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#1489697 - 19.01.22 15:34 (Interesse) Hintterad stoppt, wenn Rad kippt
Felge31
Mitglied
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Beiträge: 104
Hallo Zusammen,

mir ist leider kein besserer Betreff eingefallen. Ich habe einfach eine Frage, auf die bestimmt jemand eine Antwort hat bzw. das vielleicht sogar einfache Physik und dafür bin ich zu dumm.

Vor einer halben Ewigkeit war ich mal im Bike-Shop, weil ich ja - seitdem ich meine ganzen Antriebskomponenten getauscht hatte - das Problem habe, dass sich das Rad irgendwie kratzig und rau fährt. Ich hab das aber auch bis heute.
Inzwischen habe ich jedes Teil (außer Kassette und Kurbel) nochmal neu gekauft, weil ich schon der Verzweiflung nahe bin. Na ja. Wie dem auch sei: ich war im Laden und habe gefragt, ob die Schaltung mal kontrolliert werden kann. Das hat der Mitarbeiter so geregelt das er das Rad auf dem Ständer stehend Richtung denselbigen gekippt hat. Dadurch kommt das Hinterrad natürlich irgendwann hoch und er konnte die Gänge durchschalten. War wohl alles okay.

Als ich das neulich selbst mal so gemacht habe, ist mir aufgefallen, dass das Rad sich in dieser Position viel schneller aufhört zu drehen, als wenn ich es gerade am Gepäckträger hoch hebe. Ist das normal? Total unwichtiger Beitrag natürlich. Aber das interessiert mich einfach mal so.

Vielen Dank und LG
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#1489699 - 19.01.22 15:39 Re: (Interesse) Hintterad stoppt, wenn Rad kippt [Re: Felge31]
sugu
Mitglied
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Beiträge: 1254
Es wäre hilfreich, wenn du uns sagst, was für ein Laufrad und welche Schaltung du hast. Ein gutes Bild sagt manchmal auch mehr, als 1000 Worte.
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#1489700 - 19.01.22 15:47 Re: (Interesse) Hintterad stoppt, wenn Rad kippt [Re: sugu]
Juergen
Moderator
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#1489703 - 19.01.22 16:02 Re: (Interesse) Hintterad stoppt, wenn Rad kippt [Re: Juergen]
Felge31
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 104
Hallo Zusammen,

ja. Entschuldigt. Auch dafür, falls die Frage total doof ist. Es geht um das Rad.
Schaltung komplett XT-Antrieb (3x10). Shimano XT Nabe. Laufrad Ryde Sputnik mit vor kurzem entdeckten kleinen Riss am Nabenflansch. Speiche ist aber noch fest. Centurlock Scheibenbremse mit 180 mm Bremse.
Wahrscheinlich habe ich insgeheim die Hoffnung das das kratzen am Laufrad oder dessen Nabe hängt. Denn ich habe einfach keine Idee mehr. Ich habe inzwischen so viele Teile erneut getauscht, die vermutlich gesund waren.

Aber gut. Da hatte ich inzwischen für mich ja eh entschieden das ich mir das einfach einbilde.
Das mit dem Hinterrad hatte mich trotzdem interessiert.

Sorry, wenn meine Beiträge irgendwie blöd sind
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#1489718 - 19.01.22 18:11 Re: (Interesse) Hintterad stoppt, wenn Rad kippt [Re: Felge31]
irg
Mitglied
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Beiträge: 5849
Sie sind nicht blöd, nur sind Ferndiagnosen schwierig.

Den Freilauf lasse ich aus. Denn wenn der größeren Widerstand hat, dreht er die Kette mit.

Wie läuft das Nabenlager? Nur weil es ausgebaut leicht läuft, muss es nicht unbedingt eingebaut leicht laufen. Es könnte sich z.B. eine Kontermutter gelockert haben. Das kommt selten, aber doch vor. Schleift die Bremse? Vielleicht schleift sie auch nicht immer. Dann hängt sie meistens (nämlich garantiert beim Testen beim Mechaniker) nicht, zu Hause vielleicht doch. Ganz blöde mögliche Ursache: Das Laufrad schleift irgendwo, vorzugsweise, wenn das Rad schräg gehalten wird. (Ich habe schon unmögliche Geschichten erlebt, und sie waren doch möglich.)

lg!
georg
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#1489723 - 19.01.22 19:07 Re: (Interesse) Hintterad stoppt, wenn Rad kippt [Re: irg]
Felge31
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 104
Hallo und guten Abend. Zunächst einmal Danke für die Rückmeldung. Ich werde mir das nochmal anschauen. Die Bremse möchte ich fast ausschließen, da ich das Laufrad auch schon ohne Bremsbeläge eingebaut hatte und das nichts verändert hat. Ich hatte eher gedacht, dass mir jemand jetzt hier schreibt, dass es normal ist, dass wenn sich das Rad in dieser gekippten Lage befindet das Rad sehr schnell mit seiner Drehung endet, während, wenn ich es in gerader Position am Gepäckträger hoch halte, eine lange und wie ich finde normale Zeit durch rotiert.

Wenn das allerdings vielleicht gar nicht normal ist dann würde ich ja fast wieder auf die Idee kommen, dass da auch wieder die Ursache mit dem rauen „vibrierenden“ Fahrgefühl herrührt oder zusammenhängen könnte.
Denn da habe ich ja bisher wirklich alles durch was ich mit meinem Wissen machen konnte. Innennlager Kette Schaltzug Schalthüllen Kassette Kettenblätter usw usw. Ich habe nie wieder das „fluffige“ Fahrgefühl gehabt wie da wo das Rad neu Bzw. Eingefahren war. Und dieses Wissen macht einen fertig. Übertrieben gesagt.

