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Off-topic #1443985 - 11.09.20 22:50 Re: Fragen zu Liegerädern [Re: Deul]
Gerhardt
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 73
@Andres und Heinz
Ich bin noch nie Liegerad gefahren, so dass ich aus eigenem Erleben die Sichtverhältnisse gar nicht beurteilen kann.

Aber - wenn ich mit meinem Liegerad-Radelpartner unterwegs bin, so quert dieser überaus vorsichtig eine Straße. Schlechte Wegstrecken mag er überhaupt nicht. Vor Steilstrecken hst er hingegen keine Angst.
Gruß, Gerd
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#1443988 - 11.09.20 23:40 Re: Fragen zu Liegerädern [Re: Gerhardt]
Fishmen
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 25
Wenn das Rad nicht zur Strecke passt mag ichs auch nicht.

Die meisten kennen hier wohl nur Ultratief Liegen die maximal Speed optimiert sind, ein Besuch im Velomobil-Forum könnte da nicht schaden. Das Angebot ist wie beim Aufrechten (Reise-)rad doch schon sehr umfangreich.
Was ist eine Steil-Strecke? So bis 15% Schlittere ich alles weg, da drüber wird es nur stressig wenn mir der Verkehr auf den Keks geht. Bei Serpentinen Strecken ist halt der lange Radstand das Problem die Racer mit Tiller-Lenker sind da etwas unentspannter zu händeln.

Eine gutmütige Reiseliege empfinde ich viel entspannter zu fahren als aufrecht, die Körperliche Ermüdung durch Sattel&Lenker Belastung ist nicht vorhanden die Kopfhaltung entspannter und die Aussicht auch.
Es gibt unendlich viele Möglichkeiten einen Tag zu vertun aber keine Möglichkeit um ihn wieder zugewinnen.....
2014 - 20189 : Super Randonneur
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#1444001 - 12.09.20 11:09 Re: Fragen zu Liegerädern [Re: Gina]
Fishmen
Mitglied
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Beiträge: 25
Erkundige dich ob es nur eine Rahmengröße gibt, wenn ja muss die Aufnahme für den Sitz weiter nach vorne das führt dann wieder zu einer Gewichtsverlagerung des Schwerpunktes, wenn das ungünstig ist wird ab einer gewissen Steigung das Vorderrad zu leicht.

Du bist für Liegeräder "klein" frage den jetzigen Besitzer nach der Sitzhöhe, baue einen Buchstapel in dieser Höhe Oberste Breite 25cm, bei einem Schalensitz gehen jetzt noch 15cm einen Hauch ca.1-2cm nach oben. Setze dich auf den tiefsten Punkt schaue wie deine Füße stehen wenn Sie komplett aufstehen ist das gut baue den Turm höher und schaue was geht um stabil mit Gepäck stehen zu können. Das ist schon sehr wichtig da man normalerweise in der Sitzschale bleibt beim anhalten und nicht wie bei Up das Oberrohr zwischen die Beine nimmt. Wie man an den Bildern sieht kann die Aufnahme der Höhe sowie Position verschoben werden, wenn es etwas zu knapp ist könnte man aus dem wahrscheinlich Glasfasersitz ein Radius ausschneiden um nicht mit dem Oberrohr zu kollidieren.

Es gibt zwar etwas im Zubehörmarkt aber Liegeradeln ist auch Selbstdenken und basteln.
Zum schieben im Unterlenker eine Aufnahme an diesen und dort bei Bedarf ein HT-Rohr einstecken schon kannst du hinten an der Sitzschale aufrecht gehend schieben und führst das Rad mit dem Rohr bei längeren Passagen.

Die SRam Schaltnabe wird wohl nicht mehr neu produziert, da könnte dann für eine Kettenschaltung vorne ein neuer Ausleger fällig werden oder Hinten eine Rohloff. Da solltest du mal voraus schauend kalkulieren.
Für mehr Info zu dem Rad kannst du im Velomobilforum mal schauen, eventuell kommt jemand aus deiner Gegend oder es gibt dort einen Stammtisch wo du mal testen kannst.
Es gibt unendlich viele Möglichkeiten einen Tag zu vertun aber keine Möglichkeit um ihn wieder zugewinnen.....
2014 - 20189 : Super Randonneur
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#1444004 - 12.09.20 11:41 Re: Fragen zu Liegerädern [Re: Gina]
HeinzH.
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 10095
Moin Gina!
In Antwort auf: Gina
[mod]Ausgelagert aus Handschuhe (Ausrüstung unterwegs)[/mod](....) Das kommt mir preislich mehr gelegen. Allerdings ist der derzeitige Fahrer des Rades 1,90 gross, ich nur 1 65, so dass ich wahrscheinlich den Sitz wechseln müsste.
Ich trau mich mal, Dir eine Alternative zum konventionellen Liegerad aufzuzeigen: Meine Partnerin, sie ist 1,52cm groß, hat sich 2002 ein knickgelenktes FLEVOBIKE als Zweitliegerad gegönnt und ist bis heute sehr glücklich damit. Ich selbst hatte mir 2003 ebenfalls ein Flevobike gekauft und beide haben wir mit diesen Fahrrädern viele entspannte Touren und einige Reisen (siehe mein Profil) unternommen. Der Nachteil des Flevos ist, daß die meisten Menschen das Fahren mit einem FLEVOBIKE erst erlernen müssen.
Dafür winkt Dir dann auch die Mitgliedschaft im exklusiven Kreis der FLEVOnautInnen, von denen sich eine Handvoll auch hier in unserem Forum tummelt... zwinker
Gebrauchte FLEVOs sind manchmal für kleines Geld zu haben. Hier unsere FLEVOBIKE-Story...
Nur Mut!
...wünscht Dir
HeinzH. aus Münster
Demokratie lebt davon, daß sich die Bürgerinnen und Bürger aktiv einbringen...

