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#1389309 - 11.06.19 17:30 Re: Beratungsbitte Reiserad [Re: marieausparis]
Gepäcktour
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Beiträge: 488
Hallo Marie,
ich frage mich, ob die genannten Räder nicht alle etwas überdimensioniert und somit zu schwer für deine Vorhaben sind. Gerade wenn du mit Bikepacking liebäugelst und selbst nur ganz wenig Gewicht auf die Waage bringst.
Ich fahre ein 17kg-Reiserad (Utopia) im täglichen und ganzjährigen Einsatz, sowie im Sommer bei meinen geliebten Pässetouren in den Alpen. Ich habe mein Gepäck sehr gewichtsoptimiert und kann auf Lowrider verzichten (mit Zelt, Kocher und allem Geraffel komme ich auf 15 kg). Es ist zwar schön, ein Rad zu fahren, das fast unendliche Zuladungsreserven hat, aber summa summarum wäre ich vielleicht mit einem 12kg-Rad (z.B. ein Reiserad aus einem Gravelbike gewildert) noch glücklicher.
Vor allem vor einem Neukauf würde ich versuchen, den Einsatzzweck und das Gepäckgewicht möglichst klar zu definieren. Ich plädiere für ein Stahlrahmen-Gravelbike (vielleicht das Poison Cyanit?)
Liebe Grüße, Thomas
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Off-topic #1389319 - 11.06.19 19:45 Re: Beratungsbitte Reiserad [Re: Sickgirl]
panta-rhei
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Beiträge: 6127
Unterwegs in Britisches Territorium im Indischen Ozean

In Antwort auf: Sickgirl
Dafür ist der Duo auch für drei Kilo weniger zugelassen und was daran praktischer ist wenn man zwei Schrauben mehr einbauen muss leuchtet mir auch nicht ein.

Wenn ich mir auch die zwei so anschaue kann ich mit dem Tara leichte Ungenauigkeiten zweischen den Montagepunkten besser ausgleichen


Naja, es geht halt angeblich um aesthötick, versteh isch eh nix von ... klar ist der Tara der Robustere ...
Liebe Grüsse - Panta Rhei
"Leben wie ein Baum, einzeln und frei doch brüderlich wie ein Wald, das ist unsere Sehnsucht." Nâzim Hikmet, Dâvet
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#1389320 - 11.06.19 19:52 Re: Beratungsbitte Reiserad [Re: marieausparis]
AndreMQ
Mitglied
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Beiträge: 3321
Da gerade einige eigene Bestellungen anstanden, habe ich mal die Variante "vorhandenes Rad mit Neuteilen hochrüsten" mit typischen Marktpreisen als ersten Eindruck durchgespielt. Hier die Tabelle . Nun kann man beliebig über jedes Teil diskutieren.
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#1389326 - 11.06.19 20:07 Re: Beratungsbitte Reiserad [Re: AndreMQ]
panta-rhei
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Beiträge: 6127
Unterwegs in Britisches Territorium im Indischen Ozean

In Antwort auf: AndreMQ
Da gerade einige eigene Bestellungen anstanden, habe ich mal die Variante "vorhandenes Rad mit Neuteilen hochrüsten" mit typischen Marktpreisen als ersten Eindruck durchgespielt. Hier die Tabelle . Nun kann man beliebig über jedes Teil diskutieren.

Hm, wenn sie es aber mit dem Händler macht, wirds teurer ... wobei ich ja grundsätzlich FÜR umrüsten bin ... wenn denn die Zeit reicht ...
Liebe Grüsse - Panta Rhei
"Leben wie ein Baum, einzeln und frei doch brüderlich wie ein Wald, das ist unsere Sehnsucht." Nâzim Hikmet, Dâvet

Geändert von panta-rhei (11.06.19 20:08)
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#1389328 - 11.06.19 20:25 Re: Beratungsbitte Reiserad [Re: panta-rhei]
AndreMQ
Mitglied
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Beiträge: 3321
In Antwort auf: panta-rhei
... Hm, wenn sie es aber mit dem Händler macht, wirds teurer ... wobei ich ja grundsätzlich FÜR umrüsten bin ... wenn denn die Zeit reicht ...
Ja, das ist schwierig. In einem Komplettrad und eventuell einem herabgesetzten Modell sind gute Einkaufskonditionen für die Teile versteckt. Über den bekannten Online-Handel für Endverbraucher kommt man an diese Werte nicht heran, bleibt aber bei kompletter Eigenarbeit im Rahmen. Wenn die gesamte Bastelei auch über den Händler läuft, dann kann das richtig hoch werden, aber letztlich ist eine Einzel-Vereinbarung mit dem entsprechenden Fahrradladen. Nur was soll man denn vereinbaren, wenn es keinen Vorschlag für eine Teileliste gibt? Es mit so einer Liste selbst zu machen, d.h. erst einmal jedes Teil prüfen (kann es überhaupt passen), dann Vollständigkeit herstellen, dann den Kram bestellen und dann selbst zusammenbauen, ist die beste Übung für ein Reiserad.
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#1389329 - 11.06.19 20:30 Re: Beratungsbitte Reiserad [Re: marieausparis]
Kubikus
Mitglied
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Beiträge: 125
In Antwort auf: marieausparis

