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#1450094 - 23.11.20 13:28 Welches Zelt für Radreisen ?
Ortenauer
Mitglied
Themenersteller
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Beiträge: 118
Hallo zusammen,

wir (meine Frau und Ich) sind aktuell auf der Suche nach einem guten Zelt für Mehrtägige- als auch Mehrwöchige Radreisen mit unserem Tandem (was natürlich etwas beschränkt da nicht auf 2 Fahrräder verteilt werden kann)

Wo wir uns ziemlich sicher sind sind folgende Punkte:
- 3 Personen-Zelt (auch wenn wir nur zu 2.t sind, aber etwas Platz wäre schön)
- Packmaß maximal 60cm lang und ~ 20 cm Durchmesser (soll längs auf den Gepäckträger)
- Vorraum (Apside ? ) um im trockenen kochen oder Gepäck lagern zu können.

Unschlüssig bzw. nur grobe Vorgabe:
- Gewicht (hier haben wir noch keine Erfahrung) aber bis maximal 4,5 kg ?

Was könnt Ihr empfehlen
Grüße aus der Ortenau
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#1450099 - 23.11.20 13:47 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Ortenauer]
Fricka
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 3368
Wir benutzen dies hier:

Nammatj 3

Wir haben uns das Zelt gekauft, als wir anfingen, immer längere Radreisen zu machen. Es sollte bei jedem Wetter eine sichere Unterkunft sein.
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#1450103 - 23.11.20 14:01 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Ortenauer]
Ortenauer
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 118
Jetzt wurde ich vorhin unterbrochen und habe hier nicht entdeckt wo ich den Post bearbeiten kann daher so:


Hallo zusammen,

wir (meine Frau und Ich) sind aktuell auf der Suche nach einem guten Zelt für Mehrtägige- als auch Mehrwöchige Radreisen mit unserem Tandem (was natürlich etwas beschränkt da nicht auf 2 Fahrräder verteilt werden kann)

Wo wir uns ziemlich sicher sind sind folgende Punkte:
- 3 Personen-Zelt (auch wenn wir nur zu 2.t sind, aber etwas Platz wäre schön)
- Packmaß maximal 60cm lang und ~ 20 cm Durchmesser (soll längs auf den Gepäckträger)
- Vorraum (Apside ? ) um im trockenen kochen oder Gepäck lagern zu können.

Unschlüssig bzw. nur grobe Vorgabe:
- Gewicht (hier haben wir noch keine Erfahrung) aber bis maximal 4,5 kg ?
- Preis bis ~500 €
- 3- gerne auch 4- Jahreszeiten-Zelt
- Zelt das relativ schnell auf- und abbaubar ist (Tunnelzelt ? )

Welche Zelte könnt Ihr Empfehlen
Grüße aus der Ortenau

Geändert von Ortenauer (23.11.20 14:01)
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#1450104 - 23.11.20 14:01 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Ortenauer]
Need5Speed
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 176
Hallo Ortenauer,

wir fahren zu zweit seit mehreren Jahren mit dem Eureka Keego 3 (einfach mal googeln) oder hier.. Das ist zwar kein Highend-Zelt, aber erfüllt seinen Zweck. Mit ca. 150 € bei Ebay ist es auch recht günstig und bietet mit 2 Apsiden genügend Stauraum für´s Gepäck. Die Apsiden sind allerdings zum Sitzen mit 2 Mann doch etwas eng. Der Platz innen reicht bei diesem 3-Personen-Zelt für 2 Leute allemal aus, aber das Gewicht ist mit ca. 3,5 kg eher schwer. Das Packmaß ist ca. 60-70 cm * 25 cm.

Es handelt sich in seiner Bauart um ein Kuppelzelt, welches den Vorteil hat, dass das Zelt auch ohne zusätzliche Stützen und Häringe stehen kann. Der Aufbau ist relativ simpel und geht flott.

Tüchtige Regenfälle hat das Zelt auch schon erlebt und ist immer trocken geblieben. Das Zelt wird aber auch vor jeder Saison ordentlich imprägniert.

Die Verabreitung ist so gut, dass bisher weder Nähte noch Reissverschlüsse Schaden genommen haben.

Sollte es etwas Leichteres sein, würde ich persönlich auf das MSR Hubba Hubba gehen. Das ist dann aber auch eine Ecke teurer.

Mit sportlichen Grüßen und allzeit gute Fahrt!
Heinz

Geändert von Need5Speed (23.11.20 14:06)
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#1450105 - 23.11.20 14:04 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Fricka]
Ortenauer
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 118
In Antwort auf: Fricka
Wir benutzen dies hier:

Nammatj 3

Wir haben uns das Zelt gekauft, als wir anfingen, immer längere Radreisen zu machen. Es sollte bei jedem Wetter eine sichere Unterkunft sein.


Bis auf den Preis (den Du aber nicht wissen konntest da ich meinen Beitrag erst jetzt nochmal zur Änderung gepostet habe) eigentlich wohl das Perfekte Zelt was die Daten angeht.

Hmm, der Preis ist halt so eine Sache - wenn das Zelt dann wesentlich länger hält gebe ich auch gerne das Doppelte aus.
Grüße aus der Ortenau
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#1450106 - 23.11.20 14:04 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Ortenauer]
rolf7977
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1245
Huhu,

wir fahren auch Tandem und haben uns für das Hilleberg Anjan 3 entschieden. Das ist deutlich leichter als das Nammatj, allerdings "nur" für Frühjahr bis Herbst gedacht. Das Packmaß liegt leicht untere dem des Nammatj.

Rolf
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#1450109 - 23.11.20 14:08 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Ortenauer]
Seniorradler
Mitglied
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Beiträge: 717
vielleicht mit einem Gepäck-Nachläufer die Mitnahmekapazität erhöhen, oder mit einem Anhänger.
Bei "Mehrwöchigen Touren" will man etwas mehr mitnehmen und da ist es auch gut für die Radlager wenn eine oder zwei Achsen mehr, das Gewicht trägt.
Man hätte dann die Luft ein "Zelt mit Stehhöhe" statt nur Sitzhöhe zu verwenden.
Was Du tun willst tue es jetzt, weil Morgen könntest du keine Gelegenheit mehr dazu haben ...

Denkt sich Seniorradler-67




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#1450112 - 23.11.20 14:18 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Need5Speed]
Ortenauer
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 118
In Antwort auf: Need5Speed
Es handelt sich in seiner Bauart um ein Kuppelzelt, welches den Vorteil hat, dass das Zelt auch ohne zusätzliche Stützen und Häringe stehen kann. Der Aufbau ist relativ simpel und geht flott.



Hmm, bei schlechtem Boden sicher ein Vorteil. Ansonsten ließt es sich acuh echt gut lediglich das Packmaß macht wohl einen Strich durch die Rechnung
Grüße aus der Ortenau
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#1450113 - 23.11.20 14:21 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Ortenauer]
macbookmatthes
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 791
Wir (2 Kids, 2 Erwachsene)

Nutzen ein Helsport Fjellheimen 4.
Riesen-Apsis, viel Platz drinnen und bei ruhigem Wetter reichen 6-8 Heringe und das Ding steht.
Kann mit Innenzelt und Footprint am Stück aufgebaut werden.
Nachteil: Preis. Gewicht ist etwa 4,3 kg mit Footprint, Heringen, etc.

Für‘s allein sein, habe wir noch 2 Helsport Ringstind.... grins
Ich fahre nur bei schönem Wetter...in Europa also gar nicht
https://bikephreak.wordpress.com
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#1450114 - 23.11.20 14:22 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: rolf7977]
Ortenauer
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 118
In Antwort auf: rolf7977
Huhu,

wir fahren auch Tandem und haben uns für das Hilleberg Anjan 3 entschieden. Das ist deutlich leichter als das Nammatj, allerdings "nur" für Frühjahr bis Herbst gedacht. Das Packmaß liegt leicht untere dem des Nammatj.

Rolf


Hmm, die Hilleberg scheinen ja sehr solide zu sein. Frühjahr bis Herbst wäre auch in Ordnung, im Winter sind wir dann auch lieber zu Hause vorm Kamin oder eben halt auf 1-Tages-Touren schmunzel

Das Gewicht ist tatsächlich einiges leichter.
Grüße aus der Ortenau
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Off-topic #1450115 - 23.11.20 14:23 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Ortenauer]
derSammy
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 18004
In Antwort auf: Ortenauer
Jetzt wurde ich vorhin unterbrochen und habe hier nicht entdeckt wo ich den Post bearbeiten kann daher so:

Du kannst hier Beiträge nur 12 Minuten lang editeren, danach ist die Tinte trocken. Ein Moderator könnte da noch nachbessern, aber in der Regel ist ein neuer Beitrag mit den Updateinformationen sinnvoller.
Komm wir grillen Opa. Es gibt Koch und Suppenfleisch!
Satzzeichen können Leben retten.
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#1450118 - 23.11.20 14:37 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Ortenauer]
derSammy
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 18004
Auf unseren Tandemreisen haben wir immer ein Terraquadro von Vaude benutzt. Das ist aus der Mark-Serie von Vaude.
Gundidee des Aufbaus:
Zeltstoff ausrollen.
Gestänge zusammen stecken
Gestängeenden in die Enden des Zeltes stecken
Zeltstoff wird mittels Wickelfaden am Gestänge befestigt
Fertsch, ggf. noch abspannen.

