Hat fast etwas mediterranes, und zieht sich mit einem guten Radweg am östlichen Ufer bestimmt 15km weit Richtung Süden.


Ich habe erst mal Hunger. Germknödel mit Mohn und brauner Butter, lecker!


Hinter dem Achensee fahre ich über die supersteile Kasbachstraße ins Inn-Tal hinunter, und den Inn-Radweg entlang.


Aus dem Inn-Tal geht es dann noch bis Fügen ins Zillertal hinein. Hier habe ich mein erstes Hotel auf dieser Tour gebucht, das ich pünktlich zum Abendessen erreiche. Die Landschaft gefällt mir außerordentlich, und ich kann eigentlich noch gar nicht so richtig fassen, dass ich schon mitten in den Alpen bin.


Hmm, Tiroler Gröstl!

130km und 1140 Höhenmeter, Maximalhöhe 962m, 20-30 Grad, sonnig



11.08.2022: Fügen - Kaprun im Salzachtal


Nach einem schönen Frühstück fahre ich erst mal das Zillertal ein Stückchen hinauf. Heute ist Donnerstag. Freitag früh wäre ich gern am Anfang der Großglockner-Hochalpenstraße.


Aus dem Zillertal zweigt die Gerlos-Passtraße Richtung Großglockner. Die ist mir heute Morgen aber zu stark befahren. Darum nehme ich die Straße nach Gerlosberg auf der anderen Talseite. Bald bin ich schon wesentlich höher als die eigentliche Passstraße.


Auf der Kreuzwiesenalm auf 1884m gibts erst mal Mittagessen. Ich überlege, dass der Gerlos-Pass eigentlich nur auf auf 1531m liegt.


Mein Rad ist das einzige ohne E-Motor. Zum Ausgleich habe ich Reisegepäck :-D


Ab Kreuzwiesenalm führt eine spektakuläre MTB-Route Richtung Pass.


Man kann den Verlauf der MTB-Route links am Hang bis in einige Entfernung sehen.


Hmm, die Furt oder die Brücke? Ich bin feige und entscheide mich für die Brücke.


Zum Gerlos-Pass muss man erst mal wieder 400 Höhenmeter bis nach Gerlos hinunter. Sofern einen die Kühe durchlassen ;-)


Dafür gehts dann zum Gerlos-Pass auf 1531m nochmal ein ganzes Stück wieder rauf. Der Pass selbst ist dann oberhalb des Speichersees.


Die neue Straße nach Krimml ist mir zu breit ausgebaut und zu gut befahren. Ich nehme lieber die alte Landstraße, die parallel zur Salzach Richtung Wald im Pinzgau führt. Die Straße ist unglaublich schmal und steil! Warnschilder kündigen 2km mit 17% Gefälle an, aber der Rest der Straße ist kaum weniger steil. Toll!


Nun bin ich das erste Mal auf dieser Tour am Salzach-Radweg. Den werde ich noch öfter sehen.


Im Salzach-Tal komme ich an vielen alten Häusern vorbei.


Ich sause dann noch das Salzach-Tal bis Kaprun hinunter, wo ich mein Nachtquartier aufschlage. Mein Hotel bietet Küche der Art "Mangosüppchen mit Kokosschaum" an. Zum Glück gibt man mir an der Rezeption den Tipp, es in der Schneiderei zu versuchen, die tolle einheimische Küche bietet, z.B. Tiroler Kasnocken :-)

110km und 2020 Höhenmeter, Maximalhöhe 1900m, 20-22 Grad, sonnig und windig



12.08.2022: Kaprun - Lainach


Heute möchte ich auf die Großglockner-Hochalpenstraße. Von Kaprun aus sind es nur ein paar km bis nach Fusch am Taleingang. Da ich früh starte und heute ein Freitag ist, gibts nur wenig Autoverkehr.


Blick zurück Richtung Salzachtal. Die Straße ist ganz gut ausgebaut, aber immernoch kaum Verkehr.


Je höher man kommt, desto grandioser ist die Aussicht! Der Wetterbericht ist für den Nachmittag nicht allzu gut. Aber bis jetzt habe ich zweistellige Temperaturen, keinen Regen und ganz gute Sicht.


