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#1068598 - 18.09.14 10:23 Rostock- Prag - Wien Teil1: Seen, Elbe, Moldau
textsalat
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Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 89
Dauer:12 Tage
Zeitraum:26.7.2014 bis 6.8.2014
Entfernung:800 Kilometer
Bereiste Länder:deDeutschland
czTschechische Republik

Hallo zusammen,

hier in zwei Teilen ein Reisebericht zu unserer diesjährigen Sommertour. Da unsere geplante Israel-Reise spätestens Mitte Juli keine gute Idee mehr schien, kam es recht kurzfristig zu dieser dreiwöchigen Radreise von Rostock nach Wien. Auch wenn es angesichts der Routen, die mancher hier im Forum fährt, vielleicht eine eher ‚piefige’ Tour ist, stelle ich sie trotzdem mal ein, wir freuen uns ja auch immer über Anregungen diesseits der Weltumradlung, und vielleicht gibt es noch mehr ‚solche wie uns’. Auf jeden Fall haben wir, wie immer auf Radreisen, den Alltag direkt am ersten Tag hinter uns lassen können, und weitergeradelt wären wir auch gern ;-)

Eine bezahlbare Zugfahrt von Bochum via Hamburg nach Rostock und eine Rückreise mit Mein Fernbus von Wien via München nach Essen waren noch mit Fahrradplätzen zu bekommen. In zwei Nachsitzungen dann grob den Track entworfen: Wir wollten zunächst der direkten Strecke von Rostock nach Berlin bzw. Potsdam folgen, wie sie in www.radweit.de beschrieben ist. Von dort Richtung Elbe, den Elberadweg und dann die Moldau entlang bis Prag, und schließlich dem Greenway Prag-Wien folgend durch Tschechien nach Österreich. Eigentlich ist für mich Planen und Vorfreuen schon die halbe Reise, aber diesmal musste es fix gehen. Noch schnell im Netz ein paar nette Campingplätze ausgespäht (in Tschechien auf unserer Route nicht gerade üppig gesäht), und los.

Sorry für das Fehlen der Hatscheks an alle Freunde korrekter Schreibweisen, hatte leider Streit mit denen…

Anna

26.07.2014 Bochum – Rostock bzw. Häschendorf Ausbau mit dem Zug via HH (30km)

Was gibt es schöneres, als in aller Herrgottsfrühe mit vollbepacktem Reiserad durch die Heimatstadt zum Bahnhof zu radeln, drei Wochen Ferien vor der Brust. Der Zug nach Hamburg hat schonmal 45 Minuten Verspätung morgens um sechs. Muss man erst mal hinkriegen, das hat die Bahn echt drauf. Zeit für Kaffee, Anschluss-IC in Hamburg kannste vermutlich schonmal knicken. So kommt es auch, das Radabteil ist voll, Stapelweise Ortliebtaschen. Alle sind zu spät und wollen weiter, kurz vor Hamburg Gekloppe darum, wer als erster aussteigen darf, eine junge Frau gibt wüste Beschimpfungen von sich... Wir halten uns zurück, es ist Urlaub. So können wir dann trotz Spurt über den Bahnsteig und vermutlich illegaler Benutzung der Rolltreppe unserem Anschlusszug nur noch hinterherhinken.
Was solls... im Regionalverkehr nach Rostock kommen wir gut unter – das Mehrzweckabteil gleicht an diesem sonnigen Samstag einer Radsardinendose, wir überlegen kurz, ob man das Behinderten-WC nicht doch als Radgarage nutzen könnte... Hier dafür aber kein Gezerre und Gezeter, sondern schönste Radlersolidarität beim Stapeln und umstapeln, ein- und aussteigen.



Am frühen Nachmittag kommen wir in Rostock an und beschließen, zunächst am Campingplatz einige Kilometer hinter Rostock aufzuschlagen und dann zur Stadtbesichtigung nochmal retour zu radeln. Am Ende einer holperigen Betonplattenstrecke in Häschendorf-Ausbau befindet sich inmitten von Erdbeerfeldern das Häschencamp Rostock im Garten eines älteren Ehepaares.



Eine Oase der Freundlichkeit. Die jungen Mädels, die dort zelten, werden abends von den Besitzern sogar in die Stadt zur Disco kutschiert. Wir schauen uns Rostock an, essen sehr leckeren veganen Döner, kaufen ein Tacho für mich, denn ich habe meines im Packtrubel am Vorabend nicht gefunden. In Rostock gibt es ein Fahrrad-Open-Air-Kino, www.radkino.de. Ausgerechnet am Startabend unserer Tour sollte sogar eine Fahrrad-Kurzfilmrolle gezeigt werden, und im Vorfeld, also in der Theorie, hatten wir uns schon gefreut darauf. Aber in der Praxis, als so der Abend hereinbrach... noch auf einen Film warten, der erst nach Sonnenuntergang startet... während im Häschencamp die Luftmatratze lockt... haben stattdessen also noch einen auch schön passenden Wein am Zelt gepichelt, die ersten Mückenstiche gefangen und früh die Augen zugemacht.


