Ich bau mir mal ein leichtes Rad

von: Wallfahrer

Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 22.08.16 21:35

Ein leichtes Hallo,

im Treffpunkt hatte ich mich schon mal vorgestellt und auch schon mal einige Antworten bekommen......Danke dafür.
Diesen Faden habe ich aufgemacht da ja die Rubrik "Ausrüstung Reiserad" für mein Projekt der richtige Ort ist.

Ja dann lege ich mal los..........

Mein Ziel ist ein Reiserad dass unter 10 kg wiegt zusammenzuschrauben.
Von der Technik habe ich keinen blassen Schimmer und das Projekt gärt schon ein paar Wochen.

mein vorhandenes Material:

Rahmen: MTB Gutereit 26" 1,85 kg
Laufräder: Corratec Revolution + Bereifung 3,3 kg
Gabel: Starrgabel davtus 0,7 kg
Innenlager: No Name 0,247 kg
Steuersatz: No Name 0,15 kg

Das ist erst einmal das Material was ich bis jetzt zusammengetragen habe.

Geplantes Systemgewicht etwa 110kg

90 kg Körpergewicht + 10 kg Reiserad + 5 kg Bsisgewicht Ausrüstung + 5kg Wasser +Verpflegung.

In Planung ist die Schaltung. Angedacht ist eine 1x10 Shimano duore mit duore Kurbel.

....das ist der Stand der Dinge.......


Wallfahrer
von: adrenalin

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 22.08.16 22:30

In Antwort auf: Wallfahrer

Mein Ziel ist ein Reiserad dass unter 10 kg wiegt zusammenzuschrauben.
Von der Technik habe ich keinen blassen Schimmer


Passt nicht zusammen. Mit den genannten Komponenten (ist noch lange kein Rad) sind 15-18kg realistisch.
von: engadiner

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 22.08.16 22:51

Ja, unter den 10kg zu bleiben dürfte kaum möglich sein. Durch Verzicht auf Schutzbleche spart man ein halbes Kilo, aber ob man das will muss jeder für sich selbst entscheiden. Das gleiche gilt für eine fest installierte Lichtanlage. Dennoch wird es mit den genannten Teilen schwierig unter 12-14kg zu bleiben. Auch bei Kleinteilen kommt schnell einiges an Gewicht zusammen. Kette, Schaltzüge/- hüllen, Bremsleitungen, etc, etc....
von: wattkopfradler

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 22.08.16 22:53

In Antwort auf: Wallfahrer
(...)
Mein Ziel ist ein Reiserad dass unter 10 kg wiegt zusammenzuschrauben.
Von der Technik habe ich keinen blassen Schimmer und das Projekt gärt schon ein paar Wochen.

(...)


Hallo Wallfahrer,
ein Reiserad unter 10kg bei 90kg Körpergewicht, dieser Wunsch kann tatsächlich nur von einem kommen, der von Technik keinen blassen Schimmer hat.
Nicht übel nehmen, aber das wird schon knapp, selbst wenn du auf sowas wie Beleuchtung, Schutzbleche, Ständer, Halterung für Lenkertasche, Klingel..... verzichtest.
Viele Grüße
Armin
von: kangaroo

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 22.08.16 23:24

naja kommt ja drauf an wie es weiter geht, wenn dann Leichte V-Brakes rankommen und ne Carbonsattelstütze mit einem 130g sattel, kein gepäckträger kann das noch was werden, aber gut wäre schon mit leichten Teilen zu starten.
von: cterres

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 23.08.16 00:45

Rund 11 Kilo hab ich mal geschafft. Eigentlich hab ich 13 kg gewogen, aber darin war das Bügelschloss schon enthalten und die ziemlich schweren Conti Country Plus in 47-622. Ohne Schloss und mit schmaleren, leichteren Reifen wären es die 11 geworden.
Es war tatsächlich ein Selbstaufbau mit 1x10 Schaltung (Shimano Zee Kurbel mit 48er Kettenblatt, hinten 11/28er Kassette und Zee-Schaltwerk.
Natürlich Schutzbleche, ein Kettenschützer, Licht und 1,5W-Nabendynamo. Ein unspektakulärer Alu-Rahmen und eine tolle Gabel von einem Staiger E-Bike. Anbauteile waren Standardzeug und der Sattel ein schmaler Rennsattel von Selle Italia. Dazu ein schmaler Atran Velo Gepäckträger.
Ist mir nach vier Wochen Besitz geklaut worden, also leider keine Dauererfahrung.

Ein paar Teile weglassen (Kettenschutz, Schutzbleche und Licht), bei den Anbauteilen mehr Geld ausgeben, dann hätte man vielleicht mit schmalen Reifen auch unter 10kg kommen können. Aber das ist beileibe nicht mehr angenehm.
Es hat auch einen Grund warum ich meine Räder mit Schloss wiege. Das ist immer dabei und hängt am Rahmen dran, also zählt es auch zum Fahrradgewicht für mich. 1-2 Kilo je nach Schloß sind das ja auch immer noch.

Die 1x10 würde ich so nicht mehr aufbauen wollen, da der Schräglauf der Kette unangenehm wird. Es hatte schon mehrere Einstellversuche gebraucht, bis die Kette wirklich auch das zehnte Ritzel zuverlässig fand und das ratterte dann trotzdem noch recht laut.
Auch wäre die Schaltung wie von mir aufgebaut nicht für lange Steigungen geeignet gewesen, mit kleinerem Kettenblatt für mich aber auch zu langsam. Doch den Kompromiss muss man finden.

Aktuell fahre ich schmalere Reifen und kompensiere das mit einer gefederten Sattelstütze. Beim Gewicht hebt sich das ungefähr gegeneinander auf. Der Sattel ist mittlerweile ein schwereres Modell, das Schloß übrigens auch und der Nabendynamo ist preiswerter und schwerer. Mein Giant wiegt 16 kg, 1,7kg entfällt auf das Schloß samt Halter.

10 kg unterschreiten gewöhnlich nur Rennräder und hochpreisige MTB mit Carbonrahmen. Dieses Gewicht gilt dann immer ohne Pedale und ohne Schloß. Gepäckträger, Lichtanlage oder Schutzbleche fehlen auch noch.
Zu deinem Gepäckgewicht musst Du außerdem das Gewicht der Taschen addieren. Die sind jetzt nicht schwer aber bei so knapp gehaltenen Gewichten sind das eben auch noch so etwa 400-800g extra.

Also das wird nix. Nicht mit den schon vorhandenen, recht schweren Teilen (mit Ausnahme der Gabel) und nicht mit der typischen Ausstattung. 12-13 Kilo sind damit realistischer zu erreichen.
von: Sickgirl

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 23.08.16 06:10

Mein Brevetrad wiegt 9,5 kg.

Allerdings, der Rahmen wiegt 1150 g, der Laufradsatz mit Reifen 2,2 kg, dran hänge ich Max 10 kg Zuladung und ich wiege 65 kg.

Bis jetzt bin ich knapp 13 000 km mit gefahren, einzige Defekte bisher, der Shutter Precision Nabendynamo und einen Platten.

Mein Reiserad wiegt knapp 12 kg, da bringt der Rahmen mit Gabel auch schon 2,8 kg auf die Waage.
von: ro-77654

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 23.08.16 08:50

Kauf dir das, dann bist du bei 10 kg:
Biete: Cannondale CAADX 105 Disc 2016 RH54 (Marktplatz)
von: Philueb

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 23.08.16 10:18

Die Gabel scheint mir fuer ein Reiserad ungeeignet zu sein:

https://www.amazon.de/gp/aw/review/B001N...F8&cursor=1
von: engadiner

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 23.08.16 11:11

Ja, schade. Dabei erschien diese Davtus Gabel mit 730g bisher das einzige der eingeplanten Teile zu sein, die ins Konzept "Reiserad unter 10kg" passte.
von: Andreas

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 23.08.16 11:19

Hallo adrenalin,

In Antwort auf: adrenalin
In Antwort auf: Wallfahrer
Mein Ziel ist ein Reiserad dass unter 10 kg wiegt zusammenzuschrauben.

Passt nicht zusammen. Mit den genannten Komponenten (ist noch lange kein Rad) sind 15-18kg realistisch.

Wie kommst Du denn darauf? Mein Crosser hat einen Rahmen von 1,7 Kilo, Gabel 600 g, Laufräder 3,5 Kilo (inkl. Bremsscheiben). Das Rad kommt insgesamt auf 10,4 Kilo. Und das mit Rennlenker und STI.

Leichter als bei Wallfahrer ist allerdings der Steuersatz (40 g) und das Innenlager (91 g).

Grüße
Andreas
von: Andreas

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 23.08.16 11:35

Hallo wattkopfradler,

In Antwort auf: wattkopfradler
In Antwort auf: wallfahrer
Mein Ziel ist ein Reiserad dass unter 10 kg wiegt zusammenzuschrauben.
Von der Technik habe ich keinen blassen Schimmer und das Projekt gärt schon ein paar Wochen.


ein Reiserad unter 10kg bei 90kg Körpergewicht, dieser Wunsch kann tatsächlich nur von einem kommen, der von Technik keinen blassen Schimmer hat.


Wieso das? Ich wiege noch etwas mehr und mein Crosser liegt bei etwa 10,4 Kilo. Das Reise-Rennrad kommt auf knapp 8,5 Kg (mit Gepäckträger). Und das ohne besonders fragile Bauteile und ohne Wenig-Speichen-Systemlaufräder. Um das zu erreichen, muss man sich genau informieren und dann zusammenrechnen.

Grüße
Andreas
von: Raumfahrer

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 23.08.16 11:41

Das sehe ich ähnlich. schmunzel
Selbst mit einem verhältnissmäßig schweren Stahlrahmen kann man unter 10 kg kommen. Bei einem Fahrergewicht von 90 kg ist das zwar nicht unbedingt immer sinnvoll, aber es geht - eine gute Kenntnis der möglichen, verfügbaren Teile vorausgesetzt.


Wie es geht, ist hier >> http://www.mtb-news.de/forum/t/1988er-kuwahara-pacer-revision-fuer-viele-weitere-jahre.648367/
recht interessant zu lesen.
von: Wallfahrer

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 26.08.16 15:05

Na Hallo erst einmal........

so nun gibt es etwas neues von der Leichtbaufront.....

Mein Material habe ich fast zusammen:

Teile Gewicht
Rahmen 1880
Gabel 800
Tretlager 274
Steuersatz 150
Radsatz + Bereifung 3615
Kurbelgarnitur 0
Schaltung 0
Kassette 241
Lenker 150
Vorbau 150
Sattelstütze 212
Sattel 218
Schutzbleche 0
Gepäckträger 0
Beleuchtung 199
Kette 283
Bremsen 0
Pedale 0
Sattelklemme 23
--------------------------------
Summe 8195g

Kurbelgarnitur und Schaltung sind wohl noch zwei dicke Happen, mal sehen.
Es wird wohl recht knapp werden.....

Wallfahrer
von: Wallfahrer

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 26.08.16 15:26

Hallo

und fast vergessen.....

danke für eure Antworten, und dank auch für die konstruktive Kritik

und Raumfahrer für den für mich goldwerten Link..... schmunzel

Wallfahrer
von: Anonym

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 26.08.16 15:26

Deiner Rechnung nach (viele offene Posten) wird da nix knapp, sondern Du wirst die Marke deutlich reissen. Ich habe mir letztes Jahr z.T. aus Resteteilen, z.T. neu zugekauften Teilen ein MTB-Hardtail gebaut. Der Rahmen wiegt lackiert knapp über 2 kg, die Gabel gut 1.600 g. Ohne Gepäckträger und Schutzbleche bin ich da bei knapp 11 kg rausgekommen. Das geringere Gabelgewicht in deiner Rechnung macht nicht so viel aus (ca. 800 g), als dass Du mit den ganzen Teilen, die da noch fehlen, unter die 11 kg meines Rades oder gar unter 10 kg kommen könntest. Ich schätze eher 13 - 14 kg.
von: Dergg

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 26.08.16 17:44

FYI:

Leichtes Alltags- und Weltreiserad (Ausrüstung Reiserad)

Mittlerweile sind noch einige Teile abgespeckt, Ich bin so bei knapp 13kg all incl, auch Akku-Lader, 2 Flaschenhalter, Schutzbleche, Tacho, Licht, Gepäckträger hinten, Lowrider vorne. Viel weniger ist nicht drin, wenn man mit voller Ausrüstung fahren will.
von: engadiner

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 26.08.16 17:47

Es wäre wohl besser gewesen gleich bei Rahmen und Laufrädern auf geringes Gewicht zu achten. Der Alurahmen vom aktuellen Cannondale Cyclocrosser Caadx beispielsweise hat auch Ösen für Gepäckträger und wiegt bei RH 54 1050g, ein geeigneter Laufradsatz kann mit Bereifeung an der 2000g Marke kratzen. Wenn man dann so weiter macht mit den restlichen Teilen sollten die 10kg gut zu unterbieten sein. Leider wird so ein Rad dann aber auch recht schnell ziemlich teuer...
von: Peter Lpz

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 26.08.16 18:53

Einen 90kg Mann auf so einen Rahmen setzen zu wollen, ist mutig. Hier gehen die Meinungen zum Begriff es "Reiserads" offenbar weit auseinander. Nach meiner Definition wiegt ein leichtes Reiserad für einen 90 kg Mann mindestens 13kg. Dann ist es aber sehr leicht und entsprechend teuer. Ein gutes Preis-, Leistungsverhältnis sehe ich bei rund 15kg erreichbar. Meins wiegt 18kg und zum Radfahren geht es recht gut.

Meint der Peter
von: Keine Ahnung

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 26.08.16 19:27

Es wurde ja schon angemerkt: Stabilität ist wichtiger als Leichtbau! Das gilt zumindest für Reisen, die nicht leicht unter- oder abgebrochen werden können. Die Stabilität der Komponenten, insbesondere des Rahmens und der Gabel, müssen bei geringem Gewicht teuer erkauft werden.

Wenn ich so meine typischen Touren ansehe - ich fahre viel abseits der guten Straßen, so muss ich sagen, dass mein Fahrrad ganz schön etwas einstecken können muss. Körpergewicht und Gepäck erzeugen für enorme Beschleunigungskräfte in der Vertikalen, die Verschraubungen, Rahmen, Gabeln, Speichen usw. abfangen müssen. Hier ohne ausreichende Reserven zu fahren, wäre nichts für mich. Ich hatte trotz widriger Bedingungen noch keine einzige Panne, die auf eine Schwäche des Rahmens und der diversen Komponenten zurückzuführen sind. Selbst Speichenbrüche hatte ich die letzten Jahre nicht mehr zu beklagen.

Mein Fahrrad wiegt allerdings zwischen 15 und 16 kg. Wenn ich die gleiche Stabilität mit 10 kg Gewicht erreichen würde, wäre ich natürlich froh. Ich habe aber festgestellt, dass das mit meinen Ansprüchen in einem annehmbaren Preisrahmen nicht machbar ist.
von: cterres

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 26.08.16 19:46

Viel Gewicht steckt in Komfortgewinn. Breitere, pannensichere Reifen können bis zu zwei Kilo wiegen, Gelsättel oder gefederte Sättel schnell mal 500-800g, Federsattelstützen wiegen auch meist 200-300g mehr als die ungefederte Variante.
Dann könnte man auf breite Pedale auch verzichten und leicht wieder mehr als 200g einsparen oder Klickpedale nutzen. Und Dinge wie Kettenschützer, Schutzbleche und Ausklappständer sind sogar komplett verzichtbar.
Lässt man all das weg, kann man mehrere Kilo sparen, aber dann spart man eben viel Komfort ein.

Und Dinge die man sonst noch so ans Rad schraubt, wie Flaschen, Luftpumpen, Schlösser oder kleine Werkzeugtaschen, werden bei der Gewichtserfassung oft ausgelassen.
Wenn man das alles wegließe, käme man immer noch vom Fleck und auch weite Strecken, aber manche moderne Selbstverständlichkeit fehlt dann eben. Dann tut einem eben wieder der Arsch weh, wenn man mit dünnen harten Reifen ungedämpft mehrere Stunden über grobe Feldwege gerumpelt ist. Das Fahrrad muss angelehnt werden oder es steht nicht alleine und Matsch und Regen spritzt eben auf Beine und Rücken.

Rennräder sind unter anderem auch deshalb leichter, weil nur das Nötigste angebaut ist.
von: Sickgirl

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 26.08.16 20:07

Jeder hat ein anderes empfinden für Komfort, ich finde meine Rennräder eigentlich komfortabel. Ich habe zwar ein Fully, das ist im richtig harten Gelände natürlich schon komfortabler wie das Hardtail. Aber richtig lange Strecken wollte ich mit dem Rad nicht fahren.
von: StephanBehrendt

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 26.08.16 20:15

In Antwort auf: Sickgirl
Jeder hat ein anderes empfinden für Komfort,
das sich meist auch mit zunehmendem Alter verändert.
von: Sickgirl

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 26.08.16 20:19

nun ich werde nächstes Jahr auch schon 50.

Eigentlich entscheidener für den Komfort wie irgendwelche Federelemente finde ich die Passform. Seit ich da meine Maße kenne fahre ich wirklich viel komfortabler.
von: iassu

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 26.08.16 21:42

Komfort und Komfortbedürfnis hängen außer vom Alter auch direkt 1:1 vom Eigengewicht ab. Leichtgewichtige Menschen können einfach viel mehr Erschütterungen durch Eigenaktivität ausgleichen bzw wegstecken.
von: Sickgirl

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 26.08.16 21:57

Dazu kommt das man viel leichteres Material fahren kann und das Gewicht des Rades viel mehr spürt. Womit wir wieder beim Thema sind, wie baue ich mir ein leichtes Rad.
von: engadiner

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 26.08.16 22:02

In Antwort auf: Peter Lpz
Einen 90kg Mann auf so einen Rahmen setzen zu wollen, ist mutig.

Ich wage zu behaupten, dass genannter Cannondale Rahmen mit seinen großvolumigen Rohren in einem zerstörenden Belastungstest deutlich später aufgibt als so mancher Wasserrohr-Stahlrahmen ala Patria. Es kommt eben auch darauf an, dass das Material an der richtigen Stelle ist. So macht es eben wenig Sinn Rohre mit gleichbleibender Materialstärke zu verwenden, außer natürlich der geringere Preis. Leicht, stabil, günstig: such dir zwei der genannten drei Eigenschaften aus...
von: Peter Lpz

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 26.08.16 22:19

Wenn Du ihn mir bezahlst, fahr ich ihn für Dich kaputt. Gib mir ein Jahr. Ich habe bei nur 80kg Körpbergewicht einschlägige Erfahrungen mit zugegeben, Stahl- und Alurahmen der preislichen Mittelklasse um die 2.000g.

Das großvolumige Rohr erhöht zweifellos die Steifigkeit des Rahmens, aber es kann bei der Hälfte des Gewichts nicht zaubern. Denn die lässt sich nur mit geringerer Wandstärke erreichen. Ich erinnere mich an Rahmen dieser Gewichtsklasse, deren Rohr sich mit dem Daumen eindrücken ließ. Ganz tolle technische Leistung, wirklich! Aber doch nicht am Reiserad! Bei 90kg Körpergewicht sucht man aus meiner Sicht grundsätzlich einen stabilen Rahmen am Reisedampfer. Stabil und Leicht geht irgendwann nicht mehr. Bei 1.050g mal eben das 90 - fache draufsetzen zu wollen, das sollte man aus meiner Sicht nicht empfehlen.

meint der Peter
von: Toxxi

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 26.08.16 22:24

In Antwort auf: Keine Ahnung
Körpergewicht und Gepäck erzeugen für enorme Beschleunigungskräfte in der Vertikalen, die Verschraubungen, Rahmen, Gabeln, Speichen usw. abfangen müssen.

Ja, das kann man nicht genug unterstreichen! schmunzel

Wobei das ungefederte Gepäck, das letzten Endes an ein paar dünnen Schräubchen hängt, sich noch schlimmer auswirken kann als das viel höhere Körpergewicht, das eine eingebaute Federung in Armen und Beinen hat.

Gruß
Thoralf
von: Toxxi

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 26.08.16 22:27

In Antwort auf: Wallfahrer
Mein Ziel ist ein Reiserad dass unter 10 kg wiegt zusammenzuschrauben.

Darf ich noch mal nach ketzerisch nach dem Grund fragen? verwirrt

Du selbst sagst, dass du 90 kg wiegst. Nehmen wir an, dass das Rad 10 kg wiegt. Dazu kommen dann bei der Reise noch mal 15 kg Gepäck. -> Summe 115 kg

Und nun nehmen wir an, dass das Rad nicht 10 kg wiegt, sondern 13 kg -> Summe 118 kg

Fazit: 3 kg am Rad sparen (und das ist eine Meeenge Holz und kostet ordentlich Geld) = 2.5% Gewichtsersparnis! schockiert

Der einzige wirklich sofort merkbare Vorteil beim leichteren Rad ist es, dass man das leere(!) Rad einfacher eine Kellertreppe hochtragen kann. schmunzel Beim beladenen Rad sieht das schon wieder anders aus.

---

Mit einem klassischen Trekkingrad oder MTB sind die 10 kg geradezu unmöglich. Die einzige praktikable Lösung scheint mir da der schon angesprochene Cyclocrosser zu sein. Meiner war mal unter 10 kg, bis ich mir stabilere Laufräder und eine Dreifachkurbel angeschafft habe.

Gruß
Thoralf
von: iassu

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 26.08.16 22:41

Also Juchem baut gewiß nicht allzu gewichtsorientiert. Aber mein derzeitiges Rad ist vollgefedert, faltbar, mit Gepäckträger für insgesamt 30 kg Gepäck plus zwei 1.5 l Flaschenhalter und Ständer und wiegt 18 kg. Mein anderes, welches mit schmalen 622er Rädern läuft, dto vollgefedert, wiegt ohne Träger 14 kg. Ich selber wiege um 100 kg und da flattert nix. Wie man es hinkriegt, ein starres Allurad 18 oder 20 kg wiegen zu lassen, ist mir schleierhaft.
von: engadiner

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 26.08.16 23:08

In Antwort auf: Peter Lpz
Wenn Du ihn mir bezahlst, fahr ich ihn für Dich kaputt.

Nö, danke. Wenn ich damit gegen die Wand fahre wird er wohl auch kaputt sein. Genau so wie dein Panzer...
von: Standschalter

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 26.08.16 23:43

Mmh, ja, genau so wird er das gemeint haben: gegen die Wand fahren. wirr Kopfschüttel.
von: mgabri

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 27.08.16 08:12

In Antwort auf: iassu
Wie man es hinkriegt, ein starres Allurad 18 oder 20 kg wiegen zu lassen, ist mir schleierhaft.

