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#1300395 - 31.08.17 17:23 Dubrovnik-Mostar-Ljubljana-Villach MIT BILDER
Mastermind
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 110
Dauer:19 Tage
Zeitraum:9.7.2017 bis 27.7.2017
Entfernung:1000 Kilometer
Bereiste Länder:baBosnien-Herzegowina
hrKroatien
atÖsterreich
siSlowenien

Nach vielen Tipps über all die Jahre und speziell auch zu dieser Reise möchte ich mich mit einem Bericht bedanken!

Idee

Nach vielen Radreisen in Deutschland und den angrenzenden Ländern wollte ich dieses Jahr Länder und Gegenden bereisen die zum einen eher nicht auf dem Radar von Touristen sind, aber für Radreisende trotzdem als reizvoll gelten. Nach kurzer Recherche war die Entscheidung für den Balkan schnell getroffen. Das ich um einen Flug nicht herumkommen würde war schnell klar (war mir bisher zu umständlich). Also Flug nach Dubrovnik gebucht, die Rückreise sollte per Zug ab Österreich erfolgen


09.07.2017 Dubrovnik

Um 7 Uhr ging der Flieger mit Eurowings ab Stuttgart nach Dubrovnik. Preislich sehr günstig mit 80€ für den Flug und 50€ für das Rad. Eurowings fordert ein verpacktes Rad im Karton oder Tasche. Da ich zum ersten Mal mit Rad fliege halte ich mich an die Forderungen und mache keine Experimente. Das Risiko nicht mitgenommen zu werden ist mir zu hoch. Also am Vortag Lowrider und Vorderrad ausgebaut, Pedale und Sattel ab, Lenker quer und das Rad war im Karton verschwunden. Alle 4 Taschen und Lenkertasche habe ich in eine große Plastiktasche verpackt, das Zelt war Handgepäck. Dank meines Bruders bin ich auch gut am Flughafen angekommen. Check-In verlief problemlos. Meine Skepsis war doch sehr groß. Kommt das Rad heile an? Was mache ich wenn nicht? All diese Fragen gingen mir durch den Kopf und genau das war auch der Grund weshalb ich eine Flugreise mit Fahrrad bisher vermieden habe.
Der Flug verlief problemlos. Beim Aussteigen konnte ich beobachten wie mein Rad ganz unten auf den Gepäckwagen gelegt wurde und dann mehr oder weniger liebevoll weitere Gepäckstücke drauf gelegt wurden. Ich dachte in diesem Moment nur an mein schönes Rad mit all seinen wunden Punkten und entschloss mich in die andere Richtung zu gucken. Das Rad wurde dann an der Gepäckausgabe nach ca. 20 min von einem Mitarbeiter hereingefahren und als ich sagte dies gehöre mir, wortlos übergeben. Ich suchte mir außerhalb der Empfangshalle einen etwas abgelegenen Platz und machte mich an den Aufbau. Dann der erste "Schock": Das vordere Schutzblech war ziemlich verbogen. Zuerst wollte ich es abschrauben, hatte aber an meinem Multitool nicht das passende Werkzeug. So ein Mist! Also zurechtgebogen so gut es ging und dann alles wieder angeschraubt. Das Rad war nun fahrbar und das Schutzblech begleite mich nun die weitere Reise mit einem leichten scheppern, welches aber nicht die Rolleigenschaften beeinflusste. Alles in allem war ich zufrieden und konnte nun Richtung Dubrovnik starten.






Schon während des Aufbaus wurde ich mehrfach angesprochen und nach meiner Reise gefragt. Ein netter Herr sagte mir nach Dubrovnik ging es schön bergab und es sei eine tolle Strecke. Entsprechend erfreut fuhr ich los. Die Küstenstraße ist ziemlich befahren und bestärkte mich in meinem Vorhaben diese recht zügig in den nächsten Tagen zu verlassen. Vom Flughafen aus sah ich aber keine Alternative um die Stadt zu erreichen. Bis Kupari stimmte auch die Vorhersage, es ging entweder bergab oder flach dahin, mit wunderschönem Blick auf die Adria, die Strände und die Altstadt von Dubrovnik.





Dann ging es aber 3-4 km mit mindestens 7-8% bergauf, alles bei hohem Verkehrsaufkommen mit etlichen Bussen und Lkw´s. Oben angekommen genoss ich kurz die Aussicht, alles in dem Wissen die Steigung nochmal fahren zu müssen, da mein Campingplatz in Kupari im Tal sein sollte. Nach einer schönen Abfahrt Richtung Innenstadt nahm die Anzahl der Menschen immer weiter zu. Um die weltbekannte Stadtmauer war alles überfüllt und ich musste feststellen, dass eine Besichtigung der Altstadt ob der vielen Treppen mit Rad nur schwer bis unmöglich war. Nach einem Stück Kuchen und ein paar geschossenen Fotos trat ich die Rückfahrt Richtung Campingplatz an. Dubrovnik muss ich ein anderes Mal ohne Fahrrad und nicht in der Hochsaison besuchen. Lohnenswert ist es allemal!

