Uiguristan/ Xinjiang (China)

von: uwee

Uiguristan/ Xinjiang (China) - 03.05.12 16:47








Die hauptsächlich von Uiguren und einigen anderen muslimischen Turkvölkern bewohnte Autonome Uigurische Region Xinjiang liegt im äussersten Nordwesten Chinas. Die Uiguren nennen ihr Land Uiguristan. Es ist etwa 5 mal größer als Deutschland wird aber nur von etwa 20 Mio. Menschen bewohnt.
Wie in anderen von Minderheiten bewohnten Gebieten wird der Zuzug von Han- Chinesen durch die Regierung stark gefördert. Mittlerweile stellen diese Chinesen in den Städten die Mehrheit und besetzen praktisch alle wichtigen und lukrativen Posten.
Die Lage der Uiguren ist absolut mit der der Tibeter zu vergleichen. Nur fehlt ihnen ein Sprachrohr wie der Dalai Lama. Hierhin schaut weder der Westen noch die Weltöffentlichkeit.
Es gibt auch hier schwere Menschenrechtsverletzungen und Unterdrückung, und es gab auch schon viele Tote.
Wir werden von den Uiguren und den anderen Minderheiten überall gastfreundlich und respektvoll behandelt.




Wir reisen von Kirgisistan kommend über den Irkeshtam Pass ein.
Wegen der Mittagspause der Grenzer müssen wir eine Stunde vor diesem Tor warten. Die Einreise ist ansonsten komplikationslos und korrekt. Man teilt uns sogar einen netten, an unserer Reise sehr interessierten eigenen Dolmetscher zu.
Man sollte einiges chinesisches Geld mit sich führen, da es viele Kilometer keine offiziellen Wechselmöglichkeiten gibt.





Die Grenzstation vom anderen Flussufer aus betrachtet.














Leider folgt gleich eine 150km lange Baustelle. Wir fanden das viel, wurden aber in den nächsten Monaten belehrt, dass dies keine besondere Größe für eine chinesische Baustelle bedeutet. Wir fanden später einmal eine 800km lange Baustelle....





Einen Mangel an Campingmöglichkeiten gibt es nicht- wohl aber an Infrastruktur auf dem ersten Teil der Strecke.





Es handelt sich um eine bergige, wüstenartige Gegend, allerdings mit atemberaubenden Gesteinsformationen.


















































































































































































































Die Standspur der Autobahn ist gleichzeitig der Radweg. Bei dem Stau vor Kashgar waren wir deutlich schneller als die motorisierten Verkehrsteilnehmer!



Wir hatten in den paar Tagen unseres Aufenthaltes keine unangenehmen Kontakte mit den Sicherheitsorganen.
Einige andere Radler wurden dagegen streng überwacht, und es wurde ihnen verboten zu campieren.






GPS- Daten unserer Strecke auf GPSies





Ein paar Bilder von Kashgar folgen noch.

Liebe Grüße
Uwe