Das Fuscher Törl auf 2428 m kommt in Sicht, das ist das kleine Steinhäuschen am Ende der Serpentine. Fast, aber noch nicht ganz der höchste Punkt der Straße. Ich sehe viele Rennradfahrer.


Der höchste Punkt ist dann der Hochtor-Tunnel auf 2505m, das ist auf dem Bild der zweite Tunnel ganz oben.


Ich esse erst mal Mittag, beobachtet von einem Wolpertinger.


Vom Hochtor aus hätte man einen Blick auf den Großglockner, wenn der sich nicht gerade hinter Regenwolken verstecken würde.


Die Umgebung ist hier oben wirklich beeindruckend karg!


Allerdings hat es 5 Grad und Schneeregen. Darum beeile ich mich dann doch, wieder ins Tal zu kommen.


Bei den Straßenverhältnissen fahre ich aber schön langsam und vorsichtig. Auf den Dächern liegt sogar Schnee. Außerdem will man ja nicht mit Murmeltieren kollidieren ;-)


Weil der Regen nicht nachlässt, suche ich mir ein schönes Zimmer in Lainach. Die Kinder des Wirts nehmen mich mit zum Hatzenhof, einem Bauernhof, der ein Allyoucaneat-Buffet ausschließlich mit eigenen Produkten anbietet. Darüber bin ich sehr glücklich, genau das kann ich jetzt gebrauchen. Den Abend verbringe ich dann mit dem Wirt und weiteren Gästen von Haus Planegg an der Bar -- mir gefällts hier richtig gut, die Stimmung ist super :-)

84km und 2100 Höhenmeter, Maximalhöhe 2506m, 5-20 Grad, bewölkt, Nachmittags Dauerregen



13.08.2022: Lainach - Udine


Am nächsten Morgen verabschiede ich mich von der gastfreundlichen Wirtsfamilie, und fahre erst mal über den Iselspass ins Drau-Tal.


Ich habe keine Zeit zu verlieren, wenn ich heute noch in Udine ankommen möchte. Darum folge ich zunächst mal dem Drau-Radweg bis Waidach.


Dann gehts erst mal über den leider stark befahrenen, aber auch gut ausgebauten Gailberg-Sattel auf 982m ins Gail-Tal.


Nach einem Mittagessen gehts dann auf die Plöckenpass-Straße. Unterwegs sehe ich Wespen beim Nestbau unter einem Felsvorsprung.


Auf der Plöckenpass-Straße ist auch einiger Autoverkehr. In den zwei langen, steilen Lawinengalerien ist das schon ganz schön unangenehm.


Direkt auf dem Plöckenpass auf 1375m ist die Grenze nach Italien. Zweieinhalb Tage von München bis Italien, nicht schlecht :-)


Die Abfahrt vom Plöckenpass war dann wieder sehr schön, eine kurvige, wenig befahrene Straße. Ab Tolmezzo nimmt der Verkehr wieder zu, und ich suche mir Nebenstraßen. An der SP36 nach Bordano sehe ich dieses tolle Wandbild mit berühmten italienischen Rennradfahrern.


Ich liebe die italienischen Straßen!


Mir ist nach einer Pause. Am Ufer des Tagliamento finde ich eine kleine Strandbar, in der ich ganz sicher der einzige Nichtitaliener bin - toll!


Es ist herrlich, in Italien unterwegs zu sein!


Udine ist eine schöne, lebenslustige Stadt. Es macht sehr viel Spaß, bei Einbruch der Dunkelheit über die vielen belebten Plätze der Innenstadt zu spazieren.


Mein Abendessen war auch ein echtes Highlight. Hier mein Primo Piatto, Ziegenkäseravioli mit Trüffeln und Knoblauchöl.

153km und 1860 Höhenmeter, Maximalhöhe 1353m, 9-24 Grad, leicht bedeckt


(2. Teil folgt)

Geändert von buche (25.08.22 14:47)
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#1508326 - 28.08.22 08:25 Re: Von München an die Adria und zurück (1/2) [Re: buche]
Toxxi
Moderator Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 21543
Sehr schön, da bekomme ich gleich wieder Lust. Italien/Udine habe ich im Sommer nicht mehr geschafft. schmunzel

Hast du das Bild mit den Rennfahrern noch mal größer? Das wäre schön.

Wie hast du denn die Übernachtungen gefunden? Internet? Vor-Ort-Suche? Wieviel hast du denn so gelöhnt?

