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#1390525 - 25.06.19 22:02 Brooks - ja oder nein?
Rolly54
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
anwesend und zufrieden anwesend
Beiträge: 227
Unterwegs in Deutschland

Was ist denn bloß dran am Fast-schon-Mythos brooks? Taucht der nun was oder nicht?
Fahre seit Jahren diverse Gelsättel (zuletzt Feinwerk), und gar nicht schlecht. Gut, nach 80-100 km tutder Popo weh, mit oder ohne gefütterter Hose. Ist das beim brooks anders?
Und kann man einen gebrauchten, also von einem anderen A.. eingefahrenen nehmen?
Das man ihn mit Kette oder sowas sichern muss, ist ein anderes Manko.
Was meint die werte Gemeinde? Danke, anyway!
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#1390527 - 25.06.19 22:05 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: Rolly54]
blue
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 587
Da hilft nur ausprobieren. Passt/gefällt nicht jedem.
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#1390528 - 25.06.19 22:31 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: Rolly54]
Odenthaler
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 916
Ich bin mit Brooks nicht klargekommen. Andere schwören drauf. Ich fahre inzwischen einen eher billigen Plastiksattel.
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#1390530 - 25.06.19 22:50 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: Rolly54]
schwabing
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 84
Ich bin jahrelang Brooks gefahren, Flyer, Flyer S, B17, B67. Habe gar nicht richtig über Alternativen nachgedacht am Reiserad. Ohne Radhose auch im eingefahrenen Zustand nach 1h schmerzhaft. Aber vor allem hatte ich mich daran gewöhnt, dass mir dauernd das Gemächt taub wird, eingeschlafen. Jetzt habe ich letztens was darüber gelesen, und mir spontan einen SQLab 610 active geordert. Und auch wenn die ersten beiden Ausfahrten schmerzhaft waren, ist das Ding eine Erleuchtung. Die Sitzhöcker tun weh wie die Sau nach 1,5h, aber das legte sich bereits bei der dritten Ausfahrt einigermaßen. Aber vor allem kein tauber Dödel mehr! Auch nicht nach 4h. Man sitzt halt völlig anders, etwas weniger Kontrolle. Muss man mögen, aber ich bin happy.
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#1390534 - 25.06.19 23:30 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: schwabing]
errwe
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 838
Ich habe am Randonneur einen Brooks (B17?). Hauptsächlich fahre ich aber einen Gel-SR vom Aldi für 9,99, im Ausverkauf regelmäßig < 5€, seit mittlerweile ca. 8 Jahren, mit normalen Jeans ohne Radhosen, dafür auch schon mal bis 130km/Tag. Den Brooks finde ich demgegenüber unbequemer.
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#1390535 - 25.06.19 23:45 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: Rolly54]
Falk
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 32377
Mein Hintern meint »bloß nicht«.
Falk, SchwLAbt
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#1390538 - 26.06.19 01:16 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: Rolly54]
iassu
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 20316
Unterwegs in Tschechische Republik

Ich sehe das Problem bei vernieteten Kernledersätteln darin, daß die unmittelbare Peripherie des eigentlichen Sitzknochenaufnahmedfelds aus knallhartem Stahluntergrund und eben den Nieten besteht. Das ist eine grundsätzliche Eigenschaft dieser Konstruktion. Man darf da nicht drauf zu sitzen kommen. Und auch das eigentliche Sitzfeld ist mir erheblich zu hart. Der Hängematteneffekt, den manche ältere Lieblingskernlederexemplare zeigen, ist dann bereits optisch ein Folterinstrument. Nach einigen Versuchen in früheren Jahren sind Brooks, Lepper & Co für mich ganz einfach der nicht ignorierbare Verweis auf Verzicht des Radfahrens.

Zum Thema:
In Antwort auf: Rolly54
Gut, nach 80-100 km tutder Popo weh, mit oder ohne gefütterter Hose.
Auch auf einem 10 000.- Euro teuren Edelpolstersofa tut mir nach entsprechend vielen Stunden der Hintern weh. So gesehen komme ich mit den Befindlichkeiten, die mir meine Sättel vermitteln, eigentlich sehr gut weg.
Gruß Andreas
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#1390541 - 26.06.19 03:57 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: Rolly54]
fema
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 198
Unterwegs in Thailand

Für mich war der B17 recht bequem, aber auch nicht perfekt. Die harte Sattelnase (im Prinzip massiver Stahl, wo das Leder direkt aufliegt) ist recht unangenehm, weswegen ich den Sattel ganz leicht nach vorn geneigt habe. Das ist aber auch nicht so toll, weil das Leder recht rutschig ist und man dann ständig nach vorn rutscht und mit den Händen dagegen hält. Der Verstellbereich ist außerdem ziemlich kurz, d.h. man kann den Sattel nur wenig nach hinten schieben.

Mir ist kürzlich der zweite Brooks unterwegs kaputt gegangen. Fairerweise muss ich sagen, dass ich vermutlich selbst schuld bin, weil ich ihn wohl überfettet habe. Ich wollte ihn halt gut gegen Nässe schützen und hab recht ordentlich von dem Brooks Proofide Zeug drauf und drunter getan. Das hat die Fasern wohl irreparabel geschädigt und das Leder ist gerissen, als der Sattel längere Zeit feucht wurde (Regenzeit). Bei dem anderen Brooks ist die Spannschraube gebrochen, was offenbar nicht selten vorkommt.

Insgesamt denke ich, dass die Brooks Sättel das Geld nicht wirklich wert sind. Und die Sonderbehandlung nervt. Muss gefettet werden, aber nicht zu sehr, sonst ist er kaputt; muss nachgespannt werden, aber nicht zu sehr, sonst ist er kaputt; sollte nicht zu nass werden, sonst geht er schneller kaputt. sollte nicht zu trocken werden, sonst geht er schneller kaputt.

Andererseits fahre ich jetzt seit ein paar hundert Kilometern einen Kunststoffsattel - eins von ingesamt vier Modellen, die in Mawlamyine hier in Myanmar überhaupt erhältlich waren. Der sah so aus, als könnte er auf längeren Strecken echt komfortabel sein - ist er aber leider nicht. Das Fahren hier ist eh schon nicht das Wahre (kann es sein, dass ich das schonmal in irgeneinem Blog gelesen habe zwinker ) und mit dem Sattel ist es jetzt so richtig :zensiert:. Da wurde mir bewusst, dass der Brooks halt doch vergleichsweise gut gepasst hat - und deshalb bin ich am Überlegen, ob ich mir in Bangkok halt nicht doch wieder einen Brooks hole, trotz der Nachteile.

Wenn du einen günstig bekommst, kannst du es ja mal versuchen. Ich denke, um einen richtig gut passenden Sattel zu finden, wird man meist eh einige durchprobieren müssen. Wenn du ein Angebot für einen Gebrauchten hast, kannst du den ja vielleicht mal für einen Tag auf einer längeren Fahrt testen, dann hättest du schon mal einen Eindruck, ob es passen könnte. Ich persönlich werd allerdings spätestens wenn ich wieder in Deutschland bin, versuchen, einen perfekt passenden Kunststoffsattel zu finden.
Mark

Geändert von fema (26.06.19 04:01)
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#1390544 - 26.06.19 07:05 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: fema]
Hirschhaxxe
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 27
Ich denke so allgemein lässt sich das schwer sagen, da ja auch hier die Meinungen weit auseinander gehen. Für manche Menschen werden die Brooks Sattel ja nie bequem.

