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#1506258 - 08.08.22 08:46 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Uli]
Martina
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 17350
In Antwort auf: Uli
Problematisch sehe ich, dass immer wieder und häufiger Entwicklungen, die durch Pedelecs (ich bleib jetzt mal bei dem Begriff) ausgelöst oder befeuert werden, Auswirkungen auf alle Radler haben (können). Z.B. die in der letzten Zeit immer häufiger geäusserten Anregungen für eine Helmpflicht sind alleine den steigenden Unfallzahlen mit Verletztungsfolgen bei den Pedelec-Nutzern geschuldet und werden auch nur so verargumentiert. (Nicht nur) deshalb finde ich eine kritische Auseinandersetzung mit dem e-Trend und eine Unterscheidung zwischen motorisiert und nicht-motorisiert sinnvoll.


Bei diesem Punkt gebe ich dir uneingeschränkt recht. Wobei ich weniger die Helmpflicht als Problem sehe, denn die schwirrte auch schon ohne Pedelecs ständig in der Gegend rum. Was mir mehr Sorgen macht: es gab mal eine Zeit, da gab es 'gute' Räder nur in Form reiner Sportgeräte, damals normalerweise Rennräder. Die hatten Übersetzungen, die ein 'normaler' Mensch nicht sinnvoll fahren konnte und auch die Sitzhaltung war nicht massentauglich. Das hat sich dank des Aufkommen des MTBs geändert, was Leuten wie mir ermöglicht hat, ein für mich alltagstaugliches Rad einfach so im Laden zu kaufen und es nicht mühsam selbst zusammenstellen zu müssen. Inzwischen sind auch MTBs wieder reine Sportgeräte, 'normale' Räder ohne E gibt es so gut wie nicht mehr und damit wird auch der Markt für alltagstaugliche Übersetzungen plötzlich wieder sehr klein, wer mit Rennradübersetzungen nicht klarkommt, kann ja ein Pedelec fahren. Das gleiche beobachte ich mancherorts bei der Ausschilderung von Radrouten. Wenn eh jeder ein Pedelec hat, kann man ja ruhig 20 Prozent Steigung einbauen.
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#1506260 - 08.08.22 09:01 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Martina]
Holger
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 17566
Unterwegs in Deutschland

Grundsätzliche Zustimmung. Zwei Punkte dazu: Zum einen habe ich den Eindruck, dass es bei MTBs auch immer mehr E-Varianten gibt, auch betont sportlich. Zum anderen bringt das Aufkommen von Gravelbikes wieder mehr alltagstaugliche Übersetzungen.

Aber wie gesagt: Im Grundsatz sehe ich das auch als Thema.
Schloss, Schloss, Schloss, Atlantik. An der Loire entlagng und dann La Rochelle: http://les21lacets.de/blog/
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#1506264 - 08.08.22 09:20 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Holger]
Martina
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 17350
In Antwort auf: Holger
Zwei Punkte dazu: Zum einen habe ich den Eindruck, dass es bei MTBs auch immer mehr E-Varianten gibt, auch betont sportlich.


Stimmt. Das habe ich aus Vereinfachungsgründen weggelassen. Das was heute als MTB verkauft wird scheint mir egal ob mit oder ohne E nicht unbedingt alltagstauglich zu sein. zwinker

Zitat:

Zum anderen bringt das Aufkommen von Gravelbikes wieder mehr alltagstaugliche Übersetzungen.


Damit habe ich mich zugegebenermaßen noch nicht so beschäftigt. Denn ein Gravelbike ist halt auch nicht die Sorte Fahrrad, die spontan in mein 'Beuteschema' passt.
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Off-topic #1506266 - 08.08.22 09:29 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Martina]
Margit
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 5526
In Antwort auf: Martina
Wenn ich in Berlin wohnen würde, würde ich nichtmal einen Gedanken an ein elektrisch unterstütztes Alltagsrad verschwenden, da das aber nicht tue, würde mir ein Lastenrad mit Motor durchaus gefallen, dann könnten auch noch die letzten Alltagserledigungen, die wir mit dem Carsharing-Auto machen (Getränkekauf und gelegentliche Baumarktbesuche) wegfallen.
Guten Morgen Martina,

hast Du Dir schon mal einen Rentnerporsche überlegt. Ohne Tasche kannst Du 2 Getränkekisten drauf stapeln oder deinen Tourenbedarf bequem zum Rad bringen. Wenn ich nur eine kurze Strecke ohne Steigungen zum Discounter radle merke ich den am Rad ohne Motor kaum.
Viele Grüße
Margit
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#1506268 - 08.08.22 09:37 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Martina]
Holger
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 17566
Unterwegs in Deutschland

In Antwort auf: Martina
In Antwort auf: Gravelbiker_Berlin

Du dagegen hast ja für sowas endlos Zeit, denn Du strengst Dich ja beim Radfahren nicht an.


Hm, ich füchte, dann musst du auch das Gespräch mit mir beenden. […]

Auch mit mir.


In Antwort auf: Martina
Zitat:

Welcher Muskelradfahrer würde denn das machen, die verursachen viel zu viel Windwiderstand?