Das geht auch bei strömendem Regen ohne das das Innenzelt auch nur einen Tropfen ab bekommt wird und ohne Gestängefädelei.
Und was ich bei den Vaude-Zelten gut finde: Du kannst die Apsiden von oben her sehr weit öffnen. Damit kannst du für sehr viel Durchzug sorgen, so dass Kondenswasser quasi nie ein Problem ist. Zelte mit nur einem Eingang können das so nicht bieten.

Das Terraquadro gibts schon länger nicht mehr, aber Mark (UL) 3P gehen in diese Richtung. Bissl günstiger als Hilleberg.
Komm wir grillen Opa. Es gibt Koch und Suppenfleisch!
Satzzeichen können Leben retten.

Geändert von derSammy (23.11.20 14:38)
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#1450120 - 23.11.20 14:39 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Ortenauer]
Fricka
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 3368
Das Zelt ist jetzt neun Jahre alt und knapp 800 x auf- und abgebaut worden. Selbst die Reißverschlüsse funktionieren noch perfekt.

Ich habe damals 450 € dafür bezahlt. Inklusive Original-Unterlage. Es stammt aus einem Saison-Schlussverkauf in England. Das macht dann ungefähr 50 Cent pro Übernachtung. Geht doch.

Nett, wenn es überall die Zelte wegfetzt und man selber geht einfach mal so in sein trockenes Bett. Mir war das wichtig. Weil es eben oft keinen anderen Unterschlupf gab bei schlechtem Wetter. Island war da so ein Highlight.
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#1450121 - 23.11.20 14:42 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Seniorradler]
Fricka
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 3368
In Antwort auf: Seniorradler
vielleicht mit einem Gepäck-Nachläufer die Mitnahmekapazität erhöhen, oder mit einem Anhänger.
Bei "Mehrwöchigen Touren" will man etwas mehr mitnehmen und da ist es auch gut für die Radlager wenn eine oder zwei Achsen mehr, das Gewicht trägt.
Man hätte dann die Luft ein "Zelt mit Stehhöhe" statt nur Sitzhöhe zu verwenden.


Wir machen mindestens eine mehrmonatige Tour im Jahr. Wie lang die Tour ist, hat bei uns keine Auswirkungen auf das Gepäck.
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#1450127 - 23.11.20 14:50 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Fricka]
derSammy
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 18004
Wir wollen beim Tandem sicher nicht noch zusätzlich die Gepäckkapazität mehr als nötig erhöhen. Das Tandem ist so schon eine Herausforderung, wenn man es über Berge buckeln will. Da muss man es sich nicht noch durch Extragepäck (schwereres Zelt, schwerer Hänger) schwerer als nötig machen.
Unser Terraquadro ist mit allem mitgeführtem Zubehör irgendwo über 4kg. Aufpreis für wenige Gewicht ist durchaus überlegenswert. Die aktuellen Markzelte liegen da drunter.
Komm wir grillen Opa. Es gibt Koch und Suppenfleisch!
Satzzeichen können Leben retten.
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#1450128 - 23.11.20 14:56 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: derSammy]
Fricka
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 3368
Bei einem Tarptent kommt man auch mit einem Kilo aus. Wenn man das möchte.
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#1450137 - 23.11.20 15:10 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Ortenauer]
panta-rhei
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 6787
Unterwegs in Britisches Territorium im Indischen Ozean

Hallo Ortenauer


In Antwort auf: Ortenauer

Wo wir uns ziemlich sicher sind sind folgende Punkte:
- 3 Personen-Zelt (auch wenn wir nur zu 2.t sind, aber etwas Platz wäre schön)
- Packmaß maximal 60cm lang und ~ 20 cm Durchmesser (soll längs auf den Gepäckträger)
- Vorraum (Apside ? ) um im trockenen kochen oder Gepäck lagern zu können.

Unschlüssig bzw. nur grobe Vorgabe:
- Gewicht (hier haben wir noch keine Erfahrung) aber bis maximal 4,5 kg ?
- Preis bis ~500 €
- 3- gerne auch 4- Jahreszeiten-Zelt
- Zelt das relativ schnell auf- und abbaubar ist (Tunnelzelt ? )

Welche Zelte könnt Ihr Empfehlen


Hab das Tatonka Polar 3. Sturmfest, geräumig, leicht - bis auf den Preis (700,-) sollte es passen.

Das Tatonka Alaska 3 hat ein schwereres Aussenzelt, passt aber auch preislich für Dich genau (500,-)! Ich glaube, ich würde es heute sogar dem Polar 3 vorziehen, da es viel besser zu lüften ist, da 2 gegenüberliegende Eingänge da sind. Wir waren damals etwas zu streng mit dem Gewicht.
Liebe Grüsse - Panta Rhei
"Leben wie ein Baum, einzeln und frei doch brüderlich wie ein Wald, das ist unsere Sehnsucht." Nâzim Hikmet, Dâvet
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#1450156 - 23.11.20 16:07 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Ortenauer]
Need5Speed
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Beiträge: 176
Habe das Packmaß noch einmal gegoogelt: 46 x 17 cm Schreibt Wildcamper zum Eureka Keego 3. Bei mir wird das Zelt aber immer in einen Ortlieb-Sack 20 ltr. gepackt und quer oder längs über den Träger gelegt.
Mit sportlichen Grüßen und allzeit gute Fahrt!
Heinz
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#1450164 - 23.11.20 17:05 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Ortenauer]
Deul
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 8207
Ich habe unser Nammatj 3 GT jetzt nach 10 Jahren und 6-8 Wochen / Jahr Nutzung ersetzt. Ich glaube nicht, dass andere Hersteller diese Zeit erreichen. Das UV Licht hatte den Stoff versprödet. Nötig wäre nur ein neues Aussenzelt gewesen. Der Rest war noch gut und dient uns jetzt als Ersatzteillager für den Nachfolger.
Cycling is an addiction, it can drive you quite insane. It can rule your life as truly as strong whiskey and cocaine.
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#1450174 - 23.11.20 18:33 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Deul]
Rennrädle
Mitglied
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Beiträge: 7062
doch locker - unser letztes Vaude Mark 3 war 15 Jahre wirklich viel im Einsatz. Und es ist noch immer brauchbar, auch wenn ein Exped Orion Extreme dieses nun ersetzt hat.

Wäre auch ein Tip: die Exped-Zelte.

Gruß Rennrädle
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#1450182 - 23.11.20 18:52 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Rennrädle]
panta-rhei
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 6787
Unterwegs in Britisches Territorium im Indischen Ozean

In Antwort auf: Rennrädle
doch locker - unser letztes Vaude Mark 3 war 15 Jahre wirklich viel im Einsatz. Und es ist noch immer brauchbar, auch wenn ein Exped Orion Extreme dieses nun ersetzt hat.


Ist auch immer eine Frage des Finanzrahmens des TE (s.o.) ... finde zB die Zelte von Helsport/Hilleberg sehr interessant, auch silikonisierte Aussenzelte sind mir lieber ... aber für ein paar Jahre ein paar Wochen Ferien in Mitteleuropa tuts ja vielleicht auch ein Poly/Pu-Zelt von VauDE/Salewa/Tatonka ...
Liebe Grüsse - Panta Rhei
"Leben wie ein Baum, einzeln und frei doch brüderlich wie ein Wald, das ist unsere Sehnsucht." Nâzim Hikmet, Dâvet
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#1450183 - 23.11.20 18:55 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Rennrädle]
Deul
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 8207
Ich hatte gerade mit dem Exped Probleme auf der Südamerikareise. Das hatte nach 3 Wochen deutliche UV Schäden. War ein Andromeda II. Das Aussenzelt ist auf Garantie ersetzt worden, und jetzt bei unseren Töchtern im Einsatz.

Gruß
Detlef
Cycling is an addiction, it can drive you quite insane. It can rule your life as truly as strong whiskey and cocaine.
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#1450190 - 23.11.20 19:23 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Deul]
Ortenauer
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 118
Also zunächst habe ich nicht viele Zelte gefunden und dann kommt Ihr.
Ist ja nun eine Wahnsinns Auswahl; da unser örtlicher Outdoorhändler Vaude im Programm hat werde ich mir die Zelte dort mal Live anschauen.

Ansonsten kämpfe ich mich gerade durch Euere Vorschläge.
Grüße aus der Ortenau
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#1450191 - 23.11.20 19:26 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Ortenauer]
Fricka
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 3368
Sieh es dir unbedingt vor dem Kauf mal live an. Am besten bau es auch mal auf.
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#1450192 - 23.11.20 19:41 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Ortenauer]
Juergen
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 11419
Beim Kiefer in Freiburg habe ich mir ein Zelt gekauft. Die waren richtig nett dort. schmunzel
Außerdem haben die ein einfaches PDF mit allen Zelten und Gewichten, Preisen und sonstwas. https://sport-kiefer.de/fckfiles/Zelt%C3%BCbersicht.pdf
Gibt gerade 10% auf alle Zelte.
° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° °
Reisen +
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#1450212 - 23.11.20 21:09 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Ortenauer]
Mr. Pither
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1694
Bei Tunnelzelten lohnt der Blick nach Skandinavien, auch preislich.

