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#1324108 - 25.02.18 06:48 Erfahrungen Extrawheel Anhänger
memy
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 497
Unterwegs in Australien

Extrawheel Anhänger



Ich habe den Anhänger Ende Aug 2017 geliefert bekommen. Die bestellte Variante beinhaltete neben dem eigentlichen Anhänger: Fahne, 26" Komplettrad, Gepäckträger, Schutzblech, Spezial-Achsmuttern M10x1 (für die Rohloff Nabe).
Seit dem bin ich knapp 9000km mit dem Hänger unterwegs gewesen.

Technische Daten
= lt. Hersteller:
Gesamtgewicht: ca. 4,9kg
Gesamtgewicht max. 30kg
Fragen zu verwendeten Materialien, verbaute Bereifung/Felge/Speiche/Nabe, Lackierung/Pulverbeschichtung, max. mögliche Reifenbreite usw. beantwortet die Webseite nicht. traurig
= gemessen/abgelesen:
Gesamtgewicht: ca. 4,8kg (ohne Fahne, anderes, nachgekauftes "Kunststoffschutzblech"
Felge: für Felgenbremsen, ungeöst, 26 x 1,75/1,95
Reifen: 54 - 559 (sehr anfällig für Platten...)


Handling
- tief hängende Taschen: Die Bodenfreiheit der Taschen ist geringer als man es von Ortliebs an Tubussen kennt. Im Geländeeinsatz eigentlich zu knapp. Allerdings lässt sich so durch vorteilhafte Beladung der Schwerpunkt unterhalb der Radnabe halten, was sich sehr positiv auf das Fahrverhalten auswirkt.
- Gewichtsverteilung: Auf gleichmäßige Verteilung der Zuladung in den beiden Taschen ist möglichst genau zu achten, ansonsten neigt das Rad sehr leicht dazu sich unangenehm aufzuschaukeln... "schwänzeln". Im Extrem wird das Fahrverhalten dermaßen beeinflusst, dass es, vor allem bei höheren Geschwindigkeiten, wirklich gefährlich werden kann. Auch unterschiedlich schwer beladene Taschen an der Gabel beeinflussen das Fahrverhalten ähnlich negativ!

- Gesamtgewicht: Zumindest an dem von mir gefahrenen Stahlrahmen, den ich für recht stabil und verwindungssteif halte, kann ich den Anhänger nicht mit dem angegebenen Maximalgewicht fahren, da sonst oben genanntes schaukeln auftritt. Am Hänger fahre ich also immer das leichteste Paar Taschen.

- Aufbau: Die im Vergleich zu anderen Einspuranhängern geringe Verlängerung des Komplettfahrzeugs macht sich vor allem auf schlechten Wegen und im Gelände positiv bemerkbar. Man kann fast beliebig enge Kurvenradien fahren; sehr enge Serpentinen auf single trails waren kein Problem.


Bemerkungen zur technischen Ausführung
- Offene Lagerungen
Beide Freiheitsgrade der Gabel/Deichsel Kombination sind mit offenen Messing-Gleitlagern ausgeführt. Fast egal wo man unterwegs ist verschmutzen diese sehr schnell und werden schwergängig. Das bedeutet regelmäßiges reinigen und nachschmieren ist notwendig, bei meiner Anwendung wenigstens wöchentlich - eigentlich öfter.
- Die an der Gabel angebrachten Lagerschalen sitzen auf unzureichend genau gefertigten Sitzen. Eine Lagerschale hat so viel Spiel, dass die Bewegung im Lager zwischen Lagerschale und Sitz stattfindet und nicht im Lager selbst!

- Lackierung
Der dünne und empfindliche Lack ist an vielen Stellen schnell weg gescheuert. Zumindest an den Stellen, an denen die Taschenhaken eingreifen sollte man das Rohr schützen. Für Ortlieb-Taschen bietet sich zum Beispiel ein Stückchen 3/8" Gewebeschlauch an, welches man aufschlitzt und mit Kabelbindern auf dem Rohr befestigt.

- Schutzblech
Ich habe den Hänger mit dem originalen Schutzblech bestellt. Die sehr einfache und billige Aluminiumkonstruktion fiel zuerst dadurch auf, dass sich immer wieder Schrauben lösten. Dann, nach sage und schreibe den allerersten 500m Schotterpiste, ist die Konstruktion komplett auseinander gefallen und wurde entsorgt. Das Geld nicht wert...

