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#1438982 - 10.07.20 12:32 Re: Mit dem Trike rund Walsrode (extern) [Re: Igor]
Beberich
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 248
Moin,

jau, die schlechtesten Strecken sind die Besten zwinker

Heute würde ich diese Strecken wohl insbesondere mit Trike nicht mehr ohne E fahren wollen. Früher auf dem Up habe ich das zwar auch gerne gemacht, aber irgendwie haben sich der Umstieg von BioUp auf ETrike mit den besseren Navigationsmöglichkeiten überschnitten, so weiss ich irgendwie gar nicht woran es liegt, dass ich immer mehr dieser Wege fahre. Eines weiss ich: Auf dem Up hatte ich wegen Rüttelpisten nicht so viel Spass am Arsch, das finde ich auf dem Trecker (Trike) viel entspannter.

Klar ist: Mit E macht es mit bei selbst knapp 100kg, Fahrad 40kg + Gepäck entsprechend Spass wenn man die E-Unterstützung nach oben dreht (dazu gleich bei Akku mehr) und nicht auf Reichweite achten will.

Wenn man an das Ende der Wegqualitätsskala geht, dann lande ich wohl bei "Nicht ohne E", insbesondere, wenn ich an Sandpassagen denke.

Ich fahre auf dem Scorpion Marathon Plus - Standard von HP verbaut. Keine Probleme bisher mit Platten (Einer auf 5k km). Gripp ist gefühlt unter Berücksichtigung (Nur ein Antriebsrad mit 20 Zoll). Im Sand ist halt irgendwann Ende.

Das Rad hat den E8000 von Shimano. Ich habe drei 500Watt Akkus an Bord.

Unterstuetzungsleistung der einzelnen Stufen auf der Tour bei Laendereinstellung DE (also bis 25km/h Unterstützung):

ECO: 95/30
TRAIL: 170/50
BOOST: 300/70


Die folgenden Reichweitenwerte habe ich bei der Tour erreicht, dabei sind die letzten Spalten so zu verstehen, welche Unterstützungsleistungen ich ungefähr abgerufen habe (X=Am meisten, x=ab und zu, .=selten/einmalig)

KM caHM ECO TRAIL BOOST
57 300 X
59 300 X
56 230 X .
56 300 X
53 300 X x
69 270 X x .
40 270 x X .
47 300 x X .
44 250 x X .
47 250 x X .

Man sieht schoen die 5. Zeile von unten - Da waren die 20km Landstrasse durchs Bundeswehrgelände. Auf Strassen erreiche ich mit Minimalgepäck und nahe 100% ECO auch mal 75km Reichweite pro Akku. Im Winter geben die Akkus jeweils entsprechend weniger Leistung ab.

Die letzten vier Zeilen waren die letzten beiden eher erschöpften Tage, an denen ich dann mit mehr Unterstützungsleistung gefahren bin: Diese Werte symbolisieren ungefähr das durchgehend Grinsen beim Durchfahren der schlechten/besten Wege. Das bedeutet dann auch mal mit >20km/h über Stock und Stein. Das ist Fahrspass pur.

Die ersten Zeilen symbolisieren eher anstrengendes Fahren.

Ahoi
Sven


Geändert von Beberich (10.07.20 12:32)
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Off-topic #1438984 - 10.07.20 12:47 Re: Mit dem Trike rund Walsrode (extern) [Re: Beberich]
Igor
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 118
Moin Sven,

Danke Dir für die ausführliche Antwort. Ich fahre ein Gekko fx mit 3x 20 Zoll auch auf Reisen. Da ich keine e-Unterstützung habe, kommt der Marathon aus Gewichts- und Rollwiderstandsgründen nicht in Frage. Bei mir sind vorn Schwalbe Shredda 1,75x20 und hinten ein Conti DoubleFighter III drauf. Hinten wechsle ich jedes Jahr vor der großen Urlaubstour, um das Risiko eines Plattfußes zu minimieren. Hat bisher 100%ig geklappt!
Versuche aber auch den Druck zwischen 4 und 5 bar zu halten, seit dem ist auch die Pannenanfälligkeit vorn gesunken! Und die Shredda's laufen leicht, gefühlt noch besser als die Tryker!
Bei mir: Fahrer 80kg + Gepäck 12-18kg (je nachdem ob mit oder ohne Zelt/Küche) laufen gut, solange es nicht zu sandig wird. Aber Deine Streckenführung ist schon extrem!

Dir weiterhin viel Spass mit dem "Laubfrosch" und immer einen Finger-breit Luft unter dem Schaltwerk, oder ist da eine Rohloff drin?

Gruß Igor
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Off-topic #1438986 - 10.07.20 12:54 Re: Mit dem Trike rund Walsrode (extern) [Re: Igor]
Beberich
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 248
Moin,

ist ne Rohloff. Hab aber das Schaltauge/Kettenspanner da auch schon mal geschreddert. Finger-Breit nehme ich also gerne ; -)

Ahoi
Sven

Geändert von Beberich (10.07.20 12:54)
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#1439588 - 16.07.20 17:20 Nordpfalz an Corona-Sommertagen
19matthias75
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 3043
Unterwegs in Deutschland

Eigentlich hatte ich in dem Zeitraum eine 3-Tages-MTB-Packing Tour durch Hessen vorgesehen, aber nachdem wegen Bauarbeiten die Anreise zum dortigen Startpunkt in der nordwestlichsten Ecke Hessens etwas erschwert wurde, musste ein Alternativprogramm her.
Hinweis: der Link oben führt zum ersten Tourbild der Galerie.