Eine sehr große Auswahl hat XXL , darunter viele Exklusivmodelle zu vergünstigten Tarifen. Da habe ich mir letztes Jahr (in Norwegen) einen Bergans Tunnel mit sehr erfreulichem Packmaß für sehr wenig Geld gekauft.
Versand aber leider nur innerhalb der Länder, wo es auch Filialen gibt (Skandinavien und Österreich).

Gruß Florian
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#1450235 - 23.11.20 22:20 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: macbookmatthes]
bluesaturn
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 650
In Antwort auf: macbookmatthes

Für‘s allein sein, habe wir noch 2 Helsport Ringstind.... grins

Ist es dieses hier?
https://www.xxlsports.at/helsport-ringstind-pro-2-zelt-gruen/p/1165449_1_style
Sind 1,10m Liegebreite nicht sehr eng?

Leider ist das Outdoorseitenforum down, dort wurde ja auch immer gerne über die Hillebergzelte diskutiert.
Wenn ich micht richtig erinne, gab es wohl beim Nallo öfter mal Probleme mit dem Boden.
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Off-topic #1450271 - 24.11.20 07:24 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Ortenauer]
irg
Mitglied
abwesend abwesend
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Hallo!

In Antwort auf: Ortenauer
Also zunächst habe ich nicht viele Zelte gefunden und dann kommt Ihr.
Ist ja nun eine Wahnsinns Auswahl; da unser örtlicher Outdoorhändler Vaude im Programm hat werde ich mir die Zelte dort mal Live anschauen.

Ansonsten kämpfe ich mich gerade durch Euere Vorschläge.


Bei manchen Herstellern, darunter auch Vaude, wäre ich ein bisserl vorsichtig. Da hält die aktuelle Qualität nicht mit der früheren Schritt. Mit einer Suche im Forum wirst du sicher fündig!

lg!
georg
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Off-topic #1450273 - 24.11.20 07:32 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: irg]
Ortenauer
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 118
Vorab nochmal besten Dank an alle; das kenne ich aus anderen Foren gar nicht, dass man auf eine Frage von durchweg gutem Input förmlich erschlagen wird


In Antwort auf: irg
Hallo!

In Antwort auf: Ortenauer
Also zunächst habe ich nicht viele Zelte gefunden und dann kommt Ihr.
Ist ja nun eine Wahnsinns Auswahl; da unser örtlicher Outdoorhändler Vaude im Programm hat werde ich mir die Zelte dort mal Live anschauen.

Ansonsten kämpfe ich mich gerade durch Euere Vorschläge.


Bei manchen Herstellern, darunter auch Vaude, wäre ich ein bisserl vorsichtig. Da hält die aktuelle Qualität nicht mit der früheren Schritt. Mit einer Suche im Forum wirst du sicher fündig!

lg!
georg


Besten Dank für den Hinweiß, da muss ich gleich mal die Suche anschmeissen.
Grüße aus der Ortenau
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#1450285 - 24.11.20 09:01 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Ortenauer]
rolf7977
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1245
Ich melde mich nochmal. Ich würde in den Ebay-Kleinanzeigen mal nach Zelten zu suchen. Da gibt es nämlich immer wieder richtig teure und hochwertige Modelle, welche ohne "die richtige Begeisterung" gekauft wurden. Und wenn dann nach zwei Nächten auffällt, dass Zelten doch nicht das Richtige ist, dann wandert das quasi neue Zelt in die Bucht. Gerade ist da z. B. so ein Hilleberg Anjan 3 drin (ist Zufall, ehrlich).

Auf genau diese Weise hat vor vielen Jahren ein schönes Hillbergzelt sehr preisgünstig den Weg zu uns gefunden.

Ansonsten schlage ich noch mal die Salewa Denali Zelte vor. Die liegen noch in der gewünschten Gewichts- und Größenklasse.

Rolf
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#1450315 - 24.11.20 11:20 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Ortenauer]
ManfredK
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 149
Ich werfe noch das Halos von Wechsel in die Runde; die Zelte von Exped wurden ja schon genannt. Das Halos bietet viele Möglichkeiten, es sich bequem zu machen und auch mal bei miesem Wetter zusammen zu kochen. Das Zelt erfüllt die geforderten technischen Spezifikationen, ist aber leider etwas teurer. Aber vielleicht hilft ja die "Bucht".
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#1450316 - 24.11.20 11:20 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: rolf7977]
Ortenauer
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 118
Zitat:
Ich melde mich nochmal. Ich würde in den Ebay-Kleinanzeigen mal nach Zelten zu suchen. Da gibt es nämlich immer wieder richtig teure und hochwertige Modelle, welche ohne "die richtige Begeisterung" gekauft wurden. Und wenn dann nach zwei Nächten auffällt, dass Zelten doch nicht das Richtige ist, dann wandert das quasi neue Zelt in die Bucht. Gerade ist da z. B. so ein Hilleberg Anjan 3 drin (ist Zufall, ehrlich).


Absolut guter Tip, da werde ich auch mal ein Auge drauf werfen.
Grüße aus der Ortenau
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#1450321 - 24.11.20 12:26 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: bluesaturn]
macbookmatthes
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 791
In Antwort auf: bluesaturn
In Antwort auf: macbookmatthes

Für‘s allein sein, habe wir noch 2 Helsport Ringstind.... grins

Ist es dieses hier?
https://www.xxlsports.at/helsport-ringstind-pro-2-zelt-gruen/p/1165449_1_style
Sind 1,10m Liegebreite nicht sehr eng?

Leider ist das Outdoorseitenforum down, dort wurde ja auch immer gerne über die Hillebergzelte diskutiert.
Wenn ich micht richtig erinne, gab es wohl beim Nallo öfter mal Probleme mit dem Boden.


Jep,

das ist die neue Version mit 2 Gestängen. Ist aber für 1 Person völlig ausreichend, 1 Erwachsener plus 1 Kind geht auch noch gut. 2 Erwachsene müssen sich aber schon lieb haben... grins
Ich fahre nur bei schönem Wetter...in Europa also gar nicht
https://bikephreak.wordpress.com
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Off-topic #1450348 - 24.11.20 18:39 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: rolf7977]
bluesaturn
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 650
In Antwort auf: rolf7977
Ich melde mich nochmal. Ich würde in den Ebay-Kleinanzeigen mal nach Zelten zu suchen. Da gibt es nämlich immer wieder richtig teure und hochwertige Modelle, welche ohne "die richtige Begeisterung" gekauft wurden. Und wenn dann nach zwei Nächten auffällt, dass Zelten doch nicht das Richtige ist, dann wandert das quasi neue Zelt in die Bucht. Gerade ist da z. B. so ein Hilleberg Anjan 3 drin (ist Zufall, ehrlich).

Auf genau diese Weise hat vor vielen Jahren ein schönes Hillbergzelt sehr preisgünstig den Weg zu uns gefunden.

Hallo Rolf,
hast du es dann persönlich abgeholt?
Ich habe gerade bei Ebay-Kleinanzeigen geschaut, die erste Anzeige warnt vor Betrug bei einem Verkaeufer.
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#1450360 - 24.11.20 20:01 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Ortenauer]
natash
Moderator Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 6650
Servus,
wenn Ihr die Hilleberg Zelte noch nicht kennt und davon überzeugt seid, dass sie zu Euch und Euren Vorlieben passen, würde ich ein eher preisgünstigeres Zelt wählen. Oder es zumindest vorher begutachten. Mein Gatte brachte vor etlichen Jahren das Nallo 2 in den Haushalt und wir bevorzugten lange dennoch mein billiges Vaude Kuppelzelt mit zwei Eingängen (das gleiche Modell gibt es seit vielen Jahren nicht mehr). Das wiegt natürlich mehr (3,5 kg statt 2,6) hat aber erheblich weniger Kondenswasserprobleme, was bei unseren bevorzugten Zielen (Gebirge in Süd- und Mitteleuropa, Westeuropa, Südosteuropa uä) eher unvorteilhaft ist. Für Skandinavien und stürmische Ecken in zb Island ist es sicher toll. Aber das sind halt eher nicht unsere Ziele. Für uns wars also rausgeschmisses Geld.
Aktuell haben wir ein günstiges Zelt (ursprünglich wohl für den russischen Markt), das nach 10 Jahren leicht undicht wurde gegen ein Robens Lodge 3 ersetzt (3 1/2kg und sehr breit). Hätte es das nicht im Angebot gegeben, wäre unsere Wahl auf ein tschechisches Model der Marke Pinguin gefallen. Überhaupt lohnt ein Blick ins östliche Mitteleuropa, da ist diese Zelterei viel weiter verbreitet als hier und gutes Material zu angenehmen Preisen vorhanden.
Leider wohnen wir hier in Baden in der falschen Richtung um kurz einmal einen tschechischen oder auch polnischen Outdoorladen zu besuchen (grad ja eh nicht).
Gruß
Nat
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Off-topic #1450379 - 24.11.20 21:20 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: bluesaturn]
rolf7977
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1245
Ich hatte es damals persönlich abgeholt. Bezug auf die von mir gemeinte Anzeige per PN

Rolf
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Off-topic #1450434 - 25.11.20 09:42 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: bluesaturn]
Fricka
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Wir holen in solchen Fällen immer persönlich ab und bezahlen nichts im voraus. Speziell, was Hilleberg-Zelte betrifft, haben wir auf diese Weise noch nie eins angetroffen, was noch verwendbar war.

