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#1250957 - 26.11.16 08:30 Radfahren auf der Autobahn
ride4plov
Mitglied
Themenersteller
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Beiträge: 42
Unterwegs in Deutschland

Hi, in welchen Ländern Europas darf man auf der Autobahn radfahren? Mich interessieren vor allem Länder wie Kroatien, Bulgarien, Slovenien, Türkei usw schmunzel

Besten Dank
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#1250959 - 26.11.16 08:58 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: ride4plov]
Sickgirl
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 6483
Zumindest von Slowenien und Kroatien wie ich es, aber da gibt es genug Auswahl an normalen Straßen, das ich gar nicht auf diese absurde Idee kommen würde.

In Slowenien und Kroatien natürlich nicht vergessen die Maut zu bezahlen

Geändert von Sickgirl (26.11.16 08:59)
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#1250962 - 26.11.16 09:13 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: Sickgirl]
ride4plov
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 42
Unterwegs in Deutschland

Wenn man im Winter da durch fahren will denke ich haben die Autobahnen die größte Chance Schneefrei zu sein schmunzel
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#1250966 - 26.11.16 09:49 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: ride4plov]
Sickgirl
Mitglied
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Beiträge: 6483
Es wird wohl europäischer Standard sein, das Rad fahren auf Autobahnen verboten ist und es dir im Zweifelsfall nichts hilft wenn es hier schon Kamikaze Fahrer praktiziert haben

Wird bestimmt eine interessante Diskussion wenn du der Polizei erzählst, die im Forum haben ber gesagt sei alles kein Problem
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#1250967 - 26.11.16 09:53 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: ride4plov]
AndreMQ
Nicht registriert
In Antwort auf: ride4plov
Hi, in welchen Ländern Europas darf man auf der Autobahn radfahren? Mich interessieren vor allem Länder wie Kroatien, Bulgarien, Slovenien, Türkei usw schmunzel

Besten Dank
Ich kenne kein Land mit einem Autobahn-/Highway-System, das Radfahren darauf nicht verbietet. Aber vielleicht kann ja jemand was nennen. Z.B. ist es auch in China verboten. Ein andere Frage ist, wer die Vorschrift ignoriert und was dann passiert.
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#1250970 - 26.11.16 11:03 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: Sickgirl]
Barfußschlumpf
Mitglied
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Beiträge: 3334
Du irrst.
In Spanien ist es überall da möglich und manchmal auch nötig wo kein Radfahrverbotsschild dran ist (roter Kringel).

Außerdem sind im Nahen Osten überörtliche Verbindungen oft nur durch Nutzung 6-8-spuriger Highways mit baulich getrennten Fahrbahnen möglich. Motorway-Feeling.
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#1250971 - 26.11.16 11:11 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: Barfußschlumpf]
Sickgirl
Mitglied
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Beiträge: 6483
Radfahren auf der Autobahn in Spanien

Gibt wohl einen Unterschied zwischen Autopista und autovia
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#1250974 - 26.11.16 11:28 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: Sickgirl]
Barfußschlumpf
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 3334
Vom Verkehrsgeschehen isses dasselbe.
War selbst anwesend. Wers mag: Auf nach España.

Du kannst dich an jeder Zufahrt nach den Verbotskringeln richten. Sind immer dran.

Übrigens wird in Spanien sehr diszipliniert und rücksichtsvoll gefahren über Land.
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#1250975 - 26.11.16 11:42 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: Barfußschlumpf]
Sickgirl
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 6483
Hast du den Link gelesen, auf der der autopista = Autobahn ist Radfahren generell verboten, nur auf der Autovia kannst du nach deinem Kringel schauen.
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#1250981 - 26.11.16 12:37 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: ]
ro-77654
Gewerblicher Teilnehmer
abwesend abwesend
Beiträge: 5647
In Antwort auf: AndreMQ
In Antwort auf: ride4plov
Hi, in welchen Ländern Europas darf man auf der Autobahn radfahren? Mich interessieren vor allem Länder wie Kroatien, Bulgarien, Slovenien, Türkei usw schmunzel

Besten Dank
Ich kenne kein Land mit einem Autobahn-/Highway-System, das Radfahren darauf nicht verbietet. Aber vielleicht kann ja jemand was nennen. Z.B. ist es auch in China verboten. Ein andere Frage ist, wer die Vorschrift ignoriert und was dann passiert.


In den USA darf man auf Highways radeln. Muss man sogar fast immer. Vermutlich hast du das falsche Wort benutzt. Auf Interstates kann man das teilweise auch, wenn es explizit erlaubt ist und es keine Alternative gibt.
Autobahn in USA = Interstate
In GB = Motorway
Gewerblich: Autor und Lastenrad-Spedition, -verkauf, -verleih
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#1250982 - 26.11.16 12:44 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: ro-77654]
Deul
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 8532
In Uruguay fährt man auch auf der Autobahn
Cycling is an addiction, it can drive you quite insane. It can rule your life as truly as strong whiskey and cocaine.
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#1250983 - 26.11.16 12:46 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: ride4plov]
kangari
Nicht registriert
In Antwort auf: ride4plov
Hi, in welchen Ländern Europas darf man auf der Autobahn radfahren? Mich interessieren vor allem Länder wie Kroatien, Bulgarien, Slovenien, Türkei usw schmunzel


Bei allen genannten Ländern gibt es genug Alternativen. Warum also Autobahn?

Türkei hab ich vor einigen Jahren mal vor Istanbul gemacht. War nicht lustig, aber möglich.
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#1250984 - 26.11.16 12:54 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: ]
JoMo
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 5460
Zitat:
Bei allen genannten Ländern gibt es genug Alternativen. Warum also Autobahn?


Weil die Alternative oftmals Schotterstraße bedeutet. Das ist mir zu holprig und materialraubend. Und manchmal merkt man es (Spanien) erst, dass die vorher kleine Straße in einen Highway endet, wenn es zu spät ist umzukehren.
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#1250986 - 26.11.16 13:24 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: Sickgirl]
Barfußschlumpf
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 3334
In Spanien sind sämtliche Schnellstraßenzufahrten mit Einzelverboten plakatiert.
Es sind übrigens weder meine Verbote noch meine Straßen noch mein Land.
Es ist da, egal ob mit mir oder ohne mich.

Eine Harmonisierung der europäischen Straßenverkehrsordnung gibt es im übrigen nicht, auch nicht auf der Autobahn. Vielmehr gibt es anderswo ja sogar Autobahnen unterschiedlicher Ordnung.
Es ist noch nichtmal für Haushaltselektrostecker gelungen, wo die Harmonisierung in den 50er Jahren begonnen wurde.
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#1250995 - 26.11.16 15:06 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: ro-77654]
AndreMQ
Nicht registriert
In Antwort auf: ro-77654
...In den USA darf man auf Highways radeln. Muss man sogar fast immer. Vermutlich hast du das falsche Wort benutzt. Auf Interstates kann man das teilweise auch, wenn es explizit erlaubt ist und es keine Alternative gibt.
Autobahn in USA = Interstate
In GB = Motorway
... ja, völlig richtig. Gemeint war die jeweils höchste Straßenkategorie - halt bei uns "Autobahn". D.h. mal erfunden, um kreuzungsfrei, ohne Pferd-/Esel-/Ochsen-Karren, ohne Fußgänger und Radfahrer und mit einer Mindestgeschwindigkeit fahren zu können. Also bei irgendwelchen Himalaya- und Sonstwas-Highways ist "high" wohl anders gemeint grins .
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Off-topic #1250998 - 26.11.16 15:44 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: ]
nachtregen
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2952
In Antwort auf: AndreMQ
Also bei irgendwelchen Himalaya- und Sonstwas-Highways ist "high" wohl anders gemeint grins .

Highway != Autobahn

Highway bezeichnet jegliche Straße bzw. jeglichen Weg für den ein Wegerecht für die Öffentlichkeit besteht.


https://en.wikipedia.org/wiki/Highway
--
Stefan
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#1250999 - 26.11.16 15:51 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: Barfußschlumpf]
Sickgirl
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 6483
Einigen wir uns, auf autopista ist das Radfahren wohl einheitlich verboten und zur Sicherheit speziell für ausländische Reiseradler hängt nochmal dein roter Kringel dran.
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#1251004 - 26.11.16 16:26 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: ride4plov]
Stylist Robert
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 3177
Wenn man sie denn "Autobahnen" bezeichnen darf: in Rumänien, Moldawien und der Ukraine war das dieses Jahr etwas völlig Normales. Außer dem Schotter am Straßenrand gibt es nur an den mehrspurigen Einfallsstraßen zu den Großstädten manchmal separate Fahrradwege... wirr
Ein Fahrrad von der Stange? Soo kompromißbereit bin ich nun auch wieder nicht...
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#1251024 - 26.11.16 18:37 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: ride4plov]
mgabri
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 9334
Hi,
in der Türkei geht das. Allerdings sind die Bosporusbrücken in Istanbul kritisch. Da lassen sie dich nicht rüber. Nimm die Autofähre, das ist unproblematisch. Istanbul ist von der Größe ne Herausforderung.
Bulgarien ist auch kein Problem. Uns haben die Polizisten unseren Highscore begrab zugerufen...
Kroatien kenn ich nicht gut genug, Slovenien hat explizite Radverbotsschilder an der Autobahn. Ich denke aber daß du über die normlen Fernstraßen gut durchkommen wirst.
hth,
Micha
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#1251028 - 26.11.16 19:12 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: mgabri]
irg
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 6258
Hallo!

Das einzige Land in Europa, wo das Radeln (zu mindestens großteils) auf der Autobahn toleriert wird, ist Albanien. Aber auch da ändern sich die Sitten im Lauf der letzten wenigen Jahre dramatisch. Haben wir beim ersten Besuch dort noch alles irgendwie auf den Autobahnen unterwegs getroffen, also Eselkarren auch entgegen der Fahrtrichtung, ist inzwischen in vielen Bereichen eine gewisse Ordnung eingekehrt. Auch die Maiskolbenbraterinnen am Kreisverkehr mussten weichen. (Das war damals durchaus interessant, wenn einer mit seinem dicken Mercedes mitten am Kreisverkehr stehen geblieben ist, am Rand war es ja dem Image abträglich, und wortreiche Verhandlungen mit einer Braterin aufgenommen hat. Da ist alles gestanden, bis er wieder unterwegs war.)
Auf manchen neuen Autobahnen, die die Bezeichnung wirklich verdienen, dürften Reiseradler von den Polizisten angesprochen werden, hoffentlich nicht mehr.

Wie jemand darauf kommen kann, in Slowenien und Kroatien auf der Autobahn radeln zu wollen, verstehe ich nicht. Gerade dort sind die begleitenden Straßen sehr gut ausgebaut und sehr gut im Stand. Aber jeder, wie er mag!

lg!
georg
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#1251036 - 26.11.16 20:25 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: ]
Toxxi
Moderator Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 21579
In Antwort auf: AndreMQ
Ich kenne kein Land mit einem Autobahn-/Highway-System, das Radfahren darauf nicht verbietet. Aber vielleicht kann ja jemand was nennen.

Ich kenne eins: Chile. Aber das liegt nicht in Europa.

Dort darf man übwrall dort mit dem Rad auf der Autobahn fahren, wo radfahren nicht explizit verboten ist. Verboten war es m.E. nur rund um Santiago. Maut muss man nicht bezahlen, an den Mautstellen geht rechts eine Spur für die Radfahrer vorbei.



Das ist dort vollkommen normal. Wirklich gemacht wird es aber nur dort, wo es keine vernünftige Alpternative gibt.

Gruß
Thoralf
Meine Räder und Touren im Radreise-Wiki

Geändert von Toxxi (26.11.16 20:29)
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#1251040 - 26.11.16 20:57 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: irg]
mgabri
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 9334
In Antwort auf: irg

Wie jemand darauf kommen kann, in Slowenien und Kroatien auf der Autobahn radeln zu wollen, verstehe ich nicht.

Er will im Januar durch, da ist die Sorge berechtigt daß er im Schnee steckenbleiben könnte.
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#1251041 - 26.11.16 21:00 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: Toxxi]
AndreMQ
Nicht registriert
In Antwort auf: Toxxi
.... Ich kenne eins: Chile ...
Ok, ist interessant, wirklich die offizielle Regel? Radfahrer haben ja ein entspanntes Verhältnis zu Verkehrsregeln und unterscheiden nicht so richtig zwischen Regel und (An-)Gewohnheit - in vielen Ländern die übrigen Verkehrsteilnehmer auch nicht. Aber der TE hat ja wirklich nach der offiziellen Regel gefragt grins .
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#1251050 - 26.11.16 22:09 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: ride4plov]
macbookmatthes
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 832
Nach eigener Erfahrung,

ist es in allen baltischen Staaten erlaubt, ausser ein Schild verbietet es.
Allerdings: Was dort "Autobahn" genannt wird, ist hierzulande eine Landstrasse. Alles eine Frage der Prespektive und Definition. lach
Es kann aber eben sein, dass gerade im dünn besiedelten Land die Alternativen gar nicht oder nur in Form von grossen Umwegen oder Schotterstrassen vorhanden sind. Was aber nicht bedeutet, dass die Autobahn die bestmögliche Wahl nach absoluten Massstäben ist.

