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#1449071 - 16.11.20 10:54 Mein Giant Expedition aus Mitte der 90er Jahre
Sonne_Wolken
Mitglied
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Beiträge: 79
Da ich neu bin und mich bereits im Treffpunkt selber vorgestellt habe, möchte ich nun auch mein Hauptreiserad vorstellen. Bis auf den Lowrider vorne ist es jetzt so gut wie im fertigen Zustand. Das Rad habe ich seit Anfang 2019 selber aufgebaut und immer wieder verbessert. An das Rahmenset kam ich durch einen glücklichen Zufall. Mein Koga Miyata Traveller war durch einen Unfall etwas flügellahm. Derr Hinterbau war etwas verbogen (ließ sich aber wieder richten). Für die Übergangszeit wollte ich mir einen anderen Rahmen aufbauen. Dabei stieß ich in einem Klassikerforum auf das Giant Rahmenset. Es wechselte sehr günstig in meinen Besitz und ich machte mich an den Aufbau.



So hing das Rahmenset in meiner Kellerwerkstatt. Der Steuersatz war nicht mehr wirklich zu gebrauchen, aber ich hatte noch einen 1 1/8 Zoll Gewindesteuersatz in meinen Teilekisten.




Mit ein paar vorhandenen Teilen machte ich das Rad mal schnell fahrbereit.




Eine erste Probefahrt über 70 km mit 35 mm Crossreifen verlief sehr vielversprechend. Zum Reiserad fehlte aber noch einiges.




32 mm Straßenreifen und ein Gepäckträger plus Lenkertasche machten das Rad schon Reisetauglicher.




Die fehlenden Schutzbleche wurden dann auch bald nachgerüstet.




An Pfingsten 2019 fuhr ich dann die Fietselfstedentocht mit dem Rad. Am Pfingstmontag kamen so alleine schon 272 km zusammen. In den Urlaubstagen davor und danach gab es noch weitere Touren und km.




Ein Wochenende später dann mit Gepäck eine dreitägige Tour durchs östliche Ruhrgebiet, Münsterland und Sauerland. Ich war begeistert wie gut sich das Rad selbst bergauf und bergab mit Gepäck fuhr. Da wackelte nichts.




Ich setzte das Rad auch immer öfters für Tagestouren ein, statt eines meiner leichteren Rennräder zu nehmen. Das Giant fuhr sich einfach viel entspannter. Mittlerweile hatte ich sogar das Koga Miyata Rahmenset verkauft. Das etwas höhere aber kürzere Giant passte mir besser und fuhr sich auch besser. Aus dem vorläufigen Ersatz war längst der Favorit geworden.




Vor kurzem überarbeitete ich das Giant noch einmal, um es noch besser an meine Bedürfnisse anzupassen.




Der Brooks B17 ist mein absoluter Lieblingssattel. Bequemer geht es für mich nicht. Die SR Laprade Sattelstütze hat einen Durchmesser von 26,8 mm.




Die Campagnolo Chorus Bremshebel habe ich mit Aeroverlegung der Bremszüge montiert. So stören die Züge nicht. Das Lenkerband ist von fizik und greift sich sehr gut und hat eine ordentliche Dämpfung. Ausserdem lässt es sich leicht abwaschen. Alles gute Eigenschaften für ein Reiserad.




Die Lenkertasche wird mit dem klickfix System befestigt. Das ist sehr stabil (selbst im Gelände) und die Tasche ist während der Fahrt gut erreichbar. Mein Garmin Navi ist von den Fahrdaten her ausreichend genau. Deshalb verzichte ich auf einen zusätzlichen Tacho. Nur nicht zu viel Schnickschnack am Lenker. Der Vorbau hat 1 1/8 Zoll und daher ist es schwer eine passende Klingel zu finden. Die Lenkerendstopfen sind geschraubt.