gefahrene km: 36
Unterkunft: Camping Kupari, 10€


10.07.2017 Dubrovnik - Ravno

Nach einer ruhigen Nacht auf einem etwas abgewirtschafteten Campingplatz (geschlossenes Restaurant, Laub vom Herbst, kaum gepflegte Rasenflächen) ging es bis Ivanica 8 km stetig bergauf. Die Grenzkontrolle verlief zügig und ohne Wartezeiten, ein Personalausweis ist völlig ausreichend. In Ivanica besteht nochmals eine Versorgungsmöglichkeit mit Getränken und Essen. Allein auf den ersten 8 km hatte ich zwei Liter Wasser getrunken und schon morgens um 9 Uhr hat es über 25 Grad. Also nochmal kräftig nachgekauft, da u.a. hier im Forum berichtet wurde das es nun sehr einsam durch ehemaliges Bürgerkriegsgebiet gehen wird.
Am Vorabend entdeckte ich beim googlen einen offenbar neuen Radweg zwischen Ivanica und Mostar auf einer alten Bahntrasse, den sogenannten „Ciro Trail“. Wie es der Zufall so will, genau die Strecke die ich sowieso fahren wollte. In Ivanica entdeckte ich auch gleich das erste Schild und ich freute mich bis Mostar einem beschilderten Radweg folgen zu können. Damit hatte ich am allerwenigsten gerechnet!



Der Radweg ist top ausgebaut und führt von Ivanica 10 km leicht bergab nach Hum. Entlang des Weges sind alte Bahnhöfe und Wärterhäuschen die alle verfallen sind. Größtenteils sind nur noch Fassaden der Häuser vorhanden. Dennoch lassen sich Bahnsteige und andere Eisenbahninfrastruktur z.T. erkennen.









Auf den folgenden gut 25 km geht es geradeaus auf der R426, die alte Bahntrasse dient somit nicht nur als Radweg sondern auch als Landstraße, dies wird bis Mostar nicht anders sein. In diesem Abschnitt kam mir nicht ein Auto entgegen. Wie erwartet kommt man durch viele Dörfer die ausgestorben sind, die Häuser zerstört oder verriegelt. Viele Häuser sind auf Anhöhen in den Bergen, die Zufahrt dorthin aber mehrfach verriegelt und mit einem Minenwarnschild versehen. Es ist beeindruckend, aber traurig zugleich. Landschaftlich ist es aber traumhaft: absolute Ruhe und die umrahmenden Berge bilden eine tolle Kulisse.





Die Hitze macht mir jedoch zu schaffen. Es ist Mittag und die 30 Grad deutlich überschritten, die Sonne knallt erbarmungslos herunter, eine Bank im Schatten gibt es nicht. Ich fahre weiter bis Zavala und erreiche die erste Sehenswürdigkeit in Bosnien, die Höhle Vjetrenica. Einen Besuch spare ich mir und trinke lieber eine kalte Cola im Cafe. Nun steht die Entscheidung an: Weiterfahren bis Stolac oder in Ravno im dortigen Hotel bereits die Etappe beenden? Aufgrund der Hitze entscheide ich mich nur bis Ravno zu fahren. Nach Ravno kann man nun weiter der R426 folgen oder der alten Bahntrasse, dieser Weg ist aber nicht asphaltiert und ich gehe mit meinem vollgepackten Tourenrad auf Nummer sicher und entscheide mich für die Landstraße. Es geht nochmal bergauf und von der Straße kann man den Radweg sehen, der durch kleine Tunnels und Feldwege führt. Vermutlich wäre die Bahntrasse de schönere Alternative gewesen. Das Hotel in Ravno ist neu und in dem alten Bahnhof eingerichtet. Meine Erwartungen werden erfüllt: Ein tolles Hotel, alles neu, sehr sauber und auf hohem Niveau! Der klassische Grillteller zum Abendessen war ebenfalls sehr gut. Zufrieden beende ich den ersten Reisetag.

Gefahrene km: 55
Unterkunft: Hotel Stanica Ravno, 40€


11.07.2017: Ravno - Pocitelj

Nach meiner groben Tourenplanung wäre ich nun über Stolac und die M6 Richtung Mostar gefahren. Da der Radweg mir bisher sehr gut gefallen hat entscheide ich mich diesem weiter zu folgen und fahre weiter über die R426 Richtung Hutovo und Capljina. Die ersten Kilometer sind gigantisch: Auf einer Anhöhe fährt man auf gutem Asphalt ohne Verkehr gemütlich durch die Berglandschaften. Während des Fahrens kann man sich gut vorstellen wie hier einst die Züge fuhren. Es erinnerte mich ein wenig an die Zugfahrten entlang des Rheins.







Nach einer kleinen Abfahrt erreiche ich den ersten See in Bosnien. Touristisch völlig unerschlossen, liegt er im „Park Hutovo blato“. Der Verkehr nimmt nun etwas zu, ist aber weiterhin moderat und in keinster Weise störend. Gegen 13 Uhr erreiche ich Capljina. Eine eher trostlose Stadt ohne Highlights. Da es wieder sehr heiß geworden ist buche ich ein Zimmer in Pocitelj, ca. 5 km weiter Richtung Norden. So erreiche ich Mostar morgen zur Mittagszeit und kann mich dort noch umsehen. Das Motel hält nicht ganz was die Bilder versprechen. Das Restaurant ist geschlossen und alles wirkt alt und in die Jahre gekommen. Die Besitzer sind freundlich und auf meine Frage nach dem Restaurant wird sich mehrfach entschuldigt. Ich bekomme eine große Karaffe kaltes Wasser und ein Stück Kuchen. Eine nette Geste! Dank der Klimaanlage habe ich eine angenehme Nacht.