Die Viabaltica zwischen Pärnu/Estland und Riga/Lettland haben wir uns seinerzeit trotzdem geschenkt, der LKW-Verkehr ist für unseren Geschmack einfach zu dicht. Räder haben wir im Reisebus mitgenommen und fertig.
Ich fahre nur bei schönem Wetter...in Europa also gar nicht
https://bikephreak.wordpress.com
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#1251051 - 26.11.16 22:10 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: ride4plov]
Uwe Radholz
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 6833
In Antwort auf: ride4plov
Hi, in welchen Ländern Europas darf man auf der Autobahn radfahren? Mich interessieren vor allem Länder wie Kroatien, Bulgarien, Slovenien, Türkei usw schmunzel

Besten Dank


Albanien.

Da hat ein dort stehende Polizist für mich das einzige gerade fahrende Auto gestoppt, um mir eine noch leichtere Auffahrt zu ermöglichen



Serbien


Auf dem Weg zur ungarischen Grenze. Der Übergang auf der Landstraße wurde geschlossen und eine erkennbare Alternative gab es nicht. Ein serbischer Rennradler führte mich auf der Autobahn bis an die Grenze. Dort reihte ich mich zwischen den Fahrzeugen ein, die die Grenze in Richtung Ungarn passierten. Kein Uniformierter auf beiden Seiten der Grenze fand das merkwürdig.




Lettland

Im Großraum Riga bin ich zweimal über die Autobahn gefahren. Beim zweiten Mal an gelangweilten Polizisten, die an einer Tankstelle standen, vorbei. Aber die wollten vielleicht bloß nicht aussteigen.


Fährt man allerdings von Albanien ins Kosovo, gibt es auf der Seite des Kosovo, wenn man über die Autobahn einreist, viele Schilder, die anzeigen, dass Radfahren ausdrücklich verboten ist. Hat allerdings sehr gut andere Möglichkeiten.
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#1251057 - 26.11.16 22:42 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: ]
Toxxi
Moderator Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 21579
In Antwort auf: AndreMQ
Ok, ist interessant, wirklich die offizielle Regel?

Hieb- und stichfest mit einem Formular kann ich es nicht beweisen...

Wir haben extra in einem Café nachgefragt (mit unserem schlechten Spanisch), ob man das darf. Die Leute haben überhaupt nicht verstanden, was wir von ihnen wollen, und guckten total verwundert. Wir bekamen nur zur Antwort "Da ist doch die Straße nach Temuco. Fahrt sie einfach. Wollt ihr uns veralbern?" So nach dem Motto "die dummen Deutschen, können nicht mal den Wegweiser lesen..."

Während der Diskussion kamen diverse chilenisch Radler und bogen auf die Autobahn, ohne dass es irgendeinen interessiert hätte. An der Mautstation (es gab eine Radspur an den Bezahlhäuschen vorbei) grüßte man uns freundlich. Es gab sogar Bushaltestellen direkt auf der Autobahn.

Im Großraum Santiago stand an den Autobahnfahrten aber immer ein Radverbotsschild. Sieht genauso aus wie in Deutschland.

Gruß
Thoralf
Meine Räder und Touren im Radreise-Wiki
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#1251072 - 27.11.16 06:14 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: ]
Falk
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 33160
Zitat:
Ok, ist interessant, wirklich die offizielle Regel?

Ja, schon mangels Alternativen. Wie so oft in beiden Amerikas wurde das Land von Europäern besiedelt, die auf die durchaus vorhandene Kultur der bereits Ansässigen wie der Mapuche laut gepfiffen haben. Sie haben sich große Ländereien angeeignet, so etwas wie aus Mitteleuropa bekannte Dörfer hat sich dadurch nie entwickeln können, als Folge auch keine Straßen zwischen ihnen. Gerade in der Umgebung der carretera panamericana gibt es tatsächlich keine parallelen Landstraßen. Gelegentlich existieren an den Rändern Lokalspuren, doch auch die verschwinden ganz sicher, wenn man in die Nähe einer Mautstelle kommt.

Es gibt auch mindestens einen Abschnitt bei Santiago, wo die Fahrradbenutzung offiziell verboten und trotzdem ohne Alternative ist: Vom Flughafen bis zum Stadtteil Pudahuel. Es ist nur reichlich ein Kilometer, doch dabei sind zwei Kleeblattkreuzungen und eine Mautstelle. Auch die Mautkassierer und die Polizisten wissen das und schicken einen auf Nachfrage in die entsprechende, weil einzige Richtung.
Falk, SchwLAbt
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#1251083 - 27.11.16 09:32 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: Uwe Radholz]
Frankenradler
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 248
In Antwort auf: Uwe Radholz

Lettland

Im Großraum Riga bin ich zweimal über die Autobahn gefahren. Beim zweiten Mal an gelangweilten Polizisten, die an einer Tankstelle standen, vorbei. Aber die wollten vielleicht bloß nicht aussteigen.



ich ergänze: Litauen (2014)
Auf dem Weg nach Kaunas habe ich von Süden her die Landstraße 130 genommen , bin aus Versehen auf die Autobahn A5 gekommen. Beim nächsten Rasthaus nach dem Weg gefragt und zurückgeschickt worden: nach 700 m kommt ein Feldweg, den musst Du nehmen, dann kommst Du in die Innenstadt - Bei der Fahrt von Kaunas nach Rumsiskes von den Leuten an der Tankstelle auf die Autobahn geschickt worden, die normale Straße sei zu schlecht. Das waren um die 20 km, einmal vom Polizeifahrzeug überholt worden, keine Reaktion.

Gruss Gerhard
Safari njema (Kisuaheli: Gute Reise)
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#1251086 - 27.11.16 09:37 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: Toxxi]
AndreMQ
Nicht registriert
Ja, wahrscheinlich bestimmt letztlich die einheimische Nachfrage bzgl. Radinfrastruktur, was vorhanden ist. Also in NL sehr viel, aber auch mit Abstrichen in DE, FR, OE, ..... ebenfalls. Politisch gibt es da zur Zeit durchaus überall Rückenwind. Wenn es in Ländern keinen einheimischen Bedarf für überregionalen Radverkehr gibt (und das ist weltweit die Regel!), dann ist dort auch keine entsprechende Infrastruktur. Auf das stößt der nicht ins Konzept passende Reiseradler und wird dann irgendwie als "Notfall" mit jeweils lokaler Kreativität "eingegliedert".
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#1251096 - 27.11.16 11:02 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: mgabri]
irg
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abwesend abwesend
Beiträge: 6258
Hallo!

In Antwort auf: mgabri
In Antwort auf: irg

Wie jemand darauf kommen kann, in Slowenien und Kroatien auf der Autobahn radeln zu wollen, verstehe ich nicht.

Er will im Januar durch, da ist die Sorge berechtigt daß er im Schnee steckenbleiben könnte.


Schon klar. Ich bin mir aber sicher, dass ich, wenn es Schneefahrbahn gibt, hier wie dort stecken bleibe. Das das aber normaler weise nur kurze Zeit stattfindet, ist es das Einfachste, einen Tag zu warten und dann weiter zu fahren. Meistens reicht das.

lg!
georg
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#1251111 - 27.11.16 12:10 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: irg]
ride4plov
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 42
Unterwegs in Deutschland

Okokok :), vielen DANK erstmal schmunzel Ich werde es einfach mal probieren, falls das Wetter oder sonstiges mir keine andere Möglichkeit lässt auf ruhigeren Straßen zügig voran zu kommen! Schlimmer als wie von Volokolamsk nach Moskau auf der Autobahn dieses Jahr kann es ja nun auch nicht sein schmunzel ...

.. Ach und nochwas: Ratet Ihr mir zu Spike-Reifen oder sonstiges spezial VBL Equitment, wenn ich es eigentlich vermeiden will im Winter im Schnee zu fahren (manchmal es dann auch aussitzen werde) und dafür lieber Verkehr auf hoffentlich geräumten Straßen in Kauf nehme?
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#1251112 - 27.11.16 12:11 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: ride4plov]
tirb68
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
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Unterwegs in Spanien

In Spanien gibt es viele Autobahnen, auf denen es erlaubt ist, weil dort die Autobahnen über die Landstraßen gebaut wurden. Es gibt sogar extra Abbiegeoptionen zwischen den Autobahnkreuzen für Radler, Mofas und Pferdefuhrwerke.

Das trifft jedoch nicht auf alle Autobahnen zu. Sobald es Alternativen gibt, ist es verboten. Weiterhin gilt Helm- und Warnwestenpflicht außerhalb geschlossener Ortschaften wie überall auf dem Spanischen Festland.

Spass macht es nicht, in Spanien auf der Autobahn zu fahren, aber ein Erlebis ist das auf alle Fälle, vor allem wenn es zügig über viele Kilometer bergab geht, z.B. in Richtung Gibraltar.
Zurück haben wir zur Autobahnvermeidung den Bus genommen, berghoch durch die Abgase wollten wir uns nicht antun.
Der normale Tropfen macht das schon und fließt mit den anderen in den Wasserkopf der Nation.
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#1251114 - 27.11.16 12:45 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: tirb68]
Barfußschlumpf
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#1251125 - 27.11.16 13:32 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: Barfußschlumpf]
tirb68
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
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Unterwegs in Spanien




??? Was möchtest Du mit dem Bild sagen?
Dort wo wir unterwegs waren, gab es eine Art Radweg zur anderen Autobahn, der nur für Fahrräder, Mofas und Pferde ausgeschildert war. Leider habe ich das nicht fotografiert. DAs muss irgendwo kurz vor Gibraltar gewesen sein.
Der normale Tropfen macht das schon und fließt mit den anderen in den Wasserkopf der Nation.
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#1251130 - 27.11.16 14:02 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: tirb68]
Barfußschlumpf
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Natürlich was Unanständiges um dein schönes Post zu kompromittieren unschuldig
Das ist eine Autobahn bei Madrid (also nicht Gibraltar, siehe Beschilderung), und auf der muss ma radeln, um irgendwo hinzukommen, eine andere Straße gibts nicht mehr. Geht aber einwandfrei. Hab oben schon was zum Verkehr geschrieben.
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#1251142 - 27.11.16 14:57 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: Barfußschlumpf]
Falk
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Blaue Wegweiser sind die mit öffentlichen Mitteln gebauten »autovías«, gerne unter EU-Ägide unter Nutzung des Planums von National- oder Provinzialstraßen. Dann ist die Nutzung mit Nicht-Kfz kaum zu verbieten, obwohl es doch versucht wird. Mir ist sowas erst vor zwei Jahren wieder bei Huesca vor die Nase gekommen. Die grün signalisierten und mautpflichtigen, weil auf Rechnung von Privatunternehmen gebauten »autopistas« sind mit in Spanien dagegen noch nicht als alternativlose Strecke untergekommen und wohl auch offiziell fahrradverboten. Der Unterschied zwischen grün und blau ist bei spanischenen Wegweisern wirklich wichtig, es ist erstaunlich, wie oft der untergeht (oder untergegangen wird).
Falk, SchwLAbt
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#1251148 - 27.11.16 15:24 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: Falk]
Barfußschlumpf
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Oben schrieb ich völlig zutreffend von Autobahnen unterschiedlicher Ordnung.
Fehlgehen kann man kaum, an den für Fahrrädern gesperrten Fernschnellstraßen sind Verbotsschilder an der Einfahrt in groß.
Im übrigen bin ich auch schon in Portugal verbotswidrig auf der Autopista gefahren, aber manchmal gehts eben nur so. Ich mach das vielleicht n paar hundert Meter, nicht als abendfüllendes Rennen.
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#1251150 - 27.11.16 15:30 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: Barfußschlumpf]
Keine Ahnung
Moderator
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In Antwort auf: Barfußschlumpf

Das ist eine Autobahn bei Madrid (also nicht Gibraltar, siehe Beschilderung), und auf der muss ma radeln, um irgendwo hinzukommen, eine andere Straße gibts nicht mehr. Geht aber einwandfrei. Hab oben schon was zum Verkehr geschrieben.


