"Luxusartikel" auf Radreise

von: Tomski

"Luxusartikel" auf Radreise - 26.08.20 08:17

Hallo,
ich wollte mal hören was Ihr von verschiedenen "Luxusartikeln" auf Radreise haltet.

Kleidung aus Merinowolle - kostet ein kleines Vermögen, scheint aber sehr gut zu sein. Habt ihr damit Erfahrungen und könnt es empfehlen?

Tacho/GPS-Gerät - was benutzt ihr hier und welche Funktionen sind euch wichtig? Geschwindigkeit, Temperatur, gefahrene Kilometer, Meter über dem Meer. Viel mehr bräuchte ich wohl nicht.

Stirnlampe statt einer normalen Taschenlampe. Für das Aufbauen des Zeltes im Dunkeln sicher nett. Notwendig oder überflüssig?

Biologisch komplett abbaubares Waschmittel für Körper, Kleidung und Kochutensilien. Ich möchte so viele Nächte wie möglich draußen verbringen und auch Campingplätze nur im Zweifel ansteuern. Geld sparen zum Einen, die Stille und Abgeschiedenheit der Natur zum Anderen.

Fahrradbrille. Besser als eine normale Sonnenbrille bzw. gar keine Brille bei der Fahrt?

Spiegel am Rad. Für die Länder mit "unübersichtlichem Verkehr" sinnvoll oder eher eine Behinderung und seltsam? In manchen Blogs lese ich davon, aber in Deutschland sehe ich es nur bei Rentnern lach

Manche Dinge hiervon gefallen mir ziemlich gut (Stirnlampe, Merinowolle), andere machen mich noch sehr skeptisch (Spiegel, Brille), deshalb würde mich Eure Meinung sehr freuen.
von: Patrick87

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 26.08.20 08:26



Merinowolle:
Hab ich noch keine Erfahrung mit. Bislang bin ich mit billigen Radhosen und Trikots/Funktionsshirts aus dem Sale gut klargekommen

Tacho/GPS: Bislang ganz normales Sigma Tacho und komoot auf dem Handy. Für nächstes Jahr steht aber ein Garmin Edge o.ä. auf der Wunschliste

Ganz klar Stirnlampe. Kostet nicht viel und ist viel praktischer - z.B. wenn man nachts im Zelt etwas sucht oder im Dunkeln etwas reparieren muss.

Waschmittel: Nehme Haarshampoo, wasche aber auch nur auf dem Campingplatz.

Definitiv Fahrradbrille, die ist gekrümmter und es kommt seitlich weniger Wind ans Auge. Außerdem sollte man "Steinschläge" im Auge nicht unterschätzen. Auch ne Mücke/Fliege, die ins Auge kommt, kann schon schaden anrichten.

Spiegel: hab ich nicht.
von: Michael B.

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 26.08.20 08:31

alles Geschmacksache.

Spiegel zähle ich bei mir zur Sicherheitsausstattung.
von: Martina

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 26.08.20 08:32

Zitat:
Manche Dinge hiervon gefallen mir ziemlich gut (Stirnlampe, Merinowolle), andere machen mich noch sehr skeptisch (Spiegel, Brille), deshalb würde mich Eure Meinung sehr freuen.


Ich dagegen finde Kleidung aus Wolle unerträglich auf der Haut, halte aber einen kleinen Spiegel am Rad (nämlich den da der ist so klein, dass er gar nicht auffällt und geht daher auch bei Nichtrentnern zwinker ) für unverzichtbar und eine spezielle Radbrille für eine durchaus angenehme Erfindung (bin generell Brillenträgerin).

Was ich damit sagen will: wie bei so vielen Dingen gibt es kein richtig oder falsch, sondern nur rechtsrum und linksrum. Es ist daher auch völlig egal, ob ich einen Spiegel gut bzw. wichtig finde, entscheidend ist, ob du ihn möchtest oder brauchst. Und das ist ja auch keine Entscheidung fürs Leben, an die du ein für allemal gebunden bist. Du kannst wahrscheinlich die allermeisten Dinge unterwegs ergänzen oder auch wieder hergeben. Mach dir um solche Details keinen allzu großen Kopf.
von: Avante

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 26.08.20 08:38

Merino, hat sich für mich bewährt und hab keine anderen Shirts mehr an unterwegs, schon gar nicht enge bunte Synthetik Radkleidung. Decathlon hat sehr brauchbare Shirts.
GPS/Telefon, ja sicher. Kommt auch drauf an, wo du unterwegs bist.
Stirnlampe. Schon mal gekocht und anschließend gegessen mit ner Taschenlampe in einer Hand?
Fahrradbrille, wie fährst du hier denn Rad? Brillenträger?
Spiegel, klaro. Wirst bald merken, wie angenehm und sicherer es ist zu wissen, was gerade von hinten ankommt. Musst ja keinen Elektromofaspiegel nehmen.
Ansonsten, probiers halt mal aus, was für dich passt. Du solltest echt erst hier ein paar Erfahrungen sammeln und mal ein paar Tage am Stück raus mit Rad & Ausrüstung, dann beantworten sich denke ich viele Fragen von alleine...
von: Margit

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 26.08.20 08:41

In Antwort auf: Martina
halte aber einen kleinen Spiegel am Rad (nämlich den da der ist so klein, dass er gar nicht auffällt und geht daher auch bei Nichtrentnern zwinker ) für unverzichtbar
lach Nichtrentner sind meist jung und der Schulterblick ist für sie kein Problem. Allerdings frage ich mich, weshalb es Autos und Motorräder nur mit Rückspiegel gibt verwirrt
von: Friedrich

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 26.08.20 08:44

Das was du als Luxusartikel bezeichnest ist bei anderen Standardausrüstung - selbst bei Zeitgenossen die noch nicht Rentner sind grins.
von: Uli

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 26.08.20 09:02

Luxus wird als außerordentlich teurer und nur Genuss und Vergnügen dienender Aufwand definiert. Das sehe ich und vermutlich viele andere bei einigen erwähnten Dingen anders, da diese für sie wirklich sinnstiftend und nicht "just-for-fun" sind. Für mich sind es die von dir "angezweifelten" Brille und Spiegel.
Gruß
Uli
von: irg

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 26.08.20 09:04

Hallo!
Luxus würde ich anders als du definieren. Spiegel z.B. habe ich nur am Liegerad, dort brauche ich ihn aber. Stirnlampe nehme ich fast nie mit, ich kann aber, wenn notwendig, die Radlampe auch im Mund halten.

So geht es mit vielen Dingen. Neben uns am Campingplatz sitzt ein Tourenradler, der ist in meinen Augen wirklich luxuriös unterwegs, mit Hocker, Klapptisch und großem Zelt. Aber vielleicht muss er einfach mehr auf sein Rückgrat auf passen wiei ich.

So relativiert sich einiges.

Lg!
georg
von: Wegekuckuck

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 26.08.20 09:33

In Antwort auf: Tomski

Manche Dinge hiervon gefallen mir ziemlich gut (Stirnlampe, Merinowolle), andere machen mich noch sehr skeptisch (Spiegel, Brille), deshalb würde mich Eure Meinung sehr freuen.


Moin
Dann wirst du mit dem Fahrradfahren aufhören müssen, sobald du zum Brillenträger wirst. Ich nehme meine Brille lieber mit. Wie soll ich sonst die Treppen bewältigen? Auch Tacho, GPS oder Telefon werden dann zum unötigen Balast. schmunzel
von: Avante

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 26.08.20 09:34

Naja, ein Spiegel zeigt einem noch noch einiges mehr in weiterer Entfernung, als ein Schulterblick. Und permanent den Kopf drehen, nur um zu schauen, ob und was da hinter einem so ankommt? Du fährst nicht Auto deiner Frage nach nach den Rückspiegeln?
von: Martina

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 26.08.20 09:37

In Antwort auf: Wegekuckuck
radfahren aufhören müssen, sobald du zum Brillenträger wirst. Ich nehme meine Brille lieber mit.


Naja fairerweise muss man zugeben, dass er nicht die Brille an sich, sondern die spezielle Fahrradbrille angezweifelt hat. Da ist er durchaus in bester Gesellschaft auch von Vielfahrern.
von: Patrick87

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 26.08.20 09:45

In Antwort auf: irg

So geht es mit vielen Dingen. Neben uns am Campingplatz sitzt ein Tourenradler, der ist in meinen Augen wirklich luxuriös unterwegs, mit Hocker, Klapptisch und großem Zelt. Aber vielleicht muss er einfach mehr auf sein Rückgrat auf passen wiei ich.


Das könnte ich sein grins Bin aber gerade nicht auf Tour cool
von: farnotfast

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 26.08.20 10:34

Mit Kleidung aus Merinowolle habe ich keine Erfahrung, im Baumwollshirt wollte ich aber nicht wieder fahren. Ich habe "normale" Funkktionshirts. Das der Schweiss schnell auf die Aussenseite transportiert wird und wegkondensieren kann, führt für mich zu einem deutlichen Komfortgewinn. Dazu trocknen die Teile auch sehr schnell.

Einen Tacho nutze ich nicht. Ich bin im Urlaub, mein Leben wird im restlichen Jahr und auch sonst mehr als genug in irgendwelchen Zahlen festgehalten, dass muss ich mir nicht auch noch selbst geben. Als GPS-Gerät nutze ich mein Smartphone in Kombination mit einem Forumslader.

Auf jeden Fall ziehe ich eine Stirnlampe einer Taschenlampe vor. Es ist ein riesen Vorteil, beide Hände zur Verfügung zu haben. Meine Stirnlampe ist eine relativ günstige von decathlon, die neben Rotlicht mehrere Helligkeitsstufen hat. Aufladbar per USB-Anschluß, auch wieder über den Forumslader.

Wenn Du dich draußen ums Waschen von was auch immer kümmern willst, führt kein Weg um 100% abbaubares Waschmittel herum.

Seit zwei Jahren habe ich einen Spiegel am Rad. Das ist sicher mit Abstand eine meiner uncoolsten Anschaffungen, da hast Du recht. Gleichzeitig und mit noch größerem Abstand war es aber auch die beste seit langem. Ich kann das wirklich nur jedem empfehlen.
von: Sickgirl

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 26.08.20 13:35

Ich fahre ganz entspannt und schaue nur nach hinten wenn ich die Spurwechseln will oder sonstige abrupte Fahrmanöver vor habe

Habe nicht soviel Angst was hinter mir kommt
von: Avante

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 26.08.20 13:39

Hat jetzt auch mal gar nichts mit Angst zu tun, es ist sehr hilfreich, wenn man wo abbiegen will und vorab schon weiß, ob was kommt, was man nicht immer hört. Mit nem Schulterblick erfasst du bestimmt nichts, was 100m hinter dir auf deiner Spur lang kommt...
von: Sickgirl

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 26.08.20 13:45

Ich bin Gottseidank noch so beweglich das ich mich soweit umdrehen kann um weit genug nach hinten zu schauen.

Ist wahrscheinlich ein noch besserer Überblick wie in so kleinen Spiegeln
von: Deul

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 26.08.20 13:49

Man schaut mit Spiegel öfter mal nach hinten, von daher weiss ich jeden falls besser was hinter mir los ist.
von: martinbp

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 26.08.20 13:51

Mein Luxusartikel ist ein Klapphocker. Auch wenn es auf gefühlt zwei Drittel der Campingplätze heutzutage auch Bänke gibt, auf dem anderen Drittel für mich sehr wichtig. Das war vor 10 Jahren noch anders, da saß ich auch auf dem Boden bequem.

Spiegel ist ein Muss. Oft kann man schon beim Heranfahren eines Autos ahne, wie der Stil ist: Wird es knapp überholen oder hält es Abstand.
Auf Landstraßen gucke ich in den Spiegel, wenn Gegenverkehr kommt, vor allem LKW - denn dann können die Autos oft nur gefährdenderweise überholen und machen das auch. Da fahre ich zu meiner Sicherheit auch schon mal auf den unbefestigten Seitenstreifen und konnte vorher meine Geschwindigkeit reduzieren
von: Velomade

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 26.08.20 13:54

Was sagte einst ein Tourenradler in Bezug auf einen Spiegel am Fahrrad: ich will gar nicht wissen was hinter mir los ist, ich würde sonst verrückt werden!

Bernd
von: Avante

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 26.08.20 13:54

Ja dann mach das doch so... Du wirst nachvollziehen können, schnell mal einen Blick in einen guten Spiegel ist sicherer, als permanent den Kopf nach hinten zu drehen und die Straße ausm Blick zu lassen. Schon mal mit Spiegel gefahren? Ich meine nicht so einen kleinen Mist wie den Spy von Zefal, eher den D&D. Aber selbst den finde ich am Rennrad noch besser als gar keinen...
von: macbookmatthes

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 26.08.20 14:11

Luxus,

ist etwas dass man nicht zum Überleben braucht, ohne dass man aber nicht leben kann. grins

Wird bei jedem etwas völlig anderes sein.
Bei mir:

-Campingkissen
-Oakley MFrame Brille
-Helinox Stühle
-Trangia Teekessel
-Ortlieb Waschschüssel

Die anderen von dir genannten Dinge sind eher Notwendigkeiten. Wird aber auch jeder anders sehen.
von: Sickgirl

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 26.08.20 14:37

Also ich muss nicht ständig wissen was hinter mir los ist. Ich fahre meine Spur und gut ist
von: Sickgirl

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 26.08.20 14:39

Nochmals ich fahre meine Spur, warum muss ich dann wissen was hinter mir los ist. Ich wurde die letzten 45 Jahre deswegen noch nicht über den Haufen gefahren und ich denke ich werde auch so die letzten Jahre die noch vor mir liegen so fahren können solange ich noch beweglich für nach hinten zu schauen bin
von: HeinzH.

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 26.08.20 14:54

In Antwort auf: Sickgirl
Also ich muss nicht ständig wissen was hinter mir los ist. Ich fahre meine Spur und gut ist
Wer allerdings auf längeren Touren zusammen mit seiner oder seinem Liebsten unterwegs ist und jeweils gerade vorn fährt wird wissen wollen, ob der Abstand konstant ist, die eigene Geschwindigkeit also o.k. ist.
Bis denne,
HeinzH.
von: Gerhardt

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 26.08.20 15:06

Der Begriff "Luxus" ist unglücklich, den Luxus haben nur die anderen.

Ich trage Unterhemden aus Merino und bin damit zufrieden. Auf meinen Reisen komme ich mit zwei Hemden aus, wobei nach zwei bis drei Tagen waschen angesagt ist. Oft ist das Hemd am nächsten Tag trocken. Nun sind 70 Euro für ein Hemd kein Schnäppchen. Verglichen mit einem Trikot aus Plaste ist es nicht teuer

Am Tacho ist die Uhrzeit die mir wichtigste Funktion.

Ein Spiegel am Rad erscheint mir wichtig. Bisher habe ich keinen: das Rad kippt und der Spiegel ist beschädigt.
Gruß, Gerd
von: radlsocke

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 26.08.20 15:10

Mein Luxusartikel auf längeren Radreisen ist ein Baumwoll-T-Shirt. Das trocknet zu schlecht und fängt zu schnell an zu müffeln, daher trage ich sonst Merino, was auch noch im nassen Zustand ein bisschen wärmt. Letzteres hat auch den Vorteil, dass man, im Gegensatz zu bunten Synthetik-Klamotten, nach normalem Alltag aussieht.

Da Du eine längere Reise vorhast, empfehle ich anstatt Smartphone eher ein outdoor-Navi, das ist wasser- und stoßfest und hält längere Zeit durch ohne nachladen zu müssen. Nimm eins mit normalen Akkus (Eneloops bspw.), notfalls kannst Du dann auch reguläre Batterien verwenden. Smartphone als Backup und für alles andere. Das Navi loggt mit, wo Du entlang fährst und rechnet Dir alternative Routen aus, wenn Du nicht weiterkommst.

Mein zweiter Topf ist für viele wahrscheinlich auch Luxus, aber ich möchte immer einen sauberen Topf für Teewasser haben. schmunzel Immerhin ist ein Topf multifunktionaler als eine Kanne, denn ich kann darin auch Nudeln (= in Wasser) kochen.

Wenn ich sehr luxuriös unterwegs sein möchte, nehme ich die Aeropress Go mit (als Steigerung dazu inkl. Aergrind grins).

Ein biologisch komplett abbaubares Waschmittel zu nutzen finde ich selbstverständlich.

Die Stirnlampe sollte helles Licht ermöglichen, denn: Wenn man Licht braucht, dann meistens viel davon.

Ansonsten schließe ich mich der Meinung an, erstmal ein paar Touren zu machen, dann findest Du raus, was Du brauchst, was angenehm ist und was Du weglassen könntest.
von: Friedrich

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 26.08.20 15:16

In Antwort auf: Sickgirl
Ich fahre meine Spur und gut ist

Ich meine das tut hier jeder grins - bei dem chaotischen Verkehr in manchen Großstädten dieser Welt ist ein Spiegel dabei ein nützliches Accessoir - und ist auch gut.
von: Sickgirl

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 26.08.20 15:19

Als Einzelfahrerin trifft mich das nicht so, und in der Rennradgruppe: wenn man das keuchen nicht mehr hört ist man wohl zu schnell
von: Sickgirl

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 26.08.20 15:20

Also habe ihn noch nie vermisst, und da ich prinzipiell keine Ständer am Rad habe würde er bei mir auch nur ein sehr kurze Lebensdauer haben
von: Keine Ahnung

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 26.08.20 15:24

Kleidung aus Merinowolle:
Ich nutze auf Radreisen ausschließlich T-Shirts aus Merinowolle, die ich bei Decathlon kaufe. Sie halten einige Jahre, bekommen dann aber leicht Löcher, da sie durch das viele Waschen irgendwann recht dünn werden. Ich komme mit der Wolle auf der Haut gut zurecht und als "starker Verdunster" erspare ich mir und den Mitmenschen unangenehmen Schweißgeruch. Die T-Shirts trocknen schnell, so dass ich sie abends auch waschen kann, wenn ich sie dann im Trocknen aufhängen kann. Bei heißem Wetter trocknen die aber auch sehr schnell am Körper.

Tacho/GPS-Gerät:
Ein Tacho verwende ich gar nicht mehr. Ich habe ein Garmin GPSMap 62s, mit dem ich navigiere, den Track aufzeichne und mir auch gefahrene Kilometer, Kilometer bis zum Ziel, Geschwindigkeit und Höhe anzeigen lasse. Mit einem Tastendruck kann ich auch das Höhenprofil betrachten. Mehr brauche ich nicht.

Stirnlampe:
Auf jeden Fall sinnvoll, wenn man zelten will, insbesondere, wenn man nicht auf Campingplätzen übernachtet. Man hat die Hände frei ...

Biologisch komplett abbaubares Waschmittel:
Wenn man wild zeltet, ist das sicherlich eine umweltfreundliche Sache!

Fahrradbrille:
Für meine Dioptrienwerte keine echte Option. Meine Lösung ist ein Helm mit Visier ...

Spiegel:
Früher nie und nun nicht mehr ohne. Gerade in dicht befahrenen städtischen Gebieten ist das Überwachen des Geschehens hinter einem, ohne den Kopf drehen zu müssen und dadurch kurzzeitig das Geschehen vorne aus dem Blick zu verlieren, sehr nützlich.

Da gerade auch angesprochen - Ständer:
Für mich ein Muss! Am Crossbike habe ich keinen und da finde ich es schon lästig, mein Fahrrad ab und zu "ablegen" zu müssen. Beim Reiserad möchte ich das Fahrrad aber keinesfall auf den Boden legen müssen, insbesondere wenn es z. B. gerade geregnet hat und alles schön matschig ist. Es gibt immer wieder Situationen, wo ein Anlehnen an einen Baum oder eine Wand nicht möglich ist.