Gefahrene km: 65
Unterkunft: Motel Jelcic, 16€


12.07.2017: Pocitelj - Mostar

Bis Mostar sind es noch 30 km. Ich bleibe weiter auf dem Radweg auf der linken Seite der Neretva, die entlang der aktiven Bahnstrecke Sarajevo-Capljina führt der Zugverkehr Richtung Kroatien ist meines Wissens derzeit eingestellt). Die M17 kann man so noch ein gutes Stück umgehen.





Auf dem schönen Weg mache ich erste Bekanntschaften mit frei herumlaufenden Wachhunden. Diesen Moment habe ich gefürchtet, es war aber wahrscheinlich, dass er kommen würde. Die Hunde sitzen vor dem Haus, ich sehe sie bereits aus der Entfernung. Ich fahre vorsichtig an dem Haus vorbei, als Sie mich wahrnehmen springen Sie hoch und laufen mir beide wie entfesselt laut bellend nach. Ich trete in die Pedale und schaffe es „ihr“ Gebiet zu verlassen bevor Sie mich erreichen. Nach ca. 200 m geben Sie auf und laufen zurück. Für mich ein echter Schockmoment, der dazu führt, dass ich die kommenden Tage bei jedem Haus schaue ob irgendwo ein Hund in der Nähe ist.

Bei Buna trifft man auf die M17, auf der nun auch der offizielle Radweg entlang führt. Es geht nun bis Mostar durch ein Industriegebiet mit viel Verkehr. Ein Abschnitt den man schnell hinter sich bringen will. In Mostar verlasse ich alsbald die Hauptstraße und schiebe mein Fahrrad über enge Gehwege bis zur Altstadt. Nach dem obligatorischen Bild von der alten Brücke, esse ich in einem der zahlreichen Restaurants gut zu Mittag. In der Altstadt, die sehr schön hergerichtet worden ist, sind viele Touristen. Auch die wiederaufgebaute Brücke ist ein Highlight.









Nur zwei Straßen weiter zeichnet sich ein anderes Bild, mit zerstörten Häusern als Folgen des Krieges.





Dachte ich die vergangenen Tage es ist unglaublich heiß, weiß ich nun das es noch zu heißer geht. Mostar liegt auf ca. 60m über dem Meeresspiegel und ist umgeben von Bergen. Hier staut sich im Sommer die Hitze. Mein Campingplatz liegt in Blagaj, ca. 12 km außerhalb der Stadt. Es werden die anstrengendsten 12 km meiner Reise. Obwohl überwiegend flach, mache ich zwei Pausen und trinke fast 2l Wasser. Eines weiß ich sicher: Diese Hitze ist für mich zu viel. Der Zeltplatz in Blagaj liegt in der prallen Sonne. Die Vorstellung eines aufgeheizten Zelts und einer damit verbundenen schlaflosen Nacht bringen mich zu der Entscheidung eine andere Unterkunft zu suchen. Ich klingle bei der nächstbesten Unterkunft. Das Zimmer ist sauber und mit Klimaanlage. Für 20€ also perfekt! Die Besitzer sprechen deutsch, wie so viele Menschen denen ich begegne. Alle loben Deutschland und sind dankbar dort während des Krieges aufgenommen worden zu sein. Am Abend klopft es an meiner Tür und ich werde am nächsten Morgen zum Frühstück eingeladen, ein Angebot welches ich gerne annehme.

Gefahrene km: 52
Unterkunft: Guest house Blagaj, 20€


13.07.2017: Ruhetag Mostar

Nach dem Frühstück, währenddessen die Familie Ihre Geschichte erzählt, entscheide ich mich noch einen Tag in Mostar zu bleiben und die Stadt ohne Fahrrad genauer zu besichtigen. Da das Zimmer bereits gebucht ist lässt mich die Familie kostenfrei im Zimmer Ihres Sohnes schlafen, der bereits ausgezogen ist.
In Mostar besichtige ich das Museum in der alten Brücke. Nach der Besichtigung sehe ich die bekannten Brückenspringer, die gerade Geld sammeln. Erst wenn eine bestimmte Summe zusammen kommt wird gesprungen. Viele Touristen geben gar nichts oder nur wenige Cent, die dann wieder ohne Worte zurückgegeben werden. Ich bin zwiegespalten: Einerseits ist es faszinierend, den Sprung aus über 20 Meter in den Fluss zuzusehen und die Tradition geht viele Jahrhunderte zurück, andererseits ist es gefährlich und es macht die Sache fragwürdig wenn für die Männer der Sprung ins Wasser den Broterwerb darstellt.
Gegen 15 Uhr bin ich wieder in Blagaj, da es aus meiner Sicht im Freien bei über 40 Grad in der Sonne unerträglich wird.

Gefahrene km: 0
Unterkunft: Guest house Blagaj, 0€.

Fortsetzung folgt......


