Re: Haben Pinion-Getriebe auch Kaffeemühlengänge?

von: Friedrich

Re: Haben Pinion-Getriebe auch Kaffeemühlengänge? - 18.06.20 01:46

Servus Eberhard und Mitdiskutanten

Ich möchte mich zu diesem Thema nochmal äußern ohne auch nur einen Moment an Moment und Kettenzug zu verschwenden oder auf dem "Tochterthread" mitzumischen. Kommen wir auf die Kaffeemühlengänge zurück, sprich, Geräuschentwicklung:

- verglichen mit der Rohloffnabe die ich zum Teil selber gefahren öfter aber noch in den Alpen, Pyrenäen, auf Korsika oder Tagestouren erleben durfte sind mir bei der Pinion derlei Gänge nicht wirklich aufgefallen. Es ist durchaus möglich das mein Gehör beruflich und altersbedingt seine besten Tage hinter sich hat und das daran liegt (bevor ich mich in die Plüschetage zu den Sesselfurzern abgeseilt habe durfte ich im Maschinen- und Triebwerkbau, in grossen und manchmal sehr lauten Hallen und an grossen und manchmal sehr lauten Maschinen mein Geld verdienen wo Gehörschutz ein Fremdwort war oder man mit Absicht und aus guten Gründen darauf verzichtete grins)
- Ich kenne bei dem Pinionantrieb zweierlei Geräusche - Krachen oder Knacken. Bei'm Krachen kriegt jeder der ein wenig mit Technik zu tun hat und weiss was ein Zahnrad und Getriebe ist Gänsehaut und unter Umständen kalte Schweissausbrüche. Diese Kracherei wird im Laufe der Zeit seltener. Die Ursache hat AndreMQ einige Male beschrieben - man "hängt" irgendwie irgendwo zwischen den Gängen (meistens bei der Wahl eines niedrigeren Ganges) und wenn das Getriebe sich entschieden hat tut es das mit einem gewaltigen Schepperer. Bei richtig gespanntem Schaltzug und Pedaldruckwegnahme bei dem Schaltvorgang lässt sich das recht gut vermeiden. Falls jemand anderer Meinung ist, bzw. andere Erfahrungen gemacht hat möge er diese gerne mit uns teilen. Das Knacken ist vom Geräusch her wesentlich dezenter aber um so nerviger weil es vorübergehend zum permanenten Begleiter wird. Die Ursache kann an den Pedalen liegen, an unsachgemäß festgezogenrn Tretkurbeln oder an der Befestigung des Antriebes an der Rahmenbrücke. Voraussetzung ist natürlich das man vermag zu bestimmen ob das Geräusch vom Sattel oder Getriebe verursacht wird grins. Ich habe drei verschiedene Pedalpaare benützt und die Trerkurbeln abgebaut, versetzt und wieder angebaut sowie unlängst einmal das ganze Getriebe ausbauen lassen. Das hat kurzfristige Besserung gebracht dann war wieder alles beim Alten. Kurioserweise ist das Geräusch nach jeder Regenfahrt für ein paar Tage weg. Hat jemand von euch dafür eine Erklärung. Ich bin am Überlegen das Getriebe nochmal auszubauen und mit Kupferpaste zu massieren.
- Probleme mit der Hinterranabe hatte ich keine (DT Swiss Kettenschaltungsnabe die ich eigentlich nicht bestellt hatte und auch nicht wollte). Dass die Felge an 9 oder 10 Stellen ausgerissen ist hatte ich am Anfang des Threads erwähnt - alles an den Speichen der Antriebsseite. Das habe ich in meinem bisherige Fahrradlebe noch nie geschafft, nicht einmal mit einer billigen und ordinären sowjetischen Felge der 70-er Jahre (und ich bin schon ein paar Jahrzehnte mit Fahrrädern unzereegs). Es kann an der der Qualität der Einspeichung liegen, an der assymetrischen Einspeichung auf jeden Fall, muss (könnte) aber auch mit dem Antrieb etwas zu tun haben. Ich fahre die
Kombination 30:26 (zur Information). Die "sportliche Version" 30:22 hatte ich bei einer längeren Tour mit Gepäck am zur zur Verfügung gestellten Reiserad- na servus, habe ich mir gedacht - hoffentlich komme ich bald oben. Ein Hersteller bietet die Kombination 39:35 an. Für ein Reiserad dürfte das eine optimale Lösung sein und das Hinterrad nicht allzusehr strapazieren.

Noch eine Bemerkung die mit Geräuschentwicklung und der Frage des Threaderstellers nchts zu tun hat. Wer keinen Kettenspanner mag aber eine vernünftige Möglichkeit die Kette zu spannen ohne hintenrum alles zu verkannten sollte versuchen synchron verstellbare Ausfallenden zu verbauen. Die gibt es Z.B. aus Amiland von [url=
https://www.paragonmachineworks.com/]Paragon[/url]