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#1435820 - 16.06.20 06:45 Re: Haben Pinion-Getriebe auch Kaffeemühlengänge? [Re: spiff]
StefanTu
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
anwesend und zufrieden anwesend
Beiträge: 1037
In Antwort auf: spiff
Denn die Pinion hat selbst ja auch einen Freilauf.

Wenn dem so ist - warum nicht gleich auf eine Nabe mit Freilauf verzichten?
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#1435826 - 16.06.20 07:50 Re: Haben Pinion-Getriebe auch Kaffeemühlengänge? [Re: StefanTu]
AndreMQ
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 4253
In Antwort auf: StefanTu
...Wenn dem so ist - warum nicht gleich auf eine Nabe mit Freilauf verzichten?
Ist gemäß Pinion trotzdem nicht zulässig. Aber EFFIGEAR erlaubt dies Re: HR-Naben für Pinion-Reiseräder (Ausrüstung Reiserad) . Man muss sich aber klar machen: Eine längere Steigung herunter rast Kette/Riemen wenige Zentimeter am Hosenbein entlang und reißt alles mit, was irgendwo in den Antrieb kommt.
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#1435830 - 16.06.20 08:09 Re: Haben Pinion-Getriebe auch Kaffeemühlengänge? [Re: Hartmut.L]
AndreMQ
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 4253
In Antwort auf: Hartmut.L
... Insgesamt kann man das Problem hier aber gut mit hochwertigen Naben in den Griff bekommen. Deshalb denke ich, dass das auch bei Pinion kein grösseres Problem ist.
Hartmut
Das ist richtig, aber die "Risikogruppe" muss daran denken und was tun. Und weil die hauseigene Naben H2R natürlich der bevorzugte Kandidat sein sollte, muss die verlässlich sein. Wenn sie das heute noch nicht ist, muss das halt herausgefunden und verbessert werden. Dann gibt es halt mal eine H3R.

Geändert von AndreMQ (16.06.20 08:12)
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#1436210 - 18.06.20 01:46 Re: Haben Pinion-Getriebe auch Kaffeemühlengänge? [Re: Hesse]
Friedrich
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2747
Servus Eberhard und Mitdiskutanten

Ich möchte mich zu diesem Thema nochmal äußern ohne auch nur einen Moment an Moment und Kettenzug zu verschwenden oder auf dem "Tochterthread" mitzumischen. Kommen wir auf die Kaffeemühlengänge zurück, sprich, Geräuschentwicklung:

- verglichen mit der Rohloffnabe die ich zum Teil selber gefahren öfter aber noch in den Alpen, Pyrenäen, auf Korsika oder Tagestouren erleben durfte sind mir bei der Pinion derlei Gänge nicht wirklich aufgefallen. Es ist durchaus möglich das mein Gehör beruflich und altersbedingt seine besten Tage hinter sich hat und das daran liegt (bevor ich mich in die Plüschetage zu den Sesselfurzern abgeseilt habe durfte ich im Maschinen- und Triebwerkbau, in grossen und manchmal sehr lauten Hallen und an grossen und manchmal sehr lauten Maschinen mein Geld verdienen wo Gehörschutz ein Fremdwort war oder man mit Absicht und aus guten Gründen darauf verzichtete grins)
- Ich kenne bei dem Pinionantrieb zweierlei Geräusche - Krachen oder Knacken. Bei'm Krachen kriegt jeder der ein wenig mit Technik zu tun hat und weiss was ein Zahnrad und Getriebe ist Gänsehaut und unter Umständen kalte Schweissausbrüche. Diese Kracherei wird im Laufe der Zeit seltener. Die Ursache hat AndreMQ einige Male beschrieben - man "hängt" irgendwie irgendwo zwischen den Gängen (meistens bei der Wahl eines niedrigeren Ganges) und wenn das Getriebe sich entschieden hat tut es das mit einem gewaltigen Schepperer. Bei richtig gespanntem Schaltzug und Pedaldruckwegnahme bei dem Schaltvorgang lässt sich das recht gut vermeiden. Falls jemand anderer Meinung ist, bzw. andere Erfahrungen gemacht hat möge er diese gerne mit uns teilen. Das Knacken ist vom Geräusch her wesentlich dezenter aber um so nerviger weil es vorübergehend zum permanenten Begleiter wird. Die Ursache kann an den Pedalen liegen, an unsachgemäß festgezogenrn Tretkurbeln oder an der Befestigung des Antriebes an der Rahmenbrücke. Voraussetzung ist natürlich das man vermag zu bestimmen ob das Geräusch vom Sattel oder Getriebe verursacht wird grins. Ich habe drei verschiedene Pedalpaare benützt und die Trerkurbeln abgebaut, versetzt und wieder angebaut sowie unlängst einmal das ganze Getriebe ausbauen lassen. Das hat kurzfristige Besserung gebracht dann war wieder alles beim Alten. Kurioserweise ist das Geräusch nach jeder Regenfahrt für ein paar Tage weg. Hat jemand von euch dafür eine Erklärung. Ich bin am Überlegen das Getriebe nochmal auszubauen und mit Kupferpaste zu massieren.
- Probleme mit der Hinterranabe hatte ich keine (DT Swiss Kettenschaltungsnabe die ich eigentlich nicht bestellt hatte und auch nicht wollte). Dass die Felge an 9 oder 10 Stellen ausgerissen ist hatte ich am Anfang des Threads erwähnt - alles an den Speichen der Antriebsseite. Das habe ich in meinem bisherige Fahrradlebe noch nie geschafft, nicht einmal mit einer billigen und ordinären sowjetischen Felge der 70-er Jahre (und ich bin schon ein paar Jahrzehnte mit Fahrrädern unzereegs). Es kann an der der Qualität der Einspeichung liegen, an der assymetrischen Einspeichung auf jeden Fall, muss (könnte) aber auch mit dem Antrieb etwas zu tun haben. Ich fahre die
Kombination 30:26 (zur Information). Die "sportliche Version" 30:22 hatte ich bei einer längeren Tour mit Gepäck am zur zur Verfügung gestellten Reiserad- na servus, habe ich mir gedacht - hoffentlich komme ich bald oben. Ein Hersteller bietet die Kombination 39:35 an. Für ein Reiserad dürfte das eine optimale Lösung sein und das Hinterrad nicht allzusehr strapazieren.