Dank RMV-Jobticket fuhr ich mit dem Zug bis Rüdesheim am Rhein und nutzte gegen ein geringes Entgelt von 2,70 Euro die "bewegliche Brücke" nach Bingen.
http://remueht.eu/Photogalerie-Matthias/_data/i/upload/2020/07/16/20200716142439-83bb4e2a-la.jpg
Auf der Westseite von Nahe fuhr ich bis nach Bad Kreuznach,
http://remueht.eu/Photogalerie-Matthias/_data/i/upload/2020/07/16/20200716142604-dcb9431f-la.jpg (Blick auf die Nahe)
zunächst auf der Straße und dann auf dem Radweg (teils im Zick-Zack), um dann auf die Kleinbahn-Runde nach Westen abzubiegen.
https://www.alpenvereinaktiv.com/s/tMaT
http://remueht.eu/Photogalerie-Matthias/_data/i/upload/2020/07/16/20200716142755-599a3d44-la.jpg Kleines Bahnmuseum in Bockenau

Kunst am Kleinbahn-Rundweg: http://remueht.eu/Photogalerie-Matthias/_data/i/upload/2020/07/16/20200716143256-a1ce63a6-la.jpg

Nach der Kleinbahn-Runde fuhr ich die Nahe weiter aufwärts nach Bad Münster am Stein. Im Rewe besorgte ich mir noch etwas Verpflegung fürs Nachtessen und fuhr ins Tal der Alsenz hinein. Die ersten Kilometer verliefen im stetigen auf und ab neben der zweigleisigen nichtelektrifizierten Strecke durchs Alsenztal. Schon das gesamte Alsenztal hielt ich Ausschau nach einem möglichen Übernachtunsplatz.
Kurz vor dem Ort Alsenz kletterte ich auf steilem Feldweg aus dem Tal nach oben und fand einen Nachtlagerplatz auf einer bereits abgemähten Wiese in nur ganz leichter Hanglage am oberen Rand. Der Dragonfly wurde angeworfen für Rote Linsen Penne mit Zucchini und Mettwürstchen.
http://remueht.eu/Photogalerie-Matthias/_data/i/upload/2020/07/16/20200716143409-014c65c1-la.jpg
http://remueht.eu/Photogalerie-Matthias/_data/i/upload/2020/07/16/20200716143620-e584feef-la.jpg
Am Morgen:
http://remueht.eu/Photogalerie-Matthias/_data/i/upload/2020/07/16/20200716143822-993341b6-la.jpg

Den gleichen weg fuhr ich nicht hinunter sondern auf den Feldwegen dann direkt ins Dorf in eine Seitental. Und dann wieder auf den Alsenzradweg. Die Bahnstrecke wurde immer wieder gekreuzt, auch Anrufschranken waren dabei zu nutzen. In Diekirchen füllte ich meine Waservorräte am Friedhof auf. Eine Spätstückpause legte ich bei Hochstätten auf. Dort wurde der Kocher angemacht und Porridge sowie Teewasser gekocht. Beim Edeka in Enkenbach-Alsenborn gab es erneut eine Zwischenmahlzeit und alternative Getränke zum Wasser.
Im Wald gings nun weiter nach Westen und schließlich nördlich an Kaiserslautern vorbei. An der Quelle Waldgemark Leimendellchen mit See legte ich eine Pause in dieser ruhigen und entspannten Umgebung ein.
http://remueht.eu/Photogalerie-Matthias/_data/i/upload/2020/07/16/20200716144046-7176edc3-la.jpg
http://remueht.eu/Photogalerie-Matthias/_data/i/upload/2020/07/16/20200716144115-cca09971-la.jpg
Die Flaschen mit frischem Quellwasser aufgefüllt, gings nach ca. 1 Stunde wieder weiter. Für die Fahrt gen Norden hatte ich mir das Lautertal auf der Übersichtskarte, die ich dabei hatte, ausgesucht.
In Otterbach suchte ich nochmals kurz einen Supermarkt auf; ich brauchte Sekundenkleber-Gel. Außerdem gab es noch etwas zu trinken und ein Eis.
Den Sekundenkleber brauchte ich für die Reparatur des Ergon-Kork-Griffes links. Hier hatte sich an der Nahtstelle Gummi-Kork nach ca. 1 Jahr Nutzungsdauer die Komponenten gelöst.
http://remueht.eu/Photogalerie-Matthias/_data/i/upload/2020/07/16/20200716144236-0c846976-la.jpg
Das gleich Problem hatte ich auch schon auf der anderen Seite nach 1 Monat Nutzung (nach Reklamation gab es damals einen neuen Satz Griffe.
Nun hält es wieder. Über der Klebestelle ist der verhärtete Sekundenkleber zu spüren.
Die Aushärtung dauerte aber den gesamten Nachmittag über und ich schonte den betreffenden Griff beim Fahren.
Ab Wolfstein wird das Lautertal deutlich enger und irgendwie auch reizvoller. Die Tunnelumfahrung Wolfstein ist mit einer Rampe versehen, weil es über dem Bahntunnelportal auf der Nordseite hinüber geht. Kurz darauf war mit Lauterecken die Glan erreicht. Und die Zeit war auch schon wieder weit fortgeschritten.
Auf der Suche nach der nächsten Übernachtungsstätte machte ich über Osmand den Naturzeltplatz Bannmühle in Odernheim am Glan aus. Der Zeltplatz war wegen der derzeitigen besonderen Situation geschlossen, aber zumindest konnte ich im Bio-Hofladen etwas für das kommende Nachtessen erwerben.
Naja, sollte ich nichts passendes finden, sollte in ca. 6 km weiterer Fahrt der CP Nahetal kommen.
Der südliche Teil vom Lauterradweg ist unbefestigt, später dann asphaltiert. Und der folgende Glan-Blies-Radweg ist auch asphaltiert.
http://remueht.eu/Photogalerie-Matthias/_data/i/upload/2020/07/16/20200716144621-67e96764-la.jpg
http://remueht.eu/Photogalerie-Matthias/_data/i/upload/2020/07/16/20200716144745-96424a83-la.jpg