Geändert von Mastermind (31.08.17 17:25)
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#1300491 - 01.09.17 12:33 Re: Dubrovnik-Mostar-Ljubljana-Villach MIT BILDER [Re: Mastermind]
Toxxi
Moderator Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 21546
In Antwort auf: Mastermind
Ein netter Herr sagte mir nach Dubrovnik ging es schön bergab und es sei eine tolle Strecke.

Das stimmt - im Prinzip zumindest. Was er dir nicht gesagt hat: an dieser Stelle muss man einmal links über die Leitplanke klettern. lach

Ander Grenze bei Ivanica hattest du offenbar Glück. Wir mussten eine ganze Zeit lang warten, und die Grenzer waren auch eher unfreundlich...

Gruß
Thoralf
Meine Räder und Touren im Radreise-Wiki
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#1306277 - 15.10.17 17:46 Re: Dubrovnik-Mostar-Ljubljana-Villach MIT BILDER [Re: Mastermind]
Mastermind
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 110
Teil 2

14.07.2017: Mostar - Posusje

Aufgrund der im Tagesverlauf immer größer werdenden Hitze und der Tatsache das erstmal bergauf gehen sollte entschied ich mich früh aufzustehen. Gegen 6:30 Uhr saß ich auf dem gepackten Rad und genoss das kühle Lüftchen auf der Landstraße von Blagaj nach Mostar. Am Vorabend habe ich lange überlegt wie ich aus der Stadt rausfahren sollte. Die Landstraße M6.1 hat im Bereich von Mostar ein hohes Verkehrsaufkommen und so entschloss ich mich diese zu meiden. Ich schaute also auf Google Maps und folgte über Rodoc (Vorort von Mostar) einer kleinen, aber asphaltierten Nebenstraße aus Mostar raus. Hier mache ich wieder unangenehme Begegnungen mit Hunden. Zuerst rennt mir aus einem leerstehenden Fabrikgebäude ein Schäferhund hinterher und kurze Zeit später ein kleiner Kläffer aus einem Wohnhaus. Dieser wird fast von einem Auto überfahren weil er unvermittelt auf die Straße springt. Beiden Situationen entgehe ich durch davonfahren, ein unangenehmes Gefühl bleibt mir jedoch bis zum Ende der Reise erhalten. Zum Glück sollte es die letzte unangenehme Begegnung mit Hunden sein. Alle weiteren Straßenhunde trotten unaufgeregt an mir vorbei, einer bettelt bei mir um Wasser wo ich natürlich nicht nein sagen kann und höflich teile schmunzel

Blick von unten


Blick von oben auf Rodoc/Mostar


Etwa 20 km hinter Mostar treffe ich dann auf die M6.1 der Verkehr ist in Ordnung, der Anteil an Lastwagen jedoch noch ziemlich hoch.

In Siroki Brijeg fahre ich im Ort direkt am Fußballstadion vorbei. Wenige Tage später findet hier ein Qualifikationsspiel zur Europa League statt, wo es zu hässlichen Ausschreitungen kommen wird. Das Stadion liegt mitten im Ort, umgeben von Wohnhäusern und sieht sehr baufällig aus.



Bis Posusje geht es weiter auf der M6.1, der Verkehr wird immer weniger und hinter Kocerin geht es ca. 10 km am Stück nonstop bergauf. Die Steigung ist mit 5-6% nicht sehr stark und gut zu fahren. Die Höhendifferenz zwischen Posusje und Mostar beträgt ca. 600m, die Steigung geht aber auf deutlich über 800m, sodass ich bis Posusje noch eine schöne Abfahrt genießen darf. Das Wetter ist hier angenehmer, immer noch sommerlich warm mit ca. 30 Grad, aber nicht ansatzweise so stickig wie in Mostar.

Bei der geplanten Übernachtung erlebe ich eine böse Überraschung. Am Vortag habe ich via Facebook im "Motel Penava" ein Zimmer angefragt und bestätigt bekommen. Vor Ort ist das Motel geschlossen. Da es erst 15 Uhr ist warte ich eine Stunde und rufe dann an. Die Dame am Telefon versteht mich kaum und sagt nur "closed". So stehe ich erstmal ohne Unterkunft da und fahre weiter ins Zentrum. Ein weiteres Hotel ist ebenfalls geschlossen. Ich entdecke ein kleines Motel etwas abseits gelegen. Es sieht ebenfalls nicht so aus als ob es geöffnet ist. Ich überlege schon wo ich mein Zelt aufschlagen könnte als der Besitzer erscheint. Er ist freundlich und kann mir für 22€ ein klimatisiertes Zimmer anbieten.

gefahrene km: 67
Unterkunft: Motel Viktorija 22€


15.07.2017: Posusje - Livno

Der Weg führt mich aus Posusje wieder erstmal bergauf. Den ganzen Tag folge ich der M6.1.



Das Wetter ist weiterhin gut, aber auf der Höhe (mittlerweile bin ich auf 900 - 1000 m) habe ich heute erstmals Gegenwind, der auch in der Ebene das fahren nicht leicht macht. Man kommt durch viele kleine Dörfer, die alle belebt wirken. In Tomislavgrad mache ich im Supermarkt entkräftet Pause. Kurz hinter Tomislavgrad folgt eine schöne Abfahrt zum "Busko jezero".





