Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW

von: Querlenkerin

Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 15.07.18 21:47

An alle Rheinländer, Westphalen, Lipperländer und Einwanderer in NRW, die sich für eine bessere Radverkehrsinfrastruktur engagieren möchten:
Ab sofort werden die erforderlichen Unterschriften für den Antrag auf die Durchführung eines Volksbegehrens gesammelt.

Es gibt in NRW eine Volksinitiative, das Aktionsbündnis „Aufbruch Fahrrad“, deren Ziel ein Fahrradgesetz in NRW ist.
https://www.aufbruch-fahrrad.de/

Neun konkrete Maßnahmen sollen dazu führen, dass der Anteil des Radverkehrs in NRW von derzeit 8% auf 25% im Jahre 2025 erhöht wird;
u.a. min. 1.000km Radschnellwege für den Pendelverkehr und 300km überregionale Radwege pro Jahr werden allen Reiseradlern zugutekommen wird, die in und durch NRW Fahrrad fahren.

Jeder, der in NRW seinen Erstwohnsitz gemeldet hat und bei den Landtagswahlen wahlberechtigt ist, kann durch seine Unterschrift mit zu einem fahrradfreundlichen NRW beitragen.
Wenn wir es schaffen, mindestens 66.000 Unterschriften zu sammeln, wird sich der Landtag NRW mit den Forderungen des Aktionsbündnisses befassen.

Im Downloadbereich kann der Unterschriftenbogen heruntergeladen werden.
https://www.aufbruch-fahrrad.de/downloads/
von: derSammy

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 15.07.18 22:42

Gleich noch ein organisatorischer Hinweis: Das Land NRW macht es Volksentscheiden nicht leicht. Jede der ausgefüllten Unterschriftenlisten sollte nur Einträge aus DERSELBEN Kommune enthalten! Die Listen müssen dann an die Meldeämter der Kommunen jeweils getrennt geschickt werden.
Stehen Unterschriften mehrerer Kommunen auf einer Liste, muss die Liste nacheinander an die Kommunen geschickt werden und die Antwort abgewartet werden, das wird dann kaum mehr fristgerecht zurückkommen.

Also bitte für jede Kommune separate Listen führen!
von: Querlenkerin

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 15.07.18 23:11

Ja, in der Tat.

Gebt die ausgefüllten Listen aber nur an die Sammelstellen
https://www.aufbruch-fahrrad.de/sammelstellen/
oder direkt an Aufbruch Fahrrad weiter/zurück. (Die Adresse steht auf den Listen drauf)

Das Übergeben/Schicken an die Meldeämter macht "Aufbruch Fahrrad" zentral.
von: schorsch-adel

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 16.07.18 11:48

Zitat:
Volksinitiative
...man könnte sich andere Vorsilben vorstellen...
von: Behördenrad

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 16.07.18 12:05

In Antwort auf: schorsch-adel
Zitat:
Volksinitiative
...man könnte sich andere Vorsilben vorstellen...

Och nö - lass das mal so. Hat was bodenständiges, ist also quasi volksnah. Unser Minister für Inneres, Bau, Blut und Boden und Heimat mag das sicherlich. Auch der eine oder andere AfD-Wähler könnte sich angesprochen fühlen.... zwinker
von: Bernie

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 16.07.18 14:31

Genau, und ich habe neulich vernommen, dass die Grußformel "Auf Wiedersehen" nicht mehr verwendet werden soll, weil Joseph Goebbels diese wiederholt verwendet haben soll. Daher ist die jetzt nicht mehr zeitgemäß und gänzlich unkorrekt.

Ferner will die Volksbank sich umbenennen, Volkswagen ebenso.

Es grüßt

Bernie
von: Martina

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 16.07.18 14:46

In Antwort auf: Bernie

Ferner will die Volksbank sich umbenennen


Das haben ganz viele schon getan. Wobei VR-Bank auch nicht cooler finde...
von: KUHmax

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 16.07.18 15:29

Ist ja auch bloß eine Abkürzung für Volksbanken und Raiffeisenbanken.
von: BeBor

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 16.07.18 21:39

In Antwort auf: Bernie
Volkswagen ebenso.

Vielleicht in „Shareholder-Value-Wagen“? Klänge auch gleich viel globaler.

Bernd
von: olafs-traveltip

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 16.07.18 21:55

In Antwort auf: Martina
In Antwort auf: Bernie

Ferner will die Volksbank sich umbenennen


Das haben ganz viele schon getan. Wobei VR-Bank auch nicht cooler finde...


Klar, VR ist sehr cool - virtuell reality!
von: WilliStroti

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 18.07.18 09:31

Hallo Martina,

ich bin bei der Aktion dabei. Letzter trauriger Auslöser ist ein tragischer Verkehrsunfall nur wenige km von meinem Arbeitsplatz. Hier endet der Radweg unvermittelt auf freiem Gelände und man ist gezwungen die Straße zu queren. Aus Polizeibericht:

Am Dienstag, 17.7.2018, gegen 10.10 Uhr, wurde ein Fahrradfahrer bei einem Verkehrsunfall auf der K 23 zwischen Ennigerloh und Hoetmar tödlich verletzt. Der 85-jährige Freckenhorster befuhr mit seinem Pedelec als Mitglied einer elfköpfigen Radfahrergruppe den Radweg entlang der Kreisstraße in Fahrtrichtung Ennigerloh. Der Radweg endet auf der Strecke und die Gruppe beabsichtigte die Fahrbahn zu queren, um auf einem gegenüberliegenden Wirtschaftsweg weiterzufahren. Der 85-Jährige befand sich im vorderen Teil der Gruppe und fuhr ohne anzuhalten auf die Fahrbahn. Dabei kam es zum Zusammenstoß mit einem Fahrschulfahrzeug, welches in Richtung Ennigerloh fuhr. Am Steuer saß eine 17-jährige Fahrschülerin aus Ennigerloh in Begleitung eines 47-jährigen Fahrlehrers. Bei dem Verkehrsunfall verletzten sich beide Fahrzeuginsassen leicht. Rettungskräfte brachten den Fahrlehrer aus Warendorf zur weiteren ärztlichen Behandlung in ein Krankenhaus. Die 17-Jährige wurde von Angehörigen am Unfallort abgeholt.

Gruß, Willi
von: Falk

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 18.07.18 12:53

Immer dasselbe. Wieso wollen die Planer eigentlich immer wieder, dass Fahrradbenutzer Straßen überqueren? Richtig ist doch, sie in Längsrichtung zu befahren. Ich möchte gerne mal dem oder den Rad-weg-Planern so in den Hintern treten, dass sie bleibende Schäden am Stützapparat davontragen. Nur zur Erinnerung, in der ganzen Gegend um Beckum und Enniger(loh) ist kaum was los. Planer, die Verkehrsströme, die normalerweise zusammen verlaufen, ohne Not kreuzen, gehören wegen Unfähigkeit entlassen. Solange aber immer wieder die »gefühlte Sicherheit« verkauft werden kann und von denen, die sich eigentlich dagegen wehren müssten, bereitwillig aufgesaugt wird, wird sich nichts ändern.
von: Behördenrad

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 18.07.18 13:35

Es hätte dieser Radfahrertruppe aber auch niemand verboten, einfach im Längsverkehr auf der Fahrbahn weiter zu fahren, statt zu versuchen, den "rettenden" Wirtschaftsweg auf der anderen Seite zu erreichen. Das beobachte ich auch immer wieder, dass Radfahrer (aber nur 'ne ganz bestimmte Sorte) trotz entspanntem dahin kullern auf ruhiger Straße bei der erst besten Gelegenheit durch beide Richtungsfahrbahnen hindurch versuchen, auf einen gegenüber liegenden "Irgendetwas"-Weg zu gelangen. Ist bei denen als Reflex eingebaut.
Ganz nebenbei ":.....Der 85-jährige.....fuhr ohne anzuhalten auf die Fahrbahn."..... muss hier auch die Frage gestellt werden, warum er das getan hat.......
von: Falk

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 18.07.18 13:47

Richtig, doch ist den Leuten gerade in der alten Bundesrepublik jahrzehntelang eingetrichtert worden, dass Fahrräder nur auf Radwegen bewegt werden dürfen. Dass man polizeilichen Anordnungen auch widersprechen kann und das fallweise sogar muss, fällt den in den Dreißigern geborenen nicht im Traum ein.
von: Peter Lpz

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 18.07.18 13:51

Naja, Radwege an Kreisstraßen haben oft die Eigenart, "benutzungspflichtig" zu sein. Insofern würde ich von einem Verbot sprechen, auf der Straße zu fahren. Wenn wir mal 85 Jahre alt sind und Pedelec fahren, messen wir vielleicht auch mal unsinnigen Schildern Bedeutung bei.

Wenn man sich allerdings für den Radweg entscheidet und für die Korrektness, dann muss man es aus Eigenschutz natürlich an der Querung auch tun, da hast Du schon recht. Ich selbst ziehe oft genug den Wirtschaftsweg auch vor. Die Furcht vor dem Autoverkehr spielt dabei eine sehr kleine Rolle. Ich finde es einfach entspannter und oft geht es an Kreisstraßen auch schneller.

Man steht vor der Gewissenspaltung, ob man dem Radfahrer das letzte Quentchen Eigenverantwortung abnehmen muss, wenn irgendwo ein Radler zu Tode gekommen ist, weil er Mist gebaut hat. Das wäre schwer möglich und erinnert mich an die Fällung von Alleebäumen, weil sich Autofahrer gern darum wickeln. Aber Falk hat natürlich recht, sich über eine solche Verkehrsführung aufzuregen. Trotzdem ist der Rad- oder Wirtschaftsweg nicht mein Feind, auch nicht wenn er mal benutzungspflichtig ist.

Gruß Peter
von: derSammy

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 18.07.18 14:28

Der geschilderte Fall wirft in der Tat einige Fragen auf. Wenn die E-Radler an der Stelle auf die Fahrbahn gefahren sind, müssen sie aufpassen und Vorrang gewähren.

Andererseits frage ich mich auch, ob Fahrschüler und vor allem auch Fahrlehrer an der Stelle Tomaten auf den Augen hatten? Ein Gruppe von 11 Radlern dürfte kaum zu übersehen sein und ich bezweifle auch, ob so schnell bis 11 oder auch 16 gezählt werden kann. Im zweiten Fall hätten die Radler als Verband fahren können und dann stellt sich die Schuldfrage auch schnell noch mal in einem anderen Licht dar.

Insbesondere Falks Beobachtung kann ich bestätigen. Hier tun die Radfahrer teilweise die skurilsten und gefährlichsten Dinge, nur um nicht auf der "gefährlichen Straße" fahren zu müssen. Wundert mich schon, dass sich immer noch nicht rumgesprochen hat, dass nicht der Längsverkehr das Problem ist (egal ob nun gemischt oder getrennt), sondern die Kreuzungen, Seitenquerungen und schlechte Sichtbeziehungen/Verkehrsführungen.

Kleines Beispiel: Kürzlich eine absolute Feldwegsnebenstraße mit PkW befahren. Auf der linken Straßenseite war mit durchgezogener Linie ein Fußweg (?) abmarkiert, zumindest wurden auf dieser Fläche alle paar Meter Fußgängerpiktogramme wiederholt. Definitiv keine gängige bauliche Umsetzung, aber definitiv exklusiv für Fußgänger gedacht.
Von rechts aus einem Wirtschaftsweg kommt eine Großfamilie auf Fahrrädern, biegt vor mir auf die Straße mit dem 'linksseitigen Fußweg auf Straßenniveau' ab und fährt in meine Richtung. Ich nehme extra Tempo raus, will relaxt hinterherfahren. Doch plötzlich eiern die alle tröpfchenweise auf die linke Straßenseite auf diesen Fußweg, der 50m später aufhört und von da eiern sie wieder alle nach rechts rüber. Und mit Handzeichen angekündigt waren diese unerwartbaren Manöver natürlich nicht. wirr
von: Behördenrad

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 18.07.18 14:51

In Antwort auf: Peter Lpz
Naja, Radwege an Kreisstraßen haben oft die Eigenart, "benutzungspflichtig" zu sein. Insofern würde ich von einem Verbot sprechen, auf der Straße zu fahren. Wenn wir mal 85 Jahre alt sind und Pedelec fahren, messen wir vielleicht auch mal unsinnigen Schildern Bedeutung bei.

In dem Zitat aus dem Polizeibericht steht ausdrücklich "Wirtschaftsweg" - nicht Radweg. Also existiert hier keine Benutzungspflicht. Ich nutze die Dinger auch gerne, wenn ......, und sie noch dazu auf der richtigen Seite sind.

Bei dem älteren Herrn ist aber zumindest nicht auszuschließen, dass Wahrnehmungsfähigkeit, Reaktionsvermögen und die Verkehrskompetenz insgesamt vielleicht doch schon altersbedingt stark eingeschränkt waren, und der Unfall seine eigentliche Ursache darin hatte.
Das macht den Unfall nicht weniger tragisch - aber die Ursachen sollten nicht immer einseitig bei den "blöden Verkehrsplanern" gesucht werden - insbesondere dann nicht, wenn man mit einer Petition / Volksinitiative von genau diesen, als "blöd" bezeichneten, Herrschaften noch was will.

Ich vermute, dass der Unfall sich ziemlich genau an dieser Stelle ereignet hat. Dort endet der begleitende Radweg an der K23 und es besteht die Möglichkeit, auf der Fahrbahn oder in den gegenüberliegend Wirtschaftsweg zu wechseln. Eine Benutzungspflicht schließe ich für den Wirtschaftsweg aus, aber vermutlich wird am Radweg einer dieser grün umrandeten Richtungsweiser für Radverkehr stehen, der, außer eben dieser Hinweisfunktion, keinerlei Bedeutung hat.

Insofern gibt es an dieser Stelle auch keine unsinnige Verkehrsführung, über die man sich aufregen müsste.

In Antwort auf: Falk
Immer dasselbe. Wieso wollen die Planer eigentlich immer wieder, dass Fahrradbenutzer Straßen überqueren? Richtig ist doch, sie in Längsrichtung zu befahren. Ich möchte gerne mal dem oder den Rad-weg-Planern so in den Hintern treten, dass sie bleibende Schäden am Stützapparat davontragen. Nur zur Erinnerung, in der ganzen Gegend um Beckum und Enniger(loh) ist kaum was los. Planer, die Verkehrsströme, die normalerweise zusammen verlaufen, ohne Not kreuzen, gehören wegen Unfähigkeit entlassen. Solange aber immer wieder die »gefühlte Sicherheit« verkauft werden kann und von denen, die sich eigentlich dagegen wehren müssten, bereitwillig aufgesaugt wird, wird sich nichts ändern.

Der "Planer" hat dort einfach mal gar nichts gemacht. Der Radweg endet und die Weiterfahrt bleibt dem Radler selbst überlassen. Keiner wird von unfähigen Planern zu irgend etwas gezwungen, man kann dort regelkonform auf der Fahrbahn weiterfahren - oder eben gegenüber in den Wi-Weg wechseln und sich auf anderen Wegen zum Ziel mauscheln.
Nein - der Unfall ist schlicht und einfach durch den Radfahrer selbst verursacht (sowas soll's ja auch geben): an der Einmündung nicht angehalten und den Fahrbahnverkehr nicht berücksichtigt.
von: Oldmarty

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 18.07.18 14:54

du Held des Radfahrens (sorry)

Nicht jede Gruppe auf dem Rad weiss alle Regel die man braucht um in einer Gruppe zu fahren. Glaub nicht das diese P-Gruppe diese 16er Regel kennen. Das diese Grossfamilie weiss das man in der Gruppe diese und jene Handzeichen geben sollte.

Bei der P-Gruppe steht nicht ob ein Teil schon auf der andere Strassenseite war und der Herr schnell hinterher wollte. Die in dem Fahrschulwagen haben vielleicht gedacht das sie gesehen werden, der Radfahrer vielleicht das er gesehen wird. Vielleicht wurde er ja auch von hinten gedrängt oder hatte das Gefühl gedrängt zu werden.. Wie willst du auf der schnelle erkennen ob das 16 und mehr Radler sind, wenn ein Teil schon auf der andere Strasse sind. Wenn da die Lücken zu gross werden sind das ja auch kein Verband mehr sondern 2 Gruppen.

Da hat einer der 2 nicht richtig aufgepasst und die 17j Fahrschülerin wird das bestimmt auch nicht so leicht verpacken, egal ob sie juristisch Schuldig/Mitschuldig ist.
von: derSammy

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 18.07.18 15:15

Und ob ich ein Held bin. lach

Anscheinend habe ich mich missverständlich ausgedrück? Zumindest wollte ich zu dem verunfallten Radler inhaltlich so ziemlich genau das sagen, was du auch formuliert hast. verwirrt
Mit der Fahrschülerin fühle ich mit, auch mit dem Fahrlehrer, der womöglich im entscheidenden Moment unaufmerksam war?
Als ich meine Fahrprüfung ablegte, war direkt vor mir eine Kandidatin dran, die völlig verstört, zitternd und nicht mehr am Lenkrad sitzend vorfristig von ihrer Prüfung zurückkehrte. Sie hatte bei einem Abbiegen einen Radfahrer übersehen und ohne die Gefahrenbremsung des Fahrlehrers hätte sie den wohl voll abgeräumt.