Kein Problem. Reifen 1kg/Stück, Felgen ~800g/Stück, Sattel >1kg. Sowas summiert sich.
von: AndreMQ

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 27.08.16 10:53

Eine Woche vor der EUROBIKE leg ich dann auch mal los. Eine wesentliche Gewichtsverringerung bei einem Reiserad geht nicht mit dem real existierenden System "Metallbaukasten Fahrrad" - ohne massive Bruchgefahr. Es muß so ziemlich alles anfaßt werden - ein paar Kostproben (sehr weit vom heutigen Rad entfernt, am Markt nicht verfügbar):
- Heutige Funktionsteile Gabel, Low-Rider, Schutzblechstreben, 50mm-Headshock-Federung, Steuerrohr, Lenkrohr, Gabelschaft als eine integrierte Konstruktion die alle zusammen die Steifigkeit der VR-Führung incl. Gepäck erbringen. Steckachse, Scheibenbremse ist klar.
- Heutige Funktionsteile Hauptrahmen, Sitzstreben, Kettenstreben, Flaschenhalter, Werkzeug-/Materialfach, Sattelstütze, Sattelgrundschale, Gepäckträger, Schutzblechstreben, Piniongetriebe (o.ä.), Antriebskapselung und Diebstahlschutz als tragenden Gesamtkonstruktion. Scheibenbremse, Steckachse, geschützter Zahnriemen wieder klar. Naben- und Kettenschaltung wären aus dem Rennen.
- HR-Federung über 4 zusammenwirkende Funktionen: definierte Rahmenelastizität, (breiter) Reifen, Federung/Dämpfung der Gepäckaufhängung (ohne Scheuerstellen!!), Sattelkonstruktion.
- Keine starre oder gefederte Sattelstütze. Sattelgrundschale als tragender Teil des Rahmens, individualisierte Sattelauflage (Form, Größe, Schräge, Steifigkeit, ... individuell wie ein Gebißabdruck) bis z.B. max 30mm Höhenausgleich (d.h. obiger Rahmen paßt schon auf 30mm zum Fahrer).
- Einige Details: Steuerkopflager als metrische Schrägkugellager nach DIN-Reihe (z.B. 40mm), Tretlager sind Teil des Getriebes, Naben-Flanschbreiten mindestens 70mm, Lochkreis mindestens 100mm, A-Head-Klemmprinzip könnte bleiben, Radschützer als flache leichte Streifen, genügend lang wie z.B. die Hebie Natter 770 (Befestigungsmaterial wäre ja überflüssig), breite Felgen mit klassische Speichen, 12V-NaDy-Nabe, ......

Das Ganze wird nach Gewichtsbereichen auf reisetaugliche Festigkeit und Zuverlässigkeit ausgelegt - gerade auch Wartungs- und Verschleißintervalle müssen durch die Konstruktion passend langgezogen werden. Ersatzteilverfügbarkeit in abgelegenden Gegenden/Ländern ist kein Kriterium (Ziel: es geht nichts kaputt!). Also Kombination von Fahrergewicht / Gepäckgewicht vorne / Gepäckgewicht hinten - etwa wie:
I: Bis 60kg / bis 5kg / bis 15kg
II: Bis 80kg / bis 10kg / bis 20kg
III: Bis 100kg / bis 15kg / bis 25kg
Alles darüber versorgt sich aus der bisherigen Technik, der Planet ist mit Milliarden Rädern noch für Jahrzehnte geflutet. Rahmen/Gebel wird nach Vermessung passend zum Fahrer hergestellt und sind nur über Lenker und Sattelauflage später veränderbar. Wie bei Kleidung darf man sich nicht zu stark verändern. Rahmen/Gabel kann ja am Ende als Grabbeigabe dienen grins .

Materialwahl steht noch aus: Mit Stahl würde man eher mit viel dünnen Streben arbeiten, mit Alu mehr mit dickeren Hydroform-Rohren und kleineren Flächenelementen (Dellengefahr!), mit Carbon stark mit flächigen Bauteilen (z.B. würde die Funktion Radschützer gleich von einem tragenden, flächigen Teil übernommen) und einigen dicken Rohren. Materialkombinationen sind genauso möglich. Die reine Gewichtsreduktion ist nur ein Teil davon (was machen 3kg bei in Summe 110kg schon aus), es geht um massive funktionale Verbesserungen und um größere Zuverlässigkeit gegenüber heute. Brechende Gepäckträger, Schrauben, Speichen, Naben, Rahmen, Tretlager, ...... sind nicht zwingend, sondern Ergebnis unzulänglicher Konstruktion und Teile.
von: Toxxi

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 27.08.16 10:56

In Antwort auf: iassu
Wie man es hinkriegt, ein starres Allurad 18 oder 20 kg wiegen zu lassen, ist mir schleierhaft.

Peters Reiserad ist übrigens aus Stahl. schmunzel

Mein Reiserad (Alu, starr) wiegt auch gut seine 16 kg. Ein paar schwerere Reifen sind gleich ein Kilo mehr, eine Federsattelstütze, zwei Gepäckträger mit mehr Geröhr, stabilere Schutzbleche, Ventilkappen etc. -> damit käme ich dann auch auch problemlos auf 18kg. schmunzel

Nach negativen Erfahrungen vollgepackt mit mit schmalen Felgen über Schotterpisten im Hochgebirge zu fahren (schöne Delle in der Bremsflanke), habe ich mir was stabilers angeschafft (Rigida Big Bull). Klar war ich zunächst über das Gewicht entsetzt. Aber ich habe es auf der nächsten Tour nicht bereut. Schwimmgefühle und Angst auf Eisenbahnschotter waren deutlich reduziert. lach

Gruß
Thoralf

PS: Wenn ich schnell fahren will, nehme ich den Randonneur oder gleich das Rennrad. cool Ich fahre ja nicht immer mit kompletter Outdoorausrüstung durchs die Wildnis.
von: Raumfahrer

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 27.08.16 12:54

In Antwort auf: Wallfahrer
Na Hallo erst einmal........

so nun gibt es etwas neues von der Leichtbaufront.....

Mein Material habe ich fast zusammen:

Teile Gewicht
Rahmen 1880
Gabel 800
Tretlager 274
Steuersatz 150
Radsatz + Bereifung 3615
Kurbelgarnitur 0
Schaltung 0
Kassette 241
Lenker 150
Vorbau 150
Sattelstütze 212
Sattel 218
Schutzbleche 0
Gepäckträger 0
Beleuchtung 199
Kette 283
Bremsen 0
Pedale 0
Sattelklemme 23
--------------------------------
Summe 8195g

Kurbelgarnitur und Schaltung sind wohl noch zwei dicke Happen, mal sehen.
Es wird wohl recht knapp werden.....

Wallfahrer





Gewichtsmäßig sind einige Teile viel zu schwer.

Bspw. das Tretlager mit 274g.
Ein Token4Kant-Tretlager wiegt zusammen mit Alukurbelschrauben gleichmal 40g weniger und hält auch.

Der Vorbau mit 150g mag ein solides Teil sein, aber ein Syntace F99 Vorbau mit Titanschrauben wiegt nur um die 100g. Zweifel ander Haltbarkeit? - keine.

Wozu bitte ein 150g Steuersatz? Ein Tune Bobo wiegt schlappe 80g - und hält bei mir am MtB schon mindestens 5 Jahre ohne Probleme.

So hättest Du gleich mal 160g Gewicht eingespart. zwinker

Dieser 3615g schwere Laufradsatz bringt mich auch leicht ins Grübeln... wurden dort Alunippel verbaut? Am VR und am HR auf der linken Seite sollte es keine Probleme geben - saubere Arbeit vorraus gesetzt.
Was für Felgenband ist dort drin? 3 Lagen Tesa in der richtigen Breite machen es auch und sparen etwa 30-40g ein - pro Laufrad.
Und dann sollten dort auch noch leichte Speichen wie die DT Revolution verbaut sein.

Naja....ansonsten maximale Erfolge... ;D



In Antwort auf: Toxxi


Mit einem klassischen Trekkingrad oder MTB sind die 10 kg geradezu unmöglich. Die einzige praktikable Lösung scheint mir da der schon angesprochene Cyclocrosser zu sein. Meiner war mal unter 10 kg, bis ich mir stabilere Laufräder und eine Dreifachkurbel angeschafft habe.

Gruß
Thoralf

Nein. Schon Mitte der 90er Jahre waren U10kg möglich. Mit Starrgabel und Felgenbremse sehe ich da keine großen Probleme.
Man sollte aber einigermaßen den Durchblick haben, was es an sinnvollen Teilen gibt - und das sehe ich beim TE eben nicht so.


Trotzdem freundliche Grüße unbekannterweise.
von: Wallfahrer

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 27.08.16 14:29

Hallo

in der Zwischenzeit war ich nicht untätig.
Meinen Laufradsatz wiegt jetzt 3250g ich habe die Bereifung gewecheselt auf Conti. Speed King II.
Ich werde kein Patronenlager verwenden sondern sondern ein Shimano-Hollowtech-Innenlager dazu die Passende Kurbel da liege ich geschätzt bei 700g für Kurbelgarnitur und Innenlager, das Kettenblatt nicht mitgerechnet.

Kurbelgarnitur, und Schaltung sind noch nicht hier da kann ich nicht das genaue Gewicht sagen.

Hie die aktuelle Liste:

Teile Gewicht
Rahmen 1880
Gabel 800
Tretlager 88
Steuersatz 150
Radsatz + Bereifung 3250
Kurbelgarnitur 638
Schaltung 300
Kassette 241
Lenker 150
Vorbau 150
Sattelstütze 212
Sattel 218
Beleuchtung 199
Kette 283
Bremsen/Schalthebel 680
Pedale 265
Sattelklemme 23
Kettenblatt 100
Schutzbleche 0
Gepäckträger 0
Lenkergriffe 0

Summe 9627

Den leichten Steuersatz und Vorbau werde ich mir besorgen......und das mit dem Felgenband Probiere ich aus.

der Laufradsatz ist vom Corratec Revolution.

Wallfahrer





von: manfredf

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 27.08.16 15:09

Gewöhnliches Tesa ist für Kamikaze. Der kluge Mann nimmt Tesa 4289, bei höheren Drücken 2-lagig. Oder Veloplugs. schmunzel

Deine Laufräder samt Reifen sind wirklich recht schwer für ein Leichtbauprojekt.
von: Wallfahrer

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 27.08.16 18:40

Hallo

meine Teile habe ich soweit zusammen dass ich mit dem Zusammenbau der einzelnen Teile beginnen kann.
Als erstes werde ich Innenlager und Steuersatz montieren. Dazu geht es in eine Fahrrad- Selbsthilfewerkstatt da ich das nötige Spezialwerkzeug noch nicht besitze.

Die Frage die mich jetzt beschäftigt ist, auf welche Länge kürze ich die Gabel.
Gibt es da Erfahrungswerte?

Eine andere Variante währe die länge der Gabel von meinem MTB auszumessen, da ich auf dem Teil recht gut sitze.

Und eine andere Möglichkeit währe alles mit Spacern aufzufüllen um die optimale Sitzposition erst dann zu ermitteln wenn das Rad zusammen gebaut ist.

.....und ich weiß.. ein Dummer kann mehr fragen als 10 Weise beantworten können.. grins

Wallfahrer
von: Schlußlicht

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 27.08.16 18:52

In Antwort auf: Wallfahrer

Und eine andere Möglichkeit währe alles mit Spacern aufzufüllen um die optimale Sitzposition erst dann zu ermitteln wenn das Rad zusammen gebaut ist.

Geanu so würde ich dies an Deiner Stelle machen.
Evtl. aber auch mit der Vorbaulänge und der Sattelposition "arbeiten" .
von: Sickgirl

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 27.08.16 18:58

IM IBC Forum gibt es eine Gewichtsdatenbank

Die Herstellerangaben sind ja meist ein wenig beschönt, dort gibt es wohl reale Gewichte.
von: iassu

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 27.08.16 19:18

Aber wer um des heiligen St.Cyclabimus' Willen macht denn SOWAS ? Sattel mit > 1000 Gramm! :händeüberdemkopfzusammenschlag:
von: cterres

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 27.08.16 19:29

Nur 1000g? 1850g
von: Wallfahrer

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 27.08.16 19:29

Hallo

Sattel mit 1000g .....wo.....

Wallfahrer
von: cterres

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 27.08.16 19:39

Und Brooks betreibt noch Leichtbau im Vergleich zu Lepper. 2195g
von: iassu

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 27.08.16 20:09

Da könnte man eigentlich gleich die Ausfallenden dranschweißen, fertig ist das Holland.
von: toddio

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 27.08.16 20:10

In Antwort auf: Peter Lpz
Wenn Du ihn mir bezahlst, fahr ich ihn für Dich kaputt. Gib mir ein Jahr. Ich habe bei nur 80kg Körpbergewicht einschlägige Erfahrungen mit zugegeben, Stahl- und Alurahmen der preislichen Mittelklasse um die 2.000g.

Das großvolumige Rohr erhöht zweifellos die Steifigkeit des Rahmens, aber es kann bei der Hälfte des Gewichts nicht zaubern. Denn die lässt sich nur mit geringerer Wandstärke erreichen. Ich erinnere mich an Rahmen dieser Gewichtsklasse, deren Rohr sich mit dem Daumen eindrücken ließ. Ganz tolle technische Leistung, wirklich! Aber doch nicht am Reiserad! Bei 90kg Körpergewicht sucht man aus meiner Sicht grundsätzlich einen stabilen Rahmen am Reisedampfer. Stabil und Leicht geht irgendwann nicht mehr. Bei 1.050g mal eben das 90 - fache draufsetzen zu wollen, das sollte man aus meiner Sicht nicht empfehlen.

meint der Peter


Spuck mal nicht so große Töne - Cannnondale-Rahmen sind über jeden Zweifel erhaben. Mein T600 von 1990 ist drei mal um die Erde gefahren, auch bei leicheren Rahmen von der Firma hätte ich keinerlei Bedenken, sie im Reiseeinsatz zu verwenden.
von: Peter Lpz

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 27.08.16 21:34

Aber ich spucke doch gar keine großen Töne. Das tust Du! Mir würde es nie und wirklich niemals über die Lippen kommen, dass irgendeine Marke "über jeden Zweifel erhaben ist". Demnächst baut Cannondale ganz gewiss Rahmen mit 150g für die "Upper - Class". Die kostenn ca. 100.000 Euro und sind auch über jeden Zweifel erhaben. Es gibt nichts, was Cannondale nicht kann, halleluja!

Au weia! meint da der Peter

P.S Es ist immer schön, wenn ein Fahrrad ein langes Leben erreicht. Ich gönne Dir auch von Herzen, die Freude an der Marke. Aber vielleicht hast Du auch schon gemerkt, dass ein Rad, das eine Weltumradlung durch hat, mit einem anderen Fahrer und anderen Gewohnheiten trotzdem zerschellen kann?
von: Juergen

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 27.08.16 22:30

In Antwort auf: Wallfahrer
itur, und Schaltung sind noch nicht hier da kann ich nicht das genaue Gewicht sagen.

Hie die aktuelle Liste:

Teile Gewicht
Rahmen 1880
Gabel 800
Tretlager 88
Steuersatz 150
Radsatz + Bereifung 3250
Kurbelgarnitur 638
Schaltung 300
Kassette 241
Lenker 150
Vorbau 150
Sattelstütze 212
Sattel 218
Beleuchtung 199
Kette 283
Bremsen/Schalthebel 680
Pedale 265
Sattelklemme 23
Kettenblatt 100
Schutzbleche 0
Gepäckträger 0
Lenkergriffe 0

Summe 9627

Den leichten Steuersatz und Vorbau werde ich mir besorgen......und das mit dem Felgenband Probiere ich aus.

der Laufradsatz ist vom Corratec Revolution.

Wallfahrer
Nimmst Du Siemens Lufthaken oder womit bringst Du den Krempel haltbar zusammen?
von: Wallfahrer

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 28.08.16 08:53

Hallo....

@Juergen.........mit Inbusschrauben aus Neuss.....

Wallfahrer
von: Peter Lpz

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 28.08.16 12:18

Hallo Andreas,

Deinen Beitrag hatte ich zunächst überlesen. Wie Thoralf es bereits schrieb, habe ich ein starres Stahlrad, das auf 18kg Gewicht kommt. Das hohe Gewicht war nicht das Ziel, sondern es hat sich so ergeben. Der Rahmen ist sehr schwer. Ich weiß das Gewicht nicht ganz genau, denke aber an ca. 3.500g für die Rahmen/Gabel Kombination. Einen so schweren Rahmen hätte ich nicht gewählt, wenn es eine Alternative gegeben hätte.

Der Rahmen war der erste, der für 622-er Reifen die verstellbaren Ausfallenden für Rohloff ermöglicht hatte. Mich hatte das überzeugt und das Gewicht des Fahrrads wird m. E. ohnehin gnadenlos überbewertet. So ist der schwere Bock eben das Rad, mit dem ich Reisen und auch sehr lange Tagestouren mache. Dabei hat es 15 Jahre durchgehalten und an das Gewicht habe ich mich gewöhnt. Es läuft hervorragend und hält auch gegenüber meinen leichteren Fahrrädern den Geschwindigkeitsrekord (85km/h). Aber es wäre mir heute tatsächlich lieber, wenn es leichter wäre. Trennen werde ich mich nun davon aber auch nicht mehr. Dazu hängt man doch zu sehr an der Möhre.

Vergleiche zum Fahrverhalten bzw. der durchs Gewicht vergeudeten Energie zwischen dem schweren Dampfer und meinem Crossrad (12,5kg), fallen zudem ernüchternd aus. Auf meiner beinahe jährlich stattfindenden 3-Gipfeltour ins Erzgebirge (ca. 310km/3000Hm) gewinne ich mit dem leichten Crosser einen einzigen km/h. Auf die Gesamtfahrzeit kostet mich der Dampfer folglich eine Stunde auf 310km. Wenn ich diese Stunde nicht habe, kauf ich mir ein Moped oder ein Auto. Man muss dazu aber sagen, dass ich bestrebt bin auch schlechtere Pisten und Waldwege einzubauen. Hier bekommt das Crossrad mit 32- er Reifen natürlich zuweilen Schwierigkeiten. Wenn ich heute ein Reiserad kaufen würde, dann würde ich eins von Patria wählen. Nicht weil die Marke über jeden Zweifel erhaben ist, sondern weil sie ordentliche Rohrsätze verwenden und die Kombination starre Gabel, Bremssockel und max. 47-er Reifen bei verstellbaren Ausfallenden ermöglichen. Aus mir unerfindlichen Gründen ist das nahezu ausgestorben.

meint der Peter
von: AndreMQ

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 28.08.16 12:56

Dann hänge ich hier ein weiteres Zahlenbeispiel dran:
Wie ein Reiserad mit heutiger Technik auf 10kg kommen kann, ist unklar, aber da der Begriff nicht geschützt ist, kann man alles als Reiserad bezeichnen. Nur hilft das ja niemandem weiter.
Beispiel: Ungefedertes 559-Alu-Rad ebenfalls mit durchaus schweren Teilen (Speedhub, Brooks, Chainglider, Breitreifen, Hinterbauständer, Scheibenbremsen, Radschützer, Gepäckträger, Licht, Flaschenhalter, NaDy, ....): 14,1kg. Für Reisetauglichkeit müßten die leichten Breitreifen durch etwa gleich schwere, aber dann schmalerer Marathons ersetzt und ein Tubus Tara angeschraubt werden, was dann auf ca. 14,5kg führt. Wenn man die obigen "schweren Teile" wegläßt, bzw. leichtere nimmt, landet man etwa bei 12 - 12,5kg. Trotzdem würde ich das Gefährt nicht für Schwerlastfahrer mit entsprechend Gepäck als robust genug sehen.
von: Juergen

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 28.08.16 14:37

...... dann rechne n Kilo mehr. Brauchst ja auch Muttern und U-Scheiben. schmunzel
von: Sickgirl

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 28.08.16 15:03

Ich bezweifle wirklich das 1 Kilo an Muttern und U-Scheiben an einem Rad verbaut sind.
von: cterres

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 28.08.16 15:09

Na, da ist ein Kilo aber übertrieben.
Bei den meisten Bauteilen sind die Schrauben im Gewicht enthalten wie beim Vorbau etwa. Die ein oder andere Schraube an Schutzblech, Gepäckträger, Tretkurbel oder Schaftkappe ist wahrscheinlich nicht in den Einzelgewichtangaben dabei, aber das sind eher 100-200g.

Am Ende zählt aber sowieso das Gesamtgewicht, mit Schmierfett und all den Schräubchen und Muttern. Aufs Gramm genau addieren lässt sich das in Einzelteilen nur schwer.
von: Juergen

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 28.08.16 15:44

Mir ist zu warm zum Zählen, aber wahrscheinlich hab ich 50 Schrauben am Rad. Das sind schon mal ein Pfund. Nimmste Schnellspanner und sonstwas dazu, wir sprechen von einem Reiserad und nicht vom Königsalle-Showbike, kommt schnell ein Kilo zusammen.
Aber wie gesagt, ich mach mir die Arbeit nicht, das alles aufzurechnen. grins
von: hansano

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 28.08.16 16:39



wenns ganz eng wird ......... http://www.schmolke-carbon.de/carbon/carbon_de/details/schrau.php
von: Wallfahrer

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 28.08.16 16:40

Hallo

....ihr müsst euch keine Sorgen machen das Befestigungsmaterial habe ich immer mit gewogen...

Da es sich allerdings um Stahlschrauben handelt bin ich am überlegen, Titanschrauben zu verwenden. Das könnte sich lohnen.

Wallfahrer
von: hansano

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 28.08.16 17:03

Sorgen mach ich mir um den popcorn Nachschub
von: Sickgirl

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 28.08.16 17:16

Die meisten Schrauben sind bei mir mit dem dazugehörigen Bauteil gewogen, zBsp Umwerfer komplett mit der Schraube an der Schelle, oder Sattelstütze inklusive den beiden Schrauben zur Sattelmontage, Bremsen inklusive allen Befestigungsschrauben und den notwendigen Adaptern.

Extra Schrauben sind Flahaschrauben, da kann man eh Alu nehmen, 4 Stück a 2 Gr.

Schraube für Gepäckträger und Schutzblechbesfestigung 6 Stück a 5 Gr

Macht bei mir in der Summe nicht mal 50 Gramm an zusätzlichen Schrauben
von: Sickgirl

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 28.08.16 17:24

Titanschraubentuning ist die allerletzte Baustelle die am wenigsten Gewichtsersparnis bringt und dafür unverhältnismäßig teuer ist.

Ich habe mir verschiedene Titanschräubchen selber gefertigt, sind zum Teil nur 1-2 Gramm zur Originalstahlschraube.
von: Juergen

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 28.08.16 17:46

In Antwort auf: hansano
Sorgen mach ich mir um den popcorn Nachschub
Haste schon mal das Gewicht von Erbsen aus der Dose mit dem von Tiefkühlerbsen verglichen? grins

Danke für die Vorlage!
von: Wallfahrer

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 28.08.16 17:47

Hallo

zwischenzeitlich habe ich mal das Felgenband gewogen 16g , ich denke mal da ist kein großes Einsparpotenzial.
Wenn ich allerdings den Schwalbe Schläuche sv 14 extra light nehme spare ich für beide Laufräder 100g.
Der Gepäckträger wird wohl ein Selbstbauprojekt aus Alu bzw. Carbonrohren.

Die Anregung habe ich mir hier geholt.: Carbon Gepäckträger

Derzeit sind es 361g bis zur 10kg Grenze...... zwinker

Wallfahrer
von: Raumfahrer

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 28.08.16 17:48

Das sehe ich genauso.

Da machen Aluschrauben an (wichtig!!!)niedrig belasteten Stellen wie z.Bsp. am Schaltwerk/Umwerfer eher Sinn.

Wo man in diesem Fall sinnvoll Gewicht sparen könnte, wäre bei den Laufrädern. Dafür das dort Conti Speedkings verbaut wurden, kommen mir die Laufräder noch sehr schwer vor...



von: Raumfahrer

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 28.08.16 17:49

Was wiegen denn die Laufräder "naggisch"?

Und sind die für Felgen- oder Scheibenbremse?
von: Wallfahrer

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 28.08.16 18:11

Hallo

@ Raumfahrer

Das Vorderrad wiegt nackt mit Schnellspanner 864g. Das Hinterrad nackt ohne Kassette und mit Schnellspanner 1143g. Und Felgenbremsen.