- Gepäckträger
Ich habe ihn durch eine Rabatt-Aktion umsonst dazu bekommen. Man kann eine zusätzliche Flasche Wasser darauf befestigen, die dann schnell zugänglich ist. Ansonsten war meine Hoffnung, dass der Träger zusätzliche Stabilität in den Hänger bringt. Würde ich noch einmal kaufen, würde ich wohl darauf verzichten.

- Zuladung
Angegeben ist er laut Hersteller für max. 25kg Gepäck (inkl. Taschen).
Wie viel man maximal wirklich laden kann hängt von mehreren Faktoren ab: Wie stabil/verwindungssteif ist der Hinterbau des Rades? Wo liegt der Schwerpunkt der beladenen Taschen? Wie gleichmäßig ist das Gepäck rechts/links verteilt?

- Deichsel
Das bei mir am Rad verbaute Bluemel-Schutzblech für 60 oder 65mm breite Reifen (?) passt nicht durch die Deichsel! Das heißt beim Durchfahren tiefer Senken schlägt die Deichsel von unten an das Schutzblech an




lose Lagerbuchse

Einspurige Alternativen
- Avon
- Bob Yak / Ibex

Links
- Extrawheel
- Bedienungsanleitung,
- Bedienungsanleitung als pdf


Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Hänger gemacht?

Gruß
Horst
In velo veritas
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#1324111 - 25.02.18 07:14 Re: Erfahrungen Extrawheel Anhänger [Re: memy]
LKWS
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 24
Unterwegs in Deutschland

Hallo Horst zum Extrawheel kann ich leider nichts sagen. Fahre den Bob Yak nun schon seit über 30 tkm und bin super zufrieden. Brauch nicht auf gleichmässige Beladung achten, Schwerpunkt schön tief und kein Aufschaukeln.

Schönen Gruß

Reiner
intensiv erleben = intensiver leben

Geändert von LKWS (25.02.18 07:16)
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#1325525 - 05.03.18 11:29 Re: Erfahrungen Extrawheel Anhänger [Re: memy]
Andrew
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 65
Servus Horst!

Danke für das Teilen Deiner Erfahrungen. Selber habe ich bloß einen Roland Carrie M für Großeinkäufe in der Stadt, nicht aber für Touren.

Zwei Fragen habe ich: Belastet der Extrawheel den Seitenständer merklich, wenn Du das Rad abstellst?

Wie wirkt sich der bepackte Anhänger bei Steigungen aus?

Klar werden das subjektive Eindrücke sein... aber sie interessieren mich schon - hin und wieder habe ich über den Extrawheel nachgedacht ;-)

Herzlic,
Andrew
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#1325545 - 05.03.18 13:38 Re: Erfahrungen Extrawheel Anhänger [Re: Andrew]
Stylist Robert
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2625
In Antwort auf: Andrew
Zwei Fragen habe ich: Belastet der Extrawheel den Seitenständer merklich, wenn Du das Rad abstellst?

Wie wirkt sich der bepackte Anhänger bei Steigungen aus?

Beim Abstellen des Rades mit einem Einspuranhänger ist es stabilisierend wenn er im 90° Winkel zum Fahrrad steht. Die Belastung für die Streben dürfte sich jedoch ähnlich darstellen wie mit dem Gepäck auf dem hinteren Träger.

An Steigungen hast du einen eher geringen zusätzlichen Rollwiderstand mußt aber das Zusatzgewicht des Trailers noch mit hochwuchten.
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#1325572 - 05.03.18 17:33 Re: Erfahrungen Extrawheel Anhänger [Re: memy]
Genußradler-HB
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 8
Hallo Horst,
ich bin noch das alte Modell des Extrawheel (mit den Gepäcknetzen an den Seiten ausgiebig Probegefahren - kann also nur von dieser Probefahrt berichten, habe keine Langzeiterfahrung.

Für meine Probefahrt habe ich zwei randvoll gefüllte 10 Liter Kanister als Gepäcksimulation mitgenommen. Der allererste Einduck war: etwas wackelig, dann nach kurzer Fahrt bemerkte ich das zusätzliche Gewicht in der Ebene nicht mehr, der Hänger rollte unauffällig hinterher. Bei hoher Geschwindigkeit >30 km/h und an Steigungen begann die gesamte Kombination sich aufzuschaukeln / Resonanzschwingungen, welche ich nur durch langsameres Fahre in der Ebene kompensieren konnte, am Berg mußte ich es aushalten. Ich empfand das als sehr unangenehm, möglicherweise kann man sich aber daran gewöhnen. Letztlich habe ich mich dann für ein anderes Einspur-Konzept entschieden.

