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#1506632 - 11.08.22 00:12 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Felix-Ente]
MajaM
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 667
Unterwegs in Deutschland

In Antwort auf: Felix-Ente
Für mich ist die Rechnung einfacher: Fast jedes E-Bike ist ein Auto weniger.
Das wird immer wieder gerne behauptet - scheint mir aber falsch. Mein Eindruck hingegen ist: Fast jedes Pedelec wird von jemandem gefahren, der vorher ein Muskelkraft-Fahrrad nutzte (mag sein, dass es mehr genutzt wird - aber das wäre auch bei einem neuen, leichteren, ergonomischeren Fahrrad so). Nicht selten motiviert das Pedelec dann sogar zum Kauf eines größeren Pkw/Bus (mit großem Innenraum oder Anhängerkupplung), weil das schwere Zweirad nicht mehr auf den Dachgepäckträger des Kleinwagen gehoben werden kann. Dann hast Du ein neues fettes Auto zusätzlich. Superduper.

Liebe Grüße
Maja

Geändert von MajaM (11.08.22 00:13)
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#1506633 - 11.08.22 00:17 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Felix-Ente]
Margit
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 5514
In Antwort auf: Felix-Ente
dann ist da kaum einer dabei, der ohne E-Fahrzeug das Fahrrad nehmen würde. Der überwiegende Teil würde stattdessen die erdölmotorisierte Blechkiste aus der Garage holen.
Du wirst es kaum glauben, aber ich bin schon oft von Nachbarn angesprochen worden, dass ich doch bei dem Mistwetter etc. nicht mit dem Rad einkaufen fahren kann. Sogar zum 1,2 km entfernten Discounter fahren die mit dem Auto und laufen dann lieber mit ihren schweren Taschen und Schirm von der TG zum Hauseingang. Das wäre mir schon viel zu weit zu gehen. Bei Regen fahre ich beim Discounter in die TG und mit dem Aufzug hoch, zu Hause mit Fahrrad + Hänger ins Treppenhaus.
Viele Grüße
Margit

Geändert von Margit (11.08.22 00:20)
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#1506634 - 11.08.22 01:45 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Felix-Ente]
Holger
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 17553
Unterwegs in Deutschland

In Antwort auf: Felix-Ente
Für mich ist die Rechnung einfacher: Fast jedes E-Bike ist ein Auto weniger. Egal ob auf Tour oder im Alltag - wenn ich mir die Leute ansehe, die auf einem Pedelec oder S-Pedelec sitzen, ja sogar viele, die auf einem E-Roller unterwegs sind, dann ist da kaum einer dabei, der ohne E-Fahrzeug das Fahrrad nehmen würde. Der überwiegende Teil würde stattdessen die erdölmotorisierte Blechkiste aus der Garage holen. [...]

Hast Du dafür eine Quelke? Ich habe nur pwrsönliche Erfahrungen, also eher subjektiv. Aber ich kenne niemanden, der sich ein E-Bike angeschafft hat und dafür das Auto verkauft. Maximal für die eine oder andere Wochenendtour in der Garage gelassen.
Schloss, Schloss, Schloss, Atlantik. An der Loire entlagng und dann La Rochelle: http://les21lacets.de/blog/
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#1506635 - 11.08.22 03:48 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Margit]
Falk
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 32910
Zitat:
Sogar zum 1,2 km entfernten Discounter fahren die mit dem Auto und laufen dann lieber mit ihren schweren Taschen und Schirm von der TG zum Hauseingang.

Bei mir sind das nur 300 Meter und nach einem wohl generationsbedingten Bewohnerwechsel habe ich in der Nachbarschaft nicht wenige, die das mit ihrem Stinker machen.
Falk, SchwLAbt
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#1506644 - 11.08.22 08:46 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Felix-Ente]
Uli
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 14261
Wie einige andere würde ich hierzu gerne Quellen sehen. Meine persönlichen Beobachtungen und alle mir bekannten Studien sagen etwas genau anderes, z.B. diese hier. Dass Kfz-Nutzer durch (die bisherigen) Alternativen in der Masse freiwillig zum Umstieg bewegt werden können, entpuppt sich immer mehr als Wunschdenken, siehe z.B. auch die ersten Auswertungen zum 9-Euro-Ticket .
Gruß
Uli
Für eine gute Kommunikation ist eine verständliche Sprache zwingend notwendig und diese per Definition niemals diskriminierend. Die Verwendung von Satzzeichen in Wörtern hingegen behindert Verständlichkeit, Lesbarkeit und Eindeutigkeit der Sprache.

