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#1498465 - 02.05.22 10:13 Minitour Vogesen
natash
Moderator Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 7266
Dauer:5 Tage
Zeitraum:12.6.2021 bis 16.6.2021
Entfernung:610 Kilometer
Bereiste Länder:deDeutschland
frFrankreich

12.6.-16.6.2021

5 Tage ca 610 km und 5300 hm



Karlsruhe (Durlach)-Ettlingen-Wintersdorf-Betschdorf-Morsbronn-Niederbronn-les Bains-Wingen-sur-Moder-Hinsbourg/ La Petite Pierre-Phalsbourg-Lutzelbourg-Troisfontaines-Abreschviller-Col du Donon-Raon-l'Étape -Saint Dié-Anould-Le Valtin-Le Markstein-Grand Ballon-Kruth/Wildenstein-Col de la Schlucht-Lac Blanc-Orbey-Col des Bagnelles-Sainte Marie- aux -Mines-Lièpvre-Dambach-Barr/Obernai-Strasbourg-Wintersdorf-Durmersheim-Karlsruhe



Aus verschieden, überwiegend pandemiebedingten und wettertechnischen Gründen, ist unsere “normale“ Sommertour, die meist knapp drei Wochen umfasst, in diesem Jahr nicht möglich.
Wir können aber immerhin fünf Tage in der näheren Umgebung touren. Und weil Frankreich just an diesem Wochenende wieder für touristische Einreisen öffnet, beschließen wir der Einfachheit halber einmal wieder in die Vogesen zu radeln.
Da waren wir zwar schon sehr oft, wir sind aber gewillt uns diesmal auch der uns unbekannteren, lothringischen Seite zu widmen.



Morgens geht es daheim los und weil die Rheinfähre in Plittersdorf gerade außer Betrieb ist, nehmen wir die Brücke in Wintersdorf, um den Rhein nach Frankreich zu queren.
Das Wetter ist prächtig und in den Storchennestern wartet der hungrig klappernde, flauschige Nachwuchs auf Zuwendung.



Bei Betschdorf machen wir die erste längere Pause. Leider bricht mir hierbei die Schraube an der Sattelstütze, mit einer mitgeführten Schraube samt Mutter, kann das Malheur jedoch behoben werden.
Frisch gestärkt und repariert geht es auf die Veloroute durch den Wald von Hagenau und, aus dem Wald kommend, an den Vogesenrand, wo es durch schmucke, relativ ausgestorben wirkende Orte weiter nach Westen geht.



Ein sehr kräftiger Westwind bläst von vorne und verlangsamt das Fortkommen, auch erscheinen die Temperaturen dadurch wesentlich geringer, als das sonst der Fall wäre.

Bei Ingviller erreichen wir die Moder und weil uns die Straße zu stark befahren ist, nehmen wir den ruhigeren, aber umwegigeren und steigungsintensiveren Radweg nach Wingen.
Hier decken wir uns noch für das Abendessen ein und begeben uns dann aufwärts.
Unser anvisierter Nächtigungsplatz ist der uns hinlänglich bekannte Campingplatz in Hinsbourg, vorher statten wir der Moderquelle einen kurzen Besuch ab.





Auf dem Campingplatz sind außer uns nur weitere vier Personen, so dass einem ruhigen Abend am überdachten Grillplatz nichts entgegen steht.
Unser Zelt steht außerdem ausgesprochen idyllisch.



Am nächsten Morgen führt unsere Route quer durch das Gehügel der Nordvogesen in den Festungsort Phalsbourg



und von dort hinunter an den Rhein-Marne Kanal.



Wir verlassen ihn in Lützelburg beim Schiffshebewerk und fahren abermals aufwärts, allerdings nicht wie gewohnt hoch nach Dabo (was jedoch jedem, der dort noch nie war, trotzdem als Empfehlung ans Herz zu legen ist), sondern verbleiben am Vogesenrand auf Halbhöhe.



Nach einem pittoresken Wegverlauf, gelangen wir nach Abreschviller und von dort auf schöne Strecke durch ein Flusstal, aufwärts zum Col du Donon.



Weil wir hierzu die Mittagszeit erwischt haben, ist die Straße nahezu verkehrsfrei, als wir am Donon ankommen, steht der ganze Parkplatz vor den Gaststätten voller Motoräder und Autos.



