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#1155537 - 07.09.15 06:30 Zelten in der Türkei
biketrip
Nicht registriert
Gülle Gülle Türkei

Nach gut 5 Wochen verlasse ich enttäuscht die Türkei. Es ist sogar so schlimm, dass ich am letzten Tag über 150 km radel nur um am 18. August aus diesem ungastlichen Land raus zu kommen, damit ich meinen Geburtstag am 19. hier nicht verbringen muss.

Vorne weg: Alles was ich hier schreibe bezieht sich auf die Bevölkerung auf dem asiatischen Kontinent! Weder auf die europäischen Türken, noch auf die Couchsurfer auf beiden Kontinenten!

Ich hatte wunderbare Momente und tolle Erlebnisse mit Türken auf dem europäischen Kontinent und mit Couchsurfern auf beiden Kontinenten! Ihre Offenheit, Herzlichkeit und Gastfreundschaft sind überwältigend!

Die asiatischen Türken dagegen … tun die ganze Zeit so überschwänglich freundlich und sind die grössten Gastgeber mit Worten oder wenn es um eine Tee-Einladung geht. Aber wenn man um einen Zeltplatz bittet, neben Ihrem Haus, oder sogar ausserhalb von Ihrem Grundstück, wird man verjagt … Bitte woanders, Aber nicht bei uns !!! Das habe ich die ganze Zeit erlebt.

Ich habe auf meinen ganzen Reisen kein so unfreundliches und ungastliches Volk wie die asiatischen Türken erlebt.

Kaum zu glauben, dass das gastfeindlichste Land der Welt (Türkei) direkt neben dem gastfreundlichstem Land (Iran) liegt. UNGLAUBLICH!
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#1155554 - 07.09.15 08:17 Re: Zelten in der Türkei [Re: ]
indomex
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 1359
In Antwort auf: biketrip
Aber wenn man um einen Zeltplatz bittet, neben Ihrem Haus, oder sogar ausserhalb von Ihrem Grundstück, wird man verjagt … Bitte woanders, Aber nicht bei uns !!! Das habe ich die ganze Zeit erlebt. Ich habe auf meinen ganzen Reisen kein so unfreundliches und ungastliches Volk wie die asiatischen Türken erlebt.

Tut mir leid, wenn du so negative Erfahrungen gemacht hast, denn ich habe auch die "asiatischen Türken" als gastfreundlich und hilfsbereit erlebt. (...also nicht gerade "gastfeindlichstes Land"...)
Ich wünsche dir jedenfalls in Zukunft - egal wo - sehr viele schöne und positive Erlebnisse. Und natürlich einen sehr schöne Geburtstag...
LG, Peter
Leben und leben lassen
Liebe Grüße, Peter
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#1155608 - 07.09.15 11:30 Re: Zelten in der Türkei [Re: ]
uwee
Gewerblicher Teilnehmer
abwesend abwesend
Beiträge: 1376
Hallo,
wir hatten zwar ähnliche Erfahrungen gemacht, aber ich denke die Leute haben einfach Angst.
Im Osten des Landes schwelte der Kurdenkonflikt, der sich gerade wieder zu einem Krieg ausweitet.
Uns wurde in der Nähe von Batman von der Armee verboten im Freien zu zelten.
Da es doch noch weit war bis in die Stadt fragten wir, ob wir wenigstens auf oder neben dem Armeegelände zelten dürften.
Die Bitte wurde relativ schroff abschlägig beschieden.
Anschließend machten wir ähnliche Erfahrungen wie Du sie schilderst.
Tagsüber wurden wir mit Einladungen und Freundschaftsgesten überhäuft.
Fragten wir nach einem Platz zum Campieren verfinsterten sich die Mienen und es wurde uns verboten.
Dies war übrigens die einzige Gegend auf unserer Fahrt nach Singapur, wo wir so etwas erlebten.
Schöne Reise
Uwe
hier nur privat, (gewerblich wg. 2 Radreisebüchern)
www.velo-traumreise.de
www.velo-traumreise.blogspot.com
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#1155624 - 07.09.15 12:10 Re: Zelten in der Türkei [Re: uwee]
biketrip
Nicht registriert
ich hatte auch mehrmals bei Feuerwehr und Polizei in der Türkei gefragt und wurde immer abgewiesen.

In Südamerika habe ich mehrfach bei Feuerwehr und Polizeiposten geschlafen. Wir wurden super freundlich aufgenommen und bekamen sogar empfehlungsschreiben mit.

In Paraguay und Brasilien sogar auf Militärstützpunkten (und die sind ja meist besonders heikel).

Immer bekamen wir zu essen und einen Raum zum Schlafen und durften Duschen.

Aber die asiatische Türkei ...
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#1155630 - 07.09.15 12:23 Re: Zelten in der Türkei [Re: ]
silkroad
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 805
Das dürfte wahrscheinlich mit der Unsicherheit und dem neu entflammten Kurdenkonflikt zusammenhängen. Habe bei mehreren Türkeireisen noch nie Probleme gehabt, aber die Letzte war vor 3 Jahren, hat sich viel getan in der Zwischenzeit.
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#1155638 - 07.09.15 12:48 Re: Zelten in der Türkei [Re: silkroad]
biketrip
Nicht registriert
ja gut, aber der Kurdenkonflikt ist ja im Osten des Landes. Da war ich gar nicht.
Hatte das Zeltproblem auch schon nach Istanbul, also am Anfang des asiatischen Kontinents.

Mir wär diese Ablehnung vielleicht gar nicht so krass aufgefallen, wenn ich nicht auf der europäischen Seite so nett und offen und vertrauenswürdig empfangen worden wäre.
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#1155656 - 07.09.15 14:05 Re: Zelten in der Türkei [Re: ]
robrad
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 419
Vielleicht fragst Du zu viel, ich habe teilweise am Strand auf der Liege übernachtet, da kam Nachts die Polizei vorbei, fragte aber nur welcher Nationalität ich angehöre und sie waren wieder verschwunden. Ansonsten habe ich einfach mein Zelt in der Natur aufgebaut, da kam manchmal ein Schäfer vorbei, der mich begrüßt hat.
Allerdings muss ich auch sagen, das der sehr östliche Teil mit hohen Kurdenanteil mir gegenüber nicht immer wohlgesonnen aufgetreten ist. Da habe ich mich wirkliche unwohl gefühlt. Je weiter ich gen Westen kam, je freundlicher und aufgeschlossener waren die Menschen, dies war aber ebenfalls im Westteil des asiatischen Kontinents so, besonders angenehm empfand ich die Gegend um Antalia.
Dies kann Dir, wenn Du durch Armenien fährst allerdings auch passieren. Ansonsten habe ich auf der Strecke Teheran-Berlin nur sehr positive Erfahrungen gemacht. Der Iran ist das absolute Highlight was die Menschen betrifft. So viel Gastfreundlichkeit habe ich in meinem Leben noch nicht erlebt.
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Beste Grüße, Robert
"Stahl hat eine größere Schadenstoleranz"
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#1155659 - 07.09.15 14:25 Re: Zelten in der Türkei [Re: ]
silkroad
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 805
Zitat:

ja gut, aber der Kurdenkonflikt ist ja im Osten des Landes. Da war ich gar nicht.

Das ist schon klar, aber die ganze Türkei befindet sich in einem politischen Ausnahmezustand, da kann es dann schon sein dass die Stimmung umschlägt.
Die Schwarzmeerküste wo du geradelt bist ist eine Hochburg der nationalistischen MHP und da kann es auch sein dass die gerade angestachelt sind.
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#1155696 - 07.09.15 17:34 Re: Zelten in der Türkei [Re: ]
StephanBehrendt
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 13479
Kann es sein, dass Zelten in der Türkei keine Reiseform ist? Kann es sein, dass dort nur Obdachlose zelten würden?
Es gibt asiatische Länder, da käme ich aus kulturellen Gründen (aber auch aus Preisgründen) nicht auf die Idee, zelten zu wollen.
------------------------
Grüsse
Stephan
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Off-topic #1155700 - 07.09.15 17:45 Re: Zelten in der Türkei [Re: StephanBehrendt]
silkroad
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 805
Zitat:
Kann es sein, dass Zelten in der Türkei keine Reiseform ist?

Zelten als Reiseform ist sehr wohl bekannt

Zitat:
Kann es sein, dass dort nur Obdachlose zelten würden?

Nein kann es nicht.

Zitat:
Es gibt asiatische Länder, da käme ich aus kulturellen Gründen (aber auch aus Preisgründen) nicht auf die Idee, zelten zu wollen

Aha, und welche Länder wären das ?
Hotels gibt's auch nicht überall.
Und zur Preisthematik: So billig ist die Türkei auch wieder nicht.
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#1155702 - 07.09.15 17:48 Re: Zelten in der Türkei [Re: StephanBehrendt]
robrad
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 419
In Antwort auf: StephanBehrendt
Kann es sein, dass Zelten in der Türkei keine Reiseform ist? Kann es sein, dass dort nur Obdachlose zelten würden?
Es gibt asiatische Länder, da käme ich aus kulturellen Gründen (aber auch aus Preisgründen) nicht auf die Idee, zelten zu wollen.


Wenn Du kulturelle Gründe anführst, dürftest Du auch viele Länder nicht mit dem Rad bereisen weil dort nur arme Rad fahren. Und 15 oder 20 Euro die Nacht läppert sich auch schnell zusammen wenn man mehrere Wochen oder gar Monate unterwegs ist wie Patrik. So günstig ist die Türkei bei der Übernachtung nicht, und auch sehr weitläufig, kleine Dörfer haben oft keine Übernachtungsmöglichkeiten abseits der Touristenpfade und selbst die Dorfdichte ist je weiter man in den Osten fährt sehr dünn.

Mit der Kritik an der Rubrik gebe ich dir Recht.
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Beste Grüße, Robert
"Stahl hat eine größere Schadenstoleranz"
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#1155703 - 07.09.15 17:59 Re: Zelten in der Türkei [Re: StephanBehrendt]
biketrip
Nicht registriert
In Antwort auf: StephanBehrendt
Kann es sein, dass Zelten in der Türkei keine Reiseform ist? Kann es sein, dass dort nur Obdachlose zelten würden?

Also wer einen Reiseradler wie mich sieht, und ein bischen kapitalistischen Verstand hat, der sieht das ich ein "sehr" hochwertiges Fahrrad habe. Ferner Ortlieb-Taschen, usw. usw.

Das ich kein Obdachloser bin, sieht also sogar ein Blinder schmunzel
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Off-topic #1155704 - 07.09.15 18:23 Re: Zelten in der Türkei [Re: silkroad]
StephanBehrendt
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 13479
In Antwort auf: silkroad
Zitat:
Es gibt asiatische Länder, da käme ich aus kulturellen Gründen (aber auch aus Preisgründen) nicht auf die Idee, zelten zu wollen

Aha, und welche Länder wären das ?
Zum Beispiel Indien und Thailand.
------------------------
Grüsse
Stephan
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#1155727 - 07.09.15 21:15 Re: Zelten in der Türkei [Re: ]
StephanBehrendt
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 13479
In Antwort auf: biketrip
Also wer einen Reiseradler wie mich sieht, und ein bischen kapitalistischen Verstand hat, der sieht das ich ein "sehr" hochwertiges Fahrrad habe.
Nö,

Fahrrad ist Fahrrad. Wer Geld hat, der radelt nicht und wer Geld hat, der schläft auch nicht im Freien.
------------------------
Grüsse
Stephan
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#1155729 - 07.09.15 21:24 Re: Zelten in der Türkei [Re: ]
Sickgirl
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 6494
Außerhalb der kleinen Welt der Fahrradfreaks kann keiner den Wert eines Rades einschätzen.
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#1155730 - 07.09.15 21:30 Re: Zelten in der Türkei [Re: Sickgirl]
Thomas1976
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 11796
In Antwort auf: Sickgirl
Außerhalb der kleinen Welt der Fahrradfreaks kann keiner den Wert eines Rades einschätzen.


Eben.

In Tansania wollte mir die Busgesellschaft 50USD anbieten, nachdem mein Rad kurzfristig verschwunden war.

Das ein Rad 1500USD oder mehr kostet, versteht da keiner.
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#1155731 - 07.09.15 21:34 Re: Zelten in der Türkei [Re: ]
Keine Ahnung
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 12290
In Antwort auf: biketrip

Also wer einen Reiseradler wie mich sieht, und ein bischen kapitalistischen Verstand hat, der sieht das ich ein "sehr" hochwertiges Fahrrad habe. Ferner Ortlieb-Taschen, usw. usw.


Sicherlich werden die Leute, denen ich z. B. in Albanien begegnet bin, gesehen haben, dass mein Fahrrad besser ist als die "Gurken", die dort ab und zu von Einheimischen genutzt werden. Es ist aber sehr unwahrscheinlich, dass der Wert der Rohloff-Nabe oder auch der Ortlieb-Taschen usw. erkannt wird. Ein Fahrrad bleibt ein Fahrzeug, mit dem sicherlich keine wohlhabenden Deutschen in Verbindung gebracht werden. Das wäre in Slowenien schon anders. Die Würdigung Deines edlen Fahrrads wird dort "gebührend" erfolgen, wo die Bevölkerung wohlhabend genug ist, um sich selber mit dem Luxus eines Fahrrads für die Freizeit auseinanderzusetzen. Dann wird auch die Wahrscheinlichkeit zunehmen, dass Dein Fahrrad geklaut werden könnte zwinker .
Gruß, Arnulf

"Ein Leben ohne Radfahren ist möglich, aber sinnlos" (frei nach Loriot)

Geändert von Keine Ahnung (07.09.15 21:34)
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#1155734 - 07.09.15 22:06 Re: Zelten in der Türkei [Re: Thomas1976]
StephanBehrendt
Mitglied
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Beiträge: 13479
In Antwort auf: Thomas1976
Das ein Rad 1500USD oder mehr kostet, versteht da keiner.
Ich bin erstaunt, dass Mister Biketriper nach vielen Wochen des Reisens durch immer fernere Kulturen solch grundlegende Basiskenntnisse über fremde Völker, denen unsere Technikabhängigkeit recht fremd ist, noch nicht erreicht haben.
------------------------
Grüsse
Stephan
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Off-topic #1155736 - 07.09.15 22:13 Re: Zelten in der Türkei [Re: StephanBehrendt]
silkroad
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Beiträge: 805
Zitat:
Beispiel Indien und Thailand.