Bei der Schaltung habe ich mich nach einigem Überlegen für Unterrohrhebel entschieden. Lenkerendhebel könnten im Wiegetritt im Wege sein. Die Hebel sind Simplex Super LJ mit Retrofriktion. Warum keine Indexhebel? Ich mag die Friktion lieber und die sind auch flexibler. Ich kann hinten von 7 bis 10 fach Kassetten alles drauf machen.




Die Sugino Kurbel kommt aus dem MTB-Bereich und hat Kettenblätter mit 48 – 38 – 28 plus einen Hosenschutzring. Die Shimano Pedale haben auf einer Seite praktische Bärentatzen und auf der anderen Seite SPD-Klickmechanismus.




Die 8 fach Kassette hat 12 bis 32 Zähne und wird von einem älteren Shimano Deore LX MTB-Schaltwerk geschaltet. Das kann bis zu 10 fach schalten.




Die Flaschenhalter sind Elite Ciussi. Die sind sehr stabil und halten auch große Flaschen. Die Trinkflaschen sind Tacx Shiva mit jeweils 0,75 Liter Inhalt. Der Umwerfer ist ein Shimano RX 100 dreifach Werfer.




Der schmale Gepäckträger trägt zwar nur 18 kg, aber das ist mehr als ausreichend. Die SKS Bluemels Schutzbleche sind schön lang und halten das Wasser von unten effektiv zurück. Das Toplight Rücklicht ist Batterie betrieben und leuchtet sehr lange. So spare ich mir ein Kabel nach hinten zu verlegen. Möglich wäre es natürlich auch noch nachträglich. Die Mini V-Bremsen von Tektro lassen sich mit normalen Rennbremshebeln bedienen.




Das Vorderrad ist mit einem Shimano Nabendynamo ausgestattet. Der I-Q Scheinwerfer reicht für die meisten Situationen aus. Vielleicht kommt aber irgendwann noch mal ein stärkerer Scheinwerfer ans Rad. Die Reifen sind 35 mm Crossreifen von Continental. Die habe ich jetzt speziell für den Winter drauf gezogen. Sie fahren sich auf Asphalt auch noch relativ gut. Jedenfalls sind sie nicht holpriger wie meine Panaracer Pasela Straßenreifen an einem anderen Rad.
LG Jennifer
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#1449072 - 16.11.20 11:02 Re: Mein Giant Expedition aus Mitte der 90er Jahre [Re: Sonne_Wolken]
iassu
Mitglied
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Beiträge: 22655
Eine beeindruckende Vorstellung auch hier. Glückwunsch!
Gruß Andreas
Onkel Ju 2
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#1449073 - 16.11.20 11:04 Re: Mein Giant Expedition aus Mitte der 90er Jahre [Re: Sonne_Wolken]
Keine Ahnung
Moderator
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Beiträge: 10789
Sehr schönes Reiserad! Ich habe bis vor vielleicht 15 Jahren alle Radreisen mit einem Randonneur durchgeführt. Seitdem ich allerdings immer mehr Strecken fahre, die eher "naturbelassen" und holprig sind, bin ich auf ein Reiserad mit guter Federung umgestiegen. Auf "guten Strecken" vermisse ich aber doch immer wieder einmal das sportlichere Randonneur. Damit war ich schneller und die Umgreifmöglichkeiten am Lenker hatten auch Vorteile.

Nun müssen noch die großen Touren mit dem Fahrrad folgen! Viel Spaß damit.
Gruß, Arnulf

"Ein Leben ohne Radfahren ist möglich, aber sinnlos" (frei nach Loriot)
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#1449076 - 16.11.20 11:07 Re: Mein Giant Expedition aus Mitte der 90er Jahre [Re: Sonne_Wolken]
chrisli
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Beiträge: 149
Schönes Rad, schöner Beitrag - es muss nicht immer das Neueste vom Neuesten sein. So könnte ich es auch aufgebaut haben. Grüße, Chris
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#1449083 - 16.11.20 11:31 Re: Mein Giant Expedition aus Mitte der 90er Jahre [Re: Sonne_Wolken]
irg
Mitglied
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Beiträge: 5118
Du hast dir ein schönes Rad auf gebaut, gratuliere!