Wir verweilen nicht länger, sondern begeben uns, überwiegend abfahrend, in Richtung - Raon-l'Étape, wobei ab Raon-sur-Plaine einen Radweg antesten, der ganz hübsch geführt wird.



Unterwegs lockt sogar ein Stausee mit Badestrand.



Kurz vor Saint Dié wird die Umgebung erheblich trostloser, wir treffen aber mehrere miteilungsfreudige Rennradler auf der parallel zur Nationalstraße verlaufenden Veloroute, so dass die Fahrt doch ganz unterhaltsam ausfällt.
Am Straßenrand blüht der Ginster in voller Pracht.



In S. Dié gönnen wir uns eine Kaffeepause in einer Bar, die zwar auch schon bessere Tage gesehen hat, aber gut gefüllt ist.
Ab hier wursteln wir uns weiter durch das eher industriell geprägte Tal nach Süden, wobei wir bei Saint-Léonhard den Bahntrassenweg erwischen, der uns direkt zum Campingplatz nach Anould führt.
Auch hier hat es nur spärlich Gäste, der Betreiber öffnet eigens für uns die Platzbar, wo wir uns in angenehmen Ambiente zwischen Palmen und Lichterketten verhocken.

Tags drauf geht es entlang der kleinen Meurthe auf einer uns bisher unbekannten, sehr hübschen Route wieder in die Vogesen.




Wir passieren eine wasserbetriebene Sägemühle,



die als Museumsbetrieb zu bewundern ist, und dann geht es entlang des lustig sprudelnden Wasserlaufs auf sehr schöner, ruhiger Strecke durch blühende Ginsterbüsche nach oben.



Im Skiort Le Valtin biegen wir in Richtung Kammstraße ab und sind bald oben.



Die Route des Crêtes fährt sich immer wieder schön. Hier ist zwar erheblich mehr los, aber dennoch hält sich der Andrang noch in Grenzen.



Für einen schönen Frühsommertag ist es sogar verhältnismäßig leer.



An der Skistation in Le Markstein gönnen wir uns eine Kaffeepause, auch kann ich einer Tarte aux Myrtilles nicht widerstehen und nehmen frisch gestärkt den Grand Ballon in Angriff.



Dort gibt es heute einen wunderbaren Alpenblick, den wir gerne genießen.
Ein begeistert fotografierender Herr erklärt gerade seiner weiblichen Begleitung mit wichtiger Miene, man könne hier sogar bis zum Mont Blanc sehen. Ich bezweifele das sehr, aber Berge sind schon im Sichtfeld.



Wir fahren ein Stück die gleiche Strecke retour und dann hinunter Richtung Kruth.



Es ist zwar erst Nachmittag, aber Kruth verfügt über einen angenehmen Campingplatz und wir wollen auch noch ein wenig am örtlichen Stausee verweilen. Vom Campingplatz aus kann man gut hinlaufen.



Am nächsten Morgen geht es dann erneut zum Stausee



Einen Wasserfall gibt es hier sogar auch, und weil es gestern so schön war, fahren wir wieder auf die Kammstraße hoch.



Am frühen Morgen ist auf der Route des Crêtes auch noch nicht so furchtbar viel los.





und wir können ein wenig herumtrödeln und die Aussicht genießen und bei der ein oder anderen Ferme Auberge auf einen Kaffee einkehren.



Gegen späten Vormittag, es ist fast schon Mittag, sind wir am Gazon du Faing und beschließen in der dortigen Ferme Auberge ein frühes Mittagsmahl einzunehmen.



Kaum haben wir bestellt,trifft eine größere Wanderergruppe ein und wir sind froh noch einen schönen Tisch auf der sonnigen Terrasse ergattert zu haben.



Satt und zufrieden fahren wir dann hinter der Skistation zum Lac Blanc



ab und weiter nach Orbey herunter, die hiesigen Käsereien, Herstellungsorte des berühmten Münsterkäses, den ich sehr schätze, sind zur Mittagszeit leider noch geschlossen.




Statt nun weiter nach unten zu rollen, fahren wir hier auf schöner Strecke wieder aufwärts,



fahren diesmal allerdings nicht hoch zum Bonhomme, sondern biegen auf eine einsame Route ab, die uns über den Col des Bagnelles nach Saint Marie bringt.
Hier folgen wir dann der Fahrradroute bis an den Rheintalrand, die dann dort auf die elsässische Weinstraße trifft.






