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#1369410 - 08.01.19 21:10 Transalp Route mit OffRoad Anteil für Reiserad
Ruedi007
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Beiträge: 44
Unterwegs in Deutschland

Hallo zusammen!

Ein Freund und ich haben uns dazu entschlossen dieses Jahr im Juni eine Alpenüberquerung zu machen.

Da wir beide eigentlich auch gerne Offroad fahren suche wir eine Strecke mit hohem Offroad-Anteil der aber von der Gegebenheit auch von einem Tourenrad gefahren werden kann. Ich fahre ein Velotraum VK3 mein Kollege kann MTB oder Tourenrad anbieten.

Hat einer von euch vielleicht eine Strecke im Kopf die für uns geeignet wäre?

VG!

EDIT:
Achso, wir haben 10-14 Tage Zeit

Geändert von Ruedi007 (08.01.19 21:17)
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#1369511 - 09.01.19 14:05 Re: Transalp Route mit OffRoad Anteil für Reiserad [Re: Ruedi007]
veloträumer
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 14609
Ich bin kein Offroader im Kern, habe aber das eine oder andere schon gefahren, davon einiges hier Angeführte aber auch nicht. Grundsätzlich ist deine Frage zu wenig spezifisch. Der Alpenraum ist groß. Für eine schlichte, direkt Alpenkammquerung sind 10-14 Tage eher zu viel Zeit, also muss man über ein paar Querwege nachdenken. Mal 2 Ideen, evtl. auch schon ein bisschen über der Zeit:

Ostalpen/Zielrichtung Triester Karst, ab Gasteiner Tal
Kann man ab Salzburg erreichen, diverse Asphaltvarianten inklusive Tauernradweg oder via Lofer und Saalach. Denkbar auch Zufahrten aus dem Münchener Raum, teils schon mit etlichen Schotteroptionen (Plumssattel mit Achensee, Pinegg zur Kramsacher Ache), am Inn Asphalt z.B. über Gerlospass.

Ab Bad Hofgastein über Sportgastein und Tauernkreuz nach Mallnitz. Nie gefahren, müsste aber gut gehen, soweit kein Radfahrverbot bestehen sollte (häufiges Problem in Kärnten, muss man abwägen, ob man es ignorieren möchte). Tauernradweg bis ungefähr Spittal. Nach Westen Vairante über Goldeck (müsste offiziell teils verboten sein), Abfahrt ab Parkplatz Goldeckpanoramastraße auf Asphalt. Weiter Weißensee, dort Piste hinter dem See (Süd), auf Straße ab nach Hermagor. Via Eggalmstraße auf den Karnischen Höhenzug, dort mehrere Offroad-Übergänge, etwa nach Ugovizza. Weiter über Valbruna und den Sella Somdogna nach Dogna (Aufstieg Schotter, evtl. mit Schieben). Über Sella Nevea zum Predil-See, ggf. Route umdrehen und über Dogna auffahren, dann über Tarvsio zum Predil-See.

Östliche Variante: oberhalb Spittal nach Eisentratten, Nöringer Sattel nach Radenthein, über Wöllaner Nock (Übergang mit MTB möglich, Tourenrad nicht zu empfehlen, kenne nur Südseite, soweit gut fahrbar) nach Arriach, dort über Gerlitzen (oben ggf. schwierig, kenne nur asphaltierte Südseite) zum Ossiacher See/Villach, von Arnoldstein über Dreiländereck nach Ratece (hatte ich geplant, aber nicht gefahren, geht auch mit Tourenrad), Anschluss Richtung Predil-See oder via Vrsic-Pass nach Bovec.

In Slowenien bestehen etliche, auch sehr schwierige Optionen für MTB, gibt dazu gute Karten. Solche auch quasi parallel zur Soca, z.B. zwischen Bovec und Kobarid. Eine "leichtere" Westoptionen verläuft ab Kobarid teils auf Asphalt, teils Schotter als Kammroute nach Goriska Brda, im Süden hügeliges Weinbaugebiet (Collio). Nach Lipica verschiedene Weinstraßenoptionen jenseits von Nueva Gorica, kleinere Teile auch mit Schotteralternativen zu überbrücken (z.B. zwischen Sempas und Dornberk). Die schönste Route (einfach, Asphalt) würde über Pliskovica, Dutovlje, Tomaj nach Sezana führen, sehenswert wäre aber auch Stanjel abseits dieser Route. Alternative im Karst-Bergland ab Kromberg über Ravnica nach Lokve (Variante östlich auch von Most na Soci denkbar), dann Schotterüberfahrt (nicht gefahren) in Richtung Ajdovscina/Vipava. Dort Varianten über Storje oder Stanjel nach Lipica. Piste nach Bassovizza, weiter Einstieg zum Val Rosandra suchen, Piste auf Bahntrassenradweg dann nach Triest.