Geändert von Uli (11.08.22 08:50)
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#1506645 - 11.08.22 08:49 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Margit]
Uli
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 14261
Zitat:
Sogar zum 1,2 km entfernten Discounter fahren die mit dem Auto

Das machen "die" hier sogar für ein Tüte Brötchen. Über 90% aller Bewohner meines Wohnorts wohnen max. 1 km von einer der beiden zentral gelegenen Bäckereien entfernt. Meinen Beobachtungen nach nutzen zwei von drei für diesen Weg das Auto.
Gruß
Uli
Für eine gute Kommunikation ist eine verständliche Sprache zwingend notwendig und diese per Definition niemals diskriminierend. Die Verwendung von Satzzeichen in Wörtern hingegen behindert Verständlichkeit, Lesbarkeit und Eindeutigkeit der Sprache.

Geändert von Uli (11.08.22 08:50)
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#1506647 - 11.08.22 09:15 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Uli]
BeBor
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 7462
Für eine nicht geringe Anzahl gut situierter und gut gewandeter Hausfrauen (sicher auch Hausmänner) gehört auch beim Supermarktbesuch automobile Opulenz als schmückendes Accessoire zum standesgemäßen Auftritt in der Öffentlichkeit schlichtweg dazu.

Bernd
Mit Fahrrädern? So mit selber treten? Wo ist denn da der Sinn? (Heinz Erhardt im Film “Immer diese Radler”)
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#1506649 - 11.08.22 09:24 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: BeBor]
Gravelbiker_Berlin
Mitglied
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Beiträge: 224
Noch was Versöhnliches: Mir ist heute morgen auf dem Radweg zur Arbeit aufgefallen, dass E-Biker meine Freunde werden könnten: Die Radwege sind doch verstopft mit Volk, was das Vorankommen behindert. Hundeausführer, Spaziergänger, Langsamradfahrer, die nebeneinander fahren, Reiterinnen, ... Was würden Autofahrer sagen, wenn es plötzlich hieße, man darf auf der Autobahn picknicken, Hunde ausführen, reiten, usw.

Der E-Biker, der sich so ein teures Spielzeug gekauft hat, will doch auch vorankommen, er will Strecke machen, er will den Geschwindigkeitsrausch auskosten (wenn er sich dabei nicht groß anstrengen muss, ist das sein Schaden, nicht meiner).

Laßt uns Rennradfahrer, Gravelbiker und hochmotorisierten E-Biker doch zusammenschließen und die Radwege "freifegen"! Laßt uns Fahrradautobahnen schaffen! Wenn da ständig Scharen von schnellen E-Bikern kommen, dann wird der Hundebesitzer schon irgendwann entnervt aufgeben und seine Runde woanders lang machen. Im Flachland könntet Ihr meine Freunde werden (aber nur im Flachland, in den Bergen sehe ich es etwas anders).
Grüße
Christoph
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#1506651 - 11.08.22 09:41 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Gravelbiker_Berlin]
Gravelbiker_Berlin
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 224
Allerdings muss ich noch hinterherschicken: Hier in der Stadt gibt es gar nicht so viele E-Biker. Das scheint mir eher das neue Hobby der Landbevölkerung zu sein.
Grüße
Christoph
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#1506655 - 11.08.22 09:49 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Felix-Ente]
Toxxi
Moderator Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 21465
In Antwort auf: Felix-Ente
...ja sogar viele, die auf einem E-Roller unterwegs sind, dann ist da kaum einer dabei, der ohne E-Fahrzeug das Fahrrad nehmen würde.