Ich für meinen Teil würde nie mehr ohne meinen Brookssattel auf Reise gehen nund kann mir nichts konfortableres vorstellen. Nach 23.000 Radreisekilometern fühlt es sich morgens an, als würde man sich auf ein bequemes Sofa setzen.

Der angesprochene Punkt mit den Nieten stimmt natürlich. Gerade zu Beginn war das Einfahren eine absolute Qual und ich konnte keine 20 km auf dem Sattel (trotz einer sehr sehr gut gepolsterten Radhose) fahren. Nach ca. 1000 km hat sich aber der absolute Komfort eingestellt. Auf längeren, intensiven Radreisen leidet der Hintern eh. Hätte aber am liebsten immer bei Pausen auf meinem Sattel anstelle eines harten Stuhls oder einer Bank gesessen lach
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#1390546 - 26.06.19 07:51 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: Rolly54]
irg
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 3941
Mei, das hängt vom Hintern ab.

Zu Beginn meiner Radreisen habe ich Rennsättel auf Rennrädern benützt. Der erste war billig und -na, sagen wir es höflich- gewöhnungsbedürftig, ich hatte aber nicht das Geld, auf einen anderen um zu steigen. Der zweite war ein Traum. Was angesichts des Ausgangspunktes nicht schwer war. Von allen späteren Sätteln haben sich bei mir die Brooks deutlich positiv abgesetzt. Da kann ich auch über 100km am Tag radeln und es wird gegen Schluss vielleicht leicht ungemütlich, tut aber nie weh. Das war kein Vergleich zu silikongepolsterten Folterteilen, die ich auch geritten war. Das ist aber nur eine individuelle Feststellung. Anderen geht es anders.

Zwischen meinen Brooks-Sätteln (ich fahre mehrere Räder) gibt es einige Unterschiede: Der gemütlichste und auch am schnellsten ein gefahrene hat sich schon nach wenigen Jahren selbst zerlegt, der war wohl aus einer besonders sensiblen und dünnhäutigen Kuh gefertigt. Der letzte Brooks dagegen zwickt mich immer noch etwas, ist aber das schmale Modell, das mein Radhändler für mich irrtümlich falsch bestellt hatte. Er ist auch besonders hart. Na, jetzt kommt er auf das Alltagstandem, da sitze ich nicht oft für viele Stunden.

Zwei Punkte möchte ich noch anmerken:
Ein Kernledersattel sollte vor dem ersten Benützen richtig vorbehandelt werden. Also mit Proofide eingefettet (dicker unten, dünn oben) und wärmebehandelt werden. Ich mache das über dem Werkstattöferl, andere im Backrohr. Dann kommt ein Stoffrest über den Sattel, damit nicht die Hose zu viel Fett abkriegt. Und dann wird eingefahren.
Ich selbst behandle die Sättel so gut wie nie nach, muss auch fast nie nachstellen.

Mit gebrauchten Sätteln habe ich kaum Erfahrung, vermute aber, dass das Neu Einfahren dieser fast immer möglich sein wird. Da viele Käufer die Wärmebehandlung auslassen und bald entnervt den Sattel verkaufen, werden deren Sättel auch noch kaum eingefahren sein.

Kernledersättel sind fast alle (außer die Montagssättel von hypersensiblen Kühen) ziemlich unverwüstlich, außer, sie werden nass belastet. Das macht sie schnell kaputt. Mit einem Plastiksackerl ist das aber kein Thema. Nur meine Frau hat lange gemosert, dass ich am Campingplatz vor dem Schlafen gehen den Sätteln ein Sackerl verpasst habe, desgleichen, wenn wir bei Regen radeln. Dafür zwickt sie ihr Sattel nach einer gewissen Zeit und mich nicht.

lg!
georg
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#1390548 - 26.06.19 08:22 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: Rolly54]
redfalo
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1543
Tja, wie meine Vorredner schon gesagt haben: das ist eine äußerst individuelle Entscheidung. Hier meldet sich jetzt mal ein echter Kernleder-Fan. Ich fahre bei fast allen Rädern abgesehen vom Brompton Brooks, und das seit vielen Jahren.

Auf den Brevet-Rädern habe ich den Swift, mit dem ich auch bei sehr langen Brevets wie Paris-Brest-Paris (1200km in 90 Stunden) oder London-Edinburg-London (1400km in 115 Stunden) ohne große Po-Probleme klarkomme. Sicher, irgendwann gibt es ein gewisses Druck-Gefühl, aber das kann ich komplett ausblenden.

Wichtig ist natürlich, dass der Sattel richtig eingestellt ist und man mit den beiden Sitzbeinknochen und wenig sonst auf dem Sattel sitzt, und dass die Sitzhaltung so ist, dass ein Teil der Last von den Händen und ein Teil von den Füßen getragen wird, nicht das gesamte Gewicht vom Allerwertesten, wie bei Hollandrad-Sitzhaltung.

Aus meiner Sicht haben Kern-Ledersättel zwei große Vorteile: sie passen sich dem eigenen Hintern in der Form an, und - ich glaube noch wichtiger - sie nehmen Schweiß auf, so dass das bei Hitze nicht zu einer großen Rutschaktion wird....

Hatte nach dem kauf eines Specialized-Rennrads vor ein paar Jahren mal dem mitgeliefertem Sattel eine faire Chance gegeben - bis 100, 120 km fand ich es ok, danach wurde es unangenehm.

Nachteile von Leder sind natürlich, dass man sie pflegen muss und ein bisschen aufpassen muss, dass sie nicht ständig viel Regen abkriegen, und dass die schwerer sind. Dass mit dem Einfahren halte ich weitgehend für einen Mythos, außer bei Ledersätteln wie dem Colt mit richtig dickem Leder.

Nicht jeder Ledersattel funktioniert mit jedem Hintern, und interessanterweise nicht mit jedem Rad. Ich hatte das Phänomen, dass einer , der auf einem Rad toll eingefahren war, mir bei einer langen Tour mit einem anderen plötzlich etwas Kummer gemacht hat hat.

Mein nächster Ledersattel wird allerdings kein Brooks, sondern ein Gilles Berthoud. Bei Brooks hat leider die Leder-Qualität nachgelassen, und die Verarbeitung ist auch nicht immer das Wahre. Die GB-Sättel aus Frankreich sind viel, viel besser in beiden Beziehungen.

