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Off-topic #1506703 - 11.08.22 16:34 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Gravelbiker_Berlin]
schorsch-adel
Mitglied
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Beiträge: 6251
Zitat:
Laßt uns Fahrradautobahnen schaffen!
schon allein diese Wortwahl gewährt tiefe Einblicke in Denke und Sozialverhalten eines großen Teils der E-Community.
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#1506705 - 11.08.22 17:12 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Uli]
Gravelbiker_Berlin
Mitglied
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Beiträge: 224
Wo soll denn dann die Geschwindigkeitsbegrenzung für Radwege liegen? Bei 10km/h? Dann kann ich mein Rennrad echt an den Nagel hängen.
Wo sollen wir Rennradfahrer dann noch hin?
Auf der Straße werden wir sofort angehupt bis bedroht, sobald ein straßenbegleitender Radweg vorhanden ist, mag der in noch so einem schlechten Zustand sein oder noch so verstopft von langsam radelnden Badeausflüglern.
Christoph
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Off-topic #1506706 - 11.08.22 17:17 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: schorsch-adel]
Gravelbiker_Berlin
Mitglied
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Beiträge: 224
"Fahrradautobahn" habe ich aber (glaub ich) nicht erfunden. Da gibt es schon seit Jahren Bestrebungen im Ruhrgebiet. Kann auch sein, die nennen das Fahrradschnellweg, aber irgend so ein ähnliches Wort kursiert da. Allerdings kommen die mit der Planung und Umsetzung ihres Fahrradschnellweges nicht voran.

Es ist einfach Fakt, dass man in Ballungsgebieten mit dem Fahrrad kaum vorankommt. Diesen Fakt könnt ihr jetzt hier auch nicht vom Tisch wischen.
Bei mir leuchten tatsächlich die Augen, wenn ich den Begriff Fahrradautobahn oder Fahrradschnellweg lese. Bei Euch wohl nicht? Fahrt Ihr überhaupt Fahrrad? All zu schnell dann wohl nicht, oder?
Grüße
Christoph
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Off-topic #1506708 - 11.08.22 17:24 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: schorsch-adel]
Gravelbiker_Berlin
Mitglied
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Beiträge: 224
Ach und übrigens, das hast Du hier falsch verstanden. Ich gehöre nicht zur E-Community. Ich habe kein EBike. Ich habe ein Rennrad, ein Gravelbike und ein Mountainbike. Und noch ein Winterrennrad. Und noch ein Rad um zum Bäcker zu fahren. Alles muskelgetrieben.
Ich hatte nur mal den kühnen Gedanken, wenn die EBiker da auch lang wollen, wo ich lang will, und sich kraft ihres Motors da schnell durchbewegen, könnte ich mich ja in deren Schneise mogeln und komme auch gut durch. Aber der Gedanke ist mir schon wieder vergangen, in Berlin gibt es nämlich gar nicht so viele EBiker, wir sind hier noch vernünftige Normalradfahrer...
Grüße
Christoph
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#1506709 - 11.08.22 17:37 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Gravelbiker_Berlin]
Uli
Moderator
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Beiträge: 14263
Zitat:
Wo soll denn dann die Geschwindigkeitsbegrenzung für Radwege liegen?

Das hängt von der Situation ab. Ich weiß von Abschnitten mit Grenzen zwischen 10 km/h und 20 km/h. Du solltest eigentlich welche kennen, die Stadt Berlin gehört diesbzgl. zu den Vorreitern.

Gruß
Uli
Für eine gute Kommunikation ist eine verständliche Sprache zwingend notwendig und diese per Definition niemals diskriminierend. Die Verwendung von Satzzeichen in Wörtern hingegen behindert Verständlichkeit, Lesbarkeit und Eindeutigkeit der Sprache.
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#1506711 - 11.08.22 17:48 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Uli]
Gravelbiker_Berlin
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 224
Naja, ich wohne in Rand-Berlin (Gott sei Dank). Wie man, wenn man in der Innenstadt wohnt, überhaupt zu einer Trainingsrunde ins Umland kommen will, ist mir ein ziemliches Rätsel. Ob Geschwindigkeitsbegrenzung oder nicht, man kommt da eh kaum durch.
In der Innenstadt wird sowas wie Geschwindigkeitsbegrenzung wohl vernünftig sein. Ich bin mal durch Den Haag. Ich hab mir fast vor Angst in die Hosen gemacht. Nicht wegen der Autos, sondern wegen der vielen Radfahrer. Ich bin freiwillig Schritt gefahren. Wenn nicht noch langsamer.

