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#1372686 - 01.02.19 19:32 Reparatur lohnend?
Laroute
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 88
Hallo,

ich muss zugeben, dass ich mich technisch nicht sehr gut auskenne und Reparaturen oft eher machen lasse.
Dass nun eine größere Operation dran ist, war mir klar, und ich habe mir einen Kostenvoranschlag vom Händler geben lassen, nach dem mir jetzt nicht mehr ganz klar ist, ob die Reparatur ein sinnvolles Unterfangen ist.

Andersrum hätte ich aber eigentlich schon gedacht, dass das Rad eine etwas langfristigere Anschaffung als für sechs Jahre sein würde, weswegen mich eure Meinung interessiert (soweit online und ohne Begutachtung möglich).


Das Rad ist VSF Fahrradmanufaktur Trekkingrad, 27 Gang Kettenschaltung, V-Bremse, 2013 für ca. 700 € gekauft.


Wenn ich alles zusammenbekomme, dann sind es folgende Baustellen: vordere Gabel ziemlich verbogen und muss ausgetauscht werden (laut Händler ein veraltetes Modell, sodass genau diese nicht mehr zu bekommen ist), Bautenzüge neu, Bremsbeläge und ein Reifen, neues Getriebe, neue Kettenblätter.

Der Kostenvoranschlag lautet ca. 300€ Materialkosten + 180 € Reparaturkosten, also annähernd 500€, wobei ich ein wenig ins Stocken komme, ob sich das wirklich noch lohnt. Dass ich regelmäßig Geld ins Rad stecke in Wartung und Verschleißteile ist mir schon klar und auch kein Problem, nur finde ich die 500€ so auf einmal im Vergleich zu einer möglichen Neuanschaffung schon recht viel.


Das Rad wird im Alltag täglich bei Wind und Wetter ca. 20-30 km gefahren und macht Urlaub mit mir. Prinzipiell erfüllt es meine Anforderungen ganz gut.

Für ein paar Meinungen bin ich dankbar.
Viele Grüße, Ruth
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#1372694 - 01.02.19 20:03 Re: Reparatur lohnend? [Re: Laroute]
Hic
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 11
Die Gabel ist verbogen? Hattest du einen Unfall? Dann könnte auch der Rahmen verzogen sein und ich würde es mir überlegen.

Ansonsten wäre es für eine Preiseinschätzung hilfreich, wenn du die Bezeichnung des Rades und ggf. der zu tauschenden Teile (Kurbel, Schaltung, Reifen) angeben würdest. Abgesehen von der Gabel erscheinen mir 300,- ganz schön viel.

Gruß,
hic
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#1372695 - 01.02.19 20:03 Re: Reparatur lohnend? [Re: Laroute]
Toxxi
Moderator Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 18070
Ich fange mal bei den einfachen Sachen an.
In Antwort auf: Laroute
Das Rad ist VSF Fahrradmanufaktur Trekkingrad, 27 Gang Kettenschaltung, V-Bremse, 2013 für ca. 700 € gekauft.
...
Bautenzüge neu, Bremsbeläge und ein Reifen, neues Getriebe, neue Kettenblätter.

Das ist ganz normaler Verschleiß. Erstaunlich, dass das 6 Jahre gehalten kan. Ich wechsele zumindest Bremsbeläge und Getriebe deutlich öfter als erst nach 6 Jahren.

Das zu wechseln lohnt auf jeden Fall. Du kaufst ja auch nicht bei einem Platten gleich ein neues Fahrrad. Wenn dir der Tausch beim Händler zu teuer ist, dann lerne es elbst zu tun. Das ist alles nicht schwer, aber zeitaufwändig. Da sparst du eine Menge Geld.

Aber das hier macht mir Sorgen:
In Antwort auf: Laroute
vordere Gabel ziemlich verbogen und muss ausgetauscht werden

Warum ist denn die Gabel verbogen? verwirrt Sturz? Unfall? Vandalismus? Das darf nicht sein. Wenn die Gabel verbogen ist, dann ist es der Rahmen möglicherweise auch. Und dann lohnt eine neue Gabel auf keinen Fall.

Wie genau und in welche Richtung ist denn die Gabel verbogen?

Bist du sicher, dass der Rahmen noch in Ordnung ist?

Gruß
Thoralf
Meine Räder und Touren im Radreise-Wiki
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#1372696 - 01.02.19 20:04 Re: Reparatur lohnend? [Re: Laroute]
AndreMQ
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2862
Ja, ist lohnend, denn es gibt für Dich keine Alternative, für knapp 500€ wieder ein voll funktionsfähiges Fahrrad zu bekommen. Geld sparen setzt Schrauberkenntnisse voraus, sonst muss man eben dafür zahlen. Der Händler setzt 300€ für Neuteile an (wobei darin die Gabel als Unfallschaden ist), was mMn i.O. ist, denn er kann sich nicht damit aufhalten, aus den benutzten Teilen mit viel Zeitaufwand vielleicht noch etwas zu retten - und dafür noch Gewährleistung auf die Arbeit zu übernehmen. Damit würden auch die 180€ hochgehen.
Wenn das Rad täglich seit 4 Jahren diese Strecke fährt, dann hat es auch etwas geleistet und die 700€ sind eigentlich längst abgezahlt: 880Arbeitstage x 25km = 22.000km, d.h. nur 3ct/km!!
Es gibt wie beim KFZ Arbeitswertetabellen (AW) verschiedener Verbände, die für jede Tätigkeit die Minutenwerte angeben. Dann muss das mit dem Stundensatz in € umgerechnet werden. Der Stundensatz kann bei z.B. 80€ liegen - was ich ebenfalls nicht zu viel finde.
Fazit: Sorgfältige Arbeit am Fahrrad ist zeitraubend (das weiß jeder Schrauber) und muss mit keinesfalls überzogenem Stundensatz teuer sein. Günstige Fahrräder (700€ ist günstig) benötigen die gleiche oder sogar mehr Zeit für anständige Arbeit. Daher ist jeder erschreckt, wenn er die Rechnung sieht. Oder anders herum: Fahrräder sind wie Drucker einfach zu billig.
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#1372698 - 01.02.19 20:15 Re: Reparatur lohnend? [Re: AndreMQ]
Hic
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 11
Also, ich komme bei schneller Durchsicht auf Materialkosten für einen Endkunden von 140,- Euro. Da ist dann aber die komplette Kurbel, das Schaltwerk, die Kette und die Kassette dabei (Alivio). 300 ist dann doch schon reichlich...