Westalpen Bodensee/Mittelmeer
Appenzeller Land - Rapperswil - Einsiedeln - Haggenegg (geplant, aber noch nicht gefahren) - Luzern - Grünenbergpass (noch nicht gefahren, aber bei MTBern populär) - Interlaken - Adelboden - Hahnenmoospass - Lenk - via Asphalt - Gsteig - Sanetschtpass (mit Seilbahn, Rest Asphalt) - Martigny - Orsières - Grand Col Ferret (kenne ich nicht, geht aber, wohl schwer) - Entreves - Col de la Seigne (dito) - Lac du Roselend - Cormet d'Arêches - Bourg-St-Maurice - Col de l'Iseran - Bramans - Teil muss evtl. geschoben werden, nie probiert - Col du Petit Mont Cenis - via Aspahalt - Lac du Mont Cenis (Schotterpiste am Südufer, danach Asphalt) - Moncenisio - Susa - Col de Finestre - Assietta-Kammstraße - Sestriere - Col de Montgenèvre - Col du Gandron - Col d'Izoard - Guillestre - Col de Valbelle - St-André-d'Embrun - Col de Parpaillon - St- Paul-s-Ubaye - Maljasset - Col de Mary (sollte gehen evtl. mit Schiebe-Einlage, aber nicht gefahren) - Ponte Marmora - Colle del Preit - Rif. Gardetta - Maira-Stura-Kammstraße - Demonte - Col de la Lombarde - Col Mercière (teils sehr rumpelig) - Le Boréon - Roquebillière - Col de Turini - L'Authion - (Übergang auf Schotterpiste nie gefahren, geht aber) - Saorge - St-Dalmas-de-Tende - Casterino - Baisse de Peyrefique - Ligurische Grenzkammstraße komplett, Ausstiege ans Mittelmeer über Val de Roya, Valle Nervia oder Valle Argentina denkbar.

Hintergründe dazu in meinen Reiseberichten im Profil, insbes. Ein grüner Alien im Königreich Karantanien, Westalpen, Giro Piemontese Grande, Alpes Occidentals "PACA".
Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings!
Matthias
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#1369534 - 09.01.19 16:21 Re: Transalp Route mit OffRoad Anteil für Reiserad [Re: Ruedi007]
sugu
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Was ist bei dir Off-Road - so etwas?

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#1369552 - 09.01.19 18:33 Re: Transalp Route mit OffRoad Anteil für Reiserad [Re: Ruedi007]
jfk
Mitglied
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Beiträge: 144
Eine Strecke im Kopf - oder gar erradelt in den Beinen habe ich nicht, aber mal was gefunden:
http://www.montivagus.de/
oder :
http://www.transalp.info/albrecht-route

Besonders die 2. Seite scheint von den Touren her recht gut recherchiert zu sein - abseits der Straßen, aber recht gut befahrbar, z.B. habe ich schon von einem Paar mit Kinderanhänger gelesen, die diese Tour nachgefahren sind.
oîda ouk eidos - Ich weiß, dass ich nicht weiß... - Aber wissen es die anderen auch?? verwirrt
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#1369669 - 10.01.19 13:28 Re: Transalp Route mit OffRoad Anteil für Reiserad [Re: jfk]
Ruedi007
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 44
Unterwegs in Deutschland

Danke für eure Tips! Ich werde die Strecken mal mit meinem Kollegen durchgehen. Sehen auf jeden Fall schon mal sehr spannend aus.

@Sugu: Sieht schon sehr sportlich aus. Ich bin mir noch unsicher, wie weit man so ein Reiserad mit solchen Strecken belasten kann.
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#1369689 - 10.01.19 15:53 Re: Transalp Route mit OffRoad Anteil für Reiserad [Re: Ruedi007]
lutz_
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
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Hallo Ruedi!


In Antwort auf: Ruedi007
Ein Freund und ich haben uns dazu entschlossen dieses Jahr im Juni eine Alpenüberquerung zu machen.

Da wir beide eigentlich auch gerne Offroad fahren suche wir eine Strecke mit hohem Offroad-Anteil der aber von der Gegebenheit auch von einem Tourenrad gefahren werden kann. Ich fahre ein Velotraum VK3 mein Kollege kann MTB oder Tourenrad anbieten.



Die Alpen sind groß, die Angabe eines möglichen Start- oder Endpunktes würde konkrete Tipps zur Streckenführung erleichtern.