Mir geht es nicht um den Alltagsverkehr. Mir geht es um die Fluchtrouten aus der Stadt raus am Wochenende. Es muss möglich sein, dass man am Wochenende da noch irgendwo halbwegs flüssig rauskommt. Ich will ja nicht gleich die ersten Kilometer Vollgas geben, aber es darf nun auch nicht eine Stunde dauern, bis ich 10km aus der Stadt raus geschafft habe.

Ich denke (und hoffe) aber, solche Geschwindigkeitsbeschränkungen, von denen Du schreibst, gibt es nur in der Innenstadt.
Ich glaube auch nicht, dass wir Rennradfahrer rücksichtslos fahren. Dazu haben wir viel zu viel Angst, uns bei einer Kollision selbst zu verletzen.
Grüße
Christoph
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#1506712 - 11.08.22 17:50 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Gravelbiker_Berlin]
MajaM
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 667
Unterwegs in Deutschland

In Antwort auf: Gravelbiker_Berlin
Wo soll denn dann die Geschwindigkeitsbegrenzung für Radwege liegen? Bei 10km/h?

Du sollst halt ausreichend Abstand zu vorrausfahrenden halten (also halber "Tachoabstand" oder so) und nur Überholen, wenn Du die ca. 1.5m Seitenabstand einhalten kannst oder Dich mit dem Überholten zum Thema abgestimmt hast.

In Antwort auf: Gravelbiker_Berlin
Dann kann ich mein Rennrad echt an den Nagel hängen.
Wo sollen wir Rennradfahrer dann noch hin?
Auf der Straße werden wir sofort angehupt bis bedroht, sobald ein straßenbegleitender Radweg vorhanden ist, mag der in noch so einem schlechten Zustand sein oder noch so verstopft von langsam radelnden Badeausflüglern.

Wenn es auf dem Radweg zu langsam und eng ist, mußt Du halt korrekterweise langsam und mit Abstand hinterhertrödeln. Oder halt illegal aber zumindest moralisch besser Dich mit den "stärkeren" auf der Fahrbahn anlegen. Angehupt werden sollte Dich zudem nicht ärgern sondern ehrlich von Herzen freuen. Ernstgemeint! Da hat Dich jemand gesehen - und will Dich möglicherweise per Hupsignal grüßen. Winke mit großer Geste und fetten Grinsen zurück! Aber auch auf der Fahrbahn gilt es ausreichend Abstand zu halten. Kontakt mit aufgerissenen Türen tut sehr weh!

Liebe Grüße
Maja
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#1506713 - 11.08.22 17:58 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: MajaM]
Gravelbiker_Berlin
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 224
Also, ich rede ja von den Ausfallstraßen aus Berlin raus am Wochenende. Da ist ein Auto am anderen. Es gibt einige wenige Rennradfahrer, die da trotzdem auf der Straße fahren, und ich bewundere deren Mut, aber ich hab' nicht mehr die Nerven dafür. Dieses Anhupen, das hast Du ständig, es kommt von hinten, und es erschreckt einen, man zuckt einfach zusammen. Autohupen sind verdammt laut, wenn das Auto direkt hinter einem ist.
Irgendwann lassen sich dann die meisten doch von der Straße runterhupen. Auch die meisten Rennradler. Leider!
Aber ich freue mich wirklich über jeden, der kämpft und auf der Straße bleibt.
Liebe Grüße
Christoph
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#1506724 - 11.08.22 20:39 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Uli]
natash
Moderator Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 7162
Ich finde nun schon, dass, wenn das Fahrrad als Verkehrsmittel und nicht nur als Freizeitspielzeug eingesetzt werden soll, schnelles Fahren möglich sein sollte. Egal ob muskel- oder überwiegend motorbetrieben.
Da wo das nicht auf dem Radweg geht (was meiner Ansicht nach auf die Mehrzahl der Radwege zumindest in Deutschland und Österreich zutrifft), da muss dieser entweder entsprechend angepasst werden oder es entfällt diese unsägliche Radwegnutzungspflicht und es darf auf der Straße geradelt werden. Ich handhabe das ohnehin schon so, wenn ich schnell wo ankommen möchte (was bei Transitstrecken, die eine Zugfahrt ersetzen auch bei Radreisen so ist). In (deutschen) Städten bevorzuge ich oft radwegfreie Strecken.
Meiner Ansicht nach dienen viele Radwege nicht dazu, das Radfahren einfacher zu gestalten, sondern den lästigen Radfahrer vom Straßenverkehr fern zu halten, damit er oder sie da nicht stört. Dazu passt sehr gut, dass es Kreuzungen gibt an denen Radelnde drei Ampelschaltungen abwarten müssen, Autofahrer aber nur eine. Da braucht man sich auch nicht über regelwidriges Verhalten wundern.
Wer ernsthaft eine Verkehrswende wünscht, sollte da ganz schnell umdenken.