Noch eine Bemerkung die mit Geräuschentwicklung und der Frage des Threaderstellers nchts zu tun hat. Wer keinen Kettenspanner mag aber eine vernünftige Möglichkeit die Kette zu spannen ohne hintenrum alles zu verkannten sollte versuchen synchron verstellbare Ausfallenden zu verbauen. Die gibt es Z.B. aus Amiland von [url=
https://www.paragonmachineworks.com/]Paragon[/url]
Fritz
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#1436229 - 18.06.20 08:36 Re: Haben Pinion-Getriebe auch Kaffeemühlengänge? [Re: Friedrich]
AndreMQ
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 4253
... sehr gute Beschreibung bravo, das passt. Knacken (nicht das Getriebeknacken) u.ä.: Das ist (wenn nicht Kugellager) mMn Mikrobewegung zwischen geklemmten Teilen und da wieder dieser Stick-Slip-Effekt wie z.B. beim Bremsenquietschen: Haftreibung gerade überschritten, Teil ruckt mikrometerweise vor und knallt wieder fest. Und mit andere Krafteinleitung wieder zurück und das Spiel beginnt neu. Weil mit dem Kurbelmechanismus ständig sich die Krafteinleitung in das Gebilde dreht, hört die Knackerei nicht auf. Mit Flüssigkeit (Öl, Wasser, ...) verändert sich dies kurz, bis unter der riesigen Flächenpressung das wieder weggetrocknet oder verdrängt ist. Und weil es so viele Klemmstellen gibt (auch ein eingepresster Steuerlagerring ist eine), sucht man die Kiste bis zum Schwarzwerden ab.
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#1436287 - 18.06.20 14:03 Re: Haben Pinion-Getriebe auch Kaffeemühlengänge? [Re: Friedrich]
Fichtenmoped
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 240
Wenn Du mit dem Knacken das meinst, was ich eher als Knarzen / knickern bezeichnen würde, das habe ich an meinem Rad auch. Lustigerweise temperaturabhängig. Je wärmer es über ca. 24 °C wird, desto deutlicher wird es.

Ich konnte es etwas reduzieren indem ich eine gelöste Schraube der Verbindung Kettenrad - Spider am Getriebe festgezogen habe. Kurbelarme und Getriebehalteschrauben waren fest. Wie Andre schon schrieb, aufgrund der mannigfaltigen Schraubverbindungen kann man schon Zeit mit der Suche verbringen. Zumal das Geräusch auch nicht zuverlässig auftritt und manchmal weg ist, z.B. wie nach der oben schon angesprochenen Regenfahrt

Ein weiteres Geräusch(lein) ist mir am Wochenende bei Anstiegen mit Gepäck aufgefallen: Im 6. Gang der P 1.18 tickert es wie bei der Unruh einer Uhr. Ganz leise und zart, hört man nur auf gutem Asphalt und wenn es gerade keine anderen Geräusche gibt. Ist überhaupt nichts störendes und hängt definitiv mit der Gangstufe zusammen. Hört sich auch ähnlich an wie das Tickern einer Dreigangnabe im dritten Gang nur eben ganz leise.

Das Getriebe selbst läuft, bis auf das Minimalgeräusch ganz unauffällig und leise. Das ist einfach ein Träumchen.
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#1436304 - 18.06.20 16:24 Re: Haben Pinion-Getriebe auch Kaffeemühlengänge? [Re: Fichtenmoped]
Friedrich
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2747
Knacken - knarzen - knickern

Ist es nicht herrlich immer wieder zu entdecken welch feine Nuancen sich adequat und situationsbedingt auszudrücken "der doitsche Sprack" seinen Spreckern und Stotterern bietet grins? Manche beneiden uns darum, manche verfluchen uns und "Neubürger" verzweifeln daran und scheitern "integrationstechnisch".

Einverstanden - obwohl ich knickern eher mit Geldbeutel als mit Getriebe assoziieren würde.
Fritz
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#1436427 - 19.06.20 11:44 Re: Haben Pinion-Getriebe auch Kaffeemühlengänge? [Re: Friedrich]
MikeBike
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 550
Unterwegs in Deutschland

Zitat:
Kommen wir auf die Kaffeemühlengänge zurück, sprich, Geräuschentwicklung:



Es gibt bei meinem P.18 schon so etwas wie ein dezentes Kaffeemühlengeräusch. Das tritt bei den sehr kleinen Gängen bei Steigung auf. Es ist allerdings ziemlich leise und nicht mit den Rohloff Geräuschen zu vergleichen.

Mich stört es nicht. Das berühmte Knacken beim rein-/raus- springen der Gänge dagegen schon.

Je nach Situation und Last reicht es von kaum hörbar bis übel laut.
Ich denke schon, dass es etwas mit der Qualität des Schaltvorgangs zu tun hat. Wird der schlampig und unbewusst durchgeführt, knackt es eher.
Manchmal bemerke ich einen Zusammenhang mit der Fahrbahn. Bei Unebenheiten oder Löchern scheint es häufiger zu knacken. Ob die Erschütterung den Schaltvorgang, oder das Getriebe selbst beeinflusst, kann ich nicht sagen.

Ich habe mich in fast fünf Jahren mittlerweile mit dem Problem abgefunden - daran gewöhnen kann ich mich nicht. So ein richtig lauter Kracher ist einfach sau-unangenehm, peinlich und ärgerlich. Das sollte bei einem so teuren Teil einfach nicht sein.

Die Pinion Profis machen dann gerne aus dem "sollte nicht sein" ein "gibt es nicht".

Mein Händler wollte mit unbedingt einreden, dass es die Nabe ist. Er wollte es nicht glauben.

Ein Pinion Fachmann (Idworx) aus Trebur, war da noch radikaler: "Das gibt es nicht, unmöglich." Im Laufe des Gesprächs räumte er lediglich ein, dass es so etwas wie "Schaltfehler" geben könnte. Das liegt aber selbstverständlich nicht am Getriebe, sondern nur am Fahrer.

Diese Gespräche liegen nun aber schon einige Jahre zurück. Ich denke, in der Zwischenzeit hat Pinion selbst sich dazu geäussert und das Problem vielleicht auch nachgebessert. ?

Grüße

Mike
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Off-topic #1436439 - 19.06.20 13:12 Re: Haben Pinion-Getriebe auch Kaffeemühlengänge? [Re: MikeBike]
Juergen
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 11611
Bei der 75/5 war es so, dass, wenn das Getriebe beim Schalten nicht geknallt hat, irgendwas kaputt war. grins
° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° °
Reisen +
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Off-topic #1436446 - 19.06.20 13:46 Re: Haben Pinion-Getriebe auch Kaffeemühlengänge? [Re: Juergen]
MikeBike
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 550
Unterwegs in Deutschland

Zitat:
Knacken - knarzen - knickern


Bei der 75/5 war das kein "Knallen" sondern ein "Klacken"

Mit dem "Knacken" der Pinion hat das "Klacken" der schönen alten BMWs nicht das geringste zu tun...

zwinker

Grüße aus Mannheim in die Heimat der Goldnuss

Mike

Geändert von MikeBike (19.06.20 13:47)
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#1436449 - 19.06.20 13:56 Re: Haben Pinion-Getriebe auch Kaffeemühlengänge? [Re: MikeBike]
AndreMQ
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 4253
... ja, Pinion zwingt den Fahrer, sein Handgelenk zügig, präzise, in einem Zug und ohne Überschwingen um genau 19,947° (360° / 19) zu drehen. Nicht 19,847° und auch nicht 20,047°. Kann ja nicht so schwer sein grins .
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#1436489 - 19.06.20 17:59 Re: Haben Pinion-Getriebe auch Kaffeemühlengänge? [Re: AndreMQ]
Uwe Radholz
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 6311
Mike kam das. Er verdiente, und macht das noch immer, mit sehr präzisen und koordinierten Handbewegung seinen Lebensunterhalt. Wer, wenn nicht er!
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Off-topic #1436493 - 19.06.20 18:18 Re: Haben Pinion-Getriebe auch Kaffeemühlengänge? [Re: StefanTu]
BeBor
Mitglied
anwesend und zufrieden anwesend
Beiträge: 6828
In Antwort auf: StefanTu
In Antwort auf: spiff
Denn die Pinion hat selbst ja auch einen Freilauf.