Zur Frage Offroad-Etappen mit dem Tourenrad zu fahren, bin ich etwas zwiegespalten. Natürlich lässt sich ein einfacher Schotterpass auch mit einem Tourenrad mit Radtaschen vorne und hinten befahren. Das ist sicherlich auch ganz nett, man stößt allerdings auch schnell an die Grenzen. Auf Offroad-Strecken in den Bergen ist ein Mountainbike (sic!) nicht ganz verkehrt.

Als Anregung kann ich dir mal einen Reisebericht von meinem ersten Alpencross verlinken:

Re: Auf Schotterpisten durch die Westalpen (Reiseberichte)

Das war eine Kombination aus Radtaschen am Fully-MTB. Mittlerweile sind wir mit schmalerem Gepäck im Rucksack und Zorrocarry unterwegs.



Der Rucksack sitzt auf der Straße und einfachen Wegen hinten auf dem Träger. Nur für die Abfahrt kommt er dann an seinen angestammten Platz auf den Rücken. Dann machen auch anspruchsvolle Trails bergab deutlich mehr Spaß, das Rad kann so auch problemlos geschoben oder auch getragen werden.

Kennst du die Singletrail-Skala?

Auf S0 und S1-Wegen kommst du sicherlich auch mit einem Tourenrad weiter, ab S2 aufwärts wird's sehr schnell recht mühsam bis unmöglich. Das wäre auch mein Kriterium für die Routenwahl. Bei manchen Karten-Apps z.B. komoot oder Locus Maps ist die Schwierigkeit von Wegen gemäß der Singletrail-Skala vermerkt, das ist ein wichtiger Anhaltspunkt bei der Routenwahl. Hat man mal eine grobe Route geplant, so kann man sich mit Hilfe der Bildersuche ein konkreteres Bild von der Strecke und den Wegbeschaffenheiten machen. So lässt sich leichter entscheiden, ob die anvisierte Route tatsächlich mit dem gewählten Rad bzw. Setup zu schaffen ist.


Viel Spaß bei der Planung!


Gruß LUTZ
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#1369748 - 10.01.19 23:06 Re: Transalp Route mit OffRoad Anteil für Reiserad [Re: jfk]
Kekser
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Beiträge: 1024
Unterwegs in Deutschland

In Antwort auf: jfk
Eine Strecke im Kopf - oder gar erradelt in den Beinen habe ich nicht, aber mal was gefunden:
http://www.montivagus.de/
oder :
http://www.transalp.info/albrecht-route

Besonders die 2. Seite scheint von den Touren her recht gut recherchiert zu sein - abseits der Straßen, aber recht gut befahrbar, z.B. habe ich schon von einem Paar mit Kinderanhänger gelesen, die diese Tour nachgefahren sind.


Habe diesen Sommer im Val Mora ein paar Jungs getroffen, die die Albrecht Route gefahren sind und ziemlich über den Fimberpass geschimpft haben. Angeblich lange Schiebepassagen.

Ich hätte tatsächlich noch Val Mora und Alpisella Pass als Ergänzung zur Albrecht Route im Angebot. Verbindung mit Umbrailpass und Stilfser Joch, ohne im Weiteren viel Höhe zu verlieren (ab Umbrail auf Höhenweg) ist auch möglich. Kommst dann in Livigno am See raus und kannst dir im Westen den Ausgang aussuchen. Ist in jedem Fall mindestens ein weiterer 2000er Pass.

Gruß, Daniel

Jeder muss aufstehen gegen rechte Gesinnung.
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#1369752 - 10.01.19 23:26 Re: Transalp Route mit OffRoad Anteil für Reiserad [Re: Kekser]
lutz_
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 2254
Hallo!

In Antwort auf: Kekser
Habe diesen Sommer im Val Mora ein paar Jungs getroffen, die die Albrecht Route gefahren sind und ziemlich über den Fimberpass geschimpft haben. Angeblich lange Schiebepassagen.


Eine kurze Recherche bei komoot ergibt, dass dieser Übergang von der Heidelberger Hütte aus eine längere Schiebestrecke beinhaltet. Die Abfahrt Richtung Unterengadin ist mit S2 auf der Singletrail-Skala notiert, d.h. hier wird man ohne MTB und entsprechende Fahrtechnik auch bergab einige Strecken schieben müssen.

Definitiv kein Übergang, der sich m.E. mit einem bepackten Reiserad anbieten würde.


Gruß LUTZ

Geändert von lutz_ (10.01.19 23:29)
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#1370192 - 14.01.19 12:33 Re: Transalp Route mit OffRoad Anteil für Reiserad [Re: Ruedi007]
sugu
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Beiträge: 624
Dem Rad machte die Stelle weniger aus - da ging es bergauf.