Das sind für mich alles keine "Luxusartikel"! Für mich wäre ein Luxusartikel z. B. ein Campingstuhl oder Ähnliches.
von: Deul

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 26.08.20 15:24

Deswegen trage ich ihn auf der Brille, das ist der ruhigste Platz am Rad, da klappt auch bei Kopfsteinpflaster hessischer Qualität.
von: Friedrich

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 26.08.20 15:26

Es gibt einklappbare Modelle die auch ohne Ständer durch's Leben kommen grins.
von: Juergen

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 26.08.20 15:33

In Antwort auf: Keine Ahnung
Das sind für mich alles keine "Luxusartikel"! Für mich wäre ein Luxusartikel z. B. ein Campingstuhl oder Ähnliches.
Ein ordentliches Reiserad ist ein Luxusartikel und eine Radreise ist purer Luxus.
von: Martina

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 26.08.20 15:33

Das finde ich wiederum total nervig. Aber das sind alles keine Themen, über die man streiten müsste.
von: Keine Ahnung

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 26.08.20 15:39

In Antwort auf: Juergen
In Antwort auf: Keine Ahnung
Das sind für mich alles keine "Luxusartikel"! Für mich wäre ein Luxusartikel z. B. ein Campingstuhl oder Ähnliches.
Ein ordentliches Reiserad ist ein Luxusartikel und eine Radreise ist purer Luxus.



Da hast Du natürlich auch wieder recht zwinker

Ohne Letzteres würde allerdings die Diskussion hier sowieso keinen Sinn machen. Ersteres ist allerdings ein "Luxus", den ich mir durchaus gönne, da er mir viel Stress ersparen kann.
von: Friedrich

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 26.08.20 15:53

In Antwort auf: Keine Ahnung
Da hast Du natürlich auch wieder recht zwinker

Und ich war all die Jahre der Meinung das sei bei der hier unermüdlich agierenden Klientel eine Selbstverständlichkeit und Teil ihrer "Lebensphilosophie" ...
von: Keine Ahnung

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 26.08.20 16:01

Auch das stimmt! Aber dennoch bleiben da die anderen Dinge im Leben (Beruf, Familie, Gesundheit usw.), die Lebensphilosophien im Weg stehen können. Somit ist die Radreise dennoch ein Luxus. Das gute Reiserad ist ebenfalls Luxus - es gab durchaus Zeiten, wo ich mir Rohloff und Co. nicht hätte leisten können. Als überzeugter Schnäppchenjäger und Fahrradschrauber bin ich aber auch beim "luxuriösen Reiserad" günstig davon gekommen grins . Allerdings würde ich lieber auf anderen Luxus verzichten (tolles Auto, teure Hotels usw.) bevor ich mein Hobby zu kurz kommen lasse zwinker
von: panta-rhei

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 26.08.20 16:11

Hallo

In Antwort auf: Patrick87


Merinowolle:
Hab ich noch keine Erfahrung mit. Bislang bin ich mit billigen Radhosen und Trikots/Funktionsshirts aus dem Sale gut klargekommen

Auch auf RadREISEN? Dann würd ich da nix änder!
Ich persönlich nutze sie gerne, da sie nicht soschnell müffeln ...

In Antwort auf: Patrick87


Tacho/GPS: Bislang ganz normales Sigma Tacho und komoot auf dem Handy. Für nächstes Jahr steht aber ein Garmin Edge o.ä. auf der Wunschliste


Separates GPS brauchst Du nur, wenn Du viel damit navigierst (und keinen Forumslader hast). Tacho und Papierkarten reichen auch.

In Antwort auf: Patrick87


Ganz klar Stirnlampe.


Nice to have. Es tut auch eine billiche.

In Antwort auf: Patrick87


[b]Waschmittel: Nehme Haarshampoo, wasche aber auch nur auf dem Campingplatz.

Biowaschmittel finde ich gut.

In Antwort auf: Patrick87


Definitiv Fahrradbrille, die ist gekrümmter und es kommt seitlich weniger Wind ans


Noe, wenn Du sonst keine Brille brauchst, ist das verzichtbar.
In Antwort auf: Patrick87


Spiegel:


Gute Idee, aberbei mir ist das Ding immer verrutscht ... brauche es nicht ..
von: Michael B.

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 26.08.20 18:25

In Antwort auf: Sickgirl
... und in der Rennradgruppe: wenn man das keuchen nicht mehr hört ist man wohl zu schnell


oder die Mucke im Ohr zu laut teuflisch
von: Keine Ahnung

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 26.08.20 19:12

Luxus ist ein sehr subjektiver Begriff und höchst individuell zu beurteilen. Es wäre ja auch langweilig, wenn jeder die gleichen Vorlieben hätte zwinker

Für mich definiere ich Luxus eher dadurch, dass ich mir etwas leiste, was funktionell keine erheblichen Vorteile bietet, aber was man doch gerne haben würde. So wäre für mich der oben genannte Campingstuhl nicht unbedingt nötig, aber nett wäre es schon, wenn ich am Campingplatz einen hätte. Ich würde z. B. auch gerne ein Fahrrad mit anderen Farben als dem langweiligen Schwarz, welches mein aktuelles Fahrrad ziert, haben. Aber ich kann darauf auch verzichten, Hauptsache ist, dass ich mit dem Fahrrad gut fahren kann und dass es mich zuverlässig auch über die holprigen Wege befördert, die ich doch recht häufig fahre. Das Merino-T-Shirt ist für mich dagegen wirklich ein erheblicher Vorteil, den ich nicht als Luxus bezeichnen würde. Baumwolle trocknet zu langsam und "Funktionskleidung" riecht bei mir schon nach dem ersten Tourentag unerträglich. Ein Ständer für meine Reiserad ist für mich auch kein Luxus, denn ich würde es als extrem unpraktisch empfinden, wenn ich mein Fahrrad nicht überall einfach aufrecht abstellen könnte. Usw., usw. Für andere mögen dies keine wichtigen Funktionen sein und daher bestenfalls in den Bereich "Luxus" fallen.

Ich finde diese Fäden immer recht interessant, da doch recht unterschiedliche Ansichten zu erkennen sind. Solange niemand missionieren will, bleiben diese Fäden auch für Moderatoren meist unproblematisch zwinker
von: Tomski

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 26.08.20 20:23

Danke für die vielen Antworten. Ich merke schon, für jedes der von mir angesprochenen Gegenstände gibt es einige Befürworter und meist wenige die dagegen sind.

Luxus stellen sie natürlich nicht zwangsläufig da, aber man würde schließlich auch stinkend, nur mit Handy, aufwendiger Licht "Platzierung" usw. die Reise schaffen. Aber dann kann man wie einige schon angesprochen haben auch ein gutes Rad als Luxus betiteln!
von: Mr. Pither

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 26.08.20 20:32

In Antwort auf: Tomski
Hallo,
ich wollte mal hören was Ihr von verschiedenen "Luxusartikeln" auf Radreise haltet.

Tacho/GPS-Gerät - was benutzt ihr hier und welche Funktionen sind euch wichtig? Geschwindigkeit, Temperatur, gefahrene Kilometer, Meter über dem Meer. Viel mehr bräuchte ich wohl nicht.


Biologisch komplett abbaubares Waschmittel für Körper, Kleidung und Kochutensilien. Ich möchte so viele Nächte wie möglich draußen verbringen und auch Campingplätze nur im Zweifel ansteuern. Geld sparen zum Einen, die Stille und Abgeschiedenheit der Natur zum Anderen.


Mein Luxus:

- Tacho mit barometrischem Höhenmesser und Temperaturanzeige, taugt auch bedingt zur Wettervorhersage und hinterher zum Prahlen mit den absolvierten Strecken/Höhenmetern.

- eine kleine Sitzunterlage, um die Thermarest nicht draußen in den Dreck legen zu müssen, wenn man nicht auf dem nackten Boden sitzen will. Auf die Idee, Campingmöbel mitzunehmen, bin ich noch nicht gekommen. Alles, was nicht in meine vier Taschen plus Lenkertasche passt, ist zu groß/zu viel.

- Spiegel: habe ich an meinem alten Rad und nutze ihn auch und wenn man zu mehreren fährt, hat man die Distanz zur Begleitung immer im Blick. Am aktuellen Rad habe ich wegen der Lenkerendhebel keinen Spiegel mehr, fahre aber inzwischen auch nur noch alleine.

- ein echter Luxus ist für mich Lektüre - weil ich meist eh nur auf der Fähre zum Lesen komme, fahre ich das Buch die meiste Zeit unnütz herum. Reclambände sind leicht und billig, sodass es nicht schlimm ist, wenn sie unterwegs Schaden nehmen.

- am schnellsten und vollständigsten abgebaut wird übrigens ganz ordinäre Seife und die ist mit < 2€/Stück in Bioqualität bei Rossmann, DM und Co. sicherlich kein Luxusartikel. Die ganzen sogenannten Outdoor-Flüssigseifen kann man sich schenken, die sind weniger ergiebig, können auslaufen und werden schlechter abgebaut.
von: Toxxi

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 26.08.20 21:26

In Antwort auf: panta-rhei
Tacho und Papierkarten reichen auch.

Vor meiner Radreise nach Italien im Jahre 2011 dachte ich das auch (und hielt ein GPS-Gerät für puren Luxus). Danach hatte sich meine Meinung komplett geändert.

Nicht weil ich keine Landkarten lesen kann, oder mich sonst komplett verfahre. Ich bin in den 1990er Jahren auch ohne GPS angekommen. Das Problem liegt heute woanders.

Wenn du nicht nur auf (größeren) Straßen unterwegs sein willst, brauchst du eine Papierkarte mit einem kleinen Maßstab. Diese wiederum deckt nur ein kleines Gebiet ab. Im Endeffekt schleppt man einen riesigen Haufen Papier mit.

Als ich von München nach Rom radelte hatte ich 5 Michelin-Karten im Maßstab 1:200.000 dabei. Gefühlt ein knappes Kilo Papier. Kleinere Straßen und Wege habe ich damit einfach nicht gefunden. Rein- und vor allem rausfahren aus Städten war ein Graus, bin endlose Schleifen gefahren und teilweise auf großen Straßen, die ich eigentlich meiden wollte. Ich war damit ziemlich unzufrieden.

Wegweisung ist oft schlecht und auf Autos ausgerichtet. Die führt dich auf Umgehungsstraßen, oder wie in Frankreich mit einem Schild "Toutes directiones" zur Autobahn. Das ist einfach unbrauchbar als Radfahrer.

Der eigentliche Vorteil eines elektronischen GPS-Gerätes ist für mich, eine zoombare Landkarte zu haben. Damit finde ich den Einstieg in kleinere (Wald-)Wege, finde Alternativen zu großen Straßen, und vor allem finde ich mich in fremden Städten zurecht. Dass ich mich damit navigieren lassen kann oder auch eine geplante Strecke draufladen kann, ist ein angenehmer Nebeneffekt. Strecke aufzeichnen auch, dann weiß ich später, wo ich schon mal war.

In Antwort auf: panta-rhei
Biowaschmittel finde ich gut.

Das wiederum halte ich für verzichtbar. Ich habe zum Waschen der Klamotten bisher immer einen Ausguss gefunden. Und beim Wildzelten springe ich entweder in einen See oder Fluss (ohne Seife), und wenn sowas nicht vorhanden ist, kann ich mich eben nicht waschen (auch mangels Wassers).

Gut, wenn ich jetzt wochenlang durch die kasachische oder mongolische Steppe fahre, dann würde ich das vielleicht noch mal überdenken. Aber in Europa eher nicht.

In Antwort auf: panta-rhei
Noe, wenn Du sonst keine Brille brauchst, ist das verzichtbar.

Das sehe ich auch anders. Ich fahre grundsätzlich immer mit Brille. Auch im Winter und nachts, dann mit weißem Glas.

Insekten oder Staub im Auge mag ich gar nicht. Auf Radwegen wachsen auch gern mal Zweige in den Weg, die im Dunkeln nicht zu sehen sind, weil der Scheinwerfer nicht nach oben strahlt. Auf dem Oder-Neiße-Radweg habe ich im Dunkeln (nicht nachts, sondern Silvester um 16:30 Uhr, es war schon stockfinster) wirklich mal einen heftigen Schlag eines übergewachsenen Dornenbusches ins Gesicht bekommen. Ich weiß nicht, wie das ohne Brille ausgegangen wäre.

Gruß
Thoralf
von: Toxxi

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 26.08.20 21:34

In Antwort auf: Keine Ahnung
Stirnlampe:
Auf jeden Fall sinnvoll, wenn man zelten will, insbesondere, wenn man nicht auf Campingplätzen übernachtet. Man hat die Hände frei ...

Wer mal im Dunkeln eine Panne hatte, wird sich diese Frage gar nicht stellen. Für den ist eine Stirnlampe selbstverständlich. Nichts ist ekliger, als einen Schlauch zu wechseln, wenn man nur eine Hand frei hat.

Angenehmer Nebeneffekt: Ich habe schon in der einen oder anderen Unterkunft übernachtet, in der es keine Leselampe am Bett gab. Udn ich lese abends noch gern. Mit Stirnlampe ist das supereinfach. schmunzel

In Antwort auf: Keine Ahnung
Da gerade auch angesprochen - Ständer:
Für mich ein Muss! Am Crossbike habe ich keinen und da finde ich es schon lästig, mein Fahrrad ab und zu "ablegen" zu müssen. Beim Reiserad möchte ich das Fahrrad aber keinesfall auf den Boden legen müssen, insbesondere wenn es z. B. gerade geregnet hat und alles schön matschig ist.

Definitiv!!! bravo Am Randonneur hatte ich früher keinen (am Reiserad schon immer), habe ich jetzt aber nachgerüstet.

Ganz aktuell letzte Woche in Polen: Ein plötzlicher Regenguss zieht heran. Ich muss fix die Regensachen aus der Tasche holen und Anziehen (und letzteres sollte schnell gehen!). Wenn das Rad nicht selbst steht, dann passiert irgendwas. Ich brauche zm schnellen Anziehen zwei Hände. Wer hält dann das Rad? Und wenn das mit offener Tasche im Regen umfällt - ganz prima, da hat man viel gekonnt.

In Antwort auf: Keine Ahnung
Es gibt immer wieder Situationen, wo ein Anlehnen an einen Baum oder eine Wand nicht möglich ist.

Es gibt Leute, die behaupten, man findet immer was zum Anlehnen. Ich weiß nicht, wo die unterwegs sind. Ich finde sowas ziemlich selten. Der Straßenrand ist oft nur mit niedrigen Büschen oder Gras bewachsen - da kann man kein Reiserad anlehnen.

Gruß
Thoralf
von: Toxxi

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 26.08.20 21:37

In Antwort auf: Mr. Pither
- ein echter Luxus ist für mich Lektüre - weil ich meist eh nur auf der Fähre zum Lesen komme, fahre ich das Buch die meiste Zeit unnütz herum. Reclambände sind leicht und billig, sodass es nicht schlimm ist, wenn sie unterwegs Schaden nehmen.

Nachdem ich auf meiner ersten längeren alleinigen Tour von 18 Tagen mein Buch nach 5 Tagen ausgelesen hatte, war meine erste Anschaffung nach der Rückkehr ein E-Book-Reader. schmunzel

Mittlerweile lese ich echt viel auf Radreisen. Da habe ich endlich mal die Muße dafür.

Gruß
Thoralf
von: iassu

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 26.08.20 23:06

Tacho mit Höhenmessung, Rückspiegel, Ständer, Smartphone mit Lenkerhalterung, Werkzeug im Flaschenhalter, Dynamobeleuchtung, Bügelschloß, Helm als Sonnenschutz: für mich selbstverständliche Basics. Mit Brille fahre ich ab Dämmerung grundsätzlich (farbloses Glas), mit Sonnenbrille nur noch bei schnellen Abfshrten.
von: Hansflo

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 27.08.20 06:55

Guten Morgen,

MEIN Luxus auf Radreisen:

- dass ich die Touren mit meiner Frau mache, wir also dieses Vergnügen teilen (gerne ab und an mit weiterer Begleitung aus dem familiären Umfeld oder Freundeskreis)
- gute Hotels, in denen wir nicht schlechter wohnen bzw. schlafen als wir es zu Hause tun
- täglich ein Abendessen in angenehmer Atmosphäre, das uns an den Tisch serviert wird, ditto gerne ein üppiges Frühstück
- sauber ausgeplante Tagesetappen auf einem GPS-Gerät

Alles andere - insbesondere in Punkto Ausrüstung - halte ich nicht für Luxus, sondern Notwendigkeit; manche Teile mit höherer Annehmlichkeitsrate als andere.

Hans
von: Rad-Franz

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 28.08.20 23:30

Hallo Tomski,

meine Ansichten zu den Punkten:

Merinowolle: Kaum Erfahrung (galube ich zumindest ;-))

Handy:
Smartphone ist z.T. unheimlich praktisch (Wetter, Navi, Notizbuch, SMS, Telefon), aber ich möchte davon auch wieder wegkommen, irgendwie kommt man damit auf Reisen weniger mit den Leuten in Kontakt und Aufladen muss man es auch öfter als alle 3 Wochen lach

Tacho:
ist mittlerweile kaputt -> fehlt mir nicht; relevante Daten lese ich im Nachhiein am GPS ab, Temperatur und Gesamtkilometer wäre aber schon gut (habe immer Badethermometer mit lach ).

GPS:
Ja -> Etrex;+
- zu Hause speichere ich mir einen Track, damit ich wieder zur Strecke finde, wenn ich mal davon abkomme
- man findet den Standpunkt raus, damit man auf der Karte weiter schauen kann
- lässt siich mit AA Batterien 2 Tage lang betreiben -> Aufzeichnugn der Route für "Urlaubsbericht"

Stirnlampe:
hab ich dabei fürs Übernachten, z.T. 2 Stk. (eine weiße und eine rote - letztere sollte man th. hinter der grünen Plane kaum sehen; trifft aber leider nicht ganz zu)
Als Type hab ich i.d.R. 3-5€ Lampen von Pollin, z.T. umgelötet (rote Led statt weiße)

Biologisch abbaubares Waschmittel:
Gibt es etwa eines, was das nicht ist (außer mit Kunststoffgranulat)?
Ich hab einfach ein Duschgel in kleiner Packung mit -> das kann man auch zum Abwaschen nehmen, Kleider waschen, etc.
Aber Verwendung nur am Campingplatz, in der Natur kommt nach Möglichekeit am Körper kein Reinigungsmittel zum Einsatz; vielleicht trinkt ja einer 10m weiter aus dem Bach lach

Fahrradbrille:
Durch 4-5 Dioptrien kann ich leider keine gebogenen mehr kaufen -> hatte fürher eine mit optischen Einsätzen -> nicht gut
normale Sonnenbrille, die gut anliegt -> super
...aber bei mir tränen die Augen generell rasch -> beste Alternative für mich:
Schibrille
(funktioniert super bei Abfahrten und kalten Temperaturen - Idee hab ich aus Frankreich mitgenommen schmunzel )

Spiegel:
auf der Liege unverzichtbar
am Aufrechtrad super, aber eben zerbrechlich und je nach Montage nicht viel Sicht wegen Ellbogen und weniger Platz am Lenker-> hab mittlerweile keinen mehr, am Up kann ich mich entsprechend umdrehen


sonstiger Luxus:
Waschbecken:
War auf der letzten Reise mit -> Super!
- Drei Getränkeflacshen + Waschbecken = Stativ für Kamera, sofern ebener Boden
- Müllbehälter für die Nacht
- zum Waschen mit Waschlappen ideal
- zum Abwaschen geeignet
- etc.
Material: halber Kanister von destilliertem Wasser

Fotoausrüstung:
- nervig, da schwer, zeit- & platzintensiv sowie etwas kostbar
- im Nachheinein bin ich aber glücklich über die Fotos

Schlafasck:
- Guter KuFa Schlafsack, war nicht billig, hat sich aber bezahlt geamcht

Rack-Pack:
- Einfach, groß, vielzweckig (Kopfpolster, Beschwerungsgut, Packsack)

Essen:
- Da spare ich nicht schmunzel
Zum Schlafen gibt es meist noch Butterkekese oder Wafferln. Wir brauchten auf unserer letzten Reise wohl alle 1-2 Tage eine große Packung für uns lach

Beste Grüße
Franz



von: Rad-Franz

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 28.08.20 23:44

Servus Thoralf,

In Antwort auf: Toxxi
In Antwort auf: Mr. Pither
- ein echter Luxus ist für mich Lektüre - weil ich meist eh nur auf der Fähre zum Lesen komme, fahre ich das Buch die meiste Zeit unnütz herum. Reclambände sind leicht und billig, sodass es nicht schlimm ist, wenn sie unterwegs Schaden nehmen.