Wir kaufen auch oft gebrauchte Fahrräder. Da ist das auch wichtig, um keine Schrottsammlung anzulegen. Einmal sind wir bis in den Norden von Brandenburg gefahren, um ein sehr günstiges Trike abzuholen. Der Verkäufer hatte sich das inzwischen anders überlegt, war erst nicht anzutreffen und wollte es dann nicht abgeben. Bei Ebay sind solche Aktionen nicht ungewöhnlich.
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Off-topic #1450438 - 25.11.20 11:35 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Fricka]
bluesaturn
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In Antwort auf: Fricka
Wir holen in solchen Fällen immer persönlich ab und bezahlen nichts im voraus. Speziell, was Hilleberg-Zelte betrifft, haben wir auf diese Weise noch nie eins angetroffen, was noch verwendbar war.

Verstehe ich das richtig, dass die von Dir bisher ausgewaehlten Hilleberg-Zelte bei ebay immer kaputt waren oder zumindest stark beeintraechtigt?
entsetzt

In Antwort auf: Fricka
Der Verkäufer hatte sich das inzwischen anders überlegt, war erst nicht anzutreffen und wollte es dann nicht abgeben. Bei Ebay sind solche Aktionen nicht ungewöhnlich.
traurig Grosser Mist. Hast du es noch bekommen?
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Off-topic #1450440 - 25.11.20 12:02 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: bluesaturn]
Fricka
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So viele waren es nicht. Preisgünstige Hilleberg-Zelte werden nicht oft angeboten. Und teure würde ich dann eher neu kaufen.

Und ja. Wir haben das Trike im Endeffekt bekommen. Wir sind einfach so lange geblieben bis es auftauchte. Es war frisiert. Wahrscheinlich sollten wir es deswegen nicht mitnehmen. Natürlich haben wir das zu Hause rückgebaut und dann war alles in Ordnung.
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Off-topic #1450444 - 25.11.20 12:55 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Fricka]
rolf7977
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In Antwort auf: Fricka
So viele waren es nicht. Preisgünstige Hilleberg-Zelte werden nicht oft angeboten. Und teure würde ich dann eher neu kaufen.


So richtig billig werden die Hillebergs nicht, und wenn dann sind sie oftmals richtig "abgerockt". Aber wenn das fast neue Zelt nur ein paar mal aufgebaut wurde und dann 25-30% billiger ist als der Neupreis, kann das schon alles gut gehen. Bei uns ist es gut gegangen. Wir hatten bei ebay-Kleinanzeigen ein Nallo 4GT für knapp 700 EUR bekommen. Das ist nur ein oder zwei Mal aufgebaut gewesen. 700,00 EUR für ein Zelt ist immer noch viel Geld. Aber immer noch besser als gut 1100 EUR für ein ganz Neues.

Rolf
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Off-topic #1450464 - 25.11.20 18:18 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: rolf7977]
Juergen
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Ich hab mal ein Nammatj verkauft. Die Interessenten suchten Fehler mit der Lupe. Keine Chance, nicht einen halben Cent bin ich runter gegangen. grins
° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° °
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Geändert von Juergen (25.11.20 18:20)
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Off-topic #1450513 - 26.11.20 05:35 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Fricka]
Ortenauer
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In Antwort auf: Fricka
Wir holen in solchen Fällen immer persönlich ab und bezahlen nichts im voraus. Speziell, was Hilleberg-Zelte betrifft, haben wir auf diese Weise noch nie eins angetroffen, was noch verwendbar war.


Hmm, das klingt ja nicht so toll; auf was sollte man denn bei den Hilleberg Zelten genau achten ?
Grüße aus der Ortenau
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#1450537 - 26.11.20 08:47 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Ortenauer]
irg
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Nicht speziell auf Hilleberg bezogen:

Beim Gebraucht-Kauf solltest du allgemein auf Beschädigungen (die eher selten auf treten dürften) achten, so wie auf Verschleißerscheinungen. Je nach Material siehst du die UV-Exposition, die das Zelt hinter sich hat, durch Ausbleichen, manchmal aber gar nicht. Wenn die Rechnung noch vorhanden ist, kann man daraus das Alter ablesen.

Auch ein Blick auf die Heringe kann sich lohnen: Haben sie raue Behandlung hinter sich, oder sind sie ausgetauscht, kann das ein Hinweis sein, dass das Zelt schon einiges hinter sich hat.

Wie laufen die Reißverschlüsse? Mit normalem Widerstand, oder labbrig oder gar mit sehr hohem? Haben sie noch ihre originalen Schieber? Sehr oft auf- und zu gezogene Reißverschlüsse leiden fast immer zuerst an den Schiebern. Sie weiten sich auf und laufen labbrig, mit sehr wenig Widerstand. Dann zieht sich oft der Reißverschluss irgendwo auf. Als Abhilfe drückt man die Schieber etwas zusammen. Wenn sie dadurch ganz leicht zu weit zusammen gedrückt wurden, laufen sie ziemlich rau. Labbrig und rau sind meistens Anzeichen von ausgeleierten Reißverschlüssen. Reißverschlüsse kann man selbst tauschen, bei einem alten Zelt wird es sich aber kaum lohnen. Einfacher ist es, nur den Schieber zu tauschen.

Wenn ein Reißverschluss an einer Stelle klemmt, lohnt ein genauer Blick auf diese. Oft ist er dort beschädigt. Das bedeutet dann aber meistens den Tausch des gesamten Reißverschlusses, wenn du nicht unterwegs im Nirgendwo einen Totalausfall riskieren willst. Dieser Aufwand müsste sich im Preis deutlich niederschlagen.

Wie schaut das Gestänge aus? Siehst du abgescheuerte Stellen? Das wären Hinweise, dass das Zelt doch nicht, wie vom Verkäufer vielleicht behauptet, nur 2x auf einer Wiese auf gebaut gewesen sein kann. Ist das Gestänge, von eventuell vom Hersteller vorgebogenen Segmenten abgesehen, gerade? Siehst du an den Stellen, an denen die Segmente zusammengesteckt werden, feine Risse?

Ein Gebrauchtkauf kann eine tolle Gelegenheit oder ein Reinfall sein. Gibt der Verkäufer sein Hilleberg her, weil es für ihn nicht passt, oder weil es das Ende seiner Lebensdauer erreicht hat? Das Alter gibt nur bedingt Auskunft: Ein selten benütztes Zelt kann noch nach vielen Jahren vollkommen dicht sein (mein erstes Wechsel hat das 15-16 Jahre lang geschafft), das selbe Zelt kann bei intensivem Gebrauch schon nach wenigen Jahren am Ende sein.

lg!
georg

Geändert von irg (26.11.20 08:48)
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Off-topic #1450544 - 26.11.20 10:05 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Ortenauer]
Fricka
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Ein abgerocktes Zelt zu kaufen, finde ich nicht sinnvoll. Schließlich will ich lange was davon haben. Ich würde zum Beispiel mein Zelt auch nicht kaufen. Ich habe es zwar behandelt wie meinen Augapfel. Es immer selbst aufgebaut, damit da keiner dran reißt. Es immer gut getrocknet und wie vorgeschrieben aufbewahrt (im Schlafzimmer lose in einem Aufbewahrungssack. Es hat fast nie über Tag in der Sonne gestanden. Und wenn irgendmöglich nur auf gut gepflegter Wiese. Die Heringe sehen allerdings stark gebraucht aus. Es sind auch nicht mehr die ursprünglichen. Mit den Hilleberg-Heringen konnte ich nichts anfangen. Ich habe jetzt eine genau abgezählte, aber gemischte Sammlung dabei, um auf allen Böden zurechtzukommen ohne ein überflüssiges Gramm Gewicht.

Ob ein Zelt ein Fehlkauf war und deshalb so gut wie nie genutzt wurde oder seinen Dienst schon getan hat, sieht man sofort.
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#1450636 - 26.11.20 20:43 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: irg]
Ortenauer
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In Antwort auf: irg
Nicht speziell auf Hilleberg bezogen:

Beim Gebraucht-Kauf solltest du allgemein auf Beschädigungen (die eher selten auf treten dü...

...nur bedingt Auskunft: Ein selten benütztes Zelt kann noch nach vielen Jahren vollkommen dicht sein (mein erstes Wechsel hat das 15-16 Jahre lang geschafft), das selbe Zelt kann bei intensivem Gebrauch schon nach wenigen Jahren am Ende sein.

lg!
georg


Besten Dank für die Tips
Grüße aus der Ortenau
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#1450657 - 27.11.20 08:27 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Ortenauer]
irg
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Vielleicht noch etwas: Wasserdichtigkeit ist auch eine Frage der Einwirkungszeit, frag mich nicht, warum. Ich habe bei zwei Zelten erlebt, dass diese kräftige Güsse problemlos ab gehalten haben, bei stundenlangem Regen aber mit der Zeit Wasser durch ließen. Warum das so ist, ist mir nicht klar.

Für den Kauf wird das kaum ein Thema sein, da kaum jemand ein zu verkaufendes Zelt vor dem Käufer eine Nacht lange unter den Rasensprenger stellen wird. Es könnte aber ein Verkaufsgrund sein.

lg!
georg

Geändert von irg (27.11.20 08:28)
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#1451074 - 02.12.20 12:58 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Ortenauer]
Ortenauer
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Besten Dank nochmals für die ganzen Tips.