Gruß
Nat
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#1506725 - 11.08.22 20:40 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Gravelbiker_Berlin]
Rennrädle
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 7335
In Antwort auf: Gravelbiker_Berlin
Noch was Versöhnliches: Mir ist heute morgen auf dem Radweg zur Arbeit aufgefallen, dass E-Biker meine Freunde werden könnten: Die Radwege sind doch verstopft mit Volk, was das Vorankommen behindert. Hundeausführer, Spaziergänger, Langsamradfahrer, die nebeneinander fahren, Reiterinnen, ... Was würden Autofahrer sagen, wenn es plötzlich hieße, man darf auf der Autobahn picknicken, Hunde ausführen, reiten, usw.



Frage mich gerade,
- wieviel Reiter so auf den Radwegen unterwegs sind….
-ob es überhaupt noch eine Gruppe gibt, die Dich nicht stört.

Immerhin sind die E-Biker auf einem wieder deine Freunde. Wie sich das Fähnchen im Winde dreht…

Ach ja: hin und wieder vorausschauen fahren, vielleicht rechtzeitig die Klingel zu verwenden, bei Kindern sowie so sehr langsam vorbei fahren
Deutlich effektiver und entspannter als sich nach jeder Tour über die ach so vielen störendere Menschen und Tiere zu ärgern, die mit dem gleichen Recht unterwegs sind wie Du…

Rennrädle
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#1506727 - 11.08.22 20:41 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Uli]
Toxxi
Moderator Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 21466
In Antwort auf: Uli
Ich weiß von Abschnitten mit Grenzen zwischen 10 km/h und 20 km/h. Du solltest eigentlich welche kennen, die Stadt Berlin gehört diesbzgl. zu den Vorreitern.

Das wäre mir neu. Wo in Berlin soll es die geben? verwirrt 10 km/h halte ich nicht mehr für fahrbar, oder nur mehr als zwei Laufrädern (z.B. Trike).

Dass Radwege in der Stadt nicht wirklich zum Rennradfahren taugen, ist klar, ich glaube auch unserem Gravelbiker.

Aber ich schrieb schon, dass ich nichts davon halte, alle über einen Kamm zu scheren. Dass sich alle am Langsamsten zu orientieren haben, ist für mich irgendwo zwischen unpraktikabel und weltfremd. Dann wird man garantiert nicht erreichen, dass jemand gern mit dem Rad zur Arbeit fährt. Umgekehrt gibts auch kein Recht auf Bleifuß. Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte. Radschnellwege (um das Reizwort Radautobahn zu umschiffen) halte ich für eine grundsätzlich für eine sinnvolle Sache.

Irgendwo MUSS man sich mit dem Rennrad austoben dürfen. Dieses Recht fordere ich für mich und andere einfach mal ein. Punkt aus und Ende. (*)

Ich wohne zum Glück so weit am Stadtrand, dass ich da nicht allzuweit fahren muss, um aus der Stadt raus zu sein. schmunzel

Gruß
Thoralf

(*) Nicht grundlos hat Deutschland im internationalen Vergleich so wenige gute Radsportler.
Meine Räder und Touren im Radreise-Wiki
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#1506728 - 11.08.22 20:43 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: natash]
Toxxi
Moderator Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 21466
In Antwort auf: natash
Ich finde nun schon, dass, wenn das Fahrrad als Verkehrsmittel und nicht nur als Freizeitspielzeug eingesetzt werden soll, schnelles Fahren möglich sein sollte. Egal ob muskel- oder überwiegend motorbetrieben.

Gut zusammengefasst. dafür

In Antwort auf: natash
Meiner Ansicht nach dienen viele Radwege nicht dazu, das Radfahren einfacher zu gestalten, sondern den lästigen Radfahrer vom Straßenverkehr fern zu halten, damit er oder sie da nicht stört. Dazu passt sehr gut, dass es Kreuzungen gibt an denen Radelnde drei Ampelschaltungen abwarten müssen, Autofahrer aber nur eine. Da braucht man sich auch nicht über regelwidriges Verhalten wundern.
Wer ernsthaft eine Verkehrswende wünscht, sollte da ganz schnell umdenken.

Zustimmung. Wobei wir da in Berlin noch ganz gut sind, wenn ich mal in andere deutsche Großstädte schaue.

Gruß
Thoralf
Meine Räder und Touren im Radreise-Wiki
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#1506730 - 11.08.22 20:48 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Rennrädle]
Toxxi
Moderator Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 21466
In Antwort auf: Rennrädle
Deutlich effektiver und entspannter als sich nach jeder Tour... usw. usf.

Genau da liegt der Knackpunkt. Es fahren eben NICHT Leute mit dem Rad nur Touren, sondern es gibt auch Leute, die wollen schlicht und ergreifend von A nach B kommen, und das in angemessener Zeit.