Welche Autobahn ist das? Es gibt doch um Madrid herum viele Straßen. Ich kann gar nicht glauben, dass es zu der Autobahn keine Alternative geben soll, lasse mich aber gerne eines Besseren belehren zwinker
Gruß, Arnulf

"Ein Leben ohne Radfahren ist möglich, aber sinnlos" (frei nach Loriot)
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#1251156 - 27.11.16 16:36 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: Keine Ahnung]
Barfußschlumpf
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Beiträge: 3334
Hier habe ich was dazu geschrieben.
Santo Tomé an der Sierra de Guaderama.





*
Da ich Fernteilnehmer am Mäusekino bin, lassen meine Beiträge z.Z. vielleicht etwas an argumentativer Brillanz vermissen.
Zwischendurch mache ich eine Radtour.
Die Teilnahmebereitschaft ist jedoch voll gegeben.
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#1251171 - 27.11.16 17:31 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: ride4plov]
HyS
Mitglied
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Beiträge: 14163
Hi,

egal ob man es darf oder nicht: wenn die Autobahn wie eine Autobahn benutzt wird (viele Verkehr, hohe Geschwindigkeit) dann ist es eine Qual und jede Schotterpiste die bessere Alternative.
Allenfalls in Entwicklungsländern kann man gut Autobahn fahren, weil dort oft kaum Verkehr drauf ist.
Mich hat die legale Befahrung einer Autobahn in Australien (trotz Tempolimit) sehr genervt, das kann ich deshalb nicht empfehlen.
*****************
Freundliche Grüße
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#1251172 - 27.11.16 17:34 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: ride4plov]
mgabri
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 9334
In Antwort auf: ride4plov

.. Ach und nochwas: Ratet Ihr mir zu Spike-Reifen oder sonstiges spezial VBL Equitment, wenn ich es eigentlich vermeiden will im Winter im Schnee zu fahren

Spikes braucht man nur für vereiste Wege. Schnee und Matsch gehen auch mit einigermaßen profilierten Reifen gut. MTB-Trekkerreifen machen im Schnee eine gute Figur.
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#1251175 - 27.11.16 17:39 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: HyS]
Thomas1976
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Es gibt Situationen da muss man Schnellstraßen/Autobahnen in Anspruch nehmen.

Auf dem Weg zu Flughafen nach Sevilia habe ich keine Alternative gefunden, bzw. die Alternative führte durch militärisches Sperrgebiet.

Nervig war es in der Tat.

In Südkorea sind wir ca. 20km auf Autobahn gefahren, mit Begleitschutz grins

In Kanada in diesem Herbst sind wir auch ca. 60km auf der Autobahn gefahren und haben das "Radfahrer verboten" ignoriert.
Alternative wäre ein Umweg von ca. 100km gewesen und vermutlich das Verpassen des Rückfluges. Öffentliche Verkehrsmittel nach Toronto wo wir auch die Räder hätten mitnehmen können, gab es nicht.

Was ich sagen will, es gibt Situationen da geht es nicht anders. Schön ist es aber definitiv nicht, auch wenn ich sehr verkehrsresident bin.
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#1251178 - 27.11.16 17:47 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: HyS]
Falk
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Zitat:
egal ob man es darf oder nicht: wenn die Autobahn wie eine Autobahn benutzt wird (viele Verkehr, hohe Geschwindigkeit) dann ist es eine Qual und jede Schotterpiste die bessere Alternative.

Das ist so allgemein ausgedrückt falsch. Es gibt kaum eine breitere und bessere Fahrmöglichkeit als eine Autobahn-Standspur. Wirklich problematisch sind die Anschlussstellen und da insbesondere die Verzögerungsspuren und das eigenartigerweise vor allem dann, wenn deutsche Kraftfahrzeugführer mit dominantem Hilfssheriffgen ins Spiel kommen.
Gerade die als »via de servicio« ausgeschilderten Baustraßen seitlich von spanischen Autobahnen sind schon wegen ihres kunstbauarmen Reliefs und der ruppigen Oberfläche höchstens ein paar Kilometer als Alternative nutzbar. Nach vielleicht zehn Kilometern war ich jedesmal breit.
Falk, SchwLAbt
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#1251194 - 27.11.16 18:44 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: HyS]
Flexxi
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In Antwort auf: HyS
egal ob man es darf oder nicht: wenn die Autobahn wie eine Autobahn benutzt wird (viele Verkehr, hohe Geschwindigkeit) dann ist es eine Qual und jede Schotterpiste die bessere Alternative.

Ich war jetzt 2 Wochen im Oman unterwegs. Die meiste Zeit bin ich auf gut befahrenen Bundesstraßen/Autobahnen gefahren und kann das so nicht bestätigen. Die Geräuschkulisse kann einem mit der Zeit auf den Senkel gehen, aber ich empfand es nicht als Qual.
Im Stadtgebiet von Maskat bin ich Stellenweise lieber Highway gefahren, da ich auf dem Randstreifen mehr Sicherheitsabstand hatte, als auf den Nebenstraßen und die Wegfindung einfacher war.
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#1251200 - 27.11.16 19:27 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: ride4plov]
irg
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Hallo!

In Antwort auf: ride4plov
.. Ach und nochwas: Ratet Ihr mir zu Spike-Reifen oder sonstiges spezial VBL Equitment, wenn ich es eigentlich vermeiden will im Winter im Schnee zu fahren (manchmal es dann auch aussitzen werde) und dafür lieber Verkehr auf hoffentlich geräumten Straßen in Kauf nehme?



Ohne Kristallkugel ist schwer zu sagen, was dich im Jänner erwartet. Vielleicht hast du auf deiner gesamten Fahrt trockene Bedingungen, dann lachst du über alle Unkereien und Vorsichtsmaßnahmen. Vielleicht ersäufst du dermaßen im Schnee, dass du sogar über einen längeren Abschnitt in den Zug steigst. (Zweiteres ist ziemlich unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich.) Wahrscheinlich werden sich die Bedingungen zwischen den Extremen abspielen.

Ich habe einmal eine Radtour um Allerheiligen durch Slowenien gemacht. Zu Beginn bin ich sogar ein Stück im T-shirt geradelt, bei meiner letzten Übernachtung ist mir das Wasser in der Flasche im Zelt eingefroren. Da hatte es -8°. Wenigstens hat es so gut wie nicht geschneit, die Straßen waren alle trocken und daher eisfrei. Damals war es mit normalen Sommerreifen am MTB recht gut möglich bei winterlicher Kälte zu radeln.

Diese Woche hat es mir beim Bergauffahren auf einer feuchten Straße das Hinterrad seitlich weg gezogen, weil die Haftung schon sehr gering war. Das waren eindeutig Plusgrade, und gerutscht ist ein Sommerreifen.

Ich weiß nicht, wie du über die Alpen kommen willst. Slowenien, noch das nördlichste und wahrscheinlich kälteste Land auf deiner Route, ist schnell passiert, danach kommst du in gemäßigtere Gegenden, so lange du nicht größere Höhen aufsuchst. Wenn du auch in Slowenien eher in den Tälern bleiben willst, könntest du versuchen, ob du mit Sommerreifen durch kommst. Sicherer in mehrfacher Hinsicht dürfte sein, Winterreifen zu verwenden.

Spikes würde ich dabei weg lassen. Die kosten dich sehr viel Kraft, da ist es gescheiter, den einen oder anderen Tag vielleicht zu pausieren oder notfalls ein exponiertes, besonders rutschiges Stück bergab zu schieben. Winterreifen haben den großen Vorteil, dass sie aufgrund der Gummimischung, die den Temperaturen angepasst ist, weit besser haften als auch die weichsten Sommerreifen. Das macht sich schon bei leicht feuchtem, kalten Untergrund stark bemerkbar. Ich fürchte in diesem Zusammenhang weniger deine Fahrkünste. Du kannst die Grenzen deiner Reifen gut einschätzen, wenn jemand anderer blöd fährt, kannst du aber leicht einmal mehr Spielraum brauchen, um einen Sturz zu vermeiden.

lg!
georg
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#1251204 - 27.11.16 19:47 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: HyS]
Barfußschlumpf
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In fernen Ländern gibt es oft einfach keine Alternative zur Schnellstraße. Eine Sandpiste kann ich mit meinem billigen Fahrrad nicht fahren, wenn 35 kg Gepäck drauf sind. Dafür braucht man ein 4WD-Rad. Die Autobahn ist dafür anderswo nicht so stringent wie an der A5 im Badischen. Sie führt durch Orte oder hat Bushäuschen, die man durch Waten im Dreck erreicht.

Vor einigen Wochen war ich gezwungen den Desert Highway in Jordanien zu fahren, weil es die einzige fahrbare Straße nach Aqaba ist. Es gibt da nix anderes. Eine lebensgefährliche Truckpiste, wie es da zugeht, können sich die alles wissenden und totquatschenden Wellnessradler nicht vorstellen. Brauchs gar nicht erst zu beschreiben. Baulich kein Vergleich mit der A5.
Wäre um wenige Meter vom rasenden Ölwagen zu Matsch gefahren worden, was hier viel Jubel ausgelöst hätte. 2 Etappen Desert Highway von 1600 auf 0 Meter.
Habs trotzdem genossen. Gegrillt auf der Standfahrspur. Alternative: Kamehl.
Gibt übrigens eine Vielzahl von Polizeicheckpoints auf solchen Pisten. Wenn Visum und Fahrtzielangabe stimmen, sind die immer total begeistert vom Radreisen.

Also Autobahnradler, da könnt ihr euch mal ausleben, aber schneller als ihr guggn könnt, seid ihr zur Randstreifenkatze plattgewalzt.
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#1251214 - 27.11.16 20:40 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: Barfußschlumpf]
Keine Ahnung
Moderator
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In Antwort auf: Barfußschlumpf

Wäre um wenige Meter vom rasenden Ölwagen zu Matsch gefahren worden, was hier viel Jubel ausgelöst hätte.


Du magst im Forum Mitglieder finden, die Du vielleicht nicht zu Deiner Fangemeinde zählen darfst. Die Unterstellung, dass es hier Leute geben sollte, die derart niederträchtige Gedanken hegen würden, ist aber recht beleidigend!
Gruß, Arnulf

"Ein Leben ohne Radfahren ist möglich, aber sinnlos" (frei nach Loriot)
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Off-topic #1251220 - 27.11.16 20:58 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: Keine Ahnung]
Barfußschlumpf
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Hier darf ich anmerken, daß die niederträchtigen Gedanken der Teilnehmer, die mir so zu Gehör gebracht werden, recht pointiert ausgeführt sind.

Aber so ist es eben:
Wer handelt, exponiert sich.
Meiner Tatkraft wird dies keinen Abbruch tun.
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#1251304 - 27.11.16 23:54 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: ride4plov]
Pepin
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 85
Unterwegs in Chile

In Antwort auf: ride4plov
Hi, in welchen Ländern Europas darf man auf der Autobahn radfahren? Mich interessieren vor allem Länder wie Kroatien, Bulgarien, Slovenien, Türkei usw schmunzel

Besten Dank


In der Türkei kein Problem. War dort viel auf der Autobahn unterwegs.
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Gruß Pepin
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Off-topic #1251308 - 28.11.16 00:18 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: ride4plov]
iassu
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anwesend und zufrieden anwesend
Beiträge: 24282
Ich habs schon zweimal getan.

Das erstemal war das nulltemal, als Tatsache, gewollt wars das erstemal. Denn bei Mestre, von Süden kommend, muß man, so man gen Venezia weiterradeln will, bereit sein, auf eine leibhaftige Autostrada zu fahren. Der innere Entschluß, kriminell zu werden, ist also Voraussetzung fürs Nichtumkehren, was dort auch eher Harakiri bedeuten würde. Daß nur drei Meter vor der eigentlichen Kraftfahrstraße doch noch eine erlaubte Straße abbiegt, kann man vorher nicht wissen.

Das richtige Erstemal spielte sich an einem unschuldigen Sonntagmorgen, also kurz nach Mitternacht um 10:30 auf einem neuen Autobahnabschnitt nördlich von Kalamata ab, der mir, da nur mit detektivischem Spürsinn als befahren identifizierbar, allzu verlockend schien, allfällige Kurven in horizontaler und vertikaler Form umgehen zu können.

Nach etwa 15 km, während welcher keinerlei Zwischenfälle zu vermelden waren, klopfte indes das schlechte Gewissen des wohlerzogenen Staatsbürgers dermaßen unüberhörbar an, daß ich eine Mautstelle nutzte, um auf die begleitende Serviceroad auszuweichen, die mich alsbald durch farbige Dörfer führte und mit lustiger Freiluftvierbeinerbevölkerung erfreute.