Der größte Nonsens war. Das ich mich so sicher in meinen Schrauber Fähigkeiten fühlte, das ich die Orginalteile, die natürlich von der Bezeichnung genau identisch waren alle entsorgt habe. Außer die Kette. Das einzige was ich von den neuen Teilen bisher nicht nochmal neu besorgt habe, ist die Kassette und die Kurbel. Ich hatte auch schon diesen Test gemacht, dass ich mal eine Nacht die Kette von der Kurbel nehme und am nächsten Tag die Kurbel drehe, ohne die Kette wieder aufzulegen. Ich glaube ich hatte mal gelesen, dass es da hin und wieder zu kleinen Widerständen kommen kann, wenn was in dem Bereich kaputt ist. Die Kurbel ohne Kette läuft aber total smooth. Am Anfang habe ich nur im Bereich Schaltwerk gesucht. Da habe ich inzwischen so viel dran eingestellt. Aber es schaltet alles einwandfrei. Und irgendwann kann man da ja auch einfach nichts mehr einstellen.

Ich glaube ich habe da einfach inzwischen eine Art Verfolgungswahn und das ist alles okay so wie es ist. Ich weiß es nicht. Ein neues Laufrad inklusive Nabe etc. Ist trotzdem geordert, da wie oben beschrieben ein keiner Riss am Nabenflansch vorhanden ist.

Das aller neueste was ich mir in meinem Verfolgungswahn einbilde ist, dass das Antriebsgefühl besser ist, wenn ich das Rad nach 3 Tagen aus dem Keller hole, 20 km fahre. Irgendwo ne Stunde anhalte. Wieder los fahre und es ist wieder da.

Geändert von Felge31 (19.01.22 19:13)
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#1489725 - 19.01.22 19:22 Re: (Interesse) Hintterad stoppt, wenn Rad kippt [Re: Felge31]
FordPrefect
Mitglied
anwesend und zufrieden anwesend
Beiträge: 3117
Hast du schon das hintere Radlager kontrolliert ? Eventuell hat es Lagerspiel (und / oder ein Konus ist eingelaufen...): dann streift es womöglich in Schräglage in der Bremse und senkrecht angehoben dreht es frei... / Das würde auch das rauhe Laufgefühl erklären...

Viel Glück bei der Diagnose / Micha
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Always look on the bright side of life !
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#1489727 - 19.01.22 19:27 Re: (Interesse) Hintterad stoppt, wenn Rad kippt [Re: Felge31]
AndreMQ
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 4643
Ein korrektes Laufrad läuft liegend nicht anders als stehend. Wenn das nicht der Fall ist, dann hemmt liegend irgend ein Teil den Lauf. Banal wäre eine Kette, die beim liegen den Reifen berührt. Das nicht zu finden ist aber so peinlich, dass man davon besser nicht spricht.
Das Laufrad wird verzögert von den Freilaufklinken, dem Fett im Freilauf und von den Radlagern, dem Fett darin und den Dichtungen. Denen allen ist im korrekten Zustand stehend und liegend egal. Es sei denn, ein loses Teil in der Nabe legt sich beim liegen in den Weg. Das muss aber zu finden sein. Wenn Radlager der Grund sind, dann sind sie locker, was man aber beim ersten Griff an des Laufrad bemerkt. Es ist nicht möglich, ein signifikantes Lagerspiel zu haben und das beim Anfassen nicht zu bemerken. Sonst liegt ein Doppelfehler vor: Das Radlager und der hinlangt. Es gibt keine Gespenster in Laufrädern.
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#1489731 - 19.01.22 19:50 Re: (Interesse) Hintterad stoppt, wenn Rad kippt [Re: AndreMQ]
Felge31
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 104
Ich glaube, ich konnte doch hier irgendwie auch Videos posten. Ich versuche, das nochmal aufzunehmen.
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#1489732 - 19.01.22 19:53 Re: (Interesse) Hintterad stoppt, wenn Rad kippt [Re: Felge31]
Michael B.
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2877
In Antwort auf: Felge31
...
Als ich das neulich selbst mal so gemacht habe, ist mir aufgefallen, dass das Rad sich in dieser Position viel schneller aufhört zu drehen, als wenn ich es gerade am Gepäckträger hoch hebe. Ist das normal? Total unwichtiger Beitrag natürlich. Aber das interessiert mich einfach mal so.


Schnellspanner korrekt angezogen?
Gruß Michael

Keep the rubber side down
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#1489749 - 19.01.22 21:22 Re: (Interesse) Hintterad stoppt, wenn Rad kippt [Re: Michael B.]
Felge31
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 104
Danke für die Tipps bisher. Ich will da wirklich nochmal am Ball bleiben. Ich fresse einen Besen, wenn es nun doch zumindest das mit dem sich nicht lange drehendem Rad in Schräglage doch was mit der Bremse zu tun hatte. Ich habe soeben nochmal den Bremssattel gelockert und Bremse gezogen. Und Bremssattel wieder festgezogen. Glaube so kann man die Bremse ja oberflächlich neu ausrichten.

Und tatsächlich scheint das jetzt weg zu sein und das Rad dreht lange. Aber auch das verstehe ich ja wieder nicht. Denn die Bremsscheibe ändert doch die Lage zur Bremse nicht nur weil es sich in Schräglage befindet oder.
Trotzdem ist das schon mal jetzt besser bzw. weg. Ich schwöre das ich keinerlei schleifen oder so gehört hatte vorher.

Das sandige Fahrgefühl wird damit also nichts zu tun gehabt haben. Wobei ich mir da gerade überlege ob vielleicht einer der Kolben nicht ordentlich in Ausgangsposition zurückkehrt. Und dann deshalb erst während der Fahrt das Gefühl auftritt. Hmmm. Man kommt ja schon auf die dollsten Ideen.
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#1489778 - 20.01.22 08:19 Re: (Interesse) Hintterad stoppt, wenn Rad kippt [Re: AndreMQ]
irg
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 5849
In Antwort auf: AndreMQ
Es gibt keine Gespenster in Laufrädern.