Gruß
Thoralf
Meine Räder und Touren im Radreise-Wiki
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#1508451 - 29.08.22 22:25 Re: Von München an die Adria und zurück (1/2) [Re: Toxxi]
buche
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 1567
Hallo Thoralf,

hier ist das Wandbild in Originalgröße:

https://www.dropbox.com/s/s60q0dla6t65xh7/P1050993.JPG?dl=0

https://www.dropbox.com/s/udcx5m0d2jorlta/P1050992.JPG?dl=0

Mein Reiserad ist ein selbstgebasteltes Hardtail auf Basis eines Cust-Tec Rahmens mit 9fach-Getriebe, seit 2 Jahren sogar mit Scheibenbremse. Das Rad taucht im Reisebericht auch verschiedentlich auf den Fotos auf. Mit Hurricane-Semislicks komme ich bei trockenem Wetter auch auf MTB-Pisten in den Alpen gut zurecht. Mir genügen zwei Frontroller als Stauraum.

Meine Idealvorstellung von einer Unterkunft ist ein mittelgroßes *** oder **** Hotel, in einer hübschen kleinen Stadt oder einem größeren Dorf zentral am Marktplatz oder der Fußgängerzone, mit sehr guter Küche fürs Abendessen und großer Auswahl beim Frühstücksbuffet, das 100-150km von der letzten Übernachtung entfernt ist und möglichst nah am Eingang einer Passstraße liegt, in die ich am nächsten Morgen starten will. Gebucht wird optimalerweise erst gegen Mittag/frühem Nachmittag, wenn absehbar ist wie weit ich noch komme. Das ist schon ganz schön speziell, aber hat funktioniert.

Die Übernachtungen habe ich aus Bequemlichkeit überwiegend mit Booking.com gebucht, aber auch ein paar mal auf Google Maps nach freien Hotels gesucht und dann direkt angerufen. Ich bin ohne es vorher zu wissen in der letzten Ferienwoche in AT/IT unterwegs gewesen, und noch dazu in einer Woche, an der Montag Feiertag war. Die Hotelpreise waren daher relativ hoch und die Zimmerauswahl ein bisschen eingeschränkter. Ich hatte im Schnitt 100 EUR für die Nacht bezahlt, mit einer 200 EUR-Ausnahme in Villach, aber da gabs nichts anderes im Stadtzentrum. Der abendliche Spaziergang in einer lauen Sommernacht durch Villach war mir das rückblickend aber auch wirklich wert.

Viele Grüße,
Erik
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#1508454 - 30.08.22 08:21 Re: Von München an die Adria und zurück (1/2) [Re: buche]
Martina
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 17452
In Antwort auf: buche
Das ist schon ganz schön speziell, aber hat funktioniert.



Finde ich jetzt nicht. zwinker Wobei ich sagen muss, dass sich die Vorlieben bei uns ab und zu ändern. Während ich lange Jahre keine Privatzimmer wollte, hat sich das unter anderem durch diverse Englandurlaube in den letzten Jahren wieder geändert. Und ich bin inzwischen sogar bereit, ohne Frühstück zu übernachten. Das hat auch etwas damit zu tun, dass ich nicht mehr ganz so viel auf einmal essen kann wie früher. Die Gesamtmenge beeinflusst das allerdings nicht. zwinker
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Off-topic #1508474 - 30.08.22 11:39 Re: Von München an die Adria und zurück (1/2) [Re: buche]
iassu
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 24190
In Antwort auf: buche
Gebucht wird optimalerweise erst gegen Mittag/frühem Nachmittag, wenn absehbar ist wie weit ich noch komme. Das ist schon ganz schön speziell, aber hat funktioniert.
Seit etwa 5 Jahren stelle ich fest, ich reise in Regionen und in Jahreszeiten, wo das nicht (mehr?) funktioniert. Ohne längerfristige Reservierung würde ich am Ort keine Unterkunft (die ungefähr meinen Vorstellunge entspricht, oder auch überhaupt) gefunden haben.
Gruß Andreas
Onkel Ju 2

Geändert von iassu (30.08.22 11:47)
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Off-topic #1508500 - 30.08.22 16:22 Re: Von München an die Adria und zurück (1/2) [Re: iassu]
Uli
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 14325
Zitat:
Seit etwa 5 Jahren stelle ich fest, ich reise in Regionen und in Jahreszeiten, wo das nicht (mehr?) funktioniert.