Ein neues VSF T100s (27 Gang) kostet UVP 799,-. Insofern wäre es schon interessant, was das für ein Modell ist, das der TE fährt, um zu entscheiden, ob sich das noch lohnt, vor allem angesichts der verbogenen Gabel.

Geändert von Hic (01.02.19 20:18)
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#1372705 - 01.02.19 22:18 Re: Reparatur lohnend? [Re: Laroute]
Laroute
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 88
Vielen Dank für die Antworten!

Die genaue Bezeichnung ist VSF Fahrradmanufaktur T-100 - Shimano Alivio 27-Gang HS11.

Das war vielleicht etwas missverständlich ausgedrückt, Bremsbeläge sind schon oft gewechselt worden (hab ich sowohl selber gemacht, als auch mal machen lassen), Getriebe und Kettenblätter zuletzt im Frühjahr 2017 gewechselt. Dass das regelmäßig dran ist, steht außer Frage. Ich bin auch sehr bereit, angemessenes Geld für die Arbeitsleistung auszugeben.

Mich irritiert eben auch die Empfehlung des Händlers (bei dem ich das Rad nicht gekauft habe, der aber mit kaputtem Rad für mich am schnellsten erreichbar war), da kein Geld mehr rein zu stecken, weil es sich im Vergleich zu einer Neuanschaffung nicht lohnen würde. Zum Rahmen hat er mir jetzt am Telefon nichts gesagt, ich würde mal denken, dass er das auch gecheckt hat.


Was genau zu dem Schaden an der Gabel geführt hat, kann ich ganz ehrlich nicht sagen. Mehrmals hatte ich es an einen Bekannten verliehen, wo es dann auch nachts in der Stadt rum stand. Letztendlich bleibt unklar, ob da irgendwas passiert ist, und wenn ja, was.


Ich denke jetzt, dass ich das Rad wohl nochmal zu dem Händler bringe, bei dem ich es gekauft habe und bis jetzt alle Reparaturen / Durchsichten machen lassen habe, um mir nochmal eine Meinung zu holen und ggf. auch zu prüfen, ob die 10 Jahre Garantie auf Gabel/Rahmen geltend gemacht werden könnten oder nicht.
Viele Grüße, Ruth
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#1372708 - 01.02.19 22:50 Re: Reparatur lohnend? [Re: Hic]
wattkopfradler
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1843
In Antwort auf: Hic
Also, ich komme bei schneller Durchsicht auf Materialkosten für einen Endkunden von 140,- Euro. Da ist dann aber die komplette Kurbel, das Schaltwerk, die Kette und die Kassette dabei (Alivio). 300 ist dann doch schon reichlich...

Ein neues VSF T100s (27 Gang) kostet UVP 799,-. Insofern wäre es schon interessant, was das für ein Modell ist, das der TE fährt, um zu entscheiden, ob sich das noch lohnt, vor allem angesichts der verbogenen Gabel.

Du zählst nur Kurbel, Schaltwerk, Kassette und Kette auf. Da ist noch keine Gabel, Züge, Hüllen, Beläge...dabei. Und woher wissen wir, dass der Händler Alivio Teile kalkuliert hat? Hast du einfach die billigsten Internetpreise gegoogelt und die Portokosten vergessen? Hat der Händler vielleicht noch das Steuerkopflager kalkuliert?
Was ich damit sagen will ist, dass ich es mir, im Gegensatz zu dir, nicht zutrauen würde aufgrund der wenigen Infos hier den KV in Frage zu stellen.
Nicht böse gemeint. bier2
Viele Grüße und schönes Wochenende
Armin
__________________________________________________
Freund der leisen Fortbewegung
https://goo.gl/photos/anunwfQyc615NPTV7
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#1372712 - 01.02.19 23:03 Re: Reparatur lohnend? [Re: Laroute]
errwe
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 801
In Antwort auf: Laroute
** (hab ich sowohl selber gemacht, als auch mal machen lassen) **


Hmm, als Idee: Gabel machen lassen, Rest selbst machen?
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#1372719 - 02.02.19 01:06 Re: Reparatur lohnend? [Re: Laroute]
kangaroo
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 743
Wenn du es nicht selber reparieren kannst würde ich es verkaufen und ein neues kaufen, das lohnt sicher für dich mehr und jemand anderes der es selber repariert kann ein günstiges VSF erstehen. Eine Gabel dafür zu bekommen ist sicher nicht schwer.