Blödsinn.
Finde mal in Indien ein Hotel im nirgendwo, besonders dort bist du aufgeschmissen. War für meine Freundin damals zwar schon ein Problem vor ca. 50 Leuten ihr "Geschäft" zu verrichten, war aber so. Du bist immer unter Beobachtung, aber ohne Zelt wenn du Indien durchradelst so gut wie nicht zu machen.
Alleine schon der Manali - Leh Highway, sehr touristisch, ohne eigenes Zelt bist du auf die "Versorgungszelte" auf den Pässen angewiesen, und hier sprechen wir von einem touristischen Gebiet.
Thailand im Norden siehts mit Hotels auch nicht so blendend aus, gebe dir Recht die Preise in den Ländern sind sehr günstig - aber wenns nichts gibt gibt's halt nichts.
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#1155741 - 07.09.15 22:19 Re: Zelten in der Türkei [Re: ]
Hansflo
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Beiträge: 3597
In Antwort auf: biketrip
Aber wenn man um einen Zeltplatz bittet, neben Ihrem Haus, oder sogar ausserhalb von Ihrem Grundstück, wird man verjagt … Bitte woanders, Aber nicht bei uns !!!
Das habe ich die ganze Zeit erlebt. UNGLAUBLICH!

Ich halte es eher für unglaublich, dass jemand aus einem der reichsten Länder der Welt durch diese reist und offenbar ganz selbstverständlich davon ausgeht, überall und auch in den ärmsten Gegenden mit offenen Armen empfangen zu werden und quasi per Anfrage an der Haustür Anspruch auf einen Zeltplatz zu erwerben. Schwer zu verstehen ist für mich auch, wie man sich darüber in einem Forum öffentlich erdreisten kann.

Hans
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Off-topic #1155742 - 07.09.15 22:24 Re: Zelten in der Türkei [Re: silkroad]
StephanBehrendt
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Beiträge: 13479
In Antwort auf: silkroad
Alleine schon der Manali - Leh Highway, sehr touristisch, ohne eigenes Zelt bist du auf die "Versorgungszelte" auf den Pässen angewiesen,
Eben, ein eigenes Zelt ist gerade dort und gerade deswegen komplett überflüssig. Und die Camps stehen mitnichten auf den Pässen sondern sinnigerweise dazwischen und in ausreichender Anzahl in den Ebenen. Selbst auf den Nebenrouten gibt es mittlerweile Übernachtungsmöglichkeiten.

Würde unser Radreisender häufiger nicht abgeschieden im Zelt sondern zwischen den Menschen nächtigen, hätte er vermutlich auch bereits den relativen Wert seiner Ausrüstung und seiner Art zu Reisen erfahren.
------------------------
Grüsse
Stephan
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Off-topic #1155744 - 07.09.15 22:26 Re: Zelten in der Türkei [Re: silkroad]
StephanBehrendt
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 13479
In Antwort auf: silkroad
[zitat] Finde mal in Indien ein Hotel im nirgendwo,
Wo bitte kann man sich in Indien südlich des Himalaya-Hauptkamms im Nirgendwo befinden?
------------------------
Grüsse
Stephan
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#1155745 - 07.09.15 22:27 Re: Zelten in der Türkei [Re: Hansflo]
silkroad
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abwesend abwesend
Beiträge: 805
Zitat:
Ich halte es eher für unglaublich, dass jemand aus einem der reichsten Länder der Welt durch diese reist und offenbar ganz selbstverständlich davon ausgeht, überall und auch in den ärmsten Gegenden mit offenen Armen empfangen zu werden und quasi per Anfrage an der Haustür Anspruch auf einen Zeltplatz zu erwerben. Schwer zu verstehen ist für mich auch, wie man sich darüber in einem Forum öffentlich erdreisten kann.[/

Hansflo: ich glaube der Punkt ist ein anderer, ich widerspreche "Biketrip" in ganz vielen Sachen...aber hier muss ich ihm schon Recht geben, die Türkei hat sich leider ganz dramatisch geändert. Bis vor 3 Jahren warst du herzlich willkommen in jedem Garten, du hattest eher das Problem mit zuvielen Einladungen, so dass dich eigentlich keiner im Garten schlafen lassen wollte da sie dich im Haus haben wollten - Erdogan hat sein Ziel erreicht, traue niemanden....Schade ist aber so.

Geändert von silkroad (07.09.15 22:28)
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Off-topic #1155747 - 07.09.15 22:34 Re: Zelten in der Türkei [Re: StephanBehrendt]
silkroad
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 805
Zitat:
Wo bitte kann man sich in Indien südlich des Himalaya-Hauptkamms im Nirgendwo befinden?

Leider sehr oft, ist zwar überbevölkert - Hotels gibt's aber trotzdem keine, bzw nur ganz wenige - AUSSER du planst jeden Tag penibel vor,vielleicht noch mit Reiseleiter. Aber so bin ich nicht gereist und werde auch nie reisen.
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Off-topic #1155748 - 07.09.15 22:37 Re: Zelten in der Türkei [Re: StephanBehrendt]
silkroad
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 805
Zitat:
Eben, ein eigenes Zelt ist gerade dort und gerade deswegen komplett überflüssig. Und die Camps stehen mitnichten auf den Pässen sondern sinnigerweise dazwischen und in ausreichender Anzahl in den Ebenen. Selbst auf den Nebenrouten gibt es mittlerweile Übernachtungsmöglichkeiten.

Würde unser Radreisender häufiger nicht abgeschieden im Zelt sondern zwischen den Menschen nächtigen, hätte er vermutlich auch bereits den relativen Wert seiner Ausrüstung und seiner Art zu Reisen erfahren.

Ganz grosser Blödsinn, gerade dort ist dir dein eigenes Zelt sehr wichtig, ist "relativ" sauber und hygenisch. Wir haben mehrmals dort übernachtet, aber im eigenen Zelt. Die Geländewagentouristen sind durchgereist.
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Off-topic #1155749 - 07.09.15 22:40 Re: Zelten in der Türkei [Re: silkroad]
StephanBehrendt
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 13479
In Antwort auf: silkroad
Ganz grosser Blödsinn, gerade dort ist dir dein eigenes Zelt sehr wichtig, ist "relativ" sauber und hygenisch.
So divergierend können Erfahrungen sein. Ich würde bei einem zweiten Mal kein eigenes Zelt mehr mitnehmen.
------------------------
Grüsse
Stephan
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#1155751 - 07.09.15 22:47 Re: Zelten in der Türkei [Re: silkroad]
Maschine2810
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 30
also sorry mal, wie kann man soviel quatsch schreiben. Was hat Erdogan damit zu tun??????
Ihr könnt doch nicht über die Politik in der Türkei eure Meinung kund geben, wenn ihr euch damit nicht beschäftigt habt.

Weil eine Person negative Erlebnisse schildert, heisst das doch nicht dass es stimmen muss. Anders gesagt, vielleicht warst du BIketrip total unsympathisch gegenüber den lieben Türken und deswegen wollten Sie dich nicht zelten lassen. Hast du dich das schon mal gefragt?
Bevor man Menschen Urteilt nach ihrer Herkunft, sollte man sich fragen, wie habe ich mich verhalten.

Ich habe die Erfahrung gemacht, das 99% aller Menschen gute Menschen sind, egal wo.

Ich würde mich nie trauen zu sagen, die Menschen aus ..... sind doof weil...

Unglaublich.
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#1155752 - 07.09.15 22:53 Re: Zelten in der Türkei [Re: Maschine2810]
panta-rhei
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 7553
Unterwegs in Britisches Territorium im Indischen Ozean

In Antwort auf: Maschine2810
...vielleicht warst du BIketrip total unsympathisch gegenüber den lieben Türken und deswegen wollten Sie dich nicht zelten lassen.

...

Ich habe die Erfahrung gemacht, das 99% aller Menschen gute Menschen sind, egal wo.



bravo guter Einstand party
Liebe Grüsse - Panta Rhei
"Leben wie ein Baum, einzeln und frei doch brüderlich wie ein Wald, das ist unsere Sehnsucht." Nâzim Hikmet, Dâvet
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#1155753 - 07.09.15 22:59 Re: Zelten in der Türkei [Re: Maschine2810]
silkroad
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 805
Zitat:

also sorry mal, wie kann man soviel quatsch schreiben. Was hat Erdogan damit zu tun??????
Ihr könnt doch nicht über die Politik in der Türkei eure Meinung kund geben, wenn ihr euch damit nicht beschäftigt habt.

Oh doch und ich erklärs dir auch: Seit den vergangenen Wahlen wurde seitens der AKP sehr viel Hass gestreut. Es wurden Friedensverträge mit der PKK gekündigt, es wurden die (noch freien) Medien drangsaliert (gerade gestern wurde das Redaktionsgebäude der Dogangroup (Hurriyet) gestürmt).
Weiters befinden sich Millionen von Flüchtlingen im Land, die Türkei ist gerade in einem Ausnahmezustand und das schlägt sich auch auf die Bevölkerung nieder, was verständlich ist.
Gerade gestern wurden lt. offiziellen Angaben 16 Soldaten getötet, lt. inoffizellen sogar 31.
Und wie "Biketrip" es schreibt klingt es fast unglaublich im Vergleich zu anderen Reiseberichten. Ich war mehrmals mit dem Rad in der Türkei aber so etwas wie geschrieben habe ich nicht erlebt, was ich aber von türkischen Freunden weiß ist dass sich die Feindseligkeit massiv erhöht hat.
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#1155757 - 07.09.15 23:20 Re: Zelten in der Türkei [Re: panta-rhei]
silkroad
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 805
Zitat:
guter Einstand party

Ich gebe ihm Recht dass 99% der Menschen gut sind....nur wenn man beobachtet was sich gerade in der Türkei abspielt glaube ich auch sofort was "Biketrip" widerfahren ist.
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#1155760 - 07.09.15 23:22 Re: Zelten in der Türkei [Re: silkroad]
Maschine2810
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 30
Ich möchte hier in einem Radforum nicht zuviel politische Themen besprechen, aber zu sagen:
Die Partei ... hat viel Hass verstreut, ist nicht aussagefähig. Friedensverträge wurden gekündigt ? Sobald ich weiss ist die PKK eine Terrororganisation, die aktuell so wie du es schon geschrieben hast unschuldige Menschen tötet um ihren willen durch setzen zu wollen.
Europa ist gerade in einer Ausnahmesituation, da alle Europäischen Länder von Flüchtlingen überflutet werden.

Die Türkei hat kein Problem mit seinem Präsidenten oder der Politik ( zur Info, die Türkei ist seit 1921 eine Republik , es wird Demokratisch gewählt und die AKP hat über 45% stimmen gehabt, dass bekommt man nicht, wenn das Volk unglücklich ist ) sondern dass es von seiner Lage her gerade nicht vorteilhaft liegt. Syrien Krieg vor der Tür, die ISIS vor der Tür, Irak Krieg vor der Tür, über 2.5 Millionen Flüchtlinge aufgenommen ohne Unterstützung....

Mir geht es hier mehr drum zu sagen ,dass es unfair ist zu sagen, dass Türken doof sind weil sie dem Herrn kein Zeltplatz genehmigt haben, oder weil in der Türkei die AKP regiert.
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#1155773 - 07.09.15 23:46 Re: Zelten in der Türkei [Re: Maschine2810]
silkroad
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 805
Zitat:
Die Partei ... hat viel Hass verstreut, ist nicht aussagefähig. Friedensverträge wurden gekündigt ? Sobald ich weiss ist die PKK eine Terrororganisation, die aktuell so wie du es schon geschrieben hast unschuldige Menschen tötet um ihren willen durch setzen zu wollen

Die PKK war in einem Friedensprozess seit 2006 und es hat auch jahrelange keinerlei Übergriffe von beiden Seiten gegeben. Du darfst nicht vergessen in der Türkei gibt es ca. 9 Mio PKK Anhänger. Erdogan hat bewusst - was ihm auch von vielen westlichen Regierungen vorgehalten wird - nach der Wahl wo er sich zum absolutischen Herrscher wählen lassen wollte die Kriegskarte gezogen und gezielt die PKK wieder angegriffen, weiters hat er auch die YPG angegriffen, die die Stellungen der IS (Kobane wird dir was sagen) zurückerobert haben.

Zitat:
Die Türkei hat kein Problem mit seinem Präsidenten oder der Politik ( zur Info, die Türkei ist seit 1921 eine Republik , es wird Demokratisch gewählt und die AKP hat über 45% stimmen gehabt, dass bekommt man nicht, wenn das Volk unglücklich ist ) sondern dass es von seiner Lage her gerade nicht vorteilhaft liegt

Das Volk nimmt den der es füttert und das beherrscht die AKP hervorragend und trotzdem verlieren sie massiv. Zur Zeit ist es so dass die einkommensschwächeren Schichten die AKP wählen und selbst da verlieren sie massiv, derzeit sind die Prognosen bei 38% (man denke einige Jahre zurück). Natürlich wirst du das gleich mit deutschen Standards vergleichen, das geht aber nicht so - wir sprechen von einem Schwellenland wo sich viele noch durch gratis Heizöl, Benzin, Holz, Nudeln kaufen lassen.

Zitat:
Mir geht es hier mehr drum zu sagen ,dass es unfair ist zu sagen, dass Türken doof sind weil sie dem Herrn kein Zeltplatz genehmigt haben, oder weil in der Türkei die AKP regiert

Habe ich irgendwo erwähnt dass Türken doof sind ???? Ganz im Gegenteil, bin ein absoluter Fan dieses Landes und zähle mich glücklich viele türkischstämmige Freunde zu haben, aber was mir von meinen Freunden auch bestätigt wurde ist die Schwarzmeerküste - wo "Biketrip" entlanggeradelt ist eine Hochburg der MHP, und die wiederum sind nicht gerade Ausländerfreundlich. MHP kann man in ihren Ansichten mit der deutschen NPD vergleichen, bei den vergangen Wahlen haben sie knapp 16% erreicht, Trabzon an der Schwarzmeerküste ist ihre Hochburg und das strahlt aus.
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Off-topic #1155779 - 08.09.15 00:34 Re: Zelten in der Türkei [Re: Keine Ahnung]
iassu
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 24302
In Antwort auf: Keine Ahnung
In Antwort auf: biketrip

Also wer einen Reiseradler wie mich sieht, und ein bischen kapitalistischen Verstand hat, der sieht das ich ein "sehr" hochwertiges Fahrrad habe. Ferner Ortlieb-Taschen, usw. usw.


Sicherlich werden die Leute, denen ich z. B. in Albanien begegnet bin, gesehen haben, dass mein Fahrrad besser ist als die "Gurken", die dort ab und zu von Einheimischen genutzt werden. Es ist aber sehr unwahrscheinlich, dass der Wert der Rohloff-Nabe oder auch der Ortlieb-Taschen usw. erkannt wird.

Nicht nur das. Ich werde angesichts meines ungewöhnlichen Rads nun wirklich täglich darauf angesprochen, die Leute sind irgendwas zwischen verblüfft, verunsichert und begeistert. Sie haben sowas noch nie gesehen. Das also aus dem Munde solcher Zeigenossen, die schon etwas mehr mit Fahrrad am Hut haben.

Dann aber kommt oft auch die Frage, wieviel sowas denn kostet. Ich mag darauf nicht direkt antworten, sage dann erstmal, daß es dieses Rad nur einmal gibt, daß es mein "design" ist, das reicht meistens. Manche aber sind dann erst recht neugierig und wollen es wissen. Ich lasse sie dann schätzen. Viermal ist das auf dieser Reise vorgekommen.