Und es gibt Leute, die wollen einfach mal schnell fahren und trainieren (ich mache das auch).

Das ist zwar nicht das Hauptanliegen unseres Forums (obwohl, auf einer Radreise will ich in angemessener Zeit die angepeilte Übernachtung erreichen, oder einfach nur flink vor dem aufziehenden Gewitter wegfahren), das kann man aber nicht einfach negieren.

Wollen wir schon wieder in gute und schlechte Radfahrer einteilen? verwirrt Das behagt mir nicht. traurig

Insbesondere, weil ich mich da einfach nicht einordnen kann. Ich fahre Radreisen mit Gepäck (mit oder ohne Zelt), ich mache Radtouren mit Kindern, radele zur Arbeit, und ich heize auch gern mal 150 - 200 km mit dem Rennrad.

Gruß
Thoralf
Meine Räder und Touren im Radreise-Wiki

Geändert von Toxxi (11.08.22 20:49)
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#1506731 - 11.08.22 20:51 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Gravelbiker_Berlin]
Toxxi
Moderator Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 21466
In Antwort auf: Gravelbiker_Berlin
...aber es darf nun auch nicht eine Stunde dauern, bis ich 10km aus der Stadt raus geschafft habe.

Da stimme ich voll zu. bravo Und das betrifft ja beileibe nicht nur die Rennradfahrer. Auch bei einer Tagestour will ich nicht ewig in der Stadt hängen.

Wo wohnst du denn in Berlin? Eigentlich sollte man ja seine Schleichwege irgendwann kennen. Aber Berlin ist so groß, dass es manchmal wirklich schwer wird, flott rauszukommen.

Gruß
Thoralf
Meine Räder und Touren im Radreise-Wiki

Geändert von Toxxi (11.08.22 20:52)
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#1506732 - 11.08.22 20:53 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: natash]
Rennrädle
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 7335
In Antwort auf: natash

Meiner Ansicht nach dienen viele Radwege nicht dazu, das Radfahren einfacher zu gestalten, sondern den lästigen Radfahrer vom Straßenverkehr fern zu halten, damit er oder sie da nicht stört. Dazu passt sehr gut, dass es Kreuzungen gibt an denen Radelnde drei Ampelschaltungen abwarten müssen, Autofahrer aber nur eine. Da braucht man sich auch nicht über regelwidriges Verhalten wundern.
Wer ernsthaft eine Verkehrswende wünscht, sollte da ganz schnell umdenken
Gruß
Nat



Du sprichst mir aus der Seele und hier in Großostheim ist es besonders krass, wie die Radfahrer ausgebremst werden.
Will ich im Kreisel erst die 3. Ausfahrt nehmen, muss ich als Radler 4x Vorfahrt achten und mich von Gehsteig, Zwischeninsel und das gleiche nochmal mit Gehwegkanten durchtrödeln. Ich fahre deshalb oft ganz normal auf der Fahrspur.

Der Hammer: direkt hier ein Radweg, der gegenüber einem Wiesenfeldweg Vorfahrt achten muss.
Und kommt man auf einen Kreisel zu, steht davor ‚Radweg Ende‘ und nach der Kreiselquerung wieder der blaue Lolli…
Und das an jeder Straßenquerung.

Rennrädle
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#1506734 - 11.08.22 20:56 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: MajaM]
Toxxi
Moderator Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 21466
In Antwort auf: MajaM
...und nur Überholen, wenn Du die ca. 1.5m Seitenabstand einhalten kannst oder Dich mit dem Überholten zum Thema abgestimmt hast.

Nur zur Info, wie die Rechtslage ist:

Die 1,50 m innerorts gelten nur, wenn ein Kraftfahrzeug einen Radfahrer überholt. Wenn ein Radfahrer einen anderen Radfahrer überholt, dann gilt ausreichender Abstand.

Quelle

Gruß
Thoralf
Meine Räder und Touren im Radreise-Wiki
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#1506736 - 11.08.22 21:14 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Toxxi]
nachtregen
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2920
In Antwort auf: Toxxi
In Antwort auf: Uli
Ich weiß von Abschnitten mit Grenzen zwischen 10 km/h und 20 km/h. Du solltest eigentlich welche kennen, die Stadt Berlin gehört diesbzgl. zu den Vorreitern.

Das wäre mir neu. Wo in Berlin soll es die geben? verwirrt

Bergmannstraße zwischen Zossener und Nostitzstraße hat einen Fahrradweg mit 10 km/h, das ist ein Abschnitt von geschätzt 150 Meter, aber Teil einer (ausgeschilderten und viel befahrenen) Hauptfahrradroute Kreuzberg/Neukölln - Schöneberg. Andere Beispiele sind mir nicht bekannt.