Für dich macht das kein Sinn. Um den Rahmen würde ich mir jetzt nicht so gedanken machen aber bei felgenbremsen nutzen die Laufräder auch ab und das ist sicher auch nicht mehr so in weiter ferne
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#1372732 - 02.02.19 07:46 Re: Reparatur lohnend? [Re: Laroute]
AndreMQ
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2862
In Antwort auf: Laroute
.... Ich denke jetzt, dass ich das Rad wohl nochmal zu dem Händler bringe, bei dem ich es gekauft habe und bis jetzt alle Reparaturen / Durchsichten machen lassen habe, um mir nochmal eine Meinung zu holen und ggf. auch zu prüfen, ob die 10 Jahre Garantie auf Gabel/Rahmen geltend gemacht werden könnten oder nicht.
Ja, ist sicher sinnvoll, möglicherweise kommt eine etwas kulantere Abschätzung heraus. Aber es bleibt eine Schätzung. Wenn Festpreis, dann hat einer von beiden das Risiko: Händler oder Kunde. Das Problem lässt sich einfach beschreiben: ein Rad komplett zerlegen/zusammensetzen kostet bei mir (Unterbrechungen heraus gerechnet) einen ganzen Tag (fiktiv also 8h x 80€ = 640€) - kann auch mehr sein. Darin enthalten ist: komplett zerlegen, reinigen ALLER Teile (es wird nichts schmutziges wieder zusammengebaut, d.h. 1l Waschbenzin, Lappen und eben Zeit ansetzen), befunden der Teile und daraus dann die Materialliste erstellen (alles vorherige ist eine Schätzung).
Dann erfolgt erst einmal Unterbrechung, weil die Teile ja beschafft werden müssen. Dann kompletter Zusammenbau. Da ich sowohl sehr günstige Räder (neu 250€) als auch sehr teure Räder (neu 5000€) so behandle, merkt man übrigens, dass teure Räder weniger Zeit benötigen. Alles passt besser, die Teile sind hochwertiger, das Material besser, die Konstruktionen besser und z.T. auch der Verschleiß geringer. Die Teile selbst aber wesentlich teurer. Günstige Räder erfordern mehr "Bastelzeit", um benutzte, aber noch brauchbare Teile zu richten, zu biegen. Teure Teile sind entweder ok oder Bruch und Ausschuß.
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#1372743 - 02.02.19 09:17 Re: Reparatur lohnend? [Re: Laroute]
Andreas R
Moderator Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 13404
Hallo Ruth,

wie wäre es, wenn Du lernst, es selbst zu machen? Das ist keine Raketentechnik und hier im Forum bekommst Du viel Hilfe. In Dresden gibt es doch sicher eine ADFC-Fahrradwerkstatt oder ein Reparaturcafé.

Selbst wenn Du alles Werkzeug neu kaufen musst, wird es deutlich günstiger als das, was der Händler nimmt. Und Du wirst unabhängig. Das ist gerade auf langen Radreisen sehr nützlich, wenn kein kompetenter Händler erreichbar ist.

Grüße
Andreas
Radreiseberichte aus vier Kontinenten: Liegerad-Fernweh
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#1372747 - 02.02.19 09:29 Re: Reparatur lohnend? [Re: wattkopfradler]
Hic
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 11
In Antwort auf: wattkopfradler
In Antwort auf: Hic
Also, ich komme bei schneller Durchsicht auf Materialkosten für einen Endkunden von 140,- Euro. Da ist dann aber die komplette Kurbel, das Schaltwerk, die Kette und die Kassette dabei (Alivio). 300 ist dann doch schon reichlich...

Du zählst nur Kurbel, Schaltwerk, Kassette und Kette auf. Da ist noch keine Gabel, Züge, Hüllen, Beläge...dabei. Und woher wissen wir, dass der Händler Alivio Teile kalkuliert hat? Hast du einfach die billigsten Internetpreise gegoogelt und die Portokosten vergessen? Hat der Händler vielleicht noch das Steuerkopflager kalkuliert?


Da waren schon Züge, Hüllen, Beläge und Reifen mit drin, aber keine Gabel. Was ich ausdrücken wollte, war allerdings, dass schon die Endverbraucherpreise nicht sehr hoch sind, und der Händler wird ja nicht zum Nachbarhändler gehen, sondern andere EK haben.

Egal, meine Intention war eher: Wenn er es nicht selbst machen kann, dann würde ich eher ein neue Rad ins Auge fassen.
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#1372755 - 02.02.19 10:22 Re: Reparatur lohnend? [Re: Laroute]
irg
Mitglied
anwesend und zufrieden anwesend
Beiträge: 3698
Hallo Ruth!

Der Knackpunkt wird beim Rahmen liegen. Ist der noch ok., macht die Reparatur Sinn, wenn du nur eine Teil selbst machen kannst. Da lohnt ein genauerer Blick auf den Rahmenkopf. (Es ist nicht sicher, wie genau der Händler auf den Rahmen geschaut hat. Er hat dir eine ungefähre Schätzung gegeben, dafür nimmt sich normalerweise niemand viel Zeit.)

Gabel kannst du irgendeine nehmen, deren Geometrie alten ähnlich ist. Falls du eine Federgabel drin hast, kannst du dich sogar entscheiden, ob du wieder eine willst (schwerer, teurer und weniger lange haltbar, dafür manchmal komfortabler) oder eine Starrgabel. Eine Stahlgabel wäre mir dabei sympatischer, sie hält Dauerschwingungen, also genau die Belastung, die auf einem Rad am meisten ausmacht, besser aus. Aber Alu geht genau so.

Zu den Ersatzteilen: Du hast auch da eine weite Palette an Teilen, aus denen du aussuchen kannst: Wenn es dir um Geld sparen und Funktionalität geht, reichen Teile aus der Alivio-Gruppe. Die halten kaum weniger aus als die teureren, sie wiegen nur ein wenig mehr und kosten weit weniger.

Speziell bei den Kurbeln verbaue ich gerne Alivio. Der Preis macht viel aus, dazu sind Alivio-Kettenblätter sehr günstig als Ersatzteile zu bekommen. Du kannst dir auch genau die Übersetzung aussuchen, die für dich passt. Standardmäßig werden fast immer zu schnell übersetzte Kurbelgarnituren verbaut. (Ich weiß nicht, ob du, da das Mittellager hinüber ist, günstiger nur die Kettenblätter oder gleich die Kurbelgarnitur tauscht.)