Da auf dem weiteren Weg keine passende Stelle zum Wildcampen auszumachen war, steuerte ich den CP Nahetal in Oberhausen an der Nahe an. Die letzten Kilometer hatten einige Höhenmeter mit dabei. Nach ca. 100 Meter hinauf zum Hermannsberg machte ich zwar noch auf der Karte einen Weg unten entlang der Bahnstrecke aus, aber nach kurzer Bedenkzeit bin ich doch weiter hoch gefahren. Wenigstens wurde ich mit einer Aussicht über das Nahetal belohnt.
http://remueht.eu/Photogalerie-Matthias/_data/i/upload/2020/07/16/20200716145122-75b4f081-la.jpg

Den CP errreicht ich dann gegen 20 Uhr, Rezeption bereits seit 18 Uhr geschlossen, aber einige NL-Gäste meinten, ich solle einfach auf die Zeltwiese fahren und morgen früh bezahlen.
Das Nachtessen bereitete ich nach dem Duschen zu. Nochmals die rote Linsen Penne mit roten Zwiebeln, Tomaten und kleingeschnittenen trockenen Würstchen.
Schon am Abend fing es zu regnen an und auch in der Nacht zu Mittwoch regnete es immer wieder ein kurze Zeitspanne um dann wieder eine Zeit lang aufzuhören.
http://remueht.eu/Photogalerie-Matthias/_data/i/upload/2020/07/16/20200716145539-63b27cd8-la.jpg
http://remueht.eu/Photogalerie-Matthias/_data/i/upload/2020/07/16/20200716145415-c1d373ab-la.jpg
Morgens weiterhin Regen. Ich spülte das Geschirr vom Abendessen ab und packte alles zusammen und war um 8 Uhr abfahrbereit bepackt an der Rezeption um festzustellen, das die Rezeption erst um 8.30 Uhr aufmacht. Also kurz den Kocher rausgeholt und Tee gekocht - Wartezeit sinnvoll genutzt.
Übernachtung mit Zelt kostete 11.50 Euro, Sanitär war frei zugänglich und inklusive.
Allerdings war unter der dünnen Grasschicht mal wieder nur Beton gewesen. Fazit davon: ein Zeltnagel war beim Aufbau gebrochen und 2 oder 3 waren leicht verbogen.

Kurz nach der Abfahrt fing es erst leicht zu regnen an und wurde dann doch noch stärker.
Naja, als Test für die leichte Arcteryx Squamish Hoody war das mal ganz interessant. Länger als 30 Minuten ist damit nicht trocken zu bleiben.
Aber Regensachen hatte ich keine dabei - war ja eine Sommertour.
Aber für die kühleren Morgen- und Abendstunden und bei Wind ist diese leichte Jacke super.

Der Sandstein-Kiesweg auf ehemaliger Bahntrasse nach Bad Münster am Stein hinterliss im Regen seine Spuren am Fahrrad.
In Bad Münster gab's zum Frühstück eine Tasse Kakao und zwei Stücke Kuchen, inkl. Angabe der Kontaktdaten in die Corona-Liste.
Nach dem Frühstück war zumindest der Regen vorbei und die 5 km nach Bad Kreuznach schnell gefahren. Nachdem es auch wieder heller wurde und ich mich noch nicht so recht entscheiden konnte, ob ich Richtung Mainz oder Bingen weiter fahre, gings erstmal in eine Zwischenrichtung.
Schließlich bin ich über Planig in Ippesheim auf den Naheradweg und nach Bingen gefahren.
Schöner Eindruck des Binger Lochs von Süden aus gesehen.
http://remueht.eu/Photogalerie-Matthias/_data/i/upload/2020/07/16/20200716145609-a1d3461e-la.jpg

Mit der Fähre = bewegliche Brücke ging es wieder über den Rhein nach Rüdesheim.
Bis zur Abfahrt des nächsten Zuges nach Wiesbaden war nach Zeit und ich entschied mich dazu, noch ein Stück mit dem Rad zu fahren. Durch die Orte fuhr ich schließlich bis Hattersheim um dort dann in den Zug der Vias nach Wiesbaden zu fahren und mich anschließend von Wiesbaden nach Darmstadt von meinen Kollegen nach Hause fahren zu lassen.


Gefahrene Strecke bei Komoot:
https://www.komoot.de/tour/220468428
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#1439625 - 16.07.20 21:03 Re: Nordpfalz an Corona-Sommertagen [Re: 19matthias75]
AndiB
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Beiträge: 195
Meines Wissens ist der Campingplatz der Bannmühle unabhängig von Corona dauerhaft geschlossen (so wurde es Anfang 2019 auf deren Webseite verkündet). Hast du vor Ort eine nähere Auskunft dazu bekommen?
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#1439633 - 16.07.20 22:25 Re: Nordpfalz an Corona-Sommertagen [Re: 19matthias75]
sugu
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Beiträge: 1007
In Antwort auf: 19matthias75

Dank RMV-Jobticket fuhr ich mit dem Zug bis Rüdesheim am Rhein und nutzte gegen ein geringes Entgelt von 2,70 Euro die "bewegliche Brücke" nach Bingen.

