Re: Campingpreise

von: Holger

Re: Campingpreise - 10.09.22 20:33

Ich hänge mich mal hier dran, mit meinen aktuellen Erfahrungen aus Frankreich. Loire und ein kleines Stück Atlantikküste, zwischen Loire-Mündung und La Rochelle.

Wohnmobile: Jede Menge unterwegs - aber gefühlt war das in Frankreich schon immer so. Und es sind fast ausschließlich Franzosen. Am zweithäufigsten, mit riesigem Abstand: Italiener. Dann Deutsche. Ich habe auch eine Reihe dieser Wohnmobilstellplätze gesehen, meist kosteten die was. So richtig störend fand ich die nicht, und man hatte sogar etwas Platz zwischen den Wohnmobilen.

Wohnwagen: Weniger häufig, kann auch daran liegen, dass die Ferien sich dem Ende entgegen neigten oder schon zu Ende waren, wie in fast ganz Deutschland. Auch hier überwiegend Franzosen, an Platz zwei Niederländer.

Campingplätze: Sehr, sehr unterschiedlich je nach Region. An der Loire oft recht große Plätze, aber einfach. Manchmal sogar Wiese ohne Parzellierung. Meist sehr große Parzellen, meist konnte ich einfach dorthin, wo frei war. Hüufig mit Service für Radreisende, seien es Aufenthaltsräume mit Kühlschränken, seien es Möglichkeiten, Akkus zu laden. Preislich zwischen 10 und 15 Euro. Ausreißer: Der recht einfach Camping Municipal ganz am Ender der Île de Noirmoutier kostete 20 EUR. Habe ein bisschen gezuckt und hätte fast gesagt, dass ich nur eine Nacht bleiben wollte. Der Campingplatz war aber superschön, die Lage großartig. Der günstigste war am Atlantik, St. Brévin, an der Loiremündung. Da habe ich 8 EUR bezahlt. Ein sehr kleiner Campingplatz in einem Ferienort. Direkter Strandzugang. Der Großteil der Plätze belegt von Mobilhomes, einige für Wohnwagen und Wohnmobile vorgesehen, ein Stellplatz war reserviert für Radreisende. In dieser Nacht standen da drei Zelte.

An der Atlantikküste - zwischen Loire und La Rochelle - fuhr ich entlang unzähliger vier-fünf-Sterne-Campingfabriken mit Badelandschaft etc. Die Küste war auch sonst nicht so richtig toll, ziemlich flach. Ich habe da einmal auf einem skurrilen Campingplatz ein paar Kilometer landeinwärts übernachtet - da hatte ich über booking.com ein Mobilehome gebucht, weil Gewitter vorhergesagt waren für die Nacht. Der war sehr klein, zwischen Feldern gelegen und wurde hauptsächlich von Montagearbeitern o. ä. genutzt. Aber ein sehr, sehr netter Campingplatzwart. Nur die angekündigte Verpflegung gab es dort nicht, im "Büro" hatte er eine "Epicerie", in der es eine Dose Bohnen zu kaufen gab und etwas Zahnpaste schmunzel