Re: Technik: wieviel davon?

von: AndreMQ

Re: Technik: wieviel davon? - 08.08.19 09:08

In Antwort auf: iassu
... Ich habe mich heuer ernsthaft gefragt, was eigentlich aus meinen Überzeugungen geworden ist. Ich war strikt gegen Navis im Auto und am Fahrradlenker. Und jetzt fahre ich zu 85% online rum. ....
Es ist ein gutes Zeichen, wenn man auch im hohen Alter noch neuen Dingen zugänglich ist grins.
Ansonsten habe ich den schönen Text von @MichiV einfach mal auf mich umgebaut:
"ICH schwöre auf die "neue" Technik. Getriebeschaltung, Achssysteme, Antriebsriemen und Scheibenbremsen, komplett gefedert oder ungefedert. Warum: Ich liebe es, ALLES am Rad selber wechseln und reparieren zu können, wobei die neue Technik selten Eingriffe benötigt. Das fällt besonders auf, wenn man parallel alte Systeme am Laufen hält und so zwischen den "Welten" pendelt. Seit meiner Kindheit schraub ich an allem rum, nicht so sehr, weil es Spaß macht, sondern man so schnell und kostengünstig die Systeme perfekt am Laufen halten kann, da Defekt grundsätzlich Samstag nachmittag passieren. Nur wenn ich auf Tour bin, da will ich nicht rum schrauben, da muss alles funktionieren und das tun die Systeme, wenn sie vorher korrekt montiert, eingestellt und gewartet wurden. Wenn ich nicht Querfeldein fahr, brauch ich keine Federung, da ich aber auch Querfeldein fahre, brauche ich es dann. Ohne spart Gewicht, aber das Fahrverhalten ist etwas bockiger und man muss aufmerksamer fahren. ICH mag es so auf Straßen, obwohl das gefederte MTB von allen Rädern (zufällig) die beste Ergonomie hat. Bei einer guten Getriebeschaltung stimmen die Übersetzungen für alle Anwendungen immer, es gibt nichts zu wechseln. Scheibenbremsen bringen mich auch mit viel Gepäck Berg ab zuverlässig zum stehen. Die von mir vorher gefahrenen V-Brakes taten das im sauberen Zustand auch, der Felgenverschleiß und das sich ständig ändernde Verhalten bei Nässe und Schmutz brauchte mehr Aufmerksamkeit und war einfach lästig. Einmal korrekt montiert und eingestellt funktionieren die SB über lange Zeit unauffällig. Ersatzteile sind nicht erforderlich, als Verschleißteile gibt es nur die Beläge, die aber bei mir sehr lange halten. Mechaniker-Kosten keine, weil ich alles selber machen kann. Der Alu-Rahmen ist leicht, steif, korrosionsfrei und problemlos, es gibt keine Änderungsnotwendigkeit. Ist aber völlig irrational, denn meine Räder sind perfekt für mich abgestimmt, für andere wahrscheinlich kaum fahrbar. Ein Rennstahl 853 ist zwar ein schönes Rad, aber für mich viel zu schwer und überdimensioniert. Der Titan-Bruder von Falkenjagd ist vom Werkstoff zu teuer, außerdem immer noch überdimensioniert. Es reicht ein guter Alu- oder Carbon-Rahmen. Ich gebe zu, hab keine USB Lader am Rad, weil die Akkus für den Bedarf reichen, die passenden Ladegeräte dabei sind und keine Bastelübungen mit dem NaDy bisher notwendig sind. Navigieren tue ich mit Straßenschildern und ggfs. einem Track auf stromsparenden GPS-Gerät. Und wenn dies nicht reicht und kein Track vorhanden ist, mit 1:200.000-Karte, Sonnenstand und der Locus-App. Da letztere aber nicht am Lenker hängend ständig betrieben wird, gibt es das Akku-Problem nicht."