Wallfahrer
von: Seghal

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 28.08.16 20:52

In Antwort auf: Wallfahrer
Wenn ich allerdings den Schwalbe Schläuche sv 14 extra light nehme spare ich für beide Laufräder 100g.

Von denen ist mir schonmal einer geplatzt, und zwar direkt an der Naht. Zum Glück war das Rad gerade abgestellt.
von: Wallfahrer

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 28.08.16 20:58

Hallo

Die Schläuche sind geordert und ein paar Schnellspanner und die Veloplugs....

das gibt noch 100g+50g+20g Ersparnis

...langsam nimmt die Sache doch Form an

Wallfahrer
von: Falk

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 29.08.16 00:18

Zitat:
Da es sich allerdings um Stahlschrauben handelt bin ich am überlegen, Titanschrauben zu verwenden.

Ich würde eher an korrosionsfeste denken – und dann zusätzlich noch daran, dass Gewindepaarungen aus unterschiedlichen Metallen wegen der elektrochemischen Korrosion zum Festgammeln neigen. Niemals ohne Fett!
von: iassu

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 29.08.16 00:58

Wie hieß noch der, welcher dazumal diese nette Signatur hier im Forum hatte: und nie nich mim Öl spaasam sein! ?
von: meterfresser

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 29.08.16 01:17

In Antwort auf: Wallfahrer
Hallo

zwischenzeitlich habe ich mal das Felgenband gewogen 16g , ich denke mal da ist kein großes Einsparpotenzial.

...kennst Du Veloplugs?
von: manfredf

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 29.08.16 05:50

In Antwort auf: Wallfahrer
Hallo

.....
Der Gepäckträger wird wohl ein Selbstbauprojekt aus Alu bzw. Carbonrohren.

Die Anregung habe ich mir hier geholt.: Carbon Gepäckträger

Derzeit sind es 361g bis zur 10kg Grenze...... zwinker

Wallfahrer

Der Gepäckträger ist überflüssig.
Man nehme Apidura oder ähnliches. Es gibt eigentlich keinen Grund, so etwas nicht an einen 6kg-Renner zu hängen und eine Woche in der Gegend herumzuzischen.
von: Wallfahrer

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 29.08.16 07:41

Hallo

@manfredf

Ich brauche für meine Ausrüstung (incl. 4 Tage Verpflegung) etwa 30l Packvolumen.
Bikepacking ist natürlich die Alternative zum Gepäckträger.

Wallfahrer
von: oly

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 29.08.16 09:27

Seat- und Handlebar-Pack von Ortlieb haben zusammen 31,5 Liter ;-)

Gruß Oly
von: ro-77654

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 29.08.16 10:04

In Antwort auf: Wallfahrer
Hallo

Die Schläuche sind geordert und ein paar Schnellspanner und die Veloplugs....

das gibt noch 100g+50g+20g Ersparnis

...langsam nimmt die Sache doch Form an

Wallfahrer


Inbus-Achsen sind oft leichter als billige Schnellspanner. Da gibt es jedoch sehr unterschiedliche Gewichte:
http://gewichte.mtb-news.de/category-51/schnellspanner?page=3

OT: Meines Erachtens ist es sinnvoller, sich beim Gewicht aufs Gepäck und Taschen/Gepäckträger zu konzentrieren, statt beim Rad von 12 auf 11 kg zu kommen.
von: manfredf

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 29.08.16 16:20

Um Gottes willen ! Das ruiniert jedes Leicht-Projekt !
Was man nicht mitnimmt wiegt nichts. Und kostet auch nichts. schmunzel
von: engadiner

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 29.08.16 16:50

In Antwort auf: manfredf
Um Gottes willen ! Das ruiniert jedes Leicht-Projekt !
Was man nicht mitnimmt wiegt nichts. Und kostet auch nichts. schmunzel

Ja, genau. Im Grunde genommen reicht ein Bündel Banknoten und eine Kreditkarte. Die Zimmermädchen in den Hotels freuen sich auch über nur einmal getragene Klamotten - kein Witz, ich kenne jemanden der macht das wirklich so.
von: Dergg

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 29.08.16 18:43

In Antwort auf: AndreMQ
Beispiel: Ungefedertes 559-Alu-Rad ebenfalls mit durchaus schweren Teilen (Speedhub, Brooks, Chainglider, Breitreifen, Hinterbauständer, Scheibenbremsen, Radschützer, Gepäckträger, Licht, Flaschenhalter, NaDy, ....): 14,1kg. Für Reisetauglichkeit müßten die leichten Breitreifen durch etwa gleich schwere, aber dann schmalerer Marathons ersetzt und ein Tubus Tara angeschraubt werden, was dann auf ca. 14,5kg führt.

Sowas ähnliches hatte ich ja oben beschrieben, ich komme allerdings auf 13kg ohne die genannten Teile. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, in 1.5kg das Mehrgewicht für Speedhub, Brooks, Chainglider, Hinterbauständer, Scheibenbremsen unterbringen zu können. Hast Du 14.1 kg tatsächlich gewogen? Oder ist das eine Katalogangabe?
von: Dergg

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 29.08.16 18:52

In Antwort auf: meterfresser
...kennst Du Veloplugs?

Ich kenne sie und habe sie auch verbaut, die können nervig sein. Gerade nach ca. 25000km die Felge getauscht, die gleiche wieder bestellt und siehe da: Die Veloplugs passen nicht mehr, weil die Speichenlöcher jetzt etwas kleiner sind. Teures Vergnügen. Übrigens braucht man auch noch eine Lage Tesafilm über den Veloplugs, weil sonst eigentlich immer irgendwo einer rausfällt.

Den zuvor gegeben Tip mit 3-Lagen Tesafilm kann ich nicht empfehlen. Hatte das mal, und so nach ca. 1 Jahr war das doch reichlich nach innen ausgedellt. Passiert ist nichts, aber ich möchte es auch nicht drauf ankommen lassen.
von: Dergg

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 29.08.16 18:58

In Antwort auf: ro-77654
OT: Meines Erachtens ist es sinnvoller, sich beim Gewicht aufs Gepäck und Taschen/Gepäckträger zu konzentrieren, statt beim Rad von 12 auf 11 kg zu kommen.

Ab einem gewissen Punkt, ja. Sehr sinnvoll ist zum Beispiel der Eigenbau von dem, was vor 20 Jahren mal "Ortlieb-Light" hieß: Das Material der Plus-Taschen kombiniert mit QL-1. Am besten noch mit Antiken QL-1-Haken (die ohne Einsätze), das spart nochmal einige Gramm / Taschenpaar (ich glaube, es waren 25-30g).
von: AndreMQ

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 29.08.16 19:17

In Antwort auf: Dergg
In Antwort auf: AndreMQ
Beispiel: Ungefedertes 559-Alu-Rad ebenfalls mit durchaus schweren Teilen (Speedhub, Brooks, Chainglider, Breitreifen, Hinterbauständer, Scheibenbremsen, Radschützer, Gepäckträger, Licht, Flaschenhalter, NaDy, ....): 14,1kg. Für Reisetauglichkeit müßten die leichten Breitreifen durch etwa gleich schwere, aber dann schmalerer Marathons ersetzt und ein Tubus Tara angeschraubt werden, was dann auf ca. 14,5kg führt.

Sowas ähnliches hatte ich ja oben beschrieben, ich komme allerdings auf 13kg ohne die genannten Teile. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, in 1.5kg das Mehrgewicht für Speedhub, Brooks, Chainglider, Hinterbauständer, Scheibenbremsen unterbringen zu können. Hast Du 14.1 kg tatsächlich gewogen? Oder ist das eine Katalogangabe?
Ja, die 14,1kg sind wirklich am Haken mit einer digitalen Hängewaage gewogen. Mit Tubus Tara dann auf 14,5kg geschätzt.
Für Abmagern wurde angesetzt:
- Normalsattel statt Brooks-B17S (505g, gewogen) (-200g), aber nur bei einem leichten Sattel, also kein Gel oder so was.
- Kettenschaltung statt Speedhub (-500g, geschätzt)
- Chainglider + Aluscheibe weg (-300g, gewogen)
- Tacho weg (-100g, geschätzt)
- Hinterradständer Hebie 601 weg (-400g, Katalog)
- V-Brakes gegenüber Scheibenbremsen (-400g): die 2 V-Brakes Avid SD7 mit Zügen, Belägen, 4 Canti-Sockeln (690g, gewogen), die 2 MT4 mit Scheiben und Schrauben (1100g, Katalog, Scheiben gewogen).
von: Dergg

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 29.08.16 19:22

Interessant. Was ist das für ein Rad? Oder auch Eigenbau, keins von der Stange?
von: cterres

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 29.08.16 19:35

Erst mal vorweg, durch Zufall fand ich noch ein zweites Forum mit der selben Diskussion. Da wird dann auch mehr über die Aktualisierungen bei der Komponentenwahl erwähnt.
http://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/4219-ich-bau-mir-mal-ein-leichtes-trekkingrad/

Also grundweg ist nachvollziehbar, das man ein möglichst leichtes Fahrrad möchte. Das ist ein Alltagsthema um das sich auch der Markt mit leichten Komponenten und Zubehör kümmert und leider zu Premium-Preisen. Der Lenker aus 6000er Aluminium kostet nur die Hälfte oder ein Drittel vom stärkeren und daher dünneren 7000er Alu-Lenker, doch das Rohmaterial ist natürlich nicht im gleichen Maße oder auch nur Ansatzweise teurer. Man verlangt mehr weil man es kann. Für die Leichtigkeit des Fahrrades gibt man deutlich mehr Geld aus.
Ob das Rational ist, darum geht es hier im Forum bislang hauptsächlich.

Ich schließe mich da nicht von aus, doch als schwergewichtiger Fahrer ziehe ich die Grenze nicht bei 10kg, denn dabei würde mir (persönlich) zuviel am Rad fehlen. Einige Komponenten haben eben selbst in hochwertiger und leichter Ausführung ein bestimmtes Mindestgewicht und man spart effektiv durch Verzicht.

Schutzbleche, Ständer und Federung, sei es durch Dämpfer oder auch großvolumige Reifen, gilt es zu vermeiden. Man kann zumindest nicht ein optimal geleichtertes Rad aufbauen und trotzdem solche Teile verwenden. Daher verstehe ich gar nicht, warum diese Teile diskuttiert werden? Sie sind verzichtbar und damit entweder Ballast oder eben ein Zugeständnis an ein Komfortbedürfnis.

Manche leichteren Teile sollte man für Reisen eher meiden. Carbonlenker sind dafür ein Beispiel. Ein Fahrrad ohne Seitenständer kann und wird höchstwahrscheinlich einmal umfallen und prallt mit einem Lenkerende auf den Boden auf. Eigentlich kein Drama, für Carbonlenker allerdings wohl. Sie können einreissen und im günstigsten Fall deutlich sichtbare Schäden aufweisen, im ungünstigsten Fall erst später reissen. Sattelstützen und Gabeln sind nicht ganz so exponiert, aber man muss natürlich drauf aufpassen. Irgendwo hat eben Leichtigkeit im Reisealltag seine Grenzen.

Doch ich frage mich, was der tiefere Grund für das Gewichtslimit ist?
Ist es das Geltungsbedürfnis? Die Möglichkeit in Gesprächen mit dem niedrigen Gewicht zu beeindrucken? Das wäre menschlich und verständlich.

Eine mit der Gewichtsreduktion üblicherweise einhergehende Leistungssteigerung scheint jedoch nicht das Ziel zu sein? Weder ist das Rad mit einer 1x9-Schaltung für jeden Geländeverlauf besonders angepasst, nicht auf hohe Endgeschwindigkeit oder steile Bergetappen.
Auch spielt für die Antriebsleistung besonders die Schwungmasse eine große Rolle - also überwiegend die Laufräder. Hier reduzieren heißt Kraft einsparen. Alle anderen Teile des Rades werden durch die Laufräder im Grunde nur transportiert. Das gilt insbesondere auch für den Fahrer und sein Gepäck.
Ob der Fahrer bei 90kg Körpergewicht nun nebst sich selbst, seine etwa 20kg Gepäck und die 10kg Fahrrad bewegt, oder sein eigenes Gewicht reduziert und das verringerte Körperfett dem Rad zugesteht, läuft im Ergebnis auf das Selbe hinaus.

Im Rennsport zählt zwar jedes Gramm, aber man zählt auch jedes Einzelne davon. Ist der Fahrer schwerer, muss er mehr Leistung (in Watt) treten, um der Konkurrenz nicht gnadenlos hinterher zu hecheln. Aber im Rennsport nimmt man üblicherweise auch nicht mehrere Kilo Gepäck mit. Will man sich mit solchen Ansprüchen messen, muss das Gepäck deutlich reduziert werden. Das Verwachsene auf den Hüften ebenfalls.
Und wenn man sein Rad mit 10 Kilo wiegt, aber mit Gepäck wiegt es 30, dann spielt es keine Rolle wie sich diese 30 Kilo verteilen, sofern zumindest die Schwungmasse optimiert ist.

Ziel sollte es eher sein, das Systemgewicht zu reduzieren oder sich den wahren Grund für den Aufbau einzugestehen.
von: AndreMQ

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 29.08.16 19:41

Ist ein älteres Rad (ROTOR, 2005) auf Basis eines Alu-MTB-HT-Rahmens (S, verschiebbare Ausfallenden), der aber auch z.B. von Vortrieb und sicher auch anderen verwendet wurde/wird. Sonst eigentlich keine Spezialteile dran. Rizer-Lenker, Vorbau, Steuersatz, Sattelstütze sind die damaligen Ritchey-Pro. Speedhub, SON, B&M, CG, XT-Kurbel, SKS-Chromoplastics, MT4-SB. Für einen M oder L-Rahmen und etwas kräftigere Felgen müßte jemand noch 300g wieder drauflegen. also alles in allem kommt man mit einem Alu-Rad ohne Spezialteile so auf die 12,5 eher 13kg einigermaßen reiserobust. Ein leichter Fahrer eher zu 12,5kg. Das paßt schon mit Deiner Angabe zusammen.

Sehe gerade, da ist noch ein größere Beitrag eingelaufen, aber noch nicht gelesen.
von: AndreMQ

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 29.08.16 19:50

Die Verteilung von Gewicht auf Rad oder Gepäck ist schon relativ egal (jetzt keine Festigkeit o.ä. betrachtet). Aber als Vertreter der leichtgewichtigen Fahrer ist das Verhältnis Körpergewicht zu mitgeschlepptem Gewicht sehr wichtig. Auch wenn leichtgewichtige Fahrer vielleicht im Mittel etwas besser durchtrainiert sind als schwergewichtige, der Muskelapparat ist schon irgendwie auf das Körpergewicht ausgelegt.
- Fahrer 110kg, Rad + Gepäck 40kg: der Fahrer schleppt 36% seines Körpergewichts nochmals mit.
- Fahrer 60kg, Rad + Gepäck 35kg (die 5kg muß man erst mal wegbekommen): Fahrer schleppt 58% seines Körpergewichts nochmals mit.

Leichte Fahrer müssen was am Rad- und Gepäckgewicht tun. Das muss auch möglich sein, weil nicht die Teilefestigkeit für einen 110kg-Fahrer benötigt wird (bitte wegen DEUL keine Stahl-Speedhub verpflichtend einführen weinend)
von: Sickgirl

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 29.08.16 19:53

Mir macht ein leichtes Rad einfach mehr Fahrspaß, gerade auf langen Strecken.

2014 bin ich im Juni die große Bayernrundfahrt über 1000 km mit meinem 9,5 kg Brevetrad gefahren. Ich bin gut und mit ausreichend Puffer zum Zeitlimit ins Ziel gekommen.

Gut einen Monat bin ich das Superbrevet über 1200 km ebenfalls in Bayern gefahren. Ich dachte ein wenig Komfort würde mir die Sache leichter machen und bin mit dem 12 kg Rad an den Start gegangen. Ich war um einiges langsamer, konnte nicht soviel Pause machen und schlafen. Nach 1000 km war der Ofen aus und ich bin zum Bahnhof gefahren.

Die normalen Alltagsfahrten mache ich auch ohne Probleme mit dem bleischweren Stadtrad, aber mehr wie den 5 km Radius um daheim möchte nicht damit fahren.
von: Dergg

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 29.08.16 20:15

Verstehe. Rahmengröße S macht schon einiges. Meiner ist eher L. Der meiner Herzallerliebsten in 15-Zoll wiegt auch fast ein halbes kg weniger. Wenn man dann noch die bei mir fest-installierte Lader-Mimik etc wegläßt, kommt man tatsächlich hin.
von: AndreMQ

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 29.08.16 20:15

... jo, das hört sich alles sehr plausibel an. Aber ein echtes 10kg-Reiserad ist mit normalen Mitteln leider noch nicht zu machen.
von: Dergg

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 29.08.16 20:17

In Antwort auf: cterres
Doch ich frage mich, was der tiefere Grund für das Gewichtslimit ist?
Ist es das Geltungsbedürfnis?

Es fährt sich einfach schön. Besonders, wenn man nicht auf Reisen ist grins
von: AndreMQ

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 29.08.16 20:31

In Antwort auf: Dergg
Verstehe. Rahmengröße S macht schon einiges. Meiner ist eher L. Der meiner Herzallerliebsten in 15-Zoll wiegt auch fast ein halbes kg weniger. Wenn man dann noch die bei mir fest-installierte Lader-Mimik etc wegläßt, kommt man tatsächlich hin.
Die Katalogangabe für den Rahmen war seinerzeit 1720g (M) - dürfte auch etwa stimmen. Unterschiede zwischen den Größen waren leider nicht angegeben.
von: Wallfahrer

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 29.08.16 20:53

Ein leichtes Hallo

.....ach ich wollte doch keine Grundsatzdiskussion vom Zaun brechen.......

Also noch einmal....ich baue das Rad aus Spaß an der Freude.......

.....warum es unter 10 kg wiegen soll,........

ich will wissen ob das mit meinen bescheidenen mitteln und Kenntnissen möglich ist.

Warum bin ich hier im Forum?

Weil ich dachte, hier finde ich erfahrene Forumsmitglieder die mir mit Rat und Tipps zur Seite stehen.

Mich interessiert was möglich ist, und nicht , was nicht möglich ist.

Das Rad was ich hier bauen will ist also Hobby.......und so soll's bleiben....

Wallfahrer
von: Oldmarty

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 29.08.16 21:19

In Antwort auf: Wallfahrer
Ein leichtes Hallo

.....ach ich wollte doch keine Grundsatzdiskussion vom Zaun brechen.......


Wallfahrer



Mach dir da keinen Kopp drum, das machen andere schon und übernehmen das.

mach da dein Ding und berichte einfach drüber. schmunzel
von: manfredf

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 30.08.16 06:45

In Antwort auf: AndreMQ
....
- Fahrer 110kg, Rad + Gepäck 40kg: der Fahrer schleppt 36% seines Körpergewichts nochmals mit.
- Fahrer 60kg, Rad + Gepäck 35kg (die 5kg muß man erst mal wegbekommen): Fahrer schleppt 58% seines Körpergewichts nochmals mit.

Also ich frage mich, wie man so irre Gepäckmengen bei Reisen in zivilisierten Gegenden überhaupt zusammenbringt. Wird da der Steingarten mitgeschleppt?
Nur so als Hinweis: Wäsche kann auch unterwegs gewaschen werden.
von: AndreMQ

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 30.08.16 09:06

In Antwort auf: manfredf
...... Wird da der Steingarten mitgeschleppt?
Nur so als Hinweis: Wäsche kann auch unterwegs gewaschen werden.
Da gebe ich Dir sofort Recht. Ich habe halt mal Gepäckmengen von Fernreisenden hier im Forum genommen. Aber für kleineres Gepäck sehen die Zahlenverhältnisse leider nicht besser aus:
- 110kg, Rad 15kg, Gepäck 15kg: Zusatzgewicht 30/110 = 27%
- 60kg, Rad 13kg, Gepäck 14kg: Zusatzgewicht 27/60 = 45% (bei 30kg: 50%)
Die 2kg leichteres Rad für den leichteren (und meist kleineren) Fahrer sind schon herausfordernd, die 1kg weniger aufgrund der Kleidungsgrößen scheinen realistisch. Die Packtaschen und alle sonstigen Utensilien sind identisch.

Der TE hatte nach Möglichkeiten für ein leichtes Reiserad gefragt (Selbstbau, keine Exotentechnik, kein Spezialwissen) und da passen die verschiedenen Beiträge schon ganz gut zusammen: irgendwo zwischen 12,5 und 13,5kg ist für ein Reiserad (siehe Reisewiki) heute die Untergrenze. Alles darunter ist was anderes, rollt aber auch.
Ja, ist auch Hobby, aber nicht nur, bei mir zumindest ist es auch notwendiges Verkehrsmittel, das auch zuverlässig sein muss.
von: Toxxi

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 30.08.16 09:19

In Antwort auf: cterres
Aber im Rennsport nimmt man üblicherweise auch nicht mehrere Kilo Gepäck mit.

Und was auch noch wichtig ist: Im Rennsport hat man quasi täglich Zugriff auf einen Mechaniker und Ersatzteile. Das ist beim Radreisen nicht unbedingt so.

Gruß
Thoralf
von: Toxxi

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 30.08.16 09:21

In Antwort auf: manfredf
In Antwort auf: AndreMQ
....
- Fahrer 110kg, Rad + Gepäck 40kg: der Fahrer schleppt 36% seines Körpergewichts nochmals mit.
- Fahrer 60kg, Rad + Gepäck 35kg (die 5kg muß man erst mal wegbekommen): Fahrer schleppt 58% seines Körpergewichts nochmals mit.

Also ich frage mich, wie man so irre Gepäckmengen bei Reisen in zivilisierten Gegenden überhaupt zusammenbringt. Wird da der Steingarten mitgeschleppt?

Die Frage hatte ich mir auch als erstes gestellt. Aber dann las ich "Rad + Gepäck". Und da sind 35 kg aus meiner Sicht nicht übermäßig viel, sondern mit kompletter Zeltausrüstung und Vorräten (ibs. Wasser) eher im oberen Bereich dessen, was ich noch als "normal" ansehe.

15 kg Rad + 20 kg Gepäck = 35 kg

Mein Systemgewicht auf dem Flug nach Belgrad waren 107 kg (ich habe mich mit dem Rad in der Hand auf die Waage gestellt). 72 kg Fahrer + 15 kg Rad + 20 kg Rest. Eingecheckt hatte ich 13 kg, die restlichen 7 kg verteilten sich auf das Handgepäck und die Klamotten, die ich anhatte.

Im Urlaub war es noch etwas mehr, weil 1,5 kg Wasser dazukamen, und auch noch was zu essen.

Gruß
Thoralf
von: Behördenrad

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 30.08.16 10:14

In Antwort auf: manfredf
In Antwort auf: AndreMQ
....
- Fahrer 110kg, Rad + Gepäck 40kg: der Fahrer schleppt 36% seines Körpergewichts nochmals mit.
- Fahrer 60kg, Rad + Gepäck 35kg (die 5kg muß man erst mal wegbekommen): Fahrer schleppt 58% seines Körpergewichts nochmals mit.

Also ich frage mich, wie man so irre Gepäckmengen bei Reisen in zivilisierten Gegenden überhaupt zusammenbringt. Wird da der Steingarten mitgeschleppt?
Nur so als Hinweis: Wäsche kann auch unterwegs gewaschen werden.

Das ist das übliche "Problem":
Unter der Stichwort-Kombination "Reise" und "Fahrrad" habe die einen eben dieses Bild vor Augen, die anderen denken eher an sowas ......
......und entsprechend fallen dann die Kommentare aus.