Wobei die Art der Gepäcktbefestigung schon eine wichtige ist: Ich hatte überlegt, mit Lowridern und insgesamt vier kleinen Taschen zu fahren. Damit wäre das Gewicht ausgewogen verteilt gewesen. Nachteil wäre, dass man vier Taschen dann auch tragen muss, sofern tragen auf der Tagesordnung steht - ich hatte die Hoffnung mit Schieben auszukommen, was auch funktioniert hat. Bergab war die Fuhre unten schmal genug, um auch enge Fußpfade wie auf dem Bild zu fahren, aber problematisch war die ungleiche Gewichtsverteilung - hier interessanterweise nicht die Einseitigkeit, sondern die Hecklast. Das im Verhältnis ungewohnt leichte Vorderrad hat mich man manchen Stellen vorsichtshalber schieben lassen, die sonst fahrbar gewesen wäre.

Bei einem größeren Geländeanteil (ich hatte 2 Tage Gelände zu 4 Tage Straße) wäre die Rucksack-Lösung mit Träger am Rahmen sinnvoller.
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#1378678 - 13.03.19 20:13 Re: Transalp Route mit OffRoad Anteil für Reiserad [Re: Ruedi007]
Samuel Kl.
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Beiträge: 28
Ich hatte mit meinem Kumpel so eine ähnliche Idee und würde auch mal mit hören und fragen ob ihr mir noch tipps geben könnt.
Meine Vorstellung war auch ungefähr 10-15 Tage. Ich würde allerdings gerne bis ans Meer fahren.
Vielleicht in München starten, kann aber auch gerne woanders sein.
Von München nach Venedig die "Standart Route " hab ich mir auch schonmal ein wenig angeguckt. Habe dort aber angst auf zu Touristischen wegen zu kommen. Hab auch ein Tourenrad.
Wenn ihr noch Ideen habt, immer her damit !
Danke !!!
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#1378717 - 14.03.19 11:14 Re: Transalp Route mit OffRoad Anteil für Reiserad [Re: Samuel Kl.]
veloträumer
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Die Frage ist, was du an Schwierigkeiten haben möchtest. Standard München - Venedig ist jetzt nicht gerade eine Offroad-Herausforderung, sondern Radreiseroute mit überwiegend Asphalt und als einfacher Alpenübergang eine Alternative zur Via Claudia.

Varianten ab Salzburg/Ostalpen habe ich oben zur Inspiration gegeben, führt im Zweifel auch nach Venedig statt Triest. Mehr mittig: Ab München kann man schon mal über Schliersee und Kaiserklamm in die Brandenberger Alpen etwas offroad einbauen, Tourenrad-tauglich. Vom Inn ins Zillertal, dort wartet ggf. ein prominenter Schotterübergang über das Pfitscherjoch - umstritten, ob für Tourenrad geeignet. Ohne ein paar Schiebepassagen geht es sicherlich nicht.

Alternativ anspruchsvoller zum vergleichsweise einfachen Bahntrassenradweg ab Toblach ins Cadore-Tal Richtung Venedig: Recht schwer ab Bruneck weiter über Limojoch, an den drei Zinnen vorbei (beides nur für MTB-Trekking ratsam) und südlich des Sextenpasses (man könnte auch Straße über Sextenpass fahren) auf den Karnitischen Kamm schwingen, um etwa bei Tarvis Anschluss an die Julischen Alpen zu finden, ggf. dann mit Soca-Fluss nach Süden. Der Karnistische Kamm bietet anspruchvolle MTB-Routen wie auch tourenradtaugliche Almpisten (wobei sich auch mehr einfachere Zugänge aus dem Gailtal anbieten).

Predil- und Vrsic-Pass sind Asphalt, soweit überhaupt Schotteralternativen zu finden sind, eher für MTB-Profis. Ab Kobarid wartet eine Kammstraße nach Süden über Livek, Kambresko, Lig in die Weinregion Collio (Goriska Brda). Teils apshaltiert, teils mit eher leichter zu fahrendem Schotter. Alternativen gehen auch bereits früher rüber zur italienischen Seite, etwa ins Natisone- oder Judrio-Tal, wobei Collio schon sehenswert wäre.
Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings!
Matthias
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#1378957 - 15.03.19 15:13 Re: Transalp Route mit OffRoad Anteil für Reiserad [Re: Ruedi007]
HyS
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Beiträge: 14141
Hallo,