Geändert von HeinzH. (12.09.20 11:51)
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Off-topic #1444009 - 12.09.20 12:48 Re: Fragen zu Liegerädern [Re: HeinzH.]
HeinzH.
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 10095
Nachtrag: Über FLEVOs wurde hier übrigens bereits fünfzehn Monate nach der Gründung dieses Forums diskutiert.
Hier ein Forumsbeitrag vom 11.12.2001.
Bis denne,
HeinzH.
Demokratie lebt davon, daß sich die Bürgerinnen und Bürger aktiv einbringen...

Geändert von HeinzH. (12.09.20 12:52)
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#1444063 - 13.09.20 11:06 Re: Fragen zu Liegerädern [Re: Gina]
mbhh
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 474
Der größte Nachteil der Liegeräder ist, dass man sich ständig Behauptungen, Einschätzungen, Ratschläge und Vorhersagen von Leuten anhören muss, die keine Ahnung haben.
Wenn du damit unbeeinflusst umgehen kannst, kannst du auch Liegerad fahren. ;-)

Der schwerste Schritt für dich dürfte die Entscheidung sein, das viele Geld für etwas auszugeben, was du nicht kennst und von dem du nicht weist, ob du genug Freude daran haben wirst um es zu behalten.
Da hilft auch der Hinweis auf den relativ hohen Wiederverkaufswert von Liegerädern wenig. Denn es ist nicht nur das Geld und die logistische Mühe, es ist vor allem die Angst vor Enttäuschung.
Aber diese Risiken wirst du eingehen müssen.

Testfahrten wären eine Möglichkeit, um erste Eindrücke zu sammeln. Doch Vorsicht; wenn ich mich von den Eindrücken meiner ersten Testfahrt hätte leiten lassen, würde ich heute kein Liegerad fahren. Das Testrad war schwer und nicht richtig auf mich eingestellt. Für jemanden, der vorher Rennrad gefahren ist, sehr schwierig.
Aber ich bin wenig später das Risiko trotzdem eingegangen, hab ein gebrauchtes Liegerad gekauft und mich danach sehr geärgert. Und zwar darüber, dass ich diesen Schritt nicht schon eher gemacht hatte.

Wenn du an Erfahrungen von Liegeradanfängern und Fragen zu Umgang und Technik interessiert bist, lohnt sich immer ein Besuch im Nachbarforum .
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#1444064 - 13.09.20 11:54 Re: Fragen zu Liegerädern [Re: mbhh]
panta-rhei
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 6531
Unterwegs in Britisches Territorium im Indischen Ozean

In Antwort auf: mbhh
Der größte Nachteil der Liegeräder ist, dass man sich ständig Behauptungen, Einschätzungen, Ratschläge und Vorhersagen von Leuten anhören muss, die keine Ahnung haben.
Wenn du damit unbeeinflusst umgehen kannst, kannst du auch Liegerad fahren. ;-)


Das ist richtig - allerdings auch bei anderen Themen hier im Forum typisch.

Richtig ist allerdings auch, dass haeufig nicht präzise auf die Frage des TE eingegangen wird cool

Dem TE ging es EXPLIZIT um die Frage:
"Komme ich mit einem Liegerad leichter oder schwerer den Berg hoch? Eine ähnliche Entfaltung und Training vorausgesetzt."

Und darauf bezogen haben ja auch schon Liegeradler geantwortet:
Es ist am Berg eher schwieriger. Ist auch meine Erfahrung mit meinem Kurzlieger und meinem Liegeradtandem.

Das Liegeradfahren Laune macht und bequem ist, steht auf einem anderen Blatt.
Liebe Grüsse - Panta Rhei
"Leben wie ein Baum, einzeln und frei doch brüderlich wie ein Wald, das ist unsere Sehnsucht." Nâzim Hikmet, Dâvet
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Off-topic #1444111 - 14.09.20 09:46 Re: Fragen zu Liegerädern [Re: Gerhardt]
Andreas
Moderator Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 14086
In Antwort auf: Gerhardt
Aber - wenn ich mit meinem Liegerad-Radelpartner unterwegs bin, so quert dieser überaus vorsichtig eine Straße.


Der Kopf ist niedriger und man kann nicht über PKW gucken. Nur: Wie oft überquert man eine Straße? Das muss jeder für sich wissen.

In Antwort auf: Gerhardt
Schlechte Wegstrecken mag er überhaupt nicht.

Ja, man kann nicht aus dem Sattel gehen. Ungefederte Liegeräder und Kopfsteinpflaster sind eine schlechte Kombination. Es gibt durchaus sänftenartig gefederte Liegeräder.
Mit meinem Flux fühle ich mich auch im Wald wohl.

In Antwort auf: Gerhardt
Vor Steilstrecken hst er hingegen keine Angst.

Dann hat er ein Liegerad mit steifen Rahmen und einer Geometrie, bei dem die Hüfte einen deutlich Knick hat (wie beim Rennrad z.B.).