Wir verbleiben nun so, dass wir mal abwarten und im kommenden Frühjahr (März ~ Mai) beim Händler die neuen Zeltmodelle anschauen. Aktuell steht nicht viel in den Läden und es sind in den kommenden 6-8 Wochen noch andere Ausgaben geplant so, dass wir das Zelt mal hinten an stellen --> zumal wir es über den Winter nicht brauchen.
Grüße aus der Ortenau
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#1451077 - 02.12.20 13:20 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Ortenauer]
Juergen
Moderator
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Weise Entscheidung!
Im Mai ist Forumstreffen. Dann kannst Du dir viele Zelte im Detail anschauen. Ob Hilleberg oder China-Klon. Alles vor Ort. schmunzel
° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° °
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#1451082 - 02.12.20 13:51 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Juergen]
natash
Moderator Übernachtungsnetzwerk
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In Antwort auf: Juergen
Weise Entscheidung!
Im Mai ist Forumstreffen. Dann kannst Du dir viele Zelte im Detail anschauen. Ob Hilleberg oder China-Klon. Alles vor Ort. schmunzel


und sie könnten sogar mit dem Tandem anreisen schmunzel
Wenn man aufs Geld achten muss, empfiehlt es sich dennoch antizyklisch zu kaufen, d.h. Zelte und Räder im Herbst und Spikereifen und Schneeschuhe im Sommer.
Gruß
Nat
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#1451092 - 02.12.20 16:17 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: natash]
Sattelstütze
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Hallo,

Nat hat recht, Zelte kauft man antizyklisch. Zum Beispiel das MSR Elixir 2. Ein leichtes und geräumiges Zelt mit zwei Eingängen, geeignet von Frühjahr bis Herbst. Das hat mich vor einem Jahr nur etwas mehr als 200 Euronen gekostet, im Sommer kostet es glatt bis zu einem Hunni mehr. Gibt es im Netz auch jetzt für kleines Geld.

Gruß

Wolfgang
Ein Leben ohne Lenkertasche ist möglich - aber sinnlos (frei nach Keine Ahnung und Loriot)
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#1451122 - 03.12.20 06:46 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Sattelstütze]
cyclerps
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Das kaufe ich aktuell für 219.-€ bei Sportgigant. Das 1-Personen Zelt hab ich schon. Die Hütte ist geräumig, gute Qualität, große Apsis.
Gruss
Markus
Forza Victoria !

When nothing goes right -> go left!
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#1451135 - 03.12.20 08:24 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Ortenauer]
Biotom
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Noch nicht erwähnt wurden die Zelte von Nemo; die werden beim OutdoorGearLab jeweils noch gut bewertet. Bei meinem Tourstyl bin ich ja recht sensibel bezüglich Gewicht (viel Schieben und Tragen), da habe ich jetzt mal das Nemo Hornet 2P bestellt. Das Zelt kommt mit allen Säcken auf 1110g, plus 190g für den Footprint. Das Material scheint mir auf den ersten Blick trotz des geringen Gewichts recht robust zu sein.
Für wochenlang zu zweit bei allen Wetterbedingungen würde ich aber sicher was anderes nehmen.
I never go for a walk without my bike.

Link auf Biotoms Tourberichte
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#1451199 - 03.12.20 14:27 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Ortenauer]
Elric
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Mich begleitet schon seit Jahren ein Vango Banshee 300.
Ausreichend Platz für 2 (mit mehreren Taschen), etwas Platz in der Apside und Wind- & Schneetauglich (Island-erprobt).

Kostet mit <180€ auch nicht die Welt.

Packmaß:
46 x 17 cm
Gewicht:
2.800 g
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#1451200 - 03.12.20 14:46 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Elric]
farnotfast
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Das Vango Banshee kann auch ich empfehlen, allerdings kenne ich nur die Variante für zwei Personen. Auch wenn das nicht das leichteste Zelt ist, bin ich von der Qualität und dem Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt. Wind und Wetter bereiten damit nach 5 Jahren und rund 80 Übernachtungen keine Sorgen. Die zwei Zugänge will ich auch alleine nicht mehr missen. Für mein Gepäck reichen die Apsiden locker, darin kochen ist allerdings nicht drin.
Grüße, Stephan
mapline - Erstelle druckbare Karten entlang deiner Route

Geändert von farnotfast (03.12.20 14:48)
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#1451276 - 04.12.20 07:29 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Ortenauer]
Ortenauer
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Da nun auch MSR gefallen ist , wie sind die Zelte denn so ?

In etlichen Blogs werden die ja über den grünen Klee gelobt, wenn ich mir die Blogs aber dann genauer anschaue hat es meist einen faden Beigeschmack was mich dann verunsichert ob diese Positiven Vorstellungen tatsächlich so gut sind.
Grüße aus der Ortenau
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#1451283 - 04.12.20 08:06 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Ortenauer]
rolf7977
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In Antwort auf: Ortenauer
Da nun auch MSR gefallen ist , wie sind die Zelte denn so ?


wir haben (auch) ein MSR Carbon reflex 3. Ein Dreimannzelt, bequem für zwei Personen. Wiegt nur knapp über 1 kg und hat ein winziges Packmaß. Wir haben es extra für Tandemtouren gekauft, wenn wir ohne Hänger unterwegs sein wollen. Für unsere gemäßigten Breiten ist es voll ok. Allerdings ist es recht preisintensiv. M. E. aber das Geld wert.

Meine Tochter und ihr Partner haben ein MSR Hubba...irgendwas und machen damit Trekking in Eifel, Schwazwald und Skandinavien. Sie sind auch sehr zufrieden damit.

Rolf
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#1451289 - 04.12.20 08:35 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: rolf7977]
Fricka
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Zitat:
Wiegt nur knapp über 1 kg und hat ein winziges Packmaß.


Damit sind die Vorteile aufgezählt. Mir wäre das für lange Radreisen deutlich zu wenig. Dazu brauche ich nicht einmal Island. Die bayrischen Gewitter können es ganz schön in sich haben.

Nichts ist schöner als nach einem Wolkenbruch ins trockene Zelt zu krabbeln. In dem Wissen, dass es am nächsten Morgen noch genauso trocken sein wird. Wir haben etliche Unwetter erlebt, bei dem alle Zelte rundum platt waren.

Neben den Hilleberg-Zelten war offensichtlich auch der Vaude-Iglu (Mark?) unverwüstlich.

Man muss halt genau überlegen, was man damit machen will. Bei uns war das damals "was auch immer". Wir haben keine Zeltsammlung. Das eine muss für alles taugen.
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#1451299 - 04.12.20 09:17 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Fricka]
rolf7977
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In Antwort auf: Fricka
Zitat:
Wiegt nur knapp über 1 kg und hat ein winziges Packmaß.


Damit sind die Vorteile aufgezählt. Mir wäre das für lange Radreisen deutlich zu wenig. Dazu brauche ich nicht einmal Island. Die bayrischen Gewitter können es ganz schön in sich haben.


Island würde ich damit nicht machen, aber das gehört ja auch nicht zu unseren gemäßigten Breiten. Eifelgewitter hält es gut aus, das hatten wir schon. Das Zelt bietet zwei Eingänge und Platz für zwei ausgewachsene Mitteleuropäer samt Gepäck. Problem beim Fragesteller ist ja die etwas begrenzte Ladekapazität auf dem Tandem. Das geht m. E. nicht ohne Kompromisse. Wo man Abstriche machen möchte, muss dann jeder selbst wissen.

Rolf
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#1451307 - 04.12.20 10:03 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: rolf7977]
Juergen
Moderator
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Mir war nicht klar, dass die Hütte so leicht ist. Jetzt habe ich aber gerade soviel Kohle ausgegeben, dass für ein neues Zelt das Budget nicht mehr reicht. weinend
° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° °
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#1451362 - 04.12.20 19:13 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: rolf7977]
chrisli
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Bonsoir!
Ich möchte mich hier dranhängen: Auch ich suche ein Zelt, wobei es unter 500,-€ kosten und unter 3 kg wiegen soll. Ein solider Stoff ist mir wichtig. Und ein kleines Packmaß. Ein VAUDE Taurus 2P - Kuppelzelt konnte mich nicht zufriedenstellen. Gibt es Alternativen zum Hubba Hubba?
Notfalls sollen 2 Pers. reinpassen, das erwähnte Vaude ist schon knapp.
LG, Chris
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#1451370 - 04.12.20 20:32 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: chrisli]
Rennrädle
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Schau doch mal nach der Ringstind Serie.

ZB das Pro 2 - ist nicht solch ein Super Light sondern von den Materialien schon stabiler und ca 2,2 kg.

Gruß Rennrädle
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#1451403 - 05.12.20 10:12 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Rennrädle]
Fricka
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Bei auf superleicht getrimmten Teilen bezieht sich das auf jede Komponente. Deshalb haben wir zum Beispiel anstelle des Nallo ein Nammatj gekauft. Da muss man seinen persönlichen Kompromiss finden.