Der "Leichtbau-Reiseradelfraktion" kann ich übrigens dieses Buch / die CD empfehlen. Bestens geeignet für die "unter 10 kg" Fahrradgewicht-Freunde, wenn man sich mit Streckenplanung nicht zu sehr rumschlagen will. Die Touren sind natürlich auch mit Reisepanzer und 40 kg Gepäck machbar, die Streckenführung und -länge dürfte dann aber eine Herausforderung werden......

Matthias
von: AndreMQ

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 30.08.16 10:21

... jo, das sind wirklich schöne Bilder der beiden Extreme.
von: Wallfahrer

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 30.08.16 12:43

Hallo

...das Buch ist auch noch da zum Thema..... Fahradfahren ultraleicht

Wallfahrer
von: manfredf

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 30.08.16 12:53

wobei das Rad des zweiten samt Gepäck um die 10kg liegen dürfte.
von: AndreMQ

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 30.08.16 14:28

... jo, hier auch noch zwei weitere aus dieser Ecke. D.h. nicht das typische Reiserad des Forums.
Auf Seite 10-11 vorblättern:
http://www.trekkingbike.com/magazin/heft_info/trekkingbike-ausgabe-12016/a4983.html
Auf Seite 8-9 vorblättern:
http://www.trekkingbike.com/magazin/heft_info/trekkingbike-ausgabe-62015/a4861.html
von: DebrisFlow

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 30.08.16 15:36

Weiß nicht ob das gute Vergleiche sind.
Nr.1, das Bombtrack wiegt nackig ohne Pedale und Flaschenhalter auch schon 12,1Kg, die Frontroller sind nach hinten gewandert, und mit dem Inhalt der Sattel/Rahmen- und Fronttasche bekomme ich auch 2 Backroller gefüllt.
Nr.2, ist ein PBP-Brevetrad der schnelleren Sorte, da benötigt man natürlich kein Zelt/Schlafsack/Isomatte/Kocher etc.
von: veloträumer

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 30.08.16 17:06

In Antwort auf: Toxxi
In Antwort auf: manfredf
In Antwort auf: AndreMQ
....
- Fahrer 110kg, Rad + Gepäck 40kg: der Fahrer schleppt 36% seines Körpergewichts nochmals mit.
- Fahrer 60kg, Rad + Gepäck 35kg (die 5kg muß man erst mal wegbekommen): Fahrer schleppt 58% seines Körpergewichts nochmals mit.

Also ich frage mich, wie man so irre Gepäckmengen bei Reisen in zivilisierten Gegenden überhaupt zusammenbringt. Wird da der Steingarten mitgeschleppt?

Die Frage hatte ich mir auch als erstes gestellt. Aber dann las ich "Rad + Gepäck". Und da sind 35 kg aus meiner Sicht nicht übermäßig viel, sondern mit kompletter Zeltausrüstung und Vorräten (ibs. Wasser) eher im oberen Bereich dessen, was ich noch als "normal" ansehe.

15 kg Rad + 20 kg Gepäck = 35 kg


Dann setzt du bereits auch wieder die Grenzen zu eng nach eigener Nase. Die hier diskutierten Gewichte von Reiserädern lassen bereits einen Varianz von mindestens 6 Kilo zu (12-18 kg). Für andere Sachen gilt Ähliches. Je nach Packtaschenwahl entfallen auf die vier Haupttaschen zuweilen deutliche Gewichtsunterschiede, vom Zelt wollen wir erst gar nicht reden. Die eigene Hüttenausstatung macht schnell 3 kg Unterschied, ohne dass man dabei von unverhältnismäßig schweren Zelten, Schlaftüten etc. ausgehen muss. Schnell sind da 35 kg nicht nur überschritten, sondern 45 kg nahezu erreicht - ohne besondere Auffälligkeiten.

Die Diskussionen sind auch immer wieder ungenau, weil manche eine Radreiseausrüstung bereits mit Bikepacking-Systemen für ausreichend halten, andere evtl. mit zwei Taschen usw. Bei 4 Taschen plus Lenkertaschen sind 35 kg eher die Untergrenze. Gerne werden beim Messen des Gewichtes des Rades auch Schloss, Zusatzbeleuchtung, Navi, Schnellspanner etc. unterschlagen - Wasserflaschen ebenfalls. Beim Flug hat man eher wenig Vorräte dabei, selbst Wasser darf man ja quasi kaum noch mitnehmen. Das Gewicht erhöht sich also schnell während der Reise. Mir ist auch immer wieder unklar, warum hier Räder in die Diskussion gebracht werden, die doch offensichtlich sogar nach Angaben der Autoren nicht als Reiseräder genutzt werden. Offenbar sind einige ob ihrer eigenen Verwirrung nicht mehr klar gegenüber sich selber.

Ich selbst habe auf der letzten Reise aus besonderen Gründen für 28 € ein Paket mit 3 kg nach Deutschland geschickt, um mich zu entlasten. Mein recht leichtes Stativ von unter einem Kilo war dabei. Auch hier werden schnell Schwankungen von über einem Kilo erzielt, mit Kamera gerechnet erst recht - und keineswegs zu dick aufgefahren. Manche Klamotten brauchte ich wirklich nicht (mehr), andere Witterungsverläufe hätte die Situationen aber auch anders darstellen können bzw. waren zuvor anders. Einige Teile waren auch "Zugewinne" der Tour (Souvenirs, Infos von Besichtigungen). Es ist also nicht mal so, dass die 3 Kilo von Anfang an "überflüssig" waren - das war eher weniger als 1 Kilo.

Wer nur mit dem absolut Notwendigsten reist, mag weniger auf Reise als auf narzistischer Leistungstour sein. Zwei Taschen (plus Lenkertasche) geht volumenmäßig nicht wirklich auf - Proviant kann dann quasi nicht gesattelt werden, zudem entsteht ungünstige Überlast hinten. Das beweisen immer wieder meine Kurzreisen und zukünftig ist es denkbar, dass ich da auch häufiger vier Taschen haben werde - auch wenn es nur 2-3 Tage sein sollten. Den Hinweis aufs Waschen halte ich übrigens für lächerlich. Ich wasche auch, wann immer ich kann, führe aber trotzdem einige Wechselkleidung mit - und macht für mich Sinn - übrigens auch Sinn im Sinne von "Reise, Urlaub"! Die Diskussionen dazu finden wieder woanders statt - z.B. durchgessene Sitzpolster usw.

Ein paar weitere Anmerkungen: Es war auf meiner letzten Reise ungeheuer wichtig, dass ich immer ZWEI Ersatzschläuche mitgeführt habe. Wie wichtig, kann ich hier in Kürze nicht erläutern. Noch mehr schlagen Reifen zu Buche. Wer über Reifengewichte diskutiert, muss erstmal über das Reiseprofil diskutieren. Hier gilt ceteris paribus - erst die Bedingungen festlegen, dann Gewichte erläutern. Mit den Reifentypen können auch wieder schwerere/leichtere Felgen ins Spiel kommen - quasi beginnt eine Kettenreaktion von lauter abhängigen Faktoren. Es wäre dumm, eine Reiserad so zu bauen, dass es für eine geplante 4-Tage-Tour gereicht, möglicherweise noch in der Heimatregion. Das hat mit Reiseradbau nichts zu tun.

Auf einer Forumstour wurde ich mal bewundert, ich sei der einzige, der sowas wie Verbandsmaterial mitschleppe (als es eine Nasenblutung in der Gruppe zu vermelden gab). Hätte ich dieses Jahr nicht das Minimum an Verbandsmaterial dabei gehabt, hätte es ganz schlecht ausgesehen. Auf einem Campingplatz, wo ich mich verbunden habe, gab es nahezu nichts (ich glaube, zwei alte Pflasterstreifen). Die Ansicht, es anderen zu überlassen, für einen zu sorgen, ist leicht überheblich bis verantwortungslos, zudem blindäugig. Aus unterschiedlichen Gründen wird dieser Pool inkl. Salben etc. auch immer etwas größer. Ähnliche Überlegungen gelten für Werkzeug, das bei mir ein absolut minimale Stufe hat. Aus bestimmten Gründen überlege ich aber, eine noch schwere Pumpe demnächst mitzuführen, ebenso wie Werkzeug mit besserer Hebewirkung.

Die hier immer wieder gern gezeigten Rennradler mit Minigepäck soll man doch bitte im Dorf lassen. Ich bin sogar mal mit so einem eine gute Strecke (über einen Tag) zusammen gefahren. Ein richtigen Wetterwechsel in den Bergen hätte der nicht folgenlos überstanden. Von Leuten, die sich zu Hause ihre Reiseerkältung aushusten und nicht darüber sprechen, halte ich wenig. Ebenso von Radlern, die jeden Abend in der Badewanne sitzen, weil sie genügend Dukaten in der Gesäßtasche haben und sich dann über andere lustig machen, die Nomaden-Gepäck mit rumschleppen. Viele werden auch mit dem Alter weiser. Jugendsünden sind erlaubt, aber bitte nicht zum Maßstab für andere machen.

Proviant: Wer wirklich um Gewichte von "echten" und frischen Lebensmitteln weiß, wird die Diskussion um Gewicht ohnehin lächerlich finden. Diesen Powerriegelfetischisten kann ich leider nichts abgewinnen, es sind für mich keine echten Reisenden. Das Mitführen von Obst, Käse, Wurst etc. kann leicht 5 Kilo oder mehr erreichen - je nachdem, wieviel man auch für Pausen oder einsame Gegenden vorhalten möchte oder muss. (Dabei geht es bei mir nur um Tagesversorgung, Abendessen ist in.d.R. im Restaurant.) Das gilt übrigens auch für die europäische Mitte. Wer nicht glaubt, dass es immer wieder Versorgungsschwierigkeiten für tägliche Neuversorgung gibt, soll mich auf meinen Touren begleiten. An Wochenenden gibt es schon genug kritische Ecken in Deutschland oder Österreich, von anderen Ecken in SPanien oder Frankreich ganz zu schweigen.

veloträumer,
der sich mit Märchenerzählern nur allzu gut auskennt zwinker
von: Deul

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 30.08.16 17:13

dafür Volle Zustimmung
von: Sickgirl

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 30.08.16 17:34

Ich habe mir mal die Mühe gemacht und meine Ausrüstung gewogen

Leuchtweste 117
Stirnlampe 80
Gas 660
Therm-a-rest 350
Schlafsack 525
Inlet 119
Kochtöpfe 468
Besteck 152,7
Becher 75
Leatherman 180,7
zelt 1331
Kocher 517
heringe 301
Zeltplane 396
Regenjackr 195
Waschbeutel 576
Werkzeug 295
2 Radhosen 373
2 Trikots 267
Langarmtrikot 250
Lange Radhose 238
Lange HANDSCHUHE 77
Regenhose 185
Handtuch 301,5
packsack 188
Trekkinghose 409
T-Shirts 478
Backroller 1262
Schloß 486
U.Hemd 99
Unterhosen 90
BHS 127
Socken 82
Kamera 137
Armlinge 69
Beinling 123
Lenkertasche 740
Teebeutel 50
Zucker 203
Medis 103
Taschentücher 4 105
Klopapier 1 94
Geldbeutel 175
Gaskocher 93
Couscous 448
Ölflasche 297
MP3Player 47
Knapp 14 kg, für meine Bedürnisse alles dabei, inzwischen würde ich sogar noch weiter reduzieren und den Kocher plus Gasflasche daheim lassen. Wenn ich lust auf warmes habe würde ich einfach essen gehen

Für mich persönlich ist das auch eine Radreise auch wenn du das vielleicht und die Forumspolizei anders sieht.
von: Wallfahrer

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 30.08.16 17:55

Hallo

Meine Packliste wenn ich zu Fuß unterwegs bin sieht so aus:

LABU Packsack(30l) -300
Handtasche -50
Zelt -500g
Innenzelt -266
NeoAir -520g
CumulusMagic -330g
Folie Nässeschutz -47g
Exped Kissen -52
Küche (BBU, Brenner12-10)-345g
Wasserflaschen 4l-90g
Sitzkissen-35g
Sturmhaube+Schlauchtuch-53
Lange Unterhose-73g
Schlafshirt-123g
Schlafstrümpfe-39g
Windjacke/Hose-251g
2xPacksack-34g
Geraffel/Bad/1.Hilfe-344
Regenjacke/Regenhose-300g
Rucksackschutz-44g
Klugtelefon/LG,KH,USB-Kabel-252
Akku10000mAh-200g
Zeltstangen-385g
Wasserfilter-86g
Daunenhoody-325

Zusammen rund-5050g

Natürlich ohne Verpflegung und Wasser Brennstoff(500ml) fehlen auch.
Ich komme, wenn ich allein unterwegs bin, mit etwa 300g Verpflegung pro Tag aus.

Wallfahrer
von: iassu

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 30.08.16 18:02

In Antwort auf: Wallfahrer
Natürlich ohne Verpflegung und Wasser Brennstoff(500ml) fehlen auch.
Ich komme, wenn ich allein unterwegs bin, mit etwa 300g Verpflegung pro Tag aus.
Ich hatte Tage jetzt auf dieser Tour, da habe ich 10 Liter getrunken
von: Wallfahrer

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 30.08.16 18:14

Hallo

Wenn man bei heißem Wetter zu Fuß unterwegs ist gibt es keinen kühlen Fartwind und die 10l Wasser schleppt man, die rollen nicht......

Wallfahrer
von: engadiner

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 30.08.16 18:17

Bei mir sieht das recht ähnlich aus. Ohne Kletterzeug sind es bei mir mit Zelt, Küche und Klamotten für kaltes bzw. Regenwetter ca. 13 kg. Wenn ich Radeln und Klettern kombiniere kommen noch 6-10 kg dazu und dann wird es auch schon eher mühsam. Leider kann ich meine Freundin nicht dazu überreden auch einen Teil der gemeinsam genutzten Sachen zu nehmen. Das sei Männersache...
Gruß
Paul
von: iassu

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 30.08.16 18:20

Und blöde Ausreden sind dann Frauensache?
von: Deul

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 30.08.16 18:23

Scheint so, Conny macht das ähnlich. Aber bei einer Stichprobe von 2 wollen wir noch nicht verallgemeinernlach
von: iassu

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 30.08.16 18:25

zwinker schmunzel
von: Sickgirl

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 30.08.16 18:25

Ich war noch nie in so einer einsamen Wallachei, wo man nirgends Wasser auftreiben kann. Notfalls klinget man irgendwo.
von: iassu

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 30.08.16 18:32

Jein. Also 2x 1,5 Ltr Wasser + 2x 0,5 Ltr FantaCola mitzuführen war ich nicht nur einmal gezwungen. Es gibt zu viele aufgegebene Tankstellen an den Straßen, leerstehende Häuser udgl. Und wenn gegen Spätnachmittag der Verkehr aufhört, kannste noch nichman Auto anhalten.
von: cterres

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 30.08.16 18:36

Dito.
Das man 10L über den Tag hinweg trinkt bedeutet nicht das man die vom Start weg mitnimmt, Wüstenstrecken ausgenommen. In Mitteleuropa bediene ich mich auch oft auf Friedhöfen, die meist an das kommunale Trinkwassersystem angeschlossen sind.
von: Juergen

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 30.08.16 18:36

In Antwort auf: Wallfahrer
Ich komme, wenn ich allein unterwegs bin, mit etwa 300g Verpflegung pro Tag aus.
Wer so leben möchte, der soll so leben. schockiert
von: panta-rhei

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 30.08.16 18:50

In Antwort auf: veloträumer
Bei 4 Taschen plus Lenkertaschen sind 35 kg eher die Untergrenze.

? Jetzt mit oder ohne Rad?! wirr
Ohne wäre das sogar für mich echt viel - in Entwicklungsländern, mit vielen Ersatzteilen, Werkzeug ... okok, aber mal so ein paar Wo in Euroland im Sommer? Unter 25k geht doch selbst mit Kocher, 1.Hilfeset und 2p Zelt! Dazu meinetwegen 2l Wasser und 1 KG Lebensmittel ...

In Antwort auf: veloträumer
Mir ist auch immer wieder unklar, warum hier Räder in die Diskussion gebracht werden, die doch offensichtlich sogar nach Angaben der Autoren nicht als Reiseräder genutzt werden.


Sehe ich genau wie Du.
von: manfredf

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 30.08.16 18:56

Wer unbedingt Haus samt Küche und Verpflegung für mehrere Tage durch die Gegend transportieren möchte soll das in Gottes Namen tun.
Aber er soll nicht behaupten, dass dies alternativlos wäre.
von: Sickgirl

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 30.08.16 19:14

Beim Brevet in Ungarn war es auch über 40 Grad, zum Glück gibt es da eigentlich in jedem Dorf einen kleinen ABC Laden, zum abduschen gibt es auch noch solche Wasserstellen mit auch trinkbaren Wasser

von: Wallfahrer

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 30.08.16 19:29

Hallo

@Sickgirl

Wie kann man den Fotos hier hochladen??????

Wallfahrer
von: Keine Ahnung

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 30.08.16 19:34

Auch ich denke, dass für mich dieser Minimalismus nichts wäre. Ich liege wohl irgendwo zwischen den Schwerlasttranportern und den Ultralight-Anhängern. Ich verzichte nicht auf Dinge, die zum Komfort oder zur Sicherheit beitragen, aber ich wähle die jeweils verfügbaren leichten Varianten (z. B. Daunendecke kombiniert mit einer leichten aber warmen Thermarest All Season Matte anstatt eines kompletten Schlafsacks und einer selbstaufblasenden Matte usw.).

Ich glaube aber, dass es o.k. ist, wenn jemand versucht, das "ultraleichte" Reiserad zusammenzustellen. Für gewisse Touren ist ein Minimalgewicht wohl auch anstrebenswert (z. B. Transalp usw.). Für mich wäre das nicht interessant. Bislang habe ich große Strecken und viele Höhenmeter auch mit meinem nicht auf Gewicht getrimmten Reiserad recht komfortabel durchführen können. So ein Ultralight-Faden kann aber vielleicht Anregungen geben, wie man unnötiges Mehrgewicht einsparen kann. Also lese ich hier trotzdem interessiert mit. Ich muss ja nicht alles nachmachen zwinker
von: Keine Ahnung

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 30.08.16 19:36

In Antwort auf: Wallfahrer
Hallo

@Sickgirl

Wie kann man den Fotos hier hochladen??????

Wallfahrer


Ich bin zwar nicht das "kranke Mädchen" grins , aber ...

Siehe hier: HowTo: Bilder in Beiträge einfügen (Forum)
von: Peter Lpz

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 30.08.16 19:55

Ich denke, dass es ein großer Unterschied ist, ob man einen Brevet fährt oder ob man eine Reise tut. Ich habe auf Radreisen schon oft einen Grill mitgeschleppt und die dazugehörige Holzkohle. Die Steaks bekommt man unterwegs, ebenso den Schnapps, den es nach dem fettigen Essen braucht. Hunger macht ja böse und schlechte Laune passt nicht zur Radreise. Mit so viel "Ballast" reicht es halt nach 100km. Aber schön ist es, die Fresserei bzw. Sauferei vor den sogenannten "richtigen Radfahrern" zu zelebrieren.

Was ich damit sagen will, man muss auf einer Radreise nicht immer alles richtig machen. Zuweilen ist richtiger Unfug sogar richtig schön. Was des einen Freud ist, kann des anderen Leid sein. Rekorde brechen, passt aus meiner Sicht nicht zur "Radreise". Das mancher das anders sieht, begreift man im Verlauf dieses Fadens. Wenn man sich über Titan- statt Stahlschrauben unterhält oder das Felgenband wiegt, dann muss ich halt feixen. Aber wenn es gefällt, dann sollte man es auch erlauben. Und wenn die Definition einer Radreise variiert, dann lässt sich das eigentlich relativ schnell begreifen.

meint der Peter
von: Sickgirl

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 30.08.16 20:02

Ich habe auch zuhause keinen Grill, warum soll ich auf einer Radreise einen mitschleppen? Alkohol brauche ich weder beim Radeln noch sonst irgendwo.

Für mich ist das Reisen ein Rückbesinnen auf das wesentlich, kein unnötiger Luxus, einfach mit so wenig wie möglich aus zu kommen m Gegnsatz zum Überfluß zu Hause.

Klar ich könnte auch zwei Wochen in ein Kloster, aber ich mag halt gern radeln.
von: Peter Lpz

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 30.08.16 20:24

Ich kann das respektieren, aber nicht verstehen.

Die Rückbesinnung kannst Du jeden Tag haben. Trenne Dich halt von Deinem Überfluss daheim. Das wirkt auch glaubhafter. Ausgerechnet auf den 4 Wochen Radreise zum Weltverbesserer zu werden, hat für mich was fades.

Gruß Peter
von: engadiner

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 30.08.16 20:26

In Antwort auf: iassu
Und blöde Ausreden sind dann Frauensache?

Naja, sie bekocht mich dafür dann am Abend. Und da ihr Essen jedes Mal, absolut ohne Ausnahme, köstlich ist....mehr muss ich nicht sagen.
von: Sickgirl

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 30.08.16 20:36

Das hat nichts mit Weltverbessern zu tun, sondern ist eher eine Auszeit und eine gewisse Übung. Einfach mal nur mit sich selber aus kommen.

Ich war schon ein paar Mal für längere Zeit im Krankenhaus. Das ist dann noch ein Spur härter, da dann auch noch die Bewegung und jegliche optische Reize fehlen.
von: Dergg

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 30.08.16 20:39

In Antwort auf: Peter Lpz
Wenn man sich über Titan- statt Stahlschrauben unterhält oder das Felgenband wiegt, dann muss ich halt feixen. Aber wenn es gefällt, dann sollte man es auch erlauben.

Das Feixen sei Dir persönlich zugestanden, aber ich habe auch schon Felgenbänder gewogen, das hat durchaus sinnvoll. Es sind ja nicht die 15g, die Veloplugs weniger wiegen, als ein Felgenband. Es ist die Summe der Dinge. Schnellspanner gibts auch mit 40g das Paar statt mit 130. Speichen in 2-1.5-2 und Alunippel machen wieder ein bißchen. Die Lenkergriffen aus Schaumstoff mit Klebeband umwickelt - 25g statt 150g, und geht genausogut. Etc... Kleinvieh macht auch Mist. Zumal man solche Ausgaben oft nur einmal im Leben hat.

Bislang habe ich nur wenige Leichtbau-Anschaffungen bereut, im wesentlichen Schläuche/Reifen, da war es doch etwas zuviel des Guten, und die KCNC-V6-V-Brake, vorne einfach nicht bissig genug. Der Rest ist weltreisetauglich.
von: martinbp

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 30.08.16 21:21

Leider gibt es immer mehr Dörfer, in denen diese Wasserentnahmestellen zwar noch dastehen, aber kein Wasser mehr geben. Seit die meisten Haushalte ans öffentliche Wassernetz angeschlossen sind, kann man an dieser Stelle ein bisschen sparen.
von: Keine Ahnung

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 30.08.16 22:00

Ich sehe es so wie Andreas. Es gibt in gewissen Ländern immer wieder Situationen, in denen man eine ganze Zeit lang keine brauchbare Möglichkeit findet, Flüssigkeit "nachzutanken". Das muss keine Wüstendurchquerung sein. Natürlich könnte man an Haustüren klingeln, um Wasser zu erbitten. Aber das würde ich nur im Notfall machen, wenn es doch möglich ist, genügend Flüssigkeit mitzuführen. Da ich üblicherweise keinen Wettkampf mitmache, sondern einfach nur eine Radreise durchführe, hatte ich bislang noch nicht das Gefühl, dass ein paar Kilogramm mehr beim Getränketransport wirklich den großen Unterschied machen.