Grüße
Andreas
Radreiseberichte aus vier Kontinenten: Liegerad-Fernweh
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#1444112 - 14.09.20 09:51 Re: Fragen zu Liegerädern [Re: panta-rhei]
Andreas
Moderator Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 14086
Hallo,

In Antwort auf: panta-rhei
Dem TE ging es EXPLIZIT um die Frage:
"Komme ich mit einem Liegerad leichter oder schwerer den Berg hoch? Eine ähnliche Entfaltung und Training vorausgesetzt."

Und darauf bezogen haben ja auch schon Liegeradler geantwortet:
Es ist am Berg eher schwieriger. Ist auch meine Erfahrung mit meinem Kurzlieger und meinem Liegeradtandem.

Das ist eine Frage, wie steif der Rahmen ist und wie der Knick in der Hüfte ist. Es gibt Liegeräder, mit denen man sehr gut den Berg hochfahren kann. Und es gibt Liegeräder, die dafür ungeeignet sind.

Mit meinem Rennliegerad fahre ich bis etwa 4-5 % schneller als mit dem Rennrad.

Schwierig wird es, wenn man so langsam wird, dass man den Lenker nicht mehr permament gerade halten kann (das gibt es auch aufrecht) und dann Obenlenker hat. Der erlaubt es nämlich nicht, bei stark eingeschlagenem Lenker zu pedalieren.

Grüße
Andreas
Radreiseberichte aus vier Kontinenten: Liegerad-Fernweh

Geändert von Andreas (14.09.20 09:51)
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Off-topic #1444117 - 14.09.20 11:16 Re: Fragen zu Liegerädern [Re: Andreas]
HeinzH.
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 10095
Moin moin!
In Antwort auf: Andreas
Schwierig wird es, wenn man so langsam wird, dass man den Lenker nicht mehr permament gerade halten kann (das gibt es auch aufrecht) und dann Obenlenker hat. Der erlaubt es nämlich nicht, bei stark eingeschlagenem Lenker zu pedalieren.
Um die mögliche Frage nach dem Sinn von Obenlenkern (vom Typ Tiller) vorab zu beantworten: Der Unterlenker ist zwar besonders komfortabel, vergrößert aber, da die Arme quasi im Wind hängen die angeblasene Stirnfäche und verschlechtern somit die Aerodynamik.

Hier mein Optima Stinger, ein eher sportliches Liegerad mit Klapptiller

Bis denne,
HeinzH.
Demokratie lebt davon, daß sich die Bürgerinnen und Bürger aktiv einbringen...

Geändert von HeinzH. (14.09.20 11:18)
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#1444142 - 14.09.20 19:56 Re: Fragen zu Liegerädern [Re: Gina]
irg
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 4639
Hallo Gina!

Ich war Bergsteigen, konnte deshalb nicht antworten.

Ich versuche , ein paar Antworten bei zu tragen:

Ja, mit dem Liegerad bergauf zu fahren ist etwas anstrengender, aber kein Grund, sich davor zu fürchten. Das hat mehrere Gründe.
Ich habe meinen alten, gut abgehangenen (wahrscheinlich um die 17 Jahre alt, aber nach dem Überholen topfitten ) Tourenlieger von seiner Heldenübersetzung befreit und auf mich angepasst. Das ist keine Hexerei. Seitdem trete ich bergauf weit leichter. Durch den Obenlenker lässt es sich recht gut schieben, mit dem Untenlenker würde ich mir das nicht oft antun wollen. Eine Hand schiebt dabei am Sitz, die andere schiebt etwas mit und lenkt.
Die Bergtauglichkeit sehe ich nicht so als das große Problem, außer, du müsstest für das Liegerad dein anderes abstoßen. Ich bin ohnehin ein Fan des Zweit- (oder Mehrt-?)rades. Den Velebit, nicht gerade ein kurzer Anstieg, hinauf habe ich mit dem Liegerad das erste Mal getreten, das zweite Mal geschoben, auch den Vrsic und andere Pässe. Dabei bin ich alles andere als ein guter Bergfahrer, ich mag nur Berge. Für die letzte Tour über viele Anstiege habe ich das alte Tourenrad fürs Grobe genommen, ein Upright. Das nehme ich pragmatisch. Für deine letzte Tour hätte ich sicher das Liegerad genommen.

Im Zug passt es an den Haken, dabei ist der Ausleger eher weit heraus gezogen. Es hängt nur umgekehrt am Haken, Nase nach unten.

Das Toxy CL ist sicher ein gutes Liegerad. Ob du das alles brauchst, was es hat, wäre ich mir nicht sicher. Dass du es falten kannst, ist sicher ein Vorteil auf Reisen. Dafür frage ich mich, wie du steile Anstiege mit dem Untenlenker schieben kannst. Damit habe ich aber keine Erfahrung.

Für die gute Sicht nach hinten sorgt bei meinem Lieger ein kleiner Spiegel. Da er weit näher beim Auge ist, als beim Upright, sorgt er für sehr guten Überblick.