*meld*

Wir haben seit jeher auf Radreisen eine Lenkertasche mit Kartenhülle dabei. In der steckt nach wie vor meistens eine stinknormale Landkarte. Wir haben aber auch schon ein Tablet reingesteckt, vom Windwiderstand her ist das egal. […]


Nochmal meld. Zwar derzeit nicht mehr, aber früher war ich auch so unterwegs. Und dass ich das nicht mehr tue, hat ganz sicher nicht mit dem Windwiderstand zu tun. Der ist mir nämlich auf Radreisen meist relativ wurscht, ich war auch mit Lowridern vorne unterwegs. Sicher nicht der beste CW-WErt...
Schloss, Schloss, Schloss, Atlantik. An der Loire entlagng und dann La Rochelle: http://les21lacets.de/blog/
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Off-topic #1506270 - 08.08.22 09:43 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Margit]
Martina
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 17350
In Antwort auf: Margit
Wenn ich nur eine kurze Strecke ohne Steigungen zum Discounter radle merke ich den am Rad ohne Motor kaum.


Das entscheidende Problem ist das 'ohne Steigungen'. zwinker Leider gibt es hier in der Stadt ein paar Stellen, an denen man fast immer wegen roter Ampel oder Querverkehr anhalten und dann an einer Steigung wieder anfahren muss. Und das ist mit zwei Getränkekisten im Anhänger nicht so leicht und auch sehr wackelig. Wir haben das tatsächlich eine Zeitlang gemacht, aber irgendwann wieder gelassen.

Zugegebenermaßen gab es noch ein weiteres vom E-Antrieb unabhängiges Problem: nach bergauf geht es zwangsläufig auch wieder runter und die damals üblichen Bremsen waren für einen schiebenden mit zwei Kisten beladenen Anhänger nicht adäquat. Das hat sich heute höchstwahrscheinlich erledigt.
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#1506284 - 08.08.22 11:10 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Gravelbiker_Berlin]
freizeitradler
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 178
Gravelbiker_Berlin

Du hast den Namen des Forums doch hoffentlich gelesen?

Radreise & Fernradler Forum

Ich habe seit Jahren genau zu diesen Themen unendlich viel Wissenswertes und Verwendbares lesen können, relativ wenig selbst geschrieben

Da du, ich meine es so verstanden zu haben, keine Reisen und keine Fernradtouren machst, mag es sein, dass du bei weniger Rubriken fündig wirst.

Wenn du einem Forums Mitglied vorwirfst dich schlecht in Bezug auf Navigation beraten zu haben, ist das eine Sache die unverschämt ist. Jeder kann nur das mitteilen was er selbst macht. Ob man es selbst verwenden kann, muss man immer selbst entscheiden.

Ciao
Detlef
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#1506305 - 08.08.22 13:16 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: freizeitradler]
lufi47
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1902
Hey,

Ganz Allgemein, das was ich in diesem wunderbaren und hochinteressanten Forum schnell gelernt habe:

Do Not Feed the troll.

Gruß
Lutz
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Off-topic #1506308 - 08.08.22 13:37 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Martina]
Toxxi
Moderator Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 21475
In Antwort auf: Martina
Das gleiche beobachte ich mancherorts bei der Ausschilderung von Radrouten. Wenn eh jeder ein Pedelec hat, kann man ja ruhig 20 Prozent Steigung einbauen.

Ich auch. Ennsradweg in Österreich... entsetzt krank böse
Meine Räder und Touren im Radreise-Wiki
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Off-topic #1506312 - 08.08.22 13:57 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Toxxi]
Uli
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 14271
In Antwort auf: Toxxi
Ich auch. Ennsradweg in Österreich... entsetzt krank böse

Na ja, die gab es da schon im letzten Jahrtausend, als noch niemand an E-Motörchen gedacht hat ...
Gruß
Uli
Für eine gute Kommunikation ist eine verständliche Sprache zwingend notwendig und diese per Definition niemals diskriminierend. Die Verwendung von Satzzeichen in Wörtern hingegen behindert Verständlichkeit, Lesbarkeit und Eindeutigkeit der Sprache.
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Off-topic #1506314 - 08.08.22 14:21 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Toxxi]
martinbp
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2775
Selbst am so "verachteten" Weserradweg gibt es so eine Stelle, wo die flussaufwärts fahrenden Radfahrer gewarnt werden, sie mögen dort absteigen und die zugegebenerweise kurze negative Steigung abwärts schieben. Auch nicht grundlos, denn sie endet in einer scharfen Kurve.
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Off-topic #1506316 - 08.08.22 14:39 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: martinbp]
KaRPe
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 65
In Antwort auf: martinbp
Selbst am so "verachteten" Weserradweg gibt es so eine Stelle, wo die flussaufwärts fahrenden Radfahrer gewarnt werden, sie mögen dort absteigen und die zugegebenerweise kurze negative Steigung abwärts schieben. Auch nicht grundlos, denn sie endet in einer scharfen Kurve.

Sowas dürfte sich bald etwas entschärfen, BOSCH & Magura haben ja jüngst ein Vorderrad-ABS vorgestellt grins
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#1506317 - 08.08.22 14:40 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Martina]
schorsch-adel
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 6265
Zitat:
Wenn eh jeder ein Pedelec hat, kann man ja ruhig 20 Prozent Steigung einbauen.
so nehme ich das bei Planungen in unserem ländlichen Raum auch wahr.

