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#1507171 - 16.08.22 18:25 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: ]
Keine Ahnung
Moderator
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Beiträge: 12271
Interessant - man lernt nie aus zwinker
Gruß, Arnulf

"Ein Leben ohne Radfahren ist möglich, aber sinnlos" (frei nach Loriot)
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#1507175 - 16.08.22 19:30 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: irg]
Eon
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 96
In Antwort auf: irg


Mein Vater war nie Mützen- oder Kappenträger. Bis er eine Glatze hatte, und statt der Haare einen anderen Kopfschutz brauchte. Unsere Bio-Elektronik ist ziemich empfindlich, was übermäßige Sonneneinwirkung angeht!


Ich sehe es ähnlich obwohl ich noch Resthaare auf dem Kopf habe und es macht einen auch noch mindestens 10 Jahre jünger aussehend.
Wenn man meint ein Land richtig zu kennen, war man entweder drei Wochen oder sein ganzen Leben dort.
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#1507182 - 16.08.22 22:00 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: ]
m.indurain
Mitglied
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Beiträge: 1248
In Antwort auf: AndreMQ
Das Problem ist die vorsätzliche Unterlaufung des Geistes der Pedelec-Regeln: 250W. Gedacht war es als Fahrerunterstützung und nicht umgekehrt. Leider ist hier der Gesetzgeber wieder in die Falle gelaufen und begrenzt nur die Dauerleistung, aber nicht auch die viel wichtigere, maximale Spitzenleistung. Damit werden - wie die heutigen E-Autos - die Dinger zu Geschossen, die kurzzeitig (wobei die kurze Zeit ziemlich lange sein kann) bis 1000W gehen.


Also wenn ich mit dem Gerät auf allen Radwegen fahren will, dann muss die Unterstützung bei 25 km/h aussetzen. Was sollen also die 1000W? Und E-Bikes, die mit 25 km/h unterwegs sind, sind sicher kein "Geschoss".

Problem ist aber m. E., dass Leute mit wenig Radbeherrschung durch E-Bikes mit wesentlich hörer Geschwindigkeit unterwegs sind. Statt ca. 10 - 15 jetzt 20 - 25 km/h.

Geändert von m.indurain (16.08.22 22:01)
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#1507183 - 16.08.22 22:12 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: ]
dmuell
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 520
In Antwort auf: AndreMQ
Das Problem ist die vorsätzliche Unterlaufung des Geistes der Pedelec-Regeln: 250W. Gedacht war es als Fahrerunterstützung und nicht umgekehrt. Leider ist hier der Gesetzgeber wieder in die Falle gelaufen und begrenzt nur die Dauerleistung, aber nicht auch die viel wichtigere, maximale Spitzenleistung. Damit werden - wie die heutigen E-Autos - die Dinger zu Geschossen, die kurzzeitig (wobei die kurze Zeit ziemlich lange sein kann) bis 1000W gehen. Deshalb müssen die Dinger so stabil ausgeführt werden, weil sonst die Produkthaftung zuschlägt, wenn sie bei Nutzung der "legalen" 1000W brechen. So haben wir - wie bei den E-Autos - ein Wettrüsten: Im KFZ-Brief (bzw. den Pedelec-Regeln 250W) steht eine ganz harmlose, niedrige Dauerleistung (30min-Leistung) und in Wirklichkeit steht das 3- bis 4-fache zur kurzeitigen Nutzung an...


Das erklärt, warum es kaum wirkungsgradoptimierte Pedelecs mit elektrischen Minimalantrieben und geringen Fahrzeuggewichten gibt: schlechte Wirkungsgrade und Schwergängigkeiten werden durch Motorleistung überspielt. Automobile Maßstäbe werden aufs Fahrrad übertragen (überstarke Motoren, entsprechend klobige Konstruktionen mit schwere Antriebs- und Getriebekomponenten usw.).

Interessant dürfte auch sein, inwieweit dies Auswirkung auf die Entwicklung unmotorisierter Fahrräder und die zukünftige Verfügbarkeit entsprechender Leichtbau-Komponenten haben wird.