1) Das Rad steht seit 10 Jahren draußen und ist aus Stahl: Soweit ich das durch reines ins Sitzrohr-Schauen beurteilen kann, ist es nicht extrem rostig, aber da sehe ich ja nicht alles - hat jemand Erfahrungswerte, wie schnell so ein Radl so durchrostet, dass das nichts mehr wird, bzw. wie ich das genauer herausfinden könnte?

Hallo Marie, schau mal bitte an den Stellen, wie Tief der Rost ist, falls nur ein Flugrost, also an der Oberfläche, so kannst Du hier einen Rostentferner verwenden (vom Baumarkt) und die Stellen dann mit Lack bedecken (auch vom Baumarkt)
Zitat:

2) Die aktuelle Gabel hat keine Ösen für den Gepäckträger. Inwieweit schränkt das meinen Transport auf einem Lowrider ein? Es gibt ja die Möglichkeit, das mit Schellen zu machen, aber hält das (auch wenn man die Fuhre mit Last gut durchrüttelt) langfristig?

Kommt wahrscheinlich auf den Lowrider an. Ich hatte auf der letzten Radreise einen Zefal Lowrider, welches mit Schellen sogar an einer Luftfedergabel eines MTBs befestigt war und hat gehalten. Je Tasche waren ca. 7 kg beladen. Ich würde Dir da empfehlen, sich nicht davon abzuhalten, denn wenn Dir das Fahrrad gut passt, so hast Du eine gute Basis, für zumindest diese Reise und kannst erst mal die Erfahrung machen. :-)
Zitat:

3) Ich habe für den Umbau einen Händler gefunden, bei dem ich das unter Anleitung machen könnte - fände ich super, da ich dabei dann auch gleich was lerne. Leider handelt dieser Händler aber nur mit Shimano-Teilen, alles andere müsste ich selbst zusammensuchen. Davon habe ich wenig Ahnung. Auch, worauf ich speziell achten sollte. Da ich bald losfahren möchte, habe ich nicht mehr viel Zeit für Trial-and-Error (und das wäre dann auch wieder teurer) oder lange warten bis ich was bei Ebay und Co finde. Meine Hauptsorge dabei sind die Laufräder, v.a. vorne, da ich gerne einen Dynamo hätte. Am liebsten einen von Shutter Precision oder den SON28. Gibt es da 26''-Räder, die schon eingespeicht sind und sich für ein Reiserad eignen? Was für eine Art von Achse empfehlt ihr mir?
Schaltung, Kassette, etc. würde ich wahrscheinlich die Deore nehmen. Gibt es andere Komponenten, bei denen ihr mir von Shimano abraten würdet? Ggf. mit Alternativen und vielleicht sogar mit Kaufmöglichkeit?

Grundsätzlich halte ich Shimano für die beste Wahl, wenn auch ich von einem Nabendynamo keine Ahnung habe. Ansonsten sind Deore die wohl besten Schaltkomponenten, also gute und solide Technik für guten Preis.
Ich hätte Dir gerne persönlich dabei geholfen oder gar einen Teil der Reparatur in die Hand genommen, doch Du bist zu weit entfernt.

Viel Erfolgt bei der Vorbereitung und einen guten Start in die Reise. Ich hoffe, Du wirst eine schöne Zeit haben und viele tolle Momente erleben. Ich wünsche es Dir!
Liebe Grüße, Viktor

Geändert von Kubikus (11.06.19 20:31)
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#1389344 - 11.06.19 21:31 Re: Beratungsbitte Reiserad [Re: Gepäcktour]
olafs-traveltip
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Beiträge: 2762
In Antwort auf: Gepäcktour
Hallo Marie,
ich frage mich, ob die genannten Räder nicht alle etwas überdimensioniert und somit zu schwer für deine Vorhaben sind. Gerade wenn du mit Bikepacking liebäugelst und selbst nur ganz wenig Gewicht auf die Waage bringst.