Hauptproblem bei deiner Planung ist die Reisezeit. Pisten und Bergpfade werden nämlich im Gegensatz zu den Passstraßen nicht geräumt und sie sind auch meist noch höher als die Straßenpässe.
Juni ist für fast alle dieser Pässe ungeeignet weil zu früh. Es hat in steilen Abschnitten gefährliche Schneefelder, große Wächten und Lawinenkegel. Von einem Pfad durch eine Steilwand bleibt bei Schneefeldern nur die Steilwand übrig. Auch wenn ihr eine Seite hochschafft, so wißt ihr nicht, ob ihr auch auf der anderen Seite wieder runterkommt. Ein einziges gefährliches Schneefeld an blöder Stelle und ihr müsst umkehren.
Schau dir einfach mal die Bilder von frisch geöffneten Passstraßen im Juni an und überlege ob du im selben Gelände ohne Schneeräumung wohl weiterkommen würdest.
Beispiel
*****************
Freundliche Grüße
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#1378959 - 15.03.19 15:22 Re: Transalp Route mit OffRoad Anteil für Reiserad [Re: Ruedi007]
HyS
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 14141
Hallo,

prinzipiell ist ein Velotraum geeignet. Ich habe einen großteil aller solchen Pässe damit befahren (Federgabel vorne).
Wichtig: maximal zwei Gepäcktasche hinten und höchsten noch eine schlanke Rolle auf dem Gepäckträger dazwischen. Keine Lowrider (da hängen die Taschen zu tief und man bleibt überall hängen außerdem hat man zuviel Gepäck).
Bei den meisten dieser Pässe kann es sein dass man mal ein Stück schieben muss, welches extrem steil ist.
Auch Almpisten können schon so steil sein, das sie je nach Kondition und gerade mit Gepäck nur noch zu schieben sind.
Es lohnt sich trotzdem, die Pässe sind meist noch schöner und wilder und auch auf den langen Abschnitten die noch gut ausgebaut und asphaltiert sind ist sehr wenig motorisierter Verkehr, weil er im Gegensatz zum Rad wieder zurück müss.
*****************
Freundliche Grüße
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#1381038 - 30.03.19 23:02 Re: Transalp Route mit OffRoad Anteil für Reiserad [Re: HyS]
Ruedi007
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Beiträge: 44
Unterwegs in Deutschland

Hallo,

ich habe mir obige Touren und ein paar weitere angeschaut und versuche nun die folgenden beiden Touren zu verbinden:

https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/69015-FR-Route-des-Grandes-Alpes-Franz%C3%B6sische-Alpen-2010
(GPS: http://www.gpsies.com/map.do?fileId=qmuqusudpwakcyqi)
Re: Auf Schotterpisten durch die Westalpen (Reiseberichte)
(GPS: http://www.gpsies.com/map.do?fileId=ohtxmtmhfuxlastc)

Idee wäre:
Abfahrt Genf.
Östlich um das Mount Blanc Massiv bis Les Chapieux. Dort die Straße über Bourg-Saint-Maurice und Lanslebourg-Mont-Cenis bis Briancon.
Von dort über Chateau-Ville-Vieille, Sampeyre, Borgo San Dalmazzo nach Nizza.

Urlaub ist auch schon gebucht: 24.6.-7.7.19

Die Frage wäre nun:
1. Meint ihr das kann man in dem Zeitraum schon fahren (Schneelage)?
2. Das kann man mit einem Reiserad durchziehen?

Besten Gruß und gute Fahrt!
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#1381041 - 31.03.19 09:32 Re: Transalp Route mit OffRoad Anteil für Reiserad [Re: Ruedi007]
Cruising
Mitglied
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Beiträge: 1129
Hi,

ein Verbesserungsvorschlag noch für die Seealpen: Ab Guillaumes nicht hoch nach Valberg, sondern geradeaus durch die großartigen Gorges de Daluis. Dann von Entrevaux (nettes altes Hotel, haben wir schon mehrfach als Etappe genutzt) nach Puget-Theniers, dort hoch zum Col St. Raphaël und weiter auf der D17 nach Roquesteron und Gilette. Nette, kaum befahrene Landstraße, und in Gilette hast du vom Straßencafé des Restaurants des Chasseurs einen Blick ins Vars-Tal hinab wie aus dem Flieger. Du sparst so auch ein Stück N202, die gerade beim Ausgang des Tinée-Tals mit ein paar ätzenden Tunnels gespickt ist, in denen dir die motorisierten Verkehrsteilnehmer um die Ohren heizen.

Von der Schneelage könnte es hinhauen. Zur Not gibt's meistens eine Umfahrungs-Variante, etwa für den Izoard. Viel Spaß schmunzel

Gruß Thomas
www.bikeamerica.de
Cycle. Recycle. For a better world...