Was mich an der Familie aufregte, war weniger das fehlende Handzeichen, sondern die gesamte, chaotische Art und Weise wie zweimal die Straßenseite gewechselt wurde und der Umstand, dass man überhaupt wegen der 50m zweimal die Straßenseite gewechselt hat, um eine offensichtlich für Fußgänger (!) vorgesehende Fläche zu erreichen. Den Kindern/Jugendlichen mache ich dabei weniger einen Vorwurf, vor allem gaben auch die Eltern dabei überhaupt kein gutes Bild ab.
von: Oldmarty

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 18.07.18 15:24

Ich bin da heldenhafter

Kein Auto (nie eines gehabt) und fast keine Flugreise.

Die Eltern waren wahrscheinlich schon Überfordert die Kinderschar zusammenzuhalten. Was für dich wie ein Fußgängerweg aussah war für die halt ein Bereich für Räder. Die fahren bestimmt nicht jeden Tag Rund um Köln im 37iger Schnitt.

Ich kenne solche Gruppen auf den berühmten berüchtigten Ausflugsstrecken. Da kannst schonmal paar KM brauchen bis die Überholt hast. Ist halt so, es gibt halt keine Freie Fahrt für freie Bürger , egal welches Verkehrsmittel du benutzt.
von: derSammy

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 18.07.18 16:05

Vom autofrei leben musst du mir nix erzählen, zu dem Zeitpunkt hatte ich ein Carsharing-Auto unter Kontrolle, ein eigenes brauchen wir ebenso nicht. zwinker
Beim Fliegen bin ich nicht ganz so konsequent, aber wenn, dann nur da, wo es nicht anders geht.

Dass man an so ner Gruppe nicht unbedingt schnell vorbei kommt, war mir klar. Mein Eindruck war, die sind nur deshalb nach links rüber gefahren, damit ich rechts ( wirr ) überholen kann. Wäre aber völlig verantwortungslos gewesen, an der Stelle vorbei zu fahren.

Mit dem Spruch "Frei Fahrt und Freie Bürger und so" kann ich nix anfangen. Die Grundsätze zum Straßenverkehr regelt die StVO. Man muss gar nicht alle Paragraphen lesen, die ersten 10 reichen völlig aus, um die Grundprinzipien zu erfassen. schmunzel
von: WilliStroti

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 18.07.18 16:44

Hallo,

die Unfallstelle ist in der Tat da, wo Du es vermutest. Ich bin selbst schon oft genug dort vorbei gekommen. Der Wirtschaftsweg gegenüber des Radwegs ist natürlich kein benutzungspflichtiger Radweg. Es führt aber ein Hinweispfeil des Radwegenetzes NRW hinein.
Wie bei allen Unfällen gibt es natürlich gleich mehrere Ursachen, die zum Schlimmsten geführt haben. Eine davon ist sicher das Fehlverhalten des Radfahrers, eine aber auch das dusselige Ende des Radwegs. Die Straße selbst ist von bester Qualität und Übersichtlichkeit, kann daher aber auch zum Rasen verführen (was hier sicher ausgeschlossen werden kann). Die ganze Sache ist einfach sehr tragisch.

Willi
von: BeBor

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 18.07.18 18:13

In Antwort auf: WilliStroti
Der Wirtschaftsweg gegenüber des Radwegs ist natürlich kein benutzungspflichtiger Radweg. Es führt aber ein Hinweispfeil des Radwegenetzes NRW hinein.

Das Wirtschaftswegenetz hier im Münsterland ist ja eigentlich grandios. Allerdings muss man bei längeren Ausfahrten immer mal wieder zwischendurch ein paar Meter Hauptstraße benutzen, die Wege orientieren sich nicht an Radfahrerzielen, sondern an Acker- und Wiesenschlägen.

Bernd
von: Querlenkerin

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 31.07.18 17:41

Bei der Tour de Neuss
http://www.nrv1888.de/
besteht die Möglichkeit, am Infostand des ADFC Neuss zu unterschreiben.
von: velOlaf

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 10.01.19 08:05

Guten Morgen,

ich möchte hier nochmal auf die Initiative "Aufbruch Fahrrad" in NRW hinweisen.

6 Monate sind nun bereits verstrichen, es verbleiben aber auch noch weitere 6 Monate, um die benötigten 66.000 Unterschriften zu erreichen.
Wie ich gestern erfuhr, ist die Resonanz zur Initiative eher gering, bzw. der Bekanntheitsgrad nicht besonders groß.

Wer sich in dieser Aktion wiederfindet und sie gerne unterstützen möchte, der findet die notwendigen Infos hier nochmal zusammengefasst.

Gebt euch einen Ruck und unterstützt die Weiterentwicklung des Radverkehrs in NRW.
Besten Dank.


In Antwort auf: Querlenkerin
An alle Rheinländer, Westphalen, Lipperländer und Einwanderer in NRW, die sich für eine bessere Radverkehrsinfrastruktur engagieren möchten:
Ab sofort werden die erforderlichen Unterschriften für den Antrag auf die Durchführung eines Volksbegehrens gesammelt.

Es gibt in NRW eine Volksinitiative, das Aktionsbündnis „Aufbruch Fahrrad“, deren Ziel ein Fahrradgesetz in NRW ist.
https://www.aufbruch-fahrrad.de/

Neun konkrete Maßnahmen sollen dazu führen, dass der Anteil des Radverkehrs in NRW von derzeit 8% auf 25% im Jahre 2025 erhöht wird;
u.a. min. 1.000km Radschnellwege für den Pendelverkehr und 300km überregionale Radwege pro Jahr werden allen Reiseradlern zugutekommen wird, die in und durch NRW Fahrrad fahren.

Jeder, der in NRW seinen Erstwohnsitz gemeldet hat und bei den Landtagswahlen wahlberechtigt ist, kann durch seine Unterschrift mit zu einem fahrradfreundlichen NRW beitragen.
Wenn wir es schaffen, mindestens 66.000 Unterschriften zu sammeln, wird sich der Landtag NRW mit den Forderungen des Aktionsbündnisses befassen.

Im Downloadbereich kann der Unterschriftenbogen heruntergeladen werden.
https://www.aufbruch-fahrrad.de/downloads/


In Antwort auf: derSammy
Gleich noch ein organisatorischer Hinweis: Das Land NRW macht es Volksentscheiden nicht leicht. Jede der ausgefüllten Unterschriftenlisten sollte nur Einträge aus DERSELBEN Kommune enthalten! Die Listen müssen dann an die Meldeämter der Kommunen jeweils getrennt geschickt werden.
Stehen Unterschriften mehrerer Kommunen auf einer Liste, muss die Liste nacheinander an die Kommunen geschickt werden und die Antwort abgewartet werden, das wird dann kaum mehr fristgerecht zurückkommen.

Also bitte für jede Kommune separate Listen führen!


In Antwort auf: Querlenkerin
Ja, in der Tat.

Gebt die ausgefüllten Listen aber nur an die Sammelstellen
https://www.aufbruch-fahrrad.de/sammelstellen/
oder direkt an Aufbruch Fahrrad weiter/zurück. (Die Adresse steht auf den Listen drauf)

Das Übergeben/Schicken an die Meldeämter macht "Aufbruch Fahrrad" zentral.
von: schneller66

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 12.01.19 09:43

Hi,

sehr erfolgreich ist normal die Bekanntmachung bei https://www.change.org/de . Dort ist es relativ leicht eine große Menge Menschen zu erreichen.

Schöne Grüße Jürgen der da auch oft unterzeichnet...
von: Querlenkerin

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 13.01.19 20:12

In Antwort auf: velOlaf

Wie ich gestern erfuhr, ist die Resonanz zur Initiative eher gering, bzw. der Bekanntheitsgrad nicht besonders groß.



Zu dieser Aussage möchte ich ergänzend/korrigierend anmerkern, dass tatsächlich die Resonanz insgesamt NRW-weit sehr groß ist, wie hier
https://www.adfc-nrw.de/aktuelles/aktuel...rkehrswend.html
zur Halbzeit berichtet wird.

Dass es gewisse Gegenden gibt, wo weniger los ist, ist nicht abzustreiten; dafür gibt es auch "hotspots", wo mehr los ist.

Für diejenigen, die aktiv bei der Volksinitiative mitmachen (wollen), ist es hilfreich, sich zu vernetzen.

Am Samstag, 26.01.19, findet in Köln ein NRW-weites Vernetzungstreffen statt.
von: StephanBehrendt

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 13.01.19 21:24

In Antwort auf: schneller66
sehr erfolgreich ist normal die Bekanntmachung bei https://www.change.org/de . Dort ist es relativ leicht eine große Menge Menschen zu erreichen.
Ich denke, da velwechserst du was.
Digitale Onlinepetionen können recht beliebig sein, Unterzeichner werden nicht geprüft. Eine Volksinitiative ist eine angemeldete Sache. Die Gemeinden prüfen bei jeder Unterschrift, ob die Adresse stimmt und ob der Unterzeichner wahlberechtigt ist.
von: cyclerps

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 14.01.19 07:30

Die Entwicklung aber dann bitte ohne "E".

https://www.youtube.com/watch?v=hR-jhRxeNlM
von: borstolone

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 14.01.19 17:50

Hallo
Danke, das war mir bisher noch nicht geläufig, daß die Atacama-Wüste versaut wird durch die Lithiumförderung. Aber jetzt mal gefragt, was passiert mit den ganzen Akkumulatoren, wenn die nicht mehr funktionieren? Kann man das recyclen und wenn ja, zu welchen Kosten?
Grüße, Jakob
von: Andreas

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 14.01.19 18:12

Hallo Jakob,

angeblich soll man das Lithium wiederverwerten können. Das wird natürlich nur gemacht, wenn das billiger ist, als die Atacama zu versauen.

Grüße
Andreas
von: Wuppi

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 14.01.19 19:20

In Antwort auf: Andreas R
Hallo Jakob,

angeblich soll man das Lithium wiederverwerten können. Das wird natürlich nur gemacht, wenn das billiger ist, als die Atacama zu versauen.

Grüße
Andreas
Des Weiteren ist teilweise in Versuchen schon umgesetzt, die gebrauchten Akkus als Energiespeicher für Eigenheime und Industrieanlagen zu verwenden.

Gruß Rolf
von: cyclerps

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 14.01.19 20:22

Keine Ahnung. Der Lesch wird's wissen.
Auf jeden Fall halte ich es für eine Sauerei für unnötiges so die Erde zu malträtieren. Und jetzt fahr ich mit meinem Diesel zum Stammtisch. grins
von: velOlaf

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 14.01.19 20:31

In Antwort auf: cyclerps
Die Entwicklung aber dann bitte ohne "E".

https://www.youtube.com/watch?v=hR-jhRxeNlM


Was hat das mit der Volksinitiative " Aufbruch Fahrrad NRW " zu tun? Atacama ist nicht NRW = Nordrhein-Westfalen

Leider ist auch der zweite Versuch gescheitert, auf eine sinnvolle Initiative hinzuweisen. Wenn ihr die Initiative blöd findet, dann denkt euch doch einfach euren Teil.
von: ta7h12

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 14.01.19 21:13

In Antwort auf: velOlaf
Leider ist auch der zweite Versuch gescheitert, auf eine sinnvolle Initiative hinzuweisen. Wenn ihr die Initiative blöd findet, dann denkt euch doch einfach euren Teil.

Das Interesse an einer Verkehrswende ist auch unter den Reiseradlern nicht einheitlich gross, was ich selbst - verkehrspolitisch aktiv - schade finde. Aber vielleicht finden wir ja hier im Forum ein Plätzchen, wo sowas hinpassen würde und von den anderen einfach ignoriert werden könnte.
Ich würde z.B. gerne mal den RS1 besichtigen und würde mich freuen, wenn das eine Forumsaktion würde. Im Gegenzug würde ich euch dann den Radschnellweg Neckartal (auch inkl. aller mal geplanten Varianten ;-) vorführen, wenn er denn mal fertig wäre. Übernachtung evtl. auf meiner Streuobstwiese, dann am besten zur Kirschenzeit, es dürfte für alle reichen.
von: Querlenkerin

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 18.01.19 17:03

In Antwort auf: Querlenkerin


Es gibt in NRW eine Volksinitiative, das Aktionsbündnis „Aufbruch Fahrrad“, deren Ziel ein Fahrradgesetz in NRW ist.
https://www.aufbruch-fahrrad.de/

Neun konkrete Maßnahmen sollen dazu führen, dass der Anteil des Radverkehrs in NRW von derzeit 8% auf 25% im Jahre 2025 erhöht wird;
[...]

Im Downloadbereich kann der Unterschriftenbogen heruntergeladen werden.
https://www.aufbruch-fahrrad.de/downloads/


Die 1. konkrete Maßnahme, die gefordert wird, ist mehr Sicherheit.

Die Verkehrsplanung soll immer mit dem Ziel geschiehen, dass keine(r) totgefahren wird, nur weil sie (er) Fahrrad fährt.
("Vision Zero" bzw. die Vision "Null Verkehrstote").

Nachzulesen u.a. hier (etwas nach unten scrollen):
https://www.aufbruch-fahrrad.de/#neun
von: Querlenkerin

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 03.02.19 11:17

Off-Topic: Radverkehr braucht Qualität und keine geschotterten Schlammpisten. Onlinepetitionen bringen allein zwar wenig, aber diese hier ist Bestandteil einer Kampagne, die das Thema auf mehreren Ebenen voranbringen soll.

Link zur Petition: Online Petition für die Asphaltierung des Rheinischen Esels in Witten


Weitere Infos:
https://www.lokalkompass.de/tag/rheinischer-esel

https://www.waz.de/staedte/witten/online...d216148983.html
von: BaB

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 04.02.19 23:00

In Antwort auf: ta7h12
Ich würde z.B. gerne mal den RS1 besichtigen und würde mich freuen, wenn das eine Forumsaktion würde. Im Gegenzug würde ich euch dann den Radschnellweg Neckartal (auch inkl. aller mal geplanten Varianten ;-) vorführen, wenn er denn mal fertig wäre. Übernachtung evtl. auf meiner Streuobstwiese, dann am besten zur Kirschenzeit, es dürfte für alle reichen.
Hallo Thomas,

ich kenne bisher nur den Teil in Mülheim weiter Richtung Essen. Man könnte da durchaus eine Tour im Sommer machen, vielleicht findet sich ja auch ein mehr in der Materie steckendes Forumsmitglied, das die Tour leitet, ansonsten könnte man bei den örtlichen ADFC Ortsgruppen anfragen. Auch die geplanten Anschlüsse sind nicht uninteressant. Mich würde es schon interessieren, wie der Ausbau weitergeht, zumindest in Essen schien er ja ins Stocken geraten zu sein.

Wir sehen uns ja beim Wintertreffen und können das besprechen.

LG

Bernd
von: ta7h12

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 05.02.19 00:02

In Antwort auf: BaB
... ich kenne bisher nur den Teil in Mülheim weiter Richtung Essen. Man könnte da durchaus eine Tour im Sommer machen, vielleicht findet sich ja auch ein mehr in der Materie steckendes Forumsmitglied, das die Tour leitet, ansonsten könnte man bei den örtlichen ADFC Ortsgruppen anfragen. Auch die geplanten Anschlüsse sind nicht uninteressant. Mich würde es schon interessieren, wie der Ausbau weitergeht, zumindest in Essen schien er ja ins Stocken geraten zu sein.
Wir sehen uns ja beim Wintertreffen und können das besprechen. ...

Hallo Bernd,
guter Plan! Im Sommer hätte sowieso guten Grund, mal Richtung Norden zu fahren, da könnte ich das gut verbinden.
@alle: weitere Interessenten an sowas bitte einfach melden, kann auch durch persönliche Nachricht sein.
Oder natürlich zum Wintertreffen kommen ;-) Thomas
von: KaRPe

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 05.02.19 00:35

Wie lang soll denn eine Rundtour für Euch sein, die den fertigen Teil des RS1 beeinhaltet?
Vom und über den RS1 gibt es nette Varianten, ZB. MH bis Essen-Zentrum Univiertel (also genau dort, wo Essener Politik und Verwaltung den Weiterbau blockieren) weiter nach Zeche Zollverein (Weltkulturerbe, die Führung dort ist lohnend) und dann weiter nach Herne/Bochum, wovon Teile irgendwann zum RS1 werden.
Auch Abfahrt in Essen und dann vom RS1 auf den Ruhrtalradweg, vorbei am Beldeneysee und über die Grugatrasse ab Essen Kupferdreh und Essen Rüttenscheid wieder zum RS1.

Ich würde generell jedoch enpfehlen zu warten, bis in Mülheim an der Ruhr die Überquerung der Ruhr steht, die wird wahrlich eine Attraktion. Wird meine ich aber im Frühjahr/Frühsommer eröffnet.

Sobald das Wetter besser ist (ab trockenen 7 Grad schmunzel )könnte ich Euch auch einen Track als Planungsgrundlage abfahren. Hätte dann so 60km+\-.
von: hopi

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 05.02.19 08:30

In Antwort auf: ta7h12
[
guter Plan! Im Sommer hätte sowieso guten Grund, mal Richtung Norden zu fahren, da könnte ich das gut verbinden.
@alle: weitere Interessenten an sowas bitte einfach melden, kann auch durch persönliche Nachricht sein.
Oder natürlich zum Wintertreffen kommen ;-) Thomas

Hallo Thomas,
wo soll der Schwerpunkt einer solchen Tour liegen? Geht's in erster Linie um den RS1, um vergleichbare andere Strecken im Ruhrgebiet und/oder seinen Randregionen, um schöne Teile der Großregion oder unsere hiesige "Industriekultur"? Man könnte da sicherlich leicht eine schöne Tour zusammenstellen und interessierte Personen zur Teilnahme einladen. Für mich selbst habe ich jedoch gewisse Zweifel ob ich ich mit meiner alters- und gesundheitsbedingten nachlassenden Leistungsfähigkeit noch eine Tour mit einem auch für noch leistungsfähigere (oder auf Pedeleocs umgestiegene) Interessenten passenden Tempo anbieten und führen könnte. Außerdem möchte ich mich wegen einer im März/April anstehenden Augenoperation zur Zeit auf keinen Fall verbindlich festlegen. Ich kann ja noch nicht einmal meine nächsten ganz persönlichen Rad- und Wanderreisen planen. Aber grundsätzlich finde ich Deine Idee gut und als bekennender "Ruhrgebietsbewohner" bin eigentlich immer bereit, Besuchern aus anderen Region die eine oder andere Ecke, vielleicht einen Schlenker an der Niederrhein, zu zeigen.