Mir gehen, wenn ich denke, welche Liegeräder für dich passen könnten, ein paar Punkte durch den Kopf:
Ein Vorderrad mit 20 Zoll wäre bei deiner Größe wahrscheinlich ideal. Darunter würde ich bei einem Tourenrad, das ja nicht nur bei perfekten Bedingungen gefahren wird, nicht gehen wollen. Darüber, 24 Zoll wie beim Seiran, müsstest du schauen, wie gut du zum Boden reichst. Ich würde einen Obenlenker wählen, damit ich leichter schieben kann. Wenn das Rad ein 26 Zoll Hinterrad hat, kannst du sehr einfach und billig mit Standard-Teilen die Übersetzung wählen oder Verschleißteile tauschen. Bei 20 Zoll dürfte das auch gehen, ich schätze, du kommst mit einer Rennrad-Kurbelgarnitur gut hin, aber das müsstest du erst prüfen. (Das ist aber leicht.)

Es kann durchaus ein einfaches Rad sein. Scheibenbremsen? Wenn du willst, natürlich gerne, brauchen wirst du diese sicher nicht. Ich bin alle Pässe mit simplen V-Brakes ab gefahren, ohne jemals Ärger gehabt zu haben. Schaltung? Was du willst. Eine simple Kettenschaltung tut es, wenn es sich ergibt, genauso, wie eine Rohloff, wenn du viel Geld investieren willst.
Zur Federung: Auch auf schlechtem Untergrund stört mich die starre Gabel nicht. Dir hilft eine Starrgabel sogar noch, weil dadurch das Rad weniger hoch baut, du also leichter auf- und absteigen kannst. Die Schwinge hinten möchte ich nicht missen. Wenn ich eine Kante übersehe, federt sie den Stoß ab und schont Rad und Wirbelsäule.
Mit etwas Glück passen deine Backroller auch aufs Liegerad, und du sparst dir spezielle Taschen. Wenn du willst, kannst du auch, wenn du mit einer Nähmaschine umgehen kannst, selbst welche nähen.

Bei diesen Anforderungen bietet sich ein weites Feld an Liegerädern an. Es kann ja ohne Weiteres auch ein älteres Modell sein. Ein Rad hat keine nach Jahren definiertes Lebensdauer.

Ich würde beim Suchen Geduld bewahren. Du hast aktuell ein gutes, auf dich abgestimmtes Rad, dich zwingt nichts, gerade jetzt ein Liegerad zu kaufen. Manchmal ist gebraucht kaum Passendes zu finden, und dann hast du gleich mehrere Räder zur Auswahl. Ob das Rad 3x9. 3x10 oder sonst wie viele Gänge hat, ist ziemlich unwichtig. Ob die Sram Ketten-Nabenschaltung empfehlenswert ist, weiß ich nicht. So lange du die Möglichkeit hast, am Ausleger einen Werfer zu montieren, wäre mir das nicht wichtig. Dieser Stummel am Ausleger bewahrt mir die Flexibilität, um zu steigen.

Soviel fürs Erste. Wenn du Fragen hast, frage nur weiter!

lg!
georg
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#1444156 - 15.09.20 08:07 Re: Fragen zu Liegerädern [Re: irg]
irg
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 4639
Hallo!

Oben habe ich ziemlich sicher einen Fehler gemacht: Bei einem 24 Zoll Hinterrad müssten Rennradkurbeln gut ausgehen. Ob diese auch bei 20 Zoll gehen, hängt von der Höchstgeschwindigkeit ab, die du erreichen willst. Vielleicht müsstest du das größte Blatt gegen eines mit mehr Zähnen tauschen, das wäre aber nur eine einmalige Investition, denn das größte Blatt hält normaler weise ewig.

Vom Radtyp her könnte ich mir, wie oben beschrieben, etwa so ein Rad vorstellen, ohne eine konkrete Kaufempfehlung abgeben zu wollen: nazca cruiser

Dieser Cruiser dürfte eher jemand Größerem gehören, da kann das Thema Tausch des Sitzes eines werden. Aber bei dem Preis ist das nicht das große Problem. Ob du noch eine 9-fach Schaltung drauf hast, ist eigentlich unwichtig. Die ist in Ordnung, außerdem lässt sie sich, wenn du willst, auch tauschen.
Ich würde, wenn du ein passendes Rad in den Niederlanden findest, einfach fragen, ob es auch verschickt werden kann. Ein Freund hat das gemacht, das hat gut geklappt.

lg!
georg
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#1444187 - 15.09.20 14:55 Re: Fragen zu Liegerädern [Re: Gina]
GeorgR
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 1171
Unterwegs in Schweiz

In Antwort auf: Gina
[mod]
Kann jemand zu dem Rad was über Qualität und Bergtauglichkeit sagen?
[...] Ich muss auf Radreisen im Gebirge immer sehr oft schieben. Komme ich mit einem Liegerad leichter oder schwerer den Berg hoch? Eine ähnliche Entfaltung und Training vorausgesetzt.[...]
Und wie sieht das mit der Liegeradmitnahme im Zug aus?


Bergtauglichkeit hängt vom Training ab. Ich hab an meiner Speedmachine zwei Kettenblätter, hinten die Rohloff, 559er Antriebsrad, das wiegt in der gesamten Ausstattung inkl. Forumslader, Beleuchtung, Schutzblechen etwa 17kg. Damit bin ich grad jetzt am Wochenende Bellinzona-(Nufenen)-Brig und dann Brig-(Grimsel)-(Brünig)-Luzern gefahren (3000 und 1800 Höhenmeter). Es geht (bequem), wobei ich mir am Nufenen noch einen Gang mehr nach unten gewünscht hätte. Stundenlang mit Puls >150 und Schrittgeschwindigkeit die Pässe hochzukurbeln ist nicht jedermanns Sache. Dafür geht's runter sehr fix, und bevor man die aerodynamische Endgeschwindigkeit erreicht, geht einem meist die Strasse aus.