Wenn dem so ist - warum nicht gleich auf eine Nabe mit Freilauf verzichten?

In den späteren Achtzigern hatte ich ein Gazelle Reiserad mit Kettenschaltung und Freilauf im Tretlager, war damals ein kurzlebiger Exot von Shimano, hat sich nicht durchgesetzt. Man konnte schalten, ohne zu treten, also im Rollen. Und die Blicke der Leute waren ungläubig, wenn man, z. B. im Fußgängerbereich, das Rad schob. Weil die Pedale standen und sich das Kettenrad dennoch drehte.

Bernd
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#1436513 - 19.06.20 21:21 Re: Haben Pinion-Getriebe auch Kaffeemühlengänge? [Re: Uwe Radholz]
AndreMQ
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 4253
In Antwort auf: Uwe Radholz
Mike kam das. Er verdiente, und macht das noch immer, mit sehr präzisen und koordinierten Handbewegung seinen Lebensunterhalt. Wer, wenn nicht er!
Genau, nur vorgetestete Kunden sind einer Pinion würdig grins .
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#1439149 - 12.07.20 18:14 Re: Haben Pinion-Getriebe auch Kaffeemühlengänge? [Re: Hesse]
Mado
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 44
In Antwort auf: Hesse
Gibt es vielleicht jemanden in der Nähe von Marburg(Umkreis ca. 50 km) der/die ein Piniongetriebe, am besten das P1.18 fährt, mit dem/der ich mich mal für ne Probefahrt treffen könnte?

Ich bin unweit von Trier. Wenn Dir das nicht zu weit ist, dann kannst Du das P1.18 an meinem Idoworx oPinion BLT probefahren. War damit 7500km auf Radreisen unterwegs. Kein Kaffeemühlengang. Bei Interesse bitte PN.
Liebe Grüße
Mado
Liebe Grüße
Mado
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#1442019 - 17.08.20 14:02 Re: Haben Pinion-Getriebe auch Kaffeemühlengänge? [Re: Friedrich]
Stiegsfeld
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 6
In Antwort auf: Friedrich
Servus Eberhard und Mitdiskutanten

[...]Kommen wir auf die Kaffeemühlengänge zurück, sprich, Geräuschentwicklung:
[...]
- Ich kenne bei dem Pinionantrieb zweierlei Geräusche - Krachen oder Knacken. Bei'm Krachen kriegt jeder der ein wenig mit Technik zu tun hat und weiss was ein Zahnrad und Getriebe ist Gänsehaut und unter Umständen kalte Schweissausbrüche. Diese Kracherei wird im Laufe der Zeit seltener. Die Ursache hat AndreMQ einige Male beschrieben - man "hängt" irgendwie irgendwo zwischen den Gängen (meistens bei der Wahl eines niedrigeren Ganges) und wenn das Getriebe sich entschieden hat tut es das mit einem gewaltigen Schepperer. Bei richtig gespanntem Schaltzug und Pedaldruckwegnahme bei dem Schaltvorgang lässt sich das recht gut vermeiden. Falls jemand anderer Meinung ist, bzw. andere Erfahrungen gemacht hat möge er diese gerne mit uns teilen. Das Knacken ist vom Geräusch her wesentlich dezenter aber um so nerviger weil es vorübergehend zum permanenten Begleiter wird. Die Ursache kann an den Pedalen liegen, an unsachgemäß festgezogenrn Tretkurbeln oder an der Befestigung des Antriebes an der Rahmenbrücke. Voraussetzung ist natürlich das man vermag zu bestimmen ob das Geräusch vom Sattel oder Getriebe verursacht wird grins. Ich habe drei verschiedene Pedalpaare benützt und die Trerkurbeln abgebaut, versetzt und wieder angebaut sowie unlängst einmal das ganze Getriebe ausbauen lassen. Das hat kurzfristige Besserung gebracht dann war wieder alles beim Alten. Kurioserweise ist das Geräusch nach jeder Regenfahrt für ein paar Tage weg. Hat jemand von euch dafür eine Erklärung. Ich bin am Überlegen das Getriebe nochmal auszubauen und mit Kupferpaste zu massieren.
- Probleme mit der Hinterranabe hatte ich keine (DT Swiss Kettenschaltungsnabe die ich eigentlich nicht bestellt hatte und auch nicht wollte). Dass die Felge an 9 oder 10 Stellen ausgerissen ist hatte ich am Anfang des Threads erwähnt - alles an den Speichen der Antriebsseite. Das habe ich in meinem bisherige Fahrradlebe noch nie geschafft, nicht einmal mit einer billigen und ordinären sowjetischen Felge der 70-er Jahre (und ich bin schon ein paar Jahrzehnte mit Fahrrädern unzereegs). Es kann an der der Qualität der Einspeichung liegen, an der assymetrischen Einspeichung auf jeden Fall, muss (könnte) aber auch mit dem Antrieb etwas zu tun haben. Ich fahre die
Kombination 30:26 (zur Information). Die "sportliche Version" 30:22 hatte ich bei einer längeren Tour mit Gepäck am zur zur Verfügung gestellten Reiserad- na servus, habe ich mir gedacht - hoffentlich komme ich bald oben. Ein Hersteller bietet die Kombination 39:35 an. Für ein Reiserad dürfte das eine optimale Lösung sein und das Hinterrad nicht allzusehr strapazieren.


Moin-Moin!

Ich bin über Google-Suche zur Pinion 1.18 (und Geräuschentwicklung) in zwei 2 Threads des Rad-Forums hängengeblieben. Dazu fand ich nun die technisch ins Detail gehenden Diskussionen so spannend, dass ich mich um eine Registrierung bemüht habe und nun bin ich hier - auch wenn ich nicht der Rad-Fernreisende bin....

Seit gut 6 Jahren fahre ich eine Pinion P1.18 in einem Nicolai Argon Tourenbike. Und zwar exakt dieses hier im Bild gezeigte:
https://pinion-bikes.de/NICOLAI-Argon-TR-Pinion
Technisch jedoch ganz anders als im Begleittext angegeben.
Die hintere Nabe übrigens eine steil eingespeichte "Hope Pro 2 EVO Disc-Hinterradnabe" mit breitem Spacer. Bisher unverdächtig und bei mir auch normalerweise nicht gebirgsbelastet.

Das Rad war damals an einige Zeitschriften zum Testen gegangen und dann mit wohl nur wenigen dutzend Kilometern Laufleistung direkt beim Hersteller abverkauft worden.

Im ersten Jahr ausgiebig gefahren ist es dann für fast 4 Jahre verstaubt, bevor ich seit 2019 wieder täglich damit zur Arbeit fahre (werktäglich immer 2×15 km). So kamen inzwischen gute 10000 km zusammen. Das Rad wird nicht besonders gepflegt oder gewartet. Nach Jahr 1 und kurz nach Neustart letztes Jahr gab es einen Ölwechsel. Ansonsten geht es damit zumeist über befestigte und geschotterte Wirtschaftswege zur Arbeit. Regen, Matsch und Staub müssen eben ertragen werden.