Oh ja, es gibt Gespenster in Laufrädern! In einem Rad meiner Frau hatten wir eines. Es hat unter Last schleifende Geräusche gemacht, ohne Last nie. Ich habe alles, was als Ursache möglich war, ausgeschlossen. Auch mein Radhändler hatte keine Idee mehr, was ich noch überprüfen könnte. Nach zu kurzer Zeit hat die Hinterradnabe (Shimano XT, auf die ich immer als die Übeltäterin getippt hatte) den Löffel ab gegeben. Seit ich ein neues Laufrad auf- und eingebaut habe, ist Ruhe. Das Gespenst sitzt offenbar in der alten Nabe, da kann es gerne bleiben.

Zum eigentlichen Thema eine ganz einfache Möglichkeit:
Wie hast du das Hinterrad zum Laufen gebracht? Das Rad aufrecht hoch gehoben, die Kurbel getreten und dann schief gehalten? Dann wirken die Kreiselkräfte. Das laufende Rad ist ja ein Kreisel. Durch das Auslenken (Kippen des Rades) bremst du das Rad etwas ab. Wenn du, egal in welcher Lage, das Rad zum Drehen bringst und das Rad nicht weiter kippst, änderst du die Kreiselkräfte nicht, und es sollte sauber laufen.

Was das raue Laufen des Rades angeht, würde ich an deiner Stelle das Lager noch einmal zerlegen und putzen. Manche Shimano XT-Naben sind nun nicht gerade die besten aller Naben. Dazu kommt, dass Shimano-Radlager immer vor dem Verwenden neu eingestellt werden müssen, da sie von der Maschine zu streng eingestellt ausgeliefert werden. Wenn die Maschine deiner Nabe eine richtige Domina war, und der Radhändler, wie die meisten, laissez faire unterwegs war, kann das Lager nach überraschend kurzer Zeit einen Schaden weg haben.

Sollte das Lager einen gewissen rauen Lauf aufweisen, musst du das Laufrad nicht gleich weg werfen. Manchmal reicht es, die Konen zu tauschen, außerdem kann auch ein nicht mehr gut laufendes Lager noch lange seinen Dienst tun, nur halt nicht mehr gut.

Dass das Rad in den ersten 20km besser läuft, würde ich der subjektiven Beobachtung zuschreiben. Da kann ich mir keinen Grund vorstellen, warum das auftreten soll. Deine Selbstbeobachtung kann ich bestätigen. Mit meinen alten Schrottautos, die ich früher hatte, habe ich mir eine ziemliche Sensibilität gegenüber den Autos angewöhnt. Meistens hat mein Eindruck, dass etwas nicht gestimmt hat, nicht getrogen, manchmal aber schon. Das ist normal!

lg!
georg

Geändert von Toxxi (20.01.22 09:47)
Änderungsgrund: Zitat repariert
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Off-topic #1489794 - 20.01.22 09:49 Re: (Interesse) Hintterad stoppt, wenn Rad kippt [Re: irg]
Toxxi
Moderator Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 21050
In Antwort auf: irg
In Antwort auf: AndreMQ
Es gibt keine Gespenster in Laufrädern.


Oh ja, es gibt Gespenster in Laufrädern!

Stimmt, das kann ich bestätigen.

Ich hatte einen Korrosionsriss im Felgenboden. Von außen nicht zu sehen, Bremsflanke völlig glatt, aber beim Bremsen ziemliches Stottern immer an der gleichen Stelle (weil es die Bremsflanken zusammendrückte). Ich habe über ein Jahr lang gesucht und bin fast verzweifelt.

Der Geist kam erst zum Vorschein, als ich nicht nur den Reifen runternahm, sondern auch das Felgenband.
Meine Räder und Touren im Radreise-Wiki
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Off-topic #1489810 - 20.01.22 12:39 Re: (Interesse) Hintterad stoppt, wenn Rad kippt [Re: Toxxi]
Felge31
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 104
Guten Tag Zusammen,

also zunächst einmal möchte ich mir für die ganzen Beiträge bedanken. Schön finde ich auch, dass hier ein wirklich sehr netter Umgangston herrscht und man nicht direkt in eine bestimmte Ecke abgeschoben wird.
Vielleicht gelingt es mir ja tatsächlich noch, dem Problem, wenn es denn überhaupt eines gibt, auf die Schliche zu kommen.

Ich würde auch tatsächlich die Gelegenheit nutzen wollen, nochmal kurz Revue passieren zu lassen, was genau passiert war:

Ich habe vor über anderthalb Jahren an meinem Patria Ranger Pro XL einen Wechsel des Antriebs vorgenommen. Das dieser Wechsel nötig war, dessen bin ich mir sicher. Ich schreibe das deshalb nochmal extra auf, weil ich natürlich in manchen Dingen auch noch dazulernen muss und auch möchte. Von der Kilometerleistung kam das ganz klar hin und ich hatte auch vorher nie die Kette gewechselt. Es war mir von vornherein klar, dass, wenn mal was durchrutscht oder man einfach merkt, dass der Antrieb fällig wird, ich alles tauschen möchte/werde. Ich weiß auch, dass das vermutlich nicht die cleverste bzw. kostengünstigste Vorgehensweise ist.
Ich habe sicherheitshalber von allen Komponenten Fotos gemacht, damit ich auch ja die richtigen Teile bestelle. An dem Rad ist eine „schlichte“ 3x10 XT-Schaltung verbaut. Auch die Abstufung der Kassette habe ich berücksichtigt.
Also alles geordert: Identische Komponenten. Ich habe aber lediglich alle 3 Kettenblätter und nicht die komplette Kurbel getauscht. Auch die Schaltröllchen habe ich nicht getauscht. Die Kettenlänge habe ich exakt mit der alten Kette verglichen und alles angebaut. Hier möchte ich einwerfen, dass mir und das schreibe ich nur, weil ich da immer mal wieder nach gefragt worden bin, solche Dinge wie: Kette falsch durchs Schaltwerk führen oder Kettenlaufrichtung nicht berücksichtigen NICHT mehr passieren.