Bowdenzüge und Seile kosten fast nichts. Bremsklötzchen nimmst du am besten weiche billige (wie z.B. die von Fuxon, die kosten 6,50,- das Paar. Shimano würde ich definitiv keine mehr verbauen, die sind zu hart.). Dazu werden ein paar Kleinteile kommen, die machen das Kraut auch nicht fett. Ich bin mir sicher, dass du so weit unter den vom Händler veranschlagten 300.- für die Teile durchkommen wirst, ohne bei der Stabilität und der Haltbarkeit Abstriche machen zu müssen.

Wenn du dir nicht alle Reparaturen zu traust, kannst du ja einen Teil den Händler machen lassen, oder du kennst jemanden Kompetenten und Vertrauenswürdigen in deinem Umfeld.

Offen bleibt die Frage, ob der Rahmen etwas abbekommen hat. Was wäre mit einer Zweitmeinung eines guten Händlers? Kennst du eine zweiten guten bei dir?

lg!
georg
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#1372756 - 02.02.19 10:30 Re: Reparatur lohnend? [Re: irg]
AndreMQ
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2862
Mag alles richtig sein, nur muss man sich dazu eben genau auskennen und das ist nach eigenen Angaben nicht der Fall. Also der Thread wäre gar nicht eröffnet worden, wenn das alles so ginge wie beschrieben.
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#1372757 - 02.02.19 10:30 Re: Reparatur lohnend? [Re: Laroute]
Axurit
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 1613
In Antwort auf: Laroute
Für ein paar Meinungen bin ich dankbar.
Stell dir vor, du hast kein reparaturfähiges Rad und schaust dich am Markt nach einem VSF T100 um. Du hast die Wahl zwischen einem 5 Jahre alten, generalüberholten Gebrauchtrad für 500 Euro, bei dem nicht ausgeschlossen ist, dass es einen Rahmenschaden hat, und einem Neurad für 650 bis 700 Euro*). Bei jedem anderen Gebrauchsobjekt wäre die Entscheidung schnell getroffen, erst recht wenn man noch den Zeitwert des gekauften Rads berücksichtigt.

*) Für dein altes Rad im derzeitigen Zustand bekommst du 100 Euro, von einem der Bastler, die hier zur Reparatur raten, sicher noch weit mehr.
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#1372766 - 02.02.19 11:10 Re: Reparatur lohnend? [Re: Axurit]
AndreMQ
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2862
Wenn das Rad noch benutzt wird, also fährt und auch noch schaltet, ist es in weit besserem Zustand als die üblichen Räder, die ich bei den verschiedenen Initiativen sehe. Da die Teile ebenfalls weit verbreitet sind und sogar im Vergleich zu den Bahnhofs- und sonstigen Rädern zu den besseren gehören, ist eine Reparatur und VOLLSTÄNDIGE Herstellung des Gebrauchswertes mit den unumgänglichen Kenntnissen leicht möglich. Grobe Einschätzung: Neuteile für unter 100€, gebrauchte Teile aus dem Fundus (also den Selbsthilfe-Werkstätten und Initiativen), Werkzeug ebenfalls kostenlos von dort. Der Rest ist sorgfältige Arbeit. Das Ergebnis: Das Rad ist hinterher funktionsmäßig und von der Zuverlässigkeit im Neuzustand oder sogar besser. Etwas, was bei KFZ kaum möglich ist.
Gegenüber früher hat sich alles drastisch verbessert. Alle Informationen sind kostenlos über das Netz zu bekommen (früher teure Bücher, wenn überhaupt). Mit städtischen Mitteln unterstützte Selbsthilfe-Initiativen mit z.T. beachtlichem Werkzeugpark. Riesiger Gebrauchtmaterialvorrat an diesen Punkten - häufig sogar kostenlos oder gegen Kaffeekasse. Dort landen nämlich die ganzen Schrott- und Fundräder und werden ausgeweidet. Da finden sich auch Gabeln. Was fehlt, ist über das Netz leicht zu identifizieren und zu bestellen. Das alles hat es früher nicht gegeben (ist es eigentlich sozial, wenn aus städtischem Budget, lokalen Händlern Konkurrenz gemacht wird?). Das sind gegenüber früher paradiesische Zustände - es wird nur noch etwas Eigenbewegung gefordert und sogar darin weniger als früher. Voraussetzung ist eine größere Stadt, weil das dort Teil der Sozialpolitik ist, dagegen kaum auf dem flachen Land.
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Off-topic #1372772 - 02.02.19 11:37 Re: Reparatur lohnend? [Re: AndreMQ]
Axurit
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 1613
Irgendwie hast du meinen Beitrag falsch verstanden. Es ging um Reparatur zu den im UP genannten Konditionen gegenüber einem Neukauf zu dem in diesem Thread genannten UVP. Dass ein Bastler das Rad wie von dir beschrieben kostengünstig instandsetzen kann, habe ich beim Restwert des kaputten Rads berücksichtigt.