20 km/h gelten IIRC auf dem temporären Radweg in dem als Experiment für Autos gesperrten Abschnitt der Friedrichstraße.
--
Stefan

Geändert von nachtregen (11.08.22 21:16)
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#1506742 - 11.08.22 21:53 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Toxxi]
MajaM
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 667
Unterwegs in Deutschland

In Antwort auf: Toxxi
In Antwort auf: MajaM
...und nur Überholen, wenn Du die ca. 1.5m Seitenabstand einhalten kannst oder Dich mit dem Überholten zum Thema abgestimmt hast.

Nur zur Info, wie die Rechtslage ist:

Die 1,50 m innerorts gelten nur, wenn ein Kraftfahrzeug einen Radfahrer überholt. Wenn ein Radfahrer einen anderen Radfahrer überholt, dann gilt ausreichender Abstand.

Quelle

Die 1.5/2m sind nur für überholende Kfz in der StVO festgeschrieben. Ich entsinne mich aber an Urteile, wo zu eng an Pkw oder anderen Radfahrern vorbeifahrenden eine Mitschuld angerechnet wurde, wenn es zum Unfall kam. Auf Radwegen die oft nicht mal 2m breit sind kann ja noch nicht mal 1m Abstand Lenkerende zu Lenkerende eingehalten werden. Wenn der vorrausfahrende nicht damit rechnet überholt zu werden, kann ihm leichtes seitliches Hin- und Her-Eiern von +/- 0.5m (z.B. um Scherben auszuweichen oder auf einen seitlich hinzutretenden Fußgänger zu reagieren) von +/- 0.5m ja wohl kaum zum Vorwurf gemacht werden.
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#1506747 - 11.08.22 23:01 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Rennrädle]
derSammy
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 19603
In Antwort auf: Rennrädle
Und kommt man auf einen Kreisel zu, steht davor ‚Radweg Ende‘ und nach der Kreiselquerung wieder der blaue Lolli…
Und das an jeder Straßenquerung.

Gerade das ist meines Wissens aber aktueller Stand der Verkehrsplanung. Der große Vorteil des Kreisverkehrs liegt ja darin, dass sich alle Verkehrsteilnehmer zusammen "im Kreis drehen", man muss nur ein einziges mal aufpassen, nämlich bei der Kreiseleinfahrt.
Separation nach Verkehrsarten (z.B Radweg außenrum) erzeugt viel mehr Kreuzungsstellen, auf einmal muss bei der Einfahrt doppelt geschaut werden und bei der Ausfahrt auch. Ganz einfach machen es sich die Verkehrsplaner, wenn sie den Radweg dann mit "Vorfahrt beachten" bedenken, nur widerspricht das einerseits der Abbiegelogik und hebt andererseits die Benutzungspflicht auf (weil der Radweg dann nicht mehr straßenbegleitend ist).
Von daher ist Mischverkher im Kreisel definitiv die sinnvollste mir bekannte Regelung. Wenn viele Kreisel aufeinander folgen, dann ist halt fraglich, wie sinnvoll es ist die Radfahrer dazwischen zu separieren, vor allem wenn sie noch vom Fahrbahnniveau weg geführt werden. Denn jede solche Separations- und vor allem Deseparationsstelle ist halt wieder potentiell unfallträchtig. Dann lieber dazwischen auch Mischverkehr lassen (und baulich dem Überholreflex der Kfzler entgegen wirken).
Komm wir grillen Opa. Es gibt Koch und Suppenfleisch!
Satzzeichen können Leben retten.
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#1506752 - 12.08.22 06:51 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: derSammy]
Rennrädle
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 7335
Ich hatte mich falsch ausgedrückt: wenn der separierte Radweg zum Kreisel kommt, wird der Radweg aufgehoben und der abbiegende Autofahrer hat Vorfahrt und der Radfahrer muss dann warten.
Der Radler darf nicht mit den Autofahrern auf der Hauptspur durch sondern soll schön brav weg bleiben.

Theoretisch ist er nur noch auf einem Gehweg und muss sich über die Zwischeninsel, engen Biegungen usw durchärgern.

Je nachdem wie zuvorkommend die abbiegenden Autofahrer sind gehts gut und man wird drüber gelassen.

Ich fahre als Autofahrer auch oft dort und lasse wirklich jeden Radler vor.