Was mich auch freut: Du bist eine der wenigen Frauen, von denen ich mit bekomme, dass sie selbst schrauben. Das gefällt mir. Damit machst du, denke ich, auch anderen Mut, es einfach zu versuchen!

Lg!
georg
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#1449092 - 16.11.20 12:39 Re: Mein Giant Expedition aus Mitte der 90er Jahre [Re: irg]
-Phew-
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 247
In Antwort auf: irg
Du hast dir ein schönes Rad auf gebaut, gratuliere!

Du bist eine der wenigen Frauen, von denen ich mit bekomme, dass sie selbst schrauben.


...und dann auch noch ein 48er Blatt treten können. Damit bist du im Club der sog. "Heldenkurbeltreter" grins .
Interessant ist auch, dass beim rechten Bremshebel die Zuganlenkung offensichtlich getuned ist. Der Zug lief doch bei den alten Dingern über dem Hebel raus und nicht integriert unterm Lenkerband.

In Antwort auf: Sonne_Wolken
wird von einem älteren Shimano Deore LX MTB-Schaltwerk geschaltet. Das kann bis zu 10 fach schalten.


Geht das echt ? Hast du's schon selbst probiert ? Ab 10-fach ist die Erhebungskurve der Schaltwerke anders, daher mussten ab 10-fach wirklich neue Schaltwerke mitgekauft werden. Daher hätte ich gesagt, dass bei diesem doch mittlerweile sehr alten Schaltwerk maximal 9-fach geht.

Ansonsten fährt mit einem gemufften alten Rahmen von Giant auch noch jede Menge Retro mit. Das gefällt mir !


Geändert von -Phew- (16.11.20 12:42)
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#1449100 - 16.11.20 13:42 Re: Mein Giant Expedition aus Mitte der 90er Jahre [Re: -Phew-]
Martina
Mitglied
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Beiträge: 16267
In Antwort auf: -Phew-


In Antwort auf: Sonne_Wolken
wird von einem älteren Shimano Deore LX MTB-Schaltwerk geschaltet. Das kann bis zu 10 fach schalten.


Geht das echt ? Hast du's schon selbst probiert ? Ab 10-fach ist die Erhebungskurve der Schaltwerke anders, daher mussten ab 10-fach wirklich neue Schaltwerke mitgekauft werden. Daher hätte ich gesagt, dass bei diesem doch mittlerweile sehr alten Schaltwerk maximal 9-fach geht.


Mit einem Neunfach-XT und Schalthebeln für 10fach-Rennrad geht es definitiv. Ich sehe nicht, warum es dann mit einem DX nicht gehen soll.

Martina
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#1449165 - 16.11.20 20:50 Re: Mein Giant Expedition aus Mitte der 90er Jahre [Re: -Phew-]
Mr. Pither
Mitglied
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Beiträge: 1694
In Antwort auf: -Phew-


In Antwort auf: Sonne_Wolken
wird von einem älteren Shimano Deore LX MTB-Schaltwerk geschaltet. Das kann bis zu 10 fach schalten.


Geht das echt ? Hast du's schon selbst probiert ? Ab 10-fach ist die Erhebungskurve der Schaltwerke anders, daher mussten ab 10-fach wirklich neue Schaltwerke mitgekauft werden. Daher hätte ich gesagt, dass bei diesem doch mittlerweile sehr alten Schaltwerk maximal 9-fach geht.

Ansonsten fährt mit einem gemufften alten Rahmen von Giant auch noch jede Menge Retro mit. Das gefällt mir !