27.07.2014 Rostock – Krakow am See (70 km)

Die Tour am nächsten Tag Richtung Seenplatte gestaltet sich unspektakulär, wir kommen zügig voran. Die Radweit-Strecke hat Schnittmengen mit dem Radweg Berlin-Kopenhagen, da ist einiges an radelndem Volk unterwegs, oft auch Familien. Die meisten kommen uns entgegen, wie es der Name des Fernwegs auch schon nahelegt... Am morgen gab es ein paar Regentropfen, aber seitdem scheint das Sönnchen, und so erfrischen wir uns in Güstrow am Brunnen, bekommen netterweise das alkoholfreie Weizen aus der Gaststätte direkt dorthin serviert, und essen unsere Bananenbrötchen. Neben uns rastet ein Tandempaar. Als kleine Kulturbanausen besichtigen wir Dom und Schloss nur ‚en passant’.



Kurz vor Krakow am See zwickt mein Knie doch ein bisschen, und gebranntmarkt durch unsere österliche Ardennenfahrt, die wir an der Mosel abbrechen mussten, und auf die dann zweiwöchige Humpelei folgte, beschließen wir, es bei dieser kurzen ersten Tagesetappe zu belassen, und auf dem Krakower Camping zu zelten. Bevor das große Gewitter kommt, gelingt uns noch ein Bad im See. Mit einer Radelfamilie aus Berlin, sehr nett, verquatschen wir uns und trinken definitiv zu viel von dem leicht fuseligen Wein, den der Platzimbiss mit angeschlossenem Notversorgungsladen offeriert. Mit frischem Basilikum, ein Gastgeschenk der Camper nebenan, werden die Nudeln gepimpt, passt schon!

28.07.2014 Krakow am See – Königsberger See (90 km)

Wälder, Wälder, Wälder, und dazwischen kann man immer wieder mal auf einen See spinzen. Wir passieren eine große Ferienanlage, sind froh, hier nicht für zwei Wochen eingetuppert zu sein, und tauchen ein in die Nossentiner Schwinzer Heide... Bäume, Bäume, Bäume, wie mit dem Lineal gezogene Wege. In Malchow setzt ein wenig Regen ein, und wir vertrösten uns in einer Bäckerei die Zeit. An der Drehbrücke sind die Fahrradständer mit bunten Strickmäntelchen versehen, wie putzig... leider sind die Altstadtsanierer ansonsten weniger auf Komfort für Radreisende bedacht gewesen, das Kopfsteinpflaster lockert einem ganz schön den Kiefer, zudem ist der Verkehr hier an diesem Nadelöhrnrecht nervig. Doch bald schon sind wir wieder einsamer unterwegs, durch Gegenden, wo sich Hase und Igel gute Nacht sagen, von grün bis trostlos, meine Jugend möchte ich hier auch nicht verbracht haben... Bei Wittstock an der Dosse nutzen wir die guten Einkaufsmöglichkeiten und zweigen dann vom Radweit-Weg ab, um den kleinen Campingplatz am Königsberger See anzusteuern. Hier gibt es eine sehr schöne Badebucht, an der man direkt zelten kann, die Wiese tiptop von einer Kaninchen-Großfamilie im verschiebbaren Außenkäfig gepflegt. Ich verkneife mir den Gedanken an nächtliche Befreiungsaktionen. In zweiter Reihe ein paar Dauercamper, die auch den Schlüssel für die zwei-Euro-Dusche verwalten, und bis 19 Uhr gibt’s an der Bude sogar noch frisch gezapftes Bier. Außer uns nur ein junges Mädel alleine auf erster Radtour da, und abends himmliche Ruhe. Zur zwei-Euro-Dusche muss man noch ergänzen, dass die Übernachtung selbst nur unwesentlich mehr gekostet hat. Die Laubenpieper machen ihre Morgentoilette gleich im See...