Das sehe ich ähnlich. Mit einem 18kg++ Rad macht es mir deutlich weniger Spaß als mit einem 14kg Rad und die Wuchterei zB in einen Zug oder über Treppen ist auch deutlich angenehmer.
In Stahl und kleiner Rahmenhöhe habe ich allerdings keinen konkreten Vorschlag parat.
In Alu vielleicht sowas
Nachtrag: Neben VSF und Patria fällt mir zu Stahl die Firma Böttcher ein

Geändert von olafs-traveltip (11.06.19 21:34)
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#1389366 - 12.06.19 01:49 Re: Beratungsbitte Reiserad [Re: marieausparis]
Falk
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Beiträge: 32445
Zitat:
Meine Hauptsorge dabei sind die Laufräder, v.a. vorne, da ich gerne einen Dynamo hätte. Am liebsten einen von Shutter Precision oder den SON28. Gibt es da 26''-Räder, die schon eingespeicht sind und sich für ein Reiserad eignen? Was für eine Art von Achse empfehlt ihr mir?

Wenn SON, dann schon aus Gründen der Zukunftssicherheit unbedingt die Ausführung für Steckachse mit Adapterachse. Wenn es derzeit auch nur eine Bauart für 12mm gibt und möglicherweise der eine oder andere Fanboy von was auch immer schreit, dass genau diese Variante derzeit völlig out wäre, hast Du damit wenigstens schonmal zwei Achsaufnahmebauarten abgedeckt. Die Bauart mit Achsadapter kostet zwar etwas mehr, doch die gewöhnliche Hohlachse ist eben nicht mehr zukunftssicher. Umbauen ist auch nicht vorgesehen. Generatornaben sind ansonsten absolut unauffällig und es ist in jedem Fall besser und auch preisgünstiger, gleich eine einzubauen als hinterher zu wechseln. Dass diese Nabe auch dann einen Bremsscheibenflansch haben sollte, wenn Du den vorerst nicht benutzen willst, ist hoffentlich nicht strittig. In Felgenbremsen habe ich schon vor zwanzig Jahren nicht mehr investiert (und hier wurde auch noch vor zehn Jahren deswegen noch hysterisch »verbrennt den Ketzer« geschrien) und ich werde es auch niemandem empfehlen.

Wie Dein Stand beim Thema »Vorderradgepäckträger« ist, kann ich nach der längeren Diskussion nicht sicher erkennen. Schellen sind aber immer nur eine Verlegenheitslösung und sowas wie Tubus duo halte ich wegen der Kragträger auch nicht für ratsam. Im Zweifel immer für die Stabilität. Schönheit und Eleganz sind allenfalls als Zugabe interessant. Was nutzt es Dir, wenn Du hinterher sagen musst »Die Mühle ist zwar nach drei Tagen zusammengebrochen, aber vorher war sie bildschön«?
Falk, SchwLAbt
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#1389367 - 12.06.19 06:32 Re: Beratungsbitte Reiserad [Re: Falk]
AndreMQ
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Die Variante "Hochrüstung des vorhandenen Rades" macht nur Sinn, wenn man das "perfekte" Reiserad noch nicht zusammenstellen kann, zusätzlich dafür nicht die hohen Kosten tragen will und dies darüber hinaus noch mit dem Risiko, trotzdem falsch zu wählen. Deshalb lautet der Vorschlag, das Rad günstig, aber zuverlässig hochzurüsten. Dieses Rad würde niemals mehr größere Umbauten sehen (sonst ist die Hochrüstung mißlungen), sondern dient als erstes Übungsgerät für das was man als "Radreisen" für sich entwickelt. Das Gerät wird gut laufen und funktionieren und man wird eine gehörige Weile damit auskommen und dabei Vorstellungen entwickeln, wie ein noch besseres Gerät aussehen wird. Das hochgerüstete Rad wird dann z. B. ein Alltagfahrzeug mit der einzigen Änderung, dass der Frontträger wieder entfernt wird. Sonst bleibt alles und es wird nichts ausgeschlachtet. Wer durchgebremste Felgen und den Tod von 26"-Material fürchtet, bestellt sich halt gleich 4 Felgen, anstelle von nur 2. Das spätere Umspeichen mit vorhandenen Speichen und Nippeln ist auch noch eine gute Übung. Und für das dann "richtige" Reiserad kann alles anders sein. Z.B. diese Fixierung auf Stahl aufzugeben. Wieso muss für 54kg Körpergewicht Stahl eingesetzt werden, wenn auch noch der vorhandene Stahlrahmen keinerlei Infos zum erlaubten Systemgewicht hergibt, was aber hier auch egal ist. Sich von der Kettenschaltung verabschieden, selbstverständlich Scheibenbremsen zu verbauen, die dann aktuellen Technikstandards zu verwenden, auf geringes Gewicht zu achten und zwar bei allen Teilen und Gepäck, damit es in Summe etwas bringt. usw. usw.
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#1389373 - 12.06.19 07:51 Re: Beratungsbitte Reiserad [Re: AndreMQ]
Sickgirl
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Im Prinzip hast du recht, obwohl ich jetzt auch nach gut 45 Jahren Radfahren immer noch nicht das Bedürfnis habe mich von der Kettenschaltung zu verabschieden
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#1389380 - 12.06.19 09:05 Re: Beratungsbitte Reiserad [Re: AndreMQ]
iassu
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In Antwort auf: AndreMQ
Sich von der Kettenschaltung verabschieden....
Diese Suggestion, Kettenschaltung sei inferior und Nabenschaltung sein sowieso das einzig Richtige, ist ein Unding.
Gruß Andreas
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#1389393 - 12.06.19 10:53 Re: Beratungsbitte Reiserad [Re: iassu]
AndreMQ
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Beiträge: 3321
In Antwort auf: iassu
Diese Suggestion, Kettenschaltung sei inferior und Nabenschaltung sein sowieso das einzig Richtige, ist ein Unding.
... es gibt nichts suggestives. Beim hochzurüstenden Rad stellt sich die Frage gar nicht, aber in ein paar Jahren für ein komplett neues Reiserad ist es mit die erste Frage - wichtiger als Stahl oder Alu. Die nachträgliche Hin- und Her-Bastelei zwischen den Antriebsgrundkonzepten ist einfach Unfug und maximal teuer. Man sorge einfach dafür, dass die einmal getroffene Einscheidung dauerhaft richtig bleibt. Aktuell ist zu Schaltungen alles mehrfach diskutiert. Erst wenn es mal wieder was neues gibt (vielleicht zur Eurobike 2019 im September), gibt es Diskussionsstoff.
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#1389398 - 12.06.19 12:05 Re: Beratungsbitte Reiserad [Re: iassu]
Falk
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Zitat:
Diese Suggestion, Kettenschaltung sei inferior und Nabenschaltung sein sowieso das einzig Richtige, ist ein Unding.