Auch dies wäre wieder ein Grund, auch sprachlich zwischen Fahrrädern und E-Fahrzeugen zu unterscheiden. Die von Dir beschriebenen Wege würden falsche Erwartungen wecken, wenn man sie als Radwege bezeichnet.
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Off-topic #1506318 - 08.08.22 14:42 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: martinbp]
HeinzH.
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 10818
In Antwort auf: Martina
(...) Das gleiche beobachte ich mancherorts bei der Ausschilderung von Radrouten. Wenn eh jeder ein Pedelec hat, kann man ja ruhig 20 Prozent Steigung einbauen.
In Antwort auf: martinbp
Selbst am so "verachteten" Weserradweg gibt es so eine Stelle, wo die flussaufwärts fahrenden Radfahrer gewarnt werden, sie mögen dort absteigen und die zugegebenerweise kurze negative Steigung abwärts schieben. Auch nicht grundlos, denn sie endet in einer scharfen Kurve.
Von Hannoversch-Münden kommend mussten wir 2002 an dieser Stelle auch schieben: Klick!
In dieser Zeit waren Pedelecs noch weithin unbekannt und hatten null-Einfluss auf die Planung von Fernradwegen.
HeinzH.
Demokratie lebt davon, daß sich die Bürgerinnen und Bürger aktiv einbringen...

Geändert von HeinzH. (08.08.22 14:52)
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Off-topic #1506323 - 08.08.22 14:55 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: martinbp]
Falk
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 32910
Mal ehrlich, sollte es an solchen Stellen nicht reichen, das Gefälle, seine Länge und das, was dann folgt, anzugeben? Bei Talfahrten schieben ist doch nur sinnvoll, wenn klar ist, dass die Bremsen überfordert sind. Woher weiß der »Experte«, was meine Bremsen verkraften?
Das, was Du beschreibst, empfinde ich als unerträgliche Gängelei.
Falk, SchwLAbt
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Off-topic #1506326 - 08.08.22 15:03 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Falk]
martinbp
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2775
Naja, in Weißenfels, am Saaleradweg ist auch so eine Stelle. Ich habe das Schild ignoriert, allerdings mir vollem Campinggepäck. Der Weg ist dort eigentlich voll einsehbar. Ergebnis.: einige Schürfwunden. Mit einem leichten Rad wäre es vermutlich gegangen.
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Off-topic #1506330 - 08.08.22 15:41 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: martinbp]
Falk
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 32910
Gut möglich, trotzdem sollte man die Nutzer ernstnehmen, das Gefälle angeben und es bei einer Warnung belassen. Mit den übrigen Fahrzeugführern macht man solche Kindereien schließlich auch nicht. Sollte es daran liegen, dass die Verantwortlichen Fahrradbenutzer noch immer als stockdämlich einschätzen? Irgendwie erinnert mich sowas an die B 177 in Tirol zwischen Seefeld und Zirl, die man Radfahrern ausgerechnet talwärts noch immer nicht zutraut. Die, die das verzapft haben, müssen vierzig Jahre gepennt haben. Mit halbwegs neuzeitlichen Bremsen ist die Strecke wirklich Kindergeburtstag (womit nichts gegen Kindergeburtstage gesagt sein soll).
Falk, SchwLAbt
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#1506331 - 08.08.22 15:42 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: schorsch-adel]
Martina
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 17350
In Antwort auf: schorsch-adel
Zitat:
Wenn eh jeder ein Pedelec hat, kann man ja ruhig 20 Prozent Steigung einbauen.
so nehme ich das bei Planungen in unserem ländlichen Raum auch wahr.


Genau um die Planungen gings mir auch. Natürlich gab es solche Ausschilderungen schon vor der Existenz von Hilfsantrieben. Aber wenn bei der Diskussion um die Radwegführung hier in der Stadt jemand argumentiert, er verstehe nicht, warum nicht alle Radfahrer den wunderbar autofreien xy-Weg benutzen, klar sei der steil aber heute habe doch eh jeder ein Pedelec und dieser jemand nicht etwa ein völlig Fachfremder, sondern nach eigenem Bekunden jemand ist, der dort regelmäßig fährt, dann kommen mir schon Zweifel.
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#1506334 - 08.08.22 15:53 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Falk]
wpau
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 171
In Antwort auf: Falk
Zitat:
Es gibt Mittelmotoren, die haben einen Freilauf.

Das schon, aber häufig, siehe Bosch, eine Übersetzung nach oben und dann nur ein sehr kleines Kettenblatt ...

Mein Performance Line Cx Gen3 hat ein Kettenblatt mit 38 Zähnen und einen Freilauf, bei dem man nur am Geräusch hört, das der Motor die Pedelec Begrenzung überschritten hat und nicht mehr läuft. Kein Widerstand mehr so wie bei den Vorgängermodellen und in der Ebene und mit leichtem Rückenwind fährt es sich dann wie ein Rad ohne Motorunterstützung.

Würde ich mit meinen 69 Jahren noch einmal mit einem normalen Rad eine Radreise machen?
Meine Antwort lautet nein. Denn mit dem Pedelec muss ich nicht mehr so auf die Höhenmeter auf meinen Touren achten.