PS: Ich habe noch einen so gut wie gar nicht gebrauchten Gilles Berthout Mente in hellbraun im Keller rumfliegen, aus einem Nachlass übernommen, aber zu breit für mich. https://berthoudcycles.fr/en/526-leather-saddle-mente-natural.html Für 90 Euro abzugeben.
"There are loads of reasons why you can't do it but you just have to ignore them and get on with it." (Martin Brice)

RRtY *** Brevet-Selbsthilfegruppe *** Mein Blog "Cycling Intelligence"





Geändert von redfalo (26.06.19 08:22)
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#1390549 - 26.06.19 08:27 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: irg]
Need5Speed
Mitglied
anwesend und zufrieden anwesend
Beiträge: 63
Hallo,

vor zwei Jahren hatte ich mich - eher aus ästhetischen Gründen - auf meinem damaligen Rad für einen Brooks B17 entschieden. Eine Augenweide, aber wie bekannt zumindest anfangs recht gewöhnungsbedürftig. Nach ca. 2000 km eigentlich immer noch ein bisschen unbequem und hart. Anfang des Jahres habe ich das Rad gewechselt und ich sitze jetzt etwas mehr nach vorne gebeugt. Das gefiel meinem Hintern auf dem B17 überhaupt nicht mehr. Eventuell hätte hier das Modell B17 narrow besser getan. Kurzentschlossen habe ich dann den beim Neurad mitgelieferten SQL installiert. Das war wie eine Erleuchtung, so bequem sitzt man drauf. Mittlerweile fahre ich auch lange Strecken ohne Radhose, das wäre beim B17 nicht gegangen. Einzig dem Design trauere ich nach. Wenn du Interesse hast, verkaufe ich dir meinen schönen B17 für 40 € incl. Fett und Versand.

VG
Mit sportlichen Grüßen und allzeit gute Fahrt!


Heinz
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#1390551 - 26.06.19 09:07 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: Rolly54]
Lagerschaden
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 301
Ich denke auch: Man muss die Dinger einfach ausprobieren. Ich fahre auch Brooks Sättel auf diversen Rädern. Zu meinem Hintern passt der B17.

Vorbehandelt habe ich den übrigens nie. Meines Wissens wird das von Brooks auch nicht mehr empfohlen. Nach einem Jahr oder so, gibt’s ein ganz kleines bisschen Proofhide von unten drauf und das wars.

Bis ~100km komme ich damit auch völlig problemlos ohne gepolsterte Hose aus.

Geändert von Lagerschaden (26.06.19 09:08)
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#1390552 - 26.06.19 09:12 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: Rolly54]
AndreMQ
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 3181
Also gut, dann wieder einen Brooks-Thread. Hier der jüngste zu dem Thema Re: Ledersattel für kleine, zierliche Frau? (Ausrüstung Reiserad) incl. Bildern von 3 parallel in Gebrauch befindlichen Brooks-Sätteln und darin auch die Begründungen - immer satt eingeölt und nie nachgespannt. Das muss nicht alles wiederholt werden. Aber mal mit einer These ergänzt:
- Brooks-Sättel stammen aus einer Zeit, wo Übergewicht mit 75kg begonnen hat und diese Leute haben sich nicht auf Räder gesetzt.
- Der Sitzflächenbereich mit dem Hängenmatteneffekt ist für die heutigen Riesenärxxxx wahrscheinlich zu klein, weshalb man auf dem Metall sitzt - d.h. die Form passt nicht mehr.
- Die Zugkräfte im Leder werden zu hoch, weshalb sie sich zu stark dehnen und reißen.
- Es müsste einen Zusammenhang zwischen Jeansgröße und passender Sattelgröße geben. Der Durchschnitt dürfte heute bei W32 - W34 liegen (bei mir W28).
Seit Jahrhunderten werden Lederschuhe beim Laufen im Regen nass, niemand stülpt Plastiktüten drüber, man lässt sie aber nicht bewusst draußen im Regen stehen. Nasse Schuhe lässt man trocknen, fettet sie ein und genau so mit Ledersätteln. Der ganze Grund für Profide, vorsichtig bei Mondschein von unten appliziert und das ganze Tralala ist nur: Die Sitzfläche soll die Hose nicht verschmutzen. Das machen nämlich eingefettete Lederschuhe, wenn man sich auf sie setzen würde. Die normal über den Tag getragenen Jeans sind aber wunderbar saugfähig und nehmen das überflüssige Pflegemittel des Sattels einfach in die nächste Wäsche mit.
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#1390553 - 26.06.19 09:19 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: Need5Speed]
ichundmeinFahrrad
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 53
Also entweder er passt oder er passt nicht.
als ich nach 20 Jahren Fernreisepause die Langstreckenreisen wieder aufgenomnen habe - so wie früher mit dem Sattel, der sereienmäßig drauf war und in Jeans, hatte ich sofort übelste Erfahrungen. ich habe dann einen Brooks flyer ausprobiert. der passte sofort und dann icht mehr. Weil die hinteren Federn von meinem Körpergewicht nach vorne gezogen werden sitze ich zu tief und auf dem Drahrgestell, Dann habe ich es mit einem B17 versucht. der passte sofort und ich fahre ihn jetzt seit 20.000 km. ohne Pampershosen auch auf Langstrecken. bis jetzt habe ich ihn nie nachgespannt. ich habe mir jetzt vorsichtshalber einen 2. B17 gekauft, um ihn als Reservesattel schon mal einzufahren. nach 2000km war kein Unterschied zum alten Sattel mehr zu spüren.
also ausprobieren !
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#1390561 - 26.06.19 11:28 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: ichundmeinFahrrad]
MichiV
Mitglied
anwesend und fröhlich anwesend
Beiträge: 556
bei mir passen auch nur KernlederSättel. Der Hängematteneffekt funktioniert bei mir. Auch die Anpassung meiner Anatomie. Klar merke ich nach 100km meinen Hintern. Aber Schmerzen oder eintretende Taubheit sind verschwunden, seit ich nicht mehr Plastik Gel Sättel verwende. Noch ein Vorteil: es werden keine gepolsterte Radhosen benutzt.
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#1390562 - 26.06.19 11:37 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: Rolly54]
Deul
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 7311
Bei mir passt der B17 imperial perfekt. Ich musste bei der Anreise zum forumstreffen wegen Gestellbruch auf ein SQ Lb Modell ausweichen. Das hat mir übelste Kreuzschmerzen beschert. Beim Brooks passt das mit meinem Beckenschiefstand wesentlich besser.

Viele Grüße
Detlef
Cycling is an addiction, it can drive you quite insane. It can rule your life as truly as strong whiskey and cocaine.
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#1390565 - 26.06.19 11:59 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: Rolly54]
Wegekuckuck
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 644
Moin
Mit einem Sattel von Brooks komme ich gar nicht klar. Fahre dann schon lieber einen SUV schmunzel. An meinen Fahrrädern habe ich je einen Sattel von Terry. Komme auch nach längerer Fahrt ohne Schmerzen am Hintern in den Feierabend.
Gruß Knut
Mein Freund wenn es mal länger dauert
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#1390569 - 26.06.19 12:42 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: schwabing]
E94158
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 647
Auch ich bin vom B17 über den B67 beim SQLab610 gelandet und komme mit letzterem wesentlich besser zurecht. Bei den Brooks-Sätteln saß ich immer auf der hinteren Querspange. Aua. weinend

Grüße, Klaus
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#1390571 - 26.06.19 13:13 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: Rolly54]
schorsch-adel
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 5277
Wie gut die Werbestrategien der Marktführer funktionieren, merkt man an der Verwendung von Namen wie "Brooks" als Synonym für Kernledersättel, oder von "IPhone" als Synonym für Smartphones.