Das hat aber auch niemand gesagt. Du weißt doch, dass es völlig Wurscht ist, wie die Katze aussieht, solange sie nur die Mäuse kurzhält.

Trotzdem ist ein Fahrrad ein Baukastensystem und auch der Wechsel der Antriebteile ist kein Problem, wenn man bei der Rahmenauswahl ein bisschen nachdenkt und sich von solchen unsinnigen Konventionen wie »Ein Fahrrad mit Nabenschaltung hat eine fest abgespannte Kette zu erhalten« trennt.

Mit der »nach fünf Jahren wollte ich was neues«-Mentalität kann ich auch weiterhin nichts anfangen. Wer es braucht, soll es tun. Hauptsache, nicht mit meinem Geld.
Falk, SchwLAbt
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Off-topic #1389410 - 12.06.19 14:27 Re: Beratungsbitte Reiserad [Re: AndreMQ]
iassu
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anwesend und zufrieden anwesend
Beiträge: 20476
In Antwort auf: AndreMQ
In Antwort auf: iassu
Diese Suggestion, Kettenschaltung sei inferior und Nabenschaltung sein sowieso das einzig Richtige, ist ein Unding.
... es gibt nichts suggestives.
Was ist das denn sonst, wenn du formulierst: "sich von der Kettenschaltung verabschieden"? Warum sollte das denn irgendjemand tun? Man "verabschiedet" sich von etwas, weil man sich für etwas Besseres entscheidet. Wenn du geschrieben hättest: "eine endgültige Entscheidung zwischen Nabe und Kette zu treffen", wäre das neutral gewesen. Genauso suggestiv das vermeintlich Bessere lancierend wäre es gewesen, wenn jemand schreibt: "sich vom Rennlenker verabschieden".
Gruß Andreas
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#1389411 - 12.06.19 14:32 Re: Beratungsbitte Reiserad [Re: olafs-traveltip]
IndianaWalross
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Beiträge: 1337
In Antwort auf: olafs-traveltip
In Antwort auf: Gepäcktour
Hallo Marie,
ich frage mich, ob die genannten Räder nicht alle etwas überdimensioniert und somit zu schwer für deine Vorhaben sind. Gerade wenn du mit Bikepacking liebäugelst und selbst nur ganz wenig Gewicht auf die Waage bringst.


Das sehe ich ähnlich. Mit einem 18kg++ Rad macht es mir deutlich weniger Spaß als mit einem 14kg Rad und die Wuchterei zB in einen Zug oder über Treppen ist auch deutlich angenehmer.
In Stahl und kleiner Rahmenhöhe habe ich allerdings keinen konkreten Vorschlag parat.
In Alu vielleicht sowas
Nachtrag: Neben VSF und Patria fällt mir zu Stahl die Firma Böttcher ein


Das 6xlite Tour allerdings in der Herrenvariante bin ich in der kleinsten Rahmengröße auch 2 Jahre gefahren mit selbst 162cm. Das ist allerdings recht filigan.
Ich hab da zwar auch mal 25kg Gepäck geklatscht, was es absolut spurtreu mitgemacht hat, aber du kriegst da auch nicht unendlich breite Schlappen rein vonwegen mal ins Gelände. Mit besagtem Gepäck und 35er Slicks sind wir damit zwar über alles was SH an Feldwegen hergibt, aber so richtig ins Gelände hätte ich damit jetzt nicht machen wollen, schon garnicht mit Gepäck...
Und mit Gepäckträger vorne und hinten so wie 6Pack am Rad kriegste das mit 54kg auch nirgends mehr gescheit alleine rauf oder reingetragen... meins hatte in 47 mit Lowrider, Pletscherständer und Brooks so wie Flaschenhalter etc. irgendwas zwischen 15-16kg gewogen ohne Taschen und Gepäck.