Geändert von dmuell (16.08.22 22:13)
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Off-topic #1507184 - 16.08.22 22:14 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: HeinzH.]
HeinzH.
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 10898
Nachtrag.
In Antwort auf: HeinzH.
*Ich selbst fahre seit 2011 diesen leichten Motor, allerdings als Cute Q100CST gebrandet und ohne Überwärmungsschutz. Wenn ich genügend Bio-Leistung einbringe und die Eigenheiten von Getriebenabenmotore berücksichtige komme ich dank vernünftig abgestufter Gänge auch mit diesem leichten eMotor jede Steigung hoch.
Eines ist klar, ein mit einem kleinen Getriebnabenmotor bestücktes Fahrrad ist kein rollender Treppenlift. Grundsätzlich komme ich mit mit dem kleinsten der drei Kettenblätter 28Z und dem 32er Ritzel rein bio meine Rampen im Harz und im Teutoburger Wald hoch. So einen kleinen, leichten Motor muß man bei Laune halten und nicht quälen. Unter 10km/h schalte ich gegebenenfalls eine oder zwei Stromstufen herunter. Um die kritische Geschwindigkeit ein wenig herabzusetzen und deas Drehmoment etwas heraufzusetzen ließ ich in mein 20"-Hinterrad die 28"-Version mit einer Drehzahl von nur 201 U/min einspeichen. Die eVmax liegt deshalb bei nur 20km/h.
Der Hauptvorteil eines besonders leichten Getriebnabenmotors ist...das geringe Gewicht. Mein faltbares GEKKO wiegt (inkusive dem 180Wh-Akku) 22,4kg, das ist für ein Trike sehr wenig. Die meisten (enspurigen) Pedelecs von der Stange wiegen mehr.
Zwei ausgewiesene Experten* aus dem Pedelecforum haben einen Bosch Mittelmotor mit dem m.W. drehmomentstärksten Getriebnabenmotor, dem Puma in der EBS V2 Version in der Praxis zu verglichen:
Blick über den Tellerrand, Bosch vs. Puma, Versuch eines Vergleichs.
Gruß aus Münster,
HeinzH.

*Einer der beiden ist das ehemalige Mitgleids dieses Forums, Didi28 der inzwischen bei EBS tätig ist.



Demokratie lebt davon, daß sich die Bürgerinnen und Bürger aktiv einbringen...

Geändert von HeinzH. (16.08.22 22:19)
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#1507185 - 16.08.22 22:28 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: dmuell]
HeinzH.
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 10898
In Antwort auf: dmuell
In Antwort auf: AndreMQ
Das Problem ist die vorsätzliche Unterlaufung des Geistes der Pedelec-Regeln: 250W. Gedacht war es als Fahrerunterstützung und nicht umgekehrt. Leider ist hier der Gesetzgeber wieder in die Falle gelaufen und begrenzt nur die Dauerleistung, aber nicht auch die viel wichtigere, maximale Spitzenleistung. Damit werden - wie die heutigen E-Autos - die Dinger zu Geschossen, die kurzzeitig (wobei die kurze Zeit ziemlich lange sein kann) bis 1000W gehen. Deshalb müssen die Dinger so stabil ausgeführt werden, weil sonst die Produkthaftung zuschlägt, wenn sie bei Nutzung der "legalen" 1000W brechen. So haben wir - wie bei den E-Autos - ein Wettrüsten: Im KFZ-Brief (bzw. den Pedelec-Regeln 250W) steht eine ganz harmlose, niedrige Dauerleistung (30min-Leistung) und in Wirklichkeit steht das 3- bis 4-fache zur kurzeitigen Nutzung an...


Das erklärt, warum es kaum wirkungsgradoptimierte Pedelecs mit elektrischen Minimalantrieben und geringen Fahrzeuggewichten gibt: schlechte Wirkungsgrade und Schwergängigkeiten werden durch Motorleistung überspielt. Automobile Maßstäbe werden aufs Fahrrad übertragen (überstarke Motoren, entsprechend klobige Konstruktionen mit schwere Antriebs- und Getriebekomponenten usw.).

Interessant dürfte auch sein, inwieweit dies Auswirkung auf die Entwicklung unmotorisierter Fahrräder und die zukünftige Verfügbarkeit entsprechender Leichtbau-Komponenten haben wird.
Volle Zustimmung!
Es gibt tatsächlich <10 sehr leichte Pedelecs die Deinen Überlegungen in etwa entsprechen.
Ich kann mich erinnern, das einige wenige in Spiegel online vorgestellt wurden.

Ansonsten bleiben nur selbst zusammengestellte und eventuell auch -aufgebaute Mass-Pedelecs...
HeinzH.
Demokratie lebt davon, daß sich die Bürgerinnen und Bürger aktiv einbringen...

Geändert von HeinzH. (16.08.22 22:28)
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#1507186 - 17.08.22 04:20 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: HeinzH.]
hopi
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 5041
Zitat:
Ansonsten bleiben nur selbst zusammengestellte und eventuell auch -aufgebaute Mass-Pedelecs...
das mag so sein, aber hat es für die Wirklichkeit auf unseren Straßen und Wegen eine erkennbare Bedeutung oder Auswirkung? Die meisten Radfahrer werden zu "Rädern von der Stange" greifen. Vielleicht wird mal mit Sattel und Bereifung etwas variiert. Und wenn's besonders "weit getrieben wird" werden mal andere Kettenblätter oder Ritzel montiert bzw. einer Werkstatt entsprechende Aufträge erteilt. Ich kann nicht beobachten, dass sich die Konsumenten bei Pedelecs anders verhalten.
"If you want something done, do it yourself."