Geändert von Axurit (02.02.19 11:38)
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Off-topic #1372783 - 02.02.19 12:56 Re: Reparatur lohnend? [Re: Axurit]
AndreMQ
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2862
Ja, ist möglich. Gemeint war eigentlich nur, wie günstig Räder wieder vollständig instand gesetzt werden können - wenn man es kann (da sind sich aber alle einig). Das andere war, dass Wirtschaftlichkeitsrechnungen im Privatbereich so eine Sache sind. Wenn einfach das absolute Budget gedeckelt ist, dann hilft ja keine "wirtschaftlichere" Alternative, wenn erst einmal mehr € fällig sind, die aber nicht da sind.
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#1372784 - 02.02.19 13:06 Re: Reparatur lohnend? [Re: Laroute]
nachtregen
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2194
Wenn Du die 500 reingesteckt hast, würdest Du halt direkt im Anschluß auf dem Gebrauchtmarkt vielleicht 250, mit viel Glück auch 350 für Dein Fahrrad bekommen. Insofern hat die Werkstatt recht, daß es eigentlich wirtschaftlich nicht lohnt.
--
Stefan
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#1372786 - 02.02.19 13:45 Re: Reparatur lohnend? [Re: nachtregen]
StephanBehrendt
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 12431
In Antwort auf: nachtregen
Wenn Du die 500 reingesteckt hast, würdest Du halt direkt im Anschluß auf dem Gebrauchtmarkt vielleicht 250, mit viel Glück auch 350 für Dein Fahrrad bekommen. Insofern hat die Werkstatt recht, daß es eigentlich wirtschaftlich nicht lohnt.
Damit komme ich zu dem Resumé, dass Reparatur im geschilderten Rahmen nur lohnt, wenn man es selber macht. Bei einer kompletten Reparatur im Fachhandel lohnt sich stattdessen vermutlich der Neukauf.
------------------------
Grüsse
Stephan
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#1372798 - 02.02.19 16:10 Re: Reparatur lohnend? [Re: Laroute]
hansano
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1077
Stell doch mal ein Bild der Gabel rein. Was soll denn mit der sein?

Falls Ihr einen ADFC in der Stadt habt frag doch dort mal ob die ein Auge darauf werfen mögen.

Merkst du beim fahren etwas von der verbogenen Gabel?
Gruß Michael
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#1372804 - 02.02.19 16:57 Re: Reparatur lohnend? [Re: StephanBehrendt]
derSammy
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 16267
Wie man es nimmt. WENN man die 500€ in das Rad steckt, weiß man, dass man SEIN Rad in Ordnung gebracht hat und es wieder viele sorgenfreie Verschleiß-km vor sich haben wird. Bei einem Gebrauchtkauf zu dem genannten Preis kauft man gern auch eine Katze im Sack, mit versteckten Folgekosten, und unklarem Verschleißzustand der Komponenten. Solange so eine Generalüberholung billiger ist als ein (ehrlich kalkulierter Neukauf), würde ich das immer in Erwägung ziehen!

An die Fadenerstellerin: Ich tue mich schwer mit der Einschätzung Preiskalkulation. Die 180€ Werkstattkosten finde ich angemessen, im Stundensatz ist ja nicht nur der Arbeitsnehmeranteil des Mechanikers enthalten, sondern auch der Arbeitgeberanteil und die Betriebskosten.
Bei den 300€ ist die Frage, was genau kalkuliert wurde. Du schrubst mehrfach, dass "das Getriebe" erneuert worden sei, was meinst du damit genau? Kassette und Kette nehme ich nicht selten aus dem unterpreisigen Segment, man kann insbesondere bei der Kette auch auf hochwertig setzen (in der Hoffnung die anderen Komponenten länger zu schonen). Aber bei diesen Komponenten kann man auch sehr schnell sehr viel Geld ausgeben. Hier kann man wirklich sparen, wenn man es selbt macht und nicht sklavisch auf einen Austausch durch baugleiche Komponenten setzt.

Kurbeln werden meines Erachtens viel zu häufig getauscht. Ich würde einmal etwas mehr Geld für eine gute (z.B. hohlgeschmiedete und damit deutlich leichtere) Kurbel ausgeben. Wenn die Kettenblätter fertig sind, dann diese einzeln austauschen. Wenn man hier im Internet sucht, kann man auch sehr viel Geld sparen, ggf. auch einen einfachen Kurbelsatz ausschlachten. Händler sind da pragmatischer und haben weniger Zeit zur Recherche, da gibts als Alternativen nur das baugleiche Originalblatt oder gleich ne neue (baugleiche) Kurbel kompletto. Beides kann schnell sehr teuer sein.

Ich habe die meisten meiner Räder dahingehend optimiert, dass die Unterhaltskosten günstig sind: Scheibenbremsen, günstige 8fach-Kettenschaltung oder Getriebeschaltung, Chainglider, hydraulische Felgenbremsen wo keine Scheibenbremsen möglich sind, felgenschonende Bremsbeläge, Schutzbleche die wirklich schützen, ... In die Richtung kann man ein Rad auch Stück für Stück umrüsten, ein Neurad erfüllt diese Bedingung selten. Man darf bei einem Neurad nicht nur rechnen was es kostet, sondern auch was der Unterhalt kosten wird. Z.B. die Kassetten bei Neurädern sind nicht selten extrem teuer.

Kurzum: Ich schließe mich denen an, die bezüglich der Rahmeneinschätzung Fragen hatten. Wenn der Rahmen auch potentiell einen Schaden hat, dann Neukauf. Wenn der noch gut ist, mag die Generalüberholung sinnvoll sein - zumindest wenn noch mal genauer kalkuliert wurde, wo die 300€ Materialkosten herkommen (die mir auf den ersten Blick auch etwas hoch vorkommen).
Komm wir grillen Opa. Es gibt Koch und Suppenfleisch!
Satzzeichen können Leben retten.
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#1372806 - 02.02.19 17:12 Re: Reparatur lohnend? [Re: derSammy]
nachtregen
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2194
In Antwort auf: derSammy
Wie man es nimmt. WENN man die 500€ in das Rad steckt, weiß man, dass man SEIN Rad in Ordnung gebracht hat und es wieder viele sorgenfreie Verschleiß-km vor sich haben wird.