"Geringes Entgelt"? Das mag erst mal günstig erscheinen, aber 120 km weiter nördlich kosten die Fähren für Fahrrad inklusive Fahrer zwischen 1,50 € und 1,80 €; auf der Zehnerkarte zwischen 0,75 € und 1,40 €. Das komische: Je näher die Brücke, desto teurer die Fähre.
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#1439894 - 19.07.20 23:12 Re: Mit dem Trike rund Walsrode (extern) [Re: Beberich]
Seniorradler
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 717
Glückwunsch von mir zu Deinen Erlebnissen und besonderen Momenten die Du sicherlich auf Deiner ungewöhnlichen Tour hattest.
Durch Wälder zu radeln und den eigenen Blick für "das Grüne" zu schärfen habe ich gleichmal als Anregung aufgenommen.
Allerdings würde ich gerne wissen wollen, ob es so erstrebenswert ist in 6 Tagen 750 km zu beradeln.
Hat man da noch Zeit für die Fauna und Flora .... ?
Was Du tun willst tue es jetzt, weil Morgen könntest du keine Gelegenheit mehr dazu haben ...

Denkt sich Seniorradler-67




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#1439897 - 20.07.20 00:23 Re: Mit dem Trike rund Walsrode (extern) [Re: Seniorradler]
Beberich
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 248
Moin,

da ich kein häufig Rumsitzer und Touriortangucker bin ist die Kilometeranzahl gut um mich kraeftig anzustrengen und trotzdem zwischendurch mal auf nem Muesliriegel still darstehend zu kauen. Ich bin meist so von 10 bis 19 Uhr unterwegs, mal ne Stunde eher los, mal auch ne Stunde eher wieder fertig oder auch mal ne Stunde laenger.

Fuer mich ist es fein, mit den Jahren will ich ruhiger werden und bin es auch schon ; ) Man bedenke, dass ich das kleine e an Bord habe. Dennoch: Am Ende der Tour ist immer noch genuegend Tag uebrig, meist sogar fuer meinen Geschmack zu viel ... koennte also auch bald mal nen Gang runterschalten um noch mehr Zeit fuer Fauna und Flora zu haben.

Mir macht darueber hinaus noch immer "Strecke zu machen" sehr viel Spass ; -) Will ja Radfahren. Rumsitzen tue ich beim Segeln ; -) Ob das "allgemein" erstrebenswert ist vermag ich nicht zu beurteilen, doch es hilft mir im Berufsleben manch Einem den Hals nicht umzudrehen, wenn ich nach einer solchen Tour etwas geschafft in den Homeoffice-Sessel sinke ; -)

Ahoi
Sven
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#1440029 - 20.07.20 22:09 Re: Nordpfalz an Corona-Sommertagen [Re: 19matthias75]
RADional
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 384
Genau den gleichen Defekt am Ergon Kork-Griff habe ich vor etlichen Jahren mal ganz genau so repariert. wein Es blieb die solideste Stelle am ganzen Griff bis zu dessen Lebensende.
Gruß,
Kathrin
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#1440420 - 26.07.20 00:27 Re: Mit dem Trike rund Walsrode (extern) [Re: Beberich]
Seniorradler
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 717
Danke für die Antwort !
Was Du tun willst tue es jetzt, weil Morgen könntest du keine Gelegenheit mehr dazu haben ...

Denkt sich Seniorradler-67




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Off-topic #1440425 - 26.07.20 10:10 Re: Mit dem Trike rund Walsrode (extern) [Re: Igor]
HeinzH.
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 10479
Moin moin!
In Antwort auf: Igor
(.....)
Ich fahre ein Gekko fx mit 3x 20 Zoll auch auf Reisen. Da ich keine e-Unterstützung habe, kommt der Marathon aus Gewichts- und Rollwiderstandsgründen nicht in Frage. Bei mir sind vorn Schwalbe Shredda 1,75x20 und hinten ein Conti DoubleFighter III drauf. Hinten wechsle ich jedes Jahr vor der großen Urlaubstour, um das Risiko eines Plattfußes zu minimieren. Hat bisher 100%ig geklappt! (.....)
Normalerweise habe ich auf meinem Gekko vorn Marathon Racer 40x406 und hinten einen 35x406 Marathon plus aufgezogen.

Für die "warmen" Monate Mai bis September habe ich mir zusätzlich...

...vorn zwei Primo Comet 35x406 (Fülldruck 7 Bar!) und hinten Schwalbe Kojak 40x406 gekauft und aufgezogen. Für Bitumen, wassergebundene oder gesplittete Wege sind sie o.k., auf Kopfsteinpflaster sind sie folternd. Fahrten im "Gelände" unterlasse ich mit diesen Reifen, wenn so etwas ansteht montiere ich um. Sie sind bretthart, laufen aber besonders auf Bitumen spürbar leichter, was ich auf mir bekannten Strecken auch an der eUnterstützungsstufe und am Stromverbrauch pro Akkufüllung, ich führe dazu seit Jahren eine Excel-Liste, ablesen kann.
Bis denne,
HeinzH.
Demokratie lebt davon, daß sich die Bürgerinnen und Bürger aktiv einbringen...

Geändert von HeinzH. (26.07.20 10:15)
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#1444408 - 18.09.20 12:20 Von Salzburg nach Venedig
hsab
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 12
Unterwegs in Luxemburg

Dauer: 12 Tage
Zeitraum: 29.8.2020 bis 9.9.2020
Entfernung: 400 Kilometer
Bereiste Länder
Italien
Österreich




29.08 Späte Ankunft im Salzburg bei Dauerregen, leider muss ich meine Reise allein machen da ja keiner mitwill, aber wat mutt dat mutt, Mit dabei meim altes Lieblingsrad. Ich bin 55 nicht sportlich aber radele gern , man erlebt die Landschaft nicht zu schnell und nicht zu langsam. Der Wetterbericht lässt auch morgen wenig Hoffnung auf Besserung tendenziell ist es wohl früh besser .