Ein Jugendlicher glaubte, sich ganz in absurde Höhe zu versteigen und schätzte 400, nein, vielleicht sogar 500 Euro. Ich habe dann eben genickt. Ein Erwachsener konnte keinen Betrag angeben, ich sagte dann: mehr als 1000 Euro. Einem offensichtlichen Geschäftsmann nannte ich auf mehrfaches Nachfragen den wirklichen Betrag, er war dann still. Wie soll man jemandem auch erklären, daß allein das Vorderrad mehr kostet als das teuerste Fahrrad im weit entfernten Supermarkt?

Achja und einmal war ich recht ärgerlich, als ein Hotelier meinte, ich könne das Rad ruhig außen ins Gebüsch stellen, hier wäre noch nie etwas weggekommen. Ich fragte ihn dann, ob er denn willens und in der Lage wäre, mir die ___.- Euro spontan zu ersetzen und dann noch den Fortgang der Radreise zu ermöglichen. Der war dann auch kooperativer.

Was ich damit sagen will: es braucht schon wirkliche Fachleute, um realistische Preise schätzen zu können. Nicht einmal in der zweiten Welt, keinesfalls aber in der dritten oder vierten hat der Normalpassant davon den Traum einer Vorstellung, er kann es eben nur schön und toll finden. Und selbst in Griechenland ist es ganz klar so, daß Fahrräder Armutszeugnisse sind oder Kinderspielzeug. Wer Rad fährt, ist untendurch. Jedenfall allgemein gesprochen.
Gruß Andreas
Onkel Ju 2

Geändert von iassu (08.09.15 00:40)
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Off-topic #1155780 - 08.09.15 01:07 Re: Zelten in der Türkei [Re: Maschine2810]
derSammy
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In Antwort auf: Maschine2810
Europa ist gerade in einer Ausnahmesituation, da alle Europäischen Länder von Flüchtlingen überflutet werden.

Da 'Blödsinn' in diesem Faden ja ein beliebtes Wort ist, nehme ich das in diesem Zusammenhang hier auch in den Mund: So pauschal ist die Aussage einfach Blödsinn. Ja, in einer Minderheit der europäischen Länder sind die Flüchtlingszahlen teils deutlich angestiegen, aber längst nicht in allen! Und von einer Flut würde ich schon aus der sprachlichen Nähe zu der zerstörungbringenden Naturkatastrophe nicht sprechen. Der Anstieg ist in Deutschland da und bringt Herausforderungen mit sich. Aber von 'Flut' würde ich bestenfalls bei den syrischen Anreinerstaten sprechen - da geht es um ganz andere Dimensionen.
Komm wir grillen Opa. Es gibt Koch und Suppenfleisch!
Satzzeichen können Leben retten.
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Off-topic #1155788 - 08.09.15 05:57 Re: Zelten in der Türkei [Re: derSammy]
paschukanis
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+1

Das 'Flut'-Gerede geht mir schon länger auf den Zeiger.
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#1155789 - 08.09.15 06:42 Re: Zelten in der Türkei [Re: silkroad]
Hansflo
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In Antwort auf: silkroad
Zitat:
Ich halte es eher für unglaublich, dass jemand aus einem der reichsten Länder der Welt durch diese reist und offenbar ganz selbstverständlich davon ausgeht, überall und auch in den ärmsten Gegenden mit offenen Armen empfangen zu werden und quasi per Anfrage an der Haustür Anspruch auf einen Zeltplatz zu erwerben. Schwer zu verstehen ist für mich auch, wie man sich darüber in einem Forum öffentlich erdreisten kann.[/

Hansflo: ich glaube der Punkt ist ein anderer, ich widerspreche "Biketrip" in ganz vielen Sachen...aber hier muss ich ihm schon Recht geben, die Türkei hat sich leider ganz dramatisch geändert. Bis vor 3 Jahren warst du herzlich willkommen in jedem Garten, du hattest eher das Problem mit zuvielen Einladungen, so dass dich eigentlich keiner im Garten schlafen lassen wollte da sie dich im Haus haben wollten - Erdogan hat sein Ziel erreicht, traue niemanden....Schade ist aber so.


Ich mag hier nicht auf die Politik und auf die Gründe für diese tatsächliche oder vermeintlichen Veränderungen eingehen. Aber für mich ist klar, dass ein Reisender (gar einer, der sich als Weltreisender ausgibt) soviel geistige und emotionale Flexibilität aufbringen sollte, ein Nein auf eine Frage nach einer Gratisleistung zu akzeptieren, ohne es UNGLAUBLICH zu finden und ohne es laut schreiend der Welt zu verkünden.

Hans
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Off-topic #1155790 - 08.09.15 07:55 Re: Zelten in der Türkei [Re: iassu]
memy
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Den Wert eines Rades oder sonstiger Ausrüstung kann man einfacher verdeutlichen, wenn man ihn in Arbeitszeit (oder der Zeit die man dafür sparen mußte) angibt. Das macht die Zahlen greifbarer auch wenn oft mit Menschen zusammen kommt, die sicher weit davon entfernt sind überhaupt etwas von ihrem Einkommen zu sparen

Gruß
Horst
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Off-topic #1155800 - 08.09.15 09:45 Re: Zelten in der Türkei [Re: iassu]
veloeler
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In Antwort auf: iassu
Ich werde angesichts meines ungewöhnlichen Rads nun wirklich täglich darauf angesprochen

Kann ich für den Lieger auch bestätigen. Frühling 2014, Schätzungen des Werts des Maschineli, dessen Ausstattung sich etwa auf dem Niveau des Rads von biketrip bewegt:
Türkei: USD 20-1000, Durchschnitt 150
Iran: USD 30-200, Durchschnitt 100
(egal was genannt wurde, ich habe immer zugestimmt zwinker )
Reiseblog: 2019 und 2017 Frankreich, 2016 Nordamerika, 2015 Neuseeland & Australien, 2014 Dubai->Schweiz, 2013 Schweiz->Nordkap->Schweiz
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#1155802 - 08.09.15 09:51 Re: Zelten in der Türkei [Re: ]
Radlfreak
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Ich klink mich mal hier ein, auch wenn es etwas OT ist.

Hier wird wieder deutlich wie unterschiedlich die Eindrücke im jeweiligen Land sind. Ich möchte keineswegs die Erlebnisse des TS kritisieren, da sie lediglich SEINE Erfahrungen sind. Von der aktuellen Lage in der Türkei mag ich nicht mitreden, da ich keine Informationen darüber habe.

Ich komme gerade von einer 4wöchigen Reise aus dem Baltikum zurück. Ich kann mich noch an den Thread "Unfreundlichkeit im Baltikum" erinnern - ich hatte mich also vorsorglich darauf eingestellt und hätte eine gewisse "Ungastlichkeit" bewusst in Kauf genommen, schliesslich wollte ich die Länder ja bereisen. Und es war genau das Gegenteil der Fall: Ich war total überrascht über soviel Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Gastlichkeit.

Was sagt uns das? Man kann nur schwer ein Land beurteilen, wenn man nur kurz unterwegs ist, und je nachdem, in welcher Region man sich aufhält.

Last not least: Man muss auch mal das eigene Verhalten in Betracht ziehen. Zunächst bleibe ich stets freundlich und gehe mit einer positiven Einstellung auf die Leute zu. Ich gehe mal davon aus, dass der TS sich ebenso verhalten hat.
Ich mache jetzt schon seit 20 Jahren Radreisen und habe über 30 Länder bereist, und war bei Unterkunftssuche o.a. Hilfe nur in den allerwenigsten Fallen abgewiesen worden.

Das einzige Land, wo ich bisher Unfreundlichkeit und Ablehnung erfahren hatte, war die Tschechische Republik. K.A. warum, ist mir von anderen Reisenden aber auch schon bestätigt worden. Die angrenzende Slowakei genau das Gegenteil.

Ich sage mal so: Das Land gehört den Einheimischen. Es liegt an einem selbst, ob man die dortigen Gepflogenheiten mitmacht oder dem Land fernbleibt.

Anders aber ist es wie im Falle des TS, wo man von einem gastfreundlichen Land (Türkei) ausgeht(was es ja eigentlich auch ist!) mit dem unerwarteten Gegenteil konfrontiert wird. Da hätte ich auch die Schnauze voll gehabt. Ich hatte ja die Tschechische Republik auch fluchtartig verlassen und war froh, wieder im - übrigens sehr gastfreundlichen - Österreich zu sein.

Gruss Alex

Kilometerstand 109.674 km
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#1155803 - 08.09.15 09:53 Re: Zelten in der Türkei [Re: Hansflo]
zaher ahmad
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In Antwort auf: Hansflo
Ich mag hier nicht auf die Politik und auf die Gründe für diese tatsächliche oder vermeintlichen Veränderungen eingehen. Aber für mich ist klar, dass ein Reisender (gar einer, der sich als Weltreisender ausgibt) soviel geistige und emotionale Flexibilität aufbringen sollte, ein Nein auf eine Frage nach einer Gratisleistung zu akzeptieren, ohne es UNGLAUBLICH zu finden und ohne es laut schreiend der Welt zu verkünden.

Nun, die Türkei hatte bis vor Kurzem insbesondere bei Reiseradlern wegen ihrer gastfreundlichen und hilfsbereiten Bevölkerung den Ruf, ein angenehmes und einigermaßen sicheres Land zu sein. Wenn man mit dieser Vorstellung dort hinfährt und dann ganz andere Erfahrungen vor Ort macht, kann man das schon hinterfragen. Ob das allerdings in dieser Pauschalität sein muss?
Das ist der Punkt, an dem ich mich störe. Nicht die vermeintliche Erwartungs- oder Anspruchshaltung, die Du hier sehen willst. Schließlich kann und muss ich auch mit einem Nein leben, wenn ich frage, ob ich irgendwo zelten darf. Wenn sich das allerdings in der beschriebenen Art und Weise häuft, ist das schon auffällig und steht im Widerspruch zu den Erfahrungen, die ich zu 99% in unterschiedlichsten Ländern gemacht habe. Auch in der Türkei war das in der Vergangenheit eine seltene Ausnahme, dass einem Zeltaufstellen verweigert wurde.

Grüße

zaher
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#1155805 - 08.09.15 10:02 Re: Zelten in der Türkei [Re: zaher ahmad]
Keine Ahnung
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Schwierig wird eine Beurteilung natürlich auch dadurch, dass man ja nicht jahrelang in einem Land unterwegs ist, sondern nur durchreist und dabei punktuell Kontakt z. B. im Zusammenhang mit der Anfrage bzgl. Zeltens mit einzelnen Menschen hat. Der eine hat Pech und gerät dreimal hintereinander an das, was es in jedem Land gibt, unfreundliche Leute. Der andere hat Glück und trifft die freundlichen Zeitgenossen (wovon es garantiert auch in der Türkei mehr gibt als unfreundliche Menschen).

Man muss daher etwas vorsichtig bei der Abgabe von Pauschalurteilen sein. Eigentlich kann man immer nur schreiben, "Ich habe in XYZ unfreundliche Leute getroffen." (wobei hier das Verweigern einer Zeltmöglichkeit nicht unbedingt als "unfreundlich" zu bewerten ist). Man kann aber nicht schreiben, "Die Leute in XYZ sind unfreundlich."
Gruß, Arnulf

"Ein Leben ohne Radfahren ist möglich, aber sinnlos" (frei nach Loriot)
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#1155811 - 08.09.15 10:16 Re: Zelten in der Türkei [Re: Keine Ahnung]
zaher ahmad
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In Antwort auf: Keine Ahnung
Man muss daher etwas vorsichtig bei der Abgabe von Pauschalurteilen sein. Eigentlich kann man immer nur schreiben, "Ich habe in XYZ unfreundliche Leute getroffen." (wobei hier das Verweigern einer Zeltmöglichkeit nicht unbedingt als "unfreundlich" zu bewerten ist). Man kann aber nicht schreiben, "Die Leute in XYZ sind unfreundlich."

Eben das kritisiere ich ja am Eingangsbeitrag. Auch wenn ich nun schon ein paar Jahre nicht mehr mit dem Rad in Anatolien war, kann ich mir nicht vorstellen, dass aus all den freundlichen Leuten, die ich dort schon getroffen habe, unfreundliche Ausländerhasser geworden sein sollen.
Dass sich die Stimmungslage im Lande geändert haben könnte würde mich angesichts der Ereignisse in der Region weniger wundern.

Grüße

zaher
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Off-topic #1155816 - 08.09.15 10:49 Re: Zelten in der Türkei [Re: Radlfreak]
Hasenbraten
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In Antwort auf: Radlfreak
(...) Das einzige Land, wo ich bisher Unfreundlichkeit und Ablehnung erfahren hatte, war die Tschechische Republik. K.A. warum, ist mir von anderen Reisenden aber auch schon bestätigt worden. (...)
Viele Tschechen (vor allem Ältere) haben immer noch tiefe Ressentiments (und auch Minderwertigkeitskomplexe) gegenüber Deutschen, verursacht durch die Zerschlagung der 1. Tschechischen Republik durch Hitlerdeutschland 1939 und die Vertreibung der deutschsprachigen Bevölkerung nach dem 2. Weltkrieg. Anscheinend werden derartige Vorurteile in manchen Familien von einer Generation auf die nächste weitergegeben.

Ich bin ziemlich häufig im Böhmerwald unterwegs und erfahre fast ausschließlich Freundlichkeit. Allerdings spreche ich etwas tschechisch und das macht einen großen Unterschied aus. Die Leute merken natürlich, dass ich Ausländer (wahrscheinlich Deutscher) bin, aber sie fühlen sich respektiert und reagieren ihrerseits mit Respekt und Freundlichkeit.

Grüße
Gregor
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Off-topic #1155817 - 08.09.15 10:56 Re: Zelten in der Türkei [Re: Hasenbraten]
Holger
Moderator
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Eine Frage zur Geschichte: War das in der Slowakei anders? Ich muss gestehen, dass ich da doch Lücken im Geschichtswissen habe, habe ganz verschwommen im Hinterkopf, dass es schon nach dem ersten Weltkrieg eine Tschechoslowakei gab - bin mir aber überhaupt nicht sicher und weiß auch nicht, wie die Slowakei im zweiten Weltkrieg betroffen war.

Viele Grüße,
Holger
Schloss, Schloss, Schloss, Atlantik. An der Loire entlang und dann La Rochelle: http://les21lacets.de/blog/
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#1155819 - 08.09.15 11:02 Re: Zelten in der Türkei [Re: zaher ahmad]
Uli
Moderator
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Zitat:
Dass sich die Stimmungslage im Lande geändert haben könnte würde mich angesichts der Ereignisse in der Region weniger wundern.