Geändert von hopi (17.08.22 04:24)
Änderungsgrund: fehlenden Satzteil eingefügt
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Off-topic #1507187 - 17.08.22 04:30 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: hopi]
iassu
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 24284
Das sehe ich genauso. Ich sehe das als ein Zwischenstadium zwischen einer Vergangenheit, in der jeder an seinem Fahrrad schrauben konnte, wie er konnte und wollte, und einer Zukunft, in der dem Nutzer der Zugriff auf die Technik weitestgehend unmöglich ist. Wer kümmert sich denn bei einem modernen Auto, erst recht bei einem E-Auto irgendwie um die Technik? Das wird alles in die Bläckbox ausgelagert und Fachleuten in einer anderen Blase, sprich der Werkstatt, überlassen. Vermittlung dieser beiden Welten sind die Klartextanzeigen auf den Bedienelementen. Und natürlich die eigene Körpersensorik. Soweit die noch gebraucht wird. Autonomes Fahren macht auch Einschätzungen eigener Handlungen immer unnötiger.

Unser so gewollter Weg.
Gruß Andreas
Onkel Ju 2

Geändert von iassu (17.08.22 04:40)
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Off-topic #1507193 - 17.08.22 08:48 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: iassu]
lufi47
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1927
Naja, etwas überzeichnet, aber in Bezug auf das Auto korrekt. Aber bei den Elektrofahrrädern kannste nach wie vor Kette wechseln oder Blätter ändern oder oder. Alle Möglichkeiten die Du jetzt an dem Fahrrad hast, geht auch bei Elektrorädern. Einzige Ausnahme ist natürlich der Motor.
Ich glaube aber, das der normale Konsument auch an seinen normalen Fahrrad sogut wie Nix schraubt oder gar ändert.

Gruß
Lutz
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Off-topic #1507209 - 17.08.22 10:13 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: lufi47]
sascha-b
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 437
In Antwort auf: lufi47
Alle Möglichkeiten die Du jetzt an dem Fahrrad hast, geht auch bei Elektrorädern. Einzige Ausnahme ist natürlich der Motor.


bei vielen/den meisten sicher, aber dann gibt es solche Geräte wie Van Moof oder Cowboy, die auf Style getrimmt von form follows function zu form f***s function übergegangen sind. (Es sei denn, die Funktion ist es, die Abhängigkeit der Kunden zu maximieren.)

Vielleicht/hoffentlich bleibt es eine Randerscheinung, aber es gibt ja tatsächlich Narren, die dafür Geld raushauen...

Zitat:

Ich glaube aber, das der normale Konsument auch an seinen normalen Fahrrad sogut wie Nix schraubt oder gar ändert.


dito.
46/16
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Off-topic #1507211 - 17.08.22 10:30 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: lufi47]
Holger
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 17749
In Antwort auf: lufi47
Naja, etwas überzeichnet, aber in Bezug auf das Auto korrekt. Aber bei den Elektrofahrrädern kannste nach wie vor Kette wechseln oder Blätter ändern oder oder. Alle Möglichkeiten die Du jetzt an dem Fahrrad hast, geht auch bei Elektrorädern. Einzige Ausnahme ist natürlich der Motor.
Ich glaube aber, das der normale Konsument auch an seinen normalen Fahrrad sogut wie Nix schraubt oder gar ändert.

Gruß
Lutz


Wenn die das haben. Mein E-Bike für den Stadtverkehr hat eine enviolo-Schaltung mit Riemanantrieb, da kann ich nix anpassen. Die Frage ist, ob bei E-Bikes nicht auch mehr Komponenten verbaut werden, die weniger einfach zu wechseln oder zu warten sind. Das weiß ich aber tatsächlich nicht.