Ab diesem Zeitpunkt kam dennoch der erste Punkt über den ich mich im Nachhinein richtig ärgere: Ich habe die alte Kassette und die alten Kettenblätter sofort entsorgt, ohne auf dem Rad gesessen zu haben. Ich war so überzeugt von meiner Arbeit, dass ich es nicht für nötig hielt, diese aufzubewahren. Die erste Kette habe ich als zukünftige Referenz behalten.

2 Tage später ging es dann auf die erste kleine Tour und das „Unheil“ (übertrieben geschrieben) begann. Ein Springen der Kette auf den kleinen Ritzeln, was ich vorher nicht hatte, begann. Mit meinem Wissen von heute (ca. 1 Jahr später) weiß ich, dass es vermutlich einfach gereicht hätte, die Spannung des Schaltzuges minimal zu erhöhen. Vielleicht wäre dann alles erledigt gewesen und mir wäre nichts weiter aufgefallen. Na ja.
Anschließend begann ich also damit meine Schaltung besser kennenzulernen. Ich tauschte Schaltkabel, Schalthüllen usw. aus. Was war jetzt hier anders als vorher? Lediglich die Endkappen. Diese waren von Werk aus an den Endanschlägen aus Metall. Ich habe jetzt die schwarzen Kunststoff-Endkappen. Ich habe dann auch alles soweit eingestellt bekommen, wie ich denke, dass es funktionieren müsste. Endanschläge alles drum und dran.
Heute wohlwissend, dass das vermutlich alles gar nicht nötig gewesen ist. Auch die Umschlingung usw. An jeder Schraube habe ich herumgeschraubt. Aber ich habe es immer so hinbekommen, dass das Fahrrad einwandfrei schaltet.

Lediglich ein Gefühl wurde ich nach dieser ganzen Prozedur nicht los: Und das ist, dieses smoothe Fahrgefühl, was ich beim Druck auf die Pedale bei diesem Fahrrad immer hatte. Ich fand nicht, dass ich die Kette früher beim Treten groß gespürt habe. Und vielleicht und an dem Punkt bin ich ja mittlerweile auch, ist auch da nichts unnormales dran. Wenn jemand vielleicht schlechtere Komponenten verbaut hat, dann fühlt sich das vielleicht immer so an. Ich kann nur sicher sagen, es hat sich vorher anders angefühlt. Da bleibe ich auch noch bei. Habe meine Frau mal fahren lassen. Die merkt da nichts. Na ja…
Das Fahrrad fährt auch wie gesagt ganz normal. Wir sind auch mit der Familie im Sommer 1 Woche am Nordseeküstenradweg gefahren. Ich hab da keine Schaltaussetzer oder ähnliches. Aber ich habe auch nie das Gefühl, dass sich das wieder so eingefahren hat. Denn von diesem „Neue Komponenten aufeinander einfahren“ habe ich häufiger gehört. Aber das müsste ja nach 1000 km oder so auch mal erledigt sein.

Ende vom Lied: Es von vorher anders gekannt zu haben, nervt total und hat mir auch keine Ruhe gelassen. Also machte ich mich ans Innenlager. Von all dem was ich weiß, wie man ein Innenlager testet, ob es kaputt ist, hätte ich bei meinem jetzt nicht erkannt, dass es daran liegen sollte.
Die Preise gehen. Also getauscht. Hat sich nichts verändert. (Kurzer Einwurf: Ich werf natürlich die anderen Teile jetzt nicht mehr weg.) Dann habe ich nochmal eine neue Kette gekauft. (PS: Meine Frau darf das alles gar nicht wissen, dass ich hier neue Teile mit neuen Teilen ersetzt habe. Unfassbar).
Ich hatte gedacht, vielleicht habe ich eine „Montags-Kette“ erwischt. Keine Veränderung. Dann habe ich die Kassette bestimmt 10mal wieder abgenommen und die Ritzel gereinigt. Geschaut, ob ich vielleicht ein Ritzel falsch aufgelegt habe. Ob der Spacer an der falschen Position ist usw. usw.
Ich bin mir relativ sicher, wenn da so ein grober Schnitzer drin wäre, dann hätte ich noch ganz andere Probleme.

Man muss sich das bei mir dann so vorstellen. Ich fahre mit dem Fahrrad beinahe jeden Tag. Dann sitzt man abends auf der Couch und denkt: Man nervt das und rennt wieder in den Keller und hofft, jedes Mal wieder, dass man doch etwas findet.
Und das letzte was ich eben bei der gefühlt 1000sten Inspektion gefunden habe, war, ein kleiner Riss am Nabenflansch. Auch, wenn das nichts Schönes ist. Ich war fast schon happy, weil ich mir einen Abend und eine Nacht lang eingeredet habe, dass das ja auch die Ursache sein kann.
Wobei ganz ehrlich: Ich möchte nicht wissen, wie lange dieser Riss schon da ist und inzwischen wurde mir auch mehr oder weniger auch bestätigt, dass das nicht die Ursache sein sollte. Dennoch und das ist der aktuelle Stand habe ich mir ein neues Laufrad einschl. gleicher Nabe mit Freilauf bestellt.
Darauf warte ich noch. Ich kann mir fast nicht vorstellen, dass das etwas ändert.