Das heißt aber nicht, dass man nun nicht mehr auf das Gewicht achten sollte. Man kann schon Gewicht an verschiedenen Stellen einsparen. Eine Optimierung der Packliste basierend auf der Erfahrung früherer Radreisen ist ein gutes Beispiel. So würde ich behaupten, nun nur mitzuführen, was ich wirklich brauche. Hierbei bedeutet "Brauchen" dennoch auch, dass es vorkommt, dass ich Sachen mitführe, die vielleicht gar nicht zum Einsatz kommen. So hatte ich bei meiner diesjährigen Tour kein einziges Mal die warme zweite Schicht nutzen müssen. Ebenso wurde das Werkzeug nie benötigt. Dennoch würde ich ohne diese Dinge natürlich nicht losfahren. Wenn ich in "zivilisierten Ländern" unterwegs bin, genügt mir aber z. B. ein Ersatzschlauch und ein Notmantel (den ich dieses Jahr verwenden musste). Letzterer ist einfach ein sehr schmaler, profilloser Faltmantel, der keinen Platz wegnimmt und sehr wenig wiegt. Damit kann man wahrscheinlich keine ausgedehnten Geländetouren machen, aber ein oder wenige Tage können überbrückt werden.

Kurz und gut - man kann Gewicht einsparen, aber für die meisten Radreisenden wird ein Streben nach dem Gewichtsminimum nicht das Optimum bieten. Dennoch kann ich nachvollziehen, dass die Erfüllung des Wunsches nach "Minimalismus" manchem Radfahrer / mancher Radfahrerin eine Befriedigung und ein gutes Gefühl bereitet.
von: Toxxi

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 30.08.16 22:40

In Antwort auf: Peter Lpz
Ich denke, dass es ein großer Unterschied ist, ob man einen Brevet fährt oder ob man eine Reise tut.

Er hat Jehova gesagt! schmunzel Ich hole schonmal Popcorn und Bier... bier
von: Toxxi

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 30.08.16 22:46

In Antwort auf: Dergg
Das Feixen sei Dir persönlich zugestanden, aber ich habe auch schon Felgenbänder gewogen, das hat durchaus sinnvoll. Es sind ja nicht die 15g, die Veloplugs weniger wiegen, als ein Felgenband. Es ist die Summe der Dinge. Schnellspanner gibts auch mit 40g das Paar statt mit 130. Speichen in 2-1.5-2 und Alunippel machen wieder ein bißchen. Die Lenkergriffen aus Schaumstoff mit Klebeband umwickelt - 25g statt 150g, und geht genausogut. Etc... Kleinvieh macht auch Mist. Zumal man solche Ausgaben oft nur einmal im Leben hat.

Und nicht zu vergesen, die Trinkflaschen mit Wodka zu befüllen statt mit Wasser! Die Dichte ist geringer, nur 0,9 g/cm³ vs. 1,0 g/cm³. Damit spart man ganz beachtliche 150 g bei zwei vollen 750-ml-Flaschen. Obendrein tut es dann bergauf auch nicht mehr so weh. schmunzel Oder die Trinkflaschen ganz zu Hause lassen, das spart richtig. lach

Am besten auch kein Geld mitnehmen, Münzen sind unglaublich schwer... Das war früher zu DDR-Zeiten tatsächlich besser. Nicht nur die Münzen waren leichter, weil aus Alu, sondern auch die Geldscheine waren leichter, weil sie kleiner waren.

Besser dann außerhalb des Euroraumes unterwegs sein, wo es auch kleine Beträge in Scheinen gibt. Tschechien ist da zum Beispiel gut, dort hat man nur wenige Münzen in der Tasche und viele Scheine. bravo Polen hingegen ist wieder schlecht. Zlotymünzen gibt es viele, und sie sind auch sehr schwer... entsetzt

Gruß
Thoralf
von: Martina

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 30.08.16 23:25

In Antwort auf: Toxxi

Und nicht zu vergesen, die Trinkflaschen mit Wodka zu befüllen statt mit Wasser!


bravo

Das ist tatsächlich mal ein innovativer Vorschlag, der zudem noch zeigt, dass sich auch beruflich erworbenes Wissen gewinnbringend einsetzen lässt.

Martina, die das mit der Gewichtsoptimierung irgendwie nicht auf die Reihe kriegt...
von: Toxxi

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 30.08.16 23:26

Noch besser wären Primasprit oder Benzin... und Methanol hat auch eine geringfügig kleinere Dichte als Ethanol... träller
von: jan13

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 30.08.16 23:50

nehmt das Sauf mich von Lauche und Maas- dehydriertes Wasser ;-)
von: Falk

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 31.08.16 02:06

Gibt es das nicht sogar in Sonderausführung für heiße Getränke? Das spart für die Kaffeetanten und -onkel gleich noch den Kocher mitsamt dem Brennstoff.
von: Sickgirl

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 31.08.16 06:12

Immer der gleiche Stuß und das übliche lächerlich machen.

Ich halte mich auch zurück wenn es darum geht eine Elektronikausrüstung mit schleppen zu müssen, die manch einer nicht mal zuhause hat, oder die Idee Campingstühle ans Rad zu packen. Da muß ich einfach nicht meinen Senf dazu geben und denk mir im Stillen mein Teil.

Aber sobald es um Leichtbau geht fühlen sich alle dazu berufen sich lustig zu machen.

Deutungshoheit was Radreisen sind und andere fundamentalistische Tendenzen mit in begriffen. Toleranz sieht für mich anders aus von so angeblich toleranten und weltoffenen Weltreiseradlern.
von: ro-77654

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 31.08.16 07:58

In Antwort auf: Sickgirl
Immer der gleiche Stuß und das übliche lächerlich machen.

Ich halte mich auch zurück wenn es darum geht eine Elektronikausrüstung mit schleppen zu müssen, die manch einer nicht mal zuhause hat, oder die Idee Campingstühle ans Rad zu packen. Da muß ich einfach nicht meinen Senf dazu geben und denk mir im Stillen mein Teil.

Aber sobald es um Leichtbau geht fühlen sich alle dazu berufen sich lustig zu machen.

Deutungshoheit was Radreisen sind und andere fundamentalistische Tendenzen mit in begriffen. Toleranz sieht für mich anders aus von so angeblich toleranten und weltoffenen Weltreiseradlern.


Mich nervt das hier auch. Wenn jemand Gewicht am Rad abspecken will, sind es immer die gleichen Nasen, die sich (häufig mit unsinnigen Vergleichen) darüber lustig machen und teilweise auch das Prädikat "Reiserad" und "Reiseradler" absprechen. Der Sound: Der "Leichtradler" ist technisch und sozial eine Stufe unter den "echten" Reiserädern" mit den "richtigen Kerlen", denen es nix ausmacht, eine 50 Kilo schwere Fuhre zu bewegen.
Da fehlt hier tatsächlich einigen die Toleranz. Niemand macht sich hier über die 18-Kilo-und-mehr-Reisepanzer lustig, mit denen manche eine Tour wie "Rund um den Bodensee" angehen.

(ich versuche übrigens leicht und flott unterwegs zu sein, habe jedoch andererseits Ballast wie einen Helinox dabei)
von: ro-77654

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 31.08.16 08:19

In Antwort auf: veloträumer
In Antwort auf: Toxxi
In Antwort auf: manfredf
In Antwort auf: AndreMQ
....
- Fahrer 110kg, Rad + Gepäck 40kg: der Fahrer schleppt 36% seines Körpergewichts nochmals mit.
- Fahrer 60kg, Rad + Gepäck 35kg (die 5kg muß man erst mal wegbekommen): Fahrer schleppt 58% seines Körpergewichts nochmals mit.

Also ich frage mich, wie man so irre Gepäckmengen bei Reisen in zivilisierten Gegenden überhaupt zusammenbringt. Wird da der Steingarten mitgeschleppt?

Die Frage hatte ich mir auch als erstes gestellt. Aber dann las ich "Rad + Gepäck". Und da sind 35 kg aus meiner Sicht nicht übermäßig viel, sondern mit kompletter Zeltausrüstung und Vorräten (ibs. Wasser) eher im oberen Bereich dessen, was ich noch als "normal" ansehe.

15 kg Rad + 20 kg Gepäck = 35 kg


Dann setzt du bereits auch wieder die Grenzen zu eng nach eigener Nase. Die hier diskutierten Gewichte von Reiserädern lassen bereits einen Varianz von mindestens 6 Kilo zu (12-18 kg). Für andere Sachen gilt Ähliches. Je nach Packtaschenwahl entfallen auf die vier Haupttaschen zuweilen deutliche Gewichtsunterschiede, vom Zelt wollen wir erst gar nicht reden. Die eigene Hüttenausstatung macht schnell 3 kg Unterschied, ohne dass man dabei von unverhältnismäßig schweren Zelten, Schlaftüten etc. ausgehen muss. Schnell sind da 35 kg nicht nur überschritten, sondern 45 kg nahezu erreicht - ohne besondere Auffälligkeiten.

Die Diskussionen sind auch immer wieder ungenau, weil manche eine Radreiseausrüstung bereits mit Bikepacking-Systemen für ausreichend halten, andere evtl. mit zwei Taschen usw. Bei 4 Taschen plus Lenkertaschen sind 35 kg eher die Untergrenze. Gerne werden beim Messen des Gewichtes des Rades auch Schloss, Zusatzbeleuchtung, Navi, Schnellspanner etc. unterschlagen - Wasserflaschen ebenfalls. Beim Flug hat man eher wenig Vorräte dabei, selbst Wasser darf man ja quasi kaum noch mitnehmen. Das Gewicht erhöht sich also schnell während der Reise. Mir ist auch immer wieder unklar, warum hier Räder in die Diskussion gebracht werden, die doch offensichtlich sogar nach Angaben der Autoren nicht als Reiseräder genutzt werden. Offenbar sind einige ob ihrer eigenen Verwirrung nicht mehr klar gegenüber sich selber.

Ich selbst habe auf der letzten Reise aus besonderen Gründen für 28 € ein Paket mit 3 kg nach Deutschland geschickt, um mich zu entlasten. Mein recht leichtes Stativ von unter einem Kilo war dabei. Auch hier werden schnell Schwankungen von über einem Kilo erzielt, mit Kamera gerechnet erst recht - und keineswegs zu dick aufgefahren. Manche Klamotten brauchte ich wirklich nicht (mehr), andere Witterungsverläufe hätte die Situationen aber auch anders darstellen können bzw. waren zuvor anders. Einige Teile waren auch "Zugewinne" der Tour (Souvenirs, Infos von Besichtigungen). Es ist also nicht mal so, dass die 3 Kilo von Anfang an "überflüssig" waren - das war eher weniger als 1 Kilo.

Wer nur mit dem absolut Notwendigsten reist, mag weniger auf Reise als auf narzistischer Leistungstour sein. Zwei Taschen (plus Lenkertasche) geht volumenmäßig nicht wirklich auf - Proviant kann dann quasi nicht gesattelt werden, zudem entsteht ungünstige Überlast hinten. Das beweisen immer wieder meine Kurzreisen und zukünftig ist es denkbar, dass ich da auch häufiger vier Taschen haben werde - auch wenn es nur 2-3 Tage sein sollten. Den Hinweis aufs Waschen halte ich übrigens für lächerlich. Ich wasche auch, wann immer ich kann, führe aber trotzdem einige Wechselkleidung mit - und macht für mich Sinn - übrigens auch Sinn im Sinne von "Reise, Urlaub"! Die Diskussionen dazu finden wieder woanders statt - z.B. durchgessene Sitzpolster usw.

Ein paar weitere Anmerkungen: Es war auf meiner letzten Reise ungeheuer wichtig, dass ich immer ZWEI Ersatzschläuche mitgeführt habe. Wie wichtig, kann ich hier in Kürze nicht erläutern. Noch mehr schlagen Reifen zu Buche. Wer über Reifengewichte diskutiert, muss erstmal über das Reiseprofil diskutieren. Hier gilt ceteris paribus - erst die Bedingungen festlegen, dann Gewichte erläutern. Mit den Reifentypen können auch wieder schwerere/leichtere Felgen ins Spiel kommen - quasi beginnt eine Kettenreaktion von lauter abhängigen Faktoren. Es wäre dumm, eine Reiserad so zu bauen, dass es für eine geplante 4-Tage-Tour gereicht, möglicherweise noch in der Heimatregion. Das hat mit Reiseradbau nichts zu tun.

Auf einer Forumstour wurde ich mal bewundert, ich sei der einzige, der sowas wie Verbandsmaterial mitschleppe (als es eine Nasenblutung in der Gruppe zu vermelden gab). Hätte ich dieses Jahr nicht das Minimum an Verbandsmaterial dabei gehabt, hätte es ganz schlecht ausgesehen. Auf einem Campingplatz, wo ich mich verbunden habe, gab es nahezu nichts (ich glaube, zwei alte Pflasterstreifen). Die Ansicht, es anderen zu überlassen, für einen zu sorgen, ist leicht überheblich bis verantwortungslos, zudem blindäugig. Aus unterschiedlichen Gründen wird dieser Pool inkl. Salben etc. auch immer etwas größer. Ähnliche Überlegungen gelten für Werkzeug, das bei mir ein absolut minimale Stufe hat. Aus bestimmten Gründen überlege ich aber, eine noch schwere Pumpe demnächst mitzuführen, ebenso wie Werkzeug mit besserer Hebewirkung.

Die hier immer wieder gern gezeigten Rennradler mit Minigepäck soll man doch bitte im Dorf lassen. Ich bin sogar mal mit so einem eine gute Strecke (über einen Tag) zusammen gefahren. Ein richtigen Wetterwechsel in den Bergen hätte der nicht folgenlos überstanden. Von Leuten, die sich zu Hause ihre Reiseerkältung aushusten und nicht darüber sprechen, halte ich wenig. Ebenso von Radlern, die jeden Abend in der Badewanne sitzen, weil sie genügend Dukaten in der Gesäßtasche haben und sich dann über andere lustig machen, die Nomaden-Gepäck mit rumschleppen. Viele werden auch mit dem Alter weiser. Jugendsünden sind erlaubt, aber bitte nicht zum Maßstab für andere machen.

Proviant: Wer wirklich um Gewichte von "echten" und frischen Lebensmitteln weiß, wird die Diskussion um Gewicht ohnehin lächerlich finden. Diesen Powerriegelfetischisten kann ich leider nichts abgewinnen, es sind für mich keine echten Reisenden. Das Mitführen von Obst, Käse, Wurst etc. kann leicht 5 Kilo oder mehr erreichen - je nachdem, wieviel man auch für Pausen oder einsame Gegenden vorhalten möchte oder muss. (Dabei geht es bei mir nur um Tagesversorgung, Abendessen ist in.d.R. im Restaurant.) Das gilt übrigens auch für die europäische Mitte. Wer nicht glaubt, dass es immer wieder Versorgungsschwierigkeiten für tägliche Neuversorgung gibt, soll mich auf meinen Touren begleiten. An Wochenenden gibt es schon genug kritische Ecken in Deutschland oder Österreich, von anderen Ecken in SPanien oder Frankreich ganz zu schweigen.

veloträumer,
der sich mit Märchenerzählern nur allzu gut auskennt zwinker


Dann mache ich mal den Märchenerzähler.
Ich habe die USA durchquert mit zwei Ortliebs und einem 20-Liter-Packsack hinten sowie einer 1,5-Liter Rahmentasche.
Temperaturen minus 4 bis plus 35 Grad.
Klamotten für 5 Tage.
Zelt, Kocher, Verbandszeug und ZWEI Schläuche dabei.
Zelt und Schlafsack
Bissl Verbandszeug (Pflaster)
Vier Bücher, ein Netbook, ein Stativ und Spiegelreflex dabei.
Platz für 6 Liter Wasseram Rahmen

Rad 15 Kilo, Ausrüstung inklusive allem genannten unter 15. Plus Wasser und Lebensmittel.

Zu deiner Aussage:
"Zwei Taschen (plus Lenkertasche) geht volumenmäßig nicht wirklich auf - Proviant kann dann quasi nicht gesattelt werden, zudem entsteht ungünstige Überlast hinten."
Ich hatte dabei noch 10 Liter Volumen frei für zusätzliche Wasserflaschen und Nahrungsmittel. Gerade die Beschränkung auf kompaktes und leichtes Gepäck hat mir die Möglichkeit eröffnet, bei Bedarf zusätzlich Wasser und viele Lebensmittel unterzubringen.
Es gab auch keine "ungünstige Überlast hinten" (das hängt u.a. von der Radgeometrie ab und der Wasserflaschen-Positionierung).

Auch auf anderen Reisen bin ich schon so ähnlich gefahren. Es gab Gelegenheiten, da wäre ich mit 10 kg mehr gar nicht vorangekommen: z.B. tiefer Sand in Namibia und bis zu über 30 (!) Prozent steile Pisten im Oman. Da war Schieben fast nicht mehr möglich.

Der Hinweis auf das Gewicht von Nahrungsmitteln ist m. E. unsinnig. Es macht einen Unterschied, ob Rad + Gepäck 25 kg wiegen und 5 kg Nahrung dazukommt der ob Rad + Gepäck 50 kg wiegen und 5 kg Nahrung dazukommt.

Zitat von dir: "Wer nur mit dem absolut Notwendigsten reist, mag weniger auf Reise als auf narzistischer Leistungstour sein."
Ich finde solche Abwertungen ärgerlich. Da fehlt Toleranz. Da könnte ich genausogut sagen "Wer mit einem 18 Kilo schweren Rad und 30 Kilo Gepäck reist, mag weniger auf Reise als auf masochistischer Selbstquältour sein." Mache ich aber nicht.
von: iassu

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 31.08.16 08:30

Was ich ärgerlich finde, sind sinnlose Vollzitate. Zumal, wenn sie so lang sind und wenn dasjenige, auf was geantwortet wird, dann nochmal exttra aufgeführt wird und das dann sogar ohne Zitatfunktion. Das könnte jemand, der Autor ist, eigentlich bleiben lassen, danke.
von: Toxxi

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 31.08.16 09:04

Jetzt fühlt euch doch nicht gleich so angegriffen. schmunzel Ich sehe ja vieles genauso. Mit der Packliste von Sickgirl kann ich mich durchaus anfreunden. bravo

Aber wenn es hier ernsthaft um das Nachwiegen von Felgenband (!) geht, um Gewicht zu sparen (und genau auf diesen Beitrag hatte ich geantwortet!!), dann habe ich das einfach als Satire aufgefasst. lach

Insofern sei es mir gestattet, auch ein wenig satirisch zu antworten. grins
von: Toxxi

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 31.08.16 09:05

In Antwort auf: ro-77654
Zitat von dir: "Wer nur mit dem absolut Notwendigsten reist, mag weniger auf Reise als auf narzistischer Leistungstour sein."
Ich finde solche Abwertungen ärgerlich.

Dito.
von: Martina

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 31.08.16 09:05

In Antwort auf: ro-77654

Niemand macht sich hier über die 18-Kilo-und-mehr-Reisepanzer lustig, mit denen manche eine Tour wie "Rund um den Bodensee" angehen.


Niemand? Meinem Eindruck nach hatten wir im Lauf der Jahre schon mehr als einen Beitrag, der in die Richtung 'die einzig wahre Art, Rad zu fahren ist so rennradähnlich wie möglich und wer nicht in der Lage ist, mit 28mm-Reifen jede Piste zu bewältigen kann halt nicht Rad fahren und ist deswegen eh irrelevant' tendiert hat.

Und den Beitrag von Thoralf fand ich unabhängig davon, zu welcher Fraktion ich mich nun rechne einfach gelungen. Sich mit dem spezifischen Gewicht (sorry der Dichte) von Getränken zu beschäftigen muss einem erstmal einfallen. lach

Martina
von: Raumfahrer

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 31.08.16 10:59

In Antwort auf: Wallfahrer
Hallo

@ Raumfahrer

Das Vorderrad wiegt nackt mit Schnellspanner 864g. Das Hinterrad nackt ohne Kassette und mit Schnellspanner 1143g. Und Felgenbremsen.

Wallfahrer

Mit "naggisch" meinte ich eigentlich OHNE Schnellspanner. zwinker
Ich versuche es mal zurück zu rechnen...
So ein VR-Shimano Schnellspanner wiegt etwa 60 g.
Also sollte Dein VR etwa 800g wiegen.
Das ist kein schlechter Wert. Aber das geht leichter, ohne Kompromisse bei der Haltbarkeit und Felgenbreite machen zu müssen.

Mein VR mit Mavic XC 719 Felge (ca. 475g) wiegt (inkl. Speichenmagnet und TesaFelgenband zwinker ) ohne Schnellspanner(!) nur 750 g. Speichen sind DT Rev. mit Alunippeln. Nabe ist eine XTR 970 mit etwa 137 g. Leichtbau ist das mitnichten.
Zum Vergleich, eine Mavic XC 717 wiegt nur ca. 420 g.
Vorher fuhr ich eine DT Swiss Classic Nabe mit ca. 115 g von 2001. Nach ca. 15 Jahren waren die Lager dann doch endlich mal zwinker ausgeklappert.
Also mindestens 55 g Gewicht weniger wären ohne Kompromisse bei der Haltbarkeit möglich, so das ein VR unter 600 g kein Problem wäre - solide Einspeicharbeit vorraus gesetzt.
Beim HR ist das ähnlich. Dort wäre ein Gewicht um die 800g realistisch.
Also...für den LR Satz wären 1400g bis 1500g ein realistischer Wert, was eine Gewichtsersparniss von etwa 400 bis 500g bringen würde.

Extrem leicht wäre so etwas: http://www.mtb-news.de/forum/t/leichtest.../#post-12585581
Für den Alltag und Ü 70 kg Fahrer aber nicht empfehlenswert. zwinker
von: asfriendsrust

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 31.08.16 11:08

Was für eine unglaublich sinnlose Diskussion schon wieder...

In Antwort auf: cterres
Dito.
Das man 10L über den Tag hinweg trinkt bedeutet nicht das man die vom Start weg mitnimmt, Wüstenstrecken ausgenommen. In Mitteleuropa bediene ich mich auch oft auf Friedhöfen, die meist an das kommunale Trinkwassersystem angeschlossen sind.


Ich schleppe auch durch Mitteleuropa meist um die 8l Wasser durch die Gegend. Ganz einfach weil ich flexibel bleiben will, meist nicht wirklich weiß, wo ich das nächste mal auf Wasser stoße und ob ich zwischendurch nicht schönes Plätzchen zum Zelt aufstellen finde, an dem dann noch Nudeln gekocht werden müssen.
Außerdem möcht ich nicht den ganzen Tag die Wasserversorgung im Hinterkopf haben. Das ist mir zu viel Planerei.
von: Raumfahrer

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 31.08.16 11:29

Diese Veloplugs kosten etwa 15€. Von P/L Verhältniss ist das mA etwas fragwürdig.
In Antwort auf: Dergg

Den zuvor gegeben Tip mit 3-Lagen Tesafilm kann ich nicht empfehlen. Hatte das mal, und so nach ca. 1 Jahr war das doch reichlich nach innen ausgedellt. Passiert ist nichts, aber ich möchte es auch nicht drauf ankommen lassen.

War es wirklich Tesa? Nicht jedes Band hat mE die richtige Festigkeit...
Das Tesa muß die richtige Breite, passend zur Felge haben.
Und dann muß es unter Spannung montiert werden, also RICHTIG straff beim Aufkleben auf die Felge.
Wenn es das Klebeband denoch etwas in die Speichenlöcher drückt, macht das trotzdem nix.
von: Sickgirl

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 31.08.16 11:48

Na und, und ich schlepp eben nicht gerne zusätzlich 6,5 kg durch die Gegend die ich praktisch an jeder Straßenecke hier in Mitteleuropa bekomme
von: asfriendsrust

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 31.08.16 11:57

Das mein ich ja. Jeder hat andere Präferenzen.
Weder ist es in irgendeiner Weise verwerflich, mit 40kg Expeditionsausrüstung an der Elbe entlang zu juckeln, noch mit 5kg eine halbe Weltreise zu unternehmen.