Ansonsten sehe ich es genauso, dass es sowohl bei E-Bikes als auch bei herkömmlcihen Fahrrädern wenig Leute gibt, die selbst dran schrauben. Da sind meine Kollegen immer mal ein Gradmesser - wieviele es da gibt, die das Rad zum Reifenwechsel zum Händler bringen. Da bin ich als eigentlich Nichtschrauber schon überrascht, dass selbst die einfachsten Dinge nicht selbst erledigt werden.
Schloss, Schloss, Schloss, Atlantik. An der Loire entlang und dann La Rochelle: http://les21lacets.de/blog/
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#1507212 - 17.08.22 10:31 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: m.indurain]
schorsch-adel
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 6380
Zitat:
dass Leute mit wenig Radbeherrschung durch E-Bikes mit wesentlich hörer Geschwindigkeit unterwegs sind
...und oft mit nicht wenig Promille. E-Räder sind längst das Fahrzeug für den feuchtfröhlichen Abend - schon gar wenn der Lappen weg ist
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#1507213 - 17.08.22 10:31 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: hopi]
HeinzH.
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 10898
Moin Horst!
In Antwort auf: hopi
Zitat:
Ansonsten bleiben nur selbst zusammengestellte und eventuell auch -aufgebaute Mass-Pedelecs...
das mag so sein, aber hat es für die Wirklichkeit auf unseren Straßen und Wegen eine erkennbare Bedeutung oder Auswirkung? Die meisten Radfahrer werden zu "Rädern von der Stange" greifen. Vielleicht wird mal mit Sattel und Bereifung etwas variiert. Und wenn's besonders "weit getrieben wird" werden mal andere Kettenblätter oder Ritzel montiert bzw. einer Werkstatt entsprechende Aufträge erteilt. Ich kann nicht beobachten, dass sich die Konsumenten bei Pedelecs anders verhalten.
Das ist alles richtig, bezogen auf den Pedelec-Massenmarkt "ist der Drops gelutscht".

Ich selbst habe bereits 2013 in einem Artikel für den ADFC (Seite 18) auf Fehlentwicklungen hingewiesen-.
Der "normale" Pedelec-Interessent ist dem Trommelfeuer von Desinformationskampagnen der meisten Hersteller, von Handel, Verbänden und "Fach"zeitschriften ausgesetzt.-
Es ist ähnlich wie bei Touren- und Reiserädern: Die wenigsten auch hier bauen sich ein solches Fahrrad selbst auf. Womöglich auf Basis eines Massrahmens von Meister Pallesen. Aber es gibt sie, die Minderheit derjenigen welche eben kein Fahrrad von der Stange kaufen sondern ein auf ihre speziellen Belange abgestimmtes Fahrrad bevorzugen. Manch einer konstruiert sogar höchst innovative Rahmen selbst und lässt sie bauen. Stimmts Andreas?

Auch die DIY-Pedelectrisierer und die Käufer gewerblich pedelectrisierter Fahrräder sind eine kleine Minderheit. Eine Avantgarde ist immer Minderheit.
Und immerhin boomt der Markt für DIY-Kitsätze und gewerbliche Pedelectrisierungen, so daß beispielsweise EBS regelmäßig neue MitarbeiterInnen sucht.

Ich meine das Beklagen von Fehlentwicklungen ist nicht zielführend ist. Wer sich erst eine Woche vor einem Pedelec-Kauf mit der teilweise komplizierten Materie auseinandersetzt wird den verbalen Textbausteinen von Händlern erliegen und letztlich ein Pedelec von der Stange kaufen. Wer sich aber lange vor einer Pedelec-Kaufentscheidung zu Mindestens mit den Basics vertraut macht hat die Chance auf ein seinen Ansprüchen genügendes Pedelec.
HeinzH.
Demokratie lebt davon, daß sich die Bürgerinnen und Bürger aktiv einbringen...

Geändert von HeinzH. (17.08.22 10:39)
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Off-topic #1507217 - 17.08.22 10:46 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Holger]
Martina
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 17452
In Antwort auf: Holger

Ansonsten sehe ich es genauso, dass es sowohl bei E-Bikes als auch bei herkömmlcihen Fahrrädern wenig Leute gibt, die selbst dran schrauben.


Eben. Das ist eine Nische, das gilt aber auch für andere Produkte. Natürlich kann man z.B. an unserem Kaffeevollautomaten selber die Dichtungen wechseln. Es gibt genug Anleitungen im Internet und theoretisch verstehe ich auch, was dabei zu tun ist. Aber der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist so groß, dass ich sicher bin, dass ich es nicht selber machen werde.

Zitat:

Da sind meine Kollegen immer mal ein Gradmesser - wieviele es da gibt, die das Rad zum Reifenwechsel zum Händler bringen.