Der von uns anvisierte Campingplatz im Rheintal hat geschlossen, weshalb wir wie im Jahr zuvor in Barr auf dem Camping an der Schule nächtigen. Die Madame dort begrüßt uns herzlich. Wir erfahren, dass der Platz ehrenamtlich von der Kirchengemeinde betrieben wird und sie sich trotz fortgeschrittenen Alters noch einmal bereitschlagen hat lassen, diese Aufgabe mangels Nachfolgerin für ein weiters Jahr zu übernehmen.



Es geht dann zum Abschluss entlang der Weinstraße nach Obernai und dann weiter nach Strasbourg, das wir diesmal einmal nicht umfahren wollen.



Und weil sich dort pandemiebedingt so gut wie keine Touristen aufhalten, ist die sehenswerte Innenstadt geradezu gespenstisch leer. Auf dem sonst brechend vollen Münsterplatz tummelt sich lediglich eine Schulklasse.








Wir bummeln ein wenig durch die Gassen und genießen einen Kaffee auf einem Bootrestaurant auf der Ill, bevor wir die Heimfahrt antreten.






Bei der Gelegenheit entdecken wir, dass der Rheinradweg ab Strasbourg nach Norden nun gesperrt ist und man über die Dörfer geleitet wird, was erheblich länger dauert als zuvor.



Wir umgehen die Absperrungen, die offenbar vom örtlichen Kieswerk angebracht wurden, mit einem Abstecher ins Gestrüpp und nehmen den geschotterten Rheindamm, bevor auch wir später wegen weiteren Sperranlagen auf die Dorfroute ausweichen.



Als schnelle Radroute taugt die französische Rheinseite in diesem Bereich nun leider nicht mehr.
Auf unspektakulärer Route durchs Rheintal gelangen wir dann im Laufe des Nachmittags wieder nach Hause, wobei wir rückzus durch Karlsruhe-Stadt hindurchfahren, weil ich noch bei der Wohnung meiner Nichte vorbeischneie.



Von einer ausgewachsenen Radreise kann hier zwar kaum gesprochen werden, aber die kleine Runde war dennoch ausgesprochen angenehm und sehr erholsam dazu.
Ich fand es auch einmal ganz spannend einige eher ungewohnte Tourvarianten einzubauen, so gab es ein paar neue Eindrücke im Vertrauten und durchaus Angenehme.
Ganz besonders gut hat mir beispielsweise die Strecke an der kleinen Meurthe gefallen, die wir bisher noch nie gefahren sind.
Natürlich hat auch das das fünf Tage anhaltende, prächtige Wetter zum Tourgefallen beigetragen.
Nur wenige Tage später kommt es in unserer Region zu sehr starken Regenfällen, in deren Verlauf sogar drei Menschen auf der Autobahn A8 zwischen Pforzheim und Karlsruhe ertrinken.
Wir hatten also unverschämtes Wetterglück.



Den ungefähren Wegverlauf findet Ihr HIER
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#1498489 - 02.05.22 12:50 Re: Minitour Vogesen [Re: natash]
natash
Moderator Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 7266
Kurze Anmerkung noch: Die kleine Rundtour ist ja nun bereits ein Jahr her und ich habe lange gezögert, ob da überhaupt ein Bericht lohnt, weil ich gar nicht sicher bin, ob das auf großes Interesse stößt.
Andererseits finde ich, kann auch mit eingeschränktem Zeitfenster durchaus noch die ein oder andere angenehme, wohnortnahe Tour in Angriff genommen werden.
Und die Vogesen im Frühsommer sind zwar nicht sonderlich spektakulär, aber wirklich ausgesprochen hübsch, wenn das Wetter mitspielt:)

Gruß
Nat
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#1498491 - 02.05.22 13:14 Re: Minitour Vogesen [Re: natash]
qrt
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 113
Unterwegs in Namibia

Hallo Nat
Danke für den schönen Bericht. Von mir aus gesehen hat er sich gelohnt, (muss ne Reise sein, soviele km machen wir in 2 Wochen zwinker ) aber am Ende ist die Frage doch nur, ob er sich für dich lohnt. Wenn dir das verarbeiten deiner Reisen freude macht ist das Grund genug. Und wenn deswegen jemand den Sessel mit dem Sattel tauscht, gibts evtl wieder einen Bericht zu lesen.
Liebe Grüsse
Kurt
May the road rise to meet you
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#1498506 - 02.05.22 15:44 Re: Minitour Vogesen [Re: natash]
Rennrädle
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 7417
Oh ja, das lohnt sich. Schöner Bericht und von mir immer gerne gelesen. Grüßle Rennrädle
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#1498510 - 02.05.22 15:58 Re: Minitour Vogesen [Re: natash]
Hansflo
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 3553
Hallo Nat,

vielen Dank für den gut geschriebenen und fotografierten Bericht einer schönen Radreise. Spektakulär wär' wohl tatsächlich anders, aber ich finde die gezeigten Landschaften durchaus ansprechend und bei diesem Frühsommerschönwetter sehr hübsch.