Das Zweitemal war meiner Ungeduld und Vernagelung im Bereich oberhalb Halswirbelsäule zu danken, als ich, von Süden kommend, nach Verona einzupromenieren gedachte und den einzig richtigen Hinweis auf das Örtchen Dossobuono dahingehend interpretierte, daß er nicht zielführend sei. Es folgten 10 km reinrassige Autobahnfahrt, wieder an einem Sonntag, mir ist nur ein hupender Cinquecento in Erinnerung.

Das Fahren auf dem breiten Standstreifen empfinde ich als den Inbegriff des Sicherheitsgefühls, wenn schon Hör- und Sicht- und Geruchskontakt zu anderen Kraftfahrzeugen unvermeidlich ist. Jedenfalls 1000mal besser als kleine gelbe Sträßchen auf Wällen mit starkem Seitenwind und gestreßtem LKW Verkehr.

Wenn das erlaubt wäre, würde ich zur Überbrückung größerer Distanzen ausschließlich autobahnradeln.

Das Ausweichen auf strade di servizio ist zwar nett, was ich mitgekriegt habe, auch keinesfalls mit Schotterfreuden verbunden und abwechslungsreich, denn man muß bei jeder Ausfahrt ein paar aufweckende Höhenmeter und tollkühne Seitenwechsel mit einkalkulieren.

Es kann hingegen auch, wie zwischen Brindisi und Bari, dazu führen, daß man in einem die Autobahn huldvoll in die Flächenzange nehmenden Ferienresort landet, dessen Durchradeln jedenfalls definitiv erheblich verbotener ist, als das Ausweichen auf die böse Autobahn für 3 km.

Achja, womit wir bei meinem Drittenmal wären. Das hatte ich ganz vergessen.
Gruß Andreas
Onkel Ju 2

Geändert von iassu (28.11.16 00:26)
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#1251312 - 28.11.16 00:25 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: ]
Langhals
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Beiträge: 147
In Antwort auf: AndreMQ
Ja, wahrscheinlich bestimmt letztlich die einheimische Nachfrage bzgl. Radinfrastruktur, was vorhanden ist...........

Das ist eher sehr unwahrscheinlich.
Der Bau von Radwegen folgt fast immer sukzessive dem Ausbau der Verkehrsanlagen für KFZ.
In D ab ca. 1930, damit die lästigen Radfahrer den KFZ-Verkehr auf Fahrbahnen nicht stören.
Im Baltikum und vielen anderen ehemaligen zum Ostblock gehörigen Ländern gab es bis zur Perestroika sehr wenig Autos, dementsprechend auch wenig gut ausgebaute Straßen. Es war kein Problem auf diesen wenigen Fernstraßen mit dem Rad zu fahren.
Da sich der Straßenbau langsamer entwickelt hat, als der KFZ-Verkehr seitdem zugenommen hat, ist es nicht mehr unbedingt empfehlenswert diese Fahrbahnen mit dem Rad zu benutzen, aber es gibt leider (noch) kaum andere Straßen, die mit dem Rad gut zu befahren sind.
Gute Reise
Gruß Langhals
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#1251337 - 28.11.16 06:58 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: Barfußschlumpf]
Hansflo
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 3594
In Antwort auf: Barfußschlumpf
... was hier viel Jubel ausgelöst hätte.


Ich fürchte, du überschätzt dich und wie ernst du als GRÖBAZ genommen wirst.

H.
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#1251385 - 28.11.16 11:55 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: Barfußschlumpf]
alder
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Beiträge: 225
In Antwort auf: Barfußschlumpf
Vor einigen Wochen war ich gezwungen den Desert Highway in Jordanien zu fahren, weil es die einzige fahrbare Straße nach Aqaba ist. Es gibt da nix anderes. Eine lebensgefährliche Truckpiste, wie es da zugeht, können sich die alles wissenden und totquatschenden Wellnessradler nicht vorstellen.
Wäre um wenige Meter vom rasenden Ölwagen zu Matsch gefahren worden, was hier viel Jubel ausgelöst hätte. 2 Etappen Desert Highway von 1600 auf 0 Meter.
Habs trotzdem genossen. Gegrillt auf der Standfahrspur. Alternative: Kamehl.
Gibt übrigens eine Vielzahl von Polizeicheckpoints auf solchen Pisten. Wenn Visum und Fahrtzielangabe stimmen, sind die immer total begeistert vom Radreisen.

Also Autobahnradler, da könnt ihr euch mal ausleben, aber schneller als ihr guggn könnt, seid ihr zur Randstreifenkatze plattgewalzt.


Ich bin die Strecke von der Du sprichst 2x geradelt (2007 nur bis Ma´an weil ich dann Richtung Saudi gefahren bin) und 2014. An der Strecke sehe ich absolut nichts spektakuläres - ist im Gegenteil aus meiner Sicht relaxt zum fahren da genügend Platz vorhanden ist um sich im Zweifelsfall in Sicherheit zu bringen.

In Antwort auf: Barfußschlumpf
... was hier viel Jubel ausgelöst hätte.
Ich fürchte, du überschätzt dich und wie ernst du als GRÖBAZ genommen wirst.
Also ich hab auch Syrien und Jordanien als Länder in Erinnerung in denen ich als Radfahrer sehr positiv und überschwänglich angenommen wurde.
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#1251395 - 28.11.16 12:43 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: alder]
Barfußschlumpf
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Ich fordere ja jeden Widerspruch heraus.

Der Desert Highway ist eine überaus unrelaxte Schnellstraße, da das Bankett separat 5-10 cm unter der gefährlich glatten Fahrbahn angelegt ist und dauernd mit dieser Stufe in die Fahrbahn wechselt bzw. neu abgesetzt ist. Oft ist das Bankett auch schlechterdings versandet / verkiest. Die LKW nutzen es zahlreich als Kriechspur, so langsam, daß man als Radfahrer das Vergnügen hat, auf der stark beschädigten und trotzdem schlecht griffigen Hauptfahrbahn die Kriecher und auch zahlreiche gestrandete LKW zu überholen, während von hinten in unglaublicher Raserei gigantische Schwerfahrzeuge ranrasen, die extrem starke Hörner geben, aber weder bremsen noch ausweichen. Es gilt das Recht des Stärkeren.

Alle Brücken auf der Wüstenstrecke sind als Verengung auf 2 schmalere Spuren ohne Rand ausgelegt aus Sparsamkeit. 2 rasende Trucks kommen vielleicht grade drüber mit 100 cm Abstand, aber Platz für die gefährliche Brückenpassage mit Fahrrad auf völlig zerholpertem Überbau, der zu Tempo 0 zwingt, ist nur, wenn man sicher ohne Kraftverkehr drüber kommt.
Es sind Dinge, die sich hier keiner vorstellen kann.

Außerdem sind die seitlichen Ein- und Ausfahrten mit dem dortigen LKW-Fahrstiel wirklich ein Problem und ich könnte auf relaxen in dieser Form absolut verzichten.

Auch wurde ich von vorbeifahrenden Autos in vollem Autobahntempo mit Gegenständen beworfen, weil die das ebenso lustig finden, wie wenn ich hier in einem weißen Beitrag als Gröfaz Komplimente bekomme.
Unter anderem bekam ich eine mit gut 60 - 70 kmh beschleunigte 1,5-Liter-Wasserflasche in den Rücken geschmissen.
Habe es aber überlebt.

Der Wellness-Highway, den du beradelt hast, ist wahrscheinlich der Kings Way, eine Art Bundesstraße mit unterschiedlichem Ausbau durch die Berge, der bei Radlern sehr beliebt ist.
Der Kings Way mündet ca. 100 km vor Aqaba in den Desert Highway und dann fängt das Schlamassel an.



*
War einige Jahre auf der A5 im adminstrativen Straßenbetrieb, kenne mich auf der Autobahn aus, danke.
Ihr braucht das übrigens nicht zu verhöhnen.
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#1251399 - 28.11.16 13:04 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: Barfußschlumpf]
alder
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Beiträge: 225
Wenn ich Desert Highway schreibe dann meine ich die 15. Die 35 (Kings Way) bin ich noch nie gefahren zu der kann ich nicht sagen. Es gibt auch noch die Option die 65 an der jüdischen Grenze entlang zu fahren die auch absolut relaxt zu fahren ist.
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#1252208 - 01.12.16 08:51 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: alder]
ride4plov
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Themenersteller
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Beiträge: 42
Unterwegs in Deutschland

Ok, danke nochmals an der regen Diskussionsteilnahme. Um vielleicht doch ein wenig konkret zu werden, hier ein paar Worst-Case-Autobahn Situationen auf denen ich zur Not fahren würde. Vielleicht weiß dazu jemand aus Erfahrung konkret, ob erlaubt/geduldet oder NoGo schmunzel

Türkei: E 80 Istanbul - Bulgarische Grenze
Bulgarien: A4,A1 Richtung Sofia
Serbien: A1/E 75 Richtung Belgrad
Ungarn: E 75 Richtung Budapest, E 71 Richtung Zagreb
Kroatien: E 70 Richtung Zagreb

Besten Dank
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#1252212 - 01.12.16 09:12 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: ride4plov]
martinbp
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In Ungarn ist Radeln auf der Autobahn generell nicht gestattet und wird auch nicht praktiziert. Die Autobahnen tragen eine Bezifferung, die mit M anfängt, so ist z.B. die E75 in Ungarn die M15 / M1 Autobahn.

Auch auf vielen Abschnitten der einstelligen (und auch manchmal der mehrstelligen Fernstraßen -Bezifferung ohne M) ist Radfahren nicht erlaubt.
Wenn es parallel dazu eine Autobahn gibt, ignoriere ich manchmal das Verbotsschild, (z.B. zwischen Százhalombatta und Ercsi bzw. Dunaújváros und Dunaföldvár auf der Fernstraße 6) wenn der Umweg zu groß wäre. Aber das ist dann meistens am Sonntag, wo keine Schwerlaster fahren dürfen.Oft gibt es jedoch eine kaum längere Alternative auf verkehrsarmen Straßen.

Die Autostraßen 4 und 8 würde ich aber auf alle Fälle vermeiden, auch wenn es keine vernünftige, ähnlich kurze Alternatívstrecke gibt.

VG aus Budapest
Martin
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#1252214 - 01.12.16 09:33 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: ride4plov]
mgabri
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Beiträge: 9334
Auf der E80 war ich mehrfach unterwegs. Die ist halt stark befahren, aber verjagt hat mich keiner. Bulgarien war auch möglich, hat aber keinen Spass gemacht.
In Serbien ists glaub ich auch verboten, allerdings kümmert es dort nicht besonders. Wir sind mal über die Autobahn mangels Alternative eingereist. Kommentar der Grenze war 'gute Reise'.
Ungarn ist übel. Dort herrscht Warnwestenpflicht und man hat uns auf dem kurzen Stück von der rumänischen Grenze nach Szeged angehalten und wollte uns auf ne Sandpiste vertreiben. Ungarn fällt für mich als Reiseland raus.
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#1252344 - 01.12.16 17:05 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: ride4plov]
irg
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abwesend abwesend
Beiträge: 6258
Hallo!

Jeder, wie er mag.

Aber: Wie du auf die Idee kommst, von Bulgarien nach Belgrad auf der E 75 auf der Autobahn zu fahren, ist mir ziemlich unerklärlich. Es gibt überall im Bereich der Autobahn die alten Bundesstraße, die ist ruhiger und im Winter sicher genau so gut geräumt, wenn es Schneefahrbahn geben sollte.


Ich vermute, dass du die Strecke Nis-Belgrad meinst, oder? Weiter im Süden , etwa zwischen Leskovac und Bujanovac wird noch eifrig an der Autobahn gebaut, es wird aber nach wie vor nicht alles fertig sein. (Gleiches gilt für weite Bereiche in Mazedonien.) Da landest du ohnehin entweder auf der Bundesstraße (mit dem Radl mehr als unlustig), oder auf der parallelen Nebenstraße durch die Dörfer. Zweiteres würde ich klar vorziehen.