30.08 Start bei leichtem Nieselregen um 07:00 leider wird der Regen zunächst stärker und trotz des Ponchos,werde ich ein wenig nass (Ich weiß nicht ob es mein Schweiß ist denn angeblich sei der Poncho 100 % wasserdicht. Die Gamaschen halten und die Überhose ist auch okay. Trotz der widrigen Umstände komme ich ganz gut voran, bin um 12:00 in Wengen wo ich vor allem wegen des wieder stärker einsetzenden Regens eine Mittagspause einlege. Danach ist das Wetter besser und im Nu gehts weiter nach St Johann wo ich zu Nächtigen gedenke denn morgen kommt der fiese Anstieg und das wäre für heute zu viel.

31.08 Da der Regen erst für den Nachmittag vorhergesagt ist starte ich so dass ich gegen 09:00 an der Liechtensteinklamm die besichtigte . Es sind viele Leute dort und ich finde Sie für Familien mit Kindern gut geeignet, mir ist es zu voll so dass ich sie recht rasch durchschreite. Auf gehts Richtung Bad Hofgastein hinter Schwarzach fangen die Steigungen an , ich muss öfters (3-4) mal schieben und bin trotzdem nicht viel langsamer als einige E-biker, gibt natürlich auch normale Radler die flott überholen. Da rächen sich 22 Kilo Übergewicht und mein Gepäck. Mittagessen nach den Tunneln im Gasteinertal, weil das Wetter sich verdüstert wird danach rasch aufgebrochen um noch im Trockenen nach Bad Hofgastein zu kommen dies schaffe ich auch. Für den nächsten Tag ist Dauerregen angesagt ich beschließe falls morgen vormittags der Dauerregen da ist nicht noch die 13 km nach Böckstein zu radeln sondern dann gleich hier auf den Zug Richtung Mallnitz zu steigen. Auf der Alpensüdseite soll es besonders nachmittags besser aussehen, wenn ich spät starte entgehe ich vielleicht dem Regen.

01.09 Es nieselt bei grauem Himmel ich radele trotzdem Richtung Bad Gastein denn es regnet nicht so stark als dass ich gewillt wäre, wenn auch nur wenige Kilometer zurück zufahren . Der harte Aufstieg wird überwiegend geschoben und das Wetter hält leidlich. Ich schaffe knapp den Transalpinshuttle in Böckstein und von da aus weiter Richtung Spittal dank Arnulfs Tipp durch das Dösental (wirklich empfehlenswert Danke nochmals) ein kurzer Erholungsstop in Obervellach und dann Richtung Spittal weiter. Auf der Alpensüdseite kommen immerhin ab und zu ein paar Sonnenstrahlen durch und es regnet nicht mehr.

02.09 Heftiger Regen schon den ganzen Morgen laut Wettervorhersage soll es sich zwischen 10:00 und 13:00 etwas beruhigen. Ich beschließe dann auf schnellsten Wege nach Villach zu fahren . Auf den Millstädter See verzichte ich somit . Gegen 13:30 in Villach wieder ohne Regen aber es sieht stark danach aus. Es hat dann doch nicht mehr geregnet ich bereue, dass ich nicht doch über den Millstädter See gefahren bin. Hinterher ist man immer klüger. So bleibt ein Grund zurück zukommen..

03.09 Heute wird Strecke gemacht das Wetter passt und ich bin voller Tatendrang. Erster Halt in Tarvis zum Mittagessen es gibt Pizza nahe am Bahnhof, zweiter Halt Chiusaforte zum Kaffee und Kuchen, dort treffe ich einen italienischen Radler der mir die Lagunenstrecke von Grado über Bibione nach Venedig empfiehlt. Ich komme gegen 17:00 in Venzone an. Das reicht für heute. Eigentlich wollte ich morgen nach Grado und dann weiter nach Triest und dann die slowenische Küste entlang ,aber da Luxemburg in Slowenien auf der roten Liste steht verzichte ich auf die Einreise und beschließe dem Rat des Italieners zu folgen. Ich will dann in Triest starten und da es von hier nach Triest relativ weit ist, beschließe ich morgen von Grado nach Triest mit dem Zug zu fahren um dann weiter Fahrad zu fahren d.h dann Grado und weiter Richung Venedig auf dem I-3 via del mare bzw FVG 2 Adria-bike Radweg und von da aus zurück Richtung Salzburg mit dem Zug.

04 :09 Gesagt getan : Erster Halt in Udine zum Mittagessen dann weiter zum Kaffee und Eis nach Palmanova und dann zum Bahnhof Cervignano-Aquileia-Grado der in Cervignano liegt. Ich verpasse knapp den Zug um 18:30 und warte eine halbe Stunde auf den nächsten. Ankunft in Triest gegen 20:00 heute und morgen ruh ich in Triest aus (Besichtigungen) Am Sonntag gehts dann per Rad weiter nach Grado Richtung Venedig.

05.09 Besichtigungen in Triest,Tageskarte für den ÖPNV und nach grossem Stadtrundgang mit Festung usw zum Schloss Miramar und ins Meer. Morgen kommt das Rad wieder in Einsatz.