In Livno finde ich keine Unterkunft, sodass ich ca. 5 km aus der Stadt rausfahre und abseits der Straße und Wohnhäusernmein Zelt aufstelle. Hier habe ich eine ruhige und entspannte Nacht.

gefahrene km: 70
Unterkunft: Wildcamping bei Livno


16.07.2017: Livno - Drvar

Heute sollte die "Königsetappe" folgen. Erst im ca. 100 km entfernten Drvar soll es wieder ein Hotel geben, also sitze ich bereits um Uhr auf dem Rad und fahre gedankenverloren die M6.1 entlang. Vor einem Haus in einem der kleinen Dörfer sehe ich drei ältere Herren vor dem Haus sitzen. Ich fahre vorbei und winke freundlich. Plötzlich ruft einer "Hallo, eine Schnaps" und hebt eine PET Flasche hoch. Verduzt bleibe ich stehen. Die Herren heben mir ein Schnapsglas mit selbst gebranntem Traubenschnaps hin. Auf die Frage woher sie wüssten das ich deutsch sei lachen Sie und sagen nur das würde man sehen. Mit schlechtem Deutsch unterhalten wir und Sie erzählen mir das alle drei 30 Jahre in Berlin auf dem Bau gearbeitet haben und jetzt in der Rente wieder in Ihrer Heimat leben. Auch sie finden nur lobende Wort über Deutschland. Nach dem fünften Schnaps verabschiede ich mich schweren Herzens, da noch eine weite Strecke vor mir liegt. Etwas angeheitert geht es weiter, nach wenigen Kilometern spüre ich den Alkohol nicht mehr schmunzel Ich folge der M6.1 bis Bosansko Grahovo und dann der M14.2 bis Drvar.

Wie erwartet wird es nun einsam und man fährt durch viele zerstörte Dörfer





Vor Drvar folgt eine 10 km lange Abfahrt, die beeindruckend schön war.





Müde erreiche ich gegen 19 Uhr das Hotel in Drvar. Es wirkt alles überdimensioniert und in die Jahre gekommen. Das Restaurant hat über 100 Plätze und das Hotel über 60 Zimmer. Die Anzahl der Gäste ist leider nur ein Bruchteil davon und die Zimmer auch höchst renovierungsbedürftig.

gefahrene km: 110
Unterkunft: Hotel Drvar, 30€


17.07.2017 Drvar - Bihac

So schön es gestern bergab ging geht es am morgen auch wieder hoch. Mein Plan ist nach Empfehlungen hier im Forum entlang der R408 über Kulen Vakuf im Tal der Una bis Bihac zu fahren. Eine Entscheidung die sich gelohnt hat! Die R408 ist quasi autofrei, es geht durch schöne Wälder und bei Martini Brod erreicht man den Fluss Una, der man immer in Sichtweite bis Kulen Vakuf folgen kann. Da macht auch die 3 km unasphaltierte Schotterstrecke bei Martini Brod nichts aus.





in Kulen Vakuf esse ich die billigste (und nicht die schlechteste!) Pizza meines Lebens für 2€ in einem schönen Restaurant mit Gartenterasse an der Una. Nachmittags erreiche ich Bihac und entscheide mich für den Campingplatz mit angeschlossenem Hotel. Auch dort speise ich in einem Restraunt mit Blick auf die Una




gefahrene km: 82
Unterkunft: Kamp Orljani, 10€


18.07.2017: Bihac - Korana

Auf Empfehlung von Bekannten wollte ich in Kroatien über die Plitvicer Seen fahren. Die Fahrt zur Grenze gestaltete ich anstrengender wie gedacht, es zog nochmal mächtig an.



Auch hinter der Grenze ging es auf der Landstraße 504 erstmal einige Kilometer hoch. Als ich auf die Nationalstraße 1 Richtung Plitvicer Seen abbog stieg das Verkehrsaufkommen unvermittelt an. Lkw´s sind zwar verboten, aber die Anzahl an Touristenbusse und Campingwagen war exorbitant. Der Eingang zu den Plitvicer Seen war voll mit Menschen. Es war zwar erst 13 Uhr, aber zum einen wollte ich mein Fahrrad nicht mit allem Gepäck stehen lassen und zum anderen war es mir zu voll. Also fuhr ich erstmal zum Campingplatz in Korana, der im Tal lag. Als ich endlich unten war, war ich sicher diesen Weg mit all diesem Verkehr sicher nicht wieder raufzufahren und hatte mich schon von meinem Vorhaben verabschiedet die Plitvicer Seen zu besuchen. An der Rezeption entdeckte ich dann ein Plakat mit der Werbung für einen Bus der täglich die Campinggäste kostenlos zum Haupteingang bringt. Also entschied ich mich für einen weiteren Ruhetag in Korana.

gefahrene km: 51
Unterkunft: Camping Korana, 12€


19.07.2017: Ruhetag Korana

Eines vorneweg: Trotz der vielen Besucher lohnt sich der Besuch. Es ist ein beeindruckendes Naturschauspiel und es gibt abseits der Hauptwege auch viele Strecken wo man sich nicht auf den Füssen rumtritt.







gefahrene km: 0
Unterkunft: Camping Korana, 12€


20.07.2017: Korana - Josidpol

In den vergangenen Tagen war es wieder sehr heiß und auch nachts ist es im Zelt immer noch sehr warm, sodass ich um 8 Uhr bereits auf dem Rad saß.