Ich habe mich Ende April länger mit zwei Deutschen unterhalten, die in der Türkei leben. Sie berichteten mir beide, dass Erdogan und seine Politik bewusst(!) große Ressentiments gegen Ausländer hervorrufen. Das geht so weit, dass sich einer der beiden (gebürtig aus Brandenburg) an die DDR erinnert fühlte: Kritische Gespräche mit Ausländern - vor allem in der Öffentlichkeit und über Politik - führt kein Türke mehr, weil das unangenehme Besuche durch z.B. Polizei oder AKP-Funktionäre nach sich ziehen kann. Vor Erdogan soll das noch ganz anders gewesen sein. Beide Deutsche überlegten alleine aufgrund der sich rasant geänderten Stimmungslage in der Türkei wieder zurück zu ziehen. Beide erzählten aber auch, dass es insb. unter den jüngeren Leuten und den Stadtbewohnern eine große Menge gibt, die tolerant, offen und contra-AKP ist. Das "Problem" sei die stark in Tradition und Religion verwurzelte, arme Landbevölerung.
Gruß
Uli
Ich geändere nichts!
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Off-topic #1155824 - 08.09.15 11:07 Re: Zelten in der Türkei [Re: Holger]
silkroad
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Ab 1918 in der Tschechoslowakei, kurze Unterbrechung zwischen 38/39 - 45 und dann wieder ein Teil bis zur Trennung 1993


Geändert von silkroad (08.09.15 11:08)
Änderungsgrund: falsche Jahreszahl
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Off-topic #1155828 - 08.09.15 11:09 Re: Zelten in der Türkei [Re: Holger]
Hasenbraten
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Ja, nach dem 1. Weltkrieg gab es eine Tschechoslowakei (die sogenannte 1. Republik). Diese wurde 1939 durch das Deutsche Reich zerschlagen.
Teile des Böhmerwaldes wurden kamen fest zum Deutschen Reich.
Das Protektorat Böhmen und Mähren kam unter deutsche Verwaltung.
Die Slowakei wurde ein selbständiger Staat.

Grüße
Gregor
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#1155830 - 08.09.15 11:16 Re: Zelten in der Türkei [Re: Uli]
silkroad
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Zitat:
Beide erzählten aber auch, dass es insb. unter den jüngeren Leuten und den Stadtbewohnern eine große Menge gibt, die tolerant, offen und contra-AKP ist.

Glücklicherweise und ich hoffe sie schaffen einen Wechsel, die Wahlen vor einigen Monaten haben gezeigt dass es eine Möglichkeit gibt. Erdogans Allmachtsfantasien als "gewählter" Diktator haben einen Dämpfer bekommen und er versucht halt mit aller Macht die noch freien Medien einzuschüchtern und die Bevölkerung zu verunsichern.
Die Türkei ist lt. Reporters without Borders die Nr. 149 bei der Pressefreiheit, ich denke das sagt schon alles, Erdogan versucht alles die um die kritischen Medien mundtot zu machen.
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Off-topic #1155831 - 08.09.15 11:24 Re: Zelten in der Türkei [Re: silkroad]
Maschine2810
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@Silkroad:
Ich werde jetzt das Thema nicht mehr vertiefen. Fakt ist, dass du Sachen schreibst die zu 100% nicht stimmen. Wenn du sowas glaubst und dir dabei eine Meinung bildest, bitte.

Es bringt nichts mit unwissenden Menschen in eine Diskussion einzugehen.

Die PKK hat 9 Millionen Anhänger. Zum Glück ist es nicht so. Die PKK ist eine Terrororganisation, die unschuldige Menschen umbringt. Lass uns mal froh sein, dass dies eine Minderheit ist.
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#1155832 - 08.09.15 11:25 Re: Zelten in der Türkei [Re: Hansflo]
Maschine2810
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Danke Hansflo, bin genau deiner Meinung. Darum ging es mir hier Hauptsächlich...
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Off-topic #1155833 - 08.09.15 11:26 Re: Zelten in der Türkei [Re: Hasenbraten]
Toxxi
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In Antwort auf: Hasenbraten
Die Slowakei wurde ein selbständiger Staat.

De jure ja, de facto nein. Die Slowakei (offiziell: Erste Slowakische Republik) war ein (faschistischer) deutscher Satellitenstaat. Deutsche Truppen haben eine sogenannte Schutzzone an der Grenze zu Tschechien (damals: Protektorat Böhmen und Mähren) besetzt.

Lektüre: https://de.wikipedia.org/wiki/Slowakischer_Staat

Obendrein war diese Slowakei kleiner als davor und danach (und heute). Die ungarischsprachigen Gebiete wurden an Ungarn angeschlossen.

Lektüre: https://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Wiener_Schiedsspruch

---

Zusätzlich wurde nicht nur das Verhältnis zwischen Tschechen und Deutschen nachhaltig vergiftet, sondern auch zwischen Tschechen und Polen. Der damalige polnische Staat stürzte sich wie ein Geier auf die Überreste dessen, was Deutschland übrig ließ: Polen marschierte am 2.10.38 ins Olsagebiet ein. Das sind heute die Städte Český Těšín (CZ) und Cieszyn (PL).
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Off-topic #1155834 - 08.09.15 11:27 Re: Zelten in der Türkei [Re: Hansflo]
Toxxi
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bravo
Meine Räder und Touren im Radreise-Wiki
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Off-topic #1155837 - 08.09.15 11:42 Re: Zelten in der Türkei [Re: Maschine2810]
silkroad
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Zitat:
Ich werde jetzt das Thema nicht mehr vertiefen. Fakt ist, dass du Sachen schreibst die zu 100% nicht stimmen. Wenn du sowas glaubst und dir dabei eine Meinung bildest, bitte.

Zum Glück leben wir in einer Kultur wo jeder noch seine freie Meinung kundtun darf, im Gegensatz zur Türkei

Zitat:

Es bringt nichts mit unwissenden Menschen in eine Diskussion einzugehen.

Da gebe ich dir Recht, du scheinst dich mit dem Thema nicht wirklich auseinandergesetzt zu haben und scheinst auch die Lage im Land nicht zu verfolgen.

Zitat:

Die PKK hat 9 Millionen Anhänger. Zum Glück ist es nicht so. Die PKK ist eine Terrororganisation, die unschuldige Menschen umbringt. Lass uns mal froh sein, dass dies eine Minderheit ist

Da geben ich dir Recht mit der Terrororganisation, aber gibt es nicht immer zwei Seiten ? Für die einen sind es Freiheitskämpfer - für die anderen Terroristen. Es gibt ca. 30 Mio Kurden in der Region (Türkei, Syrien, Irak, Iran) und ein geschätztes Drittel davon unterstützen den bewaffneten Kampf, entweder direkt oder indirekt.
Anscheinend unterstützt auch die deutsche Bundesregierung die PKK indirekt mit Waffen, es wurden Waffen an die irakischen & syrischen Kurden (Peshmerga & YPG) geliefert welche auch von der PKK unterstützt werden, es kämpfen auch viele PKK Einheiten in Nordsyrien.
Deutsche Waffen PKK


Geändert von silkroad (08.09.15 11:53)
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Off-topic #1155839 - 08.09.15 11:47 Re: Zelten in der Türkei [Re: Toxxi]
Keine Ahnung
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Das dritte Reich hat hier (und nicht nur hier) einiges zerstört. Sowohl in den heutigen Gebieten von Tschechischer Republik, Slowakei als auch Polen lebten Deutsche viele hundert Jahre neben anderen Bevölkerungsgruppen mehr oder weniger friedlich. Die Allmachtsphantasien der Nazis haben letztendlich dazu geführt, dass viel Hass entstanden ist. Darin sind Nazis und andere extreme Gruppierungen ja generell sehr gut, wie wir auch heute noch erleben müssen.

Es ist wirklich erfreulich, dass sich diese belasteten Beziehungen inzwischen deutlich erholt haben. Ich habe in keinem der Länder bislang feindseliges Verhalten erlebt. Wie ich schon oben geschrieben habe, wird es aber in jedem Land "Solcherde und Solcherde" geben, wie ein Oberfranke sagen würde. Meine Radreise nächste Jahr soll durch alle drei genannten Länder führen und ich freue mich schon darauf!
Gruß, Arnulf

"Ein Leben ohne Radfahren ist möglich, aber sinnlos" (frei nach Loriot)
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Off-topic #1155853 - 08.09.15 13:12 Re: Zelten in der Türkei [Re: Keine Ahnung]
Toxxi
Moderator Übernachtungsnetzwerk
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Das ist alles richtig. Die Nazis haben das Ganze zur Extase getrieben.

Aber man sollte nicht vergessen, dass es überall heftige Nationalisten gab, auch bei den Tschechen und Polen. Genau das, nämlich das Fehlen einer mäßigenden Stimme, hat zu der unglaublichen Eskalation geführt. Jeder hat auf seinem vermeintlich historische begründeten "Recht auif Nation" gepocht und wollte davon keinen Millimeter abweichen.

Leider haben diese Länder mit einer wiossenschaftlichen Aufarbeitung erst zögerlich begonnen. Wobei ich das wörtlich meine, irgendwelche Entschuldigungsorgien sind in meinen Augen keine wissenschatliche Aufarbeitung. Und einen gewissen Spiegel dessen sieht man heute bei den Bürgerkriegsflüchtlingen in Osteuropa.
Meine Räder und Touren im Radreise-Wiki
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Off-topic #1155855 - 08.09.15 13:23 Re: Zelten in der Türkei [Re: Toxxi]
Oldmarty
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Auf was hätten Tschechen, Slovaken und Polen verzichten sollen? Auf Staatsgebiete, nur weil Adolf sie haben wollte für sein Volk ohne Land? Meinst du das wenn es dort keine nationalistischen Kreise/ Parteien gegeben hätte, dann wäre Deutschland nicht einmaschiert?
Diese Nationalisten wollten jetzt nichts von vom deutschen Reich haben, was diese so heute treiben ist ein anderes Kapitel.
Präventionparadoxum

Man sieht Schäden nicht, die ausgeblieben sind
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Off-topic #1155858 - 08.09.15 13:36 Re: Zelten in der Türkei [Re: Maschine2810]
Mooney
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In Antwort auf: Maschine2810
Die PKK ist eine Terrororganisation, die unschuldige Menschen umbringt.

Nein, die türkische Armee ist eine Terrororgansation, die unschuldige Kurden umbringt. Die PKK wehrt sich dagegen.

Das ist jetzt so differenziert wie deine Äußerung. Nützt das jemandem? Immerhin ist meine wahrhaftiger.

Wolfgang
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Off-topic #1155859 - 08.09.15 13:42 Re: Zelten in der Türkei [Re: Mooney]
iassu
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Wahrhaftiger sicher nicht. Die türkische Armee ist kein undifferenzierter Haufen. Es gab und gibt dort sicherlich anachronistische, totalitäre und menschenverachtende Zustände. Es gibt dort aber aktuell auch großen Frust und Empörung, daß sie von Erdogan in eine dermaßen sinnlose Auseinandersetzung mit den Kurden gezwungen werden, nur um von dessen Schwierigkeiten abzulenken. Opfer unter den Soldaten sind nicht dazu geeignet, das abzuschwächen. Zu einer Befehlsverweigerung oder gar Putsch reicht es natürlich derzeit nicht. Aber das Terrorisieren kann man in diesen Gegenden niemals nur einer Seite zuschreiben.
Gruß Andreas
Onkel Ju 2

Geändert von iassu (08.09.15 13:42)
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Off-topic #1155862 - 08.09.15 13:51 Re: Zelten in der Türkei [Re: iassu]
silkroad
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Zitat:
Es gibt dort aber aktuell auch großen Frust und Empörung, daß sie von Erdogan in eine dermaßen sinnlose Auseinandersetzung mit den Kurden gezwungen werden

In der Armee brodelt es ziemlich, eine offene Ablehnung gegen Erdogan war bis vor kurzem von undenkbar nachdem er die Führungsspitze im Ergenekon Prozess ausgehoben hat.
Bin schon gespannt ob es Anfang November überhaupt zu Wahlen kommt, die Umfragewerte sinken und sinken, und die HDP - obwohl sie die PKK unterstützt - gewinnt weiter an Terrain. Der Türkei stehen noch sehr unruhige Zeiten bevor.

Mir ist eingefallen dass der verlinkte Artikel nicht von jedem gelesen werden kann da paywall, Hier in einer anderen Zeitung.

Geändert von silkroad (08.09.15 13:56)
Änderungsgrund: Artikel eingefügt
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Off-topic #1155865 - 08.09.15 13:58 Re: Zelten in der Türkei [Re: Holger]
manfredf
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In Antwort auf: Holger
Eine Frage zur Geschichte: War das in der Slowakei anders? Ich muss gestehen, dass ich da doch Lücken im Geschichtswissen habe, habe ganz verschwommen im Hinterkopf, dass es schon nach dem ersten Weltkrieg eine Tschechoslowakei gab - bin mir aber überhaupt nicht sicher und weiß auch nicht, wie die Slowakei im zweiten Weltkrieg betroffen war.

Es gibt auch noch eine Geschichte vor den Weltkriegen, und da war die Slowakei ein Teil Ungarns (und hat auch heute noch eine große ungarische Minderheit), während Böhmen und Mähren ein Teil Österreichs waren.
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Off-topic #1155886 - 08.09.15 15:05 Re: Zelten in der Türkei [Re: Oldmarty]
Toxxi
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In Antwort auf: Oldmarty
Auf was hätten Tschechen, Slovaken und Polen verzichten sollen? Auf Staatsgebiete, nur weil Adolf sie haben wollte für sein Volk ohne Land? Meinst du das wenn es dort keine nationalistischen Kreise/ Parteien gegeben hätte, dann wäre Deutschland nicht einmaschiert?

Das Grundproblem liegt viel tiefer. Man wollte Nationalstaaten gründen, obwohl die Völker und Nationen durchmischt sind. Das betrifft alle gleichermaßen (Polen, Tschechen, Deutsche, Slowaken, Ungarn...). Egal wie man die Grenzen auch legte, es gab immer Minderheiten. Und diese versuchte man entweder zu assimilieren oder wegzuekeln. Auf jeden Fall waren sie nicht gemocht. Ich habe damit keineswegs die Absicht, die deutschen Kriegsverbrechen zu relativieren.

Daraus folgt:

Wer ja zum Nationalstaat sagt, der sagt auch ja zu ethnischen Säuberungen.

In Westeuropa sind diese Säuberungen zu einer Zeit erfolgt, als es weder UNO noch Völkerrecht noch sonstwas gab. Man hat einfach gemacht,und es hat keinen interessiert. Als in Mittel- und Osteuropa Nationalstaaten gegründet wurden, konnte man entweder mit seiner großen Völkerdurchmischung leben (dann war es kein Nationalstaat mehr), oder man konnt die Minderheiten rausschmeißen (was wiederum für bösen Blut mit den Nachbarn gesorgt hat).

In Antwort auf: Oldmarty
Diese Nationalisten wollten jetzt nichts von vom deutschen Reich haben, was diese so heute treiben ist ein anderes Kapitel.