Soll heißen, es gibt (und gab) andere, auch bessere Hersteller von Kernledersätteln.

Ich würde auf dem MTB/Reise-/Trekkingrad nie was anderes fahren als Kernleder, weil es sich ideal an meinen Hintern anpasst und ein Mehrfaches langlebiger ist als Plastiksättel.

Auf kürzeren Strecken fahr ich schon gern mal den Flite am Rennrad, weil er einen für mich guten Passformkompromiß hat und schön leicht ist. Ungern rutsche ich allerdings auf dem Schweiß herum, der sich bei sommerlichen Temperaturen gern auf Plastiksätteln bildet - ein dem Kernledersattel unbekanntes Problem.

Ich habe den Eindruck, dass den Carbon- und Plastikfreunden mitunter die Geduld zum Einreiten und die Kenntnisse zur richtigen Pflege des Leders fehlen. Am wesentlich günstigeren Preis-Leistungsverhältnis wirds wohl nicht liegen.

Ein stichhaltiges Gegenargument ist allerdings das happige Gewicht.

Geändert von schorsch-adel (26.06.19 13:23)
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#1390572 - 26.06.19 13:17 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: E94158]
jok58
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 27
ich fahre fast nur LEdersättel.
Mit Gelsätteln doch öfter Einschlafen des Genitalbereichs auf verschiedenen Fahrrädern und Fahrhaltungen.
Die Ledersättel werden mit zunehmendem Alter besser und die Kunststoffsättel schlechter, weil das Polster nachgibt.
Auf dem Rennrad einen Gyes Ledersattel.
Auf dem MTB einen Brooks Professionel. Gebraucht für 25 € gekauft. Sehr dickes Leder, noch nicht ganz eingessen aber relativ bequem.
Der Colt ist ähnlich.
Auf dem Trekkingbike einen Brooks Swallow. Gefällt mir nicht so ganz, weil er etwas durchhängt und zu weich ist.
Der B17 ist mir zu kurz. Man sitzt schnell vorne im Stahlbereich.

Pflege : 2 mal pro Jahr fetten von oben und unten.
bei Regenfahrt Sattel gehen Wasser von unten schützen (habe keine Schtzbleche).
Regenhaube beim Abstellen.
Nicht mit gefederte Sattelstütze am Anfang. Sonst formt er sich nicht der Gesässkontur an.

Gebrauchter Ledersattel ist ok, wenn er noch nicht die Kontur vom Vorbesitzer zu stark angenommen hat.

Viel Spass und Gruss , Jan
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#1390578 - 26.06.19 17:40 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: Rolly54]
Raumfahrer
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 386
Brooks ist mW die älteste bestehende Firma für Fahrrad Komponenten. Da sollte man annehmen, daß die dort wissen, was sie machen.

Seit über zwanzig Jahren fahre ich u.a. mit einem Brooks Conquest, wie ich der Rechnung für den Sattel kürzlich entnehmen konnte...
Das Leder ist an den Seiten zerkratzt, aber das macht beim Fahren nichts weiter.
Der Spannkloben musste einmal ersetzt werden, weil er gebrochen war. Kein Problem, dank der lieferbaren Ersatzteile. So richtig Finito ist mA nur beim Bruch vom Sattelgestell. Mir ist das zwei mal passiert. Immer wieder an der gleichen Stelle, dort wo die Sattelstreben an das hintere Gestell dran geschweißt sind, sowohl beim Stahl als auch beim Titangestell.

Bei dem Leder wird von den meisten Nutzern mA zu viel Aufwand gemacht. Es gibt viele Beispiele (u.a. auch von&bei H.C. Smolik) wie der Sattel tot gepflegt wird, mit Backofen und Gummihammer. Da hält das Leder nicht lange.

Wichtig ist mE das richtige Modell. Mit dem hier viel empfohlenen B17 kam ich nicht wirklich zurecht. Das billige Modell mit Stahlnieten verliert meiner Beobachtung gern mal das Leder. Besser, aber teurer sind da die Brooks mit Kupfernieten.

Sicher gibt es noch bzw inzwischen wieder, gute Alternativen bei Kernledersätteln.
Freundliche Grüße - unbekannterweise.
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#1390580 - 26.06.19 18:34 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: Rolly54]
nebel-jonny
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 99
Jeder schreibt hier was anderes zum Brooks kein Mensch ist gleich.
Ich denke ich kann hier auch ein paar Infos zusteuern.
Ich hab insgesamt 8 Brooks ausprobiert neu gebraucht verschiedene Modelle.
Ein B68 Modell die sind nicht alle gleich jede Kuh ist anders.
Es ist von Vorteil wenn man mehrere Sättel von einem Modell vergleichen kann.
Bei mir hat sich der ganze Aufwand gelohnt.
Es ist ein B73 geworden den ich so schnell nicht mehr hergebe und fette den auch nicht solange der gut aussieht.
So einreiten hatte hier mal gelesen 500 km das ist bei jedem Sattel anders keine Kuh ist gleich.
Das ist nix für Sonntagsradler mal sollte den schon oft nutzen.
Meiner ich hatte da am Anfang echt bedenken die sich aber nach 2000 km aufgelöst jetzt passt er doch.
Man muss halt immer dran glauben auch wenns weh tut der wird noch.
Hier 2 Links:
Das hat mir sehr geholfen diesen Sattel zu verstehen:
https://fahrradzukunft.de/11/kern-des-ledersattels/
Auch das hab ich gemacht mit den Mullbinden .Der Sattel ist nach dieser Prozedur wieder "neutral"
https://www.rennrad-news.de/forum/threads/brooks-sattel-aufarbeiten.91097/
Gruß
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#1390583 - 26.06.19 19:52 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: Raumfahrer]
fema
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 198
Unterwegs in Thailand

In Antwort auf: Raumfahrer
Besser, aber teurer sind da die Brooks mit Kupfernieten.

Das denke ich auch. Bei meinem waren die Nieten völlig verrostet, obwohl der Sattel gerade mal rund ein Jahr alt war:


Brooks B17
Mark

Geändert von fema (26.06.19 20:00)
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#1390588 - 26.06.19 20:52 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: Rolly54]
Keine Ahnung
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 9030
Dass man bzgl. Sätteln eigentlich keine Empfehlungen geben kann, da es einfach zu viele Faktoren gibt, die darüber entscheiden, ob der Sattel zu jemandem passt oder nicht, wurde ja schon angemerkt. Nun war ich bislang ein überzeugter Brooks-Fan. Am Crossbike war der Team Professional und am Reiserad der B17 montiert. Dann kam eine Prostataentzündung während einer Tour und schon waren die Ledersättel nicht mehr brauchbar. Auch die "Imperial-Version" übt im Dammbereich auf Dauer zu viel Druck aus (Sattelnase). Ich bin nun auf die neueste Version des Selle SMP TRK Man übergegangen, mit dem ich eigentlich gut zurecht komme. Die alte Version war etwas härter und weniger flexibel und war auf dem Reiserad für mich unbrauchbar, obwohl er am Crossbike prima war und ist.