Viele Grüße, horst
von: hopi

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 05.02.19 08:35

In Antwort auf: KaRPe
dort, wo Essener Politik und Verwaltung den Weiterbau blockieren) . . .
worin besteht diese Blockade, gibt's nachvollziehbare Gründe, hast Du hierzu Hintergrundwissen? Könnte doch von allgemeinen Interesse sein. Vielleicht kannst Du mal hierzu berichten.
von: KaRPe

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 05.02.19 12:29

In Essen Zentrum Nord, also am sogenannten Eltingviertel Richtung Osten, steht der Bahndamm, der RS1 werden sollte. Dieser Bahndamm trennt das Eltinviertel von einer sehr stark befahrenen 6-spurigen Hauptverkehrsader und ist immens wichtig für die Durchfahrt durch Essen (alle anderen Routen sind suboptimal bis katastrophal/lebensgefährlich). Die Einwohnerstruktur des Eltingviertels ist durch einen hohen Anteil von Menschen mit Migrationhintergrund/ Ausländer und kleinere Einkommen geprägt (das wird im Weiteren relevant). Der Bahndamm steht dort und die Stadt müsste eigentlich nur (finanziert durch andere Träger!!!) den RS1 bauen. Leider hat die Politik aber mal wieder "Visionen": Die wollen das Eltingviertel "aufwerten" indem Sie den Damm ganz oder teilweise abtragen, also das Eltingviertel zu dieser Hauptverkehrsstraße öffnen, und den RS1 durch und über die Dächer von zu bauenden Häusern laufen lassen, die an die Stelle des Bahndamms gebaut werden sollen. Dies muss die Stadt Essen dann aber selber finanzieren, was Sie nicht kann, aber auch keine Investoren hierfür findet. Ob das langfristige Problem eines "öffentlichen Weges" in und auf Privatgelände mittlerweile geklärt ist, kann ich aktuell nicht sagen. Ich vermute, dass die Herren Visionäre diese Frage bewusst offen lassen, weil man es später so gut verwenden kann, um (noch weitere) Zeit mit der Klärung zu schinden. Denn während andere Kommunen fleißig an der (teils komplizierten)Umsetzung planen und bauen, wird in Essen konsequent verzögert und verschleppt (für Investoreninteressen..?). Übrigens: Wenn Volksvertreter von "Aufwertung eines Stadteils" reden, heißt das in heutigen Zeiten regelmäßig "Vertreibung der dortigen Anwohner" zwecks "hochwertigem Wohnraum".

Ich denke, dass es weitergehen wird, wie so oft bei kommunalen Wahnsinnsprojekten:
Irgendwann wird die Stadt Essen Investoren finden, den Wahnsinn anfangen zu bauen.....und kurz danach spingt der Investor ganz überraschend wieder ab.

Ein nachvollzehbares Probleme gibt es, ein Werksgleis muss verlegt werden (geklärt) und langfristig eine Brücke gebaut werden, um das optimale Ergebnis zu haben (ist aber nicht akut notwendig).

Aktuell komme ich zu einem Fazit:

Der RS1 wird an Essen scheitern!

Aus diesem Grund habe ich eine Bitte an Euch:
Essen legt keinen Wert auf Radfahrende. Wenn Ihr den RS1 besucht, bitte lasst Geld in der Radmosphäre (Essener-Radlergastronomie am zukünftigen RS1), aber keinen weiteren Cent in irgendwelchen anderen Geschäften dieser Stadt.
von: BaB

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 05.02.19 16:57

Danke für die Infos! schmunzel Es ist ja echt schade, das der Weg schon in Essen endet. traurig Kann man nur hoffen, dass der östliche Teil noch halbwegs zügig ausgebaut wird.

Beide Vorschläge von dir finde ich interessant (den ersten vielleicht sogar ein bisschen mehr zwinker ). Terminlich kann ich dir noch nichts sagen, mach halt mal einen oder zwei Terminvorschläge wenn es wieder wärmer wird (und die Brücke fertig ist) und dann schauen wir, wie es passt.

Bist du auch informiert, wie (und wann!) es Richtung Duisburg (also ab der Uni MH) weitergehen soll?

LG

Bernd
von: hopi

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 05.02.19 19:48

Auch von mir vielen Dank für Schilderung der Situation im Essner Norden. Ich werde mich dort mal bei nächster Gelegenheit etwas umschauen um ein vielleicht vertieftes Verständnis für die angeschnittenen Problempunkte zu erlangen
Aber unabhängig von einen solchen "Ortstermin" vermag ich nicht zu erkennen, warum durch eine möglicherweise noch für eine längere Zeitspanne bestehende Verzögerung in dem angesprochenen Essener Bereich auch der Bau des RS 1 beispielsweise so irgendwo im Bereich ab etwa Bochum/Wattenscheid Richtung Dortmund behindert oder verzögert werden soll. Es gibt doch viele Verkehrsinfrastrkturprojekte die in Etappen und mit späterem Lückenschluss realisiert wurden und wohl auch in Zukunft je nach Situation in solcher Form realisiert werden, Warum sollte der RS 1 da eine Ausnahme sein. Sollte wirklich im östlichen Bereich mit einem Verweis auf die vermeintliche oder gar tatsächliche Situation in Essen der Bau verzögert werden wäre das doch ein guter Anlass für Vereine wie dem ADFC oder ähnliche Gruppierungen einschl. der Grünen hier kräftig zu intervenieren.
von: hopi

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 05.02.19 20:26

Zwischenzeitlich habe ich eine Stellungnahme vom Oktober letzten Jahres auf der Homepage des ADFC-Landesverbandes NRW gefunden, die einerseits auch von einer möglichen Verzögerung in Essen in Verbindung mit Planverfahren von einigen Jahren aber auch andererseits von einer neuen Machbarkeitsstudie über mögliche in kürzerer Zeitspanne realisierbare Alternativen spricht. Wollen wir mal zunächst abwarten, wie sich die Sache entwickelt. Es scheint ja so zu sein, dass Gruppierungen im Sinne der Radfahrinteressen an der Sache dran sind.

Ich kann dann wohl auch weiterhin ohne schlechtes Gewissen in der Essener Gastronomie den einen anderen Euro lassen. grins
von: KaRPe

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 05.02.19 20:53

Wann es nach Duisburg weitergeht weiß ich leider nicht, müsste ich auch raussuchen. So sehr ich hoffe irgendwann bis über den Rhein (und weiter nach Holland) fahren zu können, freue ich mich dermaßen auf die Ruhrquerung in Mülheim, dass ich das erstmal nicht wichtig fand.
Von eini paar Fehlplanungen abgesehen ist und wird Mülheim schon ein Highlight des RS1.

Ich denke auch, dass Zollverein in eine Tour im Ruhrgebiet reingehört.
Was für Distanzen macht Ihr so, wenn Ihr Euch trefft?

von: hopi

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 05.02.19 21:31

Ab Mülheim könnte man ja auch über den Ruhrtalradweg bis an den Rhein fahren. Ob und wo sich dieser bereits bestehende (mehr touristische) Radweg mit der Streckenführung des RS 1 deckt, ist mir nicht bekannt.

Zur Frage der Tourlängen kann ich nicht viel sagen, da ich nur an wenigen Touren des Forums teilgenommen habe und das liegt auch schon eine Weile zurück. Wie bereits in einem vorhergehenden Beitrag gesagt, fahre ich seit einiger Zeit nur noch relativ langsam und dürfte daher nicht mehr so recht für Gruppenausfahrten geeignet sein. Aber auf ein Pedelec möchte dennoch weiterhin verzichten. Für meine noch anfallenden privaten Reisen habe ich in den letzten Jahren halt die Länge der Tagesetappen gekürzt. Die Zeiten, in denen auch mehrere Tage mit jeweils mehr als 150 km durchaus anfielen, dürften für mich wohl endgültig Vergangenheit sein.

Für die hier von Thomas angeregte Tour könnte ich mir eine Strecke zwischen 60 und 100 km vorstellen, abhängig davon, worauf der Schwerpunkt gelegt werden soll. Siehe hierzu auch meine vorhergehende Antwort an Thomas.
von: HeinzH.

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 05.02.19 21:34

In Antwort auf: KaRPe
Aktuell komme ich zu einem Fazit:
Der RS1 wird an Essen scheitern!
Vielen Dank für Deine umfassende Darstellung! Interessieren würde mich noch, wie sich in Essen die Parteien in Sachen RS1 positioniert haben. Könntest Du dazu noch etwas schreiben?
Gruß aus Münster,
HeinzH.
von: HeinzH.

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 05.02.19 21:56

Hier noch die Wikipedia Seite zum RS1
HeinzH.
von: Oldmarty

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 05.02.19 22:18

Passt zu den OBs und Verwalter der Ruhrgebietsstädte. Immer noch eine extra Currywurst drauf um etwas besser dazustehen wie die Nachbargemeinde.
von: Oldmarty

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 05.02.19 22:21

wenn ich es richtig rausgelesen haben die "GroKo" CDUSPD für das Investorprojekt und die anderen dagegen, aber mit unterschiedlichen Gründen
von: hopi

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 05.02.19 22:21

Ich habe da noch so einige Presseartikel gefunden, die mich zu folgender Einschätzung bringen:
Die Verzögerung dürften zu einem Teil durch verschärfte Regelungen zur Prüfung der Umweltverträglichkeit verursacht sein. Nach aktueller NRW-Rechtslage, haben Radschnellwege einen mit allgemeinen, insbesondere überörtlichen, Straßen vergleichbaren Status. Somit unterliegen derartige Radschnellwege auch vergleichbaren Anforderungen bezüglich der Prüfung zur Umweltverträglichkeit. Der Knackpunkt im Essener Norden scheint ein Chemiebetrieb zu sein, der unmittelbar am Verlauf der zunächst geplanten Trasse liegt. Daher wurde wohl die Machbarkeitsstudie für eine mögliche Alternativroute beauftragt. Ob Verwaltung und/oder Rat der Stadt Essen diese Komplikation als willkommenen Anlass für eine Verzögerung betrachtet, dürfte meines Erachtens eher im Bereich der Vermutung als im Bereich des tatsächlich Nachweisbaren liegen. Aber der ADFC sowie eine weitere Essener Fahrradinitiative scheinen sich wohl mit der Sache zu befassen. Im November wurde wohl dazu auch ein "Trassenfrühstück" veranstaltet. Ich gehe mal davon aus, dass diese Gruppierungen die Sache ordentlich verfolgen und sich bei Bedarf auch wieder an die Öffentlichkeit wenden werden.
von: hopi

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 06.02.19 10:10

Jetzt habe ich noch etwas weiter im Internet gegraben. Da ich lange Jahre Mitarbeiter der Firma Krupp war und in diesem Zusammenhang auch einige Jahre in der Nähe des Eltingviertel meinen Bürositz hatte, interessiert mich die aktuelle Entwicklung auch unabhängig vom Projekt des Radschnellweges.
Für mich ergibt sich jetzt ein deutlich anderes Bild, als in der zuvor hier geposteten Stellungnahme zur "Blockade" des Radschnellweges durch Verwaltung und Rat der Stadt Essen gezeichnet wurde. Man muss selbstverständlich nicht alle Ideen, Anregungen und konkrete Planungen in Bausch und Bogen begrüßen, aber dass eine Stadt, deren Verwaltung und politisch verantwortliche Ratsvertreter sich eigene Gedanken zur Zukunft ihrer Stadt machen, halte ich für einen völlig normalen Vorgang. Ich kann da auch keine spezifische Verhaltensweise der Ruhrgebietsoberbürgermeister erkennen. Wie mir weiter scheint, wurden bzw. werden die betroffenen Bürger zu Meinungsäußerungen bzw. Mitwirkung eingeladen. Selbst bei umfassender Mitwirkung der Bürger ist doch längst nicht sicher, dass immer das dabei herauskommt, was so manchem Radfahrer als erste Priorität einfällt. Ich denke, wir sollten die Entwicklung mal weiter abwarten und nicht gleich zu dem Schluss kommen, Essen als nahezu "fahrradfeindlich" zu betrachten, den Essener Einzelhandel und die Gastronomie bis auf eine einzige benannte Ausnahme zu meiden. Essen hat auch schon heute einige sehr schöne und sehr gut zu befahrende Radstrecken und wie es aussieht, kommt da noch einiges dazu. Vielleicht lässt sich ja die angeregte Tour auch unter diesem Gesichtspunkt gestalten. Das schreibe ich jetzt nicht als Essener Bürger und Lokalpatriot. Ich lebe am Niederrhein in der Übergangszone zwischen dem lange von der Schwerindustrie geprägten Ruhrpott und dem ländlichen Raum des Niederrheins und des westlichen Münsterlandes, also in einiger räumlicher Distanz zu Essen. Aber gleich fahre ich wieder los, um mich in Essen mit einigen Leuten zu einer Wanderung zu treffen. grins
von: hopi

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 08.02.19 20:24

In Antwort auf: hopi
Ich kann dann wohl auch weiterhin ohne schlechtes Gewissen in der Essener Gastronomie den einen anderen Euro lassen. grins
kleines Update: vorgestern hat mich die Wanderung mit einigen Essener Wanderfreunden mitten durch's Eltingviertel geführt. Heute habe ich mir dann nochmals den RS 1 so etwa ab Frohnhausen bis zur Uni angeschaut und dabei auch eine kleine Pause im Lokal "Radmosphäre" eingelegt. Genau diese Ecke ist ja auch durch einen teilweisen Rückbau des Bahndamms der Rheinischen Bahn entstanden. Die Sache wirkt auf mich sehr positiv auch wenn die Weiterführung des RS 1 im Bereich des Krupp Parks zumindest heute für mich etwas unklar war. Vielleicht war ich an dieser Stelle auch nur etwas unkonzentriert und habe daher möglicherweise eine "falsche Abbiegung" genommen. Wie mir scheint, ist wohl das vorläufige Ende in Höhe des Hörsaalzentrums 14. Vielleicht schwebt ja Rat und Verwaltung der Stadt Essen die Idee vor, im hier anschließenden Bereich durch einen weiteren Rückbau des Bahndamms eine ähnlich nette Lösung wie in der Nähe des Lokals "Radmosphäre" zu schaffen. Das muss ja nicht zwingend eine Vertreibung der zur Zeit dort lebenden Menschen bedeuten. Es könnte auch ein Beitrag zu einer guten Mischung der Sozialstruktur des Eltingviertels sein.

Der Hinweis auf "Radmosphäre" war gut und hat mir heute einen netten Aufenthalt beschert. Dafür vielen Dank! wein
von: HeinzH.

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 09.02.19 09:51

In Antwort auf: Oldmarty
wenn ich es richtig rausgelesen haben die "GroKo" CDUSPD für das Investorprojekt und die anderen dagegen, aber mit unterschiedlichen Gründen
O.T.:
Ich bin seit vierzig Jahren Sozi in fünf verschiedenen Bundesländern und habe es in Sachen Radverkehr, aber auch mit bestimmten gewerkschaftlichen Positionen (z.B. Einbeziehung der fliegenden Personale in das BetrVG) nicht immer einfach gehabt.
Klar, die Diskussion mit den "normalen" Mitglieder ohne Funktion ist bei bestimmten Themen, und dazu gehören ganz sicher MIV-kritische Positionen, nicht einfach und nicht selten emotional. Wer innerhalb der Partei ein Wahlamt hat, berücksichtigt dies zu Mindestens unbewußt…
Hier in Münster radeln wenigstens die allermeisten Mitglieder zu Parteiveranstaltungen, anderwo wurden selbst wenige hundert Meter mit dem Pkw zurückgelegt...
Bis denne,
HeinzH.
von: hopi

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 09.02.19 15:19

In Antwort auf: HeinzH.
Klar, die Diskussion mit den "normalen" Mitglieder ohne Funktion ist bei bestimmten Themen, und dazu gehören ganz sicher MIV-kritische Positionen, nicht einfach und nicht selten emotional.
aber das ist doch auch hier im Forum kaum anders grins
Zitat:
Wer innerhalb der Partei ein Wahlamt hat, berücksichtigt dies zu Mindestens unbewußt.
ist halt ein Wahlamt und kein Freibrief völlig unbekümmert nur den eigenen Ansichten, Ideen oder was auch immer zu folgen. Wenn's dann über Parteiämter hinausgeht, sollte schon das bekannte oder nach bestem Wissen und Gewissen vermutete Interesse zumindest der eigenen Wähler bei jedweder Entscheidung irgendwie mit berücksichtigt werden. Um Missverständnissen vorzubeugen, das soll keine Förderung nach einem "imperativen Mandat" sein.

