"Hey Joe" Cycling / Biking The Philippines

von: uwee

"Hey Joe" Cycling / Biking The Philippines - 24.03.10 12:54




"Hey Joe" / Biking the Philippines

Das "Hey Joe" hörst Du genau wie das Krähen der allgegenwärtigen (Kampf-) Hähne von morgens bis abends.
Es ist die Begrüssung der Dorfjugend für den Weissen.
Fragt mich nicht warum, aber es gibt so gut wie keine Fahrad- Reise- Berichte über die Philippinen im Internet. Und wir trafen auch nicht einen anderen Reiseradler, hörten aber von 2 anderen in entfernten Gegenden des Landes.
Erst durch das Forum fand ich die Schweizerin Erika Baumann und über sie den Deutschen Jens Funk von den Bugoybikers aus Cebu City/ Philippines, und so flossen dann doch die Informationen reichlich.
Die Philippinen bestehen aus mehr als 7000 Inseln, sind etwas kleiner als Deutschland, das einzige christliche Land Asiens, verfügen über tausende von km Traumstrände, tolle Tauchgründe, Berge, Vulkane, unberührte Natur auf Palawan, meist gute Strassen, eine ausgezeichnete Infrastruktur und eine total freundliche, friedfertige, englisch sprechende Bevölkerung.
Die Philippinen sind besonders in der Mitte des Landes- den sogenannten Visayas sowie auf der westlichsten Insel, the "Last Frontier" Palawan einfach, sicher und wunderbar zu bereisen- zudem eines der günstigsten Reiseländer überhaupt.
Wir haben es schon häufiger krachen lassen und auch nicht bei den Unterkünften gespart und haben für gut 3 Wochen incl. (billigen) Flügen und Radtransport gerade 1200 Euro pro Person bezahlt.
Vergesst den Moloch Manila, schaut Euch die Reisterrassen von Banaue auf Bildern an, oder bucht später einen Extratrip dorthin, und fliegt mit einem Stop nach Cebu City z. B. mit Singapore, Qatar, Malaysian, Asiana oder Cathay. Ein ganz gemütlicher Flughafen, wo der Urlaub schon vor der Ausgangstür beginnt.



Abflug am 19.2. in München



Wir kamen nach 21 Stunden mit Qatar über Doha (6h Stop) dort an. Räder- wie immer (bereits 19 Flüge) unverpackt und ohne Aufpreis in den 20 kg Freigepäck. Für die Tropen braucht man nicht viel. Wir hatten selbst so wieder zu viel dabei.





Ankunft Flughafen Cebu/ Mactan




Der Flughafen liegt auf der Ferieninsel Mactan, nicht ganz toll, aber o.k für 1-2 Tage.
Das Hilton hatte ein Special, war ganz nett zum Relaxen nach dem Flug aber so hässlich, dass die Kamera sich weigerte die monströsen Türme abzulichten.
Zwei Stunden nach der Landung lagen wir im 28°C warmen Meer, gingen gut essen und nach 10 Stunden Schlaf war die Zeitumstellung (+7h) auch schon abgeschlossen









Blick aus dem Hotelfenster



Am 2. Tag machten wir eine kleine Tour über die Insel Mactan, gerade 20km und verbrannten uns schrecklich die Arme, trotz dunklem Teint und Sonnencreme.
Wir treffen Jens Funk in einem Cafe der hypermodernen, riesengrossen Ayala Shopping Mall.
Jens arbeitete seit 2002 in Cebu City- anfangs als Entwicklungshelfer, ist gegeisterter Biker und hat zusammen mit einem holländischen Partner D E N Radreiseführer (Cycling Philippines) über die Philippinen geschrieben, mit hunderten von unterschiedlich schweren Touren auf diversen Inseln für Renn-, Mountain- und Tourenradler.
Wer auf die Philippinen reist muss dieses Buch kaufen! Ferner sollte man bei diesem äusserst sympathischen und hilfsbereiten Zeitgenossen Informationen einholen oder sich auf Wunsch sogar eine Tour von ihm ausarbeiten lassen. Macht er mit oder ohne Begleitung. Ein excellenter Einstieg für nicht ganz so reiseerfahrene Leute und solche, die es gerne gemütlich angehen.
Es war das erste Mal, dass mir ein Buch direkt vom Autor (sogar mit Widmung) überbracht wurde.
Jens Funk: www.bugoybikers.com
e.mail und Tel. auf der Webside oder direkt über mich.




Cebu City mit Coastal Highway



3. Tag: endlich beginnt die Tour. Nehmen dummerwuse noch das opulente Frühstück im Hilton mit. Kommen so erst gegen 8:00 los. Es ist schon heiss. Unser Garmin ist Gold wert ( freie Karte von www.roadguide.ph), fahren mit der Fähre von Lapu Lapu (Mactan) nach Cebu City Pier 3. Die wunderschöne Strasse entlang des Meeres, die ich uns ausgesucht hat entpuppt sich als einzige Autobahn Cebu`s. Man lässt uns nicht drauf- zu gefährlich. So müssen wir durch die ganze Stadt. Es gibt weder Hinweis- noch Strassenschilder. Ohne GPS würden wir jetzt noch rumirren. - Natürlich nicht, hätten uns mit einem Taxi vor die Stadt fahren lassen, was bei dem Verkehr und den Abgasen auch so keine schlechte Idee gewesen wäre.