Nachdem ich auf meiner ersten längeren alleinigen Tour von 18 Tagen mein Buch nach 5 Tagen ausgelesen hatte, war meine erste Anschaffung nach der Rückkehr ein E-Book-Reader. schmunzel

Mittlerweile lese ich echt viel auf Radreisen. Da habe ich endlich mal die Muße dafür.

Gruß
Thoralf

Ich find es interessant, wie unterschiedlich die Vorlieben sind bez. Lekütre.
In 5 Tagen ein Buch - das könnte ich nur bei einem Elektronikkatalog / Comic-Heft unsicher grins

Ich hab die Vorliebe zur Lektüre im Hörbuch entdeckt:
- kein verspannter Nacken und keine Augenprobleme
- im besten Fall schläft man ein und träumt etwas dazu (hat mir in der Schule aber bei Göthe's "Leiden des jungen Werthers" oder "Faust" etwas Unverständnis beim Lehrer eingebracht; irgendwie passts der Inhalt dann nicht mehr lach :D).
- bessere Konzentration / einfahers Merken des Inhaltes
- je nach Lesegeschwindigkeit rascher
- kein Gewicht

Nachteil:
- keine Bilder oder Grafiken, auf die sich der Text bezieht
- Keine Querverweise
- ohne Strom nicht anwendbar

Beste Grüße
Franz
von: Thomas_Berlin

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 19.09.20 20:40

Meine Luxusartikel:
- Stuhl
- Bluetooth-Lautsprecher. Zwar formt Gegenwind den Charakter, aber Gegenwind mit ein bisschen Groove dazu formt die Lebensfreude.
von: galaxy

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 20.09.20 08:25

Die Merionwolle Sachen sind schon Luxus, aber, gerade beim zelten, auch wirklich gut. Nicht jeder verträgt die Wolle auf der Haut. Einfach mal ausprobieren. Wir nehmen jetzt auch Radsocken (von Pearl Izumi) mit einem Merinowolle-Anteil je nach Ziel in kurz und lang mit. Riechen nicht so stark, verschleissen aber schneller (Pilling). Gerade an kühlen Regentagen bleiben die Füsse auch länger warm.

Die Stirnlampe mit USB-Anschluss ist kein Luxus mehr, sie sind eben noch nicht so lang verfügbar. Insbesondere das Rotlicht ist abends am Lagerfeuer wichtig, damit man die Mitmenschen nicht blendet.

Unser Luxus (mit dem Zelt unterwegs):
-"Ausgehkleidung". Bei mir knitterfreies Trekkinghemd. Bei meiner Frau ein Kleid und zusätzliche Sandalen.
-Ein schwarzer 20L Plastiksack mit einem kleinen Duschkopf. Wird am Nachmittag mit Wasser befüllt und in die Sonne gehängt. Mit ein wenig Übung können alle die Haare waschen.
-Zwei quasi leere Packtaschen am Rad meiner Frau um unterwegs Lebensmittel aufzufüllen zu können.
-Das Zweitbuch
von: klunt

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 20.09.20 17:00

Ich bin ja seit Jahren bekennender Wolle-Fan. Zum radeln nutze ich ein feingestriktes Trikot, gut für einen Temperaturbereich von 12-30 Grad und immer viel lüften, dann reicht es, wenn ich alle zweitausend Kilometer wasche, und auch nur, weils dreckig ist, aber müffeln tuts da noch nicht. Erstaunt war ich über die Merino-Socken, die haben tausend Kilometer bis zur ersten Wäsche gehalten und haben dann immer noch nicht so schlimm gerochen, wie Baumwollsocken nach einem langen Arbeitstag...
Zum Waschen gönne ich mir eine gute, "teure" Pflanzenölseife, gut für Haut und Haar und zum Rasieren und sogar zur Wollwäsche das Mittel der Wahl.
Brille immer, eine Bekannte hatte einen schlimmen Sturz als ihr ein Insekt ins Auge geflogen ist. Ich trage immer was windschnittiges mit gutem Sonnenschutz, meist keine ausgewiesenen Radlbrillen.
Stirnlampe hab ich natürlich mit, Standart mittlerweile, aber als die neu aufkahmen waren die schon Luxus (für die kleine Maglite gabs mal ein Mundstück, damit man die Hände frei hatte, damals waren Stirnlampen noch klobig mit Batteriepack am Hinterkopf....)
Wirklich luxuriös finde ich mein elektronisches Lesegerät.Da kann ich soviele Bücher mitnehmen wie ich will, sogar unterwegs noch neue herunterladen und zum lesen brauch ich kein Licht.
Allzeit gute Fahrt!
Jan
von: natash

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 20.09.20 18:17

Der Begriff Luxus ist ja schon recht individuell und nicht zuletzt von Ansprüchen, Gewohnheiten und Lebensumständen abhängig. Letzendlich ist ja auch eine Radreise ein ziemlicher Luxus, weil man sie nur antreten kann, wenn man frei verfügbare Zeit besitzt, die nicht dem Bestreiten des
eigenen Lebensunterhalts oder direkt oder indirekt dem der Angehörigen gewidmet ist.
Zusatzluxus gibt es dann natürlich in Varianten.
Ich nutze ein GPS (nicht immer, aber oft), weil man dann halt auch die kleinen Wege findet und nicht nur Hauptrouten fahren muss, zumindest erleichtert es das und erfordert auch keine Ortliebtasche voller Wanderkarten.
Eine Lampe habe ich oft schon wegen potentieller Tunnelfahrten dabei, es ist aber nicht immer eine Stirnlampe, letzere ist ohnehin ein 20 Jahre altes Modell. Wenn man eher im Herbst oder Winter fährt ist eine solche Lampe aber schon sinnvoll. Zusätzlich habe ich oft eine Kerze dabei, das langt ja zum herumhocken am Abend.
Weil ich sowieso schon immer Wollsocken trage (ich habe auch sommers eher kalte Füße), habe ich auch ein Merinoshirt für abends dabei und oft auch ein Merinotrikot (mit Rückentaschen, die sind mir wichtig) dabei. Das ist vor allem bei eingeschränkten Waschmöglichkeiten praktisch. Und ich trage ohnehin gerne Wolle, auch kratzige stört mich nicht sehr. Leider hat mein Shirt für den Abend schnell kleine Löcher bekommen (es könnten Motten verantwortlich sein), meine Flickkünste sind leider nicht allzu repräsentabel. Ein neues Modell hüte ich wie meinen Augapfel.
Eine Brille benötige ich sowieso, ich sehe sonst nur wenige cm weit. Meine Radbrillenversuche waren eher unerfreulich, mir sind nahezu alle Modelle zu groß. Ohne Sehschwäche würde ich eher keine tragen. So ist es irgendeine ältere, deren Beschädigung ich in Kauf nehmen kann (die teure Gleitsichtbrille bleibt meist daheim, beim Radeln ist sie eh überflüssig).
Ansonsten gönne ich mir den Luxus eines Paars leichter Schuhe für den Abend, damit ich auch mal aus den Radelschuhen herauskomme.

Gruß
Nat
von: Pedaltiger

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 20.09.20 22:25

Für mich ein toller Pennplatz und einen Helinox, sowie nen Bier oder Vino tinto.
von: bep

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 20.09.20 22:27

Wenn wir zu zweit unterwegs sind, nutzen wir zum Helinox gerne noch den Falttisch; Ißt angenehmer, wenn Essen auf dem Tisch steht und erspart Bücken.
Außerdem einen Ultraleicht Duschsack - macht unabhängig von CampingSanitäranlagen, sowie ein UL-Faltspülbecken. Gerade beim Zelten in freier Bahn sehr hilfreich.
Den E-bookReader möchte ich auch nicht missen, üppige Bibliothek in 200Gramm.
von: iassu

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 20.09.20 23:16

In Antwort auf: Keine Ahnung
Für mich wäre ein Luxusartikel z. B. ein Campingstuhl oder Ähnliches.
Das stimmt. Ich fahre regelmäßig am frühen Nachmittag in ein körperliches Tief, was nach einer Liegepause ruft. Am schlimmsten ist es, wenn man nur in der prallen Sonne stehend anhalten und etwas trinken, sonst aber nichts machen kann.

Besser ist es, wenn es irgendwo einen Platz im Schatten gibt, ein Geschenk, wenn man eine Sitzgelegenheit im Schatten findet und richtiger Luxus, wenn ich durch eine Ortschaft fahre mit einer Parkbank im Schatten oÄ. Dieses Jahr genossen auf einer Sammlung Ledersofas im Schatten vor einem geschlossenen Café. party 40 Minuten Schlaf = Neugeburt.

Dem Luxus, überall nach Belieben eine mitgeführte Liege aufstellen zu können, steht natürlich die Maximalschikane gegenüber, diese überall mitführen zu müssen, was diese Schnapsidee von vornherein ausschließt.
von: alexanderD

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 21.09.20 08:40

In Antwort auf: bep
Den E-bookReader möchte ich auch nicht missen, üppige Bibliothek in 200Gramm.

Da ich bisher noch keinen besitze, welches Modell ist denn empfehlenswert zur Mitnahme auf Radreisen?

Viele Grüße
Alexander
von: Martina

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 21.09.20 09:12

In Antwort auf: natash
(die teure Gleitsichtbrille bleibt meist daheim, beim Radeln ist sie eh überflüssig).


Also ich muss bzw. möchte auch beim Radeln ab und zu mal was in der Nähe erkennen können. Ohne Gleitsichtbrille kann ich weder eine Landkarte/ein Navi ablesen, noch eine Schraube festziehen oder einen Schlauch flicken noch so wichtige Dinge tun wie die Speisekarte im Lokal studieren. zwinker Das Schrauben festziehen bzw. generell das Basteln am Rad war sogar die allererste Gelegenheit, bei der ich bemerkt habe, dass ich in der Nähe nichts mehr sehe, denn da ist es besonders schwierig bzw. oft gar nicht möglich, die Stelle, an die man ran muss in eine bessere Position zum Auge zu bringen.

Das muss natürlich nicht bei jedem so sein, zeigt aber zum wiederholten Mal, dass der Unterschied zwischen Luxus und Notwendigkeit sehr stark im Auge des Betrachters liegt.
Die Brille so medizinisch notwendig ist dabei eines der wenigen Dinge, die man wohl geschickterweise tatsächlich schon von Anfang an mitnimmt und nicht erst unterwegs besorgt.
von: bep

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 21.09.20 10:17

Ich nutze sehr zufrieden den Tolino in der wasserdichten Ausführung. Damit bin ich von Amazon unabhängig, deren Kindle Teil ihrer Verkaufsplattform ist.
Mit dem Reader habe ich außer den Büchern auch noch meine taz/Tageszeitung immer am Mann.
von: bep

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 21.09.20 10:26

Da ich gerne Tiere beobachte und manche Sehenswürdigkeit nur aus der Ferne, habe ich mich nach intensivem inneren Kampf zum Kauf eines Monokulars in Westentaschenformat entschlossen (Leica Monovid). Der Preis ist zwar ausgesprochen unerfreulich, aber das Teil kauft man nur einmal und es liefert gestochen scharfe, brilliante Optik auch auf große Entfernung. Gibts gelegentlich auch deutlich günstiger neuwertig-gebraucht.
von: Axurit

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 21.09.20 12:00

In Antwort auf: alexanderD
Da ich bisher noch keinen besitze, welches Modell ist denn empfehlenswert zur Mitnahme auf Radreisen?
Wenn man sich zwischen Amazon/Kindle und der ePub-Welt entschieden hat, ist jeder Reader für das gewählte Format mit einem E-Ink-Bildschirm grundsätzlich geeignet. Speziell für unterwegs mit dem Zelt ist eine gute Hintergrundbeleuchtung für den Bildschirm wichtig, damit man auch ohne Umgebungslicht lesen kann. Aber ich denke, das ist bei allen aktuellen Modellen der Fall. Früher gab es noch welche, die gar keine Hintergrundbeleuchtung hatten. Der optimale Kompromiss aus Größe, Gewicht und Funktionalität ist dann Budget- und Geschmacksache.

Mein 6 Jahre alter Kobo Glo mit 6-Zoll-Bildschirm ist für mich unterwegs ideal. Braucht wenig Platz, wiegt unter 200g und hält locker zwei bis drei Wochen mit einer Ladung durch. Schwächeln tut er nur beim Lesen von Sachbüchern, z.B. Reiseführern, wo man öfter mal zwischen Kapiteln, Inhaltsverzeichnis und Index hin- und herspringt. Das ist extrem umständlich und langsam, liegt aber liegt aber auch an der mangelhaften Struktur der Büchern. Inwieweit das bei aktuellen Modellen noch immer so ist, weiß ich nicht. Wenn einem dieser Punkt wichtig ist, dann würde ich mir das Gerät vor dem Kauf daraufhin genau anschauen und auch ausprobieren.

Im Mai gab es einen Test von der Stiftung Warentest.
von: natash

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 21.09.20 13:32

In Antwort auf: Martina
In Antwort auf: natash
(die teure Gleitsichtbrille bleibt meist daheim, beim Radeln ist sie eh überflüssig).


Also ich muss bzw. möchte auch beim Radeln ab und zu mal was in der Nähe erkennen können. Ohne Gleitsichtbrille kann ich weder eine Landkarte/ein Navi ablesen, noch eine Schraube festziehen oder einen Schlauch flicken noch so wichtige Dinge tun wie die Speisekarte im Lokal studieren. zwinker


dafür setze ich die Brille dann ab. Im absoluten Nahbereich sehe ich sehr gut ohne Brille, nur mit dann wieder nicht, weil die Brille stark verkleinert.
Die Zwischendistanzen sind problematisch, kommen aber beim Radeln nicht so oft vor. Aber das ist sicherlich individuell.

Gruß
Nat
von: Martina

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 21.09.20 14:51

In Antwort auf: natash
In Antwort auf: Martina
In Antwort auf: natash
(die teure Gleitsichtbrille bleibt meist daheim, beim Radeln ist sie eh überflüssig).


Also ich muss bzw. möchte auch beim Radeln ab und zu mal was in der Nähe erkennen können. Ohne Gleitsichtbrille kann ich weder eine Landkarte/ein Navi ablesen, noch eine Schraube festziehen oder einen Schlauch flicken noch so wichtige Dinge tun wie die Speisekarte im Lokal studieren. zwinker


dafür setze ich die Brille dann ab.


Das funktioniert leider nur bei Kurzsichtigen. Ist man wie ich weitsichtig, muss die Brille für den Nahbereich *noch* stärker sein als für die Ferne. Da kommen dann mit zunehmendem Alter ganz nette Dioptrienwerte zusammen...
von: Fricka

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 21.09.20 15:08

Meine Gleitsichtbrille ist für mich auf Radreisen der wichtigste Luxusartikel überhaupt. Obwohl kurzsichtig geht es schon lange nicht mehr ohne. Gleichzeitig in die Ferne sehen zu können und auf die Landkarte/das Navi geht nur damit.
von: Margit

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 21.09.20 15:20

In Antwort auf: Fricka
Meine Gleitsichtbrille ist für mich auf Radreisen der wichtigste Luxusartikel überhaupt.
Selbsttönende Gleitsichtbrille ist doch kein Luxusartikel und die Kosten hierfür müssten eigentlich von der Krankenkasse übernommen werden, wenn man schon den Visierhelm selber zahlt. Seit meinen Augen-OPs 2018 könnte ich zwar auf Gleitsichtbrille verzichten, aber ständig Lesebrille rauf/runter und dann auch noch Sonnenbrille mitschleppen wirr Dann doch lieber den Luxus einer selbsttönenden Gleitsichtbrille die halt für die Ferne 0 Dioptrie hat bier
von: Keine Ahnung

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 21.09.20 15:54

Meine Krankenversicherung gewährt einen Zuschuss von 100 Euro pro Jahr für Sehhilfen - da ist bei mehr als 10 Dioptrien + Gleitsicht nicht viel gezahlt. Von Selbsttönung ganz zu schweigen ...
von: LudgerP

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 21.09.20 16:05

Wenn man schnell genug fährt, tönen die aufgeprallten Insekten die Brille genügend ab. Leider ist dann das Bild leicht verschwommen.

Grüße, Ludger
von: Kettenklemmer

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 21.09.20 23:26

Darüber hinaus hat der Tolino den Vorteil, dass er das epub-Dateiformat unterstützt. Damit hat man die Möglichkeit, eBooks in öffentlichen Bibliotheken auszuleihen.
Viele Grüße
Dirk
von: Toxxi

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 22.09.20 06:56

In Antwort auf: Axurit
Wenn man sich zwischen Amazon/Kindle und der ePub-Welt entschieden hat, ist jeder Reader für das gewählte Format mit einem E-Ink-Bildschirm grundsätzlich geeignet.

Hmmm... ePub lässt sich doch problemlos in das Format des Kindle umwandeln. Oder gibt es da noch mehr Gründe, die ich gerade nicht weiß?

In Antwort auf: Axurit
Früher gab es noch welche, die gar keine Hintergrundbeleuchtung hatten.

Ja, mein 7 Jahre alter Kindle zum Beispiel. Ich nehme dann im Dunkeln die Stirnlampe. schmunzel

Das finde ich völlig unproblematisch. Wenn ich ein richtiges Buch lesen (was ich gern tue), dann leuchtet das auch nicht selbst. Da benötige ich ebenfalls eine Lampe. lach
von: Toxxi

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 22.09.20 07:03

In Antwort auf: Kettenklemmer
Darüber hinaus hat der Tolino den Vorteil, dass er das epub-Dateiformat unterstützt. Damit hat man die Möglichkeit, eBooks in öffentlichen Bibliotheken auszuleihen.

Geht das mit dem Kindle nicht? epub kann man doch umwandeln.

Gruß
Thoraf
von: Michael B.