Was habe ich daraus gelernt:
  • Ein Sattel, der sich lange Zeit bewährt hat, kann irgendwann nicht mehr gut geeignet sein.
  • Ein Sattel, der auf einem Fahrrad gut passt, kann auf einem anderen Fahrrad zum Folterwerkzeug werden.
  • Eine kleine Änderung der Eigenschaften eines Sattels kann aus einem unbrauchbaren Sattel einen guten Sattel machen.

Ich halte die Wahrscheinlichkeit, dass ein Brooks-Ledersattel sich bewährt, für relativ hoch. Das liegt daran, dass er sich "einfahren" lässt und dadurch der Anatomie des Nutzers anpasst. In meinem Fall war das so, bis ... Ein Kunststoffsattel wie der Selle SMP muss eigentlich von vorneherein passen, da er sich nicht mehr ändern wird. Ob er aber passt, muss erst nach längeren Touren ermittelt werden. Sättel können am Anfang einer Tour noch o.k. sein, nach wenigen Tagen wird das Fahren längerer Strecken aber dann doch zur Tortur. Ich bin froh, dass ich nun einen Sattel habe, der mich "durchhalten lässt" und zudem den Dammbereich vollständig entlastet.

Irgendwann wird aber das Sitzen doch nicht mehr ganz so angenehm - bei jedem Sattel. Ich bin bei meiner Tour, die letzte Woche zu Ende ging, im Schnitt um die 120 km pro Tag für drei Wochen gefahren. Dass man da immer noch das Gefühl hat, auf einem bequemen Sofa zu sitzen, ist eher unwahrscheinlich. Der B17 war hier etwas besser als der Selle, da ja das Gewicht auf eine größere Fläche verteilt wurde (beim Selle fehlt der "Mittelbereich" - aus gutem Grund). Aber ich habe bei meiner Tour auch mit dem Selle keine echten Sitzprobleme gehabt. Das war bei anderen Sätteln schon deutlich anders gewesen entsetzt .
Gruß, Arnulf

"Ein Leben ohne Radfahren ist möglich, aber sinnlos" (frei nach Loriot)
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#1390594 - 26.06.19 21:44 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: Keine Ahnung]
Deul
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Das ist genau ds Teil ds mir die üblen Kreuzschmerzen beschert hat. Wie schon gesagt: jeder Hintern ist anders
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#1390597 - 26.06.19 22:38 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: fema]
AndreMQ
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In Antwort auf: fema
... Bei meinem waren die Nieten völlig verrostet, obwohl der Sattel gerade mal rund ein Jahr alt war:


Brooks B17
Sieht aus wie Leder, dass niemals trocknen konnte (gibt es da ein Problem mit hoher Luftfeuchtigkeit?) und verrostete Nieten an ständig gebrauchten Satteln noch nie gesehen. Ich schätze die Kupfernieten weniger als die Stahlnieten, weil letztere etwas tiefer als die Lederoberfläche liegen, während die Kupfernieten oben aufliegen.
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#1390599 - 26.06.19 22:45 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: fema]
DebrisFlow
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In Antwort auf: fema
In Antwort auf: Raumfahrer
Besser, aber teurer sind da die Brooks mit Kupfernieten.

Das denke ich auch. Bei meinem waren die Nieten völlig verrostet, obwohl der Sattel gerade mal rund ein Jahr alt war:


Brooks B17

Und stand der ein Jahr im Regen? Die verchromten Nieten sind neu spiegelglatt und bleiben es bei regulärem Gebrauch auch. Keiner meiner gebrauchten Brooks sieht ansatzweise so aus.
Viele Grüße,
Andy
Meine Touren im Radreise-Wiki
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#1390602 - 26.06.19 23:12 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: AndreMQ]
Falk
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Zitat:
Die normal über den Tag getragenen Jeans sind aber wunderbar saugfähig und nehmen das überflüssige Pflegemittel des Sattels einfach in die nächste Wäsche mit.

Nun sind Jeans aber so ziemlich das unpraktischste Kleidungsstück beim Radfahren. Vor allem macht man doch den Hosenboden viel zu schnell kaputt. Dafür sind die Dinge einfach zu teuer.
Falk, SchwLAbt
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#1390603 - 26.06.19 23:25 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: Falk]
iassu
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Ich fahre seit 25 Jahren ausschließlich in Jeans. Seit 20 Jahren mit gepolsterter Radunterhose. Im Sommer natürlich die Kurzbeinvariante. Daß Jeans so problematisch sind, wußte ich nicht, bevor ich das Forum kennen lernte. Und da ich gewisse Neigungen zum Möchtegernrevoluzzer habe, habe ich mich auch danach dreisterweise nicht an die Ermahnungen gehalten und das Haus trotzdem in Jeans verlassen und dann den Sattel drunter geschoben. grins
Gruß Andreas
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Off-topic #1390604 - 26.06.19 23:51 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: Falk]
AndreMQ
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In Antwort auf: Falk
...Nun sind Jeans aber so ziemlich das unpraktischste Kleidungsstück beim Radfahren. Vor allem macht man doch den Hosenboden viel zu schnell kaputt. Dafür sind die Dinge einfach zu teuer.
Für Reisen - insbesondere bei höheren Temperaturen und auch mehr Anstrengung - stimmt das sicher. Dafür ist Jeans-Stoff mir zu schwer, hemmt die Bewegung und außerdem saugt sich Baumwolle voll. Dafür sind Hosen aus dem "Running"-Bereich (nicht die früheren, dicken Jogging-Hosen) wesentlich besser geeignet (Jeans 600g, Running-Hose 280g). Also etwa so etwas . Ohne die ganzen Taschen, Schnallen und sonstigen Firlefanz von Radhosen. Aber im Alltag ist die Jeans Standard und ja, die werden auch verschlissen.

Geändert von AndreMQ (26.06.19 23:53)
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#1390609 - 27.06.19 06:48 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: AndreMQ]
fema
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In Antwort auf: AndreMQ
Sieht aus wie Leder, dass niemals trocknen konnte.

Die letzten Tage bevor das Leder gerissen ist, wurde er tatsächlich nicht mehr richtig trocken. Die Regenzeit hat angefangen und da ist der Sattel auch nachts nicht getrocknet.

Ich denke schon, dass es halt auch damit zu tun hat, dass ich zu viel Proofide drauf gegeben habe. Es war sicher die Hälfte von einem kleinen Döschen (keine Ahnung wie viel da drin ist; jedenfalls nicht die "große" Standarddose). Inzwischen habe ich in den FAQs bei Brooks gelesen, dass man die Sättel anfänglich am Besten gar nicht fetten sollte.