Hans
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#1498513 - 02.05.22 16:21 Re: Minitour Vogesen [Re: natash]
Keine Ahnung
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 12163
Eure "Minitour" wäre für andere schon eine anspruchsvolle Radreise zwinker . Danke für den schönen Bericht. Wenn man sich wie ich im Bremer-Umland über eine Erhebung freut, die 40 Meter überschreitet, so kann man durchaus auch die Vogesen schon als "spektakulär" betrachten. Hans (aus meiner Sicht in diesem Fall - "Hans im Glück") kann hier auf andere Landschaften einfach zurückgreifen grins . Mal sehen, was meine Radreise, die Ende dieses Monats losgehen soll, hier an Spektakulärem bieten wird. Die Landschaft der Vogesen ist aber schon einmal ein guter Bewertungsmaßstab.
Gruß, Arnulf

"Ein Leben ohne Radfahren ist möglich, aber sinnlos" (frei nach Loriot)
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#1498527 - 02.05.22 18:51 Re: Minitour Vogesen [Re: natash]
indomex
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 1320
Doch, es war richtig, das hier jetzt einzustellen. - vielen Dank dafür.
Im Übrigen: ln einem Jahr verändern sich die Vogesen nicht so grundlegend, dass jemand, der eure Tour ganz oder teilweise nachfährt, nur deshalb ganz böse Überraschungen erlebt.

Wirklich schöne Tour!
Leben und leben lassen
Liebe Grüße, Peter
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#1498544 - 02.05.22 20:07 Re: Minitour Vogesen [Re: indomex]
natash
Moderator Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 7266
Merci für die freundlichen Rückmeldungen.
Zum Verständnis meiner Vorbehalte: Ich habe in den letzten Jahren mehrere solcher Touren in die Vogesen und angrenzenden Gebiete gemacht und mich nicht bemüßigt gefühlt das in einem Bericht festzuhalten. Eine dieser Touren führte auf Initiative eines sehr sportlichen Freundes sogar für für ein langes Wochenende ab Haustür in die Vogesen und beinhaltete eine chaotische Übernachtung an einem Kletterfelsen, eine Wanderung und 500 km in drei Tagen (es geht also erheblich sportlicher. Für mich hats damit dann aber auch gelangt, für ein verlängertes Wochenende wars klasse).

Weshalb diese Tour für mich einen besonderen Stellenwert hatte: Die vorherigen Monate haben mich in vielerlei Hinsicht stark gefordert und mich an meine Grenzen gebracht.
Ich war deshalb unglaublich dankbar ein paar Tage Freizeit, Freiheit, Sonne und Mittelgebirge zu genießen. Das war einfach eine große Wohltat und hat mich enorm aufgebaut.
Auch waren viele touristische Ziele direkt nach den ersten, zaghaften Öffnungen in der Pandemie ungewohnt entvölkert.
Ich habe weder die Vogesenkammstraße noch die Innenstadt von Straßburg jemals dermaßen leer erlebt. Das war ein Erlebnis, das ich gut, aber auch gespenstisch fand.
Ich war übrigens kurz nach dieser Tour in Norditalien bei Verwandten und habe einen Ausflug nach Venedig unternommen. Dort war es ähnlich - ich war dort wirklich schon sehr oft, habe aber noch nie vorher ganz alleine auf der Rialto Brücke gestanden, noch nicht einmal im Winter.

Zudem bin ich ein Fan von Mittelgebirgen und auch von denen, die in meiner Wohnortnähe liegen. Deshalb werden mir die Vogesen nie fad, ebensowenig wie der Schwarzwald oder der Jura.