Bis 19 war ich engagierter Pfadfinder bis zum Rover. Damals fuhr ich noch ein Vaterland mit Dreigangtorpedo Nabe und Leichtbauzelte gab es noch nicht. Zu Viert teilten wir uns das Zelt auf dem Rad.
Mit 25 wurde es ein Rad mit einer Sachs Huret 6-Gang Schaltung. Keine komfortable Gangauswahl wie heute, sondern eine suche und finde Schaltung.
Nach meinem Studium kaufte ich mir ein Hercules Rennrad mit der Sachs New Succes 8-fach. Welch ein Schaltkomfort.
Die Zwischenschritte spare ich mir.
Momentan fahre ich ein MORRISON SUB 5.0 FS mit einem Bosch Performance Line CX und fühle mich wie vor 20 Jahren wenn ich damit fahre und es macht mir einfach nur Spaß.
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#1506340 - 08.08.22 16:09 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: martinbp]
Gravelbiker_Berlin
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 253
Hallo Martin, Dir antworte ich mal, alles andere wird mir grad zu viel. Naja, sie hatte mich damals Beleidigung entfernt . Dieser Begriff verstößt gegen die guten Sitten in diesem Forum. Halte dich bitte zurück.. Ich habe die Zähne zusammengebissen und nicht zurückgelöffelt, weil sie ja im Prinzip sogar recht hatte. Doch jetzt stelle ich fest, sie ist E-Bikerin. Das ändert es dann doch noch mal. Von einem E-Biker lasse ich mich nicht so einfach anmotzen. (Von Muskelradfahrern schon, vor allem von solchen, die fitter als ich sind).
* * *
Zugebenermaßen war das etwas konstruiert, was ich da aufgezählt habe. Es war A) Dem Sich-Ärgern geschuldet, aber B) auch (wie ich zumindest fand) ein gelungener Aufhänger, die Frage zu stellen, was denn Muskelradfahrer und E-Biker überhaupt gemeinsam haben. Ich fand es amüsant, dass man es so darstellen kann, dass nicht mal das Thema Navigation wirklich für beide Gruppen das Gleiche bedeutet.
Es war eben einfach so, sie hatte mir damals am wenigsten von allen geholfen, aber ausgerechnet sie hat mich Beleidigung entfernt . Dieser Begriff verstößt gegen die guten Sitten in diesem Forum. Halte dich bitte zurück... Und es war auch durchaus so, dass Du themenbezogener auf mich eingegangen bist als sie, fand ich jedenfalls, Garmin hin oder her. Als ich dann in dem anderen Faden gesehen habe, dass sie E-Bikerin ist ... naja, den Rest hatten wir ja oben schon.
* * * *
Ich würde das nicht Satire nennen, aber zugegebenermaßen, es ist ein kleines bißchen Polemik. Kommt man denn bei so einem Thema ohne Zuspitzung aus?
Ich finde eher nicht. Ich hab da jedenfalls gar keine große Lust zu differenzieren.

Ob ich nun trainingsorientiert fahre oder nicht (was ich nun auch nicht bei jeder Trainingsausfahrt mache, ich achte einfach nur darauf, dass es genügend Work-Out ist und dass ich nicht für die gleiche Strecke plötzlich mal ohne Grund 'ne Stunde länger brauche) oder andere (wie Du ja von Dir schriebst) einfach nur fahren und sich nicht ihre Leistungsparameter anschauen, ist doch ein relativ kleiner Unterschied, finde ich jedenfalls, im Vergleich zu dem großen Unterschied zum E-Biken.
* * * *
Ob ich das nun polemisch schreibe oder nicht, es ist einfach meine Meinung, dass ich mich jeder Art von muskelgetriebenem Radfahrer verbunden fühle (es muss kein Rennradfahrer sein, kann auch die Oma mit dem Hollandrad sein) und den E-Bikern eben nicht.

Es war mir schon klar, dass man meinem Wunsch hier nicht entsprechen wird, aber man kann ihn ja mal äußern, fand ich. Und Leistungsvergleich muss ja nicht immer nur sportliches Wettkampf-Motiv sein, kann auch eine Reise-Motivation haben.
Mal ein Beispiel:
Ich lese einen Bericht über eine Mittelgebirgstour. Diesen Bericht würde ich sofort daraufhin lesen, ob ich das auch schaffen könnte. Nicht wegen Wettbewerbsgeist, sondern einfach deshalb, weil die Tour ja auch mal als Tour für mich in Frage käme.
Würde ich ganz am Ende erst feststellen, dass dieser Bericht von einem E-Biker verfaßt worden ist, dann würde ich mich ärgern, dass ich da 3 Minuten Lesezeit investiert habe, und es ist für mich gar nicht relevant.

Ich stelle einfach mal die Frage, welche Themen eines E-Bikers sind eigentlich für einen Muskelradfahrer relevant? Und umgekehrt kann man eigentlich die gleiche Frage stellen.
Bestenfalls, ob es an einem bestimmten Radweg eine Baustelle gibt und der deswegen unpassierbar ist. Viel mehr fällt mir da grad nicht ein.

Klar macht sich jeder seine Gedanken, ob er sich irgendwann mal ein E-Bike kauft. Ich im Moment nicht, aber mir wird hier jeder vorhalten, dass auch ich das nicht ausschließen kann.
Nur sei's drum. Wenn es bei Dir soweit ist, dann redest Du eben mit den E-Bikern. Und solange es noch nicht so weit ist, redest Du mit den Muskelradfahrern.
Wäre das nicht normal so?

Deine Argumentation mit der Reichweite kann ich völlig nachvollziehen. Mein Gott, was gehen mir die ersten 20 bis 30 km auf die Nerven, bis ich endlich aus Berlin raus bin. Aber - auch wenn das die Gefahr eines weiteren Shitstorms nach sich zieht - warum dann nicht das Rad ins Auto hauen, die ersten 20 km mit Auto fahren und dann von dort die Radtour starten? Für mich wäre dieser Weg deutlich erstrebenswerter, weil ich das Gefühl des Muskelradfahrens behalten will.
* * *
Schon mehrfach bin ich hier drauf hingewiesen worden, dass das ein Radreise-Forum ist. Ich glaub', der eine hat sogar mal REISE dabei großgeschrieben.
Ich habe tatsächlich das RAD dabei immer groß gelesen, und nicht -reise. Und Rad, da wäre ich nie drauf gekommen, dass man damit E-Bike meint.
Ganz ehrlich, als ich beim ersten Mal festgestellt habe, dass es in diesem Forum E-Biker gibt, und nicht mal wenige, war ich regelrecht entsetzt.