Ich selbst habe immer noch ein paar Dinge auf der Liste, die ich nicht ausschließen möchte und die für das Problem verantwortlich sein könnten. Bei all diesen Dingen (außer der Schaltung und der Kurbel) stelle ich mir aber die Frage, warum ist das dann nicht schon vor dem Antriebswechsel aufgetreten?

Hier die Punkte, die mich zu dem Thema noch nicht los lassen:

Schaltwerk:
Bei all den oben genannten Anpassungen und Inspektionen war ich halt immer wieder am Schaltwerk dran. Habe immer wieder gelesen, wieviel da doch schon ein paar Millimeter-Abweichungen ausmachen können. Auch an der Umschlingungsschraube habe ich immer mal wieder gedreht, um herauszufinden, ob das eine Veränderung mit sich bringt. Ich würde sagen, ich schaffe es inzwischen, dass Schaltwerk sicher und gut einzustellen. Dennoch mache ich das alles auch noch nicht so lange und rede mir ein, dass es vielleicht doch eine ganz bestimmte Position gibt, die alle Probleme (wie gesagt: Wenn es welche gibt) beseitigt und ich genau diesen Punkt nicht wiederhergestellt bekomme.

Umwerfer:
Bei allen Inspektionen und Anpassungen habe ich nie eine Umstellung am Umwerfer vorgenommen. Ein Schleifen der Kette kann ich dort nur in den extremen bekannt schlecht zu fahrenden Gangpositionen feststellen und sonst nicht.

Kurbel:
Ich kann nicht zu 1000 Prozent ausschließen (es ist aber trotzdem relativ unwahrscheinlich), dass ich beim allerersten Ausbau der Kurbel vielleicht irgendwas verloren habe, was ich gar nicht kenne. Laut Shimano-Anleitung ist alles komplett.
Außerdem denke ich immer, dass ich dann ja auch ein Problem feststellen müsste, wenn ich die Kurbel ohne Kette nur von Hand drehe. Das ist nicht so.

Hinteres Laufrad einschl. seiner Lager:
Dies ist für mich noch ein relativ unbekannter Fleck am Rad und hier kann ich eigentlich wenig ausschließen. Natürlich würde mich auch hier ein Problem etwas wundern, da es ja vor dem Antriebswechsel schon hätte da sein müssen.
Oberflächlich prüfen, ob das Laufrad Spiel hat: Das habe ich gemacht. Das Rad scheint völlig fest und kompakt im Rahmen zu sitzen.

Tut mir leid, dass hier jetzt nochmal etwas mehr Text zusammen gekommen ist. Ist natürlich auch ein wenig die Verzweiflung. Und wenn es alles auch nicht weiterhilft, konnte ich Euch mit der ein oder anderen Stelle vielleicht etwas erheitern.

LG und Danke
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#1489818 - 20.01.22 13:08 Re: (Interesse) Hintterad stoppt, wenn Rad kippt [Re: Felge31]
Juergen
Moderator
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Beiträge: 12653
In Antwort auf: Felge31


Ich würde auch tatsächlich die Gelegenheit nutzen wollen, nochmal kurz Revue passieren zu lassen, was genau passiert war:

Ich habe vor über anderthalb Jahren an meinem Patria Ranger Pro XL einen Wechsel des Antriebs vorgenommen. Das dieser Wechsel nötig war, dessen bin ich mir sicher.
Ich hab den Faden nur noch rudimentär in Erinnerung, habe allerdings schon damals nicht verstanden, warum Du die Arbeiten nicht hast beim Händler durchführen lassen. Eine Inspektion beim Händler nach dem Kauf hilft ja auch, Unheil zu verringern.

Jetzt hast Du wieder so einen Zirkus und bereitest schon den dritten mit Laufrädern, Schaltwerk, Kurbel und Umwerfer vor. Hast Du mal Kontakt mit Patria aufgenommen?
° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° °
Reisen +

Geändert von Juergen (20.01.22 13:08)
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#1489821 - 20.01.22 13:38 Re: (Interesse) Hintterad stoppt, wenn Rad kippt [Re: Felge31]
irg
Mitglied
abwesend abwesend
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Hallo!

Mein Vorschlag: Nimm die Sache pragmatisch. Es kann sein, dass dein Rad ein Problem hat, oder auch nicht. Das du offenbar nicht auf eine Weltreise aufbrechen willst, sehe ich das ziemlich entspannt. Beim Rad meiner Frau habe ich auch gesucht und abgecheckt, was machbar war, und es dabei belassen. Schleifgeräusche, wie bei diesem Rad, können, müssen aber nichts Schlimmes bedeuten.

Die Schaltung funktioniert sauber: Vergiss also, in diesem Bereich weiter zu suchen. Wenn, dann steht das Hinterrad im Verdacht, und dabei v.a. das Nabenlager. Aber selbst, wenn das Lager etwas hat, bedeutet das nicht, dass du sofortigen Handlungsbedarf hast. Mein Alltagsrad und Rad fürs Grobe habe ich ursprünglich aus Müll zusammen gebaut. Als ich damit meine ersten beiden Touren durch Sloweniens große Wälder gemacht habe, hatte das Rad Laufräder, die würdest du nicht einmal ins Stadtrad einbauen. Sie haben beide keinen Ärger gemacht und noch lange funktioniert, trotz ausgelaufener, billiger Lager.