Damit würde ich heute nicht mehr reisen wollen. Im Moment zwar deutlich mehr als die TE (74kg, will aber wieder auf 65 runter) aber dennoch auch keine Schwerlastfraktion. Bin zum Cyclocrosser und Bikepacking abgewandert, a) geländegängig - fahre seit kurzem jetzt mit hydraulischen Scheibenbremsen und 40er G-One Bite durch die Gegend und b) relativ leicht. Inkl. Flaschenhalter, Sensoren und Pedalen komme ich auf knapp über 10kg. Natürlich ohne feste Lichtanlage oder Schutzbleche (da hab ich welche zum Stecken für den Notfall). Könnte noch sparen durch tubeless und leichtere Pedale, 200-300g wären da noch locker zu holen...

Na auf jeden Fall würde ich mir wirklich wirklich gut überlegen, ob ich mit einem 17kg Trum + 15kg Gepäck glücklich würde, wenn ich selbst nur 54kg wiege und entsprechend klein bin! Ich wiege wie gesagt zwar etwas mehr, aber mir wäre das nix mehr mit 60%+ vom Eigengewicht als Ballast rumzudüsen. zwinker
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#1389413 - 12.06.19 14:54 Re: Beratungsbitte Reiserad [Re: IndianaWalross]
Sickgirl
Mitglied
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Beiträge: 4594
Hier wird doch immer erzählt Gewicht wäre überbewertet, aber halt meistens von Männern die mehr wiegen und in der Regell kräftiger sind.

Aber mir macht ein leichtes Rad auch mehr Fahrfreude. Habe jetzt mein Reiserad voll ausgestattet unter 12 kg und mit ca 12 kg Zuladung ist das auch die Grenze die ich noch eine Unterführung rauf und runter getragen kriege
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#1389417 - 12.06.19 15:18 Re: Beratungsbitte Reiserad [Re: Sickgirl]
MichiV
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Beiträge: 569
Maximale Leichtigkeit muss nicht sein. Kommt auf die persönliche Vorliebe an.

Ich hab lieber ein Rad, dass ein oder zwei Kilo mehr wiegt, dafür aber maximal verwindungssteif ist.
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#1389419 - 12.06.19 15:26 Re: Beratungsbitte Reiserad [Re: olafs-traveltip]
Toxxi
Moderator Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 19323
In Antwort auf: olafs-traveltip
In Alu vielleicht sowas

Ich würde von dieser Damenvariante dringend abraten, sondern gleich einen "richtigen" Rahmen nehmen. Man handelt sich dadurch nur Probleme ein. Schwerer, weniger verwindungssteif, kein vernünftiger Platz für Flaschehalter und zumindest bei Felgenbremsen ungünstige Führung der Bowdenzüge. Macht auf Dauer keinen Spaß. Wirklich nicht.

Eine Mitforistin aus Berlin fuhr lange (bzw. fährt es vermutlich noch) ein X6 mit Herrenrahmen. Schönes Rad, ziemlich leicht und dabei stabil. schmunzel Klar, dicke Schlappen gehen nicht rein, aber so wie ich das verstanden habe, soll das sowieso kein Schwerlastrad werden.

Gruß
Thoralf
Meine Räder und Touren im Radreise-Wiki
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#1389432 - 12.06.19 16:22 Re: Beratungsbitte Reiserad [Re: Sickgirl]
AndreMQ
Mitglied
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Beiträge: 3321
In Antwort auf: Sickgirl
Hier wird doch immer erzählt Gewicht wäre überbewertet, aber halt meistens von Männern die mehr wiegen und in der Regell kräftiger sind. ....
Das ist genau das Problem. Ein Rad vollgepackt auf Systemgewicht 160kg mag sich verwinden und miese fahren, nur noch auf 100kg Systemgewicht belastet, läuft es völlig stabil, steif und absolut zuverlässig. Die können einfach nicht umdenken. Leichte 330g-Alu-Felgen überstehen keine 5km bei 160kg, aber mit nur 90 - 100kg sind sie dauerfest und nichts verwindet sich. Noch nicht einmal nachzentriert werden musste auf mittlerweile über 20.000km. Das typische Reiserad-Strickmuster "... lasst Stahl um mich sein, je mehr desto besser ..." ist für leichte Leute einfach unsinnig.
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#1389435 - 12.06.19 17:09 Re: Beratungsbitte Reiserad [Re: MichiV]
Sickgirl
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Darf man fragen was du wiegst?