Das vorweg-geschickt, möchte ich von meinen Knack-Knicker-Geräuschen berichten:
Mein Pinion 1.18 mit Gates 32:34 ist noch von der ersten Generation und hat daher den Satz zusätzlicher Klinken verbaut, die sich in Gang 7 und 13 als zusätzliches Freilaufklackern melden. Mir war es nie die ca. 150 Eur wert gewesen, dass beim Hersteller "upgraden" zu lassen.

Insgesamt ist die Schaltung angenehm ruhig: bei sehr kräftigem Antritt hört man auch ein periodisches Geräusch, dass ich immer dem Zahnriemen zugeordnet habe. Klingt ein wenig wie ein kaputtes Wälzlager bei dem defekte Wälzkörper Pittings im Ring überrollen. (Ich betete also anfangs, dass es das nicht sein möge. => da sich daran seit gut 10000 km nichts getan hat, schließe ich das inzwischen auch als Ursache aus).

Vor fast 1 Jahr fing die Schaltung dann nach einem Regenguss an leise zu Knacken. Das Geräusch wurde präsenter und von anfangs einmal je 360° steigerte es sich dann zu 2x / 360°.

Bei neu auftretendem Regen waren die Geräusche dann jeweils für eine kürzere Zeit weg. Wenn der Riemen zu sehr knarzt, wurde das mit einem geschenkten Universal-Spray von Fa. Würth beruhigt. Soll ähnlich wie WD-40 ("aber besser!") sein.
Ein Schuss davon unspezifisch auf die Antriebsseite geschossen, erledigte das Geräusch ähnlich wie ein Regenschauer (aber einige Tage ausdauernder).

Irgendwann begann es dann aus dem Getriebebereich sogar je 360° Kurbeldrehung einen Doppelknacks und einen Einzelknacks 180° danach zu geben. Die Kurbeln hatte ich zuvor geprüft (auch mal um 90° versetzt); Pedale auch gecheckt. Spiel in den Tretlagern gab es auch keines.

Dann bemerkte ich jedoch vor wenigen Wochen ein gelöstes vorderes Riemenrad (ausgerechnet während einer ausnahmsweise ausgedehnteren Wochenendtour über 60 km weit von zu Hause entfernt.

Wieder zu Hause also Kurbel runter und gefunden, dass die Wellenmutter ("PINION Lockring Set Art.Nr. P8300") lose war und das Riemenrad sich mittlerweise fast um 1 mm axial in Schlag versetzen ließ.

Provisorisches Anziehen mit einem aus Holz und Metallstiften gebautem Werkzeug half 5 Tage zu überbrücken, bis das offizielle Werkzeug ("PINION Werkzeug Lockringwerkzeug SL Art.Nr. P9511") geliefert war, mit dem die Verbindung wieder auf das Soll von 40 NM angezogen wurde. Das Knacken ist seitdem vorbei.

Irgendwo hatte ich zudem gelesen, dass man bei Pinion irgendwas am Detail-Design der Verbindung Lockring-Kurbelwelle geändert haben soll. Folglich habe ich zur Sicherheit den Lockring mit der dünnen Unterlegscheibe gleich neu dazu bestellt. Beim provisorischen Anziehen hatte ich auch 2 der Bohrungen minimal gedrückt. Da der Lockring nur 1/4 des Werkzeugs kostet, wollte ich da besser auf Nummer sicher gehen.

Seither läuft die Pinion wieder wie am ersten Tag. Das große Krachen kenne ich natürlich auch: das ist für mich tatsächlich eine Fehlbedienung und tritt am liebsten auf, wenn ich abgerockt und unkonzentriert unterwegs bin - also vielleicht 1x pro Woche und in der Regel beim Durchschalten zwischen 12 und 13. Gang, wenn beide Gruppen zugleich schalten müssen.

Lang ist er nun geworden - mein erste Beitrag hier.

Was gibt es sonst noch zu berichten: mir gefällt das Forum hier. Freundlicher Umgang und herrlich festzustellen, dass Leute sich hier auch sprachlich Mühe geben!

Ansonsten noch ein Detail zur Pinion: der sehr spezielle Schaltzug und sein Wechsel wären vielleicht auch nochmal einen Beitrag wert. Das Vergnügen hatte ich nach ca. 7500 gefahren Kilometern. Ich habe mich entschieden, die Urversion des Schaltzuges mit "Doppelknick-Sollbruchstelle" wieder einzubauen.

Die neue breitere Seilrolle für Standard-Seilzüge ist technisch eigentlich die bessere Wahl. Aber die wird dann mit dem Kunststoff-Deckel geschlossen. Ich wollte den feinen Alu-Deckel behalten.

Wenn es mal wieder Wartungsbedarf oder Probleme gäbe, melde ich mich sicherlich gerne erneut hier. Ansonsten lese ich bestimmt weiter hier und da mit.

Gruß

Ben
(mit User-Nick Stiegsfeld)
Die Pinion P1.18 hat mich hier ins Forum gebracht.
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#1442065 - 17.08.20 21:36 Re: Haben Pinion-Getriebe auch Kaffeemühlengänge? [Re: Hesse]
Wittmundertorfbrand
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 366
Lieber Hesse,

klares ; Nein! bier2

Mehr brauch man nicht sagen!!
Sofern du im Norden Deutschlands wohnst , komm vorbei !