Es kann noch einen Grund geben, warum sich dein Rad anders anfühlt: Die Erinnerung spielt uns manchmal einen ziemlichen Streich. Ich habe das vor Kurzem wieder erlebt. Am Alltagstandem hatte ich einen Kettenriss. Das ist kein schlechtes Rad, nur läuft es gerade mit Winterreifen. Wir haben das bessere Tandem mit Sommerreifen genommen, und ich habe mich gefühlt, als hätte es Flügel. Dabei kenne ich beide Tandems lange.
Kann es sein, dass du beim Umstieg aufs Patria das tolle Fahrgefühl hattest, weil es besser als das alte Rad davor war, und jetzt bist du es einfach gewöhnt?

Ich kenne das übrigens auch, dass sich ein Rad nach einer Reparatur sich anders anfühlt wie vorher. Das bedeutet nicht, dass es schlechter oder defekt ist.

lg!
georg
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#1489822 - 20.01.22 13:39 Re: (Interesse) Hintterad stoppt, wenn Rad kippt [Re: irg]
irg
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 5849
Noch was: Bevor du das neue Laufrad einbaust, teste das Lager, ob es sauber ein gestellt ist. Die Chancen, dass der Radhändler die Lager nicht eingestellt hat, stehen erfahrungsgemäß hoch!

lg!
georg
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#1489840 - 20.01.22 15:42 Re: (Interesse) Hintterad stoppt, wenn Rad kippt [Re: irg]
Felge31
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 104
In Antwort auf: irg
Noch was: Bevor du das neue Laufrad einbaust, teste das Lager, ob es sauber ein gestellt ist. Die Chancen, dass der Radhändler die Lager nicht eingestellt hat, stehen erfahrungsgemäß hoch!

lg!
georg


Hey. Okay. Danke für den Hinweis.
Aber ich glaube da habe ich so gar keine Erfahrung. Das wäre dann wirklich was, wovon ich lieber die Finger lasse.
Oder hast Du einen guten Tipp, wie ich da am besten vorgehe?
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#1489844 - 20.01.22 16:28 Re: (Interesse) Hintterad stoppt, wenn Rad kippt [Re: Felge31]
irg
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 5849
Das ist relativ einfach. Anleitungen gibt es sicher im Netz, du erwischt hoffentlich eine gute.

Wenn das Laufrad aus gebaut ist, prüfst du, ob die Achse Spiel hat. Wenn nicht, dann drehst du sie. Wie läuft das Lager? Leicht grummelnd, also mit Widerstand? Oder seidenweich, wie es soll? Am besten ist es, wenn das Lager ausgebaut ein minimales Spiel auf weist, das ein gebaut weg ist.

Zum Einstellen entfernst du die Gummikappe, dann kommen Konus und Kontermutter in Sicht. Mit einem Konusschlüssel (schmal) und einem 17- er Gabelschlüssel kannst du aufschrauben und die gewünschte Einstellung suchen. Nach dem Kontern (gegeneinander fest Ziehen) prüfst du wieder. So näherst du dich der Einstellung an, bis sie passt. Ich klemme dabei die andere Kontermutter mitsamt Laufrad gerne im Schraubstock ein, da ist es leichter, minimale Änderungen vor zu nehmen. Nur zum Prüfen musst du das Laufrad immer heraus nehmen.

Lg!
georg
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#1489858 - 20.01.22 19:23 Re: (Interesse) Hintterad stoppt, wenn Rad kippt [Re: Felge31]
bodu
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 12
In Antwort auf: Felge31
Auch die Schaltröllchen habe ich nicht getauscht.

Ich verstehe, damals hast du die Kasette und Kette getauscht, und das Schaltröllchen beibehalten.
Wie sieht es heute aus, hast du die Schaltröllchen in der Zwischenzeit erneuert?
Wie Breit sind die Zähne beim Kopfkreisdurchmesser, sind die Schaltröllchen außen messerscharf?
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#1489886 - 21.01.22 08:09 Re: (Interesse) Hintterad stoppt, wenn Rad kippt [Re: Felge31]
irg
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 5849
Hier ist eine Anleitung, die gut hinkommen sollte: Lagerspiel einstellen

Ich habe nicht alles an geschaut, aber das, das ich gesehen habe, war richtig.

Im Netz habe ich eine andere Anleitung gesehen, die war abenteuerlich. So wurde behauptet, dass das Lager zu streng ein gestellt sein, "wenn das Lager extrem rau läuft". Das freut die Händler und Hersteller, nicht aber die Kunden. Denn das ist schon viel zu streng ein gestellt. Dazu wurde behauptet, dass man das Lagerspiel im eingebauten Zustand testen kann. Dabei fallen zu streng ein gestellte Lager aber nicht auf.

Es ist interessant, was für Unsinn alles verzapft wird, sogar von einem Radmagazin. Auf jeden Fall ist digital verbreiteter Unsinn kein Grund, die Lager nicht selbst zu testen und ein zu stellen. Es gibt ja auch gute Anleitungen.

Noch etwas: Bei deiner XT hast du statt dem Konus für den 17-er Schlüssel einen 5-er Inbus. Die Funktion und die Arbeitsweise bleiben gleich.

lg!
georg
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#1489930 - 21.01.22 14:58 Re: (Interesse) Hintterad stoppt, wenn Rad kippt [Re: irg]
Fichtenmoped
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Das Lagerspiel von Konuslagern wird mit Hilfe der sogenannten Pendelprobe überprüft.

Was der gute Mann da am Rad rumwackelt ist nicht geeignet, ein zu stramm eingestelltes Lager zu ermitteln.

Pendelprobe nach Smolik:

Das Rad wird ohne (!) Reifen ganz langsam ohne Schnellspanner angestoßen, Es pendelt dann so aus, das die schwerste Stelle unten steht. Bei gesteckten Felgen ist das meist der Felgenstoß.

Die schwerste Stelle wird markiert.