Deswegen finde ich die Diskussion ja unglaublich absurd.
von: Sickgirl

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 31.08.16 12:09

Das ist doch bei vielen Themen hier, bei Sachen die nichts für mich sind meinen Senf abgeben zu müssen

Wenn ich zum Beispiel eine gute Felgenbremse oder Scheibenbremse suche gibt es 100% eine Diskussion Felge Contra Scheibe oder in einem Rohlofffaden fabuliert einfach jemand über die überlegne Kettenschaltung oder umgekehrt
von: veloträumer

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 31.08.16 13:55

In Antwort auf: ro-77654
Zitat von dir: "Wer nur mit dem absolut Notwendigsten reist, mag weniger auf Reise als auf narzistischer Leistungstour sein."
Ich finde solche Abwertungen ärgerlich. Da fehlt Toleranz.

Die Zuspitzung empfinde ich als notwendig, weil die Toleranz hier bereits anfänglich (wieviele Beiträge?) bereits fehlt. Es kommt immer wieder nur die eigene Nase zum Vorschein - eine sehr hämische dazu und nicht selten ohne RadREISEbezug. Ich bin nicht umsonst im Technikbereich arg selten unterwegs. zwinker

Ich spreche oben von einer enormen Varianz von mitgeführten Ausrüstungengegenstände, OHNE dass man vom "gesamten Hausstand mitnehmen" reden könnte. Ein Zelt ist ein Zelt. Eien Reiserad ist ein Reiserad. Bei dem einen wiegt es mal weniger, beim anderen mal mehr. Meine Kamerausrüstung wiegt über das 10fache von der von sickgirl, ist aber dennoch noch kompakt und nicht überdimensioniert (passt alles in die Lenkertasche) und wird leicht von anderen überboten, die ebenfalls noch im Rahmen bleibt. Wer vielleicht ein dickere Regenkjacke oder einen zusätzlichen Pulli mitschleppt - was ist der Grund, sich darüber zu mokieren? Sowas immer wieder in Zweifel als "nicht notwendig" zu ziehen, ist schlicht lächerlich. Nochmal: Es gehts ums Reisen, da ist das absolut Notwendigste eine technische Untergrenze, aber keine geeignete Durchschnittsbetrachtung oder individuelle Wohlfühlgrenze.

Oberflächlich gesehen hat wohl sickgirl auch kein Werkzeug und keine Ersatzschläuche dabei. Wieder haben wir ein Diskussionsproblem! Genauer möchte ich die Liste auch nicht durcharbeiten und andere dazu auch nicht. Es ist ein ständiges Hin- und Herspringen von Missverständnissen und (un)gewollten Irritiationen. Beim Reiseradbau bis 10 Kilo wird sich das fortsetzen.

Das Volumenproblem ist nun mal Fakt bei zwei Radtaschen - ich mache dazu genüge Kurzreisen. Es gibt für Packtaschen keine Zauberfromel. Ich werde hier auch keine Listen durchprüfen - die Endgewichtnahme muss ausreichen. Auch da gibt es keine Zauberformel. Vielleicht mal die Messmethoden überprüfen? Es geistern schon viele andere Fantasiezahlen durchs Forum, wo man es auch nicht vermuten würde (Geschwindigkeiten, Höhenmeter, Transport-, Unterkunfts- und Essenspreise usw.), weil grundsätzlich einfach zu messen. Erklärungsversuche für die Verzerrungen gibt es viele, manche Fehlinfos wird man aber auch nie erklären können.

Ich erleichtere auch mein Rad nicht, um abartige Steigungen zu fahren. Derer bin ich genug gefahren (mit meiner kompletten Ausrüstung), und wenn sich das Rad gar nicht mehr schieben lässt, nutzt dich die Reduktion der Zahl der Unterhosen auch nicht viel. Am letzten Wochenende habe ich geschoben, weil zu steil. Da hatte ich nur zwei Taschen, war also "leichter" unterwegs - am Gepäckgewicht kann es also nicht gelegen haben. Eher ist sogar das Gegenteil der Fall: Die steilen Rampen sind mit 2 Taschen gar nicht zu fahren, weil zu gefährlich (kippt nach hinten weg). Mit Lowridern zusätzlich hätte ich es zumindest versuchen können (obwohl dann schwerer gewesen). Das sind doch Banalitäten und Kuriositäten, die nicht der täglichen Wirklichkeit entsprechen. Ansonsten musst du deine Route ändern, wenn du dich überforderst. Es gibt ja auch mal zu schlechte Wege, die man nicht fahren kann und man umkehren muss etc. Das ist auch eher gewichtsunbahängig. Und ob heimisch oder in der Welt ist auch egal: Es gibt Weltenbummler, die haben sogar noch eine Gitarre hinten drauf gebunden. Die haben bestimmt nicht vorher kontrolliert, ob in Namibia ein Berg mit 30 % wartet und deswegen gleich ihre ganze Reisephilosophie zu Hause gelassen.

In Antwort auf: ro-77654
Es macht einen Unterschied, ob Rad + Gepäck 25 kg wiegen und 5 kg Nahrung dazukommt der ob Rad + Gepäck 50 kg wiegen und 5 kg Nahrung dazukommt.

Da muss ich dir Recht geben, die geeignete Gewichtsdiszplin bei Basissachen halte ich auch für wichtig - aber immer im Einklang mit den persönlichen Prioritäten und Neigungen. Unsinnig ist der Hinweis auf das Proviangewicht dennoch nicht, weil man effektiv gerne schon mal Hunderte von Euros für wenige 100 g Gewichtserleichtung bei Radelbau bezahlt, was sich mit wenigen Schokoladentafeln wieder vernichten wird. Der Hinweis ist wichtig, damit man mit seinen Technikfantasien auf dem Boden der Tatsachen bleibt. Die Lächerlichkeit der Grammfuchserei ist nunmal vielen nicht bewusst und vielleicht auch nur den Eitelkeiten geschuldet. Nicht selten wird gleichermaßen auch auf die Zuladung schweren Essens verzichtet, die asketische Zwangsjacke fährt quasi mit. Das mögen viele als ausreichend betrachten, für mich ist der Genussverzicht nicht selten auch eine Art Selbstbetrug am eigenen Leibe. Zustimmung erwarte ich für die Ansicht nicht. Das muss eben auch nicht der Maßstab sein, auch wenn es einige so machen. Gemacht wird viel, es soll sogar Leute geben, die lieber Auto fahren als Rad. unsicher Kann man nicht begreifen, ist aber so - millionenfach Irre! grins
von: Behördenrad

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 31.08.16 14:00

In Antwort auf: asfriendsrust

Deswegen finde ich die Diskussion ja unglaublich absurd.

Wenn es denn eine Diskussion wäre....

......letztlich geht es doch nur um "Revierverhalten". Diese Auseinandersetzung erinnert mich immer an die "Anfeindungen" unter sog. LKW-/Kraft-/Fernfahrern, als ich in dieser Tätigkeit noch selbst unterwegs war. Die haben sich abends an der Rastätte / am Autohof gegenseiteig auch oft an der Frage aufgestachelt, ob ein "Kirmesfahrer" mit Leicht-/Großraum-LKW, der 4 Tonnen Styroporflocken in Tagestouren von Stuttgart nach München kutschiert, dieselbe "Ehrenbezeichnung" als Kraft-/Fernfahrer führen darf, wie der Kollege, der 26 Tonnen Stahl in einer Wochentour von Schweden nach Italien karriolt. Beide fuhren LKW. Für die Styroporflocken genügten 7-L-Hubraum mit 140 PS, die 26-Tonnen Stahl wurden mit bis zu 16 Liter Hubraum und 380 PS über die Alpen geschleppt. Der eine war jeden Abend zu Hause "bei Mutti im Bettchen", der andere hat sich die Nächte auf versifften Rastplätzen in der LKW-Koje um die Ohren geschlagen. Der eine fuhr nur einen "LKW im zulssungsrechtlichen Sinn", der andere einen "richtigen LKW". Der eine war nur "Kirchturm-Karussel-Fahrer", der andere war ein "echter" Kraft-/Fernfahrer.
Auch dort haben sich die "echten Fernfahrer" in elitärem Standesdünkel mit oftmals bissig-persönlichen Kommentaren von den "ich möchte auch dazu gehören"-LKW-Fahrern abgegrenzt.
Der Styropor-Fahrer musste sich dann auch Sprüche anhören wie "Wenn du groß bist, fährst du aber auch noch mal 'nen richtigen LKW - oder?" Auch beliebt: "Was - Du fährst ein 6-Gang-Getriebe erstaunt? Is ja toll! Wenn Du ein 16-Gang-Eaton-Fuller-TwinSplit ohne zu kuppeln kratzfrei rauf und runter schalten kannst, darfst Du auch bei uns an den Tisch sitzen grins?" - "Du fährst Styropor-Flocken? Wenn ich einmal volltanke (800 L), hab ich ja schon mehr auf dem Auto - und dann wird erst richtig geladen..." usw. usf.
Ich hab' mir auch da schon immer innerlich einen gegrinst, dieses "Flügelschlagen" als Imponiergehabe hat schon immer hohen Unterhaltungswert gehabt - und es lässt intensive Milieustudien zu.....

Der Styropor-Fahrer entspricht hier dem Rennrad-5-kg-Bikepacking-Kurzurlauber, der Stahl-Fahrer wird hier durch den Reisepanzer-45-kg-Vollausstattungs-Weltreisenden vertreten. Das Beißverhalten ist streckenweise doch sehr ähnlich........ listig

Matthias
von: Wallfahrer

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 31.08.16 16:55

Hallo

ich wollte nur nebenbei bemerken , dass ich Innenlager , Bremsen und Gabel montiert habe....

und gleich gibt es noch ein Bilderrätsel:

Wo ist der Fehler?
Bild:




Gewicht 4140g


Wallfahrer



von: iassu

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 31.08.16 17:03

Sattelstütze.
von: Sickgirl

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 31.08.16 17:03

Lieber Mathias,
Ich habe ein Leatherman mit 180 g und ein kleines speziell auf das Rad angepasstes Werkzeugset mit 295 g. Ist in den 14 kg mit drin.Ersatzschlauch hängt am Rad.
Gruß
Ulrike
von: Peter Lpz

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 31.08.16 17:44

Also liebe Leute,

das Wort "Anfeindung" finde ich schon wirklich groß. Das hin und her hier, hat damit nicht unbedingt viel zu tun. Das man sich über die jeweils andere Fraktion mal ein bissel lustig macht, das muss sie einfach aushalten. Schließlich wollen wir alle hier, einfach mal unsern Spaß! Dass man es im Gegenzug aushalten muss, wenn es einem in gleicher Münze heimgezahlt wird, das versteht sich doch wohl von selbst.

Auf mich passt hier eigentlich beides. Ich reise gern mit dem 18kg Reisepanzer und hab ein Gewicht drauf, das ich nicht kenne, das aber oberhalb der 30kg liegt. Andererseits liebe ich es, lange Tagestouren zu machen und da reicht mir leichtes Gepäck auf einem "leichten Rad". Das von mir gewählte Streckenprofil begünstigt eher robuste Konstruktionen. Mit leichtem Gepäck sind auch Crossräder robust. Trotzdem ist auch mein Crossrad schwerer, als das hier vorgestellte "Reiserad". Ich habe halt gelernt, dass man mit starren Fahrrädern auch leichteres Gelände fahren kann. Ungeübten Fahrern mit supertollen, extravaganten und superleichten Megabikes biete ich mit dem Reisepanzer allemal auch beim Tempo paroli, hoch wie runter und geradeaus auch. Dem geübten und ambitionierten Brevetfahrer kann ich garnicht zeigen, was ich für ein toller Hecht bin. Deshalb baue ich mir meine Brevets einfach selber und teile Euch dann mit, wie toll ich wieder war. lach

Irritierend sind für mich Behauptungen, dass man das "für die Rückbesinnung aufs Wesentliche" braucht. Wesentlich fürs Fahrradfahren ist ein Fahrrad. Wesentlich ist auch, etwas zu Beißen und was zu trinken zu haben. Gewichtsfetischismus ist absolut unwesentlich. Er sei trotzdem jedem vergönnt. Ich sehe das Ziel der Rückbesinnung trotzdem ins Gegenteil verkehrt, wenn man sich daraus förmlich eine Wissenschaft baut. Dann macht man ja denselben Pfeffer, den man sowieso jeden Tag im Berufsleben hat. Hier was optimieren, da was einsparen und dort jemanden im Preis drücken und wenn es die Situation erlaubt, auch mal jemanden rausschmeißen. Gewichtsfetischismus ist in meinen Augen absolut konform mit der Wettbewerbsgesellschaft. Man will ja mit dem leichten Rad auch irgendwas erreichen. Das will ich nicht als Wertung verstanden wissen, sondern als Feststellung!

Deshalb empfielt es sich aus meiner Sicht, den Brevet (oder die Fahrradtour) auch selbst zu bauen. Denn das passt besser zur "Rückbesinnung", weil man auch die Organisation selbst machen muss und sich nicht an einen Organisator hängt, der einem nun auch wieder eine Leistung erbringt. Man kommt dann automatisch mit sich selbst aus, weil man sich jeden Ärger auch selbst einbrockt. Man muss nicht mehr über einen Veranstalter meckern. Es ist dann auch schon egal, ob man schick ins Lokal speisen geht oder ob man die 300g Instant-Tüte aufm Esbitkocher aufwärmt. Beides ist ohne die böse Gesellschaft nicht denkbar. Soweit, dass wir uns unterwegs was schießen müssen, sind wir hoffentlich noch nicht.

meint der Peter
von: Toxxi

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 31.08.16 17:47

In Antwort auf: Wallfahrer
dass ich Innenlager ... montiert habe....

Ein kleienr Tipp zur Begrifflichkeit: Es wird zwar oft von "Innenlager" gesprochen, aber das sind außenliegende Lagerschalen.

Ich bin gespannt auf den weiteren Fortgang. schmunzel

Gruß
Thoralf
von: cterres

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 31.08.16 18:00

In Antwort auf: Peter Lpz
Soweit, dass wir uns unterwegs was schießen müssen, sind wir hoffentlich noch nicht.

Wenn man schnell genug ist, nicht. (Bild könnte Tierfreunde verstören!)
von: Sickgirl

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 31.08.16 18:03

Ich sitze gerade am Computer und baue mir eine schöne 400 km Runde für das übernächste Wochenende zusammen.Freitag Abend um 19 Uhr los, schöne Nachtfahrten und irgendwann Samstag Abend in Backnang ankommen. Wochenende fahren die S-Bahn ja die ganze Nacht durch, also kein Zeitdruck.

Mir macht die Tour mit meiner 10 kg Maschine jedenfalls mehr Spaß wie mit meiner bleischweren Stadtschlampe.

Wenn du gerne den Grill mitschleppst und Schnaps brauchst gönne ich dir, über meine Motivation leicht zu reisen brauchst du dir keine Gedanken machen, kannst es einfach so akzeptieren, das mir das mehr Spaß macht auch ohne Schnaps und fette Steaks.
von: Standschalter

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 31.08.16 18:31

Hallo Peter,

die Gabel ist nicht für Langlebigkeit und geringes Gewicht bekannt. Mit Felgenbremse würde ICH sie am Stadtrad fahren, mit Scheibenbremse vermutlich keinen Meter. Ich will dir die Freude an dem Ding nicht verderben, allerdings lohnt es sich, bei einem derart sicherheitsrelevanten Bauteil, ein "Minimum Mehr" zu investieren. Der Alugabel von Bike-Components würde ich zum Beispiel eher vertrauen.

Weiterhin viel Erfolg beim Aufbau und viel Spaß mit dem fertigen Rad!

Viele Grüße,
Felix
von: Wallfahrer

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 31.08.16 18:46

Hallo

@Standschalter

Das mit der Gabel ist mir bekannt, das Teil soll sich verbiegen und in einem Fall ist sie sogar spröde gebrochen....
Ich werde mal sehen..........ob das Teil meine 90kg aushält.
Leichte bzw minimal schwerere Gabeln habe ich auch schon im Netz gefunden.
Ich lass es mal auf mich zu kommen.

Wallfahrer
von: panta-rhei

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 31.08.16 20:16

Hallo Sickgirl


Durch Dich angeregt, hatte ich ja mal angefangen, mein Reisekrempel zu wiegen, unter 20 ohne Wasser und LM geht noch ganz gut ... bin kein LUFFler, aber verstehe, dass Dich allzuviele "Spitzen" (bin da auch kein Engel träller ) nerven

In Antwort auf: Sickgirl
für das übernächste Wochenende zusammen.Freitag Abend um 19 Uhr los, schöne Nachtfahrten und irgendwann Samstag Abend in Backnang ankommen.
Mir macht die Tour mit meiner 10 kg Maschine jedenfalls mehr Spaß wie mit meiner bleischweren Stadtschlampe.


Naja, eine Radreise ist das aber eher nicht, oder? Jedenfalls scheint bei einigen Superleichtfahrern die Freude am "Tunen" und nicht das Radreisen im Vordergrund zu stehen (...)
von: Sickgirl

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 31.08.16 20:31

Ich fahre gerne und recht viel, im Schnitt 10000 km im Jahr. Und ich fahre lieber auf einer für mcih Radreise die kilometer in einer schönen und unbekannten Landschaft, da da halt auch die gewisse Abenteuerkomponente mit reinspielt. Sonst könnte ich natürlich 10mal hintereinander mein Hausrunde fahren, dann habe ich auch einen 600er zusammen.

Ich bin Mechanikerin, ich schraube daher natürlich auch gerne an meinen Rädern. Und ja, gewisse Bauteile gefallen mir auch aus ästhetischen Gründen. Ein Rad das mir auch optisch gefällt fahre ich viel lieber wie eine hässliche Mühle auch wenn es eine Topfunktion hat.

Btw, ich finde die Baustellen die der Wallfahrer bis jetzt zusammen gestellt auch nicht besonders optisch gelungen
von: Wallfahrer

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 31.08.16 20:43

Hallo

@panta-rhei

Für Radreisen braucht man Zeit, und Wochendtouren sind Wochenendtouren.
Und wenn man arbeitet hat man nun mal nur den Urlaub für eine Radreise.
Oder man ist Rentner, Arbeitslos oder auf Hartz4

Wallfahrer
von: iassu

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 31.08.16 20:47

Nukommschon, blase doch nicht diesen ausgelutschten Luftballon auf: Radreisen = Expeditionsmodus. Das ist hier im Forum ein bißchen billig.
von: hansano

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 31.08.16 20:52

In Antwort auf: Wallfahrer
Für Radreisen braucht man Zeit, und Wochendtouren sind Wochenendtouren.
Und wenn man arbeitet hat man nun mal nur den Urlaub für eine Radreise.
Oder man ist Rentner, Arbeitslos oder auf Hartz4


Auch Empfängern von Arbeitslosengeld I oder II steht nur eine begrenzte Zeit von "Urlaub" zu.

Das zweite Sozialgesetzbuch bietet recht umfangreiche Informationen.
von: DebrisFlow

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 31.08.16 21:12

Die Davtus-Gabel (megabikes.de Eigenmarke) hatte ich am Langstrecken-MTB mit Scheibe. 672g für 50€ sind nicht nur verdächtig sondern am Reiserad evt. gefährlich. Bei gezogener Bremse kann man die Gabel munter hin- und herbiegen, halt alles andere als steif. Ist zwar nix mit passiert, aber am Reiserad würde ich, wenn schon leicht, auf was etabliertes wie Kinesis (Maxlight 740g) setzen. Am Reiserad ist eine Velotraum (von Aprebic) mit 873g verbaut und das ist schon eine ganz andere Liga was die Steifigkeit angeht.
von: Wallfahrer

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 31.08.16 21:14

Hallo

@hansno

(Arbeitslos und Hartz4).....man muss sich ja nicht erwischen lassen.( grins

Wallfahrer
von: panta-rhei

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 31.08.16 21:26

In Antwort auf: iassu
Nukommschon, blase doch nicht diesen ausgelutschten Luftballon auf: Radreisen = Expeditionsmodus. Das ist hier im Forum ein bißchen billig.


??? Na jetzt mal ehrlich Iassu, nur weil ich darauf Hinweise, dass eine 36h 400km nicht wirklich eine Radreise ist??? Wo habe ich was von Expedition geschrieben!? wirr
von: panta-rhei

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 31.08.16 21:28

In Antwort auf: Wallfahrer
Hallo

@panta-rhei

Für Radreisen braucht man Zeit, und Wochendtouren sind Wochenendtouren.
Und wenn man arbeitet hat man nun mal nur den Urlaub für eine Radreise.

Ja und? WO habe ich bitte geschrieben, dass eine Radreise im Jahresurlaub keine sei?!
von: Wallfahrer

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 31.08.16 21:38

Ein leichtes Hallo

....konnte man hier etwas "herunterkommen"........

.....in dem Faden will ich doch bloß ein Fahrrad zusammenschrauben...

...und wenn das Teil zu Schluss 10,5 kg oder 16 kg wiegt....na und........?!

Wallfahrer
von: mgabri

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 31.08.16 21:40

In Antwort auf: Wallfahrer

.....in dem Faden will ich doch bloß ein Fahrrad zusammenschrauben...

...und wenn das Teil zu Schluss 10,5 kg oder 16 kg wiegt....na und........?!

Tu es einfach. Wenn du konkrete Hilfe brauchst dann mach einen neuen Thread auf. Dieser hier ist tot.
von: Marius83

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 31.08.16 21:41

Warum verschiebt man solche Diskussionen nicht in die Plauderecke? Ich find das zugegeben nervig in der Erwartung etwas über Fortschritte am Projekt oder Kritik an den Komponenten zu lesen hier rein zu stöbern und Seitenweise rumgejammer überfliegen zu müssen nur um die ein oder andere spärliche Information entnehmen zu können. Im wesentlichen sind sich doch alle einig sich nicht einig zu sein und werden zu können.
von: Dergg

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 31.08.16 21:58

In Antwort auf: Raumfahrer
In Antwort auf: Dergg
Den zuvor gegeben Tip mit 3-Lagen Tesafilm kann ich nicht empfehlen. Hatte das mal, und so nach ca. 1 Jahr war das doch reichlich nach innen ausgedellt.

War es wirklich Tesa? [...]Wenn es das Klebeband denoch etwas in die Speichenlöcher drückt, macht das trotzdem nix.

Es war Tesa. Es hatte die richtige Breite. Und es machte was, man hat die Einbuchtungen auch am Schlauch deutlich gesehen. Liegt vielleicht an den Felgenbremsen und den Paßabfahrten mit Gepäck, daß es zu warm geworden ist. Jedenfalls taugt es nichts.
von: Raumfahrer

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 01.09.16 02:56

In Antwort auf: mgabri
In Antwort auf: Wallfahrer

.....in dem Faden will ich doch bloß ein Fahrrad zusammenschrauben...

...und wenn das Teil zu Schluss 10,5 kg oder 16 kg wiegt....na und........?!

Tu es einfach. Wenn du konkrete Hilfe brauchst dann mach einen neuen Thread auf. Dieser hier ist tot.

Oder wechsel besser gleich das Forum. zwinker
von: manfredf

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 01.09.16 04:51

In Antwort auf: Dergg
In Antwort auf: Raumfahrer
In Antwort auf: Dergg
Den zuvor gegeben Tip mit 3-Lagen Tesafilm kann ich nicht empfehlen. Hatte das mal, und so nach ca. 1 Jahr war das doch reichlich nach innen ausgedellt.