Was die hier angesprochene Fragestellung nach einer vermeintlichen oder auch tatsächlichen "Blockade" des RS 1 durch Rat und/oder Verwaltung der Stadt Essen betrifft, erscheint mir die Fokussierung des Blicks nur auf die Radfahrerinteressen auf diesem Teilstück des RS 1 eine reichlich eingeschränkte und einseitige Position zu sein. Wer sich die fragliche Stelle mal etwas genauer ansieht, könnte meines Erachtens durchaus zu dem Schluss kommen, dass hier eine Sanierung, Stadterneuerung, Verbesserung des Wohnumfeldes oder wie immer man das bezeichnen möchte, geboten sein könnte.
von: Querlenkerin

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 10.02.19 13:33

In Antwort auf: BaB
In Antwort auf: ta7h12
Ich würde z.B. gerne mal den RS1 besichtigen und würde mich freuen, wenn das eine Forumsaktion würde. Im Gegenzug würde ich euch dann den Radschnellweg Neckartal (auch inkl. aller mal geplanten Varianten ;-) vorführen, wenn er denn mal fertig wäre. Übernachtung evtl. auf meiner Streuobstwiese, dann am besten zur Kirschenzeit, es dürfte für alle reichen.
Hallo Thomas,

ich kenne bisher nur den Teil in Mülheim weiter Richtung Essen. Man könnte da durchaus eine Tour im Sommer machen, vielleicht findet sich ja auch ein mehr in der Materie steckendes Forumsmitglied, das die Tour leitet, ansonsten könnte man bei den örtlichen ADFC Ortsgruppen anfragen.


Bei einer Tour im Sommer wäre ich dabei schmunzel
von: Querlenkerin

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 10.02.19 13:37

Auf Openpetition gibt es eine Deutschland-weite Petition zum fairen Verteilen der Verkehrsflächen:

Fläche fair teilen



Weitere Petitionen, die grade laufen und für eine Rad-Infrastruktur fordern:
Ja zur Radstation am Leipziger Hauptbahnhof

War schon weiter oben gepostet:
Ausbau Rheinischer Esel
von: Querlenkerin

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 10.02.19 13:42

Wer für die Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" Volksinitiative „Aufbruch Fahrrad“ schon Unterschriften gesammelt hat und/oder noch sammeln will: bitte beachtet, dass Ihr die Listen bis 30.04.2019 schickt an
Aufbruch Fahrrad, Postfach 60 0611, 50686 Köln
(auch das Auszählen der Stimmen ist zeitaufwendig, denn teilweise brauchen die Wahlämter gut vier Wochen zum Prüfen.)


Vernetzungstreffen:
Am Samstag, den 23. Februar 2019, findet ein weiteres Vernetzungstreffen in Herford statt:
Link zum Kennenlerntreffen
von: Horst14

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 18.02.19 20:24

Irgendwie verstehe ich etwas nicht:

In Antwort auf: KaRPe
Aus diesem Grund habe ich eine Bitte an Euch:
Essen legt keinen Wert auf Radfahrende. Wenn Ihr den RS1 besucht, bitte lasst Geld in der Radmosphäre (Essener-Radlergastronomie am zukünftigen RS1), aber keinen weiteren Cent in irgendwelchen anderen Geschäften dieser Stadt.

In Antwort auf: KaRPe
... Abfahrt in Essen und dann vom RS1 auf den Ruhrtalradweg, vorbei am Beldeneysee und über die Grugatrasse ab Essen Kupferdreh und Essen Rüttenscheid wieder zum RS1.

Du willst eine Forumsaktion/Rundfahrt durch Essen planen und die Teilnehmer sollen nur in der Radmosphäre ihr Geld lassen, obwohl es auf deiner angegebenen Strecke reihenweise schönere Rad Gastronomien gibt? Sieht mir schwer nach Werbung aus!
So wie es gestern dort aussah, können die ohne weiteres auf deine Bitte verzichten. Der Pendlerverkehr auf dem RS1, wenn er mal fertig wird/ist, wird dort wohl nicht das Hauptgeschäft werden bzw. sein. Sie werden, wie schon jetzt als Ausflugsziel und Treffpunkt, und nicht nur für Radfahrer, bestehen können.

Gruß
Horst
von: Horst14

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 18.02.19 21:05

In Antwort auf: ta7h12
Ich würde z.B. gerne mal den RS1 besichtigen ...
Im Sommer hätte sowieso guten Grund, mal Richtung Norden zu fahren, da könnte ich das gut verbinden.

wenn Du schon einmal Richtung Norden kommst, wäre die Nordbahntrasse in Wuppertal auch ein interessantes Ziel. Hier wurde durch private Initiative Vorbildliches geschaffen. Ohne Probleme könntest Du beide Trassen auf einer Tour verbinden.

RS1 in Mülheim
Nordbahntrasse Wuppertal


Gruß
Horst
von: hopi

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 19.02.19 07:44

In Antwort auf: Horst14
Du willst eine Forumsaktion/Rundfahrt durch Essen planen undankbar die Teilnehmer sollen nur in der Radmosphäre ihr Geld lassen, obwohl es auf deiner angegebenen Strecke reihenweise schönere Rad Gastronomien gibt? Sieht mir schwer nach Werbung aus!
na ja, Werbung scheint mir das weniger zu sein. Wenn ich das in Zusammenhang mit anderen Äußerungen sehe, spricht daraus eher eine große Unzufriedenheit mit einer generell als unzureichend empfundenen Infrastruktur für Radfaher. Ich habe mir ja aufgrund des hier angesprochenen Beitrags die ganz konkrete Lage bezüglich des Weiterbaus des RS 1 im Bereich des Eltingviertels angesehen, im Netz etwas herumgeschaut und mit Radfahrern aus dem Kreis meiner Essener Wanderfreunde gesprochen. In der Tat scheint die Frustration bei vielen Radfahrern in Esen recht groß zu sein, zumindest, soweit es sich nicht um die sonst so gerne zitierte "schweigende Mehrheit" handelt. für mich als häufigen Besucher dieser Stadt sehe ich das jedoch deutlich entspannter. Ich muss ja nicht bestimmte Wege in Essen fahren, sondern kann mir meine Route nach Lust und Laune aussuchen. Dabei kann man immer recht schöne und gut befahrbare Wege finden.

Wenn man eine Tour durch Essen organisieren möchte könnte man wahlweise eine Tour über schöne Wege und ganz im Gegenteil dazu eine andere über die "grausigen" Stellen in Essen wählen. Würde davon abhängen, was man denn zeigen möchte. Das dürfte aber in vielen Ballungsräumen ähnlich sein. grins
von: BaB

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 19.02.19 07:56

In Antwort auf: ta7h12
In Antwort auf: BaB
... ich kenne bisher nur den Teil in Mülheim weiter Richtung Essen. Man könnte da durchaus eine Tour im Sommer machen, vielleicht findet sich ja auch ein mehr in der Materie steckendes Forumsmitglied, das die Tour leitet, ansonsten könnte man bei den örtlichen ADFC Ortsgruppen anfragen. Auch die geplanten Anschlüsse sind nicht uninteressant. Mich würde es schon interessieren, wie der Ausbau weitergeht, zumindest in Essen schien er ja ins Stocken geraten zu sein.
Wir sehen uns ja beim Wintertreffen und können das besprechen. ...

Hallo Bernd,
guter Plan! Im Sommer hätte sowieso guten Grund, mal Richtung Norden zu fahren, da könnte ich das gut verbinden.
@alle: weitere Interessenten an sowas bitte einfach melden, kann auch durch persönliche Nachricht sein.
Oder natürlich zum Wintertreffen kommen ;-) Thomas

Hallo!

Nach einem Gespräch mit Thomas beim Wintertreffen haben wir den 29.6. und 30.6.19 als möglichen Termin für eine Tour auf dem RS1 festgehalten. Die Übernachtung wäre dann auf dem CP in Hattingen und am Sonntag eine Tour zurück nach Mülheim. Mehr hier in nächster Zeit.
Vielleicht möchten ja auch ein paar "Einheimische" mitradeln? schmunzel

VG

Bernd
von: cyclerps

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 19.02.19 08:02

Toll Horst!
Es gibt bestimmt viele Städte, und da gehört meine Stadt auch dazu, die solch einen Ausbau als Paradiesisch empfinden und das mit recht. Ist ja klasse was da für die Infrastruktur gebastelt wird. bravo

(Bei uns haben die GRÜNEN vor Jahren in das wenige Fahrradgeschehen in unserer mit 7 Hügeln bergige Stadt eingegriffen. So siehts jetzt auch aus. Radverkehr wird hier in Einbahnstrassen (auf dem Bürgersteig ohne eigene Spur) geleitet. Fast keine Steigung (obwohl viele umfahren werden können) hat man ausgelassen. Die Ost-West Achse lotst man durch die Fussgängerzone (ein Häuserblock weiter wäre die Strasse)etc.. Verstrahlt halt.) dagegen


Deshalb, die Macher dort können was würde ich sagen! bravo
von: Juergen

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 19.02.19 08:09

In Antwort auf: BaB
Nach einem Gespräch mit Thomas beim Wintertreffen haben wir den 29.6. und 30.6.19 als möglichen Termin für eine Tour auf dem RS1 festgehalten. Die Übernachtung wäre dann auf dem CP in Hattingen und am Sonntag eine Tour zurück nach Mülheim. Mehr hier in nächster Zeit.
Vielleicht möchten ja auch ein paar "Einheimische" mitradeln? schmunzel
Hattingen? dafür Nach meiner Er-Fahrung des Golfplatzes überm Schee-Tunnel am Samstag hätte ich einen Routenvorschlag von/nach Düsseldorf-Hattingen-Mülheim anzubieten. schmunzel
von: ta7h12

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 19.02.19 09:27

In Antwort auf: BaB
... haben wir den 29.6. und 30.6.19 als möglichen Termin für eine Tour auf dem RS1 festgehalten. Die Übernachtung wäre dann auf dem CP in Hattingen und am Sonntag eine Tour zurück nach Mülheim. Mehr hier in nächster Zeit.
Vielleicht möchten ja auch ein paar "Einheimische" mitradeln? schmunzel
Ich habs mal provisorisch in den Terminplan http://radreise-wiki.de/Forumstouren eingetragen. Und erstaunlich: da kommt man ja mit dem ICE inkl. Rad in 3 Stunden hin!
von: jutta

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 19.02.19 09:43

Ich war noch nie in Pirmasens. Aber so viele Fremde werden da wohl auch nicht hinkommen und die Einheimischen, DU erst recht, wissen doch schnell, wie man da fahren kann, abseits von aller Markierung.
Hier hat man die allermeisten Einbahnstraßen freigegeben, aber wenn da auf einer Seite geparkt wird, und mit Straßenbahnschienen, machts keinen Spaß. Da fahre ich lieber einen Umbogen.
Echt Schaizze hat man am Riebeckplatz/Hbf verzappt. Wer da täglich durch muss, tut mir leid, da es kaum andere Möglichkeiten gibt.
von: cyclerps

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 19.02.19 11:30

Das Du noch nicht da warst ist uns gleich aufgefallen. grins
Aber im ernst, hier wird zur Zeit eine der größten Jugendherbergen gebaut (daher geh ich gerade wegen der Wegeführung in die Vollen). Hier gibt es ne Menge Touristen wegen des Pfälzerwaldes und hier kommen ne Menge Leute zum verlängerten Wochenende zum Schuhshoppen her (auch mit Fahrrad). Auch das größte Outlet 20Km weiter lockt in Verbindung mit Schuhen hierher. Hier geht eine der wichtigsten Ost-West (oder anders rum) Verbindungen für Radler vorbei (Rhein-Mosel).
Ich hoffe Du liebe Jutta verkraftest die fünf Sätze davor. dafür Osten ist nicht überall. grins
Es geht nicht um die die hier wohnen. So egoistisch bin ich nun doch nicht Jutta. Es geht um die welche über sieben Hügel unnötig geleitet werden und das mit vollem Ornat.
Die gemeinte Straße wird sogar auf beiden Seiten beparkt und der Bürgersteig ist gerade mal 1m breit.

Nix für ungut bzgl. der erhellenden Darstellung unserer Stadt.
von: Horst14

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 19.02.19 13:06

In Antwort auf: hopi
Wenn ich das in Zusammenhang mit anderen Äußerungen sehe, spricht daraus eher eine große Unzufriedenheit mit einer generell als unzureichend empfundenen Infrastruktur für Radfaher. Ich habe mir ja aufgrund des hier angesprochenen Beitrags die ganz konkrete Lage bezüglich des Weiterbaus des RS 1 im Bereich des Eltingviertels angesehen, im Netz etwas herumgeschaut und mit Radfahrern aus dem Kreis meiner Essener Wanderfreunde gesprochen. In der Tat scheint die Frustration bei vielen Radfahrern in Esen recht groß zu sein, zumindest, soweit es sich nicht um die sonst so gerne zitierte "schweigende Mehrheit" handelt.
dafür

In Antwort auf: hopi
Wie mir scheint, ist wohl das vorläufige Ende in Höhe des Hörsaalzentrums 14. Vielleicht schwebt ja Rat und Verwaltung der Stadt Essen die Idee vor, im hier anschließenden Bereich durch einen weiteren Rückbau des Bahndamms eine ähnlich nette Lösung wie in der Nähe des Lokals "Radmosphäre" zu schaffen. Das muss ja nicht zwingend eine Vertreibung der zur Zeit dort lebenden Menschen bedeuten. Es könnte auch ein Beitrag zu einer guten Mischung der Sozialstruktur des Eltingviertels sein.
dafür

Den Frust der Radfahrer kann man voll verstehen und nachvollziehen, meiner Meinung nach muss man aber auch die Stadt Essen, in Bezug auf die weitere Planung des RS1 nach dem Univiertel, verstehen.
Die Stadt hat in den letzten beiden Jahrzehnten in weiten Teilen der Innenstadt einen totalen Strukturwandel vollzogen, davon hat auch der Radverkehr in diesem Gebiet profitiert, siehe Rheinische Bahn.
Das die Stadt diesen Strukturwandel nach Osten hin fortsetzen will, ist nur verständlich, und dass dabei die Planung für die Weiterführung des Rs1 mit enthalten ist, ist ebenfalls nachzuvollziehen.
von: cyclerps

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 19.02.19 13:23

Horst, gibt's da Förderprogramme (hab den gesamten Thread nun nicht gelesen) oder macht das Essen aus dem Sack oder hat Förderer/Spender (wie wir mit einer Stiftung)?
Treibt das die Stadt aus sich voran oder wo sind die Schwerpunkte?

Wäre für mich mal interessant hier.....
von: Horst14

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 19.02.19 13:27

In Antwort auf: BaB
Nach einem Gespräch mit Thomas beim Wintertreffen haben wir den 29.6. und 30.6.19 als möglichen Termin für eine Tour auf dem RS1 festgehalten.

Die Tour "nur" auf dem RS1 würde, incl. neuer Ruhrquerung in Mülheim, knapp 8Km ausmachen, weiter über die Rheinische Bahn zum Univiertel in Essen sind es noch einmal 4,5Km, siehe hier und hier
Es würden sich somit noch weitere Routen innerhalb des Ruhrgebiets anbieten, es gibt ja immerhin auch dort interessante Strecken. Der Campingplatz in Hattingen würde dann mehr am Rande liegen. Hattingen wäre eine gute Option bei einer Verbindung der von mir angedeuteten Verbindung Nordbahntrasse/Ruhrgebiet.
von: jutta

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 19.02.19 13:40

Wirklich gut, dass du dich so einsetzt.
Habt ihr einen Radverkehsbeauftragten? (den hier kann man allerdings total vergessen). Und der Stadtrat? Hier haben die mal Stadtradeln gemacht, war aber mehr Statt Radeln.

Ich verkrafte alles ;-)

Vielleicht komme ich da mal hin. Gibts Radverleih? Jugendherberge ist nix mehr für mich. Schuhe hab ich genug, besondere Anforderungen hab ich da nicht werden runtergetreten, dann weg.
von: Horst14

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 19.02.19 13:49

Hallo Markus,

die Stadt Essen konnte das ohne Förderprogramme vom Land nicht umsetzen.
Es waren gewaltige Maßnahmen erforderlich, die gesamten Kruppschen Werke sowie weitere Hinterlassenschaften des auslaufenden Industriezeitalters wurden abgerissen. Ein weiterer, förderlicher Aspekt war, dass die Thyssen-Krupp Zentrale von Düsseldorf nach Essen verlegt wurde. Im Umfeld der neuen Zentrale wurde dadurch ebenfalls eine Neugestaltung geschaffen, siehe Berthold-Beitz-Boulevard. Der Rückbau alter Industrieanlagen wird aber im gesamten Ruhrgebiet umgesetzt, und natürlich auch gefördert, siehe auch hier.

Gruß
Horst
von: cyclerps

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 19.02.19 14:33

Der bin eigentlich ich (sowas wie ein Beamter oder so mit eigenem großen Radfahrerbüro gibt es nicht). Jedenfalls so lange wie der OB der mein Spezl ist noch da ist. Aber auch danach stehen die Chance recht gut.
Die Leute die sich damals damit befasst haben kümmern sich nun um die Kirgisische Dauerdrossel in den Brutstätten des tiefen dunklen Waldes um es mal mit Spaß zu sagen. An Radstruktur war hier nie einer wirklich interessiert. Und die Nieten die ausgeschildert haben hatten vorher garantiert nie, auch nicht auf einem grünen, Rad gesessen.
Denn mit Fahrrädern hat man es auf sieben Hügeln nicht so. Allerdings, die Stadt hat Leihräder ohne Ende. Auch elektrische mit Bosch Turbo (gerade wegen der 12% Steigungen).