Halt nicht. Bei einem Fahrrad, das seit 5 Jahren bei Wind und Wetter täglich 30 km gefahren wird, kann es gut sein, daß z.B. demnächst die Felgen durch sind. Oder was anderes, was bei der aktuellen Wartung nicht ausgetauscht wird.
--
Stefan
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#1372808 - 02.02.19 17:26 Re: Reparatur lohnend? [Re: nachtregen]
derSammy
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 16267
Flegen kann sein, lässt sich ja nachmessen. Steuersatz wird man beim Gabeltausch ja sehen.
Ansonsten liest es sich für mich so, als ob da eine Generalüberholung fast aller Verschleißteile ansteht ("Was bedeutet Getriebe?"). Es wurde ja mit Gebrauchträdern verglichen - da weiß man bei (fast) keinem Verschleißteil, was auf einen zukommt...
Komm wir grillen Opa. Es gibt Koch und Suppenfleisch!
Satzzeichen können Leben retten.
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#1372879 - 03.02.19 02:29 Re: Reparatur lohnend? [Re: nachtregen]
Falk
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 31865
Unterwegs in Uruguay

Zitat:
Bei einem Fahrrad, das seit 5 Jahren bei Wind und Wetter täglich 30 km gefahren wird, kann es gut sein, daß z.B. demnächst die Felgen durch sind.

Eben deshalb ist ein Gabeltausch eine gute Gelegenheit, die Vorderradbremse auf Scheibenbremse umzustellen oder diese Umstellung wenigstens beim Neumaterial zu berücksichtigen. Eine gebrauchte Mühle als Ersatz ist dagegen ein kaum kalkulierbares Risiko. Ich würde mich nicht drauf einlassen.
Falk, SchwLAbt

Geändert von Falk (03.02.19 02:31)
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#1373039 - 04.02.19 11:00 Re: Reparatur lohnend? [Re: StephanBehrendt]
AndreMQ
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2862
In Antwort auf: StephanBehrendt
... Damit komme ich zu dem Resumé, dass Reparatur im geschilderten Rahmen nur lohnt, wenn man es selber macht. Bei einer kompletten Reparatur im Fachhandel lohnt sich stattdessen vermutlich der Neukauf.
So soll es eigentlich nicht sein, aber die Zahlen sprechen da leider eine klare Sprache. Angenommen es liegt eine stark benutzte Schaltung vor, die aber nicht ausgewechselt werden muss und an der auch keine aufwendige Fehlersuche ansteht (die alleine wäre 2,0):
- Schaltinnenzug aus- u. einbauen und schmieren: 1,5
- Schaltzug komplett aus- u. einbauen: 2,0
- Schaltwerk aus- u. einbauen und einstellen: 3,5
- Umwerfer aus- u. einbauen und einstellen: 2,0
- Kettenleitrollen aus- u. einbauen: 2,0
- Schalthebel aus- u. einbauen mit Einstellen: 3,0
- Schalthebel reinigen und schmieren: 2,0
- Schaltschutzbügel aus- u. einbauen: 1,0
Zusammen sind das 17 AW. Eine AW sind 6min, d.h. zusammen 102min, also etwa 1 3/4h. Wenn der Stundensatz bei 80€ liegt, sind alleine diese Arbeiten ohne Material 136€. Das ist mehr als ein neues Schaltwerk mit Umwerfer, aber es ist realistisch (ich brauche länger).
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#1373483 - 06.02.19 22:52 Re: Reparatur lohnend? [Re: AndreMQ]
Laroute
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 88
Hallo an alle!

Vielen Dank noch einmal für die ausführlichen Antworten und tut mir leid, dass ich mich nicht früher zu Wort gemeldet habe, da ich die letzten Tage nicht dazu gekommen bin.

Ich habe am Montag das Fahrrad vom Händler um die Ecke zu dem Händler gebracht, wo ich es gekauft habe und dort auch noch einmal eine Einschätzung erhalten (ich hoffe, ich bekomme das jetzt korrekt zusammen):

- Gabel hat ganz eindeutig einen ziemlichen Knick und ist auch nicht mehr in eine Linie mit dem Lenker zu bekommen
- Rahmen haben sie geprüft, damit ist nichts (Gabel aus Aluminium, Rahmen aus Stahl)
- Der große Unterschied ist, dass sie die passende Gabel aus der Herstellungsreihe beziehen können (wenn auch mit vier Wochen Lieferzeit von VSF). Der andere Händler sah nur die Möglichkeit, eine neue / andere Gabel einzubauen, für die dann noch andere Teile hätten getauscht werden müssen
- Ansonsten Schaltzüge erneuern, Bremsbeläge, neuer Reifen
- Kostenvoranschlag ca. 200€


Selbst machen bin ich prinzipiell offen, zur Zeit fehlen mir aber Zeit, Energie und Kenntnisse. Bin alleinerziehend mit einer dreijährigen Tochter und arbeitsmäßig im Moment sehr eingespannt, sodass ich abends erst ab 21 Uhr dazu käme. Insofern bin ich da zur Zeit eher bei der bequemen Variante, würde mich in Zukunft aber an kleineren Sachen auch wieder probieren, um so vielleicht mit der Zeit dazu zu lernen. Eher ein Projekt für die nächsten Jahre als für die nächsten Monate...

Viele Grüße!
Viele Grüße, Ruth

Geändert von Laroute (06.02.19 22:53)
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#1373495 - 07.02.19 05:04 Re: Reparatur lohnend? [Re: Laroute]
Falk
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Unterwegs in Uruguay

Für 200€ kriegst Du kein vergleichbares Fahrzeug. Das sollte als Grund reichen, den Traktor aufarbeiten zu lassen. Ich würde bei einer neuen Gabel auf jeden Fall zusätzlich eine Scheibenbremszangenaufnahme haben wollen, aber das ist nur meine persönliche Ansicht. Es ist nichtmal zehn Jahre her, dass ich für das Äußern dieser Ansicht gesteinigt werden sollte. Gabel und Rahmen sollten so langlebig sein, dass sie auch dann noch laufen, wenn die Dreijährige dreißig wird. Dann bist Du über die Möglichkeit, eine nicht felgenzerstörende Bremse einbauen zu können, vielleicht ganz froh.
Falk, SchwLAbt
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Off-topic #1373504 - 07.02.19 07:51 Re: Reparatur lohnend? [Re: Falk]
irg
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Hallo!