29.07.2014 Königsberg – Neuruppin / Zug nach Spandau / Spandau – Potsdam (90km)

Irgendwie habe ich im Netz auf dem Weg Richtung Potsdam keine gute Campingmöglichkeit mehr gefunden, und so beschließen wir beim ausgiebigen Müslifrühstück, heute ein Stück mit der Bahn zu überbrücken und so direkt bis Potsdam zu kommen. Die Straßen ziehen sich gerade durch die Wälder, wenig Verkehr, nur Holztransporte ab und an, die uns in großzügigem Bogen überholen. Vor Eichenprozessionsspinnern wird gewarnt, aber wir sind flott dabei heute, die kriegen uns nicht. Mein Vertrauen in die Belastbarkeit meines Knies ist inzwischen gewachsen, und es wird auch die weitere Tour über keine Probleme machen. Schon vormittags sind wir in Neuruppin, von wo stündlich eine Regionalbahn nach Berlin-Spandau fährt. Kaufen unsere Fahrkarten, könnten sofort los, aber entscheiden, den Zug eine Stunde später zu nehmen und erst mal die Stadt anzuschauen. Es ist erstaunlich, wie schnell man sich doch an das Kopfsteinpflasterfahren gewöhnt. In Neuruppin ist Markt, und so legen wir ein zweites Frühstück auf einer Bank am Marktplatz ein, Michael mit Frikadelle, ich mit sehr leckeren Senfgurken aus dem großen Fass. Der Kaffee dagegen hatte seine guten Zeiten heute früh um sechs schon hinter sich. Holpern weiter Richtung Seeufer, finden das Caféhaus Ruppiner Feingebäck mit wunderbarem Kuchen und Café Crema aus Eigenröstung und sind so quasi zum dritten Frühstück gezwungen... Der Zug ist pünktlich, genügend Platz für uns und die Räder, perfekt. Gleich nach der Losfahrt kommt die Schaffnerin, ich will die Bahncard aus meinem Portemonaie im Satteltäschchen holen... Schock. Geldbörse weg. Alle Taschen werden durchwühlt, nix zu finden. Irgendwo in Neuruppin muss ich sie verloren haben? In leichter Panik steigen wir an der ersten Station am anderen Ende des Ruppiner Sees wieder aus, durchsuchen auf dem Bahnsteig nochmal gründlich unsere Taschen, und machen uns in größer werdender Sorge auf den Weg zurück. Die Strecke an der östlichen Seeseite hat teilweise einen miserablen Straßenbelag, es ist aber sonst eine sehr nette Gegend, soweit wir das Mitkriegen. Sehe uns schon den Rest des Tages auf irgendwelchen Ämtern verbringen, als mein Handy klingelt. Eine Nummer aus Süddeutschland? Dran ist meine Krankenkasse, die der schlaue Finder angerufen hat, und die mir die Telefonnummer des Platzwartes vom Wochenmarkt gibt, wo ich mein Hab und Gut zwanzig Minuten später glücklich in Empfang nehme. Danke an die Finderin! Gebe Michael gleich mal ein Weizen aus auf den Schreck. Die Wettervorhersage für den weiteren Tag verheißt nichts gutes, und auch in der Zeitung wird vor Unwetter gewarnt. Als uns die Bahn in Spandau ausspuckt liegen arg dunkle Wolken über der Stadt, fünf Minuten später geht es los und wir verbringen eine halbe Stunde unter dem Vordach des dortigen Einkaufscenters, während der Himmel seine Schleusen öffnet.



Es ist wunderbar, danach durch die regensaubere Luft über die Havelchaussee Richtung Wannsee zu fahren. Die üblichen Rennradler kommen uns entgegen, zum Teil arg durchnässt. Als sich schon wieder die Wolken zusammenbrauen beschließen wir, besser dem direkten Weg über die B1 zu folgen. Ein großer Biomarkt mit Außencafé wird hier unsere Zuflucht. Kaffee trinken, Einkäufe erledigen und beratschlagen: Zelten bei dem Wetter, noch größere Sintfluten angesagt? Außerdem ist Camping Sansoucci, durch das ich letztes Jahr durchgeradelt bin, noch ein Stück hinter der Stadt... Im zweiten Hostel, das ich anrufe (Potsdamer Hostel Zeppelinstraße), bekommen wir noch ein Doppelzimmer für 50 Euro. Die berühmte Glienicker Brücke nehmen wir nur aus den Augenwinkeln wahr, von der Nase tropft es, Michael ohne Regenjacke auf Tour und ich solidarisch (manche nennen es Dummheit) auch nur in der Softshell, aber wir sind gut gelaunt ob unserer Entscheidung. Vor Ort haben dann wir zwei riesige Bäder mit Eckbadewanne, gleich zwei blitzsaubere Gemeinschaftsküchen und große Aufenthaltsräume für uns... warum übernachtet hier niemand? Wenn man damit leben kann, dass man die Vorhänge im Zimmer geschlossen hält (Erdgeschoss im Hinterhof mit Parkplätzen vor der Tür), ist das hier eine klasse Unterkunft ganz zentral gelegen. Am Abend gehen schließlich Regenfälle nieder, die den ganzen Nahverkehr lahmlegen, und wir sind froh, ein festes Dach über dem Kopf zu haben und unsere Klamotten ordentlich trocknen zu können. Bleiben gleich noch eine zweite Nacht, um uns Potsdam in Ruhe anzuschauen.