06.09 Abfahrt aus Triest. Die Strecke ist gut machbar aber bis Monfalcone führt Sie auf einer Hauptstraße mit Last- und Lieferwagen, Motorrädern und natürlich Autos. Ab Monfalcone kann man dem Radweg FVG 2 folgen der durch schöne Vogelschutzgebiete mit Flamingos uvm führt. Auch Bieber gibt es hier. Ankunft in Grado gegen 15:00 Stadterkundung, Baden usw. Ich überlege mir morgen noch Aquileia zu besichtigen und dann von da aus direkt mit Zug nach Venedig zufahren, hauptsächlich weil ich mir nicht sicher bin ob es mit dem Fahrrad von Lido gut klappt und weil ich die Gelegenheit Venedig mit weniger Touristen als sonst zu besichtigen nicht entgehen lassen will.

07.09 Gemütliche Abfahrt aus Grado Besichtigung der sehenswerten Mosaike in Aquileia, dort dann eine Essenspause und Weiterfahrt mit dem Zug nach Venedig. Noch am selben Tag schaffe ich es in die Guggenheim Ausstellung (ohne Reservierung und in letzter Minute) Leider ist der Pompejibereich geschlossen.

08.09 Venedig und den Lido erlaufen.
Ein Venedig ohne Touristenmassen.
09.09 Rückreise mit dem Zug nach Salzburg zum Auto
Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.

Geändert von Juergen (16.11.20 14:06)
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#1444410 - 18.09.20 13:37 Re: Von Salzburg nach Venedig [Re: hsab]
sugu
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1007
In Antwort auf: hsab

02.09 Heftiger Regen schon den ganzen Morgen laut Wettervorhersage soll es sich zwischen 10:00 und 13:00 etwas beruhigen. Ich beschließe dann auf schnellsten Wege nach Villach zu fahren . Auf den Millstädter See verzichte ich somit . Gegen 13:30 in Villach wieder ohne Regen aber es sieht stark danach aus. Es hat dann doch nicht mehr geregnet ich bereue, dass ich nicht doch über den Millstädter See gefahren bin. Hinterher ist man immer klüger. So bleibt ein Grund zurück zukommen..

Sei froh, dass du unten an der Drau geblieben ist. Oben in den Bergen hat sich der Regen länger gehalten.
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#1444445 - 19.09.20 10:19 Re: Von Salzburg nach Venedig [Re: hsab]
hsab
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 12
Unterwegs in Luxemburg

PS. es gibt auch ein paar Bilder allerdings konnte ich sie nicht ohne weiteres vom Handy hochladen, wen es interessieren sollte der kann sich gerne melden.
LG Ali
Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.
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#1444693 - 22.09.20 16:32 Re: Von Salzburg nach Venedig [Re: hsab]
veloträumer
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 15978
Na, erfreulich zu lesen, dass ich nicht der einzige bin, der auf seinen Reisen mal häufiger im Regen badet. grins Von Triester gibt es viel Möglichkeiten, z.B. aussichtsreich über die Napoleonstraße ab Picina nach Prosecco und weiter etwas abseits der Küste bis Sistiana. Noch weiter oben kann man die ital. Teran-Weinstraße fahren, über Propetto, kommt man erst in Sistiana nach unten. Noch ruhiger wäre mit Schlenker über Slowenien (Gorjansko) nach Monfalcone, aber das hattest du ja ausgeschlossen wegen Corona (sicherlich hättest du keine Kontrolle gehabt).

Danke für den kleinen Bericht vom Alpe-Adria-Erlebnis.
Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings!
Matthias
Pedalgeist - Panorama für Radreisen, Landeskunde, Wegepoesie, offene Ohren & Begegnungen
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#1446051 - 10.10.20 14:50 Fahrbericht München - Marseille
Alexander Ausserstorfer
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Ein ewiger Wunsch von mir war es gewesen, eine Tante von mir und ihre zwei Töchter mit dem Fahrrad zu besuchen. Der Haken an der Sache: Die Tante wohnt in Aubagne bei Marseille. Letztes Jahr konnte ich die Fahrt dann endlich realisieren. Kurz: Einfach war es nicht. Fast täglich gab es auf der Fahrt neue Probleme. Ich brauchte dann etwa doppelt so lange, wie ich angenommen hatte. Etwa mit 1,5 l Brennspiritus 2.000 zurückgelegte Kilometer.

Und nach einem knappen Jahr ist der Bericht auch schon fertig geworden! (Die Auswertung der Fahrt und der Bericht dauerten vermutlich insgesamt länger als die eigentliche Fahrt. Aber man macht seine Arbeit ja recht gründlich.)

Da ich keine Ahnung habe, wo ich das hätte im Wiki verlinken können (ich radelte durch verschiedene Länder), zeige ich die Adresse vom Bericht hier auf: Reisebericht Aying (München) - Marseille

Der Bericht ist recht schonungslos und authentisch. Deshalb wollte ihn wohl auch keine Publikation auch nur im Entferntesten erwähnen.
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#1446068 - 10.10.20 18:47 Re: Fahrbericht München - Marseille [Re: Alexander Ausserstorfer]
uri63
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Dnke für deinen Reisebericht, hat Spass gemacht, ihn zu lesen.

grüsse uwe
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#1446075 - 10.10.20 20:11 Re: Fahrbericht München - Marseille [Re: Alexander Ausserstorfer]
BeBor
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In Antwort auf: Alexander Ausserstorfer
Der Bericht ist recht schonungslos und authentisch. Deshalb wollte ihn wohl auch keine Publikation auch nur im Entferntesten erwähnen.

Dein Stil der Sachverhalts- oder Situationsschilderung ist... außergewöhnlich. Trotzdem habe ich Deinen Reisebericht mit Freude gelesen.