Naja, auf meinem Bahnhofsrad sind Marathon plus, da habe ich schon oft sehr geflucht, bis ich den Reifen montiert hatte und mindestens einmal habe ich beim Montageversuch den Schlauch zerstört. Ich kann jeden verstehen, der darauf keinen Bock hat. Insbesondere da er sich garantiert irgendwann mal anhören muss, dass Reifenmontage bei richtiger Technik gaaanz leicht mit bloßen Händen geht. Um dann zu erfahren, dass viele Händler für solche Problemfälle sehr lange Montierhebel haben...
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Off-topic #1507220 - 17.08.22 11:06 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: iassu]
HeinzH.
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 10898
In Antwort auf: iassu
Wer kümmert sich denn bei einem modernen Auto, erst recht bei einem E-Auto irgendwie um die Technik?
Sorry Andreas: Ich!
Als Ende 2021 klar war, daß meine Partnerin 2022 ihren (Dienstwege-)Smart ersetzen muß*, habe ich sofort begonnen, mich in die eAuto-Thematik einzuarbeiten. Hilfreich dabei waren wie bei unserem Thema hier sowohl herstellerunabhängige als auch markengebundene Foren wie dieses hier. Wer anders handelt muß halt X-Jahre lang mit mit den Folgen einer ungünstigen Kaufentscheidungen leben. Was solls?
HeinzH.

*Entscheidung: Peugeot e2008
Demokratie lebt davon, daß sich die Bürgerinnen und Bürger aktiv einbringen...

Geändert von HeinzH. (17.08.22 11:09)
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Off-topic #1507231 - 17.08.22 12:03 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Martina]
Holger
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 17749
In Antwort auf: Martina
[…]Naja, auf meinem Bahnhofsrad sind Marathon plus, da habe ich schon oft sehr geflucht, bis ich den Reifen montiert hatte und mindestens einmal habe ich beim Montageversuch den Schlauch zerstört. Ich kann jeden verstehen, der darauf keinen Bock hat. […]

Ich auch - und ich lasse auch Dinge in Werkstätten machen, die ich auch selbst könnte. Was ich aber meinte, ist, dass die nicht ansatzweise Ahnung haben, wie sie es selbst machen können und es auch nie versucht haben.
Schloss, Schloss, Schloss, Atlantik. An der Loire entlang und dann La Rochelle: http://les21lacets.de/blog/
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Off-topic #1507232 - 17.08.22 12:09 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: HeinzH.]
Holger
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 17749
In Antwort auf: HeinzH.
In Antwort auf: iassu
Wer kümmert sich denn bei einem modernen Auto, erst recht bei einem E-Auto irgendwie um die Technik?
Sorry Andreas: Ich![…]

Aber Du bist eine Ausnahme. Die absolute MEhrheit - und davon sprach Andreas, nehme ich an - tut das nicht. Hier gibt es auch viele Menschen, die sich Fahrräder selbst aufbauen. Und die werden selbst hier nur ein Bruchteil der Nutzer sein - das mag mehr erscheinen, weil die sich natürlich häufig austauschen. Die Regel dürfte da anders sein, sowohl beim Fahrrad als auch beim Auto. Und sowohl E als auch nicht-E. Und auch früher. Man hört zwar immer wieder, ja, bei einem Käfer oder einer Ente konnte man selbst noch schrauben - ich nehme aber an, dass auch früher nur eine ganz kleine Minderheit das auch tatsächlich gemacht hat.
Schloss, Schloss, Schloss, Atlantik. An der Loire entlang und dann La Rochelle: http://les21lacets.de/blog/
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Off-topic #1507237 - 17.08.22 12:47 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Holger]
Uli
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 14374
Zitat:
Die Frage ist, ob bei E-Bikes nicht auch mehr Komponenten verbaut werden, die weniger einfach zu wechseln oder zu warten sind.

Das ist schon lange keine Frage mehr. Die eFahrrad-Industrie (und nicht nur die) kopiert mehr und mehr das Erfolgsmodell der Kfz-Industrie. Ziel ist ganz klar den Konsumenten in möglichst große Abhängigkeit zum Hersteller zu bringen. Es würde mich nicht wundern, wenn es in 25 Jahren deutlich weniger unabhängige Fahrradhändler und -werkstätten gäbe und dafür in breiter Front "Markenläden".
Gruß
Uli
Ich geändere nichts!
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#1507239 - 17.08.22 12:57 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Uli]
Juergen
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 13249
Es wird das Tesla Bike kommen. Die Kapazität der Akkus und die Unterstützungsstufe werden aus Kalifornien freigeschaltet. In der übernächsten Stufe wird mit Unterstützung des ADFC das autonome und damit absolut sichere Radeln eingeführt.
° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° °
Reisen + nur der Löffel weiß, wie es dem Topf geht.
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#1507241 - 17.08.22 13:03 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Juergen]
Margit
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 5609
Irgendwie denken wir wohl alle anders als der Threadersteller. Nach nunmehr knapp 600 Beiträgen hat er seit 09.06.2022 noch nicht einmal das Wort ergriffen und weitere Gedanken geäußert.
Viele Grüße
Margit
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#1507243 - 17.08.22 13:12 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Juergen]
Polkupyöräilijä
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 78
In Antwort auf: Juergen
In der übernächsten Stufe wird mit Unterstützung des ADFC das autonome und damit absolut sichere Radeln eingeführt.