Wenn die Schalthebel so wie hier nicht indexiert sind, passt wirklich alles zu allem. Wahrscheinlich ginge auch noch 11- und 12-fach.

Unterrohrhebel ohne Index, das ist ja echt mal retro, habe ich hier in der Rubrik noch nie gesehen. lach
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#1449189 - 16.11.20 22:17 Re: Mein Giant Expedition aus Mitte der 90er Jahre [Re: iassu]
Sonne_Wolken
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Beiträge: 79
In Antwort auf: iassu
Eine beeindruckende Vorstellung auch hier. Glückwunsch!


Vielen Dank.
LG Jennifer
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#1449191 - 16.11.20 22:23 Re: Mein Giant Expedition aus Mitte der 90er Jahre [Re: Keine Ahnung]
Sonne_Wolken
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Beiträge: 79
In Antwort auf: Keine Ahnung
Sehr schönes Reiserad! Ich habe bis vor vielleicht 15 Jahren alle Radreisen mit einem Randonneur durchgeführt. Seitdem ich allerdings immer mehr Strecken fahre, die eher "naturbelassen" und holprig sind, bin ich auf ein Reiserad mit guter Federung umgestiegen. Auf "guten Strecken" vermisse ich aber doch immer wieder einmal das sportlichere Randonneur. Damit war ich schneller und die Umgreifmöglichkeiten am Lenker hatten auch Vorteile.

Nun müssen noch die großen Touren mit dem Fahrrad folgen! Viel Spaß damit.


Ein Reiserad fürs Grobe hatte ich auf Basis eines MTB von 2000 auch bis vor kurzem. Allerdings ohne Federung. Das Rad liegt momentan zerlegt im Keller. Wollte es mir eigentlich wieder als reines MTB, dann mit Federgabel aufbauen.
Aber ein zweites Reiserad brauche ich auf jeden Fall auch noch. Man weiß ja nie.

Meine reinen Randonneure basierten alle auf reinen Rennrädern mit 25 mm Reifen und normaler Übersetzung. Damit bin ich fast alle Brevet (auch den 400er) gefahren. Die Kopsteinpflasterkehren hoch zur Citadelle in Namur waren mit den schmalen Reifen allerdings grenzwertig. Die haben mich dann nach über 200 km wieder richtig wach gerüttelt.

Pläne für meine nächsten Touren habe ich schon. Jetzt muss nur noch der blöde Virus mal verschwinden, damit man wieder reisen kann.
LG Jennifer
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#1449193 - 16.11.20 22:26 Re: Mein Giant Expedition aus Mitte der 90er Jahre [Re: chrisli]
Sonne_Wolken
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Beiträge: 79
In Antwort auf: chrisli
Schönes Rad, schöner Beitrag - es muss nicht immer das Neueste vom Neuesten sein. So könnte ich es auch aufgebaut haben. Grüße, Chris


Hallo Chris,

vielen Dank. Das Neueste sucht man bei mir auch vergeblich was Räder angeht. Liebe nunmal alte Stahlrenner und Reiseräder. Mein ältester Renner ist über 60 Jahre alt.
LG Jennifer
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#1449194 - 16.11.20 22:28 Re: Mein Giant Expedition aus Mitte der 90er Jahre [Re: irg]
Sonne_Wolken
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Themenersteller
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Beiträge: 79
In Antwort auf: irg
Du hast dir ein schönes Rad auf gebaut, gratuliere!

Was mich auch freut: Du bist eine der wenigen Frauen, von denen ich mit bekomme, dass sie selbst schrauben. Das gefällt mir. Damit machst du, denke ich, auch anderen Mut, es einfach zu versuchen!