Ja... und? Was hat das jetzt mit dem Thema zu tun? Wir reden gerde über die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen.
Meine Räder und Touren im Radreise-Wiki

Geändert von Toxxi (08.09.15 15:07)
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Off-topic #1155890 - 08.09.15 15:36 Re: Zelten in der Türkei [Re: Toxxi]
kettenraucher
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Zitat:
Das Grundproblem liegt viel tiefer. Man wollte Nationalstaaten gründen ....

Meine Frage ist ausdrücklich nicht provozierend oder eskalierend oder sonstwie destruktiv gemeint: Aber wer ist "man"?

Zitat:
Wer ja zum Nationalstaat sagt, der sagt auch ja zu ethnischen Säuberungen.
Wer hat den unsäglichen Begriff "ethnische Säuberung" in die Welt gesetzt und von wem wird dieser Begriff zu welchem Zweck verwendet? Auch diese Frage ist in keinster Weise eskalierend oder provozierend gemeint! Aber ich möchte die Verwendung des Begriffs "ethnische Säuberung" dringlich in Frage stellen.
Allen gute Fahrt und schöne Reise.

Geändert von kettenraucher (08.09.15 15:38)
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#1155904 - 08.09.15 16:38 Re: Zelten in der Türkei [Re: ]
Radreisender
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Unterwegs in Guatemala

In Antwort auf: biketrip

... Ich habe auf meinen ganzen Reisen kein so unfreundliches und ungastliches Volk wie die asiatischen Türken erlebt.

Kaum zu glauben, dass das gastfeindlichste Land der Welt (Türkei) direkt neben dem gastfreundlichstem Land (Iran) liegt. UNGLAUBLICH!


Du hast die Türken und Kurden als unfreundlich ja gar als gastfeindlich empfunden? Du hattest Probleme einen Platz für dein Zelt zu finden?

Ich habe genau das Gegenteil erlebt, als ich letztes Jahr 10 Wochen in der Türkei unterwegs war. Die meiste Zeit davon habe ich gezeltet.
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Off-topic #1155916 - 08.09.15 17:12 Re: Zelten in der Türkei [Re: Holger]
Falk
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Zitat:
Eine Frage zur Geschichte: War das in der Slowakei anders?

Doch, schon. Während die deutschprachigen Gebiete in Böhmen und Mähren, von ein paar ausnahmen abgesehen, in den Grenzgebieten zu ebenfalls deutschsprachigen Nachbarländern lagen, war die Slowakei, abgesehen von den ungarischsprsachigen Gebieten im Süden (die es interessanterweise noch immer gibt und wo auch Einwohner leben, die kein slowakisch sprechen), deutlich durchmischter. Deutschsprachige Sprachinseln lagen beispielsweise in der Zips, in Liptau und im Hauerland und sie bestanden sehr lange. Von einer gezielten Ansiedlung von Deutschen in der Slowakei während des zweiten Weltkrieges ist mir zumindest nichts bekannt. Welcher Teufel die Leute mit dem Kriegsende geritten haben muss, dass plötzlich Nachbarn und Freunde aufeinander geschossen haben, das ist mir absolut nicht klar. Dass sich die neugegründete Tschechoslowakei tief ins eigene Fleisch geschnitten hat, ist vielen wenig später klargeworden. Dass es verfassungsrechtlich überaus bedenklich ist, eigene und geborene Staatsbürger nur aufgrund ihrer Muttersprache rauszuwerfen, auch. Konsequent konnte man die Nationalitäten sowieso nicht trennen, das zeigt schon ein Blick auf die Klingelschilder an den Häusern. Hätte man es gekonnt, gäbe es in Tschechien und der Slowakei keine Mair und Šuster und in Wien keine Svoboda und Kratochvil.
Falk, SchwLAbt
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Off-topic #1155925 - 08.09.15 18:11 Re: Zelten in der Türkei [Re: kettenraucher]
Toxxi
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In Antwort auf: kettenraucher
Meine Frage ist ausdrücklich nicht provozierend oder eskalierend oder sonstwie destruktiv gemeint: Aber wer ist "man"?

Mit "man" meine ich die Nationalbewegungen des 19. Jahrhunderts. Deutschland ist 1871 als Nationalstaat gegründet worden, Polen und die Tschechoslowakei erst 1918.

In Antwort auf: kettenraucher
Zitat:
Wer ja zum Nationalstaat sagt, der sagt auch ja zu ethnischen Säuberungen.
Wer hat den unsäglichen Begriff "ethnische Säuberung" in die Welt gesetzt und von wem wird dieser Begriff zu welchem Zweck verwendet? Auch diese Frage ist in keinster Weise eskalierend oder provozierend gemeint! Aber ich möchte die Verwendung des Begriffs "ethnische Säuberung" dringlich in Frage stellen.

Wer den Begriff in die Welt gesetzt hat, weiß ich nicht genau. Wikipedia meint, er sei im Jugoslawien der 1980er Jahre entstanden.

Ich gebrauche den Begriff hier ganz bewusst, um auf die Probleme des Konstruktes Nationalstaat hinzuweisen. (Wenn du einen besseren hast - dann immer raus damit!) Eine Nation fällt nicht vom Himmel, sondern ist ein künstliches Konstrukt, das (meistens) ethnisch begründet ist. Einen Nationalstaat kann man nur gründen, wenn eine Ethnie die große Mehrheit hat. Bei der komplizierten Völkerverteilung in Osteuropa gab es derartige Mehrheiten aber nicht. Erreichen wollte man diese Mehrheiten durch ethnisch motivierte Gewalt. Schau dir mal die Geschichte der Balkankriege an, die ist exemplarisch dafür.

Griechenland und die Türkei haben das versucht, vertraglich über einen Bevölkerungsaustausch zu regeln. Aber auch der ist natürlich eine irgendwie motivierte ethnische Säuberung, die auf einer vertraglichen Grundlage steht und im Idealfall gewaltfrei von sich gehen sollte.

Gruß
Thoralf
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Off-topic #1155940 - 08.09.15 19:48 Re: Zelten in der Türkei [Re: Radreisender]
Thomas1976
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Zitat:
Du hast die Türken und Kurden als unfreundlich ja gar als gastfeindlich empfunden? Du hattest Probleme einen Platz für dein Zelt zu finden?

Ich habe genau das Gegenteil erlebt, als ich letztes Jahr 10 Wochen in der Türkei unterwegs war. Die meiste Zeit davon habe ich gezeltet.


Wenn er sich dort genauso verhält, wie er hier teilweise schreibt, ist es für mich kein Wunder dass ihm die Menschen dort abweisend begegnen.
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Off-topic #1155974 - 08.09.15 21:27 Re: Zelten in der Türkei [Re: kettenraucher]
Hasenbraten
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Beiträge: 689
In Antwort auf: kettenraucher
Aber wer ist "man"?
Beispielsweise dieser Kamerad.



Das ist ein Gedenkstein im Böhmerwald für einen tschechischen Soldaten der 1928 durch einen Blitzschlag ums Leben kam. Etwas an der Inschrift fällt auf...
"Rusky Legionár" also Russischer Legionär.

Während des 1. Weltkriegs sind ganze Einheiten der k.u.k.-Armee die aus Böhmen stammten und nicht für das ungeliebte Kaiserreich sterben wollten zu ihren slawischen "Brüdern" den Russen übergelaufen und haben dann an deren Seite weitergekämpft.

Grüße
Gregor

Geändert von Hasenbraten (08.09.15 21:28)
Änderungsgrund: Hatschekproblem
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#1155977 - 08.09.15 21:37 Re: Zelten in der Türkei [Re: ]
Gisibert
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In Antwort auf: biketrip

Die asiatischen Türken dagegen … tun die ganze Zeit so überschwänglich freundlich und sind die grössten Gastgeber mit Worten oder wenn es um eine Tee-Einladung geht. Aber wenn man um einen Zeltplatz bittet, neben Ihrem Haus, oder sogar ausserhalb von Ihrem Grundstück, wird man verjagt … Bitte woanders, Aber nicht bei uns !!! Das habe ich die ganze Zeit erlebt.


Hallo biketrip,

meine Frau ist Türkin und von ihr weiß ich, dass das Zelten in der Türkei (jedenfalls im ländlichen Raum) nicht gut angesehen ist. Zelten tun dort nur Nomaden und Herumtreiber. Wenn nun die Nachbarn sehen, dass man ein Zelt im Vorgarten hat, worin ein Unbekannter haust, fängt das Gerede sofort und unweigerlich an.

Hinzu kommt die allgemeine Angst vor fremden Männern: Man muss seine Frauen um jeden Preis schützen, wer fremde Männer in unmittelbarer Nähe seiner Frauen/Töchter duldet, handelt leichtfertig.

Das muss nicht böse gemeint sein, sondern kann einfach eine Art von Erschrecken und Selbstschutz sein. Gerade auf dem Land ist es für die Leute nach wie vor sehr wichtig, nach außen hin seinen Ruf zu wahren und kein negatives Aufsehen zu erregen.

Dies nun großangelegt politisch und böswillig zu interpretieren halte ich für völlig verfehlt. Wer in andere Länder reist, sollte gewillt sein, die dortigen Moralvorstellungen und Sitten vollumfänglich zu akzeptieren und sich darauf einzustellen.

Die Türken sind in ländlichen Gegenden zwar noch z.T. recht konservativ eingestellt, aber ansonsten sehr nette Menschen, ich wurde bisher immer freundlich behandelt und das sage ich nicht nur deshalb, weil meine Frau aus Anatolien stammt.

Wenn ich die Familie meiner Frau auf dem Land besuche, sehe ich nie andere Ausländer (mit Fahrrad und Zelt schon gar nicht, obwohl ich durchaus darauf achte). Ich bin dort schon immer eine kleine Sensation und muss selber darauf achten, nicht unbeabsichtigt (jüngere) Frauen zu grüßen oder gar freundlich anzuschauen. Man möchte als Gast die Menschen ja nicht unnötig in Verlegenheit bringen und sich selbst peinliche Situationen ersparen.

Wer etwas Kultur versteht (und nicht nur seine eigenen Werte von zu Hause ungefiltert in die Welt trägt), der trifft auch in der Türkei die meisten Menschen als nette Menschen an.

Gruß
gisi



Fährst Du Rad, brauchst Du keinen Rat. Nicht des Reims, sondern der Auslautverhärtung wegen.

Geändert von Gisibert (08.09.15 21:40)
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#1155978 - 08.09.15 21:41 Re: Zelten in der Türkei [Re: Gisibert]
Thomas1976
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Zitat:
Wer in andere Länder reist, sollte gewillt sein, die dortigen Moralvorstellungen und Sitten vollumfänglich zu akzeptieren und sich darauf einzustellen.


Ein Satz, dem ich voll und ganz zustimme. Nicht dass jeweilige Land hat sich mir gegenüber anzupassen sondern ich mich gegenüber dem bereisten Land. Für mich die grundlegende Verhaltensregel Nr. 1.




Geändert von Thomas1976 (08.09.15 21:41)
Änderungsgrund: Ergänzungen
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Off-topic #1155982 - 08.09.15 21:50 Re: Zelten in der Türkei [Re: silkroad]
JaH
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In Antwort auf: silkroad
Der Türkei stehen noch sehr unruhige Zeiten bevor.

Das ist auf jeden Fall so sicher, wie das Amen in der Kirche, denn Erdogan hat auch die Schulden in derart astronomishe Höhen getrieben, eine solche Blase aufgebläht, daß deren Platzen möglicherweise alles in den Schatten stellen wird, was in Sachen Wirtschaftskrise Europa bislang so erlebt hat. Und was dann in der Folge dort alles noch passieren kann, darüber möchte ich nicht mal in schlechten Träumen nachdenken.
Dif-tor heh smusma! \\//_ - Lebe lang und in Frieden. Und für Radfahrer: Radel weit und ohne Platten.
In dem Sinne meint Jochen: Das Leben ist hart. Mit und ohne Oberlippenbart.
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Off-topic #1155989 - 08.09.15 21:57 Re: Zelten in der Türkei [Re: Toxxi]
JaH
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In Antwort auf: Toxxi
In Westeuropa sind diese Säuberungen zu einer Zeit erfolgt, als es weder UNO noch Völkerrecht noch sonstwas gab.
Ächem! Völkerrecht gibt es schon eine ganze Weile länger als die Vereinten Nationen, die ihrerseits ja auch aus ihrer Vorgänger Organisation, dem Völkerbund hervorgegangen ist.
Es mag ja sein, daß vor der U.N. noch nie soviele Verträge und Abkommen unter einem Dach gebündelt worden sind, aber im quasi rechtlosen Raum hat sich das Nazireich damals nicht bewegt. Die Diskussion über die Ehtnischen Säuberungen fand in dem Jahrhundert vorher schon mehrmals statt, im größeren Stil zuletzt beim Völkermord an den Armeniern, wo Deutsche Abgesandte auch genauer hinschauen und lernen durften.

Aber was nützen die schönsten und besten Abkommen und Verträge, wenn man sich zuviele, oder gar alle Staaten darin einig sind, daß wegschauen hier und da das Gebot der Stunde ist? Es geht doch leider gar nienicht um die in der U.N. Charte angeblich so festgeschriebenen Rechte, sondern es geht um Einfluss, Macht und letztendlich Geld.
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In dem Sinne meint Jochen: Das Leben ist hart. Mit und ohne Oberlippenbart.
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#1155991 - 08.09.15 22:01 Re: Zelten in der Türkei [Re: Gisibert]
JaH
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bravo

Schön auf die wichtigen Punkte gebracht.

Wenn der Herr Biketrip dort so aufgetreten ist, wie er es hier in den letzten Wochen konstant tut, bzw. sich darstellt, dann kommt "das" sicherlich nochmal erschwerend hinzu, also dazu, daß er sich eben nicht ausreichend/richtig vorbereitet hat.
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In dem Sinne meint Jochen: Das Leben ist hart. Mit und ohne Oberlippenbart.
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Off-topic #1156004 - 08.09.15 22:30 Re: Zelten in der Türkei [Re: Hasenbraten]
Toxxi
Moderator Übernachtungsnetzwerk
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In Antwort auf: Hasenbraten
Während des 1. Weltkriegs sind ganze Einheiten der k.u.k.-Armee die aus Böhmen stammten und nicht für das ungeliebte Kaiserreich sterben wollten zu ihren slawischen "Brüdern" den Russen übergelaufen und haben dann an deren Seite weitergekämpft.