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 22.09.20 08:49

In Antwort auf: Toxxi

Geht das mit dem Kindle nicht? epub kann man doch umwandeln...


meines Wissens nur welche ohne Kopierschutz mit Calibre.
von: Axurit

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 22.09.20 09:02

In Antwort auf: Toxxi
ePub lässt sich doch problemlos in das Format des Kindle umwandeln.
Es ging darum, was für einen eBook-Einsteiger sinnvoll ist. Einen Kindle von Amazon zu kaufen, um damit die ePub-Bücher vom Buchhändler zu lesen, halte ich nicht für sinnvoll. "problemlos" bedeutet für mich: kaufen, herunterladen, auf das Gerät kopieren, lesen. Jedes Buch nach dem Kauf beim Buchhändler erst mal mit Calibre zu konvertieren, wäre mir zu umständlich. Hinzu kommt, dass immer noch viele Bücher einen DRM-Schutz haben, insbesondere alle Bücher, Zeitschriften und Zeitungen aus der Onleihe. Diesen Schutz zu entfernen ist technisch auch kein Problem, aber rechtlich zumindest in einer Grauzone. Ob er das macht, muss jeder für sich selbst entscheiden, aber ich würde das nicht hier im Forum als "problemlos" propagieren.
von: alexanderD

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 22.09.20 09:16

Guten Morgen allerseits,
danke für eure ausführlichen Antworten zum eBook-Reader. Der Hinweis, dass es wasserdichte Modelle gibt, ist für die weitere Suche viel wert. An amazon möchte ich mich nicht binden, daher kommt ein Tolino-Modell in die engere Wahl.
von: bep

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 22.09.20 09:44

Ja, wasserdicht ist natürlich relativ. Angeblich bis zu einem Meter Tiefe für bis zu 30 Sekunden dicht. Beim Tauchgang lesen ist also keine Option;-) Aber man braucht sich keinen Kopf zu machen bei Regenschauern (Tolino draußen vergessen), verschütteten Getränken oder wenn einem das Teil mal in der Badewanne aus der Hand fällt...
von: BeBor

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 22.09.20 13:59

In Antwort auf: alexanderD
Guten Morgen allerseits,
danke für eure ausführlichen Antworten zum eBook-Reader. Der Hinweis, dass es wasserdichte Modelle gibt, ist für die weitere Suche viel wert. An amazon möchte ich mich nicht binden, daher kommt ein Tolino-Modell in die engere Wahl.

Der Kobo Forma ist ebenfalls wasserdicht und soll auch ansonsten recht ordentlich gemacht sein. Muss aber im benachbarten Ausland bestellt werden, da Kobo in D mit Tolino kooperiert und das Teil hier offiziell nicht anbietet. Das entsprechende Tolino-Modell in D hat wohl ein anderes Betriebssystem. Selbst habe ich ein Vorgängermodell von Kobo und bin damit sehr zufrieden.

Bernd
von: farnotfast

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 22.09.20 16:51

In Antwort auf: bep
Ja, wasserdicht ist natürlich relativ. Angeblich bis zu einem Meter Tiefe für bis zu 30 Sekunden dicht.


Da gibt es wohl große Unterschiede. Mein Tolino Vision 4 HD kann laut Spezifikation 30min in 1m Tiefe ab. Inzwischen ist eine gewisse Widerstandsfähigkeit gegen Wasser festes Auswahlkriterium bei allen meinen Elektrogeräten, die ich häufiger draußen benutze.
von: Andreas aus Graz

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 22.09.20 17:23

Luxus, ich glaub bei Dir definiert sich das noch als "was soll ich anschaffen", richtig?

Wir haben inzwischen zu viel Zeug auch vom Wandern und Motorradreisen, da geht es dann eher um die Auswahl und das Gewicht.

Merinoshirt als Kurzarm ist super, ich hab gern ein langärmeliges helles Outdoorhemd drüber als Sonnenschutz. Bei kälteren Touren zusätzlich ein langärmeliges Shirt ins Gepäck, seitdem bleibt Fleece daheim.
Die Marke "Supernatural" bietet Meriono-Polyestergemisch, mir wird reines Merino zu schnell löchrig (jeder Klettverschluss ist dann Dein Feind).
Ich würd mal mit EINEM guten Shirt starten und schauen wie Dir das liegt.

Stirnlampe: sowieso, und aufladbar ... eine zusätzliche andere Lampe ist Luxus. Wir hatten eine Lucilight Solarlaterne dabei, das war nett und mit 68 Gramm erträglich, spart oft dass beide mit der Stirnlampe rumlaufen.

E-Reader: Tolino Shine 3 (Beleuchtung ...), hab im Urlaub gut 1 Buch pro Woche inhaliert. Wasserdicht finde ich hier unnötig, das ist ein Buch auch nicht. Der Reader kostet einen 100er aber amortisiert sich schnell wenn man gerne liest. Außerhalb D-A-CH wird es bei Analogbüchern auch mit dem Nachschub schwierig.

Sessel blieb zuhause, eine Hängematte bringt mir mehr Freude (300g)! Dafür halt mal auf einer (gepackten) Radltasche hocken wenn man lieber einen Sessel hätte.

So eine Art "Waschbecken" hab ich auch immer mit, die untere Hälfte eines alten 10-Liter-Faltwassersackes. Unterwegs lebt die Wanne als Kleinteilebehälter in der Radtasche, am Platz kann das Kleinzeug ins Zelt und man kann darin Wäsche oder Geschirr sammeln/waschen und vieles mehr. Hat ein gutes ovales Format, anders als die Ortlieb-Faltwannen. Einen Frostschutzkanister abschneiden, gut auswaschen, fertig.

Ein größeres Zelt als man unbedingt braucht, zumindest in Gegenden wo man den halben Urlaub drin verbringt. Lange Nächte, Stechmücken, Regen ... Zu zweit im Dreipersonenzelt halbwegs angenehm einen Tag verbringen können, DAS ist Luxus. Notfalls in der Apsis kochen oder Zähneputzen, Platz beim Schlafen oder umziehen zu haben, aufrecht sitzen zu können oder knien beim umziehen ...
Mit etwas Sucherei und keiner Scheu vor Auslandsbestellungen geht das bezahlbar und leicht.

Tacho: meiner kann wenig, nur Geschwindigkeit, Temperatur und Kilometer werden benötigt, Letztere fürs Reiselogbuch, die ersten beiden aus Interesse ... da wäre auch eine Kadenzanzeige interessant. Hab da so einen solaren vom Diskonter, reicht. Navigation mit Smartphone und OsmAnd/Maps.

Biologisch komplett abbaubares Waschmittel für Körper, Kleidung und Kochutensilien? Ja, und pH-neutral wenn Du es für Merino verwenden magst. Sea2Summit Wilderness Wash Citronella war unsere Wahl die letzten Jahre, das ist auch insektenabweisend und man kann es in 250ml bekommen wenn man etwas sucht. Gibt es auch in der kleinen Probierflasche, ist recht konzentriert. Hält länger, wenn man bei sich bietenden Gelegenheiten Alternativen nützt (Seifenspender am Campingplatz zB oder rei in der Tube für Zivilisation und Nicht-Merinowäsche). Wir habe auch beim ausschließlichen Wildcampen übrigens doch meistens dort gewaschen wo es ein Waschbecken gab, sei es an einer Tankstelle oder beim Mittagessen irgendwo. Hast Du eine Wanne dabei geht das easy ... damit kann man sich auch am Campingplatz das HEISSE Wasser aus der Dusche holen ... dann die Wäsche halt feucht mitnehmen (in der WANNE oder einem wasserdichten Packsack) und am Übernachtungsplatz trocknen.

Fahrradbrille: das ist echt persönliche Vorliebe finde ich. Find's raus.

Spiegel am Rad: uneingeschränkt ja, kleine Ausführung die wegklappt wenns eng wird. Wir haben b&m Cycle Star. Einfach im Auge behalten was hinter einem so passiert ohne sich ständig umzudrehen (ich fahr als Navigator voraus :-))

Kleine Plane (neudeutsch Tarp) als Regenschutz, Sonnenschutz, Blendschutz (helle Beleuchtung am Campingplatz) wäre auch nicht superdringend, je nach Gegend aber empfehlenswert. Zwischen zwei Radl gespannt hat man so schnell Siestaschatten oder zwischen zwei Bäume gespannt ist die Hängematte immer im Schatten. Leichtes Zeug reicht, wir haben ein Nordisk Tentwing dabei (Silnylon, ca. 500g). Ersatzweise geht tagsüber auch das Überzelt oder das Footprint vom Zelt wenn man Gewicht oder Geld sparen mag. Wir haben heuer am Drauradweg immer nachts das Tarp über die Wäscheleine gespannt, damit die Wäsche keinen Regenschauer abkriegt. Man könnte sich auch was aus einer Rettungsdecke basteln (Mylar).

LG Andreas
von: dhomas

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 24.09.20 11:17

Als großen Luxus habe ich auf Radreise immer das Smartphone empfunden. Hochgenaue Karten und jede Menge digitale Bücher zum lesen, die man nicht mitschleppen muss.

Heute hat es natürlich jeder dabei. Für mich war es aber anfangs schon eine Offenbarung.
von: veloträumer

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 24.09.20 14:35

In Antwort auf: dhomas
Als großen Luxus habe ich auf Radreise immer das Smartphone empfunden. Hochgenaue Karten und jede Menge digitale Bücher zum lesen, die man nicht mitschleppen muss.


Ein großer Mangel dieses Threads ist, dass sich niemand mal grundlegend darüber Gedanken gemacht hat, was eigentlich "Luxus" heißt. Deswegen ist hier vieles willkürlich und selten zutreffend. Luxus ist auch immer etwas mehr als das Notwendige und das ist nicht auf monetär beschränkt (das Ausgangsposting ist in dieser Hinsicht hier schon ziemlich wirr). Aus Sicht des Radreisenden ist alles ein Luxus, was nicht unbedingt nötig ist, aber durch die Mitnahme das Gewicht und Volumen erhöht - also z.B. der berüchtigte Klappspaten oder ein Hammer zum Heringe einschlagen. Denn für den Radreisenden ist insbesondere das Packvolumen und -gewicht ein knappes bzw. wertvolles Gut (= Luxus), anders als für ein Autoreisenden mit ausreichend großer Limousine.

In diesem Sinne ist genau das Gegenteil Luxus, nämlich dass man es sich leistet, schwere Papierbücher mitzunehmen, um sich noch nebst Radeln an Lektüren zu vergnügen. In diesem Sinne ist ein E-Reader natürlich auch ein Luxus, auch wenn ein kleinerer als Papierbücher. Man muss aber auch immer die Frage stellen, ob die 20 Bücher auf E-Reader auch gelesen werden, oder ob hier schlicht gern etwas Koketterie betrieben wird (bis auf 1-2 Regentage habe ich auf Radreisen zu den besseren Jahreszeiten noch nie ein Buch vermisst).

Karten sind hingegen adäquat zu elektronischer Navigation kein Luxus, da der Gewichtsunterschied selten evident zu Navigationsgeräten ist bzw. grundlegende Funktionen zur Radtour haben mit spezifischen Eigenschaften, die ggf. nicht adäquat von elekronischer Navigation abgedeckt werden. Inwieweit man dies auf ein einziges, allseitig verwendetes Smartphone bezieht, ist wiederum eher unzulässig, weil weder lesetechnisch noch als Navigationshilfe befriedigend und professionell.

Grundsätzlich ist jede Art von Elektronik für Radreisende dann ein Luxus, wenn sie mit Zelt unterwegs sind, insbesondere auch fernab von (professionellen) Campingplätzen. Dann ist nämlich auch die Stromverfügbarkeit ein knappes Gut und je mehr Stromverbrauch, desto mehr Luxus, ggf. auch durch mehr Gewicht als Luxus mittels Powerbanks. (Für klassich Hotelreisende ändert sich dadurch eher nichts, sodass es immer auf die Perspektive ankommt.) Schnell wird daraus auch ein monetärer Luxus, nämlich wenn man von den schlichten Übernachtungsformen auf professionellere Übernachtungsformen umschwenkt, um den Elektronikpark zu bedienen, was besonders evident für Radler gilt, die auf E-Bike wechseln.
von: Keine Ahnung

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 24.09.20 14:55

Bei allem guten Willen, den Begriff "Luxus" zu definieren, wird man dabei aber nicht zu einem allgemein akzeptierten Ergebnis kommen. Luxus ist eine sehr "individuelle" Sache. So kann das, was für mich zur absoluten Grundausrüstung gehört, für einen anderen ein "Nice-to-Have-Artikel" sein. So nehme ich z. B. - aufgrund entsprechend schlechter Erfahrung - immer einen Ersatzmantel mit (schmal, ohne Profil - ein "Notreifen"). Für mich kein Luxus, sondern ein Hilfsmittel, welches mir schon bei zwei Radreisen sehr viel Ärger und Mühe und Zeit gespart hat. Andere würden sagen, dass man zur Not auch einen aufgerissenen Reifen nähen oder mit xyz ausstopfen kann, um dann irgendwo einen Laden oder eine Transportmöglichkeit zu finden ... Für mich ist z. B. mein leichter Plastikhammer ein gewisser Luxus, der etwas Mehrgewicht und -volumen bedeutet, den ich aber eigentlich bei jedem Aufstellen meines Zeltes als sehr angenehm empfunden habe. Wo ist nun aber die Schwelle zum "Luxus"?

Bezeichne ich alle Teile als Luxus, ohne die ich eine Radreise irgendwie auch hinbekommen würde, so müsste ich wahrscheinlich sogar die Schaltung weglassen, da ich auch ohne sie schiebend über steile Berge komme. Ein Zelt ist dann z. B. auch ein Luxus, selbst wenn ich keine Unterkünfte finden kann, denn ich könnte auch im Biwaksack übernachten.

Für mich ist am Ende das "Luxus", wo ich denke, dass das Weglassen keine wirklich schmerzlichen Einschränkungen bedeuten würde, ich aber dennoch gerne diesen Gegenstand mitführe, weil er mir eine gewissen Annehmlichkeit verschafft. So könnte ich ohne den Hammer leben, aber da er sehr leicht ist, freue ich mich doch, ihn dabeizuhaben. Oder ich packe alle Kleidungsstücke in "Gruppen" sortiert noch in Nylonsäckchen, weil ich die Übersichtlichkeit und Ordnung angenehm empfinde. Ich könnte aber natürlich auch alles einfach so in den Packtaschen verstauen. Usw.
von: Martina

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 24.09.20 15:05

In Antwort auf: veloträumer
Denn für den Radreisenden ist insbesondere das Packvolumen und -gewicht ein knappes bzw. wertvolles Gut


Das gefällt mir. Nach dieser Definition ist es nämlich gerade *kein* Luxus, mit Zahnbürste und Kreditkarte zu reisen bzw. zumindest im Hotel zu schlafen statt ein Zelt mitzunehmen.
Ich hatte bisher immer den Eindruck, dass gerade du das anders siehst... grins
von: veloträumer

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 24.09.20 15:32

Na sieh an, dass ich dich noch überraschen kann... schmunzel
von: Friedrich

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 24.09.20 16:24

In Antwort auf: veloträumer
Luxus ist auch immer etwas mehr als das Notwendige und ...
... und das Notwendige sollte einzig und allein individuell definierbar und bestimmbar bleiben (mein Bier)
Zitat:
(bis auf 1-2 Regentage habe ich auf Radreisen zu den besseren Jahreszeiten noch nie ein Buch vermisst).

Das tägliche Rumackern auf einem Forum noch weniger - aber, jedem Tierchen sein ... grins.
Zitat:
Dann ist nämlich auch die Stromverfügbarkeit ein knappes Gut

Mit einem Forumslader schaut die Gaudi anders aus.
Zitat:
Schnell wird daraus auch ein monetärer Luxus, nämlich wenn man von den schlichten Übernachtungsformen auf professionellere Übernachtungsformen umschwenkt, ...

Das wird oft regelrecht aufgeblasen - ein paar Jahre Praxistest a trois haben mich eines Besseren belehrt.
von: Friedrich

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 24.09.20 16:31

In Antwort auf: Keine Ahnung
Für mich ist z. B. mein leichter Plastikhammer ein gewisser Luxus, der etwas Mehrgewicht und -volumen bedeutet, den ich aber eigentlich bei jedem Aufstellen meines Zeltes als sehr angenehm empfunden habe. Wo ist nun aber die Schwelle zum "Luxus"?

Wo und wie der Hammer hängt kennzeichnet die Schwelle grins.
von: dhomas

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 25.09.20 11:03

In Antwort auf: veloträumer
Karten sind hingegen adäquat zu elektronischer Navigation kein Luxus, da der Gewichtsunterschied selten evident (...)


Definition, Satz, Beweis in allen Ehren, aber ich glaube hier gibt's Meinungsverschiedenheiten.

Nach dem Duden ist "Luxus" zwar in der Tat immer kostspielig, aber ich seh's lieber umgangssprachlich. Bei mir gibt's Luxus auch ohne qualvolle Opfer - alles was nicht unbedingt nötig ist, aber große Freude bereitet schmunzel
von: alexanderD

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 05.10.20 12:45

So, eine kurze Rückmeldung: Ich habe mir den Tolino Vision 5 gekauft. Zurzeit gibt es ihn bei weltbild für 149 € statt für 179 €.

Ich bin begeistert, so viele Bücher auf so kleinem Raum in der Tasche mitnehmen zu können - echter Luxus! Allerdings habe ich bisher noch keine eBooks gekauft sondern nur kostenlose epub heruntergeladen. Auf jeden Fall ist eine Hülle sinnvoll, wenn der Reader in der Tasche transportiert wird.

Viele Grüße
Alexander
von: bep

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 06.10.20 23:18

Top - viel Spaß damit! Bin auch gerade auf Radtour (Kocher/Jagst) und schlafe täglich am Reader ein :-))
von: Keine Ahnung

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 07.10.20 09:22

In Antwort auf: bep
Top - viel Spaß damit! Bin auch gerade auf Radtour (Kocher/Jagst) und schlafe täglich am Reader ein :-))


Ich bin bei meinen Radreisen abends so müde, dass ich keinen Reader brauche, um schnell einzuschlafen zwinker
von: Weltumradler

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 13.10.20 08:07

In Antwort auf: Tomski
Hallo,
ich wollte mal hören was Ihr von verschiedenen "Luxusartikeln" auf Radreise haltet.

Kleidung aus Merinowolle - kostet ein kleines Vermögen, scheint aber sehr gut zu sein. Habt ihr damit Erfahrungen und könnt es empfehlen?

Tacho/GPS-Gerät - was benutzt ihr hier und welche Funktionen sind euch wichtig? Geschwindigkeit, Temperatur, gefahrene Kilometer, Meter über dem Meer. Viel mehr bräuchte ich wohl nicht.

Stirnlampe statt einer normalen Taschenlampe. Für das Aufbauen des Zeltes im Dunkeln sicher nett. Notwendig oder überflüssig?

Biologisch komplett abbaubares Waschmittel für Körper, Kleidung und Kochutensilien. Ich möchte so viele Nächte wie möglich draußen verbringen und auch Campingplätze nur im Zweifel ansteuern. Geld sparen zum Einen, die Stille und Abgeschiedenheit der Natur zum Anderen.

Fahrradbrille. Besser als eine normale Sonnenbrille bzw. gar keine Brille bei der Fahrt?

Spiegel am Rad. Für die Länder mit "unübersichtlichem Verkehr" sinnvoll oder eher eine Behinderung und seltsam? In manchen Blogs lese ich davon, aber in Deutschland sehe ich es nur bei Rentnern lach

Manche Dinge hiervon gefallen mir ziemlich gut (Stirnlampe, Merinowolle), andere machen mich noch sehr skeptisch (Spiegel, Brille), deshalb würde mich Eure Meinung sehr freuen.