Lg!
georg


Danke schön. Kenne in der Klassikerecke und bei den Brevetfahrerinnen einige Frauen die selber schrauben. Ich wurde von meiner Mutter angefixt. Die war selber begeisterte Radlerin und Schrauberin und hat mich in den 70er Jahren damit angesteckt.
LG Jennifer
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#1449202 - 16.11.20 22:43 Re: Mein Giant Expedition aus Mitte der 90er Jahre [Re: -Phew-]
Sonne_Wolken
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Themenersteller
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Beiträge: 79
In Antwort auf: -Phew-
In Antwort auf: irg
Du hast dir ein schönes Rad auf gebaut, gratuliere!

Du bist eine der wenigen Frauen, von denen ich mit bekomme, dass sie selbst schrauben.


...und dann auch noch ein 48er Blatt treten können. Damit bist du im Club der sog. "Heldenkurbeltreter" grins .
Interessant ist auch, dass beim rechten Bremshebel die Zuganlenkung offensichtlich getuned ist. Der Zug lief doch bei den alten Dingern über dem Hebel raus und nicht integriert unterm Lenkerband.

In Antwort auf: Sonne_Wolken
wird von einem älteren Shimano Deore LX MTB-Schaltwerk geschaltet. Das kann bis zu 10 fach schalten.


Geht das echt ? Hast du's schon selbst probiert ? Ab 10-fach ist die Erhebungskurve der Schaltwerke anders, daher mussten ab 10-fach wirklich neue Schaltwerke mitgekauft werden. Daher hätte ich gesagt, dass bei diesem doch mittlerweile sehr alten Schaltwerk maximal 9-fach geht.

Ansonsten fährt mit einem gemufften alten Rahmen von Giant auch noch jede Menge Retro mit. Das gefällt mir !



also, ich komme ja aus der Radrennecke. Da fängt eine Heldenkurbel bei 53 Zähnen an. Als ich noch Rennen fuhr, vor allem in den 80ern und 90ern hatten wir als Bergübersetzung 42 vorne und 23 hinten. Dazu muss ich allerdings sagen das ich sehr lange Beine und wie man so sagt einen großen Motor hatte. Für meine Größe (1,89 m) war ich mit 70 kg auch noch sehr leicht.

48 Zähne ist für mich ein Tourenblatt, auch wenn ich jetzt deutlich weniger Kraft habe. An meinen Rennrädern fahre ich immer noch 52er Kettenblätter. Als kleines Blatt aber mittlerweile 39 oder 38. Und hinten 28, am liebsten aber 32 Zähne.

Die Bremshebel haben beide die Züge am Lenker verlegt. Das sind Campa Chorus Hebel aus anfang der 90er Jahre. Die kann man Aero oder mit Wäscheleine fahren. Da wird der Zug nur jeweils anders eingefädelt. Die Hoods sind nur hinten offen weil mir leider die Kappen zum verschließen fehlen. Die sind wohl mal abhanden gekommen. Die Aeroverlegung fand ich wegen der Lenkertasche praktischer. Da kommt man einfach besser dran während der Fahrt.

Natürlich kann ich mit den Friktionshbel 10-fach schalten (wahrscheinlich sogar 11-fach, bei Friktion gibt es ja keine Rasterung). Die Kassetten von 8-fach bis 10-fach sind bei Shimano alle gleich breit. 7-fach ist schmaler, weshalb dann auf den Freilauf erst einmal Spacer kommen um auf die gleiche Breite wie 8-fach zu kommen.

Was wohl nicht geht ist die Mischung von 10-fach Komponenten von MTB und Rennrad mit Rasterung.
LG Jennifer
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#1449204 - 16.11.20 22:52 Re: Mein Giant Expedition aus Mitte der 90er Jahre [Re: Mr. Pither]
Sonne_Wolken
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Themenersteller
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Beiträge: 79
In Antwort auf: Mr. Pither
In Antwort auf: -Phew-


In Antwort auf: Sonne_Wolken
wird von einem älteren Shimano Deore LX MTB-Schaltwerk geschaltet. Das kann bis zu 10 fach schalten.