Wenn eine Gabel mit Scheibenbremsaufnahme nicht viel mehr kostet, ist das sicher eine ügute Idee. Wenn das Geld beschränkt ist, und so eine Gabel deutlich mehr kostet, würde ich eine billigere Gabel nehmen. Mit weichen Bremsklötzchen (die ruhig billig sein können) und stabilen Felgen halten Laufräder auch bei Felgenbremsen lange!

lg!
georg
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#1373514 - 07.02.19 08:45 Re: Reparatur lohnend? [Re: Laroute]
ro-77654
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Ich würde es investieren, wenn das Rad gut passt. Ist billiger und "öko" im Vergleich zum Neukauf. Falls 400 Gramm keine große Rolle spielt, ist die Gabel (falls passend) gut:
https://shop.ra-co.com/de/gabeln/trekkin...arz-093350.html

Alu für 95:
https://shop.ra-co.com/de/gabeln/trekking/28/28-trekking-cross-alu-gabel-canti-093502.html

Zumindest Bremsbeläge und Reifen kannst du sicher selbst wechseln.
Hier nur privat unterwegs (Gewerblich: Autor)
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#1373519 - 07.02.19 09:00 Re: Reparatur lohnend? [Re: Laroute]
VeloMatthias
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ok, 200€ sind jetzt schonmal deutlich weniger als die 500€ vorher.
Aber es wird ja auch viel weniger getauscht.

Der erste Händler wollte ein "neues Getriebe, neue Kettenblätter" montieren, schreibst du in deinem ersten Post.
Ich gehe davon aus dass damit Kette, Ritzelpaket und Kettenblätter gemeint sind.
Materialwert, einfach mal grob geschätzt 100€.

Von deiner km-Leistung her würde ich sagen dass dieser Tausch wohl auch in nächster Zeit kommen wird, aber das kann man grundsätzlich sehr schnell selber machen, also wirds wohl wirklich bei unter 100€ fürs Material bleiben.

Ob man jetzt unbedingt eine Gabel mit Scheibenbremsenaufnahme und Cantisockel will (ich denke das VR ist noch i.O.) kann man sich überlegen.. (ich wollte keinen Mix aus Disc und V-Brake..)
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#1373578 - 07.02.19 13:31 Re: Reparatur lohnend? [Re: Laroute]
ro-77654
Gewerblicher Teilnehmer
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Beiträge: 5044
Noch zwei Infos:
Oft werden meiner Ansicht nach Kette/Ritzel/Kettenblätter zu früh gewechselt. Ich fahre die einfach weiter, wenn sie schon verschlissen sind. Die Schaltvorgänge werden etwas unpräziser, das stört mich nicht.
Das gleiche gilt für Reifen: Verschlissene wechsel ich von hinten nach vorn und fahre sie im Alltag, bis die Schutzschicht durchkommt bzw. sie rissig werden (auf Radreise nicht).

Bei dir mit hoch gerechnet um die 10000 km/Jahr könnte es sch auch lohnen, nach einem gebrauchten Rohloff-Rad von VSF zu schauen.
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Off-topic #1373645 - 07.02.19 17:42 Re: Reparatur lohnend? [Re: ro-77654]
willi99
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In Antwort auf: ro-77654

Bei dir mit hoch gerechnet um die 10000 km/Jahr könnte es sch auch lohnen, nach einem gebrauchten Rohloff-Rad von VSF zu schauen.


Das finde ich spannend, kannst du das mal vorrechnen?

Ich habe an meinen Rädern immer noch Alivio/Acera/Claris - Komponenten, wenn ich sie im Alltagseinsatz habe. Da habe ich dann immer so ca. 30€ Verschleißkosten im Jahr, weil ich im Frühling Kette und Ritzel wegschmeiße und durch neue günstige 8-fach Komponenten ersetze. Dazu natürlich noch die Kosten für Schmiermittel, das macht dann noch einmal 5€. Ich lande da bei ca. 35€.

Was ich eigentlich nicht mitrechne, sind die Opportunitätskosten, also kalkulatorisch meine Arbeitszeit. Die könnte ich ja auch mit wasauchimmer für einem Wert ansetzen, das tue ich aber nicht, weil ich (manchmal) gerne bastle. Für diese Kalkulation mache ich das mal und sage: Eine Stunde = 80€.

Also:
Teile = 35€
Arbeitszeit (kalkulatorisch) = 80€
Gesamt = 115€

Kommt man mit der Rohloff auf bessere Werte? Berechnest du dabei Anschaffungskosten und Abschreibung mit? (habe ich außen vorgelassen, keine Ahnung wie man das bei Claris ansetzen sollte, ist ja fast unterhalb der Nachweisgrenze schmunzel )
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Off-topic #1373655 - 07.02.19 18:08 Re: Reparatur lohnend? [Re: willi99]
derSammy
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Ich denke hinsichtlich der langfristigen Kosten bewegt sich das auf vergleichbarem Niveau. Bei der Rohloff ist regelmäßig ein Ölwechsel fällig (im geteilt erworbenen Großgebinde auch kein Kostentreiber) und so man will noch viel seltener als bei der Kettenschaltung mal eine neue Kette (nehme daher was hochwertigeres wie die Campa C9). Klar, Ritzel, Griff, Kettenblatt auch irgendwann, aber längst nicht jährlich.