31.07.2014 Potsdam – Coswig an der Elbe (100 km)

Richtung Elberadweg nutzen wir zunächst eine ganze Weile den Europaradweg Nr. 1 (bzw Eurovelo 2 bzw. Europaroute D3)– und hätten irgendwie angenommen, hier ab und an weiteren Radfahrern zu begegnen. War aber nix. Welche Investitionen nur für uns... Zunächst an den Havelsehen entlang, dann durch eine ruhige wellige Landschaft, Laubwälder und Ackerflächen wechseln sich ab... der Fläming ist eine ruhige Landschaft lesen wir auf einer Werbetafel und schließen uns dem an. Die Wege sind größtenteils asphaltiert und gut zu befahren. Bei dem schönem Wetter macht es Spaß, ein wenig Strecke zu machen. Damwild kreuzt den Radweg, das ist schon das aufregendste Erlebnis des Tages. Bei Bad Belzig verlassen wir die Radstrecke zur Lutherstadt Wittenberg, da wir uns zunächst Dessau und das Bauhaus ansehen möchten, und hierfür Coswig an der Elbe die bessere Ausgangsstation ist. Über die durch dichten Wald geschneiste Bundesstraße mit zum Glück recht wenig Verkehr erreichen wir Coswig und den Campingplatz an der Marina direkt an der Elbe. Hier zelten wir für zwei Tage mit Ruccola auf der Wiese vor dem Zelt, also quasi direkt am Abendessen. Die abendliche Erkundungstour durch den Ort ist etwas ernüchternd, wo das Schloss aus der Ferne gelb leuchtend sehr ansprechend ausschaut, bröckelt es von Nahem betrachtet doch reichlich vor sich hin. Der Radweg Richtung Gierfähre ist dafür dermaßen aufwendig hergerichtet, da fehlt nur noch die Goldkante... so ein Gefälle wird uns auf der Reise noch öfter begegnen, wo es Gelder gab ist die Radwegbrücke dann auch schon mal mit einem Holzdach gekrönt... Top of Desaster: neu angelegte Radwege mit Kopfsteinpflaster... danke dafür…



01.08.2014 Tagesfahrt Dessau (50 km)

Eine schöne Runde durchs Gartenreich Wörlitz, dann zum Bauhaus in Dessau, mit Führung durch die Hochschule und die Meisterhäuser, sehr empfehlenswert. Nachdem der Radweg auf dem Hinweg riesige Umleitungen über nicht so attraktive Landstraßen genommen hat, schlängeln wir uns auf dem Rückweg selber durch und kommen zur Belohnung für so viel Wagemut am Forsthaus Leiner Berg vorbei, das einen netten Biergarten mit nicht 100% veganem Wildschweindekor hat…





02.08.2014 Coswig – Mühlberg (115 km)

Schon früh starten wir am nächsten morgen Richtung Lutherstadt Wittenberg. Die Elbauen präsentieren sich in der Morgenkühle von ihrer schönsten Seite, herrlich.... In Wittenberg sind dann die meisten Bauten in Vorbereitung auf das Lutherjahr 2017 tief verschleiert, es wird renoviert und man zeigt dem Touristen für heute die kalte Schulter. Eine Kaffeerösterei, von der ein Radlerkollege auf dem letzten Zeltplatz geschwärmt hat, finden wir nicht, das Weinfest auf dem Markt ist morgens um neun auch noch nicht geöffnet, und so kehren wir im netten Café Klatschmohn an der Stadtkirche aufs zweite Frühstück ein und lesen endlich mal in Ruhe die Zeitung. An der Ausfahrtstraße aus Wittenberg ein großer Intersport, und Michael hat endlich Glück und findet eine Regenjacke, die passt, gefällt und uns hoffentlich im Verlauf der Reise vor weiteren Niederschlägen bewahrt. In Elster an der Elbe dann ein Umleitungsschild für den Fahrradweg... wir folgen brav wie die Lemminge und merken erst nach einer ganzen Weile, dass gar nicht ‚unser’ Radweg, der Elberadweg, gemeint war... Zum Glück fährt sich die Landstraße zwar etwas eintönig, aber recht flach und flott, so dass wir nicht ganz so ins Fluchen kommen. Im großen Bogen fahren wir via Jessen an der Schwarzen Elster Richtung Prettin und wechseln, flankiert von Mückenschwärmen, mit der Fähre auf die andere Elbseite. Das Schöne an Fähren ist, dass meist recht verlässlich ein nettes Lokal am einen oder anderen Ufer wartet. Über obstbaumgesäumte Landwirtschaftswege geht es weiter Richtung Torgau, das wir sträflich links bzw. rechts liegen lassen, ebenso wie die 1. Deutsche Radfahrerkirche in Weßnig... Wobei mir beim Radfahren schon die Gebete der Kindheit in den Sinn kommen, allerdings erst ab zehn Prozent Steigung aufwärts. Viel Elbe sieht man nicht immer in diesem Part des Elberadwegs… Bei Liebersee wird der Weg durch das Gelände eines Kiestagebaus umgeleitet, die Strecke ist respekteinflößend gesäumt von Warnschildern, Lebensgefahr...



