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#1482917 - 05.11.21 16:14 ...und schon wieder in die Pfalz!
fabianovic
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 170
Dauer:6 Tage
Zeitraum:14.9.2021 bis 19.9.2021
Entfernung:430 Kilometer
Bereiste Länder:deDeutschland
frFrankreich

Und schon kommt der nächste Reisebericht aus der Pfalz! Diesmal war es dann nicht Corona, was meine Tourpläne über den Haufen warf, sondern ein Treppensturz meiner Mutter. Das führte dazu, dass wir unseren Urlaub in der Fränkischen Schweiz und der Oberpfalz abbrechen mussten und ich ein paar Tage bei meiner Mutter in Karlsruhe verbrachte. Eigentlich hatte ich geplant von der tschechischen Grenze aus mich mit dem Fahrrad auf den Weg heimwärts nach Wuppertal zu machen. So kam es dann zur zweiten Rheinland-Pfalz-Rundfahrt mit Startort Karlsruhe in diesem Jahr. Es verblieben mir leider nur noch fünf Tage für diese Tour.

14.09.2021, von Karlsruhe-Durlach nach Obersteinbach, 88 km

https://www.komoot.de/tour/487846290/

Diesmal startete ich meine Tour am frühen Morgen in Durlach....





und querte Karlsruhe von Ost nach West hauptsächlich entlang der Alb. So kann man fast komplett ohne Autoverkehr und durchs Grüne die gesamte Stadt abfahren.





Ein Stückchen ging es noch an schönen Altrheinarmen entlang, bevor mich die Rheinfähre bei Neuburg hinüber in die Pfalz brachte.







Entlang der Lauter fuhr ich ziemlich flach Richtung Wissembourg und überquerte in Scheibenhard die französische Grenze.







In Wissembourg machte ich eine kurze Stadtrundfahrt und kehrte dann zu einem Flammkuchen ein.







Um die Straße zu vermeiden fuhr ich hinter Wissembourg zum Teil auf einem gut zu befahrenden Wanderweg das Lautertal hinauf.







Der Weg durch das schöne Tal führte dann wieder nach Deutschland hinüber und ich folgte der Lauter noch bis Bundenthal.





In Bundenthal bog ich dann steil hinauf gen Nothweiler ab.
Hinter Nothweiler überquert man wieder die Grenze und erreicht den Gimbelhof, der leider heute geschlossen war. Hier habe ich in Kindertagen, nach Besuchen der Burg Fleckenstein, des öfteren Schnecken gegessen.


Hier der Blick hinüber zur Burg Fleckenstein.

Schnell ging es dann hinunter ins Tal der Sauer, wo ich mir am Etang de Fleckenstein ein Bier genehmigte.



Die letzten Kilometer führten mich dann das Steinbachtal hinauf zum Etappenziel Obersteinbach. Das Wetter war schwül warm und es war ein wenig Donnergrollen zu hören. Es blieb aber den ganzen Tag über trocken.



Hotel und Restaurant Chez Anton hatten an diesem Tag leider zu, so dass ich mich in einem Chambre d´hotes, das von einem holländischen Paar betrieben wird, einquartieren musste.
Hier wurde ich trotz der kurzfristigen Buchung auch ganz ordentlich versorgt und ich hatte einen unterhaltsamen Abend mit den Holländern und einer deutschen Wanderin.

15.09.2021, von Obersteinbach nach Montbronn, 65 km

https://www.komoot.de/tour/488622272

In der Nacht hatte es angefangen zu regnen, daher habe ich am Morgen erst mal spät und lange gefrühstückt, bevor ich mich, eine vermeintliche Regenpause abwartend, wieder auf den Weg machte. Kurz hinter Obersteinbach bog ich von der Straße ab und fuhr auf schlammigen Waldwegen wieder hinüber nach Deutschland, nach Ludwigswinkel.



Ab Ludwigswinkel nahm ich erst mal die gleiche Route wie auf meiner Tour im Mai hinüber nach Eppenbrunn und weiter nach Walschbronn. Diesmal allerdings im Regen.







In Walschbronn hatte ich das Glück in der Auberge du Chateau zum Mittagessen einkehren zu können. Trocknen, Aufwärmen und Essen waren nun die angesagten Dinge und ein Gläschen Roten dazu! Da stieg die Stimmung doch gleich wieder. Das Menu du jour war auch ganz ordentlich.


Das war die Vorspeise.

Das Wetter besserte sich nun auch langsam und ich fuhr gut gelaunt weiter durch das Tal der Horn nach Bitche mit seiner mächtigen Festung oberhalb der Stadt.