Hast du Beispiele? Auch mir passiert(e) es immer wieder mal, dass es schwierig ist / war und ich Kompromisse eingehen musste - aber das sind / waren Einzelfälle.
Gruß
Uli
Ich geändere nichts!
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Off-topic #1508536 - 30.08.22 21:00 Re: Von München an die Adria und zurück (1/2) [Re: Uli]
iassu
Mitglied
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Beiträge: 24190
Griechische Inseln. Auf Naxos zB waren in mehreren Jahren ohne Reservierung keine zentralen Unterkünfte mit einem gewissen Mindeststandard im August verfügbar. Auch Highspeed Fährentickets sind dann schwierig und Mietwagen waren den kompletten August ausgebucht.

Aber auch auf der Peloponnes war das ähnlich. Kalamata Hotels nahezu ausgebucht. Typische Sommerfrischen wie Kardamyli sowieso.
Gruß Andreas
Onkel Ju 2

Geändert von iassu (30.08.22 21:08)
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#1508549 - 30.08.22 22:34 Re: Von München an die Adria und zurück (1/2) [Re: iassu]
buche
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 1567
Das glaub ich sofort -- Naxos hat ja vielleicht 20km Durchmesser. Wenn ich auf ein so kleines Gebiet festgelegt wäre, würde ich auch rechtzeitig vorher buchen und nicht erst mal losfahren und dann unterwegs das beste hoffen.

Ich hätte von Cividale aus auch eigentlich gern versucht, über den Triglav-Nationalpark in Slovenien nach Tarvis zu fahren, aber in Tarvis und 20km Umkreis gabs an dem Feiertag auch keine freien Hotels mehr. Daher gings dann an dem Tag spontan über den Nassfeldpass nach Tröpolach in Österreich. Ich habe eh keine feste Route, sondern entscheide jeweils nach Lust und Tagesform.

Sowas geht aber nur allein - ich würde Hotelwahl, Route und vor allem die dabei unvermeidlichen Fehlentscheidungen nicht jeden Tag aufs neue diskutieren wollen zwinker

LG Erik (Beispiel für Fehlentscheidung: über den an dieser Stelle echt nervigen Drau-Radweg 30km im Zickzack in Hörweite der A2 nach Villach reinzufahren, anstelle entweder über Bad Bleiberg nach Villach oder über die Windische Höhe an den Milstätter See. Muss ich wohl nochmal hin zwinker )
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#1508567 - 31.08.22 09:14 Re: Von München an die Adria und zurück (1/2) [Re: buche]
Martina
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 17452
In Antwort auf: buche

Sowas geht aber nur allein - ich würde Hotelwahl, Route und vor allem die dabei unvermeidlichen Fehlentscheidungen nicht jeden Tag aufs neue diskutieren wollen zwinker


Hm wir haben uns in dieser Hinsicht ganz ehrlich noch nie in der Wolle gehabt.
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#1508597 - 31.08.22 13:28 Re: Von München an die Adria und zurück (1/2) [Re: Martina]
natash
Moderator Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 7263
In Antwort auf: Martina
In Antwort auf: buche

Sowas geht aber nur allein - ich würde Hotelwahl, Route und vor allem die dabei unvermeidlichen Fehlentscheidungen nicht jeden Tag aufs neue diskutieren wollen zwinker


Hm wir haben uns in dieser Hinsicht ganz ehrlich noch nie in der Wolle gehabt.


Du fährst ja auch nicht mit dem Erik, der im Zweifelsfall einfach 1000 hm dranhängt zwinker.

Mir selbst wäre die Vorgehensweise aus zweierlei Gründen nicht nachahmenswert: Ich weiß Mittags oft noch nicht, wo ich abends bin und es würde mich nerven mich da schon festzulegen. Zumindest nicht immer. Und die Kosten finde ich auch ganz schön happig, aber das hängt natürlich davon ab, wieviel Geld für Freizeitaktivitäten zur Verfügung steht. Das ist ja nicht bei allen gleich.