Gerade Du hast mir ja extrem viel geholfen, und wenn Du nun ein E-Biker gewesen wärst, wäre Deine Hilfe trotzdem wertvoll gewesen (daher - ich geb's ja noch mal zu, ausgerechnet Navigation als ein Thema zu nennen, wo sich Bio und E-Biker nichts zu sagen haben, war vielleicht etwas Polemik).
Aber stell' Dir mal vor, Du hast Dir dann irgendwann ein E-Bike gekauft, um die Reichweite zu erhöhen. Und Du machst damit einen langen Anstieg und stehst oben auf der Aussichtsplattform, und da steht jemand neben Dir mit einem muskelgetriebenen Mountainbike. Lass' ihn mal sogar Dein Alter sein. Und Lass ihn mal richtig kernige Waden haben. Dann würdest Du vermutlich relativ respektvoll gucken, aber sicherlich den Herrn nicht grad ansprechen und sagen: "War ganz schön anstrengend hier hoch, nicht wahr?". Weil Du ja längst bemerkt hast, dass er nur kurz Dein E-Bike gemustert hat, und als er den Akku gesehen hat, wieder weggeschaut hat. (So mach ich es jedenfalls bei E-Bikern immer, wenn ich unterwegs bin).
Man könnte doch ganz einfach mal fragen: Warum sollte ein muskelradelnder Radfahrer ein Interesse haben, mit einem E-Biker zu kommunizieren, es sei denn, er überlegt auch grad, sich ein E-Bike zu kaufen?
Ist diese Frage nicht berechtigt? Naja, scheinbar nicht in Teilen dieses Forums...

Aber ich wäre Dir natürlich dankbar, wenn Du mir trotzdem weiter so toll hilfst, auch wenn ich ein ehrgeizig trainierender Radreisender bin (schön wär's, so ehrgeizig trainiere ich nun auch wieder nicht, es wird immer öfter, dass mich andere Rennradfahrer auf der Trainingsrunde überholen).
Noch bist Du ja auch kein E-Biker!
Viele Grüße
Christoph


Geändert von Juergen (08.08.22 16:16)
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#1506345 - 08.08.22 16:34 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Gravelbiker_Berlin]
Martina
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 17350
In Antwort auf: Gravelbiker_Berlin

Man könnte doch ganz einfach mal fragen: Warum sollte ein muskelradelnder Radfahrer ein Interesse haben, mit einem E-Biker zu kommunizieren, es sei denn, er überlegt auch grad,


Ich erinnere mich gerade an eine Szene in Irland. Wir hatten uns gerade ein zwar kurzes, aber wirklich *sehr* steiles und schmales Stück Straße hochgekämpft, an dem zusätzlich noch ein Baustellenschild stand. Oben hielten wir an, um ganz stolz auf das Geleistete runterzuschauen. Dort stand auch ein Auto, aus dem jemand ausstieg und uns (auf deutsch) ansprach, wie denn der Wegzustand sei. Er machte sich Sorgen, ob irgendeine Gefahr bestand, dass er das Mietauto beschädigen könnte, insbesondere wegen dem Baustellenschild. Hättest du ernsthaft zu ihm gesagt, dass es für einen Radfahrer, der diesen Berg aus eigener Kraft erklommen hat wohl keine Veranlassung gibt, mit einem Autofahrer zu kommunizieren und dass es dich nicht im Geringsten interessiert, ob er da heil durchkommt, da er sich dabei ja nicht anstrengt???? Wir haben ihn jedenfalls beruhigt und gesagt, dass es zwar wirklich steil und schmal ist, dass sich aber das Baustellenschild unseres Erachtens nur auf das Vorhandensein eines Restes Rollsplit bezieht und dass die Strecke außerdem gut einsehbar ist, so dass man auch vor dem Steilstück eventuellen Gegenverkehr abwarten kann. Und wir hatten beide hinterher den Eindruck, ein nettes Gespräch geführt zu haben.
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Off-topic #1506364 - 08.08.22 17:47 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Gravelbiker_Berlin]
HeinzH.
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 10818
In Antwort auf: Gravelbiker_Berlin
(....) Ganz ehrlich, als ich beim ersten Mal festgestellt habe, dass es in diesem Forum E-Biker gibt, und nicht mal wenige, war ich regelrecht entsetzt.
Das tut mir sehr leid.
In Antwort auf: Gravelbiker_Berlin
Man könnte doch ganz einfach mal fragen: Warum sollte ein muskelradelnder Radfahrer ein Interesse haben, mit einem E-Biker zu kommunizieren, es sei denn, er überlegt auch grad, sich ein E-Bike zu kaufen? Ist diese Frage nicht berechtigt? (...)
Nein.
In Antwort auf: Gravelbiker_Berlin
Naja, scheinbar nicht in Teilen dieses Forums...
So ist es. Fundamentalismus und Apartheit sind in diesem Forum halt keine der üblichen Verhaltensweisen...
HeinzH.
Demokratie lebt davon, daß sich die Bürgerinnen und Bürger aktiv einbringen...