Es könnte noch dazu kommen, dass Brooks angeblich bei neueren Sätteln qualitativ schlechteres, dünneres Leder einsetzt. Ob das tatsächlich stimmt, kann ich nicht beurteilen. Vielleicht war die Kuh in meinem Fall auch nur besonders dünnhäutig. zwinker Nach dem Eigentümerwechsel wäre es aber gut vorstellbar - es wäre nicht die erste Traditionsfirma, die unter betriebswirtschaftlichen "Optimierungen" leidet.
Mark
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#1390610 - 27.06.19 06:59 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: DebrisFlow]
fema
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In Antwort auf: DebrisFlow
Und stand der ein Jahr im Regen? Die verchromten Nieten sind neu spiegelglatt und bleiben es bei regulärem Gebrauch auch. Keiner meiner gebrauchten Brooks sieht ansatzweise so aus.

Das Rad stand ein paar Wochen unbenutzt in Thailand draußen, allerdings überdacht. Vermutlich sind die Nieten durch die feuchte Luft dort gerostet, wahrscheinlich hat auch der Salzgehalt in der Luft dazu beigetragen (es waren nur gut 100 Meter zum Meer).

Dass es derart krass ist, hatte ich aber nicht erwartet. Ich frage mich, warum Brooks dort keinen rostfreien Stahl verwendet. Vielleicht hat es ja einen technischen Grund, aber vielleicht werden auch nur ein paar Cent damit gespart und der Sattel ist einfach hauptsächlich preislich hochwertig.
Mark
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#1390617 - 27.06.19 10:11 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: fema]
Raumfahrer
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Die meisten Brooks Sättel werden mA falsch behandelt oder auch tot gepflegt.
Wenn dabei dann was nicht nach dem Willen des Besitzers passiert, dann kann "natürlich" (in Anführungs-Strichen) nur der Hersteller Brooks schuld sein, der auf Kosten des Kunden Geld bei Cent-Beträgen einsparen möchte. Eigene Unkenntnis bzw normale Blödheit werden da mE (u.a.durch das Lesen in div. Foren wie diesen z.Bsp.) sehr gern ausgeblendet.

Mein Brooks Conquest ist von 1998. Damals waren mE solche Kernledersättel vollkommen out. Die passten einfach nicht ganz zu den damals voll aktuellen Mountainbikes un so gibt es dort bei diesem Sattel einige Details, die zeigen, daß dort gespart wurde.
Wenn ich diesen über 20 Jahre alten Sattel mal mit einem aktuellem Modell vergleiche, dann sehe ich beim alten Sattel

- kleinere Durchmesser der Kupfernieten
- billigeres flaches, nur gedrucktes Logo Schild

Die aktuellen Logo Schilder hinten am Sattel sind wieder geprägt.

Bei der Stärke vom Leder gibt es keine Unterschiede.
Beim Sattelgestell auch nicht.
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Off-topic #1390622 - 27.06.19 11:20 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: Raumfahrer]
fema
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In Antwort auf: Raumfahrer
Die meisten Brooks Sättel werden mA falsch behandelt oder auch tot gepflegt.
Wenn dabei dann was nicht nach dem Willen des Besitzers passiert, dann kann "natürlich" (in Anführungs-Strichen) nur der Hersteller Brooks schuld sein, der auf Kosten des Kunden Geld bei Cent-Beträgen einsparen möchte. Eigene Unkenntnis bzw normale Blödheit werden da mE (u.a.durch das Lesen in div. Foren wie diesen z.Bsp.) sehr gern ausgeblendet.

Es mag dir entgangen sein, dass ich die Schuld für das gerissene Leder keinesfalls nur bei Brooks gesucht habe, sondern hauptsächlich bei mir selbst. Inwiefern meine eigene Unkenntnis bzw. meine normale Blödheit und deren Ausblendung durch das Lesen in beispielsweise diesem Forum das Rosten der Nieten nun mitverursacht hat, darüber muss ich mir erst noch klar werden - eventuell sogar durch Hinweise aus Foren wie diesem. Vielleicht kannst du noch unterstützend dazu beitragen, wie eigene Unkenntnis bzw. normale Blödheit das Brechen von Spannschrauben und Gestellen beeinflusst (was bei Brooks-Sätteln Gerüchten zufolge schon vorgekommen sein soll)? wirr zwinker

In Antwort auf: Raumfahrer
Die aktuellen Logo Schilder hinten am Sattel sind wieder geprägt.

Na was ein Glück - das ist es doch, worauf es ankommt... party

...für den Hipster! grins
Mark

Geändert von fema (27.06.19 11:26)
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Off-topic #1390627 - 27.06.19 11:58 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: Odenthaler]
HeinzH.
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In Antwort auf: Odenthaler
Ich bin mit Brooks nicht klargekommen. Andere schwören drauf. Ich fahre inzwischen einen eher billigen Plastiksattel.
Hmmmh, einen Brooks haben wir an unserem gemeinsamen Brompton montiert, welches ich selbst aber zwecks Prostataschonung seit etwa zwei Jahren nicht mehr fahre. Bevor ich Ende der 1990er zum Liegerad wechselte, kam ich mit Brooks-Ledersätteln eigentlich einigermaßen zurecht.-
Gestern erfuhr ich während...

...einer Fahrraddemo, daß nicht wenige jüngere, vor allem weibliche Menschen Ledersättel generell ablehnen, da sie als tierisches Produkt in das von ihnen bevorzugte vegane Lebensmodell nicht hineinpassen. Dieser Blickwinkel war mir bisher überhaupt nicht bekannt, ist aber aus Sicht von Veganern nachvollziehbar.
Gruß aus Münster,
HeinzH.
Demokratie lebt vom selbstbestimmten Mitmachen der Bürger...

Geändert von HeinzH. (27.06.19 12:04)
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Off-topic #1390630 - 27.06.19 12:09 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: fema]
Raumfahrer
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Zitat:
Es mag dir entgangen sein, dass ich die Schuld für das gerissene Leder keinesfalls nur bei Brooks gesucht habe, sondern hauptsächlich bei mir selbst.

Mitnichten ist es mir entgangen. Brauchst Dich also nicht angegriffen zu fühlen.
Und mit "Schuld bei sich selber suchen" ist man anscheinend leider in der Minderheit.

Das PrägeSchild ist für mich ein Zeichen dafür, dass dort mal wieder Geld in die Hand genommen investiert wurde. Also nicht auf Kosten des Kunden gespart wurde.

Brechende Gestelle hatte ich selber auch schon mal. Auf bike-components habe ich dazu einen sachlichen Bericht verfasst. Falls es interessiert.
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Off-topic #1390633 - 27.06.19 12:30 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: Raumfahrer]
fema
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In Antwort auf: Raumfahrer
Das PrägeSchild ist für mich ein Zeichen dafür, dass dort mal wieder Geld in die Hand genommen investiert wurde. Also nicht auf Kosten des Kunden gespart wurde.

Meines Erachtens dient das hier investierte Geld doch hauptsächlich zur Erschließung eines bestimmen Käufertyps, der gesteigerten Wert auf optische Erscheinung legt und ggf. auch andere Brooks-Produkte wie beispielsweise Lenkerband oder Taschen nutzt bzw. zumindest kauft ("Hipster"). Insofern halte ich es eher für ein Mittel, den Umsatz zu steigern als dem Kunden mehr Wert zu geben. Schöner ist es natürlich schon, das ist keine Frage.