Und Du hast den Panoramablick -- das ist aus meiner Sicht fast die beste Eigenschaft beim Liegerad (wenn es kein superaerodynamischer Extremtieflieger ist). Immer den Überblick, mit Rückspiegel(n) auch nach hinten, ich fühle mich da wesentlich sicher als auf dem Normalrad, und das auch nach 12h superbequemer Fahr-/Liegezeit.

Liegeradmitnahme im Zug geht recht problemlos an den normalen Radhaken. Eventuell den Ausleger reinschieben, aber Du bist ja nicht so gross.

Schotterpisten sind natürlich nicht so der Hit; Anfahren am Berg muss man üben, insbesondere wenn man noch dazu Klickpedale hat -- geht aber dann auch bei >10% Steigung ohne Umfallen. Du brauchst mehrere 1'000km für die Umgewöhnung der Muskeln, aber dann willst Du nicht mehr zurück.

Letztes Jahr bin ich Anfang Oktober noch mit der Streetmachine über den Ofenpass und den Umbrail: siehe hier.

Probier's aus, wenn Du die Möglichkeit hast schmunzel

Georg.

Geändert von GeorgR (15.09.20 14:56)
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#1444189 - 15.09.20 15:02 Re: Fragen zu Liegerädern [Re: Gerhardt]
GeorgR
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 1171
Unterwegs in Schweiz

In Antwort auf: Gerhardt

Liegeräder haben zwei Nachteile:
-das Sichtfeld ist durch dir Liegeposition eingeschränkt
-man sich nicht in die Pedale stellen um so eine Bodenwelle abzumildern.


Andersrum: das Sichtfeld ist durch die Liegeposition massiv verbessert -> Panoramablick in fast alle Richtungen (+Rückspiegel) über sehr lange Zeit in sehr bequemer Kopfposition, z.B. Speedmachine oder Streetmachine. Ausnahme: extreme Tieflieger.

Die Bodenwellen übernimmt üblicherweise eine Federung. V+H oder nur hinten. Wer komplett ohne Federung fährt, muss und wird das eben beim Routing berücksichtigen.

Georg.
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#1444196 - 15.09.20 17:00 Re: Fragen zu Liegerädern [Re: Gina]
GeorgR
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 1171
Unterwegs in Schweiz

In Antwort auf: Gina
Und schieben ist auch schlechter, nicht wahr?


Die Streetmachine mit 25kg Gepäck dran und Untenlenker liess sich super am Sitz einhändig schieben. Bei der Speedmachine brauch ich jetzt zwei Hände (eine für den Lenker), geht aber auch gut. Am Berg ist es natürlich weniger gut, aber bis 5km/h und sogar weniger kann man ja gut fahren.

Georg.
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#1444198 - 15.09.20 17:06 Re: Fragen zu Liegerädern [Re: panta-rhei]
GeorgR
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 1171
Unterwegs in Schweiz

In Antwort auf: panta-rhei
In Antwort auf: Gina

Kann jemand zu dem Rad was über Qualität und Bergtauglichkeit sagen?
Aber 2 Bedenken habe ich noch. Ich muss auf Radreisen im Gebirge immer sehr oft schieben. Komme ich mit einem Liegerad leichter oder schwerer den Berg hoch? Eine ähnliche Entfaltung und Training vorausgesetzt.


Schlechter, da Du nicht so gut langsam fahren kannst (durch den niedrigen Schwerpunkt wirds schneller wackelig).


Pauschal würde ich das nicht so sehen. Das Toxy LT sieht in vielen Parametern ähnlich aus wie eine Streetmachine und mit der konnte ich zumindest bis deutlich langsamer als 5km/h noch bequem fahren, ohne dass es wacklig wurde (auf hartem Belag natürlich -- bei Schotterpisten bin ich auch unvermittelt mal umgekippt, aber nicht tief gefallen).

Die Streetmachine war auch mit 25kg Gepäck oben/unten/hinten plus mir drauf (irgendwas 120-125kg gesamt) super stabil, abwärts mit >60km/h in Neuseeland ohne Probleme. Je mehr Gepäck, desto angenehmer zu fahren, fand ich sogar. Der tiefe Schwerpunkt macht es für mich gefühlt stabiler.

Georg.

Geändert von GeorgR (15.09.20 17:06)
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#1444208 - 15.09.20 21:01 Re: Fragen zu Liegerädern [Re: GeorgR]
Rennrädle
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 6921
Ich hänge mich einfach mal hinten ran:

Meine Erfahrung mit meinem Nazca Paseo - ich habe es nie geschafft, mit dem Liegerad bergfit zu werden und selbst das Fahren in der Ebene fand ich oft anstrengend. Von anfang an war das viel zu schwer für mich um auch nur irgendwie in die Nähe zu einem akzeptablen Fahrgefühl zu kommen. Bei jeder kleinsten Steigung war der innere unangenehme Druck im Oberkörper zu deftig. Und auch bei minimalster Steigung ist es mir nicht gelungen, sicher loszufahren. Ich habe mir einen Motor einbauen lassen - das war der einzige Weg dass das Rad nicht vollends verstaubt ist.