Gruß

Nat
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#1508603 - 31.08.22 14:40 Re: Von München an die Adria und zurück (1/2) [Re: natash]
Martina
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 17452
In Antwort auf: natash
In Antwort auf: Martina
In Antwort auf: buche

Sowas geht aber nur allein - ich würde Hotelwahl, Route und vor allem die dabei unvermeidlichen Fehlentscheidungen nicht jeden Tag aufs neue diskutieren wollen zwinker


Hm wir haben uns in dieser Hinsicht ganz ehrlich noch nie in der Wolle gehabt.


Du fährst ja auch nicht mit dem Erik, der im Zweifelsfall einfach 1000 hm dranhängt zwinker.


Nein, aus gutem Grund. Ich kenne nur *sehr* wenige Leute, mit denen ich eine mehrtägige Radreise machen würde.

Worauf ich rauswollte: es geht entweder alleine oder mit Leuten, von denen man sehr genau weiß, dass sie sehr ähnlich ticken.

Zitat:

Mir selbst wäre die Vorgehensweise aus zweierlei Gründen nicht nachahmenswert: Ich weiß Mittags oft noch nicht, wo ich abends bin und es würde mich nerven mich da schon festzulegen.


In 95 Prozent aller Fälle ist das m.E. auch gar nicht nötig. Wenn ich Mittags alle potenziellen Ziele anschaue und sehe, dass es überall reichlich Auswahl gibt, dann wird das abends auch nicht anders sein. Und in den anderen 5 Prozent lege ich mich halt mal fest.

Feiertage oder lokale Veranstaltungen sind immer blöd, insbesondere wenn man sie nicht auf dem Schirm hat. Sowas passiert im Schnitt einmal pro Urlaub, bisher haben wir noch immer eine Lösung gefunden.


Zitat:

Und die Kosten finde ich auch ganz schön happig, aber das hängt natürlich davon ab, wieviel Geld für Freizeitaktivitäten zur Verfügung steht.


Ich halte mich nicht für geizig, aber bei 200 Euro würde ich auch für ein Doppelzimmer mehfach hohl schlucken, es sei denn das ist einschließlich Essen.
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#1508604 - 31.08.22 14:42 Re: Von München an die Adria und zurück (1/2) [Re: Martina]
Deul
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In der Gegend Puenta del Este waren die 200 für ein sehr kleines Zimmer ohne irgendwas drum. Wir haben uns dann bei der Polizei angemeldet und wild gecampt.
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#1508605 - 31.08.22 14:56 Re: Von München an die Adria und zurück (1/2) [Re: Deul]
Martina
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Ich sage nicht, dass es das nicht gibt. zwinker Und wahrscheinlich würd ichs letztlich auch bezahlen. Aber in Gegenden, in denen das der Standardpreis ist, würde ich keinen längeren Urlaub planen.

Die Edit sagt: zumindest im Moment. Wer weiß, was die Inflation so ergibt. Und wer weiß, ob wir uns nicht alle bald wieder auf wildzelten verlegen müssen. zwinker

Geändert von Martina (31.08.22 15:00)
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#1508609 - 31.08.22 15:12 Re: Von München an die Adria und zurück (1/2) [Re: Martina]
Deul
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Wir waren auch nur eine Nacht in der Gegend. Das hat bei den Protzigen da auch gelangt-
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#1508614 - 31.08.22 16:01 Re: Von München an die Adria und zurück (1/2) [Re: buche]
Sharima003
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In Antwort auf: buche


Die Übernachtungen habe ich aus Bequemlichkeit überwiegend mit Booking.com gebucht, aber auch ein paar mal auf Google Maps nach freien Hotels gesucht und dann direkt angerufen. Ich bin ohne es vorher zu wissen in der letzten Ferienwoche in AT/IT unterwegs gewesen, und noch dazu in einer Woche, an der Montag Feiertag war. Die Hotelpreise waren daher relativ hoch und die Zimmerauswahl ein bisschen eingeschränkter. Ich hatte im Schnitt 100 EUR für die Nacht bezahlt, mit einer 200 EUR-Ausnahme in Villach, aber da gabs nichts anderes im Stadtzentrum. Der abendliche Spaziergang in einer lauen Sommernacht durch Villach war mir das rückblickend aber auch wirklich wert.