Bernd
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#1446122 - 11.10.20 18:20 Re: Fahrbericht München - Marseille [Re: Alexander Ausserstorfer]
iassu
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Ein sehr beeindruckender Bericht und spannend zu lesen. Diese unendlichen Orientierungsschwierigkeiten und -pannen habe ich aber nicht ganz verstanden. Ebenfalls das Rohlofftheater. Technisch bist du offensichtlich weder am Fahrrad noch bez Internet mit zwei linken Händen ausgestatet. Trotzdem aber diese Probleme, die man eher einem Anfänger zutrauen würde. Ich werde nie verstehen, wie man eine derart große Reise so blauäugig antreten kann, ohne sich mit der Technik und mit der Navigation hinreichend zu befassen.

Wieso hast du beharrlichst am offensichtlich vollkommen untauglichen Hinweisschildermodus festgehalten, der mit ebenso vollkommen untauglichen Papierkarten nur zu Chaos führen konnte? Aber vielleicht machte das ja gerade für dich den Reiz aus. Bewundernswert finde ich deine Offenheit den Menschen gegenüber und dein gutes Gedächtnis, alle Einzelheiten der Reise behalten zu können.

Im Nachhinein und von dritter Seite ist man natürlich immer schlauer. Statt alle diese Radläden persönlich abzuklappern, hätten dir wenige Telefonate denselben Erkenntnisgewinn verschafft. Von einem vernünftigen Umgang mit dem Internet ganz zu schweigen. Auch hier empfinde ich als Leser wieder eine seltsame Diskrepanz zwischen dem Bild eines einfältigen "Berglers", der das erstemal im Leben von seiner Alm runterkommt, und der dann doch erstaunlich up-to-date bezüglich Technik zu sein scheint.
Gruß Andreas
Onkel Ju 2
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#1446203 - 12.10.20 12:07 Re: Fahrbericht München - Marseille [Re: Alexander Ausserstorfer]
Hansflo
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Hallo Alexander,

danke für den interessanten und ausführlichen Bericht. War sicher eine spannende große Reise.

Ein paar Dinge fallen auf und finde ich irritierend. Der Bericht macht den Eindruck, als wärst du auf Reisen gegangen, um möglichst viele Probleme aufzusammeln und dich täglich an ihnen zu reiben. Warum macht man sich das Leben derart schwer? Eine Reise könnte/sollte/müsste doch geprägt sein von Lebensfreude, Leichtigkeit und Genuss. Davon ist in deinem Bericht leider viel zu wenig zu finden. Alleine das Wort „Problem“ kommt 58 Mal vor, nicht mitgezählt die vielen Bauchwehsituationen, in denen du dieses Wort nicht verwendest. Den Großteil dieser Bauchwehsituationen finde ich übrigens absolut vermeidbar; da zeigen sich ja richtiggehend masochistische Züge.

Symptomatisch: Auf keinem einzigen Foto lachst oder lächelst du, nicht einmal das Zielfoto ist dir ein freundliches Gesicht wert oder lässt etwas wie Freude erkennen.

Ich als Außenstehender finde: Eigentlich schade um die Reise! Und hoffe sehr, dass mein zusammenfassender Eindruck trügt.

Hans




Geändert von Hansflo (12.10.20 12:07)
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#1446230 - 12.10.20 15:19 Re: Fahrbericht München - Marseille [Re: Hansflo]
Bernie
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Hallo Hans!

Das ist so, wie wenn Du eine Zeitung aufschlägst. Berichtet wird (gefühlt) nur schlechtes.
Ich kann es aber nachvollziehen. Ich meinem Reisetagebuch schreibe ich auch oft über die Dinge, die nicht rund gelaufen sind. Wenn sonst alles glatt läuft, sind die Einträge kürzer.
Und letztlich wächst man an den Aufgaben, die sich einem unterwegs stellen.
Ich ziehe den Hut vor Alexander, immer wieder improvisiert und trotz allem sein Ding durchgezogen zu haben.

Es grüßt

Bernie
Wer Alu kennt nimmt Stahl.
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#1446236 - 12.10.20 16:06 Re: Fahrbericht München - Marseille [Re: Bernie]
Hansflo
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Beiträge: 3338
Hallo Bernie,

natürlich, Dinge, die nicht rundlaufen, beschäftigen einen, jedoch Bericht und Bilder der Reise vermitteln eher den Eindruck von einem Praktikum im Gulag als von einer Radreise.
Aber du hast auch Recht: Alexander hat sein Ding durchgezogen und dafür gebührt ihm zweifellos ein kräftiger Applaus.

Hans
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#1446254 - 12.10.20 18:43 Re: Fahrbericht München - Marseille [Re: iassu]
Alexander Ausserstorfer
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Bezüglich Fahrrad bin ich hauptsächlich nur Anwender und Gelegenheitsradler. Die Rohloff habe ich inzwischen selbst gemacht, weil es niemand machen wollte. Aber noch vor einem Jahr kannte ich mich nicht aus. Das Übliche halt.

Landkarten fand ich unterwegs kaum welche. Besonders in Frankreich. Und wenn dann ohne Zeltplätze. Das hatte mich dann ziemlich überrascht und Probleme bereitet. Man kann ja auf so einer langen Fahrt nicht alle Landkarten von zuhause aus mitschleppen.

Natürlich hätte man anrufen sollen. Ich hatte anfangs jedoch Probleme gehabt, an geeignete Adressen zu kommen - bis ich halbwegs mit dem Internetzugang klar kam. Außerdem war das Telefonieren in der Schweiz sehr teuer.