Ich finde es ist wichtig zu wissen dass Liegeräder nicht für jeden ein Zuckerschlecken ist.

Rennrädle
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#1444214 - 15.09.20 22:44 Re: Fragen zu Liegerädern [Re: GeorgR]
Chris-Nbg
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1682
In Antwort auf: GeorgR
Du brauchst mehrere 1'000km für die Umgewöhnung der Muskeln, aber dann willst Du nicht mehr zurück.

Kann ich beides nicht bestätigen. Auch nach 15000 liegenden Kilometern kann es passieren, dass die Lieger im Keller verstauben und man Aufrechträder bevorzugt.
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#1444217 - 15.09.20 23:03 Re: Fragen zu Liegerädern [Re: GeorgR]
iassu
Mitglied
anwesend und zufrieden anwesend
Beiträge: 21794
In Antwort auf: GeorgR
Du brauchst mehrere 1'000km für die Umgewöhnung der Muskeln, aber dann willst Du nicht mehr zurück.
Ist das wirklich so oder ist das nur eine gerne kolportierte Annahme? Umgewöhnung würde ja bedeuten, daß vorher andere Muskeln direkt für den Vortrieb eingesetzt wurden. Ich frage mich, welche Muskeln denn entlastet werden, wenn die Beinmuskeln mehr übernehmen. Ist es nicht vielmehr so, daß beim Aufrechtrad das Körpergewicht häufig mit eingesetzt wird und beim Liegerad eben nicht?
Gruß Andreas
Onkel Ju 2

Geändert von iassu (15.09.20 23:05)
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#1444220 - 15.09.20 23:47 Re: Fragen zu Liegerädern [Re: iassu]
HeinzH.
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 10095
Moin Andreas!
In Antwort auf: iassu
(.....) Ist es nicht vielmehr so, daß beim Aufrechtrad das Körpergewicht häufig mit eingesetzt wird und beim Liegerad eben nicht?
Beim Liegerad kann man sich zwischen Lehne mit dem Po und den Pedalen mit den Füßen spreizen*. Das geht so gut und bringt derartig viel Kraft in die Kurbel, daß man aufpassen muß, sich dabei nicht die Knie zu ruinieren.
Wichtig ist, daß man sich dieser Gefahr bewußt ist. Gerade beim Liegerad ist deshalb eine Schaltung wichtig, die über genügend Reserven nach unten verfügt. Ich weiß nicht, ob diese "Spreizkraft" schon einmal gemessen wurde. Ich kann mir aber gut vorstellen, daß diese Kraft größer ist als die mit dem Körpergewicht in die Pedale eingebrachte Kraft.**

Muskeln: Bei mir wurden nach dem Umstieg aufs Liegerad die Außenseiten der Oberschenkel "dicker", welche Muskeln das sind, weiß ich nicht.

Bis denne,
HeinzH.

*Vielleicht ist (dazwischen) stemmen der bessere Begriff?
**Beim Upright kann man allerdings noch mit den Armen am Lenker ziehen...

Bis denne,
HeinzH.
Demokratie lebt davon, daß sich die Bürgerinnen und Bürger aktiv einbringen...

Geändert von HeinzH. (15.09.20 23:54)
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#1444238 - 16.09.20 08:39 Re: Fragen zu Liegerädern [Re: GeorgR]
panta-rhei
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 6531
Unterwegs in Britisches Territorium im Indischen Ozean

In Antwort auf: GeorgR
In Antwort auf: panta-rhei
In Antwort auf: Gina

Kann jemand zu dem Rad was über Qualität und Bergtauglichkeit sagen?
Aber 2 Bedenken habe ich noch. Ich muss auf Radreisen im Gebirge immer sehr oft schieben. Komme ich mit einem Liegerad leichter oder schwerer den Berg hoch? Eine ähnliche Entfaltung und Training vorausgesetzt.


Schlechter, da Du nicht so gut langsam fahren kannst (durch den niedrigen Schwerpunkt wirds schneller wackelig).


Pauschal würde ich das nicht so sehen.

Physik ist keine Gefühlssache.


Leute, abstrahiert doch mal vom EUREM Spass am Liegeradeln! Dass das Laune macht, war gar nicht Thema und vielleicht hat die TE ja Spass an einem Toxy, wenn sie halt nicht im Gebirge unterwegs ist - aber nochmal: Es ging konkret um die Frage, ob man leichter oder schwerer über ein Hochgebirge kommt (die TE erwähnte ihre Alpentour!) !

Bei den meisten Liegerädern liegt der Schwerpunkt (ca. Bauchnabelgegend) tiefer als bei upwrongs. Auch bei meinen Nicht-Sport-Liegern. Dadurch kippt dieser auch schneller zur Seite - Ausgleichbewegungen müssen etwas schneller gemacht werden. Das kann man leicht nachvollziehen, wenn man einen Stab auf dem Finger balanciert. Ist er lang (=Schwerpunkt hoch), geht es einfach, ist er kurz, ist es viel schwieriger. Werner Stiffel, berühmter Liegeradpionier aus Karlsruhe, hat Problem mal in einem Artikel für die Zeitschrift ProVelo beschrieben ("Warum wackelts so?").