Was Polizisten in Serbien genau sagen, wenn sie dich auf der Autobahn finden, kann ich dir aus eigener Erfahrung nicht sagen. Ich kenne die Strecke vom Fahren mit dem Wohnwagengespann. Bekannt ist, dass gegenüber Touristen in Autos "Null Toleranz" als Motto ausgegeben wurde, und dass die lieben Herren in Uniform nicht ungern ab und zu versuchen, auch einmal das eine oder andere Strafmandat für die eigene Tasche zu kassieren. In Serbien habe ich das noch nicht selbst erlebt, im serbischen Teil von Bosnien schon. Dabei werden auch ab und erfundene Tatbestände benützt, wie mir Camperkollegen glaubhaft berichtet haben. Das klingt nicht gerade nach einem guten Grund, die Autobahn ohne gewichtigem Grund mit dem Radl zu benützen.

lg!
georg
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#1252346 - 01.12.16 17:24 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: irg]
AndreMQ
Nicht registriert
Die Haltung ist etwas verwunderlich: Beschwerde, dass in Ländern die Verkehrspolizei die auch in DE bekannte Regel "Radverkehr auf Autobahnen verboten" durchsetzt? Ich stelle mir gerade vor, bundesdeutsche Autobahnen und deren Kreuze werden von Reiseradlern bevölkert verwirrt Vermutlich kann DE auch durch OE ersetzt werden und die dortige Verwunderung wäre sehr ähnlich verwirrt
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#1252347 - 01.12.16 17:49 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: mgabri]
Sickgirl
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Beiträge: 6483
In Frankreich ist auch Warnwestenpflicht, genauso wie in Frankreich muß die Weste nur nachts und bei schlechten Sichtverhältnisse getragen werden.
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Off-topic #1252350 - 01.12.16 18:04 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: Sickgirl]
martinbp
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Beiträge: 2858
Hallo Ulrike!
wenn du dich auf Ungarn beziehst, wäre korrekter: außerhalb geschlossener Ortschaften und nachts bzw. bei schlechten Sichtverhältnissen.

Wie das Wörtchen "und" zu interpretieren ist, da scheiden sich die Geister.

Ich für meinen Teil trage tagsüber normalerwiese keine Warnweste, höchstens, wenn ich mich auf Straßen bewege, die eigentlich für Radfahrer gesprerrt sind. Nachts innerhalb von Budapest auch nicht. In den fast 30 JAhren, in denen ich hier lebe, hat mich noch nie ein Polizist auf die fehlende Warnweste angesprocchen, ein-zwei oberlehrerhafte Auto-oder Radfahrer hingegen schon.

Das, was Mgabri angesprochen hat, dass es manchmal keine vernünfige Alternative zu einer Straße mit Radfahrverbot gibt, ist hingegen wirklich ärgerlich.

VG aus Budapest
Martin
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#1252364 - 01.12.16 19:39 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: Sickgirl]
mgabri
Mitglied
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Beiträge: 9334
In Antwort auf: Sickgirl
In Frankreich ist auch Warnwestenpflicht, genauso wie in Frankreich muß die Weste nur nachts und bei schlechten Sichtverhältnisse getragen werden.

Es war sonniger Nachmittag. Sorry. Die Scheriffs waren zwar freundlich, aber sie haben uns trotzdem abgepasst. Sowas hatte ich in den Nachbarländern eigentlich nie.
Die Radverbotsschilder hatte es schon vor 16 Jahren auf den größeren Straßen. Das ist alles nicht seit gestern.
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#1252368 - 01.12.16 19:46 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: mgabri]
Sickgirl
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abwesend abwesend
Beiträge: 6483
Dann haben die Sheriffs aber leider keine Kenntnis über die aktuelle Gesetztlage, Martin hat es ja auch geschrieben und dürfte es ja als Einheimischer ja wissen.

Straßen die explizit für Radler gesperrt sind habe ich auch schon in Slowenien gehabt.
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#1252536 - 02.12.16 14:16 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: ride4plov]
Gerald H.
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 523
Hi,

Polen: hab das mal gemacht, von Osten nach Stettin rein (war aber am Sonntag und gestört hats auch niemanden). War eine echte Autobahn. Verboten hat es sich nicht angefühlt.

Spanien: Teneriffa

Iran: oft gar keine andere Möglichkeit
Gerald
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#1252620 - 02.12.16 23:11 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: mgabri]
Sonntagsradler
Mitglied
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Beiträge: 917
In Antwort auf: mgabri

Die Radverbotsschilder hatte es schon vor 16 Jahren auf den größeren Straßen.


Du meinst vermutlich die "roten Mercedessterne".

Daran bin ich bei meiner letzten Ungarn-Radtour beinahe verzweifelt.
Gefühlt halb Ungarn ist damit vollgepflastert. Alternativrouten oft Fehlanzeige.
Ist mir in dieser Extreme noch in keinem anderen Land begegnet.
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#1252622 - 03.12.16 00:03 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: Sonntagsradler]
iassu
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Tja, aus Radlersicht diesbezüglich offenbar eher ungern als Ungarn.....
Gruß Andreas
Onkel Ju 2
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#1252636 - 03.12.16 07:59 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: ride4plov]
wpau
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Beiträge: 176
Bei meiner Reise auf dem Eurovelo 1 in Portugal bei Vila Nova de Santo André.



Hier wird die Landstraße EN 261-5 zur A26-1 umgebaut. Die Weiterfahrt ist mit dem Radverbot, Fußgänger, Kühe ( können die das Zeichen verstehen? ) und Handwagen Schild untersagt. Die Umleitung führt durch den Ort. Nur im Ort gibt es keinen Hinweis für die Weiterfahrt nach Sines. Nach zwei Ehrenrunden im Ort habe ich an der Tankstelle zur A26-1 Auffahrt nachgefragt.

Die Servicekraft gab folgende Auskunft, "Die Autobahn kann bis zur nächsten Abfahrt mit dem Rad auf der Standspur benutzt werden. Dort dann über die Brücke fahren und dann führt eine asphaltierte Straße nach Sines. Die Baustraße wird erst im Anschluss der Autobahn Fertigstellung für die Radfahrer und Landwirtschaftlichen Fahrzeuge frei gegeben."

Die neue Straße erkennt man links neben der Gegenrichtung. Die Straße war frisch asphaltiert und auf diesem Abschnitt nach Sines überholte mich niemand und es kamen auch nur drei Autos in der Gegenrichtung entgegen und das auf 6,3 km Länge. schmunzel

P.S.: Nicht nur die erlaubte Weiterfahrt auf diesem Teilstück war unklar bezeichnet wie man sieht. Auch auf der Autobahn war die Sperrung der linken Spur mit den Spitzhüten vorher nicht angekündigt. Das führte wohl schon zu einem Unfall, wie man unschwer an der linken Leitplanke erkennen kann.
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#1252638 - 03.12.16 08:28 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: ride4plov]
grenzenlos
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In Albanien darf man, auch wenn die Schilder was anderes aussagen, durchaus per Fahrrad und auch mit Wanderwagen auf der Autobahn unterwegs sein lach

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#1252652 - 03.12.16 10:24 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: Gerald H.]
Toxxi
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In Antwort auf: Gerald H.
Polen: hab das mal gemacht, von Osten nach Stettin rein (war aber am Sonntag und gestört hats auch niemanden). War eine echte Autobahn. Verboten hat es sich nicht angefühlt.

In Polen ist es definitiv verboten.

Gruß
Thoralf
Meine Räder und Touren im Radreise-Wiki
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#1252653 - 03.12.16 10:27 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: Sonntagsradler]
Toxxi
Moderator Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 21579
In Antwort auf: Sonntagsradler
Daran bin ich bei meiner letzten Ungarn-Radtour beinahe verzweifelt.
Gefühlt halb Ungarn ist damit vollgepflastert.

Halb? erstaunt Für mich fühlte es sich eher wie 80% an... entsetzt

Hier der übliche Schilderwald in ganz normalen Dörfern und Kleinstädten (ich glaube, das ist in Vásárosnamény weit im Osten):



Speziell hinter der Kreuzung: Radverbotsschild auf der Straße, benutzungspflichter(?) Rad- und Fußweg, zusätzlich ein Mopedverbotsschild auf dem Bürgersteig...

Gruß
Thoralf
Meine Räder und Touren im Radreise-Wiki
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Off-topic #1252813 - 04.12.16 13:02 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: Thomas1976]
mille1
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Auch ich bin schon mal unfreiwillig auf einer Autobahn geradelt.
In Marseilles. Nach Marsilles kommt man leicht rein, aber schwer wieder hinaus(kann inzwischen anders sein, ist schon ein paar Jährchen her). Alles war angeschreiben, aber eben nur Autobahn, wie man in die nächste Ortschaft kommt, aber nicht. In Frankreich steht an jeder Autobahnzufahrt ein Fahradfahren-Verbotsschild. Aber eben an diesem einen Zubringer zur achtspurigen Autobahn aber nicht. Dier ersten Autofahrer haben wild gehupt. Danach hat sich keiner mehr dafür interressiert. Nach gefühlten 10 km(waren wahrscheinlich nur zwei)haben wir diese an der nächsten Ausfahrt wieder verlassen. Zum Glück gab es einen zwei Meter breiten Standstreifen. Die Stadtautobahn war so dicht befahren wie die A8 morgens um acht bei Stuttgart.
Das Wie verstehe ich, aber nicht das Warum....
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Off-topic #1252878 - 04.12.16 19:12 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: Sonntagsradler]
martinbp
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Bisher ist man in Ungarn davon ausgegangen, dass das Fahrrad benutzt wird, um innerorts zum ABC-Laden (heißen heute meist Coop) oder zur Kneipe zu radeln, deshalb hibt es innerhalb vieler Ort benutzungspflichtige Radweg auf dem Bürgersteig. Einer der ungarischen Radvereine setzt sich sogar dafür ein, dass noch mehr solcher Radwege angelegt werden. Der andere, wo auch ich Mitglied bin, ist dafür, solche Radwege abzuschaffen, oder zumindest keine neuen anzulegen. Da die kommunalen Selbstverwaltungen normalerweise vor dem Anlegen eines Radwegs eine Zustimmung von einem etablierten Fahrradverein einholen müssen, können sie sich auswählen, an wen sie sich wenden

Was das Mercedes-Schild betrifft: Der ungarische Radfahrerklub setzt sich intensiv dafür ein, diese unnötigen Radverbote abzuschaffen. Meist kann man auf solchen Straßen ganz gut radfahren, denn sie sind breit geug, dass PKW ohne Gefährdung überholen können.
DAs Radfahrverbot ist ein Überbleibsel aus der Zeit, als es in Ungarn nur eine Autobahn (von Budapest zum Balaton) gab und die einstelligen Fernstraßen entsprechend stark befahren waren. Heute gibt es oft parallel zu diesen Straßen eine Autobahn. Natürlich benutzen viel Autos dennoch die Fernstraße, um die Maut zu sparen, aber der Verkehr verteilt sich ja dennoch.
Allerdings gibt es eben viele Anti-Fahrrad-Lobby, das führt dazu, dass solche Straßen mal auf 5 km frei sind und dann kommt wieder so ein Schild. In Ermangelung einer Alternative hilft dann nur: Ignorieren. Wo allerdings keine parallele Autobahn vorhanden (dort würde ich das Schild nicht ignorieren)ist. da muss man sich auf größere Umwege einstellen.

VG aus Budapest
Martin
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Off-topic #1253421 - 07.12.16 18:25 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: martinbp]
Sonntagsradler
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Hallo Martin,

danke für die interessanten Hintergrundinformationen.

Etwas anderes als ignorieren des Radverbotes blieb mir auch nicht über.
Außer ein paar Hupkonzerten ist zwar nichts passiert.
Ein mulmiges Gefühl hatte ich aber trotzdem.

Kann mir gut vorstellen, daß der ungarische Radfahrerklub da richtig dicke Bretter bohren muß. Umso schöner zu hören, daß es Leute wie Dich gibt, die sich davon nicht abschrecken lassen.

An sich wäre Ungarn nämlich hervorragend für Familien-Radtouren geeignet.
Allein wenn ich an die saftigen Pfirsiche denke, die ich in der Nähe von Pécs frisch vom Baum kaufen konnte ....

Viele Grüße von der Isar an die Donau !

Andi

Geändert von Sonntagsradler (07.12.16 18:27)
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Off-topic #1253466 - 07.12.16 22:27 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: Sonntagsradler]
Toxxi
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In Antwort auf: Sonntagsradler
die ich in der Nähe von Pécs frisch vom Baum kaufen konnte ....

Klaufen? träller Das, was wir früher "sozialistisch umlagern" nannten? teuflisch
Meine Räder und Touren im Radreise-Wiki
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Off-topic #1253717 - 09.12.16 20:36 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: Toxxi]
Sonntagsradler
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Ne ne, mein lieber Toxxi,

die frischen Pfirsiche hab ich beim Eigentümer der Bäume gegen kleines Geld eingetauscht.
Ein guter Deal. Es waren die Besten, die ich in meinem bisherigen Leben gegessen habe.
Hab heute extra in meinem Fotoarchiv gekramt.

Tip an alle:
Falls Ihr mal ein einem Zaun mit dem Schild:
"Öszibarack arusitas" vorbeikommt, unbedingt anhalten und kaufen !





Weil ich grad dabei bin, noch ein paar Fotos mit den weniger erfreulichen Schildern von meiner Radtour in Ungarn.




...gerne auch innerorts.