Wenn ich dein Profilbild anschaue, vermutlich männlich, also tendenziell eher kräftiger wie ich als Frau.
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Off-topic #1389484 - 13.06.19 09:55 Re: Beratungsbitte Reiserad [Re: Sickgirl]
Toxxi
Moderator Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 19323
In Antwort auf: Sickgirl
Hier wird doch immer erzählt Gewicht wäre überbewertet, aber halt meistens von Männern die mehr wiegen und in der Regell kräftiger sind.

Ich frage mich, warum du hier anfangen musst zu stänkern? entsetzt In diesem Faden wurde genau das Gegenteil gesagt, und zwar auch von Männern (z.B. Beiträre #1389309 und #1389344). Bitte unterstelle anderen nicht irgendwas, was sie nicht gesagt haben, und hole nicht pauschal zum Rundumschlag aus! Das ist kein schöner Diskussionsstil.
Meine Räder und Touren im Radreise-Wiki
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Off-topic #1389486 - 13.06.19 10:26 Re: Beratungsbitte Reiserad [Re: Toxxi]
Sickgirl
Mitglied
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Beiträge: 4594
Oh je, da habe ich mich ausversehen auf die Lieschen Müller und das Hänschen Klein Ebene runterbegeben

Aber musst auch zugeben das hier empfohlen VSF Rad ist ja auch nicht gerade der Inbegriff von Leichtbau. Vielleicht liegt es auch daran das es die Dame als eher träge empfunden hat und nicht nur an den Reifen
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Off-topic #1389495 - 13.06.19 11:07 Re: Beratungsbitte Reiserad [Re: Toxxi]
olafs-traveltip
Mitglied
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Beiträge: 2762
Es gibt eben auch Männer, die deutlich unter 90kg wiegen und/oder Erfahrung mit der Findung eines passenden Fahrrads für Ihre Partnerin haben...
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#1389699 - 15.06.19 12:13 Re: Beratungsbitte Reiserad [Re: Sickgirl]
marieausparis
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
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Beiträge: 43
@Sickgirl: Welches Rad fährst du denn, das <12kg wiegt? Ich bin neugierig! ;-)

Allen anderen schon einmal danke, ich antworte nachher noch ausführlich!
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#1389705 - 15.06.19 13:27 Re: Beratungsbitte Reiserad [Re: marieausparis]
Toxxi
Moderator Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 19323
In Antwort auf: marieausparis
@Sickgirl: Welches Rad fährst du denn, das <12kg wiegt? Ich bin neugierig! ;-)

Ich war zwar nicht gefragt, aber ich habe auch eins. Ich habe lange nicht nachgewogen, beim letzten Mal vor ein paar Jahren waren es um die 11 kg.

Guerciotti Atos Cyclocross

Allerdings fahre ich damit nicht ins schwere Gelände, die Reifen sind nur 35 mm breit. Es lenkt sich auch sehr agil.

Mein Expeditionsrad ist quasi ein Panzer, ibs. mit den jetzt sehr breiten Reifen wiegt das locker 16 kg:

Poison Ethanol MTB

Auf Asphalt und leichten Feldwegen mit nicht zu viel Gepäck (also ohne Zelt) fährt sich der Crosser besser. Ist auch leichter Treppen hochzutragen und bei Hängeständern einzuhängen (z.B. im Zug).

Wenn es aber auf Schotterwegen durch Gebirge geht, läuft das schwerere Rad besser, ibs. bergab. Da schätze ich auch das etwas trägere Lenkverhalten, man verliert nicht so leicht die Spur, wenn es doch mal rutscht.

Insofern kann ich nicht pauschal sagen, welches Rad nun besser läuft. Das kommt immer auf die Umstände an.

Gruß
Thoralf
Meine Räder und Touren im Radreise-Wiki

Geändert von Toxxi (15.06.19 13:33)
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#1389709 - 15.06.19 14:09 Re: Beratungsbitte Reiserad [Re: marieausparis]
Pierrot
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 948
Hallo Marie:

Wie wäre es damit: Scott Boulder

Da wäre der Name doch dein Programm. Leichte Veränderungen noch, z.B. Umrüstung auf V-Brakes, anderer Sattel, wahrscheinlich kürzerer Vorbau …

Und noch ein Patria Terra


Grüße
Peter
Vive la vélorution !!!

Geändert von Pierrot (15.06.19 14:19)
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#1389711 - 15.06.19 14:41 Re: Beratungsbitte Reiserad [Re: Pierrot]
Pierrot
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 948
Oder hier: Wheeler 3000 bzw. Wheeler 6300 in Offenbach!
Vive la vélorution !!!