War es wirklich Tesa? [...]Wenn es das Klebeband denoch etwas in die Speichenlöcher drückt, macht das trotzdem nix.

Es war Tesa. Es hatte die richtige Breite. Und es machte was, man hat die Einbuchtungen auch am Schlauch deutlich gesehen. Liegt vielleicht an den Felgenbremsen und den Paßabfahrten mit Gepäck, daß es zu warm geworden ist. Jedenfalls taugt es nichts.

Ich sage es noch einmal: Tesa ist nicht gleich Tesa.
Gewöhnlicher Tesafilm taugt nichts. Was taugt ist Tesa 4289, das u.a. auch von NoTubes als yellow tape vertrieben wird.

In Antwort auf: DebrisFlow
Die Davtus-Gabel (megabikes.de Eigenmarke) hatte ich am Langstrecken-MTB mit Scheibe. 672g für 50€ sind nicht nur verdächtig sondern am Reiserad evt. gefährlich. Bei gezogener Bremse kann man die Gabel munter hin- und herbiegen, halt alles andere als steif. Ist zwar nix mit passiert, aber am Reiserad würde ich, wenn schon leicht, auf was etabliertes wie Kinesis (Maxlight 740g) setzen. Am Reiserad ist eine Velotraum (von Aprebic) mit 873g verbaut und das ist schon eine ganz andere Liga was die Steifigkeit angeht.


Mit Scheibenbremse ist auch bei Kinesis erhöhte Vorsicht geboten. Auch da gab es eine Menge Berichte über Brüche, und dies ohne Gepäck.

In Antwort auf: panta-rhei

??? Na jetzt mal ehrlich Iassu, nur weil ich darauf Hinweise, dass eine 36h 400km nicht wirklich eine Radreise ist??? Wo habe ich was von Expedition geschrieben!? wirr

400 km könnten wir aber schon langsam als Reise anerkennen ?
von: iassu

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 01.09.16 06:14

Ich weiß nicht, was du und andere für Erfahrungen gemacht haben, aber ganz normaler Tesafilm, einfach vier oder fünfmal drumgewickelt, hat bei mir zuverlässig gehalten, hohe Drücke, nie ein Problem. Die erwähnten Eindellungen sind bei jedem Felgenband vorhanden, das sagt garnix. Nur ist das eben überhaupt nicht so praktisch, wie man zuerst vielleicht denkt. Das Anbringen nicht, das Entfernen erst recht nicht.
von: manfredf

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 01.09.16 08:12

Zitat:
Nur ist das eben überhaupt nicht so praktisch, wie man zuerst vielleicht denkt. Das Anbringen nicht, das Entfernen erst recht nicht.

Wie du sagst: unpraktisch, erst recht bei 4-5 Lagen, die dann auch die Gewichtsfrage erledigen.
Spröde ist das Zeug auch, schon bei normaler Haushaltsanwendung.
von: mgabri

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 01.09.16 10:16

In Antwort auf: Raumfahrer

Oder wechsel besser gleich das Forum. zwinker

Anderswo ists auch nicht besser.
von: jan13

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 01.09.16 11:24

Wo ist der Fehler? Vermutlich die Rahmengröße! Wenn so nen Vorbaustummel drin ist, ist der Rahmen evt. zu lang... Oder geht es um die Gewichtsersparnis?
von: Wallfahrer

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 02.09.16 18:22

Hallo

das Rad ist soweit zusammengeschraubt
Es fehlen noch Kettenblatt, Pedale und die Kette, das sind noch grob 700g.
Mit Schutzblechen, Gepäckträger und Beleuchtung wird es eng.
Derzeit wiegt das Rad 9010g.

Hier das Bilddokument:



Ich muss noch die Bowdenzüge und den Lenker kürzen.
Die Laufräder sind soweit optimiert, mit VeloPlugs, Schwalbe extra light Schlauch und Conti. Speed King 2 ist da nix mehr zu machen.
Dort wo noch etwas geht ist die Kurbel derzeit ist eine normale Shimano Deore verbaut.

Wallfahrer
von: cterres

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 02.09.16 18:51

Du kannst offensichtlich den Gabelschaft noch kürzen und möglicherweise die Sattelstütze auch noch. Die muss unter dem Oberrohr stecken, aber nicht tiefer.
von: Dergg

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 02.09.16 19:13

Eng ist für die anvisierten 10 kg ein bißchen der falsche Ausdruck. Gepäckträger vorne+hinten, Beleuchtung und Schutzbleche sollten nochmal auf fast 2kg kommen. Seh ich das richtig, daß Umwerfer vorne und linker Schalthebel auch noch fehlen? Sind auch nochmal 400g. Am Ende bist Du irgendwo bei ca. 12kg.
von: Dergg

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 02.09.16 19:21

Wegen der Beleuchtung würde ich ggf über das hier nachdenken. Das Mehrgewicht gegenüber einer Nabe ohne Dynamo ist kaum mehr als Batterien wiegen.

https://www.bike24.de/p1143991.html
von: cterres

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 02.09.16 19:21

Das sollte eine Single-Schaltung werden, also fehlt der Umwerfer bewusst.
von: Wallfahrer

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 02.09.16 20:10

Hallo

Geplant ist eine 1x9 Schaltung, für die Beleuchtung sind 180g vorgesehen (Akku)
Der Gepäckträger wird wohl ein Carbon Eigenbau oder es wird Bikepacking. Schutzbleche habe ich im Netz mit 200g gesehen, aber die Dinger muss ich mir erst richtig ansehen.

Das was ich brauche währe eine sehr leichte singlespeed Kurbel (Hollowtech2) , Carbon ist mir einfach zu teuer...

Wenn das Rad fahrtüchtig ist werde ich meine Sitzposition anpassen und die Gabel entsprechend kürzen.

@dergg
Der Nabendynamo ist ja wirklich leicht, wenn ich daran denke dass ich damit auch mein Smartfone laden kann ist es auf jeden Fall eine Überlegung wert. (danke für den Tip)


Wallfahrer
von: Raumfahrer

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 02.09.16 20:49

In Antwort auf: mgabri
In Antwort auf: Raumfahrer

Oder wechsel besser gleich das Forum. zwinker

Anderswo ists auch nicht besser.

Ansichtssache...
Ich sehe hier im Forum die Kompetenz eher bei waghalsigen Expeditionen nach Kathmandu oder Irkutsk bzw. zum nächstgelegenen Landgasthof. DA ist extremer Leichtbau wirklich fehl am Platz.

@Wallfahrer: Ich finde etwas schwierig, dass man immer raten darf, was für Komponenten Du verbaut hast. Auf den Bildern kann ich leider nicht allzuviel erkennen. zwinker
Gewichtsmäßig sollte mA immer noch was gehen.
von: Wallfahrer

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 02.09.16 21:16

Hallo

@Raumfahrer

...die Komponenten.... also bis auf Dich hat sich keiner bisher interessiert was ich verbaut habe.....

und das ist kein extremer Leichtbau, ich habe nur die leichtesten Komponenten die ich gefunden habe eingesetzt. Das einzige aus Carbon ist der Lenker.(Punkt)

Wallfahrer
von: mgabri

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 02.09.16 21:27

In Antwort auf: Raumfahrer

Ich sehe hier im Forum die Kompetenz eher bei waghalsigen Expeditionen nach Kathmandu oder Irkutsk bzw. zum nächstgelegenen Landgasthof.

Täusch dich nicht. Viele haben nicht nur einen Gaul im Stall. Und die Wenigsten fahren regelmäßig mit der Eisenbahn.
@Wallfahrer: 12kg mit allem Geflitter ist doch respektabel. Bei den Leichtbauern gibts die Regel: 1g entspricht 1 €
von: Dergg

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 02.09.16 21:36

Kannst Du zu den Schutzblechen was Genaueres sagen? Da fehlt mir noch eine richtig leichte Lösung.

Was den Dynamo betrifft, bitte beachten, daß der eigentlich für 20-Zoll-Räder ist, somit weniger Leistung hat. Für eine moderne LED-Lampe sollte es reichen, zum Laden wird es knapp. Es gibt auch noch den SV-8, ca 90g schwerer, der ist vollwertig.
von: Raumfahrer

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 02.09.16 21:45

In Antwort auf: Wallfahrer
Hallo

@Raumfahrer

...die Komponenten.... also bis auf Dich hat sich keiner bisher interessiert was ich verbaut habe.....

und das ist kein extremer Leichtbau, ich habe nur die leichtesten Komponenten die ich gefunden habe eingesetzt. Das einzige aus Carbon ist der Lenker.(Punkt)

Wallfahrer
Deshalb wärst Du mA möglicherweise woanders besser aufgehoben.
Die leichtesten Teile hast Du jedenfalls nicht.
Zum Beispiel 300g für die Schaltung (Du meinst sicher das Schaltwerk?) sind nicht leicht.
Darf ich fragen, wo Du suchst, bzw. Deine Teile her holst?
von: Dergg

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 02.09.16 21:48

In Antwort auf: Raumfahrer

Ich sehe hier im Forum die Kompetenz eher bei waghalsigen Expeditionen nach Kathmandu oder Irkutsk bzw. zum nächstgelegenen Landgasthof. DA ist extremer Leichtbau wirklich fehl am Platz.

Was Wallfahrer macht bzw, was ich auch habe, ist kein extremer Leichtbau. Lenkergriffe aus Schaumstoff und ein Tubus-Vega, statt dem Cargo z.B. , taugen auch für die Reise nach Irkutsk.

Das einzige, von dem ich wieder abgekommen bin, sind die leichten Reifen und Schläuche. Die diversen Platten auf der letzten Tour waren doch zu nervig. Die 200g mehr / Reifen gönne ich mir, außerdem Schläuche mit ca. 130g von Conti statt der 100g XX-light von Schwalbe. Alles zusammen bin ich damit jetzt bei gut 13kg, incl Träger vorne/hinten, 1 großer + 1 kleiner Flaschenhalter, Nabendynamo + Lader + U100-Eigenbau-LED-Lampe, Tache, Handyhalter. Das ist voll weltreisetauglich.
von: Dergg

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 02.09.16 21:51

In Antwort auf: mgabri
Bei den Leichtbauern gibts die Regel: 1g entspricht 1 €

Sagen wir mal: Das ist die sinnvolle Grenze des zu Bezahlenden, aber auch nur bei langlebigen Teilen.
von: Raumfahrer

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 02.09.16 22:07

Extremen Leichtbau mache ich auch keinen.
Mein Reise/Allround - MtB wiegt mit Federgabel, Rohloff Speedhub und Brooks Sattel auch etwa 11.8 Kilo. Das Teil ist nur provisorisch zusammen gebaut, bis der andere neue Rahmen endlich mal geliefert wird. Gewichtsmäßig sollte da noch einiges gehen - ohne Einschränkungen.

Die 100g XX-light Schläuche würde ich auch nicht mehr verbauen. Haltbarkeit war bei denen etwa 3 Monate, dann hielten die die Luft nicht mehr. Da sind die 130g Schläuche wesentlich langlebiger.
von: Wallfahrer

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 03.09.16 08:00

Hallo

@Raumfahrer

Die Schaltung (Schaltwerk) ist die Shimano X9 mit rund 250g. Das mit 300g angegebene Schaltwerk ist die Shimano Deore LX mit 300g (ist aber nicht verbaut)

Die Schläuche die ich verbaut habe, sind 130g Schläuche.

Woher habe ich die Teile:

Rahmen, Gabel , Lenker neu -----eBay
Laufradsatz, gebraucht -------eBay
Schaltwerke und Kurbel beides gebraucht ---ebay Kleinanzeigen
der Rest kam aus dem Fachhandel.


Wallfahrer
von: Wallfahrer

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 03.09.16 08:37

Hallo

@dergg

Das Smartfone mit dem Dynamo laden sollte doch gehen, am Tag muss man ja nicht mit Licht fahren. Über einen DC-DC Wandler hat man dann 5V-USB Spannung (unabhängig ob 12V oder 6V Dynamo)

Wallfahrer
von: Sickgirl

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 03.09.16 08:40

Es gibt kein Shimano X9 oder meinst du Sram X9?

Schalthebel fehlt auch noch und wiegt gut 100 g.

Wenn du wirklich ein Sam Schaltwerk nimmst geht natürlich auch nur der Sram Trigger. Da geht nur 9 Fach Hebl mit 9 Fach Schaltwerk oder eben beides in 10 Fach mischen geht nicht.
von: Wallfahrer

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 03.09.16 08:54

hallo

@Sickgirl

....Entschuldigung .....es ist die SRAM X9

Mein Bremshebel/Schalthebel ist ein Deore LX, der zweite Bremshebel(Vorderbremse) ist von Avid

Wallfahrer
von: Wallfahrer

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 03.09.16 09:18

Hallo

In Antwort auf: Sickgirl
Es gibt kein Shimano X9 oder meinst du Sram X9?

Schalthebel fehlt auch noch und wiegt gut 100 g.

Wenn du wirklich ein Sam Schaltwerk nimmst geht natürlich auch nur der Sram Trigger. Da geht nur 9 Fach Hebl mit 9 Fach Schaltwerk oder eben beides in 10 Fach mischen geht nicht.


Ich habe einen 9 fach Schalthebel.

Aber was ist jetzt ein SRAM Trigger?

Ich dachte mir ein 9 fach Schaltwerk und ein 9 fach Schalthebel sollten gehen.....??

Wallfahrer
von: Wallfahrer

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 03.09.16 09:24

Hallo

....ich hab mal gegoogelt.....

Das bedeutet dass ich mir noch einen SRAM 9x Schalthebel besorgen muss, oder die 300g Shimano Schaltung anbauen...

....das ist ja wie die Wahl zwischen Pest und Cholera...... grins

Wallfahrer
von: Dergg

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 03.09.16 09:55

Ja sicher geht es, aber es lädt halt nicht so viel, d.h. ca. 1/3 weniger
von: hansano

leichtes Rad - 03.09.16 10:21

In Antwort auf: Raumfahrer
Nein. Schon Mitte der 90er Jahre waren U10kg möglich. Mit Starrgabel und Felgenbremse sehe ich da keine großen Probleme.
Man sollte aber einigermaßen den Durchblick haben, was es an sinnvollen Teilen gibt - und das sehe ich beim TE eben nicht so.


Da stimme ich dir zu. Heute gehst du in den Laden, greifst in die Regale und schon kannst du dir aus Serienkomponenten ein sub 9 zusammenbauen.
Mein Nachbar hat noch etwas Karbon verbaut und liegt mit seinem Stahlrenner (Stahl wohlgemerkt) bei 7,8 kg.
Ne Rohloff um 230 g abspecken wie im MTB Forum gelesen finde ich dagegen höchst beachtlich.
von: Wallfahrer

Re: leichtes Rad - 03.09.16 11:17

Hallo

@dergg

Damit müsste ich meine Powerbank (10 000 mAh/220g) nicht mitschleppen wenn es für ein paar Tage in die Pampa geht

Wallfahrer.
von: Dergg

Re: leichtes Rad - 03.09.16 11:37

Der Dynamo wiegt ca. 150g mehr als eine normale Nabe. Du solltest allerdings auch Kabel und Lademimik nicht vergessen, i.d.R. brauchst Du dort Akku-Pufferung, auch wenn Du direkt lädst, sonst geht (zumindest bei meinem) dauernd das Display an, wenn man stehenbleibt oder losfährt. Das sind vielleicht auch nochmal 200g.
von: Wallfahrer

Re: leichtes Rad - 03.09.16 14:24

Hallo

@dergg
Da muss ich mal darüber nachdenken auch gleich eine leichtere Felge zu benutzen.

Für die Spannungspufferung beim Laden sollte ein Goldcap Kondensator mit einer kleinen Knopfzelle genügen.

So

ich hab es nicht mehr ausgehalten.....ich habe das Rad fahrtüchtig gemacht. (es wiegt 9810g)




Jetzt fahre ich mal eine Proberunde.....

Wallfahrer
von: iassu

Re: leichtes Rad - 03.09.16 14:27

Tut mich traurig, aber diese Monsterreifen sprechen deinem Gewichtsvorhaben zumindest optisch Hohn.
von: Dergg

Re: leichtes Rad - 03.09.16 14:49

Was die Felge betrifft - ich fahre eine Exal MX19. Die stellt IMO einen guten Kompromiß aus Gewicht und Haltbarkeit dar. Günstig ist sie obendrein. Meine erste war jetzt nach ca. 20000km fast runter, so daß ich sie vor dem Urlaub getauscht habe.
von: Wallfahrer

Re: leichtes Rad - 03.09.16 15:27

Hallo

@iassu

naja ...die fetten Reifen mussten einfach sein....ist ja auch ein MTB Rahmen.....
Und ohne Federgabel. bzw gefederte Sattelstütze braucht man ja etwas Bequemlichkeit...
ich bin ja nun auch nicht mehr der jüngste.... zwinker

Wallfahrer
von: Sickgirl

Re: leichtes Rad - 03.09.16 15:40

Ganz schön schwer dafür das so wenig dran ist.

Mein Hardtail mit Federgabel, Scheibenbremse plus vorne zweifach wiegt etwas über 9 kg
von: Wallfahrer

Re: leichtes Rad - 03.09.16 16:26

Hallo

@Sickgirl

....ich bin ja noch beim üben......
Das Einsparpotenzial sehe ich noch bei den Kurbeln etwa 300g und etwa 50g bei der Schaltung. Dann denke ich mal ist Schluss.

Wallfahrer
von: macrusher

Re: leichtes Rad - 03.09.16 23:13

Ich würde einen ganz normalen Draht-Flaschenhalter verwenden - leichter und funktioniert ausreichend mit 1,5l PET Flaschen und spart noch ein paar Gramm.

Du kannst noch versuchen auf Tubeless bzw. Ghetto Tubeless umzurüsten, spart das Gewicht von mind. einem Schlauch (den man aber dann im Gepäck zusätzlich dabei haben sollte).

Muss aber auch @Sickgirl recht geben, dass das Rad als Leichtbau-Projekt dennoch relativ schwer ist: ein Rennrad der Einsteigerklasse (800 - 1000 Euro) ist locker zwischen 9 und 9,5 Kilo zu haben. Dann noch leichten Gepäckträger: ca 500g.

Mein Cube LTD 29er mit 1x9 wiegt knapp über 12 Kg in 23" (größte Größe) mit Stahlgabel und ohne besondere Leichtbauteile. Aber schon das ist ein krasser Unterschied im Fahr- und Beschleunigungsverhalten gegenüber den üblichen 26" Stahl Fully-loaded Tourer.
von: Wallfahrer

Re: leichtes Rad - 04.09.16 09:28

Hallo

Ich bin ja nun völlig unbedarft an die Sache herangegangen. Rahmen, Gabel und Laufradsatz habe ich gekauft weil sie vom Preis im Verhältnis zum Gewicht recht günstig waren, und auf dieser Basis musste ich aufbauen. Zum anderen hat mich das Projekt keine 500€ gekostet (ein paar Fehlkäufe muss ich noch zurückschicken oder über Kleinanzeigen verkaufen.
Ich werde dem Rad noch eine Carbon Kurbel verpassen die wiegt rund 450g dass gibt mir Luft für die Schutzbleche und den Gepäckträger.

Bis jetzt hat mir das Projekt sehr viel Spaß gemacht, trotz der "motivierenden" Beiträge hier im Forum.

Wallfahrer
von: Marius83

Re: leichtes Rad - 04.09.16 13:20

eine andere Möglichkeit am Getränkehalte Gewicht einzusparen wären die Monkii-clips. Den Cage muss man nur rumfahren, wenn dann auch eine Flasche drinnen steckt, was ich besonders im Alltagseinsatz sehr praktisch finde. Und der cage wiegt auch nicht viel. Insgesamt sicherlich leichter, als der verbaute Halter. Und kann quasi alle Arten von Flasche und ggf sogar Gepäckstücke aufnehmen.
von: Raumfahrer

Re: leichtes Rad - 04.09.16 21:21

Wobei es meiner Ansicht recht hilfreich (auch für andere) gewesen wäre, was bzw welche Teile Du verbaut hast. Einfach mal, wenn jmd anders auch auf die Idee kommt, daß es nicht unbedingt immer der 20 Kilo Radreise"dampfer" sein muß. zwinker
Carbon-Kurbel...naja...wenn sie einigermaßen günstig zu bekommen ist...
von: memy

Re: leichtes Rad - 04.09.16 22:25

Mich freut besonders, dass du nicht irgendwann komplett "übermotiviert" aufgegeben hast.
Glückwunsch zu deinem neunen Rad und ich wünsche dir reichlich schöne Kilometer damit.

Gruß
Horst
von: Wallfahrer

Re: leichtes Rad - 04.09.16 23:00

Hallo

....Carbon Kurbel....das Rad soll ja unter 10 kg bleiben da kann ich doch so ein Chinesenteil für 100€ ganz einfach mal spendieren...eine XT Kurbel ist teurer und und bringt nur 150g

....das Ziel unter 10 kg zu bleiben will ich ja beibehalten...

bestellt ist ein 200 g Fahrradständer und 200g Schutzbleche.

Die Materialliste - Preise + Gewicht stelle ich mal zusammen.

Wallfahrer
von: iassu

Re: leichtes Rad - 04.09.16 23:32

Auf die Gefahr hin, unangenehm aufzufallen: schmeiß die fetten Reifen raus und den Ständer auch.
von: Wallfahrer

Re: leichtes Rad - 05.09.16 01:08

Hallo

...die fetten Reifen will ich doch haben..... grins

Wallfahrer
von: Keine Ahnung

Re: leichtes Rad - 05.09.16 09:16

In Antwort auf: iassu
Auf die Gefahr hin, unangenehm aufzufallen: schmeiß die fetten Reifen raus und den Ständer auch.


Andreas, Du gönnst ihm aber auch gar keinen Komfort grins
von: Wallfahrer

Re: leichtes Rad - 05.09.16 10:36

Hallo

Heute ist der Gepäckträger angekommen. Solider Aluguss.... schmunzel



Der Träger wiegt 235g die 2 Streben 88g, dafür fliegt der Flaschenhalter raus der wiegt 130g. Dafür montiere ich 2 kleine leichte Flaschenhalter.

Wallfahrer
von: Falk

Re: leichtes Rad - 05.09.16 11:35

Hast Du mal an Schutzbleche gedacht? In Mitteleuropa liegt der Tiefdruckanteil beim Wetter bei über 60%. »Sonnig, trocken und warm« ist damit eher eine seltene Extremwetterlage.
von: iassu

Re: leichtes Rad - 05.09.16 11:43

Klassischer Zielkonflikt. Wenn leicht so wichtig ist, sollte man mit dem Komfort zufrieden sein, den angemessen aufgepumpte schmale und leichte Reifen bieten können. Ebenso der Ständer. Den braucht es an einem Leichtrad nun wirklich nicht. Auch die Blutzscheche werden leichter, wenn die Reifen schmal sind.
von: manfredf

Re: leichtes Rad - 05.09.16 12:24

In Antwort auf: Wallfahrer
Hallo

...die fetten Reifen will ich doch haben..... grins

Wallfahrer


Du willst also ein leichtes Rad, das schwer ist ? Ich kann iassu nur unterstützen, weg mit dem Zeug ! Ein Ständer an einem Rad mit Carbonkurbel lach
von: Wallfahrer

Re: leichtes Rad - 05.09.16 12:26

Hallo

Schutzbleche sollen auch noch drann.

ich dachte an die hier:

Schutzblech

Wallfahrer
von: Wallfahrer

Re: leichtes Rad - 05.09.16 12:28

Hallo

Wenn ich mir die Carbonkurbel leiste dann sind die paar Gramm für den Stender auch drinn.... grins

Wallfahrer
von: manfredf

Re: leichtes Rad - 05.09.16 12:49

Ein Ständer wiegt mehr als die Carbonkurbel einspart. Außerdem sieht es nicht nur lächerlich aus, ein Ständer ist auch keineswegs notwendig.
von: Wallfahrer

Re: leichtes Rad - 05.09.16 13:09

Hallo

Der Ständer den ich mir ausgesucht habe wiegt 220g laut Hersteller, also kein Schwergewicht.