Du hast garantiert noch nie auf 16er High Heels die Kurbel getreten. Hier geht das. grins

Wenn Du her kommst sag Bescheid. Ich zeige Dir die Bärge und wo die Schuhe her kommen auch.
von: cyclerps

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 19.02.19 14:50

Hallo Horst,

na das sind natürlich tolle Sachen wenn das Land rein pulvert. Da scheint der Strukturwandel voll im Gange zu sein. Hier reichts gerade für nen Eimer Farbe um eine Radspur zu markieren wenn es überhaupt zu Stande kommt. Der Einwand sind immer die zu schmalen Strassen (was auch häufig stimmt).
Die frei gewordenen Flächen (gewaltige Flächen, zum Teil Kasernen, Panzerflächen, Flugplatz etc. die die Amerikaner inne hatten) wurden (Achtung das mir hier keiner umfällt) Automeilen träller . Mit Werkstätten und Autohäusern so weit das Auge reicht. In den Bereichen braucht niemand nur eine Radspur zu suchen. Es gibt keine, bis auf ganz wenige Ecken, in der Stadt.

Aber, und das ist positiv, es gibt seit ca. 3 Jahren sehr viele Radfahrer (Stromer) mehr. Das hat der Elektrohype aber ausgelöst. Denn damit kann man hier auch gut fahren.
Das problematische ist nun, mehr Radler und keiner rechnet damit. Weder sie Stadt mit ihren Radwegen noch die Autofahrer (ja ich gehöre oft auch dazu soviel Wahrheit muss sein) die plötzlich einen am Kotflügel haben. Es wird also gefährlicher.
Deshalb mache ich hier den Bocksprung mit dem Versuch JuHe, Tourismus etc. die Leute zu kitzeln die ich noch im Stadtrat kenne und die ihre Möglichkeiten für mich nutzen. Es dauert... .

Und zurück zum Thema: Horst, was ihr dort habt wird es hier nie geben. Tolle Sache und hoffentlich Vorreiterrolle!
von: jutta

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 19.02.19 15:14

High Heels hab ich schon laaange nicht mehr getragen, und hab mich damit absolut nicht wohl gefühlt.
Dass es Leihräder gibt, ist schon mal positiv, denn ich hätte keine Lust, mit Rad zigmal umzusteigen. Richtung Frankfurt fahren ja fast nur ICE, RE heißt mindestens in Kassel umsteigen, und dann noch mehrmals ...
von: cyclist

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 19.02.19 20:59

Hallo zusammen,
ich habe hier schon eine Weile mitgelesen. Ich wäre bereit, die Tour mit zu begleiten (so ich nicht anderweitig unterwegs sein werde) bzw. mit zu planen.

Wenn der Start- bzw. das Ziel der CP in Hattingen sein soll, könnte man z.B. folgende Strecke fahren: CP - ruhrabwärts via Dahlhausen - E-Horst - E-Steele - alte Bahntrasse bis zum RS1 - dann gen Mülheim (5,5km) bzw. so denn die Ruhrbrücke fertig ist, noch ca. 1,8km weiter bis zum Ende (je nach Baufortschritt) - dann zurück und den RS 1 bis zum östlichen Ende (Elting-Viertel). über diverse Radrouten u. alte Bahntrassen zur Zeche / Kokerei Zollverein und dann die Bahntrasse weiter. Zwischendurch kann man noch ein Landschaftsbauwerk erfahren und die Himmelstreppe erklimmen. omm
Pause dann z.B. am Einmannbunker / Kiosk am Abzweig zur Erzbahntrasse. Dann die Erzbahntrasse bis zum Westpark, entlang dem in Bau befindlichen kurzen Abschnitt des RS1 zwischen Tunnel Alleestr. u. Besemmmerstr., Eisdielenstop im 4telvor cool , vorbei am Hbf (für die Leute, die gerne mit dem Unternehmen Zukunft weiter nach Hause wollen... grins ), durch den Kortum-Park zum Springorum-Weg (alte Bahntrasse zur Ruhr), dann die Bahntrasse zurück zum CP.

Es gäbe natürlich noch viel mehr Möglichkeiten... Aber das sind die geeignetsten Strecken, um den Verlauf des RS1 zu "erleben".

Die Nordbahntrasse könnte man vom CP aus "erschließen": CP - Ruhr kurzes Stück aufwärts - ca. 1,3km an der Str. entlang zum Einstieg in die Hattinger Bahntrasse - Bahnhof Schee - die Leute mit künstlicher Unterstützung müssen dann den Weg über den Golfplatz nehmen teuflisch , der Rest fährt durch den Schee-Tunnel. grins Je nach Verkehrslage auf der Nordbahntrasse (bei nicht so tollem Wetter können es schon mal durchaus ca. 1000 Radler / Stunde (!!!) an einem Samstag o. Sonntag sein...) bis zum Ende der Nordbahntrasse.
Vom Ende in Vohwinkel bis zum Beginn der alten Bahntrasse Panoramaradweg Niederbergbahn da gehts deftig hügelig zur Sache... Vielleicht kennt da wer noch eine nettere Strecke?
Dann zum Zeittunnel, von dort via dem Bochumer Bruch (der nicht in Bochum liegt!), Tönisheide, Velbert, Heiligenhaus, runter nach Kettwig. Dann klassisch die Ruhr aufwärts zurück zum CP. Klar, man könnte auch zwischendrin abkürzen, z.B. übers Windrather Tal.

Ideen und Möglichkeiten gäbe es viele... Es hängt halt von den Interessen ab, vom Wetter, von den Leuten...

Vielleicht kann man ja noch einladen, mitzuradeln, der uns was über den RS1 in Essen erzählen würde? Wüsste da vielleicht auch wen...
von: Felix-Ente

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 19.02.19 22:47

Auf dem Zollvereinweg sind wir vor 14 Tagen ein Stück gelaufen war ganz hübsch, nur sehr nass. Was lustig war, war die Reaktion der Jungs auf die U-Bahn nach Gelsenkirchen: "Nee, das muss falsch sein. Das ist doch die Straßenbahn..." grins
von: Horst14

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 19.02.19 22:49

Hallo Markus,

dafür

hört sich sehr gut an. bravo
Einen Teil der Strecke bin ich am Sonntag gefahren.

Gruß
Horst
von: Falk

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 20.02.19 00:17

In Antwort auf: Felix-Ente
Was lustig war, war die Reaktion der Jungs auf die U-Bahn nach Gelsenkirchen: "Nee, das muss falsch sein. Das ist doch die Straßenbahn..." grins

Daran müsssen sie sich gerade im Bogestraland gewöhnen. Am besten in Bochum-Rathaus. Dort sieht es aus wie in einer Millionenmetropole -- bis ein Zug kommt. Die 310 bietet das größte Schockpotential.

(die U35 dürfte wieder versöhnlich wirken)
von: cyclerps

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 20.02.19 08:38

Mal noch kurz und abschließend weil es gerade heute in der Zeitung stand. Mobilitätserhebung (wer nutzt was) in unserer Stadt (Stand Herbst 2018):
-6% Öffentliche Verkehrsmittel
-18% Fußgänger
-2% Fahrrad
-60% Auto
-14% Mitfahrer.
von: iassu

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 20.02.19 09:55

60 Prozent Auto: ich dachte, soviel seid ihr doch garnicht.... lach
von: cyclerps

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 20.02.19 10:03

Kam mir auch komisch vor weil 10 noch im Urlaub waren. grins
von: HeinzH.

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 20.02.19 10:22

Moin Markus!
In Antwort auf: cyclerps

-6% Öffentliche Verkehrsmittel
-18% Fußgänger
-2% Fahrrad
-60% Auto
-14% Mitfahrer.

Wie hoch schätzt Du innerhalb der 2% Radverkehr den Anteil der Pedelecs ein? Die Topographie von Pirmasens ist für diese elektrisch unterstützten Fahrräder doch eigentlich ein artgerechtes Biotop...
Bis denne,
HeinzH.
von: Toxxi

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 20.02.19 11:22

In Antwort auf: cyclerps
Mal noch kurz und abschließend weil es gerade heute in der Zeitung stand. Mobilitätserhebung (wer nutzt was) in unserer Stadt (Stand Herbst 2018):
-6% Öffentliche Verkehrsmittel
-18% Fußgänger
-2% Fahrrad
-60% Auto
-14% Mitfahrer.

Da komme ich ins Grübeln... Wenn ich wörtlich nehme "wer nutzt was", dann nutze ich 4 der 5 genannten Dinge je nachdem, was ich vorhabe.
von: cyclerps

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 20.02.19 11:26

Hallo Heinz,

sehr hoch. Ich sage mal mehr als die Hälfte. Der "Aufschwung" hier kommt wegen der E Unterstützung denn so können hier einigermaßen Anstiege gefahren werden. Wobei einige mit Sicherheit auch für Pedelecs nicht gerade mal so gepackt werden.

Was auffallend ist wie überall sind die Senioren auf E-Biks. Die schießen hier aus dem Boden. Auch "unter 40" ist oft mit "E" hier unterwegs.

Ich schätze die Anzahl der Radler mittlerweile auch auf mehr als 2% innerstädtisch. Ausserhalb ist die Prozentzahl wesentlich höher wenn es in die umliegenden Wälder geht.
von: cyclerps

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 20.02.19 11:29

Um zur Arbeit oder zum Einkauf etc. zu kommen. Der Tourismus außen vor.
von: derSammy

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 20.02.19 11:59

Also Anzahl der Fahrten?

Das ist immer so eine Definitionsfrage, bei der Modalsplitermittlung. Geht man nach Fahrtanzahl, Fahrtlänge oder Fahrtzeit. Da kommen durchaus unterschiedliche Zahlen bei raus und die Ermittlung ist unterschiedlich aufwändig.

Ich für meinen Teil tue mich auch immer bissl schwer mit der Fahrtzählerei. Mit dem Rad zur Arbeit, auf dem Hinweg noch ein Brötchen beim Bäcker geholt und einen Brief in den Briefkasten geworfen. Von Arbeit zur Mittagspause bis in eine Kantine geradelt und auf dem Heimweg noch kurz am Supermarkt und der Drogerie gestoppt und Spargel am Spargelstand eingeladen. Waren das jetzt Privatfahrten? Fahrt zur Arbeit? Und wie viele Fahrten?
Mit Auto würde ich eventuell anders einkaufen. Eher der Wocheneinkauf, richtig weit gurken im Feierabendverkehr bis zum Einkaufszentrum...

Aber wie auch immer, 2% an Radfahranteil halte ich für, wie auch immer gemessen, ausgesprochen niedrig. Mag für Pirmasens stimmen, liegt dann aber sicher weit unter dem bundesweiten Durchschnitt.
von: hopi

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 20.02.19 11:59

In Antwort auf: cyclerps
Was auffallend ist wie überall sind die Senioren auf E-Biks. Die schießen hier aus dem Boden. Auch "unter 40" ist oft mit "E" hier unterwegs.
Die Nutzung von Pedelec oder e-Bikes mag ja durchaus je nach Topografie unterschiedlich stark verbreitet sein. Aber ich denke, wir erleben hier sehr häufig nur eine ähnliche Entwicklung wie in den frühen 50er Jahren. Seinerzeit sind große Teile der Bevölkerung von simplen ;Fahrrädern auf Leichtkrafträder, Mopeds und Kleinwagen wie Gogomobil, Isetta oder ähnlich umgestiegen. Elektroantriebe waren für den Consumer Markt praktisch nicht verfügbar. Die Kombination eines mit Elektromotor und zusätzlichem Muskeleinsatz angetriebenen Fahrrades war nun völlig unbekannt. Für Pedelecs wie wir sie heute kennen fehlten auch einfach die notwendigen technischen Voraussetzungen.
von: Toxxi

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 20.02.19 12:03

In Antwort auf: cyclerps
Um zur Arbeit oder zum Einkauf etc. zu kommen. Der Tourismus außen vor.

Trotzdem. Zum Arbeitsweg nutze ich sowohl das Fahrrad als auch den ÖPNV (je nachdem, was der DWD mir gerade wieder zumuten will). Einkaufen gehe ich zu Fuß, weil der Supermarkt so nah ist, dass Ausparken oder Rad-aus-dem-Keller-holen länger dauert als hinzulaufen. Das Auto nutze ich, wenn ich was schweres transportieren muss.

Was also sollte ich dort ankreuzen?

Ich will damit nur sagen, dass solche Zahlen mit Vorsicht zu genießen sind.
von: cyclerps

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 20.02.19 12:16

Die 2%, von mir aus auch 4% die es wohl sind, kann man hier ruhig für alle Fahrten sehen.
Völlig egal was mit dem Rad angefahren wird. Hier in der Stadt ist nicht viel Radverkehr.

Ich fahre täglich einmal quer durch die Stadt. Mehr wie 5 Radfahrer sehe ich dabei nicht.


Ok. Der Faden hier ist NRW "Aufbruch Fahrrad" der nicht gekapert werden soll. Er war nur der Auslöser dafür um mal dar zu stellen wie es woanders aussieht. Danke an alle fürs Interesse dafür.
von: hopi

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 20.02.19 12:57

In Antwort auf: cyclerps
Er war nur der Auslöser dafür um mal dar zu stellen wie es woanders aussieht. Danke an alle fürs Interesse dafür.
Dein Hinweis auf die Verhältnisse in Pirmansens passen schon hierher. Ohne die Verhältnisse in anderen Regionen zu kennen "schmort man leicht im eigen Saft" und kommt dann möglicherweise auch zu wenig ausgeglichenen Lösungsansätzen. Außerdem dürfte es auch in NRW vergleichbare Regionen geben. NRW ist mehr als nur der Ballungsraum Ruhr oder die Rheinscjiene zwischen Düsseldorf und Bonn.
von: Juergen

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 20.02.19 15:18

In Antwort auf: cyclerps



Ok. Der Faden hier ist NRW "Aufbruch Fahrrad" der nicht gekapert werden soll. Er war nur der Auslöser dafür um mal dar zu stellen wie es woanders aussieht. Danke an alle fürs Interesse dafür.
Ich sehe nicht, dass der Faden gekapert wird, auch wenn Pirmasens nicht in NRW liegt. grins

Zur Forumstour im Gebiet der Ruhr:
Wartet bitte mit neuen Beiträgen, bis Thomas oder Bernd dazu einen neuen Faden aufmachen. Die Beiträge hier im Faden auszugliedern ist bei dem schönen Wetter zuviel Arbeit. Danke!
von: max saikels

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 20.02.19 17:16

Das ist unter Experten, zu denen ich nicht gehöre, wohldefiniert, s.
https://de.wikipedia.org/wiki/Modal_Split
Das andere ist die Verkehrsleistung.
von: derSammy

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 21.02.19 01:02

Hm, gerade Wikipedia schreibt ja, dass es anscheinend verschiedene Bezugsgrößen gibt: Beförderungsfälle, Personen-Kilometer oder Fahrzeugkilometer (von Tandems und Eltern-Kind-Rädern sollte letzteres aber fast immer identisch sein). verwirrt
Spannend wird es dort, wo man mit dem Rad für die gleichen Punkt-zu-Punkt-Verbindungen weniger Weg zurücklegen muss, im Bezug zu den Personen-Kilometern wird da der Umweg des PkW auch noch honoriert...
von: hopi

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 21.02.19 07:54

In Antwort auf: derSammy
Hm, gerade Wikipedia schreibt ja, dass es anscheinend verschiedene Bezugsgrößen gibt: Beförderungsfälle, Personen-Kilometer . . . .
Interessanter fand ich, wie im verlinkten Wikepedia-Artikel innerhalb einer Tabelle zum Städtevergleich aus sehr unterschiedlichen Erhebungs-/Auswertungszeiträumen präsentiert werden. Für Essen wird beispielsweise ein sehr geringer Fahrradanteil für 2004 und für Freiburg ein deutlich höher Anteil für 2017 aufgeführt. Gut, durch die Angabe der unterschiedlichen Erhebungszeiten wird man ja irgendwie auf die mangelnde Vergleichbarkeit hingewiesen. Man könnte diese Werte auch etwas wenig genau lesen und dann vielleicht zu solchen Aussagen wie "Essen ist fahrradfeindlich" animiert werden. Aussagen dieser Art gab's auch hier in diesem Faden in Verbindung mit der vermeintlichen Blockade des RS 1 durch Rat und Verwaltung der Stadt Essen. grins
von: BaB

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 21.02.19 07:54

In Antwort auf: Juergen
Zur Forumstour im Gebiet der Ruhr:
Wartet bitte mit neuen Beiträgen, bis Thomas oder Bernd dazu einen neuen Faden aufmachen. Die Beiträge hier im Faden auszugliedern ist bei dem schönen Wetter zuviel Arbeit. Danke!

Danke dir!
Thomas und ich werden uns in nächster Zeit darum kümmern und Vorschläge hier einstellen.