Ja, das stimmt. Wobei sie aber nicht nur in Russland, sondern auch in anderen Entente-Staaten gekämpft haben. (Generelle Info bei Wikipedia)

Und in Russland sind sie dann in die Wirren des Bürgerkrieges gekommen, bzw. sind zu einem auslösenden Faktor geworden und haben dann noch längere Zeit gegen die Bolschewiki gekämpft.
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Off-topic #1156005 - 08.09.15 22:33 Re: Zelten in der Türkei [Re: JaH]
Toxxi
Moderator Übernachtungsnetzwerk
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Hallo Jochen, das war möglicherweise ein Missverständnis. Ich meinte damit Zeiten um 1800 und früher.
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Off-topic #1156007 - 08.09.15 22:33 Re: Zelten in der Türkei [Re: JaH]
silkroad
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Beiträge: 805
Hier noch ein interessanter Artikel aus dem Guardian wenns dich interessiert.
Mir tuts richtig leid was da abgeht, aber ich fürchte fast wir sehen die Türkei bald in einem richtigen Bürgerkrieg. Erdogan wird unbedingt verhindern wollen dass an der Südgrenze ein Kurdenstaat (Peshmerga & YPG) entsteht, da ist ihm der IS - den er schon seit Jahren unterstützt 100x lieber.
Gute Nacht geliebte Türkei !
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#1156008 - 08.09.15 22:34 Re: Zelten in der Türkei [Re: Gisibert]
Toxxi
Moderator Übernachtungsnetzwerk
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Sehr informativer Beitrag, danke dafür! bravo

Gruß
Thoralf
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#1156030 - 09.09.15 08:00 Re: Zelten in der Türkei [Re: Gisibert]
indomex
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Dem Dank für deinen Beitrag kann ich mich nur anschließen. Das wird sicher einigen helfen, die Situation besser zu verstehen und sich entsprechend zu verhalten.

LG, Peter
Leben und leben lassen
Liebe Grüße, Peter
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#1156045 - 09.09.15 09:06 Re: Zelten in der Türkei [Re: ]
kangari
Nicht registriert
Auch ohne mir der Hintergrunde bewusst gewesen zu sein, wurde ich NIE einen Anspruch auf einem Grundstuck zu zelten haben.

Daher wird es wohl richtig lustig fur den Herrn, wenn es nach Indien geht. Kommt ja noch nicht mal ansatzweise fettnapfchenfrei durch ein relativ einfaches Land wie die Turkei.

OT: Bin grad selber dort. Wenn ich mal Zeit und grosse Langeweile hab schreib ich was zu. Gibt fur mich aber wichtigere Baustellen als das Forum und gewisse Herren
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#1156048 - 09.09.15 09:08 Re: Zelten in der Türkei [Re: Gisibert]
zaher ahmad
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Deinen Ausführungen kann ich aus eigener Erfahrung uneingeschränkt zustimmen. Sie beschreiben das konservative Landleben Anatoliens ganz gut.
Diese Grundeinstellung der Menschen hat jedoch bisher selten zu Problemen geführt. Sie steht auch nicht im Widerspruch zur Gastfreundschaft, die viele Reiseradler in Anatolien in der Vergangenheit erfahren haben.
Daher finde ich die Aussagen von biketrip, aber auch von Heike, schon bemerkenswert. Bei beiden gehe ich davon aus, dass sie dies verinnerlicht haben:
Zitat:
Wer etwas Kultur versteht (und nicht nur seine eigenen Werte von zu Hause ungefiltert in die Welt trägt), der trifft auch in der Türkei die meisten Menschen als nette Menschen an.

Grüße

zaher
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#1156051 - 09.09.15 09:15 Re: Zelten in der Türkei [Re: ]
zaher ahmad
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In Antwort auf: kangari
wurde ich NIE einen Anspruch auf einem Grundstuck zu zelten haben

Den Anspruch hat er doch gar nicht:
In Antwort auf: biketrip
Aber wenn man um einen Zeltplatz bittet, neben Ihrem Haus, oder sogar ausserhalb von Ihrem Grundstück, wird man verjagt

Ich versteh das so, dass er auch mit der Wiese am Dorfrand zufrieden wäre. Und da würde ich schon davon ausgehen, dass dies in der Regel kein Problem darstellt. Wie soll ich denn sonst mit dem Rad durch solche Länder reisen, wenn ich nicht einigermaßen problemslos im ländlichen Bereich unterkommen kann?

Grüße

zaher
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#1156056 - 09.09.15 09:34 Re: Zelten in der Türkei [Re: Thomas1976]
zaher ahmad
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In Antwort auf: Thomas1976
Zitat:
Wer in andere Länder reist, sollte gewillt sein, die dortigen Moralvorstellungen und Sitten vollumfänglich zu akzeptieren und sich darauf einzustellen.


Ein Satz, dem ich voll und ganz zustimme. Nicht dass jeweilige Land hat sich mir gegenüber anzupassen sondern ich mich gegenüber dem bereisten Land. Für mich die grundlegende Verhaltensregel Nr. 1.




Auf den ersten Blick klingt das ja wunderbar. Stimmt aber so nicht und trifft mit Sicherheit auf die meisten hier auch nicht zu.

Nur ein Beispiel:
Wer von Euch akzeptiert denn Bitte die Rolle der Frau in Ostanatolien? Vollumfänglich?
Ich bitte Dich, das kannst Du so wohl nicht im Ernst meinen (und der Zitierte hoffentlich auch nicht).

Ich muss mich dort auf andere gesellschaftliche Voraussetzungen einstellen, ja. Und ich muss die Menschen und ihre Eigenarten dort auch respektieren oder zumindest tolerieren. Sonst fahre ich da besser nicht hin.
Akzeptieren, und es somit billigen, anerkennen, damit einverstanden sein, es gar gutheißen: Das muss ich nicht, und das ginge auch gar nicht ohne weiteres, ohne meine persönlichen Wertvorstellungen aufzugeben.

Grüße

zaher

Grüße
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#1156083 - 09.09.15 11:20 Re: Zelten in der Türkei [Re: zaher ahmad]
Thomas1976
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Man kann auch aus jeder Mücke einen Elefanten machen.

Dir sollte doch eigentlich klar sein, wie das mit dem "Anpassen" gemeint war.

Und natürlich muss man auch bestimmte Moralvorstellungen und Sitten in anderen Ländern akzeptieren während man das jeweilige Land bereist. Beispiele gibt es genügend, ich habe aber nun weder Lust und Zeit diese hier gegeneinander aufzuführen (ich weiß dass dann ja wieder Gegenbeispiele kommen zwinker)
Das weiß ich aber im Vorfeld oder ich erkundige mich darüber im Vorfeld. Ob das meinen eigenen Moralvorstellungen und Lebensweise entspricht, das ist eine andere Geschichte. Dann dürfte ich noch nicht einmal nach Bayern einreisen.

Was mich immer wieder stört bei den "Low Budget" Radeln, dass einige davon ausgehen dass in anderen Ländern alles akzeptiert werden muss was sie meinen. Ich interpretiere das beim Biketrip so, dass er Probleme hat ein "Nein" zu akzeptieren.
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#1156106 - 09.09.15 12:25 Re: Zelten in der Türkei [Re: zaher ahmad]
Gisibert
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In Antwort auf: zaher ahmad

Nur ein Beispiel:
Wer von Euch akzeptiert denn Bitte die Rolle der Frau in Ostanatolien? Vollumfänglich?
Ich bitte Dich, das kannst Du so wohl nicht im Ernst meinen (und der Zitierte hoffentlich auch nicht).


Ich meine das in der Tat voll und ganz ernst.
Wenn ich als Gast ein Land bereise (und mich auch als solcher verstehe und nicht etwa als Aufklärer oder/und Überbringer besserer Werte) und Gastfreundschaft einfordere/erwarte, dann hilft es ungemein, wenn man sich den dortigen Moralvorstellungen so gut als eben möglich anpasst. Das wird in der Regel entsprechend registriert und honoriert.

Meine "moderne", "liberale", "westliche" Einstellung ändert sich deshalb natürlich nicht, nur behalte ich sie für mich und versuche darüber hinaus, die Sichtweise/Lebensweise der Menschen als zurückhaltender Beobachter besser zu verstehen. Werte haben immer einen menschlich nachvollziehbaren Sinn, auch wenn sie uns fremd und auf den ersten Blick unverständlich/ungerecht erscheinen.

In Antwort auf: zaher ahmad

Akzeptieren, und es somit billigen, anerkennen, damit einverstanden sein, es gar gutheißen: Das muss ich nicht, und das ginge auch gar nicht ohne weiteres, ohne meine persönlichen Wertvorstellungen aufzugeben.


Man kann sich jetzt über einzelne Begriffe bis ins Unendliche streiten, aber ich denke es sollte schon klar sein, was eigentlich im Kontext damit gemeint ist, wenn ich von vollumfänglicher Akzeptanz spreche:

Ich halte mich zurück, widerspreche nicht, verhalte mich nach Möglichkeit so, wie es den Erwartungen entspricht, fange nicht an zu diskutieren und zu hinterfragen und wenn es sein muss, dann zeige ich mich lernwillig und einsichtig.

Das alles funktioniert nur, wenn ich meine persönlichen Sichtweisen zumindest zeitweise zurückstelle und mich einfach mal möglichst unvoreingenommen auf die Gegebenheiten vor Ort einlasse. Das ist sicher keine einfache Übung, aber zum erfolgreichen Weltenbummeln gehört eben mehr als nur eine Top-Ausrüstung und das nötige Kleingeld.

Im Grunde sind wir uns glaube ich ohnehin im Wesentlichen einig. schmunzel

Gruß
gisi
Fährst Du Rad, brauchst Du keinen Rat. Nicht des Reims, sondern der Auslautverhärtung wegen.
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Off-topic #1156108 - 09.09.15 12:26 Re: Zelten in der Türkei [Re: Thomas1976]
zaher ahmad
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Thomas,
mach Dich bitte mal mit der Bedeutung von "akzeptieren" vertraut, insbesondere als Ergänzung zu "respektieren" oder "tolerieren".

Grüße

zaher
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#1156111 - 09.09.15 12:32 Re: Zelten in der Türkei [Re: Gisibert]
zaher ahmad
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In Antwort auf: Gisibert
Man kann sich jetzt über einzelne Begriffe bis ins Unendliche streiten, aber ich denke es sollte schon klar sein, was eigentlich im Kontext damit gemeint ist, wenn ich von vollumfänglicher Akzeptanz spreche:

Ich halte mich zurück, widerspreche nicht, verhalte mich nach Möglichkeit so, wie es den Erwartungen entspricht, fange nicht an zu diskutieren und zu hinterfragen und wenn es sein muss, dann zeige ich mich lernwillig und einsichtig.

Das alles funktioniert nur, wenn ich meine persönlichen Sichtweisen zumindest zeitweise zurückstelle und mich einfach mal möglichst unvoreingenommen auf die Gegebenheiten vor Ort einlasse. Das ist sicher keine einfache Übung, aber zum erfolgreichen Weltenbummeln gehört eben mehr als nur eine Top-Ausrüstung und das nötige Kleingeld.

Im Grunde sind wir uns glaube ich ohnehin im Wesentlichen einig. schmunzel

In der Tat, da kann ich mitgehen. Das war aber vorher nicht in dem Sinne zu verstehen. Vollumfängliche Akzeptanz bedeutet nicht das, was Du hier skizzierst, sondern geht weit darüber hinaus. Und deshalb ist es für mich auch nicht nur ein Streit um Begrifflichkeiten. Das was Du hier schreibst, würde ich mit "Respekt" bezeichnen.

Grüße

zaher
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Off-topic #1156112 - 09.09.15 12:36 Re: Zelten in der Türkei [Re: zaher ahmad]
Thomas1976
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In Antwort auf: zaher ahmad
Thomas,
mach Dich bitte mal mit der Bedeutung von "akzeptieren" vertraut, insbesondere als Ergänzung zu "respektieren" oder "tolerieren".

Grüße

zaher


Ach herje,
Wir wollen doch nun nicht ernsthaft die "Begriffspolizei" einschalten.

Und ich habe ja auch eindeutig geschrieben, dass ich [b]während ich in einem Land unterwegs[/b] bin die jeweiligen Sitten, Regeln, Gesetze etc. akzeptiere. Ansonsten brauche ich es nicht bereisen. Was soll ich denn sonst machen? Gesetze respektieren aber nicht akzeptieren?

Was soll ich denn sonst machen, Grundsatzdiskussionen führen?
Somit "akzeptiere" ich also doch während meines Aufenthaltes Regeln, Sitten, Gesetze.


In meiner Moralvorstellung mag das anders aussehen, interessiert aber nicht während eines Aufenthaltes.
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Off-topic #1156119 - 09.09.15 12:45 Re: Zelten in der Türkei [Re: zaher ahmad]
Gisibert
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Hallo zaher ahmad,

In Antwort auf: zaher ahmad

In der Tat, da kann ich mitgehen. Das war aber vorher nicht in dem Sinne zu verstehen. Vollumfängliche Akzeptanz bedeutet nicht das, was Du hier skizzierst, sondern geht weit darüber hinaus. Und deshalb ist es für mich auch nicht nur ein Streit um Begrifflichkeiten. Das was Du hier schreibst, würde ich mit "Respekt" bezeichnen.


Was soll es denn sonst sein als ein Streit um Begrifflichkeiten?
Meist bringt das ja nicht viel, wie ich aus Erfahrung weiß, denn Begriffe sind vieldeutig und können - so sehe ich das - nur im jeweiligen Verwendungszusammenhang eine spezifischere Bedeutung erhalten: Das Zusammenspiel vieler Begriffe bestimmt den Begriff.

Aber jetzt können wir wie gesagt endlos über solche Fragen diskutieren, was uns nicht weiter bringt in der Sache.

Nur noch so viel: Respekt ist für mich eine Selbstverständlichkeit, die ich nach Möglichkeit immer (egal wo und wem gegenüber) aufbringe. Andere Moralvorstellungen akzeptiere ich zu Hause (im Umfeld meiner Gemeinschaft/Gruppe) nicht so ohne Weiteres, hier bin ich kritischer Geist und streite mich gerne und ausführlich mit Leuten, die meine Sichtweisen nicht teilen, aus welchen Gründen auch immer.

Bin ich als Gast im Ausland unterwegs, dann halte ich diese Seite von mir bewusst zurück; bin ich mitten im Lebensumfeld anderer Gemeinschaften unterwegs, dann übe ich mich in der Akzeptanz, die ich zu Hause in dieser Form nicht hätte und zwar - wenn es nur irgendwie geht - ohne Einschränkungen.

Gruß
gisi
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Geändert von Gisibert (09.09.15 12:47)
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Off-topic #1156128 - 09.09.15 13:02 Re: Zelten in der Türkei [Re: Gisibert]
zaher ahmad
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Zitat:
Begriffe sind vieldeutig und können - so sehe ich das - nur im jeweiligen Verwendungszusammenhang eine spezifischere Bedeutung erhalten: Das Zusammenspiel vieler Begriffe bestimmt den Begriff.

Wenn Du Dir dessen so bewußt bist, dann musst Du Dich doch nicht wundern, wenn ich in dem Zusammenhang unter "Akzeptanz" was anderes verstehe als Du und folglich frage, ob Deine Aussage wirklich so gemeint sein könnte, wie ich sie verstanden hatte. Erst recht in Zusammenhang mit "vollumfänglich".
Diskussion ist auch nur dann möglich, wenn wir von den selben Dingen reden, nicht aber, wenn wir die selben Wörter benutzen und was ganz Verschiedenes damit meinen.