Geändert von Cruising (31.03.19 09:33)
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#1381042 - 31.03.19 10:22 Re: Transalp Route mit OffRoad Anteil für Reiserad [Re: Ruedi007]
HyS
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Hallo,

die Straßenpässe werden wohl alle offen sein.
Grand col Ferret, Col des Chavennes, und Col de la Seigne (zweite Tour) werden sicher noch Schneefelder aufweisen.
Col des Chavennes ist so ein typischer Pass, bei dem man von Süden vielleicht schon hochkommt, weil er komplett an einem südexponierten Hang liegt und die Piste gut trassiert bis zum alten Militärlager führt. Dann stehst du oben und siehst am steilen Nordhang gefährliche Schneefelder und kannst wieder umdrehen.
Die Pässe sind auch alle sehr lang und sehr anstrengend mit Schiebestrecken. Schneefelder erleichtern das nicht gerade.
Fahr besser über den großen St. Bernhard, der wird offen sein.
*****************
Freundliche Grüße
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#1381111 - 31.03.19 22:10 Re: Transalp Route mit OffRoad Anteil für Reiserad [Re: HyS]
Ruedi007
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Unterwegs in Deutschland

Hi!

Herzlichen Dank für die super Tips. Ich habe jetzt mal die Tour in eine GPS Route übertragen. https://www.komoot.de/tour/60538813?ref=wtd
Ob wir den großen oder kleinen Berthard fahren, werden wir dann wohl spontan entscheiden.

Beste Grüße und gute Fahrt!
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#1381115 - 31.03.19 23:48 Re: Transalp Route mit OffRoad Anteil für Reiserad [Re: Ruedi007]
veloträumer
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Schneefelder würde ich zu der Zeit keine mehr erwarten, auch schon wegen Westalpen nicht. Ich hatte mal in zweiten Juni-Hälfte wegen spätem Wintereinbruch ein kritisches Schneefeld zwischen Moutière- und Bonette-Pass, das ist dann schon über 2500 m gewesen, ähnliches galt für meine Piemont-Reise, wo am Nivolet-Pass Schneefelder eine Wanderung verhindert hätten, zu ähnlicher Zeit. Nur wenig drunter (also 2300 m und weniger) wäre aber schon wieder alles frei gewesen.

Ob die Abkürzung am Galibier mit Reiserad fahrbar ist, würde ich etwas anzweifeln, weiß es aber auch nicht. Es wäre kein Fehler, vom Galibier über den Lautaret abzurollen (wegen Bergpanorama). Der Auslauf im Süden ist suboptimal. Am Var entlang ist die Strecke nicht sehr attraktiv. Ich würde schauen, ob du in Puget-Theniers eine Alternative einschlägst. über Sigale, Roqquesteron, Gilette. Noch reizvoller wäre ab Roquesteron über Bouyon, Coursegoules, Loup-Tal abwärts. Statt dem Loup ganz zu folgen sind Tourette-s-Loup, Vence und St-Paul-de-Vence sehenswerte Orte. In Sigale könnte man schließlich die Tour auch in einem Westbogen über Le Mas nach Coursegoules machen, mehr Schluchten dann dabei.

Noch was weiter nördlich: Nach der Daluis-Schlucht, ebnet sich das Flussbett des Var ein. Es gibt eine Offroad-Passage, später Asphalt über St-Léger nach Puget-Theniers. Aparte Mondlandschaften dabei. Bilder und weitere Hinweise zu den Anmerkungen in meiner PACA-Tour.
Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings!
Matthias
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#1381190 - 01.04.19 13:45 Re: Transalp Route mit OffRoad Anteil für Reiserad [Re: Ruedi007]
lutz_
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Hallo Ruedi!

In Antwort auf: Ruedi007
Herzlichen Dank für die super Tips. Ich habe jetzt mal die Tour in eine GPS Route übertragen. https://www.komoot.de/tour/60538813?ref=wtd
Ob wir den großen oder kleinen Berthard fahren, werden wir dann wohl spontan entscheiden.


Ich würde gleichfalls davon ausgehen, dass zum anvisierten Zeitpunkt die Straßenpässe komplett offen sind. Für die nicht asphaltierten Übergänge mag das anders aussehen, das kann aber niemand zum jetzigen Zeitpunkt vorhersagen.

Am oben zitierten Col de Chavannes sind Schneefelder auf der Nordseite aber auch Ende Juni keine Seltenheit, siehe z.B. hier -> Klick!, da kann man schnell in ernsthafte Probleme kommen.