LG

Bernd
von: ta7h12

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 22.02.19 21:52

Jetzt auch im Süden: https://dasfahrradblog.blogspot.com/2019/02/es-ist-passiert-aus-einer-autostadt.html
Na klar, wer Stuttgart kennt, kann's kaum glauben. Aber nachdem 35.000 Unterschriften gesammelt wurden, konnte auch der Stuttgarter Gemeinderat die Radfahrgemeinde nicht vollkommen ignorieren, schon gar nicht angesichts einer Kommunalwahl im Mai!
Ziemlich erstaunlich, dass bereits in der Verwaltungsvorlage steht:
"Ein Ausbau des Radverkehrs nach den Zielen des Radentscheids hat unweigerlich eine Veränderung des Straßenraums und der Steuerung des gesamten Verkehrs zugunsten des Radverkehrs zur Folge. Da eine räumliche und zeitliche Einschränkung des ÖPNVs und des Fußverkehrs für die Stadt nicht in Frage kommt, kann dies nur zu Lasten des ruhenden und fahrenden motorisierten Individualverkehrs geschehen."
Wir werden sehen, oder - da das Vorhaben meiner Ansicht nach die Berliner Ambitionen noch übertrifft - ihr werdet davon hören, hoffe ich jedenfalls.
von: BaB

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 23.02.19 06:10

In Antwort auf: ta7h12
Wir werden sehen, oder - da das Vorhaben meiner Ansicht nach die Berliner Ambitionen noch übertrifft...
Na ja, bei der Umsetzung wird es Berlin sicher überholen. In 2 Jahren einen Kilometer PBL... Wenn das in dem Tempo weiter geht, wird es in Berlin nur noch ein paar hundert Jahre dauern. schmunzel Also kurz vor/ nach der BER Eröffnung... teuflisch
von: Querlenkerin

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 25.02.19 21:15



Einige "Straßenfilme"
von: Uwe Radholz

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 26.02.19 07:42

Danke. Habe mir den Film über Groningen angeschaut. Die Art wie er gemacht ist, ist mir zu „laut". Aber das ist egal. Man kann, wenn man so was sieht, nur heulen. Was alles möglich ist, wenn ein politischer Wille und die Fähigkeit, diesen auch durchzusetzen, vorhanden ist. Und meine Überzeugung wurde bestärkt, dass es es eben nicht die vielen kleinen Schritte sind, die man beharrlich zu gehen hat.


In meiner Zweitheimat Mannheim könnte man wegen einer ähnlichen, wenn auch nicht annähernd so schönen Innenstadt wie die Groningen hat, gleiches erreichen. Wirklich alles passt. Aber Mannheim, wo das Auto erfunden wurde, wo man zehn Jahre übers Aufmalen zweier Radspuren diskutierte, das im Rheingraben, der wärmsten Gegend der Republik liegt, wird die letzte Gegend auf dem Planeten sein, wo vergleichbares stattfinden wird.
Außer vielleicht Berlin, wo, Bernd schrieb es, beim bisherigen Tempo der Verwirklichung der eigenen Konzeption hunderte Jahre, das ist kein Witz, vergehen werden, bis die eigenen Ziele erreicht sind.

Aber wir haben in Deutschland auch wichtigeres zu tun. Wir müssen unseren Kriegshaushalt verdoppeln, um im fünften Versuch endlich den russischen Bären zu erlegen.
von: hopi

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 26.02.19 08:20

In Antwort auf: Querlenkerin
ich habe mir nur die Liste der Videos angeschaut. Einige der vorgestellten Beispiele kenne ich aus eigener Erfahrung.
In welche Richtung möchte denn der " Aufbruch Fahrrad NRW" die künftige Entwicklung lenken? Soll so etwas wie in den Niederlanden, also eine weitgehende Trennung des Radverkehrs vom sonstigen Straßenverkehr, angestrebt werden? Wie mir scheint, würde das für einen Teil der Mitglieder dieses Forums eine kaum zu akzeptierende Lösung sein. Die so oft geforderte "gleichberechtigte" Benutzung nahezu aller Straßen durch alle Verkehrsteilnehmer stünde damit zur Disposition. Ich verzichte auch recht häufig und sehr gerne auf die Benutzung mir wenig einladend erscheinender Radwege, aber je mehr ich durch die mir direkt benachbarten Niederlande fahre, wächst meine Zustimmung zu den dort praktizierten Regelungen für den Fahrradverkehrs.
von: Uwe Radholz

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 26.02.19 09:39

Weißt du, wir wünschen uns alle irgend was und die wenigstens unserer Wünsche werden erfüllt. Was die gleichberechtigte Nutzung aller Verkehrswege angeht, möchte ich diese Diskussion gar nicht erneut führen. Und es ist unwahrscheinlich, dass sich diese Wünsche schneller erfüllen, als die meinen, der für für eine radikale Verdrängung des MIV aus den Innenstädten bin, auch des ruhenden.
Wie gesagt, wünschen kann man sich viel.

Mich fasziniert nur, dass es Weltgegenden gibt, und zwar gleich nebenan, in denen gemacht werden kann, was bei uns unmöglich genannt wird.
Wir verzichten auf ein bessere Leben mit weniger Lärm, weniger Toten und Verletzten, mit weniger Stress, das zudem noch billiger zu haben ist, als den innerstädtischen MIV am Leben zu halten. Wozu? Was finden wir am Stau, Hektik, Überforderung, Parkplatzsuche, Kosten ohne Ende, so geil, dass wir (mehrheitlich meine ich) geradezu wütend werden, wenn Alternativen bedacht werden. Richtig vernünftige, eigentlich gut zu leidende Menschen jenseits unseres Radfahrerkontextes, werden zu wütenden Berserkern, bereit zur Waffe zu greifen, um ein erkennbar schlechteres Leben zu verteidigen. Und wer mich persönlich kennt, wird ahnen, dass nicht ich es bin, der solche Reaktionen zwingend provoziert. Nicht, dass ich das nicht könnte, aber es ist schon die Sache selbst.

Manchmal bin ich geneigt, pathologische Ursachen zu vermuten, was Unfug ist. Aber in einer Stadt zu lebend, in der man im 3.Jahrtausend nach Christi Geburt, angesichts des Klimawandels, angesichts der unbestrittenen Tatsache, dass man nicht immer mehr Ressourcen für den MIV verschwenden kann, glaubt, einen innerstädtischen Autobahnring schließen zu müssen, bin ich dann nur noch ratlos. Vielleicht ist es doch eine epidemisch auftretende psychische Erkrankung. Bessere Erklärungen habe ich nicht.
von: HeinzH.

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 26.02.19 10:43

In Antwort auf: Uwe Radholz
Aber wir haben in Deutschland auch wichtigeres zu tun. Wir müssen unseren Kriegshaushalt verdoppeln, um im fünften Versuch endlich den russischen Bären zu erlegen.
Hmmmh, wie sieht es denn aktuell tatsächlich aus?:

Militärausgaben einiger EU-Staaten gemessen am Bruttoinlandprodukt:
Frankreich 2,3%
Vereinigtes Königreich (UK) 1,8%
Italien 1,5%
Niederlande 1,38%
Spanien 1,24%
Deutschland 1,2%
Dänemark 1,17%

Bis denne,
HeinzH.
von: cyclerps

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 26.02.19 11:08

Ich glaube es ist wie in vielen Dingen der stur uns starre Blick.

Es wäre ein Trugschluss zu glauben das ein Verkehrswandel pro Fahrrad in wenigen Jahren, möglicherweise in 30 Jahren oder so, zu schaffen ist.

Eine über Jahrzehnte gewachsene Struktur wie das Auto mit seinem Autoverkehr/Nutzung kann nicht gerade mal so in großen Teilen auf der Strasse und im Hirn verschwinden.
Was waren unsere Väter (für einige hier Großväter) froh als man nach dem krieg sich ein Auto leisten konnte. Es wurde gespart und "gehäufelt" (auch für Möbel etc.) Das laufen und Rad fahren (OHNE Schaltung) war zu Ende. Die Schlepperei war zu Ende! Auch wenn es einigen nicht gefällt. Auto ist auch Fortschritt. Und, Auto erlebt auch Neuerungen mit neuen Antrieben etc. Es darf sich keiner einbilden das es ohne Auto geht. Nie würde ich meins missen wollen und nur noch Radfahrer sein. Sorry, ich bin nicht bescheuert im Winter ohne Heizung... . Ansichtssache.

Ich hatte es die Tage schon einmal geschrieben. Nicht überall ist Münster oder Groningen und nicht überall ist es flach oder ÖPNV mässig ausgebaut bis ins hinterste Kellerloch.
Ich denke wir alle können froh sein das gerade in den letzten 20ig Jahren das Fortbewegungsmittel "Fahrrad" doch regelrecht einen Boom hat. Und der hält nach der Entwicklung der E-Bike Hysterie noch lange an. Gut so!

Im hintersten Eck, wie Pirmasens z.B., kaufen Leute Fahrräder. In der Hauptsache und logischerweise hier mit "E". Vor Jahren ein Ding der Unmöglichkeit für dieses Gebiet hier ein Fahrrad zu kaufen. Heute sieht man sogar einige damit den Einkauf erledigen. Das gab es hier noch nie! Übrigends, die Busse werden auch wieder voller. Man schleppt freiwillig wieder mehr... .
Deutschlandweit ist doch die Fahrradindustrie gerade zu explodiert. Die Vielfalt in den Radläden kommt nicht daher weil es keine Nachfrage gibt. Das Angebot war nie gewaltiger (und für mich völlig überzogener)!
Ist das nicht klasse? Aber noch zu wenig, gell?

Beides hat doch seine Berechtigung!

Was ich damit sagen will ist, lasst den Dingen Zeit. Es braucht Zeit für infrastrukturelle Maßnahmen und noch mehr Zeit in den Köpfen. Das es aus ökonomischer (das Wort kenne ich kaum träller) und auch aus finanzieller Sicht immer mehr in Richtung alternative Fortbewegung geht davon bin ich überzeugt.
Ich bin aber auch überzeugt das man schneller etwas umsetzen kann wenn man keine Faust in der Tasche geballt hat und nicht laufend dar legt das das eingene völlig richtig und das andere völlig falsch ist.

Ich bewundere die Leute die in Städten wohnen in denen der Radverkehr und seine Verkehrsführung für sie so katastrophal ist und anderen Orts wäre man froh über solch` katastrophale Zustände.
Da ich in engem Kontakt mit einer/m Stadverwaltung/Stadtrat bin weiß ich wie man sich gerade aktuell in dieser Zeit Gedanken macht wie man Fahrradstruktur dar stellt, machbar machen kann, damit das vermehrte Fahrradaufkommen für die Zukunft geregelt wird. Vorweg, um es so zu machen damit Hardcorefahrradfanatiker es als perfekt, oder mindestens als "gut", bezeichnen würden müsste die Stadt platt gemacht werden (was die Amis damals fast schafften.

Für eine Stadt mit 350 Mio. Schulden und ohne nennenswerte Industrie die Kohle bringt ein schwieriges Unterfangen. Man rechnet mit Farbeimern um Radstreifen zu machen. Dort wo es möglich ist. Für Münster oder Stuttgart (einfach mal genannt)wäre das doch eine Maßnahme für eine Revolution an zu fechten. Skandaaaal im 21. Jahrh.! Hier sind es Quantensprünge die ich anstoße und wohl wissend das es mehr nicht werden wird (das Stadtbild mit engen Strassen etc, tut sein übriges dazu).

Nicht alles ist schlecht und nicht alles ist gut und oft wird bestehendes als Mist deklariert weil man anderes (was noch viel mistiger ist) nicht kennt.

Seid froh das im Wandel der Zeit (und knapper Kassen weil die Welt gerettet werden muss) an das gedacht wird was euch bewegt.

Es geht voran! party


(Ich bitte um Nachsicht bzgl. der Überlänge)
von: Uwe Radholz

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 26.02.19 11:12

In Antwort auf: HeinzH.
In Antwort auf: Uwe Radholz
Aber wir haben in Deutschland auch wichtigeres zu tun. Wir müssen unseren Kriegshaushalt verdoppeln, um im fünften Versuch endlich den russischen Bären zu erlegen.
Hmmmh, wie sieht es denn aktuell tatsächlich aus?:

Militärausgaben einiger EU-Staaten gemessen am Bruttoinlandprodukt:
Frankreich 2,3%
Vereinigtes Königreich (UK) 1,8%
Italien 1,5%
Niederlande 1,38%
Spanien 1,24%
Deutschland 1,2%


Ich weiß nicht wirklich, was du mir schreiben willst. Du weißt, das die Regierung, an der deine Partei beteiligt ist, sich mehrfach dazu bekannte, die Ausgaben auf 2 % zu erhöhen. Sie liegen dann, und zwar absolut, höher als die von Russland, das eben die seinen gesenkt hat.
Welchen Eindruck willst du vermitteln? Ich verstehe es nicht.

Es geht um Krieg. Und um nichts anderes als Krieg. Und sie wollen Russland zum fünften mal seit 1812 angreifen. Sie werden es tun. Und das war es dann.
Bete, dass es dich selbst nicht mehr erwischt. Für deinen Sohn stehen die Chancen mehr als miserabel. Wie du weißt, habe ich auch Kinder und mich packt das kalte Grausen, wenn ich daran denke, was da gerade auf uns zukommt.
Nur nicht daran denken. Schreibe ich lieber über Radwege.
von: cyclerps

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 26.02.19 11:24

Bravo Uwe. So sehe ich es auch.
Und die Kriegstreiber über dem Atlantik, die nie aufhörten zu rasseln, fletschen schon die Zähne. Man kann nur hoffen das es dort dann aber auch und zum ersten mal anständig einschlägt.
Man wird in gar nicht zu langer Zukunft die Arbeitslosen/Übervölkerung mit herkömmlicher Art reduzieren und keiner muss mehr Statistiken fälschen um aus einem 1 Euro Jobber ein Arbeitnehmer zu machen.
Dann werden wieder Kühlschränke, Möbel, Klamotten und AUTOS/Fahrräder gebraucht aber auch Handys, Bildschirme so groß wie Fassaden. Bohlen wird wieder seine Turbohupfdohle suchen und Gerhard Schröder wird zu 12x heiraten.
von: Juergen

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 26.02.19 12:49

In Antwort auf: hopi
In Antwort auf: Querlenkerin

In welche Richtung möchte denn der " Aufbruch Fahrrad NRW" die künftige Entwicklung lenken? Soll so etwas wie in den Niederlanden, also eine weitgehende Trennung des Radverkehrs vom sonstigen Straßenverkehr, angestrebt werden?

Das habe ich mich beim Ausfüllen auch gefragt. Von drei Aufbruchs-Agitatoren bekam ich keine klare Antwort. Doch da war es schon zu spät, ich hatte bereits unterschrieben.
Und bitte, lasst es nicht soweit kommen wie in Groningen, wenn bei grün-werdenden Ampeln aus 4 Richtungen Radfahrer gleichzeitig losbrettern. Das ist gefährlicher als jeder Kreisverkehr zwischen Lissabon und Düsseldorf. entsetzt
von: HeinzH.

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 26.02.19 13:10

In Antwort auf: Juergen
(….) Und bitte, lasst es nicht soweit kommen wie in Groningen, wenn bei grün-werdenden Ampeln aus 4 Richtungen Radfahrer gleichzeitig losbrettern. (…..)
Hmmmh, die "Rundumgrün" beampelte Kreuzung* in unserer Nachbarstadt Enschede empfinden wir als problemlos...
Bis denne,
HeinzH.