Grüße

zaher
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Off-topic #1156131 - 09.09.15 13:15 Re: Zelten in der Türkei [Re: Thomas1976]
zaher ahmad
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In Antwort auf: Thomas1976

Wir wollen doch nun nicht ernsthaft die "Begriffspolizei" einschalten.

Die Polizei - Dein Freund und Helfer schmunzel
Warum machst Du einen auf beleidigt, nur weil ich Dich nicht richtig verstehen konnte? Genau deshalb frage ich doch nach, um Missverständnisse auszuräumen. Ansonsten siehe meinen letzten Beitrag an Gisibert.

Grüße

zaher
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Off-topic #1156132 - 09.09.15 13:15 Re: Zelten in der Türkei [Re: zaher ahmad]
Gisibert
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In Antwort auf: zaher ahmad

Wenn Du Dir dessen so bewußt bist, dann musst Du Dich doch nicht wundern, wenn ich in dem Zusammenhang unter "Akzeptanz" was anderes verstehe als Du und folglich frage, ob Deine Aussage wirklich so gemeint sein könnte, wie ich sie verstanden hatte.


Hallo zaher ahmad,

ich wunder(t)e mich ja nicht. Missverständnisse sind immer möglich und zum Glück klärbar, was wir denke ich auch erfolgreich getan haben.

Gruß
gisi
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Off-topic #1156133 - 09.09.15 13:21 Re: Zelten in der Türkei [Re: Thomas1976]
StephanBehrendt
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In Antwort auf: Thomas1976
Ach herje,
Wir wollen doch nun nicht ernsthaft die "Begriffspolizei" einschalten.
Wir sollten eigentlich stolz sein, dass wir in der deutschen Sprache unterschiedliche Wörter für unterschiedliche Begriffe haben.
Leihen ist nicht mieten.
Scheinbar ist nicht anscheinend.
Und tolerieren (etwas gelten lassen, was nicht den eigenen Vorstellungen entspricht) ist nicht akzeptieren (mit etwas einverstanden sein).
------------------------
Grüsse
Stephan
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Off-topic #1156138 - 09.09.15 13:49 Re: Zelten in der Türkei [Re: StephanBehrendt]
asfriendsrust
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In Antwort auf: StephanBehrendt
[zitat=Thomas1976] Ach herje,
Und tolerieren (etwas gelten lassen, was nicht den eigenen Vorstellungen entspricht) ist nicht akzeptieren (mit etwas einverstanden sein).


Von der Sache her bräuchten wir dann aber noch eine Art Zwischending, wie ich finde. Ich würde nämlich behaupten, dass man die anderen Wertvorstellungen in anderen Kulturkreisen oftmals nach außen hin akzeptiert und innerlich (für sich selbst) toleriert.

Die Werte auch innerlich zu akzeptieren ist sicherlich eine ganz hohe Kunst, die sicher viel sehr viel Zeit benötigt. Ich persönlich kann mir auch nicht vorstellen, da jemals hin zu kommen.
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Off-topic #1156141 - 09.09.15 14:02 Re: Zelten in der Türkei [Re: StephanBehrendt]
Gisibert
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Hallo Stephan,

In Antwort auf: StephanBehrendt
Wir sollten eigentlich stolz sein, dass wir in der deutschen Sprache unterschiedliche Wörter für unterschiedliche Begriffe haben.


Wenn man jetzt von der sogen. "Alltagsebene" der Kommunikation abhebt und Begriff von Wort theoretisch differenzieren will (was in einem Forum für Radreisen etwas viel verlangt scheint), bleibt trotzdem die Frage offen, weshalb es in anderen Sprachen nicht auch verschiedenste Bezeichnungen (Wörter) für mehr oder weniger fest umgrenzte Vorstellungen (Begriffe) geben sollte? verwirrt

Ob ich auf meine Muttersprache jetzt unbedingt allzu stolz sein sollte, bezweifel ich stark. Ich mag sie nicht sonderlich, zu viele Unklarheiten und dogmatische Ausnahmen. Besonders die willkürlichen und sinnfreien Artikel und damit verbunden das grammatische Geschlecht sind - obwohl ich sie als Muttersprachler natürlich beherrsche - echt ätzend. Da lob ich mir das Türkische als agglutinierende Sprache - aber das ist ein anderes Thema... zwinker

In Antwort auf: StephanBehrendt

Leihen ist nicht mieten.
Scheinbar ist nicht anscheinend.
Und tolerieren (etwas gelten lassen, was nicht den eigenen Vorstellungen entspricht) ist nicht akzeptieren (mit etwas einverstanden sein).


Wie gesagt: Der sogen. "Alltagssprache" sind solche Differenzierungen (zum Glück und womöglich gar zurecht) in aller Regel gleichgültig. Jedenfalls dann, wenn man sich einfach nur mit etwas gutem Willen wechselseitig verstehen möchte.

Gruß
gisi
Fährst Du Rad, brauchst Du keinen Rat. Nicht des Reims, sondern der Auslautverhärtung wegen.
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Off-topic #1156143 - 09.09.15 14:06 Re: Zelten in der Türkei [Re: Gisibert]
StephanBehrendt
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In Antwort auf: Gisibert
Wie gesagt: Der sogen. "Alltagssprache" sind solche Differenzierungen (zum Glück und womöglich gar zurecht) in aller Regel gleichgültig. Jedenfalls dann, wenn man sich einfach nur mit etwas gutem Willen wechselseitig verstehen möchte.
Wie man gerade hier sehen kann, versteht man sich gerade wegen dieser Gleichgültigkeit der Sprache gegenüber in den Begrifflichkeiten nicht.
------------------------
Grüsse
Stephan
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Off-topic #1156148 - 09.09.15 14:23 Re: Zelten in der Türkei [Re: StephanBehrendt]
Gisibert
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In Antwort auf: StephanBehrendt
Wie man gerade hier sehen kann, versteht man sich gerade wegen dieser Gleichgültigkeit der Sprache gegenüber in den Begrifflichkeiten nicht.


Ich würde die Schuld weniger der Einstellung der Sprache gegenüber (mir hier Gleichgültigkeit zu unterstellen ist schon etwas arg) als vielmehr unserem immanenten Drang nach Geltung zuweisen.

Gruß
gisi
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Off-topic #1156149 - 09.09.15 14:25 Re: Zelten in der Türkei [Re: Toxxi]
kettenraucher
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Hallo Toxxi,

vielen Dank für Deine Antwort. Wir beide haben keinen Dissens, ich wollte nur etwas sensibilisieren. Zu „ethnischer Säuberung“ möchte ich sagen, dass dieser Begriff wahrscheinlich von bestimmten Leuten mit einer bestimmten Absicht eingeführt worden ist und dann von vielen anderen ohne Reflektion und Bewusstsein weiter verwendet worden ist. Wir beiden verstehen doch unter „Mord“ und „Vertreibung“ von Menschen etwas anderes als „sauber machen“. Wenn Sprache einen Sinn macht ….

Und über „man“ geschieht nichts. Nur konkrete Subjekte handeln. Wer, was, wo, wie und warum sind die Fragen, die man sich in diesen Zusammenhängen immer stellen sollte. Denke ich. Glaube ich.

Anlass meiner Bemerkung war, dass selbst so kluge, aufgeklärte und gebildete Leute wie Du manchmal einfach Begriffe übernehmen und verwenden, die – aus meiner Sicht – unglaublich problematisch sind. Vielleicht bin ich aber nur zu kleinkariert und haarspalterisch. Wie gesagt: Ich wollte nur "zu Bedenken geben" schmunzel Und wie immer ohne Anspruch auf Besserwisserei.
Allen gute Fahrt und schöne Reise.
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Off-topic #1156155 - 09.09.15 14:35 Re: Zelten in der Türkei [Re: kettenraucher]
Toxxi
Moderator Übernachtungsnetzwerk
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Ich finde die Diskussion gerade sehr interessant, aber sie passt wohl nicht recht zum Ausgangsthema...

In Antwort auf: kettenraucher
Und über „man“ geschieht nichts. Nur konkrete Subjekte handeln.

Völlig korrekt. Das kritisiere ich auch gern bei anderen. Also Asche auf mein Haupt! peinlich

In Antwort auf: kettenraucher
Anlass meiner Bemerkung war, dass selbst so kluge, aufgeklärte und gebildete Leute wie Du manchmal einfach Begriffe übernehmen und verwenden, die – aus meiner Sicht – unglaublich problematisch sind.

Sagen wir mal so: Den Begriff "ethnische Säuberung" habe ich schon ganz bewusst gebraucht, um Aufmerksamkeit zu erhaschen. Ob das die feine englische Art ist, sei mal dahingestellt. Funktioniert hat es aber. Der Begriff wurde außerdem von Scharping, Fischer, Westerwelle & Co, so oft kolportiert, dass man das auch mal zurückgeben muss.

Man kann ihn als Euphemismus für Völkermord oder als Dysphemismus für Bevölkerungsaustausch gleichermaßen verstehen. Das Ergebnis ist eine "ethnische Entmischung".

Jetzt kann man weiterhin argumentieren, dass nicht nur Nationen, sondern auch Ethnien künstliche Konstrukte sind, die nicht gottgegeben sind. Beispiele dafür gibt es genug. Aber das würde hier wohl zu weit führen, und es ändert nichts am grundlegenden Problem, dass es Leute gibt, die mit anderen Leuten, die auf irgendeine Art "anders" sind, ein Problem haben.

Meine Räder und Touren im Radreise-Wiki

Geändert von Toxxi (09.09.15 14:37)
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Off-topic #1156156 - 09.09.15 14:36 Re: Zelten in der Türkei [Re: Gisibert]
StephanBehrendt
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Beiträge: 13479
In Antwort auf: Gisibert
(mir hier Gleichgültigkeit zu unterstellen ist schon etwas arg)
Ich hatte gar nicht speziell dich im Focus.
Ist dir Sorglosigkeit lieber?
------------------------
Grüsse
Stephan
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#1156186 - 09.09.15 16:39 Re: Zelten in der Türkei [Re: Gisibert]
grenzenlos
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Beiträge: 906
In Antwort auf: Gisibert
In Antwort auf: biketrip

Die asiatischen Türken dagegen … tun die ganze Zeit so überschwänglich freundlich und sind die grössten Gastgeber mit Worten oder wenn es um eine Tee-Einladung geht. Aber wenn man um einen Zeltplatz bittet, neben Ihrem Haus, oder sogar ausserhalb von Ihrem Grundstück, wird man verjagt … Bitte woanders, Aber nicht bei uns !!! Das habe ich die ganze Zeit erlebt.


Hallo biketrip,

meine Frau ist Türkin und von ihr weiß ich, dass das Zelten in der Türkei (jedenfalls im ländlichen Raum) nicht gut angesehen ist. Zelten tun dort nur Nomaden und Herumtreiber. Wenn nun die Nachbarn sehen, dass man ein Zelt im Vorgarten hat, worin ein Unbekannter haust, fängt das Gerede sofort und unweigerlich an.

Hinzu kommt die allgemeine Angst vor fremden Männern: Man muss seine Frauen um jeden Preis schützen, wer fremde Männer in unmittelbarer Nähe seiner Frauen/Töchter duldet, handelt leichtfertig.

Das muss nicht böse gemeint sein, sondern kann einfach eine Art von Erschrecken und Selbstschutz sein. Gerade auf dem Land ist es für die Leute nach wie vor sehr wichtig, nach außen hin seinen Ruf zu wahren und kein negatives Aufsehen zu erregen.

Dies nun großangelegt politisch und böswillig zu interpretieren halte ich für völlig verfehlt. Wer in andere Länder reist, sollte gewillt sein, die dortigen Moralvorstellungen und Sitten vollumfänglich zu akzeptieren und sich darauf einzustellen.

Die Türken sind in ländlichen Gegenden zwar noch z.T. recht konservativ eingestellt, aber ansonsten sehr nette Menschen, ich wurde bisher immer freundlich behandelt und das sage ich nicht nur deshalb, weil meine Frau aus Anatolien stammt.

Wenn ich die Familie meiner Frau auf dem Land besuche, sehe ich nie andere Ausländer (mit Fahrrad und Zelt schon gar nicht, obwohl ich durchaus darauf achte). Ich bin dort schon immer eine kleine Sensation und muss selber darauf achten, nicht unbeabsichtigt (jüngere) Frauen zu grüßen oder gar freundlich anzuschauen. Man möchte als Gast die Menschen ja nicht unnötig in Verlegenheit bringen und sich selbst peinliche Situationen ersparen.

Wer etwas Kultur versteht (und nicht nur seine eigenen Werte von zu Hause ungefiltert in die Welt trägt), der trifft auch in der Türkei die meisten Menschen als nette Menschen an.

Gruß
gisi





Hallo Gisi,

kann all deine Sätze nur voll unterstützen, da darin sehr viel Wahrheiten vermittelt werden. Ich denke immer, es gehört zum bereisen anderer Länder auch etwas Feingefühl dazu. Hat man dieses, für das jeweilige Land, so gibt es die wenigsten Probleme. Hat man es nicht, sind Probleme vorprogrammiert.
Wir (ich + meine Frau) selbst kennen die Türkei recht gut. Meine Frau hat sich auch mit der Sprache beschäftigt. Somit können wir auch immer auf türkisch fragen, ob eine Möglichkeit zum Zeltaufbau besteht.
Wir waren noch vor wenigen Tagen für viele Wochen an der Schwarzmeerküste unterwegs. Schon am ersten Tag, wir kamen von Georgien, wurden wir eingeladen. Ich kann nur schreiben, dass wir selbst keinerlei Probleme hatten. Es war für uns, genau wie die Touren vorher in der Türkei, eine echt prima Zeit.
Natürlich will ich auch schreiben, dass es zusammen mit einer Frau unterwegs zu sein, natürlich nicht unbedingt zum Nachteil ist ;), noch dazu, wenn die Frau recht gut die wichtigsten Wörter auf türkisch beherrscht.
Ich muss auch schreiben, natürlich hat sich viel in den letzten Jahren in der Türkei geändert, allerdings nehme ich davon die so bekannte Gastfreundschaft aus. Dies gilt für uns, denn wir haben es halt erneut so erlebt.
Da wir diesmal nicht mit den Fahrrädern dort unterwegs waren, sondern zu Fuß über 800 Wanderkilometer, mag auch dies seinen Teil dazu beigetragen haben.
Bei Interesse sind unsere Türkeierlebnisse über: Türkeierlebnisse einsehbar.

LG, Wi grenzenlos
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#1156222 - 09.09.15 19:25 Re: Zelten in der Türkei [Re: ]
dcjf
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Hallo

wir waren vor zwei Jahren in der Türkei unterwegs und hatten Glück mit dem Zelten, nur einmal wurden wir in der Nacht von einem einfachen Hirten geweckt, der dann nicht mehr gegangen ist und noch andere Leute gerufen hat. Er hatte uns zu verstehen gegeben, dass eine Bombe auf uns fliegen würde (war im Kurdengebiet). Die Leute waren dann aber voll nett und haben uns in ein Dorf begleitet, wo wir bei einer Familie übernachten konnten.
Angesichts der aktuellen Lage würde ich aber von Zelten im Osten der Türkei absehen, und wahrscheinlich auch von Reisen überhaupt. Damals schon wurden wir am Befahren einer Strecke gehindert und von der Polizei mitgenommen, die uns dann noch eine Stunde aus einem Ort herausbegleitet hat, damit sie sicher waren, dass wir ja nicht die anscheinend verbotene Strasse verwenden.