Geändert von Pierrot (15.06.19 14:43)
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#1389723 - 15.06.19 16:56 Re: Beratungsbitte Reiserad [Re: marieausparis]
Sickgirl
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 4594
Gibt es nicht von der Stange, Stahlrahmen auf mein Körpergewicht ausgelegt und dazu passende Teile. Damit fahre ich Straße und mal ein leichten Waldweg.

Fürs Grobe nehme ich ein MTB. Aber die wiegen auch nur zwischen 8 und 13 kg.
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#1389726 - 15.06.19 17:19 Re: Beratungsbitte Reiserad [Re: Pierrot]
marieausparis
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 43
Hallo zusammen,

nun, wie angekündigt, die ausfühlichere Antwortversion. Danke für die unglaublich vielen und so engagierten Rückmeldungen nach meinem letzten (langen) Post!

Update zur Ergonomie des bestehenden Rads: Ich habe den Sattel mittlerweile weiter hinten und jetzt passt der Abstand zum Lenker (horizontal) auch. Habe das vielleicht nicht optimal beschrieben gehabt: Ich habe nicht den Sattel an seinen Streben verschoben, sondern das Teil, was Sattelstange und Sattel verbindet, umgedreht. Ich denke, das war vorher falschrum. Jetzt wäre es noch nett, wenn der Lenker etwas weiter oben wäre, ggf. könnte man da noch diese Abstandshalter, deren Name mir gerade nicht einfällt, nutzen? Die gefederte Sattelstütze habe ich mit dem Fahrrad geerbt, sie hat mich nicht gestört, deshalb ist sie bislang noch dran (wenn ich über hoch genuge Absätze fahre, federt sie sogar auch grins ).

Zum Sattel: Sitzt sich ein Brooks auch bei leichten Menschen in vertretbarer Zeit ein?

Ergänzung zu meinen Maßen: Schrittlänge ist 77cm (also 165-Kurbel oder dann doch nicht? Bisher kann ich damit nichts anfangen, aber ich google das gleich mal). Armlänge 57cm. Oberkörperlänge ca. 55cm. Armlänge und Oberkörperlänge habe ich gerade selbst (so wie hier beschrieben: https://www.pasculli.de/wp-content/uploads/downloads/Selbstvermessung_de.pdf) gemessen und könnte somit etwas ungenau sein.

Im (Stahl-)rahmen-Gravelbike-Bereich hatte ich mich schonmal ein bisschen umgesehen, allerdings schien mir das - zumindest bei den Kompletträdern - oft den Haken mit dem Lenker zu haben. Ich komme nämlich mit Rennlenkern leider nicht ganz so gut klar und möchte deshalb an meinem Rad auf jeden Fall einen geraden. Ich schaue aber nochmal, ob ich nicht doch noch was finde.
Andere bisherige Rahmenvorschläge:
- Böttcher: bin ich mal probegefahren und zumindest der Aufbau damals war nicht so meins, da gefühlt so kurz. Könnte aber am Vorbau gelegen haben... Habe ich also noch im Hinterkopf, allerdings bin ich unschlüssig, ob sich das im Vergleich zum bestehenden Rahmen überhaupt lohnt.
- 6xlite Tour: Ist leichter als das aktuelle Rad, das ist positiv, auch wenn es zugegebenermaßen optisch nicht ganz mein Favourit ist. Bin es noch nicht gefahren zwecks Sitzkomfort und Fahrverhalten testen. Indiana Walross, bist du auf die 10kg durch Umbau gekommen oder mit ganz anderem Rad?
- Guerciotti Atos Cyclocross: schade, aber hat wohl eher keine Ösen, wenn ich das richtig sehe
- Intec: Habe ich noch im Hinterkopf, allerdings bin ich unschlüssig, ob sich das im Vergleich zum bestehenden Rahmen lohnt.
Summa summarum würde ich für einen Rahmen wohl schon Geld ausgeben, aber nur, wenn ich damit etwas signifikant besseres bekomme als ich mit dem bestehenden Rahmen habe. Besser für mich heißt (nach aktuellem Stand):
- vielseitiger (Bikepacking, neben V-Brakes auch Scheiben-Option, neben 26" auch größere Reifen möglich (Durchmesser, aber auch Breite, Ösen für Gepäck); damit bin ich beim Troll gelandet gewesen
- leichter bei trotzdem vorhandenen Möglichkeiten für V-Brakes und Gepäckanbauösen
- finanziell besser als ein Umbau, aber bei mindestens gleichem Sitz- und Fahrkomfort
Dabei möchte ich kein Damenrad. Ideen sind willkommen, ansonsten werde ich mich jetzt auch mal mit den Anbauteilen nochmal vertiefter beschäftigen. Die Idee mit dem Aufbau bei Hibike oder bike-components werde ich ggf. prüfen, wobei es mir natürlich schon gefallen würde, wenn der Aufbau so laufen könnte, dass ich etwas mehr davon mitnehmen kann ;-)