In Island waren sehr viele mit Decathlon-Zelten unterwegs. Da brauchte es nicht viel. um die zu fetzen. Die stärkeren Unwetter haben wir allerdings in Bayern erlebt. Und einen Jahrhundertregen in Rinteln. Wo alle außer uns und den Bewohnern eines Helsports am nächsten Morgen im Waschhaus zwischen ihren nassen Schlafsäcken lagen. Bei genügend Sturm knickt es überleichte Gestänge.

Wir waren viele, viele Jahre mit einem Billig-Iglu mit dem Auto auf Campingtouren. Außerdem war es mir in jungen Jahren völlig egal, wie hoch das Wasser im Zelt steht. Wenn man ein Auto in Reichweite hat, wechselt man eben da hin, wenn das Zelt platt ist. Mit dem Rad unterwegs, hat man die Möglichkeit nicht.

Besonders stören mich übrigens superleichte Reißverschlüsse.
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#1451415 - 05.12.20 10:48 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Fricka]
derSammy
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Vielleicht hab ich bisher die "falschen" Zelte gekauft, aber ich hatte bisher erst zwei mal Wasserschäden bei Zelten. Das eine war ein Baumwoll-DDR-Zelt. Das war wirklich nicht mehr dicht, aber sowas gibts wohl auch nicht mehr zu kaufen (oder man weiß, was man tut).
Zweiter Wassereinbruch war bei einem Billigzelt aus dem Aldi. Da hatten sich die asiatischen Näherinnen grob mit der Nähmaschine verfahren. Nähte nachgedichtet, hält.

Zelte die durchregnen, habe ich darüber hinaus noch nie erlebt, bestenfalls drückt es mal Wasser von unten durch. Das hat dann aber damit zu tun, dass man das Zelt in einer Pfütze aufgebaut hat (die vor dem Regen womöglich trocken war).

Wind haben unsere Zelte auch schon abbekommen. Da kann ich mir vorstellen, dass der zu leichte Gestänge brechen kann. Aber selber beobachten konnte ich das auch noch nicht.

Worauf ich hinaus will: Bei welchen (Billig-?)Zelten darf ich denn überhaupt mit Wassereinbruch oder Windversagen rechnen? Klingt hier bissl so, als ob das bei allen außer Hilleberg der Fall sei. Meine Erfahrung ist eher gegenteilig, dass man diese Fehlkonstruktionen schon gezielt suchen muss.
Komm wir grillen Opa. Es gibt Koch und Suppenfleisch!
Satzzeichen können Leben retten.
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#1451422 - 05.12.20 11:03 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Fricka]
natash
Moderator Übernachtungsnetzwerk
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Ich gehöre zwar zu den Leuten hier, deren weltläufige Reiseerfahrung eher bescheiden ist, weil es bei mir weder Zeit noch Mittel hergeben und für mich die Radlerei ohnehin im Vordergrund steht, so habe sogar ich schon Stürme erlebt. Den übelsten interessanterweise im Salzkammergut, den unser günstiges, russischstämmiges und eher robustes Igluzelt ganz gut überstanden hat (man musste allerdings während der schlimmsten Minuten die Stangen festheben), während andere ihre Zelte hinterher entsorgen durften. Besonders übel hatte es einen Reiseradler getroffen, dessen teures Expeditionsleichtzelt einer bekannten Marke am nächsten Morgen in zwei Teilen über dem Rad drapiert zu besichtigen war. Das gute Stück hatte es sauber in der Mitte durchgerissen.
Schon alleine deshalb würde ich auf Marketingversprechen und ambitionierte Preise wenig geben, sondern ein Zelt vor dem Kauf vor allen genau anschauen. Ein ausgesprochenes Leichtzelt muss das Gewicht ja irgendwo sparen, deshalb würde ich ein solches eher als Zweitzelt für kurze sportliche Touren oder als Ausweichmöglichkeit für feste Unterkünfte in touristisch erschlossenen Gebieten mitführen. Als alleiniges Zelt auf Touren durch Ecken, wo man nicht alternativ an einem trockenen Ort unterschlüpfen kann, wärs mir zu gewagt.
Wir haben noch ein leichtes Marmot- Bergsteigerzelt, dass der örtliche Outdoorhändler mal für kleines Geld (Ausstellungsexemplar) verkauft hat.
Das hat kein Innenzelt (und somit kein Mückenetz), ist aber dennoch bislang überraschend dicht bei Regen. Den Boden musste ich gleich nach Erstbenutzung flicken, weil meine Cleats (war ein Versehen) einen Riss verursacht haben. Für ein Wochenende oder ein paar Tage in Schwarzwald oder Vogesen,Jura, Alpen oder ähnlich nahen und erschlossenen Gebieten im Sommer ist es ok (solange es nicht an stehendes Gewässern steht). Für Touren die darüber hinausgehen, wollte ich es nicht nehmen. Das wäre mir zu empfindlich. Und die Farbe (orange) ist für wildes Campieren zudem suboptimal.
Gruß
Nat
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#1451427 - 05.12.20 11:58 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: derSammy]
Fricka
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Es gibt yt-Filmchen mit Zelten im Windkanal. Da kann man sehen, wo die ihre Schwachstellen haben.

In unserem Billig-Iglu war es drinnen immer ungefähr so nass wie draußen. Unten reichte das Überzelt nicht bis über das Unterzelt. Da regnete es auf den Fußpunkt. Der Boden war nicht hochgezogen. Da lief es schnell rein. Von oben tropfte reichlich das Kondenswasser. Der Abstand zwischen Innen- und Außenzelt war viel zu knapp und Entlüftung gab es nicht. Nach jedem Gewitter mussten wir das Gestänge flicken, nachdem wir unter dem zusammengedrückten Rest unseres Zeltes herausgekrabbelt waren.

Wir haben mal in Immenstadt gezeltet, als die Kinder klein waren. Da gab es teilweise jeden Abend ein Gewitter. Dabei stand dann am Hang das Wasser kniehoch. Die Zelte wurden eingeebnet. Im Anschluss kam die Feuerwehr, um die Wohnmobile auszupumpen. Die Zelte wurden ausgeschüttet und über den Zaun gehängt. Im Sanitärhaus liefen alle Trockner, um die Schlafsäcke zu trocknen.
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Off-topic #1451436 - 05.12.20 12:53 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: natash]
panta-rhei
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Unterwegs in Britisches Territorium im Indischen Ozean

In Antwort auf: natash
Ein ausgesprochenes Leichtzelt muss das Gewicht ja irgendwo sparen,


Sehe ich genauso - das geht oft vergessen.

Habe zB son silent wing Naturehike. Leicht und billich, und ja es hat auch noch nicht reingeregnet. Soweit, so gut. Die Stangen sind aber extradünn, die Heringe echt Mist (scharfkantig UND verbiegen superschnell), das Innenzelt ist aus Mosistoff und die Abspannpunkten sind es auch etwas knapp bemessen. Hätte ich auf meine Wanderung zu Zweit mit Biwak auf 2500 in den Alpen nicht mitgenommen. Für den Süden oder ein Forumstreffen aber supi ;-) ...
Liebe Grüsse - Panta Rhei
"Leben wie ein Baum, einzeln und frei doch brüderlich wie ein Wald, das ist unsere Sehnsucht." Nâzim Hikmet, Dâvet

Geändert von panta-rhei (05.12.20 12:54)
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#1451452 - 05.12.20 14:28 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: chrisli]
irg
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Z.B. das Ringstind 2 könnte passen, wie hier:
Ringstind 2

Ich habe eines für mich alleine, 2 Leute haben aber auch, etwas beengt, aber machbar, drin Platz. Und es regnet dir auch nicht hinein, wie beim Taurus. Wenn du auf besonderen Leichtbau gehen willst, findest du es auch leichter. Mir ist es zu blöd, dauernd Zelte wegen Unbrauchbarkeit zu tauschen.

lg!
georg
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#1451454 - 05.12.20 14:31 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: irg]
irg
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Tut mir leid, dass der Link auch im zweiten Versuch nicht funktioniert, mit der Suche nach Ringstind 2 bei google findest du sofort Angebote unter 500€.

lg!
georg
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#1451500 - 05.12.20 18:17 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: derSammy]
buche
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In Antwort auf: derSammy

Worauf ich hinaus will: Bei welchen (Billig-?)Zelten darf ich denn überhaupt mit Wassereinbruch oder Windversagen rechnen?

Als noch nicht ganz klar war, ob meiner besseren Hälfte das Zelten gefällt (tuts eher nicht^^), waren wir mit einem Noname-Zelt der 25 Euro-Kategorie von eBay unterwegs. Nach 5 oder 6 Übernachtungen war es bei einem einfachen, aber ausdauernden Landregen derart undicht, dass einem in der Nacht Wasser durch alle Nähte tropfte. An Schlaf war nicht zu denken.

Allerdings wars auch kein Problem, am Tag drauf in den nächstbesten Carrefour zu gehen, ein neues Zelt zu kaufen und das alte in den Mülleiner zu stopfen. Insofern würde ich für Reisen in zivilisierten Gegenden keine Wissenschaft aus der Zeltauswahl machen zwinker

LG Erik
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#1451512 - 05.12.20 19:30 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: buche]
kaman
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In Antwort auf: derSammy

Worauf ich hinaus will: Bei welchen (Billig-?)Zelten darf ich denn überhaupt mit Wassereinbruch oder Windversagen rechnen?