Geändert von HeinzH. (08.08.22 17:53)
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#1506367 - 08.08.22 17:53 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Gravelbiker_Berlin]
martinbp
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2775
In Antwort auf: Gravelbiker_Berlin

Mal ein Beispiel:
Ich lese einen Bericht über eine Mittelgebirgstour. Diesen Bericht würde ich sofort daraufhin lesen, ob ich das auch schaffen könnte. Nicht wegen Wettbewerbsgeist, sondern einfach deshalb, weil die Tour ja auch mal als Tour für mich in Frage käme.
Würde ich ganz am Ende erst feststellen, dass dieser Bericht von einem E-Biker verfaßt worden ist, dann würde ich mich ärgern, dass ich da 3 Minuten Lesezeit investiert habe, und es ist für mich gar nicht relevant.




Mich würde das überhaupt nicht stören, wenn die Tour von einem Pedelc-Fahrer (das gendern spare ich mir mal) gemacht worden wäre. Ich würde nur auf der Karte versuchen nachzuvollziehen, ob es was für mich ware und was ich eventuell modifizieren müsste. Meistens dürfte das das gar nicht so viel sein. Wieviel Zeit ich dann dafür brauche, steht auf einem anderen Blatt.

Ich fahre manchmal mit einem Radelkollegen zusammen, der noch 3 Jahre alter ist und einen e-Umbau fährt. Das geht völlig unproblematisch, man muss ja auch eine Berg nicht mit 25 hochradeln- auch wenn es der Elektromotor hergäbe.
Im Gegensatz zu mir ist er aber an anderer Stelle eingeschränkt: Bahnhöfe ohne Aufzug (gibt es hier noch reichlich), Züge, wo das Rad erst einmal 80 cm hochgewuchtet werden muss, kommen für ihn nicht in Frage und müssen bei der Tourenplanung berücksichtigt werden.

Geändert von Toxxi (09.08.22 09:00)
Änderungsgrund: Zitat repariert
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#1506368 - 08.08.22 17:54 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Gravelbiker_Berlin]
martinbp
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2775
In Antwort auf: Gravelbiker_Berlin

Deine Argumentation mit der Reichweite kann ich völlig nachvollziehen. Mein Gott, was gehen mir die ersten 20 bis 30 km auf die Nerven, bis ich endlich aus Berlin raus bin. Aber - auch wenn das die Gefahr eines weiteren Shitstorms nach sich zieht - warum dann nicht das Rad ins Auto hauen, die ersten 20 km mit Auto fahren und dann von dort die Radtour starten? Für mich wäre dieser Weg deutlich erstrebenswerter, weil ich das Gefühl des Muskelradfahrens behalten will.
* * *

Aus dem ganz einfachen Grund, dass ich kein Auto habe. Meine Fahrerlaubis nutze ich nur dazu, um mich in Ungarn in den öffentlichen Verkehrsmittel als Senior über 65 auszuweisen- die fahren hier nämlich kostenlos. Aber das nützt mir auch nur bedingt etwas, weil alle Budapester Bahnhöfe für mich ca 15-16 km entfernt sind.
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#1506371 - 08.08.22 18:00 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Gravelbiker_Berlin]
martinbp
Mitglied
abwesend abwesend
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In Antwort auf: Gravelbiker_Berlin

Man könnte doch ganz einfach mal fragen: Warum sollte ein muskelradelnder Radfahrer ein Interesse haben, mit einem E-Biker zu kommunizieren, es sei denn, er überlegt auch grad, sich ein E-Bike zu kaufen?
Ist diese Frage nicht berechtigt? Naja, scheinbar nicht in Teilen dieses Forums...

Christoph



Die Kommunikation muss sich ja nicht nur um Akkureichweite, km-Leistungen, uä. drehen.
Zumindest gibt es bei Touren, unseren wo sowohl Pedelecer als auch Muskelradler dabei sind, genug Anlass zur Kommunikation, auch zur fahrradbezogenen. Gute Strecken, Navigation, Erlebnisse auf Tour, alles unabhängig von der Art des Antriebs, vom Small Talk ganz zu schweigen.
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Off-topic #1506372 - 08.08.22 18:06 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: HeinzH.]
Holger
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In Antwort auf: HeinzH.
[…]
In Antwort auf: Gravelbiker_Berlin
Man könnte doch ganz einfach mal fragen: Warum sollte ein muskelradelnder Radfahrer ein Interesse haben, mit einem E-Biker zu kommunizieren, es sei denn, er überlegt auch grad, sich ein E-Bike zu kaufen? Ist diese Frage nicht berechtigt? (...)
Nein.[…]

Doch, warum soll man das nicht fragen dürfen? Meine Antwort: Weil es noch mehr gibt, das mich interessieren könnte. Radwege, sehenswertes an der Strecke, radlerfreundliche Unterkünfte - es gibt viel, bei dem ich mir den Transfer locker zutraue, das auf Fahrradfahrer zu beziehen. Der Unterschied Radfahrer - E-Bike-Fahrer ist für mich nicht sooooo riesig. Ich unterhalte mich sogar manchmal mit Autofahrern, Motorradfahrern oder Fußgängern. Auch da kann ich den Transfer zum Fahrrad intellektuell erbringen.
Schloss, Schloss, Schloss, Atlantik. An der Loire entlagng und dann La Rochelle: http://les21lacets.de/blog/
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#1506382 - 08.08.22 19:02 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: martinbp]
Gravelbiker_Berlin
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Hallo Martin, kein Auto, das ist natürlich ein Grund. Und absolut löblich dazu!! Wer kein Auto hat, dem sollte man tatsächlich ein E-Bike gönnen, das ist ja gar keine Frage.