Sechs Schilder für 10 Meter Radweg:



Trotzdem gibt es auch in Ungarn sportliche Herren, die sich den hohen Nutzwert des Fahrrades nicht madig machen lassen:



Ein angenehmes Wochenende wünscht

Andi
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#1256919 - 29.12.16 14:45 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: ride4plov]
bk1
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Es ist mehr eine religiös motovierte Regel, dass das in vielen Ländern verboten ist. Die Autobahnen sind eine Kultstätte des Raserkults und werden beschmutzt, wenn dort Radfahrer fahren.

Sicherheitstechnisch sind sie ziemlich sichere Straßen, sicherer als die meisten Straßen, die man stattdessen nehmen darf, weil es oft breite Randstreifen gibt und weil es nur sehr wenige Abfahrten gibt.

In vielen Ländern, einschließlich Deutschland, gibt es ganz normale vier-, sechs- oder achtspurige kreuzungsfreie Straßen ohne Fahrradverbot, die sich ganz normal und gut befahren lassen.

Ob es mehr Spaß macht, die nicht ganz sichere Alternativroute zu fahren, ist eine andere Frage. Die Wahl sollte man aber die Radfahrer selber treffen lassen und auf Verbote verzichten. Wenn eine Strecke für Radfahrer besonders gefährlich sein sollte, kann man sie mit einer Empfehlung für eine Alternativroute kennzeichnen. Das Risiko geht aber in jedem Fall ganz überwiegend von den Autos aus. Um die Sicherheit zu verbessern ist also nur ein Autoverbot auf der Strecke wirklich hilfreich.
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#1256920 - 29.12.16 14:51 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: mgabri]
bk1
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In Antwort auf: mgabri
Slovenien hat explizite Radverbotsschilder an der Autobahn. Ich denke aber daß du über die normlen Fernstraßen gut durchkommen wirst.

Slowenien hat tatsächlich ein relativ dichtes Nationalstraßennetz, aber die sind in sehr schlechtem Zustand. Mehr oder weniger ordentlich asphaltiert, meistens sehr schmal, meistens sehr viel länger, sehr viel bergiger und sehr schlecht ausgeschildert. Wie schon geschrieben, es macht sicher mehr Spaß, auf den Nationalstraßen zu fahren, es ist aber wohl nicht ganz so sicher und dauert auch etwas länger.
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Off-topic #1256921 - 29.12.16 14:52 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: bk1]
jutta
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Auch wenn DU 50 fährst, dürfte die Geschwindigkeitsdifferenz doch noch ziemlich groß sein.
Gruß Jutta
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#1256922 - 29.12.16 14:54 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: Toxxi]
bk1
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In Antwort auf: Toxxi
Ich kenne eins: Chile.
Das ist dort vollkommen normal.

Man wird in manchen Ländern angehupt, wenn man auf einer normalen vierspurigen Straße ohne Fahrradverbot fährt. In anderen Ländern, auch in Europa, ist es völlig normal. Das ist mir sympathischer... :-)
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#1256924 - 29.12.16 15:00 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: Uwe Radholz]
bk1
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In Antwort auf: Uwe Radholz
Im Großraum Riga bin ich zweimal über die Autobahn gefahren. Beim zweiten Mal an gelangweilten Polizisten, die an einer Tankstelle standen, vorbei. Aber die wollten vielleicht bloß nicht aussteigen.

Ich kann mich im Großraum Riga an keine Autobahn erinnern. Ich bin auf ganz normalen vier- und sechsspurigen kreuzungsfreien Straßen gefahren. Warum sollten die ein Fahrradverbot haben? Da sind auch viele andere Radfahrer gefahren und man hatte wohl in diesem Fall die vorhandene Straße vierspurig ausgebaut.

In Deutschland macht man das auch, z.B. zwischen Dortmund und Duisburg oder zwischen Kiel und Lüneburg und da verzichtet man dann einfach auf den Radverkehr. Ist sicher vorteilhaft für die inoffiziellen Lohnbestandteile der Politiker.
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#1256926 - 29.12.16 15:13 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: Sonntagsradler]
bk1
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In Antwort auf: Sonntagsradler
Du meinst vermutlich die "roten Mercedessterne".

Daran bin ich bei meiner letzten Ungarn-Radtour beinahe verzweifelt.
Gefühlt halb Ungarn ist damit vollgepflastert. Alternativrouten oft Fehlanzeige.
Ist mir in dieser Extreme noch in keinem anderen Land begegnet

Doch, die Niederlande haben davon wohl noch mehr als Ungarn.
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Off-topic #1256928 - 29.12.16 15:39 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: bk1]
nachtregen
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In den Niederlanden hat man allerdings wenigstens Alternativrouten.
--
Stefan
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Off-topic #1256931 - 29.12.16 15:46 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: nachtregen]
dhomas
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Ja, in Ungarn kann man quasi nirgends hinfahren ohne unglaublich weite (und holprige) Umwege in Kauf zu nehmen.
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#1256945 - 29.12.16 16:53 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: nachtregen]
bk1
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In Antwort auf: nachtregen
In den Niederlanden hat man allerdings wenigstens Alternativrouten.

Meistens ja. Aber davon scheint man auch wegzukommen. Der Tunnel unter der Schelde ist als vierspurige Kraftfahrstraße gebaut worden und man hat auf Radfahrer verzichtet bzw. verweist diffus darauf, dass sie ja Busse oder andere öffentliche Verkehrsmittel benutzen oder große Umwege fahren könnten. Für landwirtschaftlichen Verkehr ist eine Ausnahme beantragbar.
Meistens gibt es Alternativrouten, oft sind die schwierig zu finden, meistens sind sie länger und haben wesentlich mehr Ampeln. Ein niederländischer Radfahrer hat mir gesagt, dass man wegen dieser "Autoförderungsampeln" üblicherweise bei roten Ampeln mit vollem Tempo weiterfährt. Letztlich wird das Radfahren durch diese Alternativrouten gefährlicher. Niederländische Autofahrer sind noch aggressiver als deutsche Autofahrer, wenn es darum geht ihr Territorium durch Hupen zu verteidigen, auch dort, wo es ausnahmsweise mal kein Fahrradverbot gibt, was in den Niederlanden bei größeren Straßen sehr sehr selten ist.
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Off-topic #1256951 - 29.12.16 17:02 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: Sonntagsradler]
Uwe Radholz
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Gefühlt, gezählt habe ich es natürlich nicht, war Ungarn das Land mit den meisten Rad verbotsschildern
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Off-topic #1257016 - 29.12.16 23:27 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: dhomas]
martinbp
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Das ist nun für meine Begriffe schon recht stark pauschalisiert. Wenn A und B cirka 10-15 km voneinander entfernt beide an der "verbotenen" Straße liegen, dann stimmt es schon, wenn man jedoch eine längere Strecke durchs Land plant, gibt es schon Alternativrouten, wenn auch etwas länger.
Szolnok-Debrecen ist allerdings tatsächlich "alternativlos", auch weil ich hier jedem davon abraten würde, die Straße Nr 4 zu beradeln. Hier kommt nur ein großer Umweg in Frage.
VG (jetzt gerade aus Leipzig)
Martin
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#1257026 - 30.12.16 02:30 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: bk1]
derSammy
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Also mir fällt so spontan keine außerstädtische vier- oder gar sechsspurige Straße in Deutschland ein, die man mit dem Rad benutzen dürfte. Entweder handelt es sich dabei um Autobahnen/Kraftfahrtstraßen oder es ist Usus die Sperrscheibe dran zu pappen. Und wenn mich nicht alles täuscht, ist dies auch aktuelle Verwaltungsvorschrift unter diesen Umständen so zu beschildern. Nicht selten hat man jedoch das Fußgängerverbot vergessen, Schieben des eigenen Rades ist also zulässig. Ob es sicherer ist? Naja.

P.S: Besagte Straße zwischen Dortmund und Duisburg habe ich gesucht. Die Städte liegen ja doch etwas auseinander. Was meinst du da, wenn es nicht die A40 ist? Ebenso zwischen Kiel und Lüneburg, um welche Straße gehts da konkret?
Komm wir grillen Opa. Es gibt Koch und Suppenfleisch!
Satzzeichen können Leben retten.
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Off-topic #1257044 - 30.12.16 10:23 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: derSammy]
nachtregen
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Es gibt diverse. Ein Abschnitt, den ich öfters gefahren bin und den ich mir daher gemerkt habe, ist ein Stück der B3 nördlich von Göttingen. Zwei breite Fahrspuren je Richtung und ein breiter Standstreifen. Super angenehm zu fahren.
--
Stefan
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Off-topic #1257068 - 30.12.16 14:02 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: martinbp]
dhomas
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In Antwort auf: martinbp
Das ist nun für meine Begriffe schon recht stark pauschalisiert.


Soweit zumindest mein subjektiver Eindruck in den Gegenden in denen ich war, verglichen mit anderen Ländern.

Mein stärkstes Erlebnis war mal auf dem "Donauradweg", genauer EV6, der im Abschnitt Györ - Komarom alleine 10km Umweg durch Hakenschlagen in rechtwinkligen Sandpisten in und um die örtlichen Felder befahl. Die schnurgerade und wenig befahrene Landstraße war natürlich verboten, und das obwohl direkt daneben noch die Autobahn war.

Aber genug davon, man hätte sich vorher auch informieren können, das ist nun mal der Preis des Abenteuers zwinker

Geändert von dhomas (30.12.16 14:02)
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Off-topic #1257071 - 30.12.16 14:13 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: Uwe Radholz]
veloträumer
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In Antwort auf: Uwe Radholz
Gefühlt, gezählt habe ich es natürlich nicht, war Ungarn das Land mit den meisten Rad verbotsschildern

Ich werfe mal Kärnten in die Runde - zumindest wenn man auch ortsinterne "Verkehrsberuhigung", Alm- und Forstpisten mal mit einbezieht. verärgert
Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings!
Matthias
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Off-topic #1257082 - 30.12.16 16:18 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: dhomas]
martinbp
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Ja, da kann ich deinen Frust natürlich verstehen, der Donauradweg ist in Ungarn an vielen Stellen eine Katastrophe, so auch auf diesem Abschnitt. Hier hätte ich keine Skrupel , auf der Hauptstraße zu fahren- habe ich vor vielen Jahren auch mit meinen Kindern gemacht.

Aber es ist mir natürlich klar, dass man sich im Ausland weniger über Regelungen hinwegsetzt, weil man ja nicht weiß, wie die Behörden oder Autofahrer in so einer Situation reagieren.

Eine andere Alternative wäre über Böny-Babolna nach Tata zu fahren, leicht hügelige Nebenstraße mit erträglichem Verkehr. Von Tata entweder zurück an die Donau, oder durch das Gerecse-Gebirge )eher Hügelland) direkt nach Budapest.
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#1257466 - 02.01.17 12:45 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: derSammy]
sugu
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Klar gibt es irgendwo in diesem Land auch eine Ausnahme: B255 von Montabaur(Industriegebiet Heiligenroth) in Richtung Rennerod (zumindest 2015 war das noch so). Vierspurig, kein Randstreifen, Tempo 100 und der Westerwälder möchte-gern-Rennautofahrer kennt nur die Hupe, aber keine Gnade entsetzt
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#1261109 - 18.01.17 01:42 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: derSammy]
bk1
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In Antwort auf: derSammy
Also mir fällt so spontan keine außerstädtische vier- oder gar sechsspurige Straße in Deutschland ein, die man mit dem Rad benutzen dürfte.

Z.B. die N31 von Freiburg nach Donaueschingen ist über lange Strecken vierspurig. Der Anstieg von Westen auf den Schwarzwald ist für Radfahrer freigeben. Anderes Beispiel: N51 nördlich von Trier ist teilweise vierspurig und freigegeben. N314 nördliche Umfahrung vom Kanton Schaffhausen ist teilweise vierspurig und komplett für Radfahrer freigegeben. Ich kenne unzählige Beispiele, weiß aber nicht, ob sich was geändert hat.

In Antwort auf: derSammy
Entweder handelt es sich dabei um Autobahnen/Kraftfahrtstraßen oder es ist Usus die Sperrscheibe dran zu pappen.

Leider ist es sehr verbreitet, aber es gibt zum Glück auch viele vierspurige außerörtliche Straßen ohne Fahrradverbot. Das sollte der Normalfall sein.
In Antwort auf: derSammy
P.S: Besagte Straße zwischen Dortmund und Duisburg habe ich gesucht. Die Städte liegen ja doch etwas auseinander. Was meinst du da, wenn es nicht die A40 ist? Ebenso zwischen Kiel und Lüneburg, um welche Straße gehts da konkret?