Zu Rollern gibts eine Studie. E-Roller verringern NICHT die Nutzung von Pkw's. E-Roller werden für Wege genutzt, die man üblicherweise läuft. Und ggf. ersetzen sie noch Bus und Bahn.

Sprich - von der Ökobilanz katastrophal, vom Mischverkehr auch katastrophal, und für die köperliche Fitness ebenso.

Gruß
Thoralf
Meine Räder und Touren im Radreise-Wiki
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Off-topic #1506659 - 11.08.22 10:09 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Gravelbiker_Berlin]
BeBor
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 7462
In Antwort auf: Gravelbiker_Berlin
Mir ist heute morgen auf dem Radweg zur Arbeit aufgefallen, dass E-Biker meine Freunde werden könnten: Die Radwege sind doch verstopft mit Volk, was das Vorankommen behindert. Hundeausführer, Spaziergänger, Langsamradfahrer, die nebeneinander fahren, Reiterinnen, ...
[..]
Laßt uns Rennradfahrer, Gravelbiker und hochmotorisierten E-Biker doch zusammenschließen und die Radwege "freifegen"!


Ich habe selbst in diesem Faden für meine spezifische Beobachtung mit E-Bikern in Gruppenstärke beschrieben und dafür Widerspruch erhalten. Was Du aber schreibst, speziell im letzten zitierten Satz, kann ja wohl nicht ernst gemeint sein. Hätte ich noch radfahrende Kinder im Kindesalter, würde ich Dir zur Gefahrenabwendung bei Deinen Fegeabeiten bei erstbester Gelegenheit einen Spatenstiel in die Speichen schieben.

Bernd
Mit Fahrrädern? So mit selber treten? Wo ist denn da der Sinn? (Heinz Erhardt im Film “Immer diese Radler”)
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#1506660 - 11.08.22 10:34 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Gravelbiker_Berlin]
freizeitradler
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 178
In Antwort auf: Gravelbiker_Berlin
..................
Laßt uns Rennradfahrer, Gravelbiker und hochmotorisierten E-Biker doch zusammenschließen und die Radwege "freifegen"! Laßt uns Fahrradautobahnen schaffen! Wenn da ständig Scharen von schnellen E-Bikern kommen, dann wird der Hundebesitzer schon irgendwann entnervt aufgeben und seine Runde woanders lang machen. Im Flachland könntet Ihr meine Freunde werden (aber nur im Flachland, in den Bergen sehe ich es etwas anders).
Grüße
Christoph


Hallo Gravelbiker_Berlin

Ob das Ironie sein soll weiß ich natürlich nicht. Doch lass uns nicht ein neues Feindbild schaffen. Dort wo Fußgänger unterwegs sind haben sie für mich Priorität den Weg zu nutzen.

Die Radinfrastruktur zu verbessern kann ja trotzdem ein Ziel sein. Vor allem aber für Berufspendler, Schüler und andere Personen die diese Wege täglich benötigen.

Ich denke, dass wir zu unserer Freizeitgestaltung meist Strecken finden, die unserer Vorstellung entsprechen. Radwege sind da nicht immer notwendig. Wer in der Großstadt wohnt hat es etwas schwerer und kann mit öffentlichen Verkehrsmittel eine Anreise machen.

Du hast in einem Beitrag an mich deine Kenntnisse zur Isar und deren Umfeld kundgetan. Deshalb verlinke ich dir mal eine schöne Tagestour mit Start und Ende in Lenggries, gefahren im Juni. Die kannst du mal nachfahren wenn du wieder irgendwo an der Isar weilst. Für Gravelbikes kein Problem, hat allerdings mit Radreisen auch nichts zu tun.

Pedelc Radtour in der Freizeit

Mit Pedelec.

