Re: Cycling Bali

von: uwee

Re: Cycling Bali - 18.12.09 17:13




Also der Rest des Berichtes hat eigentlich nur noch wenig mit Radtour zu tun.
Es gibt nur noch ein paar Fotos- gegliedert nach Themen.


Die Balinesen sind ein tief gläubiges Volk. Auch die westlich erscheinenden! Der Geisterglaube ist weit verbreitet. Sie leben in ständiger Angst irgendeinen Gott oder Geist vergessen zu haben und dafür mit Krankheit, Tod oder Unglück bestraft zu werden. Jede Hausfrau ist täglich mehrere Stunden mit der Herstellung von Opfern und Gaben beschäftigt. Es gibt ungezählte Tempel, Schreine und Altäre. Jedes Dorf hat mindestens 3 Tempel, aber auch jedes Haus seinen eigenen. Prozessionen sind täglich irgendwo auf der Insel. Meist stösst man unverhofft auf der Fahrt auf eine.

Hier der berühmte Meerestempel Tanah Lot. Man sollte früh sein. Ab 10:00 Uhr rollt ein Bus nach dem anderen hierhin. Besonders arg zum Sonnenuntergang!



































Eine der alltäglichen Prozessionen.

























Der Tempel am Bratan Lake Pura Ulun Danu auf 1400m Seehöhe















Da wir also gerade schon in den Bergen sind...
Wenn man von Richtung Süden sich die 1400m hochgekämpft kann man wenige km hinter diesem Tempel links auf eine wunderschöne kleine Strasse abbiegen. Es ist eine der schönsten Strassen der Insel vorbei an Bergseen, Wasserfällen, Muskatnuss- und Gewürznelkenplantagen, heissen Quellen und das alles auf einer ewig langen Abfahrt bis Lovina.
Oben direkt an den Seen, aber auch mit Blick aufs Meer ist das reizende hochpreisige Hotel "Kali Spa"- üblicherweise zu teuer für uns, aber auf Nachfrage beim Manager bekamen wir immer einen annehmbaren Preis


















Der Tamblingan Lake. Hier auf 1500m Höhe wird es abends sogar mal kühl. Man kann sich endlich von der Hitze der Ebene erholen.






Dies ist übrigens der höchste Berg der Insel mit über 3000m der Gunung Agung vom trocken heissen Norden der Insel aus betrachtet. Eine Besteigung lässt sich eigentlich nur mit Führer und einer Zeltübernachtung bewerkstelligen.





Wir besteigen aber den deutlich kleineren Gunung Batur (etwa 1800m), der in einem der grössten Calderas (vulkanischer Einbruchskrater) der Welt liegt, zuseinen Füssen am Grunde des Calderas der Lake Batur. Es ist die einzige Gegend in Bali mit unfreundlichen bis agressiven Bewohnern.
Der Aufstieg beginnt vor Sonnenaufgang. Ein Führer ist nicht nötig aber Pflicht. Man kommt kaum drum herum. Die verstehen keinen Spass. Siehe oben!








Der Batur bricht alle paar Jahre mal wieder aus. Aus vielen Spalten steigt heisser Dampf empor.







































Der Kratersee Lake Batur zu Füssen des Gunung Batur.







In den Bergen gibt es viele Wassefälle. Manche- also die verkehrstechnisch günstig gelegenen werden von Unmengen an Besuchern heimgesucht.
Diese hier stehen in keinem einzigen Reiseführer. Es sind im Umkreis von etwa einem Kilometer ca. 10 Wasserfälle. Um zu einigen zu gelangen müssen wir durch das Bachbett aufsteigen. Dafür ist man dort aber auch garantiert alleine. Mit genügend Proviant kann man es gut einen Tag dort aushalten.





























An den Bildern der Reisfelder kann ich mich nicht satt sehen.

Der Boden wird bereitet








Junge Reispflanzen-gebündelt - fertig zum aussetzen








frisch ausgesetzt
















Natürlich müssen auch hier den Götter kleine Opfer gebracht werden.



















Die Ernte


































Zum Schluss noch ein paar kitschige Sonnenuntergänge......


































So das wars!
Wer noch mehr Bilder sehen möchte....
www.picasaweb.google.de/uweellger/BaliSept2006
und
www.picasaweb.google.de/uweellger/BaliNovember200602


Eine schöne Weihnachtszeit.... und wenn es draussen zu ungemütlich wird- einfach vom nächsten Urlaub träumen
Uwe