Gruß
Nat
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#1498550 - 02.05.22 21:03 Re: Minitour Vogesen [Re: natash]
Britta
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 265
Hallo Nat,

vielen Dank für's mitnehmen auf die schöne Tour in eine mir gänzlich unbekannte Ecke. Was für dich vor der Haustür ist und vielleicht kaum erwähnenswert erscheint ist für uns eben doch verdammt weit weg und für mich ein weißer Fleck auf der Karte. Und was für ein Traumwetter! - Ich hab den Eindruck in allen Bildern dominiert der knallblaue Himmel... lach
Deine Wahrnehmung der Tour kann ich gut nachvollziehen. Wir waren letztes Jahr nur wenig später kurz nach Grenzöffnung im Juli für eine Woche in Norwegen wandern. Da war es ebenso unerwartet leer und ich habe es unheimlich genossen, mal wieder so unterwegs sein zu können.

viele Grüße
Britta
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#1498580 - 03.05.22 10:12 Re: Minitour Vogesen [Re: Britta]
Martina
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 17452
In Antwort auf: Britta
Was für dich vor der Haustür ist und vielleicht kaum erwähnenswert erscheint ist für uns eben doch verdammt weit weg und für mich ein weißer Fleck auf der Karte.


Ist so. Geht uns Südlichtern umgekehrt natürlich genauso, wahrscheinlich erscheint es euch total merkwürdig, dass für mich Kiefernwälder und Seen, die einfach so mitten in der Landschaft rumliegen (und keine Stauseen sind) etwas Besonderes sind und dass ich deshalb das Berliner Umland sehr mag.

In den Vogesen war ich auch schon ewig nicht mehr mit dem Rad, aber für meine derzeitige Form ist das leider kein geeignetes Reiseziel, auch wenns günstig vor der Haustür liegt.
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#1498594 - 03.05.22 13:44 Re: Minitour Vogesen [Re: natash]
Uli aus dem Saarland
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 465
Herzlichen Dank für die schönen Fotos und den Bericht. Ich mache etwa zweimal im Jahr eine 3-Tages-Vogesentour (mit Rennrad und leichtem Gepäck) und habe nahezu alle fotografierten Stellen wiedererkannt. Das Tolle ist, dass man in den Vogesen immer wieder recht gute, geteerte Forststraßen entdeckt, auf denen man absolut einsam und autofrei (fast wichtger: motorradfrei) dahinradeln kann.

Und es gibt zahlreiche einfache, unbewirtschaftete Waldhütten des Vogesenvereins, in denen man auf Matte und Schlafsack übernachten kann (ziemlich komplettes Verzeichnis hier ).

Etwas schmunzelnd protestieren muss ich als Wahl-Saarländer allerdings bei diesem Satz:
In Antwort auf: natash
..... nach Abreschviller und von dort auf schöne Strecke durch ein Flusstal, aufwärts zum Col du Donon

Das ist selbstverständlich nicht irgend "ein" Flusstal! Es handelt sich hier um das junge Saar-Tal!. Genauer gesagt um die Rote Saar. Sowohl Weiße als auch Rote Saar entspringen am Donon und vereinigen sich ein paar km hinter Abreschviller.

Am kommenden Sonntag fahre ich da auch wieder hoch für den nächsten Kurztripp...
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#1498634 - 03.05.22 19:19 Re: Minitour Vogesen [Re: natash]
FordPrefect
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 3197
Hallo Natalie und Micha,

Danke für den schönen Bericht - ich habe die Ortsnamen und Bilder mit einem glücklichen Lächeln aufgesaugt. Elsaß und Vogesen sind seit meiner ersten Radreise mit 18 zu meiner großen Liebe geworden !

bier Micha
-------------------------------------------------------
Always look on the bright side of life !

Geändert von FordPrefect (03.05.22 19:20)
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#1498641 - 03.05.22 20:32 Re: Minitour Vogesen [Re: Uli aus dem Saarland]
natash
Moderator Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 7266
In Antwort auf: Uli aus dem Saarland
.

Und es gibt zahlreiche einfache, unbewirtschaftete Waldhütten des Vogesenvereins, in denen man auf Matte und Schlafsack übernachten kann (ziemlich komplettes Verzeichnis hier ).

Etwas schmunzelnd protestieren muss ich als Wahl-Saarländer allerdings bei diesem Satz:
In Antwort auf: natash
..... nach Abreschviller und von dort auf schöne Strecke durch ein Flusstal, aufwärts zum Col du Donon

Das ist selbstverständlich nicht irgend "ein" Flusstal! Es handelt sich hier um das junge Saar-Tal!. Genauer gesagt um die Rote Saar. Sowohl Weiße als auch Rote Saar entspringen am Donon und vereinigen sich ein paar km hinter Abreschviller.