Da das Balancieren bei Zweirädern bei niedrigen Geschwindigkeiten generell schwieriger ist, eskaliert die Situation bei langen Steigungen: Untrainierte, die über die Alpen möchten, können auch bei ausreichender Schaltungsauslegung nicht so langsam fahren, wie sie leistungsmässig müssten. Das ist unangenehm, da es sich kurzfristig nur mit mehr Anstrengung (=höhrerer Geschwindigkeit) kompensieren lässt. Langfristig übt man natürlich auch die notwendigen schnelleren Ausgleichbewegungen.
Liebe Grüsse - Panta Rhei
"Leben wie ein Baum, einzeln und frei doch brüderlich wie ein Wald, das ist unsere Sehnsucht." Nâzim Hikmet, Dâvet

Geändert von panta-rhei (16.09.20 08:43)
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#1444241 - 16.09.20 08:52 Re: Fragen zu Liegerädern [Re: iassu]
Uli
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 13477
Zitat:
Ist das wirklich so oder ist das nur eine gerne kolportierte Annahme?

Es scheint individuell unterschiedlich. Meine körperliche Anpassungsphase dauerte nur ganz kurze Zeit und wenige km - wenn es denn eine gab. Wirklich gemerkt habe ich sie nicht, vielleicht weil andere, positive Auswirkungen deutlicher zu spüren waren. Ich hatte auch schon als absolut unbeleckter Interessent bei einer Probefahrt mit einem C500 ohne nennenswerte "Beschwerden" knapp 100km zurückgelegt.
Gruß
Uli
Plural-Verben ist out!
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Off-topic #1444243 - 16.09.20 09:14 Re: Fragen zu Liegerädern [Re: panta-rhei]
HeinzH.
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In Antwort auf: panta-rhei
(....) Langfristig übt man natürlich auch die notwendigen schnelleren Ausgleichbewegungen.
Nachdem ich Flevonaut geworden war, verbeserten sich meine Fahrtechniken auch auf meinen anderen Liegerädern enorm: Koordination und Balance auf dem FLEVO
Bis denne,
HeinzH.
Demokratie lebt davon, daß sich die Bürgerinnen und Bürger aktiv einbringen...

Geändert von HeinzH. (16.09.20 09:14)
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#1444256 - 16.09.20 13:49 Re: Fragen zu Liegerädern [Re: iassu]
Andreas
Moderator Übernachtungsnetzwerk
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Hallo Andreas,

In Antwort auf: iassu
In Antwort auf: GeorgR
Du brauchst mehrere 1'000km für die Umgewöhnung der Muskeln, aber dann willst Du nicht mehr zurück.
Ist das wirklich so oder ist das nur eine gerne kolportierte Annahme? Umgewöhnung würde ja bedeuten, daß vorher andere Muskeln direkt für den Vortrieb eingesetzt wurden. Ich frage mich, welche Muskeln denn entlastet werden, wenn die Beinmuskeln mehr übernehmen.

Man hat mehrere "Beinmuskeln", auch solche in der Hüfte spielen eine Rolle. Ich merke deutlich, dass ich mit unterschiedlichen Liegerädern unterschiedliche Muskeln benutze. Auch zwischen Rennrad und MTB gibt es (kleine) Unterschiede bezüglich der Muskeln. Interessanterweise ist der Unterschied zwischen Rennrad und Rennliegerad ziemlich gering, der Hüftwinkel ist da auch sehr ähnlich.

Die 1.000 km möchte ich nicht unterschreiben. Auch nicht, dass beim Liegerad ähnliche Muskeln wie beim Laufen benutzt werden, das wird auch gerne wiederholt.

Grüße
Andreas
Radreiseberichte aus vier Kontinenten: Liegerad-Fernweh

Geändert von Andreas (16.09.20 13:50)
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#1445125 - 26.09.20 19:28 Re: Fragen zu Liegerädern [Re: Andreas]
irg
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Ein kleiner Erfahrungsbericht von meiner letzten Tour mit dem Liegerad:

Ich bin alles andere als ein guter Bergfahrer, mit dem Liegerad bin ich daher am Berg ein noch labbrigeres Cornflake.
Auf meiner Tour vor ein paar Tagen habe ich in 6 Tagen 700km mit 3500 Höhenmetern mit dem Liegeradl zurück gelegt. Mit Camping-Gepäck und Bekleidung für den Herbst. Natürlich gab es Abschnitte, bei denen ein Upright besser geeignet gewesen wäre. Insgesamt war ich froh, das Liegerad gewählt zu haben. Es zwickt nichts, es drückt nichts, es tut nichts mehr weh, auch bei langen Etappen. Ich habe halt ein paar Kilometer mehr geschoben als mit dem Upright, das war alles.

Muskuläre Umstellungsprobleme hatte ich mit meinem Tourenlieger nie. Ich habe nur eine gewisse Zeit gebraucht, ihn sicher zu beherrschen. Die Tour nach nur 100km (allenfalls etwas mehr) Radlkilometern Erfahrung über den Balkan war rückblickend gesehen zu früh. Das geht bei zivil verlaufendem Verkehr, am Balkan kann das ungesund werden. Das ist aber ein anderes Thema. Mit einem Liegerad modernem Designs dürfte das aber schneller gehen, die Designer haben inzwischen wohl gelernt.