Als noch nicht ganz klar war, ob meiner besseren Hälfte das Zelten gefällt (tuts eher nicht^^), waren wir mit einem Noname-Zelt der 25 Euro-Kategorie von eBay unterwegs. Nach 5 oder 6 Übernachtungen war es bei einem einfachen, aber ausdauernden Landregen derart undicht, dass einem in der Nacht Wasser durch alle Nähte tropfte. An Schlaf war nicht zu denken.

Allerdings wars auch kein Problem, am Tag drauf in den nächstbesten Carrefour zu gehen, ein neues Zelt zu kaufen und das alte in den Mülleiner zu stopfen. Insofern würde ich für Reisen in zivilisierten Gegenden keine Wissenschaft aus der Zeltauswahl machen zwinker

LG Erik


Da must du aber aufpassen damit du keiner Greta Thunberg über den Weg läufst. Und ob das "nächstbeste aus dem Carrefour" besser ist ?
Es gibt durchaus günstige, wetterfeste, haltbare Zelte, auch wenn sie etwas mehr wiegen.
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#1451519 - 05.12.20 20:02 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: kaman]
buche
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In Antwort auf: kaman

Da must du aber aufpassen damit du keiner Greta Thunberg über den Weg läufst. Und ob das "nächstbeste aus dem Carrefour" besser ist ?
Es gibt durchaus günstige, wetterfeste, haltbare Zelte, auch wenn sie etwas mehr wiegen.

Wenn ich Greta erzähle, dass das Ersatzzelt aus dem lokalen Einzelhandel kommt und noch jahrelang treue Dienste leistet, u.a. als Festivalzelt, dann ist die auch glücklich grins
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#1451596 - 06.12.20 09:43 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: buche]
Andreas aus Graz
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Ich hab mir eins direkt aus China bestellt. Und dann noch eins. Und eines für einen Freund.

Für 2 kg kommen hier 2 Leute unter, meine Küchenwaage zeigt 1995 Gramm für ein 3F UL in der 2-Personen-Version mit Silnylon-Überzelt und Mesh-Innenzelt. MIT Footprint, Zeltnägeln und allen Säcken ...
https://de.aliexpress.com/item/4000410751996.html?spm=a2g0o.cart.0.0.74d83c00PhcFrg&mp=1

Man kann sich das Zelt konfigurieren, es gibt 3 Farben, zwei Innenzelte und zwei Außenzelte zur Auswahl.

Die Zelte sind recht ähnlich zur MSR Hubba-Serie.

Leider haben die Preise angezogen, letztes Jahr hab ich beispielsweise die 3-Personenversion (unter 3 kg, komplett) für unter 120 Euro gekauft.

Das 3-Personenzelt ist mein Sommer-Fahrradzelt für zu zweit. Bis jetzt (2 Radreisen) völlig unauffällig. Ich hab ein MSR Hubba zum Vergleich und sage mal: vergleichbar. Das einzige was ich dem MSR zugestehen würde ist ein etwas stärkeres Gestänge. Aber irgendwo muss man Abstriche machen, wenn man ein Sparefroh sein will ...

Ich hatte das 3-Mann-Zelt allerdings nicht deshalb gekauft, sondern weil ich kein anderes 3P-Zelt mit einem Innenzelt aus 100% Mesh (oberhalb des Bodens lach ) gefunden hatte.

Ich kann den Verkäufer und die Zelte (ausprobierterweise) empfehlen.

Liebe Grüße
Andreas
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#1451601 - 06.12.20 10:02 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Andreas aus Graz]
Juergen
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Wenn es irgendwann eine weltweite positive Einstellung dazu gäbe, dass es unanständig ist, Ideen zu klauen und damit den Erfindern beträchtlich zu schaden, dann mache ich Luftsprünge.
Bis dahin bleibt mir nur übrig, mich zu wundern.

Übrigens hat MSR einen deutschsprachigen Service in Irland und bietet Außen- oder Innenzelte auch einzeln an.
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Off-topic #1451659 - 06.12.20 17:41 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Juergen]
panta-rhei
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In Antwort auf: Juergen
Wenn es irgendwann eine weltweite positive Einstellung dazu gäbe, dass es unanständig ist, Ideen zu klauen und damit den Erfindern beträchtlich zu schaden, dann mache ich Luftsprünge.


Naaaaaja... wenn die Teile in USA/Europa/NZ genäht würden, ok. Aber MSR lässt vemutlich sogar schlicht in der Nachbarfirma des China-Schnäppchens nähen und kassiert (via Markengläubigkeit) einfach still und leise seine Marge aus guten alten US-Produktionszeiten! weinend

Rechtfertigt "die Idee" und "der Service in Irland" da einen Aufschlag von 200% wirr

Wenn ein Hilleberg/Helsport/Spatz, dass jeweils in NO/CH genaeht wird, hab ich keine Probleme damit ... aber so?!
Liebe Grüsse - Panta Rhei
"Leben wie ein Baum, einzeln und frei doch brüderlich wie ein Wald, das ist unsere Sehnsucht." Nâzim Hikmet, Dâvet
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Off-topic #1451660 - 06.12.20 17:45 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: panta-rhei]
Juergen
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Es geht mir nicht ums nähen. Mir gehts um die Idee, die dreist und schäbig geklaut wurde. Aber das scheint ja heute keine:n mehr zu interessieren. traurig
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Off-topic #1451665 - 06.12.20 18:19 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: panta-rhei]
Juergen
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gerade noch gefunden:
MSR produziert fast ausschließlich in Seattle. https://www.msrgear.com/de/msr-about-us.html
https://www.msrgear.com/blog/wp-content/...Report-2019.pdf

Dass die einen eigenen Repair Shop haben, finde ich vorbildlich. lach
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Off-topic #1451672 - 06.12.20 18:42 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Juergen]
Tamina
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Hallo Jürgen,
bei meinem Hubba Hubba NX ist "made in Taiwan" angegeben. Das ist allerdings auch kein Billiglohnland ...und Repair Shop finde ich auch gut.
Könntest Du mir vielleicht einen Link für ein extra Überzelt geben. Ich hätte auch gern ein grünes. Meine Suche war leider erfolglos.
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Off-topic #1451673 - 06.12.20 18:54 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Tamina]
Juergen
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ES gibt keinen Link. Du musst beim Händler anrufen und dort bezahlen und bestellen. Mein grünes hat knapp 130,- Euro gekostet.
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Off-topic #1451674 - 06.12.20 18:58 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Juergen]
Tamina
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Danke schmunzel
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Off-topic #1451750 - 07.12.20 08:14 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Tamina]
irg
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Hallo!

In Antwort auf: Tamina
Hallo Jürgen,
bei meinem Hubba Hubba NX ist "made in Taiwan" angegeben. Das ist allerdings auch kein Billiglohnland ...und Repair Shop finde ich auch gut.
Könntest Du mir vielleicht einen Link für ein extra Überzelt geben. Ich hätte auch gern ein grünes. Meine Suche war leider erfolglos.


Ab welchem Vorfertigungsgrad darf auf einem Zelt "made in ..." drauf stehen? Ich kann mich erinnern, dass vor Jahrzehnten ITT auf den Geräten "made in USA" stehen hatte. Dabei wurden die Dinger in Chile gebaut, in den USA wurden sie nur mehr in das Gehäuse gesteckt, und das war es. Von ähnlichen aktuellen Beispielen höre ich immer wieder, kann mich nur an kein konkretes erinnern.

Was billige Kopien, die auf den Diebstahl geistigen Eigentums hinaus laufen angeht, wohnen zwei Seelen in meiner Brust: Auf der einen Seite mag ich es gar nicht, wenn jemand entwickeln darf, nur, um von einem anderen billigst kopiert zu werden. Er hat dann umsonst entwickelt. Auf der anderen Seite stelle ich schon die Frage, ob die teilweise exorbitanten Preise, die manche Firmen für das Original und den Namen darauf verlangen, gerechtfertigt sind. Denn auch sie kochen mit Wasser. Und in unserer Familie bin ich nicht der Einzige, der etwas braucht.

Da in den meisten Fällen Alternativen zu den besonders hochpreisigen Anbietern bestehen, lassen sich die Raubkopien meistens recht gut vermeiden, außer, jemand nagt sehr am Hungertuch. Denn das ist auch ein Thema, das leicht übersehen wird: Für die meisten hier wird es nicht so viel aus machen, ob ein Zelt 100 oder 200€ mehr kostet. Für manche ist das genau der Unterschied, ob sie eine Reise machen können oder nicht. Da wird es dann schwierig, moralisch richtig zu entscheiden.

lg!
georg

Geändert von irg (07.12.20 08:15)
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Off-topic #1451754 - 07.12.20 08:24 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: irg]
Juergen
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In Antwort auf: irg
Für die meisten hier wird es nicht so viel aus machen, ob ein Zelt 100 oder 200€ mehr kostet. Für manche ist das genau der Unterschied, ob sie eine Reise machen können oder nicht. Da wird es dann schwierig, moralisch richtig zu entscheiden.
Mit der Argumentation öffnest Du den geistigen Weg zu Diebstahl, Raub und Unterschlagung. Wenn Du Mundraub auf alles anwenden möchtest, was Du dir nicht leisten kannst, dann halte ich das für sehr bedenklich.
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Off-topic #1451761 - 07.12.20 09:15 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Juergen]
irg
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Da gebe ich dir vollkommen recht! Dennoch ist manches nicht ganz einfach.