Rennrädle

Geändert von Rennrädle (12.08.22 06:53)
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#1506754 - 12.08.22 07:39 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: natash]
Juergen
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 12964
In Antwort auf: natash
Meiner Ansicht nach dienen viele Radwege nicht dazu, das Radfahren einfacher zu gestalten, sondern den lästigen Radfahrer vom Straßenverkehr fern zu halten, damit er oder sie da nicht stört.
Weltmeister im Ausgrenzen finden sich in dieser Disziplin in Holland und in Flandern. Nirgendwo habe ich dieses aggressive Weghupen mehr gespürt als auf meiner letzten Tour.
Das Schlimme daran ist, dass immer mehr Verkehrsplaner und der ADFC separierte Wegführung auch noch als Non plus ultra der Verkehrssicherheit verkaufen.
° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° °
Reisen +
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#1506755 - 12.08.22 08:06 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Juergen]
Margit
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 5515
In Antwort auf: Juergen
Das Schlimme daran ist, dass immer mehr Verkehrsplaner und der ADFC separierte Wegführung auch noch als Non plus ultra der Verkehrssicherheit verkaufen.
Noch schlimmer ist, dass viele RadfahrerInnen sich nicht trauen auf einer Straße zu radeln und der Überzeugung sind, bei fehlendem Radweg muss man auf dem Gehweg radeln.
Viele Grüße
Margit
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#1506756 - 12.08.22 08:30 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: natash]
Martina
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 17337
In Antwort auf: natash

Meiner Ansicht nach dienen viele Radwege nicht dazu, das Radfahren einfacher zu gestalten, sondern den lästigen Radfahrer vom Straßenverkehr fern zu halten, damit er oder sie da nicht stört.


Jo leider. Das liegt aber auch daran, dass es durchaus verschiedene Gründe gibt, Rad zu fahren, durchaus auch bei der selben Person. Wenn ich zur Arbeit fahre oder einfach nur von A nach B will, dann soll das möglichst flott gehen, wobei flott gar nicht unbedingt wirklich hohes Tempo meint, sondern nicht ständig abbremsen und anfahren. Wenn ich dagegen im Urlaub unterwegs bin, bin ich durchaus für eine landschaftlich schöne Wegführung empfänglich, aber auch da nicht um den Preis von Engstellen und unübersichtlichen Ecken.
Andersrum gibt es aber durchaus RadfahrerInnen, denen es wichtig ist, sich möglichst selten einen Weg mit Autos teilen zu müssen.

Der Königsweg ist für mich, innerhalb von Städten durchaus eine separate Wegführung anzubieten, aber eine solche, die sich in gleichmäßigem Tempo fahren lässt. Ich würde dagegen nicht die Anforderung stellen, dass sie durchgängig für 30 km/h geeignet sein muss. Ggf. würde ich das anders sehen, wenn ich ohne Probleme in der Ebene 30 fahren könnte. zwinker
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#1506757 - 12.08.22 08:31 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Rennrädle]
Toxxi
Moderator Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 21466
In Antwort auf: Rennrädle
Ich hatte mich falsch ausgedrückt: wenn der separierte Radweg zum Kreisel kommt, wird der Radweg aufgehoben und der abbiegende Autofahrer hat Vorfahrt und der Radfahrer muss dann warten.

Jein. Die Verantwortlichen stellen sich das zwar gern so vor, aber die Rechtslage ist komplizierter. Nützt natürlich nichts, wenn man überfahren wird... omm

Ausfahren aus dem Kreisverkehr gilt rechtlich als Abbiegen. Gemäß §9(3) StVO muss man beim Abbiegen Fußgängern, Radfahrern u.ä. Vorrang gewähren. Bloß weil am Radweg ein Vorfahrt-Beachten-Schild steht, wird §9(3) StVO für die Kraftfahrzeuge nicht aufgehoben!

Das heißt im Klartext - keiner hat Vorfahrt, BEIDE müssen Vorfahrt gewähren. Dazu sagt die StVO, dass bei unklarer Vorfahrtsage beide anhalten und sich verständigen müssen. Sowas darf eigentlich gar nicht ausgeschildert werden und ließe sich vermutlich recht einfach wegklagen. Oder es muss die Vorfahrt für den Autofaher explizit ausgeschildert werden.

-----

Im Übrigen gibt es dafür eine relativ einfach Lösung - absteigen und schieben. Damit wirst du zum Fußgänger und hast definitiv Vorrang.

Das Vorfahrt-Beachten-Schild gilt logischerweise nicht für Fußgänger, aber der Vorrang gegenüber Fußgängern beim Abbiegen (=Ausfahren aus dem Kreisverkehr) nach §9(3) StVO gilt nach wie vor. schmunzel

Auch das bringt dir nichts, wenn du überfahren wirst... omm

Gruß
Thoralf
Meine Räder und Touren im Radreise-Wiki

Geändert von Toxxi (12.08.22 08:33)
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#1506758 - 12.08.22 08:40 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: natash]
FordPrefect
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 3152
In Antwort auf: natash
Ich finde nun schon, dass, wenn das Fahrrad als Verkehrsmittel und nicht nur als Freizeitspielzeug eingesetzt werden soll, schnelles Fahren möglich sein sollte. Egal ob muskel- oder überwiegend motorbetrieben.