Der Unterschied ist der, dass die Rohloff, vor allem was den Wartungszeitpunkt betrifft, deutlich toleranter ist. Wenn der Kettenschaltungsantrieb runter ist, gibt es Schaltprobleme, den Ölwechsel kann man verzögern. Für Leute, die wenig am Rad selbst machen (wollen), ist die Rohloffvariante m.E. sorgloser. Gilt aber nur so lange, wie man nicht Dauerbaustellen am Rad hat, die man eigentlich nicht haben will (z.B. verschiebbare Ausfallenden mit Eigenleben - Odenthaler weiß sicher, was ich meine. zwinker ).

Aber Claris/Alivio/Acera ist im Unterhalt auch sehr günstig, das ist richtig.

Unterschlagen hast du die Kosten und den Zeitaufwand für die Bremse und deren Wartung.
Komm wir grillen Opa. Es gibt Koch und Suppenfleisch!
Satzzeichen können Leben retten.
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Off-topic #1373687 - 07.02.19 19:47 Re: Reparatur lohnend? [Re: willi99]
ro-77654
Gewerblicher Teilnehmer
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Rechne bitte selbst.

Gebrauchtrad mit Rohloff für circa 1300.
Ritzel, Kettenblatt und 2 Ketten für 20000 km (Pi mal Daumen).
Ölwechsel mit Litergebinde gerechnet.
Die Threadstarterin dürfte auf keinen Fall Claris haben, vermutlich Deore.

Wie die Rechnung unterm strich aussieht, unterscheidet sich stark: Einkaufspreise Verschleissmaterial, Fahrbedingungen, exakte Einhaltung von Ölwechseln, Chainglider oder nicht etc.

Unter "lohnen" verstehe ich auch, dass man/frau seltener zum Radhändler muss und die Rohloff - zumindest für mich und einige andere - höheren Schaltkomfort bietet.
Hier nur privat unterwegs (Gewerblich: Autor)
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Off-topic #1373691 - 07.02.19 20:28 Re: Reparatur lohnend? [Re: derSammy]
willi99
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Beiträge: 176
Danke für die Erläuterung!

Die Bremsen habe ich absichtlich raus gelassen, die sind ja kein Unterschied Rohloff vs. Kette.
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#1373778 - 08.02.19 12:51 Re: Reparatur lohnend? [Re: Laroute]
dhomas
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200 Euro klingt doch schon passabler. Natürlich kommt es einem immer wie ein Schlag ins Gesicht vor, wenn "auf einmal" so ein Betrag ansteht. Aber in Wirklichkeit fallen die Kosten ja nicht auf einmal an, sondern haben sich langsam über 6 Jahre angesammelt. Macht dann keine 30€ pro Jahr, oder <1€ pro Monat für die Instandhaltung des Rads.

Natürlich davon ausgehend, dass mit den Reparaturen dann wieder für einige Zeit Ruhe ist.
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Off-topic #1373780 - 08.02.19 13:23 Re: Reparatur lohnend? [Re: willi99]
Falk
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Unterwegs in Uruguay

Zitat:
Kommt man mit der Rohloff auf bessere Werte?

Ausgerechnet habe ich das nie. Der Faulheit des Wartungspersonals kommt ein R-Gerät jedoch außerordentlich entgegen. Das ist für mich so überzeugend, dass ich bei einem Verlust (im letzten Jahr habe ich gleich zwei Mühlen unverhofft abgegeben) über Alternativen nicht mehr groß nachdenke und sofort Ersatzlaufräder mit R-Gerät beschaffe.

Wenn Du die Arbeitszeit mit berücksichtigen willst, dann beziehe auch die Zeit mit ein, die Du für das Beschaffen von Ersatzteilen aufwenden musst. In der Regel übersteigt die den Ein- und Ausbau von Teilen bei weitem. Die Arbeitszeit würde ich aber nur mit dem realen Betrag ansetzen, den ich erhalte, wenn ich tatsächlich dienstlich tätig werde. Das sind bei mir unter 20 Euro. Nebenkosten fallen dabei doch nicht an.

Ich habe vier R-Getriebe im Bestand. Entsprechend verteilt sich die Laufleistung, was die Ölwechselintervalle spürbar streckt.
Falk, SchwLAbt
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Off-topic #1373788 - 08.02.19 13:53 Re: Reparatur lohnend? [Re: dhomas]
dhomas
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In Antwort auf: dhomas
keine 30€ pro Jahr, oder <1€ pro Monat


Korrektur, sind natürlich 33.
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#1373831 - 08.02.19 17:36 Re: Reparatur lohnend? [Re: dhomas]
irg
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Beiträge: 3698
Grüß euch!

Ich denke, ihr diskutiert ein Szenario, das für die Thread-Erstellerin derzeit keines ist. Wennh sie verstanden habe, geht es aktuell darum, das bestehende Rad mit überschaubarem Aufwand wieder fit zu machen. Das ist mit einem Umbau auf Rohloff nicht machbar.

Als Zweitrad, wenn du, Ruth, eines unterbringst, wäre ein Rad mit Rohloff, wenn du das nötige Geld dafür einmal aufbringst und es dir wert ist, sicher interessant.
Ich muss allerdings dazu sagen, dass wir in unserem familiären Fuhrpark kein einziges Rad mit Rohloff haben, nur ein einziges mit Nabenschaltung überhaupt. (Das gab es nur mit Nabenschaltung.) Und wir fahren viel mit den Rädern. Nabenschaltungen wären uns bisher noch nie abgegangen. Es gibt also sehr, sehr verschiedene Zugänge zum Thema. Sie können nie allgemeingültig sein, sie hängen von den persönlichen Bedingungen und Bedürfnissen ab. Das Gleiche gilt für die Entscheidung Scheiben- kontra Felgenbremsen.

Ich bin froh, dass du für deine aktuelle Entscheidung einmal eine klare Basis gefunden hast!

lg!
georg

Geändert von irg (08.02.19 17:37)
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