LG
Ralf
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#1442091 - 17.08.20 23:10 Re: Haben Pinion-Getriebe auch Kaffeemühlengänge? [Re: Stiegsfeld]
AndreMQ
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 4253
In Antwort auf: Stiegsfeld
Im ersten Jahr ausgiebig gefahren ist es dann für fast 4 Jahre verstaubt, bevor ich seit 2019 wieder täglich damit zur Arbeit fahre (werktäglich immer 2×15 km). So kamen inzwischen gute 10000 km zusammen. Das Rad wird nicht besonders gepflegt oder gewartet. Nach Jahr 1 und kurz nach Neustart letztes Jahr gab es einen Ölwechsel. Ansonsten geht es damit zumeist über befestigte und geschotterte Wirtschaftswege zur Arbeit. Regen, Matsch und Staub müssen eben ertragen werden.
Hallo im Forum, gute Gelegenheit mal so nach dem Aussehen von Riemen und Riemenräder zu fragen. Die Kaffeemühlengänge gibt es wohl auch bei älteren Getrieben nicht.
In Antwort auf: Stiegsfeld
Das vorweg-geschickt, möchte ich von meinen Knack-Knicker-Geräuschen berichten:
Mein Pinion 1.18 mit Gates 32:34 ist noch von der ersten Generation und hat daher den Satz zusätzlicher Klinken verbaut, die sich in Gang 7 und 13 als zusätzliches Freilaufklackern melden. Mir war es nie die ca. 150 Eur wert gewesen, dass beim Hersteller "upgraden" zu lassen.
Also mit vo32/hi34 (?) und geschätzten 40-622-Reifen ist das Rad extrem bergfähig und kurz übersetzt (Entfaltung im 1. Gang nur 1,15m!, im 18. Gang 7,29m).
In Antwort auf: Stiegsfeld
Insgesamt ist die Schaltung angenehm ruhig: bei sehr kräftigem Antritt hört man auch ein periodisches Geräusch, dass ich immer dem Zahnriemen zugeordnet habe. Klingt ein wenig wie ein kaputtes Wälzlager bei dem defekte Wälzkörper Pittings im Ring überrollen. (Ich betete also anfangs, dass es das nicht sein möge. => da sich daran seit gut 10000 km nichts getan hat, schließe ich das inzwischen auch als Ursache aus).
Also wenn wir das gleiche meinen, ist es das Abrollgeräusch und auch -vibrationen der geradverzahnten Stirnräder, was eben ganz normal und kein Fehler ist und auch keine Kaffeemühlengänge.
In Antwort auf: Stiegsfeld
Provisorisches Anziehen mit einem aus Holz und Metallstiften gebautem Werkzeug half 5 Tage zu überbrücken, bis das offizielle Werkzeug ("PINION Werkzeug Lockringwerkzeug SL Art.Nr. P9511") geliefert war, mit dem die Verbindung wieder auf das Soll von 40 NM angezogen wurde. Das Knacken ist seitdem vorbei.
Ja, kann man nur jedem Pinion-Käufer raten, dieses Lockring-Tool gleich mit zu kaufen, wenn sonst kein Zugang zu diesem Werkzeug. So wie bei der Rohloff-Speedhub den Ritzelabzieher. Und dann regelmäßige Kontrolle, dass beide Scheiben fest sitzen.
In Antwort auf: Stiegsfeld
Seither läuft die Pinion wieder wie am ersten Tag. Das große Krachen kenne ich natürlich auch: das ist für mich tatsächlich eine Fehlbedienung und tritt am liebsten auf, wenn ich abgerockt und unkonzentriert unterwegs bin - also vielleicht 1x pro Woche und in der Regel beim Durchschalten zwischen 12 und 13. Gang, wenn beide Gruppen zugleich schalten müssen.
Kann ich bestätigen, unpräzises Drehen des Griffs wird mit diesem Geräusch betraft.
In Antwort auf: Stiegsfeld
Ansonsten noch ein Detail zur Pinion: der sehr spezielle Schaltzug und sein Wechsel wären vielleicht auch nochmal einen Beitrag wert. Das Vergnügen hatte ich nach ca. 7500 gefahren Kilometern. Ich habe mich entschieden, die Urversion des Schaltzuges mit "Doppelknick-Sollbruchstelle" wieder einzubauen.
Die neue breitere Seilrolle für Standard-Seilzüge ist technisch eigentlich die bessere Wahl. Aber die wird dann mit dem Kunststoff-Deckel geschlossen. Ich wollte den feinen Alu-Deckel behalten.
Die Montage dieser alten Version war jetzt nicht zu finden. Also wenn Du eine Quelle hast, wäre das hilfreich.
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#1442129 - 18.08.20 11:40 Re: Haben Pinion-Getriebe auch Kaffeemühlengänge? [Re: AndreMQ]
Stiegsfeld
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 6
Moin Andre,

dann nochmal etwas weitere Informationen zu den noch offenen Punkten:

Zuerst einmal Riemen und Riemenscheiben wie sie nach gut 10000 km aussehen:
https://www.dropbox.com/s/qavsyncb7w6chmf/32T_a.jpg?dl=0
https://www.dropbox.com/s/ml4ych3385ajuqe/32T_b.jpg?dl=0
https://www.dropbox.com/s/3r97bfys64n08aw/34T.jpg?dl=0
https://www.dropbox.com/s/tjyxuvhe6hrgfma/Riemen.jpg?dl=0

In Antwort auf: Stiegsfeld
Pinion 1.18 mit Gates 32:34

In Antwort auf: AndreMQ

Also mit vo32/hi34 (?) und geschätzten 40-622-Reifen ist das Rad extrem bergfähig und kurz übersetzt (Entfaltung im 1. Gang nur 1,15m!, im 18. Gang 7,29m).


Richtig: die Auslegung ist auch nicht ganz nach meinem Geschmack. Ich habe damals das Rad online gesehen, bin die 80km bis zum damaligen alten Fertigungsstandort von Nicolai in Lübbrechtsen gefahren (kuschelig eng unterm Dach in einem alten Bauernhof-Fachwerkgebäude). Bekam vom Vertriebsleiter eine einstündige Fertigungsführung (sehr spannend!). Machte dann meine kurze Probefahrt (Hauptabmessungen des Rades kamen bis auf Zentimeter an die meines seit ewig benutzen Vorgängers heran) und kaufte sofort ohne noch überhaupt den Preis nachzuverhandeln.
Das Rad war quasi neu und bei den Presseterminen definitiv nicht hart rangenommen worden. Kein Dreck, keine Reibespuren und Kratzer.

Schon bei der ersten Probefahrt merkte ich aber, dass man problemlos am Hang abwärts bis in den 18. Gang durchschalten kann. Viel mehr als 35 km/h sind hier praktisch nicht drin.
Für Monat 1 bat ich mir daher das Recht aus, den Gates-Antrieb gegen eine andere Abstufung tauschen zu dürfen. Dafür wurden pauschal 100 Eur Aufpreis ausgemacht.

Praktisch stellte sich heraus, dass ich in der Ebene doch nicht über einen Schnitt von 25 km/h hinauskomme. Ich habe also auf den Aufwand an Geld und Zeit vorerst verzichtet und habe das bis zum Tag X verschoben, an dem die Teile mal verschlissen wären.
Aber ich denke da habe ich wohl nochmals 10000 km vor mir. Wie oben zu sehen: es gibt bereits leichten Verschleiß, aber das sieht noch wenig besorgniserregend aus.

Nun habe ich also einen ersten Gang mit dem ich jeden Berg nehme, den ich auch schiebend hochkomme. Bisher extremste Fahrt war mal eine "Abkürzung" fast senkrecht durch einen frisch gepflügten Acker im Sturzregen. Im 1. Gang schaffte ich es, meine Trittfolge genau mit den Ackerfurchen zu synchronisieren. Das Rad sackte so tief in den Schlamm ein, dass ich die Tretkurbel nur darum noch durchtreten konnte, weil die 6:00 Lage immer mit der Furche zusammenfiel. Die Räder liefen irgendwo tief auf dem festeren Untergrund. Mit leichter Schrägfahrt zur Bearbeitungsrichtung ließ sich das exakt abstimmen und ich kam 100 Meter ohne in den Schlamm zu treten durch. :-)

Im täglichen Leben sind die ersten 4 Gänge ansonsten tatsächlich sinnlos. Bei einer Neubestückung würde ich sehen, dass ich die vordere Riemenscheibe größer kriegte. Die Hintere vielleicht minimal kleiner. Alle Gänge um 2 Stufen (also ~ 23% gesamt) nach oben zu schieben, wäre sicherlich die bessere Wahl für den Alltagsgebrauch.

Andererseits schont die derzeitige Auslegung sowohl das Getriebe als auch die Nabe.
Ich weiß nicht, ob das damals aus diesem Grunde so ausgelegt wurde, oder weil man den Zeitschriften-Testern ein leichtlaufendes Rad vorgaukeln wollte?

Wenn man bei Nicolai nach Bildern zum "Argon"-Rahmen mit Pinion sucht, findet man jedenfalls immer noch exakt die 7 Jahre alten Bilder mit genau meinem Rahmen und mit der größeren Riemenscheibe an der hinteren Nabe.