Ja, Ruhrschnellweg, Ex-N1/N60. War früher problemlos zu fahren, ich glaube sogar mit Radweg.
Kiel-Lüneburg Ex-N404. Wurde wie im Ruhrgebiet ersatzlos beseitig zugunsten von Autobahngebastel.
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#1261123 - 18.01.17 07:33 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: bk1]
Mikel265
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Hallo

die B31 von Freiburg nach Donaueschingen ist zwar nicht für Radfahrer gesperrt, ich empfehle aber dringend dort nicht Rad zu fahren. Das macht sicherlich keine Freude.

Es gibt alternativen, die zum Teil für Autofahrer gesperrt sind, die Höhenmeter werden dadurch leider noch mehr.

Viele Grüße

Michael
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#1261284 - 18.01.17 19:40 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: bk1]
Oldmarty
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zum Xten Mal, wir haben keine Nationalstrassen, nur Bundesstrassen, Landstrassen, Kreisstrassen und Nebenstrassen

und Bundesautobahnen
Präventionparadoxum

Man sieht Schäden nicht, die ausgeblieben sind
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#1261293 - 18.01.17 20:34 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: Oldmarty]
Seghal
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In Antwort auf: Oldmarty
Landstrassen

Landesstraßen zwinker
(Wenn wir schon gerade beim Klugscheßen sind.)
In Aurich ist's schaurig, in Leer noch mehr. (norddeutsches Sprichwort)
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Off-topic #1261295 - 18.01.17 20:43 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: Oldmarty]
Holger
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In Antwort auf: Oldmarty
zum Xten Mal, wir haben keine Nationalstrassen, nur Bundesstrassen, Landstrassen, Kreisstrassen und Nebenstrassen

und Bundesautobahnen



Es ist nun mal nicht so einfach, sich diese ganzen unterschiedlichen Namen und Buchstaben zu merken. Da ist es einfacher, wenn alle anderen erstmal grübeln müssen. wirr
Schloss, Schloss, Schloss, Atlantik. An der Loire entlang und dann La Rochelle: http://les21lacets.de/blog/
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Off-topic #1261336 - 19.01.17 00:15 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: Oldmarty]
iassu
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In Antwort auf: Oldmarty
...Landstrassen....
Und Strandlatschen haben wir auch zwinker schmunzel
Gruß Andreas
Onkel Ju 2
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#1264172 - 04.02.17 21:46 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: Mikel265]
bk1
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In Antwort auf: Mikel265
die B31 von Freiburg nach Donaueschingen ist zwar nicht für Radfahrer gesperrt, ich empfehle aber dringend dort nicht Rad zu fahren. Das macht sicherlich keine Freude.

Das ist eine Straße, die man ganz normal befahren kann. Ich sehe kein Problem und ich denke es ist auch nicht gut eines zu konstruieren.

Dass die Straße viele Autos hat und im Tal verläuft und dadurch relativ laut ist, kann man leider nicht ändern. Wir sind das aus Städten gewohnt, aber auf Überlandstrecken sind die Maßstäbe anders. Trotzdem es ist laut.

In Antwort auf: Mikel265
Es gibt alternativen, die zum Teil für Autofahrer gesperrt sind, die Höhenmeter werden dadurch leider noch mehr.


Ja, wenn man Zeit für diese Umwege hat, macht es sicher mehr Spaß, die zu fahren. Aber die Entscheidung sollte jeder Radfahrer bei jeder Fahrt für sich treffen, nicht irgendwelche Verkehrsbehörden oder wie auch immer begründeten Ratgeber. Wenn die komplette Information vorhanden ist, werden in der Tat einige Radfahrer bei den meisten Fahrten die Alternativroute bevorzugen. Ich wahrscheinlich auch, wenn ich genug Zeit habe und wenn sie asphaltiert ist.

Viele Grüße

Michael [/zitat]
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#1264224 - 05.02.17 01:34 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: ride4plov]
suomi
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In den USA darf man auf vielen Interstates radeln, natürlich auf dem Land. Dort entsprechen die dann häufig deutschen Landstraßen.

In Lettland ist die A2 zwischen Riga und dem Gauja-NP sogar offizieller Radweg. Der Seitenstreifen ist über weite Strecken so breit wie eine zusätzliche Spur, völlig problemlos fahrbar. Schön ist aber anders. Von Süden nach Parnu kommend sieht es ähnlich aus.
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#1264487 - 06.02.17 13:56 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: bk1]
Mikel265
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Hallo BK1

natürlich kann man dort Rad fahren aber man sollte es lieber nicht.

Das liegt sicherlich nicht am Geräuschpegel. Warst du schon mal dort?

Nicht alles was man darf oder nicht ausdrücklich verboten ist, ist auch sinnvoll

Viele Grüße

Michael
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#1264499 - 06.02.17 14:58 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: bk1]
Juergen
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In Antwort auf: Mikel265
die B31 von Freiburg nach Donaueschingen ist zwar nicht für Radfahrer gesperrt, ich empfehle aber dringend dort nicht Rad zu fahren. Das macht sicherlich keine Freude.

Das ist eine Straße, die man ganz normal befahren kann. Ich sehe kein Problem und ich denke es ist auch nicht gut eines zu konstruieren.
Nein, kann man nicht.
Die B31 ist zwischen Freiburg und Buchenbach eine "Kraftfahrstraße" mit Richtzeichen 331.1.
Weiterhin halte ich es für grob fahrlässig, jemandem die B31 als fahrradtauglich zu verkaufen. Ich bin relativ schmerzfrei. Doch solch eine Empfehlung ist völlig daneben. entsetzt

ps: Ich kenn die Strecke recht gut und hab dort noch nie einen Radler gesehen!
° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° °
Reisen + nur der Löffel weiß, wie es dem Topf geht.
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#1264517 - 06.02.17 16:14 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: Juergen]
zaher ahmad
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In Antwort auf: Juergen
In Antwort auf: bk1
In Antwort auf: Mikel265
die B31 von Freiburg nach Donaueschingen ist zwar nicht für Radfahrer gesperrt, ich empfehle aber dringend dort nicht Rad zu fahren. Das macht sicherlich keine Freude.

Das ist eine Straße, die man ganz normal befahren kann. Ich sehe kein Problem und ich denke es ist auch nicht gut eines zu konstruieren.
Nein, kann man nicht.
Die B31 ist zwischen Freiburg und Buchenbach eine "Kraftfahrstraße" mit Richtzeichen 331.1.
Stimmt. Bis dahin gibt es aber schmwerzfreie Alternativen durch die Dörfer oder auf dem Dreisamradweg. Weiter rauf im Höllental gibt es eben nur eine Straße. Und die darf man mit dem Rad benutzen, ebenso wie das meiste vom großen Rest nach Donaueschingen.

Zitat:

Weiterhin halte ich es für grob fahrlässig, jemandem die B31 als fahrradtauglich zu verkaufen. Ich bin relativ schmerzfrei. Doch solch eine Empfehlung ist völlig daneben. entsetzt

ps: Ich kenn die Strecke recht gut und hab dort noch nie einen Radler gesehen!
Die Geschmäcker sind halt verschieden schmunzel
Ich hab dort schon Leute mit dem Rad gesehen. Und zumindest das Höllental runter ist überhaupt kein Problem. Guter überbreiter Ausbau, ausreichend Platz für alle. Halt sehr viel Verkehr, leider auch Schwerverkehr. Sieht man trotzdem immer mal wieder jemanden runterrollen. Insbesondere im Winterhalbjahr sind die Alternativen (mal abgesehen vom Umweg) oft nicht praktikabel.

Aber wie bk1 schon schrieb:
Es sollte jedem selber überlassen bleiben, ob er da fahren will oder nicht. Du willst es nicht, ich in den meisten Fällen auch nicht. Dennoch bin ich froh, dass ich da fahren kann, wenn ich das so entscheide. Da braucht es keine vorgesetzte Behörde, die den Radverkehr "zum eigenen Schutz" aussperrt.

Grüße

zaher
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#1264527 - 06.02.17 16:56 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: Juergen]
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In Antwort auf: Juergen
In Antwort auf: bk1
In Antwort auf: Mikel265
die B31 von Freiburg nach Donaueschingen ist zwar nicht für Radfahrer gesperrt, ich empfehle aber dringend dort nicht Rad zu fahren. Das macht sicherlich keine Freude.

Das ist eine Straße, die man ganz normal befahren kann. Ich sehe kein Problem und ich denke es ist auch nicht gut eines zu konstruieren.
Nein, kann man nicht.
Die B31 ist zwischen Freiburg und Buchenbach eine "Kraftfahrstraße" mit Richtzeichen 331.1.
Weiterhin halte ich es für grob fahrlässig, jemandem die B31 als fahrradtauglich zu verkaufen. Ich bin relativ schmerzfrei. Doch solch eine Empfehlung ist völlig daneben. entsetzt

ps: Ich kenn die Strecke recht gut und hab dort noch nie einen Radler gesehen!

Hallo Jürgen
es geht um die gesamte B31, insbesondere umd den Teil Höllental zwischen Himmelreich (das ist fast Buchenbach, Buchenbach liegt aber nicht exakt an dieser Strecke, anderes Tal) und Hinterzarten. Freiburg - Himmelreich ist gar kein Thema, weil es ausreichend Radwege oder alternative Straßen gibt, die keinen Umweg bedeuten - ist auch alles flach. In Himmelreich bzw. wenig später (Falkensteig) endet der Radweg und wird offiziell dann als höhenmeterreicher Umweg durch Wald geführt (bald nur noch Piste), teils oberhalb des Höllentals, teils sogar einen Berg dahinter.

In Himmelreich werden Radler auf das Angebot der Bahn hingewiesen, sich den Aufstieg zu sparen und sich in den Zug zu setzen. Die B31 war zumindest lange Zeit für Radler auch im Höllental gesperrt - kann sein, dass das aufgehoben wurde. Fahren kann man das sehr wohl, und zu diversen Zeiten ist nicht mal soviel los. Ich persönlich würde es aber auch nur runter machen. Sofern die Sperrung für Radler noch nicht aufgehoben wäre, wäre es ein Verstoß gegen geltende Regeln und Gesetze (!), denn im Höllental gibt es eine kleine Siedlung inklusive Hotel usw., auch das historische Viadukt lässt sich nur von dort aus besuchen und ausreichend ins Auge nehemen. Dazu muss es eine geeignete Zufahrt auch für Radfahrer geben. Wie es derzeit geregelt ist, weiß ich nicht.

Die B 31 bin ich zur anderen (östlichen) Seite früher schon mal nahezu komplett von Hüfingen nach Neustadt geradelt. Dort gibt es aber mittlerweile autogerechte neue Verbauungen (Tunnel, Brücke) - in der Zeit bin ich da nicht mehr bzw. nur noch in ganz kleinen Teilen. Die meisten Teile dort sind gleichwohl alternativ umfahrbar ohne große Umwege. Aufgrund meiner heutigen Schwarzwaldkenntnisse würde ich auch eher vermeiden, aber ich würde das jetzt nicht zu kategorisch sehen - insbesondere für sportliche Fahrer. Die Ostseite ist auch nur sehr bedingt interessant, um nicht zu sagen, langweilig (Höhenrücken).

Weitere Anmerkung: Zunehmende, teils durchgehenden Radfahrverbote von Bundesstraßen ist eine Maßnahme, die dem ursprünglichen der Straßenverkehrsordnung zuwider läuft. Kraftfahrtstraßen war ursprünglich nur mal für begrenzte Abschnitte mit hoher Verkehrslast vorgesehen - und natürlich nur bei vorhandenen, zumutbaren Alternativen für andere Fahrzeuge. Das ist ähnlich zu verpflichtenden Radwegen - auch die waren mal als Ausnahme gedacht, was übrigens durch eine der jüngeren Gesetzesnovellen bestätigt wurde und folglich auch zum Abbau von verpflichtende Radwegen bereits geführt hat. Egal aus ob sinnvoll oder nicht, sollten wir möglichst viele Straßen offen halten für alle Fahrzeuge und auch auf diesem Recht für Radfahrer bestehen. Exklusive Autogesellschaft haben wir bereits genug mit den Autobahnen - alles auf Steuerkosten.
Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings!
Matthias
Pedalgeist - Panorama für Radreisen, Landeskunde, Wegepoesie, offene Ohren & Begegnungen
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#1264542 - 06.02.17 17:30 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: suomi]
Hansflo
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In Antwort auf: suomi
In den USA darf man auf vielen Interstates radeln, natürlich auf dem Land. Dort entsprechen die dann häufig deutschen Landstraßen.


Ich würde sagen: die meisten Interstates sind Radfahrern verboten. So habe ich die Beschilderungen in Erinnerung und ich kann mich nicht entsinnen, jemals einen Radler dort gesehen zu haben. Eine Interstate entspricht auch keineswegs einer deutschen Landstraße, sondern einer deutschen Autobahn. Interstates in den USA sind ausnahmslos mehrspurige richtungsgetrennte Fernverkehrsstraßen; im Umkreis von Ballungszentren sind sie oft fünf- und mehrspurig (je Richtung).

