Re: Technik: wieviel davon?

von: Keine Ahnung

Re: Technik: wieviel davon? - 08.08.19 12:55

In Antwort auf: panta-rhei
Mit 1:200 000 finde ich ausreichend kleine Strässchen.


Dann verstehen wir wahrscheinlich unter "kleine Strässchen" unterschiedliche Dinge. Sehe ich mir z. B. meinen aktuellen Heimatort und die Umgebung mit Maßstab 1:200.000 auf der Karte an, so fehlen auch viele geteerte Wege, die ich regelmäßig für meine Radtouren in der Umgebung nutze. Von den ungeteerten (z. B. Betonplatten) Wegen möchte ich gar nicht erst reden. Von einer Durchquerungsmöglichkeit des schönen Eichen-Urwalds in unserer Nähe auf recht brauchbaren Forstwegen ahnt man nicht einmal etwas.

Ich weiß es noch aus meiner eigenen "Vor-Navizeit", in der ich noch typischerweise mit Generalkarten (1:100.000) und Co. unterwegs war. Man fährt im Wesentlichen auf den größeren Straßen, da das Zusammenschustern kleinerer Straßen - selbst wenn sie teilweise zu finden waren - zu mühselig war. Außerdem konnte man häufig nicht erkennen, ob es zwischen den eingezeichneten Straßen kleine Verbindungswege gab, so dass man keine Lust hatte, auf gut Glück einen Weg zu nehmen, der die Gefahr barg, tatsächlich eine Art Sackgasse oder zumindest großer Umweg zu werden. Selbst ausgeschilderte "offizielle Radrouten" führen immer wieder auf Radwegen entlang von Bundesstraßen, wo man auf guten Karten durchaus attraktive Umgehungen findet, die man aber ohne Navi oder spezieller Ortskenntnis nicht nutzen wird.

Auf die moderne Navigationstechnik kann man natürlich verzichten. Meine Argumente "pro GPS" überzeugen aber zumindest mich selber durchaus zwinker .