Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW

von: Gegenwind

Re: Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" NRW - 26.02.19 15:56

Sehr interessant, was in Groningen innerhalb von wenigen Jahren auf die Beine gestellt wurde.
Schön anzusehen, in Deutschland nie durchführbar, leider. Selbst in Hinblick auf Klimawandel, Feinstaub und Dieselverseuchung ist so gut wie niemand bereit etwas zu ändern. Die kleinen werden weiterhin in die Kita oder zur Schule mit dem (Diesel)SUV-Panzer gekarrt, selber fährt man trotz Dauerstau (A40 im Ruhrgebiet) mit dem Auto zur Arbeit ohne Aussicht auf einen Parkplatz und mit dem Wissen, dass es mit Rad, Öffis und zu Fuß (oder wie ich, mit allem davon) besser ginge.Man machts aber trotzdem nicht, weil man nicht eingestehen möchte, dass es eine Schnapsidee war eine 2,4tdi xyz SUV- Ding mit 225 ps zu kaufen.
Deutschland ist und bleibt ein Autoland. Radfahrer und Individualisten werde belächelt. Eigentlich will man sie nicht. Äußert man den Wunsch sich ein Lastenrad anzuschaffen statt ein neues Auto, so bekommt man hier direkt einen Vogel gezeigt und einen Anhänger am Rad zieht auch nur die soziale Randgruppe hinter sich her aus vieler Leute Sicht.
Egal ob mehr Fahrradstraßen Radwege oder den angepriesenenen RS1, da wird nichts weltveränderndes kommen. In meiner Heimatstadt gibt man lieber tausende Euro aus um Anwohnern das Parken vor dem Haus angenehmer zu gestalten aber eine Machbarkeitsstudie zum Radschnellweg wird abgelehnt (SPD).
Ein Vergleich mit den Niederländern ist jetzt auch nicht wirklich fair, unsere Nachbarn sind einfach viel weiter. So ist das nunmal, und das schon sehr lange.
Freuen wir uns über einfach mit wenn wieder ein Kilometer Radschnellweg mit großem Täterätää in der Presse von den Damen und Herren Politiker öffentlichkeitswirksam eingeweiht wird und nutzen es für unsere Zwecke.