Sehr überrascht hat mich, dass zwar fast jeder Rohloff kannte, aber niemand Teile hatte oder sich auskannte. Also wohl noch immer ein Nischenprodukt. Und ich habe derer inzwischen gleich mehrfach...
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#1446257 - 12.10.20 19:18 Re: Fahrbericht München - Marseille [Re: Alexander Ausserstorfer]
nachtregen
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Hat Spaß gemacht zu lesen. Das mit den Karten ist halt so. Ich kenne das auch noch früher, daß man halt unterwegs an der Tankstelle eine Generalkarte oder im Kleinstadtbuchladen oder der Touri-Info eine explizite Fahrradkarte für die nächsten paar Tage kauft, aber das geht (leider) nicht mehr. Man wird mehr oder weniger dazu gezwungen, digitale Karten zu verwenden. Dein Bericht hatte allgemein ein wenig Retrostimmung, z.B. Deine Beobachtungen bezüglich fehlender Telefonzellen und Internetcafés.
--
Stefan
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#1446259 - 12.10.20 19:27 Re: Fahrbericht München - Marseille [Re: Alexander Ausserstorfer]
Holger
Moderator
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Unterwegs in Deutschland

In Antwort auf: Alexander Ausserstorfer
[...]Landkarten fand ich unterwegs kaum welche. Besonders in Frankreich. Und wenn dann ohne Zeltplätze. [...]


Also, ohne Zeltplätze verstehe ich - in den Michelinkarten waren sie früher mal drin, jetzt leider nicht mehr. Aber abgesehen davon habe ich in keinem der - zugegeben nicht wahnsinnig vielen - von mir per Rad bereisten Länder leichter Landkarten gefunden als in Frankreich. Michelin- und IGN-Karten gibt's in sehr vielen Presse- und Buchläden oder auch in größeren Supermärkten.

Campingplätze finde ich inzwischen höchst zuverlässig mit der App von Archies oder einfach auf Google-Maps.

Viele Grüße
Holger
Weltreise durch Deutschland: http://les21lacets.de/blog/
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#1446260 - 12.10.20 19:28 Re: Fahrbericht München - Marseille [Re: Alexander Ausserstorfer]
natash
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Das mit den Landkarten wundert mich. Gerade ich Frankreich gibts doch gute (zb die IGN ) in jedem Supermarkt (also nicht im Discounter, aber zb im Intermarché). Damit sollte es eigentlich klappen. Auch empfehle ich Radwege nur dann zu fahren, wenns grad zielführend ist, gerade in Frankreich gibts zwar teils mittlerweile richtig gute, aber ich selbst bevorzuge oft dennoch ruhige Straßen. Die lassen sich mit den Karten gut finden. Für Wanderwege, Radwege und co ist ein GPS- Gerät oder eine Navigationsapp dann schon hilfreich. Das spart sehr viel Sucherei und Verfahrer.
Mich wundert auch, dass Du in Frankreich kaum kleine Bäckereien und Läden gefunden hast, die hats da eigentlich erheblich häufiger als in Deutschland (ich bin oft in Frankreich mit dem Rad, weil ich grenznah wohne). Das mag aber regionsabhängig sein, in Teilen Lothringens z.b. kanns schon mal eng werden mit Verpflegung und Unterkunft. An der Rhone hatte ich aber noch nier Probleme, bin da aber auch noch nie mehr als ein paar Meter Radweg gefahren.
Ansonsten ist halt jeder anders unterwegs, der Bericht gibt halt eine dieser Varianten recht gut wieder.
Auf den Campings in Landeck und in Feldkirch war ich dieses Jahr auch und würde beide ebenfalls weiter empfehlen.
Gruß
Nat
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Off-topic #1446262 - 12.10.20 19:51 Re: Fahrbericht München - Marseille [Re: natash]
Axurit
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In Antwort auf: natash
Das mit den Landkarten wundert mich. Gerade ich Frankreich gibts doch gute (zb die IGN ) in jedem Supermarkt (also nicht im Discounter, aber zb im Intermarché).
Ich habe vor kurzem, nachdem ich eine Woche lang weder in den Supermärkten noch in den am Weg gelegenen Zeitschriftenläden eine Michelin-Karte für das aktuelle Departement gefunden habe, die erstbeste IGN-Karte gekauft. Es war eine Departementskarte im Maßstab 1:150.000. Das Kartenbild war so katastrophal schlecht, dass sie auf dem nächsten Campingplatz im Papiercontainer gelandet ist.
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Off-topic #1446263 - 12.10.20 19:53 Re: Fahrbericht München - Marseille [Re: Axurit]
natash
Moderator Übernachtungsnetzwerk
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na ja, an die diesen Maßstabs hatte ich jetzt eher nicht gedacht.
Gruß
Nat
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Off-topic #1446265 - 12.10.20 20:23 Re: Fahrbericht München - Marseille [Re: natash]
Axurit
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In Antwort auf: natash
na ja, an die diesen Maßstabs hatte ich jetzt eher nicht gedacht.
Naja, eine ADAC-Länderkarte Alpen 1:750.000 hatte Alexander ja dabei. Da wird er schon nach einem größeren Massstab gesucht haben.
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#1446269 - 12.10.20 21:25 Re: Fahrbericht München - Marseille [Re: Holger]
Martina
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Ich kenne das auch so, dass es in Frankreich überall Karten, gibt nach jüngsten Erfahrungen scheinzt sich das aber drastisch geändert zu haben. Vor drei Jahren brauchten wir zig Versuche, bis wir in ei er wirklich großen Buchhandlung endlich fündig wurden.
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