In Bitche holte ich mir Vorräte für den Abend, da ich mir in Montbronn über airbnb ein privates Zimmer ohne Abendessen gebucht hatte.





Weiter ging es fast komplett auf Radwegen bis St. Louis.
Bei der Auffahrt nach Lemberg habe ich mal wieder kapiert was so ein -berg im Ortsnamen bedeutet. Die Abfahrt nach St. Louis war dann aber spitze!





Dass es am Schluss noch mal steil hoch nach Mont(!)bronn geht, hätte ich mir ja denken können.



Das Zimmer in Montbronn war doch etwas kitschig.



Am Abend konnte ich in der Küche von Madame meinen mitgebrachten Proviant verspeisen, wobei Sie und ein Bekannter von Ihr mir Gesellschaft leisteten. Beide waren deutschsprachige Elsässer. Wir unterhielten uns über die immer schlechter werdende Infrastruktur in dieser Gegend. Es gibt hier kaum noch Restaurants und Bars dafür Baguette- und Pizzaautomaten.

16.09.2021, von Montbronn nach Merzig, 103 km

www.komoot.de/tour/489728251

Bisher war es ja mehr eine Tour um Rheinland-Pfalz herum, das sollte auch heute so bleiben, da es von Frankreich ins Saarland hinüber ging. Auf meiner Tour im Mai war das nicht möglich gewesen.

Bei weiterhin trübem Wetter ging es am Morgen weiter, erst einmal ins hübsche Muenzbachtal hinunter.



Nach ein paar letzten Hügeln und verfallenen Orten der Nord-Vogesen...







...kam ich in Wittling an den Saar-Kanal.



Diesem und der Saar folgte ich den Rest des Tages für etwa 75 km.
Bis Sarreguemines verläuft der Weg meist durchs Grüne.







Ab dort wird die Besiedlung immer dichter und ab Saarbrücken verläuft der Fahrradweg dann leider die meiste Zeit sehr nah an der Autobahn.









In Völklingen machte ich einen kurzen Abstecher zur Völklinger Hütte.





Völklingen selber macht einen ziemlich heruntergekommenen Eindruck. Hier hat es mit dem Strukturwandel wohl noch nicht so richtig geklappt.
Saarlouis ist dagegen ein ganz nettes Städtchen und hier kehrte ich auf ein, ach nee, zwei Eis ein. Das Erste war so miserabel, dass ich es halb stehen ließ und mir eine andere Eisdiele suchte.



Welches war wohl das Bessere?

Unseren zukünftigen Kanzler habe ich in Saarlouis nur knapp verpasst.



An meiner anschließenden Wahlentscheidung hätte das vermutlich auch nichts geändert und so fuhr ich weiter die letzten Kilometer zu meinem Etappenziel in Merzig. Keine ganz so schöne Etappe heute, aber immerhin kam ab und zu mal die Sonne durch.

17.09.2021, von Merzig nach Thalfang, 83 km

Am Morgen genoss ich es bei fast windstillem Wetter an der, wie ein Spiegel daliegenden, Saar entlang zu radeln.





Das heutige Highlight war kurz darauf die Saarschleife, wo am Morgen fast nichts los war und eine wunderbare Stimmung herrschte.







Der Saar folgte ich dann noch ein kurzes Stück bis Mettlach.





Ab hier ging es hinauf in den Hunsrück. Für mich war das bisher terra incognita.
Der Anstieg nach Niederzerf war nach den vielen flachen Kilometern für die Beine dann eher ungewohnt.









Ich war happy oben anzukommen und dass es in Niederzerf eine gute Metzgerei gab, wo ich mir zwei Frikadellenbrötchen und einen Kaffee holte.



Sowas ist ja manchmal besser als ein Drei-Gänge-Menu.

Kurz nach mir kam noch ein Paar, sie mit E, angeradelt. Sie waren die gleiche Steigung von der Saar hochgefahren und jetzt genauso glücklich über diese feine Verpflegungsstation.

Kurz hinter Niederzerf stößt man dann auf den Ruwer-Hochwald-Radweg, der hauptsächlich auf einer alten Bahntrasse verläuft. Diesem folgte ich nun hinauf bis Hermeskeil.



Von Hermeskeil ging es nun wieder in ständigem Auf und Ab meinem Etappenziel Thalfang entgegen.





In Thalfang hatte ich mir ein Zimmer im Bahnhof Thalfang gebucht. Ich war allerdings im etwa 300 m entfernt liegenden Gästehaus untergebracht, was ich für mich alleine hatte.
Das Gästehaus und auch der alte Bahnhof sind sehr geschmackvoll hergerichtet und es war die schönste Unterkunft auf meiner Tour.





