Re: Haben Pinion-Getriebe auch Kaffeemühlengänge?

von: AndreMQ

Re: Haben Pinion-Getriebe auch Kaffeemühlengänge? - 17.08.20 23:10

In Antwort auf: Stiegsfeld
Im ersten Jahr ausgiebig gefahren ist es dann für fast 4 Jahre verstaubt, bevor ich seit 2019 wieder täglich damit zur Arbeit fahre (werktäglich immer 2×15 km). So kamen inzwischen gute 10000 km zusammen. Das Rad wird nicht besonders gepflegt oder gewartet. Nach Jahr 1 und kurz nach Neustart letztes Jahr gab es einen Ölwechsel. Ansonsten geht es damit zumeist über befestigte und geschotterte Wirtschaftswege zur Arbeit. Regen, Matsch und Staub müssen eben ertragen werden.
Hallo im Forum, gute Gelegenheit mal so nach dem Aussehen von Riemen und Riemenräder zu fragen. Die Kaffeemühlengänge gibt es wohl auch bei älteren Getrieben nicht.
In Antwort auf: Stiegsfeld
Das vorweg-geschickt, möchte ich von meinen Knack-Knicker-Geräuschen berichten:
Mein Pinion 1.18 mit Gates 32:34 ist noch von der ersten Generation und hat daher den Satz zusätzlicher Klinken verbaut, die sich in Gang 7 und 13 als zusätzliches Freilaufklackern melden. Mir war es nie die ca. 150 Eur wert gewesen, dass beim Hersteller "upgraden" zu lassen.
Also mit vo32/hi34 (?) und geschätzten 40-622-Reifen ist das Rad extrem bergfähig und kurz übersetzt (Entfaltung im 1. Gang nur 1,15m!, im 18. Gang 7,29m).
In Antwort auf: Stiegsfeld
Insgesamt ist die Schaltung angenehm ruhig: bei sehr kräftigem Antritt hört man auch ein periodisches Geräusch, dass ich immer dem Zahnriemen zugeordnet habe. Klingt ein wenig wie ein kaputtes Wälzlager bei dem defekte Wälzkörper Pittings im Ring überrollen. (Ich betete also anfangs, dass es das nicht sein möge. => da sich daran seit gut 10000 km nichts getan hat, schließe ich das inzwischen auch als Ursache aus).
Also wenn wir das gleiche meinen, ist es das Abrollgeräusch und auch -vibrationen der geradverzahnten Stirnräder, was eben ganz normal und kein Fehler ist und auch keine Kaffeemühlengänge.
In Antwort auf: Stiegsfeld
Provisorisches Anziehen mit einem aus Holz und Metallstiften gebautem Werkzeug half 5 Tage zu überbrücken, bis das offizielle Werkzeug ("PINION Werkzeug Lockringwerkzeug SL Art.Nr. P9511") geliefert war, mit dem die Verbindung wieder auf das Soll von 40 NM angezogen wurde. Das Knacken ist seitdem vorbei.
Ja, kann man nur jedem Pinion-Käufer raten, dieses Lockring-Tool gleich mit zu kaufen, wenn sonst kein Zugang zu diesem Werkzeug. So wie bei der Rohloff-Speedhub den Ritzelabzieher. Und dann regelmäßige Kontrolle, dass beide Scheiben fest sitzen.
In Antwort auf: Stiegsfeld
Seither läuft die Pinion wieder wie am ersten Tag. Das große Krachen kenne ich natürlich auch: das ist für mich tatsächlich eine Fehlbedienung und tritt am liebsten auf, wenn ich abgerockt und unkonzentriert unterwegs bin - also vielleicht 1x pro Woche und in der Regel beim Durchschalten zwischen 12 und 13. Gang, wenn beide Gruppen zugleich schalten müssen.
Kann ich bestätigen, unpräzises Drehen des Griffs wird mit diesem Geräusch betraft.
In Antwort auf: Stiegsfeld
Ansonsten noch ein Detail zur Pinion: der sehr spezielle Schaltzug und sein Wechsel wären vielleicht auch nochmal einen Beitrag wert. Das Vergnügen hatte ich nach ca. 7500 gefahren Kilometern. Ich habe mich entschieden, die Urversion des Schaltzuges mit "Doppelknick-Sollbruchstelle" wieder einzubauen.
Die neue breitere Seilrolle für Standard-Seilzüge ist technisch eigentlich die bessere Wahl. Aber die wird dann mit dem Kunststoff-Deckel geschlossen. Ich wollte den feinen Alu-Deckel behalten.
Die Montage dieser alten Version war jetzt nicht zu finden. Also wenn Du eine Quelle hast, wäre das hilfreich.