Geht das echt ? Hast du's schon selbst probiert ? Ab 10-fach ist die Erhebungskurve der Schaltwerke anders, daher mussten ab 10-fach wirklich neue Schaltwerke mitgekauft werden. Daher hätte ich gesagt, dass bei diesem doch mittlerweile sehr alten Schaltwerk maximal 9-fach geht.

Ansonsten fährt mit einem gemufften alten Rahmen von Giant auch noch jede Menge Retro mit. Das gefällt mir !



Wenn die Schalthebel so wie hier nicht indexiert sind, passt wirklich alles zu allem. Wahrscheinlich ginge auch noch 11- und 12-fach.

Unterrohrhebel ohne Index, das ist ja echt mal retro, habe ich hier in der Rubrik noch nie gesehen. lach


Habe eine absolute Schwäche für die Simplex Super LJ Hebel.
An das Giant habe ich alle Sachen dran gebaut die ich besonders mag. Das sind die Campa Bremshebel, die alten Shimano MTB-Schaltwerke, den Brooks Sattel (habe auch einen original an einem Rad von 1959), die Sugino Kurbel und die Ciussi Flaschenhalter. Dazu das fizik Lenkerband und den schmalen extreme Gepäckträger. Alle Teile am Giant sind vorher an einem meiner anderen Räder dran gewesen. So haben sich mit der Zeit meine Lieblinsteile herauskristallisiert. Die habe ich dann in den Aufbau gesteckt (natürlich bekamen die anderen Räder dann entsprechend andere Teile). Viele Räder die ich aufbaue "wachsen" mit der Zeit, bis ich mit dem Aufbau endgültig zufrieden bin. Manchmal gelingt ein Aufbau auf Anhieb, manchmal dauert es halt ein wenig bis das Rad so ist wie ich es mir vorstelle.
Für mich hat das schrauben eine meditative Wirkung. Es ist ein Prozeß des Erschaffens, der Kreativität.
LG Jennifer
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#1449235 - 17.11.20 07:37 Re: Mein Giant Expedition aus Mitte der 90er Jahre [Re: Sonne_Wolken]
Vorwärts
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Beiträge: 237
In Antwort auf: Sonne_Wolken


Habe eine absolute Schwäche für die Simplex Super LJ Hebel.


Ich auch - das sind m.E. die schönsten Unterrohrschalthebel überhaupt. Und gut funktionieren tun sie obendrein. Leider sind sie schwer zu bekommen und entsprechend teuer.
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#1449283 - 17.11.20 12:39 Re: Mein Giant Expedition aus Mitte der 90er Jahre [Re: Sonne_Wolken]
natash
Moderator Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 6668
Ich empfinde ein 48er Blatt auch nicht als Heldinnenblatt, mein Straßenreiserad (sogar etwas älter wie das Giant) hat 52 Zähne (dafür ist das kleine kleiner) und ich bin weit entfernt davon mit viel Kraft treten zu können. Es hängt ja immer davon ab was sonst noch dran ist am Rad.
Rahmenschalthebel wollte ich nicht mehr dringend fahren, aber wenns passt ist ja alles gut.
Ich wünsche Dir jedenfalls tolle Touren mit dem Radel.
Was wiegt es eigentlich so ungefähr?
Gruß
Nat
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#1449288 - 17.11.20 13:07 Re: Mein Giant Expedition aus Mitte der 90er Jahre [Re: Sonne_Wolken]
-Phew-
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 247
In Antwort auf: Sonne_Wolken
Da fängt eine Heldenkurbel bei 53 Zähnen an. Als ich noch Rennen fuhr, vor allem in den 80ern und 90ern hatten wir als Bergübersetzung 42 vorne und 23 hinten.