Ich hoffe für Dich das Du nicht so sensibel auf diese Schwingungen reagierst, dann ist der Extrawheel ein toller Anhänger.

Viele Grüße aus Bremen
Christian
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#1325759 - 07.03.18 06:34 Re: Erfahrungen Extrawheel Anhänger [Re: Andrew]
memy
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 497
Unterwegs in Australien

In Antwort auf: Andrew
Zwei Fragen habe ich: Belastet der Extrawheel den Seitenständer merklich, wenn Du das Rad abstellst?
Wie wirkt sich der bepackte Anhänger bei Steigungen aus?
Ich fahre normalerweise ohne Seitenständer, habe mir aber in Australien eine vereinfachte Version des Click-stand zugelegt. Sprich ich habe mir einen fingerdicken Ast in passender Länge und mit stabiler Astgabel aus dem Bestand des Litchfield-Nationalparks ausgeborgt. Der leistet mir, nach bald 1oTkm, immer noch gute Dienste.
Hinterbauständer für KSA18 taugen für Reiseräder nicht wirklich (es sei denn man ist mit Minimalgepäck unterwegs), da spielt es dann auch keine Rolle ob mit oder ohne Anhänger.
Die zweite Frage hat Robert ja beantwortet, und ich denke das wirst du auch von deinem Anhänger kennen. Unterschiede zwischen verschiedenen Anhängern dürften kaum zu spüren sein. Wirklich interessant ist am Berg nur das Gewicht das hoch muss.

In Antwort auf: Genußradler-HB
...Ich empfand das als sehr unangenehm, möglicherweise kann man sich aber daran gewöhnen.
Ich möchte mich daran nicht gewöhnen, vor allem auch weil ich glaube das das Geschauckel auf Dauer nicht gut für den Fahrradrahmen ist. Und dabei dürfte egal sein ob der aus Alu oder Stahl gefertigt ist.

Letztendlich bin ich nicht wirklich glücklich mit der Entscheidung überhaupt mit Anhänger zu fahren. Insgesamt waren es maximal 3 Wochen in denen ich ihn, für die Touren die ich gefahren bin, wirklich benötigt habe. Bezogen auf die Gesamtstrecke... sehr wenig. Aber das ist die generelle Entscheidung ob Anhänger oder nicht. Was den Extrawheel angeht bin ich einfach nur von der Qualität enttäuscht, welche meiner Meinung nach nicht zum Preis passt.

Gruß
Horst

hmmm... warum wird die url nicht erkannt? ich sehe da keinen Fehler.
In velo veritas

Geändert von Toxxi (07.03.18 07:22)
Änderungsgrund: Link repariert
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#1326887 - 14.03.18 01:32 Re: Erfahrungen Extrawheel Anhänger [Re: memy]
cephalotus
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 95
Danke für den Bericht.

Eine weitere einspurige Alternative ist der Tout Terrain Mule und der Oxtail OX1 und EX1.

Der TT Mule kürzt durch die Befestigung an der Sattelstütze in engen Kurven ab, ansonsten bin ich mit meinem bisher sehr zufrieden, meiner Einschätzung nach kann man damit fast alles fahren und die Qualität ist bisher einwandfrei.
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#1326888 - 14.03.18 02:11 Re: Erfahrungen Extrawheel Anhänger [Re: memy]
Genußradler-HB
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 8
Hallo Horst,

konntest Du in der Zwischenzeit die lose Lagerschale reparieren (lassen).
Mir fallen zwei Möglichkeiten ein:
1. Lagerschale erhitzen -> abnehmen
auf den Rahmen Material auftragen z.B. durch eine Schweißnaht, maßgenau abschleifen
Lagerschale wieder erhitzen und aufschrumpfen
= Das sollte in jeder kleinen Werstatt oder auch auf einer Farm möglich sein.
2. fettfrei reinigen (z.B. Bremsenreiniger)
Epoxidharz mit einer Spritze & Kanüle in den Zwischenraum einbringen
Aushärtungszeit beachten !
= Das kannst Du alleine, benötigst aber die entsprechenden Materialien.

Ich sende Dir die besten Grüße und wünsche Dir eine Pannenfreie Weiterreise
Christian
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www.bikefreaks.de