Was das andere betrifft, vielleicht ist es auch eine Altersfrage, muss ich jetzt doch mal vorsichtig fragen? Ich meine, je älter man wird, desto weniger werden vermutlich die Bekannten, die noch muskelgetrieben fahren, es scheint ja doch so zu sein, oder?
Das ist ja auch der Punkt, den einige hier in diese Diskussion eingeworfen haben, so nach dem Motto: "Werdet Ihr mal alt!".

Ihr werdet mir dann hier vermutlich baldige Einsamkeit prognostizieren, wenn ich weiter so ein Hardcore-Muskel-Fahrrad-Verfechter bleibe. Ich fahre allerdings sowieso recht gern allein, da muss ich auf keinen warten und niemand muss auf mich warten, vielleicht merke ich dadurch noch eine Weile lang die "Muskelrad-Vereinsamung" nicht so.

Aber wenn ich wählen müßte, ob ich mit einem Muskelradfahrer 'ne Tour mache oder mit einem E-Biker, dann dürfte das für mich ziemlich klar ausfallen.
Es scheint mir auch fast logisch, dass E-Bike geselliges Radfahren befördert. Denn der Aspekt der unterschiedlichen Leistungsfähigkeit, der bei gemeinsamen Touren von Muskelradfahrern sehr schnell eine Rolle spielt und nur durch Windschattenfahren ausgeglichen werden kann, der dürfte beim E-Biken ja keine Rolle mehr spielen.

Dass Du auch eine gps-Route eines E-Bikers für Dich auseinander nehmen und für Dich modifizieren kannst, das glaub' ich Dir gern, Du hast allerdings auch wirklich enorme Fähigkeiten in digitaler Fahrradnavigation. Ich meinte allerdings mehr einen Erfahrungsbericht, da würde ich schon gleich gern auf der ersten Seite lesen wollen, mit welchem Rad, und gar nicht weiter lesen, wenn es mit E-Bike gefahren worden ist, weil es für mich dann nicht relevant ist.
Aber auch bei GPS-Routen: Wenn man die Abkürzung gehen will, ist man sicherlich besser beraten, wenn man die Vorlage des Muskelradlers nimmt.

Wir beide hatten ja auch schon diese Diskussion um Komoot. Ich weiß jetzt, insbesondere von Dir, wie es auch ohne Komoot ginge, und vermutlich noch viel besser, aber ich bin mir immer noch nicht ganz sicher, welcher Weg erst mal der Einfachere ist. Wenn man in ein Mittelgebirge fährt, als Flachlandigel sowieso nicht viel Ahnung von Bergen hat, und die Gegend auch noch gar nicht kennt, kann man dann wirklich anhand von Opencyclemap - Karten einschätzen, wo man am besten lang fährt, oder ist man nicht doch gut beraten, sich bei Komoot anzuschauen, wo die anderen langfahren? Da muss ich einfach noch probieren.

Vielleicht ist es wirklich ein guter Mittelweg (hattest Du ja auch schon angeregt) sich Komoot-Routen anzuschauen, aber dann z.B. in brouter zu modifizieren, oder zumindest mehrere Komoot-Routen in brooter zu vergleichen und sich dann die auszusuchen, die den eigenen Fähigkeiten am besten entspricht.

In der Rhön hatte ich aus Komoot manchmal Strecken abgefahren wo ich dachte. "Meine Güte, die lokalen Mountainbiker haben aber Körner, dass die so eine Steigung hochkommen". Inzwischen frag' ich mich, waren das vielleicht sogar E-Mountainbiker?? Ich weiss gar nicht, ob es schon eine Trennung zwischen E-Bike und Muskel-Bike bei Komoot gibt. Hab grad noch mal reingeschaut, entweder stelle ich mich blöd an, oder die Rubrik E-Bike gibt es nicht bei Komoot.

Hier in Berlin und Umgebung spielen die E-Biker wirklich noch nicht so die ganz große Rolle, da hast Du schon recht, das ganze Thema rieselt erst langsam in mich rein. Aber unterwegs, auf Radreisen, da begegnet mir das Thema natürlich inzwischen massiv und ich weiss wirklich nicht, ob es mir so gefällt.

Für mich sind Berge nur ein Urlaubsort, nicht die tägliche Realität. Und ich fahre im Urlaub grad dorthin, um muskelgetrieben diese Anstrengung zu haben, also ich suche grad das Brennen der Beine und der Lunge. Und wenn ich bei einem Anstieg pausieren muss, dann weiss ich, das ich mehr trainieren muss.

Aber vielleicht ist ja wirklich der Unterschied, dass für mich Radfahren zum größeren Teil Sport ist, also ein Bewegungsablauf, denn ich gern mache, und zu einem geringeren Teil Herumkommen, Tourismus, Reisen. Schon deshalb ist E-Bike für mich nicht interessant, mir würde das einfach keinen Spaß machen, ich suche das "pure Radfahren".
Wenn einem aber letzteres wichtiger ist (also Herumkommen, Tourismus, Reisen), und vor allem, wenn man kein Auto hat, so wie Du, dann akzeptiere ich E-Bike(n) natürlich. So radikal bin ich nun auch nicht, oder wenn ich doch radikal sein wollte, müsste ich zuallererst mal was gegen Autofahren haben. Und zuallererst das eigene Auto verkaufen...