Ich weiß nicht, ob du dich an solche mageren Zeiten erinnern kannst, ich kann es. In Ungarn haben wir vor dem Fall des Eisernen Vorhangs radreisende Ostdeutsche getroffen, die Maiskolben gestohlen haben, um nicht zu hungern. Ich habe in 5 Wochen Griechenland mit 3000km und vielen Höhenmetern v.a. von (immer redlich bezahltem) Salat aus Tomaten, Gurken und Zwiebeln gelebt, dazu Brot und der billigste Käse. Das war es schon so ziemlich. Ich habe mich am Ende der Tour vollkommen ausgezutzelt gefühlt.

Dabei hatte ich schon davor gespart, so gut ich konnte: Packtaschen teilweise im Eigenbau hergestellt, das Rad, natürlich ein gebrauchtes, selbst umgebaut und mit heute ziemlich armseligen Teilen aufgerüstet, usw. Das Zelt war ein altes mit mäßiger Dichtheit und elend schwer. Bei einem schweren Defekt am Rad hätte ich es wohl stehen lassen müssen und nach Hause autostoppen müssen.

Ich beschwere mich nicht, und ich bin auch nicht stolz auf diese Reise. Ich bin nur froh, dass ich sie trotz aller Widrigkeiten gemacht habe. Denn ich hatte nur ein paar Jahre für solche Reisen, auch wenn ich das damals natürlich nicht gewusst habe. Aber damals habe erlebt, wie es sich anfühlt, wenn einem so eine (für andere lächerliche) Summe von 200€ fehlt. Das kann viel ausmachen.

Bei Jungen kann man relativ leicht argumentieren, dass sie halt mehr arbeiten und sparen sollen, oder ein paar Jahre warten. Wenn ich mir die Altersarmut anschaue, die viele trifft, getraue ich mich nicht, jemanden zu verurteilen, der trotz Armut mit billigster Ausrüstung seine Reisen macht, anstatt zu Hause Trübsal zu blasen.

lg!
georg
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Off-topic #1451764 - 07.12.20 09:34 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: irg]
Juergen
Moderator
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In Antwort auf: irg
Da gebe ich dir vollkommen recht! Dennoch ist manches nicht ganz einfach.
Das ist sicherlich richtig und manchmal neige ich dazu, zu polarisieren. schmunzel
Ich möchte den Faden auch nicht überbeanspruchen und ja, auch ich habe schon Ideen geklaut und wurde gleichzeitig meiner Ideen beraubt und hinterlistig hintergangen. In Summe ist das Leben aber ein Geben und Nehmen. zwinker
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Off-topic #1451765 - 07.12.20 09:39 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: irg]
Fricka
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Als wir unsere Islandreise planten, habe ich mir die Preise dort angesehen und die Idee, anderswo als im Zelt zu schlafen, sofort verworfen. "3 Wochen Nudeln mit Tomatensauce vom Discounter, selbst gekocht" - halte ich aus.

Das ist doch kein Problem von früher. Das ist eigentlich immer so.

Jetzt in Norwegen war es ähnlich. Einfach mal so irgendwo auf Kaffee und Kuchen einkehren? Eher nein. Gut, da hat diesmal auch noch Corona nachgeholfen.

Was ich damit sagen will: Man muss nicht.
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Off-topic #1451854 - 07.12.20 22:35 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Juergen]
panta-rhei
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Unterwegs in Britisches Territorium im Indischen Ozean

In Antwort auf: Juergen
gerade noch gefunden:
MSR produziert fast ausschließlich in Seattle. https://www.msrgear.com/de/msr-about-us.html
https://www.msrgear.com/blog/wp-content/...Report-2019.pdf


Naja, 100% designed in Seattle ... ich finde, sie umschiffen die Frage, wieviel Prozent in den USA produziert werden, sehr elegant.

In Bezug auf geistiges Eigentum:
Wenn es ECHT innovativ ist, gibts Patente ... wie bei Medis. Läuft der Schutz aus, darf man kopieren ...
Liebe Grüsse - Panta Rhei
"Leben wie ein Baum, einzeln und frei doch brüderlich wie ein Wald, das ist unsere Sehnsucht." Nâzim Hikmet, Dâvet

Geändert von panta-rhei (07.12.20 22:36)
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Off-topic #1452025 - 09.12.20 08:41 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: panta-rhei]
irg
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Ich vermute, dass bei Zelten nicht viel patentierbar ist. Die geniale Idee, ein Zelt mit minimalem Aufwand, größtmöglicher Stabilität und minimalem Gewicht (und anderem mehr) ist die Summe aller Teile. Die Teile und deren Verbindung gibt es schon ewig lange, neu ist nur die Zusammenstellung in genau dieser Weise. (Das älteste Foto eines Zeltes mit halbrundem Gestänge z.B. habe ich in einem Bericht zur Reise der Endurance gesehen, das war 1914.)

Mein erstes wirkliches Leichtzelt (eine sehr gescheite Konstruktion) ist ein Wechsel, von dem ich erst später erfahren habe, dass es ein Nachbau eines Macpac sein dürfte. Diese Linie hat Wechsel sehr schnell wieder ein gestellt. Vielleicht hat ja ein eingeschriebener Brief dabei geholfen.....

Als Zeltkonstrukteur hat man es also nicht gerade leicht. Kopieren am Rande der Legalität ist mit kleinen Änderungen möglich, und Billig-Kopierer in China oder sonstwo weitab brauchen sich um gar nichts scheren. Die sind außer rechtlicher Reichweite.

Was Jürgens Standpunkt untermauert: Als Konsumenten haben wir es in der Hand, dem Nachbau das Geschäft zu vermiesen. Die Kopierer sollen sich ruhig selbst hin setzen und tüfteln. Und die arrivierten Hersteller haben es auch in der Hand, Preise zu setzen, die den Kauf auch Normalverdienern, die nicht nur für sich kaufen müssen, den Kauf des Originals zu ermöglichen.

lg!
georg

Geändert von irg (09.12.20 08:45)
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Off-topic #1452032 - 09.12.20 09:39 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: irg]
Fricka
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Es gibt Zelte, die in Form und Farbe teure Markenzelte nachahmen, die aber von der Qualität her stark abfallen. Das sieht dann für mich schon irgendwie nach Betrug aus.
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Off-topic #1452366 - 12.12.20 11:57 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Fricka]
Andreas aus Graz
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Aber hallo, die Einkaufspolizei?
Ich hab auch Markenzelte von VAUDE und MSR und HUSKY, ganz brav beim Händler gekauft.
Aber für die gewünschte Zeltgröße gab es schlicht nichts in Mitteleuropa erwerbbares mit einem so großen Meshanteil beim Innenzelt und mit einem dazu kaufbaren Footprint.
Ich hatte entsprechende Anfragen unter anderem an Marmot (Tungsten UL 3P) und Kelty (TN3) geschickt, leider ohne Erfolg.
Die MSR Dreipersonen-Zelte hatten in Bodennähe alle einen Streifen Ripstop-Nylon, der genau die Querlüftung verhindert, die man in einer heißen Sommernacht gerne hätte.

Daher kann ich eben von solchen 3F-UL-Zelten berichten. Und ich finde die Qualität nach 2 Jahren OK. Im Gegensatz dazu geht bei meinem MSR Hubba das Nahtband ab ...

Wer da von wem abkupfert und ob überhaupt, das weiß ich nicht, diese Skelettbauweise mit den Disk-Verteilern im Gestänge haben beispielsweise sowohl VAUDE als auch MSR. Darf ich jetzt beide nicht mehr kaufen, weil ich vermuten muss, dass einer der beiden vom anderen abgekupfert hat? Oder muss ich forschen wer da ein Patent hat und ob das schon abgelaufen ist ...?

Liebe Grüße
Andreas

Geändert von Andreas aus Graz (12.12.20 11:57)
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#1454115 - 29.12.20 10:25 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: Rennrädle]
chrisli
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
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Guten Morgen,
ich schwanke zwischen Ringstind Pro 2 und Hubba Hubba. Da kommt noch etwas Anderers in die Quere: Wie ist die Qualität der Tatonka-Zelte aus der Expert-Serie einzuschätzen? Konkret:Tunnelzelte Kiruna und Kyrkja.
Grüße, guten Rutsch ... Chris
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#1455125 - 06.01.21 09:59 Re: Welches Zelt für Radreisen ? [Re: chrisli]
LahmeGazelle
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Beiträge: 825
Ich bin mit dem Ringstind 2 Pro sehr zufrieden. Es hat eine komfortable Liegelänge, ist schnell aufgebaut. Details wie der Zeltstangenspanner und die Leinenhalter sind Komfort"features", die ich nicht mehr missen möchte. Zu Kiruna und Kyrkia kann ich zu Details nichts sagen. Da ich es bevorzuge seitlich aus dem Zelt ein- und auszusteigen, würde ich Kiruna nicht wählen; da muss man längsseits rein und und raus. Und dann noch durch das Gepäck. Beim Zusschnitt wie Ringstind und Kyrkia kann man im Zelt sitzen und bequem die Beine seitlich rausstrecken. (Wenn man sich den Luxus eines Traps gönnt dann auch im Trockenen.)
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