Gruss

Christian
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#1156279 - 09.09.15 22:16 Re: Zelten in der Türkei [Re: ]
HyS
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Hi,

ich war zwei mal Radreisen durch die Türkei mit Zelt. Allerdings habe ich mich mit dem Zelt immer versteckt und so keine Probleme bekommen. Start und Ziel war immer Antalya welches ein ganz gutes Umfeld für Radreisen bietet.
Neueste Infos die ich aber darüber lese lassen mich inzwischen auch Abstand davon nehmen, die Türkei als Reiseland zu betrachten. Schade eigentlich.
*****************
Freundliche Grüße
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#1156351 - 10.09.15 11:10 Re: Zelten in der Türkei [Re: ]
Hard
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Ich habe jetzt nicht alle Beiträge gelesen und poste auch nicht viel, aber über diesen Thread kann ich nur noch den Kopf schütteln:

Da hat jemand aus dem Westen den finanziellen und materiellen Wohlstand um mit dem Fahrrad durch die Weltgeschichte zu fahren und beschwert sich dann, dass er von den Einheimischen (von denen die meisten wohl weiter unter seinem Standard leben) nicht beherbergt wird. Ja, wo sind wir denn? Oder von der örtlichen Polizei oder Feuerwehr. Geht's noch? Es ist nicht die Aufgabe von Polizei oder Feuerwehr, Camping anzubieten. Da frag ich mal bei der Polizei hier im Ort ob ich bei ihnen campen darf, die würden sich schön bedanken grins Wenn ich schon mit dem Fahrrad im türkischen Hinterland unterwegs bin, dann habe ich ja wohl auch die Eier, wild zu zelten.
Und die Türken haben im Moment weiß Gott andere Sorgen als sich selbst verwirklichen zu wollende Radfahrer zu beherbergen. Und dann auch noch eine ganze Volksgruppe aufgrund persönlicher Unannehmlichkeiten als unfreundlich und ungastlich hinzustellen, das ist schon ziemlich dreist und hat mit Respekt gegenüber bereisten Ländern und Menschen nicht mehr viel zu tun. Und ganz ehrlich, ich würde auch nicht einfach irgendwelche Leute in meinem Garten zelten lassen.

War diesen Sommer unter anderem in Albanien unterwegs und die vorherrschende Denkweise ist: "Fahrrad => kann sich kein Auto leisten => hat kein Geld". Ist halt so. Muss man akzeptieren.
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#1156375 - 10.09.15 13:21 Re: Zelten in der Türkei [Re: Hard]
Odenthaler
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In Antwort auf: Hard


Da hat jemand aus dem Westen den finanziellen und materiellen Wohlstand um mit dem Fahrrad durch die Weltgeschichte zu fahren und beschwert sich dann, dass er von den Einheimischen (von denen die meisten wohl weiter unter seinem Standard leben) nicht beherbergt wird. Ja, wo sind wir denn?


Verstehe ich gut. Ich rätsele (hoffe) auch immer, ob (dass) es sich bei dem Themenersteller um so eine Art Forenmaso handelt oder schlicht um eine Art Troll 2.0.

LG


Martin


Geändert von Odenthaler (10.09.15 13:22)
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Off-topic #1156618 - 11.09.15 13:28 Re: Zelten in der Türkei [Re: Odenthaler]
Gisibert
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Beiträge: 337
In Antwort auf: Odenthaler

Verstehe ich gut. Ich rätsele (hoffe) auch immer, ob (dass) es sich bei dem Themenersteller um so eine Art Forenmaso handelt oder schlicht um eine Art Troll 2.0.


Hallo Martin,

ich glaube nicht, dass der Beitrag aus trolligen Gründen produziert wurde. Solche (schwerwiegenden) Vorwürfe gehen in Foren finde ich viel zu schnell von der Hand, wenn einem die Einstellung des Gegenübers nicht passt. Es gibt wirklich viele unter uns, die nicht allzu gut in der Lage sind, ihre (gelernten, abgeschauten, sozialisierten) Wertvorstellungen zurückzustellen, wenn sie in anderen Kulturen (warum auch immer) unterwegs sind.

Wenn du z.B. als Student im Ausland bist, ist es doch immer so, dass sich sofort die Studenten gleicher Nationalität zusammen rotten und feste Gruppen bilden. Da sind die guten Vorsätze, offen auf andere Kulturen/Sprachen zuzugehen, schnell vergessen. Wir suchen eben instinktiv die uns bekannte "Nestwärme". Für wirkliche Individualisten (also Außenseiter) trifft das sicher nicht zu, aber wer kann bzw. möchte das schon von sich behaupten?

Gruß
gisi
Fährst Du Rad, brauchst Du keinen Rat. Nicht des Reims, sondern der Auslautverhärtung wegen.

Geändert von Gisibert (11.09.15 13:30)
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Off-topic #1156627 - 11.09.15 13:50 Re: Zelten in der Türkei [Re: Odenthaler]
mgabri
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Beiträge: 9334
In Antwort auf: Odenthaler
Ich rätsele (hoffe) auch immer, ob (dass) es sich bei dem Themenersteller um so eine Art Forenmaso handelt oder schlicht um eine Art Troll 2.0.

Ach je. Dem Knaben ists schlicht langweilig und er hält den Daheimgebliebenen ein Stöckchen hin. Manche springen drüber, manche erkennen das Treiben.
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Off-topic #1156628 - 11.09.15 13:53 Re: Zelten in der Türkei [Re: mgabri]
Odenthaler
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So ist es
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Off-topic #1156630 - 11.09.15 14:02 Re: Zelten in der Türkei [Re: mgabri]
panta-rhei
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Unterwegs in Britisches Territorium im Indischen Ozean

In Antwort auf: mgabri
In Antwort auf: Odenthaler
Ich rätsele (hoffe) auch immer, ob (dass) es sich bei dem Themenersteller um so eine Art Forenmaso handelt oder schlicht um eine Art Troll 2.0.
Ach je. Dem Knaben ists schlicht langweilig und er hält den Daheimgebliebenen ein Stöckchen hin. Manche springen drüber, manche erkennen das Treiben.

So ist es.
Liebe Grüsse - Panta Rhei
"Leben wie ein Baum, einzeln und frei doch brüderlich wie ein Wald, das ist unsere Sehnsucht." Nâzim Hikmet, Dâvet
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Off-topic #1156641 - 11.09.15 15:29 Re: Zelten in der Türkei [Re: panta-rhei]
Falk
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Beiträge: 33160
Ich weiß aber noch immer nicht, was denn das Problem beim Zelten in der Türkei ist. Höchstens, dass es im anatolischen Hochland außerhalb von den landschaftlich lohnenden Ecken kaum Zeltplätze gibt. Oder haben wir eine klassische Themenentgleisung und das eigentliche Thema sollte »Wildzelten in der Türkei« lauten?
Falk, SchwLAbt
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#1157593 - 15.09.15 07:03 Re: Zelten in der Türkei [Re: ]
Sauseonkel
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 29
Ich würde gerne auf mehrere Beiträge antworten, der Einfachheit antworte ich nun auf den ersten Beitrag, es betrifft aber den gesamten Thread.


1. Ich war bis vor 3 Wochen selbst noch in der Türkei, bin sie von West nach Ost komplett durchradelt (zum größten Teil an der Schwarzmeerküste) und war absolut verblüfft von der Gastfreundschaft der Menschen. Ich habe oft in Dörfern NETT gefragt, wo ich denn mein Zelt aufstellen könnte und mir wurde fast immer ein Platz gezeigt. Die wenigen Male das ein Nein oder Schulterzucken folgte, führte ich auf Sprachbarriere zurück oder auf Gründe, die Gisibert angeführt hat, und ich bin ein paar km weitergefahren und habe nochmal gefragt. Oft folgte eine Einladung zum Abendessen, oder jemand brachte mir eine Tüte Lebensmittel an mein Zelt. An den wenigen Stränden war es auch nie ein Problem (wenn man sich etwas erkundigt hat: "hier nicht, da könnte die Polizei kommen, ein paar100 m weiter ist es kein Problem..."), einmal hat mich ein Strandanrainer dann in seinen Garten zum zelten geholt und auch wieder zum Essen eingeladen.
Auch tagsüber habe ich oft Einladungen erfahren, zum Teil war ich mit meiner Mittagspausentüte Richtung Parkbank unterwegs, wurde von Restaurantmitarbeitern abgefangen und habe mein Essen dann an einem ihrer Tische verzehrt und mir wurden noch allerhand Sachen dazugestellt, und selbst ein Trinkgeld wurde vehement abgelehnt. Das ist IKRAM!
Ich habe IMMER einen guten Platz gefunden und die Menschen die mich gesehen haben waren sehr aufgeschlossen, begeistert und ich habe mich willkommen und sicher gefühlt. Mit einer Ausnahme, und das war im europäischen Teil.

So unterschiedlich können Erfahrungen und Eindrücke sein. Ich habe auf meinen Reisen bisher kein so gastliches Land erlebt wie die Türkei. Vielleicht bis ich in den Iran kam, aber den kannte ich in der Türkei noch nicht...

2. Es ist irgendwie seltsam, dass ein einzelner seine subjektiven Erfahrungen postet und dann ein wildes Spekulieren über die Gründe wie Erdogan und PKK sowie "Flüchtlingsfluten" entbrennt.
Ich verstehe die Aufregung nicht. Von "Gastfeindlichkeit" zu sprechen, ist vorschnell und beleidigend. Ich hoffe nicht, dass die Türken die mich beherbergten diese Diskussion, also die Analyse der Hintergründe und die Suche nach Gründen, mitverfolgen; was man zum Teil hier liest ist beschämend und wird den Menschen dort nicht gerecht.



Geändert von Sauseonkel (15.09.15 07:06)
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#1157831 - 15.09.15 18:19 Re: Zelten in der Türkei [Re: Sauseonkel]
biketrip
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Ganz krass wie die Eindrücke so unterschiedlich zwischen europäischem und asiatischem Teil sein können, wenn ich den Bericht von Sauseonkel lese schmunzel
HAMMER!

Wie gesagt, wäre mir das im asiatischen Teil nicht so negativ aufgefallen, wenn ich im europäischen Teil nicht so übermässig positive Erfahrungen gemacht hätte. vor allem was das Schlafen angeht.

Bin ja auch an der schwarzmehrküste längsgeradelt, habe aber die Strände gemieden, da ich bei 2 Versuchen Betrunkene angetroffen habe und alkoholisierte Menschen meide.

Auch sonst schlafe ich ungern an Stränden, aussen wenn sie wirklich einsam liegen und das ist in der Türkei nie der Fall (meine Erfahrung).

Im asiatischen Teil bin ich auch öfters zum Essen und täglich mehrfach zum Tee eingeladen worden. Das ist super gastfreundlich. Mein Problem war echt nur die Problematik sicher schlafen. Und die grosse Differenz zwischen der Gastfreundlichkeit bei den Einladungen zum Tee und Essen und wenn ich um Schlafplatz bat, das ständige Abweisen.

Und ich bat nicht um Schlafplatz in ihrem Haus. Sondern nur eine Ecke um mein Zelt auf zu stellen. Das versursacht weder Mühen noch Kosten.

Hatte z.B. mehrmals in Deutschland Polizisten nach einem sicheren Schlafplatz gefragt, z.B. in Meckpomm (wo die Seengebiete Naturschutz ist und streng kontrolliert wird. Da wollte ich nicht einfach wildzelten. Nach dem höflichen Fragen, bekam ich immer einen schönen Zeltplatz in der Natur zugewiesen, den ich natürlich immer sauber und ordentlich verlassen hatte).

Oder habe auch öfters in Spanien Polizisten gefragt. Die sind dann mit Ihren Autos vorraus gefahren und haben mir sichere Zeltplätze gezeigt und sind nachts während ihrer Streife mehrfach vorbei gekommen und haben nachgeschaut ob alles ok ist und mich am nächsten Morgen auf Ihre Wache eingeladen, wo ich Frühstück bekam schmunzel
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#1157838 - 15.09.15 18:43 Re: Zelten in der Türkei [Re: Sauseonkel]
JaH
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 14697
In Antwort auf: Sauseonkel
was man zum Teil hier liest ist beschämend und wird den Menschen dort nicht gerecht.

Die Türkei ist groß. Und wie bei fast jeder Gesellschaft, ist auch ihre sehr unterschiedlich. Und dann gibt es die "Türkei der Menschen" und die "Türkei der Politik". Und es gibt Erdogan und seine Partei und eine Entwicklung, daß es einen gruselt.

Ganz aktuell steht da jetzt auch die Entscheidung der EU, die Türkei aufgrund der vielen, klaren Menschenrechtsverstöße nicht mehr als sicheres Drittland einzustufen, in das Asylsuchende abgeschoben werden dürfen. Das hat natürlich nichts mit den Menschen auf dem Land zu tun, es zeigt jedoch deutlich, daß in der Türkei unschöne Veränderungen geschehen.
Nicht schön, aber ist so. Wie und wann sich "das" dann auswirkt, ist etwas ganz anderes.

Und daher ist es nur logisch, daß jeder zu eigenen Erfahrungen und darauf aufbauenden Einschätzungen gelangt.
Dif-tor heh smusma! \\//_ - Lebe lang und in Frieden. Und für Radfahrer: Radel weit und ohne Platten.
In dem Sinne meint Jochen: Das Leben ist hart. Mit und ohne Oberlippenbart.
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#1162155 - 04.10.15 07:21 Re: Zelten in der Türkei [Re: ]
JohnyW
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 7341
Hi
Bei den vielen Picknick Plätzen in der Türkei kam ich gar nicht auf die Idee zu fragen ob ich irgendwo im Garten zelten sollte . Grüße Thomas
Homepage: http://thomasontour.de
Neu 21.10.2009: 2. Bericht Projekt Hessen aus dem Jahr 2007
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#1162158 - 04.10.15 08:03 Re: Zelten in der Türkei [Re: JohnyW]
biketrip
Nicht registriert
In Antwort auf: JohnyW
Hi
Bei den vielen Picknick Plätzen in der Türkei kam ich gar nicht auf die Idee zu fragen ob ich irgendwo im Garten zelten sollte . Grüße Thomas


also die picknickplätze die ich gesehen habe ... und das waren auch etliche ... nein danke!

überall Abfall, leere Flaschen, Dosen, Essensreste, jede Menge Plastikmüll ... wenn Abfalleimer da waren, quollen die über ... und immer ein Gestank nach Abfall und menschlichen Ausscheidungen.

Aber ich respektiere natürlich auch die Vorlieben anderer Reisende bei der Wahl Ihrer Schlafplätze schmunzel
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