Ich teile aber trotzdem die Meinung einiger hier in dem Forum, die gegen diesen massenhaften E-Bike-Boom sind. Ich schrieb das ja schon, es ist zum Beispiel zu fürchten, dass die Akzeptanz von Mountainbikes in der Natur generell wieder in Frage gestellt wird. Sowas in der Art stand neulich im Spiegel. Wenn das dann auch mich träfe, obwohl es durch den E-Bike-Boom ausgelöst worden ist, dann wäre ich schon sauer. Denn als es die E-Mountainbikes noch nicht gab, habe ich beobachtet, dass Muskel-Mountainbiker so nach und nach wieder akzeptiert wurden. Dass man von Wanderern angegiftet wurde, habe ich am Ende der Muskel-Mountainbike-Phase immer seltener erlebt. Was ja auch damit zu tun hatte, dass man die Downhiller inzwischen auf den Skiabfahrten kanalisiert hat, so dass auf Wander- und Forstwegen eigentlich nur noch welche wie ich übrig blieben, denen es mehr um's Hochfahren als um's Runterfahren gint. Das kann sich jetzt alles wieder ändern mit dem E-Bike-Boom, und wird sich, fürchte ich, auch ändern.

Von daher, Dir gönne ich das E-Bike wirklich von Herzen (würde mich aber trotzdem freuen, wenn Du noch ein bißchen unter den Muskelradlern bleibst) aber so ganz allgemein ist da schon ein bißchen Diskussionsbedarf, wenn es massenweise auch schon 30-Jährige machen und eben nicht nur, um zur Arbeit oder wenig verschwitzt in den Biergarten zu kommen, sondern auch als Gaudi am Wochenende und im Urlaub.
Viele Grüße
Christoph
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Off-topic #1506387 - 08.08.22 19:56 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Spessarträuber]
hds
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Moin Räuber,

meine Antwort direkt an Deinen Eingang um niemanden direkt auf die Füße zu treten. zwinker

Das ganze erinnert mich an "Diskussionen" bezüglich Fotografie.
Analag gegen Digital. Das wurde sogar mal bei Inspektor Barneby thematisiert.
Wenn auch nicht besonders gelungen.

Digital ist keine Fotografie...!
Pedelec ist nicht wirklich Radfahren...!

Liebe Leute und Mitforisten was geht hier ab?

Beides hat nachteile, beides hat seine Vorteile und eine jede / ein jeder
mag sich die für ihre / seine persönlichen Bedürfnisse
das raussuchen was sie / er bevorzugt.
Möglichkeiten und Wünsche spielen hier die Rolle und keine pseudo Definition.
Und wer darf hier Radfahren definieren?

Inwieweit das ganze Umweltverträglich ist (Akku, Elektronik, usw.) möge jeder gemäß seiner / ihrer Bedürfnisse in die Entscheidung einfließen lassen.
Das kan man aber auch auf andere Bereiche des Lebens ausdehnen und somit ist jeder
entsprechend in seinem / ihrem Leben gefordert.

Ich möchte aber noch etwas anmerken...
Persönlich glaube ich das man auch mit Motorunterstützung Radreisend unterwegs ist.
Und dies auch Radreisen nennen darf.
Daher vermisse ich hier zwischen "Treffpunkt" und "Dies und Das" doch ein entsprechendes Thema, wo die Bedürfnisse jener welcher, die gerne einen Akku und Motor am Rad haben möchten berücksichtigt werden.

Von daher allen gute Fahrt, Gruß Hans.
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#1506388 - 08.08.22 20:00 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: lufi47]
schorsch-adel
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Zitat:
Do Not Feed the troll.
bravo dafür omm
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#1506389 - 08.08.22 20:00 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Gravelbiker_Berlin]
martinbp
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Beiträge: 2775
In Antwort auf: Gravelbiker_Berlin
Hallo Martin, kein Auto, das ist natürlich ein Grund. Und absolut löblich dazu!! Wer kein Auto hat, dem sollte man tatsächlich ein E-Bike gönnen, das ist ja gar keine Frage.
Christoph


Mein Auto habe ich vor ca. 15 Jahren meinem Sohn überlassen, weil ich nie gerne Auto gefahren bin, mich immer dabei gestresst und unsicher fühlte, vor allem wenn ich Radfahrer überholen musste/wollte. Und nehme halt all die Nachteile des Nichtautofahrens in Kauf.
Es ist keine Frage des ökoloischen Bewusstseins, es ist durchaus auch eine Frage, ob ich mir das leisten kann, aber in aller erster Linie fühle ich mich so wohler.

Momentan versuche ich das Pedelec noch herauzuschieben, vor allem, weil ich glaube, dass mich dann der innere Schweinehund einholt und ich auch dann mit Unterstützung fahren würde, wo ich es eigentlich nicht wollte. Und bei Reisen würde mich die Frage des Lademanagements nerven, aber sicher kann man sich daran gewöhnen.

Mit Akku und Motor bis zum Bahnhof, das Ganze dann dort in eine Gepäckablage, die eigentliche Tour mit Muskelantrieb abradeln und elektrisch unterstützt wieder nach Hause- das wäre für mich ideal.

Und ja, meine Touren plane ich so, dass -zumal mit Gepäck- möglichst wenig Höhenmeter dabei sind. Und ich gebe zu, dass ich ein schlechter Abfahrer bin und steile Abfahrten mir gar keine Freude sind, sondern auch wieder nur Stress bereiten.
Dass ich damit in die Kategorie der Flussradwegfahrer gehöre, stört mich nicht. Aber ich habe großen Respekt vor denen, die auch lange, schwere Anstiege und Abfahrten nicht scheuen.
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