Endlich normale Menschen im Internet. grins

Zum alten LX-Schaltwerk: Zu Beginn von 10-fach hieß es, dass es nicht geht, weil man vermutlich impliziert hat, dass man die 11-36er 10-fach Kassetten verwendet. Das große 36er Ritzel dürfte das alte Schaltwerk nun wirklich nicht packen. Heute gibt es ja deutlich mehr 10-fach Kassetten mit kleineren größten Ritzeln...
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#1449291 - 17.11.20 13:28 Re: Mein Giant Expedition aus Mitte der 90er Jahre [Re: -Phew-]
Martina
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In Antwort auf: -Phew-

Zum alten LX-Schaltwerk: Zu Beginn von 10-fach hieß es, dass es nicht geht, weil man vermutlich impliziert hat, dass man die 11-36er 10-fach Kassetten verwendet. Das große 36er Ritzel dürfte das alte Schaltwerk nun wirklich nicht packen. Heute gibt es ja deutlich mehr 10-fach Kassetten mit kleineren größten Ritzeln...


Och, die Schaltwerke verkraften so einiges. Unseres kann offiziell 34 Zähne, unser größtes Ritzel hat 42.
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#1449312 - 17.11.20 15:04 Re: Mein Giant Expedition aus Mitte der 90er Jahre [Re: natash]
Sonne_Wolken
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In Antwort auf: natash
Ich empfinde ein 48er Blatt auch nicht als Heldinnenblatt, mein Straßenreiserad (sogar etwas älter wie das Giant) hat 52 Zähne (dafür ist das kleine kleiner) und ich bin weit entfernt davon mit viel Kraft treten zu können. Es hängt ja immer davon ab was sonst noch dran ist am Rad.
Rahmenschalthebel wollte ich nicht mehr dringend fahren, aber wenns passt ist ja alles gut.
Ich wünsche Dir jedenfalls tolle Touren mit dem Radel.
Was wiegt es eigentlich so ungefähr?
Gruß
Nat


Ein Leichtgemacht ist das Giant nicht. Es bringt gut 15,5 kg auf die Waage. Zum Vergleich kam mein alter Mücke Randonneur mit Schutzblechen, Gepäckträger und Batterielicht gerade mal auf 12 kg. Aber das ging auch mehr Richtung schneller Randonneuse.
LG Jennifer
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#1449313 - 17.11.20 15:07 Re: Mein Giant Expedition aus Mitte der 90er Jahre [Re: -Phew-]
Sonne_Wolken
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In Antwort auf: -Phew-
In Antwort auf: Sonne_Wolken
Da fängt eine Heldenkurbel bei 53 Zähnen an. Als ich noch Rennen fuhr, vor allem in den 80ern und 90ern hatten wir als Bergübersetzung 42 vorne und 23 hinten.


Endlich normale Menschen im Internet. grins



Man hat mich schon als vieles bezeichnet, normal war noch nicht dabei. grins
LG Jennifer
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#1449746 - 20.11.20 12:24 Re: Mein Giant Expedition aus Mitte der 90er Jahre [Re: Sonne_Wolken]
schorsch-adel
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Zitat:
Campagnolo Chorus Bremshebel habe ich mit Aeroverlegung der Bremszüge montiert. So stören die Züge nicht.

Alles sehr konsequente "Rückschritte" im besten konservativen Sinne des Beibehaltens von Bewährtem. Ganz nebenbei ergibt sich daraus eine angenehm minimalistische Optik (wenn man mal von dem Kettenschutzring auf der Kurbel absieht)

Zitat:
Ich mag die Friktion lieber und die sind auch flexibler...
...und direkter und einfacher zu ersetzen. Ich kam mir schon unverbesserlich retro vor, als ich von Ergopower-Hebeln auf Lenkerendschalter + Aero-Bremshebel umbaute, und nu sowas...