Dann zieht man den Schnellspanner an, bewegt die schwerste Stelle auf 9 oder 3 Uhr. Ein perfekt laufendes Lager sollte dann das Rad auspendeln lassen ohne dass sich Lagerspiel erfühlen lässt.

Am Besten spannt man das Rad nicht in den Rahmen oder die Gabel ein, sondern nimmt zwei dicke Muttern oder Scheiben, die anstelle der Gabelscheiden mit dem Schnellspanner auf der Achse zusammengezogen werden und hält das Ganze dann in den Händen.


Alle Shimano-Naben, die ich neu gekauft habe, waren übrigens zu stramm eingestellt.
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#1489993 - 22.01.22 11:48 Re: (Interesse) Hintterad stoppt, wenn Rad kippt [Re: Fichtenmoped]
FordPrefect
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In Antwort auf: Fichtenmoped
Das Lagerspiel von Konuslagern wird mit Hilfe der sogenannten Pendelprobe überprüft.

Was der gute Mann da am Rad rumwackelt ist nicht geeignet, ein zu stramm eingestelltes Lager zu ermitteln.

Pendelprobe nach Smolik:

Das Rad wird ohne (!) Reifen ganz langsam ohne Schnellspanner angestoßen, Es pendelt dann so aus, das die schwerste Stelle unten steht. Bei gesteckten Felgen ist das meist der Felgenstoß.

Die schwerste Stelle wird markiert.

Dann zieht man den Schnellspanner an, bewegt die schwerste Stelle auf 9 oder 3 Uhr. Ein perfekt laufendes Lager sollte dann das Rad auspendeln lassen ohne dass sich Lagerspiel erfühlen lässt.

Am Besten spannt man das Rad nicht in den Rahmen oder die Gabel ein, sondern nimmt zwei dicke Muttern oder Scheiben, die anstelle der Gabelscheiden mit dem Schnellspanner auf der Achse zusammengezogen werden und hält das Ganze dann in den Händen.


Alle Shimano-Naben, die ich neu gekauft habe, waren übrigens zu stramm eingestellt.



bravo Danke

Endlich mal jemand, der weiß, daß man zur Kontrolle das Lager nach dem Einstellvorgang zur Endkontrolle noch mit Hilfe von Distanzscheiben (U-Scheiben/Muttern...) festzieht (Schnellspanner oder Radmuttern wie beim Radeinbau festziehen) - denn erst dann entsprechen die Spannungs-Verhältnisse im Lager dem ins Fahrrad eingebauten Zustand ! Ein ausgebaut scheinbar sauber eingestelltes Lager läuft nämlich eingebaut und angezogen etwas enger, was gleichbedeutend ist mit "zu stramm" !

Bei Nady-Lagern kenne ich da aber keinen Trick, außer Erfahrung und Gefühl...

Liebe Grüße / Micha bier2

P.S.: Viel Ahnung vom Lagereinstellen hat der "Spezialist" aus Sprockhövel (Link von Irg) nicht - das ist Garagenbastlerniveau für Youtuber....

-------------------------------------------------------
Always look on the bright side of life !

Geändert von FordPrefect (22.01.22 11:56)
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#1490009 - 22.01.22 16:24 Re: (Interesse) Hintterad stoppt, wenn Rad kippt [Re: FordPrefect]
irg
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Danke für die Kritik!

Ich hatte nicht die Zeit, alles an zu schauen. Er ist immerhin weit besser als die unterirdische Anleitung aus dem Radmagazin.

Vorschlag: Kannst du eine brauchbare Anleitung hinein stellen?

Lg!
georg

Geändert von irg (22.01.22 16:25)
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Off-topic #1490011 - 22.01.22 16:39 Re: (Interesse) Hintterad stoppt, wenn Rad kippt [Re: FordPrefect]
noireg-b
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Ich fürchte Nadys wird ein Nischenprodukt, da wohl die Mehrheit der zukünftigen Käufer sich vom Stromrad anlocken lässt.
Auch ich besitze und nutze inzwischen ein "midtail" E-Lastenrad neben meinen zahlreichen Falträdern. Im Normalbetrieb fahre ich stromlos auch recht flott, nur bergauf mit Last und/oder Hänger schätze ich die Unterstützung.
So langsam verstehe ich den Reiz, dem viele Strom-Radler erliegen, wenn sie einen großen Teil der Leistung elektrisch und nicht mit den Beinen erbringen.
Kürzlich fuhr ich stromlos recht flott um die 30 km/h und wurde von einem Überholenden nach meinem Nummernschild gefragt.
Ich bin immer wieder überrascht, dass es offensichtlich möglich ist, bis aufs Gewicht die motor- bzw. getriebebedingten Zusatzwiderstände weitgehend zu minimieren. Auch Lager und breite leichtlaufende Reifen tragen dazu bei.

Aber wie deutlich gemacht, alles offtopic

Grüße Gereon
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Off-topic #1490032 - 22.01.22 21:48 Re: (Interesse) Hintterad stoppt, wenn Rad kippt [Re: noireg-b]
Felge31
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Guten Abend Zusammen,

entschuldigt, dass ich mich erst jetzt wieder melde. Wollte mich auf jeden Fall wie immer für die netten Nachrichten bedanken und die Tipps und Vorschläge. Tatsächlich traue ich mir selbsr nicht zu, festzustellen, ob ein Lager zu stramm oder zu lose eingestellt ist. :-( Gleichzeitig möchte ich hier die Gelegenheit nutzen, um auf die Nachricht von Juergen zu antworten. Du hast natürlich vollkommen Recht. Man kann wegen allem zum Händler gehen und alles reparieren lassen. Aber so Dinge wie Antriebskomponenten wechseln habe ich vorher schon gemacht und es ist auch in meinem Interesse das selbst zu können. Der eventuelle Misserfolg in diesem Fall bestätigt mich natürlich nicht.
Dazu möchte ich noch schreiben, dass Werkstatt auch nicht gleich Werkstatt ist - finde ich. Ich fahre jetzt auch schon so lange Fahrrad, dass ich ziemlich sicher sagen kann, dass es da Unterschiede gibt. Am Ende haben natürlich alle mehr Ahnung als ich. Sollte ja auch so sein. Aber ich wollte halt mein Rad selbst so gut wie möglich kennen und warten können.
Natürlich kann es sein, dass ich das lieber lassen sollte.