Zu Kubikus' Rostanmerkung (leider wirklich etwas weit, dennoch danke für Idee und gute Wünsche!): Der Rost, den ich am Rahmen sehen kann, ist hauptsächlich im Sitzrohr, das macht die Sache etwas schwieriger, aber ich versuche trotzdem mal mein Glück und berichte. Wenn wir schon bei Lack sind: Ich überlege, den alten Rahmen neu zu lackieren, wenn ich schon alles neu aufbaue. Gibt es dazu Empfehlungen bzw. etwas, was ich auf jeden Fall beachten sollte?

Zu den Radvorschlägen aus Kleinanzeigen: Ich glaube, das letzte Patria ist mir leider zu groß. Die beiden Wheeler gefallen mir gut, da werde ich auf jeden Fall mal den Verkäufer anschreiben. Allerdings bin ich unschlüssig, ob sie das sind, was für meine Tour passt, da es beides 28" sind, wenn ich das richtig verstehe, und im Notfall auch keine 26" reinpassen. Das Scott Boulder (Name ist echt super, schon allein deshalb toll!) und erstes Patria sind leider ziemlich weit weg von mir, da wäre das probefahren halt allein schon recht zeit- und kostenintensiv. Das kann sich natürlich lohnen, aber ich stelle sie deshalb trotzdem erst einmal hinten an.

RIESIGES DANKESCHÖN für die Tabelle! Ich habe schon begonnen, sie zu bearbeiten, sobald ich fertig bin, lade ich sie hoch! Ich denke, in jedem Fall ist sie wichtig für mich und wird die Basis eines Gesprächs mit dem Händler sein. Ich bin gerade auch noch dabei, mich nach Alternativen zur Montage beim Händler umzusehen. Allerdings ist es mir schon wichtig, die Arbeitsschritte, die mir neu sind, richtig zu lernen und das nicht auf gut Glück zusammenzuwurschteln. Die Reise könnte ja länger werden und dann möchte ich schon, dass das gut funktioniert. Außerdem wäre das ja eine langfristige Investition in mein Können quasi grins
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#1389742 - 15.06.19 19:27 Re: Beratungsbitte Reiserad [Re: marieausparis]
JDV
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Hallo Marie,

Mit deinen Körpermaßen (die kommen mir, bezogen auf die Körpergröße, vielleicht minimal zu lang vor), komme ich auf folgende Geometriemaße:

Sitzhöhe (Abstand Tretlager- bzw. Kurbelwellenmitte bis Oberkante Sattel): 68 cm
Sitzlänge (nach Juliane Neuß Hinterkante Sattel bis Mitte Griff): 79 cm Diese Sitzlänge ist leider bei den Radherstellern nicht gebräuchlich, aber sehr praktisch, weil sie sich aus den Körpermaßen bestimmen lässt.

Aaaber: Bitte nicht den Sattel so verschieben, dass der Abstand zum Lenker passt, sondern anders rum:
Erst die Sitzhöhe einstellen. Die Füße müssen nicht den Boden berühren können. Dann in Fahrhaltung aufsitzen, die Kurbeln in waagerechte Position bringen und beim vorderen Knie direkt unter der Kniescheibe ein Lot (z. B. einen Faden mit irgendeinem Gewicht dran) anhalten, welches dann idealerweise auf die Pedalachse zeigt. Wenn nicht, den Sattel untsprechend vor- oder zurück schieben.
Dann die Sitzlänge mit einem passenden Vorbau anpassen. Wenn das nicht möglich ist, ist der Rahmen zu kurz oder zu lang.
Danach nach längeren Probefahrten noch kleine Korrekturen vornehmen. Als Basis die Lenkerhöhe auf Sattelhöhe einstellen. Das ist auch Geschmackssache. Wenn alles stimmt, merkst du das, es ‚rastet‘ irgendwie ein. Vermutlich hast du bisher zu tief und zu kurz gesessen, es braucht eine Zeit der Umgewöhnung.

Zur Kurbellänge hieß es mal: Körpergröße minus 100. Du wärst also wohl mit einer 160er gut bedient. Eine zu lange Kurbel ist nicht gut für die Knie, weil du im obersten Punkt einen ungünstigen Kniewinkel hättest. 22-32-44 wäre eine gute Abstufung der Kettenblätter.

Soviel zur Ergonomie. Jetzt werden vermutlich wieder Einsprüche kommen, dass man das alles so nicht berechnen könne, ich habe damit, als Basis, nicht nur bei mir gute Erfahrungen gemacht.

Gruß
Jürgen
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