Man könnte das Geld ja aber auch in eine funktionale Verbesserung fließen lassen, beispielsweise eine Verbesserung der Spanntechnik oder Schrauben statt Nieten usw. Dadurch würde aber wohl eher keine Umsatzsteigerung stattfinden (vermutlich sogar das Gegenteil).
Mark
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Off-topic #1390664 - 27.06.19 23:06 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: fema]
Raumfahrer
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In Antwort auf: fema
In Antwort auf: Raumfahrer
Das PrägeSchild ist für mich ein Zeichen dafür, dass dort mal wieder Geld in die Hand genommen investiert wurde. Also nicht auf Kosten des Kunden gespart wurde.

Meines Erachtens dient das hier investierte Geld doch hauptsächlich zur Erschließung eines bestimmen Käufertyps, der gesteigerten Wert auf optische Erscheinung legt und ggf. auch andere Brooks-Produkte wie beispielsweise Lenkerband oder Taschen nutzt bzw. zumindest kauft ("Hipster"). Insofern halte ich es eher für ein Mittel, den Umsatz zu steigern als dem Kunden mehr Wert zu geben. Schöner ist es natürlich schon, das ist keine Frage.

1998 habe ich mir mit Sicherheit absolut keine Gedanken darüber gemacht, ob ich zu einem bestimmten Käufertyp gehören würde. Ich wollte bzw brauchte einen Kernledersattel und Brooks waren damals die einzigen, die so etwas nach meinen Vorstellungen hergestellt haben.

Falls es denn überhaupt so etwas den typischen "Brooks Käufer" geben sollte, dann kauft der sich den hier viel empfohlenen "B17" (mit Stahlnieten) und macht damit Radreisen. Diese Käufer jetzt alle als "Hippster" zu diffamieren, ist für mich nicht nachvollziehbar.

Zitat:

Man könnte das Geld ja aber auch in eine funktionale Verbesserung fließen lassen, beispielsweise eine Verbesserung der Spanntechnik oder Schrauben statt Nieten usw. Dadurch würde aber wohl eher keine Umsatzsteigerung stattfinden (vermutlich sogar das Gegenteil).
Eine Verbesserung für den Kunden kann lt. BWL u.a. ein besseres Image sorgen und damit indirekt auch eine Umsatzsteigerung zur Folge haben. Von daher ist auch dieses Argument von Dir für mich nicht ganz nachvollziehbar.

Aber sei es drum... ich möchte deswegen mitnichten hier einen Disput austragen.

Viel Spaß noch hier.
Freundliche Grüße - unbekannterweise.

Geändert von Raumfahrer (27.06.19 23:09)
Änderungsgrund: Ergänzungen
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#1391141 - 03.07.19 14:39 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: Rolly54]
schwabing
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So, ich bin jetzt zum äußersten geschritten und habe mir, nach dem durchschlagenden Erfolg mit dem SQLab 610, nun spaßeshalber mal den SQLab 600 geholt. Also dieses dreistöckige Monstrum für frischoperierte Prostatapatienten, das Maximum an Dammentlastung in unserem Sonnensystem. Ich war auf Enttäuschung gefasst, da der Sattel nur für die sehr aufrechte Sitzposition gedacht ist und ich ihn auf einem 62er Terra montieren wollte. Ich war darauf gefasst, dass er derart peinlich aussieht, dass ich mich damit nicht vor die Tür traue.
Die Fakten:
- der Sattel sieht schon ziemlich seltsam aus, aber zusammen mit dem farblich passenden Rad keine totale Katastrophe. Man assoziiert nicht unwillkürlich mit Krankenhaus oder Therapie - meine Meinung
- der Sattel baut *sehr* hoch, aber vor allem sehr, sehr weit hinten, konstruktionsbedingt, mit kleinem horizontalem Verstellbereich.
- aber: der Komfort und das Fahrgefühl auch auf Berlins holprigen Radwegen, diese Freiheit im Schritt, ist der absolute Hammer. Keine Ahnung bisher, wie sich das nach 5h anfühlt, aber die 5km eben waren einfach nur ein Traum. Wie Skifahren in Hausschuhen. Auch eine typische Reiseradposition mit mäßig geneigtem Oberkörper funktioniert problemlos. Man rutscht nicht nach vorne, hat aber natürlich etwas mehr Gewicht auf den Händen. Ist aber mit den Ergon GX2 nicht unangenehm. Kontrolle ist gut, auch dank Sattelnase.

Nur mal so. Hat den sonst noch jemand ausprobiert?
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#1391508 - 06.07.19 20:27 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: schwabing]
schwabing
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Heute die erste längere Strecke mit dem SQLab 600 gefahren, etwa 50km. Nach 20km habe ich die Stifte rausgenommen und damit war die Dämpfung erheblich besser und der Sitz noch beweglicher - was ich gut finde. Irgendwie ist das ein anderes Radfahren. Das Gewicht liegt erheblich mehr auf Händen und Füßen, was die Sache insgesamt anstrengender macht, aber auch aktiver. Freihändig fahren geht nicht, einhändig mit etwas Übung. Schlechte Straßen (Köpenick) sind viel weniger problematisch für Hintern und Rücken, weil man eh auf den Füßen abgestützt ist. Im Grunde ist das ein Zwischending zwischen Sitzen und anlehnen. Nach 50km sind die Oberschenkel platt, Hintern und Damm dagegen wie neu. Kein Einschlafen, keine Taubheit.
Würde man damit eine wirklich lange Tour fahren? Eher nicht. Aber von Brooks bin ich geheilt.
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#1391937 - 10.07.19 12:06 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: Rolly54]
Marco Winkler
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Also ich fahre schon länger zwei C17 (Cambium). Ein normaler und ein All Weather.

Ich bin begeistert von denen. Auch ohne Radunterhose problemlos 50-100km möglich.
Es grüßt

Marco

idworx AllRohler Travel Spec
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#1391972 - 10.07.19 17:38 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: Rolly54]
Wulfram
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In Antwort auf: Rolly54
Das man ihn mit Kette oder sowas sichern muss, ist ein anderes Manko.


Wieso muss ein Ledersattel eher gesichert werden als ein (teurer) Kunststoffsattel?

Ich denke, ein gebrauchter Kunststoffsattel hat eher mehr Wiederverkaufswert als ein gebrauchter Ledersattel.
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#1392062 - 11.07.19 08:43 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: Wulfram]
irg
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Wenn du keinen Schnellverschluss für die Sattelstütze brauchst, wäre ein Tausch gegen eine simple Schraube ohnehin günstig. Das vermindert die Lust auf einen Diebstahl allgemein.

Mir wurde noch nie ein Sattel gestohlen, egal, welcher Art. Ob ich einfach Glück hatte, weiß ich nicht.

lg!
georg
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#1392139 - 11.07.19 15:21 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: irg]
Wulfram
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Inbusschraube habe ich sowieso an der Sattelstütze. (Schnellspanner an der Sattelstütze sind irgendwie ziemlich unnötig?)