Gruß
Nat



So ungefähr sehe ich es auch !

Innerorts fahre ich deshalb fast nur Straßenfahrbahn und deshalb lebe ich warscheinlich noch.

Auf der Straßenfahrbahn halten sich wenigstens die meisten einigermaßen an gemeinsame Spielregeln, aber die Flächen, auf welche die Radwege üblicherweise gepinselt werden, werden zu viele Dinge gemacht, die eine klare Struktur unmöglich machen: Spielen, Mülleimer abstellen, der Nachbarschaftssmalltalk, Rollatoren schieben, Kinderfahrradtrainingsrunden, Joggen, Be- und Entladen, Ein- und Ausfahren aus Garagen und Hinterhöfen, Gassi gehen..... Alles mehr oder weniger berechtigte und für jeden einzelnen in dem Moment wichtige Tätigkeiten....

Wenn ich da mit 20-35km/h durch"fege" bin ich ein rücksichtsloser und lebensmüder Vollpfosten !

Verkehrswende bedeutet für mich Tempo 30 innerorts und Trennung in Fahrbahn und Gehweg !

zwinker Micha

(P.S.: und zum Thema ursprünglichen Pedelec: verringert in meinen Augen überwiegend nicht den Autoverkehr, sondern hat ein neues zusätzliches Konsumfaß geöffnet, welches wichtige Rohstoffe schneller verbrät)
-------------------------------------------------------
Always look on the bright side of life !

Geändert von FordPrefect (12.08.22 08:40)
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#1506761 - 12.08.22 08:54 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Toxxi]
Juergen
Moderator
abwesend abwesend
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In Antwort auf: Toxxi
Ausfahren aus dem Kreisverkehr gilt rechtlich als Abbiegen. Gemäß §9(3) StVO muss man beim Abbiegen Fußgängern, Radfahrern u.ä. Vorrang gewähren. Bloß weil am Radweg ein Vorfahrt-Beachten-Schild steht, wird §9(3) StVO für die Kraftfahrzeuge nicht aufgehoben!
Bis zu welcher Entfernung vom Kreisel soll das gelten? Ist "auf oder neben der Fahrbahn in der gleichen Richtung" auch noch nach 50m noch gegeben? Beispiel Großer Stern
Ich glaube, Du bewegst dich mitten in der Dürre aufs Glatteis. zwinker
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#1506762 - 12.08.22 09:07 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Rennrädle]
derSammy
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In Antwort auf: Rennrädle
Ich hatte mich falsch ausgedrückt: wenn der separierte Radweg zum Kreisel kommt, wird der Radweg aufgehoben und der abbiegende Autofahrer hat Vorfahrt und der Radfahrer muss dann warten.
Der Radler darf nicht mit den Autofahrern auf der Hauptspur durch sondern soll schön brav weg bleiben.

Theoretisch ist er nur noch auf einem Gehweg und muss sich über die Zwischeninsel, engen Biegungen usw durchärgern.

Das verstehe ich nicht so recht. Wenn kein blauer Lolli mehr da, darf der Radfahrer da im Regelfall sich gar nicht mehr im Seitenraum aufhalten (von nichtbenutzungspflichtigen Radwegen abgesehen)!
Wenn der Radweg aufgehoben wird, gehört da natürlich eine vernünftige Überleitung auf die Fahrbahn her. Wenn diese fehlt, darfst du den Radweg selbstverfreilich rechtzeitig vorher verlassen, kannst dich ja nicht in Luft auflösen (was allerdings Ortskenntnis voraussetzt).

In Antwort auf: Rennrädle

Je nachdem wie zuvorkommend die abbiegenden Autofahrer sind gehts gut und man wird drüber gelassen.

Ich fahre als Autofahrer auch oft dort und lasse wirklich jeden Radler vor.

Nett sein ist immer lobenswert. Aber in dem Fall halte das für bedingt hilfreich. Vorfahrtsregelungen müssen eindeutig und unmissverständlich, für alle klar und nachvollziehbar sein. Ampeln, Hauptstraßenschild, Stoppschild, Vorfahrtbeachten - das lernen schon die kleinen Kinder, da kommen keine Fragen auf. Und natürlich kann man dann mal z.B. ein sehr langes Fahrzeug abweichend von der Regel vorlassen. Da weiß jeder, dass es "nett" ist.