Aktueller Sachstand sonst:
Es gibt keinen. Habe jetzt noch entdeckt das nur noch ein Bremskolben durch die Bremse aktiviert wird. Der andere müsste wohl mal gängig gemacht werden. Sollte aber mit meiner Thematik nichts zu tun haben. Das neue Laufrad habe ich jetzt. Natürlich auch gleiches Fabrikat usw. Hab ich aber noch nicht getestet. Bin jetzt schon genervt, wenn ich darüber nachdenke, dass es das auch nicht ist.

Euch ein schönes Restwochenende
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Off-topic #1490075 - 23.01.22 15:03 Re: (Interesse) Hintterad stoppt, wenn Rad kippt [Re: Felge31]
derSammy
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Dinge selbst zu können und vor allem Fehler selbst analysieren zu können, ist in jedem Fall hilfreich.
In deinem Fall wirkte es allerdings so, als ob dein Vorgehen teilweise planlos und "auf gut Glück" war. In so einem Fall ist es dann auf jeden Fall sinnvoll mal eine zweite Meinung einzuholen. Kann die von einem Radhändler sein (hat dann den Vorteil, dass der bei Beauftragung auch verantwortlich für die Problembehebung ist), oder jemand anderes bekanntes mit Radexpertise. Forum so per Fernzuruf ist da nur sehr bedingt geeignet.
Komm wir grillen Opa. Es gibt Koch und Suppenfleisch!
Satzzeichen können Leben retten.
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Off-topic #1490078 - 23.01.22 15:24 Re: (Interesse) Hintterad stoppt, wenn Rad kippt [Re: derSammy]
Felge31
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Hey,

Auch an Dich vielen Dank. Alles natürlich richtig. Wie gesagt. Ich möchte auch nicht als jemand rüber kommen, der jetzt Ultra zwingend und mit gefährlichem Halbwissen irgendwo dran rumschraubt. Das mir die Erfahrung fehlt und ich auch an bestimmte Dinge gar nicht rangehen würde; das ist so. Tatsächlich war ich ja auch schon mal beim Händler vorstellig mit der Aussage, dass ich gesagt habe, dass ich alles an Antriebskomponenten getauscht habe (Kette, Kassette und Kettenblätter) getauscht habe und das ich aber nun das Gefühl habe, dass sich der Antrieb irgendwie nicht mehr so anfühlt wie vorher. Da ist der Mitarbeiter ein Stück mit dem Rad gefahren. Hat die Schaltung so durchgeschaltet wie ich oben beschrieben habe. Mit Rad auf Seite kippen und durchschalten und sagte mir das alles in Ordnung sei.

Und das verheimliche ich ja nicht. Vielleicht ist es das ja auch. Es war halt vorher anders. Egal. Vermutlich hab ich einfach ein Pin im Kopp.

Das ist jetzt besonders planlos vorgegangen wäre, stimmt so eigentlich ….. na ja irgendwie schon.
Ist aber auch ein wenig greifbares Problem, von dem man tatsächlich im Internet aber auch den ein oder anderen Beitrag findet. Leider erfährt msn meistens die endgültige Lösung nicht.

Geändert von Felge31 (23.01.22 15:25)
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#1490954 - 03.02.22 10:10 Re: (Interesse) Hintterad stoppt, wenn Rad kippt [Re: Felge31]
Felge31
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Liebe Forumsmitglieder,

bitte entschuldigt, dass ich noch einmal einen Punkt zum Beitrag hinzufügen möchte.
Vorab: Laufrad ist gewechselt. Das war ja unabhängig des anderen Problems wegen des kleinen Risses am Nabenflansch vonnöten. Hoffe ich zumindest. Laufräder, Nabe, Speichenanzahl usw. sind absolut identisch.

Ich möchte aber mal mein Augenmerk auf ein Bauteil legen, welchem ich bisher gar nicht behandelt habe. Auch, wenn ich weiß, dass ich hier inzwischen den Ruf weg habe, etwas unstrukturiert vorzugehen. Ich mache ja an dem Teil erst mal nichts.
Und zwar ist das der Umwerfer. Könnt Ihr vielleicht anhand eines Fotos erkennen, ob dieser vielleicht in seiner Linie (also nicht Höhe) falsch stehen könnte. Ich habe hier mal ein Bild angehangen. Das ist vielleicht aber wenig aussagekräftig, weil ich bei dem Bild gerade nicht weiß, auf welchem Ritzel die Kette hinten liegt.

Ich denke ja, dass dieses rau/sandige-Fahrgefühl nichts damit zu tun hat, weil dann würde ich vermuten, müsste es gleichzeitig doch auch Geräusche geben....

https://www.dropbox.com/s/c5t22oet3xr172g/IMG_4420.jpg?dl=0
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#1490959 - 03.02.22 11:56 Re: (Interesse) Hintterad stoppt, wenn Rad kippt [Re: Felge31]
elflobert
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anhand des Bildes kann nicht erkannt werden, ob der Umwerfer gerade steht oder nicht.
Das kann man am besten selbst prüfen, indem man die Parallelität zu den Kettenblättern prüft.

Ob der Umwerfer schleift, hört man am besten, indem man am Montageständer diverse Gangkombinationen ausprobiert.
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