Ciao
Detlef
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#1506662 - 11.08.22 10:48 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Holger]
Felix-Ente
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Beiträge: 1519
Meine Aussage war fahrtenbezogen und nicht fahrzeugbezogen und ist natürlich subjektiv. Aber wenn mir Renterpärchen auf der Via Claudia Augusta bergauf begegnen, kann mir niemand erzählen, dass die Mehrheit von denen den Weg ohne Pedelec mit einem normalen Tourenrad hochasten würden. Und die Partyklientel wie der freundliche Mensch, der uns beim letzten Ride of Silince am Moritzplatz erst die Vorfahrt genommen und dann den Mittelfinger gezeigt hat, wäre ohne E-Roller bestimmt auch nicht auf dem Cityrad unterwegs gewesen.

Insofern würde mich die Systematik der Studien mal interessieren. Dass niemand für ein Pedelec oder einen E-Roller sein Auto abschafft, glaube ich sofort. Aber die Massen an Menschen, die statt mit dem Pedelec zu fahren, ein Fahrrad mit Bioantrieb nutzen würden, sehe ich nicht. Damit die nicht die Motorkutsche als erste Alternative nutzten, bräuchte es noch mehr Push-Faktoren, wie weniger Parkplätze (und endlich Durchsetzung von Parkverboten), Sperrung von Schleichwegen für den MIV, usw.
Felix
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#1506665 - 11.08.22 11:15 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: freizeitradler]
Gravelbiker_Berlin
Mitglied
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Beiträge: 224
Naja, Ironie, ich weiss nicht. Vielleicht partiell. Aber grad so Hunde, grad so gefährliche große Hunde, da vergeht mir dann schon die Ironie, muss ich sagen.
Das Problem ist der fehlende Platz in der Stadt, da hast Du schon völlig recht. Und keine neuen Feindbilder schaffen, ja, auch da hast Du natürlich recht. Aber aus der Stadt raus, das ist eben wirklich ein Problem, das muss man schon mal sagen.
Und klar, was Du da in München vorschlägst, ein Stück weit draußen vor der Stadt die Runde erst starten, wäre 'ne feine Sache. Aber für die wochenendliche Trainingsrunde meist zu aufwendig, soviel Zeit hat man dann ja meist doch nicht.
* * *
Also neue Feindbilder gegen spielende Kinder, Skater, Spaziergänger, natürlich nicht, da gehe ich voll mit Dir mit. Aber gegen Reiter und Hundeausführer auf Radwegen schon irgendwie ein bißchen. Da war das dann eher keine Ironie. Es ist zwar wenig Platz in der Stadt, aber soviel Platz ist meist doch noch, dass Hundebesitzer ihre Hunde nicht unbedingt auf den Hauptausfallstrecken der Rennradfahrer ausführen müssen. Oft geht parallel ein nicht asphaltierter Fußweg, wo sie auch lang können und viele machen das auch. Nur leider nicht alle.
Und die Radfahrer, die quatschend langsam nebeneinander fahren, stören die nicht uns alle?
Grüße
Christoph
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#1506666 - 11.08.22 11:19 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Felix-Ente]
BeBor
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Beiträge: 7462
In Antwort auf: Felix-Ente
Aber die Massen an Menschen, die statt mit dem Pedelec zu fahren, ein Fahrrad mit Bioantrieb nutzen würden, sehe ich nicht.

Warum auch? Handel und Hersteller suggerieren doch schon seit Jahren, dass das E-Bike die logisch-konsequente Fortentwicklung des technisch nicht mehr zeitgemäßen Biofahrrades ist, warum sollte sich da jemand freiwillig so einen Anachronismus antun.

Bernd
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Off-topic #1506667 - 11.08.22 11:24 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: BeBor]
Gravelbiker_Berlin
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 224
Da schreib ich mal 'ne versöhnliche Botschaft an E-Biker und krieg gleich den nächsten Shitstorm.