Wer sich die Strecke auf der Karte anschauen möchte klicke auf den Link


Strecke 1


Bis Talisay müssen wir fahren um endlich ins Landesinnere abbiegen können. Schlagartig ist der bis dahin heftige Verkehr vollkommen verschwunden. Die Strasse gehört uns. Die verbrannten Arme schmerzen in der gleissenden Sonne. Wir haben nix langärmliges, leichtes dabei und müssen uns erst einmal zwei Hemden zulegen.



[img]http://www.gpsies.com/viewTracks.do?fileId=rnzajxgkrtxhdeog[/img]




Die ersten Tage tun weh. Aus der Kälte in diese Höllenglut macht dem Körper zu schaffen. Jeder Höhenmeter zählt dreifach. Für Nachahmer: Nehmt Euch nicht zu früh zu viel vor.
Die ersten Tage Piano. Im Nachhinein hätten wir zuerst mit der Insel Bohol beginnen sollen, aber.....
Letztendlich ist es eine hübsche Strasse durch die Berge. Erster Kontakt mit den netten Leuten und auch die Unterkunft in den Bergen ist angenehm kühl und hat 3 von Quellen gespeiste Pools. Das Essen dagegen kann man selbst bei Wohlwollen allenfalls als sättigend bezeichnen. Aber das Bier ist eiskalt Man muss halt auch mal Prioritäten setzen können....
















Ab dem 4. Tag stehen wir vor Sonnenaufgang auf und versuchen die "kühlen" Stunden (28°C) auszunutzen und dafür früh aufzuhören. Meist ist das Meer ja in der Nähe- wie auch heute. Wir fahren bis zur Fähre nach San Carlos (Negros) in Toledo. Von dort gehts nach Einkauf in den tollen Bäckereien und endlich funktionierenden ATM`s (Geldautomaten) auf die kleine vorgelagerte Insel Sipaway. Die Fahrt mit dem Boot- nur für uns- kostet zwei Euro.








































Wir wohnen in einem hübschen von Deutschen geleiteten Tauchresort. Ausser uns sind nur Taucher hier. Zimmer und Verpflegung ohne Tadel. Whispering Palms Resort.
Auf der Insel haben wir mittags unser günstigstes Essen überhaupt. Allenthalben auf den Philippinen gibt es kleine Restaurants mit mehr oder weniger vielen Töpfen davor. Man schaut rein und bestellt, was einem gefällt. Reis gibts immer dazu. Für 4 Gerichte mit Reis zahlen wir zusammen 0,30 Euro.











Der 5. Tag fängt wunderschön an!!!




Aber.....
Es wird unser härteter Tag. Von San Carlos geht es innerhalb von ein paar km auf 720 m.
Wir leiden bei der Hitze mehr als letztes Jahr am Stilfser Joch. Ich möchte schon einen LKW anhalten. Isabel lehnt ab!

































geschafft! erst mal!






nicht nur Bohol, auch auf Negros gibt es ein paar dieser "Chocolate Hills"











Ich fand eine "Abkürzung", unasphaltiert und mit einer Unzahl an heftigen, giftigen Steigungen in der Mittagshitze. Wir schieben beide des öfteren und nehmen irgendwann dann doch einen Bus, von dem wir nicht wissen wohin er fährt. Macht nix! Leider geht es nur 8km weiter. Danach müssen wir weiter leiden.













Die beste Unterkunft in Canlaon City "Midway" ist mies, ac funktioniert nicht, Dusche auch nicht- Restaurant hat die gleiche Qualität wie das Zimmer. Wenigstens schaffen sie es kaltes Bier zu besorgen. Isabel erklärt mir, warum sie Lappland so sehr liebt.



Der 6. Tag ist wieder besser. Wir fahren weiter um den über 2000m hohen, aktiven Vulkan Mount Canlaon- und weil ich in der Karte den Ort Isabella entdeckt habe will ich diesen meiner Isabella auch gerne zeigen. Wir sind noch etwas geschafft vom Vortag und beschliessen dort in Isabella zuerst mit einem Jeepney und anschliessend mit einem Bus bis zum Sugarbeach bei Sipalay zu fahren, etwa 80km- Fahrradmitnahme nie ein Problem.
Garmin läuft weiter!





























































der öffentliche Nahverkehr






von der Strasse sind es etwa 7km bis zu einer breiten Flussmündung. Ein Boot bringt uns und die Räder für 30 Cent auf die andere Seite. Noch 500m den Strand entlang schieben und wir erreichen das wunderschöne Bermuda Beach Resort- unter schweizer Leitung und mit super Zimmern und Restaurant.
Isabel ist die erste Frau mit Fahrrad am Sugar Beach und wird entsprechend bestaunt.











Schon in der Bibel steht: am 7. Tage sollt ihr ruhen.
Wir gehorchen gerne.
Hier geht das perfekt!!!











Fortsetzung folgt:
Bilder unter: Philippinenbilder Teil 1