Hey finde die Idee mit dem Spiegel gar nicht mal so schlecht! Habe selbst schon öfters erlebt wie nützlich einer wäre. Habe auf amazon gesehen es gibt ein paar coole Modelle für wenig Geld und bin jetzt selbst beim Überlegen ob ich mir einen zulege zwinker
von: Fricka

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 13.10.20 09:02

Ich habe Spiegel am Rad seit ich Trike fahre. Da ist die Sicht nach hinten eingeschränkt. Die jungen Leute, die mit Rädern ohne Ständer unterwegs sind, sind da schwer im Nachteil, wenn sie ihre Räder auf die Seite legen. Das ist nicht gut für Spiegel. Auch wenn das Rad ab und zu mal fällt, sind die Spiegel schnell im Eimer.

Beim Fahren zu zweit sind die Spiegel für den Vorausfahrenden ziemlich praktisch.
von: ArtRad

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 21.10.20 11:22

Luxus in diesem Sport würde ich es nicht so sagen... all Sache, die du erwähnt hast, wir brauchen ihn wirklich beim Radfahren, also... eher wie eine Notwendigkeit.
von: Keine Ahnung

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 21.10.20 15:42

In Antwort auf: Fricka
Ich habe Spiegel am Rad seit ich Trike fahre.


Ich würde den Spiegel an einem Reiserad nicht als Luxus bezeichnen, obwohl ich früher immer ohne gefahren bin. Er erhöht meiner Ansicht nach ganz klar die Sicherheit und sicherheitsrelevante "Zutaten" sind für mich kein Luxus.
von: cyclerps

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 22.10.20 07:05

Mittlerweile ist der Blick in den Spiegel nach hinten fast wichtiger als der Blick nach vorne. Früher kamen nur Rennradler von hinten angeschossen. Heute 80ig jährige.
von: Tom72

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 23.10.20 16:19

Das liegt doch aber hoffentlich nicht an nachlassender Wadenkraft Deinerseits, sondern vielmehr am eingebauten elektrischen Rückenwind der greisen Überholer grins
von: fraqp

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 27.10.20 22:36

Ob die genannten Artikel "Luxusartikel" sind, kommt meiner Meinung nach darauf an.

Beispiele aus deiner Liste:

Merino T-Shirt: Ist für mich kein Luxusartikel, wenn ich nur 2 T-Shirts dabei habe und diese Abwechselnd trage. Habe ich allerdings 5 T-Shirts bei einer 5 Tages Tour mit, sind in meinen Augen 3 T-Shirts Luxusartikel.

Stirnlampe / Taschenlampe: Habe ich beides mit, ist eins davon für mich ein Luxusartikel. Nehm ich nur eine Lampe mit (egal welche Lampe) ist das kein Luxusartikel.

Biologische Seife: Ist für mich kein Luxusmittel. Damit kann ich mit nur einem Produkt den Körper und das Geschirrwaschen und das sowohl auf einem Campingplatz als auch in der Wildnis waschen. Da empfinde ich die Kombination aus Spüle, Waschmittel, Seife, Shampoo, Rasierschaum als Luxusartikel.

Letztlich muss jeder selber entscheiden, welche Artikel Luxusartikel sind oder nicht. Der Preis ist für mich dafür nicht ausschlaggebend.
von: cyclerps

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 28.10.20 06:30

Beides.
von: sascha-b

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 30.10.20 17:11

Luxusartikel auf Radreise wäre für mich etwas, was mir die Reise angenehmer macht, aber über die (Rad-)Reiseausstattung hinaus geht, unabhängig davon, wie high- oder lo end die Radreiseausstattung ist - wenn ich mit Klickies fahre, wären für mich weder die entsprechenden Pedale noch Schuhe in dem Kontext Luxusartikel, aber die zusätzlich mitgenommenen Zivilschuhe in der Ortlieb hinten rechts durchaus, auch wenn es nur abgelatschte Sneaker sein sollten.

Der mp3-Player und der kleine tragbare Lautsprecher gehören auch dazu, das Tablet als Hilfsmittel für die Reise jedoch nicht.
von: Ortenauer

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 23.11.20 13:04

Kleidung aus Merinowolle:
Hier habe ich für den Alltag ein Merino Unterhemd aus dem ALDI; gibt schön warm und muffelt nicht. Ansonsten stinknormale Funktionskleidung und selbige meist als B-Ware oder im Schlussverkauf geordert.

Tacho/GPS-Gerät:
Hier bin ich leider Technik-Nerd. Als Kilometerzähler nutze ich eine Garmin Instinct und zum navigieren entweder Smartphone und OSMAnd+ oder mein Garmin GPSmap64s ebenfalls mit dem OSM-Kartenmaterial.

Wobei ich mittlerweile am Punkt bin an dem ich sage, dass wenn die Uhr kaputt gehen sollte kommt wieder ein normaler SIGMA Tacho ans Fahrrad und gut ist - das gemache mit App, Webinterface und Co. ist zum einen umständlich und aus Privatsphäre- und Datenschutzsicht wohl auch nicht so der Hit.


Stirnlampe: Eine Stirnlampe; ne zwei, ne drei - ach Stirnlampen kann man tatsächlich nicht genug haben. Ich selbst habe tatsächlich 6 Stirnlampen - sehe diese aber nicht als Luxus sondern als notwendig - wer schonmal frühmorgens auf dem Weg zur Arbeit die Kette neu aufsetzen muss ist froh wenn er die Hände frei hat und ordentlich was sieht.

Wer ne gute Stirnlampe braucht kann sich ja mal die Armytek Wizard anschauen.


Abbaubares Waschmittel:Absolut kein Luxus sonder m.M.n. Wertschätzung der Umwelt und gehört dazu.


Fahrradbrille:Im Sommer eine normale Sonnenbrille, im Winter eine Arbeitsschutzbrille mit klarem Glas.


Spiegel am Rad: Kein Luxus sondern ein Sicherheitsgewinn und man muss ja nicht diese Riesenklopper von CW-Wert-Killer dran schrauben wie sie an gefühlt 90% der E-Bikes zu sehen sind.

Ich selbst war die letzten 20 Jahre ohne Spiegel unterwegs, an unserem Tandem welches wir seit 3 Monaten haben war ein Spiegel dran und seihter vermisse ich den Spiegel eher an meinen Alltagsrädern - ist halt auch bequem wenn man je nach Sitzposition den Kopf nicht verrenken muss.
von: mille1

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 05.12.20 11:00

Auf meinen Radtouren habe ich immer einen kleinen Gummihammer dabei.
Außerdem darf die Pfeffermühle nicht fehlen und mindestens ein dickes Buch.
Ich orientiere mich immer noch analog mit Karten, habe aber auch ein Smartphone mit Komoot für alle Fälle. Hat mir letztes Jahr in Mestre sehr geholfen.

Nicht zu vergessen meine kleine Espressomaschine
von: Fricka

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 05.12.20 12:09

Gute Idee. Ich leihe mir immer einen Gummihammer.

Dafür habe ich so einen kleinen Fuß-Blasebalg dabei, mit dem ich die Matratzen aufpumpe. Nötig ist das nicht. Aber angenehm.
von: mille1

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 05.12.20 14:06

In Antwort auf: Fricka
Gute Idee. Ich leihe mir immer einen Gummihammer.


Da ich viel wild zelte, brauche ich einen Hammer. dafür
von: Fricka

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 05.12.20 15:28

Wenn ich keinen Hammer habe, nehme ich meist einen Stein. Oder versenke den Häring mit dem Fuß.
von: rolf7977

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 05.12.20 15:41

In Antwort auf: Fricka
Wenn ich keinen Hammer habe, nehme ich meist einen Stein. Oder versenke den Häring mit dem Fuß.


Da ich schon Häringe in der Schuhsohle versenkt habe, bevor sie in den Boden sanken, ist das für mich keine Option entsetzt . Ich gönne uns auch einen Hammer.

Rolf
von: Juergen

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 05.12.20 15:53

In Antwort auf: mille1
In Antwort auf: Fricka
Gute Idee. Ich leihe mir immer einen Gummihammer.


Da ich viel wild zelte, brauche ich einen Hammer. dafür
......... und, wie ich las und von dir hörte, zwei Bier. bier
Re: Habt ihr beim Zelten immer einen Hammer dabei? (Ausrüstung unterwegs)
von: veloträumer

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 05.12.20 16:48

In Antwort auf: rolf7977

Ich gönne uns auch einen Hammer.

Wie schön, dass es selbststehende Zelte gibt. cool
Ich finde ja oft, dass die Landschaften der Hammer sind, die ich sehe. Aber dafür muss ich keinen Hammer mitnehmen. träller
von: StephanBehrendt

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 05.12.20 17:30

In Antwort auf: rolf7977
Da ich schon Häringe in der Schuhsohle versenkt habe, bevor sie in den Boden sanken, ist das für mich keine Option entsetzt . Ich gönne uns auch einen Hammer.
Ich empfehle dir Click-Pedale. Die Cleats in der Sohle ersetzen den Hammer.
von: ta7h12

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 05.12.20 21:32

In Antwort auf: StephanBehrendt
In Antwort auf: rolf7977
Da ich schon Häringe in der Schuhsohle versenkt habe, bevor sie in den Boden sanken, ist das für mich keine Option entsetzt . Ich gönne uns auch einen Hammer.
Ich empfehle dir Click-Pedale. Die Cleats in der Sohle ersetzen den Hammer.

dafür multi-purpose statt Zahnbürsten absägen. Und tagsüber macht's mit Klickies einfach mehr Spass!
von: rolf7977

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 05.12.20 22:06

In Antwort auf: StephanBehrendt
In Antwort auf: rolf7977
Da ich schon Häringe in der Schuhsohle versenkt habe, bevor sie in den Boden sanken, ist das für mich keine Option entsetzt . Ich gönne uns auch einen Hammer.
Ich empfehle dir Click-Pedale. Die Cleats in der Sohle ersetzen den Hammer.


Irgendwas hast du falsch verstanden zwinker . Der Faden kümmert sich um Luxusartikel. Schuhe mit Klickies habe ich dabei. Das muss, sonst kann ich unser Rad nicht fahren. Der Hammer ist der Luxusartikel. Die Tevaschlappen danken es :-)

Rolf
von: borstolone

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 06.12.20 05:43

Ich habe mir leider auch schon Schuhe mit Clickies beim Haring-in-den-Boden-kloppen geschrottet. wirr
von: mille1

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 06.12.20 06:22

Zitat:
......... und, wie ich las und von dir hörte, zwei Bier. bier


das ist Standard, kein Luxus bier
von: Fricka

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 06.12.20 09:43

Um die Schuhsohle dabei zu schützen, nimmt man sowas mit:

Einlaufsieb

Den Pinökel in der Mitte muss man natürlich abkneifen. Das Teil ist so leicht und klein, dass es wirklich kein Luxus ist.
von: Deul

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 06.12.20 09:50

Es leihen genügend Reiseradler meinen Gummihammer aus. In Spanien reichte auch der im Sommer nicht. Ich brauchte den Schweren Hammer vom Platzwart, und am nächsten Morgen die Zange vom Multitool um die Heringe wieder zu bergen.

Hammer ist bei den heissen trockenen Sommern für mich kein Luxus, sondern nötig.
von: uri63

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 06.12.20 11:06

Das haben wir im September auch feststellen müssen, selbst auf einigen Zeltplätzen entlang des Rheins war der Boden infolge der Trockenheit und des ausgebliebenen Regens extrem hart.
von: kaman

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 06.12.20 11:41

Bisher habe ich immer einen brauchbaren Stein gefunden. Eine Hammer wäre für mich kein Luxus sondern eine unnötige Last.
von: Deul

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 06.12.20 12:13

Dann sei auch so fair und leih dir keinen wenn es keinen Stein gibt.
von: Gerhard O

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 06.12.20 12:22

In Antwort auf: Deul
Es leihen genügend Reiseradler meinen Gummihammer aus.
Wäre der Hammer immer zusammen mit einem Bier zurück gebracht worden, hätte ich ich so manch lustigen Abend gehabt....
von: panta-rhei

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 06.12.20 12:54

In Antwort auf: kaman
Bisher habe ich immer einen brauchbaren Stein gefunden. Eine Hammer wäre für mich kein Luxus sondern eine unnötige Last.

zwinker ...
von: LudgerP

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 06.12.20 13:21

Der Hammer ist kein Luxus, das selbststehende Zelt ist Luxus.
von: panta-rhei

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 06.12.20 13:48

In Antwort auf: LudgerP
Der Hammer ist kein Luxus, das selbststehende Zelt ist Luxus.

hm das finde ich eher kein Luxus... sondern ein Muss schmunzel
von: Juergen

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 06.12.20 16:00

Ein selbstehendes Zelt, dass nicht mit einigen Heringen in Form gebracht ist, sieht schlampig aus. cool
Für mich ist deshalb ein schweres Falt-Schloss quasi Bügeleisen- und Hammerersatz gleichzeitig. Absolut notwendig!
von: iassu

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 06.12.20 16:14

und warum können die Stahlfans nicht einfach den He(ä?)ring mit dem Rahmen einschlagen? Da hätten sie schon einen erheblich größeren Schwunghebel: am Hinterbau packen und in geübter Golfspieltechnik mit dem Steuerrohr treffen. Und mit einem Ausfallende könnte man das Teil dann wieder elegant rausziehen. Hach, ihr stellt euch aber auch an.
von: Rennrädle

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 06.12.20 16:33

kurios - aber ich habe zu dem ganzen Beitragsfasen wohl noch nciht meinen "Senf" dazu gegeben.

Was wir als Luxus dabei haben, ist tatsächlich ein kleiner Tisch - passend zu unseren Heliox Stühle. Wobei ich die Stühle nur als halben Luxus bezeichnen würde und eher dem Alter langsam angepasst, wie so vieles der Ausrüstung. Aber der Tisch ist schon eher Luxus, wobei wir ihn nicht mehr missen wollen.

Was mir schon so langsam auffällt, dass es nur noch wenige Menschen in unserem Alter (Ü50) gibt, die tatsächlich noch zelten.

Viele Grüße Rennrädle
von: StephanBehrendt

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 06.12.20 16:39

In Antwort auf: rolf7977
Irgendwas hast du falsch verstanden zwinker . Der Faden kümmert sich um Luxusartikel. Schuhe mit Klickies habe ich dabei. Das muss, sonst kann ich unser Rad nicht fahren. Der Hammer ist der Luxusartikel. Die Tevaschlappen danken es :-)
Ok.
Luxus ist für uns, unsere müden Knochen statt im kleinen Zelt auf steinigem hartem Boden im Vier Sterne Hotel mit Viergang Menü zu betten. Das schont die Schuhsohlen.
von: rolf7977

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 06.12.20 17:29

Das 4* Hotel nehmen wir gerne bei Touren von Oktober bis Anfang Mai. Dann schleppen wir auch keinen Hammer mit.

Rolf
von: Deul

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 06.12.20 18:24

Das Helinox Mobiliar haben wir auch mit (Inch Tisch). Wir werden auch meistens erst mal einem der WOMOs zugeordnet. Wenn man dann sagt, dass man Zeltet wird irritiert gekuckt.
Gruß Detlef
von: natash

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 06.12.20 19:15

Ein polnischer Reiseradler (zwei Minitaschen hinten, incl. Zeltgepäck für 6 Wochen) hat uns mal verraten, dass man deutsche Reiseradler daran erkennen könnte, dass sie Ihren halben Hausstand mitschleifen würden.
Nach dem Lesen dieses Fadens bin ich geneigt ihm zuzustimmen.
Für mich besteht der Luxus eigentlich eher darin, im Laufe der Jahre in teils leichtere Ausrüstung investiert zu haben (aber nichts ultraleichtes) und deshalb, meine Urlaubs- und damit Tour-Tage sind stark eingegrenzt, einmal eine längere bergige Tagesetappe fahren zu können, ohne hinterher gleich entkräftet vom Rad zu kippen. Mehr Spaß macht es mir auch. Da sind die Prioritäten halt einfach verschieden. Ich schleppe zwar trotzdem zuviel Gerümpel mit, vor allem Lebensmittel (ich habe immer die unbestimmte Furcht hungern und dursten zu müssen), aber das ist scheint mir, vergleichsweise harmlos.


Gruß
Nat
von: Fricka

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 06.12.20 19:22

Dann bist das nicht du, auf dem Foto, mit den vier großen Ortlieb-Taschen?
von: natash

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 06.12.20 19:28

mein Avatar? Zwei große, zwei kleine. Ich bin nicht super leichtgewichtig unterwegs, aber wesentlich mehr wie 15 Kilo mag ich nicht schleppen (das Rad wiegt ja auch noch mal soviel, zumindest fast).
Ich habe auch schon mit 2 Taschen und einer Minirolle vorne experimentiert (Lenkertasche habe ich vor über 10Jahren abgeschafft), ist aber arg viel Gekruschtel.
Ist aber natürlich alles relativ.
Gruß
Nat
von: Fricka

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 06.12.20 19:31

Ich finde das relativ durchschnittlich.
von: natash

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 06.12.20 19:39

ich auch. Aber ich lese hier von Tischen, Stühlen und Hämmern. zwinker
Gruß
Natalie
von: ta7h12

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 06.12.20 22:39

In Antwort auf: natash
ich auch. Aber ich lese hier von Tischen, Stühlen und Hämmern. zwinker
Diskussionen, die dringend in Mannheim geführt werden müssen! Wenn Ü50 nicht mehr gezeltet wird, reicht die kleine Zeltwiese ja locker grins
von: Gina

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 06.12.20 23:26

,Ha, dann heißt mein Luxus Geod.
von: Gina

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 06.12.20 23:31

In Antwort auf: Juergen
Ein selbstehendes Zelt, dass nicht mit einigen Heringen in Form gebracht ist, sieht schlampig aus. cool


Jo, passt mir!
von: veloträumer

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 06.12.20 23:32

In Antwort auf: natash
Ein polnischer Reiseradler (zwei Minitaschen hinten, incl. Zeltgepäck für 6 Wochen) hat uns mal verraten, dass man deutsche Reiseradler daran erkennen könnte, dass sie Ihren halben Hausstand mitschleifen würden.

Der hat sicherlich noch nicht die Welt gesehen. Was ich schon an Hausstandsradlern aus unterschiedlichsten Ländern gesehen habe, ist weit enfernt von Deutschlandradlern-typisch. Niederländer, Amerikaner, Franzosen, Italiener, Australier u.a.m. - Auch mit Gitarren, Hundehaus, Leinensäcken à la Bundeswehr usw. Schweizer auch öfters mit Kinderhänger (aber auch Deutsche). Vielleicht ist dieses perfekte Equipment mit Lowridertaschen typischer als für andere Länder - die haben manchmal mehr Kruschtelberg auf dem Heckträger. Ist auch Geldfrage.

Die Spartanischen sind zudem oft junge Kerls, die können mehr Gesundheit riskieren. Manche haben schlicht zu wenig Erfahrung. Ein Deutscher in Frankreich hat mal berichtet, nie wieder Biwacksack, demnächst mit Zelt. War aber eben Deutsche mit Magerausstattung, nicht der einzige, den ich traf. Ich glaube auch, der neue Bikepacking-Trend ist stark deutsch geprägt. Komplettfahrer werden auch zunehmend E-Biker, die Trennlinie läuft also anders. Weiters sind viele Leichtradler auch Hotelradler - auch unter den Nichtdeutschen. Manche erkennt man nicht mal als Reiseradler, so deutsche MTB-Gruppe in Slowenien. Hatten fast nichts dabei, immer beste Unterkünffte gebucht. Schweizer sind auch fast immer im Hotel, Südländer auch eher, Pärchen mehr als Solo-Herren, Solo-Damen sind zu selten für Statistik. Ex-Ostblock & Co., Franzosen und Holländer sind mehr Outdoor, erstere auch wegen Kosten, F/NL mehr aus Tradition Zelter.
von: derSammy

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 06.12.20 23:49

In Antwort auf: Deul
Dann sei auch so fair und leih dir keinen wenn es keinen Stein gibt.