An radfahrende Kinder hatte ich in dem Moment nicht gedacht. Da bin ich natürlich auch vorsichtig und fahre ganz langsam vorbei und beschwere mich nicht. Wir haben unserem Kind aber zuerst im Wald das Radfahren beigebracht. Wo sonst niemand war. Das könnten die Eltern von heute vielleicht auch mal erwägen.
Ich war neulich Zeuge, wie ein kleines Kind auf dem Rad auf einem Radweg voll mit dem Kopf gegen ein Geländer geknallt ist (welches an der Stelle stand, weil dahinter ein Abgrund kam). Ich kam als Rennradfahrer von hinten. Ich bin ganz vorsichtig vorbeigefahren, nicht volle Pulle. Aber irgendwie mußte ich ja da irgendwann vorbei, ich konnte ja nun nicht einen Kilometer lang hinter dem Kind herfahren. Und ich war natürlich betroffen, hatte überlegt, ob ich da vielleicht schuld gewesen bin. Aber ganz offensichtlich hat der Kleine sein Fahrrad noch nicht genug im Griff gehabt, und das war der Grund, nicht ich.
Es muss schon auch mal eine Debatte geben, wo Kinder radfahren lernen und ab wann sie in den Verkehr gelassen werden sollten. Nicht, damit ich flüssig vorankomme, sondern damit den Kindern nichts passiert.
Grüße
Christoph
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Off-topic #1506668 - 11.08.22 11:36 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Gravelbiker_Berlin]
sascha-b
Mitglied
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Beiträge: 397
In Antwort auf: Gravelbiker_Berlin
Da schreib ich mal 'ne versöhnliche Botschaft an E-Biker und krieg gleich den nächsten Shitstorm.


Die Chance zu überlegen, woran das liegen könnte!
46/16
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Off-topic #1506671 - 11.08.22 11:47 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Gravelbiker_Berlin]
Juergen
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 12959

Deine Denk- und Handlungsweise ist mehr als zweifelhaft. verärgert entsetzt Zur Not musst Du eben hinter einem Kind herfahren und warten.
° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° °
Reisen +
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Off-topic #1506672 - 11.08.22 11:52 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Gravelbiker_Berlin]
BeBor
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 7462
In Antwort auf: Gravelbiker_Berlin
An radfahrende Kinder hatte ich in dem Moment nicht gedacht.

Es geht nicht nur um Kinder, sondern um den insgesamt konfliktären Duktus, der in Deinem "versöhnlichen" Beitrag mitschwingt.

Bernd
Mit Fahrrädern? So mit selber treten? Wo ist denn da der Sinn? (Heinz Erhardt im Film “Immer diese Radler”)
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Off-topic #1506675 - 11.08.22 12:31 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: BeBor]
Gravelbiker_Berlin
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 224
Und Du wolltest mir einen Stiel in die Speichen schieben. Auch nicht versöhnlich.

Christoph
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Off-topic #1506677 - 11.08.22 12:35 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Juergen]
Gravelbiker_Berlin
Mitglied
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Beiträge: 224
Es war mir nicht klar, dass das Kind gegen das Geländer fährt. Ich habe es nicht zur Seite gedrängt, ich war noch hinter ihm. Es ist von selbst gegen das Geländer gefahren. Das Kind konnte einfach noch nicht ausreichend genug Radfahren.
Das wäre Euch an meiner Stelle ganz genauso passiert.
Christoph
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Off-topic #1506678 - 11.08.22 12:35 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: BeBor]
Toxxi
Moderator Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 21465
Ich kann den Standpunkt schon verstehen. Mich stört es auch, wenn der Radweg voll ist. Wohlgemerkt - ich bin trotzdem vorsichtig und rücksichtsvoll, auch wenn es mich manchmal nervt.

Das ist halt dieses Dilemma, dass alle Radfahrer über einen Kamm geschoren werden. Derjenige, der eine 20 km Tagestour im Schrittempo fahren will (wogegen nichts einzuwenden ist) - und dann der Tourenradler, der ein bisschen vorankommen will (weil er vielleicht diese und jene Unterkunft ansteuert) oder der Rennradler, der sich einfach an der Geschwindigkeit erfreut - die werden alle pauschal auf den gleichen Weg gedrängt. Das führt zu Komplikationen.

[ironie]
Da sind ja Radfahrer, die auf der Straße nichts zu suchen haben und aus dem Straßenbild zu verschwinden haben.
[/ironie]

Um mal ein extremes Beispiel zu bemühen, man würde seinen Hund ja auch nicht auf der Autobahn ausführen... omm

Radfahrer werden von der Verwaltung und den Verantwortlichen eben immer noch als etwas flottere Spaziergänger angesehen, und nicht als Fahrzeuge.