*Wir kennen dort nur eine.
von: hopi

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 26.02.19 14:30

In Antwort auf: HeinzH.
die "Rundumgrün" beampelte Kreuzung* in unserer Nachbarstadt Enschede empfinden wir als problemlos....
ich war zwar noch nicht in Enscheide per Rad unterwegs, aber diese Art der Ampelschaltung halte ich in Innenstädten mit ausgeprägten Fußgänger- und Radfahreranteilen für durchaus problemlos, vielleicht auch empfehlenswert. Wenn Radfaher und Fußgänger gleichzeitig aus verschiedenen Richtingen über eine Kreuzng gelangen können, müssen halt alle Beteiligten gegenseitig Rücksicht nehmen. Mag für die Fraktion, dier "stets Vorfahrt, immer grüne Welle etc. für Radfahrer" fordert, weniger attraktiv sein. Aber insgesamt könnte eine solche Regelung durchaus breite Zustimmung finden.
von: Gegenwind

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 26.02.19 15:56

Sehr interessant, was in Groningen innerhalb von wenigen Jahren auf die Beine gestellt wurde.
Schön anzusehen, in Deutschland nie durchführbar, leider. Selbst in Hinblick auf Klimawandel, Feinstaub und Dieselverseuchung ist so gut wie niemand bereit etwas zu ändern. Die kleinen werden weiterhin in die Kita oder zur Schule mit dem (Diesel)SUV-Panzer gekarrt, selber fährt man trotz Dauerstau (A40 im Ruhrgebiet) mit dem Auto zur Arbeit ohne Aussicht auf einen Parkplatz und mit dem Wissen, dass es mit Rad, Öffis und zu Fuß (oder wie ich, mit allem davon) besser ginge.Man machts aber trotzdem nicht, weil man nicht eingestehen möchte, dass es eine Schnapsidee war eine 2,4tdi xyz SUV- Ding mit 225 ps zu kaufen.
Deutschland ist und bleibt ein Autoland. Radfahrer und Individualisten werde belächelt. Eigentlich will man sie nicht. Äußert man den Wunsch sich ein Lastenrad anzuschaffen statt ein neues Auto, so bekommt man hier direkt einen Vogel gezeigt und einen Anhänger am Rad zieht auch nur die soziale Randgruppe hinter sich her aus vieler Leute Sicht.
Egal ob mehr Fahrradstraßen Radwege oder den angepriesenenen RS1, da wird nichts weltveränderndes kommen. In meiner Heimatstadt gibt man lieber tausende Euro aus um Anwohnern das Parken vor dem Haus angenehmer zu gestalten aber eine Machbarkeitsstudie zum Radschnellweg wird abgelehnt (SPD).
Ein Vergleich mit den Niederländern ist jetzt auch nicht wirklich fair, unsere Nachbarn sind einfach viel weiter. So ist das nunmal, und das schon sehr lange.
Freuen wir uns über einfach mit wenn wieder ein Kilometer Radschnellweg mit großem Täterätää in der Presse von den Damen und Herren Politiker öffentlichkeitswirksam eingeweiht wird und nutzen es für unsere Zwecke.
von: hopi

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 26.02.19 16:21

In Antwort auf: Gegenwind
Sehr interessant, was in Groningen innerhalb von wenigen Jahren auf die Beine gestellt wurde.
Schön anzusehen, in Deutschland nie durchführbar, leider.
na, sei mal nicht so pessimistisch! Änderungen, gleich ob rechtlicher Art, baulicher Art oder die persönlichen Verhaltensweisen, gehen nun mal nicht so "einfach husch, husch" Da hilft nur Geduld und ständiges Einwirken. Auch wenn noch wahnsinnig viel zu tun ist, gewisse Fortschritte kann man doch an vielen Stellen erkennen. Zumindest dort, wo ich mich üblicherweise aufhalte oder während einer Radreise hinkomme. schmunzel
von: Gegenwind

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 26.02.19 16:42

Naja, mit "pessimistisch" hat das nichts zu tun, ich sehe das eher realistisch. Das wir hier im Forum und ganz viele weitere Menschen das wollen, ist absolut löblich. "Wir" haben es, ebenso wie unsere Nachbarn die Niederländer, erkannt. Leider kommt man damit auch nicht voran in Deutschland.
Hier ist einfach Parkraum und "freie Fahrt für freie Bürger" wichtiger als eine Verbesserung der Lebensqualität und Umweltschutz.
Das ist echt arm, ist aber leider so.
von: StephanBehrendt

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 26.02.19 17:27

In Antwort auf: hopi
In Antwort auf: Gegenwind
Sehr interessant, was in Groningen innerhalb von wenigen Jahren auf die Beine gestellt wurde.
Schön anzusehen, in Deutschland nie durchführbar, leider.
na, sei mal nicht so pessimistisch! Änderungen, gleich ob rechtlicher Art, baulicher Art oder die persönlichen Verhaltensweisen, gehen nun mal nicht so "einfach husch, husch" Da hilft nur Geduld und ständiges Einwirken.
Im Gegensatz zu den Niederlanden und Dänemark haben wir in Deutschland aber leider eine wirtschaftlich sehr potente Kraftfahrzeugindustrie. Diese macht anscheinend sehr erfolgreich ihre Lobbyarbeit. Haben die Niederlande oder Dänemark einen Kraftfahrzeugminister?
von: HeinzH.

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 26.02.19 18:39

In Antwort auf: StephanBehrendt
(…..) Haben die Niederlande (…….) einen Kraftfahrzeugminister?
Das Ressort Verkehr gehört wie u.a. auch das Ressort Umwelt in den Niederlanden zum Ministerie van Infrastructuur en Waterstaat, also Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft. Traditionell ist dieses dort eines der wichtigsten Ministerien, die Ministerin heißt derzeit Cora van Nieuwenhuizen.
Bis denne,
HeinzH.,
seit 2008 in der Nähe der Niederlanden wohnend...
von: Querlenkerin

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 26.02.19 21:19

In Antwort auf: hopi
In Antwort auf: Querlenkerin
ich habe mir nur die Liste der Videos angeschaut. Einige der vorgestellten Beispiele kenne ich aus eigener Erfahrung.
In welche Richtung möchte denn der " Aufbruch Fahrrad NRW" die künftige Entwicklung lenken? Soll so etwas wie in den Niederlanden, also eine weitgehende Trennung des Radverkehrs vom sonstigen Straßenverkehr, angestrebt werden? Wie mir scheint, würde das für einen Teil der Mitglieder dieses Forums eine kaum zu akzeptierende Lösung sein. Die so oft geforderte "gleichberechtigte" Benutzung nahezu aller Straßen durch alle Verkehrsteilnehmer stünde damit zur Disposition. Ich verzichte auch recht häufig und sehr gerne auf die Benutzung mir wenig einladend erscheinender Radwege, aber je mehr ich durch die mir direkt benachbarten Niederlande fahre, wächst meine Zustimmung zu den dort praktizierten Regelungen für den Fahrradverkehrs.


Die für alle perfekte Lösung habe ich nicht in der Schublade.
von: Querlenkerin

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 26.02.19 21:19

In Antwort auf: Uwe Radholz
Weißt du, wir wünschen uns alle irgend was und die wenigstens unserer Wünsche werden erfüllt. Was die gleichberechtigte Nutzung aller Verkehrswege angeht, möchte ich diese Diskussion gar nicht erneut führen. Und es ist unwahrscheinlich, dass sich diese Wünsche schneller erfüllen, als die meinen, der für für eine radikale Verdrängung des MIV aus den Innenstädten bin, auch des ruhenden.
Wie gesagt, wünschen kann man sich viel.



Danke
von: Querlenkerin

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 26.02.19 21:22

Man kann sich das aktuelle ADFC-Booklet "So geht Verkehrswende" ansehen.

Darin (download) gibt es eine Einteilung in 4 Arten von Radfahrenden:

Die meisten aktiven Mitglieder dieses Forums würde ich in einer der beiden ersten Gruppen zuordnen, die insgesamt 7% ausmachen; diese fahren mit wenig oder gar keiner Angst.

Interessant finde ich die (mit 60%) größte Gruppe der "interessierten und besorgten", zu der auch Kinder und ältere Menschen gehören. Wenn man dieser großen Gruppe keine sichere, separate Radinfrastruktur anbietet, glaube ich nicht, dass man die meisten Menschen zum Umstieg aufs Fahrrad im Alltag bewegen kann.
von: Gegenwind

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 27.02.19 07:00

In Antwort auf: Querlenkerin


Interessant finde ich die (mit 60%) größte Gruppe der "interessierten und besorgten", zu der auch Kinder und ältere Menschen gehören. Wenn man dieser großen Gruppe keine sichere, separate Radinfrastruktur anbietet, glaube ich nicht, dass man die meisten Menschen zum Umstieg aufs Fahrrad im Alltag bewegen kann.


Hallo Martina,
Genau da liegt der Hund begraben. So schön das Konzept auch ist vom ADFC, die Politiker vor Ort müssen das angehen und auch dahinter stehen. Ich lebe in Europas größtem Ballungsraum, dem Ruhrgebiet. Die Politik ist hier nicht in der Lage oder nicht Willens über den eigenen Tellerrand zu schauen. Jeder brotschelt hier sein eigenes Süppchen.
Besonders wichtig ist auch die Vernetzung mit anderen Verkehrsmittel für "Fernpendler" wie mich.
Letztendlich hilft hier nur eine konstruktive Zusammenarbeit von Städten und Gemeinden mit Ideengebern und Anpackern vom ADFC und andern Organisationen, die etwas zum positiven verändern wollen.
Viele Grüße, in diesem Sinne
Stefan
von: hopi

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 27.02.19 07:44

In Antwort auf: Querlenkerin
In Antwort auf: hopi

In welche Richtung möchte denn der " Aufbruch Fahrrad NRW" die künftige Entwicklung lenken? Soll so etwas wie in den Niederlanden, also eine weitgehende Trennung des Radverkehrs vom sonstigen Straßenverkehr, angestrebt werden?

Die für alle perfekte Lösung habe ich nicht in der Schublade.
ich hatte eine einfache Frage in den Raum gestellt. Leider keine klare Antwort. Das vom "Aufbruch" u.a. benannte Ziel, einer Priorität für die Sicherheit der Radfaher ist selbstverständlich erstrebenswert. Es entbindet meines Erachtens jedoch nicht von der Frage, welchen Weg man dabei im Grundsatz gehen möchte. Eine derartige Grundsatzfrage könnte oder müsste doch Gegenstand eines angestrebten Fahrradgesetzes sein.
von: hopi

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 27.02.19 07:54

In Antwort auf: Querlenkerin
Interessant finde ich die (mit 60%) größte Gruppe der "interessierten und besorgten", zu der auch Kinder und ältere Menschen gehören. Wenn man dieser großen Gruppe keine sichere, separate Radinfrastruktur anbietet, glaube ich nicht, dass man die meisten Menschen zum Umstieg aufs Fahrrad im Alltag bewegen kann.
in diesem Punkt kann ich Dir zustimmen. Ein derartiges Konzept wird im Grundsatz von unseren niederländischen Nachbarn verfolgt. Für mich bleibt da nur als wesentliche Frage, ob die recht häufigen, selbst innerörtlichen "Fahrradverbote" erforderlich sind und/oder ob diese Verbote tatsächlich einen erkennbaren weiteren Sicherheitsgewinn bringen.
von: HeinzH.

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 27.02.19 09:24

Moin moin,
auch diejenigen, welche in Betriebs- oder Personalräte gewählt worden sind, haben gewisse Möglichkeiten positiven Einfluss auf den Fahrradverkehr zu nehmen. In dem Betrieb, wo ich von 1977 bis 2008 tätig war, gab es sogar einen offiziellen gewerkschaftlichen Arbeitskreis Berufsverkehr und Umwelt, dessen Mitglieder freilich fast alle ADFC-Mitglieder waren. Auf gewerkschaftlicher Bezirksebene gab es Arbeitsweg - Fahrradweg!, "Eine Initiative der Gewerkschaft ötv und des ADFC für einen ökologisch vertretbaren Berufsverkehr mit dem Fahrrad"
Der Betriebsrat erarbeitete schließlich ein modulares Verkehrskonzept, welches auch bei der Geschäftsleitung Anklang fand, so das es schrittweise umgesetzt werden konnte.

Was will ich damit ausdrücken: Zusätzlich(!) zu den in diesem Thread formulierten Einflußmöglichkeiten in den politischen Gremien oder den Parteien gibt es für verkehrsökologisch aktive Mitarbeiter, ob ADFC-Mitglieder oder nicht, auch in Betrieben oder Behörden "Spielfelder", in denen für uns wichtige Themen angestoßen werden können.

Ich will nicht verschweigen, daß eine gewisse Leidensfähigkeit zu mindestens in der Startphase von verkehrsökologischen Aktivitäten im Betrieb hilfreich ist zwinker

Gruß aus Münster,
HeinzH.


Anlagen:
Mir dem Rad zur Arbeit 2006
Veröffentlichung des Institut für Landes...-Westfalen 2003
TAZ: Ein Betriebsrat macht gegen Autos mobil
von: hopi

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 27.02.19 10:03

In Antwort auf: HeinzH.
Ich will nicht verschweigen, daß eine gewisse Leidensfähigkeit zu mindestens in der Startphase von verkehrsökologischen Aktivitäten im Betrieb
es gibt doch nicht völlig ohne Grund den schönen Spruch: "Politik ist das Bohren harter Bretter" Das war schon immer so und wird sich auch nicht ändern; zumindest nicht in demokratisch verfassten Gesellschaften!

Jetzt muß ja nicht jede Person zu einem "Fahrrad-Aktivisten" mutieren. Aber etwas Mitwirkung um Veränderungen mit gewissen positiven Effekten zu erwirken scheint mir sinnvoller, als in ein allgemeines Wehklagen über die "Autolobby, den an sich abzulehnenden MIV oder die Uneinsichtigkeit vieler Mitmenschen" zu verfallen.

Nur mit einem gewissen Grundoptimismus wird's möglich sein, zu zumindest halbwegs vernünftigen Lösungen zu kommen!
von: Gegenwind

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 27.02.19 10:33

Das stimmt schon. Ich bin mir auch sicher, dass jeder das in seiner Macht liegende tut, um wenigstens etwas nach seiner Vorstellung zu leben und sich mit den momentan unüberwinbaren "Gemeinheiten" arrangiert.
Leider tut sich mementan rein gar nichts, was die Schaffung und den Ausbau alternativer Verkehrskonzepte angeht. Kirchturmdenken.
Die Ideen und Anregungen von HeinzH werde ich mit zur nächsten Betriebsversammlung nehmen. Mein Arbeitgeber (weltgrößter Logistiker) macht ja immer so ein auf Nachhaltigkeit und öko...
Mal sehen, was die dazu sagen.
Gruß
Stefan
von: Behördenrad

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 27.02.19 13:12

In Antwort auf: Querlenkerin
....
Die meisten aktiven Mitglieder dieses Forums würde ich in einer der beiden ersten Gruppen zuordnen, die insgesamt 7% ausmachen; diese fahren mit wenig oder gar keiner Angst.

Interessant finde ich die (mit 60%) größte Gruppe der "interessierten und besorgten", zu der auch Kinder und ältere Menschen gehören. Wenn man dieser großen Gruppe keine sichere, separate Radinfrastruktur anbietet, glaube ich nicht, dass man die meisten Menschen zum Umstieg aufs Fahrrad im Alltag bewegen kann.

Die ca. 30% "No way"-Gruppe sind keine Radfahrer und gehören somit nicht in die Betrachtung.
Dann bleiben ca. 10% Enthusiasten und 90% "Besorgte", in die man den Bevölkerungsanteil, der in irgendeiner Form Interesse am Radfahren hat, einteilen kann.

Diese 90% sind relativ leicht identifizierbar:
  • ängstliches Gehwegradeln;
  • linksseitiges Radeln ("Dann muss ich nicht über die Straße, um zur richtigen Seite zu kommen");
  • meist Räder mit z. T. erheblichen technischen Mängeln (der Zusammenhang zw. einer nicht funktionierenden Bremse und dem zermalmt werden unter LKW-Rädern scheint vielen nicht bekannt zu sein);
  • keine/wenig Radbeherrschung / Fahrtechnik (oft wg. völlig falscher Rahmengrößen, fehlender korrekter Anpassung von Sattelhöhen, Lenkerabstand, technischer Mängel);
  • sichtbares Unwohlsein ob der völlig ungewohnten körperlichen Anstrengung;
  • z. T. völlig fehlendes Bewusstsein, auch als "Radfahrer" den Grundregeln des Fahrverkehrs zu unterliegen;
  • kein Technikverständnis (Fahrrad mit 30 Gängen - es wird z. B. aber nur in dem Gang gefahren, den der Händler beim Verkauf "eingelegt" hat weil man die Schaltung nicht versteht);
  • etc.
Die ersten zwei Punkte hängen mit den weiteren unmittelbar zusammen.

Mehr und bessere Radverkehrsanlagen ändern nichts an den Punkten 3. bis 8.. Diese Punkte 3. bis 8. sind aber wesentlich für sicheres und "unbesorgtes" Radfahren. Solange man davon ausgeht, dass Radfahrer lediglich wegen fehlender Radwege (schlimmstenfalls getrennt von normalen Fahrverkehr) "unsicher Radfahren", stellt man sich m. E. gegenüber einem Großteil des Problems blind.
Es ist eher davon auszugehen, dass bei ganz tollen, "sicheren" Radwegen mehr unsichere Radfahrer unterwegs sein werden - die durch den Radweg selbst nicht sicherer werden, sondern sich lediglich (mitunter verhängnisvoll) sicherer fühlen. Ein Radfahrer ohne Licht und/oder funktionierende Bremsen bleibt auch auf einem separaten Radweg für sich und andere eine Gefahr - er stört dabei nur den KFZ-Verkehr weniger (was von diesem sicherlich positiv aufgenommen wird).

"So geht Verkehrswende" ist eine Broschüre, in der nichts -auch nur ansatzweise- Neues drin steht. Der bessere Titel der Broschüre wäre "ERA 2010 in Kurzform" gewesen.
von: derSammy

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 28.02.19 01:51

In Antwort auf: Querlenkerin

Interessant finde ich die (mit 60%) größte Gruppe der "interessierten und besorgten", zu der auch Kinder und ältere Menschen gehören. Wenn man dieser großen Gruppe keine sichere, separate Radinfrastruktur anbietet, glaube ich nicht, dass man die meisten Menschen zum Umstieg aufs Fahrrad im Alltag bewegen kann.


Dieses Mantra höre ich aus ADFC-Kreisen oft, bin mir aber nicht so ganz sicher, ob man da in die richtige Richtung prescht.
Ja, ich teile die Auffassung, dass vielen eher fahrradfernen Menschen das Fahren auf Fahrbahnniveau oder gar im Mischverkehr nicht behagt. Und ja, es ist auch eines der Ziele des ADFC, gerade diese Menschen aufs Rad zu holen.
Ich vertrete aber die These, dass sobald diese Leute wirklich häufiger Rad fahren, sie ihre Einschätzung von Sicherheit und Komfort nicht-separierter Anlagen ändern. Das heißt, die 4 Typen Radfahrer sind nicht starr, sondern die gleiche Person kann ihre Rolle im Laufe der Zeit ändern. Oder anders ausgedrückt: Die Radfahrhäufigkeit prägt auch, welcher Radfahrtyp man ist/wird. In meinen Augen ist es viel zielführender das Fahren auf Radfahrstreifen oder im Mischverkehr als sichere Verkehrsvariante zu bewerben (das Haupthemmnis dürfte sein, dass man dies schlicht nicht gewöhnt ist, es nicht den "Regelfall" darstellt), als nach "neuen" Lösungen wie "protection" zu rufen, welche dann wieder neue Probleme schaffen (z.B. Führung an Kreuzungen).
Ich will dabei die Sache mit dem subjektiven Sicherheitsempfinden nicht herunterspielen. Wenn Leute durch Angst wirklich dauerhaft vom Radfahren abgehalten werden, dann muss man die Ursachen der Angst ernst nehmen und ggf. ändern. Den verängstigten objektiv zu predigen, dass es sicher sei, reicht nicht.
Aber es kann doch auch nicht sein, dass die "empfundene Sicherheit" den Maßstab vorgibt und man in der Konsequenz womöglich Anlagen baut, die real die objektive Sicherheit nicht nur nicht erhöhen, sondern womöglich gar senken. In erster Linie ist die Radverkehrsplanung für die Radfahrer da, und kein Instrument bisher weniger Radbegeisterte zu passionierten Radfahrern zu "erziehen".
von: hopi

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 28.02.19 06:02

In Antwort auf: derSammy
In Antwort auf: Querlenkerin
Interessant finde ich die (mit 60%) größte Gruppe der "interessierten und besorgten", zu der auch Kinder und ältere Menschen gehören. Wenn man dieser großen Gruppe keine sichere, separate Radinfrastruktur anbietet, glaube ich nicht, dass man die meisten Menschen zum Umstieg aufs Fahrrad im Alltag bewegen kann.