Ich sehe also wenig Grund, sich vor einem Versuch mit dem Liegerad den Kopf über Themen zu zerbrechen, die wahrscheinlich keine echten sind.

lg!
georg
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#1445130 - 26.09.20 19:59 Re: Fragen zu Liegerädern [Re: irg]
Sickgirl
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Naja 500 hm auf 100 km würde jetzt extreme Bergtour bezeichnen, bin gestern 67 km mit knapp 1100 hm gefahren.

Wenn ich möchte verpacke ich das hier in eine 180 km Runde.

In den Alpen hat man auch mal 1000 hm auf nicht mal 20 km.

Ich finde ja das mit Liegerad ganz schön, aber ans eigentlichen Problem der einschlafenden Hände geht Sie halt nicht dran. Die werden auch weiterhin beim Nicht Radfahren einschlafen so wie es bei ihr schon vorher war.
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#1445140 - 26.09.20 20:31 Re: Fragen zu Liegerädern [Re: Sickgirl]
irg
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Beiträge: 4639
Hallo!

Ich vermute, Gina liest aktuell auch nicht mehr mit, was ihr gutes Recht ist. Dazu kommt, dass im medizinischen Bereich oft gar nicht geklärt werden kann, was genau welche Beschwerden hervor ruft.

Das hatte ich mit einem schmerzenden Knie. Ich hatte Glück und konnte mit Hilfe eines Physiotherapeuten an eine Lösung finden, bei anderen Ursachen findet sich vielleicht gar keine Lösung.

Ich habe meinen Beitrag mehr geschrieben, weil der Faden mehr in Details geendet hat, die vielen eher das Liegradeln madig machen. Dem wollte einen kleinen Erfahrungsbericht anfügen. Was wer damit macht, überlasse ich den Lesern.

Lg!
georg
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#1445148 - 26.09.20 22:09 Re: Fragen zu Liegerädern [Re: irg]
bluesaturn
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Beiträge: 591
Wie lernt man denn überhaupt das Fahren mit einem Liegerad (2 Raeder)? Ich habe es einmal 15min probiert und bin gescheitert.
Ich habe jedes mal versucht, meinen Oberkörper zu bewegen und musste entweder stoppen oder viel um. Man sagte mir, ich sollte nur mit dem Lenker "wackeln". Ich fand die Sache sehr unsicher und brach ab.
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#1445149 - 26.09.20 22:37 Re: Fragen zu Liegerädern [Re: bluesaturn]
Keine Ahnung
Moderator
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Beiträge: 9963
Als mein Schwager entschieden hatte, dass er auf ein Liegerad umsteigen wollte, beschloss er, ein Schnupperwochenende bei Wildeshausen mitzumachen, bei dem man eine Tour mit einem geliehenen Liegerad machen konnte. Er hatte mich gefragt, ob ich mitmachen wollte. Ich wollte zwar kein Liegerad kaufen, aber probieren wollte ich es schon.

Ich empfand anfangs das Losfahren als etwas problematisch, insbesondere, wenn es leicht den "Berg" hinauf ging, wobei es dort ja eigentlich keine "Berge" gibt. Das Fahren selber war meinem Empfinden nach unproblematisch. Vielleicht gibt es hier größere Unterschiede zwischen den Liegeradtypen, aber als ich das Losfahren drauf hatte, fuhr ich sehr komfortabel und sicher. Dennoch blieb ich beim "normalen Fahrrad", mein Schwager fährt seit dem (das war 2000 ...) nur noch Liegerad.

Ich bin mit ihm auch danach auf Tour gewesen. Wo er ganz klar Vorteile hatte, war bei guter Strecke mit evtl. noch Gegenwind. Wo er aber überhaupt nicht voran kam und am Ende schieben musste, war bei schlechten Wegen, insbesondere wenn der Untergrund nicht fest war (z. B. Sand oder feiner Schotter). Da ich gerne genau solche Wege fahre (Crossbike, aber auch Reiserad), wäre für mich das Liegerad nichts. Hier könnte ein Trike eine Alternative darstellen.
Gruß, Arnulf

"Ein Leben ohne Radfahren ist möglich, aber sinnlos" (frei nach Loriot)

Geändert von Keine Ahnung (26.09.20 22:37)
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#1445207 - gestern um 16:04 Re: Fragen zu Liegerädern [Re: bluesaturn]
irg
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Beiträge: 4639
In Antwort auf: bluesaturn
Wie lernt man denn überhaupt das Fahren mit einem Liegerad (2 Raeder)? Ich habe es einmal 15min probiert und bin gescheitert.
Ich habe jedes mal versucht, meinen Oberkörper zu bewegen und musste entweder stoppen oder viel um. Man sagte mir, ich sollte nur mit dem Lenker "wackeln". Ich fand die Sache sehr unsicher und brach ab.



Mei, wie "man" es lernt, weiß ich nicht. Ich hab mich drauf gelegt und zu fahren versucht. Das war am Anfang ziemlich wackelig. Ich muss aber dazu sagen, dass mein Liegeradl ein Tourenlieger mit relativ großem Vorderrad ist, und eine ziemlich alte Konstruktion. Dieses Rad dürfte vor ca. 18 Jahren oder so auf den Markt gekommen sein. Seitdem haben die Konstrukteure sicher einiges gelernt.

Vielleicht macht die eigene Fähigkeit einiges aus. Ich bin anfangs ein paar Mal umgefallen, mein Schwager, als Bergführer mit einem besonderen Balancegefühl gesegnet, auf seinen ersten 100 Metern nicht.

lg!
georg
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