Bei Mühlberg/Elbe wechseln wir die Flußseite und damit von Sachsen nach Brandenburg. Die Wasserwanderraststation ist ein Übernachtungsplatzplatz für Radreisende direkt am Elberadweg, supersauber, Küche, Aufenthaltsraum, in dem u.a. ein Stadtplan mit eingezeichneten Supermärkten inklusive Öffnungszeiten aushängt, und eine überdachte Sitzbank draußen, wo wir mit einer Gruppe netter RadlerInnen aus Leipzig den Abend verplaudern. Wieder einmal werden wir nach unseren Helinox-Faltstühlen gefragt, wir sollten vom Hersteller Provision kriegen. Einen Badessee gibt es auch direkt am Platz. Zu unserem Entsetzen hört die Dorfjugend da Helene Fischer, zu unserem Glück nicht für lang...

03.08.2015 Mühlberg – Radebeul (70km)

Gegen neun starten wir los zu unserer gemütlichen Sonntagstour, die uns bis kurz vor Dresden führen soll. Es schaut freundlich aus, aber ein Blick auf Wetter XXL prognostiziert heftige Unwetter für den Abend. Bis kurz vor Meißen radeln wir in schönem Sonnenschein auf der rechten Elbseite und freuen uns, dass man auf dem Elberadweg nun auch immer mal wieder ein bisschen was von der Elbe sieht. In Meißen flüchten dann die meisten Touris vor dem einsetzenden Regen Richtung Porzellanmanufaktur, wir stehen eher auf Geschirr mit nem Stück Kuchen drauf und und flüchten in die nächste geöffnete Bäckerei. Hier gibt es belegte Brötchen, dann noch Obsttorte zum Nachtisch, wir werden faul und überlegen, vielleicht Richtung Dresden ein Zimmer zu nehmen, statt im angedrohten Starkregen zu zelten. Eine Internetplattform bietet uns ein Doppelzimmer in einem 4-Sterne-Hotel in Radebeul für 35 Euro an – ein ‚Secret Deal’, da schlagen wir doch ein! Näheres dürfen wir hier natürlich nicht verraten.... Sobald es aufhört zu tropfen fahren wir in schönstem Sonnenschein weiter und hadern schon fast mit der Entscheidung fürs Hotel. Auf dem hier wirklich ansprechenden Elberadweg mischen sich Tourenradler mit Sonntagsausflüglern. Wir passieren Kötzchenbroda, die ‚Ausgehmeile’ von Radebeul, lauter nett aussehende Weinstuben und Cafés. Unsere Unterkunft liegt etwas höher und entpuppt sich als eine Art Ressort aus mehreren Häusern, die man durch eine riesige Tiefgarage erreicht. Wie schön wäre es doch, das Rad einfach neben dem Zelt zu parken, und nicht alle seine Packtaschen durch lange Hotelflure schleppen zu müssen... Das Zimmer ist jedoch wie erwartet gut, ein eigenes Bad auch mal ein schöner Luxus – und als wir uns auf den weißen Laken ausstrecken setzt ein Regen und Gewitter ein, der es erstmal für zwei Stunden unmöglich macht, auch nur daran zu denken, das Zimmer zu verlassen, um ein Restaurant fürs Abendessen zu suchen. Von Karl Mays Stadt sehen wir wenig, für eine Pizza reicht es dann später doch noch.