Cool! lach
Sitzt der/die/das Fahrer*_:in dann da noch drauf - selbstverständlich ohne sich zu bewegen - oder bleibt er/sie/es zuhause auf seinem Sofa sitzen und schaut sich per Live-Übertragung am Super-Dooper-3D-Bildschirm an, wie das Rad alleine eine Reise macht?
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#1507245 - 17.08.22 13:27 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Polkupyöräilijä]
Juergen
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 13249
Ne so schlimm nicht. Du darfst schon mitfahren. Freihändig zu fahren ist dann erlaubt.
° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° °
Reisen + nur der Löffel weiß, wie es dem Topf geht.
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#1507246 - 17.08.22 13:48 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: HeinzH.]
BeBor
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 7584
In Antwort auf: HeinzH.
Und immerhin boomt der Markt für DIY-Kitsätze und gewerbliche Pedelectrisierungen, so daß beispielsweise EBS regelmäßig neue MitarbeiterInnen sucht.

Wenn man sich den Onlineshop dieses Ladens mit seinen zahlreichen koketten Sprüchen/Produktbeschreibungen zu möglichen Geschwindigkeiten, Leistungen und sonstigen “Möglichkeiten” anschaut, hat man den Eindruck, dass sich die Zielgruppe um gesetzliche Regelungen wenig schert. Sicher fahren die alle nur im umzäunten Privatwald.

Bernd
Mit Fahrrädern? So mit selber treten? Wo ist denn da der Sinn? (Heinz Erhardt im Film “Immer diese Radler”)

Geändert von BeBor (17.08.22 13:56)
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Off-topic #1507247 - 17.08.22 13:57 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: HeinzH.]
Juergen
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 13249
In Antwort auf: HeinzH.

Und immerhin boomt der Markt für DIY-Kitsätze und gewerbliche Pedelectrisierungen, so daß beispielsweise EBS regelmäßig neue MitarbeiterInnen sucht.
Mag sein, dass in Apotheken auch Mitarbeiter fehlen.
° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° °
Reisen + nur der Löffel weiß, wie es dem Topf geht.
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#1507248 - 17.08.22 13:58 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: BeBor]
HeinzH.
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 10898
Ich habe ausschließlich legale Kits verbaut. Die Restriktionen werden seitens EBS werden eher schärfer. Beim vorletzten Kitsatz konnte ich über das Display z.B. Stromstufen noch selbst programmieren, beim bislang letzten von mir verbauten Kitsatz mußte man die gewünschte Stromstufenanzahl und Unterstützungsprozente zwecks Programmierung durch EBS.
HeinzH.
Demokratie lebt davon, daß sich die Bürgerinnen und Bürger aktiv einbringen...

Geändert von HeinzH. (17.08.22 13:58)
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Off-topic #1507250 - 17.08.22 14:11 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Holger]
Keine Ahnung
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 12271
In Antwort auf: Holger
Die absolute MEhrheit - und davon sprach Andreas, nehme ich an - tut das nicht. Hier gibt es auch viele Menschen, die sich Fahrräder selbst aufbauen. Und die werden selbst hier nur ein Bruchteil der Nutzer sein ...


Ich gehöre zu den "Exoten", die praktisch alles an ihren Fahrrädern selber machen und diese auch selber zusammenbauen. Lediglich das Schweißen oder Hartlöten der Rahmen würde ich Experten überlassen und - was noch nicht vorgekommen ist - die tiefsten Innereien der Rohloff-Schaltung würde ich wohl auch nicht selber reparieren wollen (Dichtung, Ansteuerung usw. wechseln und warten fällt aber in meine Zuständigkeit). Der überwiegende Teil meiner Bekannten (und Verwandten) macht aber an den Fahrrädern praktisch nichts selber. Selbst ein Platten wird von vielen zum Anlass genommen, eine Werkstatt aufzusuchen (oder mich zwinker ). Bei Pedelec-Fahrern mag dieser Mangel an "Eigeninitiative" nochmals ausgeprägter sein, aber nicht nur dort findet man dieses Phänomen.

Wir sind hier ja ein Radreiseforum. Ich persönlich vertrete die Meinung, dass für Radreisen, die auch einmal eine Schiebedistanz weg von Radhändlern oder öffentlichen Verkehrsmitteln führen, ein Mindestmaß an eigenen Reparaturfähigkeiten zwingend nötig ist. Platten sollte man selbstverständlich selber flicken oder durch einen Schlauchwechsel beheben können, aber auch eine gerissene Kette oder der Wechsel der Bremsbeläge oder von Schaltzügen sollte ohne Hilfe durchführbar sein. Ein gewisses Improvisationstalent kann einen hier auch aus so mancher Pannensituation retten, aber das ist vielleicht nicht jedem in die Wiege gelegt.