Ich hatte noch nie einen Hammer auf Radreise mit. Und geliehen habe ich auch noch nie einen.
Entweder Stein, oder vorzugsweise wie es Stephan schon vorschlug die SPD-Cleats der Radschuhe.
Mit Hammer habe ich in den Zeiten vorm Reiseradeln keine guten Erfahrungen gemacht. Entweder sie waren unnötig, oder ihr Einsatz führe zu lebensverkürzenden Effekten beim Hering (nein, nicht Häring!).
von: Fricka

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 07.12.20 10:59

In Antwort auf: natash
ich auch. Aber ich lese hier von Tischen, Stühlen und Hämmern. zwinker
Gruß
Natalie


Vielleicht auch eine Frage des Alters und der Gesundheit?

Bis ich mit Mitte 30 zum 3. mal schwanger war, habe ich im Zelt ohne Matte auf dem Boden geschlafen. Dann bekam ich eine platte Schaummatte. Ca. seit meinem 50. Geburtstag habe ich eine sehr bequeme Neoair. Und sieben Jahre später lernten wir die Helinox-Stühle kennen und lieben. Heute würde ich die als notwendig betrachten. Sicher nicht als Luxus.

Stuhl und Tisch kommen bei mir unter der 15-kg-Gesamt-Obergrenze problemlos unter.
von: veloträumer

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 07.12.20 15:41

In Antwort auf: derSammy
In Antwort auf: Deul
Dann sei auch so fair und leih dir keinen wenn es keinen Stein gibt.

Ich hatte noch nie einen Hammer auf Radreise mit. Und geliehen habe ich auch noch nie einen.
Entweder Stein, oder vorzugsweise wie es Stephan schon vorschlug die SPD-Cleats der Radschuhe.
Mit Hammer habe ich in den Zeiten vorm Reiseradeln keine guten Erfahrungen gemacht. Entweder sie waren unnötig, oder ihr Einsatz führe zu lebensverkürzenden Effekten beim Hering

So ist auch weitgehend bei mir, auch als ich noch kein gut selbststehendes Zelt hatte. Mindestens ein bisschen selbststehend waren alle meine vier Zelte (niemals Tunnelzelt). Wenn das Zelt mal schlapp hängt, weil ich Heringe nicht in den Boden bekam, waren das meist auch Gebiete, wo kein Sturm oder Wolkenbruch die Zeltwände zusammengehauen haben. In der Tendenz schließt sich das auch ein wenig aus, z.B. mediterrane Hartböden korrespondieren mit eher weniger extremen Wettersituationen. Bildet sich hingegen starke Taunässe oder gibt es exponierte Bergregionen mit viel Wind, dann sind die Böden auch meist weicher.

Und ästhetisch - naja, mein Zelt steht meist nur im Dunkeln. Selbst Steine verwende ich fast nie, schon gar nicht zum Einschlagen. Cleats dito. Wenn ich mit Reindrehen in den Boden nicht weiterkomme, würde auch halbherziges Schlagen und treten nur kontraproduktiv sein (mit Cleats gingen auch schon Heringe krumm). Ich frage mich auch immer, warum viele Zelter glauben, sie müssten bei jeder Zeltnacht das Zelt so abspannen, dass es den nächsten Hurrikan übersteht. Das Wetter ist ja meistens für eine Nacht absehbar und längst nicht immer und überall kritisch.
von: derSammy

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 07.12.20 16:09

Naja, gerade im mediterranen Raum kann dich über Nacht Bora oder Mistral schon auch mal überraschen. Aber ja, ich bin auch davon abgekommen, immer alles abzuspannen.

Zwei bis vier Heringe brauchen aber fast alle Zelte nach meiner Beobachtung. Dabei ist es egal, ob Tunnelzelt (an den Enden) oder Iglu/Geodät, wo du mit den Heringen die Apsiden aufspannst.
von: rolf7977

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 07.12.20 16:13

Ein bisschen Heringekloppen darf schon sein. Sonst hat man sich das obligatorische Aufstellbier doch gar nicht verdient grins

Rolf
von: Wendekreis

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 07.12.20 17:12

... und dabei überschüssige Kraft ablassen. Gelegentlich kann ich auch einen Hering krumm schlagen. Zuhause richte ich ihn im Schraubstock gerade.
von: Gepäcktour

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 07.12.20 18:06

Ich habe unterwegs schon viele Gepäckradler getroffen. Sehr selten ist jemand dabei, der weniger mit hat als ich, z. B. der junge Tyl aus Holland mit Rennrad und 2 Ortliebtaschen, fertig. Typischerweise haben die Leute je 2 Taschen vorne und hinten, Lenkertasche und hinten quer eine riesige Rolle. Da staune ich dann immer.
Wenn sich im Gespräch herausstellt, dass ich in 2 Ortliebs, einer wirklich kleinen Rolle und der Lenkertasche das komplette Zelt/Schlafsackgeraffel inklusive Leichtkocher (alles um 15 kg) dabei habe, staunt wiederum der Gesprächspartner.
Ich glaube, es wird irgendwie suggeriert, dass man es so macht, weil es die vielen Taschen nun mal zu kaufen gibt und alle es so machen. Mit der Erfahrung von ein paar Touren (und Anstiege)überlegt man sich dann vielleicht, ob man auch mit weniger Zeug glücklich sein kann und beginnt nach und nach sein persönliches Optimum zu finden.
Mein Luxus: Eigentlich die Neo-Air, denn sie ermöglicht mir bei geringem Gewicht und Packmaß sehr gut zu schlafen.
Und nein, ich nehme keinen Hammer mit.
Liebe Grüße!
von: kaman

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 07.12.20 18:56


Werde ich niemals tun. Aber wenn ich anfange zu singen , wird der ein oder andere Hammer freiwillig in meine Richtung fliegen.
von: Rennrädle

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 07.12.20 18:56

In Antwort auf: Gepäcktour
...
Und nein, ich nehme keinen Hammer mit.
...


das mit dem Hammer erinnert mich an die Frage meiner Schwiegermutter, wie ich* das mit dem Bügeln auf der Radtour mache und ob wir ein Bügeleisen mitnehmen.

War echt so zwinker

Gruß Rennrädle

* tatsächlich "ich" und nicht "wir" oder "Stephan" - klare Rollenverteilung. Naja, dann muss Stephan das Bügeleisen eben transportieren.
von: lutz_

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 07.12.20 19:02

In Antwort auf: kaman

Werde ich niemals tun. Aber wenn ich anfange zu singen , wird der ein oder andere Hammer freiwillig in meine Richtung fliegen.


Dann solltest Du Deinen Nicknamen in " Troubadix " abändern... :-)


Gruß LUTZ
von: Tom72

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 07.12.20 22:06

Ich weiß nicht, ob das im Sinne dieses Threads als Luxus gilt, aber ich habe auf den meisten meiner längeren Radreisen der vergangenen Jahre Wanderschuhe mitgehabt, zunächst relativ schwere Bergschuhe (Innen- und Außenmaterial Leder), seit letztem Jahr etwas leichtere, aber auch über die Knöchel reichende. Zweck der Mitnahme waren/sind jeweils maximal ein halbes Dutzend Halb- und Ganztageswanderungen, d. h. an ca. drei Viertel der Tage kamen die Wanderschuhe nicht zum Einsatz und waren nur Ballast. Das hat mir aber die Möglichkeit eröffnet, herrliche Wanderungen im Hochgebirge als perfekte Ergänzung zu den Radtouren zu machen (auf Korsika, in den Pyrenäen und in den Picos de Europa)(siehe meine entsprechenden Reiseberichte). Deshalb kommen die Wanderschuhe wohl auch in Zukunft mit, wenn es auf Radreise durch wandertaugliche Gebirgsregionen geht und es sich nicht gerade um eine Rennrad-Kurzreise handelt.
von: panta-rhei

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 07.12.20 22:20

In Antwort auf: Wendekreis
... und dabei überschüssige Kraft ablassen. Gelegentlich kann ich auch einen Hering krumm schlagen. Zuhause richte ich ihn im Schraubstock gerade.


Hey, hat denn keiner einen Reiseschraubstock als "Luxusgut" dabei ? teuflisch
von: panta-rhei

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 07.12.20 22:22

In Antwort auf: Gepäcktour
Typischerweise haben die Leute je 2 Taschen vorne und hinten, Lenkertasche und hinten quer eine riesige Rolle. Da staune ich dann immer.
...
Mein Luxus: Eigentlich die Neo-Air,

Siehste, Du schummelst beim Packmass - Gewichtsmässig bringt das Ding übrigens nüscht!
von: panta-rhei

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 07.12.20 22:24

In Antwort auf: Tom72
Ich weiß nicht, ob das im Sinne dieses Threads als Luxus gilt, aber ich habe auf den meisten meiner längeren Radreisen der vergangenen Jahre Wanderschuhe mitgehabt,
... drei Viertel der Tage kamen die Wanderschuhe nicht zum Einsatz und waren nur Ballast.

Warum nimmst Du nicht gleich Wanderschuhe, in denen Du auch Radfahren kannst? Mach ich immer so - extra welche mitnehmen ... naja...
von: Gepäcktour

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 07.12.20 22:39

Die Neo Air wiegt 350 g und ist gut 6 cm dick. Das Packmaß ist sehr klein. Der Preis leider ziemlich hoch.
Deinen Einwand verstehe ich gerade nicht.?
von: Tom72

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 07.12.20 23:22

Ich fahre mit Klickpedalen, daher kommen Schuhe, die gleichermaßen fürs Wandern als auch fürs Radfahren geeignet sind, kaum in Betracht. Die mitgeführten Wanderschuhe sind eben, und darum geht es hier ja, Radreise-Luxusartikel schmunzel . Die schönen Wanderungen, die ich dadurch machen konnte, haben das zusätzliche Gewicht und Volumen im Gepäck allemal aufgewogen.
von: panta-rhei

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 07.12.20 23:31

In Antwort auf: Gepäcktour
Die Neo Air wiegt 350 g und ist gut 6 cm dick. Das Packmaß ist sehr klein. Der Preis leider ziemlich hoch.
Deinen Einwand verstehe ich gerade nicht.?


Die NeoAir hat ein kleines Packmass, aber sind nicht gross leichter als Evazotematten (ZB http://www.exped.com/international/de/product-category/schlafmatten/hypersleep ). Mal so ein Einwurf, da Du dich über die Leute mit den riesigen Rollen lustig machst.

OT:
Habe auch eine NeoAir, bin aber noch nicht so alt, dass ich mir die antun muss ...
teuflisch
(habe sie schon mal geschrottet, auch andere Luftdinger schon in Situationen kaputt gesehen, die Evazotematten klaglos mitmachen)
von: panta-rhei

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 07.12.20 23:34

In Antwort auf: Tom72
Ich fahre mit Klickpedalen, daher kommen Schuhe, die gleichermaßen fürs Wandern als auch fürs Radfahren geeignet sind, kaum in Betracht. Die mitgeführten Wanderschuhe sind eben, und darum geht es hier ja, Radreise-Luxusartikel schmunzel . Die schönen Wanderungen, die ich dadurch machen konnte, haben das zusätzliche Gewicht und Volumen im Gepäck allemal aufgewogen.

Ah stimmt, ging ja um Luxus cool
von: Martina

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 08.12.20 08:42

In Antwort auf: natash
Ein polnischer Reiseradler (zwei Minitaschen hinten, incl. Zeltgepäck für 6 Wochen) hat uns mal verraten, dass man deutsche Reiseradler daran erkennen könnte, dass sie Ihren halben Hausstand mitschleifen würden.
Nach dem Lesen dieses Fadens bin ich geneigt ihm zuzustimmen.


Abgesehen davon, dass ich das nach wie vor für ein Klischee halte, da es m.E. so viele Gepäckkonzepte wie Reiseradler gibt, erlaube ich mir inzwischen den Luxus, auf solche Sprüche mit 'und wennschon' zu antworten. lach
von: rolf7977

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 08.12.20 09:44

In Antwort auf: natash
Ein polnischer Reiseradler (zwei Minitaschen hinten, incl. Zeltgepäck für 6 Wochen) hat uns mal verraten, dass man deutsche Reiseradler daran erkennen könnte, dass sie Ihren halben Hausstand mitschleifen würden.
Nach dem Lesen dieses Fadens bin ich geneigt ihm zuzustimmen.
Für mich besteht der Luxus eigentlich eher darin, im Laufe der Jahre in teils leichtere Ausrüstung investiert zu haben (aber nichts ultraleichtes) und deshalb, meine Urlaubs- und damit Tour-Tage sind stark eingegrenzt, einmal eine längere bergige Tagesetappe fahren zu können, ohne hinterher gleich entkräftet vom Rad zu kippen. Mehr Spaß macht es mir auch. Da sind die Prioritäten halt einfach verschieden. Ich schleppe zwar trotzdem zuviel Gerümpel mit, vor allem Lebensmittel (ich habe immer die unbestimmte Furcht hungern und dursten zu müssen), aber das ist scheint mir, vergleichsweise harmlos.


Gruß
Nat



Wir haben auch in leichte Ausrüstung mit geringem Packmaß investiert. bzw. investieren müssen (wegen Tandem). Trotzdem haben wir einiges dabei u. a. auch den besagten Hammer. Flickzeug scheint Luxus zu sein, selbst eine Luftpumpe. Die Krönung dazu erlebten wir vor vier Jahren auf dem CP in Waldshut. Sehr viele Radreisende aus D, F und NL. Ich habe der Nachbarschaft drei Schläuche geflickt, mehrere Reifen aufgepumpt und unser Hammer ging auch in die Runde. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie "unbedarft" manche Leute auf Radreise gehen.

An Hausstand wichtig sind noch Schneidbrettchen, Korkenzieher, Ölfläschchen zum Braten, Pfeffer, Salz und Brühe. Tupperdosen oder die von LockLock zur dichten Verpackung für mancherlei Dinge wie Butter, Milchpulver und Käsescheiben. Ich finde es immer wieder erstaunlich und beschämend, wie viele Lebensmittel auf CP weggeworfen werden, weil sie nicht mitgenommen werden können. Andere mögen das für Luxus halten.

Zum Thema halber Hausstand: an der Mosel sahen wir mal eine deutsche Familie. Die hatten auf dem Gepäckanhänger vier Klappstühle und oben drauf noch ein Monoblocktisch. Das war aber ein Ausreisser nach oben.

Rolf
von: Thomas S

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 08.12.20 10:22

In Antwort auf: Tom72
Ich fahre mit Klickpedalen, daher kommen Schuhe, die gleichermaßen fürs Wandern als auch fürs Radfahren geeignet sind, kaum in Betracht. Die mitgeführten Wanderschuhe sind eben, und darum geht es hier ja, Radreise-Luxusartikel schmunzel . Die schönen Wanderungen, die ich dadurch machen konnte, haben das zusätzliche Gewicht und Volumen im Gepäck allemal aufgewogen.


Es gäbe schon Lösungen: Der Shimano Sh-MT 91. Man muss halt die Platten ggfs. gegen die Sohlenabdeckung tauschen. Das ist natürlich kein Bergschuh für hochalpines Gelände aber ein guter Kompromiß. Ob man damit dann auf Dauer Radfahren möchte, vielleicht gar im Sommer, muss man sich dann aber schon überlegen.
von: Wuppi

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 08.12.20 12:16

In Antwort auf: Thomas S
Es gäbe schon Lösungen: Der Shimano Sh-MT 91. Man muss halt die Platten ggfs. gegen die Sohlenabdeckung tauschen. Das ist natürlich kein Bergschuh für hochalpines Gelände aber ein guter Kompromiß. Ob man damit dann auf Dauer Radfahren möchte, vielleicht gar im Sommer, muss man sich dann aber schon überlegen.
es gibt hier einen Moderator der diese Schuhe bei jedem Wetter trägt .... unschuldig
von: Thomas S

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 08.12.20 12:29

Ich habe die Schuhe selbst. Bei sommerlichen Temperaturen würde ich sie aber nicht so gerne den ganzen Tag tragen. Das muss aber Tom72 für sich entscheiden ob es ihm das wert wäre, ein paar Schuhe einzusparen. Es sollte ja auch nur ein Hinweis sein, dass es Möglichkeiten gäbe.

Welcher Moderator war das noch mal? Ich kann mich zwar erinnern, dass ich die Schuhe auch schon bei anderen gesehen habe, weiß aber nicht mehr bei wem.
von: Juergen

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 08.12.20 12:58

Datenschutz teuflisch
Wollte mir letztens die Nachkommen bestellen und musste feststellen, dass die Schlappen ganz schön teuer geworden sind. grins
von: Friedrich

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 08.12.20 13:23

Ich fahre seit vielen Jahren ganzjährig den Shimano SH-MT90:
Buidl oans

Die Sohlen sind recht abgelaufen aber ich will versuchen das richten zu lassen. Mit "Fachwerkstätten" habe ich dahingehend keine guten Erfahrungen - zur Not mache ich es selber.

Als Reserve habe ich mir den Shimano SH-XM9 zugelegt (und auch ein paar mal gefahren grins )
Buidl zwoa

Bitte bei solchen Monsterlinks die Linkfunktion nutzen, sonst wird das Format der Beiträge gesprengt!

Beide Modelle sind für meinen Geschmack und Begriff sehr schön verarbeitet und ihr Geld wert.
von: Gepäcktour

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 08.12.20 13:32

Hallo,
ich mache mich nicht über Leute, die ein anderes Konzept haben, lustig. ("ich staune", schrieb ich)
Im Gegenteil respektiere ich da jede Entscheidung. Hauptsache unterwegs.

Liebe
Grüße, Thomas
von: veloträumer

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 08.12.20 18:24

In Antwort auf: Gepäcktour
Hallo,
ich mache mich nicht über Leute, die ein anderes Konzept haben, lustig. ("ich staune", schrieb ich)
Im Gegenteil respektiere ich da jede Entscheidung. Hauptsache unterwegs.

Du schreibst aber auch so:
In Antwort auf: Gepäcktour
Ich habe unterwegs schon viele Gepäckradler getroffen. Sehr selten ist jemand dabei, der weniger mit hat als ich, z. B. der junge Tyl aus Holland mit Rennrad und 2 Ortliebtaschen, fertig. Typischerweise haben die Leute je 2 Taschen vorne und hinten, Lenkertasche und hinten quer eine riesige Rolle. Da staune ich dann immer.
...
Ich glaube, es wird irgendwie suggeriert, dass man es so macht, weil es die vielen Taschen nun mal zu kaufen gibt und alle es so machen. Mit der Erfahrung von ein paar Touren (und Anstiege)überlegt man sich dann vielleicht, ob man auch mit weniger Zeug glücklich sein kann und beginnt nach und nach sein persönliches Optimum zu finden.

Ich vermute mal, dass die ausufernden Diskussionen um Bikepacking usw. hier wie in anderen Portalen noch nicht ausreichend erlebt hast. Sie sind i.d.R. von gegenseitigem Unverständnis geprägt. Und die Argumente sind ausreichend bekannt. Wenn du meist der Exot bist, die meisten Radler hingegen deiner Ansicht zuviel Gepäck haben, würde ich mich nicht wundern, außer über mich selbst. Der Standard ist eher die Mehrheit und vermutlich ist sie näher am "Optimum". Natürlich muss man das nicht nachmachen.