04.08.2014 Radebeul – Decin (45km per Rad, Rest per Schiff)

Frühstück im Hotel hätte nochmal das gleiche gekostet wie die Übernachtung – also verlassen die Billigkunden die Herberge nüchtern und machen sich auf den Katzensprung nach Dresden. Gestern Abend in der Pizzeria ist der Plan gereift, die wunderschöne Strecke von Dresden nach Bad Schandau, die wir Pfingsten erst geradelt sind, mal von der Wasserseite aus zu betrachten, und so wollen wir spätestens um 9 Uhr in Dresden sein, um noch frühstücken zu können, bevor der Dampfer ablegt. Die Einfahrt per Rad nach Dresden ist recht schön, ein kurzes Stück Gewerbegebiet, aber dann an der Elbe und den hiesigen Beach-Clubs etc. entlang durch den Palaisgarten bis zur Augustusbrücke. Die Sächsische Dampfschifffahrt überlässt es laut Statuten der Entscheidung des Kapitäns, ob er Räder mitnimmt – aber wenn, dann ist es umsonst. Die freundliche Dame am Kartenschalter macht uns Hoffnung, dass an einem trüben Montag mit wenig Fahrgästen die Chancen doch gut stünden, und so investieren wir in zwei Tickets und gönnen uns noch ein Frühstück auf dem Altmarkt, wo gerade die sandigen Reste eines Beachvolleyball-Events weggeschaufelt werden. Kurz nach zehn schiffen wir dann glücklich mitsamt den Rädern auf dem Raddampfer Dresden Tuuut ein, immerhin das Flaggschiff der Weißen Flotte.




Eine gute Wahl, denn im Laufe des Tages schifft es sich auch um uns herum ganz schön ein. Es ist wirklich interessant, eine Strecke, die man vor kurzem noch gefahren ist, so aus einer anderen Perspektive noch einmal zu verfolgen... zudem haben wir auch keinen Sightseeing-Stress, wir waren ja gerade erst da... So relaxen wir mit der Tageszeitung, zunächst noch brav an Deck mit mitgebrachtem Obst, als es sich ordentlich einregnet dann in einem der gemütlichen Salons. Stoßen mit einem Glas Schwarzbier auf die Radler in bunten Regenklamotten an, die tapfer am Ufer pedalieren... eine andere Chance hat man heute auch nicht, Unterstellen wäre nur etwas für sehr sehr geduldige Menschen. Das waren mal gut investierte 20 Euro pro Nase. Gegen 16 Uhr stülpen wir uns unsere noch trockenen Regenklamotten über und verlassen in Bad Schandau bei immerhin nur noch mäßigem Regen die ‚Dresden’. Eine kleine Fähre bringt uns auf die andere Elbseite, und wir machen uns auf Richtung Tschechien. Die Strecke ist bestens ausgebaut, und Petrus ist uns gnädig, so dass wir noch auf deutschem Gebiet alle Regensachen von uns werfen können. Grenzposten gibt es keine mehr, aber einen bunten Grenzpfosten, und dann passieren wir in Dolni Zleb das Gasthaus, in dem bei unserem ersten tschechischen Bier an Pfingsten der Gedanke aufkam, hier doch irgendwann einmal weiter zu fahren. Dass es so bald sein würde, hatten wir damals nicht geahnt.



In Decin ziehen wir unsere ersten Kronen und machen uns auf die Suche nach dem örtlichen Campingplatz. Der ist nun kaum zu verfehlen und vor allem sehr verkehrsgünstig gelegen. Wer gerne mal unter einer Autobahnbrücke schlafen möchte, hat hier die Gelegenheit. Ein paar andere Reiseradler sehen es pragmatisch und meinen, so hätte man zumindest ausreichend Regenschutz. Wir haben uns auf der ‚Dresden’ wohl mehr Sinn für Romantik bewahrt und hoffen, mit der nur wenige Kilometer weiter gelegenen Campmöglichkeit am Hotel Formule bei Nebocady eine bessere Alternative zu wählen. Ein letzter steiler Hang... und wir finden ein nettes einfaches Hotel mit angeschlossener Zeltwiese vor, es gibt einen Pool und einen Minigolfplatz, das junge Personal ist äußerst freundlich und zudem kostet das ganze nur wenige Euro für die Übernachtung, auf Wunsch sogar mit Frühstück. An die günstigen tschechischen Preise werden wir uns schnell gewöhnen. Reiseradler wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten hat es hierhin verschlagen, vom rüstigen Rentner ohne Zeitlimit über die Kumpels aus Sachsen auf Pivo-Tour mit entsprechendem Bäuchlein und Hilfsmotor, die uns nachts noch einiges vorschnarchen werden, bis zur französischen Familie, die mit drei kleinen Kindern offenbar völlig entspannt mit den Rädern unterwegs ist.