Wobei den Ständer brauche ich wirklich nicht. peinlich

Wallfahrer
von: Fricka

Re: leichtes Rad - 05.09.16 13:56

Nein, du brauchst den Ständer nicht. Du kannst dein Rad über Nacht schlafen legen oder irgendwo anlehnen. Oder, was ich letzten Sommer öfter gesehen habe: Mit Zeltleinen abspannen.
von: Falk

Re: leichtes Rad - 05.09.16 14:09

Zitat:
ich dachte an die hier:

Wirksamkeitswunder sind Steckschutzbleche nicht. Dafür sind sie vor allem zu kurz. Vielleicht kommst Du ja damit klar. Ich habe sie beizeiten wieder rausgeworfen. Das Vordere dürfte noch immer in Finnland zwischen Riistina und Puumala liegen. Dort ist es seinerzeit achteraus gesegelt.

Auf dem Bild ist es schon weg. (So richtig taufrisch ist das Bild nicht mehr)
von: Dergg

Re: leichtes Rad - 05.09.16 14:35

Solide wirkt das nicht auf mich.
PS: Was ist denn aus den Carbonträger-Plänen geworden?
von: Keine Ahnung

Re: leichtes Rad - 05.09.16 15:03

In Antwort auf: iassu
Klassischer Zielkonflikt. Wenn leicht so wichtig ist, sollte man mit dem Komfort zufrieden sein, den angemessen aufgepumpte schmale und leichte Reifen bieten können. Ebenso der Ständer. Den braucht es an einem Leichtrad nun wirklich nicht. Auch die Blutzscheche werden leichter, wenn die Reifen schmal sind.


Klar, sehe ich ja auch so - mein Kommentar war ja ironisch gemeint. Ich selber würde mir auch kein kompromissloses Super-Leicht-Rad zusammenstellen wollen, genauso wenig, wie ich mir nur noch Minimalgepäck gönnen wollte zwinker

Ich bin mehr für ausgewogene Lösungen und nicht so sehr für Extreme. Ich brauche also nicht den Campingstuhl unterwegs, aber ein wenig Komfort gönne ich mir doch. Ein echtes "leichtes Rad" würde ich auch nicht haben wollen, denn da müsste ich - wenn ich konsequent wäre - auf Gepäckträger (es gibt ja "Bikepacking"), Schutzbleche, Seitenständer usw. verzichten.

Wallfahrer will ja offensichtlich auch nicht das kompromisslose Leichtrad, sondern zielt am Ende doch auf ein nicht ganz so leichtes, etwas komfortableres Reiserad ab.
von: hansano

Re: leichtes Rad - 05.09.16 16:44

Stilepolizei

Ich sehe Sandalen und Socken zur selben Zeit am gleichen Fuß. grins

Oder bist du Engländer ?
von: Wallfahrer

Re: leichtes Rad - 05.09.16 16:45

Hallo

Ziel ist immer noch unter 10kg zu bleiben, allerdings nicht mit allen Mitteln.
Mit Bikepacking und ohne Schutzbleche bleibe ich unter 10kg.
Schutzbleche will ich haben, genauso wie dicke Reifen. Bikepacking würde für meine Ansprüche ausreichen. Ich bin immer mit wenig Gepäck unterwegs.

Den Carbongepäckträger habe ich immer noch auf dem Schirm. Derzeit mach ich mir Gedanken wie ich die Carbonrohre zusammenhalte.

Wallfahrer
von: Falk

Re: leichtes Rad - 05.09.16 16:52

Zitat:
Oder bist du Engländer?

Nein, zumindest nicht wissentlich. Dafür bin ich stilpolizeianordnungsunempfindlich.
von: Philueb

Re: leichtes Rad - 05.09.16 17:43

Sind das da an dem Rad des athletischen Herrn etwa 622-Laufraeder und Kettenwuerger-Schaltung? teuflisch
von: oly

Re: leichtes Rad - 05.09.16 18:51

nein, keine 622 er wenn schon teuflisch 29 Zöller teuflisch
von: engadiner

Re: leichtes Rad - 05.09.16 21:57

In Antwort auf: Wallfahrer
Derzeit mach ich mir Gedanken wie ich die Carbonrohre zusammenhalte.

Wie wäre folgende Vorgehensweise:
Rohrenden passend zurechtfräsen, so daß sie möglichst spaltfrei ans andere Rohr stoßen. Mit einem Dremel könnte das gut gehen, Staubschutzmaske tragen!!!
Dann brauchst du eine Art Leere, die die Rohre in Position hält (Schraubstock, Schraubzwingen, Holzkonstruktion, kreativ sein!!!)
Fügestelle großzügig mit in Epoxidharz getränkter Kohlefaserroving umwickeln. Zum Schluss mit Isolierband komprimieren. Nach der Aushärtung schleifen.
P.S.: Nochmal der Hinweis: Kohlestaub ist hochgradig gesundheitsschädlich! Schütz dich davor, den einzuatmen!
von: engadiner

Re: leichtes Rad - 06.09.16 23:20

Ergänzung: um auf die Kontur zu kommen, die Du an einem Rohrende ausfräsen mußt, such mal im Internet unter den Stichwörtern "Durchdringung und Abwicklung Rohre". Da solltest Du einiges zu finden; von der Handzeichnung bis zum CAD Programm.
Haben in der Uni mal mit dieser Tube-to-tube Technik experimentiert; die Ergebnisse konnten sich trotz geringem Budget durchaus sehen lassen. Gut gemacht wird so ein Gepäckträger sicher ziemlich leicht und robust. Schau auch mal bei r&g Faserverbundwerkstoffe, da bekommst Du die nötigen Halbzeuge.
von: Falk

Re: leichtes Rad - 07.09.16 00:54

Zitat:
etwa 622-Laufraeder und Kettenwuerger-Schaltung?

Ersteres nichtmal mit -ä-, letzteres ja. Das Bild stammt von 1996, da gab es noch keine echte Alternative. Das Hinterrad hatte aber eine Sachs-Orbit-Nabe.
von: Wallfahrer

Re: leichtes Rad - 07.09.16 18:51

Hallo

ich hab mich mal schlau gemacht, die Tube to Tube Technik wird ja im Carbonrahmenbau eingesetzt.

Im Keller habe ich noch einen Koordinatentisch mit Bohrmaschinenaufnahme den könnte ich zum Fräsen benutzen.

das könnte klappen...

Wallfahrer
von: Wallfahrer

Re: leichtes Rad - 08.09.16 20:34

Hallo

morgen wird das Rad ausgiebig getestet...
es geht auf den Saale-Radweg. Das Rad ist bepackt.....und wartet...



Wallfahrer
von: DebrisFlow

Re: leichtes Rad - 08.09.16 20:53

Hast du mal eine aktualisierte Packliste? Bin immer überrascht mit wie wenig manche so auf den ersten Blick auskommen.
von: cterres

Re: leichtes Rad - 08.09.16 21:17

Wenn ich Tagestouren im Hochsommer fahre, nehme ich den überwiegenden Anteil meines Getränkevorrates in einem isolierten Trinkrucksack mit. Das mache ich schon seit mehreren Jahren so und bin von der Lösung auch überzeugt, denn die ummantelte Blase hält die Flüssigkeit bei geringem Eigengewicht relativ kühl.
Ich nehme auch noch ein paar Extraflaschen mit süßer Limo oder Eistee mit, zur Abwechslung und als Energielieferant.
Doch der Inhalt der Plastikflaschen wird am Rahmen unangenehm warm, fast schon heiss.
Ich habe mal testweise durchgefrorene Getränke am Rahmen befestigt, aber bei 30° und mehr taute das nach einer Stunde auf und eine Viertelstunde danach war es nicht mehr kühl.
Eiswürfel in der Trinkblase wirkten immerhin rund zwei Stunden und kühlten zusätzlich den Rücken (wegen der Isolierung nur gering).

Habt Ihr mit den 1,5L-Flaschen am Rad nicht auch diese Schwierigkeiten?

Wenn ich das Foto sehe und an das aktuelle Wetter denke, kommt mir jedenfalls dieser Gedanke gerade in den Sinn.
von: Wallfahrer

Re: leichtes Rad - 08.09.16 22:20

Hallo

Packliste liefere ich nach....
Am Sattel hängen rund 2,5 kg ...

Wallfahrer
von: Fricka

Re: leichtes Rad - 09.09.16 07:34

Auf eine Tagestour im Sommer nehme ich einen Apfel und eine Wasserflasche mit. Manchmal noch eine Karte und mein Portemonnaie. Vielleicht ein bißchen Werkzeug. Wenn das Gepäck nicht mehr in die Hosentasche passt, nehme ich meine Lenkertasche mit.
von: DebrisFlow

Re: leichtes Rad - 09.09.16 07:38

Nut gut, hier geht es aber nicht um Tagesetappen, das bekomme ich auch hin, sondern ich möchte wissen wie da eine komplette Camping/Kochausrüstung in der Satteltasche verschwindet.
von: Sickgirl

Re: leichtes Rad - 09.09.16 08:03


Vielleicht indem man einfach die Kochausrüstung daheim lässt?
Saaleradweg dürfte ja schon mehr Infrastruktur aufweisen wie die innere Mongolei
von: DebrisFlow

Re: leichtes Rad - 09.09.16 08:18

Lass doch bitte deine Bissigkeit, auf Brevets hab ich auch keinen Kocher dabei.Deshalb fragte ich nach der neuen Packliste, in der ersten ist noch ein Kocher aufgeführt.
von: Sickgirl

Re: leichtes Rad - 09.09.16 09:12

Weil ich absolut nicht dran glaube da in den beiden Minitäschchen eine komplette Campingausrüstung mit Kocher steckt, alleine so eine Minischlafsack ist so groß wie eine Raviolidose
von: Fricka

Re: leichtes Rad - 09.09.16 14:57

In Antwort auf: DebrisFlow
Nut gut, hier geht es aber nicht um Tagesetappen,


nicht? Es ist die Rede von "morgen"......
von: Wallfahrer

Re: leichtes Rad - 10.09.16 16:16

Hallo
es ist zwar nur ein overnighter geworden da ich Sonntag eine Termin habe...aber was solls

Hier die Packliste:
Packsack und Riemen...................214g
Gatewood-Cape +Schnüre/Heringe........510g
Lange Hose, Unterhose, Shirt,
Strümpfe , Windjacke..................610g
NeoAir mit Pumpsack...................499g
Cumulus Schlafsack....................335g
Innenzelt ............................261g
Verpflegung nicht benutzt.............555g
Werkzeug, Pumpe, Schloss..............459g
Kissen, Gestänge, Nässeschutz.........210g
Küche Komplett und 100ml Spiritus......297g
Und das ganze Kleinzeug+ Bad..........627g

Verpackt war der ganze Spaß in einem 13l Sea to Summit Nano Sack (27,5g) und einer großen Hüfttasche die ich mit großen Karabinern am Lenker festgemacht habe wei ich nichts besseres gefunden habe.

Hier ein paar Bilder:

Das ganze Geraffel:



Und hier mein Lagerplatz:



Gekocht habe ich nicht da der Zeltplatz eine Kantine hatte (Abends Steak und Bier, morgens Frühstück mit Rührei...)

Wallfahrer


von: Wallfahrer

Re: leichtes Rad - 15.09.16 19:42

Hallo

ich bin auch ein Stück weiter gekommen, mein Rad hat jetzt Schutzbleche.
Die Schutzbleche ohne Montagematerial wiegen etwa 200g.
Dem Schutzblech am Vorderrad habe ich noch zusätzlich eine Strebe spendiert.....
Leider wiegt das Rad jetzt 10,05kg......aber da wird noch optimiert....

hier ein Bild:



Wallfahrer
von: iassu

Re: leichtes Rad - 15.09.16 21:43

Ich selber würde derartiges Spielzeug besser weglassen. Es hat so gut wie keine Wirkung, vor allem vorne. Auch hinten dürfte dir der übliche schwarzbraune Naßstreifen den Rücken hoch sicher sein. Entweder richtig oder Gewicht sparen.
von: manfredf

Re: leichtes Rad - 15.09.16 21:49

Und dann wäre da noch der monströse Spacerturm am Gabelschaft. zwinker
von: Wallfahrer

Re: leichtes Rad - 16.09.16 00:30

Hallo

....der Spacerturm...der ist gut so...

ich muss erst einmal sehen....oder fühlen... wie ich auf dem Teil am besten sitze...

Wallfahrer
von: Wallfahrer

Re: leichtes Rad - 16.09.16 00:31

Hallo

@iassu....der erste Regen wird es wohl zeigen...

Wallfahrer
von: Falk

Re: leichtes Rad - 16.09.16 05:34

Zitat:
der monströse Spacerturm am Gabelschaft.

… sprach der selbsternannte Stilwächter, bevor ihm der Hintern versohlt wurde.
von: Toxxi

Re: leichtes Rad - 16.09.16 07:33

Naja, irgendwie heißt ein riesiger Spacerturm für mich immer, dass der Rahmen nicht wirklich passt und das Steuerrohr zu kurz ist...
von: Marius83

Re: leichtes Rad - 16.09.16 07:48

Bei cnc gibt es für relativ kleines Geld Carbonspacer, die zugegeben aber wirklich nur wenige Gramm sparen... Ob sich das Lohnt musst du selbst entscheiden.
von: Friedrich

Re: leichtes Rad - 16.09.16 07:51

In Antwort auf: Wallfahrer
Leider wiegt das Rad jetzt 10,05kg......aber da wird noch optimiert....

Optimierungspotential schein ja noch vorhanden zu sein zwinker . Warum zwei Flaschenhalter? Warum zwei Kettenblätter? Warum so viele Speichen? Warum so viele Zähne an den Ritzeln?

Weg mit der Bagage für die "Grammage" - die reinste Wallfahrt grins.
von: Falk

Re: leichtes Rad - 16.09.16 07:57

Zitat:
irgendwie heißt ein riesiger Spacerturm für mich immer, dass der Rahmen nicht wirklich passt und das Steuerrohr zu kurz ist...

Klares jein. Die Rahmenbauer scheinen der Meinung »alles unter zwölf Zentimeter Sattelüberhöhung ist was für Memmen« zu sein. Schaftvorbauten waren ausziehbar und wichtig, weil nicht verstellbar, ist die Länge. Ich akzeptiere jedenfalls weder Nackenschmerzen noch dauernden Druck auf die Handgelenke und gleich gar nicht solches Gelaber wie »Du musst mehr trainieren, dann kannst Du auch sportliche Haltungen ertragen«. Das Fahrzeug wird an den Nutzer angepasst und nicht andersrum. Wenn das konstruktiv bedingt nur mit Buchsen zwischen Steuerrohr und Vorbauknochen geht, warum nicht? Ein größerer Rahmen wäre mit Sicherheit auch länger. Mir reicht eigentlich die Streckbank in der schon mehrfach erwähnten Folterkammer im Schloss von Wernigerode.
von: Juergen

Re: leichtes Rad - 16.09.16 08:06

In Antwort auf: Friedrich
Optimierungspotential schein ja noch vorhanden zu sein zwinker . Warum zwei Flaschenhalter?
Zwei Flaschenhalter für zwei kleine Flaschen erscheinen mir auch sinnlos. Lieber einen, von dem man bei Bedarf den Lack noch abkratzt, für eine große PET-Flasche, die nur 29gr wiegt
von: manfredf

Re: leichtes Rad - 16.09.16 09:13

In Antwort auf: Toxxi
Naja, irgendwie heißt ein riesiger Spacerturm für mich immer, dass der Rahmen nicht wirklich passt und das Steuerrohr zu kurz ist...


genau so ist es. Da passt etwas nicht, und zwar grob. Sei es der Rahmen, oder sei es dass die Gabel zu wenig Einbauhöhe hat.
von: Toxxi

Re: leichtes Rad - 16.09.16 09:27

Hmmm... jein, da muss ich ein wenig widersprechen. Es gibt verschiedene Rahmengeometrien mit langen oder kurzen Steuerrohren, mit langen oder kurzen Oberrohren etc. 26"-Reiseradrahmen und 26"-MTB-Rahmen (Hardtail) mögen auf den ersten Blcik gleich aussehen, unterscheiden sich aber ziemlich deutlich bei den Maßen. Besonders auffällig ist da das Steuerrohr.

Aber klar, wenn es darum geht, einen vorhandenen Rahmen aufzubauen (und das ist natürlich immer sinnvoll), dann greift man eben zu den Anpassungsmöglichkeiten, die vorhanden sind. schmunzel Dazu gehören logischerweise Spacer.
von: Toxxi

Re: leichtes Rad - 16.09.16 09:30

In Antwort auf: Juergen
Zwei Flaschenhalter für zwei kleine Flaschen erscheinen mir auch sinnlos. Lieber einen, von dem man bei Bedarf den Lack noch abkratzt, für eine große PET-Flasche, die nur 29gr wiegt

Hmmmm....

Ich bin mitt zwei Flaschenhaltern auch glücklicher. Sogar die Rennradfahrer fahren damit rum. Zum Trinken unterwegs ist eine 750-ml-Flasche viel angenehmer als eine 1,5-L-Flasche (weil handlicher). Außerdem lassen sich kleinere Flaschen i.d.R. unterwegs viel besser befüllen. Die meisten Wasserhähne sind nämlich saueng.

Gruß
Thoralf
von: Falk

Re: leichtes Rad - 16.09.16 10:01

Zitat:
Es gibt verschiedene Rahmengeometrien mit langen oder kurzen Steuerrohren, mit langen oder kurzen Oberrohren etc. 26"-Reiseradrahmen und 26"-MTB-Rahmen (Hardtail) mögen auf den ersten Blcik gleich aussehen, unterscheiden sich aber ziemlich deutlich bei den Maßen.

Ich hatte da noch keine Auswahlmöglichkeit. Nur die, die mit dem einen Wahlessen in der Kantine verwandt ist: Friss es oder lass es.
von: Fricka

Re: leichtes Rad - 16.09.16 10:06

Das fällt dann aber in die Kategorie "Bequemlichkeit" und ist nicht gewichtsoptimierend.
von: Behördenrad

Re: leichtes Rad - 16.09.16 10:34

In Antwort auf: Falk
Zitat:
Es gibt verschiedene Rahmengeometrien mit langen oder kurzen Steuerrohren, mit langen oder kurzen Oberrohren etc. 26"-Reiseradrahmen und 26"-MTB-Rahmen (Hardtail) mögen auf den ersten Blcik gleich aussehen, unterscheiden sich aber ziemlich deutlich bei den Maßen.

Ich hatte da noch keine Auswahlmöglichkeit. Nur die, die mit dem einen Wahlessen in der Kantine verwandt ist: Friss es oder lass es.

Wenn man nur auf lediglich ein Modell/Hersteller fixiert ist, der dann keine passenden Größen anbietet, ist es aber eine selbst auferlegte Beschränkung und kein grundsätzliches Angebotsproblem.
Selbst als 2-Meter-Mann kann man Standardrahmen finden, die einen nicht zum Spacer-Turmbau zwingen, nur um ein ausgewogenes Sattel-Lenker-Niveau zu erreichen.

Matthias
von: Wallfahrer

Re: leichtes Rad - 16.09.16 12:24

Hallo

Der hohe Spaceturm heißt ich habe die Gabel noch nicht gekürzt....

Wallfahrer
von: Falk

Re: leichtes Rad - 16.09.16 12:27

Darf ich Deinen Beitrag rauskopieren, in ein paar Details anpassen und einfügen, wenn es mal wieder um den Fahrradtransport geht? Ich würde in diesem Fall nur »passende Größen« durch »Faltgelenke« ersetzen. Passt nahezu perfekt.
von: Behördenrad

Re: leichtes Rad - 16.09.16 13:01

In Antwort auf: Falk
Darf ich Deinen Beitrag rauskopieren, in ein paar Details anpassen .....

Das darfst Du gerne machen.

Matthias
von: Philueb

Re: leichtes Rad - 16.09.16 22:56

In Antwort auf: Behördenrad

Selbst als 2-Meter-Mann kann man Standardrahmen finden, die einen nicht zum Spacer-Turmbau zwingen, nur um ein ausgewogenes Sattel-Lenker-Niveau zu erreichen.

Matthias

Was ist für Dich denn 'ausgewogen'? Im Sinne von Reiserad- nicht unüblicher gleicher Lenker- und Sattelhöhe wären das bei mir ca. 117 cm. Da wüsst ich jetzt nix von der Stange.
von: Marius83

Re: leichtes Rad - 17.09.16 00:55

Ich fahr auch 6cm und fühle mich damit pudelwohl.
von: Raumfahrer

Re: leichtes Rad - 17.09.16 09:58

ROTOR aus Leipzig lassen ihre Rahmen mit recht langem Steuerrohr bauen.
Beim 46 cm ROTOR Komet Rahmen ist das Steuerrohr 180 mm lang. Vorher waren das mal 120 mm.
Und da sind dann auch diese langen Spacertürme nicht mehr nötig.
von: Wallfahrer

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 20.09.16 14:45

Hallo

....es ist vollbracht....Das Rad ist in einem Zustand mit dem ich zufrieden bin.

das Rad mit Licht, Klingel und Bikepacking-Gedöns wiegt nun 10,22kg.

Wenn ich noch etwas optimiere, zweites Kettenblatt entfernen, Stahl-Schutzblechstrebe austauschen und noch einige Kleinigkeiten ändere werden noch ein paar Gramm zusammenkommen.

Auf jeden Fall bin ich zufrieden, das Rad Fährt sich gut, soweit ich das beurteilen kann aber das wichtigste, es hat mir Spaß gemacht..... grins

Hier ein Bild :




Wallfahrer
von: macrusher

Re: leichtes Rad - 22.09.16 09:25

In Antwort auf: Raumfahrer
ROTOR aus Leipzig lassen ihre Rahmen mit recht langem Steuerrohr bauen.
Beim 46 cm ROTOR Komet Rahmen ist das Steuerrohr 180 mm lang. Vorher waren das mal 120 mm.
Und da sind dann auch diese langen Spacertürme nicht mehr nötig.


Wenn das Steuerrohr in letzter Zeit nicht wesentlich länger geworden ist, dann doch, wenn man groß ist. Das liegt einfach an der 26er Geometrie. Die 29er Geometrie (mit langer Gabel) ist wesentlich besser für Leute über 1,85 m IMHO.
von: wattkopfradler

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 22.09.16 16:57

Hallo Wallfahrer,
schönes Rad. Im Moment sieht es aus wie ein ganz normales Mountainbike. Mach eine Reise damit und du hast ein Reiserad zwinker
Viele Grüße
Armin
von: Philueb

Re: Ich bau mir mal ein leichtes Rad - 18.08.17 13:52

Hallo Wallfahrer,

ich wollte mal fragen, wie sich das Rad so macht.

Insbesonders würden mich zudem deine Erfahrungen zu den Conti Speedking interessieren. Kannst du da etwas zu Haltbarkeit und Pannenanfälligkeit (im Zusammenhang mit dem gefahrenen Luftdruck) sagen?


Viele Grüße und ein entspanntes Wochenende!

Philip