Dank Dir für das Hüttenverzeichnis. Das ist wirklich hilfreich und ich kannte es noch nicht. Merci!

Dass die Saar am Donon ihren Ursprung hat, war mir bekannt, ich habe es aber beim Berichteschreiben scheints verdrängt, ein Fauxpas, wie ich zugebe.
Wen Quellen interessieren: Die Meurthequelle befindet sich auf der Route des Crêtes und ist ähnlich aufregend, wie die Moderquelle.
Die Quelle der Mosel befindet sich beim Ballon d'Alsace, den haben wir diesmal nicht besucht.

Ich bin bisher meistens über den Forstweg ab Engenthal zum Donon, aber der ist seit seiner Belagsentfernung (es gab wohl trotz Verbots motorisierten Verkehr), mehr etwas für geländefreundlichere Räder.
Schön ist es auch, wenn man vor Abreschwiller zum Grand Soldat (erinnert auch mit einem Bahnrest an die Übel des ersten Weltkriegs) und weiter über einen Forstweg nach oben fährt. Von da weiter Richtung Dabo. Oder halt umgekehrt.
Es gibt sehr viele Möglichkeiten. Das ist das Tolle dort. Und abseits der Hotspots (Donon,La Schlucht etc) ist es oft auch recht ruhig.
Allerdings betrifft das auch in etlichen Ecken (natürlich nicht an der Crête) die Verpflegungsmöglichkeiten. Ein wenig Proviant als Reserve schadet nicht.
Falls ein Track erwünscht ist, ich habe angefangen was nachzubasteln (so ungefähr)und reiche das nach.
Gruß
Nat
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#1498653 - 03.05.22 22:27 Re: Minitour Vogesen [Re: natash]
Uli aus dem Saarland
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 465
Eine wunderschöne Aufffahrt zum Donon ist auch von Norden kommend durch das Zorn-Tal (Zorn Jaune, Gelbe Zorn). Ab Schaeferhof fährt man da ca. 30 km auf geteerter Forststraße hinauf bis zu der von dir erwähnten Straße mit dem entfernten Belag (Route forestier des russes).

Vorbei an Felsen und plätschernden Bächen in völliger Einsamkeit....1x pro Jahr muss ich da einfach hin...
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#1498659 - 04.05.22 06:50 Re: Minitour Vogesen [Re: Uli aus dem Saarland]
natash
Moderator Übernachtungsnetzwerk
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abwesend abwesend
Beiträge: 7266
Den bin ich auch schon gefahren und ja, es ist eine wunderbare Strecke schmunzel

Gruß

Nat
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#1498695 - 04.05.22 12:54 Re: Minitour Vogesen [Re: natash]
natash
Moderator Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 7266
Track hängt nun unten dran. Das ist allerdings nur die ungefähre Strecke, ich habe das versucht nachzubasteln, mit den entsprechenden Erinnerungslücken.
Da sist aber sicher nicht so arg wichtig, wie Ihr ja gelesen habt, gibt es viele schöne Routen.

Gruß

Nat
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#1498894 - 06.05.22 11:33 Re: Minitour Vogesen [Re: natash]
veloträumer
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 16485
Schöne Tour, weckt viele Erinnerungen. Vielen Dank! Vogesen habe ich immer im Frühjahr und Herbst gemacht, noch nie im Sommer, wobei Mai manchmal schon sehr sommerlich war. Obwohl ich ja fast alle Ecken kenne, müsste ich auch mal wieder hin. Die Erinnerungen verblassen doch manchmal schnell. Sprung bis zum Vogesenrand ist halt immer so weit für mich, zuumindest ohne Bahn.
Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings!
Matthias
Pedalgeist - Panorama für Radreisen, Landeskunde, Wegepoesie, offene Ohren & Begegnungen
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#1498901 - 06.05.22 12:08 Re: Minitour Vogesen [Re: veloträumer]
natash
Moderator Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 7266
Du weißt ja, wo Du auf dem Weg dahin ein Bett fändest schmunzel
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#1498907 - 06.05.22 12:53 Re: Minitour Vogesen [Re: natash]
veloträumer
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 16485
lach
Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings!
Matthias
Pedalgeist - Panorama für Radreisen, Landeskunde, Wegepoesie, offene Ohren & Begegnungen
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