Hans
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#1264602 - 06.02.17 21:27 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: Hansflo]
suomi
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Will nicht viel Worte verlieren, nur soviel:

Das hier ist der I15 in Montana. Genau: Dieser I15, der einen auch von LA nach Vegas bringt.
http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=de2a51-1486412354.jpg

Und das hier ist die Webseite der Idaho State Police:
Zitat:
You may ride your bicycle on the interstate highway in Idaho.

https://www.isp.idaho.gov/patrol/faqs.html

Das hier ist ein PDF des Verkehrsministeriums des Staates Washington zum Thema "Radeln auf dem I90":
https://www.wsdot.wa.gov/NR/rdonlyres/F4...our_Mapweb1.pdf



Geändert von suomi (06.02.17 21:38)
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#1264610 - 06.02.17 22:03 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: suomi]
Hansflo
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Jep, auf manchen Interstate-Abschnitten in sehr ländlichen Gebieten ist Radeln erlaubt.
Was willst du ohne viele Worte mit den Bildern zeigen? Dass es auf der I15 aussieht wie auf einer deutschen Landstraße?

H.
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#1264631 - 06.02.17 23:40 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: Juergen]
bk1
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Unterwegs in Schweiz

In Antwort auf: Juergen
Nein, kann man nicht.
Die B31 ist zwischen Freiburg und Buchenbach eine "Kraftfahrstraße" mit Richtzeichen 331.1.

Die kann man natürlich befahren, es gilt aber als Ordnungswidrigkeit. Man kann sie umfahren auf dem Abschnitt. Das habe ich getan, aber ich würde die Umfahrung als Gebastel bezeichnen, weil man im Zuge des Baus der Kraftfahrstraße die alte N31 (BRD-spezifisch "Bundesstraße") abgerissen hat.
Ich bezog mich auf den Abschnitt östlich davon, der vierspurig und auf 100 km/h limitiert war, als ich da gefahren bin. Es gab ein Fußgängerverbot, aber kein Fahrradverbot.

In Antwort auf: Juergen
Weiterhin halte ich es für grob fahrlässig, jemandem die B31 als fahrradtauglich zu verkaufen. Ich bin relativ schmerzfrei. Doch solch eine Empfehlung ist völlig daneben.

In diesem Bereich ist viel Dogmatik und Verkehrstheologie im Spiel. "Vierspurige außerörtliche Straße=Autobahn=gefährlich=Territorium der Autofahrer..."
Ich möchte dazu anregen, diese Dogmatik zu hinterfragen und einmal ohne Autoreligion und Cargocult darüber nachzudenken. In diesem Fall sieht es so aus dass die Straße vierspurig ist, aber weiter oben dreispurig und dann zweispurig wird, ohne größere Ziele/Quellen dazwischen. Es gibt also eine Dämpfung auf ein Verkehrsaufkommen, das auf eine zweispurige Straße passt. Das kann viel sein. Aber wenn man vier Spuren hat, reicht der Platz besser und ich finde es angenehmer zu fahren als auf einer vollen zweispurigen Straße. Autos können uns überall überholen und genug Platz lassen, weil sie auf die andere Spur ausweichen können. Eine sehr volle vierspurige Straße ist dann auch nicht viel besser, aber auch nicht viel schlechter als eine sehr volle zweispurige Straße, wobei noch Faktoren wie Breite der Spuren und Übersichtlichkeit eine Rolle spielen. Das größte Problem sind Abfahrten mit sehr hohem abzweigendem Verkehrsaufkommen. So etwas kommt auf diesem Abschnitt nicht vor. Man kann lernen, so etwas zu fahren, aber das haben leider nicht alle Radfahrer gelernt.

Geändert von bk1 (06.02.17 23:51)
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#1264636 - 07.02.17 00:53 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: bk1]
Falk
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Ich stimme Dir in solchen Fällen eigentlich immer zu, aber seitdem wir recht regelmäßig im Gebiet der alten BRD arbeiten, (immerhin seit neun Jahren), sehe ich, wie sehr die Fahrradbenutzer dort regelrecht radwegsozialisiert sind. Widerspruch dagegen wird weggebissen und ich habe den Eindruck, dass das ein von Anfang an antrainierter bedingter Reflex ist. Dass Eingriffe in den fließenden Verkehr nur zulässig sind, wenn eine außerordentliche Gefährdungslage nicht anders zu entschärfen ist und dass dann gleichwertige Alternativen zur Verfügung stehen müssen (was auch einschließt, dass die Alternative nicht wassergebunden oder holpergepflastert sein kann, wenn die Stammstrecke fein asphaltiert ist), wird gerne vergessen.
Aber Vorsicht, die Kontrollbehörde könnte wieder eine gewisse wenig intelligente Denkweise unterstellen. Das tut sie gerne und ich war heute mal wieder mit
Zitat:
Man muss sich die Welt nur genügend simplifizieren
dran.
Falk, SchwLAbt
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#1264695 - 07.02.17 12:26 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: Falk]
Hansflo
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In Antwort auf: Falk
... und ich war heute mal wieder mit
Zitat:
Man muss sich die Welt nur genügend simplifizieren
dran.


Wundert's dich nach diesem Posting?
In Antwort auf: Falk
Manchmal wundere ich mich schon, wenn im Radreiseforum nach einem Rad-weg gesucht wird. Wer nicht auf gewöhnlichen Straßen fahren kann, der hat in seinem Leben so einiges falsch gemacht.

H.
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Off-topic #1264703 - 07.02.17 12:53 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: Hansflo]
veloträumer
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Geht's jetzt weiter mit Curare oder lieber mit Knallfröschen? verwirrt
Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings!
Matthias
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Off-topic #1264707 - 07.02.17 13:31 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: veloträumer]
Friedrich
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Eher mit dem Üblichen zwinker.
Fritz
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#1264717 - 07.02.17 14:45 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: Hansflo]
rayno
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Zu Radfahren auf US-Interstates; Beispiel Montana:

Ich habe gerade vor mir liegen die "MONTANA OFFICIAL HIGHWAY MAP,
herausgegeben von Governor Steve Bullock and First Lady Lisa Bullock
Dort heißt es unter TRAFFIC REGULATIONS AND SAFETY TIPS in Punkt 6:

Bicyclists are required to obey the motor vehicle traffic laws.
There are no bicycle restrictions on state highways or Interstates.
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#1264734 - 07.02.17 15:58 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: rayno]
Hansflo
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Möglicherweise bietet diese Wikipedia-Seite eine zusammenfassende Übersicht. Demnach ist die Benutzung in zwölf Staaten (außerhalb von Ballungsräumen) erlaubt. In fünf weiteren Staaten ist es auf ausgewiesenen Abschnitten erlaubt.

Hans
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#1264742 - 07.02.17 16:52 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: ride4plov]
veloträumer
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Hier nochmal ein paar Beiträge zum Thema. Deutschland: Es scheint ja immer vergessen zu werden, dass Autobahn heute etwas mit hohen Verkehrslasten und/oder hohen Geschwindigkeiten zu tun hat. Das gilt so aber nicht in aller Welt. Etliche Autobahnen außerhalb der deutschen Vorstellungskraft erlauben nur Geschwindigkeiten unter dem deutschen Landstraßen-Niveau und haben auch geringe Verkehrsfrequenzen. Nicht jeder möchte so schnell in den Tod wie der Deutsche. Allerdings gilt auch hier bei uns: Früher war alles besser.

Spanien: Auch wie bei uns, der Gesetzgeber denkt sich was gutes aus, aber die Behördenwillkür ist stärker: Radeln auf Fuerteventura unerwünscht. In Spanien ist es aber immer noch üblich, dass auf mehr Strecken das Radfahren verboten ist als es letztlich toleriert wird. Man wird damit rechnen müssen, dass sich die Lage für Radler eher verschlechtert - wie man auch bei den Helmvorschriften sieht, wie man am Bielsa-Tunnel sieht. Viele Radfahrdemos im Spanien der letzten Jahre belegen, dass es einen ungleichen Gegensatz zwischen (ökologischen) Partikular-/Minderheiteninteressen von Radfahrern und der übermächtigen Verdrängungsmaschinerie der Autolobby gibt. Gekoppelt mit der Stadtenwicklung gibt es viele positive Zeichen innerhalb der Städte, außen rum sieht es weniger gut aus, dort findet der Autofahrer gerade Asphaltkanäle immer mehr. Noch verhindert die dünne Besiedlung vielerorts die Exklusivforderung des Autofahrers, auch sind Radler meist seltener als bei uns, also fällt kaum auf als "Störer".

Kroatien: Autofahrer ticken heute überall gleich. Bekommen sie Exklusivrechte, besteht man auch drauf. Ich bin die radfahrverbotene neue Schnellstraßenanbindung Split an die Autobahn ins Hinterland aufgefahren - man wird ständig angehupt und terrorisiert, obwohl es gar keine Umkehr-/Abzweigemöglichkeit auf dem Abschnitt gibt. Oben ist dann ohnehin bei der Mautstelle Schluss, da kann man aber abzweigen. Eine Alternative gibt es zwar zur anderen Talseite, ist aber unten nicht ausreichend ausgeschildert, muss man sich also auf der Karte etc. selbst gut zurechtlegen. Zum horriblen, mehrspurigen Schnellstraßenring (immerhin nicht verboten) um Split gibt es kaum eine Alternative - nur wenn man sich gut auskennt, kann man sich am Meer entlang hangeln, was aber grundsätzlich nicht für Radler gedacht ist, sondern nur für Fußgänger. In Kroatien bringt der forgeschrittene Autobahnbau allerdings auch klare Vorteile: Ehemalige Inlandsstraßen, aber auch Küstenstraßen sind signifikant verkehrsärmer und werden teils sogar touristisch als Radrouten ausgewiesen. Langfristig könnte es aber ähnlich wie dem Nachbarland Slowenien ergehen, wo die Gelder für Autobahnen leichter zu beschaffen sind als für regionale oder lokale Straßen - sprich die Straßen unterer Ordnung verfallen können bzw. der Ausbau von bisherigen Pisten verschoben wird.

Italien: Erlaubt und Toleranz sind häufig verschiedene paar Stiefel. Um 1980 rum war ich mit Schulklasse in Rom, da fuhren mehrere Pelotons von Rennradfahrern stets auf der nicht mautpflichtigen Ringautobahn. Das war meiner Kenntnis nach schon damals nur "geduldet". Heute ist das aber undenkbar, auch nicht mautpflichtige Autobahnteile sind für Radfahrer tabu. Ich wurde mal diesbezüglich in Livorno (2002) von der Polizei des Platzes verwiesen und musste die Stadt mühsam durchqueren.
Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings!
Matthias
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Geändert von veloträumer (07.02.17 16:52)
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#1264743 - 07.02.17 16:53 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: Hansflo]
suomi
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In Antwort auf: suomi
In den USA darf man auf vielen Interstates radeln

In Antwort auf: Hansflo
Möglicherweise bietet diese Wikipedia-Seite eine zusammenfassende Übersicht. Demnach ist die Benutzung in zwölf Staaten (außerhalb von Ballungsräumen) erlaubt. In fünf weiteren Staaten ist es auf ausgewiesenen Abschnitten erlaubt.

Q.E.D.

Geändert von suomi (07.02.17 16:53)
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#1269372 - 06.03.17 20:59 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: ride4plov]
bk1
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Unterwegs in Schweiz

Nur eine kleine Ergänzung: In der Ukraine gibt es eine 15 km lange 8-spurige Autobahn vom Stadtrand von Kiew zum Flughafen. Dort sind viele Radfahrer unterwegs. Es scheint normal zu sein. Ich denke, wir können von der Ukraine lernen.

Fahrradverbote schaffen keine Alternativrouten, schon gar nicht attraktive Alternativrouten. Das sie wünschenswert sind, darüber haben wir glaube ich Konsens. Aber die Verbote sind überflüssig. Gute Alternativrouten werden ohne Fahrradverbote gefunden, vor allem, wenn sie zuverlässig ausgeschildert sind.
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#1273121 - 25.03.17 04:51 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: bk1]
uiop
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Wenn's dumm läuft wird man in Deutschland von einer Spezialeinheit gleich mal angeschossen:
vice
Ich kann nur mit dem Kopf schütteln.
Grüße Clemens
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#1273133 - 25.03.17 08:28 Re: Radfahren auf der Autobahn [Re: uiop]
Radix
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Na, hier die komplette Story, inkl. Plüschpanther lach.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/ma...-a-1139102.html


... bicycle or die ...


Geändert von Radix (25.03.17 08:28)
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www.bikefreaks.de