Ich habe aber auch schon die ganze Sattelstütze abgenommen und im Gepäck mitgenommen, wenn ich das Fahrrad in einer Stadt stehen lasse, z.B. zwecks Museumsbesuch.

Was mir unklar ist, ist wieso ein Brooks Sattel gesichert werden solle aber ein anderer Sattel dann nicht.
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#1392148 - 11.07.19 17:28 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: Wulfram]
BeBor
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In Antwort auf: Wulfram
Was mir unklar ist, ist wieso ein Brooks Sattel gesichert werden solle aber ein anderer Sattel dann nicht.

Klemm @ Klau bevorzugt Leder, kein Plastik. Hier wurden in der Vergangenheit mehrfach systematisch Ledersättel (nicht nur Brooks, gern auch Lepper) von abgestellten Fahrrädern abmontiert. Einen Lümmel hat man erwischt, als er die Teile auf dem Trödelmarkt verhökern wollte und jemand „seinen“ Sattel dabei entdeckt hat.

Auch teure Scheinwerfer und Rücklichter werden nicht verschmäht, wenn das ganze (teure) Rad nicht in den Sack passt. Fürs ganze Rad gibts aber auch Spezialisten, die kommen nicht mit der Einkaufstüte, sondern mit dem Dukato-Kasten. Auch Osteuropa schätzt Qualitätszweiräder.

Bernd
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#1392264 - 12.07.19 13:14 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: BeBor]
Roli
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Ich habe nachdem ich 20 Sättel getestet habe und keiner hat gepasst den Selle An-Atomica Ledersattel gekauft. Nun ist er recht bequem und ich fahre ihn ohne gepolsterte Radhosen. Es hat aber 700km gebraucht bis er sich meinem Po angepasst hat.
Ich habe ein Dünnes Drahtschloss, damit er nicht einfach auf die schnelle weggenommen werden kann. Das habe ich um den Rahmen und um den Stahlträger vom Sattel gelegt. Klappt super.
Lesen ist Kino im Kopf
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Off-topic #1392272 - 12.07.19 14:09 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: Roli]
schorsch-adel
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Zitat:
Selle An-Atomica Ledersattel
...gaaanz vorsichtig absteigen - schon gar ohne Radhosen grins
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#1393048 - 20.07.19 09:29 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: fema]
Patria-Fan
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Wenn ich einen neuen Sattel oder Schuhe kaufe werden die zuerst mit Imprägnierspray behandelt und das bis zu drei mal über die Nacht einziehen lassen und dann mit Lederfett nicht von Brooks zu einem Wucherpreise richtig fett eingeschmiert und einziehen lassen über die Nacht. Es dauert bis Brooks Ledersättel ein geritten sind. Aber mir selber und Freunden brechen immer wieder die Federn es kommt mir so vor als wenn das soll Bruchstellen sind. Die Federn kann man zwar ersetzen aber es Ärgert sehr. Es gab Lepper Sättel die waren besser.
Ich habe jetzt Sättel von Terry damit komme ich gut zurecht.
Die Verarbeitung der Brooks Sättel ist schlecht keine U-Scheiben oder Federringe an den Muttern das Leder wird immer dünner trotz Notschlachtungen wegen dem Rinderwahn. schmunzel Und die sind viel zu teuer.
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#1393064 - 20.07.19 11:50 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: Patria-Fan]
Cruising
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In Antwort auf: Patria-Fan
Aber mir selber und Freunden brechen immer wieder die Federn es kommt mir so vor als wenn das soll Bruchstellen sind. Die Federn kann man zwar ersetzen aber es Ärgert sehr.

Ich fahre seit über 30 Jahren ausschließlich Brooks und hatte das Problem auch schon - aber nur mit verchromten Federn. Ein Metallbauer hat mir mal erklärt, dass man Federstahl grundsätzlich nie verchromen dürfe. Mit den schwarz kunststoffbeschichteten Federn ist das nie passiert. In einen älteren B66 habe ich auch mal Federn aus einem No-Name-Sperrmüllsattel eingebaut, die halten auch schon lange schmunzel Sind allerdings etwas kürzer; da muss man den Einstellbereich der Sattelstütze prüfen.

Werde mit Sicherheit auch weiterhin bei Brooks bleiben dafür

Gruß Thomas
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Cycle. Recycle. For a better world...
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#1393074 - 20.07.19 14:42 Re: Brooks - ja oder nein? [Re: Rolly54]
HyS
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Ich fahre seit vielen Jahren Brooks proffesional. Zwischendurch hatte ich auch mal einen Colt.
Meine Erfahrung:
Ein eingefahreren Brooks ist sehr bequem und verteilt das Gewicht ideal auf den Sitzbereich. Zusätzlich gut finde ich die Aufnahme von Feuchtigkeit.
Gerade auch für Menschen, die anatomisch links und rechts nicht ganz identisch sind (schiefes Becken, unterschiedliche Beinlängen etc.) ist der Sattel sehr gut, weil er sich entsprechend anpasst.

Meine Sättel sind alle durch Gestellbruch gestorben, obwohl ich nicht zu den Schwergewichten gehöre.
Die Titanmodelle scheinen mir robuster zu sein und halten bei mir länger obwohl ich inzwischen mehr wiege als vor 20 Jahren.

Pflege: nicht übertreiben. Einmal im Jahr leicht fetten mit Brooksfett reicht bei mir aus, man sieht am Sattel, ob er Fett braucht. Nachspannen ist erst nach tausenden Kilometern wenn überhaupt nötig. Irgendwelche Aktionen wie mit Fett im Ofen backen verkürzen das Sattelleben. Lieber schonend einfahren, auch wenn das länger dauert.
Für die Einfahrzeit entspricht der Sattel einfach einem harten Rennradsattel und dafür gibt es heute passende Radhosen mit guten Polstern.
Wenn der Sattel sehr gut eingefahren ist und einer Hängematte enspricht können Radhosen mit Einsatz problematisch werden, da man dann durch den Polsterrand des Radhosenpolsters ein Druckproblem bekommen kann. Dann Hosen ohne Polster nutzen, es ist dann auch kein Polster mehr nötig.

Wer aufgrund seiner Anatomie und Sitzposition auf dem Gestell sitzt, der kann den Sattel natürlich nie einfahren und sollte ihn wechseln. Man sieht diesen Unfug leider immer wieder mal.

Die Robustheit wird immer auf das Thema Nässe reduziert. Davor kann man den Sattel sehr einfach schützen, jede Plastiktüte reicht aus. Tatsächlich sind die Sättel robuster als viele Kunststoffsättel, die schnell aufreisen, wenn das Rad einmal umgefallen ist. Da ist Leder robuster.

Ob ein Ledersattel mit Schlitz in der Lederdecke auch so gut ist, werde ich nach dem nächsten Satteltod mal testen um die Prostata zu schonen.

Geklaut wurde mein Sattel noch nie, obwohl er nicht speziell gesichert ist. Ich würde auch keinen Ledersattel kaufen, der von jemand anderem eingefahren wurde.
*****************
Freundliche Grüße
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