Landschaftlich war es weiterhin traumhaft.





Ich folgte der Nationalstraße 42 bis Josipdol. Der Unterschied zu Bosnien ist deutlich bemerkbar. Weniger Müll, neuere Autos, renovierte Häuser. Man könnte gefühlt auch in Deutschland unterwegs sein.

gefahrene km: 62
Unterkunft: ASGARD Guest house, 23€


21.07.2017: Josipdol - Crnomelj

Bereits gegen Mittag erreichte ich mit Slowenien das vierte Land meiner Reise. Der Grenzübergang Pribanjci war trotz dem Übergang zwischen zweier EU Länder besetzt und die Pässe wurden kontrolliert. Die Gegend war nicht besonders eindrücklich, aber für eine Fahrradreise trotzdem gut geeignet, da wenig Verkehr und die Straße in gutem Zustand.





Die Pension war super und mit angeschlossenem Restaurant. Dort genoss ein hervorragendes frisches Spanferkel.

gefahrene km: 60
Unterkunft: Gostilna Samarin, 35€


22.07.2017: Crnomelj - Grosulpje

Wie schon fast üblich ging es auf der Landstraße 218 erstmal bergauf. Eine Steigung von ca. 350 HHM mit denen ich überhaupt nicht gerechnet habe. Der spürbare Verkehr machte mir zusätzlich zu schaffen.







Wie gestern ging es dann über ruhige Landstraßen, Dörfer und kleine Städte durch Slowenien.

gefahrene km: 72
Unterkunft: Guest house Gorsic, 35€


23.07.2017: Grosulpje - Naklo

Bis Ljubljana waren es noch gut 25 km. Die Hauptstadt Sloweniens erreichte ich gegen 11 Uhr und erkundete die Innenstadt mit Rad. Eine tolle Stadt, deren Altstadt mich an andere osteuropäische Städte wie Krakau erinnerte.





gefahrene km: 58
Unterkunft: Hotel Marinsek, 45€


24.07.2017: Naklo - Villach

Der letzte Tag meiner Tour auf dem Rad sollte anbrechen. Ab Aßling kann man bis Podkoren einem Bahntrassenradweg folgen, der überwiegend flach und auf schöner Strecke entlang geht. Allerdings immer leicht bergan, sodass konstantes treten erforderlich ist.





Um Villach zu erreichen bleibt für Radler der Wurzenpass die beste Alternative, zumal der Anstieg von Podkoren deutlich einfacher zu fahren ist als von der anderen Seite. Hier tummeln sich jedoch etliche Motorradfahrer und Urlauber die eine Abkürzung suchen oder einen Stau umfahren wollen.







Die Straße ist nach dem Grenzübergang in bemitleidenswertem Zustand. Die Abfahrt kann man bei dieser Buckelpiste nicht genießen. Die Gegenrichtung mit abschnittsweise fast 20% Steigung ist sicherlich eine Tortur mit Gepäck.

gefahrene km: 89
Unterkunft: Camping Seehof, 13€


25. - 27.07.2017: Villach

Ich blieb noch drei Tage in Villach. Ich fuhr mit dem Rad an den Wörthersee und machte eine Wanderung am Gerlitzen.





Unterkunft: Camping Seehof, 13€/Nacht


28.07.2017: Heimreise

Die Rückfahrt erfolgte mit dem Zug nach Stuttgart. Dank Türstörung in Ulm zwar mit einer Stunde Verspätung. Am Ende zählt aber nur die gesunde Heimkehr. grins


Fazit

+ Ciro Trail (mit der schönste Radweg den ich bisher gefahren bin)
+ Leute auf dem Balkan (sehr freundlich und zuvorkommend)
+ Landschaft
+ Preise für Restaurants und Hotels man kann zwar Pech haben, in Summe war aber alles in Ordnung)

- Straßenhunde in Bosnien
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#1306341 - 16.10.17 08:25 Re: Dubrovnik-Mostar-Ljubljana-Villach MIT BILDER [Re: Mastermind]
irg
Mitglied
anwesend und zufrieden anwesend
Beiträge: 6145
Hallo!

Da hast du eine schöne Reise gemacht, danke für deinen Bericht darüber!

Ein paar Gedanken gehen mir beim Lesen durch den Kopf. Sie werden dich nicht mehr betreffen, vielleicht aber andere, die deinen Wegen folgen.

In Mlini gibt es einige Campingplätze, die für einen Besuch von Dubovnik sehr günstig liegen. Wir haben dort immer den Camping Kate benützt, der ist einer der weniger "rustikalen" dort, was die Sanitäranlagen betrifft. Mit Rad und Zelt kann man dort schön im hinteren Bereich zelten, weiter ab von der Straße, und mit nettem Blick aufs Meer. Zum Hafen hinunter führt ein nettes, fast autofreies Straßerl direkt vom Hintereingang des Platzes nach unten. Dort gibt es auch Restaurants. Dubrovnik erreicht man kostengünstig mit dem Bus oder, weit schöner, aber teurer, mit dem Schifferl, das unten im Hafen anlegt. Das Schifferl hat den Vorteil, dass man Dubrovnik auf dem Weg erreicht, in dem die alte Stadt am imposantesten wirkt: vom Meer aus. Von Mlini ist es auch nicht weit zur Abzweigung nach Ivanica.