So ein Beispiel mit Kind hatte ich auch. Ich auf dem Rennrad, von vorn eine Familie mit Kindern. Ich habe rein aus Reflex schon fast in den Stand abgebremst. Eins der Kinder sieht irgendwas am Straßenrand, dreht sich um, und steuert (nach hinten guckend) genau auf mich zu. Eltern reagieren nicht... was sollte ich tun? Ich habe laut gerufen "guck nach vorn". Das Kind hat reagiert, es ist zum Glück nichts passiert. Aber knapp wars schon, und ich war mir da wirklich keiner Schuld bewusst.
Meine Räder und Touren im Radreise-Wiki

Geändert von Toxxi (11.08.22 12:38)
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Off-topic #1506680 - 11.08.22 12:49 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Juergen]
Gravelbiker_Berlin
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Mit dieser Logik müßte jeder Autofahrer sofort in den Stand abbremsen, wenn auf dem Bürgersteig ein Kind erscheint. Und alle Autofahrer hinter sich warten lassen und einen Auffahrunfall riskieren.
Denn das Kind könnte ja auf die Straße laufen.
Machen Autofahrer aber auch nicht.
Und im Gegensatz zu denen würde ich das Kind vermutlich nicht mal lebensgefährlich verletzen.
Christoph
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Off-topic #1506681 - 11.08.22 13:00 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Toxxi]
Margit
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In Antwort auf: Toxxi

Da sind ja Radfahrer, die auf der Straße nichts zu suchen haben
radle ja gern auf kleinen Nebenstraßen, meide rechts vor links, lieber ein paar Kilometer mehr Strecke und rechts Bahngleise oder einen Fluss/Bach. Leider gibt es dafür noch kein Navi-Profil. Aber gestern nervten mich die Autofahrer. Dank Navi meinen die jetzt auch auf kleinen Nebenstraßen den Staus entweichen zu können, kommen dann nicht aneinander vorbei und müssen in Parklücken oder auf den Gehsteig ausweichen. Die leise Fahrradklingel hören die dann noch weniger wie Radfahrer/Fußgänger mit bestem Gehör, welche sich weißen Headsets in die Ohren stopfen anstatt Hörgeräte. Allerdings gucken mich die Autofahrer schon oft verwundert an, wenn die mein zartes Stimmchen vernehmen "Bleib stehen, ich überhol dich" bier
Viele Grüße
Margit
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Off-topic #1506682 - 11.08.22 13:05 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Margit]
Gravelbiker_Berlin
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Hab ich auch schon erlebt, Radweg Euregio-Egrensis im Vogtland. Wunderschöne kleinste Nebenstraßen, kann ich eigentlich nur empfehlen.
Aber der Radweg verläuft ein Stück in der Nähe der A9. Und es war total Stau, also Steh-Stau. Plötzlich fuhren schwerste LKW auf kleinsten Straßen hinter mir her und kamen mir entgegen.
Das Stück müsste ich eigentlich noch mal fahren, es war nicht so richtig genießbar durch den Stau.
Grüße
Christoph
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Off-topic #1506683 - 11.08.22 13:07 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Gravelbiker_Berlin]
BeBor
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Beiträge: 7462
In Antwort auf: Gravelbiker_Berlin
Und Du wolltest mir einen Stiel in die Speichen schieben. Auch nicht versöhnlich.

Von “wollen” war nicht die Rede, sondern situationsbedingt ohne Versöhnungsattitüde ausdrücklich im Konjunktiv “würde”. Defacto führe ich aber auch niemals ein passendes Gehölz mit.