Die benachbarten Grand Col Ferret und Col de la Seigne sind beide über 2500 Meter hoch. Dort hatte wir auch Anfang August teilweise noch Schnee. Genauere Auskünfte können sicherlich die nahegelegenen Rifugios liefern:

http://www.rifugioelena.it

http://www.rifugioelisabetta.com/index.html

Im weiteren Verlauf sind mir noch folgende Dinge aufgefallen:

Nordauffahrt zum Col d'Iseran: Bleibe auf der Straße, komoot schickt dich auf steilen Pisten bergan...

Im oberen Arc-Tal zwischen Bonneville und Lanslebourg gibt es auch schöne nicht asphaltierte Alternativen zur Straße...

Südabfahrt vom Col de Galibier: Bleib auf der Straße, von dort hast du auch noch im unteren Teil tolle Blicke auf die Gletscherberge gegenüber. Im weiteren Verlauf gibt es vom Col de Lautaret bis Briancon durchgehend (z.T. nicht asphaltierte) Alternativen zur Autostraße.

Zwischen Briancon und Lac de Serre Poncon bietet sich als Alternative zum zersiedelten Durance-Tal der Col d'Izoard an. Besonders die Abfahrt durch die Casse Deserte ist beeindruckend. Auch die Schlucht des Guil hinaus nach Guillestre ist eine landschaftlich tolle Strecke.

Beim Ausrollen Richtung Mittelmeer gibt es zahlreiche lohnende Alternativen zum verkehrsreichen Var-Tal. Da hat Matthias schon einiges dazu geschrieben.

Nach Bourg St. Maurice kann ich kaum mehr nennenswerten Offroad-Anteil erkennen. Ist dies so beabsichtigt?


Gruß LUTZ
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#1381411 - 02.04.19 21:30 Re: Transalp Route mit OffRoad Anteil für Reiserad [Re: lutz_]
Ruedi007
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
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Unterwegs in Deutschland

Zitat:
Nach Bourg St. Maurice kann ich kaum mehr nennenswerten Offroad-Anteil erkennen. Ist dies so beabsichtigt?


Kannst du mir hier Tips für schöne und gut fahrbare Offroadpassagen geben? Dafür wäre ich sehr dankbar.

So, die ganzen guten Ideen werde ich jetzt mal recherchieren und versuchen einzubauen. Danke nochmal!
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#1381433 - 02.04.19 23:07 Re: Transalp Route mit OffRoad Anteil für Reiserad [Re: Ruedi007]
veloträumer
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 14609
Du müsstest hier schon etwas aktiver mitlesen, was dir angeboten wird. verwirrt zwinker
In Antwort auf: veloträumer
Bourg-St-Maurice - Col de l'Iseran - Bramans - Teil muss evtl. geschoben werden, nie probiert - Col du Petit Mont Cenis - via Aspahalt - Lac du Mont Cenis (Schotterpiste am Südufer, danach Asphalt) - Moncenisio - Susa - Col de Finestre - Assietta-Kammstraße - Sestriere - Col de Montgenèvre - Col du Gandron - Col d'Izoard - Guillestre - Col de Valbelle - St-André-d'Embrun - Col de Parpaillon - St- Paul-s-Ubaye - ...

Das Durchgestrichen liegt jetzt weher weiter abseits deiner Route oder eher zu schwer. Stattdessen hättest du ggf. südlich vom Lautaret und oberhalb Briançon ein Möglichkeit zum Col de Granon aufzufahren, Asphalt hoch, Schotter runter (aber deftiger Schotter). Besteht dann Anschluss nach Briançon oder Col de Montgenèvre. Der Col du Gandron ist zuweilen etwas sandig, wenn man von Montgenèvre hochfährt. Zur Gegenseite verfallene Straße mit vielen Löchern. (vgl. Westalpen-Tour)

Südlich von Briançon geht auch was westlich mit dem Col de la Pousterle, evtl. noch weiter dem Col d'Anon. Pousterle ist machbar, Anon dürfte schwieriger sein. Ab Guillestre s.o., rot eingefärbt. Aufstieg Risoul 1850 Asphalt, weiter auf dann Schotter, geht so, auch mal steil. Abfahrt ins Durance-Tal schon recht grob schottrig, aber bald auch Schlaglochstraße. Parpaillon ist schwer, aber vom Geläuf her machbar von Norden. Von Süden schwieriger. (vgl. PACA-Tour) Im Ubaye-Tal Anschluss zum Cayolle-Pass/Daluis.
Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings!
Matthias