Die Hunde sind ein Problem in weiten Bereichen dort, das muss ich leider bestätigen. Vorletztes Jahr absolvierte ich wegen Hundeattacken zwei Stürze auf kaum befahrenen Straßen zwischen Novi Vinodolski und Korenica. Ausgesprochen ungute bis gefährliche Hunde gab es natürlich deutlich mehr. Mit dem Liegeradl bin ich weniger wehrhaft als mit dem Upright, und akrobatische Einlagen sind damit auch kaum möglich. Alles in allem bist du mit deinen Begegnungen gut durch gekommen.

Vom Bahnradweg nach Mostar habe ich bis jetzt nichts gewusst, danke für den Bericht darüber!

lg!
georg
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#1306432 - 16.10.17 17:10 Re: Dubrovnik-Mostar-Ljubljana-Villach MIT BILDER [Re: Mastermind]
veloträumer
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 16485
Vielen Dank für den Bericht!
Schön zu sehen, wie deine Route recht unprätentiös mitten durchs Land führt und damit selten zu findende Übernachtungsstandorte angefallen sind wie etwa Ravno oder Josidpol. Das vernehme ich mit beonderer Freude auch für die Menschen dort. Manchmal dachte ich mir, die Route ist vielleicht etwas sehr gerade gewählt, deswegen wäre wohl da und dort eine Verzweigung hilfreich gewesen (warum nicht ein Stück an der Kupa/Kolpa entlang, warum nicht ein Schlenker über Novo Mesto oder Skofia Loka?). Das kostet dann natürlich mehr Zeit, gewiss.

Die Bosnien-Herzegowina-Route habe ich besonders aufmerksam verfolgt, bin bei vielen dieser Bereiche im Planungsstadium bisher stecken geblieben. Möglicherweise bin ich auch ein wenig Ciro gefahren, ohne es zu wissen, deswegen mal die Nachfrage, ob du das Schild mit dem Ciro noch etwas größer (lesbar) zur Verfügung hättest?

Zelt/Hitze: Mir ist ja auch heißer Sommer bekannt, so richtig negativ haben sich Zeltnächte aber nicht entwickelt. Zumindest überhitzte Zelte kann man vermeiden, wenn man das Zelt erst am frühen Abend aufbaut. Habe ich auch mal gemacht dieses Jahr, als ich bereits mittags das Ziel erreichte mit schattenlosen Stellplätzen. Erstmal See und baden gehen etc., dann später Zelt aufbauen. Das ging dann eigentlich in allen lauen Nächten recht gut. Mit engen Hotelzimmern bin ich da zuweilen weit schlechter gefahren (mehrfach in Italien) - mal von den Spaniern abgesehen, die mit dicken Mauern es fast immer schaffen, die Hitze aus dem Haus raus zu halten. Bei einem Wüstenwind mit nachts über 30 °C wie in der Kotorbucht einmal erlebt, hilft eigentlich weder luftiges Zelt noch Hotelzimmer.

P.S.: Bist du eigentlich zum Gerlitzen hochgeradelt oder mit Bus usw.?
Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings!
Matthias
Pedalgeist - Panorama für Radreisen, Landeskunde, Wegepoesie, offene Ohren & Begegnungen

Geändert von veloträumer (16.10.17 17:11)
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#1306450 - 16.10.17 19:21 Re: Dubrovnik-Mostar-Ljubljana-Villach MIT BILDER [Re: veloträumer]
Mastermind
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 110
@veloträumer: Ich kann dir das Bild in voller Auflösung per Mail zukommen lassen. Bitte PN mit Mailadresse schicken.

Zum Gerlitzen bin ich ganz der Touri mit der Seilbahn hoch. Für das Rad wäre mir die Steigung doch zu stark gewesen.
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#1306483 - 17.10.17 06:45 Re: Dubrovnik-Mostar-Ljubljana-Villach MIT BILDER [Re: Mastermind]
Hansflo
Mitglied
anwesend und zufrieden anwesend
Beiträge: 3553
In Antwort auf: Mastermind
Zum Gerlitzen ...


Kleine Korrektur: du bist ZUR Gerlitzen, die ist nämlich weiblich.

Ansonsten: sehr schöner Bericht, der Ideen für eigene Touren weckt. Vielen Dank!

Hans
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#1499212 - 10.05.22 20:23 Re: Dubrovnik-Mostar-Ljubljana-Villach MIT BILDER [Re: Mastermind]
Tobi van de Berg
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 22
Sehr schöner Bericht Mastermind. Durch Zufall bin ich hier gelandet, weil ich bei Google nach "dubrovnik flugzeug fahrrad" gesucht hatte. Da war meine Tour aber schon grob im Kopf.

Ich plane dieses Jahr also quasi eine ähnliche Tour. Nur starte ich in Villach und will über Sarajevo nach Dubrovnik. Es wäre dann auch das erste Mal Fliegen mit Fahrrad. Mega aufregend. schmunzel
Ich bin in Berlin mit einigen Flüchtlingen aus Bosnien aufgewachsen und freue mich nun endlich auch mal das Land selbst zu erkunden.