05.08.2014 Decin – Litomerice/Terezin (45 km)

Am nächsten Tag frühstücken wir im Hotel, für die paar Kronen lohnt es sich ja kaum, den Kocher auszupacken. Für die wenigen Kilometer bis nach Litomerice sollte es auch ohne das übliche Powermüsli gehen. Wir uns am Nachmittag Theresienstadt anschauen, das dort auf der anderen Elbseite liegt... auch wenn ich noch nicht so recht weiß, wie sehr mir das aufs Gemüt schlägt. Im Gegensatz zum deutschen Oberlauf zeigt sich die Elbe hier im tschechischen Gebiet als ‚Gebrauchsfluss’, der durch Wehre angestaut wird, um ihn schiffbar zu halten, verbunden mit Kraftwerken und doch deutlich mehr Industrie rechts und links des Wassers. Die Bahnstrecke verläuft hier auf beiden Seiten des Flusses, und die Autotransportzüge sind so lang, dass man gar nicht glaubt, dass eine Lok das bewältigen kann... Gut wär’s gewesen, auch mal die Warnhinweise auf unserem Elberadweg-Faltblättchen zu lesen... so geraten wir in die stufenreiche Über- und Unterführung beim Wehr nach Usti nab Labem. Zumindest ich kann mein bepacktes Rad die steile Radschiene nicht hochschieben, da hilft nur Gepäck runter oder männliche Unterstützung... Ärgerlich, dass eine ebenerdige Durchfahrt möglich wäre, nur leider durch zwei Tore verschlossen. Die Straße als Ausweichmöglichkeit war übrigens an diesem Vormittag nicht sonderlich befahren. Von der Wegqualität des Elberadweges hier in Tschechien sind wir bislang positiv überrascht, vieles wurde sichtlich neu ausgebaut, meist nah am Elbufer, selten geht es ein paar Meter ins Inland, was auch direkt hügelig wird, im Grunde eine nette Abwechslung. Wo der Weg mal nicht befestigt ist, ist er nach den Regenfällen der letzten Tage natürlich eine ziemliche Schlammpiste. Der Campingplatz in Litomerice liegt direkt am Radweg, zwischen Elbe und Bahnlinie, nicht ganz leise, aber auch nicht unerträglich laut... die Zeltwiese ist nicht zum Ufer hin gelegen, aber als Durchgangslager ist es allemal ok. Wir schauen uns erst noch den netten Stadtkern mit hübschen Laubengängen an, leider ist ziemliches Verkehrschaos und auch der Marktplatz zugeparkt mit Autos. Ein Radweg führt über die Elbbrücke zunächst durch eine Gewerbegebiet und dann über einen Golfplatz direkt nach Theresienstadt. In den Wallanlagen der Festung grasen Pferde, ein paar offensichtlich handzahme Biber (?) werden von Kindern gefüttert. Erstaunlich wenige Touristen sind heute hier. Wir besichtigen das Ghetto-Museum, wo mich die Zeichnungen der hier gefangen, zum größten teil später weiter deportierten und ermordeten Kinder sehr ergreifen, die Magdeburger Kaserne, in der auch viel vom Schaffen der Künstler im ‚Vorzeige-Ghetto’ gezeigt wird, und schließlich die „Kleine Festung“, die zu Nazi-Zeiten Gefängnis war. Die Anlagen machen den Eindruck, als könne sich hier jederzeit wieder die Türen hinter Menschen schließen, wir sind sehr bedrückt, und wie beängstigend das Ganze ist merken wir erst so richtig, als wir durch den gefühlt endlos langen Tunnelgang gehen, und schnell nur wieder raus, raus, raus möchten. Das heutige Terezin ist auch an sich ein beklemmernder Ort, bis auf die Gedenkstätten recht heruntergekommen und halbverlassen, eine Geisterstadt, in der man kaum freiwillig leben mag, und das tun dann auch nur wenige, die es sich nicht anders leisten können. Wieder eine Art Ghetto... Auf der Rückfahrt nach Litomerice wirkt der elitäre Golfclub noch einmal befremdlicher...