Deine Vermutung, man macht es, weil es die Taschen gibt (Konsumverführung) und jeder machts nur, weil es alle so machen (Nachäffeffekt), geht an der Wirklichkeit vorbei. Die meisten Reiseradler haben ihre Equipmentkonzepte genauso durchdacht, oft erprobt in mehreren Jahrzehnten. Ich kann auch nicht erkennen, dass die Konzepte so einheitlich sind, im Gegenteil, die Varianten werden immer vielfältiger, so meine letzten Reisebeobachtungen. Wenn etwas derzeit einen Nachmachtrend vermuten lässt, dann ist es die Bikepackingszene. Das geht nicht zuletzt einher mit dem Gravelbiketrend. Der Viertaschenklassiker ist hingegen etwas bedroht, außer evtl. bei E-Bikern. Sonst sah ich mehr 2-Taschen-Plus-Konzepte, aber eben auch trendige Bikepacking-Konzepte. Die Facebook-Gruppen geben keinen richtigen Aufschluss, aber auch dort ist Bikepacking zumindest sehr stark vertreten. Viels davon ist Low-Budget-gesteuert und sehr auf Kurztrips orientiert.

Warum fahre ich die klassiche Linie mit Taschen vorn/hinten (nein, nicht Zusatzrolle quer, dass ist auch nicht der Klassiker für einen Soloreisenden)? Weil es sich in 21 Jahren Radreisen bewährt hat! Ich habe auch immer wieder mal was gewichtsoptiomiert, was aber wenig Einfluss auf das Packvolumen hatte. Auf der ersten Radreise hatte ich noch einen Rucksack dabei, der meist auf dem Gepäckträger war. Damit war aber schon bei der zweiten Radreise Schluss. In den letzten Jahren ist das Zelt auch wieder etwas schwerer als das jemals leichteste in meiner Historie. Auch dafür gibt es gute Gründe der Optimierung von Equipment. Optimierung ist nicht nur Gewicht!

Bei meinem Reisestil und meinem Erlebnisoptimum ist das 4-Taschensystem (plus Lenkertasche) nicht ersetzbar, soweit ich als Zelter unterwegs bin. Neben dem benötigten Packvolumen spielt eine Sache eine nicht zu unterschätzende Rolle: Die Fahreigenschaft des Velos! Ein hecklastige Lösung kann ich mir nicht leisten, weil zu gefährlich und eine Baumellösung am Lenker würde mein Fahrgefühl zu stark erschüttern. Ich beziehe meine Erfahrung sehr wohl aus Anstiegen und sogar vor allem aus Anstiegen. Ein Blick in meine Radreisehistorie wird dich entsprechend informieren. Das Argument ist also auch nur Schall und Rauch. Es ist alles ein Frage der Einstellung.
von: Friedrich

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 08.12.20 18:36

In Antwort auf: veloträumer
Es ist alles ein Frage der Einstellung.

Hoffentlich spricht sich das herum grins ...
von: Keine Ahnung

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 08.12.20 19:47

Ich denke, dass die meisten hier im Forum Dinge, wie die Zahl der Taschen, nicht allzu verbissen sieht. Ein paar wenige genügen aber, um unschöne Diskussionen am Laufen zu halten. Ich fahre weiter mit meinem 6-Pack, wobei ich die Taschen eher wenig fülle. Aber die von Matthias genannte ausgewogene Verteilung des Gepäcks, die geordnete Unterbringung und der bequeme Zugriff sind für mich entscheidend. Auch etwas "Luxus". Aber wenn jemand mit weniger - oder auch mit mehr - unterwegs sein will, so ist das o.k. zwinker
von: natash

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 08.12.20 20:42

wie ich ja Anfangs schon schrieb, Luxus ist für jeden etwas anderes. Was man als Luxus empfindet, hat etwas mit dem zu tun was man gewohnt ist und auch, was man als überflüssig empfindet und was nicht. Und auch, was für eine Art von Touren man mit welchem Rad fährt, hat da Relevanz. Und welche Möglichkeiten einem, finanziell, körperlich und auch zeitlich zur Verfügung stehen. Das kann nicht für jeden gleich sein.

Gruß
Nat
von: Friedrich

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 08.12.20 21:41

In Antwort auf: Keine Ahnung
Ich denke, dass die meisten hier im Forum Dinge, wie die Zahl der Taschen, nicht allzu verbissen sieht.

Mit Zelt waren wir jahrelang so unterwegs:
https://photos.app.goo.gl/rM2j7gN3ZYvxVHsBA
so:
https://photos.app.goo.gl/PjNNzHVmSddxDVqH9
oder so:
https://photos.app.goo.gl/djiHUnQW98u7SRzeA
und auch so:
https://photos.app.goo.gl/Udmm11i4XKM6Hubi9

Mit Lowridertaschen zu fahren hat sich noch nicht ergeben.

Was wer wie von dieser Kombination (oder sollte ich lieber Setup schreiben?) hält ist mir persönlich ziemlich egal - alles eine Frage der Einstellung und den Luxus gönne ich mir grins.
von: Keine Ahnung

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 08.12.20 22:29

Für mich die angenehmste Kombination und auch für Wege, wie der gezeigte, durchaus praktikabel - und ich fahre häufig solche Pisten entlang zwinker

von: Igor

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 08.12.20 22:30

In Antwort auf: Friedrich
...
Mit Zelt waren wir jahrelang so unterwegs:
https://photos.app.goo.gl/rM2j7gN3ZYvxVHsBA
....


...cooles Bild! Und an der Haarpracht hat sich ja offenbar auch nicht viel verändert!

Danke für's zeigen!

Gruß Igor
von: HC SVNT DRACONES

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 08.12.20 23:12

In Antwort auf: Friedrich

oder so:
https://photos.app.goo.gl/djiHUnQW98u7SRzeA
...
Mit Lowridertaschen zu fahren hat sich noch nicht ergeben.


Moin Friedrich,

hilf mir mal bitte. Ist das auf dem dritten Bild da am Norwid vorne kein Lowrider? Oder meinst Du das hier nur so, weil da größere Taschen dran sind? Oder meinst Du, da Du ja auf den Bildern offensichtlich eher Gepäck als keines dabei hast, dass Du noch nie "nur" mit Lowridern unterwegs gewesen bist? Steh gerade auf'm Schlauch...

Verwirrte Grüße von
Tom

PS: Bild 1 gefällt mir richtig gut! Sieht aus, wie alte Expeditionsaufnahmen von vor ganz ganz vielen Jahren. Einfach super! Verrätst Du uns Details zur Aufnahme?
von: Deul

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 09.12.20 07:24

Das Sieht nach Tubus Tara aus. Es ist übrigens ein Gerücht, dass an den Lowrider nur Lowrider Tasche passen. Ich fahre an meinem Tubus Duo die ganz normalen Backroller Plus.
von: cyclerps

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 09.12.20 07:45

.....der rechts ist Tensing Norgai.......
von: sugu

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 09.12.20 13:11

In Antwort auf: Deul
Ich fahre an meinem Tubus Duo die ganz normalen Backroller Plus.

Wieviel "Bodenfreiheit" bleibt da - so hoch, dass ein normaler Bordstein drunter passen würde?
von: derSammy

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 09.12.20 13:18

Das hängt ja auch von der Kurvenlage ab, könnte aber knapp werden. Aber ich würde nie mit Packtaschen über dem Bordstein fahren. Das ist einerseits viel zu nah am Fahrbahnrand und andererseits ist das Sturzrisiko da viel zu hoch.
von: sugu

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 09.12.20 13:22

Da will ich auch nicht entlang fahren, aber es gibt Situationen, wo man unfreiwillig dem Rand zu nahe kommt. Auch wenn man genügend Abstand zum Bürgersteig hält, gibt es manchen Lastwagen oder seltener auch PKW, der einen zu dicht an den Rand drängt.
von: Deul

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 09.12.20 13:48

Das mit den Bordsteinen ist bei 622 Reifengrösse kein Problem. Bei den erhöhten Bushaltestellen kann es vielleicht eng werden. Mit Lowrider Taschen allerdings auch.
von: Gerhard O

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 09.12.20 14:09

In Antwort auf: Deul
Das mit den Bordsteinen ist bei 622 Reifengrösse kein Problem
Ich bin oft an Bordsteinen angestoßen (1 Reise). Seit dem fahre ich wieder mit Frontrollertaschen. Bei anderen Reiseradlern habe ich auch schon defekte Backrollertaschen (unten aufgescheuert) am Lowrider gesehen.
In Antwort auf: Deul
Bei den erhöhten Bushaltestellen kann es vielleicht eng werden. Mit Lowrider Taschen allerdings auch.
Das konnte ich bisher verhindern.
von: Gepäcktour

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 09.12.20 15:12

Hallo Matthias,
deine Argumentation ist durchaus schlüssig. Somit nehme ich alles zurück und behaupte das Gegenteil...
nein, nicht ganz. Aber ich habe da wohl zu sehr verallgemeinert und von wenigen Begegnungen auf eine große Gruppe geschlossen.
Liebe Grüße, Thomas
von: IndianaWalross

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 09.12.20 17:46

In Antwort auf: panta-rhei
In Antwort auf: Gepäcktour
Die Neo Air wiegt 350 g und ist gut 6 cm dick. Das Packmaß ist sehr klein. Der Preis leider ziemlich hoch.
Deinen Einwand verstehe ich gerade nicht.?


Die NeoAir hat ein kleines Packmass, aber sind nicht gross leichter als Evazotematten (ZB http://www.exped.com/international/de/product-category/schlafmatten/hypersleep ). Mal so ein Einwurf, da Du dich über die Leute mit den riesigen Rollen lustig machst.



Kannst du mir mal bitte ne EVAZOTE Matte die dann zum pennen 6 ZENTIMETER (nicht Millimeter) dick ist zeigen, und welches Packmaß die DANN hätte? Warscheinlich braucht man dann mindestens nen mittelklasse Auto oder Anhänger zum Transport.

Daher verstehe ich den Einwand "schummeln beim Packmaß" nicht - ich meine ich vergleiche ja auch meine Matratze im heimischen Bett nicht mit ner Isomatte fürs Campen.
von: panta-rhei

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 09.12.20 18:31

In Antwort auf: IndianaWalross
In Antwort auf: panta-rhei
In Antwort auf: Gepäcktour
Die Neo Air wiegt 350 g und ist gut 6 cm dick. Das Packmaß ist sehr klein. Der Preis leider ziemlich hoch.
Deinen Einwand verstehe ich gerade nicht.?


Die NeoAir hat ein kleines Packmass, aber sind nicht gross leichter als Evazotematten (ZB http://www.exped.com/international/de/product-category/schlafmatten/hypersleep ). Mal so ein Einwurf, da Du dich über die Leute mit den riesigen Rollen lustig machst.



Kannst du mir mal bitte ne EVAZOTE Matte die dann zum pennen 6 ZENTIMETER (nicht Millimeter) dick ist zeigen, und welches Packmaß die DANN hätte?

?! Aber ich habe doch geschrieben, dass ich glücklicherweise den Komfort einer Neoair noch nicht brauche zwinker ... und die anderen, die mit so "übergrossen" Paketen hinten fahren, ja vielleicht auch nicht grins ... und den Komfort haben sie auch nur gut belüftet! Habe regelmässig TravelLumas gesehen, die nur noch 2 mm (nicht Zentimeter listig ) dick waren ... aber als aufmerksame Leserin hast Du sicher verstanden, dass es mir nicht um den Vergleich des Komforts ging (s.o.) sondern von Packmass versus Robustheit, sind ja schliesslich noch nicht alle hier im Forum in der Situation, dass es ohne 6cm nicht mehr gut geht zwinker
von: Fricka

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 09.12.20 18:54

Glücklicherweise sind hier überwiegend Helden ohne Zipperlein unterwegs.
von: panta-rhei

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 09.12.20 19:40

In Antwort auf: Fricka
Glücklicherweise sind hier überwiegend Helden ohne Zipperlein unterwegs.

Na eben nicht. Das so eine aufblasbare LuMa grad kein Luxus sondern Standard ist, hört man doch überall raus! Es gibt fast keine, die ein EvazoteKreuz zur Teufelaustreibungvor sich hertragen teuflisch
von: Rennrädle

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 09.12.20 21:15

... nebenbei: ich kenne eine 68 jährige Frau die immer auf einer dünnen Matte auf dem Boden schläft. Auch daheim, im Urlaub, in Hotels egal wo...
Auch sonst eine sehr bewundernswerte Frau.

Rennrädle
von: Seniorradler

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 09.12.20 22:13

In Antwort auf: Sickgirl
Nochmals ich fahre meine Spur, warum muss ich dann wissen was hinter mir los ist. Ich wurde die letzten 45 Jahre deswegen noch nicht über den Haufen gefahren und ich denke ich werde auch so die letzten Jahre die noch vor mir liegen so fahren können solange ich noch beweglich für nach hinten zu schauen bin


Super, schmunzel ...Dein Optmismus , und ich wünsche Dir das es
Keiner schafft Dich von Deiner Fahrspur zu drängen. schmunzel
von: iassu

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 09.12.20 23:17

In Antwort auf: Seniorradler
In Antwort auf: Sickgirl
Nochmals ich fahre meine Spur, warum muss ich dann wissen was hinter mir los ist. Ich wurde die letzten 45 Jahre deswegen noch nicht über den Haufen gefahren und ich denke ich werde auch so die letzten Jahre die noch vor mir liegen so fahren können solange ich noch beweglich für nach hinten zu schauen bin


Super, schmunzel ...Dein Optmismus , und ich wünsche Dir das es
Keiner schafft Dich von Deiner Fahrspur zu drängen. schmunzel

Super, schmunzel ...Dein Gedächtnis , und ich wünsche Dir das es
Keiner schafft von Dir vergessen zu werden. schmunzel


Ulrikes Beitrag, den du hier zeitnah zitierst, stammt vom 26. August. Wie schön, daß wenigstens Du noch den inhaltlichen Zusammenhang auf dem Schirm hast. Ich habe mir das erstmal rausgesucht, mein Gedächtnis ist leider juniorenhaft kurz.....
von: Seniorradler

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 10.12.20 00:20

Bei mir ist es die "SENSEO" ,,, weil es köstlich ist nach dem Aufwachen einen Becher Kaffee sofort geniesen zu können.
Suppen kann man ebenso aufgiesen, als kleine Belohnung für den absolvierten Tag ,,,
von: Seniorradler

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 10.12.20 01:17

Bei mir ist es völlig normal das ich schon aus Dankbarkeit keinen Menschen vergesse, besonders dann wenn dieser mir einen praktikablen Tipp gegeben hat, ... und da ich selbst ein Optimist bin (Beispiel: Wenn es regnet wird die geatmete Luft gleichmal staubfreier, und kühlt Sie ab ...) freue ich mich mit Optimisten zu unterhalten, im Team zugerne zu Radeln.
Andere vergesse ich auch nicht, weil jeder Kontakt eine Fülle von Inhalt-Wissen beinhalten wenn man zuhören kann.
von: cyclerps

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 10.12.20 06:46

Draussen ist es scheisskalt. Sag mir die Vorteile and made my day..... . Danke.
von: Margit

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 10.12.20 07:27

gestern war es noch kälter und dazu Schneeregen. Trotzdem fühlte ich mich gut, nachdem ich eine kleine Runde geradelt war.
von: Wendekreis

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 10.12.20 08:03

Einen kleinen Luxus leiste ich mir heute noch: Einkaufen Fahren.
Noch ein Luxus: Jetzt schaue ich "Alpenpanorama" auf SAT3. So majestätisch still - ohne Skizirkus - habe ich die Berge schon seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen. Ich war liftfreier Skifahrer. Die "Wurzhütte" über dem Spitzingsee war mein häufiges Wochenendziel. Damals schwebten dort noch keine Lifte.
von: HeinzH.

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 10.12.20 08:24

Moin moin!
In Antwort auf: Seniorradler
Bei mir ist es die "SENSEO" ,,, weil es köstlich ist nach dem Aufwachen einen Becher Kaffee sofort geniesen zu können. (.....)
Moment, das ist mir neu: Gibt es tatsächlich eine Outdoor-Senseo-Maschine mit Gasheizung o.Ä.? Bei "Senseo Umbauten und Erweiterungen" fand ich keinen Hinweis auf Outdoor-Version..
Fragt HeinzH. aus Münster...
von: irg

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 10.12.20 08:26

Hallo und Kopf hoch!

In Antwort auf: cyclerps
Draussen ist es scheisskalt. Sag mir die Vorteile and made my day..... . Danke.


Da gibt es immer welche:
Der erste: Du bemerkst, dass es draußen wenig lukrativ ist, also lebst du und und darfst dich auf besseres Wetter freuen.
Der zweite: Dich stört es, wenn es draußen ein bescheidenes Wetter hat. Ich war unlängst krank genug, dass mich das Wetter draußen nicht gekratzt hat. Das bist du also nicht.
Der dritte: Du kannst raus gehen, radeln, laufen, wandern, was auch sonst immer, und dich daran freuen, dich draußen bewegen zu dürfen.

Ich war einmal mit einem Freund auf einer Schitour. Der Schnee war so faul, dass wir regelmäßig knietief bis auf den Boden durch gebrochen sind, trotz Schi an den Beinen. Von Schifahren war nicht wirklich die Rede, nur von Höhenmeter vernichten, ohne einen Haxen ab zu drehen. Wir, zwei Familienväter, haben uns gefreut wie die Schneekönige. Wir haben uns nach langer Pause wieder getroffen. Wir waren wieder draußen. Wir waren wieder auf einem Berg. Über den miserablen Schnee haben wir nur gelacht. Ich kenne viele, die hätte von oben bis unten nur geflucht. Also: Ich lade dich zum Lachen ein!

lg!
georg
von: Keine Ahnung

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 10.12.20 10:44

In Antwort auf: HeinzH.
Moin moin!
In Antwort auf: Seniorradler
Bei mir ist es die "SENSEO" ,,, weil es köstlich ist nach dem Aufwachen einen Becher Kaffee sofort geniesen zu können. (.....)
Moment, das ist mir neu: Gibt es tatsächlich eine Outdoor-Senseo-Maschine mit Gasheizung o.Ä.? Bei "Senseo Umbauten und Erweiterungen" fand ich keinen Hinweis auf Outdoor-Version..
Fragt HeinzH. aus Münster...


Ich hatte mir auch schon überlegt, in welcher Gepäcktasche die Senseo-Maschine wohl untergebracht würde. Dagegen wäre alles bisher hier Genannte absolute Basisausstattung! zwinker
von: Fricka

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 10.12.20 11:47

Och, warum nicht. Wir haben da unterwegs schon Erstaunliches gesehen. Was dann zumeist auf Anhängern transportiert wurde. Riesige Hunde. Hauszelte. Normale Campingmöbel.