Die Regelungen für kreuzenden Fußgänger- und Radverkehr sind in Deutschland generell eine Ausgeburt aus der Hölle. Weil eben ganz und gar nicht intuitiv und stringent. Im Regelfall sollten Radfahrer die gleiche Vorfahrtsregelung wie der Kfz-Verkehr auf der gleichen Straße haben. Aber an bestimmten Stellen hat man angefangen den Radfahrern das Vorfahrtsrecht zu nehmen. Hinzu kommt noch Querverkehr in Gegenrichtung, teils illegal (aber dann trotzdem mit Vorfahrt - weiß nur kaum wer!), teils legalisiert.
Den Radfahrern trichtert man ein "lieber (immer) warten, du ziehst eh den kürzeren". Und den Autofahrer ist verwirrt, weil er einerseits lernt zu warten, andererseits eben teilweise doch Vorrang eingeräumt bekommt, baulich dazu angehalten wird "Gas zu geben" oder die entsprechenden Wege im Nebenraum auch kaum sieht.

Da muss man nur eins und eins zusammenzählen, bis das mal schief geht. Und das geht es leider regelmäßig, mit meist katastrophalen Folgen. Und die typischen Radsicherheitskampagnen (Helm, Reflektorzählaktionen, "sinnlose" Radfahrampeln observieren, ...) bringt da absolut niente, wenn so ein abbiegender Lkw über dich drüber rollt. traurig
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Off-topic #1506765 - 12.08.22 09:13 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Margit]
Holger
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In Antwort auf: Margit
In Antwort auf: Juergen
Das Schlimme daran ist, dass immer mehr Verkehrsplaner und der ADFC separierte Wegführung auch noch als Non plus ultra der Verkehrssicherheit verkaufen.
Noch schlimmer ist, dass viele RadfahrerInnen sich nicht trauen auf einer Straße zu radeln und der Überzeugung sind, bei fehlendem Radweg muss man auf dem Gehweg radeln.

Über den zweiten Punkt bin ich auch immer wieder überrascht. Also, ich habe da hin und wieder mal Kollegen angesprochen (in der freien Wildbahn tue ich mir das nicht an) - und die waren überrascht, wenn ich dann sogar nachweisen konnte, dass man das eben nicht darf.
Schloss, Schloss, Schloss, Atlantik. An der Loire entlagng und dann La Rochelle: http://les21lacets.de/blog/
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#1506766 - 12.08.22 09:13 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Juergen]
derSammy
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In Antwort auf: Juergen
In Antwort auf: Toxxi
Ausfahren aus dem Kreisverkehr gilt rechtlich als Abbiegen. Gemäß §9(3) StVO muss man beim Abbiegen Fußgängern, Radfahrern u.ä. Vorrang gewähren. Bloß weil am Radweg ein Vorfahrt-Beachten-Schild steht, wird §9(3) StVO für die Kraftfahrzeuge nicht aufgehoben!
Bis zu welcher Entfernung vom Kreisel soll das gelten? Ist "auf oder neben der Fahrbahn in der gleichen Richtung" auch noch nach 50m noch gegeben? Beispiel Großer Stern
Ich glaube, Du bewegst dich mitten in der Dürre aufs Glatteis. zwinker

Rechtlich liegt Thoralf absolut richtig! Das Problem ist die von mir angesprochene Verkehrsplanung, die da teilweise sehr kreativ ist. Wenn der Radweg 50m abgesetzt ist (so viel ist es selbst beim großen Stern nicht), ist das definitiv nicht mehr straßenbegleitend. Da fährt man dann mit dem Rad auf der Fahrbahn (oder dem anderen Sonderweg, wenn man darauf Lust hat - nur kreuzt dieser Weg dann halt regelmäßig höherrangige Straßen...).
Aber der große Stern ist recht skuril gelöst, denn wenn ich mich recht erinnere, sind an dessen Ausgängen jede Menge Ampeln aufgestellt. Insoweit ist das baulich meines Wissens gar kein Kreisverkehr, sondern eine Aneinanderreihung vieler ampelgeregelter T-Kreuzungen.
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#1506767 - 12.08.22 09:20 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Felix-Ente]
Holger
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In Antwort auf: Felix-Ente
Meine Aussage war fahrtenbezogen und nicht fahrzeugbezogen […]

Okay, das hatte ich missverstanden - was aber bei der Formulierung nicht völlig verwunderlich ist zwinker

In Antwort auf: Felix-Ente
[…]Insofern würde mich die Systematik der Studien mal interessieren.[…]

Inwiefern die Systematik? Wenn es Studien gibt, und diese wissenschaftlich durchgeführt wurden, dann müsste das doch offengelegt sein.

Ansonsten sehe ich es ähnlich wie Du. Ich vermute auch, dass Fahrten verlagert werden von Auto auf E-Bike. Das geht ja sogar mir selbst so, seit ich das E-Bike habe, habe ich den einen oder anderen Weg damit gemacht, den ich vorher mit Carsharing-Autos unternommen hätte. Ist jetzt aber keine große Menge...
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