Geändert von veloträumer (02.04.19 23:07)
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#1381440 - 03.04.19 00:47 Re: Transalp Route mit OffRoad Anteil für Reiserad [Re: veloträumer]
Ruedi007
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Geändert von Ruedi007 (03.04.19 00:55)
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#1381445 - 03.04.19 02:33 Re: Transalp Route mit OffRoad Anteil für Reiserad [Re: Ruedi007]
Ruedi007
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Hallo,

ich habe mir deine andere Tour mal angeschaut und die kompletten Abgang übernommen (cool, dass du das alles so zugänglich gemacht hast.). Im Norden habe ich auch entsprechende Anpassungen vorgenommen. Die Route sieht jetzt so aus:
https://www.komoot.de/tour/60740067?ref=wtd

Der Plan wäre dann:

Tag 1:
Martigny - Aosta

Tag 2:
Aosta - Bourg Saint Maurice

Tag 3:
Bourg Saint Maurice - Modane

Tag 4:
Modane - Risoul

Tag 4:
Risoul - Saint Andre Embrun

Tag 5:
SAE - La Condamine-ChĂ¢telard

Tag 6:
LCC - Pratolungo

Tag 7:
Pratolungo - Lantosque

Tag 8
Lantosque - Nizza
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#1381556 - 03.04.19 15:28 Re: Transalp Route mit OffRoad Anteil für Reiserad [Re: Ruedi007]
veloträumer
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Anmerkung zum Col Mercière: Ich würde ihn als nicht reisradtauglich einstufen, auch wenn grundsätzlich mit Lowridern befahrbar und von wenigen Allradantriebsautos befahren. Befahrbar ist aber relativ. Soweit ich "meinen" Weg von Isola 2000 zum Pass hoch zu bewerten habe, ist er überwiegend nicht fahrbar, weil zu steil und kein geeignetes Geläuf (teilweise gar keine Fahrspur). Gemäß GoogleMaps gibt es einen anderen Anfahrtsweg, laut lokaler Bevölkerung ist der aber wohl noch steiler, die Querroute oben zudem extrem grober Schotter, soweit ich es überblicken konnte. Eigentlich richten sich die Pisten dort an Skifahrer und neuerdings an Fun-Downhiller mit MTB. Es war kein Vergnügen sondern Tortur.

Nach der Passhöhe mit ehemaligen Militärbunkern folgt der reizvollste Teil über offene Bergwiesen (lohnt vor allem bei Sonne), dort allerdings tief und schlecht gespurt, mein Fuß hing ständig am Boden und konnte kaum irgendwo mal länger auf dem Sattel bleiben - eher ein Runtergerutsche. Dass meine Kamera durch das zu starke Gerüttel kaputt ging, mag nur ein Nebenaspekt sein, deutet aber die Problme an (empfindl. Geräte für die Strecke vorübergehend an den Körper legen, evtl. kleinen Rucksack mitnehmen). Im halboffenen Bergwald ist es auch noch schön, aber zahlreiche Furten, selten tiefe Bäche, ausreichend, um nie durchgehend fahren zu können. Hängt aber auch vom Wetter ab, wieviel Wasser über den Weg fließt. In der frühen Sommerzeit eher viel, weil noch Schneeschmelze.

Der dritte Teil führt durch eher dichten und dunklen Bergwald und ist keineswegs durchgehend abwärts, sondern steigt immer wieder an. Auch dort viele Furten und selten mal für mich durchgehend zu treten bzw. die Spur haltbar. Die Straße erreicht man dann etwas unterhalb des Col de Salèse, den man dann noch kurz auffahren muss, abwärts dann sehr schlechter Asphalt zunächst, später Flüsterasphalt, aber alles durch aussichtslose Nadelwaldlandschaft, nur kurz aufgebrochen durch Stausee (Lac du Boréon) mit Weiler/Hotel und Wasserfall bei der Verzweigung.

Im Zweifel kannst du die Entscheidung auf vor Ort vertagen, denn der Weg außen rum via Tinée-Tal lässt sich vergleichsweise schnell absolvieren. Der Col St-Martin ist nicht so schwer, aber auch kein so großes Erlebnis. Der Reiz beginnt eigentlich erst wieder richtig in St-Martin-du-Vésubie, bis Nizza dann eine sehr varientenreiche Route, soweit dein Track Gültigkeit haben sollte. Eine Alternative wäre dann auch noch, das Tinée-Tal nach weiter abzufahren und ein Kurveneldorado via La Tour und Utelle ins Vésubie-Tal mitzunehmen. Umweg nördlicher (noch mehr Serpentinen) ins Vésubie-Tal würde über Les Granges de la Brasque führen, eher einfache Piste abwärts nach wahlweise Roquebillière oder Lantosque.
Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings!
Matthias

Geändert von veloträumer (03.04.19 15:28)
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