Bislang habe ich auf meinen wirklich abgelegenen Streckenabschnitten nur äußerst selten Pedelec-Fahrer getroffen. Wenn ich dort überhaupt Radfahrern begegnet bin, dann waren das alle Nutzer "normaler Fahrräder". Vielleicht hängt das auch damit zusammen, dass der typische Pedelec-Nutzer eher die "Komfortzone" nicht verlässt? Aber auch für den Pedelec-Radreisenden gilt das, was ich oben geschrieben habe. Grundfertigkeiten sollten unbedingt vorhanden sein, wenn man sich auch einmal in Bereiche der "Servicewüste" begibt. Übrigens würde ich es schon als äußerst ärgerlich empfinden, wenn ich am Samstagnachmittag einen Platten hätte und deshalb die Tour unterbrechen müsste, um am Montagmorgen einen Radhändler aufzusuchen.
Gruß, Arnulf

"Ein Leben ohne Radfahren ist möglich, aber sinnlos" (frei nach Loriot)

Geändert von Keine Ahnung (17.08.22 14:12)
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#1507252 - 17.08.22 14:31 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Margit]
kaman
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In Antwort auf: Margit
Irgendwie denken wir wohl alle anders als der Threadersteller. Nach nunmehr knapp 600 Beiträgen hat er seit 09.06.2022 noch nicht einmal das Wort ergriffen und weitere Gedanken geäußert.


Vielleicht weil das Ganze hier zu offtopic ist.

Spessarträuber hat sich mit 73 Jahren ein Pedelec zugelegt um damit noch Radreisen zu unternehmen. Ob ich so lange wie Spessarträuber, ohne Tretunterstützung, Radreisen kann glaube ich kaum, da meine Knie jetzt schon Probleme machen.

Ich wünsche Spessarträuber auf jeden Fall noch viele schöne Radreisen.
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#1507253 - 17.08.22 14:32 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: HeinzH.]
BeBor
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In Antwort auf: HeinzH.
Ich habe ausschließlich legale Kits verbaut.

Bei einem seriösen Herrn Deines Semesters hätte ich auch nichts anderes vermutet zwinker.

Dennoch darf man sich fragen, wer die eigentliche Zielgruppe dieser Läden ist. Ich sehe da eher die leistungs- und speedorientierten Selberbastler, weniger den Reiseradler. Und schon gar nicht Radler wie mich, der sich keine Vollmotorisierung wünscht, sondern eine eher dezent-smarte Lösung, mit der man den allergrößen Teil der Strecken komplett im Muskelmodus fahren kann, ohne all zu viel Ballast durch Gewicht und erhöhte Reibung durch temporär passive Antriebskomponenten mittreten zu müssen. Dafür sollte die dezente Motorisierung allerdings auf einem Qualitätslevel sein, dass sich mit Rohloff, Pinion und ähnlichen hochwertigen Komponenten messen kann. Die allermeisten China-Teile sind das nicht, auf mich wirken die eher wie angepfropfte Klumpen. Der erklärte Nichtästhet mag da schmerzfreier sein.

Ich nehme an, dass es diese Lösung derzeit auch gar nicht gibt. Aber, um bereits vorgenannte Namen nochmals zu strapazieren, Rohloff und Pinion haben bewiesen, dass es mit etwas Mut und viel Ingenieurkunst absolut möglich ist, sich auch für hochpreisige Made-in-Germany-Technik eine Marktsparte zu erschließen, in der ein (komfortables) Überleben möglich ist. Insbesondere Pinion hätte doch eine Trumpfkarte in einem kleinen Marktsegment, wenn es einen adäquat hochwertigen, kompakten und leichten Hinterradmotor gäbe, der sich mechanisch bei Nichtbenutzung nahezu völlig aus dem Antriebsgeschehen ausklinken ließe. Der Hersteller Mahle fertigt in Kleinserie ein Motörchen mit der Bezeichnung X35. Dummerweise gibst den aber nur in Komination mit propietärer Batterie und Ansteuerung, außerdem kam der in diversen Kommentaren in den Foren auch nicht gut weg. Ich weiß auch nicht, wie der im Passivbetrieb bemerkbar ist. Aber es zeigt, dass es für "high engineering" wohl doch ein Marktsegment geben könnte.

Vielleicht kommt ja noch was.