Uff, 100 Euro füe ein Einzelzimmer ist schon heftig.
Ich war ja auch in der Hochsaison grob in der Gegend unterwegs und habe nur einmal knapp 106 Euro im 4**** Sterne Hotel bezahlt.
Meist lag ich bei ca 70 Euro incl. Hund und Frühstück. Ohne Hund hätte ich ab und an sogar deutlich günstigere Zimmer bekommen können.
Ich buche auch hauptsächlich über booking. com. Ich bevorzuge aber kleine Pensionen. 4**** Sterne Hotels brauche ich nicht. Wenn es zum Frühstück Rührei mit Speck gibt bin ich zufrieden lach
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Off-topic #1508615 - 31.08.22 16:02 Re: Von München an die Adria und zurück (1/2) [Re: Uli]
Toxxi
Moderator Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 21543
In Antwort auf: Uli
Zitat:
Seit etwa 5 Jahren stelle ich fest, ich reise in Regionen und in Jahreszeiten, wo das nicht (mehr?) funktioniert.

Hast du Beispiele? Auch mir passiert(e) es immer wieder mal, dass es schwierig ist / war und ich Kompromisse eingehen musste - aber das sind / waren Einzelfälle.

Ich habe ein Beispiel aus dem letzten Jahr - Nationalpark Bieszczady in Polen im Sommer (Zentralferien Juli/August) an einem Wochenende.
Meine Räder und Touren im Radreise-Wiki
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#1508623 - 31.08.22 17:17 Re: Von München an die Adria und zurück (1/2) [Re: Martina]
buche
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 1567
In Antwort auf: Martina
In 95 Prozent aller Fälle ist das m.E. auch gar nicht nötig. Wenn ich Mittags alle potenziellen Ziele anschaue und sehe, dass es überall reichlich Auswahl gibt, dann wird das abends auch nicht anders sein. Und in den anderen 5 Prozent lege ich mich halt mal fest.

Genau. Und dass ich Mittag nicht abschätzen kann, wie weit ich an dem Tag noch komme, kommt bei mir praktisch nicht vor. Man sieht dann ja, in welche Richtung sich eventuelle Regengebierte entwickeln, wie hügelig die Gegend vor einem ist, wie die Tagesform aussieht, etc. pp.
Zur Not kann man ja immernoch stornieren und sich ein anderes Zimmer suchen. Selbst wenn booking sagt, Stornierung wäre nicht kostenfrei möglich, hilft oft ein freundlicher Anruf.

In Antwort auf: Sharima003
Uff, 100 Euro füe ein Einzelzimmer ist schon heftig.


Ich nehme praktisch niemals die gleiche Route zweimal, und habe pro Jahr vielleicht in der Summe 14 Tage für Radreisen zur Verfügung. Darum bin ich bereit, da tatsächlich Geld in die Hand zu nehmen. Wer weiß, wie lange das so noch geht, und wieviel das Geld in 5 Jahren noch wert ist.

Pensionen und die günstigsten Hotels nehme ich im Urlaub nur wenn nichts anderes in der Nähe ist. Pensionen liegen oft außerhalb, d.h., der abendliche Bummel entfällt. Und günstige Hotels sind in den Alpen oft voller Motorradfahrer, und außerhalb der Saison voller Monteure, die in aller Frühe zu ihrer Baustelle aufbrechen. Ich bin von Berufs wegen oft genug in solchen Unterkünften.

Jemand hat mir mal den Rat gegeben: "Stecke dein Geld in Erlebnisse, nicht in Dinge." Für mich ist auch manches Essen und so manche Unterkunft ein Erlebnis zwinker

LG Erik
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#1508625 - 31.08.22 17:39 Re: Von München an die Adria und zurück (1/2) [Re: buche]
Deul
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 8488
Wir hatten dieses Jahr ein DZ in Worms für 72 Euro ohne Frühstück. So einen abgeranzten Schuppen habe ich noch nicht gesehen. Es ist wohl besser so mit ca 100 pro DZ zu kalkulieren.
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#1508628 - 31.08.22 18:42 Re: Von München an die Adria und zurück (1/2) [Re: buche]
Uli
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 14325
Die Diskussion hat immer weniger mit dem Bericht zu dieser Radreise zu tun .... bitte in einem anderen Thread fortführen, wenn gewünscht.
Gruß
Uli
Ich geändere nichts!
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#1508630 - 31.08.22 19:21 Re: Von München an die Adria und zurück (1/2) [Re: buche]
Martina
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 17452
In Antwort auf: buche

Zur Not kann man ja immernoch stornieren und sich ein anderes Zimmer suchen. Selbst wenn booking sagt, Stornierung wäre nicht kostenfrei möglich, hilft oft ein freundlicher Anruf.