Bernd
Mit Fahrrädern? So mit selber treten? Wo ist denn da der Sinn? (Heinz Erhardt im Film “Immer diese Radler”)
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Off-topic #1506684 - 11.08.22 13:08 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Margit]
Gravelbiker_Berlin
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...und es gibt diese einfachen billigen Auto-Navis, die schicken die Autos über kleinste enge Straßen über den Berg, obwohl unten eine breite Straße außen um den Berg rumführt, auf der alle anderen (einheimischen) Autofahrer fahren. Wenn man Pech hat, und jemand benutzt so ein Navi, dann hat man auch auf kleinsten Straßen keine Ruhe.
Grüße
Christoph
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Off-topic #1506685 - 11.08.22 13:10 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: BeBor]
Gravelbiker_Berlin
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Ich fand es übrigens gar nicht so schlimm. Kann mit sowas umgehen. Ich war fast (angenehm) überrascht, dass auch mal jemand aggressive Töne anklingen lässt.
Grüße
Christoph
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Off-topic #1506690 - 11.08.22 13:33 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Juergen]
Gravelbiker_Berlin
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Ich glaub, ich muss den Vorfall mit dem Kind doch noch mal besser beschreiben, ich habe es vielleicht etwas falsch dargestellt. Ich war noch hinter dem Kind. Deutlich hinter dem Kind. Nur so konnte ich ja mit Entsetzen beobachten, wie es immer mehr auf das Geländer zuradelte und schließlich mit dem Kopf gegen den Pfeiler knallte. Das Kind ist ins "Trudeln" gekommen. So haben es Mutter und der ältere Bruder dann auch genannt. Sie schienen das schon zu kennen. Und so sah es für mich auch aus. Es fehlte einfach noch Radbeherrschung und diese ganz kleinen Fahrräder mit den kleinen Rädern sind vielleicht auch wirklich noch nicht ausreichend geradeaus-stabil.
Ich war in dem Moment nicht schneller als die Kinder. Ich war hinter ihnen. Ich hatte tatsächlich noch überlegt, ob ich an der Stelle vorbeifahre oder lieber warte, bis das Geländer vorbei ist. Ich habe auch nicht geklingelt.

Das Kind kam meinen Überlegungen zuvor. Es trudelte einfach gegen das Geländer. Ich hatte echt keine Chance und war auch sehr betroffen und habe natürlich angehalten und geguckt, ob was Ernsthaftes passiert war. Das Kind hatte auf der Stirn ne Beule, obwohl Helm. Ich glaub, der Helm saß zu locker, der ist dann einfach nach beim Aufprall auf den Pfeiler hinten gekippt.

Ich hatte also wirklich keine Chance. Das sollte hier vielleicht noch mal gesagt werden.
Es kann natürlich sein, dass das Kind durch mich irgendwie abgelenkt worden ist, dass es irgendwie mitbekommen hat, dass ich hinter ihm bin, obwohl ich nicht geklingelt habe.
Aber dann darf ich überhaupt nicht mehr auf Radwegen fahren, sondern muss mich mit den Autos auf der Straße messen.
Grüße
Christoph
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#1506699 - 11.08.22 15:57 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Gravelbiker_Berlin]
Uli
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 14261
Zitat:
Laßt uns Rennradfahrer, Gravelbiker und hochmotorisierten E-Biker doch zusammenschließen und die Radwege "freifegen"! Laßt uns Fahrradautobahnen schaffen! Wenn da ständig Scharen von schnellen E-Bikern kommen, dann wird der Hundebesitzer schon irgendwann entnervt aufgeben und seine Runde woanders lang machen.

Echt prima, wie Du hier zur Eskaltion aufrufst. Der Effekt, den du anscheinend wenigstens halbwegs wohlwollend zur Kenntnis nimmst, gehört für mich zu den negativen Auswirkungen der e-Motorisierung des Fahrrades und wird sicher noch zu einigem Ärger führen. Nicht ohne Grund gibt es schon heute Radwege mit einer Geschwindigkeitsgrenze und je schneller Fahrräder unterwegs sind, desto mehr Forderungen danach wird es geben.
Gruß
Uli
Für eine gute Kommunikation ist eine verständliche Sprache zwingend notwendig und diese per Definition niemals diskriminierend. Die Verwendung von Satzzeichen in Wörtern hingegen behindert Verständlichkeit, Lesbarkeit und Eindeutigkeit der Sprache.
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