Und dann sind da noch diese unwiderlegbaren Argumente:
Zitat:
ein zweites Reiserad brauche ich auf jeden Fall auch noch. Man weiß ja nie.
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#1449754 - 20.11.20 13:19 Re: Mein Giant Expedition aus Mitte der 90er Jahre [Re: schorsch-adel]
Sonne_Wolken
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Themenersteller
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Beiträge: 79
In Antwort auf: schorsch-adel
Zitat:
Campagnolo Chorus Bremshebel habe ich mit Aeroverlegung der Bremszüge montiert. So stören die Züge nicht.

Alles sehr konsequente "Rückschritte" im besten konservativen Sinne des Beibehaltens von Bewährtem. Ganz nebenbei ergibt sich daraus eine angenehm minimalistische Optik (wenn man mal von dem Kettenschutzring auf der Kurbel absieht)

Zitat:
Ich mag die Friktion lieber und die sind auch flexibler...
...und direkter und einfacher zu ersetzen. Ich kam mir schon unverbesserlich retro vor, als ich von Ergopower-Hebeln auf Lenkerendschalter + Aero-Bremshebel umbaute, und nu sowas...

Und dann sind da noch diese unwiderlegbaren Argumente:
Zitat:
ein zweites Reiserad brauche ich auf jeden Fall auch noch. Man weiß ja nie.


Der Kettenschutzring ist der Alltagstauglichkeit geschuldet. Ich nutze das Rad auch zum Einkaufen.
LG Jennifer
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Off-topic #1449795 - 20.11.20 17:03 Re: Mein Giant Expedition aus Mitte der 90er Jahre [Re: Sonne_Wolken]
Keine Ahnung
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 10789
Hallo Jennifer,

da Du ja wohl immer Bedarf an "alten Komponenten" hast (nutze ich auch immer wieder), könnte die Seite von MTB Kult für Dich interessant sein. Manche Sachen findet man dort relativ günstig, obwohl ein Blick zu eBay oder ähnlichen Seiten auch noch günstigere Angebote liefern kann.
Gruß, Arnulf

"Ein Leben ohne Radfahren ist möglich, aber sinnlos" (frei nach Loriot)
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#1449831 - 20.11.20 20:05 Re: Mein Giant Expedition aus Mitte der 90er Jahre [Re: Keine Ahnung]
Sonne_Wolken
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 79
In Antwort auf: Keine Ahnung
Hallo Jennifer,

da Du ja wohl immer Bedarf an "alten Komponenten" hast (nutze ich auch immer wieder), könnte die Seite von MTB Kult für Dich interessant sein. Manche Sachen findet man dort relativ günstig, obwohl ein Blick zu eBay oder ähnlichen Seiten auch noch günstigere Angebote liefern kann.


Danke, habe so einige Quellen für die älteren Teile. Wir Sammler/innen alter Räder sind ganz gut vernetzt.
LG Jennifer
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#1454025 - 28.12.20 13:46 Re: Mein Giant Expedition aus Mitte der 90er Jahre [Re: Sonne_Wolken]
Flying Dutchman
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 3145
Hallo Jennifer,

ein schönes Rad hast du da aufgebaut.

Ich habe im letzten Winter im Zuge meiner Meisterprüfung ein sehr ähnliches Projekt verfolg.
Mir war ein Giant Trooper von vermutlich 1994 mit dem Giant typischen Wishbone-Hinterbau zugeflogen und daraus habe ich mit einem Mix aus Vintage- und Neuteilen mir einen Zweit-Randonneur gebaut.
Schaltung 3x9 mit Sugino-Kurbel 26/36/48Z und 11-32Z Kassette. Geschaltet wird mit Dura Ace LES und gebremst mit normalen V-Brakes und Tektro Road-Hebeln für V-Brake. Lenker und Vorbau sind von Nitto, Sattel und Lenkerband Brooks, Heckträger Tubus V2A. Licht Shimano LX Nady und Supernova Leuchten. Leider bin ich zu doof hier Bilder hochzuladen.

Ich liebe das Trooper. Es ist wendig, fährt aber trotzdem angenehm geradeaus.
LG Robert
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www.bikefreaks.de