Bernd
Mit Fahrrädern? So mit selber treten? Wo ist denn da der Sinn? (Heinz Erhardt im Film “Immer diese Radler”)
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#1507254 - 17.08.22 14:41 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: Margit]
BeBor
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In Antwort auf: Margit
Irgendwie denken wir wohl alle anders als der Threadersteller. Nach nunmehr knapp 600 Beiträgen hat er seit 09.06.2022 noch nicht einmal das Wort ergriffen und weitere Gedanken geäußert.

Es war sicher seine gutgemeinte Absicht, anhand seiner eigenen Erfahrungen die Möglichkeiten des elektrounterstützten Radreisens positiv zu beschreiben. Vielleicht hat er breitere Zustimmung bzw. weniger Vorbehalte erwartet? Ganz sicher ist er aber inzwischen bei (mindestens) 2400 Kilometern.

Bernd
Mit Fahrrädern? So mit selber treten? Wo ist denn da der Sinn? (Heinz Erhardt im Film “Immer diese Radler”)
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#1507260 - 17.08.22 16:02 Re: Pedelec-Gedanken nach 1200km... [Re: BeBor]
HeinzH.
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Moin Bernd!
In Antwort auf: BeBor
(...) Dennoch darf man sich fragen, wer die eigentliche Zielgruppe dieser Läden ist. Ich sehe da eher die leistungs- und speedorientierten Selberbastler, weniger den Reiseradler.
Leistungs- und speedorientierten "Selberbastler" wären mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn sie in einem Shop wie EBS oder Enerprof kaufen. Diese Leute kaufen z.B. über AliExpress direkt beim freundlichen Chinesen zu seehr güstigen Preisen. Ganz "findige" lassen sich 250W-Labels drucken und kleben sie auf den Motor. Was nicht viel nützt, denn inzwischen kennen sich viele Polizeibeamten mit den Themen illegale "Pedelelecs" und "Tuning" recht gut aus. Hier vergeht keine Woche, in der nicht von aus dem Verkehr gezogenen Illegalen berichtet wird.
Ich hab mich während der letzten Spezi vor Corona mit Andreas (im Pedelc- und früher auch in diesem Forum "didi28") unterhalten. Die allermeisten Pedelectrisierer sind Alltags- und Tourenradler. Auch in der Liegerad- und Velomobilszene in der ich nicht nur virtuell unterwegs bin, spielen "eSpeeder" keine Rolle.

In Antwort auf: BeBor
Und schon gar nicht Radler wie mich, der sich keine Vollmotorisierung wünscht, sondern eine eher dezent-smarte Lösung, mit der man den allergrößen Teil der Strecken komplett im Muskelmodus fahren kann, ohne all zu viel Ballast durch Gewicht und erhöhte Reibung durch temporär passive Antriebskomponenten mittreten zu müssen. Dafür sollte die dezente Motorisierung allerdings auf einem Qualitätslevel sein, dass sich mit Rohloff, Pinion und ähnlichen hochwertigen Komponenten messen kann. Die allermeisten China-Teile sind das nicht, auf mich wirken die eher wie angepfropfte Klumpen. Der erklärte Nichtästhet mag da schmerzfreier sein.
Du wohnst ja nicht soo weit von uns weg, Du kannst Dir von den drei eAntrieben gern ein eigenes Bild machen. Vielleicht ist der AKM-G der Richtige, er wiegt in der Vorderradversion 1,9 kg, in der Hinterradversion 2,1kg. Ausgeschaltet läuft er genau so leicht wie eine normale Standard-Nabe von Shimano oder SRAM. Und ja, er ist vor allem in der EBS V2 Version zuverlässig*, leicht und kompakt. Wenn Du den eAntrieb nur wenig zuschaltest, kannst Du am Akkugewicht auch sparen. Lass Dir statt eines 36V 10s4P oder 10s5p Akku einen 10s2p bauen. Und überlege genau, ob Du Hochstromzellen z.B. Samsung 25R oder Hochkapazitive Zellen, z.B. Samsung 35E wählst. Wir haben mehrere Akkus, für den Alltag mit robusten 25R Zellen, für lange Touren und Reisen mit 35E Zellen bestückt.
Ich persönlich halte die genannten Antriebe für mindestens so zuverlässig, vielleicht sogar für zuverlässiger wie die obendrein auch noch verdongelten Markenprodukte von Bosch oder Shimano.
Bis denne,
HeinzH.

*Chinesische Hersteller liefern auf Kundenwunsch verschiedene Qualitätsstufen und Extras wie. z.B. intergrierte Temperaturmesser. Manche der hiesigen Firnen wiederum öffnen die Chinamotoren und fetten Lager und Planetengetriebe nach bevor sie in den Verkauf gehen.
Demokratie lebt davon, daß sich die Bürgerinnen und Bürger aktiv einbringen...

Geändert von HeinzH. (17.08.22 16:03)
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