In Antwort auf: AndreMQ
Also wenn wir das gleiche meinen, ist es das Abrollgeräusch und auch -vibrationen der geradverzahnten Stirnräder, was eben ganz normal und kein Fehler ist und auch keine Kaffeemühlengänge.


Da ich die Rohloff nie selbst gefahren bin, kann ich da nicht konkret mitreden. Bin aber bis heute positiv angetan vom zuverlässigen Pinion-Getriebe. Kettenschaltungen habe ich aus Faulheit immer bis an die äußerste Verschleißgrenze gefahren mit entsprechend rostiger Kette, mit viel Reibung im Schräglauf; verbogenen Kettenspannern etc.
Daher ist die Pinion für mich sogar in Sachen Effizienz der (zumeist rostig-verdreckten, fehljustierten) Kettenschaltung überlegen.

In Antwort auf: AndreMQ
Ja, kann man nur jedem Pinion-Käufer raten, dieses Lockring-Tool gleich mit zu kaufen, wenn sonst kein Zugang zu diesem Werkzeug. So wie bei der Rohloff-Speedhub den Ritzelabzieher. Und dann regelmäßige Kontrolle, dass beide Scheiben fest sitzen.


Die 34 Eur für das Tool wollte ich nicht einfach so "auf Vorrat" ausgeben. Würde auch nicht - wie manchmal vorgeschlagen - das Tool mit auf Touren nehmen. Da muss dann ein Notbehelf an der nächsten Tankstelle hinreichen.

In Antwort auf: Stiegsfeld
Ansonsten noch ein Detail zur Pinion: der sehr spezielle Schaltzug und sein Wechsel wären vielleicht auch nochmal einen Beitrag wert. Das Vergnügen hatte ich nach ca. 7500 gefahren Kilometern. Ich habe mich entschieden, die Urversion des Schaltzuges mit "Doppelknick-Sollbruchstelle" wieder einzubauen.
Die neue breitere Seilrolle für Standard-Seilzüge ist technisch eigentlich die bessere Wahl. Aber die wird dann mit dem Kunststoff-Deckel geschlossen. Ich wollte den feinen Alu-Deckel behalten.


In Antwort auf: AndreMQ

Die Montage dieser alten Version war jetzt nicht zu finden. Also wenn Du eine Quelle hast, wäre das hilfreich.


Klar: bei www.Pinion.EU gab es ein Pdf-Dokument zu "Trobleshooting".
Darin steht unter dem Punkt "Getriebe schaltet schwergängig":
*********Zitat Pinion **********
Pinion bietet 2 Varianten von Getriebezugrollen
an. Seit 2015 werden ausschließlich
„Universal-Getriebezugrollen“ verbaut. Diese
haben den Vorteil, dass standard Schaltzüge
von Drittanbietern verwendet werden können.
Für die Getriebezugrolle der ersten Generation
ist ein spezieller Schaltzugnotwenig, der als
Ersatzteil erhältlich ist.
Alle Montageanleitungen finden Sie im
Benutzerhandbuch oder in ausführlichen
Service Videos auf: www.pinion.eu
*********Zitat Pinion **********

Hier nochmal gut bebildert dargestellt:
https://www.rad-lager.de/shop2/product_i...--zubehoer.html
Und darin dies Bild als Direktlink:
https://www.rad-lager.de/pinionzugrollenvergleich.jpg

Eine weitere Beschreibung der Montage fand ich hier (inkl. pdf-Download):
https://docplayer.org/53627595-Pinion-getriebeschaltung.html

Dazu fand ich jedoch folgende widersprüchliche Angaben:
https://pinion-bikes.de/PINION-Schaltseilzug-Montageset-universal-P8957-P8954
Bei diesem Set heißt es, die aktuelle Seilzugrolle benötigt zwingend einen _NEUEN_ Deckel.

Aber es gibt auch diesen Alu-Deckel, der universell für alte und neue Seilzugrolle passsen soll. Ob man hier eine gegenüber dem ursprünglichen und oben genannten Deckel geänderte Formgebung auf der Innenseite hat? Ich verstehe das gerade nicht ganz.
https://pinion-bikes.de/PINION-Schaltdec...5-P118-P112-P19

Genug Abschweifung zur Technik der Pinion für heute.

Beste Grüße,

Ben
Die Pinion P1.18 hat mich hier ins Forum gebracht.
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Off-topic #1442141 - 18.08.20 13:18 Re: Haben Pinion-Getriebe auch Kaffeemühlengänge? [Re: Stiegsfeld]
AndreMQ
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Danke für die Info zu dem älteren Schaltzugsystem, falls so etwas unverhofft zur Wartung kommt.
Riemenverschleiß ist noch ok, vielleicht etwas viel für 10Tkm, aber ok. Ab und zu mit Wasser und Borstenpinsel reinigen, bringt was. Da ölfrei, ist der Aufwand minimal.
Ist der Mittelsteg in den Riemenscheiben ok? Wenn die zu scharfen Messern abgefeilt werden, stimmt die Riemenausrichtung nicht. Zumindest fällt in den Bildern nichts auf.
Wenn man bei Auswechseln der verschlissenen Teile die Übersetzung ändern will, muss man den Gates-Calculator bemühen, denn es gibt nur wenige Riemenlängen und Riemenscheiben und die müssen exakt zum Einstellbereich der hinteren Verschiebeenden passen. Es gibt keine Anpassmöglichkeiten wie bei einer Kette. Daher sende noch die heutigen Daten: vo32/hi34, Riemen mit Zähnezahl xyz (steht oben auf Riemen).
Weiterhin: Wieviel Verschiebebereich hat die hintere Achse bei der aktuellen Bestückung und der aktuellen Position nach hinten und nach vorne (wo sie jetzt gerade steht). Also nichts aufschrauben, einfach messen/schätzen, wieviele Millimeter Verschiebebereich nach vorne und hinten besteht. Lieber etwas zu klein schätzen, als zu optimistisch.
Dann sagt der Gates-Calculator für die heutige Kombi, welcher Achsabstand gerade gefahren wird (so genau kann man das händisch gar nicht messen) und welche weiteren Kombis aus Riemenscheiben und Riemenlänge vom Verschiebebereich noch abgedeckt werden (das kann auch mal nur eine sein). Erst dann ordern.
Die heutige Übersetzung führt dazu, dass viel in den Gängen jenseits 14 wahrscheinlich gefahren wird. Da laufen dann die betreffenden Getrieberäder sehr schnell. Das fühlt sich eventuell etwas zäh an, diese immer wieder beim Antritt aus stehender Kurbel zu beschleunigen (mit einem Klack auch ohne Schalten). Wahrscheinlich kennst Du das gar nicht anders. Aber es müsste ein Unterschied sein, ob man seinen Normalgang bei z.B. 25km/h und Trittfrequenz 75 im 12. oder im 16. Gang hat. Probieren konnte ich das natürlich umgekehrt auch noch nicht, da vo32/hi28 und auch von Anfang fest.
Warum hat Nicolai das für ein eher Trekking-Rad so gewählt? Vielleicht weil sie in MTBs denken. Gut bei Nicolai ist auf jeden Fall, dass sie zu großen Riemenscheiben tendieren.
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Off-topic #1442156 - 18.08.20 15:24 Re: Haben Pinion-Getriebe auch Kaffeemühlengänge? [Re: AndreMQ]
Stiegsfeld
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In Antwort auf: AndreMQ
Danke für die Info zu dem älteren Schaltzugsystem, falls so etwas unverhofft zur Wartung kommt.
Riemenverschleiß ist noch ok, vielleicht etwas viel für 10Tkm, aber ok. Ab und zu mit Wasser und Borstenpinsel reinigen, bringt was. Da ölfrei, ist der Aufwand minimal.
Ist der Mittelsteg in den Riemenscheiben ok? Wenn die zu scharfen Messern abgefeilt werden, stimmt die Riemenausrichtung nicht. Zumindest fällt in den Bildern nichts auf.
Wenn man bei Auswechseln der verschlissenen Teile die Übersetzung ändern will, muss man den Gates-Calculator bemühen, denn es gibt nur wenige Riemenlängen und Riemenscheiben und die müssen exakt zum Einstellbereich der hinteren Verschiebeenden passen. Es gibt keine Anpassmöglichkeiten wie bei einer Kette. Daher sende noch die heutigen Daten: vo32/hi34, Riemen mit Zähnezahl xyz (steht oben auf Riemen).
Weiterhin: Wieviel Verschiebebereich hat die hintere Achse bei der aktuellen Bestückung und der aktuellen Position nach hinten und nach vorne (wo sie jetzt gerade steht). Also nichts aufschrauben, einfach messen/schätzen, wieviele Millimeter Verschiebebereich nach vorne und hinten besteht. Lieber etwas zu klein schätzen, als zu optimistisch.
Dann sagt der Gates-Calculator für die heutige Kombi, welcher Achsabstand gerade gefahren wird (so genau kann man das händisch gar nicht messen) und welche weiteren Kombis aus Riemenscheiben und Riemenlänge vom Verschiebebereich noch abgedeckt werden (das kann auch mal nur eine sein). Erst dann ordern.
Die heutige Übersetzung führt dazu, dass viel in den Gängen jenseits 14 wahrscheinlich gefahren wird. Da laufen dann die betreffenden Getrieberäder sehr schnell. Das fühlt sich eventuell etwas zäh an, diese immer wieder beim Antritt aus stehender Kurbel zu beschleunigen (mit einem Klack auch ohne Schalten). Wahrscheinlich kennst Du das gar nicht anders. Aber es müsste ein Unterschied sein, ob man seinen Normalgang bei z.B. 25km/h und Trittfrequenz 75 im 12. oder im 16. Gang hat. Probieren konnte ich das natürlich umgekehrt auch noch nicht, da vo32/hi28 und auch von Anfang fest.
Warum hat Nicolai das für ein eher Trekking-Rad so gewählt? Vielleicht weil sie in MTBs denken. Gut bei Nicolai ist auf jeden Fall, dass sie zu großen Riemenscheiben tendieren.