Das waren meist Leute im Ruhestand, die auf Dauertour durch Europa waren.
von: HanjoS

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 10.12.20 19:34

bravo
Bei manchen Menschen ist das Glas eben halb voll, welches bei anderen halb leer genannt wird ... Wat wells de maache? omm
von: veloträumer

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 10.12.20 20:00

Ich glaube, das passt auch immer:

von: HanjoS

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 10.12.20 20:07

Ich kenne viele solcher "Sprüche", aber den bisher noch nicht.
Und ja, der trifft es auch sehr gut. - "Warten auf Besseres hat noch meistens zu Schlechterem geführt", Einsicht eines alternden Sauerländers zwinker
von: Seniorradler

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 10.12.20 21:05

Toll die Bank, weil man Platz hat für eine genüßliche Brotzeit.
Auf eine Norm-Maße-Bank passt dann lach der Schriftzug : "Freue Dich doch jetzt und nicht erst Morgen!" schmunzel
von: HanjoS

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 10.12.20 21:09

Wir seh'n uns in mannheim und ich freu' mich schon jetzt wein
von: Seniorradler

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 10.12.20 21:13

Oh,... wie schön! In welchem Jahr meinst Du das es klappt ? dafür dafür wein party
Komme dann mit meiner SENSEO !
von: HanjoS

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 10.12.20 21:28

In Antwort auf: Seniorradler
Oh,... wie schön! In welchem Jahr meinst Du das es klappt ? dafür dafür wein party [...]
Da ich unverbesserlicher Optimist bin, sag' ich mal, dass das so um Christi Himmelfahrt anno 2021 sein wird grins

Guckst Du:
https://radreise-wiki.de/Forumstreffen_Mannheim_2021 zwinker
von: Seniorradler

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 10.12.20 21:30

Vielleicht wäre das eine Lösung gegen die Kälte ?
Mein Nachbar hackte heute Holz im Tshirt, und als ich Ihn wegen der Kälte darauf ansprach, meinte er das er bei warmen Temperaturen schnell schwitzen würde und die Arme würden schneller lahm.
Kalt wird es ihm nur wenn er eine Pause in der kalten Luft machen würde.
von: HanjoS

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 10.12.20 21:31

Dein Nachbar, ich kenne ihn nicht, aber lass' Dir gesagt sein, er hat Recht ... zumindest aus seiner Sicht zwinker grins
von: Seniorradler

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 10.12.20 21:41

Sollte nicht nochmal ausfallen ! dafür
Vielleicht hilft ja dem Virus erfolgreich zu Leibe zu rücken, wenn wir an Sylvester es ausräuchern würden ???
Erinnere mich das wir vor vielen Jahren Tischfeuerwerk gezündet haben, und dann ging die Husterei los, und die Fenster wurden aufgerissen,...
Wenn wir es nicht probieren (meint der Optimist) listig werden wir nicht wissen ob sich das blöde Virus in Rauch auflöst ???
von: Seniorradler

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 10.12.20 21:45

Man lernt auch noch im Jungsenioren-Alter dazu.
von: HanjoS

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 10.12.20 21:49

In Antwort auf: Seniorradler
Sollte nicht nochmal ausfallen ! [...]
Falsche Formulierung zwinker , richtig heißt es: "Fällt nicht nochmal aus!" grins
von: Seniorradler

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 10.12.20 21:58

...so formuliert es der Optimistischere Optimist ?
von: HanjoS

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 10.12.20 22:25

Ok, die erste Steigerungsform akzeptiere ich, ... aber es geht mehr ! lach
von: HanjoS

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 10.12.20 22:27

Wir sollten vielleicht den Faden nicht entführen zwinker

Gut Geh'n wein
von: Seniorradler

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 11.12.20 00:00

Das Thema iswt immernoch "Luxusartikel mitnehmen", und ich nehme auch meine eigene selbstgebaute WC-Brille mit, weil ich es nicht gut finde das man in die Gegend kotet.
Outdoor-Tioletten kann man ja kaufen, wenn man es möchte.
von: Ortenauer

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 11.12.20 05:52

Vielleicht sollte man mal differenziert betrachten und definieren was denn ein Luxusartikel genau ist.

Was der eine als Luxus ansieht ist für den anderen evtl. normal.

Als Beispiel:
Ich selbst bin z.B. im Besitz einer SINN 856 UTC (die ich 6 Jahre alt gebraucht aus Dankbarkeit von einem Bekannten geschenkt bekommen habe - nein keine Hehlerware, die Rechnung lautete auf Ihn) - für mich ist das eine absolut tolle, super ablesbare und alltagstaugliche Armbanduhr --- für andere ist, ob des Neupreises schon wieder absoluter Luxus.


Für mich wäre Luxus alles was mich auf der Reise nicht direkt weiter bringt. Neulich habe ich ein Radreise Video gesehen, da hat dann einer tatsächlich den Laptop ausgepackt -- das wäre für mich z.B. Luxus wobei ? Evtl. ist auch hier Luxus das falsche Wort - für mich wäre das eher unnötig.

Ihr seht schon, schwer zu definieren ....
von: cyclerps

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 11.12.20 07:05

Georg, hast recht.
Ich befeuerte meinen Kamin, schaute dann zum Fenster raus. Da sah ich die Nachbarin bei Kübelregen den Hund gassi führen. Gelacht hab ich nicht, aber geschmunzelt. Da war mein Glas wieder halb voll grins.

Und zum Thema: Mein Luxusartikel ist ein Klappstuhlder immer wichtiger wird.
von: iassu

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 11.12.20 07:38

Erst schlapp-cool, dann Klappstuhl. zwinker schmunzel
von: irg

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 11.12.20 07:50

Wir sind früher, wenn das Wetter grauslig war, gerne in Höhlen gegangen. Draußen war es grauslig und nass, innen war es grauslig und nass, aber spannend. Und nach längerer Zeit in der Höhle konnten wir das Ozon der Luft im Freien riechen. (Oder war es etwas anderes, das wurde uns nur von Höhlenforschern erklärt.) Ich sag dir, das riecht gut!

lg!
georg
von: Fricka

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 11.12.20 08:42

Für uns ist der Laptop unterwegs kein Luxus. Den brauchen wir, da wir bei mehrmonatigen Reisen zwischendurch arbeiten.
von: iassu

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 11.12.20 08:58

In Antwort auf: Ortenauer
Vielleicht sollte man mal differenziert betrachten und definieren was denn ein Luxusartikel genau ist. Was der eine als Luxus ansieht ist für den anderen evtl. normal.
Diesen Aspekt haben wir im Laufe des Fadens schon mehrfach besprochen gehabt....

Derzeit, bzw erneut/verstärkt scheint es, daß nicht die Frage besteht, was mitzunehmen Luxus sein könnte, sondern daß Radreisen als solches schwer bzw nicht (mehr) zu erreichender Luxus war/ist.
von: Juergen

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 11.12.20 09:10

Vielleicht liegt der reine Luxus darin, so unterwegs zu sein, wie unser Blauer propagiert. In Verbindung mit einer Schirmmütze, Sandalen und Sonnenbrille wären es drei luxuriöse Accessoires, die für andere entbehrlich sind. grins
von: Friedrich

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 11.12.20 14:08

Da hat sich einiges geändert grins.
von: Friedrich

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 11.12.20 14:16

- Norwid meines Bruders mit Lowrider und großen Taschen.

- Details zur Aufnahme: Nordseite Transfagaraschan 4 Jahre nach der Eröffnung und Freigabe für den öffentlichen Verkehr
von: Seniorradler

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 11.12.20 23:47

WELCH ein LUXUS , wenn es den klappt...
von: Seniorradler

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 11.12.20 23:51

In Antwort auf: Keine Ahnung
In Antwort auf: HeinzH.
Moin moin!
In Antwort auf: Seniorradler
Bei mir ist es die "SENSEO" ,,, weil es köstlich ist nach dem Aufwachen einen Becher Kaffee sofort geniesen zu können. (.....)
Moment, das ist mir neu: Gibt es tatsächlich eine Outdoor-Senseo-Maschine mit Gasheizung o.Ä.? Bei "Senseo Umbauten und Erweiterungen" fand ich keinen Hinweis auf Outdoor-Version..
Fragt HeinzH. aus Münster...


Ich hatte mir auch schon überlegt, in welcher Gepäcktasche die Senseo-Maschine wohl untergebracht würde. Dagegen wäre alles bisher hier Genannte absolute Basisausstattung! zwinker


In der Gepäckträger-Fahrradtasche, linke Seite-
von: Seniorradler

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 12.12.20 02:16

NUN,... dann stelle ich mir mein Fahrrad ins Wohnzimmer und träume davoon wo es mich überall treu hingetragen hat.

ABER nein, Nein soweit kommt es nicht...den wichtigsten LUXUS in meinem Jungseniorenleben gebe ich nicht auf !
Denke das dem blöden Virus doch mal die Luft ausgehen muss ...
von: Cruising

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 12.12.20 09:05

Manchmal muss ich mich echt schwer wundern, über welchen Larifari manche mit wahrer Inbrunst debattieren können lach

Leute, geht raus - Rad fahren! Das befreit, sogar vom Corona-Blues dafür

Gruß Thomas
www.bikeamerica.de
von: Seniorradler

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 14.12.20 01:31

3.Advent-Ausfahrt?
Die Sonne schaute hervor und es war 9 Grad, und ich wollte ja,den Luxus geniesen...aber da meldete sich mein Gewissen.
Was haben die "Uns Regierenden" eindringlich gebeten,,, dafür , der Vernunft nun doch leider folgend.
Ich machte stattdessen einen Gassi-Spaziergang mit den Hunden, und da fühlte ich mich dann doch für diesen Moment besser.
von: Margit

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 14.12.20 07:08

frage mich, wo der Luxus sein soll, bei 9°C ohne Regen zu radeln bzw. wo der Unterschied ist, mit dem Hund Gassi zu gehen. wirr Beide Aktivitäten sind draussen!
von: Ortenauer

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 14.12.20 08:19

In Antwort auf: Margit
frage mich, wo der Luxus sein soll, bei 9°C ohne Regen zu radeln bzw. wo der Unterschied ist, mit dem Hund Gassi zu gehen. wirr Beide Aktivitäten sind draussen!


...der Unterschied ist, das eine darf man
von: rayno

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 14.12.20 09:05

Wo darf man welches eine nicht?

Hier und in den benachbarten Niederlanden bin ich sowohl zu Fuß mit Hund als auch mit dem Rad mehrmals in der Woche draußen und werde es auch in den nächsten Wochen sein.
von: Keine Ahnung

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 14.12.20 10:07

In Sachsen darfst Du ab heute auch beim Sport nur in einem Umkreis von 15 km unterwegs sein. Meiner Ansicht nach ist das bei Sportarten wie Radfahren, wenn sie als Sport ohne gesellige Zusammenkünfte betrieben werden, nicht wirklich sinnvoll. Aber hier wird wohl nicht von denjenigen ausgegangen, die wie ich tatsächlich auch eine 100-km-Runde drehen, ohne eine Pause zu machen ...

Somit kann man im Augenblick von "Luxus" reden, wenn man noch uneingeschränkt seine Runden mit dem Fahrrad drehen kann. Allerdings fällt das nun nicht wirklich unter "Luxusartikel" auf Radreisen und wir sollten vermeiden, hier Corona-Diskussionen zu starten. Also setze ich auch diese "private" Antwort mit dem darin erhaltenen "Moderatoren-Hinweis"

Bitte hier keine Corona-Diskussionen

gleich auf "Off-Topic"!

Dieses Thema wurde im Corona-Faden schon angesprochen und kann dort weiterdiskutiert werden ...
von: RR-Träumer

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 21.12.20 13:19

Da kombiniere ich doch schnell einmal "Luxus" mit "Luxusartikel": Unabhängig von der aktuellen Situation empfinde ich eine 90km-Radrunde in Höhen von 800-1000m bei 8-10 Grad am 18. Dezember eines Jahres als Superluxus! bravo
Und der Luxus beim Radreisen ist eine definitiv zu schwere Kamera, wo ich doch so sehr auf das Gewicht achte - beim Zubehör natürlich... bier2
von: Dieter Schütt

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 27.12.20 14:49

Luxus muss sein. Deshalb übernachte ich meistens in Hotels. Lieber 4 Sterne, als 3 Sterne.
Kochgeschirr kenne ich nicht. Merinwolle, was ist das? Duschgel: Ein Portionsfläschchen, das ich mir im letzten Hotelzimmer ge...liehen habe. Reisezahnbürste mit Zahncreme-Probentube (früher konnte man so etwas noch im Hotel bekommen) Nassrasierer ohne Pinsel.
GPS-Empfänger? Ja, Garmin vorzugsweise 6x-er Serie.
Stirnleuchte? Ja! Der Helm sieht nicht so brav aus, nachts besseren Blick auf Straße und Navi, Wegweiser sind im Dunkeln besser zu lesen, Reparaturen im Dunkeln sind möglich.
Rückspiegel? Da gibt's nichts zu sehen.
Ausrüstung für Plan-B Übernachtung (Sommerschlafsack, Biwaksack) habe ich dabei, aber noch nie benötigt. Seit leidvoller Erfahrung in Skandinavien habe ich jetzt aber ein Reise-Handtuch aus dem Trecking-Laden dabei.
Für die Rückreise: Scicon Pocket-Bag, ein Oberhemd mit Umschlagmanschetten und Zweitlieblings-Manschettenknöpfe(!).
Wenn man während der Reise nichts nachkaufen muss, hat man vermutlich zu viel Gepäck dabei gehabt.
von: panta-rhei

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 27.12.20 14:50

In Antwort auf: Dieter Schütt

Wenn man während der Reise nichts nachkaufen muss, hat man vermutlich zu viel Gepäck dabei gehabt.


Sehr gut! dafür
von: oly

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 28.12.20 14:05

In Antwort auf: HeinzH.
Moin moin!
In Antwort auf: Seniorradler
Bei mir ist es die "SENSEO" ,,, weil es köstlich ist nach dem Aufwachen einen Becher Kaffee sofort geniesen zu können. (.....)
Moment, das ist mir neu: Gibt es tatsächlich eine Outdoor-Senseo-Maschine mit Gasheizung o.Ä.? Bei "Senseo Umbauten und Erweiterungen" fand ich keinen Hinweis auf Outdoor-Version..
Fragt HeinzH. aus Münster...


Zumindest gibbet die mit 12V
Senseo
von: Wuppi

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 28.12.20 15:58

In Antwort auf: oly
Zumindest gibbet die mit 12V
Senseo
für den Preis von 99,00€ kann ich ganz schön viele Espressi beim Barista persönlich trinken. Das ist dann Luxus ... grins
von: Dieter Schütt

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 29.12.20 23:05

...oder man lernt die Kaffee-Kultur des jeweiligen Landes kennen.
von: irg

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 30.12.20 09:03

In Antwort auf: Wuppi
In Antwort auf: oly
Zumindest gibbet die mit 12V
Senseo
für den Preis von 99,00€ kann ich ganz schön viele Espressi beim Barista persönlich trinken. Das ist dann Luxus ... grins


Mir fehlt halt der Begleit-Bus fürs wild Campen. Oder schleppt der Reiseradler mit Stil dafür ein Stromaggregat mit Umwandler auf 12v Gleichstrom mit?

Wobei es dafür auch Low-Tech-Varianten gibt, wie diese:
Kaffeemaschine

Mich kratzt das aber nicht, ich trinke lieber Tee!

lg!
georg
von: Juergen

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 30.12.20 11:41

In Antwort auf: Wuppi
für den Preis von 99,00€ kann ich ganz schön viele Espressi beim Barista persönlich trinken. Das ist dann Luxus ... grins
Seltenes Glück ist, wenn Du oberhalb der Mosel, also Eifel oder Hunsrück, überhaupt einen Barista findest.
Die gibts da so selten, wie Radfahrer, die dir nen frisch aufgebrühten Kaffee am Wegesrand spendieren. zwinker
von: Margit

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 30.12.20 12:15

habe noch nie am Wegesrand Kaffee kochende Radler gesehen. Aber wenn man Häuslebesitzer, die Kaffee und Kuchen auf ihrer Terrasse geniesen, nach dem nächst gelegenen Café frägt, wird man schon öfter aufgefordert Platz zu nehmen peinlich
von: rolf7977

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 30.12.20 12:30

Kaffee am Wegesrand kochen wir nicht. Aber Nudeln mit Soße schon. Oder Glühwein, der kommt jetzt besonders gut. Speziell auch hier an Rhein, Mosel, Eifel und Hunsrück. Der Trangia ist fast immer mit dabei.

Rolf
von: Deul

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 30.12.20 12:54

Unter Lockdown Bedingungen kochen wir schon mal am Wegesrand auf den Tagestouren. Auf den Reisen auch falls es eine Café arme Gegend ist.
Detlef
von: iassu

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 30.12.20 13:04

Derzeit wäre das für mich ein Nullsummenspiel. Denn beim Kaffeekochen würde ich bei knapp über Null so auskühlen, daß der heiße Kaffee das so gerade nur ausgleichen könnte. Deswegen: lieber gleich weiterfahren. zwinker schmunzel
von: sugu

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 30.12.20 13:54

In Antwort auf: Juergen
]Seltenes Glück ist, wenn Du oberhalb der Mosel, also Eifel oder Hunsrück, überhaupt einen Barista findest.

Auch in Bitburg, Prüm, Gerolstein und vermutlich auch in Hermeskeil gibt es italienische Eisdielen, die einen vernünftigen Espresso hinbekommen. Ok, das sind die lokalen Metropolen und dazwischen wird es dann dünn mit dem guten Café schmunzel
von: MajaM

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 30.12.20 14:40

In Antwort auf: sugu
Auch in Bitburg, Prüm, Gerolstein und vermutlich auch in Hermeskeil gibt es italienische Eisdielen, die einen vernünftigen Espresso hinbekommen. Ok, das sind die lokalen Metropolen und dazwischen wird es dann dünn mit dem guten Café schmunzel
Reichlich Eis und Espresso vom Italiener - das sind die Luxusdinge schlechthin, die ich mir nur bei sommerlicher Radtour leiste. Daheim bin ich zu ernährungsbewußt und geizig für sowas. Beim Zelten morgens koche ich mir - wenn überhaupt - einen schnellen "Western-Kaffee" (Filterkaffee-Pulver im Wassertopf aufgekocht).

Liebe Grüße
Maja
von: Juergen

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 30.12.20 15:17

Um auf den Faden und die Eifel zurückzukommen: In Mayen halte ich gerne an der Rösterei & Kontor Die kleinen Kuchen sind auch immer herzallerliebst. unschuldig
von: Wuppi

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 30.12.20 15:19

In Antwort auf: Margit
habe noch nie am Wegesrand Kaffee kochende Radler gesehen.....
Oh, ich schon. Diesen sehr guten Bekannten hier im Hunsrück träller

von: Fricka

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 30.12.20 15:43

Wo, wenn nicht am Wegesrand soll man denn Kaffee kochen? Mitten auf dem Weg? Und wir bieten auch gerne welchen an.
von: BvH

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 30.12.20 21:24

Die einzige italienische Eisdiele in Simmern/Hunsrück hat leider vor 2 Jahren geschlossen entsetzt , jetzt gibt es Kaffee nur noch in deutscher Form.
von: Toxxi

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 30.12.20 22:10

In Antwort auf: Margit
habe noch nie am Wegesrand Kaffee kochende Radler gesehen.

Ich mache das regelmäßig. schmunzel
von: Margit

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 31.12.20 08:19

muss mich korrigieren, einmal hat ein zeltender Mitradler am Wegesrand Kaffee gekocht, obwohl es wohl genug in der näheren Umgebung gab https://goo.gl/maps/kAAWiigM2qEbPxBm9 Ist ja auch schon eine Ewigkeit (4 Jahre) her. Bis zum nächsten Campingplatz/Hotel waren es noch ein paar Kilometer https://goo.gl/maps/f1qtz83yWxReJdQR6 und ich war froh, nicht soviel Gepäck am Rad zu haben. Wegen der C...-Beschränkungen denke ich jedoch immer öfter über einen Esprit-/Gaskocher nach, um wenigsten mal was erwärmen zu können.
von: Wendekreis

Re: "Luxusartikel" auf Radreise - 31.12.20 09:05

Der Camping Badlerhof an der Etsch auf deiner Karte war viele Jahre meine Hauptanlaufstelle im Etschtal. Kaffee und guten Wein gab es im Ortszentrum. Wurden von mir nicht als Luxus angesehen.