Das musste ich bisher nur einmal. Ich hatte ein Zimmer für die erste Nacht nach Zuganreise vorgebucht und konnte die Reise wegen Krankheit gleich gar nicht antreten. Auch da hat man netterweise auf die Stornokosten verzichtet.


Zitat:

Pensionen und die günstigsten Hotels nehme ich im Urlaub nur wenn nichts anderes in der Nähe ist.


Ich denke, das kommt einfach darauf an, wo man ist. Es gibt nach wie vor Gegenden, in denen es nette familiengeführte günstige Gasthöfe ohne Monteure gibt, dann kann man die natürlich auch nehmen. In Frankreich haben wir wie bereits berichtet schon in erstaunlich netten Ibis Budgets übernachtet, irgendwie hatten wir da immer Glück. Das Gleiche gilt für Pensionen/Privatzimmer. Englische B&Bs sind ein Erlebnis für sich und wer dort nicht übernachtet, versäumt wirklich was. Ebenso nett waren meine Erlebnisse in Italien und Slowenien, zentrale Privatzimmer zu finden war dort keinerlei Problem. In Österreich hat es sich mehrfach ergeben, dass wir in einer Pension übernachtet haben, an der wir zufällig vorbeigefahren sind und die ein Schild Zimmer frei draußen hatte. Das war durchaus auch mal in der Pampa, aber auch mal recht zentral in einem eigentlich sehr touristischen Ort. Da hatte man als Radfahrer den Vorteil, über eine Seitenstraße reinzukommen, die für Autos gesperrt war, was der Pension wohl nicht allzuviel Laufkundschaft einbrachte.

Zitat:

Jemand hat mir mal den Rat gegeben: "Stecke dein Geld in Erlebnisse, nicht in Dinge." Für mich ist auch manches Essen und so manche Unterkunft ein Erlebnis zwinker


Auch das kann ich sehr gut nachvollziehen. Für mich waren solche Urlaubserlebnisse lange Jahre das, was mich aufrecht hielt.
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#1510926 - 01.10.22 20:13 Re: Von München an die Adria und zurück (1/2) [Re: buche]
veloträumer
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 16478
Hallo Erik,
schön von dir mal wieder was zu hören. Mir bestens bekanntes Terrain launig erkundet und erzählt!

In Antwort auf: buche
Diesmal geht es über den Tegernsee.

Ich bin beeindruckt. Hattest du vorher ein Seminar bei Jesus belegt? lach

In Antwort auf: buche
An der SP36 nach Bordano sehe ich dieses tolle Wandbild mit berühmten italienischen Rennradfahrern.



Das hatte ich hier mal als Bilderrätsel eingestellt. schmunzel

Plöckenpass: Hast du vielleicht auch Pech gehabt. Ich hatte auf umgekehrter Richtung mal recht wenig Verkehr, gegen Abend runter auf der Nordseite quasi null.

Großglockner: Schade, dass du mit soviel Zeitdruck gefahren bist und ncht die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe (Pasterze) mitgenommen hast. Den Gletscher gibt sicherlich nicht mehr lange. Ist das eigentliche Highlight der Gesamtstrecke um den Glockner rum. Auch die Glocknerwiese entfalten dort ihre schönste Pracht.
Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings!
Matthias
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#1511603 - 12.10.22 11:55 Re: Von München an die Adria und zurück (1/2) [Re: veloträumer]
buche
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Hallo Matthias,

schön, von dir zu lesen schmunzel

Die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe habe ich ausgelassen, weil das Wetter absolut nicht mitspielen mochte... Bei Nieselregen und wenig Sicht lohnte sich das einfach nicht.

Ich könnte mir vorstellen, dass der Plöckenpass in der anderen Richtung generell mehr Spaß macht, unabhängig von der Tageszeit. Es ist eine Sache, durch die zwei langen Lawinengalerien bergab durchzusausen. Eine ganz andere, da bei >10% Steigung hochzukurbeln, während die Autos einen unglaublichen Lärm machen.

LG Erik
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