Hi Andre,

danke für die Hinweise. Wie eingeschränkt das mit der Auswahl ist, hatte ich jetzt gar nicht erwartet.

Mein hinteres Ausfallende - genaugenommen also das meines Rades - hat noch 5mm Luft nach achtern und 20mm in Richtung kürzerer Riemen (mag da aber bereits am Schutzblech anstreifen).

Der Riemen hat 115 Zähne.
mit 32:34 also 451,1mm Abstand.

Alternativ demnach:
• 118 Zähne und 39:34 (21,8% schneller als bisher) bei 448,3mm

• 111 Zähne mit 32:28 bei 445,5 mm (21.4% schneller).

• 111 Zähne mit 32:26 bei 451 mm (30.7% schneller).


Und jetzt die Expertenfrage: Was davon is besser, wenn die Übersetzung "egal" ist?

Alternative 1 gibt es nur in Alu (als montagefertige Scheibe für 94 Eur oder als Spider + Ring ohne wesentlichen Preisvorteil. Wie sieht der Verschleiß hier aus? Zumal immer alle 3 Bauteile dann neu hermüssten?

Bei Alternative zwei und drei hätte man die stärkere Riemenkrümmung => Wirkungsgradverluste (wohl egal) und klar höhere Zugkräfte und Belastungen auf der Nabe. Damit wieder on-topic zu obigen Diskussionen. Hält das Hinterrad dem Stand? Wie sieht der Verschleiß bei Nabe mit 26 oder 28 Stahlzähnen aus im Vergleich zum 39er Alu vorne?

Habe ja noch voraussichtlich 2 Jahre Bedenkzeit. Vielleicht ist bis dahin eh irgendwas "tot" oder das Rad geklaut?

Noch am Rande: Ausrichtung vorn zu hinten passt wohl: das machen die bei Nicolai schon ordentlich/gründlich.

Noch zu erwähnen sei der Vollständigkeit halber die Riemenspannung: die fahre ich mit etwas weniger Zug als von der App empfohlen. Zumal im Sommer die Wämedehnung vom Riemen höher als die des Alurahmens zu sein scheint und der Riemen daher noch etwas mehr Luft hat - gut für den Wirkungsgrad:
https://www.biketour-global.de/2018/01/21/kette-oder-riemen-was-ist-effizienter/

Beste Grüße,

Ben
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Off-topic #1442176 - 18.08.20 17:41 Re: Haben Pinion-Getriebe auch Kaffeemühlengänge? [Re: Stiegsfeld]
AndreMQ
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Die Zahlen mit 40-622-Reifen:
Scheibe vo / Scheibe hi / Zahnzahl Riemen / Achsabstand Gates-Netz / Achsabstand Gates-App / Entfaltung 1. Gang:
32 / 34 / 115 / 450,99mm / 451,0mm / 1,15m (heute)
39 / 34 / 118 / 448,16mm / 448,2mm / 1,40m
32 / 28 / 111 / 445,11mm / 445,4mm / 1,39m (fahre ich z.Zt. mit ähnlich großen 60-584-Reifen)
32 / 26 / 111 / 450,88mm / 450,9mm / 1,50m

Würde ganz klar auf die zweite Zeile gehen 39 / 34. Erstens ist die Entfaltung im 1. Gang mit 1,40m immer noch bergtauglich, zweitens gibt es seit kurzen auch das 39 als Edelstahlriemenrad, drittens ist das 34 hinten ok und ja bewährt. Gleiche Fahrt wie bisher erzeugt gleichen Riemenzug (so wird der Fahrer instinktiv schalten und treten) und damit gleiche Last wie bisher auf Nabe und Hinterrad. Herabgesetzte Riemenspannung ist gut und bei großen Riemenscheiben auch unproblematisch.
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Off-topic #1442231 - 19.08.20 07:50 Re: Haben Pinion-Getriebe auch Kaffeemühlengänge? [Re: AndreMQ]
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In Antwort auf: AndreMQ
[...]
39 / 34 / 118 / 448,16mm / 448,2mm / 1,40m
Würde ganz klar auf die [...]Zeile gehen 39 / 34.


Danke für die gar nicht angefragte Beratung zur Neuaulegung des Antriebs!
Bin hier sofort bei Dir. Mit dem 39er Edelstahlrad ist das ja quasi gar kein Kompromiss mehr, sondern fast die berühmte eierlegende Wollmilchsau.

