Re: Umstieg auf Gaskocher?

von: Toxxi

Re: Umstieg auf Gaskocher? - 10.02.19 22:01

In Antwort auf: Paulchen
Als Wintergas benutze ich Gase mit der zusammensetzung 35% Propan und 65% Butan, mit diesen Gasgemisch sollte man bis Minus 15 Grad kochen können. Bis Minus 10 Grad habe ich das auch schon so gemacht und keine Probleme damit gehabt.

Ehrlich gesagt, glaube ich das mit den -10°C nicht so ganz. Zumindest nicht, dass man die Patrone richtig leerkochen kann. Wenn das Propan raus ist, bleibt das restliche Butan einfach flüssig und verdampft nicht mehr. Da ist es egal, ob 15 oder 35% Propan in der Patrone sind - irgendwann ist nur noch Butan übrig, das nicht mehr verdampft.

Deshalb hat das, was als Wintergas vertrieben wird, eben Isobutan statt Butan. Klar wäre reines Propan besser, aber da ist der Druck für eine kleine Kartusche viel zu hoch. Würde man die so stabil bauen, dass sie reines Propan aushält, wäre die Kartusche schwerer als der Inhalt.

Deshalb ist aus meiner Sicht das einzig zuverlässige im Winter, das Flüssiggas dem Brenner auch wirklich flüssig zuzuführen und im Brenner über eine Heizspirale zu leiten. Damit ist man unabhängig von der Qualität der Gasquelle (reine Butanpatronen gehen problemlos), und es funktioniert auch noch bei -50°C.

Gruß
Thoralf