06.08.2014 Litomerice – Prag/Troja (90km)

Wir sind fast so früh auf wie die Angler, die hier überall den Fluss säumen. Da wir heute gern bis nach Prag kommen möchten, verlassen wir auf Anraten eines entgegenkommenden Radkollegen bei Kresice den Elberadweg, um uns die Schleife nach Roudnice und die – so sagte er – teils schlechte Wegqualität zu sparen. Nach Tagen am Fluss auch mal eine kleine Abwechslung mit ein paar Höhenmetern. Leider versäumen wir es, bei Steti auf die andere Elbseite zu wechseln, und so finden wir bis Melnik nicht auf unseren Radweg zurück und verpassen wohl auch einen sehr schön neu ausgebauten Teil des Elberadwegs. Stattdessen dann vor Melnik große Straßen mit viel Verkehr und saftigen Anstiegen. Zum Glück ist es noch früh, wir sind ausgeruht und entspannt. Auch um die Altstadt in Melnik zu erreichen sollte man sich wohl überlegen, welchen der Wege man mit seinem bepackten Reiserad wählt, das hat doch einiges an Prozenten zu bieten... Wir belohnen uns auf dem Marktplatz zunächst mit sehr gutem Kuchen, und dann genießen wir die Aussicht auf den Zusammenfluss von Elbe und Moldau, und im Anschluss die schöne Abfahrt den Schlossberg hinunter. Wir queren zunächst die Elbe und über die Schleuse Horin dann den Moldaukanal.



Schöne Radwege, Auen und Sonnenblumenfelder, ein erstes handgemaltes Hinweisschild darauf, dass es neben der Pipelinebrücke über die Moldau, die wir mit dem Gepäck auf dem Rad doch lieber auslassen, auch eine Fähre etwas weiter südlich gibt. Wir folgen dem Schild und gelangen ins Dorf Luzek, wo wir kaum glauben können, dass am Ende des unscheinbaren schotterigen Weges tatsächlich eine winzige Gierfähre ihre Arbeit tut. Man hätte den Kahn auch übersehen können. Das Schiffchen hat seine Werbeflächen an ‚Rückenwind’ vermietet. Weiter geht es am Schloss von Veltrusy vorbei und dann auf der andern Flußseite bald direkt am Moldauufer, eine schöne, noch gut fahrbare Strecke. Vor der unwegsamen Strecke rechts der Moldau ist der Radweg inzwischen über die Umfahrung ausgeschildert. Eine kleine Gaststätte lädt die Unentschlossenen zum Verweilen und die anderen zum Mut antrinken ein. Ich kann gar nicht verstehen, wie man ein paar Höhenmeter so scheuen kann, stattdessen eine potentiell gefährliche Schiebestrecke zu wählen... Michael fügt sich, und so kurbeln wir eine etwas holprige Straße bergan durch einen schönen Wald mit Bachlauf, es hat schon Steigung, aber ist in traumhafter Natur recht gut zu fahren. Oben dann eine Art Hochplateau, von dem man einen wunderbaren ersten Blick auf Prag hat, bevor es bergab geht – und das auf gut ausgebauter Straße, somit ist diese Fahrtrichtung von der Straßenbeschaffenheit eindeutig zu bevorzugen, wir konnten es rollen lassen. Wieder am Moldauufer angekommen ist der Radweg fast schon eine Radautobahn, mit zwei Fahrspuren sogar. Wir genehmigen uns ein Bier an einer Holzbude am Ufer, bevor wie die letzten Kilometer bis zum Campingparadies Troja fahren. Direkt hinterm Zoo gibt es hier aufgereiht wie an einer Perlenkette eine ganze Reihe von Plätzen, nach einem ersten größeren ein paar nette überschaubare ‚Gartencampings’. In dem auch von unserem Reiseführer favorisierten Camp Dana ganz am Ende der Reihe erhaschen wir mit unserem kleinen Zelt den letzten freien Stellplatz.



Alles TipTop hier, und der freundliche Mensch an der Rezeption erklärt uns den besten Radweg in die Stadt (mit ein paar Höhenmetern, aber schneller als am Fluss), und dass man am Fuße der Karlsbrücke links der Moldau sein Rad recht beruhigt an einem Fahrradständer direkt vor der Polizeiwache abstellen könne. Die Tipps beherzigen wir am nächsten Tag, und besichtigen die schöne Stadt Prag, bevor es dann weitergeht mit dem ‚Greenway Prag-Wien’. Fortsetzung folgt.



Geändert von textsalat (18.09.14 10:24)
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#1068620 - 18.09.14 12:16 Re: Rostock- Prag - Wien Teil1: Seen, Elbe, Moldau [Re: textsalat]
Hansflo
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 3553
Hallo,

vielen Dank für den spannend und unterhaltsam geschriebenen Bericht und die schönen Bilder. Freu mich schon auf den Greenway.

Hans

PS: habe jetzt auch erst den Alpe-Adria-Bericht vom letzten Jahr entdeckt. Ebenfalls toll gemacht.
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#1070749 - 29.09.14 12:42 Re: Rostock- Prag - Wien Teil1: Seen, Elbe, Moldau [Re: Hansflo]
textsalat
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 89
Hallo Hans, vielen Dank. Diesmal habe ich es auch tatsächlich zeitnah geschafft, den zweiten Teil einzustellen, den zu den Kroatischen Inseln bin ich leider immer noch schuldig...
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