Zur Ehrenrettung von Nicolai noch ein Gedanke: da die vor allem an robuste Mountain-Bikes denken, haben die schon deshalb das Rad vorne auf 32 begrenzt, um es kleiner als das Getriebe zu halten. So darf man damit auch über Stock und Stein rutschen, ohne dass es Schläge auf die Lager im Pinion-Getriebe gibt. Für ein Tourenrad wie meines natürlich eher zweitrangig.

Da bin ich ja jetzt fast soweit, den Riementrieb auch vor Erreichen der Verschleißgrenze zu wechseln. 16% Mehrwertsteuer und teilweise recht ordentliche Angebote lösen schon fast einen Haben-Wollen-Impuls bei mir aus... :-)

Allerletzter Nachtrag zu den Geräuschen beim Pinion: gerade im 18. Gang hatte ich öfter Brumm-Geräusche aus irgendeiner Resonanz des Gates-Riemens. Trat aber immer nur bei schneller Fahrt und eher mäßiger Last auf. Erst als ich den loser als vorgesehen spannte, ging das weg.

Gruß

Ben
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Off-topic #1442239 - 19.08.20 08:44 Re: Haben Pinion-Getriebe auch Kaffeemühlengänge? [Re: Stiegsfeld]
AndreMQ
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Ja, eine so deutlich Änderung würde ich auch gerne gleich ausprobieren grins . Wenn erfolgreich, könnte der vorhandene Satz gereinigt und inspiziert für 20 - 25% des Neupreises für ein MTB noch eingesetzt werden.
Das Thema Naben, Scheibengrößen, Riemenzug, Pinion ist in anderen Threads abgefrühstückt worden. Nur als Brücke dazu: Das 34er-Riemenrad entspricht durchmessermäßig einem 29er-Kettenritzel. D.h. der Riemen zerrt gnadenlos das Hinterrad quasi mit einem 29er-Kettenritzel den steilsten Berg hoch. Eine heutige Kettenschaltung wäre hier mit ketten- und nabenschonenden 36 bis hinauf zu 50 zu gange. Bisher ist nichts passiert, weil die Hope-Nabe robust ist, das Fahrprofil nicht zu berglastig und wohl auch nicht großes Gepäck dabei ist. Wenn sich das aber komplett ändert, könnte sich noch eine Baustelle auftun.
Zum Vergleich bei meinem Rad: 28er-Riemenscheibe entspricht durchmessermäßig 24er-Kettenritzel, da aber Systemgewicht max. 90kg+, sind auch Bergfahrten ok. Das ganze mit z.B. 140kg Systemgewicht tötet wahrscheinlich Riemen und Nabe.
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Off-topic #1442360 - 20.08.20 09:03 Re: Haben Pinion-Getriebe auch Kaffeemühlengänge? [Re: AndreMQ]
Stiegsfeld
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In Antwort auf: AndreMQ
[... Bei] Systemgewicht max. 90kg+, sind auch Bergfahrten ok. Das ganze mit z.B. 140kg Systemgewicht tötet wahrscheinlich Riemen und Nabe.


Mein "Systemgewicht" liegt auch mit leichtem Gepäck noch bei ~95kg. Mit Harz und Solling liegen zwar einige ordentliche Hügel quasi vor der Haustür, aber meine wilden Jahre habe ich lange hinter mir. Ich denke daher, die Technik hält dem mit 39:34 gut stand.

Melde mich vorerst dankend aus diesem Thread ab!

Ben

P.s.: Beschaffung des 39T in Stahl ist gar nicht so einfach: habe mal bei Pinion-Bikes angefragt, ob die mir das besorgen können.
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#1443046 - 30.08.20 18:38 Re: Haben Pinion-Getriebe auch Kaffeemühlengänge? [Re: Hesse]
dantheman1945
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Gibt es bei Pinion nicht. C1.12, seit 2500km, ohne "Kaffeemühle" ;-). Je länger das Getriebe läuft, desto ruhiger.
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Off-topic #1460462 - 25.02.21 14:47 Re: Haben Pinion-Getriebe auch Kaffeemühlengänge? [Re: Stiegsfeld]
Stiegsfeld
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In Antwort auf: Stiegsfeld
In Antwort auf: AndreMQ
[...]
39 / 34 / 118 / 448,16mm / 448,2mm / 1,40m
Würde ganz klar auf die [...]Zeile gehen 39 / 34.


Danke für die gar nicht angefragte Beratung zur Neuaulegung des Antriebs!
Bin hier sofort bei Dir. Mit dem 39er Edelstahlrad ist das ja quasi gar kein Kompromiss mehr, sondern fast die berühmte eierlegende Wollmilchsau.

[...]
Da bin ich ja jetzt fast soweit, den Riementrieb auch vor Erreichen der Verschleißgrenze zu wechseln. 16% Mehrwertsteuer und teilweise recht ordentliche Angebote lösen schon fast einen Haben-Wollen-Impuls bei mir aus... :-)

Gruß

Ben


Nochmal zurück in diesen Thread vom August 2020:
Ende September kriegte ich meine Lieferung für faire 295 Eur:
• Edelstahl-Rad 39T
• Ritzel hinten 34T
• blauer Riemen mit 118 Zähnen
• das Werkzeug zum Lösen des hinteren Ritzels war auch noch im Paket drin

Das wurde in der letzten Septemberwoche gleich montiert und seitdem bin ich damit zufrieden unterwegs. Je 60 km Touren durch den Solling bzw. den Göttinger Stadtwald und ansonsten 80x knapp 15 km Einzeldistanz zur Arbeit gependelt.

Und unterm Strich? Eigentlich fühlt sich alles vollkommen unverändert an. Nur der jeweils zu wählende Gang hat sich um zwei Stufen verschoben. Jetzt fahre ich in der Ebene im 14. - vorher im 16.
Hauptvorteil ist bei >35km/h stehen mir nun 2 weitere Gänge zur Verfügung.
Für mich selbst rede ich auch vom 19. und 20. Gang. (Die ehemaligen ultralangsamen Gänge eins und zwei sind sozusagen entfallen).
Hauptnachteil: an leichten Anstiegen und bei Gegenwind muss ich jetzt häufiger die Gruppe wechseln - zwischen 12 und 13 hat die Pinion ja etwas mehr Bedarf zum Synchronisieren.

Was ich tatsächlich nie wahrgenommen habe: dass die ehemals schnelleren Zahnräder mehr Aufwand beim Beschleunigen bedeuteten (wann immer die Pedalen von Stillstand in Rotation versetzt werden: das habe ich zuvor nie als zäh verspürt - und auch keine "Besserung" im Umfang von 20% gespürt).

Nach immerhin gut 2500 km über oft schlammspritzende Winterwege sehe ich tatsächlich noch fast Null Verschleiß. Der alte Riemensatz mit bis dahin reichlich 10.000 km sah dagegen alt aus. Die neuen Komponenten sind also im Zweifel eher besser als die Erstausrüstung.

Ich berichte wenn sich nochmal was neues ergibt.

Beste Grüße

Ben
Die Pinion P1.18 hat mich hier ins Forum gebracht.
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Off-topic #1460489 - 25.02.21 17:51 Re: Haben Pinion-Getriebe auch Kaffeemühlengänge? [Re: Stiegsfeld]
uwe&margit
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 325
Hallo,
aus Interesse hänge ich mich auch hier mal dran und lese mit.
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