PS: Ich suche noch Mitradler. Gerne melden Slowenien > Kroatien > Bosnien (Juli/Aug) (Reisepartner)
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#1499214 - 10.05.22 20:56 Re: Dubrovnik-Mostar-Ljubljana-Villach MIT BILDER [Re: Mastermind]
Keine Ahnung
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Schöner Bericht, der einige Erinnerungen an meine Tour wachgerufen hat. Auch im Mai werde ich wieder im Balkan unterwegs sein. Ich freue mich schon darauf.
Gruß, Arnulf

"Ein Leben ohne Radfahren ist möglich, aber sinnlos" (frei nach Loriot)

Geändert von Keine Ahnung (10.05.22 20:57)
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#1499324 - 12.05.22 19:50 Re: Dubrovnik-Mostar-Ljubljana-Villach MIT BILDER [Re: Mastermind]
natash
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Dank Dir für Deinen anschaulichen Bericht.
Balkan- da war ich jetzt länger nicht mehr, wollte eigentlich in diesem Jahr, kann mich aber nicht dazu durchringen zu fliegen (ich würde auch noch weiter in Richtung Süden und Osten wollen). Und für eine Zugreise bleiben mir aktuell zu wenig Urlaubstage, weil sich die leider reduziert haben. Da bleibt dann für meinen Geschmack zuwenig Zeit zum Radeln.

Vielleicht werden aber die Verbindungen vom Oberrhein aus da auch noch besser in den nächsten Jahren. Ich komme so aber so sicher noch mal hin.


Gruß
Nat
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#1499529 - 17.05.22 18:28 Re: Dubrovnik-Mostar-Ljubljana-Villach MIT BILDER [Re: natash]
irg
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Hallo Nat!

Hast du mitbekommen, dass es einen Nightjet nach Zagreb bzw. Split gibt? Entweder damit, oder mit einem Nightjet aus Deutschland mit Umsteigen auf einen Zug dorthin könnte eine Balkanreise vielleicht doch interessant werden.

Nightjet

Eine Fahrt aus Split z.B. nach Nordwesten zu einem Bahnhof, von dem brauchbare Verbindungen heim führen, lässt sich sicher spannend anlegen.

lg!
georg
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#1499530 - 17.05.22 19:04 Re: Dubrovnik-Mostar-Ljubljana-Villach MIT BILDER [Re: irg]
natash
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und der nimmt Räder mit? Ohne verpacken? Das wäre schon was.
Da wäre ja zb Zürich-Zagreb glatt eine Option, allerdings erst fürs nächste Jahr. da hoffe ich auf drei Wochen Urlaub.
Dieses Jahr wird vom Wohnort oder wohnortnah gestartet.
Gruß
Nat
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#1499540 - 18.05.22 07:02 Re: Dubrovnik-Mostar-Ljubljana-Villach MIT BILDER [Re: natash]
Juergen
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https://www.nightjet.com/de/angebote/fahrradmitnahme
Nur zwischen Deutschland und Österreich (teilw. Schweiz).
° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° °
Reisen +
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#1499544 - 18.05.22 07:56 Re: Dubrovnik-Mostar-Ljubljana-Villach MIT BILDER [Re: Juergen]
irg
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Ach Mist, das habe ich übersehen. Tut mir leid! Die Night Jets werden zwar langsam durch neue mit Fahrrahstellplätzen ersetzt, aber das dauert noch, und ich fürchte lange.

Wäre ein Night Jet durch Deutschland und Österreich eine Hilfe, mit anschließender Fahrt mit einem normalen Zug? Immerhin kommt man aus Zagreb oder Zidani Most sehr schnell weiter den Balkan hinunter. (Zidani Most liegt auf der Strecke Laibach-Wien. Viele Kroaten steigen dort aus und lassen sich einfach abholen.)

Über Cigoc, wo im Sommer mehr Störche als Menschen wohnen, eröffnen sich z.B. einige interessante Routen durch Bosnien, und Cigoc selbst ist schön. (Ob Serbien heuer ein gutes Reiseland ist, weiß ich nicht. Diverse Aussagen serbischer PolitikerInnen schüren Ressentiments.)

lg!
georg
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#1499547 - 18.05.22 08:36 Re: Dubrovnik-Mostar-Ljubljana-Villach MIT BILDER [Re: irg]
natash
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Ich würde nie von dem Gehabe irgendwelcher Politiker auf die Bevölkerung schließen (noch nicht einmal in Deutschland) und habe auch direkt nach der Abtrennung des Kosovo bei einem Besuch dort, allen Bedenken zum Trotz, überwiegend positiv verlaufende und ausgesprochen interessante Begegnungen gehabt. Ich halte das also für kein Hemmnis.
Aber dieses Jahr wirds nichts mehr.

Ansonsten möchte ich diesen schönen Reisebericht nicht kapern und schlage vor, das Thema an anderer Stelle weiter zu diskutieren. Und zwar dann, wenns akut ist (ich mache dann was auf).
Mein diesjährigr Juni-Urlaub geht jedoch eher in den Südwesten. Das ist unkomplizierter.

Gruß
Nat
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#1499612 - 19.05.22 07:58 Re: Dubrovnik-Mostar-Ljubljana-Villach MIT BILDER [Re: natash]
irg
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Dann: Schönes Radeln!

lg!
georg
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