Re: Kirgisien im Juli

von: uwee

Re: Kirgisien im Juli - 07.08.12 12:04







Der Song Kul, ein Hochgebirgssee auf ein wenig mehr als 3000m Höhe gelegen, ist den grössten Teil des Jahres von Eis bedeckt. Erst im Juni verschwinden die letzten Reste.
Im Sommer bauen hier die Hirten ihre Jurten auf, und überall weidet das Vieh.
Selbst im Juli hatten wir Nachtfrost.
Obwohl der See eines der touristischen Highlights des Landes ist gibt es - ausser einer von der CBT (Community Based Tourism) betriebenen Jurte - keinerlei Versorgungsmöglichkeiten.
Wir treffen auch keine anderen Touristen.












Edelweiss ist hier weit verbreitet.

























Die Temperatur des Wassers und die schlammigen Ufer laden leider nicht zum Bade ein.







Es wird sogar im See gefischt!




























Einer der wenigen Wälder Kirgistans....

















Selbst die langen Abfahrten sind bei diesen Belägen anstrengend!!!!
















....und zum "Feierabed" das allabendliche Gewitter.....

























wir beschliessen auf den Torugart- Pass, einem der beiden Grenzübergänge nach China zu fahren.....






Der Verkehr ist hinter Naryn erst einmal nervig. Hinter der ersten Passhöhe (auf 2600m) wählen wir eine kleinere Straße. Eine gute Entscheidung wie sich herausstellt. Wir fahren zwar 20km mehr, aber der Weg ist ja eh das Ziel. Das Vorland der At Bashi Range, einer Gebirgskette die bis fast 5000m Höhe heranreicht, ist lieblich, die Straße haben wir meist für uns alleine, und es gibt genügend Dörfer und somit auch Wasser und Verpflegungsmöglichkeiten.
















































At Bashi ist ein größerer Ort. Hier kann man noch einmal seine Vorräte aufstocken.
Die Straße von At Bashi bis zum Check Point kurz hinter dem Ak Beyit Pass (3282m) soll bis August 2013 volständig ausgebaut sein. Es ist der beste Asphalt von ganz Zentralasien!
Der Verkehr hält sich hinter At Bashi in Grenzen.
Die chinesischen LKW- Fahrer sind rücksichtsvoll und freundlich!
Die Steigung zum Torugart Pass beträgt meist nur 1-2% und bis zum Check Point ist die Gegend nicht wirklich spektakulär, wie man sie in Höhen über 3000m eigentlich erwartet.
Dafür kämpfen wir hier mit dem Staub der Baustellenfahrzeuge und gegen den Wind.



































Hinter dem Check Point wird die Landschaft dann doch noch richtig spektakulär.
Ein von 4000ern und 5000ern umzingeltes anscheinend auswegloses Hochtal.
Der Wind hier bläst im Sommer meist extrem kräftig aus westlicher Richtung.
Bis zur Grenze braucht man kein Permit. Dies benötigt man aber für die Straße östlich der At Bashi Range. Organisiert Reisende bekommen das Permit meist innerhalb eines Tages auch in Naryn. Individualreisende nur in Bishkek, und das kann ein bis zwei Wochen dauern- wenn man es denn erhält.....











Vor unserer ersten Reise in diese Region hatte ich noch nie etwas vom Tien Shan Gebirge gehört, obwohl es doch eines der größten und höchsten der Welt ist.
Es erstreckt sich mit noch etlichen Seitenketten über 2500km und einer Breite von 400km von Usbekistan bis China und der Hauptkamm bildet in Kirgisien die Grenze zu China und der Taklamakan Wüste. Die höchsten Erhebungen reichen über 7000m Höhe.


















Von den freundlichen Hirten werden wir regelmässig eingeladen.






Der Chatyr Kul, am Torugart Pass gelegen, ist ein etwa 200qkm großer Salzwassersee in einem Nationalpark und wichtiger Rastplatz für diverse Zugvögel.









links die Grenzanlagen, die die Sovietunion entlang der gesamten Grenze zu China unterhielt, die nun aber nicht mehr benötigt werden







Fortsetzung folgt