Leider hatte das Restaurant im Bahnhof wegen Personalmangels geschlossen. So kehrte ich nach einer kleinen Ortsbesichtigung in der örtlichen Dönerbude ein.




Glauben to go.

18.09.2021, von Thalfang nach Bullay, 92 km

https://www.komoot.de/tour/491446513

Heute stand leider schon die Abschlussetappe dieser Tour an.
Am Morgen fuhr ich durch die vom Tauwasser funkelnden Wiesen noch einmal auf die Höhe.







Danach geht es vor allem auf Mountainbikepisten hinab ins Dhrontal und weiter in Richtung Mosel. Tolle einsame Strecke!











An der Mosel hängt noch der Hochnebel in den Weinbergen, der verzieht sich aber schnell. Hier ist natürlich deutlich mehr los als im Hunsrück, aber ich hatte es schlimmer erwartet. Bei diesem tollen Spätsommerwetter scheinen alle total relaxed. So gondel ich das wirklich schöne Moseltal hinab, gönne mir zwischendrin ein Glas Wein und habe einen schönen Tag.











Störend sind eigentlich nur die Unmengen von Wohnmobilen die hier bei jeder Ortschaft zu hunderten auf den Stellplätzen stehen und die Landschaft verschandeln.



In Bullay endet dann die Tour in einer Weinstube, wo ich mir noch zwei Viertele gönne.



Leicht angesäuselt mache ich mich auf den Weg zum Bahnhof und fahre mit dem Zug heim nach Wuppertal. In Koblenz reicht die Umstiegszeit noch für eine Rundfahrt mit Cafébesuch


Am Rhein

So ging meine zweite Rheinland-Pfalz-Tour bei wunderschönem spätsommerlichen Wetter zu Ende. Fünf Tage waren etwas kurz, da ist man je gerade erst eingeradelt. Ich hoffe im nächsten Jahr lassen es die pandemischen und meine persönlichen Umstände zu, wieder mal eine längere Tour zu fahren. So schön es in Rheinland-Pfalz und den umliegenden Regionen auch ist dann gerne auch wieder in Südfrankreich, Nordnorwegen oder sonstigen Sehnsuchtsorten.
















Geändert von fabianovic (20.02.22 17:43)
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#1482945 - 06.11.21 08:53 Re: ...und schon wieder in die Pfalz! [Re: fabianovic]
buche
Mitglied
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Beiträge: 1567
Schöne Tour! Ich habe mal ein halbes Jahr vertretungsweise in Saarbrücken gearbeitet und bin immer Freitags auf anderen Strecken nach Karlsruhe zurückgeradelt. Daher kenne ich die Ecke auch ganz gut. Zum Saar-Radweg entlang der Autobahn gibts leider keine schöne Alternative, wenn man irgendwie vom Fleck kommen will.

Hattest du zufällig Gelegenheit, mal etwas so richtig typisch saarländisches zu essen, sowas wie Hoorische oder Verheirade, serviert mit einer Speck-Sahne-Sauce? zwinker

Viele Grüße,
Erik
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#1482965 - 06.11.21 13:35 Re: ...und schon wieder in die Pfalz! [Re: buche]
fabianovic
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Beiträge: 170
In Antwort auf: buche


Hattest du zufällig Gelegenheit, mal etwas so richtig typisch saarländisches zu essen, sowas wie Hoorische oder Verheirade, serviert mit einer Speck-Sahne-Sauce? zwinker



Hallo Erik, ich habe ja nur einen Abend im Saarland verbracht. In Merzig hab ich abends im Hotel einen Burger mit Pommes verspeist, nicht gerade eine ortstypische Spezialität, oder?
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#1482974 - 06.11.21 17:48 Re: ...und schon wieder in die Pfalz! [Re: fabianovic]
natash
Moderator Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 7263
Was sprach eigentlich gegen der Lautertal-Radweg, der ist doch ganz hübsch. Zu oft schon gefahren und Du wolltest mal was Neues nehmen?
Nette Tour und immer startet oder enden Deine letzten Touren beim Baseler Tor schmunzel , das ich übrigens auch sehr ansehnlich finde und deshalb gerne mal mit Gästen durchradele.
Gruß
Nat
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#1482978 - 06.11.21 18:35 Re: ...und schon wieder in die Pfalz! [Re: natash]
fabianovic
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 170
In Antwort auf: natash
Was sprach eigentlich gegen der Lautertal-Radweg, der ist doch ganz hübsch.


Da sprach auch nichts dagegen, bin ihn ja gefahren. Nur hinter Weißenburg hab ich mal den Wanderweg ausprobiert, was ganz schön war.
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