Dieses Mantra höre ich aus ADFC-Kreisen oft, bin mir aber nicht so ganz sicher, ob man da in die richtige Richtung prescht..
ich habe mal ganz bewusst diese beiden recht konträren Gesichtspunkte gegenüber gestellt. In einem früheren Beitrag hatte ich auch die Frage aufgeworfen, welche Zielrichtung denn das vom "Aufruch" geforderte Fahrradgesetz haben soll? So wie in den Niederlandn mit den vielen separaten Radwegen und auch den nicht seltenen Benutzungsverboten selbst innerörtlicher Straßen für Radfahrer? Öde wie sonst?
Wenn ich eine derartige Initiative insbesondere durch eine Untäerschrift unterstützen soll, möchte ich schon wissen, "wohin denn die Reise gehen soll"!

Meines Erachtens, ist es auch wenig zielführend, wenn im Rahmen solcher Diskussionen auf Schlagworte verkürzt wird. So wie beispielsweise "von London lernen, heißt siegen lernen" oder wenn ein Artikel über Radwege in Kopenhagen mal so einfach zur "Pflichtlektüre für Kommunalpolitiker" erklärt und dabei übergangen wird, dass zumindest in dem besagten Artikel die Separierung der Radwege besonders hervorgehoben wird. Ich finde, es sollte schon erkennbar sein, in welche Richtung die jeweiligen Diskussionsteilnehmer denn die Entwicklung des Fahrradverkehrs lenken möchten, auch wenn möglicherweise derartige Vorstellungen nicht mehrheitsfähig sein sollten.
von: Gegenwind

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 28.02.19 08:24

In Antwort auf: derSammy
[ In erster Linie ist die Radverkehrsplanung für die Radfahrer da, und kein Instrument bisher weniger Radbegeisterte zu passionierten Radfahrern zu "erziehen".


Genau so sehe ich das auch. Kann mir aber auch durchaus vorstellen, dass mit einem viel besserem Konzept auch unsichere Radler sicherer werden und mehr und mehr radeln.
Ich bin jetzt nicht ängstlich. Sehe mich selber als guter, routinierter, sicherer Zweiradfahrer. Aber es gibt wirklich Tage, da bin ich froh, wenn ich den Arbeitsweg gesund überstanden habe und lebend ankomme. Ich rede hier nicht von mal eben um die Ecke in Kleinkleckersdorf, sondern vom täglichen Wahnsinn in Europas größtem Ballungsraum, dem Ruhrgebiet. Veränderungen zu Gunsten der Sicherbeit aber auch der Nahverkehrsmobilität müssen hier als erstes geplant und umgesetzt werden. Und dann werden auch unsicherere Radler mehr fahrern, sicherer werden und hoffentlich noch mehr fahren. Und wenn das alles angenehm über die Bühne geht, dann wird auch der SUV-Panzer hoffentlich öfter stehen bleiben.
von: derSammy

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 28.02.19 21:17

Jupp, das stimmt schon. An den meisten Stellen geht das Hand in Hand - komfortabler und objektive sicherer für die aktuellen Radler und damit auch attraktiv für bisherige Nichtradler.

Ich halte nur wenig davon, wenn man Leute (vermeintlich "repräsentativ") befragt, was sie z.B. von Radfahrstreifen halten, ohne dass sie reale Erfahrungen damit haben. Oder wenn die bisherige Erfahrung sich auf kriminell untermaßige (Un-)Schutzstreifen bezieht.
Und wenn man diese Ergebnisse dann auch noch als Grundlage dafür her nimmt, groß nach "Protection" zu rufen.

Klar, das ist auch immer eine politische Sache. Für "Projekte" wie "protected bike lanes" kannst du eher Gelder und Aufmerksamkeit generieren als für stinknormale Fahrradstreifen in angemessener (und nicht Mindest-) Breite. Aber letzteres wäre doch schon mal eine gute Sache für den Alltag der Verkehrsplanung: Weg mit den schmalen Hochborddingern und komfortable, ausreichend breite und geradlinige (und damit für PkW klar nachvollziehbare) Radfahrstreifen auf der Fahrbahn. Gern in Kombination mit baulichen Veränderungen im Straßenraum, die PkWs etwas einbremsen.
von: Uli

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 23.04.19 11:48

Komisch, dass es noch niemand gepostet hat: Die Unterschriftensammlung war erfolgreich, die erforderliche Stimmenzahl wurde erreicht. Das genaue Ergebnis wird bei der Übergabe im Juni verkündet.
Gruß
Uli
von: Andreas

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 23.04.19 12:51

Hallo Uli,

wie geht es jetzt weiter?

Grüße
Andreas
von: Uli

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 23.04.19 16:47

1.Juni: RADKOMM #in Köln: Feierliche Verkündung Anzahl der gesammelten Stimmen
2.Juni: AUFBRUCH FAHRRAD STERNFAHRT NRW: Übergabe der Unterschriften vor dem Landtag


Der Landtag NRW muss sich dann mit folgenden Forderungen beschäftigen, die in einem Fahrradgesetz NRW verankert werden sollen:

1. Mehr Verkehrssicherheit auf Straßen und Radwegen
2. NRW wirbt für mehr Radverkehr
3. 1000 Kilometer Radschnellwege für den Pendelverkehr bis 2025
4. 300 Kilometer überregionale Radwege pro Jahr
5. Ausbau von Fahrradstraßen und Radinfrastruktur in den Kommunen
6. Mehr Fahrrad-Expertise in Ministerien und Behörden
7. Kostenlose Mitnahme von Fahrrädern im Nahverkehr
8. Schaffung von 1 Mio Fahrradabstellplätze im öffentlichen Raum bis 2025
9. Finanzielle Förderung von Lastenrädern

Detailliertere Infos unter https://www.aufbruch-fahrrad.de/
von: Querlenkerin

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 24.04.19 23:00

Der erste Kick ;-)

------------------------------------------

Prominente Unterstützer für Aufbruch Fahrrad sind:

Eckart von Hirschhausen

Amin Maiwald (der von der Sendung mit der Maus

Günter Wallraff

Jürgen Becker


von: Querlenkerin

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 24.04.19 23:04

In Antwort auf: Uli
1.Juni: RADKOMM #in Köln: Feierliche Verkündung Anzahl der gesammelten Stimmen


Das findet im Rahmen des Fahrradkongress statt. Details und Anmeldung:
https://www.radkomm.de/

Am Nachmittag finden einige Workshops statt.
von: Querlenkerin

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 24.04.19 23:05

In Antwort auf: Uli

2.Juni: AUFBRUCH FAHRRAD STERNFAHRT NRW: Übergabe der Unterschriften vor dem Landtag

Weitere Infos mit Route und Zubringern gibt es über diesen Link:
http://adfc-sternfahrt.org/
von: Querlenkerin

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 26.04.19 08:25

Wer noch gesammelte Unterschriftenlisten hat oder selber noch unterschreiben möchte, bedenke bitte, die Listen bis nächste Woche an Aufbruch Fahrrad zu schicken, denn die Unterschriften müssen von den Ämtern noch bestätigt werden.

Danke
von: Juergen

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 26.04.19 08:37

In Antwort auf: Querlenkerin
.............. denn die Unterschriften müssen von den Ämtern noch bestätigt werden.

Danke
Darf man fragen, welche Ämter welche Listen prüfen?
Also prüft ein Amt aus Neuss die Listen aus Grevenbroich oder Köln? Mit welchen Datensätzen werden die Daten auf den Unterschriftenlisten abgeglichen?

Die Antwort interessiert mich tatsächlich.
von: hopi

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 26.04.19 09:47

In Antwort auf: Juergen
In Antwort auf: Querlenkerin
.............. denn die Unterschriften müssen von den Ämtern noch bestätigt werden.
Darf man fragen, welche Ämter welche Listen prüfen?
Also prüft ein Amt aus Neuss die Listen aus Grevenbroich oder Köln? Mit welchen Datensätzen werden die Daten auf den Unterschriftenlisten abgeglichen?

Die Antwort interessiert mich tatsächlich.
das ist ja immer die "etwas problematische Seite" aller Unterschriftsaktionen dieser oder ähnlicher Art. Letztlich kann doch nur geprüft werden, ob zu den in den Unterschriftslisten aufgeführten Personen entsprechende Einträge in behördlichen Melderegistern bestehen. Ob die Einträge tatsächlich von den genannten Personen stammen bzw. von diesen selbst vorgenommen wurden, ist damit nicht zweifelsfrei nachweisbar sondern kann bestenfalls nur als plausibel bzw. glaubwürdig bewertet werden.
von: Querlenkerin

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 26.04.19 19:35

Hallo Jürgen,

die Ämter der jeweiligen Gemeinde überprüfen das Stimmrecht.
D.h. die Verwaltung der Stadt Neuss prüft nur die Daten der Personen, die mit Hauptwohnsitz in der Stadt Neuss gemeldet sind. Die Daten der Grevenbroicher werden von der Stadt Grevenbroich geprüft.
Die Gemeinde bestätigt das Stimmrecht und vermerkt das dann mit einem Stempel in der letzten Spalte "Bemerkungen" der Liste

Unterschriftenbogen von Aufbruch Fahrrad
Sammelunterschriftbogen nach dem Gesetz

Wenn eine Unterschrift nicht stimmberechtig ist, wird das auch vermerkt.
von: Querlenkerin

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 26.04.19 19:42

Die Durchführung einer Volksinitiative in NRW ist gesetzlich geregelt.

Informationen über den Ablauf findet man hier .

Die Gestzlichen Grundlagen sind hier .
von: Querlenkerin

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 26.04.19 20:28

In Antwort auf: Querlenkerin

D.h. die Verwaltung der Stadt Neuss prüft nur die Daten der Personen, die mit Hauptwohnsitz in der Stadt Neuss gemeldet sind. Die Daten der Grevenbroicher werden von der Stadt Grevenbroich geprüft.


Kurze Bemerkung dazu: In NRW gibt es 396 Gemeinden schmunzel
von: hopi

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 26.04.19 22:08

In Antwort auf: Querlenkerin
Die Durchführung einer Volksinitiative in NRW ist gesetzlich geregelt.
das habe ich auch nicht in Zweifel gezogen. Es ändert aber nichts daran, dass die Behörden nur prüfen können, ob die in den Unterschriftslisten aufgeführten Personen in den einschlägigen Meldleregistern enthalten sind.
von: Svenja Ainhoa

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 05.05.19 14:45

Übrigens: es kann noch bis zum 15.05 weitergesammelt werden. Solange es "kommunenreine" Bögen sind, klappt es dann der Erfahrung nach noch mit der Prüfung. Endspurt!! schmunzel
von: Velocio

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 12.05.19 20:25

Hallo,

sehe die Aktion leider erst jetzt. Bis wann müssten die Unterschriften denn wo sein?

Wir hatten hier auch schon mal diskutiert, wie man die die Bedingungen für Radfahrer verbessern könnte: Fahrradfreundlicher - Änderung der StVO

1. Radfahrer dürfen immer gegen Einbahnstraßen fahren schmunzel , es sei denn es ist untersagt. Sollte auch weniger gefährlich sein als Radfahren gegen die Einbahnstraßen ausnahmsweise zuzulassen, da Autofahrer immer mit Gegenverkehr rechnen müssen.

2. Radfahrer müssen keine Radwege benutzen schmunzel , da zu gefährlich. Radfahrer werden auf Radwegen oft von überforderten Autofahrern übersehen. Radwege auf der Fahrbahn sollen am ungefährlichsten sein, da Autofahrer Radfahrer als normale Verkehrsteilnehmer wahrnehmen können. Vom Autoverkehr völlig getrennte Radwege sind natürlich am besten, auch da man da auch weniger der lebende Partikelfilter ist.

3. Radfahrer dürfen, unter Beachtung der Vorfahrt anderer, bei Rot über die Ampel fahren schmunzel , es sei denn es ist untersagt. Ampel sind, wenn überhaupt, auf die Bedürfnisse der Autofahrer geschaltet (Grüne Welle). Einigermaßen flott voran kommt man als Radfahrer oft nur, wenn man bei Rot fährt. Die Erfahrung spricht dafür, dass vorsichtig bei Rot fahren niemanden gefährdet.

Interessant ist in dem Zusammenhang auch die Gelb-Pfeil-Regelung in Frankreich, wonach es erlaubt wäre unter Beachtung der Vorfahrt anderer Verkehrsteilnehmer über rote Ampeln zu fahren.

Als 4. Punkt würde ich noch aufnehmen, dass Radfahrer in Fußgängerzonen immer vorsichtig fahren dürfen, es sei denn es ist zu voll.

Vielleicht könnt ihr die Anregungen ja noch irgendwie unterbringen.

Grüße Vélocio
von: Wuppi

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 12.05.19 20:32

In Antwort auf: Velocio
Bis wann müssten die Unterschriften denn wo sein?

bis zum 15. Mai https://www.aufbruch-fahrrad.de/

Gruß Rolf
von: Querlenkerin

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 12.05.19 23:16

Bei Unterschriften-Listen, die später eingehen, wird es schwierig, die noch von den Ämtern bestätigen zu lassen;
ABER nichtsdestotrotz: falls Ihr noch später Listen habt, schickt bitte alles an die Radkomm!
von: Uli

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 05.06.19 12:16

In Antwort auf: Uli
Die Unterschriftensammlung war erfolgreich, die erforderliche Stimmenzahl wurde erreicht. Das genaue Ergebnis wird bei der Übergabe im Juni verkündet.

Es kamen 206.687 Unterschriften zusammen. Alle weiteren Infos unter https://www.aufbruch-fahrrad.de/
Gruß
Uli
von: Querlenkerin

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 05.06.19 21:30

Umweltministerin Ursula Heinen-Esser im Bühneninterview auf der Wiese vor dem Düsseldorfer Landtag


Übergabe der Unterschriften
von: Querlenkerin

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 15.06.19 23:55

In Antwort auf: Querlenkerin
In Antwort auf: Uli
1.Juni: RADKOMM #in Köln: Feierliche Verkündung Anzahl der gesammelten Stimmen


Das findet im Rahmen des Fahrradkongress statt.


Auf der Radkomm#5 gab es einen -wie ich finde - interessanten Vortrag(*) des Städteplaners und Experten für urbane Mobilität Mikael Colville-Andersen, der jetzt auf youtube verfügbar ist.

(*)Dauer: 1 Stunde, auf Englisch; die Tonqualität ist am Anfang etwas schlecht, wird aber nach 5,5 Minuten besser.
von: Uwe Radholz

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 18.06.19 22:32

In Antwort auf: Querlenkerin
In Antwort auf: Querlenkerin
In Antwort auf: Uli
1.Juni: RADKOMM #in Köln: Feierliche Verkündung Anzahl der gesammelten Stimmen


Das findet im Rahmen des Fahrradkongress statt.


Auf der Radkomm#5 gab es einen -wie ich finde - interessanten Vortrag(*) des Städteplaners und Experten für urbane Mobilität Mikael Colville-Andersen, der jetzt auf youtube verfügbar ist.

(*)Dauer: 1 Stunde, auf Englisch; die Tonqualität ist am Anfang etwas schlecht, wird aber nach 5,5 Minuten besser.


Wenn ich grad ergänzen darf: Für die weniger sprachbegabten Forumistos ist er, ob wohl er verdammt schnell spricht, trotzdem gut zu verstehen. Selbst für mich als evidenten Sprachidioten.

Das Beispiel stand schon mal in einem Artikel, der hier im Forum verlinkt war: Kopenhagen hat in den letzten 10 Jahren 285 Millionen Euro für die Verbesserung des Radverkehrs ausgegeben. Ein Haufen Geld, sagt er. Und ziemlich die gleiche Summe kostete sie ein Stück Autobahn von 3 Kilometer Länge im Norden der Stadt.
Vor dieser Wahl steht heute jede Stadt, sagt er. Du kannst 3 Kilometer Autobahn haben oder eine vollständig radfreundliche Stadt. Und, sagt er dem Publikum, es ist euer Steuergeld.


Eigentlich läuft es falsch herum. Der ADAC hätte so eine Unterschriftensammlung machen müssen: Bitte nehmt unseren Autos nicht noch mehr Platz weg, macht es nicht noch teurer, lasst uns nicht noch langsamer fahren.

Das wird feierlich übergeben und eine Prüfung zugesagt. Also mindestens bis 2021 und dann mal sehen.

Und nun zurück in die raue Wirklichkeit:

Wir bekommen mehr achtspurige Autobahnen